Garten

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Geschrieben von bishop 28/03/2009 @ 20:10

Tags : garten, freizeit

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Garten

Japanischer Garten in Australien

Ein Garten ist ein abgegrenztes Stück Land, in dem Pflanzen unter mehr oder minder intensiver Pflege mit Hilfe von Gartengeräten angebaut werden (Gartenwirtschaft/Gartenbau).

Gärten werden nicht nur angelegt, um einen direkten Ertrag zu ernten (Nutzgarten), sondern auch um einem künstlerischen, spirituellen, religiösen, therapeutischen Zweck bzw. der Freizeitgestaltung und Erholung zu dienen (Ziergarten), (Kleingarten).

Der deutsche Begriff Garten leitet sich etymologisch von Gerte (indogermanisch gher und später ghortos) ab. Gemeint sind Weiden-, Haselnussruten oder andere, die früher – ineinander verflochten – den Garten umfriedeten. Das Wort gerd, gard bezeichnet über gotisch garde „Gehege“ ursprünglich „das (mit Gerten) umzäunte Gelände“, erhalten in der Form Gatter für „Zaun“, während die von einem lebenden Zaun umstandenen Fläche im Wortfeld Hag, Hecke zu finden ist.

Mittelalterliche Darstellungen zeigen den Garten aber auch ausdrücklich mit einer Mauer umstanden. In diesem Begriffsfeld steckt eine indogermanische Wurzel cart(o) „Schutz“, das in lat. hortus „Nutzgarten“, franz. jardin „Garten“ (deutsch aber Hort), ahd. gard, gart, altnordisch garðr („Hof“, „Herrschaftsgebiet“, vergl. Asgard, Midgard) in engl. yard („Hof“), skand. gaard („Hof“, „Gehöft“) und slaw. grad („Burg“, „Befestigung“, „Umfriedung“), indirekt auch der Garde („Wache“, „Schutztruppe“) wie auch in Eigennamen auf -gard/t (Luitgard, Irmgard, Eringard) erhalten ist.

Der dem Wort in der heutigen Form zugrundeliegende Begriff ist „umfriedetes Land zum Zweck des Anbaus von Pflanzen“. Der Garten stand unter besonderem rechtlichem Schutz (Gartenfrieden). Toponyme auf -gard/t(en), -gad(en) leiten sich aus diesem Kontext ab, vermischen sich aber mit dem althochdeutschen Wort gadam „Gadem“, „Raum“, „Gemach“, „Scheune“ (Berchtesgaden).

Neben der heute oftmals anzutreffenden Form eines Mischgartens, der, wie der Name sagt, viele Aspekte in sich vereint, unterscheidet man in Europa auch je nach schwerpunktmäßiger Anlage den Haus- bzw. Nutzgarten, den Gemüse-, Obst- (früher auch Baumgarten genannt) und Kräutergarten, den Kleingarten, den Naturgarten, den botanischen Garten, den Versuchsgarten uvm.

Gärten im Sinne von Ziergärten können öffentlich oder privat sein, eingefriedet oder zugänglich.

Ein großer Garten, der nicht zu Ertragszwecken, sondern als ästhetisches Objekt angelegt und unterhalten wird, ist ein Park, auch wenn sich im Namen solcher Anlagen das Wort „Garten“ erhalten hat (zum Beispiel beim Englischen Garten).

Gartenbau ist schon in der vorgeschichtlichen Zeit getrieben worden, das beweisen die Felsengräber von Beni Hassan (Ägypten), in denen Abbildungen von Gärten gefunden wurden.

Wandmalereien in vielen Gräbern dieser Zeit demonstrieren die Mühsal, mit der der Wüste die Gärten abgerungen wurden. In den Gräbern der Pyramiden wurden Samen folgender Gartenpflanzen gefunden: Akazien (Acacia nilotica), Lauch (Allium porrum), Balsamodendron, Balanites aegyptiaca, Zichorien (Cichorium Intybus), Dill, Sellerie, Koriander, Bockshornklee, Citrullus edulis, Gurke (Cucumis sativus), Erdmandel (Cyperus esculentus), Echte Feige (Ficus carica), Hyphaene thebaica, Juniperus phoenicea, Mimusops ummeligella sativa, Granatapfel (Punica granatum), Ricinus communis, Raphanus sativus, Sapindus.

Auch die alten Inder hatten gut bewässerte und ganz regelmäßig angelegte Gärten, in denen für jede Pflanzenart meist eine besondere Abteilung bestimmt war. Anders in China, wo der Land- und Gartenbau, ihretwegen auch die Wasserwirtschaft, sich stets in der höchsten denkbaren Blüte befand. Die Gärten Japans ähneln den chinesischen. Derselbe Gedanke liegt ihnen zu Grunde, nur ahmen jene die Natur noch treuer nach und suchen große Landschaften im Kleinen nachzubilden. In Japan werden Gärten nach den Prinzipien des Zen-Buddhismus oder des Feng Shui angelegt, die bestimmten Mustern entsprechen. Dabei wird vor allem auf Ausgewogenheit der Elemente geachtet.

Von den Gärten der Israeliten Araber, Syrer und Assyrer, kennen wir diejenigen des Königs Salomo in Jerusalem und der Königin Semiramis in Babylon.

König Salomo (1015) war ein großer Gartenfreund und zog, vielleicht zum Unterricht, Gewächse aller Art „von der Zeder bis auf den Ysop, der aus der Mauer wuchs“; in einem zweiten Garten zog man allerhand meist aus Indien eingeführte Gewürzkräuter.

Kyros II. (559–529), der Gründer des großen persischen Reichs und des persischen Gartens, beförderte den Obstbau durch weise Gesetze und durch Schulgärten bei den Anstalten, in denen die Kinder der Großen seines Reichs erzogen wurden. Von Obstarten dieser Länder wurden und werden heute noch genannt: Weintrauben, Quitte, Pfirsich, Lotospflaume (Diospyrus Lotus), Pflaumen und Birnen.

In Griechenlands klassischer Zeit gingen Feld- und Gartenbau zurück, man lebte meist in den Städten, wo einige wenige regelmäßige Anpflanzungen den Einwohnern als Erholungsorte dienten, oder wo Epikur seine Schüler um sich versammelte, weshalb seine Philosophie Kepos (Garten) genannt wurde. Die Gemüse des alten Griechenland waren ziemlich diejenigen unsrer Tage. Aber die Halbinsel mit ihrer Blüte erlag im Anfang unsrer Zeitrechnung fremden Eroberern, und erst in neuerer Zeit sprach man wieder vom Garten auch in Griechenland, unter anderen von dem Schlossgarten, welchen Königin Amalie in Athen anlegen ließ, und der ein Wunderwerk von Schönheit sein soll; in neuester Zeit hat zwar, nach Professor Landerer, der Garten eine immer größere, allgemeine Ausdehnung gewonnen, dem aber der harte Winter 1879/80 ganz bedeutend geschadet hat.

In Italien haben die alten Römer die Nutzgärten (Gemüse- und Obstgärten) vom Lustgarten getrennt.

Nach dem Fall des römischen Reichs wurden in Italien die unverteidigten Besitzungen der Edlen geplündert und verwüstet, das Land wurde nur für den notwendigsten Bedarf, vor allem für die Ernährung bebaut. Dann entstanden Klöster, das eine oft neben dem anderen, und während der Herrschaft der Päpste im 8.–12. Jahrhundert waren die Mönche fast die einzigen, die sich mit Acker- und Gartenbau beschäftigten; Reiche und Mächtige schenkten ihnen, um sich Verzeihung der Sünden zu erwerben, große Flächen Landes mit Hörigen und belohnten ihre Tätigkeit als tüchtige Landwirte und Gärtner. Der Friede äußerte sich auch durch Einführung vieler fremden Pflanzen aus dem Orient, namentlich durch reiche Venezianer und Gemuesen.

Frankreichs Gartenbau kennt im Anfang seiner Geschichte nur das rein Nützliche, erhebt sich nur langsam zur Beachtung der Blumen und erreicht erst sehr spät das ästhetisch Schöne; jedes angenehme und nützliche Erzeugnis des Land- und Gartenbaues stammt aus der Fremde, von den Phönikern, Griechen, Karthagern, Römern und Sarazenen. Karl der Große (768–814) beförderte Acker-, Obst- und Weinbau auf jede Weise, er liebte die Gärten und erteilte seinen Gärtnern gern Verhaltungsbefehle. Er stand in freundschaftlichem Verhältnis zu dem abbassidischen Kalifen Harun ar-Raschid (gest. 809), durch den er die besten Gemüse und Früchte erhalten haben soll.

Der botanische Gartenbau in Europa kam erst dauerhaft im 16. Jahrhundert, nach der Entdeckung Mexikos in Schwung, und ging daher zunächst von Spanien aus.

Gaspar de Gabriel, ein reicher toskanischer Edelmann, gründete 1525 den ersten botanischen Garten, dem bald der von Cornaro in Venedig, der von Simonetti in Mailand, von Pinetta in Neapel und andere folgten.

1545 wurde vom Senat in Venedig die Anlage eines öffentlichen botanischen Gartens in Padua bewilligt, Papst Pius V. ließ den in Bologna einrichten, der Großherzog von Toskana den in Florenz, und bald darauf hatte beinahe jede bedeutende Stadt in Italien einen botanischen Garten.

Auch in Frankreich wurden 1597 botanische Gärten angelegt.

Die Niederlande sind bekannt für Blumenzucht (Blumenzwiebeln), Baumschulen sowie der Obst- und Samenzucht für den Handel. Der niederländische Gartenstil war der Vorläufer der barocken Gärten im 17. und 18. Jahrhundert und beeinflusste auch die französische Gartenarchitektur. Herrenhäuser wurden häufig mit Hecken, Blumen, Laubengängen und Kanälen umgeben angelegt. Die flache Landschaft begünstigte die regelmäßige Anlage von Beeten.

Im 19. Jahrhundert, in dem die bürgerliche Sphäre die Kunst und Kultur dominierte, liebte man die seltenen Pflanzen. Die Gärtner wurden zu Hobby-Botanikern und legten Themengärten, etwa mit australischen, südamerikanischen oder asiatischen Pflanzen an, die Pflanzenjäger in aller Welt sammelten. Das Sammeln von seltenen Spezies wurde wichtiger als die künstlerische Gestaltung der Landschaft. So hielten z. B. die Rhododendren, Kamelien und Azaleenarten Einzug in die Gärten. Besonders beliebt waren auch Topiarien, d. h. in Form geschnittene Büsche und Bäume. Im Garten von Levens Hall vermeint man sich in einem überdimensionalen Spielzeugland zu befinden, so sehr dominieren hier die würfelförmig, kegelig und kugelig zugeschnittenen Hecken. In den Stadtgärten pflegte man besonders die nun wieder beliebten Blumenrabatten, die teppichförmig dalagen und in denen die Blumen bunte Ornamente bildeten.

Einen natürlichen Gegensatz zu diesen sehr gezierten Gärten bilden die Gärten der Women Gardeners wie Gertrude Jekyll oder Elizabeth Sitwell, die sich an der ungezähmten Pracht und Einfachheit von Bauerngärten orientieren.

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Persischer Garten

Palast im Niavaran-Park

Die Gartengestaltung bildet einen Grundbestandteil der persischen Kultur. Der Begriff persische Gärten bezieht sich auf eine seit mehr als 3000 Jahren überlieferte Art, Gärten anzulegen, die in Iran und benachbarten Regionen beheimatet ist. Diese hatte derartige Wirkung, dass der altiranische Begriff für Garten Paradaidha als „Paradies“ in viele europäische Sprachen sowie auch ins Hebräische entlehnt wurde, wo bis heute der Ausdruck Pardes verwendet wird.

Der persische Garten verbindet oft innere Hofgärten durch Bauwerke wie Bögen mit angeschlossenen äußeren Gärten. Die inneren Gärten sollen als Symbol für das Häusliche wirken, während die äußeren die umgebende Welt spiegeln.

Eine Gartenanlage dient in erster Linie der Erholung und Entspannung. Weiters wird ein Garten als Ort der Spiritualität, sozialer Aktivitäten, früher auch als Ort eines Gelages etc. angesehen. Anders als in chinesischen Gärten kann ein persischer Garten entweder formal, d.h. der Gartenstruktur kommt eine besondere Bedeutung zu, oder mit Fokus auf der Pflanzenwelt, angelegt sein. Einige einfache Regeln der Gartengestaltung müssen erfüllt werden, um die Möglichkeiten des Gartenbaus voll ausschöpfen zu können und doch ein Maximum an Funktionalität, Struktur und Gefühlswirkung auf den Besucher zu erlangen.

Ein bedeutender Faktor der strukturellen Gestaltung in persischen Gärten sind das Sonnenlicht und Lichteffekte. Architekten bändigen das Sonnenlicht, indem sie Muster und Formen aus den Lichtstrahlen gestalten.

Aufgrund der südlichen Lage Irans sind Schattenplätze für die Gartenanlage notwendig. Während Bäume und Büsche natürliche Schattenspender sind, werden auch oft Pavillons und Mauern verwandt, um vor starker Sonne Schutz zu bieten. Versierte Architekten lassen durch Schattenspiele besondere Effekte entstehen.

Da es neben den vielen Wäldern in Iran auch sehr trockene Gebiete gibt, kommt Wasser besondere Wichtigkeit zu. Eine Art Aquädukt tief unter der Erde, das Qanat genannt wird, bewässert den gesamten Garten. Man vermutet, dass diese Art der Bewässerung, deren Tunnel unter dem Grundwasserspiegel entlangführen, bereits mehrere tausend Jahre alt ist. Sie hat sich derart bewährt, dass sie heutzutage noch zu finden ist. Wellenartige Bewegungen, die durch wassermühlenähnliche Räder erzeugt werden, lassen das Wasser beständig an die Erdoberfläche fließen.

Der Garten selbst ist oft von Kanälen durchzogen, die durch das Radsystem den Garten durchfließen. Solche sind im Gartentypus Tschahar Bagh zu finden. Bäume werden häufig in wassergefüllten Gräben, Dschub genannt, gepflanzt, die Wasserverdunstung verhüten und schnellen Zugang der Baumwurzeln zum Wasser ermöglichen.

Neben Bögen, Mauerwerk und Prachtbauten, sind in vielen Gärten Pavillons zu sehen. Deren Bezeichnung Koschk hat als Kiosk Einzug ins Deutsche erhalten.

Seitdem mit dem Arabersturm der Islam nach Iran kam, wurden die Wasserwege der nach innen gewandten und immer ummauerten Variante persischer Gärten zu Zeichen der vier paradiesischen Flüsse, die Wasser und Wein, Milch und Honig mit sich führen. Dieser Gartentyp wurde durch die Verbreitung des Islams von den Gärten der spanischen Mauren bis zu den Mogulgärten in Indien oft kopiert.

Die Perser errichteten großzügige Gartenanlagen mit Seen und langläufigen Obstwiesen im Gegensatz zu den europäischen Gärten in dieser Zeit, die meist recht bescheidenen Kräutergärten der Klöster waren.

Unglücklicherweise sind nicht viele alte Gärten erhalten geblieben. Bagh-e Schahsadeh, der seit seiner Errichtung im Jahre 1873 zum Palast des Prinzen Abdul Hamid Mirsa der Kadscharen-Dynastie führt, ist jedoch ein Beispiel dafür, dass der persische Garten insbesondere durch den Kontrast zu seiner trockenen Umgebung wirkt.

Die sechs Grundtypen des persischen Gartens sind in folgender Tabelle nach Typ und Funktion aufgeführt. Dabei ist es wichtig, dass persische Gärten nicht auf einen Typ begrenzt sind, sondern häufig verschiedene Typen kombinieren.

Die Anfänge der Gärten in Iran werden 4000 Jahre v. Chr. angesetzt. Bemalte Tongefäße dieser Zeit stellen möglicherweise den typisch kreuzförmigen Grundriss des späteren persischen Garten dar.

Der Garten ist wohl aus dem Verlangen der Menschen in Iran nach Grün entstanden. Diese Gärten sind die Vorläufer der modernen Gärten und wurden über die Jahrhunderte immer weiter entwickelt. Von den großen Palastgärten und Jagdgründen von Persepolis (fünftes Jahrhundert v. Chr.) bis zu den Nachtigallgärten im Teheran des 19. Jahrhunderts.

Die Ruinen des ersten persischen Gartens gehen auf Kyros den Großen zurück. Sie wurden in der Ebene von Marvdascht in Südiran gefunden. Dieser Garten hatte einen geometrischen Grundriss und steinerne Wasserläufe. Durch die Kombination von Baukunst und Grün, Kanälen und Schattenspendern legte Kyros Garten den Grundstein aller späteren persischen Gärten.

Die Beschreibungen von Liebesszenen oder Trinkgelagen in Gärten von persischen Dichtern wie Nezāmī lassen erkennen, welche Bedeutung dem Garten zugemessen wurde. Während der Sassanidenherrschaft im dritten Jahrhundert bis zum siebten Jahrhundert und unter dem Einfluss des Zoroastrismus hatte das Wasser als Fontainen und Seen der Gärten dargestellt in der Kunst eine herausragende Bedeutung.

Nach dem Arabersturm wurde der persische Garten zum Symbol des islamischen Paradieses. Durch die islamische Expansion fand der persische Garten weite Verbreitung, daher verwendet man heutzutage den Begriff „orientalischer“ Garten.

Die Invasion der Mongolen im 13. Jahrhundert verstärkte die bauliche Verzierung im Garten. Vor allem wurde Indien durch die Mogulherrschaft stark geprägt. Persische Teppiche lassen darauf schließen, wie die Gärten dieser Zeit ausgesehen haben müssen, denn sie bilden oft stilisierte Gartenmotive ab. Die Teppichumrandungen symbolisieren Grenzmauern und Wege. Die innere Teppichfläche ist meist in Viertel geteilt, die ihrerseits sechs Quadrate beinhalten. Diese sind mit Blütenmustern oder stilisierten Bäumen verziert.

Während der Safawidendynastie (17. bis 18. Jahrhundert) wurden Herrschaftsgärten von epischen Ausmaßen entwickelt und gebaut. Diese Gärten stellen nicht nur eine Erweiterung der Palastanlagen dar, sondern wurden zu einem ästhetischen und funktionalen Bestandteil aller weiteren Prunkbauten.

In den folgenden Jahrhunderten begann europäisches Gartendesign Iran zu beeinflussen, besonders französische Gartentypen, aber auch russische und britische Gärten wurden zu Vorbildern. Neue Arten der Bewässerung und neue Beetpflanzen sind auf den Einfluss des Westens zurückzuführen.

Die traditionellen Gartenformen und -typen sind in Iran nicht mehr verbreitet. Sie können nur noch in Museen, historischen Orten bewundert werden. Teile der reichen Bevölkerung pflegen noch traditionelle Gärten.

Schon sehr früh gelangte das medische Wort für Garten in die jüdisch-christliche Mythologie als Bezeichnung für den Garten Eden, das Paradies. Manche Forscher glauben, den Garten Eden in Iran lokalisieren zu können.

Das persische Konzept des Ideals eines paradiesischen Gartens auf Erden ist in den Anlagen des Taj Mahals verwirklicht. Babur führte den persischen Garten in Indien ein. Der mittlerweile nicht mehr gepflegte Garten Aram Bagh in Agra war der erste von vielen persischen Gärten, die er schuf. Taj Mahal ist einer der größten persischen Gärten der Welt.

Für die persischen Literatur, für die Kunst des Teppichknüpfens, die persische Architektur, aber auch für die persische Malkunst sind Gartenszenen typisch. Beispielsweise spielen große Teile der Liebesepen von Nezāmī in Gärten. Die Gedichte von Hafes verwenden die Gartenblumen gar als Stilmittel.

Die ältesten Beschreibungen und Zeichnungen persischer Gärten wurden von Reisenden, die den Iran aus dem Westen bereisten, angefertigt. Ibn Battuta im 14. Jahrhundert, Ruy Gonzáles de Clavijo im darauffolgenden Jahrhundert und Engelbert Kämpfer im 17. Jahrhundert. Kämpfer fertigte sorgfältige Bildnisse an und veröffentlichte sie in Europa. Sie zeigen den Gartentyp Tschahar Bagh mit einer umschließenden Mauer, rechteckigen Wasserbecken, einem Netz von Kanälen im Inneren des Gartens und Pavillons.

Heutzutage ist der persische Garten unter der groben Vereinfachung „orientalischer“ Garten fast in Vergessenheit geraten. Die Stadt Freiburg im Breisgau plant jedoch einen persischen Garten in Deutschland.

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Botanischer Garten

Botanischer Garten Berlin: Großes Tropenhaus - eines der größten Gewächshäuser der Welt

Ein Botanischer Garten ist eine oft nach Herkunft der Pflanzen-Arten geordnete Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und krautigen Pflanzen. Botanische Gärten stehen meist unter der Verwaltung einer Universität oder Hochschule, da solche Sammlungen von Pflanzenarten eine gute Basis für wissenschaftliche Arbeit darstellen.

Ein auf Gehölze (Bäume und Sträucher) beschränkter Botanischer Garten wird auch Arboretum genannt.

Seit dem Jahr 1492 ist das Arboretum von Trsteno nahe Dubrovnik nachgewiesen. Frühe Botanische Gärten in Europa wurden 1544 im italienischen Pisa von Luca Ghini, sowie 1545 in Padua von Johannes Baptista Montanus, Florenz und Bologna gegründet. In Deutschland folgten Botanische Gärten in Leipzig (1580), Jena (1586), Heidelberg (1593), Gießen (1609) oder Freiburg (1620), meist noch integriert in die medizinischen Fakultät als Hortus Medicus. Der erste deutsche Botanische Garten im engeren Sinne wurde dann im späten 17. Jahrhundert (1669) von Johann Daniel Major an der Universität Kiel eingerichtet.

Weitere Botanische Gärten siehe auf der Liste botanischer Gärten.

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Klostergarten

St. Galler Klosterplan, 9. Jh. Am oberen Rand, links, befindet sich der kleine Kräutergarten mit acht Beeten in zwei Reihen, weiter rechts das zweiteilige Sanatoriumsgebäude über der Klosterkirche, dann der Baumgarten (gleichzeitig Friedhof); noch weiter rechts, aber noch nicht ganz am Rand, ist der eigentliche Klostergarten mit achtzehn Beeten in zwei Zeilen.

Der mittelalterliche Klostergarten entstand ursprünglich als Nutzgarten zum Zweck monastischer Autarkie. Infolge kultureller und funktionaler Ausdifferenzierung entwickelte er sich zudem zum Träger christlicher Symbolik und Weltdeutung und spielte auch in der Formung von Pflanzen- und Heilmittelkunde zu wissenschaftlichen Disziplinen eine wichtige Rolle. Die Klöster als wichtige Entwicklungszentren des mittelalterlichen Lebens nahmen mit ihren Gärten maßgeblichen Einfluss auf den Anbau von Pflanzen, deren Verbreitung in der Natur- und Kulturlandschaft und deren Verwendung in Ernährung, Medizin, Kultus und Alltag. Heutige „mittelalterliche“ Klostergärten sind Rekonstruktionen anhand weniger schriftlicher und bildlicher Quellen und vereinzelter archäologischer Befunde.

Aufgrund ihrer ursprünglich rein nützlichen Funktion hatten die Gärten bis zum Ende des Mittelalters eine einfache Gestaltung, oft mit rechteckigem Grundriss, worin zeilenweise Beete angelegt und mit Flechtwerk oder Brettern (besonders bei Hochbeeten) eingefasst waren. Neben diesem Nutzgarten von Kräutern und Gemüse befand sich üblicherweise ein Baumgarten. Im Fall der Karthäuser hielt jeder Mönch wegen der einsiedlerischen Lebensweise einen eigenen kleinen Garten direkt vor seinem Zellhäuslein. Nahrungspflanzen, für die ein Bedarf in größeren Mengen bestand (Erbsen, Rüben, Kohl), wurden auf Landgütern außerhalb des Klosters angebaut. Zu diesem Zweck wurden in großem Maßstab Wälder gerodet, besonders von den Zisterziensern, die zusammen mit den Benediktinern eine Hauptrolle im erneuerten Gartenbau spielten und weitab von anderen Siedlungen lebten. Die Urbarmachung neuen Landes durch Klöster sorgte für die weitere Verbreitung spezifisch in den Klostergärten angebauter Pflanzen, die von dort aus entkamen und sich in der Wildflora einbürgerten.

Anzutreffen war im Kloster ab dem Hochmittelalter auch zunehmend eine Art Zier- oder Lustgarten, das heißt nicht wirtschaftlich genutzte Rasenanlagen, die der Ruhe und dem Gebet dienten. Albertus Magnus erläutert in seinem Werk De vegetabilibus (Lib. VII, I, 14: De plantatione viridariorum) die Anlage eines kombinierten Kräuter- und Ziergartens; letzterer nimmt den größeren Teil der Anlage ein, es gibt in ihm eine gefasste Quelle, eine Baumreihe als Begrenzung und Ziergewächse wie Madonnenlilie, Rose, Schwertlilie, Akelei, Veilchen, Salbei, Basilikum, Weinraute und Ysop. Der eigentlichen Gartenkunst verpflichtete Parkanlagen außerhalb des klerikalen Bereichs entstanden aber erst in Renaissance und Barock.

Zur Anlage der Klostergärten sind nur wenige zeitgenössische Informationen erhalten, und es liegen kaum archäologische Befunde vor. Einige Rückschlüsse lassen sich aus Gemälden und Bildern in Stundenbüchern oder auf Wirkteppichen in Millefleurs-Gestaltung ziehen. Am bedeutendsten sind der St. Galler Klosterplan aus dem frühen 9. Jahrhundert und das aus dem Jahr 827 stammende Gedicht Liber de cultura hortorum („Buch über den Gartenbau“) von Walahfrid Strabo, Abt des Klosters Reichenau, auch nur Hortolus („Gärtlein“) genannt. Die karolingische Verordnung für die Bewirtschaftung der kaiserlichen Landgüter und Herrenhöfe aus dem Jahr 812, das Capitulare de villis vel curtis imperii, dürfte mit ihrer umfangreichen Liste von 73 Blumen, Kräutern, Gemüse- und Obstpflanzen und 16 Bäumen den Hortolus und St. Gallen wesentlich beeinflusst haben. Nach diesen Vorgaben werden auch heute sogenannte Karlsgärten bepflanzt.

Die Pflanzen der Klostergärten fanden Eingang in die Bücher, die in den Skriptorien hergestellt wurden, und erschienen in stilisierter Form als ornamentale Verzierungen neben dem Text. Auf der anderen Seite waren im Klostergarten, wo sowohl Vita activa als auch Vita contemplativa stattfanden, christliche Symbolik und Weltdeutung stets präsent. Die Ordensregeln luden die manuelle Arbeit mit dem Aspekt des Heils auf, das sich auf das Objekt der Arbeit übertrug. Die Obstbäume waren mit ihrem Vegetationsrhythmus (Blüte, Fruchtreife, Winterruhe und erneutes Erblühen) ein Sinnbild der Auferstehung, der Baumgarten diente deshalb oft auch als Klosterfriedhof. Auch immergrüne Pflanzen (Efeu oder Rosmarin) verwiesen auf den Glauben an das ewige Leben nach dem Tod. Die angebauten Pflanzen erhielten christianisierte Bezeichnungen, die an die Stelle der volkstümlichen Namen traten, die fallweise wegen ihrer heidnischen Herkunft abgelehnt wurden: Georgenkraut anstelle von Baldrian, Johanniskraut oder Jageteufel anstelle von Hartheu. Pflanzennamen wie Frauenschuh oder Frauenminze leiten sich von der Anrufung Marias als „Unsere liebe Frau“ her.

Der Hortus conclusus repräsentierte das irdische Paradies, außerhalb dessen Einfriedung die heillose Welt ist. Mit Maria als Gottesmutter verband sich dabei die Vorstellung des durch den Sündenfall Adams und Evas verlorenen und durch Christus wieder geöffneten Garten Eden. Oft wird sie in Gesellschaft eines Einhorns dargestellt, das den menschgewordenen Gott verkörpert und mit seinem Horn die Wirkung von Gift aufheben soll, gleichsam wie Christus die Erbsünde überwunden hat. Für die Darstellung des Hortus conclusus, der eine besondere Rolle in der Mariensymbolik spielt, standen die Zier- und Baumgärten der Klöster augenfällig Pate. Albertus Magnus empfahl für diese Gärten Pflanzen wie Madonnenlilie, Rose, Schwertlilie, Akelei, Veilchen, Salbei, Weinraute oder Ysop, die in Beziehung zu Maria oder zu Kirche und Kultus (beispielsweise als Altarschmuck oder als Attributpflanzen bei Heiligenfesten) gesetzt wurden. Viele der im Klostergarten angebauten Pflanzen wie Johanniskraut („Jageteufel“) Beifuß oder Disteln erfüllten auch apotropäische Funktionen, indem sie helfen sollten, finsteren Mächte den Zugriff zu verwehren oder Dämonen und Zauberei zu exorzieren. In der kreuzförmigen Wegeführung zur Beeteinteilung wurde eine ähnliche Wirksamkeit erblickt.

Die Mönche sammelten erhaltene Werke antiker Autoren über Pflanzen- und Heilmittelkunde, vervielfältigten sie und bauten auf diesem Wissen auf. Sie verfassten eigene Abhandlungen, und zwischen den miteinander verbundenen Klöstern entstand ein reger Austausch von Büchern, Pflanzen, Präparaten und Samen. Auf diese Weise und über den Fernhandel gelangten etliche südeuropäische und orientalische Gewächse in den mitteleuropäischen und nordalpinen Raum. Dort ermöglichte eine geschützte Lage innerhalb oder entlang der Klostermauern deren Kultivierung und damit die vertiefte Kenntnis vormals fremdländischer Pflanzen wie Fenchel oder Liebstöckel. Die ursprünglich mediterranen Pflanzen wurden mit der Zeit nicht nur in den Klostergärten, sondern auch in bürgerlichen und bäuerlichen Hausgärten angepflanzt. Die systematische Unterscheidung der unterschiedlichen Floren und größere botanische Genauigkeit in der Beschreibung der jeweils vorkommenden Arten gelang ab dem 16. Jahrhundert, parallel zu den damals aufkommenden, zahlreichen Kräuterbüchern. Die botanischen Gärten, die sich ebenfalls in dieser Zeit im Umfeld der medizinischen Fakultäten an den Universitäten entwickelten und die Forschung weiter vorantrieben, standen sichtlich in der Tradition der Klostergärten, die zu Lehrzwecken mit exotischen Arzneipflanzen bereichert worden waren.

Einige Orden widmeten sich vor allem oder ganz der mittelalterlichen Klostermedizin. Die Antoniter oder der Lazarus-Orden spezialisierten sich auf die medizinische Tätigkeit, und bereits für die Benediktiner war die Krankenpflege ihre wichtigste Aufgabe.

Vor allem stark riechende Pflanzen fanden im medizinischen Bereich Anwendung. Die seit der Antike herrschende Miasmenlehre besagte, dass giftige Ausdünstungen des Erdreichs mit der Luft fortgetragen würden und so Krankheiten weiterverbreiteten. In den Hospizen wurde die „verpestete Luft“ ausgeräuchert, auf den Böden der Klöster und Kirchen verströmten frische Schnittblumen ihren Duft, dem man eine belebende und heilende Wirkung zuschrieb. Der starke Geruch von Rose und Lilie wurde herausgestellt, während geruchslose Blumen keine Beachtung fanden, und nicht zuletzt die Kräuter aus dem Mittelmeergebiet waren wegen ihrer ausgeprägten Aromen bei Ärzten, Apothekern und unter dem Volk sehr beliebt.

Die Mönche und Nonnen sammelten Erfahrungswissen im Umgang mit den Heilkräutern und deren Wirkkräften. Den eigenen Wissensbestand ergänzten mündliche Überlieferungen der Volksmedizin, die in die Lehre miteinbezogen wurden. Namhaft dafür sind die Abhandlungen der Benediktinerin Hildegard von Bingen. Teilweise wurden darin bereits früher bekannte Behandlungen aufgenommen, einiges war aber völlig neu beziehungsweise in schriftlicher Form bislang nicht festgehalten. Aus den klösterlichen Erfahrungen schöpfte schließlich die weltliche Apotheke, die sich seit dem 14. Jahrhundert in den Städten verbreitet hatte, eigene Kräutergärten anlegte und mit anderen öffentlichen Gesundheitseinrichtungen seit der frühen Neuzeit vermehrt an die Stelle des Komplexes aus Klostergarten, -apotheke und -hospiz trat.

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Source : Wikipedia