Frankfurt Lions

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Geschrieben von daneel 10/03/2009 @ 07:09

Tags : frankfurt lions, del, eishockey, sport

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Frankfurt Lions

Frankfurt Lions

Die Frankfurt Lions sind ein Eishockeyclub aus Frankfurt am Main, der seit 1994 und damit als Gründungsmitglied in der Deutschen Eishockey Liga spielt. Gegründet wurde die „Frankfurt Lions Eishockey GmbH“ als Frankfurter ESC „Die Löwen“ am 5. März 1991 als Nachfolgeorganisation der 1959 gegründeten Eishockeyabteilung von Eintracht Frankfurt. Der Stammverein, der für den Spielbetrieb der Nachwuchsmannschaften, der unterklassig spielenden Mannschaften und der Frauen zuständig ist, ist der Young Lions Frankfurt Eishockey e.V..

Der bislang größter Erfolg des Vereins, der seine Heimspiele in der Eissporthalle am Ratsweg austrägt, der Gewinn der deutschen Meisterschaft Saison 2003/04, als sich die Lions im Finale gegen die Eisbären Berlin in vier Spielen durchsetzten. Die Vereinsfarben des Clubs sind rot, weiß und schwarz.

Schon vor der Zeit der Eishockeyabteilung der Frankfurter Eintracht, gab es in Frankfurt zahlreiche zum Teil auch erfolgreiche Eishockeymannschaften. Im Jahr 1931 standen mit den Mannschaften SC Forsthausstraße Frankfurt/Main, SC 1880 Frankfurt und Frankfurter Eissportclub gleich drei Klubs im Halbfinale um die Meisterschaft des Südwestdeutschen Eislaufverbandes.

Die Eishockeyabteilung der Eintracht wurde 1959 durch Rudi Gramlich gegründet und trug am 14. Januar 1960 in Kronberg unter widrigen Bedingungen (auf einem vereisten Tennisplatz im Licht von Autoscheinwerfern) ihr erstes Spiel aus. Eine standesgemäße Spielstätte konnte aber bereits Ende desselben Jahres bezogen werden: am 10. Dezember 1960 wurde die neben dem Waldstadion errichtete offene Kunsteisbahn eingeweiht, zum Eröffnungsspiel gegen die SG Nürnberg kamen über 10.000 Zuschauer.

Die Eishockey-Eintracht spielte in den Folgejahren (meist vor deutlich geringerer Kulisse) in der Oberliga, bis ihr in der Saison 1968/69 der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Der Erfolgstrainer war Georg Kowarik, erfolgreichster Torschütze (12 Tore) war Horst Philipp. Obwohl Philipp in der Folgesaison sogar 26 Treffer erzielen konnte, erreichte die Eintracht nur den 12. Tabellenplatz und stieg wieder in die Oberliga ab. In den folgenden Jahren wechselte der Frankfurter Vorstand mehrmals den Trainer aus. Auf den Erfolgstrainer Georg Kowarik folgte zwei Jahre Larry Palmer, bis schließlich im Jahr 1973 Carlo Jang den Posten des Trainers übernahm.

In der Oberliga-Saison 1976/77 kamen zum Spiel gegen Preussen Berlin nur 36 zahlende Zuschauer. Daraufhin entschloss sich der Abteilungsvorstand, die Heimspiele der Qualifikationsrunde zur 2. Bundesliga den Gegnern zu verkaufen um die Eishockey-Abteilung am Leben zu erhalten. Nachdem der Verein lange Jahre nur in der Oberliga spielte, strebte das Management höhere Ziele an, auch um neue Zuschauer anzulocken. Deshalb entschloss man sich im Sommer 1980 den erfahrenen Trainer Willi Winkes unter Vertrag zu nehmen.

In der Saison 1980/81 spielte die Eintracht in der neuen Eishalle von Rödermark. Trotzdem kamen pro Spiel nur 300-400 Zuschauer. Deswegen beschloss Abteilungsleiter Günther Herold nach 15 Monaten, in die zugige Kunsteisbahn am Waldstadion zurückzukehren.

Wenige Jahre später erhielt die Mannschaft eine neue und sehr attraktive Spielstätte, die neue Eissporthalle am Ratsweg, die am 27. Dezember 1981 mit einem Länderspiel gegen das Olympiateam der Sowjetunion eröffnet wurde. Auch der sportliche Erfolg kehrte zurück, die Mannschaft stieg 1982 in die 2. Bundesliga auf und erlebte in der neuen Halle einen Zuschauerboom. In der Saison 1985/86 gelang sogar der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

In der Saison 1986/87 wurde der Klassenerhalt nach Platz neun in der Doppelrunde und dem 2.Platz in der Auf/Abstiegsrunde hinter dem BSC Preussen Berlin gesichert. In der zweiten Bundesliga-Saison 1987/88 erreichte man das Play-Off-Viertelfinale, in dem man in drei Spielen gegen den Kölner EC unterlag. Durch stetig wachsende Schulden erlebte die Abteilung eine erste Krise. Nur mit viel Mühe erhielt der Verein die Lizenz für die neue Saison. In der dritten Bundesliga-Saison (1988/89) scheiterte man erst im Play-Off-Viertelfinale nach vier Spielen am SB Rosenheim. Durch den Tod von Günther Herold geriet das Frankfurter Eishockey erneut in eine existentielle Krise.

In der Bundesliga-Saison 1989/90 scheiterte die Eintracht erst im Viertelfinale, erneut an Rosenheim, nach drei Spielen. Die folgende Saison 1990/91 war die sportlich erfolgreichste in der Vereinsgeschichte. Jiří Lála war mit 47 Toren und 59 Assists erfolgreichster Spieler der Eintracht. Unprofessionelles Management, eine teure Mannschaft und fehlende Handlungsfreiheiten der Eintracht Frankfurt Eishockeyabteilung führten jedoch zu einem Schuldenberg von über 7 Millionen DM. Am 1. März 1991 beschloss der Vorstand des Gesamtvereins, die Eishockeyabteilung vom Hauptverein Eintracht Frankfurt abzutrennen, um bei einem möglichen Konkurs der Eishockeyabteilung den Hauptverein nicht zu gefährden.

Am 5. März 1991 gründen die Verantwortlichen der aufgelösten Eishockeyabteilung den Frankfurter ESC „Die Löwen“. Man begann die neue Saison in der Regionalliga. Zu einem ersten Freundschaftsspiel am 1. Oktober desselben Jahres kamen über 5.000 Zuschauer. Innerhalb von drei Monaten gewann der Verein 3.500 neue Mitglieder. Nur sieben Monate nach seiner Gründung war der ESC „Die Löwen“ bereits der größte Eishockey-Club in Deutschland. Durchschnittlich verfolgten in der Regionalliga-Saison 1991/92 über 5.700 Zuschauer die Heimspiele. Auszug aus den Spielresultaten: 3. November 1991: EHC Zweibrücken vs. ESC Die Löwen - 1 : 19; 22. Dezember 1991: ESC Die Löwen vs. EHC Trier - 21 : 2.

Am Ende der Saison schaffte man vor fast 9.000 Zuschauern je Heimspiel den Aufstieg in die Oberliga - dabei waren zweistellige Ergebnisse die Regel. Dazu ein Auszug aus den Spielresultaten: 12. Januar 1992: ESC Die Löwen vs. VERC Lauterbach - 33 : 1; 19. Januar 1992: ESC Die Löwen vs. EC Bad Nauheim - 32 : 0. In der Oberliga-Saison 1992/93 waren alle Heimspiele mit 7.000 Zuschauern ausverkauft. Zweistellige Ergebnisse waren auch hier keine Seltenheit. So gelang nach einer Saison der Aufstieg in die 2. Bundesliga. 1994 erreichten die Löwen in der ersten Zweitliga-Saison das Halbfinale, in dem sie dann gegen Augsburg unterlagen. Trotz auch weiter hoher Zuschauerzahlen erwirtschaftete man in dieser Saison ein Minus von fast 1 Mio. DM.

Am 25. März 1994 wurde zur Einführung der Profiliga DEL („Deutsche Eishockey Liga“) die „Frankfurt Lions Eishockey GmbH“ gegründet. Die Lions spielten in der Saison 1994/95 in der höchsten deutschen Spielklasse. Im Frankfurter Team spielten Weltstars wie Robert Reichel, der aufgrund eines NHL-Streiks nach Frankfurt geholt wurde, und Jiří Lála, der in dieser Saison erneut erfolgreichster Spieler war. In der ersten DEL-Saison erreichten die Lions 1995 die Play-Offs und scheiterten hier nach fünf Spielen an den Kassel Huskies (1:4 Siege). 1996 erreichte der Verein abermals die Play-Offs, scheiterte dann aber an den Huskies (0:3).

1997 hingegen konnte die mittlerweile finnisch geprägte Mannschaft den Abstieg nur knapp verhindern. Die Play-Offs wurden nicht erreicht. Die Zuschauerzahlen sanken. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht war das Jahr bedeutsam. Am 31. Januar übernahm Gerd Schröder die Frankfurt Lions Eishockey GmbH mit allen Anteilen und Verbindlichkeiten, am 7. August wurde Bernd Kress Geschäftsführer. Mit dem Führungswechsel kamen neue Geschäftsräume, ein neues Logo, neue Trikotfarben und neues Personal. Bernie Johnston wurde als Manager verpflichtet und holte 17 neue Spieler, darunter elf Kanadier. Die Lions erreichten in der DEL-Saison 1997/98 das Halbfinale und scheiterten am späteren Meister Adler Mannheim. Mit dem zweiten Platz nach der Vorrunde qualifizierte man sich für die European Hockey League und feierte den bis dahin größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Die Saison 1998/99 gestaltete sich turbulent: Trainer Bob Manno verließ schon am 17. Oktober 1998 den Club. Manager Bernie Johnston wurde Trainer. Die Frankfurt Lions waren von Mitte November 1998 bis Ende Januar 1999 Tabellenführer der DEL mit zeitweise elf Punkten Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz. Nach einer Niederlagenserie von acht Spielen mit nur einem Sieg geriet die Play-Off-Teilnahme jedoch noch in Gefahr. Johnston wurde als Trainer abgelöst, blieb aber Manager. Unter dem neuen Trainer Rick Alexander erreichte man die Play-Offs, schlug im Viertelfinale und Penalty-Schießen im fünften Spiel die Kölner Haie und unterlag dann im Halbfinale nach drei Spielen den Nürnberg Ice Tigers.

In der Saison 1999/2000 erreichte man nach trotz vieler Verletzungen und nach Austausch von Trainer und Manager doch noch die Play-Offs. Man unterlag dem späteren Meister München Barons erst nach fünf hart umkämpften Spielen im Viertelfinale. Das Jahr 2001 war geprägt von einer neuerlichen Entlassung von Trainer- und Co-Trainer. Später trat auch Rick Alexander als Manager zurück. Trotz einer Steigerung unter dem neuen Trainer B. J. McDonald zu Saisonende verpasste man die Play-Off-Teilnahme. In der Saison 2001/02 wurde McDonald nach nur acht Spieltagen wieder entlassen. Co-Trainer Doug Bradley übernahm den Chefposten, musste aber nach ungenügendem Saisonverlauf im Januar 2002 ebenfalls gehen. Die Lions wurden 11. und erreichten damit nicht die Play-Offs.

Nach einer katastrophalen Saison 2002/2003 erreichten die Lions nur den vorletzten Tabellenplatz (Platz 13) und mussten in den Play-downs gegen die Schwenninger Wild Wings antreten. Hier verlor man in sechs Spielen und stieg sportlich ab. Weil der Gegner insolvent war und somit den DEL-Spielbetrieb nach den Liga-Regularien in der kommenden Saison nicht wieder aufnehmen durfte, verblieben die Lions dennoch in der DEL.

2004 erwies sich als grandioses Jahr für den Club. Am 16. April gewannen die Frankfurt Lions im vierten Finalspiel die Deutsche Meisterschaft, nachdem sie in der Hauptrunde nur den fünften Platz belegt hatten. Lions-Stürmer Pat Lebeau wurde nicht nur erfolgreichster Scorer der Hauptrunde (23 T + 46 A), sondern auch zum wertvollsten Spieler der Liga (MVP)gewählt. Auch die Saison 2004/05 war zunächst sehr erfolgreich, zog man doch als Tabellenführer nach der Vorrunde in die Play-offs ein. Dann aber verloren die Lions nach 5 Spielen im Halbfinale gegen die Adler Mannheim und mussten somit die Hoffnung auf eine Titelverteidigung aufgeben. Die Saison war geprägt vom Lockout in der NHL und damit von vielen Gastspielern, die das Niveau der Liga steigerten. Frankfurt selbst konnte den Verteidiger Stéphane Robidas von den Chicago Blackhawks und später den Star-Stürmer der St. Louis Blues, Doug Weight, für wenigstens diese eine Saison ihr eigen nennen.

In der Saison 2005/06 konnte man nicht an die starken Leistungen aus den Vorjahren anknüpfen, und verpasste als Neunter die Play-Offs. Gründe hierfür lagen in der Überalterung der Mannschaft, Neuzugängen, die die Erwartungen nicht erfüllten und einem Verletzungspech, von dem man in den vorangegangenen Jahren verschont blieb. Unter anderem Top-Scorer Patrick Lebeau fiel lange aus. Für die Saison 2006/07 hatte man sich das Ziel gesetzt, am Ende der Saison unter den ersten sechs Teams zu stehen. Dieses Ziel wurde knapp verfehlt, nach einer zeitweise starken, zeitweise aber auch schwachen Hauptrunde, sicherlich bedingt durch das große Verletzungspech vieler (Schlüssel-)Spieler während der gesamten Saison, platzierten sich die Lions nach 52 Spielen auf Rang Acht und mussten somit in den Pre-Playoffs unter Beweis stellen, dass sie Playoff-fähig waren. Dort traf man auf den amtierenden Deutschen Meister, die Eisbären Berlin. In einer Best of Three-Serie setzten sich die Lions mit 2:1 Siegen durch und qualifizierten sich somit für das Playoff-Viertelfinale. Dort traf man auf den Erzrivalen und Titelfavoriten, die Adler Mannheim. In einer nicht unumstrittenen Serie setzten sich die Adler in fünf Spielen mit 4:1 Siegen gegen die Lions durch, die somit im Viertelfinale ausschieden.

Im August 2008 verstarb Mitbegründer und Haupteigentümer Gerd Schröder im Alter von 49 Jahren, nachdem er im Frühjahr 2008 einen Schlaganfall erlitten und monatelang im Koma gelegen hatte. Nach anfänglichen Bedenken wurde die Zukunft der Lions allerdings für gesichert erklärt. Jürgen Arnold, Gesellschafter des ERC Ingolstadt, übernahm Schröders Posten als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Eishockey Liga.

Zur Saison 1994/95 wurde die Deutsche Eishockey Liga gegründet, der die Frankfurt Lions als Gründungsmitglied seitdem ununterbrochen angehören. Höhepunkt war die Deutsche Meisterschaft im Jahre 2004, Tiefpunkt der sportliche Abstieg im Jahr 2003, als man nur durch die Insolvenz der Schwenninger Wild Wings in der Liga verblieb.

Die Frankfurt Lions mussten zur Saison 2008/09 wichtige Spieler, wie den Verteidiger Richie Regehr und den Stürmer Jeff Ulmer abgeben. Im Gegenzug verpflichteten die Lions namhaften Spielern wie zum Beispiel die NHL erprobten Mathieu Biron und Josh Langfeld.

Den Mannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse stehen zwölf Ausländerlizenzen zur Verfügung. Jeder Spieler ohne deutsche Staatsangehörigkeit besetzt eine dieser Lizenzen, von denen pro Pflichtspiel zehn eingesetzt werden dürfen. Bei den Frankfurt Lions fallen elf Spieler unter diese Regelung.

Des Weiteren wurden sechs Spieler mit einer Förderlizenz ausgestattet und sind somit auch für das jeweilige Kooperationsteam spielberechtigt.

Die Mannschaft der Frankfurt Lions aus der Saison 2003/04 konnte sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Deutsche Meisterschaft sichern. Im Play-Off Finale besiegte das Team den Favoriten aus Berlin. Überragender Spieler der damaligen Mannschaft war der Kanadier Pat Lebeau, der nicht nur der punktbeste Scorer im Team war, sondern am Ende sogar zum MVP der Saison gewählt wurde.

Zu den erfolgreichsten Spielern in der Vereinsgeschichte gehört der Kanadier Patrick Lebeau, der in drei verschiedenen Statistiken den jeweiligen Rekord hält.

Einige Spieler der Frankfurt Lions wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

Im Stammverein Young Lions Frankfurt Eishockey e.V., kurz Young Lions, sind seit heute die Nachwuchs- und Amateurmannschaften des Vereins organisiert. Die Nachwuchsabteilung der Lions umfassen die Lauf-, Kleins- und Kleinschüler- sowie die Knaben-, die Schüler-, die Jugend- und die Juniorenmannschaft des ESC. Zudem startet eine Amateurauswahl unter dem Namen Young Lions 1.

Eine Frauenmannschaft nahm in den Anfangsjahren der DEL als Lady Lions am Spielbetrieb der Fraueneishockey-Bundesliga teil.

Nach ihrer Gründung im Jahr 1959 bezog die Eishockeyabteilung von Eintracht Frankfurt am 10. Dezember 1960 die auf dem Gelände des Waldstadions errichtete, über 10.000 Zuschauer fassende Kunsteisbahn, auf der die Mannschaft bis 1980 ihre Heimspiele unter freiem Himmel austrug.

In der Saison 1980/81 spielte die Eintracht in der neue errichteten Eishalle der Nachbarstadt Rödermark. Aufgrund des geringen Zuschauerzuspruchs beschloss Abteilungsleiter Günther Herold jedoch nach nur nach 15 Monaten, wieder auf die Kunsteisbahn am Waldstadion zurückzukehren.

Die neue Eissporthalle am Ratsweg, die der Eintracht ab der Saison 1981/82 als Heimstadion diente, wurde am 19. Dezember 1981 errichtet und galt lange als eine der modernsten Hallen ihrer Art in Deutschland. Neben der Haupteisfläche in der Größe eines Eishockeyfeldes, die von 7000 Zuschauerplätzen, davon ungefähr 3500 Sitz- und 3500 Stehplätzen, umgeben ist, verfügt die Anlage über eine geschlossene kleinere Eishalle sowie einen großen 400 m langen Außenring. Ein weiteres von einem Zeltdach überspanntes Eishockeyfeld wird im Sommer zu Tennisplätzen umfunktioniert. Auch die Nachfolgemannschaften Frankfurter ESC und Frankfurt Lions trugen oder tragen ihre Heimspiele im Eisstadion aus.

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DEL 2008/09

Die neue O2 World während ihrer Errichtung

Die DEL-Saison 2008/09 ist die 15. Spielzeit seit Bestehen der Deutschen Eishockey Liga. Es treten 16 Vereine gegeneinander an, der Meister der 2. Bundesliga 2007/08, die Kassel Huskies, haben erwartungsgemäß die Lizenz erhalten.

Eröffnet wurde die Spielzeit am Donnerstag, dem 4. September 2008, mit der Neuauflage des Vorjahres-Finales; die Eisbären Berlin schlugen die Kölner Haie 2:1. Die restlichen Partien des ersten Spieltags wurden einen Tag später ausgetragen.

Auf ihrer 69. Gesellschafterversammlung beschloss die Liga im November 2007, nach der Aufstockung der Liga von 15 auf 16 Mannschaften, die Anzahl der Vorrundenspiele von derzeit 56 Spielen auf 52 zu verringern. Dazu werden die Teams in vier Gruppen auf Grundlage der Hauptrunden-Abschlusstabelle 2006/07 eingeteilt. Die Mannschaften treten weiterhin jeweils viermal gegeneinander an, außer den Mannschaften aus der Gruppe A (Plätze 1, 8, 9 und 16) gegen jeden der Gruppe D (4, 5, 12, 13) sowie den Teams der Gruppe B (2, 7, 10, 15) gegen jeden der Gruppe C (3, 6, 11, 14), welche jeweils nur zweimal aufeinander treffen. Die Aufteilung der Liga in Gruppen wird sich dabei jedoch nicht in der Tabelle widerspiegeln. Der Vorschlag, die DEL in regionale Gruppen nach Vorbild der NHL einzuteilen, wurde verworfen.

Die sechs bestplatzierten Mannschaften ziehen weiterhin automatisch in die Play-offs ein, die vier Teams auf den Plätzen sieben bis zehn kämpfen in einer Qualifikation nach der Hauptrunde um die Play-offs. Der Beschluss, zur Saison 2008/09 Play-Downs und eine Relegation mit dem Meister der 2. Bundesliga einzuführen, wird dagegen nicht umgesetzt, weil die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft der 2. Bundesliga die dazu nötigen Reformen aufgrund von "gegebenen Strukturen und Notwendigkeiten für den Spielbetrieb der 2. Liga und Oberliga" in der Kürze der Zeit nicht ermöglichen konnte.

Kurz nach Beginn der Spielzeit 2008/09 zogen die Eisbären Berlin in die kurz zuvor fertiggestellte, 17.000 Zuschauer fassende O2 World. Zuvor hatte das Team seine Spiele im traditionsreichen Wellblechpalast ausgetragen, wo die Eisbären als SC Dynamo Berlin 15-mal DDR-Meister wurden und mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaften 2005, 2006 und 2008 sowie dem Deutschen Eishockey-Pokal 2008 vier gesamtdeutsche Titel erringen konnten.

Zur Saison 2008/09 wird von der IIHF zum ersten Mal die Champions Hockey League – ein Landesmeisterwettbewerb nach Vorbild der UEFA Champions League – ausgetragen werden. Die DEL wurde von der IIHF auf Platz 7 der europäischen Ligenrangliste eingestuft, daher qualifizieren sich zwei Mannschaften für die CHL: Die Eisbären Berlin treten als Meister in der Gruppenphase an (Gegner sind der finnische Meister Kärpät Oulu und der amtierende ECC-Sieger Metallurg Magnitogorsk aus Russland), der Hauptrundensieger Nürnberg Ice Tigers trat in einem Qualifikationsturnier gegen den HC Kosice (Slowakei) und den SC Bern (Schweiz) an.

Der seit 2002 ausgetragene Deutsche Eishockey-Pokal wird diese Saison in leicht veränderter Form ausgespielt. Die Vorrunde wird in acht Turnieren an Standorten der ESBG mit je zwei DEL- und zwei ESBG-Mannschaften ausgetragen. Dabei treffen jeweils die ESBG- und die DEL-Vertreter aufeinander, DEL-Clubs und ESBG-Clubs spielen nicht untereinander. Der Sieger des Turniers zieht ins Viertelfinale ein, welches wie bisher im KO-Modus gespielt wird.

Meister Eisbären Berlin vertraute zum Saisonbeginn auf seine Eingespieltheit aus der vergangenen Saison und verstärkte sich nur punktuell. Neben Nachwuchsspieler Andre Mangold verstärkte sich das Team lediglich mit DEL-Top-Verteidiger Richie Regehr, der von den Frankfurt Lions an die Spree wechselte, und Stürmer Matt McIlvane. Vorjahresfinalist Kölner Haie konnten mit Mike Johnson einen noch prominenteren Spieler verpflichten. Der Kanadier absolvierte in seiner Karriere 661 NHL-Spiele für die St. Louis Blues, die Montreal Canadiens, die Tampa Bay Lightning und die Toronto Maple Leafs und ersetzte Ivan Ciernik, der trotz laufenden Vertrags in Köln in die neue russische KHL zum HK Sibir Nowosibirsk wechselte. Mit Harlan Pratt von den Augsburger Panthern, Christoph Melischko vom ERC Ingolstadt und Christoph Ullmann von den Adler Mannheim sicherten sich die Haie zudem die Dienste dreier weiterer DEL-erfahrener Stammkräfte. Kai Hospelt und Sebastian Furchner wechselten hingegen zum Ligakonkurrenten Grizzly Adams Wolfsburg. Auch Rekordmeister Mannheim ergänzte seinen Kader nur an einigen Stellen. Mit Torhüter Fred Brathwaite und Stürmer Jason King wechselten zwei NHL-erfahrene Spieler zu den Adlern. Die Stammkräfte Martin Ančička (zu den Sinupret Ice Tigers), Jeff Shantz (EC KAC) und Eduard Lewandowski (HK Spartak Moskau) verließen hingegen den Verein.

Mit dem NHL-erfahrenen Ben Simon verpflichtete indes Überraschungs-Play-off-Teilnehmer Iserlohn Roosters den frühzeitig nach Frankfurt abgewanderten Pat Kavanagh ersetzen. Die Frankfurt Lions kompensierten die Abgänge der beiden Stammkräfte Richie Regehr und Jason Marshall mit der Verpflichtung von Mathieu Biron, jüngerer Bruder von NHL-Torhüter Martin Biron, sowie John Slaney und Lance Ward. Im Sturm konnten zudem mit dem NHL-erfahrenen Josh Langfeld und Jamie Wright von den DEG Metro Stars zwei weitere namhafte Spieler unter Vertrag genommen werden. Lokalrivale Kassel Huskies konnte währenddessen mit Nationalspieler Manuel Klinge sowie Colin Beardsmore aus Nürnberg und Sean Tallaire aus Köln drei etablierte Spieler für die erste Saison nach einer zweijährigen Ligaabstinenz verpflichten. Die durch die schlechte Vorsaison wirtschaftlich angeschlagenen DEG Metro Stars verließen Publikumsliebling Tore Vikingstad und Torjäger Klaus Kathan zwei langjährige Stammspieler, mit Adam Courchaine (Duisburg), Shane Joseph (Augsburg), Ryan Ramsay (Krefeld) und Bradley Tutschek (Ingolstadt) konnten immerhin einige DEL-erfahrene Ersatzkräfte eingekauft werden.

Zudem wechselten mit Jere Karalahti, der früher für die Los Angeles Kings sowie die Nashville Predators aktiv war und nun bei den Hamburg Freezern anheuerte, Frederic Cassivi, der in Nürnberg den nach Russland abgewanderten Nationaltorhüter Dimitrij Kotschnew ersetzte, Jon Klemm, zweimaliger Stanley-Cup-Gewinner und Neu-Straubinger, weitere Spieler, die bereits in der National Hockey League Erfahrungen gesammelt hatten, in die DEL.

Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Etats der Vereine fast stabil, der durchschnittliche Etat belief sich auf 5,24 Mio. €, was eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellte. Der Gesamtetat der Vereine wurde bedingt durch die Aufstockung der Liga um eine weitere Mannschaft von 78,7 auf 84,3 Millionen Euro erhöht. Wieder stand DEL eine vergleichsweise hohe Summe an TV-Geldern vom Pay-TV-Sender Premiere zur Verfügung. Als Hauptsponsor der Liga warben weiterhin die Gelben Seiten in jedem Stadion an der Bande sowie auf den offiziellen Internetpräsenzen der Clubs, die Schiedsrichter laufen mit einem Schriftzug des Arzneimittelkonzerns taxofit auf. Im August 2008 kündigte das Hamburger Verlagshaus Milchstraße, zudem unter anderem die Programmzeitschriften TV Spielfilm und TV Today gehören, eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Eishockey Liga an.

Am 28. August verstarb Gerd Schröder, der Besitzer der Frankfurt Lions und Aufsichtsratsvorsitzende der DEL, im Alter von 49 Jahren, nachdem er wenige Tage zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte. Nach anfänglichen Bedenken wurde die Zukunft der Lions allerdings für gesichert erklärt. Jürgen Arnold, Gesellschafter des ERC Ingolstadt, übernahm indes Schröders Posten als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Eishockey Liga.

Während der Saison vermeldeten sowohl die Kölner Haie als auch die Sinupret Ice Tigers erhebliche finanzielle Probleme, die den Fortbestand in der DEL gefährdeten. Die Domstädter, die erstmals seit 28 Jahren nicht an den Playoffs teilnahmen, hatten aufgrund sinkender Zuschauerzahlen als Folge der sportlichen Krise erhebliche finanzielle Einbußen erlitten. Im Februar 2009 gab der Verein bekannt, dass sich eine Investorengruppe von ungefähr zehn Personen bereit erklärt habe, die Verbindlichkeiten des Vereins zu tilgen und die sportliche Zukunft auch in Zukunft zu sichern. in Nürnberg erklärte sich ebenfalls im Februar eine Gruppe mittelständischer Unternehmer bereit, die Schulden des Vizemeisters von 2007 zu übernehmen.

Für einen Sieg nach der regulären Spielzeit wurden einer Mannschaft drei Punkte gutgeschrieben, war die Partie nach 60 Minuten unentschieden, erhielten beide Teams einen Punkt, dem Sieger der fünfminütigen Verlängerung bzw. nach einem nötigen Penaltyschießen wurde ein Zusatzpunkt gutgeschrieben. Verlor eine Mannschaft in der regulären Spielzeit, erhielt diese keine Punkte.

Die Viertelfinalserie (Modus: „Best of Seven“) wird ab dem 13. März ausgetragen. Die weiteren Spiele finden im Zwei-Tage-Rhythmus statt, sodass ein mögliches siebtes Spiel der Serie am 26. März ausgespielt werden könnte. Der Erstplatzierte der Hauptunde, die Eisbären Berlin, treten gegen den schlechtplatziertesten Qualifikationssieger an, der Zweite, die Hannover Scorpions, treffen auf den besserplatzierten Qualifikationssieger. Das dritte Viertelfinalspiel bestreiten die drittplatzierten DEG Metro Stars gegen die sechstplazierten Krefeld Pinguine, während im vierten Spiel der Vierte, die Adler Mannheim, auf den Fünften, die Sinupret Ice Tigers, trifft.

Die Ausspielung der Finalgegner findet, wie das Endspiel selbst, im „Best of Five“-Modus statt.

Die Sieger der beiden Halbfinale treten gegeneinander an, wobei die in der Hauptrunde besser platzierte Mannschaft das erste Heimrecht erhält.

Die TV-Rechte der DEL liegen in der Saison 2008/09 weiterhin beim Pay-TV-Sender Premiere, der bisher wöchentlich mindestens zwei Partien überträgt (meist donnerstags um 19.30 Uhr und sonntags um 14.30 Uhr). Zudem sicherte sich der europäische Sportsender Eurosport die Rechte für zwei Livespieler der DEL im Free-TV. ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Außerdem werden Spiel-Zusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt.

Das 11. DEL All-Star Game fand am 31. Januar 2009 in der neu errichteten O2 World in Berlin statt. Wie schon in den beiden Jahren zuvor trat eine Auswahl der besten Europa- gegen eine Auswahl der besten Nordamerika-DEL-Spieler gegeneinander an und mit einem 9:8-Sieg ging das Team Nordamerika zum dritten Mal in Folge als Sieger vom Eis.

In der Skills Competition, die traditionsgemäß vor der Partie stattfindet, gewann Mirko Lüdemann den Titel des schnellsten Schlittschuhläufers. Richie Regehr von den Eisbären Berlin konnte den Wettbewerb um den härtesten Schlagschuss für sich entscheiden.

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DEL 1998/99

Logo der Adler Mannheim

Die DEL-Saison 1998/99 war die fünfte Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga. Die reguläre Saison begann am 11. September 1998, die Play-off-Runde startete am 12. März 1999. Deutscher Meister wurde Titelverteidiger und Rekordmeister Adler Mannheim.

Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren wurde die DEL in dieser Spielzeit erstmals wieder als geschlossene Liga, also ohne sportlichen Auf- und Abstieg ausgetragen. Der Modus wurde zudem stark vereinfacht. Während sich die acht bestplazierten Mannschaften einer Vorrunde mit 52 Partien pro Team für die Play-offs qualifizierten, war für die Mannschaften auf den Plätzen Neun bis 16 die Saison vorzeitig beendet.

Alle Play-off-Runden wurden im Modus „Best of Five“ ausgespielt.

Das Viertelfinale wurde ab dem 12. März 1999 ausgespielt. Das bestplatzierte Team der Hauptrunde, die Nürnberg Ice Tigers, traf auf die achtplatzierten Augsburger Panther, die zweitplatzierten Eisbären Berlin auf den Siebten Krefeld Pinguine, der Dritte, die Adler Mannheim, auf den sechstplatzierten EV Landshut sowie die viertplatzierten Frankfurt Lions auf die Kölner Haie, die die Hauptrunde als Fünfter beendet hatten.

Die Halbfinalbegegnungen wurden ab dem 26. März ausgetragen. Die bestplatzierte noch verbliebene Mannschaft der Vorrunde traf auf die schlechtplatzierteste, während der Zweitbestplatzierte der Vorrunde auf den Drittbestplatzierten traf.

Die Finalserie wurde ab dem 18. April ausgespielt. Die Nürnberg Ice Tigers hatten aufgrund ihrer besseren Platzierung in der Hauptrunde das erste Heimrecht.

Damit wurden die Adler Mannheim zum vierten Mal in ihrer Vereinsgeschichte sowie zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister.

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DEL 2002/03

Logo des Krefelder EV

Die DEL-Saison 2002/03 war die neunte Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga. Die reguläre Saison begann am 6. September 2002 und endete am 9. März 2003, die Play-off-Runde wurde ab 12. März ausgespielt. Deutscher Meister wurden die Krefeld Pinguine. Da den Schwenninger ERC Wild Wings aufgrund eines laufenden Insolvenzverfahrens die Lizenz entzogen wurde, durfte der sportliche Absteiger Frankfurt Lions in der Liga verbleiben.

Während sich die besten acht Teams der Vorrunde für die Play-offs qualifizierten, spielten die beiden Letztplatzierten in einer Play-down-Runde gegen den Abstieg. Für die Mannschaften auf den Plätzen Neun bis Zwölf war die Saison nach der Vorrunde beendet.

Nachdem die Lizenz der München Barons nach Hamburg gewechselt war, spielten die neu gegründeten Hamburg Freezers eine überraschend gute Saison, in der sie vom abgeschlagenen letzten auf den achten und damit einen Play-off-Platz vorrücken konnten. Mit einem Zuschauerschnitt von 10.713 und einer knappen Viertelfinalniederlage gegen Berlin beendeten die Freezers schließlich ihre erste Saison. Die Iserlohn Roosters, der DEL-Club mit dem kleinsten Etat, konnten ebenfalls überraschen und verpassten unter Trainer Greg Poss nur knapp die Play-offs, da sie am Ende mit einem Punkt Rückstand auf Hamburg Rang 9 belegten.

Die beiden Tabellenletzten Frankfurt Lions und Schwenninger ERC Wild Wings spielten ab dem 12. März in einer Play-down-Serie im Modus „Best of Seven“ gegen den Abstieg.

Obwohl der Abstand am Ende der Hauptrunde 25 Punkte betrug, gewannen die Schwenninger Wild Wings die Abstiegsrunde gegen die Frankfurt Lions, die damit als sportlicher Absteiger feststanden. Da gegen die Wild Wings jedoch ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, wurde dem SERC die Lizenz entzogen, woraufhin er den Gang in die unteren Ligen antreten musste und Frankfurt in der DEL verbleiben durfte.

Das Viertelfinale wurde ab dem 12. März 2003 im Modus „Best of Seven“ ausgespielt. Das bestplatzierte Team der Hauptrunde, die Eisbären Berlin, trafen auf die achtplatzierten Hamburg Freezers, die zweitplatzierten Kölner Haie auf den Siebten Kassel Huskies, der Dritte, die DEG Metro Stars, auf die sechstplatzierten Krefeld Pinguine sowie die viertplatzierten Adler Mannheim auf die Nürnberg Ice Tigers, die die Hauptrunde als Fünfter beendet hatten.

Die Halbfinalbegegnungen wurden ab dem 28. März und wie das Finale im Modus „Best of Five“ ausgetragen. Die bestplatzierte noch verbliebene Mannschaft der Vorrunde traf auf die schlechtplatzierteste, während der Zweitbestplatzierte der Vorrunde auf den Drittbestplatzierten traf.

Die Berliner verloren damit überraschend das Halbfinale gegen die Krefeld Pinguine, obwohl die Eisbären die Vorrunde mit 109 Punkten als Erster abgeschlossen hatten und damit als Topfavorit für die Meisterschaft galten.

Die Finalserie wurde ab dem 11. April ausgespielt. Die Kölner Haie hatten aufgrund ihrer besseren Platzierung in der Hauptrunde das erste Heimrecht.

Als größte Überraschung der Spielzeit wurden die Krefeld Pinguine damit zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Deutscher Meister. Nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen standen die Pinguine kurz davor, als erste Mannschaft in der DEL-Geschichte mit einem Sweep, also einer Serie ohne Niederlage, Deutscher Meister zu werden. Dies war auch zu Bundesligazeiten lediglich dem EC Hedos München in der Finalserie der Saison 1993/94 gegen die Düsseldorfer EG gelungen. Durch den knappen 3:2-Sieg der Kölner im dritten Spiel schafften es die Krefelder jedoch nicht, diesen Rekord einzustellen. Aufgrund der Play-off-Siege gegen Düsseldorf, Berlin und Köln wurde in Krefelder Kreisen scherzhaft das Siegesmotto „Landeshauptstadtbesieger, Bundeshauptstadtbesieger, Karnevallshauptstadtbesieger, Deutscher Meister 2003“ geprägt.

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Source : Wikipedia