Foxtrott

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Geschrieben von robby 28/04/2009 @ 08:09

Tags : foxtrott, tanz, kultur

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Foxtrott

Der Foxtrott (englische Schreibweise: Foxtrot, Fuchsgang) ist ein Gesellschaftstanz, der paarweise getanzt wird und zum Welttanzprogramm gehört.

Entstanden ist der Foxtrott zwischen 1910 und 1915 in Nordamerika. Sowohl die tänzerischen Wurzeln als auch die Herkunft des Namens sind nicht eindeutig zu bestimmen, da sich hier zahlreiche Quellen deutlich widersprechen. Die populärste Erklärung, in dem Namen eine Anspielung auf den Gang des Fuchses zu sehen, ist jedoch höchstwahrscheinlich falsch.

Der Foxtrott nahm Elemente des Ragtime, Onestep, Twostep sowie des von Vernon und Irene Castle choreografierten Castle Walk auf. Der Name Foxtrott geht möglicherweise auf den Schauspieler Harry Fox zurück, der für sein damals populäres Varieté „Harry Fox & the Zigfeld Follies“ Schritte aus Onestep und Castle Walk übernahm. Fox verbreitete so diesen Tanz in der Öffentlichkeit. Der Foxtrott wurde zum Synonym für eine Reihe von Geh- und Schreittänzen, von denen die meisten nicht mehr existieren.

Nach Europa kam der Foxtrott erst nach dem Ersten Weltkrieg. 1920 wurde das vorhandene Schrittmaterial auf einer Konferenz in England zum ersten Mal geordnet. Seit 1924 unterscheidet man zwischen der langsamen Variante, dem Slowfox sowie dem schnelleren Quickstep. Ins Welttanzprogramm wurde der Foxtrott 1963 mit aufgenommen, als Turniertanz wurde er jedoch nie verwendet.

Während Slowfox und Quickstep technisch sehr anspruchsvoll sind, ist der Foxtrott recht unbedarft. Die Schritte werden normal gesetzt, besondere Körperhaltungen, Posen oder schwierige Figuren sind nicht vorgesehen; einzig das „Auf-und-ab-Hüpfen“ - vor allem des Kopfes - bei den schnellen Seitschritten, gilt es zu vermeiden. Der Foxtrott ist im Grunde ein in der Komplexität reduzierter Quickstep, der dazu dient, Tanzschülern den Einstieg zu erleichtern. Deswegen wird auch auf praktisch jegliche Technik verzichtet.

Der Foxtrott wird auf Musik im -Takt getanzt, wobei ein kompletter Grundschritt sechs Schläge und damit anderthalb Takte umfasst. Die Geschwindigkeit ist in einem weiten Rahmen möglich.

Dadurch wird der Grundschritt auf den Takt bezogen zeitlich versetzt, wie es auch beim Abkömmling Discofox der Fall ist. Der Foxtrott wird traditionell auf Popmusik getanzt, ist aber in Tanzschulen besonders deswegen beliebt, weil er sich auch gut auf zeitgemäßere Hip-Hop-Musik tanzen lässt.

Legende: X = Schritt, < … | …> = ein Grundschritt.

Den „Seit-Schluss“-Teil führt man allgemein doppelt so schnell aus wie die restlichen Schritte.

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Standardtänze

Ein Paar beim Standardtanz

Standardtänze wurden ursprünglich alle Gesellschaftstänze genannt. Mittlerweile ist es ein Sammelbegriff für den Langsamen Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox, Foxtrott und Quickstep.

Die vorgenannten Tänze, abgesehen vom Tango, werden auch als Schwungtänze bezeichnet. Der Tango hingegen ist ein Schreittanz.

Zusammen mit den Lateinamerikanischen Tänzen bilden die Standardtänze einen Großteil der Tänze des Welttanzprogramms.

Standardtänze sind „Bewegungstänze“, bei denen die Tänzer sich je nach Tanz mehr oder weniger schnell und raumgreifend fortbewegen. Typisches Merkmal der Standardtänze ist der Körperkontakt, mit dem die Tanzpartner ohne Unterbrechung verbunden bleiben. Die Lateinamerikanischen Tänze hingegen, die zweite Gruppe der Turniertänze, die ebenfalls aus fünf Tänzen besteht, werden mehr stationär und weitgehend ohne Körperkontakt getanzt.

Der Körperkontakt in den Standardtänzen erfordert ein hohes Maß an Balance, Haltung und wechselseitiger Führung. Bewegung, Balance und Haltung sorgen dann für einen harmonischen Bewegungsfluss der Paare. Der Herr führt: Er tanzt häufiger vorwärts und überblickt die Tanzfläche und damit die Figurenfolge. Führen bedeutet, den Körper mit seinen stabilen Kontaktflächen durch Verlagern des Körperschwerpunkts in der Vorwärtsbewegung entschlossen einzusetzen. Auf die Aktion des Herrn folgen unmittelbar die Reaktion der Dame und insgesamt eine harmonische abgestimmte Aktion des Paares. Wenn die Dame in der Vorwärtsaktion ist, dann hat sie die Übersicht über die Fläche und gibt nur Hinweise über den Freiraum vor ihnen; es führt jedoch weiterhin der Herr.

Standardtänze werden in geschlossener Tanzhaltung getanzt. Bei den vier Schwungtänzen (Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Quickstep und Slowfox) legt der Herr seine rechte Hand mit geschlossenen Fingern auf den unteren Teil des linken Schulterblattes der Dame. Die linke Hand der Dame wird auf dem rechten Oberarm des Herrn platziert. Die Dame greift mit Daumen und Mittelfinger (manchmal auch zusätzlich Zeigefinger) zwischen Deltamuskel und Trizeps. Die rechte Hand der Dame liegt in der linken Hand des Herrn zwischen Daumen und Zeigefinger und wird von den Fingern des Herren umfasst. Sie wird im Idealfall in Augenhöhe der Dame (bzw. des kleineren Tanzpartners) gehalten und sollte auch bei erheblichen Größenunterschieden die Scheitelhöhe der Dame nicht überschreiten. Die Dame hält dabei ihre Arme selbst.

Die Tanzhaltung im Tango (dieser ist ein Schreit- und kein Schwungtanz) ist eine andere und sollte im selbigen Artikel behandelt werden.

Der Herr führt die Dame in erster Linie mit seinem Körper. D. h. mit dem rechten Teil des Brustkorbs und dem Becken (im Tango meist bis hinunter zum Knie). Die beiden Arme dienen dazu, der Dame einen Rahmen zu geben, in dem sie sich bewegen kann. Die Lateinamerikanischen Tänze hingegen, die zweite Gruppe der Turniertänze, wird mit etwas mehr Körperabstand getanzt. Charakteristisch für die Standardtänze ist auch, dass sich die Tänzer bei Figuren nie um ihre eigene, sondern immer um eine gemeinsame Achse drehen.

Ein wichtiger englischer Tanzlehrer der Standardtänze ist Alex Moore. Ein wichtiges Buch ist „The Ballroom Technique“. Es enthält die gültigen Regeln für Standardtänze und ist erschienen in England, eine deutsche Übersetzung mit gleichem Titel ist erhältlich. Es gilt als Nachfolger des Buches von Alex Moore.

Einige bekannte Tänzer: Heiko Kleibrink und Giselle Keppel (Deutsche Rekordmeister), William Pino; und in Deutschland: Sascha und Natascha Karabey, Benedetto Ferrugia und Claudia Köhler.

International Style bezeichnet die Art der Standardtänze, wie sie in Europa, ausgehend von Großbritannien, getanzt werden. Im Gegensatz dazu ist der American Style jene Art zu tanzen, die in den USA kultiviert wird. Ein auffälliger Unterschied besteht z. B. darin, dass beim American Style bei den „Standardtänzen“ (American Smooth genannt) die Dame in Solodrehungen geführt wird und so die geschlossene Haltung aufgelöst wird. Getanzt werden nur die folgenden vier Tänze: Langsamer Walzer, Tango, Foxtrott und Wiener Walzer.

Im Turniertanz, der in verschiedene Altersgruppen und Leistungsklassen unterteilt ist, werden die fünf Tänze stets in der obigen Reihenfolge getanzt. Jedes Paar beginnt in der D-Klasse, in der nur Langsamer Walzer, Tango und Quickstep getanzt werden. Nach einem festen Schlüssel erwirbt das Paar Aufstiegspunkte und Platzierungen und steigt so in seiner Altersgruppe über die C-, B- und A-Klasse in die Sonderklasse (S-Klasse), die höchste Amateurtanzsportklasse, auf. Es gibt folgende Altersgruppen: Kinder I und II, Junioren I und II, Jugend (unter 19 Jahre), Hauptgruppe I (ab 19) und II (27 bis 35 Jahre), Senioren I (beide Partner mind. 35 Jahre), Senioren II (ab 45 Jahre), Senioren III (ab 55 Jahre) und Senioren IV (ab 65 Jahre).

Die sportliche Organisation unterliegt dem Deutschen Tanzsportverband.

Es werden regelmäßig Standard-Weltmeisterschaften ausgetragen. Eines der weltgrößten Turniere der Amateure und Profis in Deutschland sind die German Open Championships in Stuttgart, große Amateurturniere sind „Hessen tanzt“ in Frankfurt und das „Blaue Band“ in Berlin.

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Quickstep

Der Quickstep ist ein Standardtanz und hat sich aus Foxtrott und Onestep entwickelt. Aus der ursprünglichen Benennung „Quick Foxtrot and Onestep“ wurde der Mittelteil gestrichen und die Bezeichnung „Quickstep“ etablierte sich. Der Quickstep wird als einer der fünf Standardtänze weltweit auf jedem Standardturnier als letztes getanzt.

Der Quickstep soll überquellende Lebensfreude ausdrücken und ist nach der Turnier- und Sportordnung (TSO) der letzte der fünf Standardtänze in Turnieren. Er wird von Tänzern auch als „Champagner unter den Tänzen“ bezeichnet, um das Spritzige und Freudige des Tanzes zu charakterisieren. Einfache Sprünge und meist schnell getanzte Posen, bei denen die Tänzer Freude ausstrahlen, sind ebenfalls ein Teil des Quickstep.

Der Quickstep wird statt mit zwei langen Vorwärtsschritten und zwei kurzen Seitwärtsschritten (wie im einfacheren Foxtrott), mit einem langen Vorwärtsschritt und einem Chassé (schnell, schnell, lang) seitwärts getanzt und ist durch die eher seitlich gerichtete Bewegung fließender als der Foxtrott. Auch sind außenseitliche Positionen der Partner häufiger.

Die Technik des Quicksteps ist der des Langsamen Walzers recht ähnlich. Auch hier ist ein starkes Heben und Senken vorhanden, wobei dieses eher terrassenförmig vonstatten geht. Auch fallen die Phasen des Hebens und Senkens durch die Geschwindigkeit der Musik schneller aus als im Langsamen Walzer. Wird ein Schritt zum Heben verwendet, so wird der Fuß von der Ferse bis zum Ballen abgerollt, dabei werden die Knie jedoch nicht gestreckt. Beim Senken verfährt man entgegengesetzt, vom angesetzten Ballen wird das Gewicht auf den ganzen Fuß übertragen. Die hoch getanzten Schritte werden mit gestrecktem Fuß, aber trotzdem leicht gebeugtem Knie ausgeführt. Der Schwung, der durch den ersten Schritt aufgebaut wird, verläuft sich im Gegensatz zum Langsamen Walzer nicht in Drehungen, sondern eher in einer fortlaufenden Bewegung.

Die Musik des Quickstep hat sich über den Foxtrott aus dem Ragtime und dem Charleston (Tanz) entwickelt und besitzt im Gegensatz zu den anderen Schwungtänzen, Langsamer Walzer, Wiener Walzer und Slowfox, eine stark rhythmische Komponente. So kommt ein Quickstep nicht ohne eine Schlagzeugbegleitung aus. Dabei wird auf dem Hi-Hat oder einem Becken ein Puls in Form von Vierteln gespielt, wobei jeweils die zweite und vierte Viertel ternär (im Verhältnis 1 zu 2) aufgeteilt werden (siehe auch Shuffle). Wird der Puls auf einem Becken gespielt, kann das Hi-Hat auf den Schlägen zwei und vier eingesetzt werden, was den Einsatz der Snare-Drum dann nicht erforderlich macht. Alternativ dazu können auf letzterer die Schläge zwei und vier dezent verstärkt werden. Die Bassdrum schließlich spielt auf den Schlägen eins und drei oder seltener auch auf allen vier Schlägen. Ergänzt wird das Schlagzeug durch den Bass, der entweder halbe oder 4tel Noten weitgehend ohne große Sprünge spielt. Wie auch im Jive trägt dieser „walking Bass“ wesentlich zum Charakter der Musik bei.

Der Quickstep unterscheidet sich vom Jive in einigen markanten Punkten. Zunächst sind die Schläge zwei und vier nicht so stark akzentuiert wie im Jive. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Aufteilung der Noten. Während im Jive der erste und dritte Schlag aufgeteilt wird sind dies im Quickstep der zweite und vierte. Dadurch werden im Quickstep die durch den 4/4-Takt vorgegebenen Betonungen auf eins und drei verstärkt. Im Jive dagegen dient die Aufteilung dem Hervorheben der Akzente auf den Schlägen zwei und vier.

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Slowfox

Der Name „Slowfox“ ist vor allem im deutschen Sprachraum gebräuchlich, international wird die Bezeichnung „Slow Foxtrott“ (engl. „langsamer Foxtrott“) bevorzugt. Ist aus dem Kontext klar, dass es sich um Slowfox und nicht um Foxtrott handelt – z. B. in Turnierkreisen –, wird er häufig auch nur „Foxtrott“ genannt.

Der Slowfox ist ein typisch englischer Standardtanz. Er wird charakterisiert durch fließende raumgreifende weiche Bewegungen und verkörpert von allen Standardtänzen am besten das englische Understatement. Es wird gesagt, dass man beim Slowfox eine volle Tasse auf den Kopf der Dame stellen können muss, ohne dass ein Tropfen verschüttet wird. Charakteristisch ist die sehr ruhige und angespannte Haltung. Drehungen sind im Slowfox nur selten und sollten nur sparsam eingesetzt werden, da sie die fortlaufende Bewegung des Paares unterbrechen, und so ein wichtiges Charakteristikum des Tanzes verloren gehen würde.

Im Gegensatz zu den Schwungtänzen Langsamer Walzer und Quickstep wird im Slowfox weniger aus dem Knie, sondern mehr aus den Füßen gehoben. Die Dame tanzt vermehrt Fersendrehungen, und bei Rückwärtsschritten wird die Ferse über den Boden abgezogen. Da dies ein Heben auch im Fuß unmöglich macht, muss die Hebung des sich vorwärts bewegenden Partners im Körper ausgeglichen werden.

Die 4/4-taktige Musik ist aufgrund der Entwicklung dem Jazz nahe. Heute wird sie mit etwa 27 bis 29 Takten pro Minute gespielt. Die Schritte werden vereinfacht in einer „slow-quick-quick“ Folge gesetzt. Der langsame Schritt erstreckt sich über die ersten beiden Schläge (halber Takt), die schnellen dauern je einen Schlag (viertel Takt). Wegen der technischen Herausforderung, trotz der unterschiedlich schnellen Schritte eine extrem gleichmäßige Bewegung zu tanzen, gilt der Slowfox als „König“ unter den Standardtänzen. Fortgeschrittene Tänzer weichen von der starren rhythmischen Vorgabe ab und verteilen die drei Schritte gleichmäßiger auf den Takt. Hierbei wird sowohl der Erste als auch der Letzte Schritt verzögert belastet, so dass eine gleichmäßige Bewegung von drei Schritten auf vier Schläge entsteht. Da durch den verzögerten ersten Schnitt gerade auf dem Schwerpunkt der Musik noch deutlich eine Gehbewegung (Schrittstellung) zu sehen ist, empfindet der Zuschauer diesen Augenblick als dynamisch und Augenblick der maximalen Bewegung, obwohl sich das Paar gleichmäßig vorwärts bewegt. Besonders anspruchsvoll sind Übergänge in Takte, in denen vier Schritte getanzt werden (z. B. Flechte). Hier wird ein fließender Übergang verlangt.

Wie auch die Musik des Quickstep entwickelte sich der Slowfox aus dem Ragtime. Es ist eine sehr ruhige Musik, die einen konstanten Rhythmus erfordert und auch ohne Schlagzeug auskommt, was es in diesem Fall für einen Tänzer besonders anspruchsvoll macht im Takt zu bleiben. So wird in Musik, die dem Training dient, immer auch eine Schlagzeugbegleitung verwendet. Dabei unterscheidet sich das Schlagzeug abgesehen vom langsameren Tempo nicht sehr vom Quickstep. Auf dem Hi-Hat oder einem Becken werden 4tel Noten gespielt, wobei die geraden Zählzeiten nochmals halbiert werden. Auf der Snare-Drum wird häufig mit dem Besen gespielt. Dadurch ergibt sich ein pulsierender rauschender Hintergrundklang, wobei auch hier die geraden Schläge betont werden. Die Bassdrum wird nur dezent eingesetzt und gibt den Grundrhythmus auf der ersten und meist auch dritten Zählzeit an. Der Bass spielt dazu halbe oder 4tel Noten. Insgesamt spielen die Schlaginstrumente zurückhaltend und unaufdringlich. Die wesentlichen Beiträge werden von Bläsern und Streichern erbracht, wobei auch häufig Gesang zum Einsatz kommt, der sehr frei im Swing- und Jazz-Stil eingesetzt wird. In der Melodie überwiegen lange Notenwerte, welche die ruhigen Elemente in Musik und Tanz unterstützen.

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Discofox

Discofox ist ein Gesellschaftstanz, der paarweise getanzt wird.

Der Discofox ging aus dem Foxtrott hervor, als um 1967 frei improvisierende Discotänzer zur Tanzhaltung zurückkehrten und den klassischen Foxtrott um Elemente aus Swing, Boogie-Woogie und Two-Step bereicherten. Dabei entstand in den USA der Hustle, in Europa der Discofox, der 1979 in das Welttanzprogramm aufgenommen wurde. Erste Turniere wurden Ende der 1980er Jahre in der Schweiz ausgetragen; hier entstand auch die schweizweite Bezeichnung Disco Swing, als mehr und mehr Elemente aus anderen Tänzen wie Rock ’n’ Roll, Boogie Woogie, Swing, Mambo, Salsa und Cha-Cha-Cha in den Discofox integriert wurden. 1992 fand die erste Discofox-Weltmeisterschaft in Basel statt, organisiert wurde sie von der International Dance Union. Erst acht Jahre später folgte die zweite Weltmeisterschaft in Miami, seitdem jedoch werden Europa- und Weltmeisterschaften jährlich durchgeführt.

Der Discofox ist eine Fusion vieler verschiedener Elemente aus anderen Tänzen, weshalb er keine eigenen technischen Elemente entwickelt sondern aus denen anderer Tänze besteht. So kombiniert er die aus dem Foxtrott abgeleiteten Schrittmuster mit der klassischen Tanzhaltung, der Improvisationsfreiheit des Swing, den Drehtechniken der lateinamerikanischen Tänze, den Wickelfiguren der Salsa und den akrobatischen Figuren des Rock ’n’ Roll und Boogie Woogie.

Der American Hustle verbindet beide Grundschritte, begonnen wird meist mit ``tap``.

Als Musik eignet sich prinzipiell jede Form der Tanzmusik mit regelmäßigem 4/4-Rhythmus und einer Geschwindigkeit von ca. 30 TPM bzw. 120 BPM. Insbesondere wird aktuelle Tanzmusik der Discos, d. h. Popmusik und Eurodance, aber auch Spielarten des Techno, verwendet.

Die Stile unterscheiden sich hauptsächlich in den Zählweisen, einige Stile zeichnen sich durch besonderen Einsatz von Spaßelementen aus, so z. B. der Rope Hustle, bei dem die Tanzpartner durch ein Seil verbunden sind. Am verbreitetsten sind New York und Three Count Hustle, beide orientieren sich stark am Urstil des Hustle, wie er 1977 durch den Film Saturday Night Fever bekannt wurde.

Der Discofox ist heute neben Salsa der populärste Paartanz in der Schweiz, Österreich, Deutschland und Südtirol (Norditalien), was u. a. an seiner technischen Unkompliziertheit liegt. Weniger verbreitet ist er in Australien (Ceroc), Frankreich, Russland (Disco Hustle) und Schweden.

Die Schweiz war seit Ende der 1990er Jahre bis etwa 2005 weltweit die erfolgreichste Discofox-Nation. So gingen fast alle Europa- und Weltmeistertitel dieser Jahre in die Schweiz. Hauptgrund war wohl die aktive Disco Swing-Tanzszene, in der täglich in verschiedenen Lokalen Disco Swing zu aktueller Musik getanzt werden konnte. In diesen „Dancings“ mischten sich Tänzer aus verschiedenen Stilrichtungen (Rock ’n’ Roll, Salsa, Jazz, Hip-Hop, Lateinamerikanische Tänze) und entwickeln ständig neue Figuren, Schrittfolgen und Stilvarianten. Die Entwicklung von Figuren und Kombinationen hat sich gleichzeitig und heutzutage überwiegend nach Deutschland verlagert.

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Source : Wikipedia