Greiz

3.3770019218595 (3122)
Geschrieben von robby 04/05/2009 @ 08:17

Tags : greiz, thüringen, deutschland

Inhaltsverzeichnis
  1. Greiz
  2. Kreis Greiz
  3. 1. FC Greiz
Neueste Nachrichten
Bad Lobensteiner beim Thüringentag in Greiz - Ostthüringer Zeitung
Regen, Regen und nochmals Regen war am Sonntag der lästige Begleiter beim großen Festumzug "Reizvolles Thüringen" zum Thüringentag in Greiz. Trotzdem ließen sich Mitwirkende und tausende Zuschauer an der 3,4 Kilometer langen Strecke nicht abhalten,...
Greizer Bürgermeister mit Thüringentag zufrieden - Südthüringer Zeitung
Mit rund 210 000 Besuchern hat der Thüringentag in Greiz die Erwartungen der Veranstalter trotz teils heftigen Regens übertroffen. «Es war eine tolle Stimmung in der Stadt und die Menschen sind begeistert mitgegangen», sagte Bürgermeister Gerd Grüner...
Zwei Siege sichern Aufstieg - Ostthüringer Zeitung
Die Greizer als Staffelzweite rückten nach und waren somit durch einen glücklichen Umstand wieder im Rennen um den Aufstieg in die Bezirksklasse. Für die Relegation qualifizierten sich neben dem 1. FC Greiz die Mannschaften von Thüringen Jena und SV...
Klitschnass und gut gelaunt - Freies Wort
Von Andreas Hummel und Antje Lauschner Greiz - Ausgerechnet zum großen Festumzug des Thüringentages goss es gestern in Greiz wie aus Eimern. Der Regen konnte zwar die Laune bei Schaulustigen und Akteuren drücken, aber nicht verderben....
Höhepunkt - Thüringen zeigt sich in 145 Bildern beim Festumzug in ... - Ad-Hoc-News (Pressemitteilung)
Greiz (ddp-lth). Höhepunkt des 12. Thüringentages in Greiz soll am Sonntag ein großer Festumzug werden. Fast 3000 Akteure werden an dem Umzug mitwirken und die schönsten Seiten des Freistaates in 145 Bildern präsentieren, wie die Staatskanzlei am...
"Greiz hat Reiz" - MDR
Am Wochenende feiert Thüringen in Greiz sein zwölftes Landesfest. Mit einer Show im Schlosspark wird der Thüringentag am Freitag von Ministerpräsident Dieter Althaus und Bürgermeister Gerd Grüner eröffnet. Während des dreitägigen Festes unter dem Motto...
Greizer holen elf Medaillen - Ostthüringer Zeitung
(A. Ludwig) Nach dem Sprichwort "Wenn die Generalprobe schief geht, klappt es mit der Premiere handelten die Greizer Orientierungstaucher in diesem Jahr. Zum Saisonauftakt war traditionell der Spree-Pokal am Störitzsee bei Berlin die erste Gelegenheit,...
Schon über nächsten Urlaub informiert - Ostthüringer Zeitung
Von Holger Zaumsegel Greiz (OTZ). Wo es im nächsten Urlaub hingehen könnte, darüber informierten sich viele Besucher des Thüringentages auf der Tourismusmeile in der Brückenstraße. Auch die Greizer Nachbarstädte, Weida und Triebes, die in diesem Jahr...
Tropfnass aber gut gelaunt - Ostthüringer Zeitung
Von Kathrin Schulz Greiz. Es ist so schade, dass uns das Wetter jetzt einen Strich durch die Rechnung macht, sind sich die Zuschauer, die unter Regenschirmen dichtgedrängt am Straßenrand stehen, um nichts vom großen Festumzug zu verpassen, einig....
Greizer SV muss nach Niederlage absteigen - Ostthüringer Zeitung
SV Blau-Weiß Auma - Greizer SV 2:1 (1:0) Durch die Niederlage muss der Greizer SV den bitteren Weg in die 1. Kreisklasse antreten. Auma ging durch einen Schuss ihres jüngsten Tim Barra ins Dreiangel früh in Führung. Danach wurde Greiz stärker und hatte...

Greiz

Wappen der Stadt Greiz

Greiz ist eine Stadt im Südosten von Thüringen, unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen gelegen. Die Stadt ist die Kreisstadt des Landkreises Greiz. Sie liegt im Tal der Weißen Elster im thüringischen Vogtland. Bedeutung hatte die Stadt früher besonders als Residenz der Fürsten von Reuß älterer Linie, die bis 1918 an der Macht waren.

Geprägt wird die Stadt heute vor allem vom Oberen Schloss auf dem Schlossberg sowie den zahlreichen anderen Regierungsbauten der Fürsten von Reuß. Die Industrialisierung machte Greiz später auch zu einem Zentrum der Textilindustrie, die aber heute fast gänzlich verschwunden ist. Greiz ist ein Mittelzentrum für den südlichen Teil des Landkreises. Die Stadt trägt wegen ihrer Lage in einem Talkessel und ihrer zahlreichen historischen Bauten den Beinamen „Perle des Vogtlandes“.

Das Zentrum von Greiz liegt im engen Tal der Weißen Elster, unterhalb der Mündung der Göltzsch. Die wichtigsten größeren Städte in der Nähe von Greiz sind Gera, Zwickau und Plauen. Weitere nahe Städte sind Berga/Elster und Zeulenroda-Triebes sowie in Sachsen die Städte Reichenbach im Vogtland, Mylau, Netzschkau, Elsterberg und Werdau.

Stadtteile sind Aubachtal, Caselwitz, Dölau, Gommla, Irchwitz, Kurtschau, Moschwitz, Obergrochlitz, Pohlitz, Raasdorf, Reinsdorf, Rothenthal, Sachswitz, Schönfeld, Thalbach und Untergrochlitz.

Bereits seit der jüngeren Steinzeit war der Talkessel der Weißen Elster bewohnt.

Das heutige Greiz, ehemals Grewcz, ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs und wurde 1209 erstmals urkundlich erwähnt (siehe: Gradec). Die eindeutige Klärung des Ursprungs des Namens Greiz, geht von einer früheren Schreibweise aus. In den verschiedenen Jahrhunderten änderte sich die Schreibweise von Zeit zu Zeit. Die Form Grouts geht auf Grots zurück, slawisch hrat, altslawisch gradu und bedeutet „umhegter, befestigter Platz“. Damit kann Greiz im Jahr 2009 auf einen geschichtsträchtigen Bestand von 800 Jahren zurückblicken.

1359 erhielt es Stadtrecht, so kann die Stadt Greiz im Jahr 2009 auch das Jubiläum von 650 Jahren der Stadtrechte-Verleihung feiern.

Zunächst noch zu den Vögten von Weida gehörig, wurde die Stadt 1449 von den Grafen von Reuß, die seit 1306 in Greiz residierten, in Unter- und Obergreiz aufgeteilt.

Aus diesem Grund gibt es auch zwei Residenzschlösser in der Stadt. Erst 1768 vereinigten sich die beiden Linien wieder zur Grafschaft Reuß ältere Linie, die 1778 zum Fürstentum wurde. Ein großer Brand zerstörte Greiz im Jahr 1802 fast gänzlich. 1902 kam es erneut zu einem Brand, der einige innerstädtische Quartiere um die Thomasstraße vernichtete. Beim Wiederaufbau errichtete man hier repräsentative Jugendstilbauten, die ein geschlossenes Ensemble bilden.

Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt zu einem bedeutenden Industriestandort. Mit der Errichtung eines Zweigwerkes 1871 verlagerte eines der führenden sächsischen Textilunternehmen, die Reichenbacher Firma Georg Schleber, ihren Standortschwerpunkt nach Greiz. 1865 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Seit 1920 gehört die Stadt zum Freistaat Thüringen und ist Kreisstadt des Landkreises Greiz.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Gegner der Nazis verfolgt - wie 1933 beginnend und 1942 ermordet - der KPD-Stadtverordnete Bruno Bergner, nach dem eine Straße benannt wurde. Zwischen 1934 und 1943 wurden im Landeskrankenhaus Wichmannstraße 809 Personen zwangssterilisiert. Das Städtische Altersheim und das Kreispflegeheim gaben 122 Kranke zur „Euthanasie“ frei. Während des Zweiten Weltkrieges mussten hunderte Kriegsgefangene sowie Männer und Frauen aus von Deutschland besetzten Ländern im Sorgwald bei Thalbach und in anderen Wirtschaftsunternehmen Zwangsarbeit leisten. Mindestens 102 von ihnen kamen dabei um. An sie wird auf der Gedenkanlage des Alten Friedhofs erinnert. An den Wehrmachtsoffizier Kurt von Westernhagen erinnert der nach ihm benannte Platz, auf dem er 1945 erschossen wurde.

Während der DDR-Zeit war Greiz eine Kreisstadt im Bezirk Gera. Greiz gilt als die „Hauptstadt des Thüringer Vogtlandes“, zu dem neben ihr unter anderem auch noch die Städte Weida, Zeulenroda-Triebes und Schleiz gehören.

1856 wurde Tannendorf und 1921 Pohlitz eingemeindet. Die größte Eingemeindungswelle erfolgte 1922: In jenem Jahr wurden Dölau (mit Sachswitz und Rothenthal), Gommla, Irchwitz (mit Aubachtal und Thalbach), Kurtschau (mit Silberloch), Obergrochlitz (mit Caselwitz, Moschwitz und Untergrochlitz), Raasdorf und Schönfeld eingemeindet. Die bisher letzte Eingemeindung fand am 30. Juni 1994 mit der Eingliederung von Reinsdorf inklusive dessen Ortsteil Waltersdorf statt.

Bei den letzten Kommunalwahlen am 27. Juni 2004 errang die SPD 12 Sitze, die CDU 9, die PDS 5 und die FDP-IWA 4 Sitze im Greizer Stadtrat.

Bei der Bürgermeisterwahl 2006 erhielt kein Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, so dass eine Stichwahl durchgeführt werden musste. Bei dieser setzte sich Gerd Grüner (SPD) mit 54,7 % der Stimmen gegen Gunda Lämmer (CDU) durch.

Greiz verfügt als ehemalige Residenzstadt über ein Theater, mehrere Museen und eine umfangreiche Bibliothek. Die Innenstadt gliedert sich in zwei Teile: östlich der Elster, zwischen Schlossberg und den Talhängen der Elster liegt die kleine Altstadt und westlich der Elster die Neustadt mit der repräsentativen Carolinenstraße als Hauptstraße. Sie entstand im späten 19. Jahrhundert und stellt ein geschlossenes Gründerzeitensemble dar.

Im Greizer Park befindet sich das Sommerpalais, das zwischen 1779 und 1789 entstand und im frühklassizistischen Stil erbaut wurde. „Maison de belle retraite“ – Haus des angenehmen Zurückgezogenseins – nannte der Bauherr Fürst Heinrich XI. (1722-1800) in einer Giebelinschrift seine Sommerresidenz. Seit 1922 beherbergt es die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung, die Stiftung der Älteren Linie des Hauses Reuß und das Satiricum. Diese fürstliche Büchersammlung umfasst Bestände des Grafen Heinrich XI. zu Obergreiz (1722 - 1800) aus der Zeit um 1747. Die Bibliothek hat einen umfangreichen Bestand an theologischen, historischen und naturwissenschaftlichen Werken, Enzyklopädien und Reisebeschreibungen. Illustrierte Bücher, Publikationen über Architektur und Gartenkunst, aber auch Sammlungen von Werken der französischen Aufklärung sind Bestandteil der Bibliothek. Im späten 18. Jahrhundert kamen Schriften zur Französischen Revolution hinzu. Heute umfasst der Bestand der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung etwa 40.000 Bestände des 16. bis 21. Jahrhunderts.

Stadtprägend ist der Schlossberg mit dem Oberen Schloss. Es ist im Kern mittelalterlich, musste aber nach einem Brand im Jahre 1540 wiedererrichtet werden (im Stil der Renaissance) und wurde im 18. Jahrhundert weiter ausgebaut. Ein bekanntes Fotomotiv ergibt sich vom Bahnhof aus; durch den Schlossberg wurde ein Tunnel für die Bahnstrecke nach Gera gegraben. In dem Oberen Schloss befand sich ein bedeutender Teil des Thüringer Staatsarchivs. Nach dem Umzug des Archivs auf das unterhalb des Schlossbergs liegende Gelände des ehemaligen VEB Herdas werden die ehemaligen Archivräume auf dem Oberen Schloss restauriert.

Das Untere Schloss ist neueren Datums: im 16. Jahrhundert erbaut und nach dem Brand von 1802 in den Jahren danach bis 1809 im klassizistischen Stil neu aufgebaut. Das Untere Schloss beherbergt heute die Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz, Musikschule und die Tourist-Information Greiz.

Die evangelische Stadtkirche St. Marien wurde 1225 das erste Mal urkundlich erwähnt. Sie wurde nach dem Stadtbrand von 1802 im klassizistischen Stil wiederaufgebaut. Architekt war Christian Friedrich Schuricht, der die Kirche und das Untere Schloss direkt aneinander baute. Dabei befindet sich der Turm nicht an der Westfassade, sondern an der Ostfassade über dem Chor. Das klassizistische Innenbild der Kirche blieb weitestgehend erhalten. 1881 wurde eine Orgel von Jehmlich aus Dresden eingesetzt. Unter der Kirche liegt die zugemauerte Gruft der Fürsten und Grafen von Reuß älterer Linie.

Neben dem Unteren Schloss und der Stadtkirche liegt die Hauptwache, ein klassizistischer Bau, der heute als Touristinformation dient. Vervollständigt wird die klassizistische Stadtsilhouette am Ufer der Elster durch das Lyzeum östlich des Unteren Schlosses. Es wurde 1875 errichtet und ist eine dreigeschossige, dreiflügelige Anlage.

In Greiz gibt es eine große Anzahl von Wohngebäuden im historistischen Stil und im Jugendstil. Letztere findet man insbesondere in der Thomasstraße, Burgstraße, Marktstraße, Waldstraße und Leonhardtstraße. In der Prof.-Dr.-Friedrich-Schneider-Straße gibt es ein besonders frühes Beispiel von Art-Déco-Architektur (erbaut 1911).

Der Greizer Park, zu DDR-Zeiten in „Leninpark“ umbenannt, zählt zu den schönsten Landschaftsparks Thüringens. Er entstand bereits um 1650 als Küchengarten und wurde später mehrmals umgestaltet. Seine heutige Gestalt erhielt der Greizer Park in den Jahren 1873 bis 1876. Wie bei anderen höfischen Parkanlagen dieser Zeit ist er im englischen Stil angelegt. In diesem Park befinden sich das Sommerpalais und das Küchenhaus. Zu DDR-Zeiten wurde das Küchenhaus als Wohnhaus benutzt. Heute befindet sich nach umfangreicher Sanierung darin ein Café.

Den Beinamen Park- und Schlossstadt trägt Greiz zu recht: Es gibt ebenfalls den Stadtpark, eine Parklandschaft in der Nähe des Greizer Krankenhaus und den Park um den Hirschteich am Ortsausgang in Richtung Mohlsdorf. Außerdem gibt es noch den Goethepark in der Nähe das Bahnhofes, der im Zuge des geplanten Neubaus der Stadthalle umgestaltet werden soll.

Sportliches Aushängeschild der Stadt ist der RSV Rotation Greiz (Ringen). Der 1931 gegründete Verein stieg im Jahre 2000 in die 1. Ringer-Bundesliga auf und schaffte 2002 mit dem Erreichen des Playoff-Halbfinales um die deutsche Meisterschaft den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach dem Rückzug in die Drittklassigkeit aus finanziellen Gründen ist der Verein seit Herbst 2006 wieder in der 2. Bundesliga zu finden.

Weitere größere Vereine sind der in der Bezirksliga spielende 1. FC Greiz (Fußball), der VfB Greiz (Tischtennis und Badminton), der 1.SSV Greiz (Basketball), der Tauchclub TC Chemie Greiz sowie der 1.Schwimmklub Greiz. Auch den Schachsport gibt es in Greiz schon seit längere Zeit und brachte unter anderem den internationalen Großmeister Lutz Espig hervor.

Greiz liegt am Elster-Radweg.

Aufgrund der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1209 findet in Greiz im Jahre 2009 eine 800-Jahr-Feier statt. Im gleichen Jahr besitzt die Stadt Greiz seit 650 Jahren Stadtrechte. Ebenfalls 2009 findet der 12. Thüringentag unter dem Motto „Greiz hat Reiz“ in Greiz statt.

Im Gartensaal des Sommerpalais' gibt es in den Sommermonaten zahlreiche Ausstellungen und Konzerte. Ausgehend von einer Sammlung mit über 10.000 DDR-Karikaturen fanden im Sommerpalais seit 1975 Biennalen der Karikatur statt, die seit 1994 als Triennale veranstaltet werden und in ihrer Form einzigartig im deutschen Sprachraum sind.

Bereits 1865 wurde eine Eisenbahnlinie von Greiz-Aubachtal nach Brunn in Sachsen eröffnet, die 1879 zum Bahnhof Greiz und 1886 nach Neumark verlängert wurde. Diese Strecke wurde 1999 stillgelegt, nachdem schon seit dem 1. Juni 1997 kein planmäßiger Zugverkehr mehr stattfand.

Die Elstertalbahn von Gera über Greiz nach Plauen unterer Bahnhof und Weischlitz wurde 1875 eröffnet. Sie durchquert den Greizer Schloßberg und den Bahnhof Greiz-Dölau. Heute verkehren auf dieser Linie die Züge der Vogtlandbahn.

Der nächstgelegene Bahnhof an der Sachsen-Franken-Magistrale liegt in Reichenbach. Diese Bahnstrecke wurde durch die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke Europas, und durch deren „kleinere Schwester“, die Elstertalbrücke bei Jocketa, bekannt. Die Göltzschtalbrücke befindet sich in unmittelbarer Nähe an der Landesgrenze im sächsischen Netzschkau und ist vom Greizer Ortsteil Reinsdorf aus sichtbar.

Der Stadtverkehr Greiz, der seit 1925 besteht, wird heute von der „Personen- und Reiseverkehrs-GmbH Greiz“ bedient. Von 1945 bis 1969 war auch eine Obuslinie in Betrieb.

In Greiz kreuzen sich die Bundesstraßen 92 von Gera nach Plauen und 94 von Schleiz nach Reichenbach. Ferner existieren Landesstraßen nach Werdau (in Richtung Zwickau), Mylau und Neumühle. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle liegt an der A 72 bei Reichenbach im Vogtland. Wenn man von Greiz nach Mylau entlang der Göltzsch fährt, durchquert man die Göltzschtalbrücke, bevor man später nach Reichenbach und dort auf die Bundesstraße 94 und die A 72 fahren kann.

Das Bahnhofsgebäude ist zurzeit geschlossen.

Greiz war ein bedeutender Standort der Textilindustrie mit Webereien (z.B. Firma Arnhold) und der Textilveredelung (Firma Georg Schleber AG). In der DDR war Greiz ein wichtiger Industriestandort. Von Bedeutung waren Textilindustrie (Greika), der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die chemische Industrie. Bedingt durch die Lage der Stadt (Tal) verbesserte sich die bis dahin durch Industrie-Emissionen sehr schlechte Luftqualität erst nach 1990 (Wiedervereinigung).

In Greiz gibt es die Goetheschule, die staatlichen Regelschulen Gotthold Ephraim Lessing und Greiz-Pohlitz, das staatliche Gymnasium (1956 bis 1960 besuchte Ulf Merbold diese Schule, damals „Theodor-Neubauer-Oberschule“), zwei staatliche Berufsschulen, die Kreisvolkshochschule, die Musikschule Bernhard Stavenhagen, einen privaten Bildungsträger sowie ein privates Bildungsinstitut.

Zum Seitenanfang



Kreis Greiz

Der Kreis Greiz war ein Verwaltungsgebiet in der DDR und in Thüringen von 1952 bis 1994.

Der Kreis wurde bei der DDR-Kreisreform von 1952 aus Teilen des seit 1922 bestehenden Landkreises Greiz und der bis 1950 nicht kreisangehörigen Stadt Greiz gebildet. Andere Teile wurden dem neuen Kreis Zeulenroda zugeschlagen. Zum Kreis Greiz gehörten neben Greiz (36.800 Einwohner, 1984) die Städte Elsterberg und Berga/Elster und weitere Gemeinden.

Der Kreis Greiz gehörte mit der gleichzeitigen faktischen Auflösung des Landes Thüringen bis 1990 zum Bezirk Gera (DDR). Ab 1990 gehörte er in gleichem Zuschnitt als „Landkreis Greiz“ zum deutschen Bundesland Thüringen.

1994 wurde bei der Landkreisreform das Territorium des Landkreises Greiz (1922–1952) weitgehend wiederhergestellt. Mit Ausnahme der nach Sachsen gewechselten Stadt Elsterberg ist das Gebiet des ehemaligen Kreises heute Teil des Landkreises Greiz.

Bedeutende Industriezweige waren die Textilindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Chemieindustrie, Elektronik, Fahrzeugbau und die Möbelindustrie.

Zum Seitenanfang



1. FC Greiz

1. F.C. Greiz - 1920-1945.svg

Der 1. FC Greiz ist ein Fußballverein in der ostthüringischen Kreis- und Industriestadt Greiz.

Die Fußballspieler der Greizer Turnerschaft gründeten am 12. Mai 1920 einen eigenständigen Verein, den 1. FC Greiz. Zunächst noch unter einfachen Verhältnissen auf dem Greizer Schützenplatz oder den Zeddelwiesen spielend, entwickelte sich rasch eine kampfstarke Mannschaft, die schon 1926 die Gaumeisterschaft gewann und 1930 Osterlandmeister wurde. Mithilfe von Arbeitslosen und unter Beteiligung der Greizer Fußballanhänger entstand in den Jahren 1931 und 1932 mit dem Tempelwaldsportplatz eine vereinseigene Spielstätte. Er wurde am 28. August 1932 mit einem Spiel gegen den Leipziger Spitzenverein Wacker Leipzig eingeweiht, das die Greizer mit 2:0 gewannen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der 1. FC Greiz aufgrund einer Direktive der Besatzungsmächte im Jahre 1945 aufgelöst.

Ab 1946 waren in Ostdeutschland Sportwettkämpfe von locker organisierten Sportgemeinschaften zunächst nur auf Kreisebene erlaubt. Im damals 45.000 Einwohner zählenden Greiz entstanden mehrere solcher Gemeinschaften mit Bezeichnungen wie Greiz-Stadt, Greiz-Mitte, Greiz-Ost. Im Zuge der Neuorganisation des Sports in Ostdeutschland auf der Basis von so genannten Betriebssportgemeinschaften (BSG) wurde 1949 die BSG Vorwärts Greiz gegründet. Bis 1955 gab es mehrere Umstrukturierungen und Fusionen, bis schließlich 1959 mit der Zusammenlegung der Betriebssportgemeinschaften Chemie und Textil längerfristig die BSG Fortschritt Greiz gebildet wurde. Unter dem Namen Einheit Greiz waren die Fußballspieler 1952 in die Bezirksliga Gera aufgestiegen, zu diesem Zeitpunkt die dritthöchste Spielklasse im DDR-Fußball. Als Chemie Greiz wurde 1958 die Bezirksmeisterschaft gewonnen.

Die Fusion zur BSG Fortschritt brachte für die Fußballsektion weitere Erfolge, 1961 mit dem Gewinn des Bezirkspokals und 1962 mit dem Aufstieg aus der inzwischen viertklassigen Bezirksliga in die II. DDR-Liga. Diese wurde nach der Saison 1962/63 aufgelöst, der erreichte 9. Platz bedeutete die Rückkehr in die Bezirksliga. Dort verblieb die BSG Fortschritt mit Ausnahme der Spielzeit 1967/68 (Abstieg in die Bezirksklasse) bis 1971. In diesem Jahr wurde die zweitklassige DDR-Liga von zwei auf fünf Staffeln aufgestockt, und zur Auffüllung des Teilnehmerfeldes waren auch die Bezirks-Vizemeister aufstiegsberechtigt. Darunter war auch Fortschritt Greiz. Damit hatte die BSG ihr bestes Ergebnis während der Zeit des DDR-Fußballs erreicht, denn schon nach einem Jahr stieg die Mannschaft mit Platz 10 unter elf Mannschaften 1972 wieder ab. Zwischen 1972 und 1986 war Greiz ständig in der Bezirksliga Gera vertreten, mit Ausnahme der beiden 2. Plätze 1968 und 1973 meist in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt. 1973 wurde wieder einmal ein Namenswechsel vorgenommen, mit deutlichem Hinweis auf den Trägerbetrieb nannte sich die BSG nun Greika Greiz. 1980 konnte endlich ein Rasenplatz in Betrieb genommen werden. 1984 tauchte mit altem Namen ein neuer Lokalrivale in der Bezirksliga auf, bis 1988 machte wieder eine BSG Chemie der BSG Greika Konkurrenz. Nach alter Gewohnheit fusionierten beide Gemeinschaften im Juli 1988 zur Industriesportgemeinschaft Greiz.

Die letzte Bezirksligasaison des DDR-Fußballspielbetriebes beendete ISG Greiz 1990 mit Platz 5. Im Laufe dieses Jahres brach das System der Betriebssportgemeinschaften aufgrund der neuen wirtschaftlichen Verhältnisse nach der politischen Wende von 1989 zusammen, und in Ostdeutschland musste sich der Sport neu organisieren. Die Mitglieder der Sektion Fußball der ISG gründeten daraufhin noch 1990 den Verein FC Greiz, der am 30. September 1994 seinen traditionellen Namen 1. FC Greiz annahm. Von 1991 bis 1997 spielten die Greizer in der Landesliga Thüringen (ab 1994 5. Liga). Nach neun Jahren Landesklasse erfolgte 2006 ein erneuter Absturz in die siebtklassige Bezirksliga. Zuvor war der 1. FC eine Spielgemeinschaft mit einem alten Bekannten, dem SV Chemie Greiz, eingegangen.

Außerdem kamen mit Dietmar Scheffel (Einheit Dresden), Kurt Kosmanek und Harald Krause (beide Wismut Gera) weitere Greizer Spieler zu kurzen Oberligaeinsätzen.

Als Trainer war Hartmut Rentzsch, 247 Oberligaspiele in Karl-Marx-Stadt und Zwickau, von 1985–1987 in Greiz tätig.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia