Gerhard Wagner
- Neue Generation führt Familientradition fort - Schwäbische Zeitung
- Auch Tochter Sandra Wagner unterstützt den Familienbetrieb halbtags in der Buchhaltung. Mit einem großen Festwochenende haben Familie, Mitarbeiter und Kunden das 25-jährige Jubiläum des Nissan-Autohauses gefeiert: Der Spaichinger Familienbetrieb freute...
- Idee „Solardorf“ stößt auf Zuspruch - Oberhessische Presse
- Experte Rainer Gerhard (links) informierte am Stand des Cölber Unternehmens Wagner & Co. Solartechnik das Ehepaar Erika und Rolf Wrede aus Weipoltshausen über die Vorteile einer Solaranlage. (Foto: Stefan Weisbrod) von Stefan Weisbrod Nur wenige...
- Staatssekretär Sackmann besucht Regens-Wagner-Stiftung in Gunzenhausen - Altmühl-Bote
- Er sieht sich das Regens-Wagner-Heim in Gunzenhausen an und besucht die Jugendwerkstatt in Langenaltheim. Im RW-Heim will der Landespolitiker in Begleitung von MdL Gerhard Wägemann mit dem Gesamtleiter der Regens-Wagner-Einrichtungen im Landkreis,...
- 250 Entwickler tüfteln am nächsten Coup - Schwäbische Zeitung
- Eine solche Erweiterung mitten in der aktuellen Krise werfe natürlich Fragen auf, sagte Gerhard Wagner, Leiter des ZF-Unternehmensbereiches Pkw-Antriebstechnik, bei der Eröffnung. ZF habe sich aber in dieser schwierigen Phase mit extremen...
- So viele Besucher wie noch nie - Freies Wort
- Für Gerhard Wagner aus Kaltenborn gehören dazu ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift "Lanz-Original", eine blaue Arbeitsjacke mit Lanz-Aufnäher, eine schwarze Ledermütze mit Traktor-Ansteckern und ein rotbuntes Halstuch....
- "Jeder Deutsche braucht einen DSL-Anschluss" - General-Anzeiger
- Er wird aber noch nicht so genutzt wie etwa Mozart oder Wagner. Deshalb es absolut logisch, ihn stärker in den Vordergrund zu stellen. Ich kann auch nachvollziehen, dass die Stadt ein neues Festspielhaus braucht. Da liegt es auf der Hand,...
- Besucher aus dem Rhein-Main-Gebiet Pflanzenflohmarkt Angebot des ... - Rhein Main Presse
- Der Markt habe längst seine treuen Fans, und die seien auch diesmal wieder sogar aus Darmstadt, Frankfurt und Mainz auf die Anlage gekommen, freute sich der Erste Vorsitzende des Schrebergartenvereins, Gerhard Wagner über am Ende erneut Hunderte...
- Blick in die A-Klassen Regen und Zwiesel - Viechtacher Bayerwald Bote (Abonnement)
- Habischried verstärkte seine Angriffsbemühungen, doch Trainer Hans Bielmeier, Gerhard Wagner (Pfosten) und A. Eder scheiterten. Nach der Pause glich Coach Bielmeier mit einem indirekten Freistoß im Strafraum zum 1:1 aus. G. Wagner brachte die Kugel aus...
- Hotzenplotz-Hatz durch die Gassen - Schwäbische Post
- Hier sitzen mit Jasmin Wagner, zu sehen als Esmaralda und Thomas Huber, zu erleben als Quasimodo, somit zwei Hauptdarsteller des Glöckners gemeinsam bei Feuerschein am Tisch. Diesmal als „Die Schöne und das Tier“ – in der Fassung von Leprince de...
Gerhard Wagner (Reichsärzteführer)
Gerhard Wagner (* 18. August 1888 in Neu-Heiduk, Oberschlesien; † 25. März 1939 in München) war im nationalsozialistischen Deutschen Reich der erste Reichsärzteführer.
Der Sohn eines Chirurgieprofessors studierte Medizin in München und diente zwischen 1914 und 1918 als Arzt an der Front im Ersten Weltkrieg. Unter anderem wurde er mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse (EK I) ausgezeichnet. Ab 1919 betrieb Wagner in München eine eigene Praxis, gleichzeitig war er zwischen 1921 und 1923 Mitglied der Freikorps von Epp und Oberland. Wegen seiner schlesischen Herkunft blieb Wagner bis 1924 Leiter der „Deutschtumsverbände Oberschlesiens“.
Am 17. Mai 1929 trat Wagner in die NSDAP ein. Er war Mitbegründer und ab 1932 Leiter des Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes. Ab November 1933 war er Abgeordneter im Reichstag. Ein Jahr später (1934) wurde Wagner zum „Reichsärzteführer“ bestellt; außerdem war er „Beauftragter des Führers für Volksgesundheit“. Bereits 1933 wurde er Leiter des „Hauptamtes für Volksgesundheit“. 1936 erfolgte seine Ernennung zum Hauptdienstleiter jenes Amtes. Im Dezember 1935 wurde Wagner Leiter der Reichsärztekammer. Einen politischen Karrieresprung tat er 1937, als er zum SA-Obergruppenführer befördert wurde. Gleichzeitig war er Beauftragter für Hochschulfragen im Stab von Rudolf Heß.
Wagner starb im Alter von 50 Jahren an Krebs. Sein Nachfolger wurde Leonardo Conti.
Gerhard Wagner war mitverantwortlich für Euthanasie und Sterilisation von Juden und Behinderten und zeigte sich auf dem Nürnberger Parteitag von 1935 als entschiedener Befürworter der Nürnberger Gesetze und damit der Rassengesetzgebung und Rassenpolitik des Dritten Reiches.
Gerhard Wagner (Konteradmiral)
Gerhard Wagner (* 23. November 1898; † 26. Juni 1987) war Konteradmiral der Kriegsmarine der Wehrmacht.
Wagner kam 1916 zur Kaiserlichen Kriegsmarine.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war Wagner Marineattaché in Madrid. Nach Wagner war die Wagner-Aktion benannt: Von Januar bis August 1940 wurden aus Spanien 300 Tonnen von strategischen Rohstoffe, hauptsächlich Wolfram, in das Deutsche Reich exportiert. Der Export wurde mit vom Deutschen Reich gelieferten Waffen, Söldner- und Transportleistungen durch die SOFINDUS verrechnet. An Spanien wurden nach dem 1. September 1939 noch Flugzeugteile geliefert. Der im spanischen Bürgerkrieg gestiegene Exportanteil in das Deutsche Reich aus Spanien wurde hauptsächlich über Seewege ausgeführt. Mit Kriegsbeginn versuchten die Alliierten diesen Seetransport zu blockieren. Bei der Wagner-Aktion wurden Schiffe der Handelsmarine des Deutschen Reichs, welche sich in spanischen Häfen befanden ausgeflaggt und teilweise an Juan March übereignet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Wagner Leiter der Operationsabteilung der Seekriegsleitung. Wagner ging mit Hans Georg von Friedberg zu Bernard Montgomery und vereinbarte die Kapitulation der Wehrmacht im Norden am 4. Mai 1945.
Wagner war Mitglied des Naval Historical Team.
In der Bundesmarine wurde Wagner Stellvertreter des Inspekteur der Bundesmarine Friedrich Ruge. Er war der erste Flaggoffizier, welcher die integrierte NATO-Position des Commander Naval Forces Baltic Approaches, COMNAVBALTAP, (1961 bis 1962), zu Beginn noch Commander Allied Naval Forces Northern Area Central Europe (COMNAVNORCHENT) innehatte. Er war zeitweilig Vizeadmiral.
Gerhard Wagner (Priester)
Gerhard Maria Wagner (* 17. Juli 1954 in Linz) ist römisch-katholischer Priester in Windischgarsten. Wagner war für kurze Zeit als Weihbischof in Linz nominiert.
Wagner wuchs in der Marktgemeinde Wartberg ob der Aist im Bezirk Freistadt auf. Nach der Matura im Jahre 1972 am Kollegium Petrinum studierte Gerhard Wagner in Linz und Rom Katholische Theologie und Philosophie. Am 10. Oktober 1978 wurde er in Rom zum Priester geweiht. Bis 1979 war Wagner Kaplan in Bad Zell und von 1979 bis 1984 Kaplan in Bad Ischl. Anschließend wurde er zum Kooperator in Marchtrenk ernannt und für ein Doktoratsstudium im Fach Dogmatik an der Päpstlichen Universität Gregoriana freigestellt, welches er 1988 summa cum laudeabschloss. Am 11. September 1988 wurde er Pfarrer in Windischgarsten. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 31. Januar 2009 zum Titularbischof von Zuri und zum Weihbischof in Linz. Am 16. Februar 2009 ersuchte er aufgrund der um ihn stattgefundenen Kontroversen den Papst um Rücknahme seiner Ernennung. Der Vatikan willigte nach Angaben der Diözese Linz noch am selben Abend ein. Am 2. März 2009 teilte das vatikanische Presseamt mit, dass Papst Benedikt XVI. Wagner die Dispens erteilt habe, das Amt des Weihbischofs von Linz annehmen zu müssen.
Wagners geplante Ernennung zum Weihbischof durch den Papst stieß auf scharfe Kritik und Unverständnis. Die Nominierung erfolgte erklärtermaßen entgegen den Erwartungen des Linzer Domkapitels und nach Medienberichten auch ohne Absprache mit dem Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz und dem Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz, dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn. Der Landeshauptmann Oberösterreichs Josef Pühringer sagte in einem Radiointerview, dass offensichtlich eine Entscheidung getroffen worden sei, die nicht dem Dreiervorschlag der Diözese entspreche. „Das deutet daraufhin, dass in Rom von der Diözese ein Bild herrscht, das meines Erachtens nicht der Realität entspricht. Mit dem Windischgarstner Pfarrer wurde ein sehr konservativer Geistlicher berufen.“ Gerade auch unter den betroffenen Katholiken der Diözese Linz führte Wagners Berufung zu heftigen Diskussionen sowie einer Welle von Kirchenaustritten. Bei einer Versammlung der Dechantenkonferenz der Diözese Linz am 10. Februar 2009 lehnten 31 der 35 anwesenden (von insgesamt 39) Dechanten die Ernennung von Gerhard Wagner zum Weihbischof ab. Dieses Votum hatte kirchenrechtlich zwar keinen bindenden Charakter, sollte aber laut Dechant Arno Jungreithmayr ein deutliches Signal sein. Auch der Bischof von Innsbruck Manfred Scheuer distanzierte sich von seinem Studienkollegen Wagner mit den Worten, sie seien sich „in den vergangenen Jahren fremd geworden“, und der Bischof von Eisenstadt Paul Iby nannte Wagners vorgesehene Ernennung „unerklärlich“.
Der als konservativ geltende Wagner ist Mitglied des Linzer Priesterkreises. Die Harry-Potter-Romane sieht er als mögliches Einfallstor für Okkultismus und Satanismus. Er hat in seiner Pfarre in Windischgarsten nur männliche Ministranten. In einem ZIB2-Interview stellte Wagner klar, dass für ihn die bestehende kirchliche Hierarchie eine „heilige Ordnung“ sei, weshalb Laien in der Diskussion um Glaubensfragen keine Mitsprache hätten: „Die Wahrheitsfindung des Glaubens wird nicht von unten gefunden.“ Reformen seien ausschließlich von oben durch den Papst und die Bischöfe durchzuführen.
Dieser Versuch Wagners, das Theodizeeproblem zu lösen, wurde von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien in einer offiziellen Stellungnahme als „theologisch unhaltbare Kommentierung von Naturereignissen“ verurteilt.
Um zu verhindern, dass der designierte Weihbischof sich in weitere Debatten verstricke und zu neuerlicher Kritik Anlass gebe, wurde ihm im Februar 2009 von der Kirchenleitung untersagt, weitere Interviews zu geben. Außerdem wurde Wagner aufgefordert, sich zu mäßigen und nicht für weitere Konfrontationen zu sorgen, um sich so als seines neuen Amtes würdig zu erweisen.
Medizin im Nationalsozialismus
Die Medizin im Nationalsozialismus war geprägt durch das Bemühen der nationalsozialistischen Politik, das Gesundheitswesen für ihre Ziele nutzbar zu machen. Wesentliche Merkmale waren die Etablierung der sozialdarwinistischen „Rassenhygiene“ als neuer Leitideologie, die „Neue Deutsche Heilkunde“, eine ausgeprägte Leistungsmedizin und die so genannte „Gesundheitsführung“. Diese Konzepte fanden ihre zugespitzte Umsetzung in hunderttausendfach durchgeführten Zwangssterilisationen, skrupellosen Menschenversuchen mit tausenden Todesopfern und euphemistisch als Euthanasie bezeichneten zehntausenden Morden an Kranken und Behinderten.
Schon seit etwa den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland Stimmen, die der Schulmedizin einen zu engen Blickwinkel vorwarfen und den naturwissenschaftlichen Charakter der Medizin als Einengung medizinischer Behandlungsmethoden charakterisierten.
Diese offen geführte und sogar als „Krise der Medizin“ bezeichnete Debatte griffen die Nationalsozialisten auf. Der „Reichsärzteführer“ Gerhard Wagner veröffentlichte 1933 im Deutschen Ärzteblatt einen Artikel „An alle Ärzte Deutschlands, die sich mit biologischen Heilverfahren befassen“, in dem er deutlich zum Ausdruck brachte, dass Behandlungserfolge auch mit nicht schulmedizinischen Behandlungsmethoden zu erzielen seien. Die naturheilkundlich orientierten Ärzte aller Richtungen sollten sich zusammengefasst organisieren. Naturheilkundliche Methoden, die sich als wirksam erwiesen hätten, sollten mit der Schulmedizin verschmelzen.
Zu diesem Zweck wurde im Jahr 1935 die „Arbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde“ gegründet. Es folgte eine Welle von Publikationen zum Thema naturheilkundliche Heilverfahren und eine ebensolche Welle schulmedizinischer Gegenpublikationen. Die geplante Verschmelzung naturheilkundlicher und schulmedizinischer Ansätze fand nicht statt, 1937 wurde die Arbeitsgemeinschaft wieder aufgelöst.
Das Ziel der Unterstützung naturheilkundlich tätiger Ärzte war für die Nationalsozialisten aber nicht nur eine Debatte über therapeutische Methoden, auch wenn naturheilkundliche Verfahren sicher der Mode und Rassetheorie des alten Germanischen besser entsprochen haben als die moderne Medizin. Im nationalsozialistischen Sinn war der Gedanke der Naturheilkunde, die einen eher ganzheitlichen Zugang zur Medizin propagierte nahezu ideal, um sich im nationalsozialistischen Sinne weiterentwickeln zu lassen.
Oberstes Ziel medizinischer Bemühungen sollte nicht mehr die Behandlung einzelner Patienten sein. Die nationalsozialistische Medizin war zur Gesunderhaltung des „deutschen Volkskörpers“ bestimmt. Über den Umweg der Neuen Deutschen Heilkunde legten die Nationalsozialisten den Grundstein für die Verankerung der Ideen zur nationalsozialistischen „Rassenhygiene“ in der Medizin.
Das nationalsozialistische Konzept zur „Gesundheitsführung“ wurde vom stellvertretenden Reichsärzteführer Friedrich Bartels im Jahr 1936 ausformuliert. Es enthält für jeden Einzelnen gewissermaßen eine Verpflichtung zur Gesundheit um die „aufgrund seines Erb- und Rassegutes überhaupt erreichbaren Leistungsfähigkeit und Gesundheit“ des „deutschen Volkes“ zu sichern. Vor dem Hintergrund der Kriegsvorbereitungen und der dazu benötigten Arbeitskräfte war es für Bartels nicht hinnehmbar, dass Arbeiter bereits vor Erreichen des Rentenalters deutlich in ihrer Leistungsfähigkeit nachließen.
Für die Medizin bedeutete dies eine deutliche Hinwendung zum Präventionsgedanken und eine erhebliche Stärkung der Arbeitsmedizin. Beide Aspekte gelten bis heute. Für die Nationalsozialisten bedeutete das Konzept jedoch eine weitere Abkehr vom Prinzip der Individualmedizin und einen weiteren Verlust der Bedeutung des einzelnen Individuums. Entscheidendes Kriterium für die erfolgreiche Behandlung war lediglich die Bedeutung der Arbeitskraft, die es zu erhalten galt − auch zum längerfristigen gesundheitlichen Nachteil des Einzelnen.
Im Bereich der gewünschten „Wehrertüchtigung“ kamen auch dem Sport oder der Bewegungstherapie und Krankengymnastik gewichtige Rollen zu. Die von dem Sportmediziner Wolfgang Kohlrausch entwickelten Grundlagen beeinflussen die Physiotherapie bis heute.
Der Ärzteschaft erfüllte eine zentrale Aufgabe im Konzept der Gesundheitsführung. Die Neue Deutsche Heilkunde sollte den Vertrauensverlust innerhalb der Bevölkerung wettmachen, den die Schulmedizin im Zuge der Debatte um die „Krise der Medizin“ hinnehmen musste.
Wagners Nachfolger als Reichsärzteführer Leonardo Conti verbreiterte den Ansatz des Konzeptes zur Gesundheitsführung und versuchte, zum Beispiel mit Hilfe der Deutschen Lebensreform-Bewegung, „volksheilkundliche“ Verfahren zu verbreiten und dadurch nicht nur der Medizin sondern jedem Einzelnen mehr Verantwortung für seine eigene Gesundheit zu übertragen.
Eine anfänglich angestrebte „Synthese“ von Schulmedizin und Naturheilkunde im Sinne einer „Deutschen Medizin“ im Rahmen der „Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde“ kam über einzelne Ansätze nicht hinaus, die Arbeitsgemeinschaft wurde Anfang 1937 wieder aufgelöst. Spätestens mit dem Inkrafttreten des Vierjahresplanes 1936, traten Synthesebestrebungen von Volksheilkunde und Schulmedizin in den Hintergrund, der Schwerpunkt auf eine den Erfordernissen des Krieges angepasste Ernährung, einfache Maßnahmen der persönlichen Gesunderhaltung und häusliche Krankenpflege gelegt.
Zusammenschlüsse der Volksheilkundlichen Laienverbände wurden von verschiedenen Seiten angestrebt und hatten länger Bestand. Julius Streichers Versuch, die Laienverbände um seinen „Kampfbund für Deutsche Gesundheits- und Rassenpflege” zu sammeln, der unter anderem Schutzimpfungen und Tierversuche abgelehnt hatte, scheiterte, der Kampfbund wurde 1935 verboten. Gerhard Wagner, dem Leiter der ärztlichen Spitzenverbände, versuchte eine „Reichsarbeitsgemeinschaft der Verbände für naturgemäße Lebens- und Heilweise” zu organisieren. Dieser Zusammenschluss bestand bis 1941, die Einzelverbände wurden durch Karl-Heinrich Franke im September 1941 aufgelöst und in den „Deutschen Volksgesundheitsbund” überführt.
Im Nachhinein wird mehrfach eine mangelnden Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit gerade im Bereich der Homöopathie angeführt.
Im Sinne der nationalsozialistischen Rassenideologie war die Vermischung der arischen Rasse mit anderen „Rassen“ mit dem Ziel der sogenannten Volksgesundheit unvereinbar und sollte so verhindert werden. Ebenfalls dem Gedanken der „Volksgesundheit“ abträglich war die Weitervererbung von Krankheiten, insbesondere von psychischen Erkrankungen und Epilepsie. Im Sinn der Rassenhygiene wurden daher an Betroffenen Zwangssterilisationen durchgeführt, was gleichzeitig die Erhaltung ihrer Arbeitskraft ermöglichen sollte.
Der Gedanke der Volksgesundheit findet seinen Ausgang in Hitlers Euthanasiebefehl aus dem Jahre 1939. Vor allem an Erb- oder Geisteskrankheiten leidende Erwachsenen und körperlich missgebildete Kinder, die als unfähig angesehen wurden, ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, sollten als „lebensunwertes Leben“ getötet werden.
Aufgrund öffentlicher Ablehnung und nach kirchlichen Protesten wurde die „Aktion T4“ 1941 offiziell abgebrochen. Tatsächlich wurde sie jedoch bis 1945 im Geheimen weitergeführt. Dabei wurden andere Methoden der Tötung angewandt wie etwa Vergasen, die Giftspritze oder Verhungern- und Verdurstenlassen.
Alle Maßnahmen sollten dazu dienen, aus dem Deutschen Volk einen „reinrassigen“, „arischen“ „Volkskörper“ zu schaffen.
Naval Historical Team
Das Naval Historical Team (NHT) war eine von der US-Marine aufgestellte Gruppe deutscher Marineoffiziere, die im amerikanischen Auftrag die Marine-Kriegsgeschichte des Zweiten Weltkriegs aus deutscher Sicht aufarbeiten sollte. Sie unterstand dem Marine-Nachrichtendienst (Director of Naval Intelligence).
Das NHT tagte erstmals am 9. April 1949 in Bremerhaven. Ihm gehörten die deutschen Marineoffiziere Generaladmiral a. D. Otto Schniewind, Vizeadmiral a. D. Friedrich Ruge, Vizeadmiral a. D. Hellmuth Heye, Konteradmiral a. D., Gerhard Wagner und Oberst a.D. Gaul an. Weitere zeitweilige Mitarbeiter waren Konteradmiral a. D. Eberhardt Godt, Kapitän zur See a. D. Hans-Rudolf Rösing und Fregattenkapitän a. D. Karl-Adolf Zenker.
Das Interesse der US-Marine galt vor allem den deutschen Kriegserfahrungen im Kampf gegen sowjetische Seestreitkräfte, die man bei einem möglichen Seekrieg nutzen wollte. Im Rahmen dieser Arbeit entstanden mit den so genannten Wagner-Denkschriften von 1951 und 1952 die ersten konzeptionellen Leitlinien für die spätere deutsche Bundesmarine. Auch deren erste Führung fand sich mit den Admiralen Ruge und Wagner in diesem Kreis. 1952 wurde das NHT nach Abschluss der Arbeiten aufgelöst.
Nationalsozialistischer Deutscher Ärztebund
Der Nationalsozialistische Deutsche Ärztebund (NSDÄB, auch: NSD-Ärztebund) war die Ärzteorganisation und neben SA und SS auch dritte Kampforganisation der NSDAP.
Der NSDÄB wurde beim Reichsparteitag 1929 auf Initiative des Ingolstädter Arztes und Verlegers Ludwig Liebl gegründet. Dieser war auch drei Jahre lang erster Vorsitzender. Selbstverständnis des NSDÄB war nicht das einer Standesvertretung, sondern einer Kampforganisation. Als solche entwickelte er die wesentlichen „wissenschaftlichen“ Grundlagen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik, die in der rassenhygenischen Euthanasie „unwerten Lebens“ gipfelte.
Der NSDÄB folgte in seiner organisatorischen Gliederung der Struktur der NSDAP. Seit 1932 war Gerhard Wagner Führer des NSDÄB, 1934 erhielt er den Titel des Reichsärzteführers. Er setzte 1935 die rigorose Gleichschaltung der Ärztevereinigungen durch und wirkte am Entwurf der Nürnberger Gesetze mit; Hitler entschärfte den Entwurf des NSDÄB aber am Vorabend der Gesetzverkündung noch einmal entscheidend. So sollte eine Zwangsscheidung von „Mischehen“ und ein Heiratsverbot auch für „Vierteljuden“ Teil der Gesetze sein, was aber nach Hitlers Intervention wieder gestrichen wurde. Nach Wagners plötzlichem Tod 1939 im Alter von 51 Jahren übernahm Leonardo Conti seine Position. Der NSDÄB stellte am 13. Oktober 1942 für die Dauer des Krieges seine Tätigkeit ein, er hatte damals rund 46.000 Mitglieder.
Conti, der für seine Beteiligung am nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programm in den Nürnberger Prozessen zur Rechenschaft gezogen werden sollte, erhängte sich im Oktober 1945 in seiner Gefängniszelle.

