Franco Foda

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Geschrieben von goldorak 20/04/2009 @ 16:13

Tags : franco foda, trainer, fussball, sport

Franco Foda

Franco Foda - SK Sturm Graz (hoch).jpg

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Franco Foda (* 23. April 1966 in Mainz) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und jetziger Fußballtrainer, aktuell beim SK Sturm Graz in Österreich. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne, von denen einer (Sandro) ebenfalls bei Sturm Graz spielt.

Franco Foda bestritt insgesamt 321 Bundesligaspiele und erzielte dabei 20 Tore. Er gewann dreimal den DFB-Pokal - 1990 mit dem 1. FC Kaiserslautern, 1993 mit Bayer 04 Leverkusen und 1997 mit dem VfB Stuttgart; allerdings hatte er den VfB in der Winterpause 1996/1997 und damit vor Halbfinale und Finale verlassen. Im Jahr 1997 wechselte er, nach einem kurzen Aufenthalt beim FC Basel in der Schweiz, nach Österreich zum SK Sturm Graz. Dort wurde er zweimal Meister, zweimal Cup- und Supercupsieger und spielte während der sehr erfolgreichen Zeit beim SK Sturm in der Champions League, wo in der Saison 2000/2001 sogar die Zwischenrunde der besten 16 Teams erreicht wurde.

In der deutschen Nationalmannschaft wurde er 1987 bei den Spielen gegen Argentinien und Brasilien zweimal eingewechselt.

Nachdem er seine aktive Karriere als Spieler beendet hatte wurde er vom SK Sturm Graz als Nachwuchstrainer angestellt. Bereits ein Jahr später, 2002, wurde er Co-Trainer in der Kampfmannschaft. Nach dem Rücktritt von Ivica Osim wurde Franco zum neuen Cheftrainer der Mannschaft bestellt. Anfangs feierte er mit der Mannschaft einige Erfolge (Einzug in die 3. UEFA-Cup-Runde), am Jahresende landete die Mannschaft allerdings nur auf Rang 6, weswegen Foda durch den Erfolgstrainer Gilbert Gress ersetzt wurde. Franco ging wieder ins zweite Glied zurück und arbeitete dort sehr erfolgreich als Trainer der Amateure des SK Sturm.

Am 1. Juni 2006 wurde er wiederum zum Cheftrainer des SK Sturm Graz bestellt, nachdem Michael Petrovic den Verein in Richtung FC Kärnten verlassen hatte. Im März 2007 verlängerte er seinen Vertrag bis zum Ende der Saison 2008 . Nur acht Monate später, am 3. November 2007, verlängerte Foda erneut seinen Kontrakt mit dem SK Sturm bis Sommer 2010 .

Foda - der mit der deutschen Nationalmannschaft am 12. Dezember 1987 in Brasilien zu Gast war - sorgte bei seiner Einwechslung im Länderspiel gegen die Brasilianer alleine durch seinen Namen für den humoristischen Höhepunkt, denn der Ausdruck „Franco Foda“ ist auf Portugiesisch ein etwas derber Ausdruck für das unentgeltliche Anbieten des Geschlechtsaktes.

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SK Sturm Graz

100-Jahr-Jubiläumslogo des SK Sturm Graz

Der SK Sturm Graz (offiziell Sportklub Puntigamer Sturm Graz) ist ein österreichischer Fußballverein aus der steirischen Landeshauptstadt Graz. Der Verein spielt in der erstklassigen tipp3-Bundesliga, die Amateurmannschaft in der drittklassigen Regionalliga Mitte. Heimstätte des SK Sturm Graz ist seit 1997 die UPC-Arena im Bezirk Liebenau, die Amateure spielen aktuell im Kumberger Well Welt Stadion. Die Vereinsfarben sind mit Schwarz-Weiß festgelegt. Der Grazer Bierkonzern Puntigamer ist seit 1996 Hauptsponsor des Klubs.

Die statutenmäßige Gründung als Grazer Fußballclub „Sturm“ fand am 14. Oktober 1911 statt, wobei die Gründungsmitglieder bereits seit 1. Mai 1909 den Spielbetrieb als vereinslose Fußballmannschaft geführt hatten. Da ab Februar 1920 überdies eine Leichtathletik- und Handballsektion geschaffen wurde, erfolgte im Jänner desselben Jahres die Umbenennung in Grazer Sportklub „Sturm“. 2009 besteht nur mehr der ursprüngliche Fußballverein, samt Amateuren und Jugend, der sich seit den 1950er-Jahren SK Sturm Graz nennt und de facto nur mehr unter diesem Namen bekannt ist.

Größte Erfolge des Vereins waren der Gewinn der österreichischen Fußballmeisterschaft in den Saisonen 1997/98 und 1998/99. Internationale Bekanntheit erlangte der Klub vor allem durch die Teilnahmen an den Champions League-Saisonen 1998/99, 1999/2000 und 2000/01, wobei 2000/01 die erste Gruppenphase gewonnen werden konnte.

Der SK Sturm Graz wurde am 1. Mai 1909 im Gasthaus Schafzahl in der Grazer Pestalozzistraße als Grazer Fußballclub Sturm in unmittelbarer Nähe des Augartens gegründet. Der Legende nach soll jener Sturm, der am Gründungstag in Graz geherrscht haben soll, bei der Namensfindung des neuen Klubs Pate gestanden haben. Tatsächlich wurde der Name jedoch in Anlehnung an den damals renommierten tschechischen Klub DBC Sturm Prag gewählt, der am 18. und 19. April 1909 in Graz zu Gast war.

Mit dem Einstieg von Arnold Schmidt, der bis dorthin Obmann der Grazer Sportvereinigung (GSV) war, kam erstmals ein Vereinsgeist auf, der, so Karl Assmann, aus jungen Sturm-Mannschaft den Grazer Fußballclub „Sturm“ schuf. Jene Versammlung, in der der Beitritt zum Deutsch-Alpenländischen Fußballverband, der Vorgänger des heutigen Steirischen Fußballverbandes, sowie die statutengerechte Vereinsgründung vorgenommen wurde, fand im Jänner 1911 auf Schmidts Initiative statt. Erster offizieller Obmann wurde Rudolf Jäger, erster Kapitän Franz Schönbacher. Durch den Obmann der GSV konnte der Klub an Sonn- und Wochentagen auf dessen Platz trainieren, da noch kein eigener Sportplatz existierte.

Am 14. November 1909 fand bereits das erste, medial beachtete Spiel von Sturm statt, von dem tags darauf das Grazer Tagblatt von einer „überraschenden jungen Sturmmannschaft“ berichtete. Gegner war ein aus der zweiten und dritten Mannschaft kombiniertes GSV-Team an. Das Spiel endete mit einem 3:3-Unentschieden. Am 28. November 1909 verlor Sturm ein Match gegen GSV II mit 10:2.

Ab 1910 war der Platz der Sportvereinigung in der Fröhlichgasse die ständige Spielstätte von Sturm. Das erste internationale Spiel fand am Platz des 1902 gegründeten Grazer AK (GAK) in der Körösistraße statt. Gegner war Concordia Agram aus Zagreb, das damals noch Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie war. Nach einem hart umkämpften Spiel gewann Sturm mit 2:1. Zahlreiche Spiele, unter anderem gegen den GAK, gegen Rapid Graz, den Klagenfurter AC oder Germania Graz, folgten.

1912/13 fand die erste (Amateur-)Meisterschaft des Deutsch-Alpenländischen Fußballverbandes statt. Die Teilnehmer waren Rapid Graz, Sturm Graz, die Grazer SV, die Amateure Graz sowie der Deutsche SK. Sturm gewann diese Meisterschaft mit drei Punkten Vorsprung vor Rapid Graz. Auch in der Saison 1913/14 konnte Sturm diese Meisterschaft gewinnen. Besonderer Höhepunkt im Jahr 1913 war am 21. September die Eröffnung des Rapid Graz-Platzes am Bahnhofsgürtel, welches Sturm gegen die Hausherren mit 3:1 gewinnen konnte.

1914, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, konnte die junge Sturm-Mannschaft gegen den GAK ein 0:0 erzielen und wurde mit der Zuerkennung der Erstklassigkeit belohnt. Der Österreichische Fußball-Verband (ÖFV) forderte jedoch ein Ranglistenspiel gegen einen Wiener Verein, damit die Erstklassigkeit offizielle Gültigkeit bekommen kann. Der Ausbruch des Krieges verhinderte die Austragung dieses Spiels, sodass Sturm zweitklassig blieb. Zahlreiche Sturm-Spieler mussten 1914 in den Krieg ziehen und fielen. Die Grazer waren dennoch einer der wenigen Vereine, die während des Krieges den Spielbetrieb aufrecht erhalten konnten. Mitgründer Arthur Longin, der nicht im Kriegseinsatz war, organisierte mit zahlreichen anderen die Spiele.

Die Grazer SV zerbrach rasch nach Kriegsbeginn, Spieler der Sportvereinigung wechselten daraufhin zu Sturm. Jedoch fehlte dem SK Sturm bald eine Spielstätte, da der GSV-Platz kriegsbedingt unbespielbar wurde.

Am 20. April 1919 war mit Hakoah erstmals ein Wiener Verein zu Gast bei Sturm. Sturm verlor knapp mit 2:3, was zu damaligen Zeiten fast wie ein Sieg galt, da sich das Profifußballgeschehen zur damaligen Zeit in Wien abspielte. Tags darauf konnte die junge, ambitionierte Sturm-Elf die Wiener mit 1:0 besiegen. Am 20. Juli 1919 erklärte der Deutsch-Alpenländische Fußballverband Sturm endgültig nach ausgezeichneten Leistungen im Frühjahr 1919 für erstklassig.

Am 15. Februar 1920 fand die Jahreshauptversammlung in der Schwechater Bierhalle in der Grazer Herrengasse statt. Da neben der Fußballsektion mit der Kampfmannschaft, Reserve, Jugend und Schülern eine Handball- und Leichtathletiksektion (inklusive einer Frauenhandballgruppe) gegründet wurde, nannte sich der Verein von nun an Grazer Sportklub „Sturm“.

In der Saison 1920/21 wurde die erste reguläre Steirische Fußballmeisterschaft ausgetragen. Die Teilnehmer waren der GAK, Sturm und der Arbeiter Athletik Club (AAC). Die zweite Liga bestand aus den Amateuren, Hakoah Graz, Rapid Graz, Gösting und der GSV. Nach einem 3:2-Sensationssieg gegen die Vienna und einem 1:0-Erfolg über den GAK stand Sturm als erster offizieller Steirischer Meister fest.

1921/22 konnte Sturm den GAK mit 3:2 besiegen, gegen SC Wacker Wien (2:2), den Wiener Associationfootball-Club (WAF) (1:1) und Germania Wien (2:0) blieb Sturm ebenfalls ungeschlagen. Im entscheidenden Spiel gegen den GAK im Frühjahr 1922 unterlagen die Schwarz-Weißen mit 0:2. Der GAK wurde Meister, Sturm wurde Zweiter.

In der Saison 1922/23 gewann Sturm gleich vier Derbys gegen den GAK und wurde schlussendlich wieder Steirischer Meister. Eine bis heute anhaltende Rivalität entwickelte sich mit eben diesem sieben Jahre älteren GAK, der, anders als Sturm, als „Nobelverein“ galt, was die Anreise zum Spiel gegen Sturm 1921 mit Fiakern beweisen sollte. Am 6. Juli 1923 gastierte der Wiener und österreichische Fußballmeister SK Rapid bei Sturm und überreichte dabei den Wimpel Dem steirischen Meister Sturm Graz in alter Freundschaft, Sportklub Rapid Wien. Sturm unterlag in diesem Spiel mit 1:3. Anfang 1923 wurde der ehemalige Nationalspieler Josef Haist als erster hauptamtlicher Trainer der Vereinsgeschichte engagiert.

1923/24 entschieden zwei Spiele (am 20. und 26. Juli 1924) zwischen Sturm und dem GAK die Streitfrage um den Meistertitel, da es immer wieder zu Ungereimtheiten durch unberechtigt eingesetzte Spieler kam. Der GAK siegte im ersten Spiel 3:0, das zweiten Match endete mit einem 2:2-Unentschieden. Der GAK gewann dadurch die Meisterschaft. In Wien setze sich die Profiliga durch, der Steirische Fußballverband, der aus dem Deutsch-Alpenländischen Fußballverband hervorging, blieb vorerst bei einer Liga auf Amateurebene. Ab sofort trug der Verband jedoch eine Jahresmeisterschaft aus. Im Herbst 1924 gewann Sturm den Grazer Messepokal vor Hakoah Graz, dem GAK und Kapfenberg.

1925 gewann Sturm den (Jahres-)Meistertitel, der mit einem 4:2 gegen den GAK am 27. September 1925 schon vorzeitig erreicht werden konnte. 1926 holte Sturm seinen allerersten Legionär. Der technisch starke Ungar Strakovics wechselt aus Kaposvár nach Graz. Die Endtabelle 1926, in der Sturm Zweiter wurde, war stark gekürzt. In diesem Jahr wurde die Freie Vereinigung der Amateur-Fußballvereine Österreichs (VAFÖ) gegründet, an der die vier Vereine Südbahn Graz, AAC Graz, Rapid Graz und Admira Graz teilnahmen und dafür aus der Steirischen Meisterschaft ausgeschieden sind.

In der Jahreshauptversammlung stellt Dr. Karl Assmann den Antrag, § 1 der Vereinsstatuten folgendermaßen zu ändern: Parteipolitische Tendenzen sind ausgeschlossen, der Verein steht auf vollkommen parteiloser Grundlage. Der bisherige Sektionsleiter Fritz Klima hingegen meinte, dass Sturm im VAFÖ dort die Bewegung in die Hand bekommen könne. Max Spurny lehnte dies ab und betonte, dass Hugo Meisl vom ÖFB entsandt wurde und Sturm geldliche sowie Wettspielunterstützung zugesagt habe, jedoch nur, wenn Sturm nicht zum VAFÖ wechseln würde. Sturm lehnte einen VAFÖ-Beitritt ab. In der Meisterschaft 1927 wurde Sturm erneut Zweiter.

Die Meisterschaft 1928/29 fand wieder saisonal statt, wieder wurde der SK Sturm Vizemeister, jedoch noch vor dem erstarkten Grazer Sportklub Straßenbahn, der in der unsicheren finanziellen Zeit Spieler mit einer Fixanstellung lockte.

Im Jahr darauf gelang es den Straßenbahnern Sturm zu überholen, die Schwarz-Weißen wurden Dritter der Meisterschaft. Bekannt wurde dabei in dieser Saison ein Derby zwischen dem GAK und Sturm vom 27. Oktober 1929. Ein Zeitungsartikel nannte dieses Spiel die Schlacht in der Körösistraße; erst in der 73. Minute gelingt dem GAK das Tor zum schlussendlichen 1:0-Sieg. Ein GAK-Akteur und zwei Sturm-Spieler werden ausgeschlossen, dazu müssen drei Schwarz-Weiße und ein Athletiker das Spielfeld verletzt verlassen.

Mit Beginn der 1930er-Jahre kam eine neue, starke Persönlichkeit zu den Schwarz-Weißen. Der Offizier der k. u. k.-Kriegsmarine Franz Reistenhofer, ein Wein-Großhändler und Vermount-Fabrikant, kam nach seinem Dienst im Ersten Weltkrieg in Istrien zurück nach Graz, um seinen Betrieb auszubauen. Mit HR Dr. Rudolf Resner von der Finanzlandesdirektion hatte Sturm weiters einen sehr angesehenen Präsidenten. In der Steirischen Meisterschaft kam erstmals Donawitz ins steirische Oberhaus. Trainer Bruno Skasa verließ Sturm Richtung Neapel. Bei der Jahreshauptversammlung tauchte Skasa plötzlich wieder auf und kehrte in die Trainerposition zurück. Das Saisonhighlight war der 5:2-Derbysieg gegen den GAK am 7. Juni dieses Jahres in der Körösistraße.

In der Meisterschaft 1930/31 wurde Sturm nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem GAK Vizemeister. Der immer stärker werdende Grazer Sportklub wurde auf Rang drei verwiesen. 1931/32 lotste Sektionsleiter Josef Plendner Max Lamoth vom GAK zu Sturm. Dies sollte der Start einer sehr erfolgreichen Karriere werden. Wieder wurde Sturm Vizemeister. Dafür gewann Sturm den erstmals ausgespielten Steirischen Pokal.

Die Nachfolgesaison war nicht von Erfolg geprägt und brachte Platz vier hinter dem GAK, dem Grazer Sportclub und der Betriebsmannschaft von Kastner & Öhler. Der Gewinn des Steirischen Pokals war ein kleines Trostpflaster. Josef Plendner stieg vom Sektionsleiter zum Präsidenten auf, da Präsident Resner zum Steirischen Verbandspräsidenten gewählt wurde.

In der 25-Jahr-Jubiläumssaison 1933/34 gelang es Franz Reistenhofer gemeinsam mit Dr. Karl Assmann, Josef Mößlacher und Josef Plendner, Sturm den ersten Sponsor überhaupt zu bringen. Man schloss mit dem Sport- und Kunstverein Kastner & Öhler (dieser nannte sich ab sofort FC Graz) eine Interessensgemeinschaft zum Zwecke des Ausbaus des Sturm-Platzes. Dank Großkaufmann Franz Öhler und anderen konnte eine überdachte Westtribüne und ausgebaute Stehplätze verwirklicht werden. Zusätzlich wurden vier Tennisplätze westlich der Sitztribüne errichtet und die Sturm-Tennis-Sektion gegründet. Rechtzeitig zum Start der Frühjahrssaison konnte der neue Sturm-Platz eröffnet werden. Erstmals seit 1925 gelang es Sturm außerdem, wieder Steirischer Meister zu werden. Zusätzlich wurde Sturm Österreichischer Amateur-Staatsmeister durch ein 4:0 und 6:4 gegen Austria Klagenfurt, ein 1:1 und 4:1 gegen St. Pölten sowie ein 2:1 und 2:0 gegen SAK 1914 im Finale.

In der darauffolgenden Saison 1934/35 folgte trotz guter Verstärkungen ein erneuter Einbruch. Man holt Tormann Jesenitschnig von Südbahn Graz, Allrounder Karl Sever sowie Verteidiger Franz Schopp, der Großvater vom späteren Eigenbau- und Teamspieler Markus Schopp. Diese spielten bereits in der Amateurstaatsmeisterschaft, in der Karl Sever beide Tore im Final-Hinspiel gegen SAK erzielt.

Schnell konnte sich Sturm vom „Krisenjahr 1934“ erholen. Bereits im Frühjahr 1936 stand Sturm Graz als erster Provinzklub im ÖFB-Cup-Viertelfinale und unterlag trotz 2:0-Halbzeitführung noch der Libertas mit 2:3. Zuvor hatte Sturm die Heimhilfe Wien mit 9:0 deklassiert sowie durch ein 3:2 gegen Hakoah Wien das Viertelfinale gegen die Libertas erreicht. Im Steirischen Pokal besiegte Sturm den Erzrivalen GAK mit 3:2. Auch in der Steirischen Meisterschaft konnte man sich dank der besseren Tordifferenz vor den GAK setzen und wurde Meister. Lediglich der Amateur-Staatsmeisterschaftstitel blieb verwehrt. Trotz eines 6:1 im Hinspiel gegen Wiener Neustadt unterlag Sturm im Rückspiel mit 0:6.

Sturm konnte seinen steierischen Meistertitel 1937 verteidigen, diesmal mit sechs Punkten Vorsprung vor Donawitz. Stürmer Pevny wechselte von Libertas Wien zu Sturm, Karl Schneider verließ die Grazer Richtung Wien. Der steirische Landespokal ging erneut an den SK Sturm, im Österreichischen Pokal schieden die Schwarz-Weißen in der zweiten Runde gegen die Vienna mit 0:5 aus. Immer lauter wurden in Österreich die Stimmen, eine gesamtösterreichische Meisterschaft auszutragen. Der Fußballexperte Hugo Meisl erarbeitete erste Pläne für eine solche Meisterschaft. Sein plötzliches Ableben 1937 traf ganz Fußball-Österreich. Meisls Vorschläge wurden nur zögernd aufgenommen. Der ÖFB entschied schließlich, dass die Grazer Schwarz-Weißen zwei Relegationsspiele gegen die Wiener Vereine SC Simmering (1:2/3:4) sowie Helfort (5:4/1:5) bestreiten musste. Der Aufstieg in die Wiener Liga misslang.

Am 5. September 1937 eröffneten der Grazer SC und Sturm Graz den neuen Sportklub-Platz in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße. Der Platz, der gegenüber der heutigen Stadthalle lag, war seinerzeit auf dem modernsten Stand der Technik. Die Mannschaften trennten sich mit einem 2:2-Unentschieden. In der Meisterschaft 1937/38 lief es mit dem Vizemeistertitel hinter dem Sportklub, der anstelle von Sturm in die Wiener Gauliga einziehen durfte, einigermaßen gut für Sturm.

Direkt nach dem Anschluss am 12. März 1938 verschwand der jüdische Verein SC Hakoah (und im Gegensatz zu seinem Bruder aus Wien wurde er nach dem Krieg nicht wiedergegründet). Auch der FC Graz (Kastner & Öhler) gab auf, da Sponsor Franz Öhler als Jude das Land verlassen musste. Als sich die Fußballlandschaft wieder ein bisschen beruhigt hatte, konnte Sturm den von der Kleinen Zeitung gestifteten Steirischen Pokal zum bereits fünften Mal gewinnen. Durch den Anschluss an das Deutsche Reich wurde die Ostmark zum Sportgau 17 des nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen. Die dadurch entstandenen Veränderungen zeigten Wirkung. Sturm bekam neue, linientreue Präsidenten, die ab sofort „Vereinsführer“ hießen. Ab 1939 war dies Dr. med. Josef Türk, ab 1942 Karl Geisler, der zusätzlich Sportkreisführer für die Steiermark war. In Wien wurde der Profifußballbetrieb gleich komplett abgeschafft und in das deutsche Ligensystem integriert.

Die fünf besten steirischen und kärntnerischen Mannschaften wurden in der Bezirksliga Süd zusammengefasst. Der Grazer Sportklub spielte als Steirischer Meister in der Gauklasse mit wiener, nieder- und oberösterreichischen Vereinen. Die Bezirksmeisterschaft Süd 1938/39 beendete Sturm auf dem zweiten Platz. Im Tschammerpokal besiegte man den GAK mit 2:1, Gratkorn mit 6:1 und Reichsbahn Graz mit 3:2. Das Steirische Finale verlor Sturm gegen den Sportklub jedoch mit 0:2.

1939 erklärte Deutschland Polen den Krieg. Dies war der Beginn des Zweiten Weltkriegs, der bis 1945 dauern sollte. Deswegen startete die Steirische Herbstmeisterschaft der Saison 1939/40 wieder ohne Kärnten verspätet. Jedoch sollte ein Entscheidungsspiel um den Südmeistertitel gegen den Kärntner Meister stattfinden. Der Sportklub, der die Steirische Kriegsmeisterschaft dominierte, gewann schließlich die Meisterschaft sowie auch das Südmeistertitel-Spiel gegen den Villacher SV. Sturm wurde erneut Vizemeister. Im Tschammerpokal konnte Sturm Post Graz (7:1), Rosental (4:2) und den GAK (5:2) besiegen, im Steirischen Cup-Finale den Sportklub (4:1) und traf auf die Wiener Vereine WAC (7:3) sowie SK Admira Wien (9:0). Diesen Siegen folgte die erste Hauptrunde gegen eine Mannschaft aus dem „Altreich“. Am 18. August 1940 spielte der 1. FC Nürnberg auf dem Sturm-Platz. Sturm hatte jedoch keine Chance und verlor mit 1:6.

Nach den Erfolgen im Tschammerpokal 1940 folgte eine sehr erfolgreiche Saison 1940/41. Mit nur drei Verlustpunkten gewann Sturm die steirische Meisterschaft. Im Kampf um den Bezirksmeister-Süd gewannen die Blackies gegen den Villacher SV zu Hause mit 5:3, das Auswärtsspiel ging jedoch mit 0:2 verloren, weswegen ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden notwendig wurde. Die Grazer konnten die Bezirksmeisterschaft-Süd mit einem entscheidenden 5:0-Sieg in Donawitz gewinnen.

Nun musste Sturm ein Aufstiegsturnier in die Bereichsklasse bestreiten. Im ersten Spiel wurde BSG Traisen mit 3:0 bezwungen, dem folgte ein 8:2-Sieg auswärts gegen Austria Salzburg und ein 3:2-Erfolg gegen Postsport Wien. Das bedeutete den Aufstieg in die Bereichsklasse.

1941/42 spielten der SK Sturm mit den Wiener Großklubs gemeinsam in einer Liga. In zwölf Spielen erreichte er gegen die fast übermächtigen Wiener drei Siege. Am 8. Mai 1942 musste der Klub wegen Spielermangels zurücktreten, erhielt jedoch das Recht in der Saison 1942/43 erneut anzutreten. Vereinsführer Karl Geisler und die restlichen Sturm-Verantwortlichen übersahen jedoch, dass Sturm zu schwach für die Bereichsliga war. Dennoch wollte die vereinsleitung um jeden Preis vom Recht an der Teilnahme an dieser Liga Gebrauch machen. 1943 verhinderte das Wiener Fußball-Fachamt eine „Kriegsehe“ des SK Sturm mit der SG Reichsbahn Wien. So musste die Schwarz-Weißen seinen kleinen Kader mit Leihspielern des Grazer SV, Fronturlaubern, Gastspielern und Junioren auffüllen. Am Ende der Saison stand Sturm auf dem letzten Platz; lediglich ein Unentschieden stand 19 Niederlagen und null Siegen gegenüber. Das 0:0-Unentschieden gegen Wacker Wien wurde Sturm nachträglich noch aberkannt. Erst sechs Jahre später sollte Sturm in die höchste Spielklasse zurückkehren.

1943/44 musste der SK Sturm wieder in der steirischen Meisterschaft teilnehmen, die reisebedingt in Gruppen gespielt wurde. Sturm, in der Gruppe A, schaffte aus 14 Spielen 18 Punkte und wurde Tabellenvierter. Der Zweite Weltkrieg machte vor Graz aber auch nicht Halt. Am Josefitag 1944 bombardierten die Alliierten die Gegend um den Jakominigürtel, das Messegelände und die Industriehalle (heutige Stadthalle). Auch der Sturmplatz wurde getroffen, direkt im Südtor schlug eine Bombe ein.

Die folgende Saison 1944/45 sollte die letzte Saison in Kriegszeiten werden. Sturm erreichte den dritten Platz, siegte unter anderem gegen den in Auflösungsgefahr befindlichen Sportklub mit 10:0, dessen prunkvolles Stadion gegenüber der heutigen Stadthalle durch die Fliegerbomben zerstört wurde. Am 8. Mai 1945 kapitulierten die Deutschen. Rasch gelang es Sturm eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen, die vier Meistertitel und Cupsiege in den folgenden Spielzeiten errang. Am 3. Juni 1945 fand das erste Fußballspiel in Graz nach dem Krieg statt. Der SK Sturm Graz und Südbahn Graz (während des Krieges hieß der Verein Reichsbahn Graz) trafen am renovierten Sturm-Platz aufeinander. Sturm gewann die Partie knapp mit 4:3. Im Kampf um den Befreiungspokal traten ab 1. Juli 1945 acht Mannschaften an. Neben Sturm waren dies Südbahn, GAK, Eggenberg, ASV Gösting, Post SV, Admira Graz sowie die Grazer SV. Im Finale kämpften Sturm und Südbahn um den Sieg des Pokals. Ein 1:1-Unentschieden reichte für Sturm. Der erste Bewerb im befreiten Österreich war gewonnen.

Josef Plendner wurde zum ersten Obmann nach dem Krieg gewählt und Sturm legte eine große Siegesserie hin. Bis ins Frühjahr 1946 blieben die Schwarz-Weißen ungeschlagen. 1945/46 gelang das erste von vier Doubles. Sturm wurde Meister vor SV Südbahn und in den Pokalfinalspielen wird der Sportklub mit einem 1:1 nach Verlängerung und einem 3:0-Sieg geschlagen. Höhepunkt der Saison war ein Unentschieden in einem Spiel gegen Austria Wien. Immer lauter wurde der Wunsch nach einem Bewerb gemeinsam mit den Wiener Klubs; selbst aus Wien kam nach und nach Pro-Stimmen zu diesem Ansinnen des „Provinz-Klubs“.

1946/47 wird Josef Molzer als Trainer engagiert. Neben Molzer, der sich bei Vienna und Austria Wien als Spieler in den 1930er-Jahren einen Namen gemacht hatte, kamen mit Otto Denk (Wacker Wien) und Ludwig Durek (FC Wien) zwei weitere Wiener nach Graz. Vor allem der Transfer Dureks war eine handfeste Sensation, da es damals nicht üblich war, dass ein Wiener Profifußballer in die damalige „Fußballprovinz“ wechselte. Molzer formte aus Sturm Graz eine scheinbar unschlagbare Mannschaft. Zwischen 1946 und 1949 verlor Sturm nur acht von 68 Punktespielen, in den Cupbewerben blieb Sturm gar unbesiegt.

Im Österreichischen Cup 1947/48 unterlagen die Schwarz-Weißen erst im Finale der Wiener Austria mit 0:2, die Meisterschaft gewann Sturm erneut vor dem SV Kapfenberg.

Im Sommer 1948 gründete der ÖFB einen Staatsliga-Verband, der gleichberechtigt neben den neun Landesverbänden bestand. Erstmals war eine „gesamtösterreichische Staatsliga“, die aus den zehn Klubs der Wiener Liga sowie den Meistern der Steiermark, Öberösterreichs sowie Niederösterreichs bestand, angedacht. 1948/49 gwann Sturm erneut die Meisterschaft vor dem SV Kapfenberg. Der Einzug in die Staatsliga war geschafft, die Schwarz-Weißen waren der erste Steirische Staatsligaklub. Der Steirische Cup ging wieder an Sturm; erst im vierten Finalspiel besiegte Sturm die Austria Graz.

Die erste Staatsligasaison 1949/50 startete am 28. August 1949. 11.000 Fans strömten zum Sturm-Platz, zu Gast war die Vienna. Sturm fiel der Umstieg von der steirischen Amateursliga in die neue (Halb-)Profiliga nicht leicht, das „Premierenspiel“ ging glatt mit 1:6 verloren. Am Ende der Saison stand Sturm auf Platz zehn.

Ab Sommer 1950 führte der Staatsliga-Verband neben der erstklassigen Staatsliga A eine zweitklassige, ebenfalls professionell geführte Staatsliga B, die heutige Erste Liga, ein, die jedoch nur Mitglieder aus Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich und Steiermark hatte. Aus der Steirischen Liga stiegen Meister Austria Graz, Kapfenberg und der GAK in diese Staatsliga B auf.

Sturm, in der Staatsliga A, präsentierte den Neuzugang Robert Nydesy, der sich in Graz Robert Niederkirchner nannte. Unter dem Spielertrainer Ludwig Durek kasernierte man sich vor dem Spiel gegen die Vienna in der 10. Runde erstmals in der Klubgeschichte. Doch mit dem Trainer Durek war man nicht zufrieden, ganz im Gegensatz zum Spieler Durek. So präsentierte man am 5. Jänner 1951 bei der Generalversammlung im Steirerhof Johann Czernicky als neuen Trainer, Durek blieb Sturm als Spieler erhalten. Am Ende der Saison wurde Sturm Siebenter von 13 Teilnehmern.

Die Saison 1951/52 brachte Sturm und dem GAK das Grazer Derby zurück, da die Athletiker als Tabellenzweiter der B-Liga in die A-Liga aufsteigen durften. Nach zwei Runden und zwei 1:0-Siegen war Sturm erstmals in der Klubgeschichte Tabellenführer einer gesamtösterreichischen Liga, bis zum Ende der Saison fiel der Klub auf Platz acht zurück. 1952/53 bestand die Staatsliga A zu fast einem Viertel aus Grazer Vereinen mit Sturm, dem Sportklub und dem GAK. Sturm startete in die neue Saison mit einem neuen Trainer, dem 32-jährigen Karl Decker. Eigentlich wurde er als Stürmer geholt, jedoch erhielt er noch keine Freigabe und so wurde er zunächst als Trainer verpflichtet, da der bisherige Coach Czernicky nach Deutschland abgewandert war. Am Ende der Saison landete Sturm auf Platz 9.

Nach der nachfolgenden Saison 1953/54 musste Sturm in die Staatsliga B. Lediglich sechs Siege bedeuteten schließlich Platz 13 von 14. Zusätzlich hatte Sturm Geld-Probleme, das Decker-Engagement blockierte die Finanzen. 1954/55 landete Karl Decker, der bei Sturm nicht Fuß fassen konnte, in Frankreich beim FC Sochaux. Nach einer Meuterei im Winter 1954 wurde der Vertrag mit Gerdov wieder aufgelöst und am 9. Februar 1955 wurde der 38-jährige Hans Gmeindl als neuen Trainer verpflichtet, der nach der Saison jedoch genug vom Trainergeschäft hatte. Zuvor wurde er mit Sturm noch Meister der Staatsliga B und stieg wieder zurück in die A-Liga auf.

Mit Rudolf Strittich von Juli bis Dezember 1955 und Josef Blum ab Jänner 1956 bekam die Mannschaft in kürzester Zeit erneut zwei neue Trainer präsentiert. Zwei eigene Talente wurden in die B-Liga zum Sportklub verliehen, dafür holte Sturm unter anderem den 35-jährigen Routinier Josef Meszaros sowie das 22-jährigen Talent Helmut Senekowitsch, der später zum ÖFB-Teamchef werden sollte. Die „Rückkehrsaison“ 1955/56 beendete der SK Sturm auf dem 10. Tabellenrang.

Im Sommer 1956 wurde die Sturm-Elf stark verändert, gleich acht Spieler verließen die Mannschaft, fünf Neuzugänge und die Nachwuchsspieler füllten deren Lücken. Mit einem Altersschnitt von nur 22 Jahren galt Sturm als jüngstes Team der Liga. Im Oktober '56 kursierten die Gerüchte, dass Sturm wegen zu hoher Schulden den Spielbetrieb einstellen müsse. Präsident Schlösser meinte darauf: „Alles nicht wahr!“ Am 10. November gelang eine damalige Sensation, als der SK Sturm seinen ersten Meisterschaftssieg gegen den SK Rapid feierte. Im März 1957 hörten die 4.500 Fans am Sturm-Platz beim 5:4-Sieg gegen Admira Wien das erste Mal die Stimme Sturms. Radio-Moderator Günther Schrey wurde als Platzsprecher aktiv. Dies sollte er für 39 Jahre bis 1995 sein. Die Saison 1956/57 beendete Sturm schließlich auf dem 12. Platz.

1957/58 wurde Helmut Senekowitsch erstmals ins Österreichische Nationalteam einberufen. Er war der erste Nationalteamspieler des SK Sturm. Die Saison verlief für Sturm mit sieben Siege aus 26 Spielen sportlich schlecht. Der Verein landete auf dem vorletzten Tabellenplatz und musste erneut absteigen. Aufgrund der Bauarbeiten beim Sturmplatz, die von der Staatsliga mit 230.000 Schilling gefördert wurden, musste Sturm bis auf weiteres ins neue Bundesstadion Liebenau ausweichen. Die Saison wurde vom Tod des Mitgründers Karl Assmann überschattet. Am 31. Mai 1959 wurde der Sturm-Platz mit dem 3:1-Sieg gegen den FC Stadlau eingeweiht. Auch der ÖFB-Cup wurde wieder gespielt, Sturm unterlag dem GAK in Liebenau knapp mit 0:1. Am Ende der Saison 1958/59 stand Sturm auf Rang 4.

Im Sommer '59 teilte die Staatsliga die B-Liga in eine B-Liga-Ost und eine B-Liga-Mitte. Kurz darauf folgte die Umbenennung der B-Ligen in Regionalliga Ost und Regionalliga Mitte, in welcher der SK Sturm spielte. Die Saison 1959/60 beendete Sturm auf dem 5. Tabellenrang.

Nach wie vor war der Verein in Geldnöten. Willibald Pennitz meinte in der „Tagespost“: „Ein neuer Geist muss her bei Sturm!“ Nachdem Janos Szep den Trainervertrag mit dem GAK aufgelöst hatte, beschloss der Anhängerklub des SK Sturm daraufhin eine Sammelaktion, um Szep finanzieren zu können. Am 21. Juli 1960 trat er sein neues Amt bei Sturm an. In der Regionalliga-Saison 1960/61 duellierten sich die Schwarz-Weißen mit den Rot-Weißen aus Kapfenberg. Die Böhlerstädter hatten immer eine Nasenlänge Vorsprung und wurden Regionalliga-Mitte-Meister 1961, sechs Punkte vor Sturm.

Im Juli 1961 präsentierte Präsident Dr. Wilhelm Schlösser mit Gustl „Guggi“ Rumpf einen neuen Trainer. Nach dem Aufstieg der Kapfenberger in der Vorsaison und weil keine Mannschaft aus der Staatsliga abgestiegen war, galt Sturm als Favorit für den Meisterschaftsgewinn 1961/62. Nach fünf Runden war Sturm bereits mit zehn Punkten Tabellenerster vor dem ersten Verfolger Wels. Im Schlager im Oktober 1961 verlor Sturm jedoch zu Hause gegen Wels 1:3. Schlussendlich wurde Sturm nur Tabellensechster. Im ÖFB-Cup schlugen sich die Elf vom Jakominigürtel tapfer. Erst im Viertelfinale war wegen eines 1:2 auswärts gegen Rapid Wien Endstation.

Im Sommer 1962 wurde der Grundstein für die heutige Vereinszeitung Sturm Echo gelegt, als man erstmals die Zeitschrift als Sportprogramm herausbrachte. Diese ist noch heute die älteste Klubzeitschrift Österreichs. 1962/63 war der SV Kapfenberg wieder zurück in der Regionalliga Mitte. Erneut gab es das Duell Sturm gegen Kapfenberg um den Aufstieg in die Staatsliga und erneut wurde Sturm hinter Kapfenberg Vizemeister. Im Cup musste Sturm in der zweiten Runde gegen Simmering aufgeben. Bereits im Folgejahr gelang Sturm die Rückkehr in die Staatsliga A. Mit einem Punkt vor Austria Klagenfurt wurde man Meister, im Cup schied Sturm in Runde drei gegen Kapfenberg aus. Am 8. Mai 1963 löste Josef Soral Präsident Schlösser nach neun Jahren ab.

1964/65 spielte Sturm erstmals nach sechs Jahren wieder in Österreichs höchster Liga. Anfangs konnte Sturm gut mithalten, jedoch war das Frühjahr 1965 geprägt vom gemeinsamen Abstiegskampf mit Kapfenberg und dem GAK, gegen die Wiener Vereine WAC und Wacker Wien. GAK und Kapfenberg schafften es, Sturm musste wieder zurück in die Regionalliga. 1965/66 wurde der Staatsliga-Verband aufgelöst. Man gründete eine dem ÖFB direkt unterstellte Nationalliga, ebenso wurde die Einnahmenteilung abgeschafft. Ab sofort kassierten die Vereine ihre Einnahmen selbst. Der sofortige Wiederaufstieg gelang, Sturm wurde Meister vor Donawitz.

Nach einem Jahr in der Zweitklassigkeit kehrte der SK Sturm ins österreichische Oberhaus zurück, wo er bis heute spielt. Nach Rapid Wien und Austria Wien, die beide seit 1911/12 Teilnehmer der höchsten österreichischen Liga sind (bis zur gesamtösterreichischen Liga zählte die Wiener Liga als Österreichs höchste Fußballklasse), ist Sturm der drittälteste Verein der heutigen Bundesliga. Die Nationalliga-Saison startete nicht gut und zu Saisonende blieben die Schwarz-Weißen nur dank des besseren Torverhältnisses vor Wacker Wien im Oberhaus.

Im Sommer 1967 änderte sich eine jahrelange „Tradition“. Bis dorthin konnte der Stadtrivale GAK alle steirischen Talente verpflichten, in diesem Sommer schlug Sturm zu. Helmut Huberts und Anton Celestina aus Rosental folgten Robert Kaiser und Walter Peintinger. Dazu kam der neue Trainer Karl Kowanz. 1967/68 landeten die Grazer auf Platz sieben. Bereits im Oktober 1967 wurde Trainer Kowanz beurlaubt und durch den Klagenfurter Gerd Springer ersetzt.

Im Mai 1968 vermeldete Sturm eine, für damalige Verhältnisse, handfeste Sensation. Das Baustoff- und Ziegelunternehmen Durisol wurde Hauptsponsor beim SK Sturm für 300.000 Schilling pro Jahr. Ab sofort hieß der Verein SK Sturm Durisol Graz, da man den Sponsornamen mit in den Vereinsnamen aufnahm. Sturm war der erste Oberhausverein, der dies tat. Im November '68 spielte Sturm auf der Hütteldorfer Pfarrwiese gegen Rapid Wien um den Herbstmeistertitel 1968/69, jedoch siegten die Hütteldorfer glatt mit 5:2. Am 4. Dezember 1968 stieg in Budapest gegen Vasas die internationale Premiere im Mitropacup, Sturm unterlag mit 3:4 und auch das Rückspiel gewannen die Ungarn mit 1:2. Am 23. Mai 1969 fand gleich die nächste Premiere statt. Das Spiel Sturm gegen Rapid (2:1) als Durisol Sturm wurde vom Fernsehen live übertragen. Mit Rang fünf hinter dem LASK verpasste Sturm knapp die Messestädte-Cup-Qualifikation.

Im Juli 1969 konnte Sturm zwei große Transfers vermelden. Ernst Hölzl kam von Donawitz und vom GAK kam Heinz Schilcher. Zusammen mit Austria Wien, dem Wiener Sportklub, Rapid Wien und Wacker Innsbruck duellierte sich Sturm um die Spitze der Saison 1969/70. Schlussendlich beendete Sturm die Saison auf Platz drei hinter Meister Austria Wien und dem Vizemeister Sportklub. Zusätzlich erreichten die Schwarzen vom Jakominigürtel erstmals das Halbfinale im ÖFB-Cup (0:2 gegen Wacker Innsbruck).

1970 kam Janos Szep zu Sturm zurück. Am 21. Oktober 1970 gelang Sturm ein großer Erfolg. Im Messestädtecup konnten in der 2. Runde im Hinspiel im Bundesstadion Liebenau vor 22.000 Zuschauern die Gunners von Arsenal London mit 1:0 besiegt werden. Dabei wurde ein Tor von Robert Kaiser aberkannt. Dieses Tor fehlte Sturm schließlich beim Rückspiel in London, welches mit 0:2 verloren wurde. Die Leistung des 1:0-Sieges in Graz konnte Sturm nicht immer in der Meisterschaft zeigen. Innerhalb des Vereins ging es drunter und drüber. Plötzlich stand der Verein ohne Trainer und Präsident da. Man beendete die Saison auf dem 12. Platz.

Am 18. Juni 1971 übernahm Vize Hans Gert das Präsidentenamt bei Sturm. Zehn Tage zuvor holte er Adolf Remy als Trainer. Hans Gert und Adolf Remy setzten auf Umbau. Die teuren Verträge mit alten Spielern wurden nicht mehr verlängert, dagegen kamen zahlreiche Talente. Im März 1972 änderte der Klub bei der jährlichen Generalversammlung die Statuten: 1) Der Vorstand besteht ab sofort nur mehr aus maximal 15 Personen. 2) Der Vorstand muss ein „Team“ sein. 3) Wahl des Vorstandes nur mehr alle zwei Jahre. Präsident Gert setzte durch, dass Sturm die Punktespiele im größeren Stadion Liebenau austrug. Am 15. Juni 1972 wurde die neue 15-Mann-Liste von Hans Gert gewählt. Erstmals kam Gerts Jugendfreund Franz Gady in den Vorstand. Die Saison beendete Sturm auf Rang sieben, im ÖFB-Cup war gegen Rapid in der zweiten Runde Endstation.

1973/74 holte Sturm das 18-jährige steirische Talent Heribert Weber. Die Saison startete sehr gut. Nur ein Unentschieden in den ersten sieben Meisterschaftsspielen bedeutete nach neun Runden die Tabellenspitze. Doch es folgte ein Rückfall, Sturm überwinterte auf Rang sechs und beendete die Saison schließlich auf Rang fünf. Im November 1973 spielte Sturm das letzte Mal für fast zehn Jahre in der Gruabn. Im April 1974 führte der ÖFB mit der kommenden Saison eine Bundesliga mit zehn Vereinen, in der jedes Bundesland mit einem Verein vertreten war. Lediglich Wien durfte mit Rapid und Austria zwei Vereine stellen. Darunter wurde eine Zweite Division mit 14 bis 16 Klubs eingeführt. In einem indirekten Duell gewann Sturm gegen den GAK den Kampf um den steirischen Bundesliga-Platz, der GAK musste in die 2. Division.

In der Folgesaison trat Sturm das erste Mal im Intertoto-Cup an und schied in Runde drei bereits wieder aus. Wie gehabt setzten die Grazer auf die „junge Welle“. Neben Gernot Jurtin von Judenburg kam Andy Pichler aus Weiz. In nur zwei Jahren hatte Sturm fünf steirische Talente zu sich gelotst, zusätzlich kam Tormann Refik Muftic. Die Premiere in der neuen Bundesliga konnte Sturm gegen Wacker Innsbruck mit 1:0 im Bundesstadion Liebenau gewinnen. Zusätzlich war Sturm wieder im UEFA-Cup vertreten. Sturm musste sich nach einem 2:1 im Hin- und Heimspiel gegen den FC Antwerpen aufgrund der Auswärtstorregel nach einem 0:1 in Antwerpen geschlagen geben. In der Bundesliga platzierte sich Sturm im Mittelfeld auf Platz fünf, im ÖFB-Cup erreichten die Grazer die Finalspiele (3:2 und 0:2 gegen Wacker Innsbruck).

Ab der Saison 1975/76 gab es wieder Grazer Derbys, da der GAK den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Beide Derbys endeten Unentschieden (0:0 und 4:4). Da Wacker Innsbruck amtierender Meister war und Sturm im ÖFB-Cup-Finale 1974/75 gegen Innsbruck verlor, durfte Sturm anstelle der Tiroler im Cup der Cupsieger antreten. Nach Siegen gegen Slawia Sofia (3:1 und 0:1) und Haladás Szombathely (2:0 und 1:1) kam im Viertelfinale Eintracht Frankfurt, die die Grazer mit einer Gesamtscore von 0:3 aus dem Bewerb warfen. In der Meisterschaft wurden die Schwarz-Weißen Achter. Trauriges Ende der Saison war der Tod von Präsident Hans Gert, der mit nur 34 Jahren den Kampf gegen einen Gehirntumor verlor.

Nach dem tragischen Ableben Gerts übernahm sein Vize Franz Gady das Präsidentenamt. In der Meisterschaft 1976/77 wechselten sich bei Sturm Heimsiege und Auswärtsniederlagen ab. Am Ende der Saison standen neun Siegen in 36 Spielen zehn Unentschieden und 17 Niederlagen gegenüber. Sturm wurde Neunter. Karl Schlechta beendete seine Trainerkarriere, neuer Coach wurde der 38-jährige ehemalige Sturm-Torhüter Dr. Günter Paulitsch.

1977/78 präsentierte Präsident Gady mit Raiffeisen einen Zweit- und Hosensponsor. Unter Trainer Paulitsch wurde Sturm in dieser Saison zur gefürchteten Auswärtsmannschaft, lediglich neun der 18 Auswärtsspiele verlor Sturm. Da die Heimspiele ebenfalls immer erfolgreicher wurden konnten sich die Grazer im oberen Teil der Tabelle festsetzen; schlussendlich wurden die Schwarz-Weißen Tabellen-Vierter. Deswegen trat Sturm im kommenden Jahr wieder im UEFA-Cup an. Bereits in Runde ins (1:5 und 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach) war Endstation. In der Meisterschaft fand sich Sturm kurzzeitig am Tabellenende wieder, am Ende reichte es für Rang vier.

Am 1. August 1979 präsentierte Präsident Gady einen neuen Hauptsponsor. Der bisherige Zweitsponsor Raiffeisen löste Durisol nach zehn Jahren als Hauptsponsor ab. Sturm hieß ab sofort, unter Einbeziehung des Sponsornamens, SK Raika Sturm Graz. Erneut rutsche Sturm während der Saison (1979/80) auf den letzten Tabellenrang. Präsident Franz Gady reagierte und holte im März 1980 den ehemaligen Innsbruck- und LASK-Coach Otto Barić als neuen Trainer. Gadys Taktik ging auf, Barić rette Sturm auf Platz neun.

1980/81 kam der 19-jährige Walter Hörmann von Feldbach zu Sturm Graz, dazu Zvonko Breber vom NK Maribor. Zusätzlich konnte Trainer Baric Präsident Gady überreden, den ehemaligen NK Zagreb-Stürmer Božo Bakota nach Graz zu holen. Am 29. November 1980 wurde Sturm nach einem 3:1 gegen Rapid zum ersten Mal in der Klubgeschichte Herbstmeister. Zwei Runden vor Schluss stand Sturm mit 44 Punkten zwei Punkte vor der Wiener Austria und vier Punkte vor der Admira auf Platz eins. Jedoch gelang Sturm nur mehr ein 2:2 auswärts in der vorletzten Runde beim LASK. In der letzten Runde konnte Sturm mit einem Sieg gegen Rapid aus eigener Kraft oder durch eine Austria-Niederlage gegen den GAK durch Fremdhilfe Meister werden, jedoch unterlagen die Grazer Rapid in Liebenau mit 1:4 und die Austria konnte den GAK besiegen und Sturm Graz wurde hinter der Wiener Austria Vizemeister. Dennoch war dieser Erfolg der bislang größte in der knapp 70-jährigen Geschichte der Schwarz-Weißen. Jurtin wurde mit 19 Treffern Torschützenkönig vor Hans Krankl.

Aufgrund des Vizemeistertitels durfte Sturm wieder im UEFA-Cup ran. In Runde eins konnte ZSKA Moskau eliminiert werden (1:0 und 1:2), jedoch war Gegner Göteborg in Runde zwei eine Nummer zu groß. In der Meisterschaft erreichte nur Rang sechs, zusätzlich verließ der an Nierensteinen leidende Erfolgstrainer Otto Baric Sturm nach Saisonende. Die Bundesligasaison 1982/83 fand erstmals nach acht Jahren wieder mit 16 Vereinen statt. Präsident Gady und der Sturm-Vorstand beschlossen aufgrund der teuren Miete im obendrein baufälligen Liebenauer Stadion die Rückkehr in die Gruabn. Erneut qualifizierte sich Sturm mit dem vierten Tabellenrang für den UEFA-Cup.

Die Saison 1983/84 ging mit dem Untertitel Das UEFA-Cup-Märchen in die Vereinshistorie ein. Mir der Verpflichtung des Stürmers László Szokolai bekam man erstmals eine Art Magisches-Dreieck, bestehend aus Sokolai, Gernot Jurtin und Bozo Bakota, Präsident Gady zog sich aus privaten Gründen in die zweite Reihe bei Sturm zurück. Das UEFA-Cup-Märchen fand seinen Anfang in Bukarest bei Sportul Studenţesc und man gewann mit 2:1, das 0:0 im Rückspiel reichte zum Aufstieg. Ebenso reichte das 2:2 in Runde zwei in Italien gegen Hellas Verona sowie ein Gesamtscore von 2:1 gegen Lok Leipzig zum Einzug ins UEFA-Cup-Viertelfinale 1983/84 gegen Nottingham Forest. Nach einem 0:1 in England erreichte Sturm im Rückspiel vor 17.000 Fans in Liebenau ebenso ein 1:0. Das Spiel ging in die Verlängerung. In der 114. Minute zeigte der sowjetische Schiedsrichter Yuschka nach einem normalen Kopfballduell zwischen Hörmann (Sturm) und Hodge (Nottingham) im Grazer Strafraum plötzlich auf den Elfmeterpunkt. Walsh verwandelte den anschließenden Strafstoß zum 1:1, wodurch Nottingham ins Halbfinale einzog. Schiedsrichter Yukscha konnte das Spielfeld nur unter Polizeischutz verlassen. In der Meisterschaft landete Sturm punktegleich mit Wacker Innsbruck (mit der schlechteren Tordifferenz) auf Rang 5.

Ab Sommer 1985 wurde die 16er-Liga in zwei 12er-Ligen mit anschließendem Play-off umgewandelt. In der Saison 1984/85 platzierte sich Sturm im oberen Mittelfeld auf Rang sechs. Die UEFA-Cup-Qualifikation wurde in der Vorsaison mit Rang fünf sehr knapp verpasst, weswegen lediglich der ÖFB-Cup zur Meisterschaft dazukam. Dort unterlagen die Grazer im Halbfinale der Wiener Austria. Erstmals kam der 19-jährige Otto Konrad zum Einsatz. Im April verließ Gernot Fraydl Sturm, der neue Trainer Robert Pflug verließ im September 1984 den Verein, Hermann Stessl kam bis Juni 1985.

Ivan Marković stieß im Mai 1985 zum Verein und bereits im Oktober 1985 kam Franz Mikscha als neuer Coach. In eineinhalb Jahren „verbrauchte“ Sturm gleich fünf Trainer. Mit Mikscha kam auch der „Sturm-Geist“ und Erfolg wieder zurück. Im Juli '85 kam mit Michael Petrovic zusätzlich ein neuer Libero. Im Februar 1986 trat erstmals der spätere Präsident Hannes Kartnig bei Sturm auf den Plan. Gerüchte, dass Kartnig bei der Generalversammlung am 26. Februar eine Gegenliste aufstellen würde, bewahrheitete sich vorerst nicht. Neuer Präsident wurde Alois Paul. Die Meisterschaft 1985/86 beendete Sturm wieder auf einem guten fünften Platz und im Mai 1986 engagierte Präsident Paul Prof. Walter Ludescher, denn Paul wollte noch erfolgreicher sein.

1986/87 wurde die Bundesliga erstmals im Play-off-Modus gespielt. Im September '86 erreichte Sturm eine Vorentscheidung im Titelkampf. Auswärts auf dem GAK-Platz schlugen die Schwarz-Weißen den Stadtrivalen 3:2, der GAK musste ins mittlere Play-off. Trainer Ludscher nahm eine Verjüngerungskur vor. Andy Pichler, Gernot Jurtin und Walter Saria mussten den Verein verlassen, aus dem eigenen Nachwuchs rückten der heutige Sturm-Amateure-Trainer Christian Peintinger, Kurt Temm, Wolfgang Heinzl und der heutige Akademietrainer Michael Rexeis nach. Doch die junge Mannschaft konnte nur Platz sieben der Bundesligasaison erreichen. Im ÖFB-Cup scheiterten die Blackies in Runde drei an Admira Wacker.

Im Sommer 1987 holte der Tirol-Coach Ernst Happel für zwei Millionen Schilling Christian Peintinger sowie um fünf Millionen Rupert Marko nach Innsbruck. Dafür kam unter anderem Arnold Wetl aus Eibiswald retour. Im Oktober holte Präsident Paul schließlich noch das GAK-Talent Günther Koschak. Das neue Sturm-Duo Koschak-Krämer sorgte für große Euphorie. Sturm wurde überraschend Meisterschafts-Dritter 1987/88 und erreichte einen UEFA-Cup-Rang .

Präsident Paul wollte hoch hinaus und holte 1988/89 Nationalspieler Jürgen Werner sowie Abwehrspieler Georg Zellhofer von VOEST Linz zu Sturm. Im Juli 1988 kaufte Hannes Kartnig Walter Schachner und stellte ihn Sturm zur Verfügung. Doch das „Dreamteam“ mit Stars wie Petrovic, Zellhofer, Schachner, Werner, Türmer, Thonhofer, Koschak und Krämer schaffte den Umstieg von hartem Drill auf die feine spielerische Klinge nicht. Sturm musste ins Abstiegs-Play-off. Paul holte Otto Baric zurück zu Sturm, der den Verein vor dem Abstieg bewahren sollte. Sturm beendete die Saison im Abstiegs-Play-off auf Platz 1, die Vereinskrise spitzte sich immer mehr zu. Das Budget war vor allem durch den Bau des Trainingszentrum hoch belastet. Zusätzlich forderte Baric neue Spieler, um sich in der Liga im oberen Spitzenfeld behaupten zu können und Hannes Kartnig drängte immer mehr in den Klub. Er bot sich an, um Baric' Wünsche erfüllen zu können und fand damit beim Anhängerklub immer mehr Zuspruch. Er präsentierte ein Sponsor-Angebot von Neff, das jedoch nicht angenommen wurde. Weiters kündigte er die Käufe von Schachner, Gröss und Schinkels an, sollte er Präsident werden, was er jedoch nicht wurde.

Denn am 5. Juli 1989 fand im Hubertussaal eine außerordentliche Generalversammlung statt. Die Liste des alten Vorstandes trat gegen die „Liste Hannes Kartnig“ an, welche schlussendlich mit 217:261 unterlag. Neuer Klubchef wurde Werner Mörth. Dieser präsentierte mit Stabil Fenster einen neuen Sponsor. Im Juli 1989 holten Mörth und Kartnig Gustl Starek als neuen Trainer. Sturm erreichte im Meister-Play-off Rang fünf. Im Sommer wurden die Fußball-Leistungszentren in Bundesnachwuchszentren (BNZ) umgewandelt. Sturm betrieb seit Jahren ein solches, welches von den Grazer Wechselseitigen gesponsert wurde. Aus diesem Sturm-BNZ sollten ab 1992 zahlreiche Spieler hervorgehen, die dem Verein noch große Dienste leisten sollten. Unter anderem waren dies Martin Hiden, Günther Neukirchner, Markus Schopp oder Mario Haas. Im November '89 wurde Hannes Kartnig als Vorstand wegen eines Konflikts mit Trainer Starek abgewählt. Im Mai 1990 wurde das Trainingszentrum in Messendorf eröffnet.

Mit Rudi Schauss verließ 1990 eine Sturm-Legende den Verein. Schauss absolvierte zwischen 1976 und 1990 als Verteidiger 393 Meisterschaftsspiele, in denen er 36 Tore erzielen konnte. Im November 1990 trat Klubchef Egger zurück. „Eiskönig“ Charly Temmel folgte ihm nach, zusätzlich wurde er neuer Präsident des SK Sturm. Sturm rangierte nach Saisonende auf Platz drei und somit auf einem UEFA-Cup-Platz. Im Mai 1991 präsentierte Präsident Temmel einen neuen Hauptsponsor. Stabil Fenster löste die Raiffeisen-Zentralbank ab. Kurz darauf trennte sich Präsident Karl Temmel von Manager Seneca aus finanziellen Gründen und divergierenden Ansichten. Neben dem Ausscheiden im UEFA-Cup in Runde eins gegen den FC Utrecht lief es in der Meisterschaft 1991/92 ebenso nicht gut, Sturm musste ins Abstiegs-Play-off, konnte dieses jedoch gewinnen. Trainer Starek wurde gefeuert, ab November '91 kam Robert Pflug retour ins Traineramt.

1992 drückte die Schuldenlast schwer. Das Trainingszentrum Messendorf belastete die finanzielle Situation weiterhin. Der Kader wurde aufgewertet durch die Heimkehrer Rupert Marko und Walter Hörmann, für den eine Spendenaktion gestartet wurde. Da Sturm erneut ins Aufstiegs-Play-off musste, wurde Trainer Pflug im Oktober '92 von seinen Pflichten entbunden und von Dr. Laco Jurkemik ersetzt. Im November war in der ORF-Sendung Sport am Montag von einer Schuldenlast von 28 Millionen Schilling die Rede und am 2. Dezember wurde Hannes Kartnig zum neuen Sturm-Präsidenten, da er die Möglichkeiten einer Schuldentilgung hatte. Charly Temmel, der Kartnig aufgrund der immensen Schulden ins Spiel brachte, zog sich auf den Posten des Vizepräsidenten zurück.

Zwei Wochen später holte Kartnig Heinz Schilcher zurück zu Sturm Graz, jedoch als Manager. Sturm schaffte schließlich hinter VfB Mödling den Klassenerhalt.

Ab der Saison 1993/94 stellte die Bundesliga wieder auf eine 10er-Liga um. Trainer Jurkemik verließ Sturm Richtung Trnava, Manager Schilcher holte Milan Đuričić vom kroatischen Klub NK Osijek. Die Mannschaft erlebte einen enormen Aderlass. Gleich 15 Spieler mussten den Verein verlassen, dafür kamen junge Spieler wie Mario Haas, Arnold Wetl, Markus Schopp, Martin Hiden, Gilbert Prilasnig, Günther Neukirchner, Herbert Grassler, Michael Leitner, Gernot Krisper, Gerald Pripfl und Marchanno Schultz zum Zug. Zusätzlich kam Torhüter Roland Goriupp vom GAK. Die junge Mannschaft konnte im Winter Rang acht erringen, am Ende der Saison reichte es für Platz sieben. Nach Saisonende verließ Trainer Đuričić den Verein aufgrund persönlicher Differenzen mit Präsident Kartnig. Sein Nachfolger war der jugoslawische Ex-Teamchef, der mit Manager Schilcher zwischen 1976 und 1978 bei Racing Straßburg spielte, Ivica Osim.

Damit begann die „Erfolgsära Osim“. Die Partnerschaft mit LUV Graz wurde intensiviert, die Amateurmannschaft des SK Sturm entstand. Vom MSV Duisburg holte Kartnig noch den damals 25-jährigen Kroaten Ivica Vastić. Trainer Osim stellte das Spiel der Grazer komplett um; anstelle von Kampf hieß es nun Technik und Kurzpassspiel. Dieses System war bereits in der ersten Saison erfolgreich, Sturm Graz wurde 1994/95 Vizemeister – Punktegleich mit Meister Salzburg, das nur dank der besseren Tordifferenz (+ 14) vor Sturm (+ 7) blieb. Weiters modernisierte er den Verein, ein neues Sturm-Logo ersetzte das Logo mit der Fahne und das Sturm-Echo hieß nun Sturm-News.

1995/96 gewann Sturm den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Nachdem im Cup-Achtelfinale FK Austria Wien auswärts mit 1:0 eliminiert wurde, traf Sturm im Viertelfinale auf den SG Gerasdorf, das mit 2:1 ebenfalls auswärts besiegt wurde. Im Halbfinale gab es ein Grazer Derby, in dem die Schwarz-Weißen die Athletiker mit 3:1 in die Körösistraße nach Hause schickten. Sturm stand im ÖFB-Cup-Finale und traf auf SK Admira Wacker. Milanić und zweimal Wetl fixierten den ersten Titel der Vereinsgeschichte, die Admira wurde im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit 3:1 bezwungen.

Die Bundesliga führte zuvor im Sommer 1995 die neue Drei-Punkte-Regel ein. Die Meisterschaft 1995/96 entschied sich erst in der allerletzten Runde in Wien beim SK Rapid. Bei einem Sturm-Sieg wäre Sturm das erste Mal Österreichischer Fußballmeister, bei einem Unentschieden oder einer Niederlage wäre Rapid zum bereits 30. Mal Meister. Rapid gewann mit 2:0. Ende Juli besiegte Cup-Sieger Sturm in Kapfenberg Meister Rapid im Supercup-Finale mit 1:0. Diese Saison mit endete Cupsieg, Supercupsieg und Vizemeistertitel.

In der Saison darauf konnte der Cup-Titel verteidigt werden; im Finale rangen die Blackies die Vienna mit 2:1 nieder. Vor der Saison kam mit dem Grazer Bierkonzern Puntigamer ein neuer Hauptsponsor. Zusätzlich holte Kartnig Giuseppe Giannini vom AS Rom. Die Meisterschaft beendete Sturm auf Rang drei. Das Spiel SK Sturm – SK Rapid am 31. Mai 1997 war zugleich das letzte Spiel in der Gruabn. Das neue Arnold Schwarzenegger-Stadion war anstelle des Bundesstadions Liebenau errichtet worden und die Blackies übersiedelten in das größere Oval im Süden von Graz.

Die Saison 1997/98 wurde mit der feierlichen Eröffnung des neuen Arnold Schwarzenegger-Stadions begonnen, welche Sturm mit einem 4:0-Derbysieg gegen den GAK beging. Kartnig und Schilcher holten unter anderem den späteren „Ziehsohn“ Osims, Franco Foda aus Basel. Die Bundesliga hatte erstmals einen Namenssponsor und nannte sich max.-Bundesliga. Zur Winterpause stellte Sturm mit 50 Punkten und 50 erzielten Tore aus 21 Spielen einen neuen Rekord auf und wurde Herbstmeister. Im Frühjahr 1998 bildete sich das Magische Dreieck, bestehend aus Stürmer und Kapitän Ivica Vastić, Stürmer Mario Haas und Mittelfeldmann Hannes Reinmayr. Die 29. Runde der Saison 1997/98 brachte Sturm im 89. Klubjahr zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Reinmayr (35. Minute), Haas (39.), Schupp (54.), Kocijan (80.) und Prilasnig (88.) erzielten die Tore zum 5:0-Sieg gegen die Wiener Austria. Der SK Sturm Graz war sieben Runden vor Schluss bereits vorzeitig Meister der Österreichischen Fußball-Bundesliga. Offiziell nahm Kapitän Vastić den ersten Meisterteller für die Schwarz-Weißen nach dem letzten Saisonspiel zu Hause gegen Admira Wacker in die Hände. Das Cup-Finale gewann zwar die SV Ried, jedoch konnten die Grazer bei den Oberösterreichern im Supercup revanchieren. Sturm gewann die Meisterschaft mit 81 Punkten und 19 Punkten Vorsprung auf Rapid Wien. Diesen Rekord sollte erst Jahre später von Red Bull Salzburg gebrochen werden.

1998/99 war die erste von bislang drei Champions League-Saisonen, die Sturm über Ujpest Budapest (4:0 und 3:2) erreichte. Man spielte in der Gruppe C zusammen mit Inter Mailand, Spartak Moskau und Real Madrid. Ein Punkt auswärts gegen Moskau war das Maximum. In der Meisterschaft konnte Sturm seinen Meistertitel im letzten Spiel der Saison (3:0 zu Hause gegen den FC Tirol) verteidigen. Zusätzlich feierten die Grazer das Triple mit Cup- und Supercup-Sieg.

Über Servette Genf erreichten die Schwarz-Weißen 1999 erneut die Champions League. In der Gruppe D traf Sturm auf Manchester United, Olympique Marseille und Croatia Zagreb. Mit einem Punkt Vorsprung auf Zagreb erreichte Sturm Platz drei und schied zwar aus der Champions League aus, durfte dafür im UEFA-Cup weiterspielen, wo der AC Parma wartete. Die 1:2 Auswärtsniederlage in Parma konnte Sturm Graz im Rückspiel am 9. Dezember 1999 in der regulären Spielzeit egalisieren. Nach der darauf folgenden Verlängerung schied Sturm infolge einer umstrittenen Entscheidung des jugoslawischen Schiedsrichters Radoman trotz eines 3:2 Sieges auf Grund der Auswärtstorregel aus.

In der (Champions League-)Saison 2000/01 machte sich Sturm endgültig international bekannt. Erneut in der Gruppe D wie im Vorjahr warteten dieses Jahr Galatasaray Istanbul, AS Monaco sowie die Glasgow Rangers. Zu Hause konnten Galatasaray (3:0), Monaco (2:0) und die Rangers (2:0) besiegt werden. Auswärts unterlag Sturm den Rangers und Monaco mit 0:5. Das entscheidende Spiel in Istanbul endete 2:2-Unentschieden; Sturm wurde mit zehn Punkten vor Galatasaray (acht Punkte) Gruppensieger und erreichte die zweite Gruppenphase der Champions League-Saison 2000/01. Dort trafen die Grazer in der Gruppe A auf den FC Valencia, Manchester United und Panathinaikos Athen. Valencia und Manchester waren eine Nummer zu groß, Sturm wurde dank der beiden Siege gegen Panathinaikos (2:0 zu Hause und 2:1 in Athen) Gruppendritter. In der Meisterschaft erreichten die Schwarz-Weißen Platz vier. Erstmals seit 1994 konnte Sturm keinen Europacup-Rang erreichen. Der GAK schnappte Sturm um zwei Punkte den dritten Bundesliga-Platz vor der Nase weg. Das war das schlechteste Ergebnis unter Trainer Osim.

2001/02 trat quasi eine komplett neue Sturm-Mannschaft an. Zwölf Abgänge standen neun Zugängen gegenüber. Zusätzlich kamen aus der Amateurmannschaft Herbert Rauter, Thomas Krammer und Ekrem Dağ. Dies verschlang fast die kompletten Champions League-Millionen. Sturm wurde Vizemeister, zehn Punkte hinter Tirol. Dies bedeutete einen Champions League-Qualifikations-Platz. Das ÖFB-Cup-Finale dieser Saison fand erstmals in Graz statt, das Duell lautete GAK gegen Sturm Graz, welches die Athletiker mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Als Draufgabe verkündete Kapitän Vastić nach dem Schlusspfiff sein Abgang. Er wechselte nach acht Jahren bei Sturm Graz nach Japan zu Nagoya Grampus Eight. Er spielte 303 Spiele für Sturm und erzielte dabei 151 Tore, davon 124 Meisterschaftstore. Erst 2008 sollte Mario Haas seinen Meisterschaftstor-Rekordmarke brechen. Aufgrund des Konkurses des FC Tirol durfte Sturm als Vizemeister im Supercup 2002 antreten, Gegner war erneut der GAK und erneut gewann der Stadtrivale, diesmal mit 3:0.

2002 scheiterte Sturm in der Champions League-Qualifikation an Maccabi Haifa und gelangte in den UEFA-Cup. Nachdem die Hürden FC Livingston und Lewski Sofia genommen wurden kam in Runde drei Lazio Rom. Zu Hause im Hinspiel die Italiener mit 1:3, dafür konnte Sturm auswärts im Rückspiel 1:0 gewinnen. Auch in der Meisterschaft lief es nicht gut und nach einer 1:3-Heimniederlage gegen den FC Kärnten warf Trainer Osim nach acht Jahren in der Kabine vor laufenden Kameras das Handtuch. Die Sturm-Krise war auf dem vorläufigen Höhepunkt. Co-Trainer Franco Foda übernahm im September 2002 vorerst interimistisch die Mannschaft. Aufgrund der guten Ergebnisse, die Foda einfahren konnte, wurde er im November zum neuen Chefcoach ernannt. Er brachte die Mannschaft zu Saisonende auf Rang sechs. Im April 2003 wurde die Sturm-Akademie in Gössendorf eröffnet.

Trotz der guten Leistungen der Sturm-Mannschaft unter Trainer Foda beschlossen Kartnig und Schilcher einen neuen Trainer zu holen. Herbert Prohaska wurde immer wieder als neuer Coach genannt und Präsident Kartnig führte Gespräche mit ihm. Dank Schilchers Kontakte wurde schlussendlich der Schweizer Ex-Teamchef Gilbert Gress verpflichtet werden. Bereits im September 2003, nach 91 Tagen, wurde Gress wieder beurlaubt. Sein Nachfolger war der ehemalige Sturm-Libero Michael Petrovic, der als „Billiglösung“ mit unbefristetem Arbeitsvertrag galt. Der Konflikt zwischen den Fanklubs und Präsident Kartnig verschäfte sich zunehmend. Die Saison 2004/05 war durchwachsen. Im April 2005 verkaufte Kartnig unter massiven Fanprotesten für 1,4 Millionen Euro die ehemalige Heimstätte Gruabn an die Stadt Graz. Die Meisterschaft konnten die Schwarz-Weißen auf auf Rang sieben beenden.

Die Lizenz für 2005/06 konnte nur mit Auflagen erlangt werden. Im UI-Cup kamen die Grazer nicht weit, in der Meisterschaft lief es eher schlecht. Jedoch brachte die Saison einen neuen Sturm-Rekordspieler hervor. Urgestein Günther Neukirchner, der während der Saison gegen die Admira sein 400. Bundesligaspiel feierte, überholte er Gernot Jurtin (410 Spiele) um elf Einsätze (421). Im November 2005 stand wieder eine ordentliche Generalversammlung an, bei der die Fans erneut den Rücktritt Kartnigs forderten. Kartning kündigte bereits im September seinen Rückzug an, um sich einer Wahl nicht stellen zu müssen. Vizepräsident und Spediteur Carlo Platzer kündigten im Vorfeld eine eigene Liste an, die jedoch Minuten vor der Versammlung am 8. November platzte. Kartnig erklärte daraufhin bis zu einer außerordentlichen Versammlung im ersten Halbjahr 2006 als Präsident zu bleiben. Erstmals war von sieben Millionen Euro Schulden die Rede. Am 25. April bei der außerordentlichen Generalversammlung wurde der Vorstand mit Kartnig mangels Gegenkandidaten für weitere vier Jahre mit 86:37 Stimmen bestätigt. Kartnig kündigte an, dass sein Freund Frank Stronach Sturm von den Schulden befreien wird. Österreichs Medien sprachen am nächsten Tag bereits vom SK Magna Sturm Graz. Noch am selben Tag, kurz nach Veröffentlichung der Meldung, ließ Stronach Kartnigs Ankündigung dementieren. Der Zorn der Fans gegen Kartnig war am Höhepunkt. Sportlich beendete Sturm die Saison auf Rang acht. 2006/07 stand Sturm kurz vor dem Aus. Zuerst verweigerte die Bundesliga Sturm im April 2006 die Lizenz in erster Instanz. Im Mai kündigte Manager Heinz Schilcher und tat, was die Fans schon längst von Hannes Kartnig verlangten. Der widersetzte sich jedoch hartnäckig und musste zwischenzeitlich Polizeischutz in Anspruch nehmen. Schließlich bekam Sturm in zweiter Instanz die Lizenz, was sich Kartnig als alleinigen Verdienst auf die Fahnen heftete. Am 1. Juni bestellte die Vereinsführung den erfolgreichen Sturm-Amateure-Trainer Franco Foda erneut zum Chef-Coach. Am 1. September 2006 stellte die Finanzprokuratur schließlich nach langen, erfolglosen Verhandlungen einen Konkursantrag beim Konkursgericht Graz und forderte rund 1,2 Millionen Euro. Am 23. Oktober 2006 stellte Sturm selbst einen Konkursantrag mit gleichzeitigem Antrag auf Zwangsausgleich. Am 2. November 2006 ging der von den Fans und der Investitionsgruppe geforderte Präsidentenwechsel über die Bühne. Hans Fedl übernahm das Amt von Hannes Kartnig. Am 18. Jänner 2007 fand im Puntigamer Hubertussaal eine weitere außerordentliche Versammlung statt. Präsident Fedl, der nur ein Übergangschef sein wollte, wurde unter Standing Ovations zum Ehrenpräsident des SK Sturm Graz auf Lebenszeit gewählt. Der bisherige Vize Hans Rinner folgte ihm nach. Er und der neue Vorstand wurden einstimmig gewählt. Zur Freude der Sturm-Fans holte Rinner die Sturm-Legende Mario Haas aus Japan heim. Eine Woche später, am 25. Jänner 2007, nahmen die 140 Gläubiger schließlich den Zwangsausgleich an. Dank der Investoren zusammen mit der Styria Medien AG, der Raiffeisen-Landesbank Steiermark und der Grazer Wechselseitige-Versicherung konnte der Verein vor dem Aus bewahrt werden.

Am 26. März 2007 zog die Bundesliga dem SK Sturm zehn Punkte wegen des Konkursverfahrens ab, zusätzlich zu den drei Minuspunkten, mit welchen Sturm in die Saison 2006/07 gestartet war (eine „Auflage“ für die Erteilung der Bundesligalizenz). Sturm beendete die Saison auf Rang sieben. Rein sportlich gesehen wären die Grazer Tabellenvierter geworden, jedoch die Punkteabzüge warfen sie zurück.

Die Saison 2007/08 stand unter dem Motto „Neuanfang“. Während in den vergangenen Saisonen Zuschauerzahlen im Bereich von 9.000 bereits Rekordwerte waren, waren ab dieser Saison 10.000 Zuseher und mehr beinahe Standard. Es herrschte eine massive Aufbruchsstimmung, einerseits durch eine erstmals seit Jahren vertrauenswürdige Vereinsführung unter Hans Fedl, Hans Rinner und Co., andererseits schaffte es das Betreuerteam rund um Trainer Franco Foda eine Mannschaft zu formen, die in oberen Tabellenregionen mithalten konnte. Am 9. Dezember 2007 konnte Sturm Graz mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen Austria Wien erstmals im Saisonverlauf Platz eins der Bundesliga erlangen. Der Titel des Winterkönigs der Saison 2007/08 bedeutete den schlussendlich positiven Abschluss des Fußballjahres 2007. Trotz des guten Herbstes 2007 erlitten die Schwarz-Weißen im Frühjahr 2008 einen leichten Einbruch, verlor die Tabellenführung und rutsche zeitweise auf den fünften Tabellenrang ab. Zum Ende der Saison erreichten die Grazer den vierten Tabellenrang und somit den Startplatz für den UI-Cup, den erhofften UEFA-Cup-Startplatz schnappte sich die Wiener Austria.

Mit Beginn der Saison 2008/09 war der SK Sturm wieder im Europacup vertreten, zunächst im UI-Cup. Man stieg in der zweiten Runde ein und besiegte die Mannschaften aus Soligorsk (Gesamtscore 2:0) und Budapest (2:1) und erreichte somit die zweite Runde der UEFA-Cup-Qualifikation. Dort traf Sturm auf den elfmaligen Schweizer Meister FC Zürich. Nach einem 1:1-Remis in Zürich schied Sturm im Rückspiel vor heimischen Publikum in Graz mit 2:4 im Elfmeterschießen aus, nachdem das Ergebnis nach der regulären Spielzeit samt Verlängerung ebenso 1:1-Unentschieden lautete. Nach dem Ausscheiden aus dem Europacup gelang eine beeindruckende Siegesserie in der Meisterschaft mit sieben hintereinanderfolgenden Siegen (zusätzlich eines Sieges im ÖFB-Cup), was in dieser Weise bis dato drei Mal gelang. Zwei Mal wurde der SK Sturm in darauffolgender Weise Meister und ein Mal Vizemeister.

Am 20. November 2008 begann der SK Sturm vorzeitig seine Feierlichkeiten zum bevorstehenden 100-Jahr-Jubiläum. Im Grazer Kunsthaus präsentierte der Verein vor 100 exklusiv geladenen Gästen das Jubiläumslogo des Vereins und die zugehörigen, in einfachem Schwarz beziehungsweise Weiß gehaltenen, Jubiläumstrikots. Ebenso wurde das Buch „Wir sind Sturm! 100 Jahre Grazer Fußballgeschichte“ und das Programm zum Jubiläumsjahr 2009 präsentiert. Am 8. Jänner 2009 fand in der Helmut-List-Halle die Feier zum 100-jährigen Bestehen statt. Unter rund 700 geladenen Gästen und ehemaligen Spielern sowie Trainern wurde Ivica Osim zum Trainer des Jahrhunderts gewählt. Weiters wurden der beliebte Kapitän Ivica Vastić, Markus Schopp, Roman Mählich und Hannes Reinmayr geehrt. Mit Günther Neukirchner (Rekordspieler des SK Sturm mit 421 Partien) und Mario Haas (Rekordtorschütze) ehrte der SK Sturm zwei seiner Urgesteine.

Seit jeher war und ist der SK Sturm ein Ausbildungsverein. Zahlreiche junge Spieler schafften von den Amateuren den Sprung in die Kampfmannschaft, wurden abgegeben und/oder erfolgreich. Spieler wie Ferdinand Feldhofer oder Christoph Leitgeb reiften zu österreichischen Topspielern, andere wie Mario Haas, Markus Schopp, Sebastian Prödl, Jürgen Säumel, Johannes Ertl oder Emanuel Pogatetz schafften den Sprung ins Ausland. Andere erfolgreiche Spieler, die bei Sturm ausgebildet wurden sind beispielsweise Klaus Salmutter, Ronald Gercaliu oder Thomas Krammer.

Der SK Sturm Graz ist ein Mitgliederverein, wird vom Präsidium („Vorstand“) geführt, das durch die ordentlichen (Familien-)Mitglieder gewählt wird, und nach außen hin durch den Präsidenten vertreten. Stimmberechtigt sind ordentliche Mitglieder bei Jahreshauptversammlungen und Generalversammlungen.

Im Jahr 2007, nach dem Zwangsausgleich, wurde eine Vermarktungs-GmbH gegründet, die gemeinsam mit dem Sturm-Vorstand das Budget des Vereins überwacht. An dieser Vermarktungsgesellschaft sind die Raiffeisen-Landesbank Steiermark, die Grazer Wechselseitige Versicherung, die Styria Medien AG und eine private Sponsorengruppe beteiligt, die den Zwangsausgleich finanzierten.

Bis auf eine Ausnahme zierten die Hauptsponsoren die Front der Sturm-Trikots. Zwischen 1994 und 1996 verzichtete Stabil-Fenster auf den Aufdruck seines Logos und akzeptierte die Steirerkrone als Trikotsponsor.

Ausrüster des SK Sturm ist Puma.

Zwischen 1909 und heute wandelte sich das Logo des SK Sturm. Ständiges Element war jedoch die Sturm-Fahne. Erst 1994 brach der damalige Präsident Hannes Kartnig mit der Tradition und führte ein neues, modernes Logo ein.

Zusätzlich kam mit Kartnig das erste Mal der Bruch mit den Vereinsfarben. Erstmals kamen Trikots in den Farben blau, grün, gelb oder orange. Die alte Sturm-Fahne wurde unter den Fans zu Kartnig-Zeiten immer mehr zum geheimen Protestzeichen. Die aktuelle Vereinsführung unter Präsident Rinner fand den Weg zurück zu den Wurzeln, vorerst anhand des Doppellogos, welches das Kartnig-Logo und die traditionelle Sturmfahne verband. Das Logo zum 100-Jahr-Bestehen zeigt wieder die alte Sturm-Fahne in goldener Lorbeerkranzeinhüllung.

Der folgende Vergleich zeigt das erste Logo des SK Sturm und der Rückgriff auf die Wurzeln im Jahr 2007 mittels des Doppellogos.

Sturm Graz wurde 1909 gegründet, hatte jedoch als Schülermannschaft keine finanziellen Möglichkeiten, sich einen eigenen Sportplatz anzuschaffen.

Von 1910 bis 1919 war der Platz der Grazer Sportvereinigung (GSV) in der Fröhlichgasse ständige Spielstätte, da der neue Verein sich keinen eigenen Sportplatz anschaffen konnte. Der Philosoph und Ex-Obmann der GSV Arnold Schmidt verschaffte Sturm Graz die Möglichkeit am GSV-Platz zu trainieren und zu spielen.

1919 fand Sturm erstmals eine eigene Heimstätte. Sturm-Spieler Michael Höller jr. konnte seinen Vater Michael Höller sen. überreden die Wiese an der Ecke Jakominigürtel/Klosterwiesgasse, die sein Vater von der Stadt Graz gepachtet hatte, als neuen Sturm-Platz zu nutzen. Mit finanzieller Unterstützung vom ÖFV (heute ÖFB) und vom Staatsamt für soziale Gesundheit wurde die Adaptierung der Wiese zu einem Sturm-Platz in Angriff genommen. Die Gruabn war geboren.

Durch den Ausbau des ehemaligen Bundesstadions Liebenau, im Süden von Graz, wurde das Bundesstadion attraktiver für Sturm. Bislang wurden nur Spiele mit erhöhtem Besucherandrang sowie Fernsehpartien ins Bundesstadion verlegt. Zwischen 1974 und 1982 bezog es Sturm als neue fixe Heimstätte. 1982, in der Zwischenzeit wurde die Gruabn erheblich renoviert, kehrte der SK Sturm zu seiner alten Heimstätte zurück.

Im April 2005 verkaufte der damalige Präsident Hannes Kartnig die Gruabn für 1,4 Millionen Euro an die Stadt Graz, um Sturm finanziell am Leben halten und die Lizenz für 2006/07 erhalten zu können. Heutzutage ist die Gruabn Heimstätte eines langen Weggefährten der Blackies, des Grazer SC.

Seit Sommer 1997 spielt die Kampfmannschaft im neuen Liebenauer Stadion, das anstelle des Bundesstadions errichtet worden war. Zwischen 1997 und 2006 hieß das Liebenauer Oval Arnold Schwarzenegger-Stadion Graz-Liebenau. Nach politischen Differenzen der Stadt Graz mit dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger im Jahre 2005 wurde das Stadion am 18. Februar 2006 zur UPC-Arena umbenannt. Zwischen 1997 und 2005 wurde die alte Heimstätte, die Gruabn, als Trainingsplatz und für Spiele der Jugend- und Amateurmannschaft verwendet.

Am 23. und 24. Mai 1990 wurde das Trainingszentrum in Messendorf in Graz-St. Peter eröffnet, bestehend aus zwei Rasenplätzen und einem Klubhaus. Spatenstich war am 3. April 1986, gekostet hatte es knapp 20 Millionen Schilling (zirka 1,5 Millionen Euro). Sieben Mio. Schilling (zirka 510.000 Euro) brachte Sturm selbst auf, dazu kamen fünf Mio. Schilling (zirka 364.000 Euro) von der Stadt Graz und dem Land Steiermark, die restlichen knapp 3 Mio. Schilling (zirka 218.000 Euro) bestanden aus Toto-Mitteln und Spenden. Bauleiter des Trainingszentrums war Dipl. Ing. Heinz Hochstrasser.

Am 25. August 2008 wurde der Spatenstich zum großen Aus- und Neubau des Trainingszentrums getätigt. Neu sind ein Kunstrasenplatz, der schon im Herbst 2008 fertig gestellt wurde, sowie ein neuer Naturrasenplatz, zusätzlich zu den bestehenden zwei Naturrasenplätzen, die generalsaniert werden. Auch wird ein Zubau zum Klubhaus errichtet, in dem ein Wellnessbereich und neue Kabinen geschaffen werden. Die 4,5 Millionen Euro Kosten werden zu je einem Drittel von der Stadt Graz, dem Land Steiermark und Sturm Graz selbst aufgebracht. Die 1,5 Millionen Euro von Sturm wurden aus dem Verkauf von Sebastian Prödl an Werder Bremen (2,5 Millionen Euro Ablösesumme) erwirtschaftet. Die Eröffnung soll im Sommer 2009 stattfinden.

Einer 2008 veröffentlichten Studie des deutschen Marktforschungsinstituts Sport + Markt zufolge rangiert Sturm in der österreichischen Fan-Tabelle hinter Rapid zusammen mit Salzburg mit 360.000 Fans österreichweit auf Rang zwei , europaweit finden sich die Grazer auf Platz 117 mit 410.000 Fans .

Die drei größten Fanklubs Sturms sind die Jewels Sturm, die Brigata Graz und die Grazer Sturmflut. Gesammelt fanden sich diese in der UPC-Arena bis Ende der Saison 2007/08 auf der Südtribüne in den Sektoren 24, 25 und 26 ein. Mit der Saison 2008/09 wechselten die Fanklubs auf die Nordseite des Stadions, auf der auch eine Aufstockung der Fansektoren von drei auf fünf Sektoren erfolgte. Seit diesem Zeitpunkt befindet sich der Gästesektor im südöstlichen Sektor 27, die Sturm-Fans finden sich auf der Nordseite in den Sektoren 9, 10, 11, 12 und 13 wieder. Neben den drei großen Fanklubs befinden sich nun auch alle kleineren Fanklubs im Norden der Arena . 1994 gründeten sich die Brigata Graz und die Jewels Sturm, zwei Jahre später folgte die Grazer Sturmflut .

Rivalitäten entwickelten sich vor allem zum Stadtrivalen Grazer AK (GAK). Seit dem 1920 zum ersten Mal eine gemeinsame steirische Meisterschaft unter anderem mit dem GAK ausgetragen wurde stieg die Rivalität kontinuierlich.

Mit der Teilnahme an der österreichischen Bundesliga und den ersten zählbaren Erfolgen (Meistertitel und Cupsiege) entwickelten sich weiters Rivalitäten zu den Wiener Großvereinen Austria Wien und vor allem Rapid Wien.

Freundschaftliche Kontakte werden unter anderem nach Deutschland zu den Fans des SV Werder Bremen und des Karlsruher SC sowie nach Carrara und Pisa Calcio gepflegt.

Der Anhängerklub des SK Sturm wurde 1954 gegründet, als der SK Sturm erstmals aus der Staatsliga A absteigen musste. Erster Präsident war HR Dr. Cornelius Gragger. Ziel des Klubs war es, alle Idealisten in Schwarz-Weiß zu sammeln und alles für den Wiederaufstieg zu tun, unter anderem Schlachtenbummelfahrten oder Spendenaktionen zu organisieren. Trotz des Wiederaufstiegs 1955 musste Sturm bereits 1958 später wieder absteigen. Der zweite Präsident, Dr. Herbert Troger sen., schaffte es, die Auflösung des Anhängerklubs zu verhindern. 1960 trat der Anhängerklub erstmals groß ins Rampenlicht, als der Klub den neuen Trainer Janos Szep mittels einer Spendenaktion finanzierte. In den 1960er-Jahren teilte sich die Aktivität des Anhängerklubs: Einerseits die Mitfinanzierung des Sturm-Budgets durch so genannte „Schlachtenbummlerfahrten zu den Auswärtsspielen“. Andererseits bemühte der Anhängerklub sich um die Förderung des Sturm-Nachwuchses mit Spenden, der Organisation und Finanzierung von Turnieren, dem Erwerb von Trainings- und Spielutensilien und der Bereitstellung von Weihnachtsgeschenken für die Nachwuchsspieler.

Seit 1969 organisiert der Anhängerklub des SK Sturm ein Preisschnapsen, bei dem die beträchtlichen Einnahmen zur Gänze an den Sturm-Nachwuchs gingen, ab 1971 übernahm der Klub die Ausrichtung des Sturm-Balles, ab 1972 (bis zur Ära Kartnig 1992) die Organisation der Klubweihnachtsfeiern.

Auch taten die Klubmitglieder alles, um den SK Sturm am Leben zu halten: 1973, aufgrund der Maul- und Klauenseuche, setzten die Mitglieder eine Protestnote, 1974 (als daran gedacht wurde den SK Sturm und den GAK zu einem FC Graz zu fusionieren) wurde eine Urabstimmung vorbereitet, 1975 wurden 20 Busse zum Auswärtsspiel in Szombathely gegen Haladas organisiert.

Der organisierte Sturm-Ball wurde zu einer Großveranstaltung, weswegen der Ball von den Kammersälen ins Brauhaus Puntigam verlegt wurde. Auch heute ist der Anhängerklub noch höchst aktiv für den SK Sturm. Seit 2003 ist der Platzsprecher Ludwig „Lucky“ Krentl Präsident des Klubs .

1968 trat der SK Sturm erstmals international an: Im Mitropacup trafen die Grazer in Runde eins auf Vasas Budapest und unterlag nach einer 3:4-Niederlage auswärts zu Hause mit 1:2.

Einen ersten großen Erfolg verzeichneten die Schwarz-Weißen 1983/84, als im UEFA-Cup erst im Viertelfinale Schluss war. Dieses Jahr ging als das UEFA-Cup-Märchen in die Vereinsgeschichte ein. Stark umstritten war das Rückspiel, als nach einem Kopfballduell in der Verlängerung beim Gesamtscore von 2:2 der jugoslawische Schiedsrichter gegen Sturm einen Elfmeter verhängte. Ebenso strittig war im Dezember 1999 ein UEFA-Cup-Spiel gegen den AC Parma, wo wiederum eine Schiedsrichterentscheidung den Italienern schlussendlich zum Aufstieg verhalf.

Die erfolgreichste Europa-Cup-Saison spielte Sturm Graz in der Saison 2000/01, als die Schwarz-Weißen die erste Gruppenphase der Champions League vor Galatasaray Istanbul gewinnen konnte und in der zweiten Gruppenphase den dritten Gruppenplatz belegte.

Zwischen 1920 und heute trafen der SK Sturm und der GAK bislang 197 Mal aufeinander, davon gab es 185 Duelle in der Meisterschaft (130 auf Profi-Ebene und 55 auf Amateur-Ebene in der Steirischen Liga).

Die SK Sturm Amateure spielen in der drittklassigen Regionalliga Mitte. Trainer ist seit dem 1. Juli 2008 Christian Peintinger (Sohn des ehemaligen Sturm-Spielers Walter Peintinger). Ursprüngliche Heimstätte war die Gruabn. Aufgrund von Uneinigkeiten mit dem Pächter Grazer Sportklub spielen die Amateure allerdings aktuell im Kumberger Well Welt Stadion.

Zahlreiche junge Spieler haben den Sprung von der Amateursmannschaft in den Profi-Kader geschafft, wie zum Beispiel Markus Schopp, Günther Neukirchner, Christoph Leitgeb, Klaus Salmutter, Thomas Krammer, Mario Kienzl, Daniel Beichler, Jakob Jantscher oder Sandro Foda.

Nach und nach entdeckten andere Mannschaften die Qualität der jungen Spieler, die von der Amateursmannschaft zu den Profis kamen, wie zum Beispiel der LASK Linz (Klaus Salmutter), Red Bull Salzburg (Christoph Leitgeb, Ronald Gercaliu), Austria Wien (Thomas Krammer) oder Werder Bremen (Sebastian Prödl).

Der SK Sturm Graz wurde als Grazer Fußballclub „Sturm“ gegründet. 1920 erfolgte jedoch die Umbenennung in Grazer Sportklub „Sturm“, da ab Februar desselben Jahres zusätzlich eine Leichtathletik- und Handballsektion (inklusive einer Frauen-Mannschaft) unterhalten wurde. 1921 folgte noch eine Box-, in den 1930er-Jahren eine Tennissektion. Heute besteht lediglich nur mehr die, von Anfang an forcierte, Fußballmannschaft.

Einen Erfolg feierte die Handball-Sektion Ende der 1920er-Jahre, als sie Herbstmeister im Feld-Handball wurden, trotz starker Konkurrenz.

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Mario Kienzl

100-Jahr-Jubiläumslogo des SK Sturm Graz

Mario Kienzl (* 19. Dezember 1983 in Graz) ist ein österreichischer Fußballer.

Kienzls erster Verein war LUV (Lehrlingsunterstützungsverein) Graz. Mit 14 Jahren wechselte er zu Sturm Graz und spielte im BNZ (Bundesnachwuchszentrum) U-16.

Der 1,78 m große zentrale Mittelfeldspieler schnupperte in der Saison 2001/02 unter Startrainer Ivica Osim erstmals Bundesligaluft. Dies war damals nicht üblich, da Sturm Graz nach den tollen Ergebnissen in der Champions League noch bevorzugt auf Legionäre setzte. Er war in der Kampfmannschaft jedoch nur Ergänzungsspieler, und sammelte hauptsächlich bei den Sturm Amateuren als Kapitän Spielpraxis. Im Finale des Supercups 2002 wurde er trotz der großen Konkurrenz in der Mannschaft 40 Minuten lang eingesetzt, nachdem er für Arnold Wetl eingewechselt wurde. In der Saison 2002/03 kam es in Graz zur Ablöse von Ivan Osim, der neue Trainer Franco Foda kannte Kienzl jedoch gut von seiner Zeit bei den Amateuren. Das Bundesheer verhinderte jedoch, dass Kienzl alle Mannschaftstrainings besuchen konnte und so brachte er es in dieser Saison nur auf 3 Einsätze in der Bundesliga. Kienzl gab jedoch sein Debüt in einem internationalen Bewerb: er wurde beim 5:2 gegen FC Livingston in der 80. Minute für Alain Masudi eingewechselt.

Der endgültige Durchbruch blieb ihm in den Folgesaisonen auch nach seinen beiden Treffern gegen SV Mattersburg und Rapid Wien verwehrt, zahlreiche Verletzungen verhinderten einen rapiden Aufstieg des ruhigen Mannschaftsspielers.

In der Herbst 2007 war es dann aber so weit. Kienzl erkämpfte sich unter Franco Foda trotz einer Verletzung in der Saisonvorbereitung einen Stammplatz und zählt nun zu einer Stütze im zentralen Mittelfeld. Ein Highlight der Herbstsaison 2007 war sein Treffer in der 15. Runde gegen FC Red Bull Salzburg. Er erzielte per Fallrückzieher einen sehenswerten Treffer, der zum Tor des Monats Oktober gewählt wurde - Sturm verlor das Spiel jedoch mit 1:4. Am Ende der Saison wurde der Treffer auf www.laola1.at zum Tor des Jahres gewählt.

In der Saison 2008/09 wurde Mario Kienzl von Trainer Franco Foda zum 2. Kapitän hinter Mario Haas bestimmt. Kienzl überzeugte in den ersten Spielen der Saison durch gesteigerten Offensivgeist und kreative Pässe im Angriffsspiel, man merkte ihm den Verlust von Mittelfeldpartner Jürgen Säumel kaum an. Weiters gelang ihm im Auftaktspiel der neuen Saison das 2:0 im UI-Cup gegen Schachzjor Salihorsk.

Ende September 2008 verlängerte der Mittelfeldspieler seinen Vertrag bei Sturm Graz vorzeitig bis 2011. Im Februar 2009 wurde Kienzl erstmals von ÖFB-Teamchef Karel Brückner für das freundschaftliche Länderspiel gegen Schweden in die Nationalmannschaft einberufen . Bei diesem Spiel wurde er in der 82. Minute für Paul Scharner eingewechselt und feierte somit am 11. Februar 2009 sein Länderspieldebüt.

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Christian Gratzei

Christian Gratzei - SK Sturm Graz (Bild 1).jpg

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Christian Gratzei (* 19. September 1981) ist ein österreichischer Fußballtormann.

Gratzei begann seine Karriere bei seinem heutigen Verein SK Sturm Graz. Nach einem Abstecher zum DSV Leoben wechselte er 2001 zur Amateurmannschaft des Grazer AK. 2002 wurde er von Franco Foda zu den Sturm-Amateuren geholt. Als Foda im selben Jahr Trainer der Kampfmannschaft wurde, bekam auch Gratzei seine Chance in der ersten Mannschaft mitzutrainieren und debütierte im Frühjahr 2003 in der Bundesliga am 8. März 2003 gegen den SC Bregenz. Nach über einem halben Jahr verletzungsbedingter Pause, tastete er sich langsam wieder an die Spitze heran, konnte aber aufgrund einiger Fehler seine Position nicht dauerhaft festigen. In der Saison 2005/06 kam Gratzei zu keinem Einsatz. Seit Februar 2007 ist Christian Gratzei wieder der Stammtorhüter des SK Sturm. Er gehörte zum erweiterten Kader Österreichs zur Fußball-Europameisterschaft 2008 musste aber, als der dritte Torhüter Helge Payer ebenfalls ausfiel, Ramazan Özcan den Vortritt lassen, da Gratzei sich am Knie verletzte.

Am 1. Februar 2008 wurde Gratzei erstmals für den Kader der österreichischen Nationalmannschaft nominiert. Im April 2008 kürten die Vereinspräsidenten, Trainer und Manager der Bundesliga-Vereine Gratzei zum Torhüter des Jahres 2007/2008.

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Leonhard Kaufmann

Leonhard Kaufmann - SK Sturm Graz.jpg

Leonhard Kaufmann (* 12. Jänner 1989) ist ein österreichischer Fußballspieler. Aktuell ist er beim SK Sturm Graz engagiert. Er ist Mittelfeldspieler.

Kaufmann begann seine Fußballerkarriere beim heimischen Fußballverein UFC Fehring. Nach guten Leistungen beim Provinzklub, holte ihn der SK Sturm Graz in seine Jugendabteilung. Nach einigen Jahren in der Jugend der Schwarzen kam er 2003 zu den Sturm Amateuren, in die dritte Liga Österreichs. Unter Franco Foda als Amateurtrainer reifte er heran. 2007, diesmal unter Foda als Cheftrainer der Ersten Mannschaft, kam Kaufmann zum Debüt in der höchsten österreichischen Spielklasse der T-Mobile-Bundesliga. Beim Spiel zwischen SK Rapid Wien und SK Sturm Graz am 10. Spieltag kam der junge Steirer in der 90. Minute beim Stand von 5:1 für Sturm für Thomas Krammer ins Spiel. Ein weiterer Kurzeinsatz folgte am 12. Spieltag gegen Wacker Innsbruck. Kaufmann wird als eine Zukunftshoffnung der Steirer angesehen. International spielte er schon vier Mal für die österreichische U-19-Auswahl.

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Source : Wikipedia