Fernsehen

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Geschrieben von daneel 25/02/2009 @ 13:50

Tags : fernsehen, kultur

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Digitales Fernsehen

Als Digitalfernsehen bezeichnet man die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen in digitalisierter Form. Dazu werden die herkömmlichen (analogen) Bild- und Tonsignale mit Hilfe sogenannter A/D-Wandler in digitale Datenströme (Binärcodes) verwandelt.

Die Herstellung und Verarbeitung der Bild- und Tonsignale geschieht seit Jahren (Stand 04/06) in digitaler Form. Die Verbreitung der Bild- und Tondaten geschieht heute (Stand 05/06) meist in digitaler Form (DVB-T, DVB-C, DVB-IPI DVB-S, DVB-H, DMB, IPTV). Neue Fernsehgeräte können die digitalen Signale (DVB) direkt verarbeiten (siehe IDTV). Für alte, analoge Fernsehgeräte muss der digitale Datenstrom mit entsprechenden Geräten (Digital-Receiver, Set-Top-Boxen) wieder in analoge Signale zurückverwandelt (siehe auch Digital-Analog-Umsetzer) werden. Teilweise geschieht die Verbreitung der Bild- und Tonsignale heute noch auf analoge Weise (Stand 05/06). Jedoch geht das alte analoge Fernsehen dem Ende entgegen (siehe dazu Analogabschaltung).

Die meisten digitalen Übertragungsnormen arbeiten mit Datenkomprimierung, d.h. dass die Datenmengen der digitalen Ursprungssignale je nach Qualitätsansprüchen vor der Verbreitung reduziert werden, um Bandbreite zu sparen (durch Verringerung der Bit-Rate). Das heute allgemein verwendete Datenreduktionssystem heißt MPEG und existiert sowohl für Audio- wie Videosignale; Die verschiedenen MPEG-basierten Codes lassen sich zur Datenspeicherung sowie zur Datenübertragung nutzen. Auch das beliebte MP3-Format oder die gängigen DVD-Normen beruhen auf MPEG. Je nach Übertragungsplattform unterscheidet man beim digitalen Fernsehen (DVB) folgende technischen Varianten: DVB-S (Satellit), DVB-T (terrestrischer Antennenempfang), DVB-C (Kabel), DVB-H (Handy TV), DVB-IPTV (IPTV); alle beruhen (derzeit) auf der MPEG-2 Norm.

Durch die digitale Sendetechnik lassen sich zahlreiche Zusatzdienste mit den bestehenden Fernsehprogrammen kombinieren: Z. B. Datendienste mit Zusatzinformationen und Illustrationen im Design von Webseiten; erweiterte Teletext-Angebote; Senderkennungen, die das rasche Auffinden z. B. im automatischen Suchlauf digitaler Receiver ermöglichen; und nicht zuletzt digitale Programmzeitschriften und Informationen zum Programmablauf (EPG). Durch die Einrichtung eines Rückkanals (im Kabel oder via Satellit) können diese Dienste interaktiv gemacht werden - das heißt, man kann mit dem Anbieter in Verbindung treten, E-Mails versenden oder als Nutzer registriert werden. Als Triple-Play bezeichnet man die parallele Verbreitung von Rundfunk, Telefon und Internet über denselben Übertragungsweg (z. B. Kabel).

Digitale Übertragungsverfahren sind wegen ihrer hohen Kompatibilität zu Computersystemen (Empfang, Speicherung, Bearbeitung, Wandlung oder Weiterverbreitung) vorteilhaft und zeitgemäß; durch die geringen Verbreitungskosten über Satellit oder Kabel (ein digitales Fernsehprogramm benötigt nur ein Zehntel bis ein Fünftel der Bandbreite eines analogen Kanals) können auch kleinere Anbieter ihre Programme überregional verbreiten. Außerdem können große Fernsehkonzerne ihr bestehendes Angebot kostengünstig um zahlreiche Zusatzkanäle erweitern.

In Berlin ist schon seit 2003 terrestrisches Digitalfernsehen (DVB-T) obligatorisch. Aus Gründen der Kanalknappheit wird fast nur noch ein harter Umstieg (Abschaltung der analogen Signale bei Einschaltung der digitalen Signale) durchgeführt. Hier einige DVB-T-Umstellungsszenarien für Ostwestfalen, für Bayern, für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, und für Hessen. Bundesweit soll der Umstieg bis Ende 2010 vollzogen sein (siehe auch Umstellung von analogem Fernsehen auf DVB-T).

Digitale Datenströme lassen sich auch in computerbasierten Netzen, z. B. im Internet verbreiten und mit entsprechender Software auf dem Bildschirm darstellen oder auf Datenträger aufzeichnen (z. B. IPTV). Digitale Signale (englisch Streams) lassen sich in verschiedenen Normen übertragen, die zwar verwandt aber untereinander nur begrenzt kompatibel sind. Die meisten Empfangsgeräte lassen sich jedoch mittels einer Update-Funktion über Satellit, Internet oder Kabel aktualisieren oder um andere Sendecodes erweitern. Da heutzutage viele Programme verschlüsselt senden, benötigt man zum Empfang des Angebots ein sogenanntes Empfangsmodul, meist in Form einer Steckkarte, die in den Receiver eingeschoben wird. Wegen der großen Vielfalt an Verschlüsselungssystemen verfügen viele moderne Geräte über mehrere Kartenschächte ("Steckplätze"), um die Dienste verschiedener Anbieter empfangen zu können.

Man nennt diese plattformübergreifenden Geräte CICAM-Receiver = Common Interface Conditional Access Module. Im Gegensatz zu der Ende der 90er Jahre vom Kirch-Konzern für dessen damaliges Pay-TV-Angebot Premiere promoteten d-box, die nur zur Entschlüsselung von Premiere geeignet war und andere Pay-TV-Anbieter diskriminierte, enthalten CICAM-Receiver Schnittstellen für alle gängigen Verschlüsselungstechnologien (Betacrypt, Nagravision, Videoguard, Viaccess, Cryptoworks u.a.).

Die Registrierung, Aktualisierung und Kundenverwaltung erfolgt dann meist online (bzw. via Satellit). So lassen sich zum Beispiel von Hackern "geknackte" Verschlüsselungscodes durch andere ersetzen oder säumige Kunden vom Empfang ausschließen. Die angebotenen Geräte verfügen je nach Plattform über verschiedene Technologien, weshalb sich Digitalreceiver für den Satellitenempfang nicht für digitalen Kabelempfang nutzen lassen oder umgekehrt.

Das Digitalfernsehen wurde kommerziell erstmals im Frühjahr 1994 per Satellit unter dem Markennamen DirecTV in den USA angeboten.

Ende 1993 einigten sich zwölf europäische Länder darauf, möglichst rasch eine Spezifikation für die Übertragung digitaler Fernsehsignale über Satellit und Kabel zu erstellen; die Einführung war bereits für 1995 geplant. Das daraus erwachsene DVB wurde in Deutschland dann erstmals am 28. Juli 1996 vom dafür neu geschaffenen Pay-TV-Veranstalter DF1 (Digitales Fernsehen 1) ausgestrahlt. Wegen Erfolglosigkeit trotz großangelegter Werbekampagne und populärer Sportereignisse wurde es später mit dem Bezahlsender Premiere aus dem gleichen Haus, der Kirch-Gruppe, zusammengelegt. Der mittlerweile börsennotierte Sender konnte seine Kapazität dank der digitalen Sendetechnik stark ausbauen und viele Zusatzprogramme bzw. Themenkanäle (auch von Fremdanbietern) in sein Angebot aufnehmen.

Währenddessen begannen beinahe alle überregionalen deutschen Fernsehsender vorwiegend über die Astra-Satelliten des Betreibers SES parallel zur analogen auch mit der digitalen Ausstrahlung ihrer Programme. Neben zusätzlichen nur für Digital-Nutzer zugänglichen Sendern nutzen vor allem viele neue Spartenprogramme sowie einige Lokalsender die kostengünstige Digitaltechnik. Einige kleinere Fernsehanbieter schicken das Fernsehsignal via DSL oder Glasfasernetz durchs Internet, wo es von den Betreibern einer Uplink-Station (meist größere Fernsehsender) aufgenommen und auf den Satelliten überspielt wird. So werden hohe Übertragungskosten, wie sie z. B. bei der teuren Richtfunktechnik entstünden, vermieden. Auf diesem Wege wird die räumliche Distanz zwischen Programmanbieter und Sender problemlos überwunden.

Durch den flächendeckenden Ausbau des Internets und der Einführung von ADSL2 als neuem Übertragungsstandard kann digitales Fernsehen künftig auch direkt aus dem Internet empfangen werden. Durch die hohen Downloadraten bei ADSL2 oder Lichtleiter ist die Empfangsqualität und Störungsresistenz der Programme genauso hoch wie z. B. über das klassische Kabel oder via Satellit. Nach und nach würde die Vision vom "weltweiten Fernsehen" über, vorerst entlang breitbandiger Datennetze, Realität.

Anfang 2003 begann, etwas später als in vergleichbaren Ländern (z. B. Großbritannien 1996), die Einführung von DVB-T, der terrestrischen DVB-Variante. Im August desselben Jahres nahm Deutschland mit der vollständigen Abschaltung des analogen terrestrischen Fernsehens im Großraum Berlin weltweit eine Vorreiterrolle ein. Nach Berlin folgten weitere Ballungsgebiete mit der Umstellung auf DVB-T. Seit 2004 werden in Europa einzelne Sendungen oder Versuchskanäle in HDTV-Norm ausgestrahlt.

Mittlerweile wird heftig über die Zulässigkeit einer digitalen "Grundgebühr" für werbefinanzierte Fernsehprogramme wie RTL oder Sat1 diskutiert, die die Fernsehbetreiber mittelfristig sowohl im Kabel wie auch über Satellit einführen wollen. Zu den gegenwärtigen Konzentrationstendenzen im digitalen Fernsehen siehe auch Projekt Entavio.

Eine entgegengesetzte Entwicklung deutet sich in anderen Ländern an: So geben in Großbritannien immer mehr Programme ihre Verschlüsselung auf. Während der 90er Jahre sendeten die meisten britischen Fernsehprogramme auf der Plattform von British Sky Broadcasting (BSkyB), das neben eigenen Programmen auch fremde Angebote vermarktete und mit einer Grundverschlüsselung versah. Viele dieser Anbieter, darunter auch BBC und ITV, lösten sich von Sky und senden mittlerweile unkodiert.

Derzeit sind mehr als 120 für den britischen Markt bestimmte Fernsehprogramme unverschlüsselt über Satellit zu empfangen, darunter viele kommerzielle Voll- und Spartenprogramme. Sie werden unter den Labels Free-to-air (FTA, Bezeichnung für alle unverschlüsselten Angebote), Freesat (markengeschützter Name für Programmpakete von BBC und ITV) bzw. Freeview (terrestrischer DVB-T-Empfang mit ca. 30 Programmen) vermarktet. Um der Konkurrenz standzuhalten, nahm sogar der Pay-TV-Konzern BSkyB ein eigenes unverschlüsseltes, werbefinanziertes Programm in Betrieb.

Das verschlüsselte Angebot von BSkyB (Sky Digital) ist das umfangreichste Europas und bietet eine Vielzahl von Film-, Sport- und Unterhaltungskanälen sowie zahlreiche Spartenkanäle auch von Fremdanbietern wie Disney, Discovery, NBC Universal oder Viacom. BSkyB gehört zum Imperium des Medientycoons Rupert Murdoch (News Corporation).

In vielen europäischen Ländern haben sich verschlüsselte Kabelbouquets etabliert, die meist vollständig ins Kabel eingespeist werden. Viele Sender verschlüsseln aus lizenzrechtlichen Gründen, weil sie lediglich Ausstrahlungsrechte für ein begrenztes Sendegebiet erworben haben. Der Empfang dieser Programme ist jedoch kostenlos, Entschlüsselungskarten ("Smartcards") werden üblicherweise unentgeltlich an die Zuschauer versandt.

In den Niederlanden verschlüsseln alle Vollprogramme ihr Signal über Satellit, weil alle internationalen Produktionen, mit Ausnahme einiger Kindersendungen, in der Originalsprache (mit Untertiteln) ausgestrahlt werden. Film- und Sportangebote werden im Canal Digitaal-Bouquet (Kabel, Satellit) vermarktet. Die großen Kabelgesellschaften bieten Digitalpakete, die neben Canal Digitaal auch die internationalen Fernsehmarken wie Discovery und MTV beinhalten. Auch sie werden mit niederländischen Untertiteln versehen.

Ähnlich ist die Situation in Skandinavien und den meisten Ländern Osteuropas, wo der mit der Synchronisation verbundene Aufwand wirtschaftlich unrentabel wäre (Ausnahmen: Russland, teilweise Polen). Um lizenzrechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen, werden meist alle Programme codiert. Die starke Stellung des Abonnementfernsehens in diesen Ländern erklärt sich auch durch den kleinen Werbemarkt.

In Belgien, insbesondere in Flandern, konzentriert sich das digitale Programmangebot fast völlig aufs Kabel bzw. ADSL. Es gibt kaum Satellitendirektempfang. Auch in der Schweiz werden kostenpflichtige Digitalpakete (v.a. Teleclub) im Kabel angeboten. In Österreich hat der Satellitenempfang eine starke Stellung; ähnlich wie in Deutschland entfällt der Abonnementbereich fast ausschließlich auf Premiere, das gilt auch für den Kabelempfang.

In Frankreich dominieren drei große Pay-TV-Netzwerke, Canal Satellite numerique (besser bekannt als Canal+), AB Sat und TPS (Télévision par satellite). TPS und Canal+ haben kürzlich fusioniert und werden bald ihre Angebote zusammenlegen. Alle drei kooperieren wiederum mit zahlreichen Fremdanbietern, unter anderem mit den großen nationalen Fernsehsendern. In Frankreich sind nur wenige Programme frei empfangbar.

Über Eutelsat sendet Sky Italia, der dominierende Digitalfernsehanbieter Italiens. Wie BSkyB wird er von Rupert Murdoch beherrscht. Sky Italia ging aus der Fusion der beiden einstigen Konkurrenten STREAM und TELE+ hervor.

In Spanien fusionierten die beiden Digitalplattformen Vía Digital von Telefónica und Canal Satélite Digital von Sogecable zum Monopolisten Digital +. Der Zusammenschluss war einer einheitlichen Programm- und Strukturpolitik und besseren Verdienstmöglichkeiten geschuldet. Im Kabel dominieren die Marktführer AUNA und ONO. Obwohl in Spanien nahezu alle internationalen Produktionen mit spanischer Synchronisation ausgestrahlt werden, verschlüsseln die meisten nationalen Fernsehkanäle ihr Programm über Satellit. In letzter Zeit ist jedoch ein verstärkter Trend zur unverschlüsselten Ausstrahlung zu verzeichnen; vor allem regionale Netzwerke und viele Spartensender gehen diesen Weg. Ehemalige Pay-TV-Kanäle gehen zunehmend zur werbefinanzierten Ausstrahlung über.

Eine "Grundgebühr" für werbefinanzierte Fernsehangebote gibt es meist nur im Kabel. Einige kleinere Programmanbieter bevorzugen jedoch nach wie vor eine Mischfinanzierung, die auf Werbung und einer niedrigen Abonnementgebühr beruht. Dieses Grundabonnement wird jedoch auf eine große Anzahl von Spartensendern aufgeteilt, die in sogenannten "Basispaketen" gemeinsam vertrieben werden. Diese Mischfinanzierung ist üblich, wenn ein Programm durch Werbeeinnahmen allein nicht wirtschaftlich betrieben werden kann, etwa weil das Sendegebiet oder die Zielgruppe zu klein sind.

Mit dem IPTV-Verfahren (Internet-Protokoll-TV) werden bereits heute zahlreiche Fernsehprogramme unter Verwendung des Internet-Protokolls weltweit verbreitet. Derzeit werden über 200 Themenkanäle in deutscher Sprache angeboten, die über jedes webfähige Endgerät mit ausreichender Rechenleistung empfangen werden können. Dazu gehören unter anderem Informationskanäle größerer Unternehmen wie Markenhersteller oder Reisebüros; mittlerweile werden jedoch auch bereits viele journalistisch hochwertige Spartenkanäle zu unterschiedlichsten Themenbereichen angeboten.

Noch sind die Programme ausschließlich für den Internetempfang konzipiert, sie können jedoch in naher Zukunft auch problemlos in Kabelbouqets eingebunden oder auf anderem Wege weiterverbreitet werden. So kann das Internet künftig auch als reiner Übertragungsweg genutzt werden, Aufbereitung und Empfang der Dienste lägen dann bei den Kabelgesellschaften. IPTV ist noch nicht für den Massenempfang konzipiert, kann jedoch durch Aufrüstung mit Multicast-fähigen Servern bereits in wenigen Jahren massentauglich gemacht werden. In letzter Zeit hat sich ein Quasi-Monopol rund um den Münchner Medienunternehmer Ingo Wolf etabliert, der zahlreiche Spartenprogramme gestützt auf die IPTV-Technologie meist unverschlüsselt anbietet oder weiterverbreitet.

Künftig dürfte das Internet für alle Fernsehanbieter zum hart umkämpften Terrain werden, RTL und SAT1/Pro7 werden ihre Programme schon in Kürze auch im Internet verbreiten (siehe auch IPTV). Einige Netzbetreiber wie der Kabelanbieter Hansenet mit seinem Fernsehbouquet Alice oder die Deutsche Telekom mit ihrem breitbandigen Übertragungsstandard VDSL bieten bereits heute IPTV-Fernsehen (die Telekom einschließlich des hochauflösenden HDTV) auf Basis von IP Multicast, wegen der derzeit noch ungenügenden Internetkapazitäten allerdings nur innerhalb des eigenen Netzes.

Am 4. August 2003 wurde im Großraum Berlin die analoge Verbreitung von Fernsehprogrammen zugunsten der digitalen Verbreitung mittels DVB-T eingestellt. Dies war der Beginn der Abschaltung des analogen Antennenfernsehens in Deutschland.

Auf etwa 80 Prozent der Fläche Deutschlands wurde die Umstellung für das terrestrische Fernsehen bereits vollzogen.

Die beiden großen Privatsenderketten (RTL und Pro7Sat1) strahlen nur in den zuerst erschlossenen Gebieten ihre Programme über DVB-T aus. Die privaten Sender haben die Ausweitung der DVB-T-Abstrahlung in seit 2005 neu erschlossenen DVB-T-Regionen weitgehend eingestellt, nachdem eine Anschubfinanzierung der Ausstrahlungskosten durch die Landesmedienanstalten aufgrund von Klagen der Kabelnetzbetreiber nicht mehr möglich ist. Ganze Empfangsgebiete werden zumindest vorerst nur mit öffentlich-rechtlichen Programmen in zwei bis vier Multiplexen versorgt. Ende 2007 gingen erstmals seit längerer Zeit wieder neue Multiplexe mit privaten Programmen (im Saarland ein Multiplex mit Saar TV, Tele 5, QVC, in Leipzig ein Multiplex mit Leipzig Fernsehen, BBC World, Bibel TV und einem Stadtinformationskanal) auf Sendung; im Großraum Stuttgart wird über eine Abstrahlung der Programme der RTL-Sendergruppe verhandelt.

Für die öffentlich-rechtlichen Programme entstehen durch den ausbleibenden Einstieg der Privatsender höhere Kosten als ursprünglich geplant. Bis Ende 2008 wird die terrestrische analoge Abstrahlung in Deutschland flächendeckend eingestellt; bis dahin sollen mindestens 90 Prozent der Haushalte die öffentlich-rechtlichen Sender mittels DVB-T über Dachantenne empfangen können. Dies wird über eine nahezu ausschließliche Abstrahlung über Grundnetzsender erreicht, analoge Füllsender werden im Zuge der Umstellung weitestgehend stillgelegt. Eine Simulcast-Phase (gleichzeitige Ausstrahlung von analogen und digitalen Programmen) bei der Umstellung findet seit 2005 nicht mehr statt.

Laut dem Digitalisierungsbericht 2007 der Landesmedienanstalten nutzten bundesweit Mitte 2007 etwa 3,6 Millionen Haushalte DVB-T – doppelt so viele wie ein Jahr zuvor und entsprechend zehn Prozent der Fernsehhaushalte bzw. einem Viertel der digitalisierten Fernsehhaushalte, womit DVB-T eine höhere Verbreitung als digitales Kabelfernsehen erreicht, wobei die Akzeptanz in Gebieten mit ausschließlichem öffentlich-rechtlichem Programmangebot deutlich geringer ist.

In einer im Auftrag des ITK-Branchenverbands Bitkom im Vorfeld der IFA 2007 durchgeführten repräsentativen Befragung wurde demgegenüber die Anzahl der DVB-T Haushalte auf 1,5 Millionen hochgerechnet.

Die offizielle Einführung von DVB-T in Österreich fand am 26. Oktober 2006 statt. Seit diesem Termin werden 70 Prozent der Haushalte mit DVB-T versorgt. Die Ausstrahlung erfolgte vorerst simultan mit den Analogsignalen („Simulcast“), die nach vier Monaten abgeschaltet werden sollten. Diese Frist wurde aber verschoben.

Am 5. März 2007 wurde mit der Abschaltung analoger Fernsehsignale begonnen. Der Vorarlberger Hauptsender Pfänder (bei Bregenz) wurde nach einer relativen kurzen Zeit des Parallelbetriebes abgeschaltet. Die früher im Ballempfang arbeitenden Füllsender jedoch sind noch nicht betroffen. Im Jahr 2007 wurden dann sukzessive alle Großsender auf DVB-T umgestellt. Die erste Umstellungsphase war am 22. Oktober. 2007 beendet.

Bis 2008 soll die österreichweite Abdeckung 90 Prozent betragen. Für Ende 2010 ist eine Flächendeckung von 95 Prozent der österreichischen Bevölkerung vorgesehen. Der einzige derzeit unter entsprechenden behördlichen Auflagen befugte Betreiber von DVB-T-Infrastruktur ist die mehrheitlich dem ORF gehörende Österreichische Rundfunksender GmbH (ORS), Bewerbungen anderer Unternehmen für diese Funktion blieben aus.

Im ersten Schritt nahm nur ein Multiplex, Mux A, mit den österreichischen Sendern ORF 1, ORF 2 (mit den jeweiligen Bundeslandsendungen) und ATV den Sendebetrieb auf. Die Einführung von DVB-T in Österreich wurde mit einer Gutscheinaktion zum Erwerb von geförderten DVB-T-Boxen gestartet, die ersten 100.000 Käufer von geprüften MHP-Decodern hätten dabei 40 Euro Gutschrift auf den Bruttokaufpreis einer mit einer Prüfplakette (vergeben vom österreichischen TÜV) gekennzeichneten Set-Top-Box geltend machen können. Die Dauer dieser Aktion war vorerst bis Ende Dezember 2006 begrenzt. Diese Aktion wurde auf alle Rundfunkgebührenzahler ausgeweitet (Vorlage einer GIS-Nummer genügt) und bis zum 15. Januar 2007 verlängert. Zum Ende der Gutscheinaktion wurden 35.000 Gutscheine tatsächlich eingelöst.

Am 22. Oktober. 2007 wurden in den Ballungsräumen auch der MUX B mit den Programmen Puls 4 (vormals PULS TV), 3sat und ORF Sport Plus in Betrieb genommen. Nach den derzeit vorhandenen öffentlichen Informationen (Stand: Januar 2008) ist anzunehmen, dass eine mit anderen europäischen Ländern vergleichbare Programmvielfalt über DVB-T in Österreich in absehbarer Zeit nicht erreicht wird.

Ebenfalls fand 2007 eine Ausschreibung für einen MUX C für urbane Gebiete statt.

In Deutschland werden meist vier TV-Programme pro Multiplex verbreitet, in anderen Ländern auch mehr oder weniger, zusätzlich Radioprogramme oder HDTV-Inhalte. Darüber hinaus setzt man in Deutschland von Anfang an ganz auf SFNs und sowohl UHF als auch VHF, während manche andere Länder zumindest anfangs MFNs benutzen oder sich auf UHF beschränken.

Die vollständige Umstellung auf DVB-T, also die Abschaffung der analogen Ausstrahlung von Fernsehprogrammen, ist in Deutschland laut Beschluss der Bundesregierung vom 24. August 1998 bis spätestens zum Jahr 2010 vorgesehen. Allgemein soll die Ausstrahlung des analogen Rundfunks (Fernsehen und Hörfunk) in der EU Anfang 2012 enden (siehe dazu Analogabschaltung).

Japan nutzt ein verwandtes Verfahren (ISDB), während die USA zumindest für den Antennenempfang ihr ATSC-Format propagieren.

Die Bandbreite eines typischen Transponders (Satellitenkanal) auf dem bekannten Rundfunksatelliten Astra beträgt meist 33 MHz, das entspricht einer Nettodatenrate von 36 Mbit/sec bzw. einer Symbolrate von 26 Msymb/s. Ein Fernsehsender benötigt üblicherweise etwa 3-4 Mbit/sec, je nach seiner Symbolrate (Kodierung von je 2 Bit zu einem "Symbol"). Sie bewegt sich zwischen 2,2 und 2,75 Msymb/s. Gemeinsam mit der Fehlerkorrektur (üblicherweise 3/4 Nutz- zu Korrekturdaten) ergibt sich die erforderliche Datenrate. Je schneller sich das Bild ändert (Veränderungen im Bildaufbau), umso höher ist die erforderliche Datenrate. Sport- und Actionszenen erfordern also mehr Bandbreite als bewegungsarme Sequenzen (Talkshows etc.). Ist die Bandbreite zu schmal berechnet, kommt es bei schnellem Szenenwechsel bei höherer Auflösung zu Artefakten (Bauklötzchen-Effekten).

Üblicherweise werden über einen Transponder auch noch Hörfunkprogramme (je 64-320 kbit/sec; Audio-CD-Datenrate: 1411 kbit/sec) und diverse Datendienste übertragen. Über einen reinen Fernsehtransponder lassen sich bequem acht Fernsehprogramme in guter Qualität übertragen, jedoch nur ein analoges. Durch die Einführung des effizienteren MPEG-4 Codecs lässt sich künftig noch effektiver komprimieren, bei gleich bleibender Bild- und Tonqualität lassen sich künftig mehr als 10 Fernsehprogramme je Transponder übertragen. Durch das zeitaufwendige Kodieren und Dekodieren des Fernsehsignals kommt es gegenüber der analogen Ausstrahlung zu mehrsekündigen Verzögerungen (je effizienter komprimiert wird, desto komplizierter ist der Kodierungsalgorithmus).

Bei DVB wird erst das Fernsehprogramm in MPEG-2 codiert, anschließend wird das Programm mit eventuellen Zusatzdiensten im Multiplexer "verschachtelt". Mehrere Programme (Fernsehen, Radio etc.) innerhalb eines Paketes lassen sich so zu einem Datenstrom kombinieren, der auch Transportstrom genannt wird. Anschließend wird der Datenstrom mit dem Trägersignal moduliert, verstärkt und zum Sender/Satelliten bzw. zur Kabelkopfstation gelenkt.

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Bayerisches Fernsehen

Logo bis 2007

Das Bayerische Fernsehen (Abkürzung: BFS) ist das vom Bayerischen Rundfunk produzierte Dritte Fernsehprogramm, das ein auf Bayern konzentriertes Vollprogramm im 24-Stunden-Betrieb darstellt.

Mit einem durchschnittlichen Marktanteil im zuständigen Sendegebiet von 7,8% im Jahr 2006 gehört das Bayerische Fernsehen zu den erfolgreichsten Regionalprogrammen der ARD.

Der Sendestart des Bayerischen Fernsehens erfolgte am 22. September 1964 unter der Bezeichnung Studienprogramm. Es ist somit das älteste Dritte Programm. Darüber hinaus liefert der BR seit dem 6. November 1954 Fernsehbeiträge für das ARD-Gemeinschaftsprogramm.

Rund zwei Drittel der Sendungen im Bayerischen Fernsehen fallen unter die Kategorie Information. Der Schwerpunkt liegt in der regionalen Berichterstattung und auf gesellschaftspolitisch und kulturell orientierten Sendungen. In den Hauptnutzungszeiten werden fast ausschließlich eigene Produktionen gesendet.

Seit 2005 hat sich das Bayerische Fernsehen ein Motto gegeben: „Bayerisches Fernsehen – Die Welt aus Bayern“. Dazu wurden eigens Videoclips produziert, unter anderem mit der Moderatorin Sabine Sauer und dem Fürther Comedy-Duo Martin Rassau und Volker Heißmann.

Im Oktober 2007 hat der Bayerische Rundfunk ein Relaunch seiner Programme durchgeführt. Auch das Bayerische Fernsehen erfuhr eine Programmmodernisierung. Das alte Programmschema wurde angepasst, erneuert und nach modernen Gegebenheiten modifiziert. Die Rundschau wurde hingegen nur in geringem Maße modifiziert.

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SWR Fernsehen

SWR Fernsehen ist seit dem 11. September 2006 die Bezeichnung für das Dritte Fernsehprogramm des Südwestrundfunks. Gemäß SWR-Staatsvertrag handelt es sich beim SWR Fernsehen nicht um ein Programm, das in zwei Regionalversionen ausgestrahlt wird, sondern um zwei eigenständige, vollwertige Landesprogramme, die nur durch einen gemeinsamen Mantel verbunden sind.

Die Landesprogramme des SWR Fernsehens werden aus Stuttgart (für Baden-Württemberg) und aus Mainz (für Rheinland-Pfalz) gesendet und betragen 30 % vom Gesamtanteil. Die restlichen 70 % werden zentral gestaltet, im Baden-Badener Play Out Center ausgespielt und sind in beiden Bundesländern zu sehen.

Das Programm existiert bereits seit dem 5. April 1969, damals noch unter dem Namen Südwest 3 in Kooperation von SDR, SWF und SR. Es wurde seinerzeit als letztes Drittes Fernsehprogramm in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt und anfangs nur am Wochenende ausgestrahlt.

Am 30. August 1998 wurde das Programm in Südwest BW (für Baden-Württemberg) beziehungsweise Südwest RP (für Rheinland-Pfalz), im Jahr 2000 dann in Südwest Fernsehen umbenannt. Am 11. September 2006 erfolgte die Umbenennung des Programms in SWR Fernsehen. An diesem Tag wurde auch das Bildformat geändert, es wird jetzt in der Regel in 16:9 gesendet. Auch Programmhinweise und Regionalnachrichten werden generell in 16:9 gesendet.

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Schweizer Fernsehen

Blick auf das Baukomplex des Schweizer Fernsehens

Schweizer Fernsehen (SF) ist das nationale Fernsehen der deutschen und der rätoromanischen Schweiz und ist ein Unternehmen der SRG SSR idée suisse. Direktorin ist seit 2004 Ingrid Deltenre.

Bis 1993 hiess das Programm TV DRS oder ausgeschrieben Television der deutschen und rätoromanischen Schweiz, danach bis 2005 SF DRS (Schweizer Fernsehen der deutschen und rätoromanischen Schweiz). In der Bevölkerung spricht man häufig einfach vom «Schwiizer» (Mundart) oder vom «SF» (offizielle Abkürzung für Schweizer Fernsehen).

Offiziell ist das Schweizer Fernsehen ein privatrechtliches Unternehmen (die SRG stellt einen privatrechtlichen Verein dar), hat jedoch durch eine Spezialkonzession des Bundesrates den Charakter einer öffentlich-rechtlichen Anstalt.

Das Unternehmen betreibt momentan drei Fernsehprogrammkanäle: SF 1 (2003 33.8 % Marktanteil), SF zwei (8 %) und SF info. Zum Vergleich: RTL ist mit 7 % Marktanteil auf dem dritten Platz.

Die Studios des Schweizer Fernsehens befinden sich seit den 1970er-Jahren im Quartier Leutschenbach im Norden Zürichs. Der Begriff «Leutschenbach» wird von den Deutschschweizern oft als Metapher für das Unternehmen verwendet.

Nachdem es bereits 1939 erste öffentliche Fernsehversuchsdemonstration anlässlich der Landesausstellung 1939 gegeben hatte, sendete die SRG ab 1953 an fünf Abenden pro Woche ein rund einstündiges Programm als eine Art Fernseh-Versuchsbetrieb aus dem Studio Bellerive.

1963 war die Ausstrahlung der ersten rätoromanischen Fernsehsendung. 1964 startete das Werbefernsehen. 1968 wurde das Farbfernsehen eingeführt. 1974 wurde zum ersten Mal das Konsumentenmagazin Kassensturz ausgestrahlt.

1984 ging der mit dem deutschen ZDF und dem österreichischen ORF betriebene Kulturkanal 3sat auf Sendung. Im gleichen Jahr startete auch der Schweizer Teletext. 1990 war Start des «Programmschema 90».

Im Jahr 1997 ging der Sender SF2 auf Sendung. Im Jahr 1999 startete SFi (SFinfo) im Grossraum Zürich, seit 2001 wird der Sender in der gesamten Deutschschweiz ausgestrahlt. 1998 kam es zu einem Betrug in der Sendung «Risiko»: Ein Kandidat erschlich sich 95'000 Franken, da er die zu beantwortenden Fragen bereits kannte.

Ende Januar 2003 wurde im Engadin der DVB-T-Testbetrieb gestartet, gefolgt vom Tessin und der Genferseeregion. Mitte Mai 2005 wurde die Produktion von PALplus-Sendungen eingestellt. SF DRS erhielt am 5. Dezember 2005 den neuen Namen SF Schweizer Fernsehen. Der Sender SF2 heisst neu SF zwei. Die Nachrichtensendungen SF Tagesschau und 10vor10 erhielten ein neues Dekor. Die Wettersendung Meteo, die Diskussionssendung Der Club sowie das Informationsmagazin Rundschau folgten bis zum Sommer 2006.

Seit Sommer 2006 werden Sportveranstaltungen nur noch in 16:9 übertragen. Seit 1. Dezember 2007 werden die in 16:9 aufgenommenen Sendungen komplett in 16:9 anamorph ausgestrahlt und nicht mehr in 4:3-Letterbox konvertiert. Im Oktober 2007 wurde der Aufbau des DVB-T-Netzes in der Schweiz abgeschlossen. Voraussichtlich ist ab 2012 ein kompletter HDTV-Betrieb geplant.

Seit Dezember 2007 sendet die SRG SSR (SF, TSR, TSI) das HD-Programm HD Suisse. HD suisse wird im Format 720p50 gesendet und zeigt ausschliesslich Sendungen in nativem HD (Filme, Sport, Opern etc.). Das Programm wird über den Satelliten Eutelsat Hotbird 8 ausgestrahlt und kann auch im Kabelnetz der Cablecom empfangen werden. Ebenso über Bluewin-TV von Swisscom, wobei hier das Abo Bluewin-TV plus nötig ist.

PresseTV hat eine eigene Sendekonzession für Programme auf SF zwei und SF info. Das Radio e Televisiun Rumantscha (RTR) strahlt seine Sendungen in rätoromanischer Sprache wie Telesguard (Tagesschau), Cuntrasts und die Istorgia da buna notg (Gutenacht-Geschichte) über SF 1 aus.

SF 1 und SF zwei werden in der Deutschschweiz über Antenne ausgestrahlt. SF 1, SF zwei und SF info werden auch über Schweizer Kabelnetze und SF 1 und SF zwei verschlüsselt über den Satelliten (Eutelsat Hotbird) ausgestrahlt. SF info wird meist unverschlüsselt übertragen, lediglich Sendungen mit urheberrechtlich bedenklichen Inhalten, etwa Sportpanorama, werden verschlüsselt.

SF betreibt gemeinsam mit ARD, ZDF und ORF das TV-Programm 3sat. Im Nachrichten- und Unterhaltungsbereich arbeitet SF eng mit ARD und ZDF zusammen. SF liefert auch einzelne Programme für das deutsch-französische Kulturprogramm ARTE.

SF beteiligt sich an mehreren Eurovisions-Sendungen, insbesondere im Bereich Volksmusik: SF produziert mit ARD und ORF den Musikantenstadl und das Open Air Wenn die Musi spielt, auch Aiderbichl, Ein Herz für Tiere und Weihnachten auf Gut Aiderbichl sind Koproduktionen. Beim Grand Prix der Volksmusik wirkt neben SF, ZDF und ORF auch der italienische Rai Sender Bozen mit als Produzent.

Die SRG ist eine Anstalt mit komplexer Struktur. Sie finanziert ihre Radio- und Fernsehprogramme überwiegend aus Gebührengeldern, die von der Billag eingezogen werden. Das Schweizer Recht lässt zwar private Fernsehsender zu, allerdings verschafft das Radio- und Fernsehgesetz der SRG eine so starke Stellung, dass sich ernsthafte private Konkurrenz bis heute nicht etablieren konnte. Dieses Quasi-Monopol der SRG und ihre Programme werden – auch wegen der Finanzierung durch immer höher werdende Gebühren – regelmässig kritisiert. Besonders Medien-Unternehmer Roger Schawinski hat sich als Kritiker profiliert. Dies führte zu einer Gesetzesänderung, die den Konkurrenten das Recht auf einen Teil der Gebührengelder zusprach.

Inhaltliche Kritik kommt sowohl von links wie von rechts: während konservative Kreise der Berichterstattung des SF seit längerer Zeit sozialdemokratische Tendenzen vorwerfen, beanstandet die andere Seite neuerdings eine zu starke Kommerzialisierung des Programminhalts (z.B. mit Sendungen wie Deal Or No Deal oder wegen des verhältnismässig grossen Anteils an Werbung), welche dem sog. «Service public», zu dem sich SF verpflichtet hat, widerspreche.

Verschiedene Versuche, überregionale oder landesweite Privatsender zu etablieren, sind gescheitert, so TV3 und Tele 24 von Roger Schawinski, der später als Sat.1-Chef auch in Deutschland bekannt wurde. Der Spartensender Star TV (Film-News) konnte sich halten. 2004 ging die Privatstation U1 TV überregional auf Sendung, wird aber wenig beachtet. Seit September 2006 sendet das ebenfalls private 3+ schweizerdeutsche Unterhaltung und eingekaufte Formate.

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Source : Wikipedia