Glasgow
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Glasgow
Glasgow , (Scots: Glesga, Schottisch-Gälisch: Glaschu, amtlich City of Glasgow ) ist mit 580.690 Einwohnern die größte Stadt Schottlands und die drittgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs. Die Stadt bildet eine der 32 Unitary Authoritys in Schottland und liegt im Südwesten des Landes am Fluss Clyde. Das Stadtzentrum liegt bei ca. 55° 52′ N, 4° 16′ W55.87-4.277Koordinaten: 55° 52′ N, 4° 16′ W. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert besaß Glasgow mehr als eine Million Einwohner. In der Greater Glasgow Urban Area leben 1.750.500 Einwohner.
Glasgow gilt im Gegensatz zur schottischen Hauptstadt Edinburgh als „Arbeiterstadt“. Es besitzt eine Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert sowie vier Universitäten (Universität Glasgow, Universität Strathclyde, Glasgow Caledonian University und die University of the West of Scotland) sowie die Glasgow School of Art und die Royal Scottish Academy of Music and Drama.
Seit Jahrtausenden haben Menschen an der Stelle des heutigen Glasgow gesiedelt, wobei der Clyde eine optimale Gelegenheit zum Fischfang bot. Um 80 n. Chr. besiedelten die Römer den Ort, der wohl damals Cathures hieß. Später errichteten die Römer um 140 n. Chr. den Antoninuswall, dessen Reste heute noch in Glasgow zu sehen sind, um das römische Britannien vom keltischen und piktischen Caledonia zu trennen.
Glasgow selbst wurde vom christlichen Missionar Sankt Mungo (auch bekannt als Sankt Kentigern) im 6. Jahrhundert gegründet. An der Stelle der heutigen Kathedrale errichtete er eine Kirche, und in den folgenden Jahren wurde Glasgow zu einem religiösen Zentrum. Die Sankt Mungo zugesagten Wunder finden sich noch heute auf dem Stadtwappen.
Die Geschichte Glasgows ist vage, bis es im 12. Jahrhundert zur Stadt angewachsen war, und mit dem Bau der St. Mungo's Cathedral begonnen wurde.
1451 wurde die Universität zu Glasgow durch päpstliches Dekret gegründet. Anfang des 16. Jahrhunderts war Glasgow zu einem bedeutenden religiösen und akademischen Zentrum gewachsen.
Ebenfalls zu dieser Zeit waren die Händler und Facharbeiter der Stadt an erheblichen Einfluss gelangt, was die Macht der Kirche zu schmälern begann. Durch den Schiffsverkehr über den Clyde wurde Glasgow zu einem idealen Handelszentrum, sowie zum Tor nach Edinburgh und dem Rest Schottlands.
Glasgows Position im Zentrum des Britischen Empires machte es darüber hinaus zum zentralen Umschlagplatz im Handel mit den britischen Kolonien. Der leichte Zugang zum Atlantischen Ozean erleichterte den Import von amerikanischem Tabak, der dann in ganz Europa verkauft wurde. Handel mit der Karibik erlaubte den Import von Zucker. Seit den 1770er Jahren ermöglichte die Entschlammung des Clyde, mit größeren Schiffe weiter den Fluss hinauf zu fahren, was den Grundstein für den Industrie- und Werftbau während des 19. Jahrhundert legte.
Durch den Überfluss an Kohle und Eisen aus Lanarkshire wurde Glasgow eine Industriestadt, die den Beinamen 'die zweite Stadt des Empire' erhielt. Auch die Baumwollindustrie und Textilherstellung florierte. Arbeiter aus Schottland, Irland und dem Rest Europas zog es in die aufstrebende Stadt.
Durch die industrielle Revolution wurde Glasgow zu einer der reichsten Städte der damaligen Welt. Wohlhabende Händler finanzierten spektakuläre Bauten, Parks, Museen und Bibliotheken. Fabriken wurden als wahre Prachtbauten errichtet, so zum Beispiel eine Teppichfabrik (Templeton's carpet factory), die als Kopie des Dogenpalastes von Venedig gestaltet wurde.
Glasgow wurde auch kulturell zu einem wichtigen Zentrum. Zahlreiche Galerien siedelten sich an, und außergewöhnliche Gebäude entstanden, wie die Glasgow School of Art, erbaut von Charles Rennie Mackintosh oder die (heute rekonstruierten) Willow Tearooms des gleichen Architekten.
Nach dem Ersten Weltkrieg litt Glasgow am weltweiten Niedergang der Wirtschaft. Obwohl weiter Schiffe und Züge in Glasgow produziert wurden, machten preiswerte Arbeiter der Stadt Konkurrenz. Die Lage der Arbeiterklasse in der Stadt verschärfte sich, die Politisierung und das Bewusstsein über die Situation nahm zu. So entsandten die Glasgower Arbeiter eine ganze Brigade zur Unterstützung der (sozialistischen) spanischen Republik im Spanischen Bürgerkrieg 1936-1939. In den 1960er Jahren ging es mit der Wirtschaft der Stadt steil bergab.
In den 1970er und 1980er Jahren wurden Stahlwerke, Kohleminen, Motorwerke und andere Schwerindustrie in und um Glasgow geschlossen, was zu Massenarbeitslosigkeit und Zerfall der Stadt führte. Trotz Schiffsneubauten wie der Queen Elizabeth 2 wurde eine Werft nach der anderen geschlossen. Zur Jahrtausendwende existierten nur noch zwei Werften, die beide ausschließlich aus Rüstungsaufträgen der Regierung finanziert wurden. Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es jedoch einen beschwerlichen Aufschwung – ein Finanzdistrikt wurde geschaffen, und die ehemaligen Fabrikgelände in den Vororten werden von der Unterhaltungsindustrie bezogen. Kritiker dieser Entwicklung bezweifelten allerdings, ob eine solche rein dienstleistungsbasierte Wirtschaftsstruktur langfristig Bestand haben kann.
Seit den 1990er Jahren hat sich Glasgow kontinuierlich von seinem Niedergang erholt. Die Stadt hat in den vergangenen 15 bis 20 Jahren große Summen zur Renovierung und Restaurierung einer Vielzahl von Gebäuden investiert. Durch diesen Aufwand ist die Lebensqualität in der Stadt spürbar gestiegen. 1990 wurde Glasgow überraschenderweise die 6. Europäische Kulturhauptstadt (nicht London oder Edinburgh) und erhielt 1999 den Architektur- und Designpreis. 2003 wurde Glasgow Europäische Sporthauptstadt. War die Stadt früher als schmutzige Arbeiterstadt berüchtigt, die vom Ruß der Fabriken buchstäblich schwarz geworden war, so ist sie heute für ihren kulturellen und künstlerischen Reichtum bekannt. Glasgow hat ein modernes Kultur- und Kongresszentrum mit zahlreichen unterschiedlichen Veranstaltungen. Darunter sind solche wie der Science-Fiction-World-Con „Intersection“ 1995 und „Interaction“ 2005 mit etwa 4000 Teilnehmern. Tourismus, Sportveranstaltungen und große Konferenzen prägen das Bild des modernen Glasgow.
Ein besonderes Augenmerk kann in Glasgow auf die Vielfalt der Museen gelegt werden, die fast alle ohne Eintrittsgebühren zu besichtigen sind. Eine Ausnahme bildet zum Beispiel das Science Center, das einen Eintrittspreis von 6.95 Pfund pro Erwachsenen erhebt. Wichtige Museen in Glasgow sind das Kelvingrove Art Gallery and Museum, das Hunterian Museum and Art Gallery (an der University of Glasgow), das CCA - Centre for Contemporary Art und die Burrell Collection. Letztere geht auf die Privatsammlung von William Burrell zurück, der sie der Stadt vermachte.
Weiterhin bietet sich Glasgow mit hervorragenden Malls als Einkaufsstadt an und genießt inzwischen den Ruf, nach London die zweitbeste Einkaufsstadt Großbritanniens zu sein.
Die gestiegene Lebensqualität ist auch an den gleichfalls stark verteuerten Miet- und Kaufpreisen für Wohnraum erkennbar. Glasgow ist damit nicht nur eine der attraktivsten, sondern auch eine der teuersten Städte Großbritanniens geworden.
Mit dem Science Center, dem Glasgow Tower und dem Clyde Auditorium von Norman Foster hat die Stadt auch einiges an moderner Architektur zu bieten.
Für Wahlen zum britischen Unterhaus ist Glasgow in sieben Wahlkreise eingeteilt. Bei der Unterhauswahl 2005 konnte die Labour Party alle sieben Wahlkreise gewinnen, verlor bei einer Nachwahl im Juli 2008 allerdings den Wahlkreis Glasgow East an die Scottish National Party (SNP). Bei der Wahl zum Schottischen Regionalparlament 2007 gewannen die Labour Party in Glasgow 9 Sitze, die SNP 5 Sitze sowie Konservative, Liberaldemokraten und Grüne je einen Sitz.
Glasgow ist über die beiden Flughäfen Glasgow International und Glasgow Prestwick an den Luftverkehr angebunden. Die beiden Hauptbahnhöfe der Stadt sind Glasgow Central und Queen Street. Glasgow besitzt die drittälteste U-Bahn auf der Welt. Am 14. Dezember 1896 eröffnete die Glasgow Underground Railway (jetzt Glasgow Subway) ihren Betrieb.
Glasgow School
Die Glasgow School war ein bedeutender Kreis von modernen Künstlern und Designern aus Glasgow in Schottland. Die Künstlervereinigung, entstanden in den 1870er Jahren an der Glasgow School of Art, erreichte größten Einfluss und wesentliche Bedeutung von 1890 bis etwa 1910. Wichtige Untergruppen waren The Four, auch bekannt als die Spook School, die Glasgow Girls und die Glasgow Boys. Glasgow erlebte in dieser Zeit einen wirtschaftlichen Aufschwung, mit dem zeitgleich eine bedeutende Arts and Crafts- und Jugendstil-Bewegung einsetzte, vor allem in den Bereichen der Architektur, Innenarchitektur und Malerei.
Zu den prominentesten Begründern des Glasgow School Kollektivs gehörten vier Künstler: der bekannte Architekt Charles Rennie Mackintosh, seine Ehefrau, die Malerin und Glaskünstlerin Margaret MacDonald Mackintosh, deren Schwester Frances MacDonald McNair und ihr Ehemann James Herbert McNair. Gemeinsam prägten sie im Arts and Crafts Movement den geometrischen Glasgow Style, eine synkretistische Mischung aus keltischer und japanischer Kunst, die in der Kunstszene auch auf dem Kontinent für Aufsehen sorgte. Die MacDonald-Schwestern, in England geboren und aufgewachsen, kamen mit ihren Eltern 1890 nach Glasgow, wo sie in den folgenden Jahren an der Glasgow School of Art studierten. Die beiden Männer hingegen waren in Glasgow aufgewachsen und besuchten zu dieser Zeit die Abendkurse an dieser Kunstschule. Unabhängig voneinander versuchten sich beide Paare in ähnlichen Stilen der Malerei und Dekoration.
Als der Direktor der Kunstschule die starke Affinität in Inhalt, Technik und Form der beiden Paare bemerkte, machte er sie miteinander bekannt. Bald bildeten die vier eine kreative Allianz und stellten ihre avantgardistische neue Kunst auf der Kunstausstellung der Studenten vor, wo sie großen Beifall ernteten. Von diesem Zeitpunkt an waren sie als The Four bekannt und erlangten großen Einfluss auf den Jugendstil. 1900 beteiligten sich Margaret MacDonald und Charles Rennie Mackintosh an der Ausstellung der Wiener Secession, die sie international bekannt machte. Durch ihre Arbeiten übten sie einen nachhaltigen Einfluss auf das Werk von Gustav Klimt und Josef Hoffmann aus.
Die Glasgow Girls waren eine Gruppe von Designerinnen und Künstlerinnen, die alle die Glasgow School of Art besucht hatten und nun als Künstlerinnen arbeiteten und mit ihrer Arbeit in ganz Europa und den USA einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von Kunst und Design leisteten. Wichtigste Vertreterinnen unter ihnen waren natürlich Frances MacDonald McNair und Margaret MacDonald Mackintosh, aber auch Jessie Marion King beeinflusste die Entwicklung des Glasgow Style. Daneben gab es Malerinnen wie Bessie MacNicol und Norah Neilson Gray, die mit ihrem Stil eher dem Spätimpressionismus nahestanden. Weitere bekannte Künstlerinnen waren Agnes Raeburn, Janet Aitken, Katherine Cameron und Jessie Keppie.
In den 1880er und 1890er Jahren sorgte ein Künstlerkollektiv für Aufsehen, das schnell als die Glasgow Boys bekannt wurde. Diese Künstler wurden vom Realismus der französischen Schule von Barbizon maßgeblich beeinflusst und machten dadurch den Impressionismus und Postimpressionismus in Schottland bekannt. Gegenstand ihrer Genremalerei waren neben Motiven aus dem Großraum Glasgow vor allem ländliche Szenen aus Kirkcudbright, Cockburnspath und anderen Gegenden Schottlands. Die Glasgow Boys stellten ihre Werke in London und auch europaweit aus und ernteten große Anerkennung, so dass sich der revolutionäre Realismus der Glasgow Boys in der schottischen Kunst etablierte. Ihre Werke werden in Hunterian Museum and Art Gallery sowie in der Burrell Collection und im Broughton House in Kirkcudbright gezeigt. Wichtigste Vertreter dieser Gruppe waren Arthur Melville, William MacGregor, Joseph Crawhall, Thomas Millie Dow, James Guthrie, John Lavery, George Henry, Edward Atkinson Hornel und Edward Arthur Walton.
Erzbistum Glasgow
Das Erzbistum Glasgow (lat.: Archidioecesis Glasguensis) ist ein Metropolitanerzbistum der römisch-katholischen Kirche in Schottland. Kathedrale ist die St. Andrew’s Cathedral in Glasgow. Daneben gibt es noch das Bistum Glasgow and Galloway der Scottish Episcopal Church.
Der genaue Zeitpunkt der Errichtung eines Bistums in Glasgow ist unbekannt. Der Legende nach gilt der Heilige Mungo (6. Jahrhundert) als erster Bischof. Erste Bedeutung erlangte die Diözese im 12. Jahrhundert unter König David I. und Bischof John. Viele Bischöfe nahmen hohe Positionen im schottischen Königreich ein. Unter Bischof William Turnbull konnte 1451 die Universität Glasgow errichtet werden. Papst Alexander VI. erhob Glasgow 1492 schließlich zum Metropolitansitz mit den Suffraganen Argyll, Dunblane, Dunkeld und Galloway. Als im 16. Jahrhundert die Reformation calvinistischer Prägung in Schottland einzug hielt und die Church of Scotland begründet wurde, ging die alte römische Hierarchie unter. Der letzte Erzbischof, James Beaton II., exilierte 1560 nach Frankreich und wirkte dort als Botschafter und Vertrauter des späteren Königs der Schotten Jakob VI..
Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann in Glasgow wieder ein Aufschwung des katholischen Lebens, u.a. durch den von der industriellen Entwicklung begünstigten Zuzug irischer Einwanderer. Am 13. Februar 1827 wurde die römische Hierarchie in Schottland umgestaltet. Statt der bisherigen zwei Apostolischen Vikariate „Lowland District“ und „Highland district“ wurden nun die drei Vikariate des Western, des Eastern und des Northern District gegründet, ersteres mit Sitz in Glasgow. Dieses umfasste die Stadt Glasgow sowie die Countys Argyll, Ayr, Bute, Dunbarton, Inverness (südlicher Teil), Lanark, Renfrew, Wigtown und Western Isles. Am 4. März 1878, im Zuge der Neustrukturierung der katholischen Kirche in Schottland, wurde Glasgow zum Erzbistum erhoben, unterstand jedoch bis 1908 weiterhin der Jurisdiktion der Kongregation De Propaganda Fide. Schließlich wurden am 25. Mai 1947 die beiden Diözesen Paisley und Motherwell errichtet und Glasgow zum Metropolitansitz erhoben.
Das Erzbistum ist heute in die neun Dekanate City East (Glasgow), Dumbarton, East End, North, North East, North West, South, South East und West End gegliedert. Ihnen sind die 106 Pfarreien nachgeordnet.
Für die Bischöfe, Erzbischöfe und Apostolischen Vikare siehe Liste der Erzbischöfe von Glasgow.
Glasgow Rangers
Die Glasgow Rangers (offiziell: Rangers Football Club) sind ein schottischer Fußballverein aus Glasgow. Mit 51 nationalen Meisterschaftstiteln hält der Klub aktuell den Weltrekord und hat mehr Trophäen gewonnen als jeder andere Fußballverein weltweit.
Die Heimspielstätte Ibrox Stadium - ein reines Sitzplatzstadion - befindet sich im Südwesten Glasgows, bietet 51.082 Zuschauern Platz und wurde von dem europäischen Fußballverband UEFA mit dem Prädikat „Fünfsterne-Stadion“ versehen. Es war das erste schottische Stadion, das diese Auszeichnung erhielt (später kam auch der Hampden Park, in dem die schottische Nationalmannschaft ihre Heimspiele austrägt, ebenfalls zu diesen Ehren).
Die Spieler und Anhänger der Rangers entstammen heute den verschiedensten Nationalitäten und Religionen, obwohl der Klub traditionell von zumeist protestantischen Unionisten in Schottland favorisiert wird. Mit dem Ortsrivalen Celtic Glasgow verbindet die Rangers eine der erbittertsten Rivalitäten des Fußballs überhaupt (bekannt als Old Firm).
Spitznamen des Verein sind „The Gers“ (als Kurzform des Vereinsnamens „Rangers“) und „The Teddy Bears“, was sich als sogenannter „Rhyming Slang“ auf „Gers“ gebildet hatte. Die Anhänger der Rangers bezeichnen sich gegenseitig auch als „Bluenoses“. Da im offiziellen Vereinsnamen der Zusatz „Glasgow“ nicht vorhanden ist, wird von dem Klub weltweit zumeist nur als „Rangers“ oder „Rangers FC“ gesprochen.
Als die Brüder Peter und Moses McNeil sowie William McBeath und Peter Campbell im heimischen Park Glasgow Green in Flesher's Haugh einer Gruppe junger Männer beim Fußballspielen zusahen, entschieden sich die jungen protestantischen Studenten zur Gründung einer eigenen Mannschaft. Die erste Partie dieses Teams fand unter dem Namen „Argyle“ im Mai 1872 in Flesher's Haugh gegen den Callander Football Club statt und endete mit einem torlosen 0:0. Moses McNeil schlug während der offiziellen Gründung am 15. Juli 1873 den Namen „Rangers“ vor, da er diesen zuvor in einem Buch über den englischen Rugbysport entdeckt hatte. Das zweite Spiel hatte zuvor gegen ein Team mit dem Namen Clyde - nicht identisch mit dem heutigen FC Clyde - stattgefunden, das deutlich mit 11:0 besiegt werden konnte.
In der Folgezeit entwickelte der Klub festere Strukturen eines geregelten Fußballvereins und im Jahre 1876 wurde mit Moses McNeil erstmals ein Rangers-Akteur zu einem Spiel der schottischen Nationalmannschaft berufen, die gegen Wales antrat. Als in den 1870er-Jahren zunächst der bereits 1867 gegründete FC Queen's Park eine dominierende Rolle spielte, fand das heute als „Old Firm“ bekannte Duell gegen Celtic Glasgow ihre Geburtsstunde im Jahr 1888 - es endete als Freundschaftsspiel mit einem 5:2-Sieg für Celtic. Zwei Jahre später nahm die schottische Liga ihren Spielbetrieb auf und bereits in ihrer ersten Spielzeit verbuchten die Rangers einen Erfolg. Punktgleich mit dem FC Dumbarton belegte der Verein den ersten Platz und nach dem 2:2 in einem Entscheidungsspiel wurde der Titel zwischen den beiden Klubs geteilt.
Nachdem die Rangers in den Jahren 1877 und 1879 noch jeweils gegen den FC Vale of Leven im Endspiel des schottischen Pokals unterlegen gewesen waren, gewann die Mannschaft im Jahre 1894 erstmals den „Scottish Cup“ durch einen 3:1-Finalsieg gegen Celtic. Im Jahr 1887 hatte der Verein zuvor kurz vor dem Gewinn des englischen FA Cups gestanden, als erst im Halbfinale Aston Villa Endstation für die Rangers gewesen war.
Zum Ende des 19. Jahrhunderts gewannen die Rangers noch zwei schottische Pokalausgaben in den Jahren 1897 und 1898. Die Meisterschaft in der Saison 1898/99 wurde schließlich überlegen errungen, als die Rangers alle 18 Ligaspiele gewinnen konnten. Ebenfalls im Jahr 1899 wurde aus dem Verein eine Aktiengesellschaft, die William Wilton offiziell als ersten Mannschaftstrainer anstellte. Es formierte sich zudem der erste Vorstand mit dem ersten Vorsitzenden James Henderson, womit der Klub die Weichen zu einem der erfolgreichsten schottischen Vereine stellte.
Zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts konnten die Rangers die Erfolge bestätigen und gewannen zwischen 1900 und 1918 sieben schottische Meisterschaften. Der nicht erfolgreichen Titelverteidigung im Jahr 1919 folgte eine der besten Spielzeiten in der Vereinsgeschichte, als das Team in der Saison 1919/20 unter Trainer William Wilton und dessen seit 1914 beim Verein aktiven rechten Hand Bill Struth in 42 Ligaspielen 106 Tore erzielte. Während dieser Zeit wurden die Fundamente für ein schottisches Passspiel gelegt, das in taktischer Hinsicht eine deutliche Weiterentwicklung im schottischen Fußball offenbarte. Gemeinsam mit Celtic dominierten die Rangers nun das Geschehen in der heimischen Liga.
Als Wilton im Mai 1920 bei einem Bootsunfall zu Tode kam, beerbte ihn Struth als erst zweiter offizieller Trainer der Rangers. Struth sollte dieses Amt bis zum Jahre 1954 ausführen und dabei 18 Ligatitel, zehn Pokalwettsiege und zwei Ligapokalausgaben erringen. Unter seiner Ägide fiel auch in der Saison 1948/49 das erste Triple in der Geschichte des schottischen Fußballs aus allen drei heimischen Wettbewerben.
Nach dem Gewinn zweier weiterer Doubles unter Bill Struth in den Jahren 1950 und 1953, wurde Scot Symon 1954 dritter Rangers-Trainer in der Geschichte des Vereins. Der Verein nahm unter Symon erstmals an einem europäischen Vereinswettbewerb teil und unterlag dort der französischen Mannschaft OGC Nizza. Mit 1:7 erlitten die Rangers 1957 zudem im Ligapokalfinale gegen Celtic die bis zum heutigen Tage höchste Niederlage. Drei Jahre später zog der Klub ins Halbfinale des Europapokals der Landesmeister ein und verlor dort gegen Eintracht Frankfurt nach Hin- und Rückspiel mit 4:12 Toren - dies bedeutet bis zum heutigen Tage Negativrekord für einen schottischen Fußballverein. Nur ein Jahr später zogen die Rangers ins Endspiel des Europapokals der Pokalsieger ein, um dort dem italienischen Verein AC Florenz in zwei Partien mit 1:4 zu unterliegen. Im gleichen Wettbewerb standen die Rangers sechs Jahre später erneut im Finale und verloren nun mit 0:1 nach Verlängerung gegen den FC Bayern München.
In der heimischen Liga hatten sich die Rangers spätestens ab den 1950er-Jahren neben dem regelmäßigen Weggang wichtiger Spieler in Richtung England auch der neu erstarkten Konkurrenz aus Edinburgh zu erwehren, konnten eine längere Durststrecke, wie sie der Rivale Celtic zu der Zeit durchlief, jedoch verhindern.
Als erst vierter Trainer in der Rangers-Geschichte folgte schließlich 1967 David White, der aber nach nur zwei titellosen Jahren wieder aus seinem Amt entfernt wurde. Die Vorzeichen hatten sich nun im innerstädtischen Wettbewerb wieder deutlich zugunsten von Celtic verschoben, die just in dem Jahre mit dem europäischen Landesmeisterwettbewerb den größten Erfolg im britischen Fußball erringen konnte, als die Rangers sechs Tage später ihr Pokalfinale gegen den FC Bayern verloren. Bis 1974 sollten insgesamt neun schottische Meisterschaften in Serie an die „Bhoys“ gehen.
Mit der Verpflichtung des ehemaligen Außenläufers Willie Waddell im Jahre 1969 als neuem sportlichen Leiter kehrte der sukzessive der Erfolg zurück. Im Januar 1970 erfuhr der Klub jedoch bei einem Old-Firm-Spiel gegen Celtic eine Katastrophe im Ibrox Stadium, bei der 66 Personen auf der Osttribüne zu Tode kamen und über 200 weitere Anhänger Verletzungen erlitten. Etwas über ein Jahr später führte der als „Schleifer“ bekannte Waddell sein Team zum ersten - und bis heutigen einzigen - Sieg in einem europäischen Vereinswettbewerb, als das Finale im Europapokal der Pokalsieger gegen Dynamo Moskau im Camp Nou nach zwei Toren von Willie Johnston und einem weiteren Treffer von Colin Stein mit 3:2 gewonnen werden konnte. Dabei musste das Spiel nach einer Platzstürmung der Anhänger vorzeitig abgebrochen werden und die Rangers-Spieler erhielten die Trophäe erst in ihrer Umkleidekabine. Später erhielt der Verein aufgrund der Vorkommnisse während der Partie auf den Rängen und nach schweren Fan-Ausschreitungen im Umfeld des Spiels eine zweijährige Sperre für den gesamten Europapokal, die anschließend auf ein Jahr reduziert wurde - eine Titelverteidigung war daher für die Rangers nicht möglich. Waddell räumte nach dem Triumph seinen Trainerstuhl und bekleidete fortan im Verein das Amt eines Generalmanagers. Sein vormaliger Kotrainer Jock Wallace übernahm die sportliche Leitung.
Unter der Regentschaft von Jock Wallace kamen die Rangers auch in den heimischen Wettbewerben wieder zu Erfolgen. In seiner ersten Saison, zugleich das hundertjährige Vereinsjubiläum, gewann er nach einem 3:2-Finalsieg gegen Celtic wieder den schottischen Pokal. Mit der Meisterschaft in der Spielzeit 1974/75 beendeten die Rangers die zuvor neunjährige Dominanz des Erzrivalen. Auch in der neuen „Premier Division“, die ab 1975 als neue oberste Spielklasse in Schottland fungierte und nur noch aus zehn Mannschaften bestand, wurden die Rangers auf Anhieb Meister und durch die beiden Pokalsiege in FA Cup und Ligapokal konnte ein weiteres Triple eingefahren werden. Einer titellosen Spielzeit 1976/77 folgte ein Jahr später das vierte Triple in der Vereinsgeschichte - bezogen auf die schottischen Wettbewerbe.
Mit dieser Rückkehr an die Spitze zur Mitte der 1970er-Jahre festigte der Verein wieder seinen Status als erfolgreichster schottischer Fußballverein. Überraschend verkündete Wallace jedoch im Jahre 1978 seinen Rücktritt und ließ seine genauen Beweggründe dafür im Unklaren. Mit John Greig übernahm ein ehemals erfolgreicher Rangers-Spieler und Mannschaftskapitän dieser Zeit das Traineramt.
Greigs Amtszeit begann vielversprechend, als der Triple-Gewinner des Vorjahres auch im Europapokal der Landesmeister zu Beginn gute Ergebnisse erzielte. Nach einer 0:1-Hinspielniederlage gegen Juventus Turin drehte der schottische Meister mit einem 2:0-Sieg noch die Partie. In der nächsten Runde besiegten die Rangers den PSV Eindhoven und standen dann im Viertelfinale dem 1. FC Köln gegenüber. Große Verletzungsprobleme bei den Rangers waren dort mitverantwortlich dafür, dass der deutsche Meister mit insgesamt 2:1 nach beiden Spielen die Oberhand behielt. In der Folgezeit ließen die Leistungen auch in der heimischen Liga immer mehr nach und die Dominanz zur Mitte der 70er-Jahre fand ihr abruptes Ende. Greig scheiterte dabei vor allem damit, das Erfolgsteam von Wallace umzubauen. In den frühen 1980er-Jahren hatte die Rangers dabei nicht nur Probleme mit Celtic; auch der FC Aberdeen und Dundee United hatten sich zwischenzeitlich als ernsthafte Wettbewerber an der schottischen Spitze entwickelt und in Abgrenzung zu den beiden Teams aus Glasgow die sogenannte „New Firm“ begründet. Diese Dauerkrise der Rangers konnte lediglich durch sporadische Pokalerfolge unterbrochen werden und im Jahr 1981 war der Gewinn des schottischen Pokals und dabei die Leistung des Flügelspielers Davie Cooper eine der wenigen sportlichen Lichtblicke. Obwohl der Klub einige Achtungserfolge im Ligapokal feiern konnte, war 1983 nach fünf Jahren ohne Gewinn der schottischen Meisterschaft der stetig wachsende Druck auf die Vereinsführung zu groß und Greig reagierte darauf mit seinem Rücktritt.
Durch die erneute Verpflichtung von Jock Wallace versprach sich die Vereinsführung der Rangers auch eine Rückkehr vergangener Erfolge. Wallace, der in der Zwischenzeit vor allem in England Leicester City trainiert hatte, galt dabei zunächst nicht als erste Wahl. Mit Jim McLean und Alex Ferguson hatten jedoch die beiden New-Firm-Trainer den Avancen der Rangers ablehnend gegenübergestanden. Wallace konnte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit in den Jahren 1983 und 1984 zwei Ligapokalausgaben in Serie gewinnen. Allerdings sorgte die weiter andauernde Dominanz des FC Aberdeen, die nur Dundee United und Celtic ernsthaft in Gefahr bringen konnte, dafür, dass Wallace nach einem fünften Platz in der Saison 1985/86 und insgesamt nicht erkennbarer Verbesserung gegenüber der Greig-Ära entlassen wurde.
Mit Graeme Souness beschäftigten die Rangers im Jahre 1986 erstmals einen Spielertrainer. Der damals in den Vereinigten Staaten beheimatete Eigentümer Lawrence Marlborough hatte die Negativentwicklung in den 1980er-Jahren mit Sorge betrachtet und die Kontrolle im Vorstand nach jahrelangen Zwistigkeiten an sich gerissen. Die Verpflichtung von David Holmes als neuem Vereinsvorsitzenden galt dabei als richtungweisend, der wiederum maßgeblich hinter der Personalie Souness stand. Souness hatte zuvor im englischen Fußball große Erfolge beim FC Liverpool gefeiert und setzte in der Transferpolitik - unterstützt von Holmes - neue Maßstäbe. Mit der Hilfe einiger englischer Spitzenspieler, die auch in den anschließenden Jahren vermehrt zu den Rangers stießen, gewann Souness in seiner ersten Saison die schottische Meisterschaft und beendete damit eine neunjährige Durststrecke. Auch im Ligapokal siegten die Rangers gegen Celtic und beide Vereine kündigten in dieser Saison bereits an, dass die Old Firm in den kommenden zwei Jahrzehnten wieder die frühere Vormachtstellung zurück gewinnen sollte.
Nach der Ankunft des Stahlunternehmers David Murray als selbsternannter „Aufseher“ des Vereins setzten die Rangers ihre Wiederbelebung als schottischer Spitzenverein fort. Murray, der sich den Verein für sechs Millionen Pfund von Lawrence Marlborough gesichert hatte, gewann im Duett mit Souness im Jahre 1989 seinen ersten schottischen Ligatitel und begründete damit eine Serie von neun Spielzeiten als schottischer Meister.
Die Jahre unter Graeme Souness waren geprägt von Erfolgen, aber auch von Konflikten. Die Rangordnung als erfolgreichster schottischer Fußballverein konnte wiederhergestellt werden und der Verein spielte zu dieser Zeit die mutmaßlich wichtigste Rolle im britischen Fußball überhaupt. Da englische Fußballvereine seit 1985 aufgrund der Heysel-Katastrophe von europäischen Vereinswettbewerben ausgeschlossen waren, strebte eine Reihe englischer Nationalspieler - darunter Ray Wilkins, Terry Butcher und Chris Woods - zu den Rangers. Im Jahre 1989 verpflichteten die Rangers den Katholiken Mo Johnston, der vor seinem Gastspiel beim französischen FC Nantes ein erfolgreicher Celtic-Spieler gewesen war. Diese Personalie sorgte sowohl bei einigen Rangers- als auch bei den Celtic-Anhängern für großen Unmut. Während traditionell protestantische Rangers-Fans der Verpflichtung des Katholiken ablehnend gegenüber standen, reagierte die Celtic-Anhängerschaft negativ darauf, dass der Plan zur Rückkehr von Johnston zu ihrem Verein in letzter Minute von den Rangers durchgekreuzt worden war.
Trotz seines Erfolges bei den Rangers konnte sich Souness nie in der schottischen Fußballgemeinde etablieren. Mehrfach geriet er mit den Fußballfunktionären aneinander. Dabei wurde er bereits bei seinem Einstand von seiner Trainerbank verwiesen und musste mehrfach Sperren auf der Tribüne absitzen. Im Jahre 1991 verließ Souness die Rangers, um sich seinem alten Verein FC Liverpool anzuschließen. Zuvor hatte er mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen den FC Aberdeen eine weitere schottische Meisterschaft sichergestellt und bei den Rangers-Anhängern gemischte Gefühle hinterlassen. Während sich einige ob dieser Entscheidung enttäuscht zeigten, betrachten andere Anhänger seine Entscheidung als „Betrug am Verein“. Einigkeit bestand jedoch darin, dass die Souness-Ära für die in vielerlei Hinsicht dramatischsten Jahre in der Vereinsgeschichte stand.
Mit Walter Smith trat der ehemalige Kotrainer das schwere Erbe von Souness an und wurde fortan als neunter Rangers-Trainer an den Erfolgen des achten sportlichen Leiters gemessen.
Nach dem Weggang von Souness gelang Smith im Jahr 1991 nach einem spannenden Sieg am letzten Spieltag gegen den Konkurrenten aus Aberdeen seine erste Meisterschaft mit den Rangers als Cheftrainer. Mit der Hilfe von David Murray, der die finanziellen Voraussetzungen schaffte, verpflichtete Smith weitere hochdekorierte Spieler und steuerte in der Saison 1992/93 auf eine der besten Spielzeiten in der Vereinsgeschichte zu. Nicht nur der erneute Gewinn des heimischen Triples stand am Ende auf der Habenseite; darüber hinaus stand der Klub kurz vor dem Einzug ins Endspiel der erstmals ausgetragenen Champions League. Dabei hatten die Rangers vor der Gruppenphase in einem britischen Duell zunächst Leeds United ausgeschaltet. Obwohl der Klub auch in den anschließenden sechs Partien ungeschlagen blieb, sorgten vier Unentschieden dafür, dass am Ende nur der zweite Platz hinter dem späteren Titelträger Olympique Marseille herauskam - der später wiederum aufgrund nachgewiesener Bestechungsfälle in der französischen Liga für die Folgesaison in der Champions League gesperrt wurde.
Auch in der Spielzeit 1993/94 konnten die Rangers gleich zwei der drei heimischen Wettbewerbe gewinnen und verpassten ein erneutes Triple nur durch die Endspielniederlage im schottischen FA Cup gegen Dundee United. Mit Hilfe der hochkarätigen Neuverpflichtungen Brian Laudrup und Paul Gascoigne folgten zwei weitere Meisterschaften und mit dem Ligatitel in der Saison 1996/97 egalisierten die Rangers den Rekord von Celtic aus den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren mit neun Meisterschaften in Serie. Die Spielzeit 1997/98 war die letzte in der Amtszeit von Walter Smith, dem der zehnte Titel nicht gelang und der dann in die englische Premier League zum FC Everton wechselte. Daneben verließen auch eine Reihe von Spielern den Verein, darunter Brian Laudrup, Richard Gough und Ally McCoist. Der zuletzt genannte McCoist war an allen neun Meistertiteln maßgeblich beteiligt und hatte sich damit zu einem der beliebtesten Spieler in der Vereinsgeschichte („Super Ally“) entwickelt.
Der als „kleine General“ bezeichnete Dick Advocaat folgte zu Beginn der Saison 1998/99 Walter Smith nach. Der ehemalige Trainer von PSV Eindhoven war damit der erst zehnte Cheftrainer der Rangers und der erste Nicht-Schotte. Mit dieser Personalie unterstrich David Murray seine Ambitionen, die Rangers in die europäische Elite vordringen zu lassen und eine entscheidendere Rolle in der finanziell immer lukrativer werdenden Champions League spielen zu können. Zu diesem Zweck gewährte Murray seinem neuen Trainer finanzielle Mittel, die zuvor noch keinem seiner Vorgänger zur Verfügung gestanden hatten und die den Klub - wie sich später aufgrund ausbleibenden Erfolgs herausstellen sollte - wirtschaftlich zurückwerfen sollten.
Mit einem bis dato beispiellosen Budget investierte Advocaat bereits in seiner ersten Saison über 36 Millionen Pfund in neue Spieler, wobei sich zwar die niederländischen Nationalspieler Arthur Numan und Giovanni van Bronckhorst auf Anhieb gut in die Mannschaft integrierten, aber andere Verpflichtungen - darunter beispielsweise die von Andrei Kantschelskis - die Erwartungen nicht erfüllten. In den heimischen Wettbewerben änderte dies zunächst nichts an der Vormachtstellung des Vereins und Advocaat gewann mit den Rangers alle drei schottische Titel in seiner ersten Saison. In Sachen Spielkultur schien die Mannschaft ebenfalls Fortschritte gemacht zu haben, die sich auch auf die europäische Ebene auszuwirken begannen - im UEFA-Pokal schalteten die Rangers dabei Bayer 04 Leverkusen aus, bevor sie dann im Achtelfinale dem AC Parma unterlegen waren. Gegen denselben Gegner setzte sich die Mannschaft in der Qualifikation zur Champions-League-Hauptrunde in der Saison 1999/2000 durch.
Vor Beginn seiner dritten Spielzeit hatte Advocaat bereits fünf von sechs möglichen schottischen Titeln gewonnen. Doch obwohl der Klub mittlerweile in der Champions-League-Gruppenphase agierte, ließen die Leistungen in der heimischen Meisterschaft schnell deutlich nach. Weitere teure Transfers folgten, darunter für die vereinsinterne Rekordablösesumme von zwölf Millionen Pfund der Norweger Tore André Flo und der niederländische Nationalspieler Ronald de Boer, die jedoch den Negativtrend nicht umkehren konnten. Innerhalb der Mannschaft vergrößerten sich die Unstimmigkeiten und die beginnenden finanziellen Schwierigkeiten verschlimmerten die sportliche Lage weiter. Nach einer titellosen Saison 2000/01 begann auch die anschließende Spielzeit 2001/02 unverändert und Celtic führte unter Martin O’Neill die Meisterschaftsrunde überlegen an. Advocaat trat schließlich als Trainer zurück und übernahm die Funktion eines Generalmanagers, die er jedoch auch nur noch elf Monate lang ausüben sollte. Neuer Cheftrainer wurde im Dezember 2001 Alex McLeish.
In der Retrospektive war Advocaats Amtszeit ambivalent. Seine führende Rolle bei dem Bau des 14 Millionen Pfund teuren Trainingskomplexes Murray Park in Auchenhowie wurde als richtungweisend für die professionelle Ausbildung eigener Spieler angesehen, die Maßstäben eines europäischen Spitzenvereins gerecht wurde. Die Personal- und Transferpolitik Advocaats war jedoch Angriffsfläche für weitgehende Kritik, zumal von ihm aufgrund der hohen finanziellen Mittel der Durchbruch in die europäische Elite verlangt wurde. Als der Klub in die wirtschaftliche Schieflage geriet, konnte die sportliche Trendwende nicht mehr realistisch durch weitere Spielerverpflichtungen bewerkstelligt werden. Die Aufgabe für den Nachfolger Alex McLeish zur Rückkehr an die Spitze des schottischen Fußballs erschien aufgrund dieser Voraussetzungen bereits ambitioniert.
Die 4-1/2-jährige Amtszeit von Alex McLeish im Ibrox Stadium war nach der kostspieligen Advocaat-Ära turbulent. Mit deutlich geringerem Budget im Vergleich zu dem seiner unmittelbaren Vorgänger wechselten sich Erfolge und Enttäuschungen regelmäßig ab und die Schuldenlage des Klubs erforderte häufig den Verkauf von Leistungsträgern innerhalb der Mannschaft.
Die Verpflichtung McLeishs im Dezember 2001 wurde zunächst in der Rangers-Anhängerschaft mit verhaltenem Optimismus aufgenommen und die wechselhaften Erfolge von McLeish bei dessen Vorgängervereinen Hibernian Edinburgh und dem FC Motherwell als Indiz für eine neue Bescheidenheit im Klub gewertet. Die Sorgen, im Vergleich zu der von Martin O’Neill erfolgreich verjüngten Celtic-Mannschaft nur bedingt konkurrenzfähig zu sein, fanden ein schnelles Ende, als die Mannschaft schon bald einen Teamgeist an den Tag legte, den sie in der Spätphase der Advocaat-Zeit lange hatte vermissen lassen. Nach guten Ergebnissen im schottischen Pokal stand man dort im Finale Celtic gegenüber und gewann - angeführt von Barry Ferguson - nach einem Siegtreffer von Peter Løvenkrands in der letzten Minute mit 3:2.
McLeishs erste vollständige Trainersaison 2002/03 bestätigte diesen Aufwärtstrend und mit dem Gewinn des Ligapokals nach einem 2:1-Endspielerfolg gegen Celtic im Endspiel leiteten die Rangers einen erneuten Triple-Gewinn ein. Als besonders dramatisch entwickelte sich der Gewinn der schottischen Meisterschaft, als die Rangers nach einem Sieg gegen Dunfermline Athletic am letzten Spieltag Celtic aufgrund der besseren Tordifferenz auf den zweiten Platz verwiesen. Dabei hatten die beiden Glasgower Erzrivalen noch bis kurz vor Spielende jeweils gleichauf nach Punkten und Tordifferenz gelegen, bis dann ein Elfmetertor von Michael Arteta in der letzten Minute die Entscheidung für die Rangers besorgte. Ein etwas unspektakulärer 1:0-Sieg im Pokalfinale gegen den FC Dundee sicherte eine Woche später den erneuten Dreifacherfolg in Schottland.. Dem gegenüber stand jedoch ein enttäuschendes Erstrundenaus im UEFA-Pokal gegen den tschechischen Außenseiter FK Viktoria Žižkov.
In der folgenden Spielzeit 2003/04 konnten die anfänglichen Erfolge nicht wiederholt werden. Der Klub befand sich weiterhin in einer prekären Finanzlage und Sparprogramme sollten dabei helfen, Herr der angewachsenen Schulden zu werden. Mit deutlich geringerem Finanzvolumen - im Vergleich zu nahezu der letzten beiden Jahrzehnte - ausgestattet, verkaufte der Verein eine Reihe von Leistungsträger. Darunter befanden sich Lorenzo Amoruso, der Flügelstürmer und schottische Nationalspieler Neil McCann, aber vor allem ging der Mannschaftskapitän Barry Ferguson von Bord, um sich den Blackburn Rovers anzuschließen. Als Ersatz dienten nun hauptsächlich Spieler, die nach der Bosman-Entscheidung ablösefrei zu den Rangers stießen, und nicht mehr Akteure, die hohen Ablösesummen kosteten. Dennoch zog der Verein erst einmal in die lukrative Gruppenphase der Champions League ein, als in der letzten Qualifikationsrunde kurz vor Spielende in Dänemark noch der entscheidende Treffer gegen den FC Kopenhagen gelang. Mittelfristig war aber vor allem der Verlust des Spielers Ferguson schlecht zu kompensieren und am Ende der Saison stand der Verein ohne Titelgewinn da. Dabei hatten sich vor allem die Neuverpflichtungen nicht als Verstärkungen herausgestellt, wie beispielsweise der brasilianische Mittelfeldspieler Emerson und der norwegische Stürmer Egil Østenstad, vor allem aber der für 600.000 Pfund zu den Rangers gekommene portugiesische Flügelspieler Nuno Capucho.
Auch bei den Transfers zur Saison 2004/05 entwickelte McLeish zunächst kein glückliches Händchen und der für eine Million Pfund verpflichtete serbische Mittelfeldspieler Dragan Mladenović sollte schließlich weniger als zehn Spiele für den Klub bestreiten. Hinter Celtic spielten die Rangers zunächst nur um den zweiten Platz und zudem war bereits die Qualifikationsphase in der Champions League Endstation. Es wurde bereits gemutmaßt, dass ein weiterer Misserfolg durch das Verpassen der UEFA-Pokal-Gruppenphase bereits zur Entlassung McLeishs führen könnte, die dann noch durch ein spätes Tor und ein Sieg im Elfmeterschießen gegen Marítimo Funchal abgewendet werden konnte. Dieser Erfolg in letzter Minute stellte einen Wendepunkt innerhalb dieser Spielzeit dar und nachträglich fügten sich die weiteren Sommer-Transfers besser in die Mannschaft ein, darunter Nacho Novo, die beiden ablösefreien Spieler Dado Pršo und Jean-Alain Boumsong sowie der Mittelfeldakteur Alex Rae. Vor allem Boumsong zeigte eine gute Entwicklung, die jedoch dazu führte, dass der Verein sich nach nur sechs Monaten im Januar 2005 zu einem Verkauf des Spielers an Newcastle United für acht Millionen Pfund entschloss - der ehemalige Rangers-Trainer Souness war zu dieser Zeit Trainer der „Magpies“. Sukzessive machten die Rangers Boden gut auf Celtic und die hohe Einnahme aus dem Boumsong-Transfer ermöglichte weitere Verstärkungen, darunter die von Thomas Buffel und die Rückkehr des ehemaligen Kapitäns Barry Ferguson. Mit einem 5:1-Sieg in Ligapokalfinale gegen den FC Motherwell konnte die erste Trophäe in der Saison eingefahren werden, aber trotz zweier Siege in Old-Firm-Duellen gegen Celtic - darunter mit 2:0 McLeishs erster Sieg im Celtic Park - und der zwischenzeitlichen Tabellenführung, lagen die Rangers nach einer Niederlage gegen Celtic im letzten Derby bei nur vier verbleibenden Spielen fünf Punkte hinter dem Erzrivalen. Als sich Celtic aber bereits in der Woche darauf eine 1:3-Heimniederlage gegen Hibernian Edinburgh leistete, trennten beide Vereine vor dem letzten Spieltag nur noch zwei Punkte. In einer erneut dramatischen Entscheidung sorgte der FC Motherwell für Hilfe, als ein 0:1-Rückstand im Fir Park noch in der Schlussphase in einen 2:1-Sieg gegen Celtic umdreht werden konnte. Da die Rangers zeitgleich bei den „Hibs“ mit 1:0 gewannen, musste ein Helikopter die bereits für Celtic bereitstehende Meistertrophäe in die Easter Road bringen, um rechtzeitig die Rangers zu ehren. Der als „Helicopter Sunday“ bezeichnete Entscheidungstag war somit die zweite schottische Meisterschaft in der Ära McLeish und der 51. Titel in der Geschichte des Verein insgesamt.
Mit nur sechs Siegen in den ersten 17 Meisterschaftsspielen startete der Titelverteidiger schwach in die Saison 2005/06 und schied gegen Celtic im Ligapokal aus. Mit insgesamt zehn Spielen ohne Erfolg in Serie verzeichnete der Klub in der Zeit zwischen Oktober und Dezember gar den schlechtesten Lauf in seiner Geschichte. Dessen ungeachtet waren die Rangers der erste schottische Verein überhaupt, der die Gruppenphase der Champions League überstand und in die K.-o.-Phase einzog. Dennoch wurden die schwachen Darbietungen in der heimischen Meisterschaftsrunde kritisiert und David Murray schloss anlässlich einer Pressekonferenz die Demission McLeishs nach dem Ende der Europapokalspiele nicht aus. Im Dezember 2005 stärkte Murray seinem Trainer noch einmal den Rücken, betonte jedoch, dass die Ergebnisse in der schottischen Liga verbessert werden müssten.. Es folgte eine deutliche Leistungssteigerung in der Mannschaft und vor allem mit der Hilfe des vom FC Kilmarnock verpflichteten Toptorjäger Kris Boyd kamen die Rangers zu einer Serie von zehn ungeschlagenen Partien. Diese Hochphase fand jedoch schnell ihr Ende, als die Champions-League-Spiele ihre Fortsetzung fanden. Mit einer 0:3-Heimniederlage gegen Hibernian Edinburgh verabschiedeten sich die Rangers aus dem schottischen FA Cup und der Unmut der Anhänger gegenüber McLeish und Murray wurde lauter, vor allem, als es nur vier Tage später eine weitere 0:2-Niederlage bei McLeishs altem Verein aus Aberdeen setzte. Damit ging die Ära McLeishs langsam ihrem Ende entgegen.
Während der McLeish-Jahre zeichneten sich die Teamleistungen vor allem durch Unbeständigkeit aus, was sich auch in den Misserfolgen und Erfolgen auf dem Transfermarkt widerspiegelte. Insgesamt sorgte er für eine positive Bilanz in Höhe von 13 Millionen Pfund und durch die Reduzierung des jährlichen Gehaltsbudgets auf 15 Millionen Pfund für eine Sanierung des Vereins. Auf der anderen Seite war er bei vielen seiner Verpflichtungen dem Vorwurf ausgesetzt, dass er unter Berücksichtigung des Auftretens neuer schottischer Talente eine Reihe von leistungsschwachen Spielern unter Vertrag genommen und dabei die schottischen Spieler und auch die Förderung eigener Nachwuchsspieler vernachlässigt hatte. Sympathisanten von McLeish stellten jedoch heraus, dass sich Nova, Andrews und Murray durchaus positiv innerhalb des schottischen Fußballs bei den Rangers entwickelt hatten und mit Chris Burke, Alan Hutton, Ross McCormack und Steven Smith auch Jungspieler aus dem eigenen Bereich emporgestiegen waren. Insgesamt gewann McLeish in vier Jahren bei den Rangers sieben Titel in Schottland und übertraf dabei sogar seinen Gegenspieler Martin O’Neill, der in der gleichen Zeit eine Trophäe weniger hatte erringen können.
Am 9. Februar 2006 - zwei Tage von einem Old-Firm-Duell gegen Celtic - verkündete David Murray auf dem Gipfel der Unruhen unter den Anhängern, dass Alex McLeish zum Ende der Saison 2006/07 das Traineramt bei den Rangers aufgeben werde. Als Nachfolger wurde am 11. März 2006 Paul Le Guen vom französischen Serienmeister Olympique Lyon angekündigt mit dem Versprechen, nun eine ergiebige Ära zu starten und „große Pläne“ zu schmieden. Dazu kündigte Murray an, gemeinsam mit Sponsorengeldern des Sportartikeleinzelhändlers JJB Sports den Mannschaftskader massiv zu stärken.
Der für die Entdeckung und Förderung junger Talente bekannte Le Guen investierte sofort in größerem Maße auf dem Transfermarkt und verpflichtete den südafrikanischen U-19-Spieler Dean Furman vom FC Chelsea, sowie die Talente William Stanger und Antoine Ponroy von Stade Rennes. Dazu kamen Libor Sionko und Karl Svensson, während er gleichzeitig eine Reihe von Spielern zum Verkauf oder Verleih freigab.
Die Spielzeit 2006/07 begann mit vielen Enttäuschungen und einer Reihe von Niederlagen und Remis gegen schwächer eingeschätzte Kontrahenten. Nach einem frühen Aus im Ligapokal gegen den FC St. Johnstone spielten die Rangers mit großem Abstand auf den Tabellenführer Celtic lediglich gegen Heart of Midlothian und den FC Aberdeen um den zweiten Platz. Die Leistungen stabilisierten sich mittelfristig durch Siege gegen die Hearts, Aberdeen und die Hibs etwas, aber es waren vor allem die Darbietungen im UEFA-Pokal, die für eine Rehabilitation sorgten. Nach einem Sieg in Hin- und Rückspiel mit insgesamt 2:0 Toren in der Qualifikation zur Gruppenphase gegen den Molde FK gelang den Rangers als erstem schottischen Verein in diesem neu strukturierten Pokalwettbewerb nach Siegen gegen den AS Livorno, Maccabi Haifa und Partizan Belgrad sowie einem Remis gegen den AJ Auxerre der weitere Einzug in die Runde der letzten 32 Mannschaften.
Während der gesamten Zeit waren jedoch die Anzeichen von fehlender Harmonie im Kader offen zu Tage getreten und Cliquenbildungen hatten mit schottischen Spielern einerseits und ausländischen Akteuren andererseits für eine Spaltung gesorgt, die schließlich in einer offiziellen Kritik von Barry Ferguson an dem Führungsstil von Le Guen gipfelte Der Streit eskalierte weiter, als sich Ferguson negativ über einer Stellungnahme Le Guens äußerte, in der dieser die Rolle eines Mannschaftskapitäns in Schottland als zu hoch im Vergleich zu der in Frankreich bezeichnete. Le Guen entzog Ferguson daraufhin am 1. Januar 2007 das Kapitänsamt und kurz nach Protesten einiger Rangers-Fans im Anschluss an eine Partie beim FC Motherwell wurde am 4. Januar 2007 der Abschied von Le Guen im „gegenseitigem Einverständnis“ mit der Vereinsleitung bekannt gegeben.
Nach dem Weggang von Paul Le Guen wurde nur sechs Tage später die Rückkehr des ehemaligen Trainers Walter Smith verkündet, dem fortan der ehemalige Spieler Ally McCoist als Assistent zur Seite gestellt wurde. Dabei hatte der schottische Fußballverband bestätigt, dass das zwischenzeitlich für die schottische Nationalmannschaft aktive Trainerduo für den Job bei den Rangers zur Verfügung stünde.
Die Saison 2006/07 endete ohne Titelgewinn, aber der Einfluss von Smith wirkte sich auf Anhieb positiv aus, da die Mannschaft bis zum Ende der Spielzeit nur noch zwei Niederlagen in der Liga hinnehmen musste. Mit insgesamt zehn neuen Spielern gelang ihm mit neu formierter Mannschaft die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League 2007/08, nachdem in den Ausscheidungsspielen zuvor der FK Zeta und Roter Stern Belgrad ausgeschaltet werden konnten. In der Gruppe E, wo die Rangers dem FC Barcelona, Olympique Lyon und dem VfB Stuttgart gegenüberstanden, belegte der Verein schließlich den dritten Platz und wechselte somit in die dritte Runde des UEFA-Pokals. Nachdem die Rangers Panathinaikos Athen, Werder Bremen, Sporting Lissabon und AC Florenz ausschalten konnten, trafen sie im Finale am 14. Mai 2008 in Manchester/England auf den russischen Meister Zenit St. Petersburg, in dem sie das Spiel mit 0:2 verloren.
Die intensivste Rivalität pflegen die Rangers mit dem Stadtrivalen Celtic - diese Derbykonstellation ist als „Old Firm“ bekannt. Die Anhänger der Rangers entstammen zumeist der Gruppe der protestantischen Unionisten und die Mannschaft tritt in der Regel in Anlehnung an die Farben des Union Jacks in blauen Trikots, weißen Hosen und rot-schwarzen Socken an.
Der Ursprung dieser über die sportlichen Grenzen hinausgehenden Konkurrenz mit Celtic lag in einer großen Einwanderungswelle, die sich zum Ende des 19. Jahrhunderts aus Irland in Richtung des wirtschaftlich prosperierende Glasgow entwickelte. Schnell grenzten sich sowohl die Rangers als auch der 1888 gegründete Celtic-Verein innerhalb ihrer „Communities“ weitgehend ab, wobei sich bei den Rangers sogar ein „ungeschriebenes Gesetz“ festigte, das katholische Spieler in den eigenen Reihen größtenteils verhinderte. Die Gründe für diese Abschottung waren neben der religiösen Komponente vor allem darin zu suchen, dass große Teile der britisch geprägten Oberschicht Glasgows die „Celts“ und deren Demonstration zu ihrer irischen Herkunft als Provokation empfanden; sie waren aber auch wirtschaftlicher Natur, da sich große Teile der zur Mittelschicht zu zählenden „Einheimischen“ durch den massiven Zuzug der Einwanderer zunehmend von Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg bedroht fühlten. Erst Graeme Souness stellte sich rund 100 Jahre später offen dagegen und beendete mit der Verpflichtung des ehemaligen Celtic-Spielers Mo Johnston diese als Diskriminierung verstandene Personalpolitik, keinen Spieler aus den Reihen der Katholiken zu verpflichten. Obwohl bereits zuvor eine - jedoch geringe Anzahl - von Katholiken für die Rangers gespielt hatte, war Johnston die erste Verpflichtung eines sich offen als Katholik bekennenden Spielers seit dem Ersten Weltkrieg.
In der jüngsten Vergangenheit haben sowohl die Rangers als auch Celtic gemeinsam mit religiösen Organisationen und der schottischen Regierung Initiativen gegen religiös motivierte Gewalt unternommen, dabei vor allem die Unterstützung der 1995 ins Leben gerufenen Benefizorganisation Nil by Mouth. An der Seite der Kirchen, dem schottischen Parlament, Schulen und Gemeindeorganisationen haben beide Klubs Anstrengungen unternommen, religiös motivierte Schmähgesänge und das Verbrennen gegnerischer Flaggen zu unterbinden, sowie mit der Hilfe von einer größeren Überwachungsdichte „Problem-Fans“ zu entdecken und auszuschließen.
Am 12. April 2006 rügte die UEFA die Rangers im Anschluss einer Untersuchung das Verhalten seiner schottischen Fans in beiden Partien gegen den FC Villarreal in der Champions League und verurteilte den Klub zur einer Geldstrafe. Zuvor hatten Rangers-Anhänger im Rückspiel in Spanien am 7. März 2006 den Bus der gegnerischen Mannschaft angegriffen und dabei ein Fenster eingeschmissen. Von dem Vorwurf der „diskriminierenden Fangesänge“ wurde der Verein hingegen freigesprochen. Gegen diese Entscheidung ging die UEFA in Berufung und wurde dabei schließlich von ihrer Revisionsbehörde in Teilen bestätigt, was auch eine Warnung an die Adresse der Rangers hinsichtlich künftigen Fehlverhaltens beinhaltete. Am 9. Juni 2006 verkündete die Rangers-Vereinsführung gemeinsam mit Repräsentanten einiger Fanklubs ein gemeinsames Vorgehen bei der Umsetzung der UEFA-Auflagen, die ein spürbares Vorgehen gegen religiös motiviertes Verhalten der eigenen Anhänger und eine Kontrolle der Aktivitäten durch regelmäßige statistische Erhebungen verlangten. Vor jedem Spiel sollte von nun an mit einer offiziellen Durchsage Schmähgesänge und jede Form der Darbietung des Lieds „Billy Boys“ explizit verboten werden.
Nach weiteren Unruhen im Umfeld der Achtelfinalbegegnung der Rangers im März 2007 gegen CA Osasuna kündigte die UEFA neue Untersuchungen gegen den Verein an. Die Fanvereinigung der Rangers verwies dabei darauf, dass sich dieses Missverhalten nur auf eine kleine Gruppe beschränkte, bei der es keine Rolle spielte, wie oft man ihr es sage , da sie einfach nicht zuhörten. Im September 2007 lobte die UEFA schließlich die von den Rangers eingeleiteten Maßnahmen gegen den Fanatismus in den eigenen Reihen. Beim Champions-League-Auswärtsspiel in Barcelona sowie beim UEFA-Pokalfinale in Manchesterkam es zu erneuten Ausschreitungen.

