Heinz Erhardt

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Geschrieben von daneel 11/04/2009 @ 02:07

Tags : heinz erhardt, schauspieler, kultur

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Heinz Erhardt

Ehrung zum 100. Geburtstag durch Sonderbriefmarke der Deutschen Post AG 2009

Heinz Erhardt (* 20. Februar 1909 in Riga, Russisches Reich; † 5. Juni 1979 in Hamburg-Wellingsbüttel) war ein deutscher Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter.

Der Sohn des deutsch-baltischen Kapellmeisters Gustl Erhardt wuchs größtenteils bei seinen Großeltern mütterlicherseits in der späteren lettischen Hauptstadt Riga auf, wo sein Großvater Paul Nelder ein Musikhaus führte. Über seinen Großvater kam Erhardt zum Klavierspiel. Zur Einschulung holte ihn seine Mutter nach St. Petersburg, wo er aber nur kurze Zeit blieb.

1919 nahm ihn sein Vater mit in das Deutsche Reich. Eine Zeit lang lebte er in der Wennigser Mark bei Hannover, bei der zweiten Frau seines Vaters, die nur neun Jahre älter war als er selbst. Von 1919 bis 1924 besuchte er ein Internat in Barsinghausen bei Hannover und das Realgymnasium am Georgsplatz, die heutige Tellkampfschule. Danach kehrte er erneut nach Riga zurück. Er hatte zwischenzeitlich 15 Schulwechsel hinter sich und bestand das Abitur nicht. 1924 bis 1926 besuchte er das Deutsche Gymnasium in Riga, wo er an einer Laienspielgruppe teilnahm. Von 1926 bis 1928 besuchte er das Konservatorium in Leipzig und studierte dort Klavier und Komposition. Erhardts Jugendtraum, Pianist zu werden, wurde aber von den Großeltern nicht unterstützt. Sein Großvater wollte, dass Erhardt eine kaufmännische Ausbildung erhielt, und stellte ihn als Lehrling in seinem Musikhaus ein.

1935 heiratete Heinz Erhardt die Tochter des italienischen Konsuls in St. Petersburg, Gilda Zanetti (1913–1987), die er, wie er schreibt, in einem Aufzug kennengelernt hatte. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Grit (1936) (heute: Grit Berthold), Verena (1940), Gero (1943) und Marita (1944). Gero Erhardt wurde Kameramann und Regisseur. Enkel Marek Erhardt ist Schauspieler.

1928 bis 1938 arbeitete Erhardt in Riga in der Kunst- und Musikalienhandlung des Großvaters Paul Neldner. In Riga trat er auch mit selbst komponierten und komischen Texten und Liedern in den Kaffeehäusern der Stadt auf. 1937 trug er eigene Lieder in Programmen der Reichssender Königsberg und Danzig vor.

1938 holte Willy Schaeffers Heinz Erhardt in Berlin an das Kabarett der Komiker. Im Zweiten Weltkrieg wurde Erhardt 1941 als Soldat einberufen. Bei zwei Musterungen war er durchgefallen, bei der dritten kam er – als Nichtschwimmer und Brillenträger – nach Stralsund zur Marine, die für ihr Orchester einen Klavierspieler suchte. In der Folgezeit war er an verschiedenen Orten in der Truppenbetreuung tätig und hat nach der Grundausbildung nie mehr eine Waffe in der Hand gehabt. Während des Krieges schrieb er Friedensgedichte. Nach dem Krieg ließ sich Erhardt mit seiner Familie in Hamburg-Wellingsbüttel nieder und arbeitete als Radiomoderator beim NWDR, der 1948 auch den Komponisten Erhardt mit seiner 10-Pfennig-Oper ins Programm nahm.

Erhardts Humor baut in erster Linie auf Wortspielen und verdrehten Redewendungen auf. In vielen seiner Filmrollen spielt er eine Art netten, aber etwas verwirrten und schüchternen Familienvater oder Onkel, der gerne Unsinn erzählt. Gleichzeitig versuchte er in seinen Filmen meist, den typischen Deutschen aus der Zeit des Wirtschaftswunders darzustellen. Der deutsche Germanist Heinrich Detering bezeichnete Erhardt als „einen Poeten, der es sich selbst und seinen Lesern nicht immer leicht gemacht hat, weil er es ihnen zu leicht machen wollte“.

Unter anderem diente er Otto Waalkes und Willy Astor als Vorbild. Berühmt ist Heinz Erhardt auch für seine zahlreichen witzigen Gedichte. Seine Darbietungen schlossen Klavierspiel, Intonierung und Tanz, meist im kleinen Format, mit ein, was sein Profil als Alleinunterhalter gut abrundete. Dennoch kamen auch etliche Partner-Nummern, so etwa im Film mit Hans-Joachim Kulenkampff oder Peter Alexander und auf der Bühne mit Rudi Carrell oder Udo Jürgens, zustande.

Erhardt litt an sehr ausgeprägtem Lampenfieber. Für seine Bühnenauftritte hatte er sich deshalb angeblich eine Brille mit Fensterglas zugelegt. Er war auf der Bühne also mehr oder minder blind, musste aber auch sein Publikum nicht sehen. Seine Tochter sagte jedoch in einer Dokumentation, dass er im Gegenteil lediglich Brillengestelle ohne Gläser getragen habe und dies darin begründet war, dass sich sonst die Scheinwerfer in den Brillengläsern gespiegelt hätten. Zudem nahm Erhardt vor Auftritten unter dem Vorwand, hinsichtlich der Bühnenbeleuchtung noch etwas klären zu müssen, oft einen „doppelten Doornkaat“ (ein Kornbrand, von ihm kurz als „Dodo“ bezeichnet) zu sich. Mit dem vorgeschobenen Grund wollte Erhardt diese Angewohnheit vor seiner Frau verbergen.

Seit 1960 war Horst Klemmer sein Manager, und im gleichen Jahr gründete er die Firma Heinz Erhardt-Produktion (HEP).

Ende der 1960er Jahre verschlechterte sich sein Gesundheitszustand; häufig quälte er sich mit Herzrasen oder Fieber auf die Bühne.

Am 11. Dezember 1971 erlitt Erhardt einen Schlaganfall, bei dem das Sprachzentrum in seinem Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wurde, so dass er zwar lesen und verstehen, aber nicht mehr sprechen und schreiben konnte. Bedingt durch diese Aphasie zog er sich weitgehend ins Privatleben zurück. Zehntausende Genesungsbriefe gingen für ihn ein.

1978/79 arbeitete Heinz Erhardt mit seinem Sohn Gero Erhardt an der Fernsehfassung der komischen Oper Noch 'ne Oper, die er bereits in den 1930er Jahren geschrieben hatte. Am 21. Februar 1979, einen Tag nach Heinz Erhardts 70. Geburtstag, wurde diese Fernsehfassung nach 21 Uhr im ZDF ausgestrahlt; mit dabei waren viele Kollegen wie Paul Kuhn, Hans-Joachim Kulenkampff, Rudolf Schock, Ilse Werner und Helga Feddersen. Heinz Erhardts Stimme wurde aus früheren Rundfunkaufnahmen hinzugemischt, Sohn Gero stand hinter der Kamera.

Von der 1972 veröffentlichten LP Was bin ich wieder für ein Schelm wurden bis 1978 über 200.000 Exemplare verkauft. Die Plattenfirma Teldec und der Verlag Klemner und Müller überreichten Heinz Erhardt dafür am 31. Mai 1978 „Das Goldene Gedicht“, eine kilogrammschwere Tafel mit Erhardts Gedicht vom „Blähboy“. Diese LP erschien 1985 auch in der DDR beim VEB Deutsche Schallplatten und war dort ebenfalls ein großer Erfolg.

Am 1. Juni 1979 wurde Heinz Erhardt das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland nachträglich zum 70. Geburtstag verliehen.

Erhardt starb vier Tage später, am 5. Juni 1979. Er wurde auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg beigesetzt.

Im Nachlass von Heinz Erhardt fanden sich zahlreiche Klavier-Kompositionen, die er zwischen 1925 und 1931 geschrieben hatte. 23 dieser Stücke wurden 1994 erstmals veröffentlicht.

Heinz Erhardt ist ein Stern im „Sterne der Satire – Walk of Fame des Kabaretts“ in Mainz gewidmet.

Der Platz in Göttingen, an dem Erhardt in dem Film Natürlich die Autofahrer als Polizist Dobermann den Straßenverkehr regelte, wurde im Mai 2003 in „Heinz-Erhardt-Platz“ umbenannt.

Im Jahr 2007 kam Heinz Erhardt bei der Wahl zum besten deutschsprachigen Komiker in der ZDF-Sendung „Unsere Besten – Komiker & Co.“ auf den zweiten Platz hinter Loriot.

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Liste der Werke von Heinz Erhardt

Die Liste der Werke von Heinz Erhardt enthält Werke des Schauspielers, Komikers, Schriftstellers und Dichters Heinz Erhardt (1909–1979).

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Was ist denn bloß mit Willi los?

Was ist denn bloß mit Willi los? ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1970 nach dem Theaterstück Wem Gott ein Amt gibt von Wilhelm Lichtenberg. In der Hauptrolle ist Heinz Erhardt zu sehen, weitere Auftritte haben Ralf Wolter, Rex Gildo, Willy Reichert und viele andere bekannte Schauspieler und Sänger der 70er Jahre. Die Uraufführung erfolgte am 17. Juli 1970.

Steuerinspektor Willi Winzig ist zwar nur ein kleiner Finanzbeamter, dafür hat er aber ein großes Herz für seine „Kunden“. In besonderen Härtefällen verschwinden die Akten der zahlungsunfähigen oder -unwilligen Steuerschuldner einfach im Wandschrank. Nachdem alle Schränke gefüllt sind, entsorgt Willi die Unterlagen einfach in den Papierkorb. Dummerweise entdeckt die Putzfrau die Akten und legt sie Willis Vorgesetztem, dem gestrengen Regierungsrat Motzmann auf den Schreibtisch. Drei Wochen vor seiner Pensionierung kommt Willis Verhalten so ans Licht, und Motzmann will mit einem Disziplinarverfahren dafür sorgen, dass Willi die Pensionsansprüche verliert.

Glücklicherweise hat Willis Freund Felix eine gute Idee: Willi soll „verrückt“ spielen, damit man ihn für seine Taten nicht zur Verantwortung ziehen kann. Willi mischt dementsprechend Motzmanns Büro auf, der ihn prompt für einen Irren hält. Just in diesem Moment erhält Motzmann Besuch vom Staatssekretär Kuhländer, der den spontanen Ausbruch Willis aber scheinbar völlig falsch versteht - er hält ihn für den normalsten Beamten im ganzen Haus, denn schließlich, so Kuhländer, müsse jeder einmal Dampf ablassen.

Das lässt Willi natürlich nicht auf sich sitzen. Um endgültig „kaputt“ geschrieben zu werden, schmuggelt er sich auf einen Staatsempfang und sorgt dort für einen ordentlichen Eklat, in dem er erst einen ausländischen Investor beleidigt und dann den ahnungslosen Kuhländer vor den gierigen Objektiven der versammelten Presse ohrfeigt. Kuhländer, der seinen ungeliebten Job ohnehin loswerden wollte, ist aber - zu Willis Entsetzen - überglücklich, und ernennt Willi vor seinem Rücktritt noch zum Oberregierungsrat. In dieser Stellung verschiebt Willi Gelder, die für das Tierheim Kubin gedacht waren, an ein Kinderhilfsprojekt. Nachdem er zuerst wieder entlassen werden soll, entschließt sich der neue Staatssekretär, daraus selbst Gewinn zu schlagen und Willi vor der Presse zum Ministerialrat zu befördern. Kuhländer kommentiert diesen Vorgang humorvoll mit der Anmerkung, Willi bringe es bestimmt noch zum Finanzminister. Dies muss der ehemals untreue Beamte aber ablehnen, denn er möchte ja in Pension gehen - „in Vollpension“, so das Schlusswort.

Willi Winzig ist eine Figur aus dem Lustspiel Wem Gott ein Amt gibt von Wilhelm Lichtenberg. Heinz Erhardt hatte Winzig zuvor bereits mehr als 500 Mal auf der Bühne verkörpert. Am 1. Januar 1971 wurde darüber hinaus eine Inszenierung des Bühnenstücks mit Erhardt in der Hauptrolle unter dem Titel Das hat man nun davon durch die Nordprogramm Theatergastspiele als Aufzeichnung des ZDF im Fernsehen ausgestrahlt.

Heinz Erhardt porträtiert den Finanzbeamten Willi Winzig und zieht alle Register des Kalauerns. Seinen verhassten Chef Motzmann bezeichnet er etwa als "Schwotte" (Mischung aus Schwabe und Schotte), der nur im Juli heize, weil dann das Öl am billigsten sei. Auch die Schreibkraft Annie Engel bekommt ihr Fett weg - sie sei ein "großer weißer Vogel", was er damit begründet, dass die Dame sofort zur Gewerkschaft rennen würde, wenn er sie mit "dumme Gans" titulierte.

Willis "Sidekick" Felix Klein (Ralf Wolter) ist nicht nur sein Mitbewohner im Haus von Frau Stirnima, sondern gleichzeitig auch sein Arbeitskollege, mit dem er ein Büro teilt. Felix muss sich den gesamten Film über der Avancen von Annie Engel erwehren, wobei sich die beiden natürlich am Ende des Films finden.

Annie (Ruth Stephan) ist Sekretärin im Finanzamt, gleichzeitig aber bis über beide Ohren in Felix Klein verschossen. Ihr Werben stößt aber auf taube Ohren, bis sie ihn endlich dazu überredet, sie in ihrem Karateverein zu besuchen. Zum Ende des Films hat sie endlich Erfolg und Felix gibt ihrem Werben nach.

Helga (Stella Mooney) ist Willis Nichte und soeben von daheim ausgebüxt, um sich mit ihrem Freund Frankie (Rex Gildo), einem Beatmusiker, zu treffen. Sie kommt bei ihrem Onkel Willi unter und schleicht sich nachts aus dem Haus, um in einer Disco einem Liveauftritt von Frankie zuzusehen. Willi und Felix begeben sich auf eine abenteuerliche Reise durch das Münchner Nachtleben, die natürlich mit viel Alkohol und ohne den erhofften Fund endet.

Frankie, der Beatmusiker (Rex Gildo), ist nicht nur Helgas Freund, sondern auch der Sohn des Staatssekretärs Kuhländer. Er ist logischerweise für die musikalische Untermalung des Films zuständig und steuert einige Songs dazu bei. Außerdem hält er erfolgreich um Helgas Hand an - allerdings nicht, bevor Onkel Willi von seinem Vater die entsprechende Pensionierung versprochen bekommt.

Helen Vita spielt Frau Stirnima, die Vermieterin von Felix und Willi. Insgeheim schwärmt sie für Willi, was sie aber nie offen zugeben würde. Ihr Name ist von dem damaligen Hit Gruezi wohl, Frau Stirnimaa! der Gruppe Minstrels abgeleitet. Die Minstrels sind in dem Film ebenfalls zu sehen und zu hören.

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Gero Erhardt

Gero Erhardt (* 17. Februar 1943 in Berlin) ist ein deutscher Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann und Produzent. Er ist der Sohn des Schauspielers Heinz Erhardt und der Vater des Schauspielers Marek Erhardt.

1966 und 1967 wirkte er als Kameraassistent in der Komödie Das gewisse Etwas der Frauen (unter anderem mit Nadja Tiller, Romina Power, Heinz Erhardt und Zarah Leander) und dem Kriminalfilm Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn (u.a. mit Erik Schumann und Fritz Wepper) mit.

In den 70er Jahren arbeitet er als Kameramann für verschiedene Fernsehserien und Fernsehfilme beispielsweise Der Fall von nebenan (1970-1975), Tadellöser & Wolff nach dem gleichnamigen Roman von Walter Kempowski (unter anderem mit Jesper Christensen). 1971 arbeitet er als Kameramann für eine Folge der Fernsehreihe Tatort.

1973 hat er seinen einzigen Einsatz vor der Kamera als Schauspieler im Fernsehfilm Der Ziegelbrenner nach einem Roman von Horst Bosetzky. Ein Jahr darauf stand er wieder hinter der Kamera und zwar in dem Fernseh-Thriller Der Springteufel, in dem Dieter Hallervorden und Arno Assmann als Hauptdarsteller fungierten.

1978/79 arbeitet Gero Erhardt mit seinem Vater Heinz Erhardt an der Fernsehfassung von dessen komischer Oper Noch 'ne Oper, die bereits in den 30er Jahren entstanden war. 1979, im Todesjahr von Heinz Erhardt, wird diese Fernsehfassung vom ZDF ausgestrahlt, mit dabei sind viele berühmte Kollegen wie Paul Kuhn, Hans-Joachim Kulenkampff, Rudolf Schock, Ilse Werner und Helga Feddersen. Gero Erhardt fungiert in dieser Produktion als Kameramann; das sein Vater wegen eines Schlaganfalls nicht mehr sprechen kann, wird seine Stimme aus früheren Rundfunkaufnahmen hinzugemischt.

Gero Erhardt wirkt bis 1982 weiterhin als Kameramann, bis er mit der Komödie Eine etwas sonderbare Dame mit Lilli Palmer sein Regiedebüt feiert. Seitdem arbeitet er ausschließlich als Regisseur mit seiner Ehefrau, der Regieassistentin Jutta Erhardt, zusammen. Das Paar lebt in Hamburg.

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Hans-Joachim Kulenkampff

Grab der Familie Kulenkampff

Hans-Joachim „Kuli“ Kulenkampff (* 27. April 1921 in Bremen; † 14. August 1998 in Seeham, Österreich) war ein deutscher Schauspieler und Fernsehmoderator; er selbst bezeichnete sich oft als Quizmaster.

Kulenkampff wurde am 27. April 1921 in Bremen als zweiter Sohn des Bremer Kaufmanns Friedrich Wilhelm Kulenkampff (1893–1964) geboren. Sein älterer Bruder war der spätere Ordinarius für Anatomie an der Universität des Saarlandes Prof. Dr. med. Helmut Kulenkampff.

1946 heiratete Kulenkampff Gertraud (Traudl) Schwarz (1922–2001), die später als Kinderbuchautorin bekannt wurde, und bekam mit ihr drei Kinder: die Tochter Merle (* 1949) und die Söhne Norbert, genannt Burli, (1953–1957 Autounfall) und Kai-Joachim (* 1959). Kulenkampff starb am 14. August 1998 an einer Krebserkrankung in seinem Wahlheimatort Seeham im Salzburger Land in Österreich. Seine Urne wurde auf dem Friedhof von Frauenstein in Oberösterreich beigesetzt. Sein Grab zieren ein schmiedeeisernes Kreuz und ein kleines Segelschiff, das an seine Segelleidenschaft erinnert.

Kulenkampff studierte nach dem Abitur Schauspiel am Deutschen Theater (Lehrerin war u. a. Agnes Windeck) in Berlin und wurde anschließend zum Wehrdienst eingezogen und war als Soldat in Russland. Seit 1946 spielte er in Frankfurt im „Kleinen Theater im Zoo“ (heute „Fritz-Rémond-Theater“) erfolgreich Theater. 1950 begann er zudem als Ansager beim Hessischen Rundfunk zu arbeiten, wobei er auch zum Team des Frankfurter Weckers gehörte. Auf der Funkausstellung startete am 29. August 1953 seine erste Show Wer gegen wen?, mit der „Kuli“ wegen seines Charmes und seiner Schlagfertigkeit zu einem Liebling des Fernsehpublikums wurde. 1958 und 1961 spielte Kulenkampff zusammen mit Heinz Erhardt in den Filmen Immer die Radfahrer und Drei Mann in einem Boot. Viel Aufmerksamkeit brachten in jener Zeit auch seine Werbespots für eine Tabakfirma mit dem Slogan Drei Dinge braucht der Mann: Feuer, Pfeife, Stanwell.

Ab 1964 moderierte er 43 mal die Quizsendung Einer wird gewinnen, kurz EWG genannt, beendete sie aber 1969 ungeachtet ihres außerordentlichen Erfolgs. Dem schlossen sich unpopuläre Fernsehaktivitäten an, welche allesamt vorzeitig eingestellt wurden. Darunter waren die Samstagabend-Spielshows Guten Abend, Nachbarn und Acht nach 8, sowie die Talkshow Feuerabend. Bei letzterer saßen Kulenkampff und drei prominente Gäste an einem offenen Kaminfeuer, dieses Format war aber seiner Zeit voraus und fand deswegen kaum Zuschauer. Nach all den Misserfolgen beschloss man schließlich, EWG wieder aufleben zu lassen, was 1979 mit erneut großem Erfolg gelang. Die Reihe fand erst 1987 ihr endgültiges Ende, als Kulenkampff aus Altersgründen aufhörte.

Nach Ende der ersten EWG-Staffel ging er 25 Jahre lang mit dem gleichen kleinen Theater auf Tournee. Dadurch konnten ihn seine Fans ganz aus der Nähe bewundern.

In der ARD war er von 1985 bis 1990 fast 2000 mal als Vorlesender der Nachtgedanken kurz vor Sendeschluss zu sehen. Von 1990 bis 1991 moderierte er bei RTL plus Kulis Buchclub.

Im Jahre 1993 schließlich moderierte Kulenkampff unerwartet ein letztes Mal eine Samstagabendshow. Wim Thoelke hatte nach vielen Jahren die Moderation der ZDF-Rateshow Der Große Preis abgegeben. Ursprünglich sollte Sabine Sauer die Sendung übernehmen, aber dann entschied sich das ZDF für Kulenkampff, Sauer erfuhr dies aus der Presse. Der Sendetermin wurde von Donnerstag- auf Samstagabend verschoben. Weil die Sendung aber meist parallel zu konkurrierenden Shows der ARD ausgestrahlt wurde, ließ die Zuschauerbeteiligung zu wünschen übrig. Nach nur sechs Ausgaben gab Kuli die Sendung wieder ab. „Der Große Preis“ wurde noch bis Ende des Jahres 1993 von Carolin Reiber moderiert. Nach einer schweren Operation moderierte er 1997 und 1998 noch dreimal die Bildungs-Show Zwischen gestern und morgen, die in den Dritten Programmen der ARD ausgestrahlt wurde. Wegen ihres unbestreitbar elitären Anspruchs blieben die Einschaltquoten aber weit hinter den Erwartungen zurück. Schließlich wurde die Reihe eingestellt, was Kuli angeblich sehr traf.

Für einen Skandal sorgte Kulenkampff am 15. Januar 1988 als Gast der NDR-Talkshow, als er die Äußerung Willy Brandts (vom 12. Mai 1985) über den damaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler dahingehend verstärkte, er sei ein Hetzer „schlimmer als Goebbels“. Kulenkampff sagte nach der Sendung: „Warum habe ich Rindvieh nur nicht ‚der schlimmste seit ...‘ statt ‚schlimmer als ...‘ gesagt? Kein Aas hätte mir da an den Wagen fahren können.“ (Brandt hatte früher die Formulierung mit „der schlimmste seit“ gewählt.) Am 29. Januar 1988 lud der NDR die Kontrahenten ein, was zu einer öffentlichen Entschuldigung Kulenkampffs führte.

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Otto Waalkes

Otto Waalkes (2006)

Otto Gerhard Waalkes (* 22. Juli 1948 in Emden/Ostfriesland) ist ein deutscher Komiker, Comiczeichner, Sänger und Schauspieler. Er wohnt in Hamburg-Blankenese.

Otto Waalkes wuchs in Emden auf, seine Mutter Adele Waalkes war Mitglied der Emder Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, deren Sonntagsschule der junge Waalkes besuchte. Seinen allerersten öffentlichen Auftritt gab er im Alter von elf Jahren, als er in einem Emder Kaufhaus den Babysitter-Boogie vortrug und dafür mit einem Warengutschein von 30 Mark und einem Buch belohnt wurde. Mit 12 Jahren bekam er seine erste Gitarre, 1964 trat er erstmals öffentlich mit seiner Band The Rustlers im Raum Emden auf. 1968 bestand Otto Waalkes die Abiturprüfung am Gymnasium für Jungen in Emden, bevor er 1970 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Prof. Hans Thiemann und Maltechnik bei Rainer Noeres studierte. In seinen jungen Jahren war "Otto" Lehrer auf einem Gymnasium. Er wurde als sehr streng eingeschätzt. Seinen ersten Bühnenauftritt absolvierte er im Hamburger Folklore-Club Danny's Pan, wo man für fünf Mark zehn Minuten lang sein Können zeigen konnte. In Hamburg wohnte er in einer WG mit vierzehn Mitbewohnern, unter ihnen Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen. 1972 lernte Waalkes seinen späteren Manager Hans Otto Mertens kennen, hatte mit seiner Band „The Rustlers“ sein erstes großes Konzert in Hamburg, wobei er live und auf eigene Kosten mitschnitt, und gründete mit Mertens das Label Rüssl Räckords. Noch im gleichen Jahr erschien die LP „Otto“, die sich 500.000 mal verkaufte.

1973 brachte die erste Fernsehshow „OTTO SHOW“, die Einschaltquoten von bis zu 15 % erzielte, den endgültigen Durchbruch. Waalkes' erste Fernseh-Show wurde am 27. August 1973 vor kleinem Publikum und mit Auftritten von Gästen (unter anderem des Gitarristen und Sängers Peter Horton) ausgestrahlt. In dieser Sendung wurde bereits der Sketch „Englischkurs mit Peter, Paul und Mary“ gespielt. Ein Jahr später erschien die zweite LP mit dem Titel „OTTO, die Zweite“, während Waalkes im selben Jahr seine erste Goldene Schallplatte für über 250.000 verkaufte Exemplare der LP „OTTO“ erhielt und seine zweite Sendung unter gleichem Namen auf WDR und ARD mit bis zu 20 % Sehbeteiligung hatte. Bereits 1975 folgten die nächste LP „Oh, OTTO“, die nächste Show mit bis zu 44 % der Fernsehzuschauer und die zweite sowie dritte Goldene Schallplatte, die in Köln verliehen wurden.

Die im Laufe der Jahre 1974 bis 1979 ausgestrahlten Otto Shows II bis VII, sowie „So ein Otto“ und „Ein neues Programm von und mit Otto Waalkes“ (beide 1981) wurden Publikumsrenner und machten aus Waalkes einen der populärsten Komiker des deutschen Fernsehens der 1970er und frühen 1980er Jahre.

1976 hatte Waalkes seine vierte Fernsehshow in ARD und WDR und erhielt den Bambi der Illustrierten Bunte. Ein Jahr später wurde er mit der Goldenen Kamera der HÖRZU ausgezeichnet, veröffentlichte seine vierte Platte und sendete seine fünfte Show. Daraufhin erschien 1978 die fünfte LP, ferner trat Otto in der Hamburger Staatsoper als „Frosch“ in der „Fledermaus“ von Strauß auf und bekam den „Goldenen Elefanten“ für 125.000 in Österreich verkaufte Langspielplatten. Die sechste Show in ARD und WDR erfolgte ebenfalls. 1979 wurde der Komiker mit einer Platin- und drei Goldenen Schallplatten sowie der „Goldenen Westfalenhalle“ prämiert und brachte seine sechste LP auf den Markt.

1980 wurde das erste Buch von Waalkes verkauft, bevor 1981 die siebte Schallplatte folgte. Das Jahr 1982 brachte ihm den „Video Bambi“ durch „Bild und Funk“ sowie den Verkauf der achten LP ein. 1983 ging er auf Deutschlandtournee und veröffentlichte Platte Nummer neun und zehn.

Die letzte reguläre Fernseh-Show mit dem Namen „Hilfe, Otto kommt“ wurde 1983 vom ZDF ausgestrahlt und enthielt die heute noch populäre Hänsel-und-Gretel-Interpretation im Gewand der damals populären Musik der Neuen Deutschen Welle. 1985 wandte sich Waalkes dem Kino zu. Seine erste Produktion lief unter dem Titel Otto - Der Film.

Am 1. August 1987 eröffnete er in seiner Heimatstadt Emden "Dat Otto Huus" in einer ehemaligen, umgebauten alten Apotheke in der Nähe des Rathaus am Delft. Im oberen Stockwerk befindet sich ein Museum, in welchem Erinnerungsstücke aus der Anfangszeit seiner Karriere zu sehen sind. Im Erdgeschoss werden hauptsächlich Fan-Artikel verkauft, wie etwa die berühmten Ottifanten als Plüschtiere.

Im Zusammenhang mit Filmproduktionen hielt sich Otto Waalkes auch zunehmend in Amerika auf, wohin ihn sein damaliger Manager Hartmut Fischer begleitete. Einige Szenen in seinen Filmen entstanden in den USA, so etwa in Otto – Der Außerfriesische von 1989.

Im Jahre 2004 erreichte sein Film 7 Zwerge – Männer allein im Wald fast 7 Millionen Zuschauer in den deutschen Kinos.

Am 2. Oktober 2007 startete Otto Waalkes seine neueste Deutschlandtournee, die er wegen des großen Erfolgs bis Oktober 2008 verlängerte. Am 6. Juni 2008 wurde auf RTL die Sendung Happy Otto! Wir haben Grund zum Feiern ausgestrahlt, in der bekannte Otto-Sketche von anderen Komikern aufgeführt wurden und Waalkes auch selbst auftrat. Anlass war der bevorstehende 60. Geburtstag.

Er ist in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Eva Hassmann verheiratet. Mit seiner ersten Ehefrau (Manou) hat er einen 1987 geborenen Sohn (Benjamin Karl Gregory).

Waalkes' Humor beruht auf Kalauern und Wortspielen sowie albern-witziger Sprache, Geräuschen und Körpersprache. Er macht auch gerne Parodien, zum Beispiel Umarbeitungen bekannter Lieder, die er meist selbst mit der Gitarre begleitet. In diese humoristischen Vorträge bettet er Satire, politische Anspielungen, Zeit- und Gesellschaftskritik ein.

In seinen frühen Programmen übersetzte er mehrere Sketche aus dem Stand-Up-Programm von Woody Allen aus den 1960er Jahren und benutzte sie in leicht abgewandelter oder gekürzter Form.

1973 lernte Waalkes den Autor und Zeichner Robert Gernhardt kennen, nachdem er sich fälschlicherweise als Verfasser eines Gedichts ausgegeben hatte, das auf der von Gernhardt betreuten Humorseite der Zeitschrift Pardon erschienen war und das Waalkes bei seinen Bühnenauftritten vortrug. Damit begann eine jahrzehntelange Zusammenarbeit, zunächst bei Waalkes' Fernseh-Shows, später gab Gernhardt auch Waalkes' Bücher heraus und war an den Drehbüchern der Otto-Filme beteiligt, an denen außerdem auch Pit Knorr und Bernd Eilert mitarbeiteten.

Die regelmäßig veröffentlichten Otto-Bücher und vor allem die Otto-Langspielplatten wurden Verkaufsschlager und erreichten häufig Spitzenpositionen in den jeweiligen Hit- und Verkaufslisten.

Waalkes kann sich zu dem Kreis der Unterhaltungskünstler zählen, die den allgemeinen Sprachgebrauch beeinflusst haben; einen beträchtlichen Teil davon machen die frühen Jahre aus, in denen er überwiegend Texte der Neuen Frankfurter Schule verwendete. So geht der Ausspruch „Hast du mal 'ne Zigarette? Meine Schachtel steckt noch im Automaten!“ auf ihn zurück. Auch die Floskel „Einen hab' ich noch!“ wird ihm häufig zugeschrieben, geht aber tatsächlich - wie viele seiner Sprüche - auf Heinz Erhardt zurück.

Die bekannteste von Waalkes gezeichnete Cartoonfigur ist der Ottifant.

Neben seiner Tätigkeit auf der Bühne stand Waalkes mehrmals vor und hinter der Kamera. Seine Filme sind Parodien auf aktuelles Geschehen in Kultur und Öffentlichkeit und leben vor allem von Situationskomik und karikierten Figuren.

2007 und 2008 führte er in verschiedenen Städten seine Tour Otto - Das Original auf, die am 31. Oktober 2008 auf RTL ausgestrahlt wurde.

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Source : Wikipedia