Gymnasium

3.4118065434127 (2812)
Geschrieben von robby 01/03/2009 @ 08:00

Tags : gymnasium, bildung, gesellschaft

Neueste Nachrichten
7000 Unterschriften für Gymnasium Rheindahlen - RP ONLINE
Eltern hatten Angst, ihre inder an der Katholischen Hauptschule oder dem benachbarten Gymnasium anzumelden. Der Schulfrieden war gestört. "Unsere Schüler haben sich aber nicht unterkriegen lassen", sagt Armin Bruder....
Ganztag am Gymnasium „Lise plus“ geht an den Start - Kölner Stadt-Anzeiger
Von Stefan Andres, 23.06.09, 17:55h Das Lise-Meitner-Gymnasium stellt drei Kooperationspartner für den Ganztagsunterricht vor. Für die Fünftklässler, die nach den Sommerferien in den Ganztag starten, gibt es neue Musik- und Sportangebote....
Not-Kita im Gymnasium Wolbeck - Ibbenbürener Volkszeitung
Foto: Münster-Wolbeck - Sie wusste sich nicht mehr anders zu helfen: Eine junge Lehrerin, die am Gymnasium Wolbeck unterrichtet, hat am Dienstag ihre beiden Kinder mit in die Schule gebracht. Der Grund, nur fürs Protokoll: Die Kindertagesstätte,...
Gymnasium „Am Burgwall“ im Sportabzeichen-Wettbewerb Zweiter - Märkische Allgemeine
Diesmal belegte das Gymnasium „Am Burgwall“ Platz zwei in der Kategorie drei (bis 500 Schüler). Immerhin 263 Lernende von 487 erwarben das Sportabzeichen. Das sind 54 Prozent, womit die Sabinchenstädter die Grund- und Oberschule Großbeeren um 0,32...
Starker Abitur-Jahrgang am Gymnasium - Derwesten.de
Hohenlimburg. Horst Witthüser (55) ist Leiter des Gymnasiums Hohenlimburg, an dem gleich zwölf von 64 Schülern ein Abitur mit einer Eins vor dem Komma hinlegten. WP: Was sind die Gründe für die hervorragenden Abiturergebnisse in Hohenlimburg?...
Gymnasium im Kulturrausch - Westfälische Nachrichten
Gemeinsam Kultur erleben - nach den Klassensongs ließen sich viele Schüler anstecken. Sie tanzten und sangen mit.Fotos: Daniel Holthenrich -dah- Ochtrup. Einblicke in ihre musischen und künstlerischen Fähigkeiten erlaubten heute Vormittag die Schüler...
Demonstration gegen geplante Lehrerumsetzungen am Friedrich-Gymnasium - Märkische Allgemeine
„Die Lehrer sind es, die unser Gymnasium zu einer guten Schule machen“, so Schülersprecher Philipp Greiner. „Ohne Kontinuität gibt es kein Vertrauen“, sagte er. „Wir wollen eine hochwertige politische, moderne Bildung am Luckenwalder Gymnasium statt...
Gymnasium: Schule mit internationalem Flair - Münsterländische Volkszeitung
Nottuln - Immer wieder freut man sich am Gymnasium Nottuln über Gäste aus aller Welt. Regelmäßig kommen polnische und Schweizer Schüler im Rahmen eines gegenseitigen Austausches mit den Partnerschulen in Chodziez, Neuchâtel und Genf nach Nottuln,...
Lehrer warnen vor Überlastung bayerischer Gymnasien - Bild.de
Im Schuljahr 2009/10 werden nach BLLV-Schätzungen 41,5 Prozent der Grundschüler auf ein Gymnasium wechseln. «Die Schulen sind auf den aus den Fugen geratenen Ansturm weder personell noch räumlich vorbereitet», sagte BLLV-Präsident Klaus Wenzel am...
157 Schüler bestehen Abitur am Frankenberger Gymnasium - Frankenberger Zeitung / Waldeckische Landeszeitung
(Foto: Johannes Fuhr) Ein gutes Ergebnis, bestätigte der stellvertretende Schulleiter Uwe Neumann am Dienstag gegenüber der FZ: Bei den Abiturprüfungen am Frankenberger Gymnasium sind nur sechs junge Leute durchgefallen, 157 haben die Prüfungen...

Gymnasium Carolinum (Neustrelitz)

Gymnasium Carolinum.jpg

Das Gymnasium Carolinum ist mit etwa 2.100 Schülern und etwa 160 Lehrern das größte Gymnasium in Mecklenburg-Vorpommern. Das heutige Schulgebäude befindet sich in Neustrelitz direkt am Glambecker See.

Der Grundstein für das Gymnasium wurde 1795 gelegt, als der Herzog Karl II. der Bitte der Neustrelitzer Bürger nachkam und eine bessere Schulanstalt errichtete. Am 12. April desselben Jahres unterzeichnete er eine Stiftungsurkunde zur Bildung einer Oberschule, in der zunächst 18 Schüler von zwei Lehrern unterrichtet wurden. Von 1803 bis 1806 wurde auf dem ehemaligen Kirchhof in der Glambecker Straße (dem ältesten Friedhof der Stadt) ein Schulgebäude errichtet. Die Bezeichnung Gymnasium Carolinum erhielt die Schule erst am 16. Oktober 1811 als Ehrennamen.

Auf Initiative des Unterrichts- und Finanzministers Roderich Hustaedt, einem ehemaligen Caroliner, beschlossen 1922 die Regierung und der Landtag des Freistaates Mecklenburg-Strelitz ein neues Schulgebäude am Glambecker See zu errichten. Ein Jahr später begann der Bau nach den Plänen des Architekten Paul Schondorf. 1925 konnte das fertiggestellte Gebäude von dem Realgymnasium mit 300 Schülern und dem Gymnasium mit 310 Schülern bezogen werden. Der neue Name lautete nun: Carolinum, Gymnasium und Realgymnasium.

Die Wehrmacht beschlagnahmte dieses Gebäude am 26. August 1939 und richtete dort ein Lazarett ein. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es dann von der Sowjetarmee als „Haus der Offiziere“ und Lazarett in Besitz genommen. Der Unterricht fand seitdem in verschiedenen Gebäuden im Stadtinneren statt.

Nach Gründung der DDR, die Umbenennungen von Straßen und Einrichtungen nach sich zog, wurde 1949 der Name Max-Planck-Oberschule beschlossen. Dieser setzte sich gegen den Vorschlag Clara Zetkin durch. Doch bereits am 8. März 1951 erhielt die Schule den Namen Clara-Zetkin-Oberschule, später EOS Clara Zetkin. Am 17. Oktober 1991 erhielt das Gymnasium den ursprünglichen Namen zurück.

Im Jahr 1993 zogen die letzten russischen Truppen aus Neustrelitz ab und räumten damit das Gebäude am Glambecker See. Ein Jahr danach begann die Sanierung und 1997 bezogen etwa 1.000 Schüler das neue alte Gymnasium.

Die Zusammenlegung mit dem Schliemann-Gymnasium in der Glambecker Straße führte zur ersten zahlenmäßigen Vergrößerung des Gymnasiums.

Zum Seitenanfang



Altes Gymnasium (Bremen)

Das Eingangsportal des Alten Gymnasiums an der Kleinen Helle

Das Alte Gymnasium (kurz: AG) ist ein humanistisches Gymnasium in der Bremer Innenstadt. Es wurde 1528 als Lateinschule gegründet und ist die älteste Schule Bremens. Die Schule war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ein reines Jungengymnasium. Das erste Gymnasium für Mädchen in Bremen war das Kippenberg-Gymnasium.

Der Schwerpunkt liegt im Bereich der alten Sprachen: Latein ist Pflichtfach für alle Schüler der 7.–10. Klassen (für Schüler die in 12 Jahren Abitur machen, ab der 6. Klasse). Ab der 9. Klassenstufe müssen die Schüler entweder Französisch oder Altgriechisch (klassenübergreifend) als dritte Fremdsprache wählen. Für die Schüler der gymnasialen Oberstufe besteht die Möglichkeit Hebräisch und weitere Sprachen wie Spanisch und Italienisch zu lernen; weitere Sprachen werden schulübergreifend angeboten.

Als einzige Schule in Bremen bietet das Alte Gymnasium außerdem die Möglichkeit, Astronomie in der 13. Jahrgangsstufe als Grundkurs zu wählen.

Die Schule ist offen für Schüler der Stadt Bremen von der 5. bis 13. Klasse.

Nachdem die Schule ihren ursprünglichen Standort in der Dechanatstraße (heute Hauptgebäude des Musikbereichs der Hochschule für Künste) verlassen musste, befindet sie sich seit 1987 am Standort des ehemaligen Gymnasiums an der Kleinen Helle. Seit 2006, nach dem Umzug der Hochschule für Künste in die Überseestadt, nutzt die Schule auch das Gebäude am Wandrahm. Dort entsteht unter anderem eine Mensa für die Schule, die gegenwärtig zu einem Ganztagsgymnasium ausgebaut wird.

Die Schule bildete die Kulisse sowohl für den Spielfilm Ich bin ein Elefant, Madame (1969) von Peter Zadek, als auch 1993–1997 für die ARD-Vorabendserien Nicht von schlechten Eltern und Aus gutem Haus; beide produziert von Radio Bremen.

Die „Schola Bremensis“, wie sie damals hieß, war eine Frucht der Reformation. Mit der Einführung des neuen Glaubens wurden auch die bis dahin für die Bildung zuständigen Klosterschulen aufgelöst. Nun sollten sich die Obrigkeiten in Stadt und Land – so die Aufforderung des Reformators Martin Luther – um die Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen kümmern. Zunächst stand in der neuen „Gelehrtenschule“, die in den Räumen des ehemaligen Dominikanerklosters in der Katharinenstraße unterkam, das Studium der für das Verständnis der Bibel wichtigen alten Sprachen im Vordergrund: „Lectiones in der hebreischen, grekeschen und latinischen Sprache“.

Nachdem 1562 Bürgermeister Daniel von Büren der Jüngere die lutherische Orthodoxie in Bremen überwunden hatte, öffnete er die Schule auch für die Sprösslinge der „gemeinen Bürgersleute“, und der Rat beschloss einen Lehrplan, der „fundamenta Pietatis, Latinae linguae, Arithmeticae et Musicae“ beinhaltete. Johann Molanus aus Flandern – ein Schüler Philipp Melanchthons und Freund des Reformators Albert Rizaeus Hardenberg – wurde zum Rektor berufen. Bürens weitere Helfer war Christoph Pezel. 1579 wurde er gebeten, die Lehrstreitigkeiten in Bremen unter den Predigern zu schlichten. 1581 blieb er endgültig in Bremen und wurde 1584 Superintendent. 1595 entstand mit seiner Hilfe der „Consensus Bremensis“, die reformierte Lehr- und Kirchenordnung. Pezel lehrte als Professor am Gymnasium illustre Theologie, Geschichte und Ethik.

Als die Schule in eine Krise geraten war, gliederte der Rat die Anstalt im Jahre 1610 neu: Neben einer sechsklassigen „Basisschule“, dem sogenannten „Paedagogeum“, stand das darauf aufbauende „Gymnasium illustre“, das ein Hochschulstudium in den vier klassischen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz, Medizin sowie Philosophie und Philologie ermöglichte. Dieses Gymnasium illustre genoss einen guten Ruf und zog Studenten von überallher an. 1613 haben sich 70 Studierende eingeschrieben. Die Zahl der Einschreibenden schwankte danach zwischen 27 und 106 in den Jahren bis 1730. Dann nahm die Zahl drastisch ab, in manchen Jahren waren es nur 8 bis 15 Zugänge. In der Matrikel „Album Studiosorum“ von 1610 bis 1810 werden 7.755 Namen geführt.

Im 18. Jahrhundert begann jedoch ein allmählicher Niedergang der Hochschule. Die Konkurrenz anderer Universitäten wie Göttingen und die nachlassende Bedeutung eines christlich-konfessionell geprägten Hochschul-Bildungsgangs entzogen dem „Gymnasium illustre“ nach und nach den Boden, so dass das „Paedagogeum“ immer mehr in den Vordergrund rückte.

Hermann Entholt zeichnet in seiner 1928 erschienenen Schulgeschichte ein anschauliches Bild von den im Paedagogeum herrschenden Zuständen: „(Die Schüler) kamen oft schon als ‚zarte Pflänzgen‘ im Alter von drei Jahren... Um 1600 wurden sie selbst sonntags unausgesetzt beschäftigt, mit mehrmaligem Kirchgang und schulmäßigem Unterricht über das Gehörte, und noch 1749 saßen zum Beispiel die Quartaner von morgens 7 Uhr bis abends 7 Uhr in der Schule, bei nur einstündiger Mittagspause. Dafür rächten sie sich dann durch Tumultieren, Steinwerfen und ‚unmenschliches Brummen‘ ... Das Schreiben geschah auf den Knien, wenn nicht gar auf den Bänken, da noch keine Tische vorhanden waren. Geographie wurde so gelehrt, dass nur das Lehrbuch vorgelesen wurde, ohne jede Landkarte. Mathematikunterricht gab es lange Zeit überhaupt nicht, da man keinen geeigneten Lehrer dafür besaß... Natürlich redeten die Knaben untereinander stets plattdeutsch, ‚die Pöbelsprache‘, wie die Lehrer sagten...“ Als Lehrkräfte am Paedagogeum dienten fast ausschließlich arme Theologiekandidaten, die nebenbei noch Privatstunden erteilen mussten, um finanziell auch nur einigermaßen über die Runden zu kommen.

Um 1800 besaß Bremen neben dem „Paedagogeum“ noch eine weitere höhere Schule, das von Lutheranern im vorwiegend calvinistisch geprägten Bremen gegründete „Lyceum“. Als der spätere Bremer Bürgermeister Johann Smidt als „Scholarch“ für das Bildungswesen verantwortlich wurde, organisierte er die Bremer Oberschulen neu. Er fasste 1817 Paedagogeum und Lyceum zur aus drei Zweigen bestehenden „Allgemeinen Gelehrten-, Handlungs- und Vorschule“, später kurz „Hauptschule“ genannt, zusammen. Die Basis bildete die Vorschule, in der Jungen vom 8. bis zum 14. Lebensjahr in Religion, Deutsch, Latein, Französisch, Geschichte, Geographie, Naturkunde, Mathematik und Zeichnen unterrichtet wurden. Als Wahlfächer kamen im letzten Vorschuljahr Englisch und Griechisch hinzu. Danach konnten die Zöglinge dann entweder die Handelsschule besuchen, die auf den Kaufmannsberuf vorbereitete, oder die bald „Gymnasium“ genannte Gelehrtenschule, die die Voraussetzung für das Universitätsstudium schuf. Vor- und Handelsschule wurden in einem Gebäude der Domdechanei an der Domsheide untergebracht, dem sogenannten „Eschenhof“.

Die Gelehrtenschule blieb vorerst noch in den Räumen des Lyceums im Kapitelhaus am Dom, fand aber 1857 ebenfalls im Eschenhof Platz und wurde nun „Gymnasium“ genannt. 1875 bezogen alle drei Zweige der Hauptschule einen klassizistischen Neubau, der an der Dechanatstraße errichtet wurde und der die Schule bis 1987 beherbergen sollte. 1886 wurde die Vorschule aufgelöst und größtenteils den beiden anderen Schulen angegliedert. Wenig später wurde die Handelsschule zur Oberrealschule umbenannt. Nun umfasste die Hauptschule im Bau an der Dechanatstraße mit dem Gymnasium und der Oberrealschule nur noch zwei Schulzweige, die nun aber über neun Klassenstufen von der Sexta bis zur Oberprima verfügten. Wachsende Schülerzahlen und Veränderungen des Schulwesens im Deutschen Reich veranlassten den Senat 1905 dazu, das höhere Schulwesen Bremens erneut umzuorganisieren; das Gymnasium erhielt jetzt den offiziellen Namen „Altes Gymnasium“. Ihm wurden mit dem „Neuen Gymnasium“ am Barkhof und dem Realgymnasium an der Kaiser-Friedrich-Straße (heute Hermann-Böse-Straße) zwei weitere Bildungseinrichtungen an die Seite gestellt, die zum Abitur führten.

Während des „Dritten Reichs“ konnte das Alte Gymnasium sich den Versuchen zur Gleichschaltung nicht völlig widersetzen, das humanistische Profil der Schule blieb jedoch im Wesentlichen erhalten. Viele Lehrer und Schüler wahrten eine „innere Distanz“ zum Geist der Zeit.

Nach dem Krieg, in dem die Schule nicht allzu gravierende Schäden durch Bombardierung erlitten hatte, wurde der Lehrbetrieb wieder aufgenommen. Allerdings erwies sich das Gebäude bald als zu klein, so dass die Oberrealschule 1958 in die Parsevalstraße verlegt wurde. Doch die Raumnot blieb. Außerdem verfiel das Gebäude, das durch die Stadt lange vernachlässigt worden war. Daher verfügte der Senat im Zuge eines Programms zur Schließung zahlreicher Bremer Gymnasien die Umsiedlung des Alten Gymnasiums in das Gebäude des gleichzeitig geschlossenen Gymnasiums an der Kleinen Helle. 1987 wurde der Umzug vollzogen. In dem Gebäude der Dechanatstraße befindet sich heute der Fachbereich Musik der Hochschule für Künste Bremen sowie das Klaus-Kuhnke-Archiv für Populäre Musik.

Das Schulsiegel des Alten Gymnasiums stammt aus der Frühzeit der Schule, als diese noch „Gymnasium illustre“ genannt wurde. In der heute bekannten Form stammt es aus dem 17. Jahrhundert, und zwar als Oblatensiegel auf einer Zitation des Studiosus Ptolemäus Sticht aus Jever vom 13. Juni 1647. Und wie es früher üblich war, wurde auf dem Siegel auch eine deutliche Aussage gemacht, die auf die Herkunft und die Zielsetzung der Schule verweist.

Ein aufrecht stehender goldener Löwe auf rotem Feld bildet das Siegel; in der Rechten hält er den silbernen Stadtschlüssel, in der Linken die aufgeschlagene Bibel. Auf den beiden Blättern des Buches liest man die Anfangsbuchstaben des lateinischen Textes aus dem biblischen Josuabuch (1,8): „Ne discedat liber iste legis ex ore tuo; sed meditaberis de eo interdiu atque noctu.“ Die deutsche Übersetzung lautet: „Dieses Gesetzbuch soll nicht aus deinem Mund weichen, sondern denke Tag und Nacht darüber nach (und es geht weiter: damit dein ganzes Tun an meinen Weisungen ausgerichtet ist. Dann wirst du Erfolg haben und wirst alles, was du beginnst, glücklich vollenden)“.

Zum Seitenanfang



Gymnasium

Ein Gymnasium, teils auch Lyzeum, ist eine weiterführende Schule des sekundären Bildungsbereichs, die zur Hochschulreife führt. Der Beginn und die Länge der Ausbildung in einem Gymnasium hängt vom jeweiligen Schulsystem ab.

Gymnasium ist die latinisierte Form des griechischen γυμνάσιον, Gymnásion). Im alten Griechenland war ein „gymnásion“ ein Ort der körperlichen und geistigen Ertüchtigung für die männliche Jugend, wobei der körperliche Aspekt aber im Vordergrund stand. In den Gymnasien wurde nackt trainiert, was noch in der Herkunft des Wortes (griech. γυμνός gymnós „nackt“) wie auch bei Gymnastik (von griech. γυμνάζομαι gymnázomai „mit nacktem Körper turnen“) deutlich wird.

Lyzeum (Plural: Lyzeen) leitet sich vom Lykeion der Antike, einem dem Apollon Lykeios geweihten Hain bei Athen, in dem das berühmte Gymnasion des Aristoteles stattfand. Daher greift man später auf den Namen zurück, wenn man Schulen meint, die der „schöngeistigen“ Erziehung (höheren Bildung) dienen.

Der Name findet sich insbesondere in Süddeutschland und Österreich für Latein- und Gelehrtenschulen.

Ende des 19. Jahrhunderts nennt man dann im Deutschsprachigen schon ausdrücklich die Höhere Töchterschule, eine Mädchenschule, die die bisher nicht vorhandene höhere Bildung für weibliche Schüler ergänzt, ‚Lyzeum‘, um sie vom ‚Gymnasium‘ der Knaben, das sich ja auch auf sportliche Ertüchtigung im Sinne „gesunder Körper und gesunder Geist“ (Mens sana in corpore sano) bezieht – und Mädchensport war bis in die 1910er-Jahre undenkbar, allein schon wegen der Kleiderordnung, vom unzüchtigen Bezug auf Nacktheit ganz abgesehen. Der Name findet sich daher als Schulname für etliche Mädchengymnasien.

Ebenso wurden – in ähnlichem Kontext – auch Römisch-katholische Schulen so ganannt, aber auch Anstalten für das katholisch-theologische und philosophische Studium (siehe Lyzeum).

Im angelsächsischen Raum, und dem anglsächsisch beeinflussten Bildungssystemen weltweit ist der Ausdruck als solcher ungebräuchlich, und findet sich nur vereinzelt als Schulname, wenn auf klassisch-humanistische Bildung hingewiesen werden soll.

Die Anfänge des gelehrten Unterrichts der Neuzeit waren im Mittelalter Klosterschulen und Stadtschulen. Dabei handelte es sich meist um kirchliche Einrichtungen, die vor allem der Ausbildung angehender Priester dienten. In protestantischen Gebieten wurden mit der Reformation im 16. Jahrhundert häufig auch diese Schulen zu Lateinschulen umgestaltet, deren Schulaufsicht zu den Landesfürsten oder den Räten der Stadt wechselte. Hauptziel der Schulausbildung blieb weiterhin der Erwerb lateinischer, zunehmend auch griechischer Sprachkenntnisse zur Bibellektüre. Die Bezeichnung als Gymnasium war sowohl für protestantische (Melanchthon) als auch katholische (Jesuitenschule) gelehrte Schulen, die zum Studium qualifizierten, in der frühen Neuzeit üblich. Erst mit dem Zeitalter der Aufklärung im 18. Jahrhundert wurden zunehmend auch Deutsch, moderne Fremdsprachen (überwiegend Französisch) und Naturwissenschaften Unterrichtsfächer. Eine vorläufige Stärkung erhielt der klassische Unterricht nach 1800 durch den Neuhumanismus und Wilhelm von Humboldt. Eine Wende erfolgte im Deutschen Kaiserreich Ende des 19. Jahrhunderts durch Forderungen nach Bildung in Naturwissenschaften und modernen Fremdsprachen infolge des Welthandels und des Beginns der Moderne. In Preußen oder Deutschland führten seit 1900 humanistisches Gymnasium, Realgymnasium und Oberrealschule zum gleichberechtigten Abitur.

In der Weimarer Republik ergänzte die Richertsche Gymnasialreform dies durch die Deutsche Oberstufe. Im Nationalsozialismus fand eine starke Ideologisierung statt, wurde die Gymnasialzeit 1937 von neun auf acht Jahre verkürzt und der humanistische Gymnasialtyp weiter zurückgedrängt. Mit der deutschen Teilung spaltete sich die weitere Entwicklung: Im Westen wurde das neunjährige Gymnasium der Weimarer Republik wiederhergestellt, in der DDR blieb die Schulform nominell bis zur Schulreform 1959 bestehen und wurde darauf durch die erweiterte Oberschule (EOS) ersetzt.

In Preußen wurde mit einem Erlass vom 12. November 1812 Gymnasium eine amtliche einheitliche Bezeichnung für unmittelbar zur Universität entlassende Schulen. Er geht auf eine Initiative Wilhelm von Humboldts zurück, die ein einheitliches höheres Niveau sichern sollte.

Häufig sind das mathematisch-naturwissenschaftliche und neusprachliche Profil kombiniert. In manchen Ländern (zum Beispiel Nordrhein-Westfalen) ist diese Unterteilung offiziell aufgehoben und lebt höchstens insoweit fort, als einige Traditionsschulen im Rahmen der allgemein verbindlichen Regelungen ein eigenes Profil pflegen, zum Beispiel nur Latein als erste Fremdsprache anbieten. In anderen Ländern werden die Fachprofile durch unterschiedliche Stundentafeln mit Leben gefüllt. In Bayern sind humanistisches und neusprachliches Gymnasium zum Sprachlichen Gymnasium zusammengefasst.

Im Gegensatz zum Unterricht in den Gymnasien sind die Fachoberschule (FOS) mit dem Abschluss der Fachhochschulreife und die Berufsoberschule mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife praxisnäher und stärker berufsbezogen.

Die Klassen fünf bis sechs haben in manchen Ländern als Orientierungsstufe einen Sonderstatus, der den Wechsel zwischen verschiedenen Schulformen erleichtern soll. Da aber beim Modell G8 die zweite Fremdsprache am Gymnasium bereits in der Klassenstufe sechs einsetzt, wird dieser Wechsel zukünftig nicht mehr hin zum Gymnasium funktionieren.

In Österreich unterscheidet man ebenfalls nur Unterstufe (fünf bis acht) und Oberstufe (neun bis zwölf). In Hessen dagegen heißen in offiziellen Texten die Klassen fünf bis zehn Mittelstufe, da der Begriff Unterstufe als deutsche Übersetzung von „Primarstufe“ angesehen wird. In Hamburg erstreckt sich die Unterstufe traditionell auf die fünfte und sechste Klasse, daran schließt sich die Mittelstufe an.

Wer die zehnte Klasse (oder neunte bei G8) des Gymnasiums erfolgreich abschließt, erwirbt in einigen Bundesländern neben der Berechtigung zum Besuch der Oberstufe (Oberstufenreife) auch den mittleren Schulabschluss der Realschule (Mittlere Reife) ohne weitere Abschlussprüfung, in anderen Ländern muss dafür eine Externenprüfung an einer Realschule abgelegt werden.

Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 wird in Nordrhein-Westfalen am Ende der Mittelstufe eine zentrale Abschlussprüfung stattfinden mit schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache.

Die Sekundarstufe II bildet die gymnasiale Oberstufe; sie ist häufig als Kurssystem ausgestaltet.

Die Oberstufe enthält neben der elften Klasse auch die Kollegstufe, in der die Schüler ihre Schwerpunkte auf ein Haupt- und ein Nebenfach legen können. Diese beiden Fächer werden auch mit besonderem Augenmerk in der Abiturprüfung abgefragt. Hauptvorteil der Schwerpunktsetzung ist für die meisten Schüler die Abwahl einer Fremdsprache oder einer Naturwissenschaft. In Rheinland-Pfalz nennt man die Oberstufe Mainzer Studien-Stufe, in der als Besonderheit die Leistungskurse schon ab Klasse elf beginnen und ab Klassenabschnitt elf/zwei ins Abitur eingehen. Es gibt hier drei Leistungskurse von denen einer zum Abitur hin auf Grundkurs abgestuft wird.

An den deutschen Gymnasien wurden traditionell die Jahrgangsstufen fünf bis dreizehn (oder zwölf) mit absteigenden lateinischen Zahlwörtern bezeichnet, wobei von der Abschlussklasse aus (prima = erste) nach unten (sexta = sechste) gezählt wurde. Ursprünglich gab es nur sechs Klassen, die später weiter unterteilt wurden.

In Österreich ist einfach 1. bis 8. Klasse Gymnasium oder Mittelschule üblich.

Gymnasiallehrer werden in Österreich (bis 1918 auch im Deutschen Reich) meist mit „Professor“ angeredet, obwohl diese Bezeichnung streng genommen pragmatisierten (verbeamteten) Lehrern vorbehalten ist. Diese Anrede war lange noch auch in Bayern üblich („Klassprofessor“), ist aber nach 1968 allmählich untergegangen.

In der Bundesrepublik Deutschland besteht das Gymnasium als ein Bildungsgang im gegliederten Schulsystem Deutschlands, der „Schülerinnen und Schülern eine vertiefte allgemeine Bildung“ vermittelt, wenn die Sonder- beziehungsweise Förderschulen außer Betracht gelassen werden. Andere Schulformen (zum Beispiel Berufskollegs) benutzen die Bezeichnung Gymnasiale Oberstufe. Mit der Bezeichnung Höhere Schule war früher ausschließlich das Gymnasium gemeint; heute schließt die umgangssprachliche Bezeichnung auch andere Schulformen ein. Ein Gymnasium für Mädchen hieß früher Lyzeum.

In Deutschland beginnt das Gymnasium in den meisten Ländern mit der Klasse fünf (Sexta), in Berlin und Brandenburg nach Beendigung der sechsjährigen Grundschule. In Mecklenburg-Vorpommern besuchen die Schüler seit 2006 gemeinsam in der fünften und sechsten Klasse die Regionale Schule. In Niedersachsen existierte seit Mitte der 1970er Jahre bis zum 1. August 2004 eine Orientierungsstufe in Klasse fünf und sechs für alle Schüler. Die Gymnasien begannen in dieser Zeit erst mit Klasse sieben.

Die reguläre Dauer der Ausbildung an einem Gymnasium bis zum Abitur (Allgemeine Hochschulreife) betrug in der Regel neun Schuljahre (Abschluss nach Jahrgangsstufe dreizehn). In Sachsen und Thüringen blieb es auch nach dem Beitritt zur Bundesrepublik bei acht Schuljahren, also Abschluss nach Jahrgangsstufe zwölf. Seit 2004 stellen alle Länder auf die achtjährige Gymnasialzeit (Abitur in der zwölften Klasse, verkürzter Bildungsgang (G8)) um. In Rheinland-Pfalz gibt es seit dem Abiturjahrgang 2002 nach einer verkürzten Schulzeit das Abitur nach zwölfeinhalb Jahren Gesamtschulzeit.

Die Lehrpläne oder Rahmenpläne für die Gymnasien der Kultusministerien legen in einigen Ländern grundsätzliche Ausbildungsinhalte und ihre Platzierung im Curriculum nach definierten Zweigrichtungen fest. In anderen Ländern sind die traditionellen Zweige durch Wahlmöglichkeiten der Schüler abgeschafft.

Je nach Schulfinanzierung oder Personalaufwandsträger wird zwischen staatlichen, kommunalen und privaten (auch kirchlichen) Gymnasien unterschieden. Von den privaten beziehungsweise kirchlichen Gymnasien führen staatlich anerkannte als auch staatlich genehmigte zur Abiturprüfung. Aufgrund der Schulfinanzierungsgesetze werden aber alle privaten Gymnasien zu etwa 65 bis 85 Prozent aus öffentlichen Geldern finanziert.

In der DDR wurde 1959 die polytechnische Oberschule (POS) eingeführt, die 10 Klassenstufen umfasste. Auf sie folgte anfangs ab der neunten Klasse, ab 1983 mit der elften Klasse die vier- beziehungsweise zweijährige Erweiterte Oberschule. Die Alliierten haben nach dem Zweiten Weltkrieg in der Direktive Nr. 53 von 1947 den Aufbau eines gesamtschulartigen Schulsystems gefordert, in dem für das traditionelle Gymnasium kein Platz mehr gewesen wäre. In der DDR wurde daher damals schon die Erweiterte Oberschule zur Erlangung der Hochschulreife eingeführt. In den fünf neuen Bundesländern und in Ost-Berlin wurde nach deren Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland 1990 das Gymnasium wieder eingeführt.

Im Schuljahr 2005/2006 bestanden in Deutschland 3096 Gymnasien (24 weniger als im Vorjahr) mit 2,43 Millionen Schülern (etwa 27.000 mehr als im Vorjahr). Die Schüler wurden in 62.430 Klassen von 163.500 Lehrkräften (davon etwa 73,6 Prozent Frauen) unterrichtet.

In der Schweiz wird das Gymnasium (Sekundarstufe II) in einigen Kantonen als Kantonsschule bezeichnet, in anderen aber als Gymnasium. Französischsprachige Kantone nennen das Gymnasium Gymnase, Collège (Kollegium) oder selten noch Lycée (Lyzeum) in Anlehnung an die französische Schulform. Siehe: Kantonsschule.

In der Schweiz gab es im Jahr 2003 170 Gymnasien mit 63.400 Schülern. Seit 1993/1994 ist der Frauenanteil größer als der Männeranteil und beläuft sich mittlerweile (Stand: 2003/2004) auf 56 Prozent. 2004 wurden rund 16.000 Maturitätszeugnisse ausgestellt (Daten IDES 2004/2005).

In Österreich wird die allgemeinbildende höhere Schule (AHS) als Gymnasium oder Mittelschule bezeichnet.

In Österreich existieren derzeit 327 Gymnasien, Realgymnasien und Oberstufenrealgymnasien.

In den 1960er Jahren waren Bestrebungen im Gange, die normale allgemeinbildende höhere Schule auf neun Jahre auszudehnen. Dies wurde auch zwei Jahre durchgeführt. Dieses Vorhaben wurde dann aber wieder aufgegeben. Die Notenskala in Österreich umfasst fünf Noten: sehr gut (1), gut (2), befriedigend (3), genügend (4), nicht genügend (5).

In einem Gymnasium werden sowohl Unter- als auch Oberstufe angeboten, in einem Oberstufenrealgymnasium nur die Oberstufe. Sowohl Unter- als auch Oberstufe sind in Klassen gegliedert. Die Nummerierung der Klassen beginnt üblicherweise mit jeder Schule neu, das heißt die fünfte Schulstufe im Gymnasium entspricht der ersten Klasse, und läuft im Gymnasium bis zur achten (neunten) Klasse, die die Matura ablegt.

Der Übertritt von der Hauptschule in ein Gymnasium ist möglich, wenn der Schüler die Fächer Deutsch, Mathematik und lebende Fremdsprache in der besten Leistungsgruppe besucht hat und alle anderen Fächer mit „befriedigend“ (3) oder besser beurteilt wurden. In der fünften Schulstufe wird als erste lebende Fremdsprache meist Englisch gelehrt. Im humanistischen und neusprachlichen Profil wird diese in der siebten Schulstufe durch eine zweite Fremdsprache ergänzt (zum Beispiel Latein, Italienisch, Französisch, Spanisch, Kroatisch) oder man wählt jenen Schulzweig, der sich mehr auf Mathematik und die Naturwissenschaften bezieht (Realgymnasium). Die Unterstufe des Realgymnasiums entspricht von den Fächern her weitgehend der Hauptschule.

Zu Beginn der Oberstufe wird in allen Zweigen eine weitere Sprache angeboten – eine zweite Sprache im Realgymnasium, eine dritte in neusprachlichen und humanistischen Gymnasien. Dabei handelt es sich meist um die Sprachen Französisch, Italienisch, Latein oder Spanisch, im humanistischen Gymnasium Altgriechisch, Russisch oder Französisch. Ab der zehnten Schulstufe können die Schüler außerdem eigene Schwerpunkte setzen. Dazu müssen sie ein begrenztes Stundenkontingent in Wahlpflichtgegenstände investieren. Diese sechs Wahlpflichtfachstunden sind über die elfte und zwölfte Schulstufe (siebte und achte Klasse) zu verteilen. Schüler können auf freiwilliger Basis auch mehr als sechs Stunden investieren, jedoch muss das von der Schulleitung genehmigt werden. In der elften und zwölften Schulstufe können sich die Schüler üblicherweise zusätzlich zwischen den Fächern Musikerziehung und Bildnerische Erziehung entscheiden. Diese Entscheidung ist wichtig, wenn ein Schüler in einem dieser Gegenstände maturieren will. In jenem Fach, das ein Schüler nicht wählt, kann dieser keine Matura machen.

Die ersten vier Gymnasien haben gemeinsam, dass sie eine gute Basis an Allgemeinwissen vermitteln, Latein lehren und auf ein weiterführendes Studium ausgerichtet sind. Das Kunstgymnasium lehrt kein Latein und der allgemeinbildende Anteil ist gegenüber dem künstlerischen zweitrangig.

Liechtenstein unterhält das Liechtensteinische Gymnasium.

In Frankreich heißt die Entsprechung des Gymnasiums deutschsprachiger Länder Lycée und bereitet auf das Baccalauréat vor, welches für unterschiedlichste wissenschaftliche Fächer sowie berufliche Tätigkeiten herausgegeben wird. In Frankreich verfügen deshalb rund 40 Prozent der arbeitstätigen Bevölkerung über einen solchen Abschluss. Das Besondere am französischen System ist, dass das Baccalauréat trotz gymnasialer Ausbildung ein Universitätsschulabschluss ist: Die Abschlussprüfungen werden von der Universität geleitet, und die Prüfungsleistung hat erhebliche Konsequenzen für das spätere Studium.

Seit der polnischen Bildungsreform 1999 folgt auf die Grundschule (szkoła podstawowa) (sechs Jahre) zunächst eine Mittelschule mit der Bezeichnung gimnazjum (drei Jahre), deren Besuch für alle Schüler verpflichtend ist. Danach kann an einem liceum (Oberschule – verschiedene Varianten) in weiteren drei Jahren die Hochschulreife erworben werden. Vor 1999 gab es das gimnazjum nicht, statt dessen schlossen das liceum (vier Jahre) und andere weiterführende Schulformen direkt an die Grundschule (acht Jahre) an.

Lyceum, eine Oberstufenschule, die eine Mischform zwischen Realgymnasium und technischer Schule darstellt.

In Griechenland und Zypern ist das Gymnasio Γυμνάσιο ist die gemeinsame Sekundarstufe I/Unterstufe für alle Schüler, und reicht vom Alter 12–15, mit dem Esperino Gymnasio (Abendgymnasium) als Sonderform. Das griechisch Γενικό Λύκειο, Geniko lykeio ‚Allgemeines Lyzeum, Gesamtschule‘) schiesst als Sekundarstufe II/Oberstufe im allgemeinbildenden Sektor an, daneben gibt es die Tehnika Epangelmatika Ekpedeftiria TEE (Berufbildungseinrichtungen). Diese Typen gibt es seit der Schulreform 1997/98.

Auch in der Türkei wird eine Art der weiterführende Schule (zwischen Grundschule und der Universität) als Lise bezeichnet (wobei der Ursprung das französische Wort lycée ist). Sie dauert 3 bis 5 Jahre, je nach Schultyp, und schliesst mit dem Öğrenci Seçme Sınavı (ÖSS) als Studienberechtigungsprüfung ab.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia