Falklandinseln

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Geschrieben von tron 24/04/2009 @ 20:07

Tags : falklandinseln, südamerika, ausland

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Falklandinseln

Flagge der Falklandinseln

Die Falklandinseln (auch Malwinen, englisch Falkland Islands, spanisch Islas Malvinas) sind eine Inselgruppe im südlichen Atlantik. Sie gehören geographisch zu Südamerika und liegen 600 bis 800 km östlich von Südargentinien und Feuerland bei 52° Süd und 59° West. Die Falklandinseln sind ein britisches Überseegebiet. Seit 1833 werden sie von Argentinien beansprucht.

Die Falklandinseln bestehen aus etwa 200 Inseln, deren wichtigste Westfalkland und Ostfalkland mit je etwa 6.000 km² sind (140 × ca. 50 km). Die nördlichen Teile der beiden Hauptinseln sind von Hügelketten überzogen. Sie verlaufen in West-Ost-Richtung und erreichen im Mount Usborne (spanisch Cerro Alberdi) auf Ostfalkland 708 m Höhe. Der zweithöchste Berg heißt Mount Adam (spanisch Monte Independencia) und befindet sich auf Westfalkland.

Zwischen Ost- und Westfalkland verläuft der breite Falklandsund (spanisch Estrecho de San Carlos), an dem Port Howard (spanisch Puerto Mitre) liegt. Auch die Ostinsel selbst wird von einem langen Fjord (bei Darwin) beinahe in zwei Hälften geteilt; an ihrer zum Atlantik blickenden Ostküste liegt die Hauptstadt Stanley mit rund 2.000 Einwohnern. Von den übrigen 200 Inseln sind nur etwa fünf größer als 10 km².

Die heutige Landschaft der Falklandinseln wurde durch die wiederholten Vergletscherungen im Eiszeitalter geformt. Dabei bildete sich vor allem eine glaziale Abtragungslandschaft. Fjorde, Rundhöcker und durch das Eis geformte Seen sind typisch. In der Nacheiszeit sind viele Landstriche aufgrund des feuchtkalten Klimas vermoort.

Das Klima ist kalt, windig und regenreich. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei nur 5 °C. Verglichen mit London oder Köln, die auf derselben (nördlichen) Breite liegen, ist das ein Unterschied von fast 5 Grad. Dies hängt vor allem mit der Landverteilung Nord-Süd, der Ekliptik (Perihel im Nordwinter) sowie dem das Klima der Nordhalbkugel beeinflussenden Golfstrom zusammen. Nur in den Hochsommermonaten Dezember, Januar und Februar steigt die Temperatur an ganz wenigen Tagen im Jahr auf annähernd 20 °C. Ansonsten liegt die durchschnittliche Tagestemperatur auch zwischen Oktober und April eher bei 8 bis 12 °C. Verglichen mit europäischen klimatischen Verhältnissen herrschen also auf den Falklands selbst in den Frühling- und Sommermonaten eher spätherbstliche Temperaturen vor. Zwischen Mai und September herrscht oft Frost. Zumindest tagsüber steigt in diesen Monaten die Temperatur selten auf über knapp 1 bis 3 °C. Auf Grund des ozeanisch geprägten Klimas sind aber strenge Fröste von unter -15 °C eher die Ausnahme. Daneben regnet oder schneit es an durchschnittlich 200 Tagen im Jahr.

Insgesamt verzeichnet die Flora der Falklands 278 Arten . Das subantarktische Klima erlaubt nur das Wachstum von kleinen, maximal 1 m hohen Zwerg-Birken. Die Inseln sind überzogen von zahlreichen Gräsern – meist Seggen- und Rispengräserarten – sowie verschiedenen Kleearten, eine Besonderheit ist die ansonsten nur in Südamerika heimische Arachnitis uniflora.

Es gab auf den Falklandinseln nur ein heimisches Landsäugetier, den Falklandfuchs, der im 19. Jahrhundert ausgerottet wurde. Daneben gibt es 63 heimische Vogelarten, darunter Albatrosse, Versicolorenten, Geierfalken und den endemischen Falklandpieper. An den Küsten brüten Pinguinkolonien, die mehrere Millionen Individuen umfassen. Außerdem findet man an den Küsten Kolonien von Seelöwen und See-Elefanten. Heute gibt es auf den Inseln neben den sehr häufigen Schafen zahlreiche eingeschleppte Tiere, wie etwa Ratten, Mäuse, Kaninchen und Katzen.

Vor der Ankunft europäischer Siedler waren die Falklandinseln unbewohnt – vor allem wegen ihres rauen Klimas. Sie wurden 1592 vom englischen Seefahrer John Davis entdeckt, der sie jedoch nur sichtete. Er hatte sich von Puerto Deseado aus auf die Suche nach den anderen drei Schiffen unter dem Kommando von Thomas Cavendish gemacht, war jedoch in einen Sturm geraten, der ihn nach Falkland führte. Es dauerte weitere 98 Jahre, bis die Inseln erstmals 1690 von John Strong betreten wurden. Er gab ihnen zu Ehren des britischen Offiziers und Politikers Anthony Cary, 5. Viscount Falkland, den Namen Falkland-Inseln.

Die ersten Siedlungen wurden 1764 unter französischer Herrschaft von Louis Antoine de Bougainville gegründet. Der argentinische Name Islas Malvinas geht auf die französische Bezeichnung der Inselgruppe – „Les Nouvelles Malouines“ – zurück, welche sich auf die Stadt Saint-Malo bezieht.

Die Kolonie wurde jedoch schon 1766 an Spanien übergeben. Seitdem sind die Inseln Gegenstand von Territorialstreitigkeiten, anfangs zwischen Großbritannien und Spanien, danach bis heute zwischen Großbritannien und Argentinien.

Das Vereinigte Königreich behauptete seine Ansprüche, indem es 1833 einen Flottenstützpunkt auf der Insel errichtete. 1837 wurde eine Kolonialverwaltung eingerichtet.

Im Ersten Weltkrieg fand zwischen deutschen Kreuzern und einem überlegenen britischen Flottenverband das Seegefecht bei den Falklandinseln statt. Das deutsche Ostasiengeschwader unter Vizeadmiral Maximilian Graf von Spee wollte in den Atlantik in Richtung Deutschland durchbrechen und wurde am 8. Dezember 1914 von den Briten unter Vizeadmiral Sir Frederik Doveton Sturdee vernichtet.

Die Besetzung der Inseln durch Argentinien am 2. April 1982 löste den Falklandkrieg aus: Großbritannien reagierte sieben Wochen später mit der Landung von Truppen. Nach kurzen, aber blutigen Kämpfen konnten die britischen Truppen Argentinien am 14. Juni 1982 zur Aufgabe bewegen. Die britische Marine erlitt bei den Gefechten jedoch höhere Verluste als erwartet, da ihre modernen, größtenteils aus Leichtmetall gefertigten Schiffe nach Raketeneinschlägen in großem Ausmaß in Brand gerieten.

Insgesamt kostete der Falklandkrieg mehr als 1.000 Menschen das Leben. Seitdem ist eine größere Zahl von Soldaten auf den Inseln stationiert (2002 noch etwa 1.700 Mann). Im letzten Jahrzehnt hat sich der latente Konflikt etwas entspannt. Argentinien erneuert jedoch jedes Jahr seinen Anspruch auf die Inseln, so auch die amtierende Präsidentin Argentiniens Cristina Fernández de Kirchner.

Die Bevölkerung stammt überwiegend von Einwanderern von den Britischen Inseln ab, die in den 1830er Jahren auf die Inseln kamen. Sie waren durchweg nordenglischen und schottischen Ursprungs. In den 1840er Jahren wanderten auch einige Menschen aus St. Helena und Chile ein. Zwei Drittel der rund 2.500 Einwohner (ohne das in Mount Pleasant konzentrierte Militär) wohnen in der Hauptstadt Stanley, die auch zugleich Hauptort von Ost-Falkland ist. Der Hauptort von West-Falkland, Port Howard, der über eine eigene asphaltierte Landebahn verfügt, hat nur rund 120 Einwohner. Von den übrigen Siedlungen auf den beiden Inseln haben weniger als zehn mehr als 50 Einwohner. Die restlichen Siedlungen verteilen sich über eine große Fläche und sind so genannte „camp settlements“, vergleichbar mit Weilern, bisweilen sogar nur „camps“, also Einzelhöfe.

Die Falkländer, die sich selbst auch als „Kelpers“ (kelp: englisch für Tang, also etwa: Die im Tang Lebenden) bezeichnen, sprechen Englisch mit einem Akzent, der sich an das Schottisch- und das Norfolk-Englisch anlehnt. Des Weiteren gibt es viele Lehnwörter, die aus dem Spanischen kommen, besonders die Viehhaltung und den Umgang mit Pferden betreffend (Gaucho-Tradition).

Die Religionszugehörigkeit ist überwiegend protestantisch. In Port Stanley gibt es die anglikanische Christchurch Cathedral – der dortige Pfarrer ist direkt dem Erzbischof von Canterbury zugeordnet – und eine katholische Kirche und Gemeinde, die eine eigene Apostolische Präfektur bildet, die Apostolische Präfektur Falklandinseln oder Malwinen.

In Stanley gibt es im Haus des letzten argentinischen Residenten ein Museum, das Gegenstände und Dokumente zur Geschichte der Inseln zeigt. Im Hafen von Stanley gibt es einen Lehrpfad entlang einer Reihe von Schiffswracks, die dort teilweise seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen.

Nationalfeiertag ist der 14. Juni als Befreiungstag von der argentinischen Besetzung.

Seit 1985 hat Falkland eine eigene Verfassung. Das Parlament (Legislativrat) besteht aus dem Gouverneur, dem Chief Executive sowie acht auf vier Jahre gewählten Mitgliedern. Da auf Falkland Parteien keine Bedeutung haben, handelt es sich um Unabhängige. Gouverneur ist seit August 2006 Alan Huckle. Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln werden vom Gouverneur in Personalunion als Commissioner mitverwaltet. Die Regierung (Executive Council) setzt sich zusammen aus dem Gouverneur, dem Chief Executive, dem Financial Secretary und drei Mitgliedern des Parlaments (die Parlamentsmitglieder werden in die Regierung jeweils für ein Jahr vom Parlament gewählt).

Infolge des Falklandkrieges, an dessen Anfang die wenigen britischen Soldaten auf den Inseln den argentinischen Truppen chancenlos unterlegen waren, wurde die Präsenz der britischen Streitkräfte deutlich verstärkt. Im Jahr 2005 waren noch etwa 1.700 Soldaten aller drei Teilstreitkräfte auf den Inseln stationiert. Der zentrale Stützpunkt ist Mount Pleasant. Die British Army hat dort Infanterie-, Pionier- und Kommandoeinheiten stationiert. Neben der Überwachung der Inseln sind diese vorrangig für das Räumen von Minen und Munition aus Zeiten des Falklandkrieges zuständig, die noch heute Teile der Inseln zu Sperrgebieten machen.

Die Royal Air Force hat in Mount Pleasant ein Vickers VC10-Tankflugzeug, vier Tornado F3-Abfangjäger, ein Hercules-Transportflugzeug, sowie mehrere Transport- und SAR-Hubschrauber stationiert. Der Stützpunkt dient zudem der zivilen Versorgung der Inseln im Überseeverkehr.

Mount Pleasant wird zudem von der Royal Navy genutzt, die dort eine Korvette der Castle-Klasse sowie einen Lenkwaffenzerstörer oder eine Fregatte stationiert hat. Zudem patrouillieren regelmäßig britische Atom-U-Boote im Südatlantik, deren Fahrten allerdings geheim gehalten werden. In Notfällen kann zudem das Antarktispatrouillenschiff HMS Endurance hinzugezogen werden. In Mount Pleasant ist außerdem eine Abordnung der Royal Marines stationiert. Die britischen Streitkräfte können zudem im Ernstfall von der Falkland Islands Defence Force unterstützt werden. Diese setzt sich aus Bewohnern der Inseln zusammen und ist im Stil einer militärischen Reserveeinheit organisiert.

Falkland hat eine eigene Währung, das Falkland-Pfund. Dieses ist an das britische Pfund gebunden. Das wichtigste Exportgut ist Wolle, Handelspartner ist hauptsächlich Großbritannien. Über Industrie, bzw. industrielle Produktion abgesehen von Fischfabriken oder Walzerlegung verfügen die Inseln indes nicht. Das Außenhandelsdefizit macht etwa die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts aus, die Inseln sind also völlig von Großbritannien abhängig. Das BIP pro Kopf liegt bei etwa 20.800 Euro (2003). Die Arbeitslosigkeit liegt mit 6 % über dem Durchschnitt des Vereinigten Königreichs.

Außer der Schafzucht hat noch die Fischerei gewisse Bedeutung sowie die Erzeugung von Häuten, Talg, Fischbein und Walöl. Ein weiteres wirtschaftliches Standbein ist die Vergabe von Fischfanglizenzen an ausländische Unternehmen. Dies führt manchmal zu Konflikten mit dem Nachbarland Argentinien, das die Inseln beansprucht und in diesem Fall den Standpunkt vertritt, dass die exzessive Fischerei in dieser Region zu ökologischen Schäden, auch im argentinischen Teil des Südatlantiks, führe. Die Entdeckung von großen Ölfeldern vor den Inseln führte in den späten 1990er Jahren zu erneuten politischen Spannungen zwischen Großbritannien und Argentinien. Inzwischen werden diese Felder von verschiedenen Firmen, unter anderem Falkland Oil & Gas, erkundet. Mit ersten Bohrungen ist ab 2009 zu rechnen. Die Inseln selber profitieren ebenfalls von dieser jüngsten Entwicklung. Ansonsten sind die Inseln wirtschaftlich vollkommen unbedeutend.

Die Falklandinseln können von Großbritannien aus mit der Britischen Luftwaffe (RAF) erreicht werden. Die RAF fliegt bis zu drei Mal wöchentlich mit Tristar-Transportflugzeugen zwischen Brize Norton in Oxfordshire und Mount Pleasant (IATA Code MPN) auf den Falklandinseln, die auch dem Zivilverkehr dienen. Von Mount Pleasant gibt es auch Flugverbindungen nach Chile. Eine Flugverbindung nach Argentinien existiert seit dem Falklandkrieg nicht mehr.

Der Inlandverkehr wird von der Falkland Island Gouvernment Airlines System (FIGAS) mit einer Flotte von sechs Britten-Norman BN-2 Islander gewährleistet, die ihre Flugpläne täglich auf Vorbestellung nach Bedarf zusammenstellt. Die Flugpläne werden am Vorabend per Radio bekannt gegeben. Der Inlandverkehr nutzt den Flugplatz von Port Stanley als Ausgangsbasis. Bei den über die Inseln verstreuten Siedlungen bestehen Landeplätze – oft nur Rasenstreifen oder ein geeigneter Strand.

Schiffsverkehr zwischen den Inseln besteht nur für den Warentransport.

Die einzige ausgebaute Straße außerhalb der Ortschaften besteht zwischen Port Stanley und dem Militärstützpunkt Mount Pleasant (rund 50 km).

Im Hafenbereich von Port Stanley gab es eine Eisenbahn zum Gütertransport, die aber schon seit Jahrzehnten stillgelegt ist.

Seit Dezember 2005 gibt es ein GSM-basierendes Mobiltelefonnetz. Im Wesentlichen deckt es die Gebiete um Port Stanley und Mount Pleasant ab. Betrieben wird das Netz von Cable & Wireless Falkland Island.

Die Postleitzahl FIQQ 1ZZ gilt für das gesamte Territorium der Falklandinseln. Auf Grund der geringen Bevölkerungsdichte ist eine weiter gehende Differenzierung dieser Leitzahl nicht vonnöten.

Die Falklandinseln geben eigene Briefmarken heraus. Die Zuständigkeit hierfür liegt beim staatlichen Falkland Islands Philatelic Bureau.

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Geschichte der Falklandinseln

Briefmarke der Falklandinsel (½ Penny; 1891

Bei ihrer europäischen Entdeckung waren die Falklandinseln unbewohnt. Aber Funde von Kanus und Pfeilspitzen bezeugen, dass die Inseln schon vorher von Yámana, einem indianischen Volk von Feuerland, besucht wurden.

Verschiedene Sichtungen der Inselgruppe sind verzeichnet aber umstritten bzw. gelten als unsicher. So könnten 1501 Amerigo Vespucci, 1520 Esteban Gomez (einer der Kapitäne Ferdinand Magellans auf seiner Weltumseglung) und 1540 Francisco de Camargo die Inseln gesichtet haben.

Die erste als gesichert geltende Sichtung erfolgte 1592 durch den Engländer John Davis mit dem Schiff Desire, als er Thomas Cavendish auf seiner letzten Fahrt begleitete.

Der Engländer Richard Hawkins erreichte 1594 die Inselgruppe und benannte sie als eine Kombination aus seinem eigenen Namen und dem Namen der englischen Königin Elisabeth I., der Maid, in Hawkins' Maidenland.

Der Niederländer Sebald de Weert besuchte das Archipel am 24. Januar 1600 und gab ihm den Namen Sebald Eilands. Dieser Name und auch die spanischen Entsprechungen Islas Sebaldinas bzw. Sebaldes wurden auf Seekarten bis in das 19. Jahrhundert hinein benutzt.

Im Jahre 1690 wurden die Inseln erstmals durch John Strong betreten, der den Falklandsund entdeckt und nach Anthony Cary, 5. Viscount Falkland, einem schottischen Politiker, zur Zeit der Expendition als Treasurer of the Navy verantwortlich für die Finanzen der Royal Navy, benannte. Der moderne Name der Inselgruppe geht letztendlich auf die Bezeichnung des Sunds zurück.

Die erste Ansiedlung errichtete der Franzose Louis Antoine de Bougainville 1764 auf Ostfalkland am Berkely Sound. Die Siedlung wurde nach Ludwig XV. in Port Louis benannt. Nach der späteren spanischen Übernahme wurde der Ort in Puerto Soledad umbenannt. Der französische Name der Inselgruppe Les Nouvelles Malouines geht auf bretonische Siedler aus Saint-Malo zurück und ist der Ursprung des bis heute gebräuchlichen spanischen Namens Islas Malvinas bzw. Malwinen.

Der Brite John Byron landete 1765 in der Bucht Port Egmont und nahm die Inseln in Besitz der britischen Krone.

Wahrscheinlich ohne Kenntnis der französischen Bemühungen gründete John McBride 1766 auf Saunders Island nordwestlich von Westfalkland den ersten britischen Stützpunkt Port Egmont. Ziel der Ansiedlung war die Sicherung der strategisch wichtigen Seewege durch die Magellanstraße und die Drakestraße um das Kap Hoorn.

1765 entdeckte James Cook die Südsandwichinseln und benannte sie nach dem unbeliebten ersten Lord der Admiralität. Er erwähnte in seinem Reisebericht Port Egmont mehrfach, obwohl er den Ort nie besucht hat.

Wenig später im Jahre 1767 verkauften die Franzosen unter militärischem Druck ihre Besitzungen an die Spanier, die inzwischen an einer Kontrolle des gesamten Inselgebietes interessiert waren. Deshalb landeten 1770 starke spanische Kräfte in Port Egmont, die die weit unterlegenen Briten kampflos gefangen nahmen und vertrieben. Infolgedessen drohte England Spanien mit Krieg, woraufhin längere Verhandlungen zwischen Spanien, England und Frankreich folgten, in deren Ergebnis 1771 die Spanier einer Rückkehr der Briten nach Port Egmont zustimmen mussten.

3 Jahre später 1774 gaben die Briten ihren Stützpunkt aus wirtschaftlichen Gründen auf. Ein weiterer Grund war der Ausbruch der Amerikanischen Revolution, die eine Umgruppierung der britischen Kräfte erforderte. Allerdings gaben die Briten ihren Anspruch auf die Inseln nie auf und hinterließen an ihrem Stützpunkt eine Fahne und eine Bleiplakette, die den Anspruch manifestieren sollten.

Nach der argentinischen Mai-Revolution am 25. Mai 1810 mussten die Spanier 1811 die Inseln räumen. 1816 erreichte das Vizekönigreich des Río de la Plata die endgültige Unabhängigkeit von Spanien. Argentinien wurde als neuer Staat gebildet und erhob Anspruch auf die Inseln. Ab 1820 begannen die ersten argentinischen Ansiedlungsbemühungen.

1823 vergab Argentinien die Fischfang- und Jagdrechte an die privaten Investoren Jorge Pacheco und Luis Vernet.

1829 wurde der Hamburger Kaufmann Luis Vernet offiziell zum Gouverneur der Inseln ernannt. Er versuchte ein Monopol bei benannten Fischfang- und Jagdrechten durchzusetzen, weshalb US-amerikanische Walfänger angegriffen wurden.

Infolgedessen griff die US-Navy die argentinischen Siedlungen an und zerstörte Puerto Soledad. Die USA erklärten 1831 die Inseln zum Niemandsland und dass sie jede argentinische Ansiedlung auf den Inseln als Piratennest betrachten würden.

1832 kehrten die Briten nach Port Egmont zurück. Am 2. Januar 1833 ankerte das britische Kriegsschiff Clio im Hafen von Puerto Louis. Der an Bord kommende argentinische Offizier wurde aufgefordert, die argentinische Flagge einzuholen, die britische aufzuziehen sowie die Inseln mitsamt der argentinischen Administration zu verlassen, was am 5. Januar geschah. So wurden die Inseln offiziell von Großbritannien in Besitz genommen, wogegen die USA nichts unternahmen. Seit dieser Zeit protestieren die Argentinier und bestehen auf ihrem Anspruch. 1837 wurde eine Kolonialverwaltung eingerichtet und 1843 Port Stanley gegründet, welches 1845 zur Hauptstadt erklärt wurde.

1859 erkannte Spanien die Unabhängigkeit Argentiniens an, gab aber keine Aussage zu den Falklandinseln.

In der folgenden Zeit wurde in Stanley ein Flottenstützpunkt errichtet und ausgebaut und die Inseln von Schafzüchtern dünn besiedelt. Im Ersten Weltkrieg dienten die Inseln als relativ unbedeutender Marinestützpunkt. Allerdings kam es am 8. Dezember 1914 zum Seegefecht bei den Falklandinseln, bei dem das deutsche Ostasiengeschwader fast vollständig vernichtet wurde.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Besatzung der Inselgruppe verstärkt, da eine japanische Invasion befürchtet wurde. Der Marinestützpunkt diente als strategische britische Bastion im Südatlantik und hatte bei der Vernichtung der Admiral Graf Spee einige Bedeutung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die UNO mehrfach, den Falklandkonflikt zu lösen. Unter anderem forderte sie 1965 mit der UN-Resolution 2065 sowohl Argentinien als auch Großbritannien auf, den Konflikt friedlich und im Sinne der Einwohner der Inselgruppe zu lösen.

1966 kam es zu einer privaten argentinischen Invasion auf dem Flugfeld von Stanley. Die beiden Staaten verständigten sich 1971 auf eine gewisse Zusammenarbeit. U.a. wurde die gemeinsame Nutzung von Krankenhäusern und Schulen auf dem Festland geregelt. Weitere Gespräche erfolgten in der Zeit zwischen 1980 und 1982.

Im Laufe der Jahre wandelte sich die Bedeutung der Inseln. Seit längerer Zeit werden im Seegebiet der Inseln große Vorkommen an fossilen Brennstoffen vermutet. Außerdem bieten die Inseln eine ideale Basis für Gebietsansprüche in der Antarktis. Diese Gründe und die unten genannten innenpolitischen Probleme führten zum Krieg.

1979 gewann die konservative Margaret Thatcher in Großbritannien die Wahlen. 1981 putschte sich General Galtieri in Buenos Aires an die Macht. Die argentinische Militärdiktatur stand vor einem wirtschaftlichen Scherbenhaufen und musste nach längeren blutigen Unruhen um die Macht fürchten. Sie nutzten den über 200 Jahre alten Falklandkonflikt und begannen am 2. April 1982 den Falklandkrieg. Überlegene argentinische Streitkräfte besetzten ohne großen Widerstand die schwach verteidigten Falkland- und Südsandwichinseln. Die konservative Regierung in London hatte ebenfalls innenpolitische Probleme aufgrund ihrer harten und wenig populären Reformen, was wohl einer der Gründe für ihre kompromisslose Reaktion war. Die Briten begannen ab dem 1. Mai 1982 die Rückeroberung der Inseln. Der Krieg endete am 20. Juni mit einem britischen Sieg. Infolge des Krieges stürzte die argentinische Militärdiktatur.

Aufgrund des argentinischen Angriffes wurden starke britische Land- und Luftstreitkräfte auf den Inseln stationiert, die bis heute (2007) dort verbleiben. Erst 1990 nahmen Argentinien und Großbritannien wieder diplomatische Beziehungen auf. Argentinien besteht bis zum heutigen Tag genauso auf seinem Anspruch wie Großbritannien bis heute Alternativen zum momentanen Status ablehnt. Die Bevölkerung ist probritisch. Der Konflikt bleibt bestehen.

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Saunders Island (Falklandinseln)

Lage von Saunders Island

Saunders Island (span.: Isla Trinidad) ist die viertgrößte der Falklandinseln. Sie hat eine Größe von 132 km² und liegt nordwestlich von Westfalkland. Sie wird zur Schafzucht genutzt. Die heutige Siedlung auf der Ostseite der Insel heißt Saunders Island Settlement und verfügt über eine Landebahn.

Ohne sich der Anwesenheit Frankreichs in Port Louis gewahr zu sein, nahm 1765 der britische Kapitän John Byron Saunders Island und andere Inseln des Falkland-Archipels für König Georg III in Besitz. Im darauffolgenden Jahr gründete er auf Saunders Island den Hafenort Port Egmont. Im gleichen Jahr erwarb Spanien die französische Kolonie und stellte sie 1767 unter eigene Verwaltung.

1770 besetzte eine spanische Fregatte den Hafen und vertrieb die Briten, was Spanien und Großbritannien einem Krieg näher brachte. Spanien willigte schließlich ein, Port Egmont zu Gunsten der Briten aufzugeben. 1774 gaben die Briten Port Egmont aus wirtschaftlichen Erwägungen auf. Zu jener Zeit hinterließen sie eine Tafel auf der sie ihre Hoheit über die Falklandinseln aufrechterhalten.

Auf der Insel leben und brüten Felsenpinguine, Eselspinguine, Magellan-Pinguine, Königspinguine, Schwarzbrauenalbatrose und viele andere Vögel.

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Wappen der Falklandinseln

Flagge der Falklandinseln

Das Wappen der Falklandinseln ist in dieser Form seit dem 29. September 1948 in Gebrauch.

Das Wappen zeigt ein Schild, in dessen oberen Teil sich ein Widder befindet. Dieser symbolisiert die Wichtigkeit der Schafzucht für die Insel.

Im unteren Teil sind Wellen dargestellt, auf denen sich ein Schiff befindet. Dieses soll die Desire sein, das Schiff mit dem John Davis die Insel 1592 entdeckte.

Das Wappen ist auch auf der Flagge der Falklandinseln abgebildet.

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Source : Wikipedia