Heimenkirch

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Geschrieben von goldorak 05/03/2009 @ 20:07

Tags : heimenkirch, bayern, deutschland

Neueste Nachrichten
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Heimenkirch

Wappen von Heimenkirch

Heimenkirch ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee).

Heimenkirch liegt im Westallgäu.

Auf dem Gemeindegebiet gibt es folgende Gemarkungen: Aspach, Berg, Biesenberg, Dreiheiligen, Engenberg, Geigersthal, Hofs, Kappen, Mapprechts, Meckatz, Menzen, Mothen, Oberhäuser, Ober- und Unterried, Riedhirsch, Syrgenstein, Wolfertshofen, Zwiesele.

Heimenkirch soll seinen Namen einem Germanenfürsten namens Heimo verdanken.

Der Markt Heimenkirch gehörte zunächst zu Österreich als ein Teil der Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bürgermeister ist Markus Reichart (FW). Seine Stellvertreter sind Albert Lau und Angela Fessler.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 3.345.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.761.000 €.

Das denkmalgeschützte Paul-Bäck-Haus war Weinwirtschaft und Bäckerei, Nagelschmiede sowie Gesinde- und Handwerkerunterkunft. Das Baudenkmal gehört zu den ältesten Gebäuden des Ortes und prägt mit seiner charakteristischen Gestalt das Erscheinungsbild von in Heimenkirch.

Gebäude: Ein kleines fast quadratisches, mit Holzschindeln verkleidetes Haus in Ortsmitte an einer platzartigen Erweiterung mit einem Brunnen (siehe Ortsplan47.62895123819.9031662947) bestehend aus zwei Etagen, 5-achsig gegliedert, mit Dachgeschoss im schindelgedeckten, geschweiften Walmdach. Zwei Ziegelsteinschornsteine, die mit Aufsätzen aus kleinen Ziegelsteinhäuschen verziert sind. Der innere Grundriss ist praktisch unverändert. Auch die Wand- und Deckenverkleidungen, der Dielenbelag und der Steinboden im Hausgang des Erdgeschosses zeigen zum größten Teil noch den ursprünglichen Zustand.

Geschichte: Das heute sichtbare Gebäude stammt aus dem 15ten Jahrhundert und wurde 1633 zum ersten Mal in einer Heiratsurkunde erwähnt. Das mittelalterliche Lehen der Adelsfamilie der Humpis von Waltrams ging Ende des 17ten Jahrhunderts auf die Familie Milz über, die es über 100 Jahre bewirtschaftete. Nach kurzem Zwischenbesitz gelangte das Anwesen durch verganten an die als Bauern, Weinwirte und Bäcker tätige Familie Zwisler. Der nachfolgende Bäcker Schweinsberger übergab das Gut in einem Tauschgeschäft an den nebenan tätigen Brauereibesitzer Salomon Karg. Dieser verpachtete 1890 die Landwirtschaft mit Bäckerei und Weinstube an Colestin Paul, der darin 26 Jahre wirtschaftete und dessen Name in der heutigen Bezeichnung Paul-Bäck-Haus weiterlebt. Anschließend diente das Gebäude den Stallschweizern, Knechten und Mägden, die auf dem Gutshof der Familie Salomon Karg arbeiteten, als Wohnung. Im Dachgeschoss befand sich lange Zeit eine sogenannte Störstube. Hier wohnten Handwerker, die ihre Arbeit direkt beim Kunden verrichteten und − wenn im Ort keine Arbeit mehr vorhanden war − in den nächsten weiterzogen.

Planungen: Die Marktgemeinde erwarb das als Kleinod bezeichnete ortsbildprägendes Gebäude im Winter 2005/06 und bemühte sich seitdem erfolgreich um Zuschusszusagen weiterer Körperschaften (Regierung von Schwaben, Städtebauförderung und Landesdenkmalamt).

Nach den Entwürfen des Ravensburger Architekturbüros Elwert&Stottele aus dem Jahr 2006 könnte aus der ehemaligen Störstube im Dachgeschoss ein balkendurchzogener, historischer Raum entstehen, der für kleinere Veranstaltungen, etwa Vorträge, Konzerte, Trauungen, Ausstellungen oder die Volkshochschule, ein schönes Ambiente bietet. Das niedrige Erdgeschoss eignet sich für wechselnde Märkte, etwa Oster- oder Weihnachtsmärkte. Den ersten Stock sollen Heimatstube und Musikraum füllen. Für Treppe und Aufzug entsprechend neuzeitlicher Anforderungen ist ein Glasanbau zum historischen Gebäude vorgesehen, um den gesamten Innenraum des Paul-Bäck-Hauses gleichzeitig original erhalten und optimal nutzen zu können. Der neue Gemeinderat wird nach der Wahl 2008 über die Nutzung entscheiden .

Status: Am Tag des offenen Denkmals (14. September 2008) gab Wolf Stottele detaillierte Erläuterungen aus architektonischer Sicht. In der langen Geschichte des Hauses wurden etwa fünf größere Umbauten bzw. Erweiterungen vorgenommen: vom ursprünglichen kleineren hölzernen Blockhaus zum Steinhaus, dem westlichen Anbau, dem Einbau der beiden Kamine, der teilweisen Rokoko-Ausmalung und der großen Fundamentsanierung in den 50er Jahren einschließlich der erst damals angebrachten Schindelverkleidung. Es ist beschlossen, das Gebäude auf dem letzten Entwicklungsstand zu sanieren . Die Grundrisse der unteren beiden statisch gesicherten Geschosse bleiben unverändert. Für die Nutzung dieser Räume wird eine Heimenkirchner Arbeitsgruppe Vorschläge ausarbeiten. Da kein Museum sondern eine lebendige von den Einheimischen genutzte Einrichtung entstehen soll, die nach einem größeren Versammlungsraum verlangt, soll dieser in der ehemaligen Störstube im Dachgeschoss geschaffen werden nachdem ohnehin der Dachstuhl völlig erneuert werden muss.

Nördlich von Heimenkirch befindet sich das einzige erhaltene Schloss des Landkreises Lindau. Es kann leider nicht besichtigt werden, ist jedoch auch zur äußeren Betrachtung durchaus einen Besuch wert. In einer angrenzenden Waldung liegen ca. 15 Gehminuten vom Schloss entfernt die „Englischen Gräber“. Hier wurden ehemalige Bewohner des Schlosses bestattet.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sieben, im produzierenden Gewerbe 1.456 und im Bereich Handel und Verkehr 31 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 131 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.328. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei und im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 80 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.428 ha, davon waren 29 ha Ackerfläche und 1.399 ha Dauergrünfläche.

Heimenkirch besitzt nur noch ein ehemaliges Bahnhofsgebäude, bemüht sich aber, mit einem Haltepunkt Anschluss an den Bahnreiseverkehr der Allgäubahn (Bayern) von München über Kempten und Immenstadt nach Lindau (Bodensee) zu erhalten.

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Sophie von Waldburg-Syrgenstein

Sophie Gräfin von Waldburg-Syrgenstein, auch von Waldburg-Zeil und Trauchburg, geb. Gräfin von Waldburg-Zeil-Wurzach (* 4. Juni 1857 auf Schloss Reichenburg in der Untersteiermark, heute Grad Rajhenburg, Brestanica, Slowenien; † 6. Januar 1924 in Neutrauchburg, heute zu Isny im Allgäu) war eine deutsche Lyrikerin.

Sie wurde als Tochter des Fürsten Eberhard II. von Waldburg-Zeil-Wurzach (1828-1903) geboren (diese Linie des Hauses Waldburg erlosch mit dem Tod des Vaters 1903). Am 16. November 1882 heiratete sie ihren 16 Jahre älteren Vetter, den Forschungsreisenden Karl Graf von Waldburg-Zeil und Trauchburg. Ab 1885 nannte dieser sich mit Genehmigung des Königs von Bayern Graf von Waldburg-Syrgenstein nach Schloss Syrgenstein im Allgäu (heute Gemeindegebiet Heimenkirch), dem Wohnsitz des Ehepaars. Die Ehe blieb kinderlos und endete 1890 durch den Tod des Ehemanns.

1891 heiratete die Witwe den k. und k. diplomatischen Agenten und Generalkonsul in Ägypten von Heidler–Egeregg, der im Dezember 1891 in den Freiherrenstand erhoben wurde. 1897 gestattete man ihm die Namensvereinigung mit Syrgenstein, worauf er sich Heidler von Egeregg und Syrgenstein nannte. Auch diese Ehe Sophies blieb kinderlos.

Unter dem Namen S. Waldburg veröffentlichte sie mehrere Gedichtbände. Ihre Themen sind weitgefächert und reichen von erbaulicher Idyllik bis zu patriotisch-nationalistischen Kampfgesängen. Ihr wohl bekanntestes Gedicht „Wir sind bereit“, das sie 1888 als Reaktion auf eine Bismarck-Rede zur Wehrvorlage schrieb, wurde als „Volkslied für Massenchor“ (1889) von Norbert Hoft vertont.

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Karl Graf von Waldburg-Zeil

Schloss Neutrauchburg bei Isny

Karl Joseph Franz Wilhelm Georg Christian Graf von Waldburg-Zeil, später auch Graf von Waldburg-Syrgenstein (* 18. Dezember 1841 auf Schloss Neutrauchburg bei Isny im Allgäu; † 30. Januar 1890 auf Schloss Syrgenstein bei Maria Thann im Gemeindegebiet Heimenkirch im Landkreis Lindau) war ein schwäbischer Offizier und Naturforscher. Bekannt wurde er durch seine Forschungsreisen nach Svalbard (Spitzbergen) und Sibirien in den Jahren 1870, 1876 und 1881.

Karl Graf von Waldburg-Zeil war der dritte Sohn des Fürsten Konstantin von Waldburg-Zeil-Trauchburg und dessen Ehefrau Maximiliane Gräfin von Quadt-Wyckradt-Isny. Geburtsort ist das Schloss Neutrauchburg im württembergischen Isny im Allgäu.

Seine erste Ausbildung erhielt er in der von seinem Vater gegründeten Schule in Neutrauchburg, in der sowohl Kinder aus adligen als auch aus bürgerlichen Familien Aufnahme fanden. An der Erziehungsanstalt Stella Matutina des Jesuitenkollegiums in Feldkirch in Vorarlberg setzte Karl von Waldburg-Zeil seine schulische Ausbildung fort.

Die Pläne seiner Mutter, ihn zum Priester der römisch-katholischen Kirche ausbilden zu lassen, scheiterten. Aufgrund seiner liberalen Anschauungen wandte sich Karl von Waldburg-Zeil von der katholischen Kirche ab. Auch in politischer Hinsicht nahm er zusehends liberale Standpunkte ein. Besonders beeinflusst wurde er dabei durch Vorträge des Leipziger Historikers Heinrich Wuttke über die Französische Revolution. In persönlichen Gesprächen mit Wuttke äußerte Karl von Waldburg-Zeil bereits sehr früh den Wunsch, fremde Länder und Kontinente zu bereisen und deren Kultur zu studieren.

Nach der Reifeprüfung begann von Waldburg-Zeil mit dem Studium der Forstwirtschaft. Studienorte waren die Akademien in Hohenheim/Württemberg sowie in Tharandt/Sachsen . Seine hier erworbenen naturwissenschaftlichen Kenntnisse halfen ihm bei seinen späteren Forschungsreisen. Nach weiteren Semestern an der Universität Leipzig schlug von Waldburg-Zeil zunächst eine militärische Laufbahn ein. Bis 1870/71 gehörte er dem 2. Württembergischen Jägerbataillon als Oberleutnant an und avancierte schließlich zum Hauptmann der Königlichen Schlossgarde in Stuttgart. 1888 schied er als Major aus dem Militärdienst aus.

Durch eine besondere Verfügung wurde von Waldburg-Zeil während seiner Militärzeit für Forschungsreisen freigestellt.

Bereits im August 1865 hatte der Gothaer Geowissenschaftler August Petermann zu einer ersten deutschen Nordpolarexpedition aufgerufen. Ziel dieser Fahrt von nationaler Bedeutung war der Erwerb neuer geographischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. 1868 startete die erste Forschungsreise unter Kapitän Karl Koldewey, der allerdings aufgrund unvorhergesehener Schwierigkeiten fast ergebnislos zurückkehren musste. Eine weitere Fahrt, die vom Bremer Comité für die zweite Deutsche Nordpolarfahrt finanziert wurde und in den Jahren 1869/70 zur Durchführung kam, war bereits sehr viel erfolgreicher. Es folgten mehrere kleinere Unternehmungen, deren Ziel die Arktis war. In diese Reihe gehört auch die Schiffsreise des Grafen von Waldburg-Zeil nach Spitzbergen, die dieser 1870 in Begleitung des eigentlich als Afrikaforschers bekannten Theodor von Heuglin unternahm. Waldburg-Zeil und von Heuglin besuchten dabei vor allem den Ostteil Spitzbergens. Ihre Forschungsergebnisse waren bedeutsam sowohl für die Kartographie dieser Region als auch für die Nautik, der sie umfangreichen Aufschluss über die Strömungs- und Eisverhältnisse in diesem Teil des Nordmeers lieferten.

Der Bremer Polarverein nahm in den Jahren nach dem Deutsch-Französischen Krieg Abstand von seinem bisherigen Ziel, die polaren Regionen weiter zu erkunden. Das hing einerseits mit den begrenzten Geldmitteln zusammen, die dem Verein von staatlicher Seite zur Verfügung gestellt wurden. Andererseits erschienen den kaufmännisch geprägten Vereinsmitgliedern die Nordmeerexpeditionen zunehmend uninteressant. Bedeutsamer empfanden die Bremer Kaufleute die subarktischen Gebiete Asiens - darunter auch das Mündungsgebiet des Jenissej-Flusses. Bereits 1875 hatte der Schwede Adolf Erik Nordenskiöld bei einer erfolgreichen Expedition in diese Region große Verdienste erworben. Die Möglichkeit einer nördlichen Umschiffung des asiatischen Kontinents war dabei entdeckt worden, sowie See- und Wasserwege, die das westliche Europa mit dem russischen Sibirien, ja selbst China und anderen Ländern des fernen Ostens verbanden.

Unter Leitung des Bremer Gelehrten Otto Finsch reiste Graf von Waldburg-Zeil gemeinsam mit Alfred Brehm, dem späteren Verfasser des Tierlebens, in das Jenissej-Gebiet. Als sehr hilfreich erwiesen sich bei dieser Forschungsreise die Verbindungen, die von Waldburg-Zeil über die württembergische Königin Olga zum russischen Zarenhof besaß. Aufgrund der außerordentlich reichen Ausbeute in naturwissenschaftlicher und ethnographischer Hinsicht, wurde diese zweite Expedition von Waldburg-Zeils als großer Erfolg gefeiert. Als unmittelbares Ergebnis dieser Reise sah der Bremer Verein, der sich ab Januar 1877 Geographische Gesellschaft in Bremen nannte, die Tatsache, dass im Sommer 1877 von der Weser aus eine erste Schiffsreise mit dem Dampfer "Fraser" zum Jenissej unternommen wurde.

Die letzte große Reise, die von Waldburg-Zeil unternahm, wurde durch eine vom Bremer Ludwig Knoop gegründete Gesellschaft ermöglicht, die über mehrere Jahre Handelsfahrten zwischen Weser und Jenissej unternahm. Ziel dieser weiteren Reise nach Sibirien war es, den von Nordenskjöld entdeckten eisfreien subpolaren Seeweg intensiver zu erkunden. Obwohl die Fahrt 1881 erfolgreich verlief, waren die Ergebnisse ernüchternd. Zu oft versperrten Eisbarrieren den Weg. Es zeigte sich, dass die Fahrten von Nordenskjöld überbewertet worden waren. Wahrscheinlich war es ein besonders warmer Sommer gewesen, der ihnen geholfen hatte, das Eismeer zu durchqueren. Ludwig Knoop entschloss sich 1884 - nicht zuletzt aufgrund dieser Forschungsergebnisse - die Fahrten nach Westsibirien einzustellen. Auch hatte sich die russische Regierung einem anderen Plan zugewandt, um den asiatischen Raum von Russland aus zu erschließen: dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn.

Nach seiner Rückkehr von seiner ersten Sibirienreise 1876 hatte Graf von Waldburg-Zeil seine Cousine Sophie Gräfin von Waldburg-Zeil-Wurzach näher kennengelernt. Erst nach langem Werben seinerseits gab sie dem erheblich älteren Vetter ihr Einverständnis zur Verlobung. Nach der Rückkehr von seiner zweiten Sibirienexpedition heirateten Karl und Sophie im Jahr 1882.

Nach der Hochzeit erwarb das gräfliche Paar in Syrgenstein ein einsam gelegenes Schloss, dessen Anlage aus dem 12. Jahrhundert stammt. Der König von Bayern erteilte daraufhin die Berechtigung, statt des Namens von Waldburg-Zeil den Titel eines Grafen von Waldburg-Syrgenstein zu führen. Dieser neue Name hat sich allerdings nicht durchgesetzt.

Die Ehe blieb kinderlos und endete bereits nach acht Jahren durch den Tod des Grafen von Waldburg-Zeil. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof des Walddorfes Maria-Thann einem Teilort von Hergatz im Westallgäu.

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Hochland AG

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Die Hochland AG ist ein deutscher Nahrungsmittelhersteller.

Das Unternehmen wurde 1927 von Georg Summer und Robert Reich in Goßholz bei Lindenberg gegründet. Bereits vier Jahre später verlegte man den Sitz nach Heimenkirch im Allgäu. An zwölf Standorten wird ausschließlich Käse produziert, wobei die Produktionsanlagen zum Teil selbst entwickelt und gebaut werden.

Hochland gehört zu den größten Käseherstellern in Europa. Das nicht börsennotierte Unternehmen erwirtschaftete 2007 mit 4.128 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 1026 Mio. Euro. Hochland ist Marktführer bei Schmelzkäse in Deutschland mit einem Marktanteil von 22%.

Neben Heimenkirch befinden sich weitere Produktionsstätten in Schongau, Dieue-sur-Meuse (Frankreich), Vuisternens-en-Ogoz und Zollikofen (Schweiz), Viladecans (Spanien), Baranowo, Kaźmierz und Węgrów (Polen), Sighişoara und Sovata (Rumänien) und Moskau.

Die Hochland AG wird von der im Besitz der Gründerfamilien befindlichen Hochland Reich, Summer & Co KG, Heimenkirch kontrolliert.

Die NATEC GmbH, ein ebenfalls in Heimenkirch angesiedeltes Unternehmen zur Herstellung von Maschinen für die Schmelzkäseherstellung und -verpackung, gehört direkt zur Hochland Reich, Summer & Co KG.

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Meckatzer Löwenbräu

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Meckatzer Löwenbräu ist eine Brauerei in Meckatz, einem Ortsteil von Heimenkirch im Landkreis Lindau. Die Brauerei ist seit 1853 in mittlerweile vierter Generation im Besitz der Familie Weiss.

Meckatzer ist eine der größten und bekanntesten Brauereien im Allgäu, vermarktet seine Biere aber auch erfolgreich am Bodensee und in Oberschwaben. Der 1996 gegründete Meckatzer Fanclub hat über 6.000 Mitglieder.

Wie in dieser Region üblich, stellt die Brauerei vorwiegend helles Bier her. Das Exportbier Weiss-Gold war die erste eingetragene Allgäuer Biermarke. Daneben werden Pils, verschiedene Weizenbiere, Radler und saisonal vermarktete Biersorten, wie Zwickelbier und Festmärzen produziert.

Die Brauerei bietet wöchentliche Brauereibesichtigungen an. In Meckatz selbst gibt es außerdem einen Geschenkestadel sowie die Brauereigaststätte Meckatzer Bräustüble.

Die Brauerei steht in keiner Verbindung zur gleichnamigen Brauerei Löwenbräu in München.

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Source : Wikipedia