Google News
- Wolfram Alpha: Google-Konkurrent bereits in Betrieb - Update - PC Games Hardware
- Im Vorfeld wurde Wolfram Alpha als Konkurrent für Suchmaschinen-Primus Google angepriesen. Nun ist die Seite live, und jeder Anwender kann die Wissens-Suchmaschine testen. Erfinder Stephen Wolfram sieht Wolfram Alpha als Wisssens-Suchmaschine....
- Datenschützer stellt Google Street View Ultimatum - Bild.de
- Ultimatum für Google Street View: Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar fordert, dass der Internetdienst Regeln zum Datenschutz einhält. Caspar habe sowohl die Google Germany GmbH als auch die Google Inc. mit Sitz in den USA in einem...
- Google Earth: Geister der Vergangenheit - STERN.DE
- In Google Earth befinden sich auch historische Karten von Japan. Vergleichbares aus vielen Ländern steckt in der Globussoftware. Doch im Kaiserreich ist die Aufregung groß: Einige der alten Karten reichen bis ins japanische Feudalsystem zurück - und...
- Datenschützer stellt Google ein Ultimatum - WELT ONLINE
- Mai 2009, 01:42 Uhr "Sei nicht böse", heißt der Wahlspruch des Internetriesen Google ("Don't be evil"). Doch was gut oder böse ist, darüber gehen die Meinungen zurzeit weit auseinander. Während der Suchmaschinen-Primus die virtuelle Welt mit...
- Google Earth hilft bei Wiederaufforstung in Griechenland - AFP
- Athen (AFP) — Bei der Wiederaufforstung einer durch verheerende Waldbrände verwüsteten Region in Griechenland nutzt das Forstamt in Pyrgos auf der Halbinsel Peloponnes Satellitenbilder von Google Earth. Die vor der Brandkatastrophe von 2007...
- Google Books, Open Access und der Heidelberger Appell ... - Heise Newsticker
- Der viel diskutierte Heidelberger Appell des Germanistik-Professors Roland Reuß, der sich u. a. gegen Google Books und das "Open-Access"-Modell wendet, rühmt sich zahlreicher Unterstützer unter prominenten Autoren, die den Aufruf "Für...
- Wolfram Alpha: Der Google-Killer? - Chip Online
- Von Marinus Brandl Während eine typische Suchanfrage bei Google meist aus einem Suchbegriff besteht, der eine Vielzahl an weiterführenden Links zutage bringt, wird in Wolfram Alpha mit tatsächlichen Fragen gearbeitet. Diese sollen in aufbereiteten...
- Täglich neue Google-Blackouts - Computer Zeitung
- von Harald Weiss Nur wenige Tage nach dem einstündigen Google-Ausfall in der vergangenen Woche, musste Google am Montag und Dienstag erneut mehrere Ausfall-Pannen eingestehen. Am Dienstagmorgen war der Nachrichten-Aggregationsdienst Google-News in den...
- «Was würde Google tun?» – Es besser machen - Netzeitung
- Der in Deutschland vor allem wegen seiner heftigen Kritik an Zeitungen bekannte US-Autor Jeff Jarvis empfiehlt in seinem neuen Buch Google als Vorbild für alles. Das ist nur bedingt hilfreich. Jeff Jarvis ist eine erfolgreiche Ein-Mann-Show....
- Google will mit Software Mitarbeiter halten - STERN.DE
- Der Suchmaschinengigant Google will einer drohenden Abwanderung wichtiger Mitarbeiter zuvorkommen - mit Hilfe einer speziellen Suchtechnik. Das Unternehmen sammle derzeit Daten von Mitarbeitern wie Ausbildungsstand und Gehalts-Entwicklung,...
Google News
Google News ist eine automatisch erstellte Internet-Nachrichtenseite des Unternehmens Google Inc. Der Dienst ist in über 43 Ländern in mehr als 20 Sprachen verfügbar. Im April 2002 startete Google News in englischer Sprache in der Beta-Version, in der es bis zum 23. Januar 2006 verblieb. Die deutsche Version verwendet mehr als 700 Nachrichtenquellen aus dem deutschsprachigen Raum und befindet sich noch in der Betaphase. Laut Google geschieht die Auswahl der Artikel ausschließlich durch Computer.
Die Nachrichten auf der Internetseite stammen nicht von Google News selbst, sondern werden von Computern anhand eines Algorithmus aus einer Vielzahl von Nachrichtenquellen zusammengetragen (Aggregator). Die Einträge werden automatisch generiert und zirka alle 10 Minuten aktualisiert. Google verzichtet somit auf eine journalistische Aufbereitung nach Relevanz oder Wahrheitsgehalt der Artikel durch Menschenhand. Die Relevanz eines Artikels ergibt sich aus der Anzahl der Veröffentlichungen im Internet. Google News liefert dann die entsprechenden Links dazu. Der genutzte Algorithmus zur automatischen Indexierung der Artikel geht auf Krishna Bharat, einen führenden Wissenschaftler von Google, im Jahre 2001 zurück.
Eine Personalisierung von Google News ist auch möglich. Das bedeutet, dass das Suchprotokoll, in Bezug auf die vom Benutzer gewählten Themenschwerpunkte, verändert wird. Dafür ist eine Anmeldung erforderlich. Des Weiteren kann man Feeds in den Formaten RSS und Atom abonnieren und sich neue Nachrichten auf das Mobiltelefon und an die eigene E-Mail-Adresse (News-Alerts) schicken lassen.
Im März 2005 verklagte die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) das Unternehmen Google auf Schadensersatz von 13,2 Millionen Euro vor einem amerikanischem Gericht. Grund war die Indexierung von AFP-Artikeln bei Google News. AFP forderte Google mehrmals auf, die Inhalte ohne Genehmigung nicht zu nutzen. Zwei Jahre dauerte der Rechtsstreit um die Nutzung der Bilder, Texte und Dateien der AFP an. Im April 2007 dann gaben beide Seiten bekannt, dass man sich geeinigt habe, indem Google die Lizenz zur Nutzung erwirbt. Auch mit anderen Nachrichtenagenturen vereinbarte Google ähnliche Abkommen zur Nutzung von deren Inhalten. So auch mit der Associated Press, der Press Association und der Canadian Press. Im März 2009 schloss auch die European Pressphoto Agency (epa) mit Google News ein Abkommen zur Nutzung von Inhalten und Bilder von acht der insgesamt elf epa-Mitglieder. Die deutsche Nachrichtenagentur dpa, als eine der größten Mitglieder der epa, lehnte das Abkommen ab.
Belgische Zeitungsverleger klagen gegen Google, da sie das Urheberrecht ihrer Zeitungen durch die Aufbereitung von Google News in Gefahr sehen. Schon 2006 reichten die Zeitungsverleger Klage gegen den Suchmaschinenbetreiber ein, woraufhin sie Recht bekamen. Google legte Einspruch gegen das Urteil ein. Im Mai 2008 reichten die Verleger erneut Klage ein.
2006 wurde die englische Version des Nachrichtendienstes um eine Archiv-Suche für ältere Ausgaben der New York Times und der Washington Post erweitert. Dieser Dienst wurde mit einer neuen Version am 8. September 2008 weiter ausgebaut. Durch die Archive-Suche kam es jedoch auch zu einem folgenschweren Vorfall für die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines.
Am Sonntag dem 7. September 2008 indexierten die Computer von Google News einen Artikel aus dem Jahr 2002 von der Internetseite der Zeitung Sun-Sentinel, einer Schwesterseite der Chicago Tribune, die den Artikel eigentlich publizierte. Die Überschrift des Artikels lautete „United Airlines Files for Bankruptcy“. Die Seite beinhaltete keine Angabe zum Datum der Veröffentlichung. Nach Angaben der New York Times schickte am darauf folgenden Montagmorgen der Informationsdienstleistner Income Security Advisors, dem Nachrichtendienst Bloomberg verschiedene Artikel über Bankrott-Meldungen. Darunter wahrscheinlich auch der Artikel über die United Airlines aus dem Jahr 2002. Bloomberg übernahm die Meldung und veröffentlichte sie. Binnen weniger Minuten brach der Aktienkurs der Fluggesellschaft ein und verlor mehr als 1 Milliarde US-Dollar an Wert. Der Handel der Aktie wurde daraufhin vorübergehend ausgesetzt. Der Eintrag war nicht auf der Startseite von Google News verlinkt, konnte aber durch die Suchfunktion gefunden werden.
Daraufhin wurde Kritik an der Praxis von Google News laut, keine Überprüfung der Artikel auf Relevanz oder Wahrheitsgehalt vorzunehmen.
Romso
Romso ist eine Nachrichtensuchmaschine. Die Nachrichten werden analysiert und eine Zeitleiste passend zur Suchabfrage generiert. Die Zeitleiste wird mit automatisch errechneten Schlagwörtern erklärt. Im Gegensatz zu beispielsweise Google News werden die indexierten Artikel nicht nach 30 Tagen gelöscht, sondern bleiben erhalten. Auf Romso wird stündlich ab 9:30 Uhr eine aktuelle Presseschau mit graphischen Medienanalysen präsentiert. Aus Kleinzitaten erzeugte Texte werden auf weiteren Seiten im klassischen Spaltensatz dargeboten.
Romso durchsucht über 3 Millionen Artikel aus rund 400 Nachrichtenquellen. Die Ergebnisse werden auch an andere Portale und Suchmaschinen weitergereicht, beispielsweise an MetaGer.
Das Projekt wird von SuMa-eV unterstützt.
Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst. Angemeldete Benutzer können Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen senden und die Nachrichten anderer Benutzer empfangen. Die Nachrichten werden „Updates“ oder „Tweets“ (engl. to tweet = zwitschern) genannt. Das soziale Netzwerk beruht darauf, dass man die Nachrichten anderer Benutzer abonniert, wobei Abonnenten als „Follower“ (engl. to follow = folgen) bezeichnet werden. Auf der Twitter-Startseite kann man Nachrichten eingeben und die Nachrichten der Personen, denen man folgt, chronologisch sortiert sehen. Der Absender kann entscheiden, ob er seine Nachrichten allen zur Verfügung stellen oder den Zugang auf eine Freundesgruppe beschränken will.
Der Twitter-Dienst steht zudem über eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung, so dass die Updates auf verschiedenen Kanälen eingegeben und abgerufen werden können. Dem Benutzer stehen unter anderem Kommunikationsstrukturen wie SMS (nur USA, Kanada und Indien) oder einfache Eingabehilfen über die Twitter-Homepage (RSS) oder Desktop-Applikationen zur Verfügung.
Mittels Erweiterungen lassen sich zusätzliche Informationen über den Absender und die Empfängergruppe anzeigen, wie etwa den jeweiligen Standort auf Google Maps.
Gegründet von Jack Dorsey, Biz Stone und Evan Williams, begann Twitter im März 2006 als ein Forschungs- und Entwicklungs-Projekt innerhalb der San Franciscoer Podcasting-Firma Odeo. Twitter wurde ursprünglich intern von den Odeo-Mitarbeitern genutzt.
2006 wurde Twitter ein Produkt der Firma Obvious. Der Dienst gewann sehr schnell an Popularität. Im März 2007 gewann er den South by Southwest Web Award in der Kategorie „Blogs“. Dorsey, der Mann hinter dem Konzept von Twitter, hielt bei der Verleihung des South by Southwest Web Award folgende humorvolle Rede: „Wir würden uns gern mit 140 Zeichen oder weniger bedanken. Was wir hiermit getan haben!“ Im April 2007 gliederte Obvious Twitter als eigenständige Firma aus.Dorsey war CEO, bis er 2008 von Williams ersetzt wurde.
Summize war ein Internet-StartUp, das den Twitter-XMPP-Stream verwendete, um Benutzern zu ermöglichen, Twitter-Konversationen nahezu in Echtzeit zu durchsuchen. Am 15. Juli 2008 akquirierte Twitter Summize und integrierte es in seine Website unter der Subdomain search.twitter.com. Zum Zeitpunkt des Verkaufs hatte Summize sechs Mitarbeiter, von denen fünf zu Twitter wechselten. Der CEO Jay Verday wechselte in ein anderes Projekt.
Am 22. April 2008 gab Twitter in seinem Blog bekannt, dass es eine Version für japanische Benutzer geschaffen habe, weil diese wichtige Anwender des Dienstes seien. Die Benutzeroberfläche blieb jedoch vollständig in Englisch. Eine Woche nach dem Start wurde berichtet, dass die japanische Version von Twitter an Fahrt gewinne; Japanisch ist heute nach Englisch die am zweithäufigsten verwendete Sprache bei Twitter. Anders als beim US-Dienst wird beim japanischen Dienst Werbung angezeigt.
Williams sammelte etwa 22 Millionen US-Dollar Risikokapital ein. Twitter ist durch Fred Wilsons Union Square Ventures, Digital Garage, Spark Capital und Jeff Bezos' Bezos Expeditions gesichert. The Industry Standard verwies auf das Fehlen von Einnahmen als Gefahr für die langfristige Lebensfähigkeit. 2008 verkaufte Twitter keine Werbung und erzielte keinerlei Einnahmen.
Gesicherte Nutzungsstatistiken für den Kurznachrichtendienst liegen nicht vor. Nach einem Bericht der WirtschaftsWoche (23.03.2009, Nr. 13, S. 48) sind in Deutschland 30.000 natürliche oder juristische Personen auf Twitter aktiv. "Rund 1.000 weitere Twitter-Nutzer", so die WiWo weiter, "verfolgen die Botschaften anderer passiv". Die wöchentlichen Neuregistrierungen beziffert das Nachrichtenmagazin auf 4.000.
Twitter sammelt personenbezogene Daten seiner Benutzer und teilt sie Dritten mit. Twitter sieht diese Informationen als einen Aktivposten und behält sich das Recht vor, sie zu verkaufen, wenn die Firma den Besitzer wechselt.
Die erste Sicherheitslücke bei Twitter wurde am 7. April 2007 von Nitesh Dhanjani gemeldet. Das Problem entstand dadurch, dass Twitter die Absenderangabe einer SMS als Authentifizierung für ein Benutzerkonto nutzte. Nitesh verwendete fakemytext.com um eine SMS zu manipulieren, woraufhin Twitter die Nachricht im Namen des Opfers verbreitete. Diese Sicherheitslücke kann nur ausgenutzt werden, wenn die Telefonnummer des Opfers bekannt ist. Wenige Wochen nach dieser Entdeckung führte Twitter eine optionale PIN ein, um SMS authentifizieren zu können. Am 20.03.2009 wurde eine weitere Sicherheitslücke entdeckt , nachdem Twitter kurz zuvor ein Problem mit fälschbaren SMS-Updates zumindest provisorisch hatte lösen können. Bei der neuen Lücke handelt es sich um eine Cross-Site-Scipting-Lücke, die prinzipiell sogar ein Wurm ausnutzen könnte.
Twitter ist in Ruby on Rails geschrieben. Die Twitter-API erlaubt die Integration von Twitter in andere Web Services und Anwendungen.
Ende April 2008 berichtete TechCrunch, dass Twitter wegen der durch Skalierungsprobleme hervorgerufenen Ausfallzeiten Ruby on Rails als Webframework ablösen würde und von Grund auf neu mit PHP oder Java starten würde. Dem widersprach jedoch bald Evan Williams in einem Tweet vom 1. Mai 2008.
Twitter war 2007 ungefähr zu 98% erreichbar, das heißt, es war etwa sieben volle Tage nicht erreichbar. Twitters Ausfallzeiten fielen insbesondere während gut besuchter Veranstaltungen der Technologie-Industrie auf, wie der 2008er Macworld-Conference-&-Expo-Eröffnungsanspache. Wenn Twitter abstürzt, sehen die Benutzer die „Ausfall-Wal“-(engl. fail whale)Fehlermeldung. Weißwale sind wegen ihres hohen Trillerns als „Kanarienvögel des Meeres“ bekannt. Der Ausfall-Wal ist eine verschmitzte Illustration mit roten Vögeln, die Netze verwenden, um einen Wal aus dem Ozean zu hieven. Der Text lautet: „Too many tweets! Please wait a moment and try again.“ Der Ausfall-Wal ist im National Public Radio vorgestellt worden.
Im Mai 2008 hat Twitters neues Entwicklungsteam die notwendigen Architekturänderungen implementiert, um dem Wachstum gerecht zu werden. Stabilitätsprobleme führten zu Ausfallzeiten oder zum zeitweisen Entfernen von Funktionen.
Im August 2008 zog Twitter die freien SMS-Dienste für den größten Teil der Welt zurück.
Seit September 2008 ist die Unterstützung von Instant Messaging „zeitweilig nicht verfügbar“. Wann diese Funktion wieder bereitgestellt wird ist unklar.
Twitter-Dienst-Probleme und -Lösungen können auf dessen Status-Seite verfolgt werden.
Fans von Twitter weisen auf den gewachsenen Informationsgehalt von Interviews hin, da dem Interviewpartner nur 140 Zeichen zur Verfügung stehen und daher komplizierte und ausschweifende Antworten ausbleiben.
Twitter wurde im März 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt und gewann 2007 den „South by Southwest Web Award“ in der Kategorie „Blogs“.
Google News hat bestimmten Twitter-Benutzern dieselbe Newspriorität wie kleineren Zeitungen zugeteilt und deren „Updates“ erscheinen gelegentlich auf der amerikanischen Version von Google News. Auch Technorati durchsucht die aktuellen Einträge nach Auswertbarem.
Twitter-Nutzer geben in ihren Beiträgen üblicherweise Links als Kurz-URLs an, um Zeichen zu sparen.
Inzwischen wird Twitter auch von immer mehr Unternehmen eingesetzt. Das Mikro-Blogging dient dem twitternden Unternehmen entweder als kurzer, prägnanter Informationskanal oder, wenn dialogisch eingesetzt, d. h. wechselseitig von Unternehmen und Kunden nutzbar, als Marketing- und Marktforschungsinstrument. Als solches bietet es Unternehmen die Möglichkeit, mit den Kunden in direkten Kontakt zu treten und dabei wichtige Informationen für die Bereiche Kundenmanagement als auch Produkt- und Unternehmensentwicklung zu gewinnen.
Für Konferenzen bietet sich Twitter in der Liveberichterstattung an, denn die Teilnehmer einer Veranstaltung benötigen nur ihre Notebooks mit einem Online-Zugang oder ein Handy, um via Twitter die Vorträge mit ihren Texten zu begleiten.
Im politischen Raum wird Twitter ebenso eingesetzt; so hatte z. B. das Wahlkampfteam von Barack Obama im Jahre 2008 alle Helfergruppen mit Kurznachrichten „online“. Auf dem Parteikonvent 2008 der Demokraten kam Twitter verstärkt zum Einsatz. Hier hat der Generalsekretär der SPD, Hubertus Heil, der als Gast auf dem Kongress weilte, die Twittertechnik kennengelernt und gleich für die SPD-Gremien und die Fraktion nutzbar gemacht. Auch Hans-Jürgen Beerfeltz, Bundesgeschäftsführer der FDP, twitterte vom Demokraten-Konvent und der 60-Jahr-Feier der FDP; der FDP-Politiker Sascha Tamm erstattete wenig später vom 2008er Parteitag der Republikaner via Twitter Bericht.
Der erste Wahlkampf in Deutschland, in dem Twitter seinen Einsatz fand, war die hessische Landtagswahl 2009, in der alle großen Parteien eigene Twitter-Seiten hatten, etwa die CDU mit einem Internet-Blog sowie der SPD-Spitzenkandidat mit einem personalisierten Twitter-Account.
In der CDU twittern neben ein paar Bundestagsabgeordnete der Fraktions- und Landesvorsitzende in Niedersachsen, David McAllister. Von den Spitzengrünen twittert Volker Beck, der allerdings die Spezifität des Mikrobloggings als Kommentarmöglichkeit versteht. Inzwischen setzt auch die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag diese Kommunikationstechnik ein, um auf ihre Pressemitteilungen aufmerksam zu machen. Die Bundespartei und einige Landesverbände der Grünen twittern und berichten dabei über ihre Parteitage und Veranstaltungen.
Auch die meisten großen Jugendorganisationen der im Bundestag vertretenen Parteien nutzen Twitter für Nachrichten von verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen.
Aufgrund der Diskussion über den Obama-Wahlkampf versuchen auch Medien-Institute, im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes 2009 auf sich aufmerksam zu machen. So hat eine Studie von Nielsen Media Research die fake accounts und tote accounts für voll genommen und danach die twitter-Power der Parteien bewertet.
Twitter kann neben spezialisierten Clients wie twhirl auch in verschiedenen anderen Programmen verwendet werden, beispielsweise im Instant Messaging-Client Digsby oder in Flock.
Ein Hashtag ist ein Schlagwort, welches insbesondere bei Twitter Verwendung findet. Die Bezeichnung stammt vom Rautenzeichen „#“ (Englisch „Hash“), mit dem ein solcher Tag eingeleitet und durch ein Leerzeichen beendet wird. Beispiel: „#hashtag “.
Im Gegensatz zu anderen Tag-Konzepten werden Hashtags direkt in die eigentliche Nachricht eingefügt; jedes Wort, vor dem ein Rautenzeichen steht, wird als Tag verwendet.
Hashtags sind auch z. T. eine ironische Form des Kommentierens eines Tweets, indem man ihn in einen Zusammenhang stellt, der unerwartet ist und als Einordnung dem Tweet eine neue Konnotation beigibt.
Aggregator
Ein Aggregator ist eine Software oder ein Dienstleister, der Medieninhalte (engl. Begriff Content) sammelt und aufbereitet und für eine Zielgruppe neu zusammenstellt. Auf diese Weise werden z. B. Musik, Filme oder gedruckte Zeitschriftenfotos für den Leser gebündelt verfügbar gemacht.
Im Dienstleistersektor bekannte Aggregatoren für Nachrichten sind unter anderem Google News und Yahoo! Nachrichten, die aus zahlreichen Quellen einen Überblick verschaffen. Im besten Fall lizenziert ein Aggregator Inhalte und paketiert unter Umständen auch bestehende Angebote als Dienstleister für Plattformbetreiber. Diese Pakete stellt der Aggregator dann zur Verfügung, so z. B. Pay-TV-Pakete für Netzbetreiber und Telekommunikationsunternehmen oder (audio-)visuelle Aufnahmen an digitale Retailer. Ein typisches Beispiel ist die Handelsbeziehung zwischen dem Aggregator MTunes und dem Einzelhändler Apple iTunes. Die aufbereiteten bzw. paketierten Inhalte werden meist kostenpflichtig über Handelsplattformen bzw. andere Inhalteplattformen angeboten.
Als Beispiel für die Softwareseite sei die Outline Processor Markup Language genannt.
Google Inc.
Es beschäftigte Ende Juni 2008 rund 20.000 Mitarbeiter. Google hat einen marktbeherrschenden Anteil an allen Suchanfragen im Internet (Stand 2005). Laut der Marktforschungsgruppe Millward Brown ist Google mit einem Wert von rund 86 Milliarden US-Dollar (54,5 Milliarden Euro) die teuerste Marke der Welt.
Google bietet eine Vielzahl von größtenteils werbefinanzierten kostenlosen Dienstleistungen im World Wide Web an. Dabei handelt es sich vor allem um die Suche auf verschiedenen Datenquellen. Häufig werden neue Einzeldienste ins Angebot aufgenommen, manchmal als Resultat von Firmeneinkäufen. Dabei wird eine neue Dienstleistung oft mit dem Zusatz Beta versehen, um anzuzeigen, dass sie noch nicht ausgereift sei. Google wurde dafür kritisiert, dass manche Dienstleistungen den Beta-Status sehr lange behalten. Weniger erfolgreiche Dienste werden im Allgemeinen aber weiter betrieben, die Einstellung von Google Answers 2006 war die erste Ausnahme.
1995 begegneten sich Lawrence Edward (kurz: Larry) Page und Sergei Brin an der Stanford University. Sie konzipierten die Suchmaschine BackRub, einen Google-Vorläufer. Sie wurde nach den Backlinks benannt, die zur Bestimmung der Wertigkeit einer Webseite analysiert werden . Im Jahre 1998 äußerten Internetportale jedoch Desinteresse an der entwickelten Suchtechnologie, dessen Gerätschaften sich bis dahin im Schlafzimmer von Larry Page befanden. Im August 1998 stellte der Investor Andy Bechtolsheim nach einer 10 minütigen Präsentation der Suchmaschine einen Scheck über 100.000 US$ aus. Da Bechtolsheim annahm „Google" wäre der Firmenname, setzte er als Empfänger die „Google Inc." ein. Eine solche Firma existierte aber bis dahin nicht. Larry Page und Sergei Brin ließen die Firma unter diesen Namen registrieren, damit der Scheck kassiert werden konnte. In einer Garage gründeten am 7. September 1998 Page und Brin die Google Inc. Mit einem Startkapital von umgerechnet 810.000 Euro (1.100.000$, aufgebracht von den Familien, Freunden und Andy Bechtolsheim) veröffentlichten sie die erste Testversion des Programms. Fünf Monate später bezog Google mit acht Angestellten ein Büro in Palo Alto. Etwa 500.000 Suchanfragen wurden nun täglich verzeichnet. Nachdem seit September 1999 AOL und Netscape mit Google zusammenarbeiteten, versechsfachten sich die Suchanfragen.
Im Jahre 2005 wurde Google Inc. erstmalig auf der Forbes-Liste geführt, es gelang auf Anhieb der Sprung auf Platz 38. Der Firmenwert wurde im Jahr 2005 auf etwa 55 Milliarden Dollar geschätzt.
2006 wurde Google zur einflussreichsten Marke des Jahres 2005 gewählt.
Google darf nach einem Gerichtsurteil vom 14. Februar 2007 in Belgien die Artikel nationaler Tageszeitungen nicht mehr veröffentlichen und musste 3,45 Mio. Euro Geldstrafe bezahlen.. Am 23. April ist Google die wertvollste Marke der Welt vor General Electric, Microsoft und Coca-Cola . Drei Tage darauf konnte Google auf die meisten Besucher im Internet vor Microsoft, Yahoo, Time-Warner, Ebay und Wikipedia verweisen .
Google wird exklusiver Sponsor eines Satelliten mit Namen GeoEye-1, welcher aktuelle hochauflösende Satellitenfotos für Google Earth und Google Maps liefert. Beim Start des Satelliten waren die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin dabei.
Am 29. April 2004, verkündete die Firma den seit geraumer Zeit erwarteten Gang an die US-Börse. Die Online-Registrierung für den Börsengang (IPO), von dem man sich einen Erlös von 3,3 Milliarden US-Dollar erhoffte, begann am 1. August. Der ursprünglich geplante Ausgabepreis von 108 bis 135 Dollar je Aktie musste auf 80 bis 85 Dollar gesenkt werden, bevor die Aktie am 19. August 2004 zum ersten Mal in den Handel kam. Bereits am ersten Handelstag stieg der Kurs auf über 100 Dollar und machte damit Larry Page und Sergei Brin, die jeder noch etwa 38 Millionen Aktien hielten, zu Multimilliardären.
Am 18. November 2005 klettert die Google-Aktie über die 400-Dollar-Marke. Bei 179.123.000 ausgegebenen Aktien hatte Google damit einen Marktwert von 112 Milliarden US-Dollar. Aufgrund des hohen Börsenkurses übertraf Google große Konzerne wie Coca-Cola, IBM, Cisco oder Time Warner. Die Google-Gründer befinden sich nun in den Top 20 der reichsten Männer der USA. Google zählt neben Microsoft, Yahoo! und AOL zu den Big Four im Internet.
Zum 24. Oktober 2006 überstieg der Google-Marktwert 150 Milliarden Dollar. Damit war Google weit mehr wert als das Branchenschwergewicht IBM . Die Aktie des Unternehmens kletterte am 22. November über die 500-Dollar-Marke. Bei 179.123.000 ausgegebenen Aktien hatte Google damit einen Marktwert von 156 Milliarden US-Dollar. Damit rangierte Google auf Platz 14 der US-Unternehmen und auf Platz 3 der weltweiten IT-Unternehmen. Googles Marktwert kletterte am 19. Oktober auf über 200 Milliarden US-Dollar . Damit rangiert Google auf Platz 2 hinter Microsoft (293 Milliarden US-Dollar) der weltweiten IT-Unternehmen und auf Platz 10 aller US-Unternehmen . Die Aktie ist zum 31. Oktober innerhalb von drei Wochen von 600 US-Dollar auf 700 US-Dollar gestiegen, der Marktwert liegt nun bei 220 Mrd. US-Dollar. Google zog damit 2006 an Procter & Gamble (218 Mrd. US-Dollar), der Bank of America (214 Mrd. US-Dollar) und dem weltgrößten Automobilhersteller Toyota (204 Mrd. US-Dollar) vorbei.
Insgesamt gibt es 313 Millionen Aktien von Google Inc.. Der Börsenwert betrug mit Stichtag 17. März 2008 rund 84 Milliarden Euro; der Börsenkurs lag an diesem Tag bei ca. 268 Euro pro Aktie. Der Wert der Google Aktie lag Anfang 2007 bei mehr als 500 Euro. Ende 2007 erreichte die Google Aktie ein Allzeithoch über 700 EUR.
Google verkauft für beliebige Suchbegriffe das Einblenden gesponserter Links im Rahmen seines Google-AdWords-Programms. Diese reine Textwerbung ist optisch speziell hervorgehoben, so dass der Benutzer sie von den eigentlichen Suchergebnissen unterscheiden kann. Auf diese Weise wird Werbung angezeigt, die inhaltlich zur Suchanfrage passt und somit den werbenden AdWords-Kunden mit der Benutzerklientel zusammenbringt, die mit höherer Wahrscheinlichkeit an seinen Produkten und Dienstleistungen interessiert ist. Der Kunde legt die Vergütung pro Klick selbst fest, wobei eine höhere Vergütung eine höhere Position gegenüber konkurrierenden Anzeigen erzielt.
Zusätzlich entstehen Gewinne durch das Google „AdSense“- Partnerprogramm; dies ist kontextabhängige Werbung, welche Webmaster auf ihren Webseiten einbinden können. Hierüber können seit Mai 2004 auch grafische Werbebanner in vier Standardgrößen platziert werden. Seit Juni 2005 können die Kunden über das „Site Targeting“ außerdem gezielt auf bestimmten Seiten werben, statische und animierte Werbebanner einsetzen und diese über die Zahl der Abrufe bezahlen. Bislang war nur eine Bezahlung pro Klick möglich.
Google behält sich eine Deaktivierung des AdSense-Kontos ohne Angabe von Gründen vor.
Google hat angekündigt, sich nicht auf die Werbung im Internet beschränken zu wollen, sondern mittel- und langfristig am Werbemarkt insgesamt zu partizipieren. Angestrebt wird AdSense zu einem crossmedialen Werbenetzwerk, in das neben der Internetwerbung auch die klassischen Medien Print, Radio und Fernsehen einbezogen sind, auszubauen. Hintergrund ist die Befürchtung, dass Google ohne neue Umsatzquellen bald an Grenzen für die weitere Expansion stoßen könnte. 95 Prozent der weltweiten Werbeumsätze werden nach wie vor in den klassischen Medien getätigt.
Google hat insbesondere in den USA bereits vielfältige Aktivitäten entwickelt. So bestehen Kooperationen und Pilotprojekte mit Presse- und Radiounternehmen, um den Einsatz der Google-Werbekonzepte auch in diesen Sektoren zu testen. Im digitalen, rückkanalfähigen Fernsehen hofft Google, ein Werbeinstrument lancieren zu können, das eine individuelle Werbeansprache der Zuschauer ermöglicht, was als wesentliche Innovation im Werbefernsehen angesehen würde. Auch bei mobilen Datendiensten möchte Google sein AdSense-System durchsetzen.
Googles Suchtechnik wird auch an Internetportale lizenziert, um dort eine Websuche anbieten zu können, ohne dass Benutzer das Portal verlassen müssten.
Mit der Google Appliance verkauft Google seine Suchtechnologie an Firmen, die sie im eigenen Intranet einsetzen möchten. Bei der Appliance handelt es sich um einen Server mit vorinstallierter Software, der im firmeneigenen Netz dieselbe Aufgabe übernimmt, die Google für das World Wide Web leistet. Dokumente werden im Index vorgehalten und Suchanfragen beantwortet.
Mit Google.org besteht abseits des eigentlichen Unternehmens, der Google Inc., seit 2005/2006 eine karitative Einrichtung, welche als „philanthropischer Arm von Google“ bezeichnet wird. Das Startkapital betrug 1 Milliarde Dollar. Ihr Ziel ist es, gewinnbringend in verschiedene vorhandene Projekte zu investieren, aber auch eigene Unternehmungen anzugehen. Google.org will vor allem Bereiche wie globale Armut, Energie und Umweltschutz abdecken. Ein bekanntes Projekt ist die geplante Mitentwicklung eines Hybridautos.
Der derzeitige Direktor von Google.org ist Dr. Lawrence Brilliant.
Google entfernt auf seinen Ergebnisseiten seiner Suchmaschine Einträge wegen gesetzlicher Auflagen. Da Google in verschiedenen Ländern Zweigstellen unterhält, werden unterschiedliche Ergebnisse entfernt.
Die erste Gruppe umfasst Websites, die Inhalte anbieten, obwohl sie das Urheberrecht oder eine entsprechende Genehmigung dazu nicht besitzen. Dazu gehörten anfangs vor allem Websites, die geschütztes Material der Church of Scientology anboten. Mittlerweile entfernt Google alle Inhalte, für die jemand bei Google eine infringement notification (etwa: Rechtsverletzungsbescheid) gemäß dem US-amerikanischen DMCA-Gesetz einreicht. Wird auf einer bestimmten Google-Ergebnisseite ein Eintrag aus diesem Grund unterdrückt, blendet Google unten auf der Seite einen entsprechenden Hinweis ein.
Kritik an Google wird vor allem wegen der zweiten Gruppe von Eingriffen in den eigenen automatisierten Ranking-Betrieb laut. Dabei werden Ergebnisse entfernt, weil die Verbreitung der Inhalte auf den Seiten, auf die verwiesen wird, in dem betreffenden Land verboten ist.
So werden auf Google.de und Google.fr (der deutschen bzw. französischsprachigen Domain der Suchmaschine) einige Seiten mit Inhalten entfernt, die strafbar sind, in Deutschland zum Beispiel nach §130 StGB („Volksverhetzung“). Die Gesetzgebung in Frankreich und Deutschland verbietet das Anbieten solcher Inhalte. Neben der eigentlichen Zensur wird auch Kritik an Googles Informationspolitik geübt. Google beschränkt sich auf den eigenen Hilfeseiten auf einen allgemeinen Hinweis, dass nur aufgrund lokaler Vorschriften Ergebnisse entfernt werden und dies mit einer Einblendung gekennzeichnet wird. Tatsächlich findet eine solche Einblendung in manchen Fällen nach wie vor nicht statt (Stand Januar 2006).
Besonderes Aufsehen erlangte Googles am 25. Januar 2006 freigeschaltete chinesische Suchmaschine Google.cn. Wie bei der deutschen und französischen Ausgabe ist das Ausmaß der Filterungen von den Behörden vorgeschrieben. Im Falle Chinas ist wegen der spezifischen Gewichtung verbotener Texte die Filterung entsprechend intensiver, gleichwohl aber in Übereinstimmung mit den Gesetzen. In der Ausschlussliste finden sich Begriffe wie 法轮功 (Falungong), 六四 (4. Juni, Tian'anmen-Massaker 1989) oder 台湾独立 (Unabhängigkeit für Taiwan). Seiten, die den chinesischen Behörden nicht gefallen, werden nicht aufgelistet und bei Eingabe der Begriffe sind nur noch Seiten zu finden, die einen regierungsfreundlichen Tenor aufweisen. Google weist Nutzer bei der Suche nach Begriffen, die auf der Zensurliste stehen, auf die Beseitigungen hin.
Kritiker verurteilen das Vorgehen von Google Inc. als Anbiedern aus Profitgründen an die chinesische Regierung mit ihren immer noch praktizierten Menschenrechtsverletzungen. Google entgegnet, dass man die aufgelegten Einschränkungen missbilligt, aber davon überzeugt sei, dass die zensierten Google-Ergebnisse eine Verbesserung zum vorherigen Verfahren seien.
Googles selbstgewähltes Firmenmotto Don’t be evil (Tu nichts Böses), gegen das sie nun in der Wahrnehmung der Kritiker verstoßen, ist zusammen mit Googles hohem Marktanteil ein Grund dafür, dass der Protest gegen das China-Geschäft größer ist als bei den Konkurrenten Yahoo! und MSN Search, die bereits mit ähnlichen Filterungen auf dem chinesischen Markt vertreten sind.
Google entfernt Seiten aus dem Index ihrer Suchmaschine, die gegen firmeninterne Regeln verstoßen.
In Google Earth bzw. Google Maps werden einige Objekte zensiert, die von militärischer Bedeutung sein könnten.
Die Geschäftsmethoden von Google geraten seit einigen Jahren unter Beschuss, weil unter die Weigerung der Firma, Interna preiszugeben, auch konkrete Aussagen zum von der Firma praktizierten Datenschutz fallen (bzw. ob dieser überhaupt existiert).
Erster Kritikpunkt war die Vergabe von individuellen Cookies durch die Suchmaschine an ihre Benutzer. Offiziell dienen diese Cookies nur dazu, Einstellungen zu speichern; warum dazu automatisch eine für jeden Browser eindeutige und über 30 Jahre gültige Nummer vergeben wird, und dies selbst, wenn keine Einstellungen vorgenommen wurden, will Google nicht klären. Technisch ist es unumstritten einfacher, anstatt der Identifikationsnummer die Einstellungen selbst im Cookie zu speichern. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass eine Möglichkeit, persönliche Einstellungen auch ohne Cookie zu nutzen, kurz nach ihrer Entdeckung durch Google Watch seitens Google wieder abgestellt wurde. Es gibt allerdings die Möglichkeit, diese eindeutige Nummer auf 0 zu setzen.
Es wird deshalb vermutet, dass diese Identifikationsnummer nicht nur den Einstellungen dient, sondern auch dazu, Suchanfragen jedes Benutzers zu protokollieren, zumindest um daraus Rückschlüsse auf Interessengebiete zu ziehen. Erläuterungen in der eigenen Datenschutzrichtlinie sprechen dafür.
Es ist zudem zu vermuten, dass bei einem kurzen Einblenden von Google-Analytics durch eine andere Web-Seite ebenfalls die persönliche IP-Nummer, Herkunftsseite etc. des Nutzers (Log-Files) gespeichert wird, auch wenn man auf die Seite automatisch verwiesen wurde und also Google nicht willentlich angesteuert wurde.
Mit dem Webmaildienst Gmail kam weitere Kritik auf. Google hatte angekündigt, die Inhalte der über GMail empfangenen E-Mails zu durchsuchen, in erster Linie um dazu passende Werbung einzublenden. Nachdem dieses Vorhaben sogar unter kalifornischen Abgeordneten auf Ablehnung stieß, rückte Google zumindest offiziell davon wieder ab. Heute liest "GMail" alle Nachrichten um kontextbezogene Werbung einzublenden mit. Google argumentierte, dass "kein Mensch Ihre Mail liest, um Anzeigen oder andere Informationen ohne ihre Zustimmung zu schalten".
Das soziale Netzwerk Orkut steht zu guter Letzt ebenfalls unter argwöhnischer Beobachtung, da jeder Teilnehmer vor Benutzung detaillierte Auskünfte über sich machen muss. Dies ist zwar prinzipbedingt, da andernfalls der Nutzen eines solchen Netzwerks eher gering ist, jedoch wäre Google mit Hilfe aller drei Dienste in der Lage, über einzelne Benutzer genaue Profile zu erstellen und sie somit zum „gläsernen Kunden“ zu machen.
Die Bürgerrechtsgruppe Public Information Research nominierte Google 2003 in den USA für einen „Big Brother Award“ (vgl. zum Thema).
Seit der Übernahme von Doubleclick äußern Datenschützer verstärkt Bedenken, zumal Doubleclick für die Datenschützer ein alter Bekannter ist. Da Google den Onlinewerbemarkt mit 80 Prozent Marktanteil beherrscht, ist Google in der Lage, der Spur des Nutzers durch das Netz zu folgen sogenannte „Behavioral Targeting“. Hat der Nutzer genug Informationen über die eigenen Vorlieben auf seinem Cookie, kann Werbung viel gezielter eingesetzt werden.
Allein die Speicherung und Analyse von personenbezogenen Suchanfragen erlaubt weitreichende Möglichkeiten für die Erstellung von individuellen Nutzerprofilen. „Sage mir, was Du suchst, und ich sage Dir, wer Du bist“.
Google beabsichtigt vermutlich die Analyse des Verhaltens von Spielern in Online-Spielen wie z. B. World of Warcraft oder Second Life, um daraus psychologische Profile der Spieler zu erstellen. Damit ließe sich Werbung gezielter einsetzen.
Experten und Medien warnen vor einer weiteren Aufweichung des Datenschutzes und der Privatsphäre durch Google.
Durch die kostenlose Zurverfügungstellung unzähliger Google-Softwares ist Google bereits ein riesiger Datensammler geworden, der Daten sammelt, speichert und anschließend analysiert.
Nach Angaben von Google-Chef Eric Schmidt plant Google so viele Daten jedes einzelnen Nutzers zu sammeln, dass sogar sehr persönliche Fragen beantwortet werden können, wie zum Beispiel „Welchen Job soll ich machen?“ oder „Womit soll ich mich jetzt beschäftigen?“ Es wird befürchtet, dass bei Umsetzung dieser Vorstellungen Google im Leben eines jeden Menschen künftig eine so zentrale Rolle spielen wird, dass ein Leben ohne Google kaum mehr möglich sein wird.
Im Juni 2007 wurde Google bei einer Untersuchung der Bürgerrechtsorganisation Privacy International (PI) als einzigem von 23 untersuchten Internet-Dienstleistungsunternehmen das Prädikat „datenschutzfeindlich“ verliehen. Google kritisierte PI allerdings wegen eines an der Untersuchung beteiligten Microsoft-Mitarbeiters.
Sehr kritisch wird auch Google Health gesehen, bei dem Nutzer ein Profil ihres Gesundheitszustandes mitsamt Vorerkrankungen, Medikation und Allergien eintragen sollen, um dann zu erfahren, ob es Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten gibt oder um die Daten an Gesundheitsdienstleister weiterzugeben. Die Kritik besteht darin, dass ein privates Unternehmen online sehr sensible Daten von seinen Nutzern einholt und speichert. Die Bundesärztekammer warnt davor, dass die Patientendaten kommerziell weiterverwendet werden könnten.
Bei Suchmaschinenanfragen im deutschen Internet besitzt Google bereits einen Marktanteil von 83–90 Prozent. Medienforscher sehen die Meinungsmacht von Google mittlerweile als problematisch an. Kritiker sprechen bereits von einer zukünftigen Google-Gesellschaft. Googles Expansionsstrategie ähnelt der von Microsoft, nur agiert Google viel schneller. Der Leiter der Pariser Nationalbibliothek sieht mit Google die Hegemonie des Englischen voranschreiten und will, in der Tradition des Gaullismus, eine eigene europäische Suchmaschine Quaero unter staatlicher Kontrolle etablieren. Seine Forderung bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf das Buch-Digitalisierungsprojekt Google Book Search, sondern auf das ganze Google-System. Nötig sei ein europäischer Algorithmus. Einer privatwirtschaftlichen Suchmaschine wie Google fehle es vor allem an Dauerhaftigkeit. Das Ranking-System belohne grundsätzlich den Stärkeren gegenüber dem Schwächeren. Google dominiert den Markt für Onlinewerbung mit 80 Prozent Marktanteil und den für Onlinevideos mit 58 Prozent. Erste Forscher verlangen die Zerschlagung von Google.

