Guitar Hero

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Geschrieben von c3po 13/03/2009 @ 09:11

Tags : guitar hero, videospiele, gaming, high-tech

Guitar Hero

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Guitar Hero (Deutsch: Gitarrenheld) ist eine Videospielserie aus dem Bereich der Musikspiele. Bei dem Spiel soll der Nutzer versuchen, Original-Musikstücke, die während des Spiels zu hören sind, auf einem speziellen Gitarren-Controller möglichst authentisch nachzuspielen, indem er auf entsprechende Knöpfe des Controllers drückt.

Das Spielkonzept und die ersten beiden Teile wurden von Harmonix Music Systems entwickelt und von RedOctane veröffentlicht. 2007 wurden die Rechte an der Reihe von Activision erworben. Zukünftig werden weitere Fortsetzungen des Spiels vom hauseigenen Entwicklerstudio Neversoft entwickelt.

Nachdem der Spieler einen Song ausgewählt hat, wird dieser nicht nur akustisch wiedergegeben, sondern es erscheinen auf dem Bildschirm der Spielekonsole auf einer Art Leiste, die den Gitarrenhals mit den einzelnen Saiten darstellen soll, auch die zu spielenden Töne. Der Benutzer kann dazu mit einem mitgelieferten Gitarren-Controller spielen, der bei Guitar Hero 1 und 2 einer Gibson SG und bei Guitar Hero 3 einer Gibson Les Paul nachgebildet ist. Dieser Gitarren-Controller simuliert eine echte Gitarre mit fünf verschiedenfarbigen Knöpfen als Bünde, eine Strum Bar und ein Tremolo. Während des Spielens müssen die richtigen Knöpfe am Gitarrenhals zum richtigen Zeitpunkt gedrückt (gehalten) und gleichzeitig die „Saiten“ am Corpus mit der anderen Hand geschlagen werden. Dabei wird um Punkte und die Gunst des Publikums gespielt.

Es existiert ein Karrieremodus, bei dem man sich mit seiner eigenen Band von unten "hochspielt". Erfolgreiche Gigs werden, je nach Leistung, die davon abhängt, wie viele Punkte man erspielt hat, mit virtuellem Geld belohnt, von dem in einem "Laden" neue Gitarren, Kostüme, Videos, Lieder usw. gekauft werden können. Schafft man es, durch gekonntes Gitarrenspiel seine Star-PowerLeiste aufzuladen, kann man die Gitarre (die im Inneren Sensoren enthält) nach oben reißen und einen vorübergehenden, besonders punkteergiebigen und publikumsbetörenden Modus aktivieren.

Das Original-Guitar-Hero wurde von Harmonix Music Systems entwickelt und Ende 2005 für die PlayStation 2 veröffentlicht. Der Videospiele-Entwickler Harmonix zeichnete sich bereits zuvor für einige Musikspiele für die PS2 verantwortlich, wie FreQuency und Amplitude. Beide Spiele, denen der große Verkaufserfolg verwehrt blieb, wurden von Kritikern und Fachpresse gelobt. Die Möglichkeit, den Controller wie ein Musikinstrument zu benutzen, war bereits in diesen Spielen vorhanden.

Nach der Veröffentlichung erhielt das Spiel Auszeichnungen für die spielerische Innovation und den Soundtrack und wurde zum Verkaufserfolg. Das Spiel enthielt 47 Rock- und Metal-Lieder verschiedener Stilrichtungen und Epochen von größtenteils populären Interpreten, wobei einige Lieder aufgrund von Lizenzkonflikten mit der Musikindustrie als Coverversionen im Spiel zu finden sind.

Mit der Veröffentlichung von Guitar Hero gelang Harmonix ein weltweiter Erfolg.

Aufgrund des Erfolgs des ersten Teiles erschien bereits kurz darauf der Nachfolger Guitar Hero II. Dieses Spiel gleicht dem Vorgänger und bietet nun einen Trainingsmodus und einen Mehrspielermodus, wobei ein Gitarren-Duett gespielt werden kann oder ein Spieler Gitarre und der andere Bass spielt. Im Spiel selbst befinden sich 64 neue Lieder. Nach der PS2-Fassung erschien später eine erweiterte Umsetzung für die Xbox 360, die einen eigenen Gitarren-Controller, diesmal im Aussehen der Gibson Explorer, erhielt. Diese beinhaltet einige Lieder exklusiv. Zusätzlich ist es möglich, einige Lieder des ersten Guitar Hero für einen Betrag über Xbox Live herunterzuladen. Es gibt bisher vier Guitar Hero Track Packs mit jeweils drei Liedern, die pro „Pack“ 500 Microsoft Points (entspricht 6 Euro) kosten.

Guitar Hero 3: Legends of Rock fügt erstmalig einen Koop-Karriere-Modus hinzu, bei dem gemeinsam eine leicht veränderte Setlist gespielt werden konnte. Beim ebenfalls neuen "Battle"-Modus muss mit verschiedenen Power-Ups, die es dem Gegner erschweren, die Noten zu treffen, ein Gegenspieler bekämpft werden.

Dem Spieler stehen über 70 Titel zum Spielen bereit, welche sich durch Bonuskontent erweitern lassen. Diese Möglichkeit steht Inhabern einer Playstation 3 sowie Xbox 360 gegen Entgelt zur Verfügung.

Das Spiel wurde von Neversoft für die Plattformen Playstation 3, Xbox 360, Wii und erstmals auch für den PC bzw. Mac entwickelt. Für die PC- und Mac-Portierung zeigen sich die Entwickler von Aspyr verantwortlich.

Durch die Fusion von Activision mit der Spiele-Software-Sparte von Vivendi zu Activision Blizzard profitieren die Guitar-Hero-Spiele vom umfangreichen Musikkatalog der Vivendi-Tochter Universal Music Group.

Während der Consumer Electronics Show 2009 hat Activision-Chef Mike Griffith bekannt gegeben, dass Guitar Hero 3: Legends of Rock bisher mehr als 1 Milliarde US-Dollar Umsatz weltweit erzielt hat. Dabei handelt es sich um das erste Spiel, das diese Marke überschreitet.

Der vierte Teil der Hauptreihe, Guitar Hero World Tour, bietet (als Reaktion auf den Erfolg des Konkurrenzspieles Rock Band) die Möglichkeit, neben Gitarre und Bass auch Schlagzeug zu spielen, sowie zu singen. Passende neue Controller (Schlagzeug, Mikrofon) sind verfügbar. Des Weiteren ist ein umfangreicher Charakter-Editor (Personalisierung der Spielfigur) integriert. Der Online-Modus ist im Vergleich zum Vorgänger stark erweitert: Nun können Mitglieder für eine virtuelle Band online gefunden werden oder zwei Gruppen gegeneinander antreten.

Das letzte noch von Harmonix entwickelte Spiel war Guitar Hero: Rocks the 80s, das im Sommer 2007 erschien.

Dieses Spiel richtet sich hauptsächlich an Fans der Band Aerosmith, 30 seiner insgesamt 41 Lieder stammen von der Gruppe. Die restlichen elf Songs wurden von Aerosmith ausgewählt, darunter Interpreten wie RUN D.M.C., Lenny Kravitz oder Stone Temple Pilots. Das Gameplay wurde von dem dritten Teil der Hauptserie übernommen und an die Titelliste angepasst. Die Band hat mittlerweile mehr Einnahmen aus den Verkäufen des Spieles erzielen können als mit dem Erlös eines ihrer Alben.

Der Ableger für den Nintendo DS hat das Gameplay des dritten Teils der Hauptserie weitergeführt. Als Ersatz für einen Gitarrencontroller wurde das Spiel mit einem speziellen Gitarren-Modul, welches in den Gameboy-Advance-Schacht geschoben werden musste, sowie einem Plektrum für den Touchscreen ausgeliefert. Statt fünf Anschlagstasten werden hier nur vier verwendet. Guitar Hero On Tour erhielt von der Fachpresse durchschnittliche mediokre Bewertungen, wobei oft der Mehrspielerpart gelobt und die Peripherie "Guitar Grip" kritisiert wurde. Die Spieleplattform gamona.de urteilt: „Der ausgereifte Mehrspieler-Part ist ganz klar die größte Stärke der portablen Klampferei. Der Spielspaß leidet jedoch unter der, zugegeben auch technisch bedingten, mangelnden Soundqualität.“ (Wertung: 77%). Mit 66% gewertet hat Gamecaptain.de: „Das Guitar Grip ist kein gleichwertiger Ersatz, obwohl es schon in die richtige Richtung geht.“. Allerdings bewertete IGN.com das Spiel mit 9 von 10 Punkten, was "outstanding" entspricht, und vergab den "IGN.com Editor's Choice Award".

Guitar Hero: On Tour Decades ist das zweite Guitar-Hero-Spiel für den Nintendo DS.

Es wird auch mit dem Guitar Grip gespielt und hat im Vergleich zu Guitar Hero: On Tour andere und neuere Lieder.

Die unterschiedlichen Versionen, der einzelnen Ausgaben von Guitar Hero, bringen unterschiedliche Gitarrencontroller mit.

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Nintendo DS

Nintendo DS

Der Nintendo DS, auch kurz NDS genannt, ist eine von Nintendo entwickelte und produzierte Handheld-Konsole, die über zwei LC Displays, ein eingebautes Mikrofon und eine Reihe weiterer technischer Neuerungen verfügt, die eine gegenüber früheren Konsolen vereinfachte Spielesteuerung ermöglichen sollen.

So ermöglichen es der untere Bildschirm – ein berührungsempfindlicher Touchscreen – sowie das Mikrofon oder eine anschließbare Sprechgarnitur (Headset) erstmals, mobile Videospiele durch Berührung oder Spracheingabe zu steuern. Weitere Besonderheiten sind der virtuelle Rundum-Klang (Surround Sound), sowie die Kompatibilität mit Game-Boy-Advance-Spielen. Auch ein Chatprogramm, der sogenannte „PictoChat“, ist bereits vorinstalliert. Mit diesem ist es möglich, in vier Chatrooms mit je 16 Teilnehmern zu chatten und Zeichnungen zu verschicken. Mit den Besitzern weiterer Nintendo-DS-Konsolen kann man kabellos Multiplayer-Spiele spielen. Laut Herstellerangabe liegt die Sendereichweite im freien Raum bei 10 m, dieser Wert kann erfahrungsgemäß deutlich höher liegen. Diese Fähigkeit kann auch als Verbindungsmöglichkeit zu einem Spiel (Pokemon Battle Revolution) der neuen Spielkonsole Wii genutzt werden. Über einen speziellen Wi-Fi-Service, die Nintendo Wi-Fi Connection, ermöglicht der Nintendo DS auch Online-Spiele über weite Entfernungen hinweg. Man kann sich per WLAN entweder über das Heimnetzwerk oder über einen Hotspot verbinden.

Das Kürzel DS war ursprünglich ein Arbeitstitel und bedeutete „Dual Screen“ oder auch „Double Screen“ (engl. für Doppel-Bildschirm) aufgrund der zwei LC-Bildschirme. Auf der E³ 2004 nannte Nintendo ihn allerdings auch „Developers' System“ (= Entwickler-System), da er leicht programmierbar sein sollte und viele neue Möglichkeiten für die Entwickler bot. Da das Gerät schon vor seinem Marktstart für Diskussionen unter Videospielern sorgte, wurde der Name schnell bekannt, sodass Nintendo entschied ihn beizubehalten und nicht wie ursprünglich geplant zu ändern. Am Anfang diente als interner Codename jedoch „Nitro“. Aus diesem Grund beginnen die Produktnummern mit NTR und nicht NDS.

Nintendo stellte das neue System auf der Videospielmesse E³ in Los Angeles im Mai 2004 erstmals der Öffentlichkeit vor. Wenig später gab das Unternehmen das endgültige Design des Geräts und seine Ausstattung bekannt.

Auf den Markt kam der Nintendo DS am 21. November 2004 in den USA. Dies war das erste Mal, dass Nintendo den Verkaufsstart eines Produkts außerhalb Japans stattfinden ließ. Im Herkunftsland kam das Gerät erst am 2. Dezember 2004 in den Handel. Am 25. Februar 2005 folgte die Veröffentlichung in Australien und am 11. März 2005 in Europa. Der aktuelle Verkaufspreis in den USA beträgt 129,99 US-Dollar, in Japan 14.800 Yen und in Europa 149,95 Euro.

Der Nintendo DS wurde bis September 2008 in Europa etwa 24 Millionen mal verkauft; weltweit wurden bis dahin insgesamt über 80 Millionen Stück abgesetzt. In Japan überstiegen die Verkaufszahlen der Konsole im Jahr 2005 deutlich die der PlayStation 2 und der PSP. Im Jahr 2006 verkauften sich Nintendo DS und Nintendo DS Lite zusammen, trotz starker Lieferengpässe in Japan, häufiger als alle anderen erhältlichen Konsolen zusammengenommen. Erst mit dem Ende der japanischen Sommerferien im August 2007 entspannten sich die Lieferprobleme des Handheld deutlich. Im September wurden wöchentlich ca. 70.000 Einheiten verkauft, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den Vormonaten darstellt.

Anfang 2008 erreichte der NDS vorläufig eine Marktsättigung in Japan, die Verkaufszahlen gingen auf circa 50.000 Einheiten pro Woche zurück, was zum einen an der großen installierten Hardwarebasis des Gerätes liegt (über 22 Millionen Stück in Japan laut VGchartz.com) und zum anderen an einer fehlenden Preissenkung des Gerätes, welches seit 2004 zum gleichen Preis auf dem Markt ist.

Im Juli und August 2005 lief in über 5000 US-Kinos eine Werbung zum im Herbst desselben Jahres startenden Nintendo Online Gaming. Das Motto dazu lautete: „For every action, there is an opposite and equal reaction“ (Für jede Handlung gibt es eine entgegengesetzte und gleiche Reaktion).

Nach Angaben von Nintendo ist der DS nicht das Nachfolgemodell des Game Boy Advance (GBA). Vielmehr handelt es sich um einen neuen Spiele-Handheld, der mehr Interaktivität ermöglichen soll und parallel zu den bereits erhältlichen Nintendo-Konsolen (GameCube bzw. Wii und Game Boy Advance) vermarktet wird. Als ein weiteres Gerät der Gameboy-Reihe wurde ein Jahr nach der Veröffentlichung des Nintendo DS der Game Boy Micro auf der E³ 2005 vorgestellt. Es handelt sich hierbei aber lediglich um ein Neudesign des Game Boy Advance.

Die Anzahl der Veröffentlichungen für den Game Boy Advance ist seit Erscheinen des DS stetig zurückgegangen. Auch die Firmenleitung Nintendos gab selbst zu Bedenken, dass eine separate Veröffentlichung eines neueren Game Boys zu viel hauseigene Konkurrenz bedeuten würde. Bislang deutet also alles darauf hin, dass vorerst die Unterstützung für die Produktreihe Game Boy auslaufen wird.

Trotz der Stellung des Geräts als Teil einer eigenen Reihe ist beim Nintendo DS und Nintendo DS Lite (nicht beim Nintendo DSi) neben dem Slot für DS-Spiele ein weiterer für GBA-Spiele vorhanden, somit lassen sich auch diese spielen, jedoch aufgrund der fehlenden Möglichkeit, ein Linkkabel anzuschließen, nur im Einzelspielermodus. Die Module des Game Boy und Game Boy Color sind nicht auf dem DS spielbar. Man kann festlegen, ob im GBA-Modus der obere oder der untere Schirm für die Anzeige verwendet wird.

Alternativ ist der Steckplatz für Erweiterungsmodule nutzbar, siehe Zubehör.

Mit der aktuellen Konsolengeneration von Nintendo, der Wii, soll es eine Verbindungsmöglichkeit zwischen DS und Wii via Wi-Fi, ähnlich der kabelgebundenen Verbindung zwischen GameCube und GBA geben.

Der Nintendo DS besitzt wie der Game Boy Advance zwei Schultertasten (R und L), ein Steuerkreuz, Start- und Select-Knopf, sowie die Tasten A, B, X und Y. In einigen Spielen kann man die Tasten A, B, X und Y auch als zweites Steuerkreuz benutzen oder diese Tasten stattdessen auf das linke Steuerkreuz legen.

Die meisten für den Nintendo DS konzipierten Spiele nutzen allerdings den berührungssensitiven Schirm. Er wird entweder mit einem speziellen Eingabestift bedient – dem sogenannten Stylus oder Touchpen – oder mit einer Handschlaufe, die hauptsächlich bei Ego-Shootern verwendet wird. Der Nintendo DS Lite bietet einen größeren und dickeren Stylus, der besser in der Hand liegt und ein genaueres Navigieren ermöglicht. Der Touchscreen reagiert hochsensibel auf Berührungen. Daher ist eine relativ einfache Texteingabe über eine auf dem Bildschirm abgebildete Tastatur möglich. Das ist z. B. vorteilhaft im Pictochat oder beim Browsen im Internet. Je nach Programm können mit dem Touchpen auch direkt Texte geschrieben und Bilder gezeichnet werden. Damit erinnert der Nintendo DS an einen Handheld-PC, wobei er aber deutlich weniger Leistung bietet.

Manche Spiele nutzen außerdem das integrierte Mikrofon, um Befehle entgegen zu nehmen. Beispielsweise werden Kerzen ausgeblasen oder Hunde tatsächlich gerufen.

Durch seine volle WLAN- (oder Wi-Fi-) Kompatibilität ist es mit dem Nintendo DS möglich, gegen Menschen in der ganzen Welt über das Internet zu spielen. Alle onlinefähigen Spiele nutzen diese Fähigkeiten bereits für ihren Mehrspieler-Modus. Der Nintendo DS ist 802.11b-kompatibel; die Spiele benutzen ein darauf aufsetzendes proprietäres Protokoll. Um den Akku zu schonen und somit die Laufzeit zu verbessern, werden nicht die ganzen (laut 802.11b zu Verfügung stehenden) 11 MBit, sondern nur etwa 1 bis 2 MBit benutzt.

Nintendo bietet in Zusammenarbeit mit Gamespy einen kostenlosen Onlinedienst an, welcher das Spielen via Internet ermöglicht. Der „Nintendo Wi-Fi Connection“ genannte Dienst wurde gleichzeitig mit der Veröffentlichung von Mario Kart DS am 25. November 2005 gestartet.

Der Zugang erfolgt über einen standardgemäßen Wireless Access Point, ein spezielles USB-Steckmodul von Nintendo oder (in Deutschland) über öffentliche HotSpots von T-Online. In den USA und in Europa verfügen viele z.B. McDonalds-Filialen über HotSpots für den DS.

Als großer Nachteil des Geräts ist anzusehen, dass lediglich die äußerst unsichere WEP-Verschlüsselung genutzt wird, auf die man sein Funknetz umstellen muss.

Auf der E³ 2005 wurde zudem VoIP-Software für den Handheld demonstriert. Mit dieser Voice-Client-Software kann man sich über das DS-Mikro verständigen. Das Spiel Metroid Prime Hunters ermöglicht mit dieser Software eine Kommunikation außerhalb des eigentlichen Spiels. In den Pokémon Editionen Diamant und Perl ist die Voice-Client-Software auch eingebaut.

Es gibt in einigen deutschen Großstädten bei Händlern und Elektrogroßmärkten sogenannte Download-Stationen, über die man sich kostenlos Demoversionen von Spielen auf den DS herunterladen kann. Weiterhin ist dies auch mit dem Nintendo-Kanal der Wii möglich.

In Japan war der DS zunächst nur im Standarddesign (silber mit schwarzer Unterseite) erhältlich, am 24. März 2005 (weiß und schwarz) und 21. April 2005 (blau mit schwarzer Unterseite und pink mit weißer Unterseite) erschienen jedoch jeweils zwei neue Farbeditionen, in einem Pack mit dem Spiel Nintendogs. Kurzzeitig gab es in Japan im August 2005 passend zum Spiel „Jump Super Stars“ einen rot/schwarzen Nintendo DS. In den USA und Japan sind weitere Farbvariationen erhältlich. In Japan erschien in Zusammenarbeit mit Pepsi eine Sonderedition des Handhelds in den Pepsi-Farben und passenden Ohrhörern. Diese Edition war auf 1.000 Exemplare limitiert.

In Europa erschienen am 7. Oktober 2005 Bundles des blauen und des rosa DS mit dem Spiel Nintendogs.

Auch gibt es Mods des DS mit verschiedenen Motiven wie Camouflage. Einzelne Sponsoren verlos(t)en auch limitierte DS-Exemplare z. B. mit dem MTV-Logo.

Bei dem am 23. Juni 2006 erschienenen Nintendo DS Lite handelt es sich um ein Neudesign des Nintendo DS. Allerdings wurden die technischen Spezifikationen, die für die Darstellung von Rechenoperationen relevant sind, nicht geändert. Der DS Lite ist ca. 30 % kleiner als der Original-DS. Dabei ist die Akkulaufzeit höher. Die neue, kompaktere Bauform machte einen neuen Stromanschluss notwendig, sodass die Netzteile des GBA SP nun nicht mehr verwendet werden können.

Kritisiert wird, dass bei starker Sonneneinstrahlung die Bildschirme der Konsole weiterhin spiegeln können, wenn auch weniger stark als beim alten Modell. Auch ist es nicht mehr möglich, die Bildschirmbeleuchtung völlig abzustellen. Aufgrund des kompakten Designs ragen zudem Game-Boy-Advance-Module ein Stück aus dem Gerät heraus – dies gilt auch für manche speziellen Nintendo-DS-Peripherie-Geräte (etwa Vibrationsmodul), wobei in diesen Fällen allerdings speziell angefertigte Lite-Versionen in Planung oder bereits erhältlich sind. Als ein unklarer Mangel stellt sich bislang die Beschaffenheit der Aktions- und Richtungstasten heraus, da hier die Qualität je nach Modell schwanken kann. Im Allgemeinen wird die Schwammigkeit und das fehlende Druckgefühl der Tasten kritisiert, die relativ tief zu drücken sind, damit sie aktiviert werden. Käufer jedoch entgegnen häufig, die Tasten des Ur-Modells seien schlichtweg zu „hart“ zum angenehmen Spielen gewesen und verweisen bei diesem speziellen Kritikpunkt auf eine Fehlinterpretation seitens der Medien.

Erschienen ist der DS Lite in den Farben weiß, schwarz, pink, silber, rot, türkis und grün. Derzeit gibt es auch eine Schwarz-Silberne Limitierte Sonderedition mit dem Spiel "Guitar Hero: On Tour". In Japan sind weiterhin die Farben „enamel navy“ (deren Produktion im Jahre 2007 allerdings eingestellt wurde) und „ice blue“ erhältlich. Zusätzlich sind in Japan verschiedene limitierte Editionen erschienen wie z. B. eine Final-Fantasy-Edition.

Verkauft wurden bisher 45.970.000 DS Lite.

Am 2. Oktober 2008 kündigte Nintendo die Veröffentlichung des Nintendo DSi an. Neben einer Größenveränderung der Hardware (das Gehäuse ist etwas flacher und leichter als der DS Lite, aber auch etwas breiter und höher) wurden zwei Kameras mit der Auflösung 640 × 480 Pixeln angebracht. Die Bildschirme des Nintendo DSi wurden in der Diagonale um 0,64 cm vergrößert. Der interne Speicher wurde erhöht. Der Schacht für GBA-Spiele wurde entfernt, und dafür ein Schacht für SD-Karten eingebaut. Dies hat allerdings zur Folge, dass Zubehör für den GBA-Slot (siehe DS-Zubehör) nicht mehr genutzt werden kann. Weiterhin ist jetzt eine verbesserte Version des DS-Web-Browser von Opera sowie ein Bild- und Ton/Stimmen-Bearbeitungsprogramm und auch ein AAC-Player + Music-Player vorinstalliert. Der DSi hat eine Gesichtserkennung und kann die Bilder auf der SD-Karte speichern, sodass man sie einfach auf einen PC übertragen werden können.

Zusätzlich wird Nintendo der "Nintendo DSi Shop" für Spiele und Programme eröffnet, die dann über WLAN auf den DSi geladen werden können (Kostenpflichtige Nintendo DSi Ware kann in diesem Shop dann über Nintendo DSi Points gekauft werden). Diese Funktion ist mit dem Wii Shop Kanal vergleichbar. Seit dem 1. November 2008 ist der Nintendo DSi für 18.900 Yen (rund 155 Euro) in Japan erhältlich. Laut Nintendo wird der Nintendo DSi in Europa am 3. April 2009 in den Farben weiß und schwarz erscheinen.

Der Nintendo DS ist in erster Linie eine Spielkonsole wie der GameBoy; Nintendo und einige Drittentwickler arbeiten jedoch auch an Programmen, die den DS mit den Funktionen eines Organizers ausstatten sowie an Touchscreen-gesteuerten Wörterbüchern. Des Weiteren wurde in Kooperation mit Opera der auf Version 8.5 des gleichnamigen Browsers basierende Nintendo DS Browser entwickelt. Veröffentlicht wurde dieser Ende Juli 2006 in Japan sowie am 6. Oktober des gleichen Jahres in Europa. Da der DS um einiges preiswerter ist als die meisten aktuell auf dem Markt befindlichen PDAs und Organizer, rechnen die Hersteller mit einer erfolgreichen Einführung der Software und der Erschließung eines neuen Marktes als Hersteller der Hardware.

Zudem gibt es Homebrew-Software für den DS, welche sich über spezielle Chipkarten auf den DS übertragen lässt. Somit kann man den DS mit vielen Funktionen erweitern, (ältere) Spiele und Systeme emulieren (wie z. B. ScummVM oder Descent, C64, SNES) oder selbstprogrammierte Spiele und Programme starten, welche auf verschiedenen Seiten legal angeboten werden. So existieren beispielsweise Homebrew-Browser, Clients für Instant-Messenger-Netzwerke oder IRC, MP3-Player, Organizer, Kalender, Datei-Manager und viele weitere Programme.

Weiterhin ist das Projekt DSLinux zu nennen, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Linux auf den Nintendo DS zu portieren. Hierzu wird eine sogenannte GBA Flashcard benötigt, ein Modul für den GBA-Slot der Konsole, wobei in das Modul selbst eine Speicherkarte gesteckt werden kann, die dann DSLinux enthält. In letzter Zeit werden auch Karten angeboten, die die Größe einer normalen Nintendo-DS-Flashcard haben und auch in den Slot1 des Nintendo DS gesteckt werden. Diese Karten erfordern zum Ausführen von Homebrew nun kein Patchen der DS-Firmware mehr und werden in der Homebrew-Szene immer beliebter.

Diese Flashkarten lassen sich jedoch auch für das Abspielen von Raubkopien benutzen.

Die Spiele des Nintendo DS werden auf speziellen Nintendo-eigenen Speicherkarten gespeichert. Laut Nintendo sind Spiele auf diesen Flashcards billiger zu produzieren als auf Modulen. Die Speicherkapazität der Karten beträgt derzeit bis zu 2 Gbit (256 MB). Größere Speicherkapazitäten sind denkbar, aber teurer. Jedoch soll bereits eine Speicherkarte mit 1 Gbit über eine deutlich geringere Datentransferrate verfügen als Karten kleinerer Kapazität.

Eigentlich müssen auf alle Spiele in Deutschland die USK-Zeichen abgedruckt werden. Da die Spiele so klein sind, wurde hier jedoch eine Ausnahme gemacht. Sie müssen erst ab einem Freigabealter von 12 Jahren mit dem Hinweis bedruckt werden und es reicht, nur einen Hinweissatz auf das Spiel zu drucken. Auf den Spielen steht dann: „Freigegeben ab 12/16/18 Jahren“. Auf der Spieleverpackung gelten allerdings die normalen Regeln.

Für den Nintendo DS ist bisher verschiedenes Zubehör, zum Anschluss am GBA-Slot (Slot-2) erschienen. Mit der neuesten DS-Version DSi kann dieses Zubehör, aufgrund des dort fehlenden Slot-2, nicht benutzt werden.

So gibt es zum Beispiel ein Rumble Pak mit mäßigem Rütteleffekt. Die Erweiterung kann über den Nintendo-Kundendienst oder als Beigabe zu einem NDS-Spiel, wie z.B. Actionloop oder Metroid Prime Pinball, bezogen werden. Durch Importhändler lässt sich auch ein Rumble Pak für den Nintendo DS Lite erwerben, dieses hat dann die DS-Lite-Maße und ragt somit auch nicht aus dem Nintendo-DS-Lite-Gehäuse heraus. Eine Veröffentlichung für den europäischen Markt ist nicht geplant. Dem Nintendo DS Browser wird eine RAM-Erweiterung beigelegt.

Ein interessantes Zubehör ist der Movie Advance Player. Mit ihm können Filme, Musik, Bilder und Texte abgespielt bzw. betrachtet werden. Der Movie Advance Player wird in den zweiten Slot gesteckt und beinhaltet, je nach Version, entweder eine CF- oder SD-Karte. Die neueste Version dieses Moduls wurde jedoch weder von Nintendo entwickelt noch wird es offiziell unterstützt. Mittlerweile gibt es den Nintendo MP3 Player als Pendant zum japanischen Play-Yan, mit dem man ca. 240 Songs abspielen kann. Wer noch mehr Speicherkapazität braucht, kann sich dazu gleich die 1-GB-Speicherkarte kaufen. Mit dem M3 Modulen (wie M3 Simply) lassen sich 2GB, mit dem M3 REAL sogar bis 32GB MicroSD-Karten abspielen.

In Japan gibt es einen TV-Empfänger für den DS. Ob dieser auch den europäischen Markt erreichen wird ist fraglich, da er den in Europa nicht verwendeten Übertragungsstandard 1seg benutzt.

Es gibt außerdem eine Slot-2-Erweiterung namens NDSMotion, die Bewegungen ähnlich einer Wiimote registriert. Diese hat jedoch momentan nur eine Homebrew-Unterstützung, und es gibt keine kommerziellen Spiele, die mit ihr zusammenarbeiten.

Weiterhin ist in Japan eine Erweiterung für den GBA Slot auf dem Markt, die einen Paddle Controller zur Verfügung stellt, mit dem Spiele wie Arkanoid DS oder Space Invaders gespielt werden können. Die Erweiterung wurde von Taito produziert.

Ebenfalls erhältlich ist eine Griffleiste für das Spiel Guitar Hero sowie ein Schrittzähler für My Fitness Coach - ebenfalls beides Erweiterungen für den GBA Slot des DS / DS Lite.

Die Entwickler von Emulatoren wie NO$GBA oder DeSmuME haben es sich zur Aufgabe gemacht, Nintendo DS Spiele für den PC zugänglich zumachen. So ist es möglich, dass sich neben Demos auch komplette Spiele nahezu problemlos auf dem PC, in einem zweigeteilten Fenster und mit der Maus als Stiftersatz, spielen lassen.

Des Weiteren hat sich mittlerweile ein eigener Wirtschaftszweig jenseits von Nintendo gebildet, der sich vornehmlich mit dem Verkauf von sogenannten DS Linkern beschäftigt. Mit diesen speziellen Modulen ist es möglich Spiele in Form von Roms auf Speicherkarten (z.B. microSD) zu kopieren und auf dem Nintendo DS abzuspielen.

Um den Nintendo DS existiert eine große, aktive Homebrew-Szene. Neben allerlei nützlichen Programmen wie Mediaplayern, Malprogrammen oder Organizern sind auch komplett kostenlose Spiele erhältlich.

Es gibt auch I/O-Karten für den NDS z. B. DSerial oder DS brut, die beide mit einer EIA-232-Schnittstelle und GPIOs ausgestattet sind. Die Hersteller bieten auch passend zu ihren Karten Softwarebibliotheken an. Diese Karten eignen sich für Mess-, Steuer- und Regelungsaufgaben.

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Gibson SG

Angus Young (AC/DC) mit Gibson SG

Die Gibson SG ist ein E-Gitarren-Modell. Sie wird seit 1961 von der US-amerikanischen Firma Gibson hergestellt. Sie war ursprünglich als Nachfolgemodell der Gibson Les Paul vorgesehen.

Ende der 1950er-Jahre sanken die Verkaufszahlen der E-Gitarren von Gibson. Um auf die Konkurrenz der Modelle von Fender, insbesondere der Fender Stratocaster und Fender Jazzmaster zu reagieren, wurden bei Gibson verschiedene neue Gitarrenmodelle entwickelt. Hauptaugenmerk lag dabei besonders auf dem modernen Design der Gitarren, da sich Gibson vom Image des konservativen Jazzgitarrenbauers lösen wollte. Das Vorgängermodell Gibson Les Paul wurde 1961 vollständig aus dem Programm genommen und durch das im selben Jahr entwickelte Nachfolgemodell Les Paul SG ersetzt. Die Buchstaben „SG“ sollten unterstreichen, dass es sich bei dieser Gitarre um eine E-Gitarre mit massivem Korpus handelt („Solidbody Guitar“). Der auffälligste Unterschied zum Design der Les Paul war der Korpusausschnitt auf beiden Seiten des Griffbretts (Double-Cutaway). Dieser sollte der SG ein modernes Aussehen geben und die Bespielbarkeit der hohen Bünde erleichtern.

Der Gitarrist und Tontechniker Lester William Polfus (Künstlername „Les Paul“), der Namensgeber und Mitentwickler der Gibson Les Paul war, zeigte sich mit dem neuen Modell SG unzufrieden. Insbesondere missfiel ihm dessen Korpusform („Jemand wird sich an den spitzen Hörnern noch verletzen“). Da Les Pauls Vertrag bei Gibson 1962 auslief, zog er sich offiziell zurück. Die Modellbezeichnung „Les Paul SG“ wurde daraufhin zu „SG“ verkürzt. In späteren Interviews erinnerte sich Les Paul, der Hauptgrund für seinen Rückzug in Wirklichkeit nicht so sehr die ungeliebte neue Form der SG war, sondern die anstehende Scheidung von seiner Ehefrau und Duopartnerin Mary Ford. Les Paul befürchtete hohe Unterhaltszahlungen an seine Noch-Ehefrau und war an einer lukrativen Vertragsverlängerung mit Gibson nicht interessiert. Höhere Einnahmen hätten für Les Paul höhere Zahlungen bedeutet, weshalb er sich zu dieser Zeit nahezu komplett aus dem Musikgeschäft zurückzog.

Nachdem die Nachfrage nach dem ursprünglichen Les-Paul-Modell in den 1960er-Jahren wieder anstieg, nahm Gibson diese Gitarre 1968 zurück ins Programm. Seit dieser Zeit werden die Modelle SG und Les Paul parallel produziert.

Korpus und Hals der Gitarre bestehen nahezu komplett aus Mahagoni, nur der eingeleimte Hals trägt ein Palisandergriffbrett. Dem Korpus fehlt im Vergleich zur Les Paul die aufgeleimte Ahorndecke. Weiter ist der Korpus kleiner und dünner, wodurch die Gitarre im Verhältnis zur Les Paul sehr leicht ist. Die Mensur des Halses beträgt gewöhnlich 24.75 Zoll (625 mm).

Als Tonabnehmer dienten anfangs „P.A.F“-Humbucker, die heute durch die moderneren 490R- und 498T-Modelle ersetzt wurden. Weitere Versionen der SG besaßen verschiedene Tonabnehmerbestückungen wie P90-Singlecoils (Modell „Special“) oder bis zu drei Humbucker (Modell „Custom“).

Die Gitarren der ersten Baujahre waren mit einem Vibratosystem ausgestattet, bei dem der Hebel seitwärts bewegt wird (parallel zum Schlagbrett). Ab 1963 verwendete man das populärere Maestro Vibrola, seltener auch ein Bigsby. Seit den frühen Siebzigern haben SGs für gewöhnlich einen Stoptail-Saitenhalter wie eine Les Paul.

Die Modelle der SG orientieren sich an den verschiedenen Versionen der Les Paul. Neben der „Standard“ (zwei Humbucker-Pickups mit Chromkappen, einfache beigefarbene Einfassung (Binding) des Griffbretts, Griffbretteinlagen in Trapezdesign, chromfarbene Hardware) ist das Modell „Custom“ erhältlich, das vor allem optisch aufgewertet ist (mehrfaches beige/schwarz gestreiftes Binding um die Kopfplatte, goldfarbene Hardware, teilweise ein Griffbrett aus Ebenholz, Griffbretteinlagen aus blockförmigen Perlmutt, teilweise drei Humbucker-Pickups). Das untere Preissegment wird mit verschiedenen Modellen der „Special“- und „Junior“-Serien bedient, die meist optisch und technisch einfacher ausgestattet sind (fehlendes Binding, P90-Pickups etc.).

Gibson baute auch einige E-Bässe mit gleicher Korpusform, den EB-0 mit einem großen Humbucker am Hals und den EB-3 mit einem zusätzlichen kleinen Humbucker am Steg. Wie alle frühen Gibson-Bässe besaßen auch diese Modelle eine Short-Scale-Mensur von 30,5 Zoll. Der EB-3 wurde in den späten 1960er-Jahren vor allem durch den Cream-Bassisten Jack Bruce bekannt, erlangte aber aufgrund des speziellen Klangverhaltens letztlich dennoch keine ganz große Popularität: Zwar lieferten diese Modelle aufgrund ihrer Vollmahagoni-Konstruktion und der Tonabnehmerbestückung einen enorm tragkräftigen Ton mit fundamentalem Tiefbass, aber es fehlte dem Klang an Höhen und Brillanz. Viele der damaligen Bassanlagen konnten diesen Bass-Sound zudem nicht mit angemessen festen Konturen übertragen, was in einem recht dumpfen, dröhnenden und undifferenzierten Klang resultierte.

Neben Gibson selbst bietet die zum Gibson-Konzern gehörende Firma Epiphone ebenfalls verschiedene SG-Modelle an. Die Produktpalette reicht von günstigen Einsteigerinstrumenten mit geschraubten oder auch geleimten Hälsen bis hin zu hochwertigen Kopien aus der in Japan gefertigten Elitist-Serie. Das Modell Epiphone SG-400 ist eine Kopie der Gibson SG Standard aus dem Jahre 1961.

Durch die Humbucker-Bestückung hat auch die Gibson SG einen warmen, für Gibson-Instrumente typischen druckvollen Klang. Bedingt durch den dünnen, massiven Mahagonikorpus ist der Klang der SG meist viel direkter und perkussiver als bei den übrigen Modellen. Aus diesem Grund bietet sich der Ton der SG vor allem bei verzerrten Klängen in der Rockmusik an. Einer, der sich diese Eigenschaften zunutze machte, war Frank Zappa, der immer wieder auf eine SG zurückgriff.

Zu den prominenten Gitarristen, die auf einer Gibson SG spielen, gehören unter anderem Tony Iommi von Black Sabbath, der eine Linkshänder-Version spielt, Richie Sambora von Bon Jovi sowie Pete Townshend von The Who (SG Special) oder Gary Rossington von Lynyrd Skynyrd. Legendär geworden ist Angus Young von AC/DC, der auf der Bühne nahezu ausschließlich eine SG spielt. Young besitzt nach eigenen Angaben eine umfangreiche Sammlung von Gitarren des Typs, in der sich von jedem Jahrgang einige Modelle befinden sollen. Aus diesem Grund wurde Angus Young ein eigenes Signature-SG-Modell von Gibson gewidmet. Weitere Signature-Instrumente sind auch für Townshend, Iommi und Rossington hergestellt worden.

Robbie Krieger von The Doors zeigte, dass auf der SG auch warme, jazzige Klänge möglich sind. Weitere Musiker, die eine SG einsetzten sind Ric Ocasek von The Cars, Mike Oldfield, Paul Weller, Frank Zappa, Brian Molko von Placebo, Lily Lazer von HIM, Eric Clapton während seiner Zeit mit Cream, George Harrison von den Beatles sowie Carlos Santana auf seinen ersten berühmten Aufnahmen (SG Special).

Jack Bruce von Cream gehörte in den 1960er Jahren zu den wenigen berühmten Musikern, die einen SG-Bass verwendeten. Jim Lea (Slade) spielte in den 1970er/80er-Jahren einen modifizierten EB 3. Sein Bass hatte einen dritten Tonabnehmer.

Auch in Konsolenspielen ist die Gibson SG bekannt geworden. In dem Spiel Guitar Hero II wird eine Gibson SG im Maßstab 3/4 als Gitarrencontroller verwendet.

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Buckethead

Buckethead im Jahr 2006

Buckethead ist der Künstlername des US-amerikanischen Gitarristen Brian Carroll (* 13. Mai 1969). Buckethead arbeitet vorwiegend als Solist, hat aber auch mit einer Reihe bekannter Musiker zusammengearbeitet, darunter Guns N’ Roses (von 2000–2004) sowie Bill Laswell, Bootsy Collins und Serj Tankian.

Buckethead hat im Laufe seiner zahlreichen Veröffentlichungen einen eigenen Gitarrenstil entwickelt, der zwischen Thrash Metal, Funk, Jazz und elektronischer Avantgarde angesiedelt ist.

Buckethead realisiert mit größter Nachhaltigkeit eine „Conceptual Continuity“ im Zappa'schen Sinne. Spezifische melodisch-harmonische, lyrische und visuelle Elemente durchziehen sein Werk von frühen Jahren an und werden konsequent immer wieder zitiert und neu interpretiert.

1988 reichte der junge Brian Carroll einen Demosong namens Brazos beim amerikanischen Guitar Player Magazine ein. Der Journalist Jas Obrecht wurde so auf das Talent aufmerksam und die beiden freundeten sich an. Im Haus von Obrecht entstanden bald die Aufnahmen zu Young Buckethead und Acoustic Shards, die jedoch erst 15 Jahre später erscheinen sollten. Nach einigen selbst veröffentlichten Demos, Auftritten mit seiner Band Deli Creeps und Mitwirkungen an Veröffentlichungen von z. B. Henry Kaiser, Will Ackerman sowie dem Improvisationsprojekt Company 91 erschien 1992 auf dem Label Avant von John Zorn das Debüt Bucketheadland.

Dies brachte ihn in den Dunstkreis von Bill Laswell, der mit ihm und dem Drummer Bryan Mantia (später bei Primus und Guns N´ Roses) das Musikprojekt Praxis startete. Bis zum Jahre 2000 arbeitete Buckethead, teils mit Laswell, teils mit Mantia oder anderen an diversen Soloprojekten und dem Sideprojekt Death Cube K (Anagramm für Buckethead) und wirkte auf einer Vielzahl von Veröffentlichungen aus dem Umfeld Laswells mit, darunter Alben von Bernie Worrell, Tony Williams, Julian Schnabel, Anton Fier, Jonas Hellborg und Jon Hassell. Höhepunkte waren neben den Auftritten und Studioaufnahmen von Praxis die Zusammenarbeit mit Bootsy Collins am Projekt Zillatron 1993 sowie sein bislang bestverkauftes Album Monsters & Robots 1999, das mit vergleichsweise aufwändiger Promotion veröffentlicht wurde. Gegen Ende des Jahrzehntes begann auch eine sehr fruchtbare Freundschaft mit dem Schauspieler und Musiker Viggo Mortensen. Erwähnenswerte Veröffentlichungen der beiden sind Pandemoniumfromamerica und Intelligence Failure, welche sich u. a. mit dem Irakkrieg und der amerikanischen Regierung unter George W. Bush auseinandersetzen.

Gelegentlich arbeitete er auch an Filmmusiken, so u. a. an Last Action Hero mit Michael Kamen, Mortal Kombat mit George S. Clinton, Ghosts Of Mars oder Flesh For The Beast.

Nachdem Buckethead bereits 1992/93 als Nachfolger von John Frusciante bei den Red Hot Chili Peppers im Gespräch war erreichte er schlagartig eine größere Bekanntheit, als ihn Axl Rose 2000 als Ersatz für Slash zu Guns N’ Roses rief. Die Verzögerung des Albums Chinese Democracy sowie ausbleibende Auftritte bewegten den Gitarristen jedoch schon 2004 zum Ausstieg. Wenig später erwog Ozzy Osbourne eine Zusammenarbeit, konnte sich aber mit der Maskierung Bucketheads nicht anfreunden . Stattdessen intensivierten Buckethead und Les Claypool die Gruppe Colonel Claypool's Bucket of Bernie Brains, welche schon 2002 als Ersatz für Praxis mit Claypool anstatt Laswell am Bass einige Konzerte gespielt hatte. Nach dem Album The Big Eyeball In The Sky und der anschließenden Tour unterschrieb Buckethead einen Vertrag beim Label Serjical Strike von Serj Tankian (dem Sänger von System Of A Down), woraus 2005 das Album Enter The Chicken resultierte. Vertreten waren so unterschiedliche Musiker wie Serj Tankian selbst, Laswells Frau Gigi, Saul Williams, Efrem Schulz, Azam Ali sowie Maximum Bob, der Sänger von Bucketheads alter Gruppe Deli Creeps. Eine erste reguläre CD namens Dawn Of The Deli Creeps erschien ebenfalls 2005.

Die Großzahl seiner Veröffentlichungen im neuen Jahrtausend wird jedoch von Keyboarder Travis Dickerson übernommen, mit dem der Gitarrist in Projekten wie der Jazz-Rock Formation Thanatopsis, den kurzlebigen Gorgone und Cobra Strike oder auch der von Bill Moseley angeführten Band Cornbugs zusammenarbeitete. Über den Webshop von TDRS sind neben neuen Alben auch vergriffene Veröffentlichungen als Download erhältlich. Außerdem werden einige ältere CDs von Death Cube K oder Arbeiten mit Shin Terai im Vertrieb angeboten.

2006 überarbeitete Buckethead seinen Song „Jordan“ für das Computerspiel Guitar Hero 2, die Urversion mit Sprachsamples von Michael Jordan namens „Jump Man“ erschien bereits 1999 auf „Monsters & Robots“.

Eine wahre Flut an Lebenszeichen gab es im Jahre 2007: Neben den regulären Alben wie Pepper's Ghost und Decoding The Tomb Of Bansheebot veröffentlichte Buckethead im Februar eine streng limitierte Edition namens In Search of The, die aus 13 CDs mit vom Künstler selbst bemalten Hüllen bestand. In ähnlicher Form erschienen auch DCK (von Death Cube K), die Wiederveröffentlichung des 1991 aufgenommenen Demos Bucketheadland Blueprints sowie Cyborg Slunks, welches stilistisch eine Fortsetzung von In Search of The ist. Kevin's Noodle House, eine Zusammenarbeit mit Bryan Mantia und das 5-CD-Set Monolith (von Death Cube K) rundeten das Jahr ab, bevor am 1. Januar in Japan Profanation (Preparation For A Coming Darkness), das neue Album von Praxis erschien. Darauf vertreten sind, Enter The Chicken nicht unähnlich, verschiedene Gastsänger wie Iggy Pop, Mike Patton, Serj Tankian und Maximum Bob.

Im Februar 2008 gab Buckethead die ersten regulären Konzerte seit 2006 und tourte über weite Strecken des Jahres durch die Vereinigten Staaten. Am 16. Februar kündigte Jas Obrecht im offiziell anerkanntem Forum von Buckethead.tk die Veröffentlichung der CD „From The Coop“ an, einer Sammlung von Demos aus dem Jahr 1988, die am 9. März erschien.

Running after Deer von Alix Lambert und Travis Dickerson, auf dem auch Buckethead zu hören ist, wurde am 15. August veröffentlicht.

Im September erschienen drei weitere CDs, darunter ein an das Bandprojekt Thanatopsis erinnerndes Album mit Mantia und Dickerson (The Dragons of Eden), eine experimentelle Kooperation mit dem Tourpartner That 1 Guy als Frankenstein Brothers (Bolt On Neck) sowie eine Solo-CD (Albino Slug) im Stile der Vorgänger Pepper's Ghost und Decoding the Tombs of Bansheebot. Bolt On Neck und Albino Slug waren bis Dezember nur bei den Konzerten erhältlich.

Ende Oktober folgte Junkyard Waltz von Freekbass mit Beteiligung des Gitarristen sowie das Debütalbum von Science Faxtion (u. a. mit Brain und Bootsy Collins), zuerst als Download. Am 23. November folgte die Veröffentlichung von Chinese Democracy, dem lange verzögertem sechstem Studioalbum von Guns N' Roses. Buckethead ist auf zwölf der Titel zu hören, obwohl er zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits mehr als vier jahre kein Mitglied der Band mehr war.

Außerdem wirkte der Gitarrist an dem von Bootsy Collins initiierten Sampler Fallen Soldiers Memorial zugunsten der Fallen Heroes Foundation mit.

Am 30. Januar 2009 erschien das 25. Soloalbum Slaughterhouse on the Prairie, produziert von Dan Monti.

Über das Privatleben von Brian Carroll ist nahezu nichts bekannt. Eine offizielle Biografie gibt es nicht, zu seinem Gesamtkunstwerk gehört die Behauptung, er sei in einem Hühnerstall geboren und von Hühnern aufgezogen worden. In der Öffentlichkeit tritt er fast ausschließlich mit einer weißen Kabukimaske sowie einem Pappeimer von Kentucky Fried Chicken auf. Alternativ trägt er hin und wieder auch andere Maskierungen, z. B. wenn er bei Proben oder Aufnahmen gefilmt wird. Das einzige bekannte Foto von ihm ohne Maske stammt aus dem Guitar Player Magazine, das 1988 den Beginn seiner Karriere einläutete. Interviews gibt er nur sehr selten und wenn, dann spricht er meist über eine Handpuppe namens Herbie (selten Albert) in dritter Person von sich. Dies sorgte besonders während seiner Zeit mit Guns N' Roses für Verwirrung bei einigen Journalisten.

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FMOD (Musik-Bibliothek)

FMOD ist eine kommerzielle Programmbibliothek der Firma Firelight Technologies Pty, die es ermöglicht auf diversen Plattformen Musikdateien verschiedenster Formate zu laden und abzuspielen. Hauptsächlich findet sie Verwendung bei modernen Computerspielen, wie z.B. Guitar Hero III, Call of Duty 4 oder World of Warcraft.

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Ozzy Osbourne

Logo von Ozzy Osbourne von 1980–1986

Ozzy Osbourne (eigentlich John Michael Osbourne, * 3. Dezember 1948 in Aston) ist ein britischer Rockmusiker.

John Michael Osbourne wurde als viertes von insgesamt sechs Kindern des Ehepaars Jack und Lillian Osbourne geboren. Sein Vater Jack arbeitete in einem Stahlwerk als Werkzeugmacher, seine Mutter Lillian baute Schaltkreise in einer Automobilfabrik zusammen. Die Familie wohnte in einem kleinen Reihenhaus mit zwei Zimmern in einfachen Verhältnissen. Osbourne besuchte die dortige King-Edward-VI-Gesamtschule, wo er auch seinen Spitznamen „Ozzy“ bekam. Trotz einer Lese- und Rechtschreibschwäche beteiligte er sich an Theateraufführungen und trat bereits mit 14 Jahren seiner ersten Gruppe, den „Black Panthers“, bei.

Mit 15 verließ Osbourne die Schule und schlug sich als Hilfsarbeiter mit verschiedenen Gelegenheitsjobs als Klempner, Schlachter, Maler und als Gehilfe in einem Bestattungsinstitut durch, um etwas Geld für seine Familie aufbringen zu können. Da die Bezahlung schlecht war, versuchte sich Osbourne als Dieb und Einbrecher, wurde aber schließlich erwischt und für sechs Wochen inhaftiert. Im Gefängnis tätowierte er sich selbst mit Graphit und Nadel seinen Spitznamen „Ozzy“ über die Finger, was heute als eines seiner Markenzeichen gilt.

Nach seiner Entlassung war er Sänger in verschiedenen Gruppen. Schließlich lieh er sich von seinem Vater Jack etwas Geld und kaufte sich ein Mikrofon und einen 50-Watt-Verstärker. Osbourne schaltete eine Anzeige in einem örtlichen Musikladen mit seinem neuen Künstlernamen „Ozzy Zig“, worauf sich der Bassist Terry „Geezer“ Butler bei ihm meldete. Zur gleichen Zeit wurden auch der Gitarrist Tony Iommi und dessen Freund Bill Ward auf die Anzeige aufmerksam, da sie einen Sänger suchten. Nach einigen Verhandlungen gründeten sie 1968 die „Polka Tulk Blues Band“, die ursprünglich noch aus zwei weiteren Mitgliedern bestand. Da die beiden anderen Mitglieder nicht zur Band passten, löste sich die Band unter einem Vorwand auf und reformierte sich zu viert wieder als „Earth“, die sich 1969 in Black Sabbath umbenannten. Osbourne blieb bis 1979 Mitglied von Black Sabbath. Seitdem ist er als Solokünstler und seit 1997 auch vereinzelt mit seinen alten Kollegen von Black Sabbath aktiv.

In der Öffentlichkeit war Osbourne als wahnsinniger Rocksänger bekannt, der auf der Bühne Tieren Köpfe abbeißt und unheilige Rituale betreibt. Dieser Glaube wurde aber durch die Ausstrahlung der Erfolgssendung The Osbournes, die Osbourne privat zeigt, abgeschwächt. Vor allem während der 1980er Jahre kämpfte Osbourne mit seiner Drogensucht, die ihn oft in Schwierigkeiten brachte und in Skandale verwickelte. Osbourne gab unter anderem an, 17 seiner eigenen Katzen mit voller Absicht erschossen zu haben. Diese Phase überwand er aber und heute ist er sogar Nichtraucher. Als Ersatz für seine Sucht betreibt er regelmäßig Sport, um für anstehende Tourneen fit zu bleiben.

Osbourne gilt privat als eher ruhiger und umgänglicher Zeitgenosse, der seine Mitmenschen mit seinem Sinn für Humor aufheitert.

Aufgrund von Alkohol- und anderen Drogenproblemen innerhalb der Band Black Sabbath musste Osbourne diese 1979 verlassen. Daraufhin wandte er sich von der Musikindustrie ab, lebte mehrere Monate im Le Parc Hotel in Los Angeles, Kalifornien, und intensivierte seinen Drogenkonsum. Erst als Sharon Arden (die Tochter des ehemaligen Black-Sabbath-Managers und Jet-Records-Firmenchef Don Arden) einige Schulden beglich, und vorschlug, eine Karriere als Solokünstler zu beginnen, startete Osbourne einen neuen Anlauf. Noch im gleichen Jahr stellte Osbourne mit Hilfe von Sharon Arden die Band „Blizzard Of Ozz“ zusammen, welche aus Gitarrist Randy Rhoads, Bassist Bob Daisley, Schlagzeuger Lee Kerslake und Keyboarder Don Airey bestand. Mit dieser Besetzung wurde das erste Album Blizzard Of Ozz in England aufgenommen und 1980 (letztendlich doch unter dem Namen „Ozzy Osbourne“) über Jet Records veröffentlicht. Das erste offizielle Konzert von Blizzard Of Ozz fand am 12. September 1980 in Glasgow, Schottland, im Apollo Theater statt.

Da einer Welttournee nichts mehr im Wege stehen sollte, flogen Osbourne und seine Managerin in die USA, um einen Plattenvertrieb für das gerade erschienene Album auszuhandeln. Da die Plattenfirma CBS kein Interesse an Osbourne hatte, schlug ihm Arden vor, bei einer Besprechung mit den Vorsitzenden zwei Tauben mitzunehmen und sie dort in die Luft zu werfen. Vor den Augen der Anwesenden ließ Osbourne eine Taube frei und biss der anderen den Kopf ab. Trotz allem wurde der Vertrag geschlossen.

Das Nachfolgealbum Diary of a Madman wurde nach weiteren Tourneen 1981 veröffentlicht. Das Album gilt mit seinem Vorgänger als ein Klassiker in der Geschichte der modernen Rockmusik und des Heavy Metal, so zeigt es die spielerischen und kompositorischen Fähigkeiten der Beteiligten auf. Vor allem Randy Rhoads’ Gitarrenspiel auf diesen Alben gilt als wegweisend und beeinflusste viele heute selbst berühmte Gitarristen.

Im gleichen Jahr ließ sich Osbourne von seiner Ehefrau Thelma scheiden, mit der er zwei Kinder hat: Jessica Starshine (*1973) und Louis Jon (*1975).

Am 20. Januar 1982 gastierte die Band in Des Moines, Iowa. Während des Konzertes warf ein Zuschauer eine Fledermaus auf die Bühne, welche Osbourne aufhob und der er den Kopf abbiss, da er dachte, es handle sich um eine Attrappe. Osbourne wurde nach dem Konzert ins Krankenhaus gebracht und bekam eine Tollwutimpfung, welche seine Bühnenauftritte der nächsten Wochen stark einschränken sollte, da er mehrmals Schwächeanfälle erlitt und kollabierte. Diese Aktion ging weltweit durch die Presse, Konzerte wurden von Tierschützern und Glaubensgemeinschaften boykottiert, Glaubensfanatiker und TV-Prediger verbrannten öffentlich Platten von Ozzy Osbourne.

Dieses Image machte sich Osbourne zunutze und er fuhr riesige Bühnenproduktionen mit Spezialeffekten auf, wobei er wie ein Wahnsinniger (daher sein Spitzname „Madman“) über die Bühne tobte und sich mit dem Publikum Wurfschlachten mit Schlachtabfällen lieferte. Zu diesem Zeitpunkt war die Band auf einem frühen Zenit angelangt, der Part am Schlagzeug wurde durch Tommy Aldridge und der Bass durch Rudy Sarzo übernommen.

Zur Tragödie kam es, als der Gitarrist Randy Rhoads am 19. März 1982 beim Absturz eines Privatflugzeugs ums Leben kam. Nach einigen Wochen wurde Rhoads durch den irischen Gitarristen Bernie Tormé für kurze Zeit ersetzt. Dieser wurde schließlich durch Brad Gillis ersetzt.

1982 erschien das Livealbum Speak of the Devil (auch als Talk of the Devil veröffentlicht), welches nur Stücke von Black Sabbath und eine Widmung an den verstorbenen Randy Rhoads beinhaltet. Das Livealbum wurde nur veröffentlicht, um seinen Vertrag mit Don Arden und Jet Records zu erfüllen, da es zu Streitigkeiten gekommen war. Arden erwirkte, dass Osbourne und seine eigene Tochter sich aus dem Vertrag für 1,5 Millionen Dollar auskaufen mussten. Daraufhin sprach Sharon Arden über 20 Jahre lang kein Wort mehr mit ihrem Vater. Am 4. Juli 1982 schließlich heiratete Osbourne Sharon Arden auf Hawaii.

Bob Daisley wurde als Komponist zurück in die Band geholt und Brad Gillis durch den aus San Diego stammenden Gitarristen Jake E. Lee ersetzt. 1983 erschien Osbournes drittes Studioalbum Bark At The Moon, für dessen Cover und Videoauskopplung sich Osbourne in einen Werwolf verwandelte. Die anschließende Welttournee mit Mötley Crüe verlief sehr erfolgreich und wurde nur durch einen Unfall unterbrochen, als sich Osbourne während der Dreharbeiten zum Video der Single So Tired an einem explodierenden Spiegel mit Glassplittern Schnittverletzungen zuzog.

Am 2. September 1983 wurde Ozzy und Sharon Osbournes erste Tochter Aimee Rachel geboren.

Aufgrund seiner Drogenprobleme ließ sich Osbourne in das Betty Ford Center zur Rehabilitierung einweisen, wurde aber nach einer kurzen Phase der Abstinenz wieder rückfällig. Mitte der 1980er Jahre spielte Osbourne bei mehreren großen Festivals, wie bei „Rock in Rio“, „U.S. Festival ’83“, „Monsters of Rock“ und dem von Bob Geldof initiierten Live Aid, wo er sich für einen kurzen, drei Lieder umfassenden Auftritt mit seinen alten Kollegen von Black Sabbath zusammentat.

Am 27. Oktober 1984 wurde die zweite gemeinsame Tochter Kelly Lee und im darauf folgenden Jahr am 8. November Sohn Jack Joseph geboren.

1986 erschien ein weiteres Soloalbum mit dem Titel The Ultimate Sin, welchem eine Tour mit Metallica als Vorband folgte. Die Singleauskopplung Shot In The Dark wurde ein Hit. Die Position am Bass wurde für das Album und die Tournee von Phil Soussan und am Schlagzeug von Randy Castillo übernommen.

Osbourne wurde im gleichen Jahr von den Eltern des Teenagers John McCollum verklagt, da er durch das Lied Suicide Solution vom Debütalbum Blizzard Of Ozz ihren Sohn in den Suizid getrieben habe. Der junge Mann hatte sich nach Angaben der Polizei mit einem Gewehr erschossen, während er sich das Album zu Hause anhörte. Vor Gericht wurde als Beweis eine Analyse der von der Klägerseite beauftragten Firma „Bio Acoustics Research, Inc“ vorgelegt, welche besagte, dass in dem Lied Suicide Solution versteckte Botschaften zu hören seien. Diese Botschaften seien in einer bestimmten Frequenzrate aufgenommen, um das Unterbewusstsein zu stimulieren und dem Hörer die versteckten Botschaften zugänglich zu machen. Nach Angaben der Klägerseite lauteten die Botschaften: „Why try, why try… get the gun, get the gun... shoot, shoot, shoot…” (zu Deutsch: „Warum versuchen, ..., hol die Waffe, ..., schieß“). Osbournes Seite berief sich jedoch auf das Recht der künstlerischen Freiheit und sagte aus, dass solche Botschaften auf keiner von Osbournes Schallplatten zu finden seien. Osbourne selbst war von dem Vorfall zutiefst erschüttert und schwor, dass er solche Botschaften auf seinen Alben niemals unterbringen würde. Das Lied Suicide Solution gebe die Erfahrungen Osbournes mit dem Kampf gegen seine Alkoholsucht wieder und thematisiere zudem den Tod des AC/DC-Sängers Bon Scott. Es rufe jedoch niemanden zum Suizid auf. Dieses Verfahren trat in den USA eine Welle von Klagen gegen andere Musikgruppen, vornehmlich Rock- und Metal-Bands, los. 1988 wurde schließlich die Anklage von einem Gericht abgewiesen und Osbourne für unschuldig befunden.

1987 erschien das Live-Album Tribute, das einen Zusammenschnitt zweier Auftritte von 1981 mit Randy Rhoads enthält und dem verstorbenen Gitarristen gewidmet ist. In diesem Jahr beschränkte Osbourne sich auf Promotionarbeit für das Album, spielte nur einen Auftritt vor Inhaftierten in einem Gefängnis und nahm das Duett Close My Eyes Forever mit Lita Ford auf, welches ein Hit wurde.

1988 holte Osbourne den noch unbekannten Gitarristen Zakk Wylde aus New Jersey in seine Band, welcher Jake E. Lee ersetzte. Bob Daisley übernahm abermals den Bass und unterstützte die Band für die Aufnahmen des nächsten Albums No Rest For The Wicked. Nach der Veröffentlichung wurde Daisley wiederum durch Osbournes ehemaligen Black Sabbath-Kollegen Geezer Butler für die Tour ersetzt, welche die Band 1989 nach Moskau führte und wo sie gemeinsam mit Gruppen wie Bon Jovi, Cinderella, den Scorpions u. a. die Bühne beim Moscow Music Peace Festival teilte.

Am 2. September 1988 versuchte Osbourne betrunken, seine Ehefrau Sharon zu erwürgen, wofür er verhaftet wurde. Erst unter der Auflage, einen Entzug in einer geschlossenen Anstalt anzutreten, entließ ihn die Polizei. Trotz seiner Bemühungen gelang es Osbourne vorerst nicht, seine Sucht zu bezwingen.

1990 erschien die Live-EP Just Say Ozzy mit einigen Mitschnitten der „No Rest For The Wicked“-Tour. 1991 wurde Bob Daisley für die Aufnahmen des nächsten Albums No More Tears erneut in die Band geholt, kurz darauf wurde er durch Mike Inez ersetzt. Privat schwor Osbourne dem Alkohol und den anderen Drogen ab und unterzog sich strengen Fitnessprogrammen und gesunder Ernährung. Mit einem sehr erfolgreichen Album, aus dem mehrere Singles ausgekoppelt und Musikvideos gedreht wurden, ging Osbourne erneut auf Welttournee (die unter dem Motto „No More Tours“ stand). Die Tour endete im November 1992 in Costa Mesa, Kalifornien mit einer Reunion der Original Black-Sabbath-Besetzung, welche vier Klassiker zum Besten gaben.

Da Osbourne unter teilweise starken Zitteranfällen und Sprachstörungen leidet und diese sich zum damaligen Zeitpunkt verschlimmerten, konsultierte er mehrere Ärzte, welche bei ihm zuerst die Parkinson-Krankheit diagnostizierten. Nach mehreren Untersuchungen stellten Spezialisten allerdings fest, dass es sich hierbei um eine vererbte Nervenkrankheit handelt, die medikamentös behandelt werden kann.

1993 erschien das Live-Doppelalbum Live & Loud, ein Mitschnitt der letzten Tour. Anschließend versuchte Osbourne, eine Band zusammenzustellen. Das geplante Projekt mit dem Gitarristen Steve Vai scheiterte jedoch. Osbourne nahm mit Zakk Wylde, Geezer Butler, Deen Castronovo und Rick Wakeman das Album Ozzmosis in Angriff und verpflichtete, wie schon für No More Tears, Michael Wagener als Produzenten. Die Plattenfirma ersetzte Wagener aber durch Michael Beinhorn.

Nach den Aufnahmen verließ Zakk Wylde die Band, um sich auf seine Soloprojekte zu konzentrieren, und wurde durch Joe Holmes ersetzt. Das Album wurde sehr gut aufgenommen und die anschließende Welttournee, unter dem Motto „Retirement Sucks“, war erneut ein großer Erfolg. Während der Tour wurde Deen Castronovo aufgrund unüberbrückbarer Differenzen entlassen und erst Randy Castillo, dann Mike Bordin ans Schlagzeug geholt. Den Bass übernahm Robert Trujillo.

Sharon Osbourne versuchte vergeblich, ihren Ehemann auf das Lollapalooza-Festival zu buchen. Daraufhin organisierte sie 1996 das Ozzfest, welches bis heute jährlich stattfindet. Durch dieses Festival wurden Gruppen wie Slipknot, Korn, System of a Down und viele andere weltberühmt. Auch bereits etablierte und erfolgreiche Bands wie Judas Priest, Iron Maiden, Megadeth, Slayer, Fear Factory und Pantera nahmen bereits daran teil.

1997 erschien das Best-Of Album The OZZman Cometh mit einigen unveröffentlichten Aufnahmen von Black Sabbath aus dem Jahr 1969 und dem neuen Stück Back on Earth. Der Rest des Albums besteht aus einem chronologischen Querschnitt Osbournes bisheriger Schaffensphase. Am 4. und 5. Dezember 1997 spielten Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward die ersten beiden Auftritte ihrer Black-Sabbath-Reunion-Tour in ihrer Heimatstadt Birmingham, England. Von nun an war Osbourne vorerst mit Welttourneen seitens Black Sabbath, vereinzelter Soloauftritte und der Ozzfest-Tour vollkommen ausgelastet.

1998 erschien das Livealbum Reunion von Black Sabbath mit den Mitschnitten der Shows in Birmingham und den zwei neuen Stücken Psycho Man und Selling My Soul.

Im Herbst 2001 erschien das Soloalbum Down to Earth, welchem eine Tournee durch die USA und Kanada folgte. Mitmusiker waren Zakk Wylde, Robert Trujillo, Mike Bordin und Keyboarder John Sinclair, die auch das Album einspielten.

Einen Rückschlag erlitt Osbourne allerdings bereits im April 2001, als seine Mutter im Alter von 85 Jahren starb. Seine soziale Ader zeigte er, als er am 23. Dezember 2001 in New York ein Benefizkonzert für die Opfer der Terroranschläge des 11. September 2001 gab und speziell angefertigte T-Shirts während der Tour verkaufte, deren Erlös er spendete. Die Tour fand unter dem Motto „Merry Mayhem“ (das erste Motto „Black Christmas“ wurde aus Respekt gegenüber den Opfern des Anschlags verworfen) statt.

Am 26. März 2002 erlag Randy Castillo einem Krebsleiden.

In diesem Monat hatte die Reality-TV-Serie The Osbournes ihre Premiere bei MTV. Osbourne und seine Familie gaben für drei Staffeln Einblicke in ihr Privatleben und wurden innerhalb kürzester Zeit zu weltbekannten Superstars.

Im Zuge des Erfolges rund um die Osbourne-Familie erschien neben dem Livealbum Live at Budokan (ein Mitschnitt der Ozzy-Osbourne-Japan-Tournee) im darauf folgenden Jahr ein weiters Best-Of-Album The Essential, welches kein neues Material beinhaltet. Die Singleauskopplung der Ballade Dreamer aus Down to Earth und das zugehörige, von Rob Zombie produzierte Musikvideo wurden zu einem großen Erfolg. Eine weitere Single Mama, I’m Coming Home aus dem Best-Of-Album lief aufgrund der Promotion in der Sendung The Osbournes auch gut.

Zwischenzeitlich verließ Bassist Robert Trujillo die Band, um den bei Metallica ausgestiegenen Jason Newsted zu ersetzen. Dieser wiederum stieg als Ersatz für Trujillo für einige Zeit bei Osbournes Band ein und spielte sogar ein paar Live Shows.

Überschattet wurden die Ereignisse von Sharon Osbournes Darmkrebserkrankung. Seine Kinder Jack und Kelly bekamen zunehmend Probleme mit Alkohol und anderen Drogen und mussten in Entziehungskliniken eingewiesen werden. Nachdem diese Tiefen überwunden waren und sich der Gesundheitszustand seiner Frau besserte, hatte Osbourne selbst einen Unfall, der ihn fast das Leben kostete: Im Dezember 2003 unternahm er eine Spritztour mit einem Quad durch den Wald seines Anwesens in England. Dabei fuhr er durch ein tiefes Loch und dann an einen Baum, überschlug sich und verletzte sich lebensgefährlich. Ein Bodyguard, der mit ihm gefahren war, konnte Osbourne durch Erste-Hilfe-Maßnahmen wieder beleben. Die nächsten Monate verbrachte Osbourne mit Rehabilitationsmaßnahmen. Die angekündigte Europatournee für 2004 musste ausfallen.

Zur gleichen Zeit stieg die Single Changes, die Osbourne zuvor mit seiner Tochter Kelly aufgenommen hatte, in den BBC-Charts bis auf Platz 1. Hierbei handelt es sich um eine Coverversion seiner Gruppe Black Sabbath vom Album Vol. 4 aus dem Jahre 1972.

Bereits im Sommer 2004 war Osbourne wieder gesund genug, um beim Ozzfest mitzumachen. 2005 erschien das 4-CD-Boxset Prince of Darkness, welches neben einigen „Best Of“-Stücken, unveröffentlichten Demoversionen und Liveaufnahmen, sowie Kollaborationen mit anderen Künstlern, eine CD mit Coverversionen beinhaltet. Dieses Album wurde im November 2005 mit weiteren Bonusliedern unter dem Titel Under Cover und der Singleauskopplung In My Life wieder veröffentlicht.

Am 18. Mai 2007 erschien das Album Black Rain. Am 27. Mai 2007 startete seine „Black Rain 2007“ Tour in Moskau, welche ihn am 28. Juni 2007 auch nach Deutschland führte. In der Olympiahalle München gab er sein einziges Deutschlandkonzert.

Ozzy Osbourne singt das Titellied des Amerikanischen World Wrestling Entertainment Pay-Per-View Judgement Day und der TV-Serie Dog - The Bountyhunter.

Im November 2008 trat Ozzy Osbourne auch als Werbepartner für World of Warcraft in Erscheinung.

Auch darüber hinaus scheint er den neuen Medien nicht abgeneigt: Im Konsolenspiel "Guitar Hero - World Tour" tritt er zusammen mit Zakk Wylde als 3D animierte Figur auf. Seine typischen Bewegungsabläufe wurden mit Hilfe der Motion Capturing Technik passend zu den Songs "Crazy Train" und "Mr.Crowley" in einem Studio aufgenommen und ins Spiel integriert. Weiterhin ist seine Singleauskopplung "I don't wanna stop" im Spiel "Guitar Hero - On Tour" vertreten.

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Playstation 3

Rückansicht mit Anschlüssen von links nach rechts: HDMI, GigaBit-LAN, Optischer Audioausgang, AV, 220 V mit Hauptschalter

Die Playstation 3 (von Sony meist PLAYSTATION 3 geschrieben; jap.: プレイステーション3, Hepburn-System: Pureisutēshon Surī, abgekürzt: PS3) ist eine Spielkonsole von Sony Computer Entertainment. Sie wurde im Mai 2005 erstmals auf der Spielemesse E3 in Los Angeles als offizieller Nachfolger der PlayStation 2 vorgestellt.

Verkaufsbeginn der Playstation 3 war in Japan am 11. November 2006, in Nordamerika am 17. November 2006 und am 23. März 2007 in Europa. Als Konsole der sogenannten „7. Generation“ konkurriert sie mit der Wii von Nintendo und der Xbox 360 von Microsoft.

Neben ihrer Funktion als Videospiel-Plattform ist die PS3 auch in der Lage, Audio-CDs, DVDs und Blu-ray Discs wiederzugeben. Musik-, Bild- und Videodateien unterschiedlicher Formate können von Speicherkarten (nur 60- und 80-GB-Versionen), angeschlossenen USB-Massenspeichern, der internen Festplatte und über WLAN oder Ethernetkabel von einem Medienserver wiedergegeben werden – ferner ist der Datenaustausch unter den Medien möglich. Zudem beherrscht die Konsole das Rippen von Audio-CDs und erstellt dabei MP3-Dateien in einstellbarer Bitrate mit passenden Titel- und Albuminformationen aus dem Internet.

Die Playstation 3 ist in Europa bisher als 60-GB-Version für 599 €, als 40-GB-Version für 399 € und als 80-GB-Version mit beiliegendem DualShock 3 für ebenfalls 399 € erschienen. Das 60- und das 40-GB-Modell werden inzwischen in Europa nicht mehr hergestellt. In Japan kam das 20-GB-Modell nicht, wie angekündigt, für 59.800 Yen (rund 375 € bzw. 610 CHF) auf den Markt, sondern für nur 49.980 Yen (rund 315 € bzw. 510 CHF). Inzwischen ist dort die 60-GB-Variante für rund 60.000 Yen erhältlich. Am 9. Juli 2007 kündigte Sony an, ab sofort den Preis in den USA von 599 auf 499 US-$ zu reduzieren und eine neue Version mit 80-GB-Festplatte anzubieten, die zusammen mit dem Spiel MotorStorm für 599 US-$ verkauft werden soll. Am 5. Oktober 2007 gab Sony bekannt, dass es ab dem 10. Oktober ausschließlich in Europa eine ausstattungsreduzierte (Details siehe Versionen) 40-GB-Version zum Preis von 399 €/649 CHF geben werde. Das bisherige 60-GB-Modell, das zuletzt als Starter-Pack mit zwei Spielen und einem zweiten Controller verkauft wurde, kostete ab dem 12. Oktober nur noch 499 € und soll nach dem Ausverkauf der bisher produzierten Geräte nicht mehr angeboten werden.

Die 20-GB-Version der Konsole verfügt nicht über Anschlüsse für Memory Stick Duo, SD- und CompactFlash-Karten und über keine IEEE 802.11 b/g Schnittstelle (WLAN). Fehlende Funktionen können aber mit Zusatzgeräten über die USB-Anschlüsse nachgerüstet werden; auch die Festplatte kann laut Sony gegen ein größeres Modell ausgetauscht werden. Es kann sich dabei um eine handelsübliche 2,5-Zoll-S-ATA-Festplatte handeln; ein spezielles Sony-Produkt ist nicht notwendig. Beide Versionen haben entgegen vorherigen Ankündigungen einen HDMI-Anschluss.

Die PS3 sollte ursprünglich zu allen PlayStation-2- und PlayStation-Spielen abwärtskompatibel sein. Sony gab am 23. Februar 2007 dazu bekannt, dass die PS3 ab dem Europastart mit neuen Hardwarespezifikationen ausgeliefert wird. Wichtigste Änderung ist eine neue Hard- und Softwareemulation. Während bei den bisherigen Modellen zwei Chips (Emotion Engine + Graphics Synthesizer) für die Emulation verantwortlich sind, ist es in der Europa-PS3 eine Software-Lösung. Damit funktionierten anfangs jedoch viele ältere Spiele nicht oder nur eingeschränkt. Ob ein bestimmter Spieletitel mit der Konsole kompatibel ist, lässt sich nur noch in einer inoffiziellen Kompatibilitätsliste nachschlagen, nachdem die von Sony früher zur Verfügung gestellte offizielle Liste nicht mehr auf den Webseiten von Sony einsehbar ist. Durch regelmäßige Firmwareupdates will Sony die Kompatibilität weiter verbessern. Die aktuelle Systemsoftware (seit 21. Januar 2009) trägt die Versionsnummer 2.60. Mit dieser Version wurde die bisherige Fotogalerie durch eine neue ersetzt, die mehr Möglichkeiten bietet. Außerdem wurde der DivX-Codec auf die Version 3.11 aktualisiert und es ist nun möglich auf den PlayStation-Store zuzugreifen, auch wenn man über kein PlayStation-Network verfügt.

Die beiden ersten Modelle kamen nahezu gleichzeitig in Japan und den USA heraus; eine 60-GB-Version und eine abgespeckte mit 20 GB. Der 20-GB-Version fehlten sowohl das WLAN als auch der Kartenleser. Zudem war sie nicht verchromt und mattschwarz.

Die erste Europa-Version verzeichnete schon eine erste Hardwareänderung. Die Abwärtskompatibilität wurde nun durch Hardware-Software-Kombination sichergestellt. Wurden bei der ersten Version der Playstation 3 noch beide Chips (EmotionEngine und Graphics Synthesizer) der PlayStation 2 verbaut, so wurde bei dieser Version nur noch der „Graphics Synthesizer“ verbaut. Zur Auswahl stand nur ein 60-GB-Modell.

Das nahezu baugleiche Gerät hielt im Sommer 2007 auch im US-Markt Einzug. Einziger Unterschied war eine größere Festplatte mit 80 GB. Gleichzeitig wurden dort die Restbestände der 60-GB-Version abverkauft.

Die zweite Version für Europa hatte eine 40-GB-Festplatte und verzichtete nun komplett auf die Abwärtskompatibilität. Außerdem fielen zwei USB-Ports und der Kartenleser weg. Laut Sony wollte man damit nur sekundär Herstellungskosten einsparen, aber primär Kunden zum Kauf neuer Playstation-3-Softwaretitel animieren.

Im August 2008 erschien die dritte Version für Europa. Diese hat jedoch im Unterschied zur zweiten Europa-Version eine 80-GB-Festplatte. Ansonsten ist sie mit dem 40-GB-Modell identisch. Das 40-GB-Modell wird inzwischen nicht mehr produziert und es werden nur noch die Restbestände abverkauft. Mit der Veröffentlichung des PAL-80-GB-Modells liegt der Konsole außerdem statt des Sixaxis- ein DualShock-3-Controller bei.

Auf der Games Convention 2008 wurde von Sony eine vierte Version für Europa angekündigt, welche Ende Oktober 2008 erscheinen soll. Diese soll mit den bisherigen Versionen bis auf eine noch größere Festplatte von 160 GB identisch und vorerst für das Weihnachtsgeschäft limitiert sein. Außerdem wird bei dieser Variante ein Gutschein über 70 € für Download-Inhalte aus dem Playstation-Store enthalten sein.

Sony Computer Entertainment Europe (SCEE) teilte am 13. Juli 2007 mit, dass man den Verkaufspreis für die PS3 in Europa nicht senken wolle. Man werde aber ab Anfang August ein „Starter-Pack“ anbieten, das neben der Konsole zwei Controller und zwei „Bestseller“-Spiele enthalten werde. Dies entspreche einem zusätzlichen Wert von mindestens 150 Euro. SCEE-Präsident David Reeves erklärte, dass bis zum Zeitpunkt der Mitteilung in Europa rund 1,2 Millionen PS 3 verkauft worden seien, obwohl hier nur eine Version auf dem Markt ist. Nach Medienberichten im August 2007 wurden bis dahin in Japan rund 1,08 Millionen Konsolen verkauft, in den USA waren es etwa 1,78 Millionen und in Europa 1,25 Millionen. Der weltweite Marktanteil wurde in diesen Berichten mit 16,7 Prozent angegeben. Jack Tretton, Präsident von Sony Computer Entertainment America, rechnete im Juli mit einem weltweiten Absatz von etwa 11 Millionen PS 3 bis Ende März 2008, was der ursprünglichen Planung entsprechen würde. Die neue Modell- und Preispolitik in den USA werde dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

Seit der Markteinführung der preiswerteren 40-GB-Version wurde ein Anstieg der Verkaufszahlen registriert. Bis Anfang 2008 wurden in Amerika insgesamt rund 3,87 Millionen, in Japan über 1,93 Millionen und im Rest des Weltmarktes etwa 4,24 Millionen Exemplare abgesetzt. Damit lag die Gesamtstückzahl weltweit im Februar 2008 bei mindestens 10,03 Millionen. Ende Januar 2009 hatte sich diese Zahl auf über 20 Millionen erhöht, davon etwa 8,1 Millionen Exemplare in Europa, 7,75 Millionen in Amerika und 2,8 Millionen in Japan.

Der SIXAXIS-Controller der Playstation 3 entspricht optisch zwar weitgehend dem Controller der PS2, ist aber eine Neuentwicklung ohne die bisher bekannte, zuschaltbare „Rüttel“-Funktion, mit halb durchsichtigem Gehäuse und ohne feste Verkabelung. Spätere Modelle bekamen wieder ein nicht durchsichtiges Gehäuse. Die Verbindung zur Konsole erfolgt nun drahtlos über Bluetooth. Die dafür benötigte Energie wird einem Akku entnommen, der über ein USB-Kabel von der Konsole aus aufgeladen werden kann. Neben den vom Vorgänger-Controller DualShock bekannten Analogsteuertasten und -Joysticks steht zur Spielesteuerung ein Sensor zur Verfügung, der Bewegungen des Controllers über alle Achsen registriert und als Steuerdaten an die Konsole überträgt. Zusätzlich verwendet der SIXAXIS eine sogenannte PS-Taste, mit der das System ein- und ausgeschaltet, Controller angemeldet und umnummeriert sowie ein Systemmenü aufgerufen werden kann. Bis zu sieben solcher Controller können für eine Konsole registriert werden. Dabei zeigen die vier LEDs die Controllernummer und den jeweiligen Status an. Mittlerweile hat Sony die Produktion des Sixaxis eingestellt. Aus diesem Grund gibt es nun nur noch den DualShock 3, der damit zum Standardcontroller der PS3 wird.

Sony führte im November 2007 in Japan den Nachfolger des DualShock 2-Controllers ein, der im Gegensatz zum Sixaxis wieder über eine Rüttelfunktion verfügt. Seit Juli 2008 ist der DualShock 3 auch in Europa erhältlich. Da jedoch auch die Sixaxis-Funktionen enthalten sind, steht auf dem Controller sowohl der DualShock 3-, als auch der Sixaxis-Schriftzug. Der Rüttel-Effekt entspricht in der Stärke dem des DualShock 2, da die gleichen Motoren verwendet werden. Die Akkulaufzeit verkürzt sich je nach Benutzung der Rüttelfunktion, liegt jedoch immer noch bei etwa 27 bis 31 Stunden. Einige bereits auf dem Markt befindliche Spiele (z. B. Ratchet & Clank: Tools of Destruction oder Burnout: Paradise) haben die Unterstützung für den DualShock 3 schon einprogrammiert, teilweise kann sie auch im Rahmen einer Softwareaktualisierung nachgereicht werden (etwa bei MotorStorm). Voraussetzung für die Unterstützung des DualShock 3 ist jedoch mindestens die Firmware-Version 1.94.

Wie schon für die PlayStation 2 gibt es eine Fernbedienung zur Steuerung des Systems (vorrangig Videowiedergabe). Diese wird über Bluetooth an das System angebunden, während ihr Vorgänger die Playstation 2 über Infrarot steuerte. Sie weist alle gängigen Funktionen für die Wiedergabe von DVDs und Blu-ray-Discs auf, steuert aber auch die Wiedergabe aller anderen Formate wie z. B. Fotoalben und MP3s. Außerdem enthält sie bis auf die beiden Analogsticks und die Neigungssensoren alle Tasten des SIXAXIS-Controllers, wodurch es möglich ist, im begrenzten Maße über die Fernbedienung zu spielen. Bei ihrer Verwendung verringert sich die Zahl der registrierbaren Controller auf sechs, da die Fernbedienung als „Controller 7“ angemeldet wird.

Als Nachfolger der bekannten EyeToy-Kamera hat Sony das Playstation Eye vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine USB-Kamera mit einer Auflösung von 640×480 Pixeln bei 60 Hz und 320×240 bei 120 Hz. Gegenüber dem Vorgänger besitzt die Neuentwicklung eine entscheidend verbesserte Lichtempfindlichkeit und ein Vier-Kapsel-Mikrofon, welches eine intelligente Sprachaufnahme aus jeder Richtung ermöglicht. Zusätzlich kam eine Zoomfunktion hinzu, welche zwei Zoomeinstellungen zulässt. Am 24. Oktober 2007 wurde die Software EyeCreate zum kostenlosen Herunterladen zur Verfügung gestellt, mit welcher Bilder, Videos und Audioaufnahmen auf der Festplatte gespeichert, exportiert und mit verschiedenen Effekten belegt werden können. Verwendung findet die Kamera zukünftig nicht nur in kameragesteuerten Spielen wie EyeToy, sondern auch als Add-on für Spiele wie z. B. SingStar, in Sony Home und im Videochat mit anderen Playstation-Besitzern. Es wird in zukünftigen Spielentwicklungen möglich sein, das Gesicht des Spielers auf die Spielfigur im Spiel zu übertragen (Tiger Woods PGA Tour 08), indem die Kamera den Spieler dreidimensional abtastet. Erscheinungstermin war der 21. November 2007.

Für das Quizspiel Buzz! führte Sony für die Playstation 2 eigene Spielcontroller ein. Es handelte sich um ein Set aus vier kabelgebundenen Buzzern, welche zusammen an einen USB-Anschluss der Konsole angeschlossen werden. Die Buzzer haben auf der Oberseite einen großen, runden, illuminierbaren Buzzer und vier farbige Antworttasten. Die seit Juli 2008 von Sony angebotenen und von Namtai produzierten Wireless-Buzzer sind sowohl zur Playstation 3 als auch zur Playstation 2 kompatibel. Ebenso können kabelgebundene Buzzer für die PS3-Version von Buzz! benutzt werden. Geliefert werden ein USB-Stick mit Empfänger und vier Wireless-Buzzer in einer Aufbewahrungstasche. Es wird dabei die gleiche Funktechnik wie bei kabellosen Tastaturen und Mäusen benutzt (kein Bluetooth). Die Buzzer sind für alle Spiele der „Buzz!“- und „Buzz! Junior“-Reihe geeignet. Dabei können mit zwei Sets auch bis zu acht Spieler teilnehmen.

Wie bereits bei SingStar für die PS2 werden auch bei der PS3-Version des Karaoke-Spiels wahlweise Mikrofone mitgeliefert. Diese werden allerdings über USB-Kabel und nicht – wie theoretisch möglich und ursprünglich angekündigt – kabellos über Bluetooth angeschlossen. Es handelt sich um die gleichen Mikrofone wie bei der Playstation 2. Diese sind Mono-Mikrofone und werden an einem mitgeliefertem USB-Konverter angeschlossen, welcher mit dem USB-Anschluss der Playstation verbunden wird. Es ist ohne weiteres Möglich, die Mikrofone an einem normalen 3,5-mm-Klinkenanschluss zu betreiben. Der USB-Konverter wird – an einem PC angeschlossen – unter Windows XP als Mikrofon erkannt und automatisch installiert, wobei die beiden Klinkenschlüsse jeweils als ein Stereo-Kanal arbeiten. Mit den beiden angeschlossenen Singstar-Mikrofonen sind Stereo-Aufnahmen am Computer möglich.

Für das Spiel Guitar Hero III wurde eine kabelloser Controller in Form einer Les Paul-Gitarre entwickelt. Auf dem Griffbrett befinden sich fünf farbige Tasten, die zur gespielten Musik in der richtigen Kombination gedrückt werden müssen, während gleichzeitig ein zurückfedernder Kipphebel – anstelle von Saiten – angeschlagen wird.

Am 17. September 2008 wurde „Play TV“ in Deutschland eingeführt, ein DVB-T-Doppeltuner, der über USB angeschlossen wird. Im Lieferumfang ist eine Software, die dem Playstation-Menü ein neues Symbol hinzufügt. Play TV ist dank eines Doppeltuners in der Lage, eine TV-Sendung auf die interne Festplatte aufzuzeichnen, während ein anderer TV-Kanal angesehen wird. Außerdem verfügt das System über einen Elektronischen Programmführer, mit dem man Aufnahmen programmieren kann.

Das Bluetooth-Headset ist mit allen PS3 Systemen und mit den meisten bluetoothfähigen Handys kompatibel. Die Sprechzeit beträgt bis zu 8 Stunden, die Standbyzeit bis zu 300 Stunden. Die Ladezeit beträgt ca. 3 Stunden. Die Funktionsweite des Headsets liegt bei etwa 10 Meter.

Die Bluetooth-Tastatur wird auf den Controller gesteckt. Es besitzt außerdem einen Touchpad Modus der die Haupttasten in eine Art Maus verwandelt. Das Wireless Keypad hat Bluetooth® 2.0 und funktioniert in bis zu 10 Metern Entfernung.

Das „PlayStation-Network“ ist Sonys kostenloser Online-Dienst für die PlayStation. Jeder Playstation 3-Nutzer muss zwingend einen Benutzer im Konsolenmenü erstellen – ähnlich wie in PC-Betriebssystemen. Zusätzlich kann der Nutzer im Konsolenmenü online einen Online-ID für das Playstation-Network erstellen und ihn mit dem Benutzernamen auf der Konsole verknüpfen (aktivieren).

Somit ist es möglich, das von Online-ID A gekaufte und heruntergeladene Spiel X auf Konsole 1 mit der Online-ID A und auf Konsole 2 mit Online-ID B gleichzeitig zu spielen, solange Online-ID A auf Konsole 2 aktiviert (vorhanden) ist. Die Aktivierung einer Online-ID ist mit der Seriennummer der Konsole verknüpft. Wenn eine Konsole zur Reparatur gegeben wird, ausgetauscht wird oder verkauft wird, sollte die Online-ID vorher unbedingt deaktiviert werden.

Über den im Konsolenmenü aufrufbaren PlayStation-Store vermarktet Sony herunterladbare Inhalte für die Playstation 3 und die PSP. Angeboten werden kostenlose BluRay-Filmtrailer, Spieletrailer, Wallpaper, Designs (Skins für das XMB) und Demoversionen von Spielen, sowie kostenpflichtige Spieltitel und Spieleerweiterungen wie z. B. neue Multiplayerkarten, Levelerweiterungen oder Spielmodi. Außerdem können Inhalte für die PSP und Spieleklassiker der PlayStation (PSone) gekauft werden. Seit Firmware-Version 1.80 kann die Grafik von PS1- und PS2-Titeln durch Kantenglättung und Hochskalierung auf HD-Auflösung aufgewertet werden.

Der Inhalt des Playstation-Stores variiert von Land zu Land. Zum einen ist die Menüstruktur für die Regionen Nordamerika, Europa und Japan unterschiedlich. So fehlt in Europa im Gegensatz zu Nordamerika beispielsweise eine eigene Kategorie für Demoversionen, diese sind im europäischen Store an gleicher Stelle wie alle anderen Bezahlinhalte zu finden. Die Unterteilung in Regionen äußert sich außerdem dadurch, dass neue Inhalte innerhalb einer Region zeitgleich erscheinen, im europäischen Store werden neue Inhalte jeweils Donnerstags publiziert. Doch auch innerhalb einer Region (z. B. Europa) sind nicht überall die gleichen Inhalte abrufbar. Im deutschen Store fehlen z. B. Inhalte, die hinsichtlich des Jugendschutzes kritisch beurteilt werden. Diese Inhalte sind beispielsweise im britischen Store abrufbar. Viele Nutzer umgehen diese Beschränkung, indem sie sich mit einen zusätzlichen Account und falschen Adressdaten in anderssprachigen Stores anmelden.

Bezahlt wird in den Stores jeweils in der Landeswährung. In der aus dem Konsolenmenü heraus aufrufbaren Kontoverwaltung kann man der Online-ID Guthaben hinzufügen. Akzeptiert werden alle gängigen Kreditkarten, Debitkarten und Die Playstation-Network-Card. Die Playstation-Network-Card ist eine Prepaidkarte für das Playstation-Network, welche über den klassischen Handel vertrieben wird und über die Eingabe eines Codes der Online-ID Geldmittel hinzufügt. Allerdings ist die Markteinführung der Karte in Europa noch nicht in Sicht, obwohl Sony diese schon von langer Hand angekündigt hat. Sony plant zudem aber die Akzeptanz von Online-Debitkarten wie z. B. Wirecard zu stoppen, was den Einkauf im Playstation-Store in nächster Zeit zu einem Privileg von Kreditkarteninhabern macht.

Viele Spiele für die Playstation 3 haben Onlinefunktionalitäten. Während sich das bei einigen auf weltweite Online-Ranglisten beschränkt, bieten andere Spiele vollwertige MMOGs oder zumindest Online-Duelle. Dabei verwenden die Spiele die Online-ID, mit welcher das Spiel gestartet wurde. Onlinespiele sind im Playstation-Network grundsätzlich kostenlos. Die ID, welche sich der Spieler einmal ausgesucht hat, ist nicht mehr änderbar und identifiziert den Spieler fortan in Ranglisten oder Multiplayerspielen, ohne dass sich der Spieler nochmals zusätzlich registrieren müsste. Gelegentlich kommt es vor, dass vor Teilnahme an einem Onlinespiel eine Spieleaktualisierung heruntergeladen werden muss. Somit wird sichergestellt, dass jeder Teilnehmer die exakt gleiche Version besitzt. Dies ist dann der Fall, wenn die Software oder die Verbindung zum Server optimiert werden muss (z. B. Call of Duty 4), wenn Fehler bereinigt werden, die Spielern nicht vorgesehene Vorteile ermöglichen (vgl. Glitches) oder wenn neue Inhalte kreiert werden, wie z. B. bei „Motorstorm“: Alle Online-Fahrer bekommen die neu erworbene Lackierung eines Spielers zu sehen. Der Programmcode ist durch das Update auf jeder Playstation vorhanden, aber nur der Spieler, der dafür zahlt, kann die besondere Lackierung verwenden.

Auf der Game Developers Conference 2007 wurde von Sony die Plattform „Home“ für das Playstation-Network angekündigt. Dabei handelt es sich um eine virtuelle Welt, ähnlich Second Life, in der sich die Nutzer bewegen können, miteinander treffen oder auf virtuellen Marktplätzen einkaufen können. Auch besondere private Bereiche sollen angeboten werden, in denen man Musik und Bilder gemeinsam nutzen oder austauschen kann. Die Benutzung soll in der Grundversion kostenlos sein, für besondere Erweiterungen seines Avatars, des privaten Bereichs oder für besondere Inhalte ist eine Zahlungspflicht vorgesehen.

Zurzeit läuft ein Beta-Test mit Entwicklern und ausgewählten Nutzern. Im Lauf des Jahres 2008 soll ein öffentlicher Beta-Test, zu dem sich dann Interessierte anmelden können, einem größeren Kreis zugänglich gemacht werden. Seit 11. Dezember 2008 befindet sich Home in der offenen Betaphase, an der man ohne vorherige Anmeldung teilnehmen kann. Wann die finale Version von „Home“ erscheint wurde von Sony noch nicht bekanntgegeben.

Im Juni 2008 erschienen mit der Firmware 2.40 die Trophies, ähnlich dem Gamerscore von Xbox Live. Dabei handelt es sich um ein Belohnungssystem, für das dem Spieler Trophäen der Gattung Bronze, Silber, Gold und Platin verliehen werden. Für einige Spiele wie z. B. GTA IV oder Buzz! Quiz TV wurde diese Funktionalität durch ein Update nachgereicht, die meisten danach erschienenen Spiele bringen sie von vorne herein mit. Für bestehende Spielstände vor der Einführung durch ein Update können keine Trophies verteilt werden, sie müssen neu erspielt werden. Die etwa 10 bis 70 Trophies je Spieltitel greifen nicht ins Spielgeschehen ein und sind für den Spielverlauf und die Bewertung im Spiel unerheblich. Sie dienen lediglich informativem Charakter und können mit anderen Nutzern verglichen werden. Dies kann zu einem weiteren Anreiz führen, bestimmte Herausforderungen zu schaffen.

Bei einem Projekt namens Folding@home (FAH) (ab 18. September 2008 Life with PlayStation) wird ungenutzte Rechenleistung der PS 3 dazu verwendet, den Faltvorgang von Proteinen zu simulieren. Dadurch erhofft man sich Erkenntnisse über Krankheiten wie Alzheimer, Krebs, Chorea Huntington oder die Parkinson-Krankheit. Das Clientprogramm ist auf der Playstation 3 vorinstalliert. Etwa 35.000 regelmäßig aktive Konsolen erbringen derzeit eine Leistung von über 1000 Billionen Berechnungen pro Sekunde (1 PetaFLOPS). Das ist in etwa die Geschwindigkeit des IBM Roadrunner, dem weltweit schnellsten Supercomputer. Inzwischen tragen die Konsolen durchweg mehr als die Hälfte der gesamten Rechenleistung bei. Außerdem macht sich das Forschungsprojekt den Grafikchip der PS3 zunutze. Dadurch wird es möglich, das Protein in Echtzeit beim simulierten Faltvorgang zu beobachten.

Allerdings werden diese Berechnungen nur durchgeführt, wenn der Folding@Home-Client auch wirklich aktiv ist und die Konsole nicht für Spiele oder Filme genutzt wird (also auch ausgeschaltet werden könnte). Eine Nutzung der Rest-CPU-Zeit im Hintergrund, wie man sie von den meisten Distributed-Computing-Projekten mit PCs kennt, findet auf der PS3 nicht statt.

Am 18. September 2008 veröffentlichte Sony Life with PlayStation. Dabei handelt es sich um eine stark erweiterte Version von Folding@home. So wird im Hintergrund weiterhin die Proteinfaltung berechnet, zusätzlich kann man nun jedoch auch Nachrichten, Live-Bilder aus 60 Städten, Wolkenbilder und das aktuelle Wetter abrufen. Das bisherige Folding@home wurde am selben Tag eingestellt.

Anders als bei den Vorgängermodellen versucht Sony, die Playstation 3 nicht nur als Spielekonsole, sondern als vollwertigen PC-Ersatz und Abspielgerät für Blu-ray Discs zu vermarkten. Die Vielseitigkeit soll u. a. durch die zahlreichen Schnittstellen, die das Gerät z. B. internettauglich machen, und den Einsatz des Betriebssystems Linux erreicht werden.

Die beiden amerikanischen Fachzeitschriften Home Theater Magazine und Ultimate AV erteilten dem integrierten Blu-ray-Spieler der Konsole in Tests sehr gute Bewertungen und stellten unter anderem fest, dass die Wiedergabequalität die vieler Blu-ray-Disc-Player übertrifft. Das Convergence Panel der European Imaging and Sound Association ernannte die PS3 zum besten Media-Center-Produkt 2007/2008.

Durch das Firmware-Update 2.20 ist die PS3 das erste Blu-ray-Wiedergabegerät mit Unterstützung des BD-Live-Feature.

Konsolen sind in der Regel geschlossene Systeme. Die Hersteller kontrollieren streng, welche Software auf der Maschine laufen kann. Dies ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells, um etwa einen gewissen Qualitätsstandard zu etablieren, zum Teil aber auch, um eventuelle Subventionen der Hardware über Lizenzgebühren wieder einzuspielen. Neben den offiziellen Entwicklern gibt es stets auch Versuche von interessierten Dritten, insbesondere von der sogenannten Homebrew-Gemeinde, systemfremde Software zum Laufen zu bringen. Vergleichbares gilt für Zusatzhardware.

In der Vergangenheit bündelten oft Softwarepiraten und Homebrew-Hacker ihre Kräfte, um Zugang zu den Systemen zu erhalten. Sony hat dem vorgegriffen und die Installation eines "anderen Systems" integriert. Die nötige Unterstützung haben Sony und IBM dem Linux-Kernel hinzugefügt. Es können somit viele PowerPC-fähige Linux-Distributionen installiert werden, vor allem da die nötigen Erweiterungen mittlerweile im Standardkernel verfügbar sind. So kann man dann mit einer USB- oder Bluetoothtastatur und den Bild- und Tonausgabegeräten die Playstation 3 wie ein Desktop-PC oder einen Multimedia Center-PC nutzen. Wenn die Playstation 3 unter einem alternativen Betriebssystem läuft, ist aber z. B. ein direkter Zugriff auf den Grafik-Prozessor nicht möglich, stattdessen wird von Sony lediglich erlaubt, über einen Hypervisor in den Bildspeicher zu schreiben. Eine Hardware-Beschleunigung über die Grafikkarte ist weder in 2D, 3D noch für OpenGL möglich, was grafisch anspruchsvolle Anwendungen unter der Linux-Oberfläche verhindert. Es existierte aber mit bestimmten Firmware-Versionen zwischenzeitlich ein Schlupfloch, das erste Portierungen des Nouveau-Treibers möglich gemacht hat . Außerdem ist ein OpenGL-Treiber auf Basis von Gallium3D in Arbeit, der die Besonderheiten des Cell-Prozessors für Grafikbeschleunigung nutzt. Trotzdem gilt, dass wer grafisch aufwändigere Anwendungen oder Spiele für die Playstation 3 programmieren will, nicht um ein Lizenzabkommen mit Sony Computer Entertainment herumkommt. Für Linux-Anwender auf der Playstation 3 heißt das folglich, dass sie bis jetzt keine 3D-Linux-Spiele, wie z.B. Nexuiz, spielen können und auch ansonsten keine aufwändigen 3D-Anwendungen wie Compiz oder Blender nutzen können.

Mittlerweile sind mehrere Linux-Distributionen erschienen, die auf der Playstation 3 lauffähig sind. Die Firma Terra Soft Solutions veröffentlichte schon vor dem Europastart der Konsole die Version 5.0 ihrer PowerPC-Linux-Distribution Yellow Dog Linux für die Playstation 3; diese Linux-Distribution wird offiziell von Sony unterstützt, aktuell liegt sie in der Version 6.1 vor und unterstützt erstmals die Nutzung der 256 MB Grafikkartenspeicher als Swap-Partition, was die Anwendbarkeit der Playstation 3 als Desktopplattform erheblich verbessern dürfte. Inzwischen hat diese Erweiterung auch Einzug in den Linux-Kernel 2.6.29 erhalten und dürfte so in Zukunft mit allen PS3-fähigen Distributionen nutzbar sein. . Weiterhin ist eine Live-CD mit Debian 4.0 verfügbar, die ohne Festplatteninstallation läuft und auf dem Kernel 2.6.16 basiert sowie einen GNOME-Desktop 2.14 und den Webbrowser Mozilla Firefox in der Version 1.5.0.7 bietet. Eine Installation und ein Update sind wie gewohnt möglich.. Ebenso lauffähig ist openSUSE 11 in der für PPC kompilierten Version. Ab Firmware 1.60 ist auch Ubuntu ab Version 7.04 (Feisty Fawn) mit der Playstation 3 kompatibel.

Phil Harrison, Chef von Sony Computer Entertainment Worldwide Studios, erklärte zur Möglichkeit, Linux auf der Konsole zu nutzen: „Die Playstation 3 mit ihrem Betriebssystem Linux ist ein vollwertiger Computer, ein PC ist überflüssig.“ Da die Konsole im Vergleich zu den meisten heute verwendeten Computern über einen relativ kleinen Arbeitsspeicher verfügt, kann es allerdings in einigen Einsatzbereichen zu Einschränkungen kommen.

Die Systemhardware der Playstation 3 basiert auf einem von Sony Open-Platform genannten Konzept, das aus Unternehmenssicht den Zugang zu Systemkomponenten im Vergleich zu den Vorgängermodellen vereinfachen soll. Die Festplatte kann vom Benutzer ähnlich wie bei einem Notebook aufgerüstet werden. Mittlerweile ist es durch Fremdzubehör möglich, über ein SATA-Kabel bis zu 750 GB große 3,5-Zoll-Festplatten zu betreiben. Spezielle Platinen ermöglichen es, zwischen externen Festplatten und der internen 2,5-Zoll-Festplatte umzuschalten, und bieten USB-2.0-Unterstützung, um Daten von und zu diesem Laufwerk zu kopieren.

Der Cell-Broadband-Engine-Prozessor der Playstation 3 erreicht eine theoretische Rechenleistung von 204,8 Giga-FLOPS, was rein rechnerisch doppelt so viele sind wie bei der von Microsoft entwickelten Xbox 360. Die tatsächliche Nutzleistung hängt stark von der Anwendung und dem Optimierungsaufwand ab. In der Paradedisziplin, Matrizenmultiplikation mit einfacher Genauigkeit, erreicht ein Cell mit acht SPUs tatsächlich etwa 200 GFLOPS, bei doppelter Genauigkeit reduziert sich die Performance um Faktor 14, auf etwa 14 GFLOPS. Vergleicht man die Ergebnisse des Linpack Benchmarks, liegt der Cell mit 14,63 GFLOPS etwa gleichauf mit einem mit 3,6 GHz getakteten Intel Pentium 4.

Allerdings ergeben derzeitige Benchmarks (z. B. Geekbench2) nur bescheidene Ergebnisse, weil der Programmcode noch nicht für die Cell-Struktur optimiert ist. Die oben angegebenen Einbrüche entsprechen also derzeit den theoretisch möglichen Leistungen vom Stand Mai 2007, wie es selbst die Programmierer bescheinigen Bei einer Benchmark wird derzeit nur die Leistung eines Kernes des Cell-Prozessors ermittelt, diese liegt gleichauf mit einer aktuellen Pentium 4. Laut Aussagen von Forschern, die Cluster aus mehreren PS3 als Supercomputer nutzten, schafft die CPU der Playstation 3 bei doppelter Genauigkeit maximal 80 GFLOPS.

Bei einem Test unter Linux wurde der PS3 Cell gegen einen Core 2 Duo mit 2,4 GHz verglichen. Die OpenSource-Bibliothek „OpenCV“, die zum Test verwendet wurde, stammte dabei aus der Entwicklung der Intel Corporation. Das Ergebnis waren bis zu 27-mal schnellere Berechnungen mit dem Cell gegenüber der 2,4 GHz schnellen Doppelkern-CPU von Intel.

Eine der insgesamt acht SPEs ist deaktiviert, um die Produktionsausbeute zu erhöhen. Eine der SPEs läuft in einem speziellen Modus unter Kontrolle des Hypervisors. Für Spiele bzw. Linux stehen daher noch sechs SPEs zur freien Verfügung.

Der Sound ist wahlweise in 2.0, 5.1 und 7.1 übertragbar. Dies ist jedoch von der Ausgabeart abhängig. So ist über den AV MULTI OUT (Scart) nur möglich 2.0-Sound auszugeben. Über den optischen Digitalausgang ist die Ausgabe in 2.0- und 5.1 Sound möglich. Die Ausgabe von 7.1-Sound ist nur über den HDMI-Ausgang möglich. Jedoch muss das Sound-System lineares PCM für 7.1 unterstützen. Ansonsten wird der Sound höchstens in 5.1 ausgegeben. Die Ausgabe in DTS-HD ist erst seit der Firmware-Version 2.30 möglich.

Die Konsole weist mehrere Belüftungsöffnungen, einen einzelnen großen Lüfter und Heatpipes auf. Sie wiegt etwa 5 kg. Ihre Außenabmessungen betragen 32,5 cm (Breite) × 9,8 cm (Höhe) × 27,4 cm (Tiefe). Das Netzteil ist in das System integriert und verwendet einen dreipoligen IEC-Gerätestecker an der Basis des Gehäuses. Alle aktuellen PS3-Netzteile sind als weltweit verwendbare Universalnetzteile (100–240 V/50–60 Hz) ausgelegt. Die außen angebrachten Kennzeichnungen beziehen sich lediglich auf die jeweilige Marketing-Region. Die Leistungsaufnahme des Systems liegt nach Angaben von Sony im Betrieb bei 150–200 Watt. Als maximale Leistungsaufname wird 380 Watt angegeben. Messungen zeigen einen realen Stromverbrauch von 1,0 Watt im Standby, 179,0 Watt im Idle-Zustand und 203,0 Watt im Betrieb.

Bei einer großen Anzahl von Dateien auf einem mobilen Datenträger kann das Einlesen viel Zeit benötigen. Außerdem werden manche mobile Datenträger überhaupt nicht erkannt. Das betrifft insbesondere Datenträger, die nicht mit einem FAT/FAT32-Dateisystemen formatiert sind (sondern beispielsweise mit NTFS oder ext3), da hier Sony keine Unterstützung ausweist bzw. die Playstation 3 die Dateisysteme extern nicht unterstützt. Doch auch bei Datenträgern mit FAT-Dateisystem ist eine Erkennung nicht sichergestellt.

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Rock Band

Vier Spieler spielen Rock Band 2 auf der Penny Arcade Expo

Rock Band ist ein Videospiel aus dem Genre der Musikspiele. Das Spiel stammt vom Entwickler Harmonix Music Systems, die bereits die erfolgreiche Guitar Hero-Reihe erschufen und dabei die Spiele Guitar Hero, Guitar Hero II und Guitar Hero: Rocks the 80s entwickelten.

Nachdem der ehemalige Verleger RedOctane und somit auch die Rechte an der Serie an Activision verkauft wurden, und das Entwicklerstudio Neversoft diese Reihe weiter führte, entschloss sich Harmonix Music Systems, ein neues Spiel zu erschaffen, das das Konzept beibehält, jedoch weiter ausbaut. Die erste Ankündigung des Spieles erfolgte am 1. April 2007, wobei auch die Zusammenarbeit des Entwicklerstudios mit MTV, sowie das Spielkonzept bekannt gegeben wurden.

Bei Rock Band hat man als Spieler nun die Möglichkeit, nicht nur Gitarre zu spielen, sondern auch Bass und Schlagzeug oder ins Mikrophon zu singen. Dabei dienen als Eingabegeräte erneut Controller die einer Gitarre oder einem Schlagzeugset nachempfunden sind. Als Spieler kann man sich entweder für ein Instrument oder das Mikrophon entscheiden, während der Computer die Übrigen übernimmt, oder aber, was vor allem von den Entwicklern beabsichtigt war, eine virtuelle Rockband gründen, wobei alle Geräte von menschlichen Spielern gesteuert werden. Dies ist einerseits direkt offline möglich, andererseits auch über das Internet.

Das Spiel wurde Ende 2007 bereits in Nordamerika veröffentlicht und erhielt sehr viel Kritikerlob. Seit seinem Erscheinen wurden dort bereits mehr als 3 Millionen Exemplare des Spieles veräußert. In Europa ist das Spiel im zweiten Quartal 2008 erschienen, zunächst jedoch exklusiv für die Xbox 360. Kritisiert wird dabei von Medien und Spielern, dass das Spiel in Europa zum Veröffentlichungsdatum zuzüglich aller Instrumente (Gitarre, Schlagzeug, Mikrofon) 240 € kostete, also fast das Doppelte im Vergleich zu den USA.

Wie schon bei Guitar Hero laufen farbige Noten dem Bildschirm hinunter, bei denen im richtigen Moment „in die Saite geschlagen“ oder getrommelt werden muss. Das Singen mit dem USB-Mikrophon funktioniert ähnlich wie bei einer Karaokemaschine, bzw. Singstar.

Neben diesen Titeln befinden sich noch 13 Bonuslieder im Spiel, jedoch überwiegend von unbekannteren Nachwuchsbands. Bei den Versionen für PlayStation 3 und Xbox 360 ist es zudem möglich, weitere Lieder gegen Bezahlung (zu unterschiedlichen Preisen) herunterzuladen. Bislang sind mehr als 300 weitere Lieder erschienen. Dabei profitiert Rock Band von der Zusammenarbeit mit MTV und großen Plattenfirmen, was sich im Original-Liedern von namhaften Interpreten wie 30 Seconds to Mars, Blink-182, AC/DC, The Grateful Dead, Serj Tankian,System Of A Down usw. niederschlägt.

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Source : Wikipedia