Hann. Münden

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Geschrieben von tron 18/04/2009 @ 23:11

Tags : hann. münden, niedersachsen, deutschland

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Hann. Münden

Wappen der Stadt Hann. Münden

Hann. Münden (auch so gesprochen, früher Hannoversch Münden sowie Münden genannt) ist eine Mittelstadt im Landkreis Göttingen, südliches Niedersachsen, an der Grenze zu Hessen. Die Stadt gehört zur Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

In Hann. Münden befindet sich der Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser. Aufgrund der drei Flussnamen reklamiert die Stadt gelegentlich den Beinamen Drei-Flüsse-Stadt für sich. Bekannt ist die Stadt außerdem durch die Grabstätte des Wanderarztes Doktor Eisenbarth, der verstarb, als er in Münden Station machte. Von der Lage der Stadt im Weserdurchbruchstal soll auch Alexander von Humboldt angetan gewesen sein. Über das oft verwendete Humboldt-Zitat, Münden sei „eine der sieben schönstgelegenen Städte der Welt“, gibt es aber keine schriftlichen Aufzeichnungen.

Die Stadt heißt laut Hauptsatzung Hann. Münden. Dies wurde 2006 letztmalig festgeschrieben, und die Stadt wird auch beim Statistischen Bundesamt mit diesem Namen geführt.

Der ursprüngliche Name der Stadt, Münden, führte schon sehr früh zu Verwechslungen mit dem ähnlich klingenden Minden, das auch an der Weser liegt und früher ebenfalls von der Handelsschifffahrt aufgesucht wurde. Um ein Unterscheidungsmerkmal zu finden, schuf man die Bezeichnungen Hannoversch Münden oder Hannöverisch Münden im Gegensatz zu Preußisch Minden bzw. Minden in Westfalen oder auch Minden/Westfalen. Hannover wurde nicht wegen der Stadt, sondern wegen des Kurfürstentums und späteren Königreichs Hannover als Namensbestandteil gewählt. Dessen Annexion durch Preußen (Provinz Hannover) und spätere Umgliederungen blieben beim Stadtnamen unberücksichtigt. So hieß die Stadt weiterhin Hannoversch Münden. Goethe und die Brüder Grimm schrieben meist Minden, manchmal mit dem Zusatz Hannöverisch. Nach Münden adressierte Post tauchte regelmäßig in Minden und manchmal auch in München auf.

Der Name Hannoversch Münden passte wegen seiner Länge zum Beispiel nicht auf die Fahrkarten der Hannöverschen Südbahn. Er führte akustisch aufgenommen zu so abstrusen Bezeichnungen wie Hannover-Schmünden oder auch Hannover-Münden, was einen Stadtteil von Hannover vorgaukelte. Auch Hannover bei Münden oder Hannover bei München kamen damals vor. Die Abkürzung Hann. Münden (oft fälschlich Hann.-Münden geschrieben, was wieder den Stadtteil vermuten ließe) ist auch für Ortsunkundige verständlich. Bei der Gebietsreform 1971 scheiterte der Versuch, einfach nur Münden durchzusetzen, wie es sich auch umgangssprachlich eingebürgert hatte. Seitdem heißt die Stadt Hann. Münden. Die Einwohner der Stadt nennen sich Mündener, obwohl seit 1971 Hann. Mündener korrekt wäre.

Hann. Münden ist die südlichste Stadt Niedersachsens und liegt am Zusammenfluss von Fulda und Werra zur Weser, der am Tanzwerder durch den Weserstein markiert ist. Sowohl ihre westliche wie auch Teile der östlichen Gemeindegrenze fallen mit der Landesgrenze nach Hessen zusammen. Die politische Gemeinde liegt mit ihrer Kernstadt und den eingemeindeten Ortschaften im Grund und an den Hängen der drei Flusstäler; einzige Ausnahme ist der nordöstliche Ortsteil Mielenhausen. Das Stadtzentrum, die historische Altstadt, liegt 23 km südwestlich der Kreisstadt Göttingen und 17 km nordöstlich vom hessischen Kassel.

Auch geographisch liegt die Stadt auf den Nahtstellen von Reinhardswald, Bramwald und Kaufunger Wald. Die beiden erstgenannten Mittelgebirgszüge werden dem Weserbergland, der letztgenannte dem Norden des Osthessischen Berglands zugeordnet. Bramwald und Kaufunger Wald sind ein Teil des Naturparks Münden.

In die landschaftsprägenden Flüsse münden der aus dem Kaufunger Wald kommende Eselsbach beim Floßplatz in die Fulda, der Ilksbach beim Letzten Heller in die Werra, die aus dem Bramwald kommenden Gewässer Schede (gegenüber von Hilwartshausen) und Nieme (bei Bursfelde) in die Weser.

Mit dem Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Göttingen wurden die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss der bisherigen Kreise Münden, Duderstadt und Göttingen zum heutigen Landkreis Göttingen geschaffen. Dieses Gesetz trat am 1. Januar 1973 in Kraft. Im Zuge dieser Verwaltungs- und Gebietsreform wurden gleichzeitig die Gemeinden neu geordnet und zu größeren Einheiten zusammengeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt setzt sich die Stadt Hann. Münden aus der Kernstadt und insgesamt zehn Ortsteilen zusammen.

Nachbargemeinden sind unter anderen Fuldatal, Reinhardshagen, Scheden, Staufenberg und Witzenhausen. Nicht weit entfernte größere Ortschaften sind Dransfeld und Jühnde, im Südwesten liegt die Großstadt Kassel.

Hann. Münden liegt bei der Jahresdurchschnittstemperatur und der Niederschlagsmenge im Durchschnitt der gemäßigten Zone. Im Frühjahr, Herbst und Winter ist Nebel im Tal der Kernstadt recht häufig. Der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlich -1 bis +2 Grad Celsius. Die wärmsten Monate sind im langjährigen Mittel die Monate Juli und August mit je 13 bis 23 °C.

Hann. Münden gehört geologisch und geographisch zum Niedersächsischen Bergland. Die Altstadt mit dem Zusammenfluss von Fulda und Werra liegt in einem Becken vor dem Durchbruch der Weser zwischen Rabanenkopf (Reinhardswald) und Questenberg (Mündener Stadtforst); an dieser Stelle beträgt die Breite des Tales nur 400 m. Das Niedersächsische Bergland ist von seiner Form her ein flaches Gewölbe aus Schichten der Triaszeit. Die Berghöhen und ihre Flanken werden aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper gebildet. An vielen Stellen tritt Basalterguss vulkanischen Ursprungs auf (siehe Kleiner Steinberg), an einigen Stellen wurde Quarzit festgestellt. Das im Mesozoikum entstandende Mündener Buntsandsteingebiet wird im Flussdreieck von Werra und Fulda durch Material aus dem Paläozoikum ergänzt, das über Eder und Fulda ins Mündener Becken geschwemmt wurde.

Die Gründung der Stadt ist nicht genau belegt. Die erste urkundliche Erwähnung in einem Dokument von 1183 spricht schon von einer Stadt. Eine Siedlung Gimundi an der Stelle des jetzigen Altmünden wurde schon ungefähr 802 an die Reichsabteien Fulda und Corvey verschenkt. Dort hielt sich Kaiser Heinrich III. im Jahr 1049 auf.

1247 erhielt Münden das Privileg des Stapelrechts, das der Stadt zu einem großen Aufschwung verhalf. Erst 1823 wurde das Mündener Stapelrecht aufgehoben. Im 16. Jahrhundert war Münden durch den Weserhandel die wichtigste Handelsstadt bis Bremen für Waren vor allem aus Thüringen. Gehandelt und auf der Weser transportiert wurden vor allem Färberwaid, damals ein wichtiges blaues Färbemittel, Glas, Textilien und Flöße mit Holz und Getreide aus Thüringen. Von der Nordsee kamen weseraufwärts Heringe und andere Fische.

Seit dem Mittelalter wurde in Hann. Münden einige Zeit Weinbau am Südhang des Questenberges betrieben. Dieser Wein wird Questenberger genannt. In einer alten Quelle von 1390 wird der Questenberger als bemerkenswert guter Wein erwähnt. Die Qualität des Weines wird nochmals 1545 auf der Fürstenhochzeit von Herzog Erich II. und Sidonie von Sachsen 1545 auf dem Welfenschloß zu Münden bezeugt: die Speisenfolge nennt neben 26 Fuder Frankenwein auch 2 Fuder fünfjährigen Questenberger von 1540.

Durch ihre Heirat 1525 mit Erich I., in dessen Fürstentum Calenberg-Göttingen Münden lag, bekam Elisabeth von Brandenburg Münden als Leibzucht und Herrschaftsgebiet zugesprochen. Elisabeth kam früh mit den Ideen der Reformation in Berührung und holte den Reformator Antonius Corvinus nach Münden. In den Jahren 1540 bis 1545 führte sie als Witwe von Erich und Regentin für ihren unmündigen Sohn Erich II. in Calenberg-Göttingen noch vor dem Augsburger Religionsfrieden den Protestantismus ein.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt am 30. Mai 1626 - Blutpfingsten - nach mehrtägigem Beschuss durch die Soldaten Tillys eingenommen und ein Großteil der Bevölkerung umgebracht.

Im Siebenjährigen Krieg wurde die Stadt in der Zeit zwischen 1757 und 1762 wiederholt von französischen Truppen besetzt.

1776 wurden in Münden fast 20.000 hessische Soldaten eingeschifft, die der Landgraf von Hessen-Kassel Friedrich II. an den hannoverschen Kurfürsten und König von Großbritannien, Georg III., vermietet hatte. Sie wurden im Kampf gegen die amerikanischen Truppen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eingesetzt. Die Rückführung der Soldaten fand im November 1783 auch über Münden statt, aber kaum mehr als die Hälfte kam zurück.

Ein Reihe von für die Stadt wichtigen Firmengründungen (siehe Unternehmen) fällt ins 19. Jahrhundert. Und bereits 1856 erhielt Münden einen Anschluss an das entstehende Eisenbahnnetz.

1868 gründete der preußische König Wilhelm I. die Königlich Preußische Forstakademie Hannoversch Münden. 1870 folgte die Eröffnung des Forstbotanischen Gartens. Die Akademie wurde 1922 umbenannt in Forstliche Hochschule und 1939 der Georg-August-Universität Göttingen als Forstwissenschaftliche Fakultät angegliedert; der Umzug der Fakultät erfolgte 1970/1971.

Von 1885 bis 1972 war das damalige Münden Kreisstadt des Landkreises Münden, der am 1. Januar 1973 im Landkreis Göttingen aufging.

Über Jahrhunderte wurden im Kaufunger Wald unter anderem am Kleinen Steinberg Basalt und Braunkohle abgebaut, die auf der Kohlenstraße und von 1894 bis 1931 über die Steinberg-Drahtseilbahn nach Hann. Münden transportiert wurden.

Am 30. März 1933 wurden Adolf Hitler die Ehrenbürgerrechte der Stadt verliehen. Erst 75 Jahre später, am 27. März 2008, wurde diese Ehrenbürgerschaft durch den Rat der Stadt einstimmig wieder aberkannt.

Im Rahmen der „Aktion wider den undeutschen Geist“ inszenierten einige nationalsozialistische Studenten der forstlichen Falkultät am 10. Mai 1933, wie an vielen anderen Orten in Deutschland, eine Bücherverbrennung auf dem Marktplatz.

Am 1. Oktober 1934 wurde Münden wieder Garnisonstadt. Mit der 1935 errichteten Werratalbrücke der Reichsautobahn (heutige A 7) hatte die Stadt für einige Jahre die größte europäische Talbrücke.

Die Novemberpogrome 1938 hatten auch ihre lokale Ausprägung. Am 9. November 1938 wurden in der Mündener Synagoge erhebliche Sachbeschädigungen verübt, die Bundeslade, Gebetbücher und -tücher öffentlich auf dem Tanzwerder verbrannt. 1942 wurden die bis dahin noch verbliebenen jüdischen Mitbürger in KZ verschleppt. Von 126 ist nachgewiesen, dass sie dort ums Leben kamen.

Im Zweiten Weltkrieg blieb Hann. Münden bis auf wenige Ausnahmen von direkten Kriegsauswirkungen und Kampfhandlungen verschont. Am 17. Mai 1943 erreichte die Stadt eine Flutwelle, die durch die Bombardierung der Edertalsperre ausgelöst wurde und beträchtliche Schäden anrichtete, in der Stadt direkt aber keine Todesopfer forderte.

Am 30. und 31. März 1945 fanden zwei Luftangriffe auf Münden statt; 32 Menschen wurden getötet und 50 schwer verletzt. Ziel der Angriffe durch angloamerikanische Bomberverbände war unter anderem die Gneisenau-Kaserne nahe Gimte. In der 1935 fertiggestellten Pionier-Kaserne war gegen Kriegsende ein Teil des Oberkommandos des Heeres einquartiert. Bombardiert wurde auch die Bahnstrecke Dransfelder Rampe im Bereich des Volkmarshäuser Tunnels .

Deutsche Pioniere sprengten am 5. und 6. April 1945 kurz vor dem Eintreffen der vorrückenden amerikanischen Truppen bis auf die historische Werrabrücke alle Brücken im Stadtgebiet, insbesondere auch die Werratalbrücke der Reichsautobahn.

Am 6. und 7. April 1945 nahmen amerikanische Truppen der 69. US-Infanterie-Division und des 273. US-Infanterie-Regiments unterstützt vom 777. US-Panzer-Bataillon und vom 661. US-Panzer-Jäger-Bataillon kämpfend die Stadt ein. Beim Kampf um Münden kamen 94 deutsche Soldaten, Volkssturm- und RAD-Angehörige und Zivilisten ums Leben; über die amerikanischen Verluste, die es gegeben hatte, liegen keine Zahlen vor. Entsprechend der alliierten Abmachungen lag die Stadt in der britischen Besatzungszone, und am 20. Mai 1945 rückten britische Soldaten ein.

Am 8. Mai 1856 erhielt die Stadt erstmals durch die Hannöversche Südbahn Anschluss an das Eisenbahnnetz. Die Strecke führte von Hannover, Göttingen und Dransfeld nach Hann. Münden; die heutige Verbindung über Eichenberg kam erst 20 Jahre später. Am 23. September 1856 wurde die Hannöversche Südbahn bis Kassel verlängert. Zur Vermeidung einer Linienführung über kurhessisches Gebiet wurde die Strecke ab Göttingen über Dransfeld geführt. Dafür nahm man Steigungen von bis zu 18 Promille in Kauf. Der Streckenabschnitt Göttingen–Dransfeld–Münden, der 1980 stillgelegt und noch bis 1995 als Güteranschlussgleis genutzt wurde, bekam so den Beinamen Dransfelder Rampe.

Diese Hauptstrecke, an der sich heute noch die Streckenkilometrierung bis Kassel orientiert, wurde von Anbeginn zweigleisig gebaut, während die Strecken Hannover–Göttingen und Münden–Kassel zuerst eingleisig waren. Letztere hatte als einzige Bahnstrecke im Königreich Hannover bei Volkmarshausen nahe Hann. Münden einen Tunnel, was für den König der ausschlaggebende Grund für den Bau bis Hann. Münden gewesen sein soll. Die wahren Gründe für den Volkmarshäuser Tunnel waren jedoch die Einsparung von Kosten und der Wunsch, die Strecke möglichst auf gleicher Höhenlage bis Kassel zu führen. So befindet sich auch der Mündener Bahnhof in Hanglage rund 15 Höhenmeter über dem historischen Stadtkern.

1876 nahm die Halle-Kasseler Eisenbahn den Betrieb auf. Über den Knotenbahnhof Eichenberg bestand eine zweite Verbindung nach Göttingen.

Auch die in den 1990er Jahren gebaute Schnellbahnstrecke Hannover Würzburg führt als Mündener Tunnel und ohne Haltepunkt durch das Stadtgebiet.

Als Garnisonstadt hat Hann. Münden eine lange Tradition, die bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückreicht. Besonders prägend und wiederkehrend war die Pioniertradition des Standortes.

Seit 1901 war Hann. Münden mit einigen Unterbrechungen Pioniergarnison. Am 1. Oktober dieses Jahres zog das Hessische Pionier-Bataillon Nr. 11, bis dahin in Mainz-Kastel gelegen, in die neu erbaute Kaserne in Neumünden ein und verblieb, später in Kurhessisches Pionier-Bataillon Nr. 11 umbenannt, bis 1918. In den Kriegsjahren 1914/1918 bildete das Pionier-Ersatzbataillon 11 im Standort insgesamt 21.000 Pioniere für die Kriegsformationen des Bataillons aus. Nach Kriegsende bis 1920 folgte das Reichswehr-Pionierbataillon 11.

Für eine Übergangszeit von 1921 bis 1934 war die ehemalige Pionierkaserne Sitz der Hessisch-Nassauischen Polizeischule.

Von 1934 bis 1945 lag in dem jetzt in Kurhessen-Kaserne umbenannten Areal zunächst das Pionierbataillon 9, aus dem später die Pionierbataillone 29 und 49 hervorgingen. Diese Einheiten nutzten zudem ab Oktober 1935 die nahe Gimte auf dem Gimter Feld gelegene Gneisenau-Kaserne (heute unter anderem Bildungseinrichtung der Polizei Niedersachsen), mit deren Bau 1934 begonnen wurde. Auf der Gimter Aue an der Weser entstand ein Wasserübungsplatz. Während der Kriegsjahre bildeten in den Mündener Kasernen Ersatz-Bataillone (zum Beispiel das Pionier-Ersatz-Bataillon 29) Pioniere für den Fronteinsatz aus. Die Mündener Pioniertradition wurde durch die Einnahme der Stadt am 7. April 1945 durch amerikanische Truppen vorerst beendet.

Mit Aufstellung der Bundeswehr zogen wieder Pioniere in die Kurhessenkaserne ein. Das war von 1956 bis 1958 zunächst das Panzer-Pionierbataillon 5, das anschließend in Pionierbataillon 2 (PiBtl 2) umbenannt wurde. Zur Garnison gehörten neben dem PiBtl 2 auch immer selbständige Kompanien mit unterschiedlichen Bezeichnungen, so zum Beispiel von 1959 bis 1981 die Panzerpionierkompanie 50. Die Bundeswehr blieb bis zur endgültigen Auflösung des PiBtl 2 am 31. März 1993 Hausherr in der Kaserne. Das seither frei zugängliche Kasernengelände wird heute als Wohn- und Gewerbepark Fuldablick bezeichnet und entsprechend genutzt.

Kaum eine andere Institution ist so eng mit dem Namen Hann. Münden verbunden wie die Polizei.

Von 1921 bis 1934 war Hann. Münden zunächst Sitz der Polizeischule der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Die Polizeiausbildung wurde in der ehemaligen Pionierkaserne in Neumünden (spätere Kurhessenkaserne) betrieben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf Befehl der britischen Militärregierung die Regionspolizeischule Hannover in die Gneisenau-Kaserne auf dem Gimter Feld, nahe dem heutigen Ortsteil Gimte, verlegt. Dafür gab ein dort einquartiertes britisches Bataillon die Räumlichkeiten frei und wurde nach Goslar verlegt. Am 28. Mai trafen die Polizeischüler und das Gerät in Hann. Münden ein. Am 11. Juni 1946 begann der erste Anwärterlehrgang an der Polizeischule in Hann. Münden, die ab dem 1. Januar 1947 die Bezeichnung Polizeischule des Landes Niedersachsen trug., später Landespolizeischule Niedersachsen (LPSN).

Zu Beginn noch unter britischer Aufsicht und Kontrolle entwickelte sich die Schule im Laufe der Zeit zu einer modernen Ausbildungsstätte der niedersächsischen Landespolizei. Die Landespolizeischule hatte in den 1970er Jahren ihre höchste Auslastungszahl in der Aus- und Fortbildung von Polizeibeamten. Verpflegungsstärken von 1200 bis 1400 Personen pro Tag waren keine Seltenheit.

Aufgrund höherer Qualitätsanforderungen an den Polizeinachwuchs wurde die LPSN am 30. April 1997 aufgelöst und am 1. Mai 1997 das Bildungsinstitut der Polizei Niedersachsen (BIP NI) mit Hauptsitz in Hann. Münden eingerichtet. Das BIP NI war nun zuständig für die Planung, Koordination und Durchführung der gesamten Fortbildung der Polizei in Niedersachsen. Die bisherige Polizeiausbildung wurde eigenständig in Form eines Studiums an der Niedersächsischen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege durchgeführt. Hann. Münden war neben Oldenburg eine der Außenstellen; der Hauptsitz befand sich in Hildesheim.

Am 1. Oktober 2007 erfolgte im Rahmen der Reform der polizeilichen Aus- und Fortbildung eine erneute Umorganisation: Die "Fakultät Polizei" der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege und das Bildungsinstitut der Polizei wurden zur Polizeiakademie Niedersachsen mit Hauptsitz in Nienburg/Weser zusammengeführt. Der weiterhin gut ausgelastete Studienort Hann. Münden ist eine von zwei Zweigstellen der Akademie.

Bei den letzten niedersächsischen Kommunalwahlen haben sich nebenstehende Zusammensetzungen des Stadtrats ergeben.

Ratsvorsitzende ist eine CDU-Ratsfrau. Die Parteien und Gruppierungen CDU, GRÜNE, FDP, BFMÜ (Bürgerforum Hann. Münden) und UL (Unabhängige Liste Münden) bilden die Koalition Bündnis für Münden und stellen gemeinsam eine Ratsmehrheit von 19 Stimmen.

Als direkt gewählter Bürgermeister setzte sich in der Stichwahl am 24. September 2006 der seit 2001 amtierende Bürgermeister Klaus Burhenne gegen den SPD-Kandidaten mit einem Vorsprung von acht Stimmen durch. Burhenne ist für acht Jahre gewählt.

Das Stadtwappen geht auf die Privilegierung der Stadt durch Herzog Otto von Braunschweig-Lüneburg (1247) zurück. Es zeigt in rotem Schild eine silberne Burg mit breitbedachtem, blaugedecktem und goldbekröntem Mittelturm zwischen zwei spitzbedachten, blaugedeckten Seitentürmen; im Torbogen ein roter Schild, darin ein blaubewehrter goldener Löwe (Welfenlöwe); über dem Tor am Mittelturm ein gotisches schwarzes M.

Die Farben der Stadt sind gelb und rot. Die Flagge zeigt die Farben gelb und rot in zwei gleichbreiten Längsstreifen.

Die von der Mitgliederzahl bedeutendste Kirche ist der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Münden, der in mehrere Gemeinden unterteilt ist. Der Kirchenkreis Münden, der bis ins Jahr 1542 zurückreicht, gehört zum Sprengel Hildesheim-Göttingen. Als weitere innerhalb der EKD organisierten Kirche ist auch die evangelisch-reformierte Kirche seit 1708 mit einer deutlich kleineren Gemeinde in der Stadt vertreten. Die 1889 entstandene Katholische St.-Elisabeth-Pfarrei der Stadt ist eine Diaspora-Gemeinde im Bistum Hildesheim. Neben diesen großen Gemeinden hat die Stadt mit der Advent-Gemeinde, der Neuapostolischen Kirche, den Baptisten, den Zeugen Jehovas und weiteren eine Reihe kleinerer aktiver christlicher Gemeinden.

Die Muslimische Gemeinde hat die Kirche der in Hann. Münden seit vielen Jahren inaktiven Methodisten kaufen können und zu einer Moschee umgestaltet.

1834 weihte die Mündener Jüdische Gemeinde eine Synagoge ein und ab 1843 erhielten ihre Mitglieder volle Bürgerrechte in Münden. Alle Mitglieder der ehemaligen Jüdischen Gemeinde wurden während der Zeit des Nationalsozialismus vertrieben, deportiert und ermordet. Seitdem gibt es keine praktizierende Gemeinde mehr. Zwei jüdische Friedhöfe im Stadtgebiet und ein Gedenkstein zur Mahnung und Erinnerung am historischen Rathaus weisen auf die ehemalige Jüdische Gemeinde hin.

Hann. Münden ist reich an restaurierten Fachwerkhäusern (über 700 im historischen Stadtkern) und kann mittelalterliche Kirchen (St. Blasius, St. Ägidien) vorweisen. Auch eindrucksvolle Bauten der so genannten Weserrenaissance bereichern das Bild der Stadt. Zu nennen sind insbesondere das Welfenschloss und das historische Rathaus.

Stadtmauer: Einige Partien der mittelalterlichen Stadtmauer einschließlich der Wehrtürme sind erhalten. Die Mauer entstand bereits bei der Stadtgründung im 12. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert erfolgte eine Modernisierung, unter anderem mit Vorbauten für Kanonen. Im 19. Jahrhundert wurde die steinerne Befestigung in großen Teilen abgerissen. Bei einer Ausgrabung eines 90 m langen Teilstücks 1997 wurde eine Mauerstärke von 1,8 m festgestellt, ihre einstige Höhe wird auf 6 m geschätzt.

St. Blasius: Die Blasiuskirche ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche im Zentrum der Altstadt. Der Baubeginn war Ende des 13. Jahrhunderts, errichtet wurde sie auf den Grundmauern einer romanischen Basilika. Über mehrere Bauphasen zog sich der Bau bis 1584 hin, als der mit einer welschen Haube gedeckte Turm fertiggestellt wurde. Wie Ausgrabungen 1999 ergaben, war die Kirche von einem Friedhof umgeben, der mit 2.500 m² eine beachtliche Fläche einnahm. Er war mit einer wehrhaften Mauer von bis zu 1,4 m Stärke eingefasst, die bereits um 1200 entstand und um 1780 abgerissen wurde.

Alte Werrabrücke: Die Steinbrücke über die Werra verbindet den Stadtkern mit der Vorstadt Blume. Sie wurde vor 1329 erbaut und ist eine der ältesten Steinbrücken Niedersachsens.

Rathaus: Im Zentrum des Stadtkerns befindet sich das Rathaus, dessen Kern ein gotischer Saalbau aus dem 14. Jahrhundert bildet. In den Jahren 1603 bis 1618 wurde das Gebäude durch den Lemgoer Baumeister Georg Crossmann umgebaut und erhielt seine bis heute erhaltene Schmuckfassade. Vom Mittelalter bis heute diente das Gebäude als Sitz von Stadtrat und (Teilen der) Stadtverwaltung. Die untere Rathaushalle (Koph-Hus) ist mit Wandmalereien geschmückt, die Auszüge aus der Stadtgeschichte zeigen. Die obere Rathaushalle (Hochtiedshusaquo = Hochzeitshaus) wird heute zur Durchführung von Ausstellungen genutzt. An der nördlichen Fassade befindet sich ein Glockenspiel, welches täglich um 12:00, 15:00 und 17:00 Uhr einen Figurenumlauf mit Szenen aus dem Leben des weltberühmten Doktors Eisenbarth zeigt.

Welfenschloss: Fertiggestellt wurde das erste Mündener Schloss 1501 durch Herzog Erich I. (Calenberg-Göttingen) als gotischer Bau. Es handelte sich um ein Residenzschloss mit Verwaltungssitz. Nach fast vollständiger Vernichtung bei einem Brand im Jahr 1560 baute Herzog Erich II. das Schloss im Stil der frühen Weserrenaissance wieder auf. Später verlor das Welfenschloss mehr und mehr an Bedeutung und wurde nur noch vereinzelt als Aufenthaltsort der Landesherren genutzt. Ein erneuter Brand 1849 zerstörte den Südflügel, der nicht wieder aufgebaut wurde. Erhalten sind im heutigen Welfenschloss, in dem das Stadtarchiv, die Stadtbücherei, das Amtsgericht Hann. Münden und das Städtische Museum untergebracht sind, zwei Renaissancegemächer mit flächendeckenden Wandmalereien.

Rotunde: Hierbei handelt es sich um ein Tor der historischen Stadtbefestigung, mit dessen Bau im Jahr 1502 unter Herzog Erich I. begonnen und welches 1579 unter Erich II. fertiggestellt wurde. Heute befindet sich im Inneren des Gebäudes eine Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege und an der Südseite für die Opfer der Gewalt des Nationalsozialismus.

Historischer Packhof: An der Spitze der Schlagden, die dem Umschlag von Waren auf den Schifffahrtswegen Weser, Werra und Fulda dienten, befinden sich zwei Packhofgebäude. Der Packhof an der Wanfrieder Schlagd ist ein klassizistisches Gebäude, das 1839/1840 errichtet wurde. Es hebt sich durch seine Größe und seine im Vergleich zu den reich verzierten Fachwerkhäusern schlichte Fassade hervor und beherbergt heute Ausstellungsflächen. Im Packhof an der Bremer Schlagd ist ein Hotel untergebracht.

Forstbotanischer Garten: In dem zwar kleinen, aber artenreichen botanischen Garten befinden sich über 700 unterschiedliche Gehölzarten und -formen, die täglich besichtigt werden können.

Weserstein: Auf der Spitze des Tanzwerders, am Zusammenfluss von Werra und Fulda, befindet sich der als Weserstein bezeichnete und mit einem Gedicht versehene Findling.

Tillyschanze: Als Erinnerung an die Belagerung Mündens durch den Feldherrn Tilly 1626 wurde im Reinhardswald oberhalb der Stadt ein Aussichtsturm errichtet. Auf Anregung einer Bürgerinitiative wurde der als Tillyschanze bezeichnete Turm 1881 bis 1885 errichtet. Neuere Forschungen belegen zwar, dass Tilly seine Kanonen nicht an dieser Stelle, sondern am Fuldaufer aufgestellt hatte, dennoch lohnt sich wegen des Blicks auf die Altstadt ein Besuch des Aussichtsturms.

Weserliedanlage: Am Hang hoch oben über Hann. Münden und dem Weserstein steht auf der rechten Flussseite der hier beginnenden Weser die Weserliedanlage. Erinnert wird an den Dichter des Weserliedes (Franz von Dingelstedt) und den Komponisten des Liedes (Gustav Pressel). Von der Weserliedanlage bietet sich ein weiter Blick über das Stadtgebiet.

Freilichtbühne: Die Freilichtbühne liegt am Kattenbühl auf dem Tannenkamp mitten im Wald und bietet Raum für etwa 800 Zuschauer. Die Anlage wurde vom Reichsarbeitsdienst erbaut und Pfingsten 1933 eingeweiht. Der örtliche Verein Spielbühne hat die seit Jahrzehnten nur noch sporadisch genutzte Bühne 2005 renoviert und plant einen geregelten Spielbetrieb in den Sommermonaten aufzunehmen.

Wasserspuren: Das Kunstprojekt "Wasserspuren - Wasser sichtbar machen" ist im Rahmen der EXPO 2000 entstanden. Es findet Ausdruck in einer offenen Beke in der Ziegelstraße, in Brunnen und einem Wasserspielplatz. Ergänzt werden diese Installationen durch den EXPO-Themenpfad Wasser auf dem Doktorwerder, einer kleinen Flussinsel in der Werra. In den umgestalteten Bereichen in der Innenstadt erfolgten 1999 archäologische Rettungsgrabungen. Dabei wurden Entwässerungskänale und -gräben gefunden, mit denen früher das Hoch- und Regenwasser aus der Stadt geleitet wurde.

Unterkünfte: Hann. Münden hat mehr als 20 Hotels und Pensionen, darunter zwei Vier- und drei Drei-Sterne-Hotels. Zusätzlich werden zahlreiche Ferienhäuser und -wohnungen sowie Privatzimmer für Gäste angeboten. Viele der Unterkünfte sind auch speziell für Radwanderer sehr gut geeignet, die die gut ausgebauten Radwege in den Flusstälern nutzen. Neben diesen Unterkünften stehen eine Jugendherberge, ein Naturfreundehaus, drei Campingplätze und ein Wohnmobilstellplatz zur Verfügung.

Museen: Neben der historischen Rathaushalle mit Wandbildern zur Stadtgeschichte, stehen noch ein Stadtmuseum im Welfenschloss und das Museum der Arbeit des Arbeitergeschichtsvereins im Hagelturm offen.

Touristische Routen: Hann. Münden liegt an verschiedenen überregionalen touristischen Routen.

Die Stadt ist über die zwei Anschlussstellen Hann. Münden-Lutterberg und Hann. Münden-Hedemünden an die A 7 angebunden und verfügt somit über eine gute Lage am übergeordneten Verkehrsnetz. Die Werratalbrücke beim Ortsteil Laubach liegt im Stadtgebiet. Außerdem liegt Hann. Münden im Schnittpunkt der Bundesstraßen B 3 und B 80. Des Weiteren führt die B 496 von Hann. Münden zur Anschlussstelle Lutterberg der A 7.

Darüber hinaus sind vom Bahnhof des Mittelzentrums Hann. Münden an der Halle-Kasseler Eisenbahn aus mit Regionalzügen die Städte Göttingen, Kassel, Halle und Erfurt zu erreichen, in denen Anschluss an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn besteht.

Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg verläuft unterirdisch durch das Stadtgebiet; mit dem Mündener Tunnel und dem Rauhebergtunnel liegen die beiden längsten Tunnel in Niedersachsen im Bereich der Stadt.

In der Stadt und Umgebung sind für den örtlichen ÖPNV mehrere Buslinien eingerichtet. Diese werden u.a. von der Regionalbus Braunschweig und der Regionalverkehr Kurhessen, teilweise im Auftrag anderer Unternehmen, bedient.

In der Gemeinde Calden, rund 20 Kilometer von Hann. Münden entfernt, befindet sich der Regionalflughafen Kassel-Calden.

In der Sommersaison (1. Mai bis 15. September) bestehen Linien-Schiffsverbindungen über die Fulda täglich von und nach Kassel-Altmarkt.

Hann Münden verfügte zwischen 1906 bis 1978 mit der Weserumschlagstelle über eine Verladestelle für die Binnenschifffahrt. Sie war von der Eisenbahn als 1,5 km langer Abzweig der Bahnstrecke Göttingen - Hann. Münden (Dransfelder Rampe) erschlossen. Nach 30 Jahren ohne Frachtaufkommen erfolgte im Juni 2008 die Reaktivierung der Weserumschlagstelle. Seitdem werden wieder Güter von Lastkraftwagen auf Binnenschiffe und umgekehrt verladen, vorrangig schwere Maschinenteile.

Das direkt an der Autobahn A 7 liegende Gewerbegebiet Hedemünden 2 wurde mit Mitteln der Europäischen Union gefördert. In einem zweiten Bauabschnitt soll das Gewerbegebiet auf eine Gesamtfläche von 27 Hektar erweitert werden.

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Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden

Dienstgebäude des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hann. Münden

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden ist eines von 39 Wasser- und Schifffahrtsämtern in Deutschland. Es gehört zum Dienstbereich der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte in Hannover.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden ist zuständig für die Bundeswasserstraßen Weser von Hann. Münden bis Kleinenwieden (km 154,0, Grenze zum Amtsbereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes Minden), die Werra von Falken und die Fulda von Mecklar bis Hann. Münden. Weiterhin ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden zuständig für die Eder- und die Diemeltalsperre. Es ist damit das einzige Wasser- und Schifffahrtsamt, das Talsperren bewirtschaftet.

Zum Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden gehören Außenbezirke in Edertal, Rotenburg a.d. Fulda, Hann. Münden, Höxter und Hameln.

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Spiegelburg (Hann. Münden)

Burggraben der Spiegelburg

Die Spiegelburg war eine kleine mittelalterliche Burg bei Hann. Münden in Südniedersachsen. Ihre Reste befinden sich südlich des Ortsteils Laubach auf einer bewaldeten Anhöhe, die steil zur Werra abfällt.

Die Anlage bestand aus einer Hauptburg auf einer quadratischen Fläche von etwa 30 x 30 m. In diesem Bereich lagen bei vergleichbaren Befestigungsanlagen in der Regel die Wohngebäude der adligen Bewohner. Außerdem verfügte die Spiegelburg über eine Vorburg. Derartige Anlagen nahmen regelmäßig die Gesinde-, Stall- und Nebengebäude auf. Die Burgstelle ist anhand von podestartigem Gelände, das von flachen Gräben und Wällen umgeben ist, erkennbar. Spuren von Gebäuden oder Mauern haben sich nur durch eine einige Steinreste erhalten. Wegen des wenigen noch vorhandenen Steinmaterials an der Burgstelle besteht die Möglichkeit, dass sie weitgehend aus Holz errichtet wurde.

Aufgrund von Bodenfunden wird der Entstehungs- und Nutzungszeitraum der Befestigungsanlage im 12. bis 14. Jahrhundert vermutet. Obwohl bisher keine schriftliche Quellen der Überlieferung zur Burganlage bekannt wurden, hat sich der Name Spiegelburg überliefert.

Zugänglich ist die frühere Burgstelle über Waldwege. Ein ausgeschilderter Weg beginnt an einem Parkplatz neben einer Hotelanlage und dem Campingplatz an der Werra.

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Amtsgericht Hann. Münden

Sitz des Amtsgerichtes im Schloss

Das Amtsgericht hatte 2004 insgesamt 34 Mitarbeiter, darunter jeweils fünf Richter und Rechtspfleger. Direktor ist Dr. Wilfried Kraft. Der Gerichtsbezirk des Amtsgerichts Hann. Münden umfasst die Stadt Hann. Münden, die Gemeinde Staufenberg sowie die Samtgemeinde Dransfeld. Das Amtsgericht Hann. Münden hat somit etwa 44.000 Gerichtseingesessene. Übergeordnetes Gericht ist das Landgericht Göttingen.

Neben dem Amtsgericht Hann. Münden gehören zum Landgerichtsbezirk Göttingen die Amtsgerichte in Duderstadt, Einbeck, Göttingen, Herzberg am Harz, Northeim und Osterode am Harz.

Das Amtsgericht wurde am 1. Oktober 1852 im Zuge der „Großen Justizreform“ im Königreich Hannover gegründet. 1859 erweiterte sich der Gerichtsbezirk um das Gebiet des aufgelösten Amtsgerichts Dransfeld. Im selben Jahr wurden dem Amtsgericht das Klostergut Burfsfelde und das Vorwerk Ochsenhof zugewiesen.

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Source : Wikipedia