Hannover Scorpions

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Geschrieben von tron 02/05/2009 @ 20:10

Tags : hannover scorpions, del, eishockey, sport

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Hannover Scorpions

Hannover Scorpions

Die Hannover Scorpions sind eine Eishockeymannschaft aus Hannover, die seit 1996 in der Deutschen Eishockey Liga spielt. Nach dem Aufstieg der Wedemark Wildcats in die höchste deutsche Spielklasse wurde die Profimannschaft 1996 als GmbH aus dem 1975 in Mellendorf gegründeten ESC Wedemark ausgegliedert und in Wedemark Scorpions umbenannt. Seit 1997 spielt die Mannschaft unter dem Namen Hannover Scorpions, 2001 erfolgte schließlich der Umzug in die niedersächsische Landeshauptstadt.

Der bislang größte Erfolg des Clubs, der seine Heimspiele in der zur Expo 2000 errichteten TUI-Arena austrägt, war das Erreichen des Play-Off-Halbfinales 2001 und 2006 sowie das Finale im DEB-Pokal 2009. Die Vereinsfarben der Hannover Scorpions sind rot und schwarz.

Die Geschichte der Scorpions begann in Wedemark, einer Gemeinde 20 Kilometer nördlich von Hannover, wo im Jahre 1973 neben dem Freibad im Ortsteil Mellendorf eine Kunsteisbahn errichtet wurde. Allerdings war diese Eisfläche zunächst weder überdacht noch entsprach sie mit ihren 30×40 Metern den internationalen Maßen für Eishockeyspielfelder. Im Jahr 1975 wurde schließlich der ESC Wedemark gegründet, der zunächst in vier Abteilungen die Sportarten Eishockey, Eisstockschießen, Eiskunstlauf und Eistanz anbot. Ein Jahr später wurde die Eisfläche auf die Größe von 60×30 Meter vergrößert, sodass erstmals Eishockeyspiele auf ihr ausgetragen werden konnten, zusätzlich wurde das Eisfeld überdacht und erste Zuschauerränge errichtet. In der Saison 1977/78 nahm schließlich erstmals eine Herrenmannschaft des ESC am Spielbetrieb der Regionalliga Nord, der damals vierthöchsten deutschen Spielklasse, teil und gewann, auch mit der Hilfe des ehemaligen finnischen Nationalspielers Esko Kaonpää, gleich in der ersten Spielzeit die Meisterschaft der Liga.

Diesen Erfolg konnte das Team allerdings in den folgenden Jahren nicht wiederholen und belegte zumeist Plätze im Mittelfeld der Liga. In der Spielzeit 1983/84 traf der ESC Wedemark erstmals auf den Lokalrivalen EC Hannover, der im Jahr zuvor aus der Oberliga abgestiegen war. Zwar verloren die Wedemärker unter dem zu Beginn der Saison nach zwei Jahren beim EHC zum ESC Wedemark zurückgekehrten Trainer Sepp Sappl das erste Aufeinandertreffen im eigenen Stadion vor der damaligen Rekordkulisse von 1.200 Zuschauern mit 4:6, dennoch erreichte sowohl der ECH als Meister als auch der ESC als Fünfter die Relegationsrunde zur Oberliga Nord 194/85. In der Teilnahme bei einer Aufstiegsrunde belegte der ESC Wedemark schließlich jedoch lediglich den vierten und damit letzten Platz, während der EC Hannover erst in der folgenden Runde den Wiederaufstieg verpasste.

Nach erneuten Platzierungen im Tabellenmittelfeld erreichte die Mannschaft erst 1989 unter dem neuen Spielertrainer Jari Pasanen wieder die Aufstiegsrunde zur Oberliga, in der sie jedoch zunächst nur den neunten und damit vorletzten Platz belegte. Auch im folgenden Jahr konnte der ESC das erklärte Ziel Aufstieg nicht erreichen und musste wie in vielen Jahren zuvor in der Relegationsrunde um den Verbleib in der Regionalliga spielen. Nach dem Einstieg des späteren Besitzers und Geldgebers Jochen Haselbacher in die Vereinsführung konnte schließlich 1991 die Meisterschaft der Regionalliga Nord nach teilweise deutlichen Siegen, wie einem 12:6 gegen den EC Wilhelmshaven, gewonnen werden. In der Aufstiegsrunde belegte der ESC Wedemark den zweiten Platz und stieg damit zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die Oberliga auf.

Nach dem vollständigen Übernahme der Vereinsgeschäfte durch die Familie Haselbacher wurde mit dem Kanadier Kevin Gaudet ein neuer Spielertrainer verpflichtet, mit dem der ESC im ersten Oberligajahr mit einem fünften Platz in der Endrunde der Klassenerhalt gefiert werden. In der folgenden Spielzeit erreichte der ESC nach einem dritten Platz in der Vorrunde sowie mit der Hilfe von 179 Scorerpunkten durch den vor der Saison neu verpflichteten britisch-kanadischen Stürmers Joe West Platz Zwei in der Endrunde und verpasste damit nur knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dieser konnte schließlich 1994 erreicht werden, als die Mannschaft um den neuen Stürmer und späteren Nationalspieler Leonard Soccio, der gemeinsam mit West die Rekordmarke von 328 Scorerpunkten erzielte, nach einem ersten Platz in der Meisterrunde den Sprung in die 1994 als Unterbau der neu gegründeten Deutschen Eishockey Liga eingeführten zweigleisigen 1. Liga schaffte.

Zu Beginn der Saison 1994/95 wurde der Verein in ESC Wedemark Wildcats umbenannt. Neben namhaften Neuzugängen wie Jari Pasanen oder Dieter Reiss, gelang es Vereinsbesitzer Haselbacher zudem, den russischen Nationalspieler Wladimir Konstantinow aufgrund des Lockouts in der National Hockey League von den Detroit Red Wings für die Dauer des Spielerstreiks in Nordamerika nach Wedemark zu holen. Mit Platz Vier in der Vorrunde erreichte der Aufsteiger daraufhin überraschend die Meisterrunde der 1. Liga, die schließlich auf dem sechsten Platz beendete wurde. Im anschließenden Play-off-Achtelfinale scheiterten die Wildcats jedoch am Heilbronner EC. Nachdem die Mannschaft in der Spielzeit 1995/96 sowohl die Vor- als auch die meisterrunde auf dem ersten Platz beendet hatte, bestritt sie die Play-offs als Aufstiegsfavorit. Nach Siegen über den EHC Klostersee, den EV Landsberg und den EHC Freiburg erreichte der ESC Wedemark dort das Finale, in dem der EC Bad Tölz in drei Spielen bezwungen wurde.

Da der finanziell angeschlagene Nachbar EC Hannover auf seine DEL-Lizenz verzichtete, konnte der ESC Wedemark als Meister der 1. Liga den Platz in der ansonsten als geschlossene Liga ausgespielten DEL einnehmen. In die Saison 1996/97 startete die, wie bei Mannschaften in der DEL üblich, in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ausgegliederte Profimannschaft schließlich unter dem neuen Namen Wedemark Scorpions, als Namenspate fungierte Rockband Scorpions aus Hannover. Mit einem Etat von lediglich drei Millionen D-Mark belegte das Team zum Ende seiner Premierensaison in der ersten Liga den 14. Tabellenplatz.

Zur Spielzeit 1997/98 änderte das Team seinen Namen vom auf nationaler Ebene unbekannten Wedemark aufgrund der Nähe zur Landeshauptstadt in Hannover Scorpions. Vor der Saison transferierte die Vereinsspitze einige ehemalige NHL-Profis wie Troy Crowder, Gary Leeman, Jason Lafreniere, Mark Pederson oder Bryan Fogarty zu den Scorpions. Auch aufgrund dieser erfahrenen Spieler erreichte das Team am Saisonende erstmals die DEL-Play-offs, in denen die Scorpions allerdings nach vier Spielen im Viertelfinale an den Frankfurt Lions scheiterten. Zu Beginn der folgenden Spielzeit wurde der Kader punktuell durch bekannte Spieler wie beispielsweise den langjährigen NHL-Crack Claudio Scremin ergänzt, allerdings verpasste die Mannschaft mit dem elften Tabellenplatz deutlich die Finalrunde.

In der Saison 2000/2001 gelang den Hannover Scorpions schließlich der bis dato größte Erfolg der Vereinsgeschichte, da sie nach einem Viertelfinalsieg über die favorisierten Kölner Haie erst im Play-off-Halbfinale gegen den späteren Meister Adler Mannheim ausschieden. Das Halbfinal-Heimspiel bestritt die Mannschaft dabei erstmals in der ausverkauften Preussag Arena, die seit 2005 den Namen TUI Arena trägt und zur EXPO 2000 auf dem Messegelände Hannover errichtet worden war. Mit Beginn der Spielzeit 2001/2002 zogen die Scorpions schließlich endgültig aus ihrer alten Heimat, dem Icehouse Mellendorf, in die neue Multifunktionshalle um. Im Gegensatz zum Vorjahr verfehlten sie mit einem zehnten Platz in der Vorrunde der Premieresaison im neuen Zuhause jedoch die Play-offs.

Vor der Saison 2003/04 kam es zum Streit zwischen Klubbesitzer Jochen Haselbacher und den Verantwortlichen der Arena, die mehr Professionalität und Mitspracherechte forderten, woraufhin die Scorpions zunächst zurück nach Mellendorf kehrten, bis sie drei Heimspiele im Dezember 2003 und im Januar 2004 in der Preussag Arena absolvieren mussten. Nach diesen Partien wurde vereinbart, dass die Scorpions auch ihre restlichen Heimspiele der Saison 2003/04 in der Arena austragen sollten. Sportlich entging die Mannschaft nach den in fünf Spielen gewonnenen Play-downs gegen die Wölfe Freiburg hingegen nur knapp dem Abstieg in die 2. Bundesliga.

Vor der Spielzeit 2004/05 wechselten die Scorpions den Besitzer, da der langjährige Clubchef des ESC Wedemark, Jochen Haselbacher, die „Hannover Scorpions Eishockey Betriebs GmbH“ an den Bauunternehmer Günter Papenburg verkaufte. Da Papenburg zudem die Preussag Arena gehörte, konnte das Stadionproblem auf Dauer gelöst werden. Außerdem gingen die Scorpions vor dieser Spielzeit eine Kooperation mit dem Zweitligaclub REV Bremerhaven ein, da die Hannoveraner mit einem neuen Konzept verstärkt auf junge deutsche Spieler setzten, die als Förderlizenzspieler auch in Bremen zum Einsatz kommen sollten. Dennoch retteten sich die Scorpions erst am letzten Spieltag der Vorrunde auf einen Nichtabstiegsplatz und vermieden somit die erneute Play-down-Teilnahme. In der folgenden Spielzeit erreichten das Team hingegen erstmals seit fünf Jahren wieder die Play-Offs, in dem es nach einem Sieg in sieben Spielen über den ERC Ingolstadt erneut ins Halbfinale einzog, dort aber am späteren Meister Eisbären Berlin scheiterte.

Mit der deutschen Trainerlegende Hans Zach konnten die Scorpions zur Saison 2006/07 einen prominenten Neuzugang abseits des Eises vorstellen. Neben respektablen Siegen gegen die Spitzenteams musste die Mannschaft allerdings auch mit ihrem neuen Trainer zunächst einige Rückschläge, wie beispielsweise eine deutliche 1:9-Niederlage gegen die Kölner Haie, einstecken. Am Ende erreichte das Team die direkte Qualifikation für die Play-offs, scheiterte dort jedoch trotz zwei Siegen zu Beginn der Serie mit 2:4 Spielen an den Sinupret Ice Tigers. Die Vorrunde der Saison 2007/08 beendeten die Scorpions auf dem achten Platz, verpassten die Qualifikation für die Endrunde jedoch in den Vor-Play-offs gegen die neuntplatzierten DEG Metro Stars. Im entscheidenden dritten Spiel fiel erst nach 91 Minuten und 44 Sekunden in der 2. Verlängerung der Siegtreffer für die Gäste, was inzwischen das drittlängste Spiel der DEL-Geschichte darstellt.

Erfolgreicher konnten sich die Scorpions hingegen im Deutschen Eishockey-Pokal präsentieren, wo die Mannschaft erst im Halbfinale gegen die Frankfurt Lions unterlag. In der Saison 2008/09 konnten sie diesen Erfolg schließlich noch übertreffen, als nach einem Sieg über die Kassel Huskies der Einzug ins Finale erfolgte, das Team dort allerdings gegen die Grizzly Adams Wolfsburg unterlag. Die reguläre Spielzeit 2008/09 beendeten die Scorpions auf dem zweiten Rang und mussten sich in den anschließenden Play-offs im fünften Spiel des Halbfinales den DEG Metro Stars geschlagen geben.

Die Hannover Scorpions verzeichneten zur Saison 2008/09 insgesamt sieben Abgänge, darunter Andreas Morczinietz und Mike Green, die beide zum direkten Ligakonkurrenten Grizzly Adams Wolfsburg wechselten. Demgegenüber stehen drei Neuzugänge. Tore Vikingstad und Klaus Kathan kamen von den DEG Metro Stars und Garrett Festerling vom Oberligisten EV Füssen. Festerling war in der vergangenen Spielzeit Topscorer der Oberliga.

Den Mannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse stehen zwölf Ausländerlizenzen zur Verfügung. Jeder Spieler ohne deutsche Staatsangehörigkeit besetzt eine dieser Lizenzen, von denen pro Pflichtspiel zehn eingesetzt werden dürfen. Bei den Hannover Scorpions fallen acht Spieler unter diese Regelung.

Darüber hinaus wurden acht Spieler mit einer Förderlizenz ausgestattet und sind damit auch für den REV Bremerhaven spielberechtigt.

Während der laufenden Saison verpflichteten die Scorpions ihrem ehemaligen Spieler Oscar Ackeström um die Verteidigung auch nach dem Ausfall von Dan Lambert zu festigen. Des Weiteren wurde Dimitri Pätzold bis zum Saisonende unter Vertrag genommen.

Seit Auslagerung der Profimannschaft des ESC Wedemark in die Wedemark Socrpions wurden die Farben schwarz, weiß und rot als neue Vereinsfarben eingeführt, die seitdem eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Trikotsätze spielen.

Nach Vorgaben der Liga müssen die Heimtrikots in der Saison 2008/09 in einer dunklen, die Auswärtstrikots in einer hellen Grundfarbe gehalten sein. Aus diesem Grund tragen die Hannover Scorpions in der aktuellen Spielzeit zu Heimspielen rote Trikots, bei Auswärtspartien hingegen eine hauptsächlich weiße Arbeitskleidung. Die jeweils verbleibenden beiden Vereinsfarben werden dabei als Nebenfarben verwendet. Die Ausweichtrikots verwenden hingegen die traditionellen Vereinsfarben des ESC Wedemark, blau und gelb. Auf der unteren Front der Trikots befindet sich das Logo des Vereins. Zudem tragen alle Clubs der Liga das offizielle Logo der DEL auf der linken Brustseite. Da in Deutschland im Eishockey in Gegensatz zu anderen Sportarten sämtliche Flächen der Spielkleidung mit Werbeanzeigen bedruckt werden dürfen, sind auf den Trikots sowie auf den Hosen der Hannover Scorpions zudem verschiedene Sponsorenlogos angebracht.

Bislang wurden die Rückennummern von zwei Spielern aufgrund ihrer Verdienste für den Verein „gesperrt“, das heißt, sie werden nicht mehr an aktive Spieler vergeben. Zur Erinnerung an die Ausgezeichneten wurden Banner mit den entsprechenden Nummern unter dem Dach der TUI Arena angebracht.

Einige Spieler der Hannover Scorpions wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

Seit der Gründung des ESC Wedemark im Jahr 1975 trainierten bis heute 20 Trainer aus sechs verschiedenen Nationen die Mannschaften des Vereins. Der erste hauptamtliche Übungsleiter der neuen Eishockeymannschaft war zu Beginn der Saison 1977/78, als erstmalig eine Mannschaft am regulären Ligenbetrieb teilnahm, der Rumäne Puskas, der das Amt 1978 an Sepp Sappl, den ersten deutschen Trainer des ESC Wedemarks, übergab. Schweden ist heute das Land, aus dem die meisten Trainer der Hannover Scorpions kamen, da zwischen 2000 und 2004 mit Curt Lindström, Olle Öst, Christer Abrahamsson, Mats Weiderstal und Gunnar Leidborg fünf Übungsleiter aus dem skandinavischen Land bei den Niedersachsen unter Vertrag standen. Gefolgt werden die Schweden von Deutschland und Kanada, die jeweils vier Trainer stellten.

Auf die längste Amtszeit in Hannover kann der Kanadier Kevin Gaudet zurückblicken, der zwischen 1991 und 2000 die Mannschaft trainierte und das Team dabei von der Oberliga in die Deutsche Eishockey Liga führte. Gaudet ist zudem gemessen an Titeln der bisher erfolgreichste Trainer der Scorpions, mit denen er im Jahr 1996 die Meisterschaft der damals zweitklassigen „1. Liga“ feiern konnte. Der Kanadier kann zudem auf die meisten Amtszeiten in Hannover zurückblicken, da er sowohl zu Beginn der Saison 2000/01 als auch von 2004 bis 2006 auf die Trainerbank zurückkehrte. In der letzten gemeinsamen Spielzeit erreichte Kevin Gaudet mit den Scorpions schließlich das Play-off-Halbfinale. Ebenfalls erfolgreich verliefen die Engagements von Olle Öst und Hans Zach, in deren Mittelpunkt das Erreichen des Play-off-Halbfinales 2001 beziehungsweise des Pokalfinales 2009 stand.

Der aktuelle Trainer, Hans Zach, übernahm das Amt zu Beginn der Saison 2005/06 von seinem Vorgänger Kevin Gaudet. Der ehemalige Bundestrainer, der bei den Niedersachsen inzwischen einen Vertrag bis 2015 besitzt, wird dabei vom ehemaligen Torhüter und jetzigen Assistenztrainer Christian Künast unterstützt.

Nach dem Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse 1996 wurde die Profimannschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung aus dem 1975 gegründeten ESC Wedemark ausgegliedert. Nach der Namensänderung des DEL-Vereins im Jahr 1997 in Hannover Scorpions wurde auch der Stammverein in ESC Hannover umbenannt und trägt seitdem ebenfalls den Beinamen „Scorpions“.

Bis 2008 waren die Jugend-, Frauen- und Amateurmannschaften der Scorpions im „ESC Hannover“ organisiert, dessen Jugendmannschaften unter dem Namen YoungScorpions, das Frauenteam als LadyScorpions sowie die Hobbymannschaft als SeniorScorpions aufs Eis gehen. Zudem nimmt in der Saison 2008/09 eine Amateurmannschaft des ESC Hannover unter dem Namen Langenhagen Jets am Spielbetrieb der viertklassigen Regionalliga Nord teil. Ihre Spiele tragen die Mannschaften des ESC Hannover inzwischen in der Eishalle Langenhagen aus.

Nach Streitigkeiten zwischen der Führung der Hannover Scorpions und der Nachwuchsabteilung des ESC Hannover, gründete sich im April 2008 um den langjähren Besitzer des DEL-Teams, Jochen Haselbacher, sowie Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth der neue Stammverein „ESC Wedemark Scorpions“, der heute unter der Leitung des ehemaligen DDR-Nationalspielers Friedhelm Bögelsack ausschließlich für die Jugendarbeit des DEL-Teams verantwortlich ist. Zunächst startete die Abteilung nur mit Bambini- und Kleinschülermannschaften, ab der Spielzeit 2009/10 soll das Angebot um eine Schülermannschaft erweitert werden.

Eine Amateurmannschaft des ESC Wedemark Scorpions nimmt zudem, in Anlehnung an das nordamerikanische Farmteam-System, unter dem Namen Wedemark Farmers am Spielbetrieb der Regionalliga Nord/Ost teil. Ihre Heimspiele tragen die Mannschaften des ESC Wedemark im 3.600 Zuschauer fassenden Ice House Mellendorf aus. Die Mannschaft existiert noch aus den Zeiten des „ersten“ ESC Wedmarks und wurde 1997 zusammen mit den Hannover Scorpions aus dem ESC ausgegliedert, inzwischen aber wieder mit dem neu gegründeten Stammverein verknüpft. Bis zur Neugründung des ESC Wedemark Scorpions dienten die Farmers als Kooperationspartner des Oberligisten Hannover Indians.

Die Sledge-Eishockeyabteilung der Hannover Scorpions gewann zwischen 2000 und 2007 achtmal in Folge die Meisterschaft der Deutschen Sledge-Eishockey Liga und war damit das erfolgreichste Team der paralympischen Sportart in Deutschland. Gegründet wurde der Bereich als RSG Hannover '94 als erster Sledge-Eishockeyclub des Landes. Im Sommer 2008 siedelte die Sledge-Eishockeyabteilung zum SC Langenhagen um und setzt ihren Spielbetrieb dort als Ice Lions Langenhagen fort.

Der ESC Wedemark sowie alle nachfolgenden Vereine spielten bis 2001 im „Ice House“, dem ehemaligen Eisstadion Mellendorf im gleichnamigen Stadtteil von Wedemark. Das Stadion wurde 1974 als Freilufteisfläche errichtet und 1977 erstmals mit einem Dach und Zuschauertribünen ausgestattet, sodass die Zuschauerkapazität auf 1.200 gesteigert werden konnte. Nach der letzten Renovierung im Jahr 1995 bietet die Arena 3.800 Zuschauern Platz und wird vom DEL-Team der Hannover Scorpions inzwischen für Trainingseinheiten genutzt. Die Mannschaften der 2008 gegründeten ESC Wedemark Scorpions tragen hingegen wieder ihre Heimspiele im Ice House aus.

Zur Spielzeit 2001/02 zogen die Hannover Scorpions in die auf dem Gelände der EXPO 2000 neu errichtete Preussag Arena um. Mit Umbenennung des Namensgebers Preussag in TUI AG verlängerte das Unternehmen den Vertrag für die Namensrechte und das Stadion wurde 2005 zur TUI Arena. Sie bietet bei Eishockeyspielen 10.767 Zuschauern Platz und verspricht darüber hinaus besseren Komfort als die vorherige Spielstätte. Zudem garantiert der Standort auf Dauer mehr Zuschauereinahmen für den Verein. Nachdem das Team in die neue Arena umgezogen war, verdoppelte sich der Zuschauerschnitt auf 5.051. In den darauffolgenden beiden Jahren sank dieser Schnitt zwar, konnte allerdings 2006 sowie 2007 auf einen Rekordschnitt gesteigert werden, als durchschnittlich 6.186 Fans zu den Heimspielen der Hannover Scorpions kamen.

1Die in den Klammern angegebenen Zahlen, stehen für die Heimspiele während der Saison und der Play-Offs.

Aktuell existieren zwölf offizielle Fanclubs des Hannover Scorpions, die zum größten Teil im Großraum Hannover angesiedelt sind.

Seit den Gründungsjahren des Vereins existiert eine Rivalität zwischen den Fans der Scorpions und den Anhängern des im Eisstadion am Pferdeturm spielenden EC Hannover, den heutigen Hannover Indians. Mit der Änderung des sportlichen Kräfteverhältnis durch den Abstieg des EC in Hannover aus der DEL und dem gleichzeitigen Aufstieg der Wedemark Scorpions in die höchste deutsche Eishockeyklasse 1996 sowie dem Umzug der Scorpions nach Hannover wurde diese Rivalität weiter verstärkt, da sich die Anhänger der Indians bis heute als wahrer „Hannoverscher Eishockeyclub“ sehen und in der Bildung des stark kommerzialisierten DEL-Teams einen Identitätsverlust für die Sportart in Hannover sehen. Dies führt dazu, dass alljährliche Vorbereitungsspiele im Vorfeld der Saison trotz des aktuellen Klassenunterschieds von zwei Ligen von beiden Seiten stark emotional geprägt sind.

Aufgrund der regionalen Nähe werden zudem die Spiele der Scorpions gegen die Grizzly Adams Wolfsburg und die Hamburg Freezers von den Medien oftmals als Niedersachsen- oder Nord-Derby bezeichnet, jedoch besitzen diese Partien aufgrund der zum größten Teil fehlenden sportlichen Vergangenheit keinen ähnlich hohen Stellenwert.

Seit der Spielzeit 2004/05 existiert eine Zusammenarbeit mit dem REV Bremerhaven aus der 2. Bundesliga. Nach den Regeln des Deutschen Eishockey Bunds dürfen Mannschaften der DEL eine Förderlizenz an Spieler unter 25 Jahren geben, wodurch diese für einen weiteren Verein in einer tiefklassigeren Liga spielberechtigt sind. Ein Großteil der mit einer solchen Förderlizenz ausgestatteten Nachwuchsspieler wurden seitdem nach Bremerhaven geschickt, um langsam an die höchste deutsche Eishockeyklasse herangeführt zu werden, während sie selbst den Zweitligisten spielerisch verstärken.

Zudem kooperieren die Hannover Scorpions mit Schulen aus der Region, die ihm Rahmen einer „Fanschule“ die TUI Arena besuchen können, wobei der Aufenthalt der Schulklassen mit lernorientierten Inhalten verbunden wird. Zudem besuchen Profispieler der Scorpions die Schulen, denen sie als Fanschul-Pate zugeordnet sind. Des Weiteren fungieren die Spieler als Paten von Städten und Gemeinden der Region, die sie zu besonderen Anlässen besuchen und denen sie damit eine Präsentationsplattform bieten.

Das Logo des Vereins wurde seit 1996 mehrfach geändert. Nach dem Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga und der damit verbundenen Ausgliederung der Profimannschaft in eine GmbH erhielt diese ein neues Wappen, welches statt den traditionellen Vereinsfarben blau und gelb die neue Farbkombination rot und schwarz und zudem das neue Wappentier, den Skorpion, verwendete. Nach dem Namensänderung 1997 wurde zunächst der Schriftzug „Wedemark“ unter dem Wappentier durch „Hannover“ ersetzt. Anschließend wurde die Schriftart geändert, da man sich im Streit um Lizenzen mit der Band Scorpions befand, deren Schriftart zuvor verwendet wurde. Das neue Wappen für die Saison 2004/05 sollte aggressiver wirken, woraufhin dem Skorpion ein böser wirkenderer Blick aufgesetzt und erneut die Schriftart geändert wurde. Außerdem wurde der Buchstabe „H“, seit dieser Zeit zugleich das Alternativlogo der Hannover Scorpions, welches die neue Heimat der Scorpions klarer ins Bewusstsein rücken soll, auf vielen Fanartikeln in bestimmender Weise eingesetzt.

Das Maskottchen „Scorpi“ ist das dem Wappentier angepasste Maskottchen der Hannover Scorpions. Vor und nach den Spielen der Mannschaft sowie während der Drittelpausen betritt es in Form eines Schlittschuhläufers im Skorpions-Plüschkostüm die Eisfläche, der versucht, mit diversen Animationsaktionen die Stimmung in der Halle zu steigern. Zudem ist das Maskottchen regelmäßiger Bestandteil sonstiger Veranstaltung der Hannover Scorpions sowie des Vereinsmarketings.

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DEL 2008/09

Die neue O2 World während ihrer Errichtung

Die DEL-Saison 2008/09 ist die 15. Spielzeit seit Bestehen der Deutschen Eishockey Liga. Es treten 16 Vereine gegeneinander an, der Meister der 2. Bundesliga 2007/08, die Kassel Huskies, haben erwartungsgemäß die Lizenz erhalten. Nach 52 Hauptrundenspieltagen und den Play-offs feierten die Eisbären Berlin ihre vierte Deutsche Meisterschaft in den vergangenen fünf Jahren.

Eröffnet wurde die Spielzeit am Donnerstag, dem 4. September 2008, mit der Neuauflage des Vorjahres-Finales; die Eisbären Berlin schlugen die Kölner Haie 2:1. Die restlichen Partien des ersten Spieltags wurden einen Tag später ausgetragen.

Auf ihrer 69. Gesellschafterversammlung beschloss die Liga im November 2007, nach der Aufstockung der Liga von 15 auf 16 Mannschaften, die Anzahl der Vorrundenspiele von derzeit 56 Spielen auf 52 zu verringern. Dazu werden die Teams in vier Gruppen auf Grundlage der Hauptrunden-Abschlusstabelle 2006/07 eingeteilt. Die Mannschaften treten weiterhin jeweils viermal gegeneinander an, außer den Mannschaften aus der Gruppe A (Plätze 1, 8, 9 und 16) gegen jeden der Gruppe D (4, 5, 12, 13) sowie den Teams der Gruppe B (2, 7, 10, 15) gegen jeden der Gruppe C (3, 6, 11, 14), welche jeweils nur zweimal aufeinander treffen. Die Aufteilung der Liga in Gruppen wird sich dabei jedoch nicht in der Tabelle widerspiegeln. Der Vorschlag, die DEL in regionale Gruppen nach Vorbild der NHL einzuteilen, wurde verworfen.

Die sechs bestplatzierten Mannschaften ziehen weiterhin automatisch in die Play-offs ein, die vier Teams auf den Plätzen sieben bis zehn kämpfen in einer Qualifikation nach der Hauptrunde um die Play-offs. Der Beschluss, zur Saison 2008/09 Play-Downs und eine Relegation mit dem Meister der 2. Bundesliga einzuführen, wird dagegen nicht umgesetzt, weil die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft der 2. Bundesliga die dazu nötigen Reformen aufgrund von "gegebenen Strukturen und Notwendigkeiten für den Spielbetrieb der 2. Liga und Oberliga" in der Kürze der Zeit nicht ermöglichen konnte.

Kurz nach Beginn der Spielzeit 2008/09 zogen die Eisbären Berlin in die kurz zuvor fertiggestellte, 17.000 Zuschauer fassende O2 World. Zuvor hatte das Team seine Spiele im traditionsreichen Wellblechpalast ausgetragen, wo die Eisbären als SC Dynamo Berlin 15-mal DDR-Meister wurden und mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaften 2005, 2006 und 2008 sowie dem Deutschen Eishockey-Pokal 2008 vier gesamtdeutsche Titel erringen konnten.

Zur Saison 2008/09 wird von der IIHF zum ersten Mal die Champions Hockey League – ein Landesmeisterwettbewerb nach Vorbild der UEFA Champions League – ausgetragen werden. Die DEL wurde von der IIHF auf Platz 7 der europäischen Ligenrangliste eingestuft, daher qualifizieren sich zwei Mannschaften für die CHL: Die Eisbären Berlin treten als Meister in der Gruppenphase an (Gegner sind der finnische Meister Kärpät Oulu und der amtierende ECC-Sieger Metallurg Magnitogorsk aus Russland), der Hauptrundensieger Nürnberg Ice Tigers trat in einem Qualifikationsturnier gegen den HC Kosice (Slowakei) und den SC Bern (Schweiz) an.

Der seit 2002 ausgetragene Deutsche Eishockey-Pokal wird diese Saison in leicht veränderter Form ausgespielt. Die Vorrunde wird in acht Turnieren an Standorten der ESBG mit je zwei DEL- und zwei ESBG-Mannschaften ausgetragen. Dabei treffen jeweils die ESBG- und die DEL-Vertreter aufeinander, DEL-Clubs und ESBG-Clubs spielen nicht untereinander. Der Sieger des Turniers zieht ins Viertelfinale ein, welches wie bisher im KO-Modus gespielt wird.

Meister Eisbären Berlin vertraute zum Saisonbeginn auf seine Eingespieltheit aus der vergangenen Saison und verstärkte sich nur punktuell. Neben Nachwuchsspieler Andre Mangold verstärkte sich das Team lediglich mit DEL-Top-Verteidiger Richie Regehr, der von den Frankfurt Lions an die Spree wechselte, und Stürmer Matt McIlvane. Vorjahresfinalist Kölner Haie konnten mit Mike Johnson einen noch prominenteren Spieler verpflichten. Der Kanadier absolvierte in seiner Karriere 661 NHL-Spiele für die St. Louis Blues, die Montreal Canadiens, die Tampa Bay Lightning und die Toronto Maple Leafs und ersetzte Ivan Ciernik, der trotz laufenden Vertrags in Köln in die neue russische KHL zum HK Sibir Nowosibirsk wechselte. Mit Harlan Pratt von den Augsburger Panthern, Christoph Melischko vom ERC Ingolstadt und Christoph Ullmann von den Adler Mannheim sicherten sich die Haie zudem die Dienste dreier weiterer DEL-erfahrener Stammkräfte. Kai Hospelt und Sebastian Furchner wechselten hingegen zum Ligakonkurrenten Grizzly Adams Wolfsburg. Auch Rekordmeister Mannheim ergänzte seinen Kader nur an einigen Stellen. Mit Torhüter Fred Brathwaite und Stürmer Jason King wechselten zwei NHL-erfahrene Spieler zu den Adlern. Die Stammkräfte Martin Ančička (zu den Sinupret Ice Tigers), Jeff Shantz (EC KAC) und Eduard Lewandowski (HK Spartak Moskau) verließen hingegen den Verein.

Mit dem NHL-erfahrenen Ben Simon verpflichtete indes Überraschungs-Play-off-Teilnehmer Iserlohn Roosters den frühzeitig nach Frankfurt abgewanderten Pat Kavanagh ersetzen. Die Frankfurt Lions kompensierten die Abgänge der beiden Stammkräfte Richie Regehr und Jason Marshall mit der Verpflichtung von Mathieu Biron, jüngerer Bruder von NHL-Torhüter Martin Biron, sowie John Slaney und Lance Ward. Im Sturm konnten zudem mit dem NHL-erfahrenen Josh Langfeld und Jamie Wright von den DEG Metro Stars zwei weitere namhafte Spieler unter Vertrag genommen werden. Lokalrivale Kassel Huskies konnte währenddessen mit Nationalspieler Manuel Klinge sowie Colin Beardsmore aus Nürnberg und Sean Tallaire aus Köln drei etablierte Spieler für die erste Saison nach einer zweijährigen Ligaabstinenz verpflichten. Die durch die schlechte Vorsaison wirtschaftlich angeschlagenen DEG Metro Stars verließen Publikumsliebling Tore Vikingstad und Torjäger Klaus Kathan zwei langjährige Stammspieler, mit Adam Courchaine (Duisburg), Shane Joseph (Augsburg), Ryan Ramsay (Krefeld) und Bradley Tutschek (Ingolstadt) konnten immerhin einige DEL-erfahrene Ersatzkräfte eingekauft werden.

Zudem wechselten mit Jere Karalahti, der früher für die Los Angeles Kings sowie die Nashville Predators aktiv war und nun bei den Hamburg Freezern anheuerte, Frederic Cassivi, der in Nürnberg den nach Russland abgewanderten Nationaltorhüter Dimitrij Kotschnew ersetzte, Jon Klemm, zweimaliger Stanley-Cup-Gewinner und Neu-Straubinger, weitere Spieler, die bereits in der National Hockey League Erfahrungen gesammelt hatten, in die DEL.

Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Etats der Vereine fast stabil, der durchschnittliche Etat belief sich auf 5,24 Mio. €, was eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellte. Der Gesamtetat der Vereine wurde bedingt durch die Aufstockung der Liga um eine weitere Mannschaft von 78,7 auf 84,3 Millionen Euro erhöht. Wieder stand der DEL eine vergleichsweise hohe Summe an TV-Geldern vom Pay-TV-Sender Premiere zur Verfügung. Als Hauptsponsor der Liga warben weiterhin die Gelben Seiten in jedem Stadion an der Bande sowie auf den offiziellen Internetpräsenzen der Clubs, die Schiedsrichter laufen mit einem Schriftzug des Arzneimittelkonzerns taxofit auf. Im August 2008 kündigte das Hamburger Verlagshaus Milchstraße, zudem unter anderem die Programmzeitschriften TV Spielfilm und TV Today gehören, eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Eishockey Liga an.

Am 28. August verstarb Gerd Schröder, der Besitzer der Frankfurt Lions und Aufsichtsratsvorsitzende der DEL, im Alter von 49 Jahren, nachdem er wenige Tage zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte. Nach anfänglichen Bedenken wurde die Zukunft der Lions allerdings für gesichert erklärt. Jürgen Arnold, Gesellschafter des ERC Ingolstadt, übernahm indes Schröders Posten als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Eishockey Liga.

Während der Saison vermeldeten sowohl die Kölner Haie als auch die Sinupret Ice Tigers erhebliche finanzielle Probleme, die den Fortbestand in der DEL gefährdeten. Die Domstädter, die erstmals seit 28 Jahren nicht an den Playoffs teilnahmen, hatten aufgrund sinkender Zuschauerzahlen als Folge der sportlichen Krise erhebliche finanzielle Einbußen erlitten. Im Februar 2009 gab der Verein bekannt, dass sich eine Investorengruppe von ungefähr zehn Personen bereit erklärt habe, die Verbindlichkeiten des Vereins zu tilgen und die sportliche Zukunft auch in Zukunft zu sichern. In Nürnberg erklärte sich ebenfalls im Februar eine Gruppe mittelständischer Unternehmer bereit, die Schulden des Vizemeisters von 2007 zu übernehmen, machte dann jedoch einen Rückzieher. Erst im April erklärte sich der Unternehmer Thomas Sabo bereit, den Verein nach dem Ausstieg des Pharmakonzerns Bionorica zu übernehmen, woraufhin die Mannschaft in der kommenden Saison wieder unter dem Namen Nürnberg Ice Tigers auflaufen wird.

Nach dem Ende der regulären Spielzeit erklärten die Füchse Duisburg und ihr Alleingesellschafter Ralf Pape aufgrund fehlender sportlicher Perspektive und den daraus resultierenden Millionenverlusten, sich nach vier Jahren aus der DEL zurückziehen zu wollen. Die für den Spielbetrieb der Profimannschaft zuständige GmbH meldete Insolvenz an, woraufhin eine Oberligateilnahme durch den Stammverein überlegt wird.

Für einen Sieg nach der regulären Spielzeit wurden einer Mannschaft drei Punkte gutgeschrieben, war die Partie nach 60 Minuten unentschieden, erhielten beide Teams einen Punkt, dem Sieger der fünfminütigen Verlängerung bzw. nach einem nötigen Penaltyschießen wurde ein Zusatzpunkt gutgeschrieben. Verlor eine Mannschaft in der regulären Spielzeit, erhielt diese keine Punkte.

Die Qualifikationsspiele, die erstmals im Modus „Best of Five“ ausgetragen wurden, fanden zwischen dem 5. und 11. März 2009 statt. Für die Spiele Eins, Zwei und Fünf hatte die Mannschaft mit der besseren Hauptrundenplatzierung Heimrecht.

Die Viertelfinalserie (Modus: „Best of Seven“) wurde ab dem 13. März ausgetragen. Die weiteren Spiele fanden im Zwei-Tage-Rhythmus statt, sodass das siebte Spiel der Serie DEG Metro Stars gegen Krefeld Pinguine am 26. März ausgespielt wurde. Der Erstplatzierte der Hauptrunde, die Eisbären Berlin, traten gegen den schlechtplatziertesten Qualifikationssieger an, der Zweite, die Hannover Scorpions, trafen auf den besserplatzierten Qualifikationssieger. Das dritte Viertelfinalspiel bestritten die drittplatzierten DEG Metro Stars gegen die sechstplazierten Krefeld Pinguine, während im vierten Spiel der Vierte, die Adler Mannheim, auf den Fünften, die Sinupret Ice Tigers, trafen.

Die Ausspielung der Finalgegner fand vom 29. März bis 7. April und, wie das Endspiel selbst, im „Best of Five“-Modus statt.

Die Paarungen richteten sich nach den Platzierungen der Viertelfinalsieger in der Hauptrunde. Der bestplatzierte Viertelfinalsieger, die Eisbären Berlin, spielte somit gegen den Schlechtestplatzierten, die Adler Mannheim, während die zweitbestplatzierten Hannover Scorpions auf den Drittbestplatzierten der Hauptrunde, die DEG Metro Stars, trafen. Die jeweils besser platzierte Mannschaft bekamen das erste Heimrecht.

Die Sieger der beiden Halbfinale traten ab dem 9. April gegeneinander an, wobei die Eisbären Berlin als in der Hauptrunde besser platzierte Mannschaft das erste Heimrecht erhielten.

Damit wurden die Eisbären Berlin zum vierten Mal in ihrer Vereinsgeschichte gesamtdeutscher Meister.

Mit der WestLB Fair Play Trophy wird jährlich das fairste Team einer DEL Saison gekürt. Hierzu werden die durchschnittlichen Strafminuten der Vereine Punkte umgewandelt, jedes Spiel Sperre, das von der Ligagesellschaft gegen einen Spieler ausgesprochen wird, wird mit einem zusätzlichen Punkt bewertet und zu den durchschnittlichen Strafminuten addiert. Die wenigsten Punkte mit durchschnittlich 15,42 Strafminuten pro Spiel und zwei Spielsperre erhielten die Grizzly Adams Wolfsburg, die damit zum zweiten Mal in Folge Preisträger der WestLB Fair Play Trophy wurden. Am schlechtesten schnitten die Adler Mannheim mit insgesamt 23,57 Punkten ab.

Die TV-Rechte der DEL liegen in der Saison 2008/09 weiterhin beim Pay-TV-Sender Premiere, der bisher wöchentlich mindestens zwei Partien überträgt (meist donnerstags um 19.30 Uhr und sonntags um 14.30 Uhr). Zudem sicherte sich der europäische Sportsender Eurosport die Rechte für zwei Livespiele der DEL im Free-TV. ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Außerdem werden Spiel-Zusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt.

Das 11. DEL All-Star Game fand am 31. Januar 2009 in der neu errichteten O2 World in Berlin statt. Wie schon in den beiden Jahren zuvor trat eine Auswahl der besten Europa- gegen eine Auswahl der besten Nordamerika-DEL-Spieler gegeneinander an und mit einem 9:8-Sieg ging das Team Nordamerika zum dritten Mal in Folge als Sieger vom Eis.

In der Skills Competition, die traditionsgemäß vor der Partie stattfindet, gewann Mirko Lüdemann den Titel des schnellsten Schlittschuhläufers. Richie Regehr von den Eisbären Berlin konnte den Wettbewerb um den härtesten Schlagschuss für sich entscheiden.

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DEL 2007/08

Tino Boos verließ die Kölner Haie vor der Saison in Richtung Hannover Scorpions

Die DEL-Saison 2007/08 war die 14. Spielzeit seit Bestehen der Deutschen Eishockey Liga. Nach der Aufnahme der Grizzly Adams Wolfsburg traten 15 Vereine gegeneinander an.

Eröffnet wurde die Spielzeit mit der Partie der Kölner Haie gegen die Hamburg Freezers am Donnerstag, den 6. September 2007. Der amtierende Deutsche Meister Adler Mannheim bestritt einen Tag später bei den DEG Metro Stars sein erstes Saisonspiel. Der Beginn der Play-off-Runde 2008 war für den 12. März 2008 terminiert. Die Finalserie begann am 13. April und endete am 20. April mit dem dritten Titelgewinn der Eisbären Berlin.

Gemäß dem neuen Kooperationsvertrag zwischen der DEL und dem Deutschen Eishockey-Bund gab es in der vergangenen Spielzeit keinen sportlichen Absteiger mehr. Die Grizzly Adams Wolfsburg als Meister der 2. Bundesliga hatten allerdings die Möglichkeit, in die DEL aufzusteigen. Da die Wolfsburger die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für eine Aufnahme, den sogenannten 9000-Punkte-Plan, erfüllen, stimmte die DEL-Gesellschafterversammlung der Aufnahme zu. In diesem, von der DEL und der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft ESBG im Jahr 2006 verabschiedeten Plan, muss ein DEL-Stadion mindestens 9000 Punkte erhalten, die folgendermaßen vergeben werden: Für jeden ordnungsbehördlich genehmigten Stehplatz erhält das jeweilige Team einen Punkt, Sitzplätze sind zwei Punkte, VIP-Plätze vier Punkte wert. Bei Vorhandensein eines Videowürfels oder einer vergleichbaren Anzeigenanlage sowie technischen Einrichtungen für eine fernsehtaugliche Übertragung werden jeweils 1000 Punkte gutgeschrieben.

Als Änderungen gegenüber dem Modus in der Vorsaison beschloss die Gesellschafterversammlung im Juni 2007, dass im Falle eines Penaltyschießens in der Hauptrunde nur noch drei Schützen pro Team antreten. Ferner wurde das Penalty-Schießen in den Play-offs abgeschafft. Es wurde, wie in der NHL, in allen Spielen Verlängerung bis zum „Sudden Death“ und im Gegensatz zu den Vorrundenspielen in der Verlängerung wieder mit 5-gegen-5 gespielt. Zusätzlich wurde im Februar 2008 festgelegt, dass die beiden letzten Spieltage der Vorrunde sowie die Play-off-Spiele nach dem „4 Schiedsrichter“-Prinzip mit einem zusätzlichen Hauptschiedsrichter durchgeführt werden, was vor allem auf die anhaltende Kritik an den Schiedsrichterleistungen von Seiten der Vereine und der Fans in der laufenden Saison zurückging.

Die DEL-Saison 2007/08 sollte zunächst die vorerst letzte ohne sportlichen Absteiger sein. Auf ihrer 69. Gesellschafterversammlung beschloss die Liga im November 2007, den Abstieg zur Saison 2008/09 wiedereinzuführen, gegen diesen Vorschlag wurde allerdings von der Spielbetriebsgesellschaft ESBG im März 2008 ein Veto eingelegt. Somit bleibt die DEL weiterhin eine geschlossene Liga, mit dem Zweitligameister der Saison 2007/08 hat allerdings noch ein weiteres Team die Chance, in die DEL aufzusteigen. Sollte der Meister der 2. Bundesliga die Auflagen des 9000-Punkte-Plans nicht erfüllen, haben die restlichen Zweitligateams die Chance, in einem Bewerbungsverfahren den letzten Startplatz für die Spielzeit 2008/09 zu erhalten.

Im März 2007 kamen erstmalig Meldungen über einen möglichen Umzug der Füchse Duisburg nach Stuttgart aus wirtschaftlichen Gründen auf, am 26. April 2007 gab der Hauptgesellschafter Pape bekannt, in Duisburg zu verbleiben, da es der Stadt Stuttgart nicht gelungen sei, in der kurzen Zeit die benötigten Sponsorengelder in Höhe von 5 Millionen Euro aufzutreiben. Somit tritt 2005 vom EV Duisburg ausgegliederte Spielbetriebsgesellschaft auch in der Saison 2007/08 unter dem Namen „Die Füchse“ in Duisburg an, die weitere Zukunft des Vereins ist jedoch nach wie vor offen.

In der Spielzeit 2007/08 tragen die Eisbären Berlin ihre Spiele zum letzten Mal im traditionsreichen Wellblechpalast aus, in der kommenden Saison soll das Team aus der Hauptstadt in die momentan im Bau befindliche, 17.000 Zuschauer fassende O2 World umziehen. Im Wellblechpalast wurde der SC Dynamo Berlin 15-mal DDR-Meister, der Nachfolgeverein des SC Dynamo, die Eisbären Berlin, gewannen in ihrem Heimstadion ihre ersten vier gesamtdeutschen Titel: die Deutschen Meisterschaften 2005,2006 und 2008 sowie den Deutschen Eishockey-Pokal 2008.

Wie auch in den Vorjahren hatte die schlechte Position der deutschen Nationalmannschaft in der IIHF-Weltrangliste zur Folge, dass keine deutschen Mannschaften für den IIHF European Champions Cup qualifiziert waren. Der Deutsche Meister aus Mannheim folgte jedoch der Einladung des HC Davos zum renommierten Spengler Cup, den sie im Dezember mit vier Punkten Rückstand auf den Sieger Team Canada als Dritter abschlossen.

Zum ersten Mal war das Saisonergebnis hingegen ausschlaggebend für die neu eingeführte Champions Hockey League. Der Meister der Deutschen Eishockey Liga ist dabei automatisch für die Gruppenphase qualifiziert, der Vorrundensieger tritt in einem Qualifikationsturnier gegen den schweizer und den slowakischen Hauptrundenersten an. Sollte der Meister der regulären Saison identisch mit dem Sieger der Play-offs sein, rückt automatisch der Zweitplatzierte der Vorrunde nach.

Vor der Saison gab es einige interessante Transfers und Vertragsabschlüsse. Der Meister Adler Mannheim verstärkte seinen Kader dabei nur punktuell, mit Michael Hackert von den Frankfurt Lions wurde eine weitere Offensivkraft verpflichtet, zudem wurde mit dem Kölner Torhüter Adam Hauser ein Ersatz für den nach Hamburg abgewanderten Jean-Marc Pelletier gefunden. Der einzige Schlüsselspieler aus der Meistersaison, der die Adler verließ, war der Kanadier Nathan Robinson, der in der Saison 2007/08 für die Eisbären Berlin die Schlittschuhe schnürte. Der Vizemeister Nürnberg Ice Tigers musste zunächst mehrere Abgänge kompensieren. So beendete Center Martin Jiranek im Alter von 37 Jahren seine Profikarriere, außerdem wanderten die Schlüsselspieler Justin Mapletoft und Jame Pollock in die National Hockey League zu den Ottawa Senators bzw. den Washington Capitals ab. Als Ersatz verpflichteten die Ice Tigers unter anderem Ahren Spylo von den Hamburg Freezers und Nationalspieler Björn Barta vom ERC Ingolstadt. Zudem wechselten mit Nationaltorhüter Dimitrij Kotschnew und dem NHL-erfahrenen Center Sean Brown zwei weitere Stars der Liga nach Franken.

Auch die anderen Vereine der Liga setzten in dieser Saison wieder auf ehemalige Spieler der National Hockey League, allen voran Stanley-Cup-Gewinner Norm Maracle, der von HK Avangard Omsk zu den Iserlohn Roosters wechselte, und die Kölner Neuverpflichtung Todd Warriner, der zuvor über 450 NHL-Spiele, unter anderem für die Toronto Maple Leafs und die Tampa Bay Lightning, absolviert hatte. Weitere ehemalige NHL Legionäre, die zur Saison 2007/08 in die Deutsche Eishockey Liga wechselten, waren Peter Ratchuk, Brandon Reid (beide DEG Metro Stars), Brandon Smith (Eisbären Berlin), Eric Boguniecki, Scott Ferguson (beide ERC Ingolstadt), Jeff Heerema, Jason Marshall, Richie Regehr (alle Frankfurt Lions), Chad Wiseman (Grizzly Adams Wolfsburg), Andy Delmore (Hamburg Freezers), Mike Green, Chris Herperger (beide Hannover Scorpions), Pat Kavanagh (Iserlohn Roosters) sowie Éric Meloche und Wade Skolney, die bei den Straubing Tigers anheuerten. Außerdem kehrten die beiden deutschen Nachwuchsspieler Felix Schütz und Stefan Langwieder von ihrer Juniorenzeit in Nordamerika nach Deutschland zurück.

Die DEG Metro Stars verpflichteten Andrew Hedlund, der den deutschen Fans schon von seinem Engagement bei den Krefeld Pinguinen bekannt war. Mit Igor Alexandrow wechselte zudem ein weiterer Spieler zurück in die DEL, der zuvor schon bei den Nürnberg Ice Tigers, den Kölner Haien, den Hannover Scorpions, den Augsburger Panthern sowie den Iserlohn Roosters und den Adler Mannheim auf dem Eis gestanden hatte. In der Saison 2007/08 spielte er für die Füchse Duisburg. Ebenfalls aus Russland kehrte Ilja Worobjow in die DEL zurück, um nun für die Frankfurt Lions zu spielen. Auch innerhalb der Deutschen Eishockey Liga kam es vor der Saison zu bedeutenden Spielerwechseln. So verließen die beiden Nationalspieler Lasse Kopitz (jetzt Frankfurt Lions) und Oliver Jonas (jetzt Grizzly Adams Wolfsburg) die Kölner Haie, ebenso wie Routinier Tino Boos, der die Domstädter nach sieben Jahren in Richtung Hannover Scorpions verließ. Als Ersatz für den abgewanderten Adam Hauser verpflichteten die Kölner zudem Torhüter Travis Scott, der auch schon für die Los Angeles Kings in der NHL zwischen den Pfosten gestanden hatte. Zudem wechselte Nationalspieler John Tripp vom ERC Ingolstadt zu den Hamburg Freezers.

Auch während der Saison wurde eine Anzahl neuer Spieler verpflichtet, unter anderem der NHL-Routinier John Slaney, der aus der AHL zu den Kölner Haien wechselte. Ebenfalls auf sich aufmerksam machten die Domstädter, als sie im Dezember Nationaltorhüter Robert Müller von den Adler Mannheim verpflichteten. Müller war zuvor vom Meister auf Leihbasis zum Schlusslicht EV Duisburg transferiert worden. Die Iserlohn Roosters verpflichteten indessen Stürmer Rob Valicevic, der schon 191 NHL-Spiele vorzuweisen hatte. Nach dem schwachen Saisonstart waren auch die Adler Mannheim gezwungen, ebenfalls nachzurüsten, sodass der Kanadier Dan McGillis sowie der Schwede Daniel Johansson für die Defensive unter Vertrag genommen wurden. Die DEG Metro Stars reagierten mit der Verpflichtung von Nationalspieler Anton Bader von den Straubing Tigers auf die lang anhaltende Verletzungsmisere, nach der Verletzung von Jean-Marc Pelletier wurde in Hamburg Philippe Sauvé von den Iowa Stars aus der AHL unter Vertrag genommen.

Im April wurde bekannt, dass Florian Busch, Stürmer der Eisbären Berlin, einen unangemeldete Dopingkontrolle im März zunächst verweigert und erst einige Stunden später nachgeholt hatte. Der DEB wertete den Fall jedoch nicht als Doping-Fall, sondern lediglich als einen verpassten Test. Als Folge dessen wurde Busch vom Verband zu 5000 Euro Strafe 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit im Verein verurteilt.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA erklärte kurze Zeit später, das DEB-Urteil in dieser Form nicht akzeptieren zu können, da nach den NADA-Statuten eine verweigerte Dopingkontrolle als positiver Test zu werten und damit mit einer mindestens einjährigen Sperre zu belegen ist. Besondere Brisanz erhielt der Fall, als ausgerechnet Florian Busch den entscheidennden Treffer im DEL-Finale der Eisbären gegen die Kölner Haie am 20. April erzielte. Einen Tag später leitete die NADA den Fall an die Welt-Antidoping-Agentur WADA weiter, DEL und DEB erklärten indessen, für sie sei der Fall mit dem Urteil gegen den einsichtigen Busch abgeschlossen. Da die IIHF die Genehmigung erteilte, spielt Florian Busch auch für die Deutsche Nationalmannschaft während der Eishockey-Weltmeisterschaft 2008 in Kanada. Die WADA betrachtete den Fall Busch entgegen einer Meldung des IIHF nicht für abgeschlossen, sondern teilt die Ansicht der NADA, dass die Strafe des DEB nicht ausreicht, sondern das Verhalten Buschs eine Sperre nach sich ziehen muss.

Am 7. Mai 2008 hat das Bundesinnenministerium aufgrund der Missachtung der Sanktionsrichtlinien durch den DEB mit sofortiger Wirkung die Auszahlung der jährlichen Fördergelder in Höhe von 600.000 Euro an den Deutschen Eishockey-Bund gesperrt. Zudem hat es bereits am 18. April beim zuständigen Bundesverwaltungsamt einen entsprechenden Antrag zur Rückforderung von Steuermitteln gestellt.

Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Etats der Vereine fast stabil, der durchschnittliche Etat belief sich auf 5,24 Mio. €, was eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellte. Der Gesamtetat der Vereine wurde bedingt durch die Aufstockung der Liga um eine weitere Mannschaft von 70 auf 78,7 Mio. € erhöht. Wieder stand DEL eine vergleichsweise hohe Summe an TV-Geldern vom Pay-TV-Sender Premiere zur Verfügung. Als Hauptsponsor der Liga warben weiterhin die Gelben Seiten in jedem Stadion an der Bande sowie auf den offiziellen Internetpräsenzen der Clubs, die Schiedsrichter laufen mit einem Schriftzug des Arzneimittelkonzerns taxofit auf.

Die Adler Mannheim blieben damit weiterhin Etat-Krösus der Liga, die DEG Metro Stars schlossen durch die finanziellen Erfolge im Premierenjahr des ISS Domes jedoch bis auf 300.000 Euro an den Deutschen Meister auf. Schlusslicht dieser Rangfolge blieb der EV Duisburg, hinzu kamen die Augsburger Panther, die ihren Vorjahresetat knapp verkleinern mussten. Die starke Saison der Sinupret Ice Tigers, die durch den Einzug ins Finale gekrönt wurde, brachte der Mannschaft eine Etaterhöhung um 500.000 Euro, ebenso wie den Straubing Tigers, die sich inzwischen finanziell in der DEL etabliert haben.

Vor der Saison drohte Günter Papenburg, Besitzer der Hannover Scorpions, mit der Schließung der sich in seinem Besitz befindenden TUI Arena und dem Verkauf der DEL-Lizenz zur Saison 2008/09. Grund hierfür war ein andauernder Streit mit der Stadt Hannover, die einen Bau-Zuschuss von 2,5 Millionen Euro zurückgezahlt haben wollte. Da in der zur Weltausstellung Expo 2000 eröffnete Halle die Zuschauerkapazität von 10.500 nur selten erreicht wurde und der Verein damit fortlaufend Verluste erleidet, soll Papenburg nicht bereit gewesen sein, den Forderungen der Stadt nachzugehen.

Im Januar gab Günther Hertel, Alleingesellschafter der Sinupret Ice Tigers, bekannt, dass die Zukunft des Vereins in Nürnberg in Gefahr sei. Hertel äußerte sich dazu folgendermaßen: „Wirtschaftlich sieht es gar nicht gut aus. Ich habe keine Lust mehr, noch mehr privates Geld in die Ice Tigers zu stecken. In den nächsten zwei Wochen werden wir alles versuchen, die Zukunft des Vereins zu sichern – sollten wir das nicht schaffen, wird es nächstes Jahr kein Eishockey in Nürnberg mehr geben.“ Wenige Tage später entschärfte Hertel die Situation und gab sich zuversichtlicher, betonte jedoch weiterhin, dass der Verein neue Sponsoren brauche, um die Lücken im Etat schließen zu können.

Wie schon in der Vorsaison trafen auch in dieser Spielzeit die Mannschaften jeweils vier Mal pro Saison aufeinander. Die sechs bestplatzierten Mannschaften zogen automatisch in die Play-offs ein, die vier Teams auf den Plätzen sieben bis zehn kämpfen in einer Qualifikation nach der Hauptrunde um die Play-offs, für die Clubs ab Position elf ist die Saison nach der Hauptrunde beendet.

Am 6. September 2007 wurde die vierzehnte Spielzeit der DEL mit dem 6:3-Sieg der Kölner Haie gegen die Hamburg Freezers eröffnet.

Erster Tabellenführer der neuen Saison waren die Krefeld Pinguine, die den Aufsteiger EHC Wolfsburg am ersten Spieltag deutlich mit 4:0 besiegt hatten. Meister Adler Mannheim verlor sein Auftaktspiel gegen die DEG Metro Stars mit 2:4. Am zweiten Spieltag wurde beim 10:9 der Nürnberg Ice Tigers in Iserlohn ein neuer Torrekord aufgestellt, mit der 3:6-Niederlage gegen die Berliner Eisbären machten die Adler Mannheim ihren Fehlstart in die Saison perfekt. Diese Negativserie setzte sich in den folgenden Wochen weiter fort, sodass der Deutsche Meister große Teile des ersten Saisondrittels im Tabellenkeller verbrachte. Den Eisbären gelang hingegen ein Saisonstart nach Maß, mit sechs Siegen in sieben Spielen belegten die Hauptstädter zum Ende des Monats den zweiten Tabellenplatz hinter den Frankfurt Lions die sechs ihrer ersten neun Spiele gewonnen hatten und 19 Punkte sammelten. Platz drei belegte der Vorjahresfinalist Nürnberg Ice Tigers, der erst am fünften Spieltag seiner erste Niederlage in Straubing eingefahren hatte.

Durchwachsen hingegen verlief der Saisonstart für DEG Metro Stars, was vor allem an einer anhaltenden Verletzungsmisere im Team lag. So verletzte sich nach Tore Vikingstad und Daniel Kreutzer mit Verteidiger Robert Dietrich ein weiterer Leistungsträger schwer. Mit einem Bruch des rechten Sprunggelenks musste der gebürtige Kasache mehrere Monate pausieren.

Die Kölner Haie gaben indessen eine Kooperation mit Stanley-Cup-Sieger Anaheim Ducks bekannt. Angedacht sei zunächst ein Austausch zwischen Trainern und eine Zusammenarbeit in der Scouting-Abteilung, ebenfalls denkbar ist die Verpflichtung von Spielern, die sich bei den Ducks noch nicht haben durchsetzten können sowie ein mögliches Gastspiel der Kalifornier in Köln.

Auch im Oktober setzten die Tabellenführer aus Frankfurt und Berlin ihre Siegsesserien fort, ein weiterer Gewinner waren die Hamburg Freezers, die sich bis zum Monatsende mit 32 Punkten auf den dritten Tabellenplatz verbessern konnten. Ebenfalls im Aufwind zeigten sich die Kölner Haie, die das Spitzenspiel des 11. Spieltags gegen Tabellenführer Frankfurt Lions mit 4:3 im Penaltyschießen gewinnen konnten. Am selben Spieltag konnten die weiterhin auswärts schwachen Adler Mannheim mit einem 5:1 gegen Schlusslicht Füchse Duisburg zum ersten mal den Kontakt zum Mittelfeld herstellen.

Am 9. Oktober gaben die Füchse Duisburg die erste Trainerentlassung der laufenden Saison bekannt, Coach Dieter Hegen wurde bis auf Weiteres beurlaubt, das Training übernahm der sportliche Leiter Franz Fritzmeier senior, dessen Premiere auf der Bank allerdings beim 0:4 seines Teams in Wolfsburg gründlich misslang. Als Hegens Nachfolger wurde zwei Wochen Später der ehemalige Nationalspieler Peter Draisaitl vorgestellt.

Im Aufwärtstrend befanden sich hingegen die Iserlohn Roosters, denen am 15. Spieltag gegen die Hannover Scorpions der fünfte Sieg in Folge gelang. Da sie eine Woche später auch gegen Tabellenführer Frankfurt die Oberhand behielten, wurde dieser von den Eisbären Berlin abgelöst. Für eine Überraschung sorgte schließlich der Tabellenletzte aus Duisburg, der Nationaltorhüter Robert Müller vom Deutschen Meister aus verpflichtete. Dies geschah zunächst mit der Option, dass Müller zu den Adlern sofort zurückkehren sollte, sollte dies im Saisonverlauf nötig werden. Im Dezember 2007 einigten sich dann jedoch schließlich die Kölner Haie und die Adler Mannheim auf einen sofortigen Wechsel von Robert Müller in die Domstadt.

Zu Beginn des Monats November kamen die Adler Mannheim immer besser in Fahrt, durch das 5:4 gegen Tabellenführer aus Berlin landeten sie am 21. Spieltag bereits den dritten Sieg in Folge, wodurch der Meister langsam wieder in Richtung der Play-off-Plätze rückte. Nach einer einwöchigen Pause aufgrund des Deutschland Cups 2007 startete die Liga am 13. November mit zwei vorgezogenen Partien des 31. bzw. des 38. Spieltages in die nächste Saisonphase. In der sogenannten „Traditional Night“ traten die Adler Mannheim in der SAP Arena in speziellen Trikots ohne Werbung im Design der ersten Bundesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg 1978/79 gegen die Kölner Haie an, der Meister gewann mit 3:1 und setzte seinen Aufwärtstrend fort.

Bei den DEG Metro Stars wurde hingegen das Personalkarussel weiter angetrieben: Aufgrund des schlechten Saisonauftakts wurde Trainer Slavomír Lener mit sofortiger Wirkung entlassen, seine Nachfolge trat interimsmäßig Lance Nethery an. Nach viermonatiger Krankheitspause kehrte dagegen Kapitän Daniel Kreutzer in den Kader der Düsseldorfer zurück.

Die Hannover Scorpions hingegen mussten durch die Verletzung ihres Stürmers Jonas Lanier einen herben Rückschlag im Rennen um die direkten Play-off-Plätze hinnehmen. Im Spiel gegen die Iserlohn Roosters prallte Lanier gegen das Tor und erlitt einen Riss des Syndesmosebandes, woraufhin er drei Monate aussetzen musste. Ebenfalls ernüchternd verlief der Monat für die Hamburg Freezers. Nach dem vierten Tabellenplatz am 19. Spieltag konnten die Hanseaten bis zum Monatsende nur zwei von acht Partien gewinnen und stürzten bis auf Rang 9 ab. Tabellenführer blieben die Eisbären Berlin (55 Punkte), jetzt vor den Kölner Haien (53) und den Frankfurt Lions (50). Die Nürnberg Ice Tigers hielten mit 48 Punkten den Anschluss an das Spitzentrio, Meister Adler Mannheim schaffte den Sprung auf Platz fünf.

Als Konsequenz der schlechten Leistungen wurden zudem Ron Kennedy in Ingolstadt sowie Erich Kühnhackl in Straubing ihrer Ämter enthoben. Kennedys Nachfolger wurde der mehrfache Stanley-Cup-Gewinner Mike Krushelnyski, am 29. November trat Bob Manno die Nachfolge Kühnhackls in Straubing an.

Auch im Dezember setzte sich die Talfahrt der DEG Metro Stars weiter fort, woran auch die weiter anhaltende Verletzungsmisere eine Teilschuld traf. So brach sich der gerade wiedergenesene Robert Dietrich nun das Volkmann-Dreieck im anderen Sprunggelenk und fiel erneut für rund acht Wochen aus, zudem erlitt Schlüsselspieler Tore Vikingstad beim 3:4 in Hannover einen Riss im Adduktorenbereich. Ebenfalls weiter in der Kirse steckten die Hamburg Freezers, die zudem auf ihren Verteidiger Martin Walter verzichten mussten, der sich im Training einen Kahnbeinbruch zuzog.

Die Eisbären Berlin festigten hingegen nach dem deutlichen 7:2-Sieg über Mannheim und einem 6:5 nach Penaltyschießen in einem wahren Eishockeykrimi am 34. Spieltag gegen Hannover die Tabellenführung. Einen missglückten Einstand feierte hingegen Nationaltorhüter Robert Müller, der am selben Spieltag mit seinen Haien mit 0:3 in Augsburg verlor.

Nach einer 4:7-Heimniederlage reagierten schließlich die in dieser Saison durch fehlende Konstanz glänzenden Adler Mannheim und entließen Trainer Greg Poss, der im November gerade erst seinen Vertrag beim Deutschen Meister verlängert hatte. Poss hatte mit den Adlern in der Vorsaison den Pokal und die Meisterschaft geholt, 18 Siege bei 17 Niederlagen waren den Vereinsvorsitzenden bis zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht den hohen Ansprüchen des Clubs genügend. Als Nachfolger wurde Dave King vorgestellt, der zuvor bereits die Hamburg Freezers trainiert hatte, Assistent Teal Fowler blieb dem Verein erhalten. Der Einstand Kings gelang mit einem 7:2 gegen die weiterhin desolaten Düsseldorfer, Nationalspieler Tomáš Martinec feierte dabei seinen 500. DEL-Einsatz.

Als Tabellenführer gingen die Eisbären Berlin ins neue Jahr, nachdem sie sich am zweiten Weihnachstsfeiertag nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 nach Penaltyschießen in Hamburg durchgesetzt hatten und damit mit 78 Punkten nicht mehr einzuholen waren. Die Frankfurt Lions beendeten das Kalenderjahr mit 71 Punkten auf dem zweiten Rang, dahinter folgten Nürnberg (69) und Köln (68).

Zum Jahresbeginn entließ Schlusslicht Duisburg nach einem nur knapp zweimonatigen Engagement Trainer Peter Draisaitl, seine Nachfolge trat der bisherige Co-Trainer Karel Lang. Die Entscheidung der Füchse war bis dato bereits die siebte Trainerentlassung der laufenden DEL-Saison. Drei Wochen später gaben die Füchse bekannt, aus der Übergangs- eine Dauerlösung machen zu wollen.

Sportlich startetenden die Nürnberg Ice Tigers mit einem deutlichen 8:3 im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Eisbären Berlin eine Aufholjagd, die sie bis zum Monatsende an die Tabellenspitze führen sollte. Zuvor gaben die Eisbären zudem bekannt, dass Stürmer Christoph Gawlik mit einem Riss einer Knorpellippe am Schulterblatt bis zum Saisonende ausfallen würde. Weiter unter Druck geriet Hamburgs Trainer Bill Stewart, der nach einer anhaltenden Serie von zwei Siegen aus acht Spielen großspurig ankündigte, bei anhaltendem Misserfolg das Einkommen der Spieler zu kürzen und sich damit den wohl letzten Kredit bei den Fans verspielte. Die Vereinsführung stärkte dem Trainer jedoch weiterhin den Rücken und verlängerte den Vertrag mit dem Kanadier um ein weiteres Jahr bis zum Saisonende 2008/09.

Boden gut machten hingegen die Adler Mannheim, die mit neun Siegen in Folge bis auf Platz fünf vorrückten, die Serie sollte erst wieder Mitte Februar mit einer Niederlage gegen die Iserlohn Roosters enden. Die Frankfurt Lions fielen hingegen nach überraschenden Niederlagen gegen Düsseldorf, Wolfsburg sowie im Spitzenspiel gegen den Tabellennachbarn aus Nürnberg auf Platz vier hinter die Kölner Haie zurück.

Der Februar begann für die Kölner Haie mit einer Hiobsbotschaft. Nationalverteidiger Mirko Lüdemann erlitt im Spiel gegen Schlusslicht Duisburg einen doppelten Bündelriss in der schrägen Bauchmuskulatur und fiel mehrere Wochen aus.

Nach All-Star Game und Länderspielpause aufgrund des Vier-Nationen-Turniers in Lausanne nahm die Liga am 12. Februar ihren Spielbetrieb wieder auf. Für den Tabellenführer Nürnberg begann der 52. Spieltag zwar mit dem erwarteten Sieg über die Füchse Duisburg, schwerer wog hingegen der Mittelfußbruch von Angreifer Scott King, der den Ice Tigers damit für mehrere Wochen nicht zur Verfügung steht. Drei Tage später verlor das Team zudem das Spitzenspiel gegen die Kölner Haie, durch ein deutliches 7:3 gegen die Adler Mannheim konnte die Tabellenführung jedoch weiter zementiert werden. Adlerstürmer Jason Jaspers erlitt dabei einen Kieferburch und fällt damit bis zum Saisonende aus.

Nach Nürnberg und Berlin sicherten sich schließlich die Kölner Haie mit einem Sieg gegen Schlusslicht Duisburg am 55. Spieltag den vorzeitigen Einzug in die Play-offs, die Frankfurt Lions folgten zwei Tage später durch einen Sieg beim selben Gegner. Auf deutlichem Play-off-Kurs waren inzwischen auch wieder die DEG Metro Stars, die gegen die Straubing Tigers den achten Sieg aus den letzten neun Partien holten und somit den achten Platz belegen. Durch das 6:4 im Spitzenspiel gegen Berlin machten die Nürnberg Ice Tigers währenddessen einen wichtigen Schritt in Richtung Vorrundenmeisterschaft, was gleichbedeutend mit einem Qualifikationsplatz für die Champions Hockey League 2008/09 ist.

Weiter Hoffnung auf einen Pre-Play-off-Platz konnten sich auch wieder die Hamburg Freezers machen, die sich mit einem überraschend hohen 6:2 gegen die Kölner Haie eindrucksvoll im Rennen zurückmeldeten und bis auf einen Punkt an die Krefeld Pinguine herankamen. Für die Domstädter war es hingegen die höchste Saisonniederlage.

Im März komplettierten die Iserlohn Roosters (5. Platz) sowie die Adler Mannheim (6.) vorzeitig das Teilnehmerfeld der Play-offs. Nürnberg sicherte währenddessen am 58. Spieltag mit dem letzten nötigen Punkt die Vorrundenmeisterschaft durch eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Hannover Scorpions, die ihrerseits die Teilnahme an den Play-off-Qualifikation erreichen konnten. Als weitere Teams qualifizierten sich schließlich die Hamburg Freezers (7.), die DEG Metro Stars (9.) sowie der ERC Ingolstadt (10.) für die Vor-Play-offs.

Für einen Sieg nach der regulären Spielzeit wurden einer Mannschaft drei Punkte gutgeschrieben, war die Partie nach 60 Minuten unentschieden, erhielten beide Teams einen Punkt, dem Sieger der Verlängerung bzw. nach einem nötigen Penaltyschießen wurde ein Zusatzpunkt gutgeschrieben. Verlor eine Mannschaft in der regulären Spielzeit, erhielt diese keine Punkte.

Vor 3.498 Besuchern gingen die Metro Stars im ersten Spiel in der TUI Arena durch Treffer von Bazany, Hedlund und Ratchuk nach nur zehn Minuten schon mit 3:0 in Führung, die Scorpions konnten in der Folgezeit diesen Rückstand jedoch egalisieren. Den Siegtreffer für die Hannoveraner erzielte schließlich Sascha Goc sechs Minuten vor dem Ende des Spiels. In der zweiten Partie gerieten die vor der Saison als Titelaspirant gehandelten Düsseldorfer durch ein Tor von Thomas Dolak nach neun Minuten in Rückstand, drei Minuten später konnte jedoch Brandon Reid für die Metro Stars ausgleichen. Patrick Reimer erzielte im Konter das 2:1, Wright und Vikingstad erhöhten auf 4:1. Den Scorpions gelang nur noch der Anschlusstreffer durch Matt Dzieduszycki. Im entscheidenden dritten Spiel sorgten der Hannoveraner Rainer Köttstorfer sowie Klaus Kathan zunächst für das 1:1 nach überaus spannenden 60 Minuten, erst in der 2. Verlängerung erzielte Brandon Reid den entscheidenden 2:1-Siegtreffer dür die DEG Metro Stars. Es war mit 91:44 Spielminuten das bis dato längste Spiel in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga.

Die Viertelfinalserie (Modus: „Best of Seven“) wurde ab dem 18. März ausgetragen. Die weiteren Spiele fanden im Zwei-Tage-Rhythmus statt, sodass das siebte Spiel der Serie am 30. März ausgetragen wurde. Der Erstplatzierte der Hauptunde, die Sinupret Ice Tigers, traten gegen den schlechtplatziertesten Qualifikationssieger, die DEG Metro Stars, an, der Zweite, die Eisbären Berlin, trafen auf den besserplatzierten Qualifikationssieger, die Hamburg Freezers. Das dritte Viertelfinalspiel bestritten die drittplatzierten Kölner Haie gegen die sechstplazierten Adler Mannheim, während im vierten Spiel der Vierte, die Frankfurt Lions, auf den Fünften, die Iserlohn Roosters, traf.

Im ersten Spiel der Serie konnte Nürnberg schon nach dreieinhalb Minuten durch Ahren Spylo in Führung gehen, tat sich dann aber gegen die Düsseldorfer sichtlich schwer. Zweimal konnten die Metro Stars eine Führung der Ice Tigers durch Kreutzer und Wright ausgleichen (Leeb traf zwischenzeitlich für die IceTigers), ehe Andre Savage das entscheidende 3:2 für den Meister der regulären Saison erzielte. Auch im zweiten Spiel gingen die Nürnberger früh in Führung, vor nur 6.112 Zuschauern glichen die Düsseldorfer jedoch postwendend durch Reid aus. Patrick Reimer avancierte schließlich mit zwei Toren im Schlussdrittel für die Metro Stars zum Matchwinner. Das dritte Spiel verlief ähnlich, erneut waren es Reimer und Peter Boon, die eine Nürnberger Führung innerhalb von 58 Sekunden in das 2:1-Endergebnis umwandelten. Das zweite Heimspiel im ISS Dome bestimmten die Metro Stars schließlich über weite Strecken und brachten den Vorrundenmeister durch ein 6:3 an den Rand des Viertelfinal-Ausscheidens. Im fünften Spiel der Viertelfinalserie verloren die Ice Tigers schließlich zum vierten Mal in Folge, sodass der Meister der regulären Saison erstmals in der Geschichte der DEL bereits im Viertelfinale ausscheiden musste. Die DEG Metro Stars zogen hingegen als Sieger der Qualifikationsrunde ins Halbfinale ein, die Nürnberg Ice Tigers sind als Hauptrundenerster für das Qualifikationsturnier der Champions Hockey League 2008/09 qualifiziert.

Für die erste Überraschung der Play-offs sorgten im ersten Spiel der Serie die Hamburg Freezers, die durch Tore von Marc Beaucage, Brad Smyth und Francois Fortier bereits mit 3:0 in Berlin in Führung gehen konnten. Zwar kamen die Eisbären in der Folgezeit wieder bis auf ein Tor heran, Benoit Gratton sorgte jedoch mit einem Treffer ins leere Tor in der Schlussminute für die Entscheidung. Nach dieser überraschenden Auftaktniederlage trat der Tabellenzweite der Vorrunde in den folgenden Partien jedoch stärker auf und konnte drei deutliche Siege in Folge einfahren. Im fünften Spiel der Serie gingen die Freezers zunächst mit 2:0 in Führung, André Rankel konnte im zweiten Drittel mit zwei Überzahltoren ausgleichen. Auch die erneute Hamburger Führung durch Aab konnten die Berliner in der regulären Spielzeit egalisieren, sodass das Spiel in der Verlängerung entschieden werden musste. Dort machte der Eisbär Frank Hördler mit seinem Treffer nach 2:40 minuten den Halbfinaleinzug der Hauptstädter perfekt.

Im ersten Spiel lagen die Adler Mannheim in der Kölnarena bereits mit 0:4 zurück, Ronny Arendt, Francois Methot und Pascal Trepanier konnten den Titelverteidiger jedoch wieder bis auf ein Tor an die Kölner heranbringen, zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr. Nach einem torlosen ersten Drittel gingen die Kölner Haie im zweiten Spiel der Serie erneut gegen die Adler in Führung, Tomáš Martinec und Rick Girard konnten das Spiel schließlich jedoch im Mitteldrittel drehen. Nach regulärer Spielzeit stand es im dritten Spiel zwischen den beiden Kontrahenten 4:4, sodass das Spiel in der Verlängerung entschieden werden musste. Erst nach 168 Minuten und 16 Sekunden sorgte Philip Gogulla mit dem 5:4-Siegtreffer dür die Entscheidung in der sechsten Verlängerung. Damit löste die Partie den nur zwei Tage zuvor von den Frankfurt Lions und den Iserlohn Roosters aufgestellten Rekord als längstes DEL-Spiel aller Zeiten ab: Auch das zweite Spiel in der SAP Arena musste in der Verlängerung entschieden werden, nachdem die Adler eine 3:2-Führung der Kölner sieben Sekunden vor dem Ende durch Martinec ausgleichen konnten. Todd Warriner sorgte diesmal jedoch schon in der ersten Verlängerung für den 4:3-Siegtreffer für die Haie, die somit in der Serie mit 3:1 in Führung gehen konnten. Das fünfte Spiel der entschieden die Haie souverän für sich, der Titelverteidiger aus Mannheim konnte nur die 1:0-Führung der Kölner durch Ivan Čiernik ausgleichen, nach zwei Treffern von Tallaire und Furchner war die Partie entschieden, das 4:1 erzielte erneut Čiernik durch einen Treffer ins leere Tor.

Trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung von Iserlohn, zogen am Ende die Frankfurt Lions ins Halbfinale ein. Im ersten Spiel des Viertelfinals zwischen Frankfurt und Iserlohn konnten die Lions ein 1:3 durch Ilja Worobjow und Chris Taylor kurz vor Ende der regulären Spielzeit aufholen. Nach nur zwei Minuten der Verlängerung erzielte Richie Regehr den Siegtreffer für die Hessen. Auch im zweiten Spiel gaben die Roosters eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand, sodass nach 60 Spielminuten erneut die Verlängerung entscheiden musste. Erst nach 117:45 Minuten erzielte DEL-Toptorjäger Michael Wolf das entscheidende 3:2 für Iserlohn, was bis dato das längste Spiel der DEL-Geschichte bedeutete und den in der Qualifikation in Hannover aufgestellten Rekord ablöste. Auch das dritte Spiel der Serie musste in der Verlängerung entschieden werden, da es nach der regulären Spielzeit erneut 3:3 gestanden hatte. Nach nur 42 Sekunden traf Ryan Ready für Iserlohn und brachte die Sauerländer damit zum ersten Mal in der Serie in Führung. Das vierte Spiel konnte der Überraschungsfünfte der Vorrunde schließlich deutlich mit 5:1 für sich entscheiden, verpasste es aber in der darauffolgenden Partie in Frankfurt für die Entscheidung zu sorgen. Zweimal konnten die Roosters eine Frankfurter Führung ausgleichen, Jason Youngs Treffer in Überzahl im Schlussdrittel brachte dann jedoch die Entscheidung für die Lions. Das sechste Spiel konnten die Frankfurter deutlich gewinnen und glichen somit die Serie aus. Im letzten entscheidenden Spiel in Frankfurt bezwangen die Lions die Roosters schließlich mit 4:3. Nachdem die Hessen mit 4:1 führten, kamen die Sauerländer kurz vor Schluss noch mit 4:3 wieder heran, das Überzahlspiel in den letzten Minuten konnten die Roosters aber nicht zum Ausgleichstreffer nutzen.

Die Ausspielung des Siegers fand, genau wie im Finale, im „Best of Five“-Modus statt. Die Halbfinalserie begann am 1. April, das in beiden Spielen entscheidende fünfte Spiel fand am 10. April statt.

Die Paarungen richteten sich nach den Platzierungen der Viertelfinalsieger in der Hauptrunde. Der best-platzierteste Viertelfinalsieger, die Eisbären Berlin spielten somit gegen den Schlechtest-Platzierten, die DEG Metro Stars, während die zweit-best-platzierten Kölner Haie auf den Dritt-best-Platzierten der Hauptrunde, die Frankfurt Lions, trafen. Die jeweils besser platzierte Mannschaft bekam das erste Heimrecht.

In der ersten Partie gingen die Eisbären vor 4.695 Zuschauern im ausverkauften Berliner Wellblechpalast durch einen Doppelschlag von Pederson und Braun im zweiten Drittel in Führung, Tore Vikingstad konnte für die Rheinländer zwar noch einmal verkürzen, am Ende gewannen die Hauptstädter jedoch deutlich mit 4:1. Im ersten Spiel im ISS Dome führte die DEG dann bereits nach 23 Minuten mit 3:0, die Eisbären schafften jedoch nach einer Aufholjagd noch den 3:3-Ausgleich. Erst 99 Sekunden vor dem Spielende konnte Robert Dietrich durch einen Überzahltreffer den Sieg der Düsseldorfer perfekt machen. Die dritte Partie musste hingegen in der Verlängerung entschieden werden, da beide Teams in der regulären Spielzeit erneut drei Treffer erzielt hatten. Das vermeintliche Berliner 4:3 durch Pederson wurde im dritten Drittel nicht anerkannt, erst in der 14. Minute der Verlängerung erzielte Deron Quint für die Eisbären den Siegtreffer. Im vierten Spiel gingen die Düsseldorfer nach zwei Dritteln souverän mit 4:0 in Führung, erst im dritten Drittel gelang den Berlinern der erste Treffer durch Sven Felski. Dieser erhielt nach einem Stockschlag gegen Reid jedoch eine Spieldauerdisziplinarstrafe, die anschließende Überzahl nutzte Patrick Reimer, um den 5:1-Endstand zu markieren. In der entscheidenden Partie erhöhte André Rankel nach einem starken zweiten Drittel und Toren von Florian Busch und Richard Mueller in der 53. Minute für die Berliner auf 3:0, ein Düsseldorfer Treffer durch Brandon Reid konnte schließlich den Finaleinzug der Eisbären nicht mehr verhindern. Die DEG Metro Stars schafften nach der weit hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Vorrunde als Sieger der Playoff-Qualifikation mit dem Einzug ins Halbfinale immerhin einen versöhnlicheren Abschluss der Spielzeit.

Nur zwei Tage nach dem siebten Viertelfinalspiel mussten die Frankfurt Lions im ersten Halbfinalspiel in der Kölnarena eine deutliche 1:7-Niederlage gegen ausgeruhtere Kölner Haie einstecken, das zweite Spiel konnten die Hessen jedoch ausgeglichener gestalten. Zwar waren die Gäste aus Köln nach nur zwei Minuten mit einem Doppelschlag in Führung gegangen, doch nur zwei Minuten später kamen die Frankfurter durch Jeff Ulmer zum Anschlusstreffer. Zweimal schafften es die Lions, eine Kölner Führung auszugleichen, das letzte Mal erst 66 Sekunden vor dem Spielende. Layne Ulmer egalisierte die 4:3-Führung der Domstädter. Mit seinem Treffer in der Verlängerung sorgte Chris Taylor schließlich für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Hessen in der Halbfinalserie. Durch die Tore von Philip Gogulla und Taylor war auch die dritte Partie nach 60 Minuten ausgelichen, in der Verlängerung erzielte Ivan Čiernik den Siegtreffer für die Haie. Im vierten Spiel führten die Lions im Schlussdrittel bereits souverän mit 4:1, Kamil Piroš und Ivan Čiernik sorgten mit ihren beiden Anschlusstreffern allerdings wieder für zwischenzeitliche Spannung. Die entscheidende fünfte Partie gestalteten die Kölner zunächst überlegen, verpassten es jedoch die Führung zu erzielen. Dies gelang erst im zweiten Drittel, als Stéphane Julien den starken Frankfurter Schlussmann Ian Gordon erstmals bezwingen konnte. im Schlussdrittel konnten die Frankfurter zweimal ausgleichen, erst in der 58. Minute erzielte Mirko Lüdemann den Siegtreffer für die Haie, die damit zum sechsten Mal in ein DEL-Finale einziehen konnten.

Die Sieger der beiden Halbfinale traten gegeneinander an, wobei die Eisbären Berlin, die in der Hauptrunde besser platziert waren als die Kölner Haie, das erste Heimrecht erhielten. Die Finalserie begann am 13. April, das letzte Spiel der Saison fand am 20. April statt.

In der ersten Finalbegegnung konnten die Kölner zweimal eine Eisbären-Führung egalisieren, ehe Steve Walker in der Verlängerung eine Überzahlsituation zum 3:2-Siegtor für die Hauptstädter nutzen konnte. Vorausgegangen war dem Treffer eine Zeitstrafe gegen den Kölner Todd Warriner. Vor 17.986 Zuschauern in der Kölnarena gingen die Eisbären in der zweiten Partie abermals durch Walker in Führung, Kamil Piroš glich für die Domstädter nach 44 Minuten aus. Für die Entscheidung sorgte schließlich Dave McLlwain, der zehn Minuten vor dem Ende den 2:1-Siegtreffer für Köln erzielen konnte. Im dritten Spiel führten die Eisbären bereits früh mit 2:0, Bryan Adams und Stéphane Julien konnten jedoch im Mitteldrittel für die Kölner ausgleichen. Drei Minuten vor dem Ende erzielte Sven Felski in seinem 700. Spiel für die Berliner den erneuten Führungstreffer, doch wieder war es Julien, der 46 Sekunden vor dem Ende in einem 6–4-Überzahlspiel ausgleichen konnte. Nur 15 Sekunden später erzielte Kapitän Steve Walker schließlich den Siegtreffer für die Eisbären Berlin, denen damit nur noch ein Sieg zum Titel fehlte. In der vierten Partie lagen die Haie vor 18.678 Zuschauern in der heimischen Kölnarena bis zur 59. Minute mit 1:0 in Führung, Deron Quint gelang jedoch in der Schlussminute der Ausgleich. In der Verlängerung erzielte schließlich der wegen seiner verweigerten Dopingkontrolle umstrittene Florian Busch den 2:1-Siegtreffer für die Eisbären, die damit zum dritten Mal nach 2005 und 2006 die Deutsche Meisterschaft gewinnen konnten.

Mit der WestLB Fair Play Trophy wird jährlich das fairste Team einer DEL Saison gekürt. Hierzu werden die durchschnittlichen Strafminuten der Vereine Punkte umgewandelt, jedes Spiel Sperre, das von der Ligagesellschaft gegen einen Spieler ausgesprochen wird, wird mit einem zusätzlichen Punkt bewertet und zu den durchschnittlichen Strafminuten addiert. Die wenigsten Punkte mit durchschnittlich 17,27 Strafminuten pro Spiel und keiner Spielsperre erhielten die Grizzly Adams Wolfsburg, die damit Preisträger der WestLB Fair Play Trophy wurden. Am schlechtesten schnitten die Iserlohn Roosters mit insgesamt 27,95 Punkten ab.

Zum Most Valuable Player (MVP) der DEL-Playoffs 2008 wurde Steve Walker von den Eisbären Berlin gewählt. Der Kanadier lief ab dem Halbfinale trotz eines zum Ende der Hauptrunde erlittenen Kreuzbandrisses im linken Knie mit einer Spezialschiene auf und erzielte zwei spielentscheidende Tore, eines davon im dritten Finalspiel gegen die Kölner Haie. In insgesamt neun Playoff-Einsätzen konnte Walker drei Tore und fünf Assists erzielen, damit landeten 21 % seiner 14 abgegebenen Schüsse im gegnerischen Tor. In der Endrunde erhielt der Stürmer zudem vier Strafminuten.

Wie in den Vorjahren nahm die DEL am IIHF Referee Exchange Program teil. Neben den bisherigen Vertretern Martin Reichert und Richard Schütz nahm in der Saison 2007/08 erstmals auch der deutsche Profischiedsrichter Daniel Piechaczek an diesem Programm teil. Im Gegenzug wurden 17 DEL-Spiele von zehn verschiedenen ausländischen Schiedsrichtern geleitet. Zu ihnen gehörten Milan Minář, Radek Husička (beide Tschechien), Danny Kurmann, Brent Reiber (beide Schweiz), Sören Persson, Marcus Vinnerborg (beide Schweden), Jari Levonen, Sami Partanen, (beide Finnland) sowie Peter Ország (Slowakei).

Immer wieder gab es auch in dieser Saison Kritik an Schiedsrichterentscheidungen, die eine Diskussion an der Qualität der Schiedsrichter in der Deutschen Eishockey Liga aufkommen ließen. Eine Reaktion hierauf war die Entscheidung DEL, die beiden letzten Spieltage der Vorrunde sowie die Play-off-Spiele nach dem „4 Schiedsrichter“-Prinzip mit einem zusätzlichen Hauptschiedsrichter durchzuführen. Auch wurden immer wieder Rufe nach mehr Profischiedsrichtern in Deutschland laut.

Die TV-Rechte der DEL lagen in der Saison 2007/2008 bei dem Pay-TV-Sender Premiere, der wöchentlich mindestens zwei Partien übertrug (meist donnerstags um 19:30 Uhr und sonntags um 14:30 Uhr). In den Play-offs wurde in jeder Runde mindestens ein Spiel, ab dem Halbfinale alle Spiele übertragen. ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Außerdem werden Spiel-Zusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt.

Das 10. DEL All-Star Game fand am 2. Februar 2008 erstmals außerhalb eines DEL-Standortes in der Freiberger Arena in Dresden statt. Erneut trat eine Auswahl der besten Europa- gegen eine Auswahl der besten Nordamerika-DEL-Spieler gegeneinander an. Eine Besonderheit war, dass in diesem Jahr auch jeweils ein Spieler des gastgebenden Teams, den Dresdner Eislöwen aus der Oberliga, in die Auswahlen gewählt werden durften.

Vor dem Spiel wurde auch in diesem Jahr eine Skill-Competitions ausgetragen, bei der die Spieler in verschiedenen Disziplinen ihr Können unter Beweis stellten. Den härtesten Schlagschuss hatte Jakub Ficenec mit 167 km/h, beim Goalie-Contest blieben sowohl Robert Müller aus dem Team Europa als auch Norm Maracle für die Nordamerikaner ohne Gegentreffer. Die Staffel gewann Europa vor Nordamerika. Andy Roach wurde in der folgenden Competition zum schnellster Skater gekürt.

Das von Heiko Awizus geleitete Spiel gewann schließlich das Team Nordamerika vor 3.400 Zuschauern mit 16–14 gegen die Europäer. Zum Most Valuable Player wurden Michal Mařík (Europa) und Ryan Ramsay (Nordamerika) gewählt.

Im Rahmen des All-Star-Spiels erklärte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, sich Dresden durchaus als zukünftigen DEL-Standort vorstellen zu können, da das wirtschaftliche Umfeld mit der neuen Arena vorhanden sei. Tripcke betonte jedoch auch, dass ein Einstieg in die höchste deutsche Profiliga weiterhin nur über den sportlichen Weg zu schaffen sei. Die ortsansässigen Dresdner Eislöwen waren im Jahr zuvor aus der 2. Bundesliga abgestiegen, schafften aber in der Oberliga-Saison 2007/08 den direkten Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse.

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DEL 2005/06

SAP-Arena in Mannheim

Die DEL-Saison 2005/06, die am 8. September 2005 begann, war die 12. Saison der Deutschen Eishockey-Liga. Die letzten Vorrundenspiele fanden am 12. März 2006 statt, der deutsche Meister Eisbären Berlin konnte seinen Titel am 17. April verteidigen. Die Kassel Huskies stiegen hingegen nach einer Niederlage in der Play-down-Runde gegen Aufsteiger Füchse Duisburg in die 2. Bundesliga ab.

Die Saison 2005/06 war die vorerst letzte der DEL mit sportlichem Absteiger. Das sollte ab der Saison 2006/07 für Planungssicherheit der Clubs und Sponsoren sorgen. Daher war es vor allem für die kleineren und weniger finanzkräftigen Vereine wichtig, die Play-downs am Ende der Saison nicht zu verlieren. Ein potenzieller Aufsteiger musste sich ab der folgenden Saison sowohl sportlich, als auch wirtschaftlich und infrastrukturell für die DEL qualifizieren. Diese Regelungen, die in einem Kooperationsvertrag zwischen DEL, Eishockeyspielbetriebsgesellschaft und Deutschem Eishockey-Bund festgelegt wurden, lösten auch bei den Fans einiger DEL-Vereine Proteste aus.

Im Gegensatz zum sportlichen Abstieg wurde die umstrittene Auslegung der IIHF-Regel 554c nicht abgeschafft. Auch weiterhin mussten die Referees auf eine Zwei-Minuten-Strafe entscheiden, wenn ein Spieler den Puck über die Bande schoss. Keine Veränderung wurde auch bezüglich des Ausländerkontingents beschlossen. Jeder Club durfte weiterhin zwölf ausländische Spieler lizenzieren, jedoch nur elf pro Partie einsetzen.

Die bestehende Vorschrift, dass das dunkle Trikot Heimtrikot sein musste, wurde ab der Spielzeit 2005/06 nicht mehr so streng gehandhabt. Jedes Team musste zu Saisonbeginn melden, welches Trikot vor eigenem Publikum getragen werden sollte. Die Auswärtsmannschaft musste sich dann darauf einstellen.

Die Förderlizenz-Regelung wurde gegenüber der Vorsaison nicht verändert. Wie zuvor konnten deutsche Feldspieler, die nach dem 1. Mai 1982 geboren wurden, und deutsche Torhüter, die am 1. Mai 1980 noch nicht auf der Welt waren, mit Förderlizenz zu einem Team in einer unteren Liga geschickt werden, um dort Spielpraxis zu sammeln. Jeder DEL-Mannschaft war es vorgeschrieben, mindestens vier solcher Spieler unter Vertrag zu haben.

Die Gehaltsobergrenze, die vor der Saison von NHL und NHLPA vereinbart worden war, war verantwortlich dafür, dass die Clubs der DEL ungewöhnlich wenige neue Spieler aus Nordamerika verpflichteten. Denn sie zwang die NHL-Franchises dazu, eher auf preiswertere Spieler zu setzen, sodass Spieler, die schon bei DEL-Clubs auf der Beobachtungsliste standen, doch in Nordamerika blieben, um auf eine Chance in der NHL zu warten. Bis zum 1. August 2005 hatten die Vereine der DEL erst vier Spieler aus Nordamerika verpflichtet (Michel Périard, Lonny Bohonos, Mathieu Darche, Jason Holland). Zu Beginn der Saisonvorbereitung fehlten den Hamburg Freezers noch drei Plätze in den ersten beiden Sturmformationen, die Eisbären hatten gar zu diesem Zeitpunkt noch keinen einzigen neuen Spieler unter Vertrag. Dabei waren in der Saison zuvor noch 22 NHL-Spieler in Deutschland aktiv gewesen.

Eigentlich standen nach den Play-downs der vorherigen Saison die Kassel Huskies als Absteiger fest. Sie rückten aber für die Grizzly Adams Wolfsburg nach, denen die DEL-Gesellschafterversammlung wegen einer zu kleinen und maroden Halle die Lizenz entzogen hatte. Diese Unsicherheit in Bezug auf die Frage des Absteigers und Unstimmigkeiten in der Führungsriege führten dazu, dass fast alle Leistungsträger der Huskies des letzten Jahres schon vor Lizenzerteilung bei Konkurrenten unterschrieben hatten (z.B. Daniel Corso und David Gosselin in Frankfurt, Brian Swanson und Christian Laflamme in Nürnberg, Kirk Furey in Iserlohn sowie Stephan Retzer in Mannheim) und nur wenig Zeit bestand, einen Kader zu formen.

Nach Hamburg, Köln, Hannover, Krefeld, Nürnberg und Ingolstadt war Mannheim der siebte DEL-Standort, der in den letzten Jahren eine Multifunktionsarena erhielt: Die SAP-Arena fasst knapp 14.000 Zuschauer und wird Austragungsort der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 sein.

Negativ auf die DEL wirkte sich auch der Abstieg der Nationalmannschaft aus, denn im Gegensatz zu den Frankfurt Lions vor einem Jahr waren die Eisbären Berlin nicht mehr für den IIHF European Champions Cup qualifiziert. Dagegen folgten sie der Einladung des HC Davos zum renommierten Spengler Cup, den sie mit zwei Punkte Rückstand auf Sieger Team Canada als Dritter abschlossen.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Etat der 14 Mannschaften um 5 % auf 69,8 Mio. € gesteigert werden. Der DEL stand – verglichen mit Handball und Basketball – eine hohe Summe an TV-Geldern vom Pay-TV-Sender Premiere (195.000 €/Club) zur Verfügung. Die Eliteligen der anderen beiden Sportarten erhielten nur einen Bruchteil davon. Als Hauptsponsor der Liga warben die Gelben Seiten in jedem Stadion an der Bande sowie auf den offiziellen Internetpräsenzen der Clubs mit einem DEL-Gelbe-Seiten-Doppellogo. Die Schiedsrichter liefen in den letzten Monaten der Spielzeit mit einem Premiere-Schriftzug auf dem Rücken auf.

Die Adler Mannheim lösten damit die Hamburg Freezers wieder als Etat-Krösus ab. Schlusslicht dieser Rangfolge blieben die Iserlohn Roosters. Das Budget des EV Duisburg erfuhr angesichts des Aufstiegs fast eine Verdoppelung, die Adler planten aufgrund der Mehreinnahmen durch die SAP-Arena mit mehr Geld. Die Krefeld Pinguine haben die finanzielle Krise nach der Meisterschaft 2003 mittlerweile wieder einigermaßen verdaut und erhöhten den Etat um eine halbe Millionen Euro. Die starke Saison der Frankfurter, die durch den erneuten Einzug ins Halbfinale gekrönt wurde, brachte dem Meister von 2004 eine Etat-Erhöhung von 400.000 Euro. Insgesamt brachten die Clubs zur Saison 2005/06 eine neue Rekordsumme von knapp 70 Millionen Euro auf.

Die Vorrunde wurde als Doppelrunde ausgespielt, so dass jeder gegen jeden vier Partien austrug.

Am 8. September 2005 begann die zwölfte Spielzeit der DEL mit der Partie der Adler Mannheim gegen die DEG Metro Stars.

Team der Stunde in der Anfangsphase dieser DEL-Saison waren klar die Hannover Scorpions, die die ersten sechs Saisonspiele alle gewinnen konnten und schon hier einen wichtigen Grundstein zum späteren Erreichen der Play-offs legten. Ein guter Saisonstart gelang auch den Frankfurt Lions, die in den ersten neun Spielen 21 Punkte holten, ganz im Gegensatz zu den Hamburg Freezers, die nach vier von acht Spielen zu Saisonstart (1., 2., 6. und 8. Spieltag) sogar Tabellenletzte waren. Das lag unter anderem an den nicht zufriedenstellenden Leistungen der Paradereihe mit Benoît Gratton, François Fortier und Marc Beaucage lag. Ab dem 30. September lief es besser, was sich in acht Heimsiegen in Serie widerspiegelte.

Am 23. September verletzte sich der Goalie der Kölner Haie, Oliver Jonas, sodass der damals erst 19-Jährige Thomas Greiss eine Chance im Tor der Haie erhielt, die er zu nutzen wusste. Der Youngster war nicht nur, während Jonas nicht spielfähig war, ein guter Vertreter, sondern etablierte sich auch danach als Nummer-1-Goalie. Vier der ersten fünf Spiele der Duisburger gingen verloren, der Start verlief einigermaßen durchwachsen, wurde durch zwei Niederlagenserien im Dezember und Januar aber noch getoppt. Nur fünf Siege aus den ersten 20 Spielen wiesen auch für die Kassel Huskies den Weg von Anfang an in den Tabellenkeller. Viele kurzfristig verpflichtete Spieler mussten sich erst an das DEL-Niveau gewöhnen.

Einen hervorragenden Start in die DEL erwischte der später auch zum „Rookie des Jahres“ (bester neuer Spieler) gewählte Michael Wolf (Iserlohn Roosters). Allein im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin erzielte Wolf 3 Treffer (Endstand: 9:6). Ernst Höfner, Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, lobte ihn nach der Saison so: „Er war schon immer dynamisch, ein Kämpfer, gab 100 %. Jetzt macht er auch noch seine Tore.“ Außerdem sei er als einziger deutscher Liga-Neuling auf Anhieb Leistungsträger geworden. Zum zweitbesten Rookie wurde der Duisburger Michael Waginger gewählt, der wie Wolf erst in relativ spätem Alter (26, Wolf war 24) aus der 2. Bundesliga in die höchste deutsche Spielklasse wechselte und dort gleich wichtige Aufgaben in seiner Mannschaft bekam. In Anbetracht solcher Erfolge setzte die DEL das Förderlizenz-Alter zur Saison 2006/07 von bisher 23 auf 25 Jahre.

Ende des Monats September absolvierte Mirko Lüdemann noch sein 600. DEL-Spiel.

Anfang Oktober musste das Spiel der Nürnberg Ice Tigers gegen die Adler Mannheim abgesagt werden, da ein Eismeister in der Arena Nürnberger Versicherung beim Bohren der Löcher für die Tore eine Kühlleitung beschädigt hatte, sodass gesundheitsgefährdendes Ammoniak austrat. Die Ice Tigers kamen für die 5.000 € Reisekosten der Mannheimer auf.

Gleichzeitig bekam der EV Duisburg ein arges Torhüter-Problem, als sich der Stammtorwart Patrick Koslow beim Pokalspiel in Düsseldorf durch bengalisches Feuer am Auge verletzte, woraufhin die Füchse Patrick Ehelechner aus Mannheim ausliehen. Ein 9:6-Sieg der Roosters leitete eine Serie von vier Niederlagen in Serie bei den Eisbären Berlin ein, der Tiefpunkt der Saison beim deutschen Meister, der sich zum Ende hin enorm steigerte. Vier Niederlagen in Folge setzte es im Oktober auch für die DEG, die in dieser Spielzeit nie wieder öfter direkt hintereinander verloren. In Mannheim wurden zu dieser Zeit die Pressekonferenzen nach dem Spiel abgeschafft und durch einen sogenannten „Open-Locker-Room“ ersetzt. Journalisten konnten sich nach dem Spiel in den Mannschaftskabinen die Äußerungen der Beteiligten zum Spiel anhören.

Am 12. Spieltag begann für die Augsburger Panther eine 13 Spiele andauernde Niederlagenserie. Einen Spieltag später gab es dann einen Wechsel an der Tabellenspitze der DEL – der ERC Ingolstadt stieg auf den ersten Platz auf und verließ ihn erst am 50. Spieltag wieder. Der Oktober war der wahrscheinlich erfolgreichste Monat der Vereinsgeschichte für die Ingolstädter, denn auf sieben Siege kam nur eine Niederlage. Für die Nürnberg Ice Tigers begannen Ende des Monats erfolgreiche Wochen mit 20 von 24 möglichen Punkten.

Ihr 600. DEL-Spiel bestritten im Oktober der Frankfurter Martin Reichel und der Kölner Tino Boos.

Im November trat der US-amerikanische Profi-Schiedsrichter Rick Looker seinen Dienst in der DEL an.

Am 2. November kam es zur ersten Trainerentlassung der Saison: Die Augsburger Panther trennten sich von Coach Randy Edmonds und stellten am 14. November Paulin Bordeleau als seinen Nachfolger ein. Unter Verletzungspech litten im November die Hamburg Freezers. Nach Torhüter Boris Rousson und Back-up Steffen Karg fiel auch Tobias Güttner verletzt aus, weshalb man sich Hilfe von den Eisbären Berlin holte. Youri Ziffzer wurde für einige Wochen ausgeliehen, Roland Schröder kam aus Braunlage. Ziffzer kehrte schnell wieder nach Berlin zurück, Güttner war wieder einsatzbereit. Doch gegen Ende des Monats verletzte sich Güttner erneut. Prompt kam erneut Hilfe aus Berlin, die Eisbären liehen den Freezers Sebastian Stefaniszin.

Ein Hin und Her löste das Thema Vertragsverlängerung von Klaus Kathan bei der DEG aus. Erst wurde spekuliert, die Verlängerung sei schon beschlossene Sache gewesen, nur über die Laufzeit des Kontraktes herrsche noch Uneinigkeit. Doch das wurde von Kathan heftig dementiert, er lehnte das Angebot der Metro Stars ab. Am 23. November vermeldete der Club dann doch die Vertragsverlängerung bis 2008, womit das Wirrwarr ein Ende hatte.

In Kassel war die Stimmung aufgrund des vorzeitigen Karriereendes von Martin Sychra schlechter. Er erlitt im November den vierten Bandscheibenvorfall in den letzten drei Jahren. Dagegen verzichteten die Adler Mannheim ganz freiwillig auf einen Spieler: Steve Kelly, der bis dahin die teaminterne Scorer-Wertung anführte, wurde nach Streitigkeiten mit Co-Trainer Jackson Penney beurlaubt. Am 29. November wurde er als Neuzugang beim Erzrivalen der Adler, den Frankfurt Lions, vorgestellt. Die Kölner Haie hatten bisher keine Verstärkung gebraucht, jedes Spiel in diesem Monat wurde gewonnen.

Die Auswirkungen des Trainerwechsels in Augsburg waren nicht sofort zu spüren. Die Bilanz der Panther im November: 13 Niederlagen in Folge. Eine von ihnen beendete eine acht Spiele andauernde Durststrecke der Iserlohn Roosters. Mannheim verpflichtete unterdessen Daniel Del Monte aus der zweiten Liga. Es sollte aufgrund des leeren Spielermarktes nicht der letzte Spieler sein, der während der Saison aus der zweiten Liga aufstieg. Bei den Eisbären Berlin wuchs die Einsicht, dass man mit den drei 19-jährigen Nachwuchstalenten Daniar Dshunussow, Youri Ziffzer und Sebastian Stefaniszin den Meistertitel nicht verteidigen werden könne. Deshalb verpflichtete Manager Peter-John Lee im November den jungen Tschechen Tomáš Pöpperle.

Anfang Dezember waren die Kölner Haie Mannschaft der Stunde, denn nach 13 Siegen in Folge festigten sie den zweiten Platz hinter dem ERC Ingolstadt. Unterdessen tauschten die Hannover Scorpions und die Kassel Huskies zwei Spieler untereinander. Verteidiger Brad Burym ging nach Nordhessen, im Gegenzug wurde Dominik Hammer ein Scorpion. Letztere durchliefen jedoch gerade ihr Saisontief, auch bedingt durch das Verletzungspech, das zur Reaktivierung des 43-jährigen Wallace Schreiber führte.

Im Dezember folgte der zweite Trainerwechsel der Spielzeit. Bei den Adlern Mannheim kam Angst auf, die Play-offs zu verpassen, weshalb sie Stéphane Richer beurlaubten und kurz darauf Greg Poss einstellten. Poss, der mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet wurde, hatte am Tag seiner Einstellung im Einvernehmen mit dem DEB seinen Kontrakt als Bundestrainer aufgelöst.

Als erster von drei Clubs mussten die Kölner Haie im Dezember infolge eines mangelhaften Ordnungsdienstes eine Geldstrafe von 5.000 € an die DEL zahlen. Während eines Heimspiels in der KölnArena waren Gegenstände aufs Eis geworfen worden.

Am 23. Dezember schlossen DEL und DEB einen neuen Kooperationsvertrag, der eine erweiterte Nachwuchsförderung, eine Stärkung der Nationalmannschaften, aber keinen sportlichen Auf- und Abstieg zwischen erster und zweiter Liga vorsah.

Michael Bresagk von den Frankfurt Lions freute sich in diesem Monat über sein 600. DEL-Spiel.

Seit dem ersten Januar sollten Schiedsrichter eine höhere Aufmerksamkeit auf Fouls wie Haken, Halten oder Behinderung legen, was vor allem schnellen und technisch versierten Spielern zugute kommen sollte. Diese Richtlinie wurde zunächst sehr streng gehandhabt. Am ersten Spieltag des neuen Jahres verteilten die Referees im Durchschnitt 62 Strafminuten pro Partie.

Am 3. Januar verpflichteten die Iserlohn Roosters den Torhüter Rich Parent, der schon zwei Jahre vorher einmal für den IEC gehalten hatte, um Stabilität im Abstiegskampf zu gewinnen. Die alte Nummer eins, Dimitrij Kotschnew, leistete sich in den letzten Spielen zu viele Fehler und reagierte daher auf den Parent-Einkauf wenig glücklich. Kein Wechsel im Tor, dafür an der Bande wurde am 10. Januar in Kassel vollzogen. Der glücklose Bernie Englbrecht wurde beurlaubt, über dessen Entlassung es schon im November erste öffentliche Diskussionen gegeben hatte. Damals hatte sich aber der Spielerrat um Kapitän Tobias Abstreiter dagegen ausgesprochen. Jetzt entließ Gesellschafter Rainer Lippe Englbrecht doch, was den Rücktritt Abstreiters zu Folge hatte. Der Kapitän konnte wenig später aber doch noch einmal zum Widerruf überredet werden. Neuer Trainer wurde der in Mannheim entlassene Stéphane Richer.

Die DEL verurteilte im Januar erst den EV Duisburg, später auch die Kassel Huskies wegen mangelhaften Ordnungsdienstes zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.500 €, weil auch in deren Stadien während eines Spiels Gegenstände auf die Eisfläche geworfen worden waren.

Eine positive Nachricht konnten derweil die DEG Metro Stars vermelden. Top-Scorer Tore Vikingstad, dem eine Rückkehr in die norwegische Heimat nachgesagt wurde, verlängerte seinen Kontrakt in Düsseldorf bis 2008. Zum ersten Mal seit dem 6. November verloren die Eisbären Berlin am 22. Januar ein Auswärtsspiel, für den Gegner, die Füchse Duisburg, war es der vorletzte Sieg der Vorrunde.

Woanders wurden Trainer entlassen, in Hamburg und Düsseldorf wurden im Februar Verträge mit Übungsleitern verlängert. Sowohl Mike Schmidt als auch Don Jackson werden auch in der kommenden Saison bei ihren Mannschaften das Sagen haben.

Zu den Olympischen Spielen in Turin unterbrach die DEL, wie schon im November für den TUI Nations Cup, ihren Spielbetrieb. Diese Pause nutzten viele Mannschaften für Testspiele oder Turniere im Ausland. Die Frankfurt Lions bestritten ein Turnier in Nagano, die Iserlohn Roosters und die Kölner Haie gewannen den Ahearne Cup in England für Deutschland, der EV Duisburg bestritt ein Turnier in Holland und Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg, Kassel sowie Hamburg waren in dieser Zeit in die Schweiz gereist.

Neben Spielen gab es in dieser Pause aber auch noch einige Wechsel. So holten die Pinguine aus Krefeld beispielsweise Dave Tomlinson, Hamburg verstärkte sich mit Andrej Nedorost, Ingolstadt verpflichtete Jeff Maund und in Frankfurt unterschrieben Petr Macholda und Christian Kohmann, der aus Kassel kam. Des Weiteren wechselten Jan Alinč und Mike Souza nach Köln, Tero Lehterä nach Duisburg und Jonathan Lehun zum Meister aus Berlin.

Lehun gab am ersten Spieltag nach den Olympischen Spielen sein Debüt im Eisbären-Dress, die vier Olympioniken wurden jedoch geschont. Das führte zu Anschuldigungen, man betriebe Wettbewerbsverzerrung, da der Gegner gerade die Krefeld Pinguine waren, die noch um den Einzug in die Play-offs kämpften. Doch die Hauptstädter gewannen das Spiel mit 5:3, was diese Vermutungen aus der Welt schaffte.

Nicht so gut aus der Olympia-Pause kamen die Frankfurt Lions, die bis zum Ende der Vorrunde nur noch einen Punkt (ausgerechnet gegen den Erzrivalen Mannheim) sammeln konnte.

Im Februar spielte Kassels Kapitän Tobias Abstreiter zum 600. Mal in der DEL.

Der März begann damit, dass sich mit den Hamburg Freezers das sechste Team die Play-off-Teilnahme sicherte. Ab diesem Zeitpunkt kämpften vier Mannschaften um die letzten beiden Plätze. Am 49. Spieltag besiegte Krefeld den Konkurrenten aus Mannheim, womit die Pinguine Frankfurt auf Rang acht ablösten. Diese Reihenfolge blieb bis zum Schluss bestehen, Hannover und Krefeld hießen die letzten beiden Play-off-Teilnehmer. In Frankfurt mussten die Spieler daraufhin einzeln zum Rapport, bei den Adlern waren die Planungen für die kommende Saison schon so gut wie abgeschlossen. Manager Marcus Kuhl übernahm die alleinige Verantwortung für das schlechte Abschneiden ausgerechnet im ersten Jahr der SAP-Arena.

Am vorletzten Spieltag wechselte der Tabellenführer. Der ERC Ingolstadt, der nun ganze 134 Tage Tabellenführer der DEL war, wurde kurz vor Schluss von den Eisbären Berlin abgelöst. Äußerst positiv verlief auch der Schlussspurt der Augsburger Panther. Sie verdrängten die Kassel Huskies noch von Platz 12 und sicherten sich so den vorzeitigen Klassenerhalt.

Direkt nach dem letzten Spiel am 12. März verkündete Doug Mason den Iserlohner Fans in der Halle seinen Abschied aus dem Sauerland, nach den Play-offs gaben ihn die Kölner Haie als neuen Chef-Coach bekannt.

Die ersten acht Vereine der obigen Tabelle spielten um die Meisterschaft, die letzten beiden gegen den Abstieg. Damit haben sich die Adler Mannheim, Vizemeister der vergangenen Saison, erstmals seit Einführung der Play-offs im deutschen Eishockey nicht für die Endrunde qualifiziert. Auch für die Frankfurt Lions war die Saison trotz höherer Erwartungen schon frühzeitig beendet. Für sie spielten die Hannover Scorpions und die Krefeld Pinguine nach mehrjähriger Abstinenz wieder in der Runde der besten Acht.

Die beiden Tabellenletzten Kassel Huskies und Füchse Duisburg spielten ab dem 15. März in einer Play-down-Serie im Modus „Best of Seven“ gegen den Abstieg. Kassel hatte aufgrund der besseren Hauptrundeplatzierung das erste Heimrecht, welches anschließend in jedem Spiel wechselte.

Damit standen die Kassel Huskies – wie schon im Vorjahr – als sportlicher Absteiger fest, der EV Duisburg erhielt die Qualifikation zur nächsten DEL-Spielzeit.

Das Viertelfinale wurde ab dem 15. März 2006 im Modus „Best of Seven“ ausgespielt. Das bestplatzierte Team der Hauptrunde, die Eisbären Berlin, traf auf die achtplatzierten Krefeld Pinguine, der zweitplatzierte ERC Ingolstadt auf den Siebten Hannover Scorpions, der Dritte, die DEG Metro Stars, auf die sechstplatzierten Hamburg Freezers sowie die viertplatzierten Nürnberg Ice Tigers auf die Kölner Haie, die die Hauptrunde als Fünfter beendet hatten.

Es war ein klassischer Fehlstart für die Eisbären Berlin in die Play-off-Viertelfinalserie, als die Pinguine die erste Partie mit 4:2 für sich entschieden. Matchwinner war Robert Guillet, der zwei Tore erzielte. Es sollte die einzige Niederlage des späteren Meisters in diesen Play-offs bleiben. Umso ungefährdeter war dann der Sieg im zweiten Spiel. Steve Walker erzielte zwei Tore für den Meister. Die dritte Partie war eine der spannendsten dieser Saison: die Pinguine gingen mit einer 4:2-Führung in den Schlussabschnitt, doch die Berliner konnten vor eigenem Publikum das Spiel innerhalb von acht Minuten noch drehen und Krefeld um den sicheren Sieg bringen. Im vierten Spiel konnte Krefeld ein 2:0 der Berliner noch egalisieren, doch dann drehten die Hauptstädter auf und gewannen mit 5:2. Den Halbfinaleinzug sichern konnten sich die Eisbären dann im fünften Spiel der Serie durch einen ungefährdeten 4:1-Heimsieg gegen die nur noch mit drei Reihen agierenden Pinguine.

Der ERC Ingolstadt führte schon 3:0 im ersten Viertelfinalspiel, als er die Scorpions noch auf 3:2 heran kommen ließ. Letztlich konnte der Sieg aber doch noch über die Zeit gerettet werden. Im zweiten Spiel führten die Hannoveraner schon nach 13 Minuten mit 2:0. Der Vorsprung, der in der 52. Minute auf 2:1 verkürzt wurde, sollte für den Ausgleich der Serie reichen. In Partie 3 schlugen die schon in der Vorrunde sehr heimstarken Panther wieder zurück und drehten einen 0:2-Rückstand in einen deutlichen 6:2-Sieg. Auswärts lief dagegen nicht so viel, das vierte Spiel der Serie führte zum Ausgleich: 2:2. Zu viele Strafzeiten gegen Hannover führten in Spiel fünf zu einem 5:0-Kantersieg der Panther, denen damit nur noch ein Sieg zum Halbfinaleinzug fehlte. Doch ähnlich deutlich wie in Spiel fünf ging auch die sechste Partie zugunsten der Heimmannschaft, diesmal der Hannover Scorpions, aus. Es kam zum Show-down in Ingolstadt, der erst durch ein Empty-Net-Goal in der letzten Minute entschieden wurde. Nachdem die Scorpions die Play-offs im letzten Jahr nur als Zuschauer verfolgt hatten, standen sie in dieser Saison im Halbfinale.

Gleich das erste Spiel dieser Viertelfinalserie ging in die Verlängerung, in der der ehemalige Hamburger Craig Johnson für die Entscheidung zugunsten der DEG sorgte. Deutlicher war da schon das Ergebnis aus Spiel zwei: 3:0 stand es schon nach dem ersten Drittel, 4:1 nach dem zweiten. Am Ende gewann Hamburg 4:2. Schnell führten die Metro Stars in der nächsten Partie mit 1:0, schnell folgte der Ausgleich. Die Entscheidung zum recht deutlichen 4:1 fiel erst in der Schlussphase durch Tore in der 57. und 60. Minute. Doch die Freezers konnten die Serie im vierten Spiel erneut ausgleichen. Matchwinner bei diesem 3:2-Sieg war Jeff Ulmer, der gleich zweimal traf. Im nächsten Aufeinandertreffen mussten die Teams zum zweiten Mal in die Verlängerung und wieder hieß der Sieger DEG Metro Stars. Daniel Kreutzer erzielte den Siegtreffer in der 66. Minute. Der Halbfinaleinzug konnten die Düsseldorfer dann in Hamburg feiern, als sie mit 4:2 gewannen. Den 2:0-Vorsprung aus der 6. Minute wurde von den Hanseaten noch ausgeglichen, doch im Schlussabschnitt sorgten Kreutzer und Alexander Sulzer für den Sieg der DEG.

Die Kölner Haie hatten im Viertelfinale kaum Probleme gegen die Nürnberg Ice Tigers, die damit zum sechsten Mal in Folge trotz aussichtsreicher Tabellenposition im Play-off-Viertelfinale ausschieden. Im ersten Spiel gingen die Haie innerhalb von drei Minuten mit 3:0 in Führung, die von den Ice Tigers ausgeglichen werden konnte. Lasse Kopitz sorgte im Schlussabschnitt für den Siegtreffer. Die zweite Partie war eindeutiger: Brad Schlegel erzielte beide Tore zum 2:0-Vorsprung, Stéphane Julien und Mike Souza bauten diesen noch aus. Im dritten Spiel konnten die Ice Tigers zweimal eine Kölner Führung ausgleichen, ehe sie dann selbst in Führung gingen. Mirko Lüdemann rettete die Haie kurz vor Spielende in die Verlängerung, in der Bill Lindsay die Entscheidung brachte. Ein 6:2-Sieg sicherte dann für den Halbfinaleinzug.

Damit hatten sich die Eisbären Berlin, die DEG Metro Stars, die Kölner Haie und die Hannover Scorpions für das Halbfinale qualifiziert.

Die Halbfinalbegegnungen wurden ab dem 30. März und wie das Finale im Modus „Best of Five“ ausgetragen. Die bestplatzierte noch verbliebene Mannschaft der Vorrunde traf auf die schlechtplatzierteste, während der Zweitbestplatzierte der Vorrunde gegen den Drittbestplatzierten spielte.

Die Eisbären hatten die längere Erholungsphase nach den Viertelfinalspielen, dennoch starteten die Scorpions engagiert in die Halbfinalserie. Erst in der Verlängerung setzten sich die Hohenschönhausener gegen Hannover, das zwischenzeitlich sogar mit 3:1 führte, durch. Im zweiten Spiel in der TUI Arena glichen die Scorpions zweimal eine Berliner Führung aus, schon im zweiten Abschnitt erzielten die Eisbären dennoch den Siegtreffer. Spiel drei der Serie fand dann wieder im Wellblechpalast statt. Jeweils zwei Treffer von Denis Pederson und Stefan Ustorf halfen den Hauptstädtern zum 5:3-Sieg, wodurch die Berliner erneut für die DEL-Finalserie qualifiziert waren.

Das hitzigste Duell der Play-offs 2006 war wohl das rheinische Derby zwischen Düsseldorf und Köln, das vor allem von umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen geprägt war. Schon im ersten Spiel wurden die Haie von Referee Rick Looker mit doppelt so vielen Strafzeiten bedacht wie die DEG. Diese ging in der ersten halben Stunde mit 3:0 in Führung, die Tore von Alex Hicks und Jan Alinč machten das Spiel aber noch einmal spannend. Der Ausgleich gelang den Domstädtern jedoch nicht mehr. Vor heimischem Publikum konnten die Kölner die Serie aber wieder ausgleichen. Hicks und Eduard Lewandowski erzielten die entscheidenden Treffer im Schlussabschnitt. Das dritte Spiel gewann die DEG klar mit 6:1, nachdem die Haie 1:0 in Führung gingen, allein Tore Vikingstad traf dreimal ins gegnerische Tor.

Damit hatten sich die Eisbären Berlin und die DEG Metro Stars für das Finale qualifiziert.

Die Finalserie wurde ab dem 13. April ausgespielt. Die Eisbären Berlin hatten aufgrund ihrer besseren Platzierung in der Hauptrunde das erste Heimrecht.

Wie schon im letzten Jahr gewannen die Eisbären die Finalserie durch einen Sweep. Das erste Spiel konnte ohne große Mühe mit 6:1 gewonnen werden. Nach 35 Minuten lagen sie schon 3:0 vorn, nach dem Anschlusstreffer wurden im letzten Drittel auch letzte Zweifel beseitigt. Die zweite Partie war gleichzeitig das letzte DEL-Spiel an der Brehmstraße, weshalb die Stimmung unter den 10.217 Zuschauern blendend war. Walser und Quint brachten die Eisbären in den ersten beiden Dritteln mit 2:0 in Führung, was schließlich auch das Endergebnis war. Im dritten Spiel sah es nach dem ersten Drittel noch nach einer Chance für Düsseldorf aus. Mit 2:1 ging es in die erste Pause, doch dann kam nur noch der deutsche Meister zum Zug und erhöhte das Ergebnis auf 6:2.

Die Eisbären Berlin gewannen die Play-offs. Sie wurden damit Deutscher Meister 2006 und feierten nach 2005 ihren zweiten gesamtdeutschen Titelgewinn.

Aus Altersgründen schieden vor der Saison Wolfgang Hellwig und Profischiedsrichter Petr Chvatal aus diesem Team aus. Gerhard Lichtnecker hatte einen Job als Supervisor bei der IIHF in Aussicht, weshalb auch er als DEL-Schiedsrichter aufhörte. Während der Spielzeit wurden Dimmers, Langer und Vogl zu Zweitliga-Schiedsrichtern herabgestuft. Sie wurden ersetzt durch den Ex-Eishockeyspieler Steffen Klau und Neuling Daniel Piechaczek sowie Rick Looker, der als Profi aus den USA kam. Dieser brachte zwar anfangs gute Leistungen, doch später nahm seine Form ab. Looker verteilte allein elf von insgesamt 77 Spieldauer-Disziplinarstrafen.

Wie in den Vorjahren nahm die DEL am IIHF Referee Exchange Program teil, wobei Thomas Schurr aus familiären Gründen nicht mehr länger daran teilnahm und durch Martin Reichert ersetzt wurde. Zweiter Teilnehmer an diesem Programm war Richard Schütz. Im Gegenzug wurden 13 DEL-Spiele von ausländischen Schiedsrichtern geleitet.

Seit dem 1. Januar 2006 waren die Referees angehalten, sich an der „Null-Toleranz-Richtlinie“ zu orientieren. Dies führte dazu, dass für kurze Zeit mehr Strafen verteilt wurden. Danach pendelte sich die Quote wieder auf dem vorherigen Niveau ein, was zum einen daran lag, dass die Schiedsrichter nach einigen Spielen wieder weniger konsequent waren, zum anderen aber auch daran, dass die Spieler sich auf die neue Regelauslegung einstellten.

Um Schiedsrichter-Neulinge (z. B. auch ehemalige Spieler) an die DEL zu führen, gründete die Liga ein Traineeprogramm, das von Ex-DEL-Referee Gerhard Müller geleitet wird. Es nahmen fünf Schiedsrichter teil: Georgij Jablukow, Raik van Gameren, Daniel Piechaczek, Ulpi Sicorschi und Markus Brill.

Das DEL All-Star Game 2006 fand am 5. Februar 2006 im Krefelder KönigPalast. Dabei standen sich zum letzten Mal ein All-Star-Team der besten ausländischen DEL-Spieler und die deutsche Nationalmannschaft gegenüber. Ab der Spielzeit 2006/07 trat ein Team Europa gegen eine Auswahl der besten nordamerikanischen Spieler der Liga gegeneinander an. Nach 60 Minuten gewann die deutsche Nationalmannschaft schließlich mit 5:3 Toren. Im Rahmen der Skills Competition war Eduard Lewandowski mit 12,95 Sekunden schnellster Skater, Thomas Greiss bester Torhüter und Jakub Ficenec hatte mit 142 km/h den härtesten Schlagschuss.

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Source : Wikipedia