Grizzly Adams Wolfsburg

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Geschrieben von goldorak 07/03/2009 @ 14:07

Tags : grizzly adams wolfsburg, del, eishockey, sport

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Grizzly Adams Wolfsburg

Grizzly Adams Wolfsburg

Die Grizzly Adams Wolfsburg sind eine deutsche Eishockeymannschaft aus Wolfsburg, die nach dem Ausschluss im Jahr 2005 seit der Saison 2007/08 wieder in der Deutschen Eishockey Liga spielt. Der Stammverein EC Wolfsburg entstand 1992 aus einem Fanclub und ist noch heute für den Spielbetrieb der Nachwuchs- und Amateurmannschaften zuständig. 2004 wurde die Profimannschaft vom Stammverein in den EHC Grizzly Adams Wolfsburg e.V. ausgegliedert.

Die Grizzly Adams tragen ihre Heimspiele in der 2006 eröffneten EisArena Wolfsburg aus, ihre Vereinsfarben sind orange und schwarz.

Bereits in den 1960er Jahren war der Eissport in Wolfsburg populär geworden. Ein erster Schritt zum organisierten Spiel erfolgte am 25. Oktober 1964, als sich die Hobbyspieler dem Skiclub Wolfsburg anschlossen und dieser sich fortan SEC (Ski- und Eissport-Club) Wolfsburg nannte. Vom bisher genutzten Schillerteich im gleichnamigen Stadtteil ging es nun in die Bezirkssportanlage Porschestadion, bei der der ursprünglich zum Faustball genutzte Platz im Winter als Spielfläche diente. Da trotz dieser Anlage jedoch kein regelmäßiger Spielbetrieb möglich war, meldete 1967 der SEC ein Team in der Landesliga an, bei der im benachbarten Hannover im Eisstadion am Pferdeturm eine Heimspielstätte gefunden wurde.

Nach dem Anschluss an den TV Jahn Wolfsburg im Jahr 1971 wurden die Punktspiele in der Eishalle von Altenau ausgetragen und es konnten erste Erfolge verzeichnet werden. Neben dem Aufstieg in die Regionalliga gelang 1981 gelang der Sprung in die Oberliga, doch ein eigenes Stadion war dem Verein immer noch verwehrt. Durch die fehlenden Einnahmen aus den Heimspielen und den eigenen Reisekosten folgte 1982 der Konkurs des TV Jahn, es kam jedoch zur sofortigen Neugründung.

Am 11. November 1983 wurde der damalige Eispalast der Stadt Wolfsburg übergeben und am 13. November 1983 bestritten die so genannten „Roten Teufel“ vom TV Jahn Wolfsburg das erste Spiel in der Oberliga gegen den SC Solingen. Im Jahre 1986 trennte sich die Sparte Eishockey vom TV Jahn Wolfsburg und es wurde der ESC Wolfsburg gegründet.

Mit dem Abstieg in die Regionalliga ab wurde 1986 der ESC Wolfsburg als eigenständiger Eishockey-Verein mit der Kinderärztin Dr. Sybille Hartebrot als Vorsitzender gegründet. Der ESC wurde jedoch wieder in die Oberliga aufgenommen, weil mit Henryk Pytel und Stanislaw Klocek zwei Top-Spieler verpflichtet wurden und sich in Folge dessen die Vereine der Regionalliga weigerten, gegen die vermeintlich zu starken Wolfsburger anzutreten. Nach einem dritten Platz nach der Vorrunde stiegen die Wolfsburger 1987/88 in die zweite Bundesliga auf und hatten mit Wolfgang Heitmann einen Mäzen, der später den VfL-Aufschwung mitbegründete.

Die Saison endete nach der Vorrunde auf einem sechsten Platz, der Abstieg konnte jedoch durch 15 Siege in 20 Spielen und einem daraus resultierenden ersten Platz in der Qualifikationsrunde zur 2. Liga Nord vermieden werden. Trotz des mittelmäßigen Abschneidens standen mit Mark Kosturik auf Platz Eins mit 111 Punkten und John Markell auf Platz Drei zwei Stürmer des ESC an der Spitze der Scorerwertung. Das zweite Jahr in der 2. Bundesliga konnte ebenso wie die darauf folgende Saison 1989/90 mit einem vierten Platz nach der Vorrunde abgeschlossen werden. Nach einem siebten Platz in der Vorrunde musste der ESC Wolfsburg in der Spielzeit 1990/91 wieder den Gang in die Qualifikationsrunde Nord antreten, konnte dort allerdings das Saisonende mit den Klassenerhalt abschließen.

Anders in der darauf folgenden Saison, bei der die Mannschaft aufgrund eines sechsten Platzes in der so genannten „Unteren Zwischenrunde“ antreten musste und nach einem siebten Platz gemeinsam mit dem Grefrather EC und dem EV Ravensburg in die Oberliga abstieg. Dort wurde sowohl nach der Vorrunde als auch der Meisterrunde der Oberliga Nord ein vierter Platz erreicht. Aufgrund einer Strukturänderung der Ligen nahm der ESC in der Saison 1993/94 in der Regionalliga teil und schloss die Saison als Vorrundenmeister ohne Niederlage in 26 Spielen ab.

1986 benannte sich der damals zahlenmäßig größte Fanclub „Rote Teufel“ in den Namen „Grizzly Adams“ um. Anfang der 1990er Jahre meldete der Fanclub ein eigenes Hobby-Eishockeyteam an und es entstand der EHC Grizzly Adams e.V.. Als der EC Wolfsburg Mitte der 1990er Jahre vor dem finanziellen Aus stand, übernahm der EHC Grizzly Adams zunächst die Nachwuchsabteilung des EC Wolfsburg und ging später komplett im Verein der EHC Grizzly Adams auf.

Der Name geht hierbei auf James Adams – dem Hauptcharakter der Serie Der Mann in den Bergen – zurück, welcher in der nordamerikanischen Wildnis lebt und sich mit einem jungen Grizzlybären, genannt Ben – dem gleichnamigen Maskottchen des Vereins – anfreundet und deswegen den Spitznamen „Grizzly Adams“ erhält.

Trotz der erfolgreichen Saison 1993/94 folgte am Saisonende der Konkurs des ESC Wolfsburg. Mit den früheren Funktionären Michael Musfeldt und Dieter Reim wurde durch eine Lizenzübertragung mit dem EC Duisburg der „EC Wolfsburg“ gegründet, welcher in der 1. Liga Nord an den Start ging. Die Hauptrunde wurde – genauso wie die anschließende Meisterrunde – mit einem vierten Platz abgeschlossen. An diese Leistungen wurde in der Folgesaison nicht angeknüpft und die Mannschaft konnte mit einem zwölften Platz nach der Hauptrunde nicht in die Meisterrunde einziehen. Nach dieser Spielzeit musste der erst zwei Jahre alte EC Wolfsburg den Spielbetrieb erneut einstellen.

Der Neuanfang wurde mit der Gründung des EHC Wolfsburg geschaffen, welcher zur Saison 1996/97 in der Regionalliga Nord antreten durfte. Einem dritten Platz nach der Vorrunde folgte ebenfalls Rang Drei in der Endrunde. Die Saison 1997/98 schloss die Mannschaft als Vierter ab, die darauf folgende Aufstiegsrunde zur Oberliga wurde gleichsam mit dem vierten Platz beendet.

Aufgrund der guten Leistungen im Landesverband der letzten sechs Jahre nahm der neu gegründete EHC Wolfsburg – mit dem Beinamen Grizzly Adams – in der Saison 1998/1999 zum ersten Mal am Spielbetrieb des Deutschen Eishockey Bundes teil. Die Mannschaft spielte in der 1. Liga Nord, der auch die Mannschaften aus Braunschweig, Adendorf und Timmendorfer Strand angehörten. Als Trainer wurde Stefan Mikes verpflichtet. Am Ende der Spielzeit wurde nach einem neunten Platz nach der Vorrunde die Relegationsrunde gewonnen und somit der Klassenerhalt erreicht.

In der darauf folgenden Saison 1999/2000 spielte der EHC Wolfsburg in der mittlerweile umbenannten Oberliga Nord gegen Mannschaften aus Duisburg, Bremerhaven und Ratingen, welche das Geschehen dominierten. Am Ende der Doppelrunde belegten die Grizzly Adams den fünften Tabellenplatz, mussten sich allerdings in den Aufstiegsplayoffs zur 2. Bundesliga 2000/01 im Halbfinale dem Südvertreter EV Landshut mit 2:1 Spielen geschlagen geben.

Zur Saison 2000/2001 konnten die Grizzly Adams mit den Stürmern Arpad Györi und Karol Rusznyak - beide vom HC Dukla Trenčín - zwei Leistungsträger verpflichten und am Ende der Saison nach einem ersten Platz in der Vorrunde in der Finalrunde gegen den ETC Crimmitschau den Aufstieg in die 2. Bundesliga realisieren. Das erste Jahr in der 2. Bundesliga konnte die Mannschaft in der Doppelrunde auf dem sechsten Platz beenden. In den Playoffs kam es im Viertelfinale zum Aufeinandertreffen mit den Bietigheim Steelers, die in der Serie mit 3:2 nach fünf Spielen gewannen.

Mit einem siebten Platz nach der Doppelrunde etablierten sich die Grizzly Adams in der Saison 2002/2003 in der 2. Bundesliga. In den Playoffs war im Viertelfinale der SC Riessersee der Gegner, welcher souverän mit 3:0 in der best-of-five-Serie gewinnen konnte. Zu Beginn der Saison 2003/2004 konnte man die Verteidiger Alexander Genze und Petr Bareš verpflichten, die mit ihren Leistungen zum Sieg der Vorrunde beitrugen. In den Playoffs schlug der EHC die Schwenninger Wild Wings mit drei Siegen. Auch im Halbfinale konnte der SC Bietigheim-Bissingen nach fünf Begegnungen mit 3:2 Siegen bezwungen werden. Im Finale war der EV Landshut Gegner, gegen den der EHC mit 3:1 Siegen gewinnen konnte und somit in die Deutsche Eishockey Liga aufstieg.

Anfangs wurden die Grizzlies als bester Aufsteiger aller Zeiten gelobt, doch in der zweiten Saisonhälfte verlor die Mannschaft den Anschluss an die Play-Off-Plätze und stürzte auf den vorletzten Rang der Tabelle und somit in die Play-Downs. Der Wiederabstieg wurde durch einen Sieg in dieser Serie gegen die Kassel Huskies vermieden, allerdings war der EHC für diese Saison nur mit einer Sondergenehmigung ausgestattet, da der Bau einer nötigen, größeren Arena nicht fristgerecht abgeschlossen wurde. Auf der Gesellschafterversammlung der DEL am 28. Juni 2005 wurde dem Verein deshalb die Lizenz für die kommende Saison entzogen und die Kassel Huskies konnten am Grünen Tisch die Klasse halten. Die Grizzlies mussten nun abermals den Gang in die 2. Eishockey-Bundesliga antreten.

Die Saison 2005/2006 verlief für den Verein nicht nach den gewünschten Vorgaben. Die Mannschaft sicherte sich – nachdem Bob Leslie entlassen wurde und Toni Krinner als neuer Trainer dazu stieß – den achten und somit auch den letzten Playoff-Platz. Die Saison war für die Mannschaft bereits nach den ersten vier Play-Off-Spielen gegen den REV Bremerhaven zu Ende. In der Sommerpause wurde der Eispalast DEL-tauglich ausgebaut.

Zu Beginn der Saison 2006/2007 wurde am 13. September der umgebaute Eispalast eingeweiht und in EisArena umbenannt. Sie hat ein Fassungsvermögen von 4.500 Zuschauern. Das erste Heimspiel der Saison fand am 17. September 2006 gegen den EV Landshut statt, welches mit 4:3 gewonnen wurde. Am Ende der Hauptrunde zogen die Grizzlies mit 107 Punkten als Zweiter in die Playoffs ein. Gegen die Moskitos Essen wurde sich im Viertelfinale in einer Best-of-Seven-Serie 4:0 (6:4, 5:0, 9:4 und 4:2) durchgesetzt und im Halbfinale der EV Landshut im Best-of-Five-Modus mit 3:0 (5:3, 4:2 und 4:0) besiegt. Auch das Finale gegen die Kassel Huskies gewann die Mannschaft ohne Niederlage mit 3:0 (0:1, 3:2, 1:2) und stieg damit am 17. April 2007 zum zweiten Mal in die Deutsche Eishockey Liga auf.

Die Saison 2007/08 schlossen die Grizzly Adams mit 55 Punkten als 13. ab und verpassten damit den Einzug in die Playoffs. Mit durchschnittlich nur 17,27 Strafminuten gewann das Team jedoch die WestLB Fair Play Trophy, eine Auszeichnung, die jährlich von der Deutschen Eishockey Liga und der WestLB an die fairste Mannschaft der DEL-Saison verliehen wird. In der Saison 2008/09 konnten die Grizzly Adams mit dem Sieg des Deutschen Eishockey-Pokal ihren bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte feiern.

Den Mannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse stehen zwölf Ausländerlizenzen zur Verfügung. Jeder Spieler ohne deutsche Staatsangehörigkeit besetzt eine dieser Lizenzen, von denen pro Pflichtspiel zehn eingesetzt werden dürfen. Bei den Grizzly Adams Wolfsburg fallen elf Spieler unter diese Regelung.

Des Weiteren haben die Verantwortlichen der Grizzly Adams acht Spieler mit einer Förderlizenz ausgestattet, welche für die Förderlizenzpartner Eispiraten Crimmitschau, SC Bietigheim-Bissingen sowie dem ESC Halle 04 auf das Eis gehen.

Einige Spieler und Trainer der Grizzly Adams Wolfsburg wurden während ihrer Teamzugehörigkeit für das DEL All-Star-Game nominiert. Dies ist ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

Als erster Trainer der Zweitbundesligamannschaft 1987 stand Charlie Weise hinter der Bande des ESC Wolfsburg. Dieser wurde nach der Saison durch den ehemaligen NHL-Veteran Bill Lochead ersetzt. In seiner Debüt-Saison als Trainer konnte der Kanadier mit der Mannschaft einen vierten Platz erreichen, kehrte nach der Saison allerdings wieder in sein Heimatland zurück. An seiner Stelle wurde mit Bob Murray ein Spielleiter verpflichtet, der aufgrund jahrelanger Einsätze in deutschen Eishockeyligen die Erfahrung mitbrachte, den ESC erfolgreich zu trainieren. Unter ihm konnte die Mannschaft in die Qualifikationsrunde zur Bundesliga 1990/91 einziehen, dieser Erfolg wurde jedoch eine Saison später nicht wiederholt und Murray verließ die VW-Städter nach einem siebten Platz nach der Vorrunde in der Spielzeit 1990/91. Als Nachfolger wurde Jorma Siitarinen verpflichtet, welcher mangels Erfolg während der Saison durch John Markell ersetzt wurde.

Nach dem Konkurs des ESC und der Neugründung als EC Wolfsburg nahm der Russe Nikolai Besprosvannych zur Saison 1994/95 das Traineramt ein und baute den finanziell angeschlagenen Verein wieder auf. Insgesamt stand insgesamt drei Spielzeiten hinter der Bande und wurde 1997 durch Dusan Slanina ersetzt.

Nach der Neugründung nahm der EHC Wolfsburg in der Saison 1998/99 wieder am Spielbetrieb des Deutschen Eishockey Bundes teil. Als erster Trainer wurde hierbei Stefan Mikes verpflichtet, der unter anderem den Aufstieg in die 2. Bundesliga 2000/01 sowie die dauerhafte Playoff-Teilnahme mit dem Verein erreichte. Als größten Erfolg konnte Mikes den Aufstieg mit seinem Team in die DEL zur Saison 2004/05 feiern. Nach dem Aufstieg musste er allerdings im März 2005 seinen Hut nehmen und Bob Leslie Platz machen, der fortan hinter der Bande stand. Jedoch stellten sich unter dem neuen Coach keine Erfolge ein und somit musste dieser inmitten der Saison seinen Posten an Toni Krinner übergeben, welcher derzeit immer noch als Übungsleiter fungiert.

Der Stammverein – der EHC Wolfsburg Grizzly Adams 1992 e.V. – ist verantwortlich für die Nachwuchsabteilung des Clubs, welcher junge Spieler für den Einsatz in der Männermannschaft ausbildet. Hierbei fungiert das Team Grizzly Adams 1b als Brücke zwischen Profi- und Nachwuchsmannschaft, welche unter dem Namen Young Grizzlies alle Nachwuchsmannschaften vereint. Durch die Partnerschaft im Rahmen des Förderlizenzprogramms mit den Eispiraten Crimmitschau werden ebenfalls junge Spieler ausgeliehen, um in der 2. Bundesliga Spielpraxis zu sammeln.

Die EisArena Wolfsburg ist seit der Saison 2006/07 die Heimspielstätte der Grizzly Adams und der Nachwuchsmannschaften und besitzt eine Gesamtkapazität von 4.500 Plätzen, von denen rund 3.000 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Des Weiteren verfügt die Halle über einen 300m² großen VIP-Bereich, der nochmals Platz für 300 Zuschauern bietet.

Am 23. November 2005 beschloss der Wolfsburger Stadtrat den Umbau des Eispalasts zur kommenden Spielzeit. Am 1. September 2006 wurde die neue Arena fertiggestellt.

Die Fans der Grizzly Adams sind in vier Fanclubs organisiert, der ein Fanrat übergeordnet ist. Dieser setzt sich für die Belange der Fanclubs ein, dient als „Sprachrohr“ zwischen Fans und Verein und organisiert Auswärtsfahrten. Aufgrund der regionalen Nähe zu den Hannover Scorpions und den Hamburg Freezers erzeugen Spiele gegen diese Mannschaft eine besondere Brisanz. Es bestehen lose Fanfreundschaften zwischen dem Förderlizenzpartner Eispiraten Crimmitschau, es konnte sich jedoch wegen der noch jungen Geschichte des Vereins keine ausgebildete Fanfreundschaft zu anderen Vereinen bilden.

Als Maskottchen dient seit 2008 „Ben“, ein Braunbär, der vor dem Spiel mit seiner Präsenz auf dem Eis die Zuschauer auf das Spiel einstimmen möchte. Darüber hinaus nimmt er die Rolle als Werbeträger und Merchandisingfigur für den Verein ein.

Der Braunbär Goliath aus Worbis in Thüringen ist seit dem 25. Oktober 2004 Patentier der gesamten Eishockey-Mannschaft. Vertreter der Grizzly Adams besuchten ihren Patenbären und seine Artgenossen im Bärenpark und besiegelten die Patenschaft.

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DEL 2004/05

Logo der Eisbären Berlin

Die DEL-Saison 2004/05 war die elfte Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga. Die reguläre Saison begann am 17. September 2004 und endete am 13. März 2005, die Play-off-Runde wurde ab 17. März ausgespielt. Deutscher Meister wurden die Eisbären Berlin, der sportliche Absteiger Kassel Huskies durfte in der Liga verbleiben, da den Grizzly Adams Wolfsburg die Lizenz durch die Liga entzogen wurde.

Geprägt wurde die Saison vor allem durch Spieler aus der National Hockey League, die nach der Absage der dortigen Spielzeit für ein Jahr in die europäischen Ligen wechselten, um weiterhin hochklassiges Eishockey spielen zu können. Mit Erik Cole wurde einer dieser Legionäre zudem als wertvollster Spieler der Play-offs ausgezeichnet.

Während sich die besten acht Teams der Vorrunde für die Play-offs qualifizierten, spielten die beiden Letztplatzierten in einer Play-down-Runde gegen den Abstieg. Für die Mannschaften auf den Plätzen Neun bis Zwölf war die Saison nach der Vorrunde beendet.

Größte Überraschung der Vorrunde waren die Hannover Scorpions, die von Anfang Januar bis Mitte März fast 20 Punkte auf die Grizzly Adams Wolfsburg aufholen konnten und so die Play-downs noch verhindern konnten.

Die beiden Tabellenletzten Grizzly Adams Wolfsburg und Kassel Huskies spielten ab dem 18. März in einer Play-down-Serie im Modus „Best of Seven“ gegen den Abstieg. Wolfsburg hatte aufgrund der besseren Hauptrundeplatzierung das erste Heimrecht, welches anschließend in jedem der im Zwei-Tages-Rhythmus stattfindenden Spiele wechselte.

Damit standen die Kassel Huskies als sportlicher Absteiger fest. Kassel verblieb jedoch in der Liga, da den Grizzly Adams die Lizenz entzogen wurde, da der Bau einer neuen, den Vorgaben der DEL entsprechenden Arena nicht fristgerecht abgeschlossen worden war.

Das Viertelfinale wurde ab dem 17. März 2005 im Modus „Best of Seven“ ausgespielt. Das bestplatzierte Team der Hauptrunde, die Frankfurt Lions, traf auf die achtplatzierten Hamburg Freezers, die zweitplatzierten Eisbären Berlin auf den Siebten Augsburger Panther, der Dritte, die Nürnberg Ice Tigers, auf die sechstplatzierten Adler Mannheim sowie die viertplatzierten Kölner Haie auf den ERC Ingolstadt, der die Hauptrunde als Fünfter beendet hatten.

Mit Ausnahme der Auftaktpartie Frankfurt Lions gegen Hamburg Freezers, die im Gegensatz zu den restlichen Spielen am 17. statt am 18. März ausgetragen wurde, fanden die Partien im Zwei-Tages-Rhythmus mit wechselndem Heimrecht statt.

Die Halbfinalbegegnungen wurden ab dem 1. April und wie das Finale im Modus „Best of Five“ ausgetragen. Die bestplatzierte noch verbliebene Mannschaft der Vorrunde traf auf die schlechtplatzierteste, während der Zweitbestplatzierte der Vorrunde gegen den Drittbestplatzierten spielte.

Die Finalserie wurde ab dem 15. April ausgespielt. Die Eisbären Berlin hatten aufgrund ihrer besseren Platzierung in der Hauptrunde das erste Heimrecht.

Damit wurden die Eisbären Berlin zum ersten Mal in ihrer Geschichte Gesamtdeutscher Meister und gewannen zugleich ihren ersten Titel nach der Wiedervereinigung. Gegen die Adler Mannheim, die zuvor eher überraschend die in der Vorrunde besser platzierten Nürnberg Ice Tigers und Frankfurt Lions geschlagen hatten, schafften die Hauptstädter zudem als erste Mannschaft in der DEL-Geschichte Sweep, also ohne Niederlage in einer Serie, das Finale zu gewinnen. Dies war auch zu Bundesligazeiten lediglich dem EC Hedos München in der Finalserie der Saison 1993/94 gegen die Düsseldorfer EG gelungen.

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DEL 2007/08

Nationalspieler Tomáš Martinec bestritt am 23. Dezember seinen 500. Einsatz in der DEL

Die DEL-Saison 2007/08 war die 14. Spielzeit seit Bestehen der Deutschen Eishockey Liga. Nach der Aufnahme der Grizzly Adams Wolfsburg traten 15 Vereine gegeneinander an.

Eröffnet wurde die Spielzeit mit der Partie der Kölner Haie gegen die Hamburg Freezers am Donnerstag, den 6. September 2007. Der amtierende Deutsche Meister Adler Mannheim bestritt einen Tag später bei den DEG Metro Stars sein erstes Saisonspiel. Der Beginn der Play-off-Runde 2008 war für den 12. März 2008 terminiert. Die Finalserie begann am 13. April und endete am 20. April mit dem dritten Titelgewinn der Eisbären Berlin.

Gemäß dem neuen Kooperationsvertrag zwischen der DEL und dem Deutschen Eishockey-Bund gab es in der vergangenen Spielzeit keinen sportlichen Absteiger mehr. Die Grizzly Adams Wolfsburg als Meister der 2. Bundesliga hatten allerdings die Möglichkeit, in die DEL aufzusteigen. Da die Wolfsburger die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für eine Aufnahme, den sogenannten 9.000-Punkte-Plan, erfüllen, stimmte die DEL-Gesellschafterversammlung der Aufnahme zu. In diesem, von der DEL und der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft ESBG im Jahr 2006 verabschiedeten Plan, muss ein DEL-Stadion mindestens 9000 Punkte erhalten, die folgendermaßen vergeben werden: Für jeden ordnungsbehördlich genehmigten Stehplatz erhält das jeweilige Team einen Punkt, Sitzplätze sind zwei Punkte. Bei Vorhandensein eines Videowürfels oder einer vergleichbaren Anzeigenanlage sowie technischen Einrichtungen für eine fernsehtaugliche Übertragung werden jeweils 1000 Punkte gutgeschrieben.

Als Änderungen gegenüber dem Modus in der Vorsaison beschloss die Gesellschafterversammlung im Juni 2007, dass im Falle eines Penaltyschießens in der Hauptrunde nur noch drei Schützen pro Team antreten. Ferner wurde das Penalty-Schießen in den Play-offs abgeschafft. Es wurde, wie in der NHL, in allen Spielen Verlängerung bis zum „Sudden Death“ und im Gegensatz zu den Vorrundenspielen in der Verlängerung wieder mit 5-gegen-5 gespielt. Zusätzlich wurde im Februar 2008 festgelegt, dass die beiden letzten Spieltage der Vorrunde sowie die Play-off-Spiele nach dem „4 Schiedsrichter“-Prinzip mit einem zusätzlichen Hauptschiedsrichter durchgeführt werden, was vor allem auf die anhaltende Kritik an den Schiedsrichterleistungen von Seiten der Vereine und der Fans in der laufenden Saison zurückging.

Die DEL-Saison 2007/08 sollte zunächst die vorerst letzte ohne sportlichen Absteiger sein. Auf ihrer 69. Gesellschafterversammlung beschloss die Liga im November 2007, den Abstieg zur Saison 2008/09 wiedereinzuführen, gegen diesen Vorschlag wurde allerdings von der Spielbetriebsgesellschaft ESBG im März 2008 ein Veto eingelegt. Somit bleibt die DEL weiterhin eine geschlossene Liga, mit dem Zweitligameister der Saison 2007/08 hat allerdings noch ein weiteres Team die Chance, in die DEL aufzusteigen. Sollte der Meister der 2. Bundesliga die Auflagen des 9000-Punkte-Plans nicht erfüllen, haben die restlichen Zweitligateams die Chance, in einem Bewerbungsverfahren den letzten Startplatz für die Spielzeit 2008/09 zu erhalten.

Im März 2007 kamen erstmalig Meldungen über einen möglichen Umzug der Füchse Duisburg nach Stuttgart aus wirtschaftlichen Gründen auf, am 26. April 2007 gab der Hauptgesellschafter Pape bekannt, in Duisburg zu verbleiben, da es der Stadt Stuttgart nicht gelungen sei, in der kurzen Zeit die benötigten Sponsorengelder in Höhe von 5 Millionen Euro aufzutreiben. Somit tritt 2005 vom EV Duisburg ausgegliederte Spielbetriebsgesellschaft auch in der Saison 2007/08 unter dem Namen „Die Füchse“ in Duisburg an, die weitere Zukunft des Vereins ist jedoch nach wie vor offen.

In der Spielzeit 2007/08 tragen die Eisbären Berlin ihre Spiele zum letzten Mal im traditionsreichen Wellblechpalast aus, in der kommenden Saison soll das Team aus der Hauptstadt in die momentan im Bau befindliche, 17.000 Zuschauer fassende O2 World umziehen. Im Wellblechpalast wurde der SC Dynamo Berlin 15-mal DDR-Meister, der Nachfolgeverein des SC Dynamo, die Eisbären Berlin, gewannen in ihrem Heimstadion ihre ersten vier gesamtdeutschen Titel: die Deutschen Meisterschaften 2005,2006 und 2008 sowie den Deutschen Eishockey-Pokal 2008.

Wie auch in den Vorjahren hatte die schlechte Position der deutschen Nationalmannschaft in der IIHF-Weltrangliste zur Folge, dass keine deutschen Mannschaften für den IIHF European Champions Cup qualifiziert waren. Der Deutsche Meister aus Mannheim folgte jedoch der Einladung des HC Davos zum renommierten Spengler Cup, den sie im Dezember mit vier Punkten Rückstand auf den Sieger Team Canada als Dritter abschlossen.

Zum ersten Mal war das Saisonergebnis hingegen ausschlaggebend für die neu eingeführte Champions Hockey League. Der Meister der Deutschen Eishockey Liga ist dabei automatisch für die Gruppenphase qualifiziert, der Vorrundensieger tritt in einem Qualifikationsturnier gegen den schweizer und den slowakischen Hauptrundenersten an. Sollte der Meister der regulären Saison identisch mit dem Sieger der Play-offs sein, rückt automatisch der Zweitplatzierte der Vorrunde nach.

Vor der Saison gab es einige interessante Transfers und Vertragsabschlüsse. Der Meister Adler Mannheim verstärkte seinen Kader dabei nur punktuell, mit Michael Hackert von den Frankfurt Lions wurde eine weitere Offensivkraft verpflichtet, zudem wurde mit dem Kölner Torhüter Adam Hauser ein Ersatz für den nach Hamburg abgewanderten Jean-Marc Pelletier gefunden. Der einzige Schlüsselspieler aus der Meistersaison, der die Adler verließ, war der Kanadier Nathan Robinson, der in der Saison 2007/08 für die Eisbären Berlin die Schlittschuhe schnürte. Der Vizemeister Nürnberg Ice Tigers musste zunächst mehrere Abgänge kompensieren. So beendete Center Martin Jiranek im Alter von 37 Jahren seine Profikarriere, außerdem wanderten die Schlüsselspieler Justin Mapletoft und Jame Pollock in die National Hockey League zu den Ottawa Senators bzw. den Washington Capitals ab. Als Ersatz verpflichteten die Ice Tigers unter anderem Ahren Spylo von den Hamburg Freezers und Nationalspieler Björn Barta vom ERC Ingolstadt. Zudem wechselten mit Nationaltorhüter Dimitrij Kotschnew und dem NHL-erfahrenen Center Sean Brown zwei weitere Stars der Liga nach Franken.

Auch die anderen Vereine der Liga setzten in dieser Saison wieder auf ehemalige Spieler der National Hockey League, allen voran Stanley-Cup-Gewinner Norm Maracle, der von HK Avangard Omsk zu den Iserlohn Roosters wechselte, und die Kölner Neuverpflichtung Todd Warriner, der zuvor über 450 NHL-Spiele, unter anderem für die Toronto Maple Leafs und die Tampa Bay Lightning, absolviert hatte. Weitere ehemalige NHL Legionäre, die zur Saison 2007/08 in die Deutsche Eishockey Liga wechselten, waren Peter Ratchuk, Brandon Reid (beide DEG Metro Stars), Brandon Smith (Eisbären Berlin), Eric Boguniecki, Scott Ferguson (beide ERC Ingolstadt), Jeff Heerema, Jason Marshall, Richie Regehr (alle Frankfurt Lions), Chad Wiseman (Grizzly Adams Wolfsburg), Andy Delmore (Hamburg Freezers), Mike Green, Chris Herperger (beide Hannover Scorpions), Pat Kavanagh (Iserlohn Roosters) sowie Éric Meloche und Wade Skolney, die bei den Straubing Tigers anheuerten. Außerdem kehrten die beiden deutschen Nachwuchsspieler Felix Schütz und Stefan Langwieder von ihrer Juniorenzeit in Nordamerika nach Deutschland zurück.

Die DEG Metro Stars verpflichteten Andrew Hedlund, der den deutschen Fans schon von seinem Engagement bei den Krefeld Pinguinen bekannt war. Mit Igor Alexandrow wechselte zudem ein weiterer Spieler zurück in die DEL, der zuvor schon bei den Nürnberg Ice Tigers, den Kölner Haien, den Hannover Scorpions, den Augsburger Panthern sowie den Iserlohn Roosters und den Adler Mannheim auf dem Eis gestanden hatte. In der Saison 2007/08 spielte er für die Füchse Duisburg. Ebenfalls aus Russland kehrte Ilja Worobjow in die DEL zurück, um nun für die Frankfurt Lions zu spielen. Auch innerhalb der Deutschen Eishockey Liga kam es vor der Saison zu bedeutenden Spielerwechseln. So verließen die beiden Nationalspieler Lasse Kopitz (jetzt Frankfurt Lions) und Oliver Jonas (jetzt Grizzly Adams Wolfsburg) die Kölner Haie, ebenso wie Routinier Tino Boos, der die Domstädter nach sieben Jahren in Richtung Hannover Scorpions verließ. Als Ersatz für den abgewanderten Adam Hauser verpflichteten die Kölner zudem Torhüter Travis Scott, der auch schon für die Los Angeles Kings in der NHL zwischen den Pfosten gestanden hatte. Zudem wechselte Nationalspieler John Tripp vom ERC Ingolstadt zu den Hamburg Freezers.

Auch während der Saison wurde eine Anzahl neuer Spieler verpflichtet, unter anderem der NHL-Routinier John Slaney, der aus der AHL zu den Kölner Haien wechselte. Ebenfalls auf sich aufmerksam machten die Domstädter, als sie im Dezember Nationaltorhüter Robert Müller von den Adler Mannheim verpflichteten. Müller war zuvor vom Meister auf Leihbasis zum Schlusslicht EV Duisburg transferiert worden. Die Iserlohn Roosters verpflichteten indessen Stürmer Rob Valicevic, der schon 191 NHL-Spiele vorzuweisen hatte. Nach dem schwachen Saisonstart waren auch die Adler Mannheim gezwungen, ebenfalls nachzurüsten, sodass der Kanadier Dan McGillis sowie der Schwede Daniel Johansson für die Defensive unter Vertrag genommen wurden. Die DEG Metro Stars reagierten mit der Verpflichtung von Nationalspieler Anton Bader von den Straubing Tigers auf die lang anhaltende Verletzungsmisere, nach der Verletzung von Jean-Marc Pelletier wurde in Hamburg Philippe Sauvé von den Iowa Stars aus der AHL unter Vertrag genommen.

Im April wurde bekannt, dass Florian Busch, Stürmer der Eisbären Berlin, einen unangemeldete Dopingkontrolle im März zunächst verweigert und erst einige Stunden später nachgeholt hatte. Der DEB wertete den Fall jedoch nicht als Doping-Fall, sondern lediglich als einen verpassten Test. Als Folge dessen wurde Busch vom Verband zu 5000 Euro Strafe 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit im Verein verurteilt.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA erklärte kurze Zeit später, das DEB-Urteil in dieser Form nicht akzeptieren zu können, da nach den NADA-Statuten eine verweigerte Dopingkontrolle als positiver Test zu werten und damit mit einer mindestens einjährigen Sperre zu belegen ist. Besondere Brisanz erhielt der Fall, als ausgerechnet Florian Busch den entscheidennden Treffer im DEL-Finale der Eisbären gegen die Kölner Haie am 20. April erzielte. Einen Tag später leitete die NADA den Fall an die Welt-Antidoping-Agentur WADA weiter, DEL und DEB erklärten indessen, für sie sei der Fall mit dem Urteil gegen den einsichtigen Busch abgeschlossen. Da die IIHF die Genehmigung erteilte, spielt Florian Busch auch für die Deutsche Nationalmannschaft während der Eishockey-Weltmeisterschaft 2008 in Kanada. Die WADA betrachtete den Fall Busch entgegen einer Meldung des IIHF nicht für abgeschlossen, sondern teilt die Ansicht der NADA, dass die Strafe des DEB nicht ausreicht, sondern das Verhalten Buschs eine Sperre nach sich ziehen muss.

Am 7. Mai 2008 hat das Bundesinnenministerium aufgrund der Missachtung der Sanktionsrichtlinien durch den DEB mit sofortiger Wirkung die Auszahlung der jährlichen Fördergelder in Höhe von 600.000 Euro an den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) gesperrt. Zudem hat es bereits am 18. April beim zuständigen Bundesverwaltungsamt einen entsprechenden Antrag zur Rückforderung von Steuermitteln gestellt.

Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Etats der Vereine fast stabil, der durchschnittliche Etat belief sich auf 5,24 Mio. €, was eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellte. Der Gesamtetat der Vereine wurde bedingt durch die Aufstockung der Liga um eine weitere Mannschaft von 70 auf 78,7 Mio. € erhöht. Wieder stand DEL eine vergleichsweise hohe Summe an TV-Geldern vom Pay-TV-Sender Premiere zur Verfügung. Als Hauptsponsor der Liga warben weiterhin die Gelben Seiten in jedem Stadion an der Bande sowie auf den offiziellen Internetpräsenzen der Clubs, die Schiedsrichter laufen mit einem Schriftzug des Arzneimittelkonzerns taxofit auf.

Die Adler Mannheim blieben damit weiterhin Etat-Krösus der Liga, die DEG Metro Stars schlossen durch die finanziellen Erfolge im Premierenjahr des ISS Domes jedoch bis auf 300.000 Euro an den Deutschen Meister auf. Schlusslicht dieser Rangfolge blieb der EV Duisburg, hinzu kamen die Augsburger Panther, die ihren Vorjahresetat knapp verkleinern mussten. Die starke Saison der Sinupret Ice Tigers, die durch den Einzug ins Finale gekrönt wurde, brachte der Mannschaft eine Etaterhöhung um 500.000 Euro, ebenso wie den Straubing Tigers, die sich inzwischen finanziell in der DEL etabliert haben.

Vor der Saison drohte Günter Papenburg, Besitzer der Hannover Scorpions, mit der Schließung der sich in seinem Besitz befindenden TUI Arena und dem Verkauf der DEL-Lizenz zur Saison 2008/09. Grund hierfür war ein andauernder Streit mit der Stadt Hannover, die einen Bau-Zuschuss von 2,5 Millionen Euro zurückgezahlt haben wollte. Da in der zur Weltausstellung Expo 2000 eröffnete Halle die Zuschauerkapazität von 10.500 nur selten erreicht wurde und der Verein damit fortlaufend Verluste erleidet, soll Papenburg nicht bereit gewesen sein, den Forderungen der Stadt nachzugehen.

Im Januar gab Günther Hertel, Alleingesellschafter der Sinupret Ice Tigers, bekannt, dass die Zukunft des Vereins in Nürnberg in Gefahr sei. Hertel äußerte sich dazu folgendermaßen: „Wirtschaftlich sieht es gar nicht gut aus. Ich habe keine Lust mehr, noch mehr privates Geld in die Ice Tigers zu stecken. In den nächsten zwei Wochen werden wir alles versuchen, die Zukunft des Vereins zu sichern – sollten wir das nicht schaffen, wird es nächstes Jahr kein Eishockey in Nürnberg mehr geben.“ Wenige Tage später entschärfte Hertel die Situation und gab sich zuversichtlicher, betonte jedoch weiterhin, dass der Verein neue Sponsoren brauche, um die Lücken im Etat schließen zu können.

Wie schon in der Vorsaison trafen auch in dieser Spielzeit die Mannschaften jeweils vier Mal pro Saison aufeinander. Die sechs bestplatzierten Mannschaften zogen automatisch in die Play-offs ein, die vier Teams auf den Plätzen sieben bis zehn kämpfen in einer Qualifikation nach der Hauptrunde um die Play-offs, für die Clubs ab Position elf ist die Saison nach der Hauptrunde beendet.

Am 6. September 2007 wurde die vierzehnte Spielzeit der DEL mit dem 6:3-Sieg der Kölner Haie gegen die Hamburg Freezers eröffnet.

Erster Tabellenführer der neuen Saison waren die Krefeld Pinguine, die den Aufsteiger EHC Wolfsburg am ersten Spieltag deutlich mit 4:0 besiegt hatten. Meister Adler Mannheim verlor sein Auftaktspiel gegen die DEG Metro Stars mit 2:4. Am zweiten Spieltag wurde beim 10:9 der Nürnberg Ice Tigers in Iserlohn ein neuer Torrekord aufgestellt, mit der 3:6-Niederlage gegen die Berliner Eisbären machten die Adler Mannheim ihren Fehlstart in die Saison perfekt. Diese Negativserie setzte sich in den folgenden Wochen weiter fort, sodass der Deutsche Meister große Teile des ersten Saisondrittels im Tabellenkeller verbrachte. Den Eisbären gelang hingegen ein Saisonstart nach Maß, mit sechs Siegen in sieben Spielen belegten die Hauptstädter zum Ende des Monats den zweiten Tabellenplatz hinter den Frankfurt Lions die sechs ihrer ersten neun Spiele gewonnen hatten und 19 Punkte sammelten. Platz drei belegte der Vorjahresfinalist Nürnberg Ice Tigers, der erst am fünften Spieltag seiner erste Niederlage in Straubing eingefahren hatte.

Durchwachsen hingegen verlief der Saisonstart für DEG Metro Stars, was vor allem an einer anhaltenden Verletzungsmisere im Team lag. So verletzte sich nach Tore Vikingstad und Daniel Kreutzer mit Verteidiger Robert Dietrich ein weiterer Leistungsträger schwer. Mit einem Bruch des rechten Sprunggelenks musste der gebürtige Kasache mehrere Monate pausieren.

Die Kölner Haie gaben indessen eine Kooperation mit Stanley-Cup-Sieger Anaheim Ducks bekannt. Angedacht sei zunächst ein Austausch zwischen Trainern und eine Zusammenarbeit in der Scouting-Abteilung, ebenfalls denkbar ist die Verpflichtung von Spielern, die sich bei den Ducks noch nicht haben durchsetzten können sowie ein mögliches Gastspiel der Kalifornier in Köln.

Auch im Oktober setzten die Tabellenführer aus Frankfurt und Berlin ihre Siegsesserien fort, ein weiterer Gewinner waren die Hamburg Freezers, die sich bis zum Monatsende mit 32 Punkten auf den dritten Tabellenplatz verbessern konnten. Ebenfalls im Aufwind zeigten sich die Kölner Haie, die das Spitzenspiel des 11. Spieltags gegen Tabellenführer Frankfurt Lions mit 4:3 im Penaltyschießen gewinnen konnten. Am selben Spieltag konnten die weiterhin auswärts schwachen Adler Mannheim mit einem 5:1 gegen Schlusslicht Füchse Duisburg zum ersten mal den Kontakt zum Mittelfeld herstellen.

Am 9. Oktober gaben die Füchse Duisburg die erste Trainerentlassung der laufenden Saison bekannt, Coach Dieter Hegen wurde bis auf Weiteres beurlaubt, das Training übernahm der sportliche Leiter Franz Fritzmeier senior, dessen Premiere auf der Bank allerdings beim 0:4 seines Teams in Wolfsburg gründlich misslang. Als Hegens Nachfolger wurde zwei Wochen Später der ehemalige Nationalspieler Peter Draisaitl vorgestellt.

Im Aufwärtstrend befanden sich hingegen die Iserlohn Roosters, denen am 15. Spieltag gegen die Hannover Scorpions der fünfte Sieg in Folge gelang. Da sie eine Woche später auch gegen Tabellenführer Frankfurt die Oberhand behielten, wurde dieser von den Eisbären Berlin abgelöst. Für eine Überraschung sorgte schließlich der Tabellenletzte aus Duisburg, der Nationaltorhüter Robert Müller vom Deutschen Meister aus verpflichtete. Dies geschah zunächst mit der Option, dass Müller zu den Adlern sofort zurückkehren sollte, sollte dies im Saisonverlauf nötig werden. Im Dezember 2007 einigten sich dann jedoch schließlich die Kölner Haie und die Adler Mannheim auf einen sofortigen Wechsel von Robert Müller in die Domstadt.

Zu Beginn des Monats November kamen die Adler Mannheim immer besser in Fahrt, durch das 5:4 gegen Tabellenführer aus Berlin landeten sie am 21. Spieltag bereits den dritten Sieg in Folge, wodurch der Meister langsam wieder in Richtung der Play-off-Plätze rückte. Nach einer einwöchigen Pause aufgrund des Deutschland Cups 2007 startete die Liga am 13. November mit zwei vorgezogenen Partien des 31. bzw. des 38. Spieltages in die nächste Saisonphase. In der sogenannten „Traditional Night“ traten die Adler Mannheim in der SAP Arena in speziellen Trikots ohne Werbung im Design der ersten Bundesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg 1978/79 gegen die Kölner Haie an, der Meister gewann mit 3:1 und setzte seinen Aufwärtstrend fort.

Bei den DEG Metro Stars wurde hingegen das Personalkarussel weiter angetrieben: Aufgrund des schlechten Saisonauftakts wurde Trainer Slavomír Lener mit sofortiger Wirkung entlassen, seine Nachfolge trat interimsmäßig Lance Nethery an. Nach viermonatiger Krankheitspause kehrte dagegen Kapitän Daniel Kreutzer in den Kader der Düsseldorfer zurück.

Die Hannover Scorpions hingegen mussten durch die Verletzung ihres Stürmers Jonas Lanier einen herben Rückschlag im Rennen um die direkten Play-off-Plätze hinnehmen. Im Spiel gegen die Iserlohn Roosters prallte Lanier gegen das Tor und erlitt einen Riss des Syndesmosebandes, woraufhin er drei Monate aussetzen musste. Ebenfalls ernüchternd verlief der Monat für die Hamburg Freezers. Nach dem vierten Tabellenplatz am 19. Spieltag konnten die Hanseaten bis zum Monatsende nur zwei von acht Partien gewinnen und stürzten bis auf Rang 9 ab. Tabellenführer blieben die Eisbären Berlin (55 Punkte), jetzt vor den Kölner Haien (53) und den Frankfurt Lions (50). Die Nürnberg Ice Tigers hielten mit 48 Punkten den Anschluss an das Spitzentrio, Meister Adler Mannheim schaffte den Sprung auf Platz fünf.

Als Konsequenz der schlechten Leistungen wurden zudem Ron Kennedy in Ingolstadt sowie Erich Kühnhackl in Straubing ihrer Ämter enthoben. Kennedys Nachfolger wurde der mehrfache Stanley-Cup-Gewinner Mike Krushelnyski, am 29. November trat Bob Manno die Nachfolge Kühnhackls in Straubing an.

Auch im Dezember setzte sich die Talfahrt der DEG Metro Stars weiter fort, woran auch die weiter anhaltende Verletzungsmisere eine Teilschuld traf. So brach sich der gerade wiedergenesene Robert Dietrich nun das Volkmann-Dreieck im anderen Sprunggelenk und fiel erneut für rund acht Wochen aus, zudem erlitt Schlüsselspieler Tore Vikingstad beim 3:4 in Hannover einen Riss im Adduktorenbereich. Ebenfalls weiter in der Kirse steckten die Hamburg Freezers, die zudem auf ihren Verteidiger Martin Walter verzichten mussten, der sich im Training einen Kahnbeinbruch zuzog.

Die Eisbären Berlin festigten hingegen nach dem deutlichen 7:2-Sieg über Mannheim und einem 6:5 nach Penaltyschießen in einem wahren Eishockeykrimi am 34. Spieltag gegen Hannover die Tabellenführung. Einen missglückten Einstand feierte hingegen Nationaltorhüter Robert Müller, der am selben Spieltag mit seinen Haien mit 0:3 in Augsburg verlor.

Nach einer 4:7-Heimniederlage reagierten schließlich die in dieser Saison durch fehlende Konstanz glänzenden Adler Mannheim und entließen Trainer Greg Poss, der im November gerade erst seinen Vertrag beim Deutschen Meister verlängert hatte. Poss hatte mit den Adlern in der Vorsaison den Pokal und die Meisterschaft geholt, 18 Siege bei 17 Niederlagen waren den Vereinsvorsitzenden bis zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht den hohen Ansprüchen des Clubs genügend. Als Nachfolger wurde Dave King vorgestellt, der zuvor bereits die Hamburg Freezers trainiert hatte, Assistent Teal Fowler blieb dem Verein erhalten. Der Einstand Kings gelang mit einem 7:2 gegen die weiterhin desolaten Düsseldorfer, Nationalspieler Tomáš Martinec feierte dabei seinen 500. DEL-Einsatz.

Als Tabellenführer gingen die Eisbären Berlin ins neue Jahr, nachdem sie sich am zweiten Weihnachstsfeiertag nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 nach Penaltyschießen in Hamburg durchgesetzt hatten und damit mit 78 Punkten nicht mehr einzuholen waren. Die Frankfurt Lions beendeten das Kalenderjahr mit 71 Punkten auf dem zweiten Rang, dahinter folgten Nürnberg (69) und Köln (68).

Zum Jahresbeginn entließ Schlusslicht Duisburg nach einem nur knapp zweimonatigen Engagement Trainer Peter Draisaitl, seine Nachfolge trat der bisherige Co-Trainer Karel Lang. Die Entscheidung der Füchse war bis dato bereits die siebte Trainerentlassung der laufenden DEL-Saison. Drei Wochen später gaben die Füchse bekannt, aus der Übergangs- eine Dauerlösung machen zu wollen.

Sportlich startetenden die Nürnberg Ice Tigers mit einem deutlichen 8:3 im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Eisbären Berlin eine Aufholjagd, die sie bis zum Monatsende an die Tabellenspitze führen sollte. Zuvor gaben die Eisbären zudem bekannt, dass Stürmer Christoph Gawlik mit einem Riss einer Knorpellippe am Schulterblatt bis zum Saisonende ausfallen würde. Weiter unter Druck geriet Hamburgs Trainer Bill Stewart, der nach einer anhaltenden Serie von zwei Siegen aus acht Spielen großspurig ankündigte, bei anhaltendem Misserfolg das Einkommen der Spieler zu kürzen und sich damit den wohl letzten Kredit bei den Fans verspielte. Die Vereinsführung stärkte dem Trainer jedoch weiterhin den Rücken und verlängerte den Vertrag mit dem Kanadier um ein weiteres Jahr bis zum Saisonende 2008/09.

Boden gut machten hingegen die Adler Mannheim, die mit neun Siegen in Folge bis auf Platz fünf vorrückten, die Serie sollte erst wieder Mitte Februar mit einer Niederlage gegen die Iserlohn Roosters enden. Die Frankfurt Lions fielen hingegen nach überraschenden Niederlagen gegen Düsseldorf, Wolfsburg sowie im Spitzenspiel gegen den Tabellennachbarn aus Nürnberg auf Platz vier hinter die Kölner Haie zurück.

Der Februar begann für die Kölner Haie mit einer Hiobsbotschaft. Nationalverteidiger Mirko Lüdemann erlitt im Spiel gegen Schlusslicht Duisburg einen doppelten Bündelriss in der schrägen Bauchmuskulatur und fiel mehrere Wochen aus.

Nach All-Star Game und Länderspielpause aufgrund des Vier-Nationen-Turniers in Lausanne nahm die Liga am 12. Februar ihren Spielbetrieb wieder auf. Für den Tabellenführer Nürnberg begann der 52. Spieltag zwar mit dem erwarteten Sieg über die Füchse Duisburg, schwerer wog hingegen der Mittelfußbruch von Angreifer Scott King, der den Ice Tigers damit für mehrere Wochen nicht zur Verfügung steht. Drei Tage später verlor das Team zudem das Spitzenspiel gegen die Kölner Haie, durch ein deutliches 7:3 gegen die Adler Mannheim konnte die Tabellenführung jedoch weiter zementiert werden. Adlerstürmer Jason Jaspers erlitt dabei einen Kieferburch und fällt damit bis zum Saisonende aus.

Nach Nürnberg und Berlin sicherten sich schließlich die Kölner Haie mit einem Sieg gegen Schlusslicht Duisburg am 55. Spieltag den vorzeitigen Einzug in die Play-offs, die Frankfurt Lions folgten zwei Tage später durch einen Sieg beim selben Gegner. Auf deutlichem Play-off-Kurs waren inzwischen auch wieder die DEG Metro Stars, die gegen die Straubing Tigers den achten Sieg aus den letzten neun Partien holten und somit den achten Platz belegen. Durch das 6:4 im Spitzenspiel gegen Berlin machten die Nürnberg Ice Tigers währenddessen einen wichtigen Schritt in Richtung Vorrundenmeisterschaft, was gleichbedeutend mit einem Qualifikationsplatz für die Champions Hockey League 2008/09 ist.

Weiter Hoffnung auf einen Pre-Play-off-Platz konnten sich auch wieder die Hamburg Freezers machen, die sich mit einem überraschend hohen 6:2 gegen die Kölner Haie eindrucksvoll im Rennen zurückmeldeten und bis auf einen Punkt an die Krefeld Pinguine herankamen. Für die Domstädter war es hingegen die höchste Saisonniederlage.

Im März komplettierten die Iserlohn Roosters (5. Platz) sowie die Adler Mannheim (6.) vorzeitig das Teilnehmerfeld der Play-offs. Nürnberg sicherte währenddessen am 58. Spieltag mit dem letzten nötigen Punkt die Vorrundenmeisterschaft durch eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Hannover Scorpions, die ihrerseits die Teilnahme an den Play-off-Qualifikation erreichen konnten. Als weitere Teams qualifizierten sich schließlich die Hamburg Freezers (7.), die DEG Metro Stars (9.) sowie der ERC Ingolstadt (10.) für die Vor-Play-offs.

Für einen Sieg nach der regulären Spielzeit wurden einer Mannschaft drei Punkte gutgeschrieben, war die Partie nach 60 Minuten unentschieden, erhielten beide Teams einen Punkt, dem Sieger der Verlängerung bzw. nach einem nötigen Penaltyschießen wurde ein Zusatzpunkt gutgeschrieben. Verlor eine Mannschaft in der regulären Spielzeit, erhielt diese keine Punkte.

Vor 3.498 Besuchern gingen die Metro Stars im ersten Spiel in der TUI Arena durch Treffer von Bazany, Hedlund und Ratchuk nach nur zehn Minuten schon mit 3:0 in Führung, die Scorpions konnten in der Folgezeit diesen Rückstand jedoch egalisieren. Den Siegtreffer für die Hannoveraner erzielte schließlich Sascha Goc sechs Minuten vor dem Ende des Spiels. In der zweiten Partie gerieten die vor der Saison als Titelaspirant gehandelten Düsseldorfer durch ein Tor von Thomas Dolak nach neun Minuten in Rückstand, drei Minuten später konnte jedoch Brandon Reid für die Metro Stars ausgleichen. Patrick Reimer erzielte im Konter das 2:1, Wright und Vikingstad erhöhten auf 4:1. Den Scorpions gelang nur noch der Anschlusstreffer durch Matt Dzieduszycki. Im entscheidenden dritten Spiel sorgten der Hannoveraner Rainer Köttstorfer sowie Klaus Kathan zunächst für das 1:1 nach überaus spannenden 60 Minuten, erst in der 2. Verlängerung erzielte Brandon Reid den entscheidenden 2:1-Siegtreffer dür die DEG Metro Stars. Es war mit 91:44 Spielminuten das bis dato längste Spiel in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga.

Die Viertelfinalserie (Modus: „Best of Seven“) wurde ab dem 18. März ausgetragen. Die weiteren Spiele fanden im Zwei-Tage-Rhythmus statt, sodass das siebte Spiel der Serie am 30. März ausgetragen wurde. Der Erstplatzierte der Hauptunde, die Sinupret Ice Tigers, traten gegen den schlechtplatziertesten Qualifikationssieger, die DEG Metro Stars, an, der Zweite, die Eisbären Berlin, trafen auf den besserplatzierten Qualifikationssieger, die Hamburg Freezers. Das dritte Viertelfinalspiel bestritten die drittplatzierten Kölner Haie gegen die sechstplazierten Adler Mannheim, während im vierten Spiel der Vierte, die Frankfurt Lions, auf den Fünften, die Iserlohn Roosters, traf.

Im ersten Spiel der Serie konnte Nürnberg schon nach dreieinhalb Minuten durch Ahren Spylo in Führung gehen, tat sich dann aber gegen die Düsseldorfer sichtlich schwer. Zweimal konnten die Metro Stars eine Führung der Ice Tigers durch Kreutzer und Wright ausgleichen (Leeb traf zwischenzeitlich für die IceTigers), ehe Andre Savage das entscheidende 3:2 für den Meister der regulären Saison erzielte. Auch im zweiten Spiel gingen die Nürnberger früh in Führung, vor nur 6.112 Zuschauern glichen die Düsseldorfer jedoch postwendend durch Reid aus. Patrick Reimer avancierte schließlich mit zwei Toren im Schlussdrittel für die Metro Stars zum Matchwinner. Das dritte Spiel verlief ähnlich, erneut waren es Reimer und Peter Boon, die eine Nürnberger Führung innerhalb von 58 Sekunden in das 2:1-Endergebnis umwandelten. Das zweite Heimspiel im ISS Dome bestimmten die Metro Stars schließlich über weite Strecken und brachten den Vorrundenmeister durch ein 6:3 an den Rand des Viertelfinal-Ausscheidens. Im fünften Spiel der Viertelfinalserie verloren die Ice Tigers schließlich zum vierten Mal in Folge, sodass der Meister der regulären Saison erstmals in der Geschichte der DEL bereits im Viertelfinale ausscheiden musste. Die DEG Metro Stars zogen hingegen als Sieger der Qualifikationsrunde ins Halbfinale ein, die Nürnberg Ice Tigers sind als Hauptrundenerster für das Qualifikationsturnier der Champions Hockey League 2008/09 qualifiziert.

Für die erste Überraschung der Play-offs sorgten im ersten Spiel der Serie die Hamburg Freezers, die durch Tore von Marc Beaucage, Brad Smyth und Francois Fortier bereits mit 3:0 in Berlin in Führung gehen konnten. Zwar kamen die Eisbären in der Folgezeit wieder bis auf ein Tor heran, Benoit Gratton sorgte jedoch mit einem Treffer ins leere Tor in der Schlussminute für die Entscheidung. Nach dieser überraschenden Auftaktniederlage trat der Tabellenzweite der Vorrunde in den folgenden Partien jedoch stärker auf und konnte drei deutliche Siege in Folge einfahren. Im fünften Spiel der Serie gingen die Freezers zunächst mit 2:0 in Führung, André Rankel konnte im zweiten Drittel mit zwei Überzahltoren ausgleichen. Auch die erneute Hamburger Führung durch Aab konnten die Berliner in der regulären Spielzeit egalisieren, sodass das Spiel in der Verlängerung entschieden werden musste. Dort machte der Eisbär Frank Hördler mit seinem Treffer nach 2:40 minuten den Halbfinaleinzug der Hauptstädter perfekt.

Im ersten Spiel lagen die Adler Mannheim in der Kölnarena bereits mit 0:4 zurück, Ronny Arendt, Francois Methot und Pascal Trepanier konnten den Titelverteidiger jedoch wieder bis auf ein Tor an die Kölner heranbringen, zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr. Nach einem torlosen ersten Drittel gingen die Kölner Haie im zweiten Spiel der Serie erneut gegen die Adler in Führung, Tomáš Martinec und Rick Girard konnten das Spiel schließlich jedoch im Mitteldrittel drehen. Nach regulärer Spielzeit stand es im dritten Spiel zwischen den beiden Kontrahenten 4:4, sodass das Spiel in der Verlängerung entschieden werden musste. Erst nach 168 Minuten und 16 Sekunden sorgte Philip Gogulla mit dem 5:4-Siegtreffer dür die Entscheidung in der sechsten Verlängerung. Damit löste die Partie den nur zwei Tage zuvor von den Frankfurt Lions und den Iserlohn Roosters aufgestellten Rekord als längstes DEL-Spiel aller Zeiten ab: Auch das zweite Spiel in der SAP Arena musste in der Verlängerung entschieden werden, nachdem die Adler eine 3:2-Führung der Kölner sieben Sekunden vor dem Ende durch Martinec ausgleichen konnten. Todd Warriner sorgte diesmal jedoch schon in der ersten Verlängerung für den 4:3-Siegtreffer für die Haie, die somit in der Serie mit 3:1 in Führung gehen konnten. Das fünfte Spiel der entschieden die Haie souverän für sich, der Titelverteidiger aus Mannheim konnte nur die 1:0-Führung der Kölner durch Ivan Čiernik ausgleichen, nach zwei Treffern von Tallaire und Furchner war die Partie entschieden, das 4:1 erzielte erneut Čiernik durch einen Treffer ins leere Tor.

Trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung von Iserlohn, zogen am Ende die Frankfurt Lions ins Halbfinale ein. Im ersten Spiel des Viertelfinals zwischen Frankfurt und Iserlohn konnten die Lions ein 1:3 durch Ilja Worobjow und Chris Taylor kurz vor Ende der regulären Spielzeit aufholen. Nach nur zwei Minuten der Verlängerung erzielte Richie Regehr den Siegtreffer für die Hessen. Auch im zweiten Spiel gaben die Roosters eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand, sodass nach 60 Spielminuten erneut die Verlängerung entscheiden musste. Erst nach 117:45 Minuten erzielte DEL-Toptorjäger Michael Wolf das entscheidende 3:2 für Iserlohn, was bis dato das längste Spiel der DEL-Geschichte bedeutete und den in der Qualifikation in Hannover aufgestellten Rekord ablöste. Auch das dritte Spiel der Serie musste in der Verlängerung entschieden werden, da es nach der regulären Spielzeit erneut 3:3 gestanden hatte. Nach nur 42 Sekunden traf Ryan Ready für Iserlohn und brachte die Sauerländer damit zum ersten Mal in der Serie in Führung. Das vierte Spiel konnte der Überraschungsfünfte der Vorrunde schließlich deutlich mit 5:1 für sich entscheiden, verpasste es aber in der darauffolgenden Partie in Frankfurt für die Entscheidung zu sorgen. Zweimal konnten die Roosters eine Frankfurter Führung ausgleichen, Jason Youngs Treffer in Überzahl im Schlussdrittel brachte dann jedoch die Entscheidung für die Lions. Das sechste Spiel konnten die Frankfurter deutlich gewinnen und glichen somit die Serie aus. Im letzten entscheidenden Spiel in Frankfurt bezwangen die Lions die Roosters schließlich mit 4:3. Nachdem die Hessen mit 4:1 führten, kamen die Sauerländer kurz vor Schluss noch mit 4:3 wieder heran, das Überzahlspiel in den letzten Minuten konnten die Roosters aber nicht zum Ausgleichstreffer nutzen.

Die Ausspielung des Siegers fand, genau wie im Finale, im „Best of Five“-Modus statt. Die Halbfinalserie begann am 1. April, das in beiden Spielen entscheidende fünfte Spiel fand am 10. April statt.

Die Paarungen richteten sich nach den Platzierungen der Viertelfinalsieger in der Hauptrunde. Der best-platzierteste Viertelfinalsieger, die Eisbären Berlin spielten somit gegen den Schlechtest-Platzierten, die DEG Metro Stars, während die zweit-best-platzierten Kölner Haie auf den Dritt-best-Platzierten der Hauptrunde, die Frankfurt Lions, trafen. Die jeweils besser platzierte Mannschaft bekam das erste Heimrecht.

In der ersten Partie gingen die Eisbären vor 4.695 Zuschauern im ausverkauften Berliner Wellblechpalast durch einen Doppelschlag von Pederson und Braun im zweiten Drittel in Führung, Tore Vikingstad konnte für die Rheinländer zwar noch einmal verkürzen, am Ende gewannen die Hauptstädter jedoch deutlich mit 4:1. Im ersten Spiel im ISS Dome führte die DEG dann bereits nach 23 Minuten mit 3:0, die Eisbären schafften jedoch nach einer Aufholjagd noch den 3:3-Ausgleich. Erst 99 Sekunden vor dem Spielende konnte Robert Dietrich durch einen Überzahltreffer den Sieg der Düsseldorfer perfekt machen. Die dritte Partie musste hingegen in der Verlängerung entschieden werden, da beide Teams in der regulären Spielzeit erneut drei Treffer erzielt hatten. Das vermeintliche Berliner 4:3 durch Pederson wurde im dritten Drittel nicht anerkannt, erst in der 14. Minute der Verlängerung erzielte Deron Quint für die Eisbären den Siegtreffer. Im vierten Spiel gingen die Düsseldorfer nach zwei Dritteln souverän mit 4:0 in Führung, erst im dritten Drittel gelang den Berlinern der erste Treffer durch Sven Felski. Dieser erhielt nach einem Stockschlag gegen Reid jedoch eine Spieldauerdisziplinarstrafe, die anschließende Überzahl nutzte Patrick Reimer, um den 5:1-Endstand zu markieren. In der entscheidenden Partie erhöhte André Rankel nach einem starken zweiten Drittel und Toren von Florian Busch und Richard Mueller in der 53. Minute für die Berliner auf 3:0, ein Düsseldorfer Treffer durch Brandon Reid konnte schließlich den Finaleinzug der Eisbären nicht mehr verhindern. Die DEG Metro Stars schafften nach der weit hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Vorrunde als Sieger der Playoff-Qualifikation mit dem Einzug ins Halbfinale immerhin einen versöhnlicheren Abschluss der Spielzeit.

Nur zwei Tage nach dem siebten Viertelfinalspiel mussten die Frankfurt Lions im ersten Halbfinalspiel in der Kölnarena eine deutliche 1:7-Niederlage gegen ausgeruhtere Kölner Haie einstecken, das zweite Spiel konnten die Hessen jedoch ausgeglichener gestalten. Zwar waren die Gäste aus Köln nach nur zwei Minuten mit einem Doppelschlag in Führung gegangen, doch nur zwei Minuten später kamen die Frankfurter durch Jeff Ulmer zum Anschlusstreffer. Zweimal schafften es die Lions, eine Kölner Führung auszugleichen, das letzte Mal erst 66 Sekunden vor dem Spielende. Layne Ulmer egalisierte die 4:3-Führung der Domstädter. Mit seinem Treffer in der Verlängerung sorgte Chris Taylor schließlich für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Hessen in der Halbfinalserie. Durch die Tore von Philip Gogulla und Taylor war auch die dritte Partie nach 60 Minuten ausgelichen, in der Verlängerung erzielte Ivan Čiernik den Siegtreffer für die Haie. Im vierten Spiel führten die Lions im Schlussdrittel bereits souverän mit 4:1, Kamil Piroš und Ivan Čiernik sorgten mit ihren beiden Anschlusstreffern allerdings wieder für zwischenzeitliche Spannung. Die entscheidende fünfte Partie gestalteten die Kölner zunächst überlegen, verpassten es jedoch die Führung zu erzielen. Dies gelang erst im zweiten Drittel, als Stéphane Julien den starken Frankfurter Schlussmann Ian Gordon erstmals bezwingen konnte. im Schlussdrittel konnten die Frankfurter zweimal ausgleichen, erst in der 58. Minute erzielte Mirko Lüdemann den Siegtreffer für die Haie, die damit zum sechsten Mal in ein DEL-Finale einziehen konnten.

Die Sieger der beiden Halbfinale traten gegeneinander an, wobei die Eisbären Berlin, die in der Hauptrunde besser platziert waren als die Kölner Haie, das erste Heimrecht erhielten. Die Finalserie begann am 13. April, das letzte Spiel der Saison fand am 20. April statt.

In der ersten Finalbegegnung konnten die Kölner zweimal eine Eisbären-Führung egalisieren, ehe Steve Walker in der Verlängerung eine Überzahlsituation zum 3:2-Siegtor für die Hauptstädter nutzen konnte. Vorausgegangen war dem Treffer eine Zeitstrafe gegen den Kölner Todd Warriner. Vor 17.986 Zuschauern in der Kölnarena gingen die Eisbären in der zweiten Partie abermals durch Walker in Führung, Kamil Piroš glich für die Domstädter nach 44 Minuten aus. Für die Entscheidung sorgte schließlich Dave McLlwain, der zehn Minuten vor dem Ende den 2:1-Siegtreffer für Köln erzielen konnte. Im dritten Spiel führten die Eisbären bereits früh mit 2:0, Bryan Adams und Stéphane Julien konnten jedoch im Mitteldrittel für die Kölner ausgleichen. Drei Minuten vor dem Ende erzielte Sven Felski in seinem 700. Spiel für die Berliner den erneuten Führungstreffer, doch wieder war es Julien, der 46 Sekunden vor dem Ende in einem 6–4-Überzahlspiel ausgleichen konnte. Nur 15 Sekunden später erzielte Kapitän Steve Walker schließlich den Siegtreffer für die Eisbären Berlin, denen damit nur noch ein Sieg zum Titel fehlte. In der vierten Partie lagen die Haie vor 18.678 Zuschauern in der heimischen Kölnarena bis zur 59. Minute mit 1:0 in Führung, Deron Quint gelang jedoch in der Schlussminute der Ausgleich. In der Verlängerung erzielte schließlich der wegen seiner verweigerten Dopingkontrolle umstrittene Florian Busch den 2:1-Siegtreffer für die Eisbären, die damit zum dritten Mal nach 2005 und 2006 die Deutsche Meisterschaft gewinnen konnten.

Mit der WestLB Fair Play Trophy wird jährlich das fairste Team einer DEL Saison gekürt. Hierzu werden die durchschnittlichen Strafminuten der Vereine Punkte umgewandelt, jedes Spiel Sperre, das von der Ligagesellschaft gegen einen Spieler ausgesprochen wird, wird mit einem zusätzlichen Punkt bewertet und zu den durchschnittlichen Strafminuten addiert. Die wenigsten Punkte mit durchschnittlich 17,27 Strafminuten pro Spiel und keiner Spielsperre erhielten die Grizzly Adams Wolfsburg, die damit Preisträger der WestLB Fair Play Trophy wurden. Am schlechtesten schnitten die Iserlohn Roosters mit insgesamt 27,95 Punkten ab.

Zum Most Valuable Player (MVP) der DEL-Playoffs 2008 wurde Steve Walker von den Eisbären Berlin gewählt. Der Kanadier lief ab dem Halbfinale trotz eines zum Ende der Hauptrunde erlittenen Kreuzbandrisses im linken Knie mit einer Spezialschiene auf und erzielte zwei spielentscheidende Tore, eines davon im dritten Finalspiel gegen die Kölner Haie. In insgesamt neun Playoff-Einsätzen konnte Walker drei Tore und fünf Assists erzielen, damit landeten 21 % seiner 14 abgegebenen Schüsse im gegnerischen Tor. In der Endrunde erhielt der Stürmer zudem vier Strafminuten.

Wie in den Vorjahren nahm die DEL am IIHF Referee Exchange Program teil. Neben den bisherigen Vertretern Martin Reichert und Richard Schütz nahm in der Saison 2007/08 erstmals auch der deutsche Profischiedsrichter Daniel Piechaczek an diesem Programm teil. Im Gegenzug wurden 17 DEL-Spiele von zehn verschiedenen ausländischen Schiedsrichtern geleitet. Zu ihnen gehörten Milan Minář, Radek Husička (beide Tschechien), Danny Kurmann, Brent Reiber (beide Schweiz), Sören Persson, Marcus Vinnerborg (beide Schweden), Jari Levonen, Sami Partanen, (beide Finnland) sowie Peter Ország (Slowakei).

Immer wieder gab es auch in dieser Saison Kritik an Schiedsrichterentscheidungen, die eine Diskussion an der Qualität der Schiedsrichter in der Deutschen Eishockey Liga aufkommen ließen. Eine Reaktion hierauf war die Entscheidung DEL, die beiden letzten Spieltage der Vorrunde sowie die Play-off-Spiele nach dem „4 Schiedsrichter“-Prinzip mit einem zusätzlichen Hauptschiedsrichter durchzuführen. Auch wurden immer wieder Rufe nach mehr Profischiedsrichtern in Deutschland laut.

Die TV-Rechte der DEL lagen in der Saison 2007/2008 bei dem Pay-TV-Sender Premiere, der wöchentlich mindestens zwei Partien übertrug (meist donnerstags um 19:30 Uhr und sonntags um 14:30 Uhr). In den Play-offs wurde in jeder Runde mindestens ein Spiel, ab dem Halbfinale alle Spiele übertragen. ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Außerdem werden Spiel-Zusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt.

Das 10. DEL All-Star Game fand am 2. Februar 2008 erstmals außerhalb eines DEL-Standortes in der Freiberger Arena in Dresden statt. Erneut trat eine Auswahl der besten Europa- gegen eine Auswahl der besten Nordamerika-DEL-Spieler gegeneinander an. Eine Besonderheit war, dass in diesem Jahr auch jeweils ein Spieler des gastgebenden Teams, den Dresdner Eislöwen aus der Oberliga, in die Auswahlen gewählt werden durften.

Vor dem Spiel wurde auch in diesem Jahr eine Skill-Competitions ausgetragen, bei der die Spieler in verschiedenen Disziplinen ihr Können unter Beweis stellten. Den härtesten Schlagschuss hatte Jakub Ficenec mit 167 km/h, beim Goalie-Contest blieben sowohl Robert Müller aus dem Team Europa als auch Norm Maracle für die Nordamerikaner ohne Gegentreffer. Die Staffel gewann Europa vor Nordamerika. Andy Roach wurde in der folgenden Competition zum schnellster Skater gekürt.

Das von Heiko Awizus geleitete Spiel gewann schließlich das Team Nordamerika vor 3.400 Zuschauern mit 16–14 gegen die Europäer. Zum Most Valuable Player wurden Michal Mařík (Europa) und Ryan Ramsay (Nordamerika) gewählt.

Im Rahmen des All-Star-Spiels erklärte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, sich Dresden durchaus als zukünftigen DEL-Standort vorstellen zu können, da das wirtschaftliche Umfeld mit der neuen Arena vorhanden sei. Tripcke betonte jedoch auch, dass ein Einstieg in die höchste deutsche Profiliga weiterhin nur über den sportlichen Weg zu schaffen sei. Die ortsansässigen Dresdner Eislöwen waren im Jahr zuvor aus der 2. Bundesliga abgestiegen, schafften aber in der Oberliga-Saison 2007/08 den direkten Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse.

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Deutsche Eishockey Liga

Das Logo der DEL

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL), auch DEL - Die 1. Bundesliga genannt, ist die höchste Spielklasse im deutschen Eishockey. Bei ihrer Gründung 1994 war sie die erste deutsche Profiliga, deren Spielbetrieb von einer Betriebsgesellschaft durchgeführt wurde und deren Klubs ihre Profiteams in Kapitalgesellschaften auslagerten. Die DEL Betriebsgesellschaft mbH ist heute rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch ganz selbstständig und ein Zusammenschluss der DEL-Klubs. Vorgängerliga war die zwischen 1958 und 1994 bestehende Eishockey-Bundesliga. Rekordmeister sind die Adler Mannheim, die seit 1994 bislang fünf Mal Deutscher Meister wurden (1997, 1998, 1999, 2001, 2007).

Im Dezember 1993 wurden die Pläne, eine neue Profiliga im deutschen Eishockey zu gründen, offiziell. Der Vorsitzende des DEB Ulf Jäkel, DEB-Sportdirektor Franz Reindl sowie die Vorstandsmitglieder Gottfried Neumann (Augsburg) und Wolfgang Bonenkamp (Düsseldorf) hatten schon länger Pläne ausgearbeitet. Dafür waren sie sogar auf Erkundungstour in Nordamerika. Die National Hockey League (NHL) sollte das sportliche, die International Hockey League (IHL), in der damals alle Klubs schwarze Zahlen schrieben, dagegen das wirtschaftliche Vorbild sein.

Die Entwürfe sahen unter anderem vor, den Auf- und Abstieg zur zweiten Liga abzuschaffen, was viele Kritiker auf den Plan rief. Vor allem der damalige KEV-Präsident Hans-Ulrich Urban kritisierte das Vorhaben, da eine so immense Reform im traditionsbewussten Deutschland nicht funktionieren könne. Andererseits plagten viele Vereine der ersten beiden Eishockey-Ligen massive Finanzprobleme. Hinter der in den neunziger Jahren dominierenden und viermal in Folge Deutscher Meister (1990 bis 1993) gewordenen Düsseldorfer EG gab es drei bis vier Klubs, die ein finanzielles Risiko eingingen, um Anschluss an Düsseldorf zu finden. Der Rest kämpfte um die Existenz. Die zweite Bundesliga war in der Saison 1993/94 schon mit nur elf (statt, wie vor gesehen, zwölf) Vereinen an den Start gegangen, von denen sich dann zunächst der SV Bayreuth und später der SC Memmingen aus finanziellen Gründen vom laufenden Spielbetrieb zurückzog. (Nach Saisonende gingen zusätzlich noch die bisherigen Zweitligisten ECD Sauerland und EHC Essen-West in Konkurs.) Zwar wurde auch hier vollwertiger Profisport geboten (mit Ausnahme des EV Landsberg, dessen Spieler Halbprofis waren), doch in der Realität fehlte den Zweitligaklubs Publicity und damit Geld. Deshalb erhöhten praktisch alle Bundesliga-Vereine ihren Etat, um dem Abstieg zu entgehen. Innerhalb von zwei Jahren stieg der Etat der Erstligaklubs um 25 % auf zusammen 88,6 Millionen DM.

Unterhalb des DEB sollte sich die Betriebsgesellschaft „Deutsche Eishockey Liga“ bilden. In diese flossen die Kapitalgesellschaften der Klubs ein, denen durch den Beirat ein Mitspracherecht zugebilligt wurde. Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der DEL waren ein vernünftiges Entschuldungskonzept, eine Antrittsgebühr von 500.000 DM und ein abgesicherter Etat, der mindestens 4,5 Millionen DM betragen musste. Des Weiteren forderte die DEL ein ligataugliches Stadion und mindestens 15 vertraglich gebundene Profispieler. Es war den Kapitalgesellschaften vorgeschrieben, 10 % des Etats zurückzulegen und die Ligenleitung regelmäßig über die wirtschaftliche Situation zu informieren. Außerdem wurde ein zentraler Vermarkter für Trikots, Eis, Bande und Fernsehrechte beschlossen, der die wirtschaftlichen Disparitäten innerhalb der Liga schmälern sollte.

Trotz großer Kritiker aus Mannheim, Berlin, Rosenheim und Krefeld stimmten Mitte Januar 20 der 21 verbliebenen Erst- und Zweitligaklubs für die Reform des Ligawesens. Nur der Präsident aus Krefeld, Hans-Ulrich Urban, verweigerte das Pro.

Die Geschäftsführung der neu gegründeten DEL-GmbH übernahmen Franz Reindl und der ehemalige Präsident von Hedos München, Franz Hofherr, die sich auch für die Lizenzierung verantwortlich zeigten. Es bewarben sich alle Erstligisten, alle verbliebenen Zweitligisten außer dem EV Landsberg sowie der ETC Timmendorfer Strand und der ESC Wedemark aus der Oberliga Nord. Den beiden Oberligisten sowie dem EHC Nürnberg, dem EC Ratingen, dem ES Weißwasser, den Preussen Berlin, den Eisbären Berlin und auch dem amtierenden Meister EC Hedos München wurde die Lizenz vorerst verweigert. Bis auf die beiden Oberligisten konnten sich aber alle Vereine vor dem DEB-Schiedsgericht die Lizenz für die DEL erkämpfen. Dabei konnten die Eisbären und Ratingen einen erheblichen Schuldenabbau und Weißwasser einen neuen Hauptsponsor, welcher 1,2 Millionen DM investieren wollte, vorweisen. Als letzter Club bekam der deutsche Meister EC Hedos München, der unter dem Namen Maddogs München an den Start ging, kurz vor Ablauf der Lizenzierungsfrist die DEL-Lizenz. Am 20. Juni stand das 18 Mannschaften große Teilnehmerfeld schließlich.

Das erste Spiel der Saison 1994/95 fand im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion zwischen den Augsburger Panthern und den Maddogs München statt, das München mit 6:1 gewann. Das erste Bully führten die Ehrengäste Bobby Hull und Paul Ambros aus. Auch die übrigen Spiele des ersten Spieltags waren gut besucht, insgesamt kamen 45.000 Zuschauer in die Hallen.

Nach dem erfolgreichen Start geriet die DEL aber schon am zweiten Weihnachtsfeiertag in eine Krise. Der amtierende Meister aus München meldete Konkurs an, obwohl der ehemalige Münchner Franz Hofherr von der aussichtslosen, finanziellen Lage gewusst haben musste und die Maddogs dennoch lizenziert worden waren.

Am 18. Februar 1995 kam DEB-Präsident Ulf Jäkel seiner Abwahl zuvor und trat von seinem Posten zurück. Vor allem zwei Ungereimtheiten wurden ihm angekreidet: Eine Firma, an der Jäkel selbst beteiligt war, übernahm das Controlling in der DEL und ein anderes Unternehmen aus Jäkels Heimat Kaufbeuren kreierte das erste DEL-Logo.

Einige NHL-Spieler wie Brendan Shanahan (Düsseldorf), Pawel Bure (Landshut), Scott Young (Landshut und Frankfurt), Robert Reichel (Frankfurt), Doug Weight (Rosenheim), Uwe Krupp (Landshut), Glenn Anderson (Augsburg) oder Vincent Damphousse (Ratingen) überbrückten den Lockout der NHL in der DEL und sorgten für sportlich positive Meldungen.

Schließlich konnten sich die Kölner Haie mit Trainer Bob Murdoch, der nach dem Konkurs aus München kam, in den Play-offs durchsetzen und wurden erster Meister der DEL.

Die Saison 1995/96 begann mit einem Streit zwischen dem neuen DEB-Präsidenten Rainer Gossmann, der sich auch für die kleinen und Amateur-Vereine einsetzte, und dem Wortführer der DEL-Klubs Bernd Schäfer III aus Köln. Dieser wollte die Liga noch weiter vom Verband trennen. Deshalb plante er die Gründung einer Nationalen Eishockey-Liga (NEL) als Nachfolger der DEL und erhielt aus vielen DEL-Vereinszentralen Zustimmung. Erst durch das Einschalten des Weltverbandes IIHF, der die NEL zur wilden, also rechtlosen Liga erklärte, wurde das Weiterbestehen der DEL gesichert.

Durch die Bosman-Entscheidung des Europäischen Gerichtshof vom 15. Dezember 1995 konnten auch die Vereine in der DEL noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Spieler aus EU-Staaten fielen nun nicht mehr unter das zwei (ab 1995/96: drei) Spieler umfassende Ausländer-Kontingent. Vor allem die späteren Play-off-Finalisten aus Köln und Düsseldorf verstärkten ihre Kader.

Im Finale der Play-offs 1996 setzten sich die Düsseldorfer im Rhein-Derby nach vier Spielen schließlich gegen die Haie durch. Der Triumph wurde nach einem schwierigen Verlauf der Vorrunde und souveränen Auftritten in Zwischenrunde und Play-offs von 30.000 Fans auf dem Rathausplatz gefeiert.

Vor der Saison 1996/97 war die Bosman-Entscheidung ein entscheidender Faktor für die Kader-Zusammenstellung. Die Vereine konnten dadurch, dass die deutschen Spieler jetzt Konkurrenz aus der ganzen EU hatten, deren Personalkosten deutlich senken. In der Saison 1996/97 spielten 97 EU-Ausländer in der DEL. Die häufigen Spielerwechsel, auch während der Saison, führten auf der anderen Seite aber auch zu einem Zuschauerrückgang.

Die Bosman-Entscheidung war vor allem eine Chance für die kleineren Vereine. So stießen die Kassel Huskies und die Eisbären Berlin in der Saison 1996/97 in die Ligenspitze vor, während der deutsche Meister aus Düsseldorf sogar die Play-offs, die zum ersten Mal mit dem Viertelfinale (vorher: Achtelfinale) begannen, verpasste. Ein zweiter großer Verlierer der Saison war der EV Landshut, dessen Manager Max Fedra sich den Vorwurf gefallen lassen musste, zu wenig EU-Ausländer geholt zu haben. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen DEL-Klubs holte Landshut nur wenige EU-Ausländer und setzte immer noch vermehrt auf deutsche Kräfte.

Das große Überraschungsteam der Saison waren aber die Kassel Huskies, die sich bis ins Finale vorkämpften und dann gegen die Adler Mannheim scheiterten. Deren Manager Marcus Kuhl und Trainer Lance Nethery holten Spieler aus weniger starken Eishockey-Nationen (Italien, Frankreich, Österreich), die sich in der DEL beweisen wollten, und schlossen die Hauptrunde als Erster ab.

Der Streit zwischen den DEL-Klubs und dem DEB eskalierte während der Saison 1996/97. Bernd Schäfer III war inzwischen zum DEL-Chef erklärt worden, als der Verband wirtschaftliche Probleme eingestand. Daraufhin hatte der Franchise-Vertrag vor dem DEL-Schiedsgericht keinen Bestand mehr und unter Druck der IIHF einigte man sich auf die Eigenständigkeit der DEL, die mit der Taurus-Gruppe von Leo Kirch gleich noch einen neuen Fernsehvertrag schließen konnte. Der DEB blieb als Dachverband unangetastet.

In den kommenden Jahren dominierten weiterhin die Adler Mannheim die Liga, die in ruhigerem Fahrwasser als noch ein Jahr zuvor fuhr. Die Mannheimer Dominanz war erst 1999/2000 durch das Viertelfinal-Aus gegen die Kassel Huskies beendet. Erfolgstrainer Lance Nethery wechselte vor der Saison zu den Kölner Haien und führte diese sogleich ins Finale, in welchem sie gegen die München Barons von US-Milliardär Philip Anschutz aber verloren. Anschutz übernahm vor der Saison nach Werbung von Bernd Schäfer III die Lizenz der finanziell geschwächten Landshut Cannibals und zog nach München.

2001 gewannen wieder die Adler das Finale um die deutsche Meisterschaft gegen den Titelverteidiger aus München.

In der Saison 2001/02 wurde das Ziel, welches seit Gründung der DEL verfolgt wurde, erstmalig erreicht, denn in beiden Spielzeiten gehörten exakt die selben Mannschaften der DEL an. Dieser Umstand, dass das Starterfeld gleich blieb, wurde aber teuer erkauft. Die Berlin Capitals hatten kurz vor Saisonbeginn aufgrund von Lizenz- und finanziellen Probleme zunächst nur neun Spieler im Kader, weshalb sie mit einer Geldstrafe über 100.000 Euro und sechs Minuspunkten belegt wurden. In Schwenningen und Essen sicherten die Fans mit Spenden den Fortbestand des DEL-Eishockeys an ihren Orten.

Die Revierlöwen Oberhausen machten 1997/98 den ersten Schritt in eine neue Ära in der DEL. 1997 zog das Team des EC Ratingen "Die Löwen" als erstes Team in eine Multifunktionsarena („MuFu“), die Arena Oberhausen. Die Kölner Haie folgten 1998/99. 1998 zogen sie in die Kölnarena (seit Juni 2008 LANXESS Arena). Nürnberg zog 2000 mit dem Bau der Arena Nürnberger Versicherung nach, in Hannover wurde die Preussag Arena (seit 2005 TUI Arena) erbaut. Diese drei Arenen bildeten auch das Zentrum der Eishockey-Weltmeisterschaft 2001 in Deutschland. In Hamburg wollte der finnische Unternehmer Harry Harkimo eine Arena errichten, weshalb die Lizenz der München Barons von Anschutz 2002 in die Color Line Arena nach Hamburg umzog. Am 2. September 2006 wurde in Düsseldorf der ISS-Dome eröffnet, wo von da an die Heimspiele der DEG Metro Stars ausgetragen wurden. Als aktuelles Projekt ließ Anschutz in Berlin die O2 World, eine neue Heimstätte für die Eisbären, mit 17.000 Plätzen errichten. Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 wird in der Lanxess Arena Köln und in der Heimstätte der Adler, der SAP-Arena, ausgetragen.

Nach einer durchwachsenen Hauptrunde mitsamt Trainerwechsel wurde der Sechste, die Kölner Haie, 2002 nach den Play-offs noch deutscher Meister. Rich Chernomaz besiegte mit seiner Mannschaft das Überraschungsteam aus Krefeld, den Angstgegner München und den Etat-Krösus Mannheim im Finale. Auch 2002/03 holte der Tabellensechste noch den Meistertitel. Die Krefeld Pinguine waren am Ende das beste der auf 14 Teams verkleinerten Liga. Die Hamburg Freezers, ehemals München Barons, erreichten die Play-offs erst drei Minuten vor Ende des letzten Spieltags durch einen Ausgleichs-Treffer von Ted Drury gegen die Frankfurt Lions und schoben sich am zweiten Überraschungsteam der Saison, den Iserlohn Roosters, vorbei, die gegen Krefeld zeitgleich 8:1 gewannen. Frankfurt unterlag in den Play-downs gegen das abgeschlagene Schlusslicht Schwenningen noch mit 2:4 nach Spielen. Durch die Insolvenz der Wild Wings verblieben sie aber in der DEL.

Eine Saison danach feierten die Frankfurt Lions schon die Meisterschaft. Berlin war nach der Hauptrunde souverän Erster, unterlag aber den Lions (Vorrundenfünfter) im Finale. Das junge Nürnberger Team belegte nach der Hauptrunde Platz zwei und schied dann schon im Viertelfinale aus.

Genau zehn Jahre nach dem ersten Lockout wurden die NHL-Spieler erneut von ihrer Liga ausgesperrt, diese traten daraufhin in den Streik, den einige Spieler auch in der DEL überbrückten. Die Iserlohn Roosters machten mit der Verpflichtung von Mike York den Anfang. Erik Cole (Eisbären Berlin) wurde zum MVP (wertvollsten Spieler) der DEL-Play-offs gewählt. Auch die Nationalspieler Marco Sturm, Jochen Hecht und Olaf Kölzig spielten in der DEL. Vor allem der ERC Ingolstadt und die Adler Mannheim profitierten vom Lockout, indem sie jeweils vier NHL-Spieler lizenzierten.

Die Eisbären Berlin wurden nach dem klaren Finalsieg gegen Mannheim zum ersten Mal gesamtdeutscher Meister. Der sportliche Absteiger Kassel konnte durch den Lizenzentzug Wolfsburgs in der Liga bleiben. 2005/06 verteidigten die Berliner ihren Meistertitel, erneut durch einen Sweep im Finale, in dem sie dieses Mal den DEG Metro Stars gegenüber standen. Kassel unterlag wieder in den Play-downs und musste den Abstieg antreten.

Für Diskussionen sorgte in dieser Spielzeit die Verpflichtung des Profi-Schiedsrichters Rick Looker aus den USA. In der Saison 2006/07 wurden ihm mit Frank Awizus und Daniel Piechaczek weitere Profi-Schiedsrichter zur Seite gestellt. Awizus hat seine Karriere mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen beendet, am 1. Januar 2009 erhielt Georg Jablukov einen Vertrag als Profi-Schiedsrichter in der DEL.

Für Planungssicherheit innerhalb der DEL sollte 2006 der neue Kooperationsvertrag mit DEB und ESBG sorgen. Die Pläne, die die Abschaffung des sportlichen Auf- und Abstiegs zwischen erster und zweiter Liga vorsahen, wurden vor allem von den Zweitliga-Klubs kritisiert. Auch einige DEL-Mannschaften, wie die DEG Metro Stars oder die Kölner Haie, kritisierten das Vorhaben, das schließlich doch - vor allem auf Druck der beiden Anschutz-Klubs Hamburg und Berlin - beschlossen wurde. Nach nur zwei weiteren Spielzeiten wurde der Auf- und Abstieg zur Saison 2008/09 theoretisch wieder eingeführt. Praktisch jedoch wird es aufgrund von Unstimmigkeiten über die Durchführung der Relegationsrunde vorerst keinen Auf- und Abstieg geben.

In ihren ersten beiden Jahren spielten 18 Mannschaften in der DEL. Nach einer Vorrunde, in der jeder einmal in eigener Halle und einmal auswärts auf alle anderen Klubs traf, wurde die Liga 1994/95 in drei regionale Gruppen (West/Nord, Mitte, Süd) mit jeweils sechs Mannschaften unterteilt, die noch einmal eine Einfachrunde untereinander austrugen. Nach diesen 44 Spielen waren die ersten 16 Mannschaften der Tabelle für die Play-offs qualifiziert. Durch den vorzeitigen Rückzug der MadDogs München, die in der Saison 1996/97 vom SC Riessersee ersetzt wurden, waren die Eisbären Berlin das einzige Team, deren Saison nach der Hauptrunde beendet war.

In jener zweiten Spielzeit wurde zwar wiederum zuerst eine Einfachrunde, in der jedes Team zweimal gegen jedes andere spielte, ausgetragen. Doch nach diesen 34 Spielen wurde die Liga nicht mehr nach regionalen Kriterien unterteilt, sondern es spielten die Teams, die auf den geraden Plätzen standen untereinander eine Einfachrunde aus und die auf den ungeraden Plätzen ebenso. Danach begannen die Play-offs erneut mit dem Achtelfinale.

Zur Saison 1996/97 wurde die Liga um zwei Teams auf 16 Mannschaften verkleinert. Der SC Riessersee, EC Hannover und die Füchse Sachsen schieden aus der Liga aus und mit den Wedemark Scorpions wurde nur ein Nachrücker bestimmt. So wurde die Vorrunde, die erneut als Einfachrunde ausgetragen wurde, auf 30 Spiele verkürzt. Es folgte die Meisterrunde für die besten sechs Teams, in der die Play-off-Reihenfolge ausgespielt wurde, und die restlichen Mannschaften kämpften in der Qualifikationsrunde um die beiden anderen Endrunden-Plätze. Die Teams, die in der Qualifikationsrunde auf den Plätzen drei bis zehn standen, spielten in den Play-downs. Nach einem Viertel- und einem Halbfinale mussten die Verlierer in einer Relegationsrunde gegen die beiden besten Teams der zweithöchsten Spielklasse antreten. Die Play-offs begannen in dieser Spielzeit mit dem Viertelfinale.

Die Relegationsrunde wurde im Jahr danach direkt wieder abgeschafft. Stattdessen spielten die Top 8 der Qualifikationsrunde in Vor-Play-offs die übrigen beiden Endrunden-Teilnehmer aus. Kaufbeuren wurde schon während der Vorrunde die Lizenz entzogen, weshalb nur die Starbulls Rosenheim zwar in der Qualifikationsrunde, nicht aber in den Vor-Play-offs vertreten waren.

Nach wiederum nur zwei Spielzeiten erfolgte 1998/99 die Verkleinerung der DEL auf 14 Mannschaften, da neben Kaufbeuren auch die Düsseldorfer EG freiwillig abstieg und damit dem Lizenzentzug zuvorkam. In dieser Saison wurde erstmals eine Doppelrunde ausgetragen, so dass jedes Team jeweils zwei Heim- und Auswärtsspiele gegen alle anderen DEL-Klubs hatte. Diesmal schlossen sich direkt Play-offs, die mit dem Viertelfinale begannen, an.

Zur Saison 1999/2000 ergänzten die Moskitos Essen das Starterfeld der DEL, doch am Modus änderte das nichts, da weiterhin eine Doppelrunde mit anschließenden Play-offs ausgetragen wurden. Eine Änderung erfuhren nur die Teams, die die Play-offs verpassten. Sie spielten eine Abstiegsrunde, deren Schlusslicht (Essen) eigentlich absteigen sollte, aber doch in der Liga blieb. Stattdessen mussten sich die Starbulls Rosenheim wegen finanzieller Schwierigkeiten zurückziehen. Ihre Lizenz wurde an die Iserlohn Roosters verkauft. Außerdem rückte die Düsseldorfer EG wieder in die DEL auf.

Deshalb bildete sich 2000/01 erneut eine 16er-Liga, die mit einer Doppelrunde (60 Spiele) in die Saison startete. Danach schloss sich direkt das Viertelfinale der Play-offs an. Mit dem selben Starterfeld wurde die Saison 2001/02 ausgetragen. Der Modus wurde nur durch die Einführung von Play-downs zur Ermittlung eines Absteigers verändert. Als erste Mannschaft traf es die Berlin Capitals, die durch Aufsteiger ERC Ingolstadt ersetzt wurden.

2002/03 kehrte die DEL zu einer Liga mit 14 Mannschaften zurück, da den Moskitos Essen und den Revierlöwen Oberhausen die Lizenz entzogen wurde. Weiterhin folgten auf die Doppelrunde direkt die Play-offs mit dem Viertelfinale, was auch 2003/04 nicht verändert wurde. Auch die Play-downs wurden in beiden Spielzeiten ausgetragen. 2003 stiegen die Wölfe Freiburg aus der zweiten Liga auf und nahmen den Platz der Schwenninger Wild Wings (Lizenzentzug) ein. Doch direkt in ihrer ersten DEL-Spielzeit waren die Wölfe in den Play-downs unterlegen und mussten deshalb den Grizzly Adams Wolfsburg Platz machen. Diese hielten sich auch nur ein Jahr in Deutschlands höchster Spielklasse, bis ihnen die Lizenz entzogen wurde und die Füchse Duisburg aufstiegen. Der vorerst letzte sportliche Absteiger waren dann die Kassel Huskies, die 2006 die Play-downs verloren und von den Straubing Tigers ersetzt wurden. Der Play-off-Modus blieb unverändert.

In der Saison 2006/07 wurden die Pre-Play-Offs eingeführt. Nur die ersten sechs Teams der Hauptrunde sind demnach direkt für die Play-Offs qualifiziert. Die Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn ermitteln in einer Qualifikationsrunde die beiden übrigen Play-off-Teilnehmer. Die Play-downs wurden abgeschafft.

Durch den Aufstieg der Grizzly Adams Wolfsburg 2007 sowie der Kassel Huskies 2008 wurde die Liga auf 16 Mannschaften aufgestockt. Die Anzahl der Spiele in der Hauptrunde wird 2008/09 auf 52 Spiele je Mannschaft reduziert, dazu werden die Clubs nach ihrer Platzierung im Vorjahr in vier Gruppen eingeteilt; innerhalb der Gruppen spielen die Mannschaften nur je einmal gegeneinander, sonst zweimal. Die geplante Einführung von Relegationsspielen mit der 2. Bundesliga wurde verschoben, da man sich mit der ESBG nicht auf einen gemeinsamen Modus einigen konnte.

Damit sind die Adler Mannheim mit fünf Titeln DEL-Rekordmeister. Die Eisbären Berlin feierten dreimal die Meisterschaft und die Kölner Haie zweimal.

Von 1994 - 1997/98 gab es für einen Sieg 2 Punkte und für eine Niederlage nach Verlängerung 1 Punkt.

Die Ratinger Löwen zogen 1997 nach Oberhausen um und wurden in Revierlöwen Oberhausen umbenannt. Juristisch gesehen sind die Ratinger Löwen und die Revierlöwen Oberhausen also als ein Klub zu verstehen. Die Lizenz der Landshut Cannibals ging 1999 an die neu gegründeten München Barons, die 2002 nach Hamburg umzogen und sich dort in Hamburg Freezers umbenannten. Alle drei DEL-Teams spielten also mit derselben Lizenz und gelten als dieselbe GmbH. Ebenso ging 2000 die Lizenz der Starbulls Rosenheim an die Iserlohn Roosters.

Die Maddogs München zogen ihre Mannschaft in der Saison 1994/1995 nach dem 27. Spieltag zurück. Alle ausstehenden Partien wurden mit 0:0 Toren und einem Punkt für den jeweiligen Gegner gewertet.

In der folgenden Tabelle sind alle DEL-Tabellenführer seit 1994 aufgeführt. In der Saison 2002/03 standen die Eisbären Berlin an 44 von insgesamt 52 Spieltagen auf dem ersten Tabellenplatz und stellten damit den bis heute gültigen DEL-Rekord auf. In der Spalte "Durchschnitt in %" befindet sich der prozentuale Anteil der Tabellenführung in Bezug auf die insgesamte Verweildauer in der DEL des jeweiligen Teams.

Die aktuellen DEL-Klubs sind wiederum grün unterlegt.

Alle Statistiken sind auf dem Stand nach der Hauptrunde 2006/07.

Als die vollständige Trennung von Verband und Liga 1997 initiiert wurde, bestand die Internationale Eishockey-Föderation auf einen Kooperationsvertrag, der die Liga unter dem Dach des DEB hielt. Dadurch ist die Liga auch vom DOSB anerkannt. Der aktuell laufende Kooperationsvertrag, der seit dem 1. Mai 2006 besteht, verbindet nicht nur die DEL mit dem DEB, sondern auch mit der ESBG. Gemeinschaftliche Nachwuchsförderung, das Pass- und Schiedsrichterwesen, sowie die internationale Vertretung werden durch den Vertrag geregelt. Nach langen Diskussionen wurde der Kooperations-Vertrag vor der Saison 2006/07 beschlossen. Vor allem die Abschaffung des sportlichen Abstiegs aus der DEL war strittig.

Um den deutschen Nachwuchs zu fördern, wurde sogenannte Kontingentstellen für ausländische Spieler geschaffen. Nach aktuellem Reglement darf eine Mannschaft nur 12 ausländische Spieler während der Saison unter Vertrag nehmen, von denen ab 2008/09 nur 10 in einem Spiel eingesetzt werden dürfen. Unter anderem fordert Nationaltrainer Uwe Krupp eine weitere Reduktion der Kontigentspieleranzahl, um den deutschen Spielern zu mehr Eiszeiten zu verhelfen. Einige DEL-Teams sind dagegen, da sie eine Schwächung des Niveaus befürchten.

Die DEL hatte schon bei ihrer Gründung 1994 mit der Krombacher Brauerei einen Ligensponsor gefunden, der auch im damaligen DEL-Logo erschien. Nach zwei Jahren beendete die Brauerei ihr Engagement. 2003 übernahm die GelbeSeiten Marketing Gesellschaft mbH mit den Gelben Seiten das Liga-Sponsoring. Seitdem sind in jeder Halle der DEL einige Werbeflächen wie die Kickleiste (unterster Teil der Bande), eine Untereisfläche im Mitteldrittel und die Helme der Unparteiischen für die Gelben Seiten reserviert. Daneben existiert ein Doppellogo DEL/Gelbe Seiten, das auf jeder Vereins-Website zu sehen ist. Im März 2006 verlängerte der Telefonbuchverlag seinen Sponsoring-Vertrag bis 2009.

Des Weiteren sind die Unternehmen Dodge (Automobilpartner), NH Hoteles (Hotelpartner) und taxofit (Sponsor auf Schiedsrichter-Trikots) Sponsoring-Partner der DEL. Die WestLB unterstützt durch die „WestLB Fairplay-Trophy“ die DEL. Nach der Saison erhält das Team, an das die wenigsten Strafzeiten vergeben wurden, eine Prämie von 10.000 Euro für die Nachwuchsförderung.

Der Internetauftritt der DEL wird ebenfalls durch die Gelben Seiten und zusätzlich von ea-sports gesponsert.

Die TV-Rechte der DEL liegen bis mindestens 2012 bei Pay-TV-Sender Premiere, der wöchentlich mindestens zwei Partien überträgt. In den Play-offs wird in jeder Runde mindestens ein Spiel, ab dem Halbfinale alle Spiele übertragen. ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Außerdem werden einige Spiel-Zusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt. Seit Januar 2009 hat jedoch auch Eurosport mit der Übertragung von DEL-Spielen begonnen.

Seit Einführung der DEL 1994, als sich viele Mannschaften Tiernamen gaben, benannte sich Frankfurt nach einem Schokoriegel des Sponsors Nestlé (Lions). Am 1. März 2002 wurde auch bei der Düsseldorfer EG ein Namenssponsor vorgestellt, nachdem der Club zuvor ständigen Belastungen durch hohe Altschulden ausgesetzt war. Die Mannschaft spielt seitdem unter dem Namen DEG Metro Stars. Die Nürnberg Ice Tigers treten seit der Spielzeit 2006/07 als Sinupret Ice Tigers auf und sind damit der erste DEL-Klub der im Namen ganz auf den Ortsnamen verzichtet.

Neben dem normalen Ligen-Spielbetrieb veranstaltet die DEL noch ein All-Star-Game und zusammen mit der ESBG und dem DEB den Deutschen Eishockey Pokal.

Das DEL All-Star Game feierte 1998 in Frankfurt Premiere. Seitdem findet jährlich eine solche Veranstaltung, bei der eine Auswahl der besten europäischen DEL-Spieler gegen die besten Nordamerikaner antritt, statt. Von 1998 bis 2006 spielte noch die Deutsche Eishockeynationalmannschaft gegen die besten Ausländer der Liga. Neben dem Freundschaftsspiel finden am Veranstaltungsort noch einige andere Aktionen wie die so genannten „Skills Competition“ (Wettbewerbe zur Ermittlung der schnellsten Skater, pucksichersten Spieler usw.) und eine Autogrammstunde statt. Das bislang letzte All-Star-Game gewannen die Nordamerikaner am 2. Februar 2008 in Dresden mit 16:14 Toren gegen das Team Europa.

In Kooperation mit DEL und ESBG wird seit 2002 wieder ein Pokal-Wettbewerb ausgetragen. Amtierender Pokalsieger (Deutscher Eishockey-Pokal 2008/09) sind die Grizzly Adams Wolfsburg. Mehrfach wurde schon über die Abschaffung dieses Wettbewerbs nachgedacht, da er, dadurch, dass viele Spiele unter der Woche stattfinden und der Wettbewerb keinen sportlichen Mehrwert habe, bei einigen DEL-Vereinen als unattraktiv gilt. Trotz des Antrages der Hamburg Freezers im November 2007, den Pokalwettbewerb in der Saison 2008/09 auszusetzen, wurde dieser in der Saison mit einem etwas geänderten Modus durchgeführt. Für die Saison 2009/10 wird der Wettbewerb aufgrund der Olympischen Spielen in Vancouver und der WM im eigenen Land ausgesetzt.

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Source : Wikipedia