Eltmann
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- Rottenburger Volleyballer verpflichten Steinke - Financial Times Deutschland
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SG Eltmann
Die SG Eltmann ist ein Sportverein aus Eltmann in Unterfranken.
Bekannt ist der Verein durch seine in der ersten Bundesliga spielende Volleyballmannschaft, die SG Eschenbacher Eltmann. In weiteren Abteilungen werden Faustball, Fußball, Judo, Kegeln, Leichtathletik und Turnen angeboten.
Der Kader der Saison 2008/09 umfasst Spieler. Sieben Abgängen stehen sechs neue Spieler gegenüber.
Chef-Trainer ist seit 2000 Milan Maric, der zuvor verschiedene Vereine im Ausland betreute. Seine beiden Assistenz-Trainer sind Tado Lehmann und Cornel Closca. Die Ärzte Andreas Först und Luitgard Jensen sowie der Physiotherapeut Franz-Josef Zeiß sorgen für die medizinische Betreuung. Die Gesamtkoordination liegt in den Händen von Rolf Werner, welcher auch die Sponsorenbetreuung übernimmt. Präsident des Gesamtvereins und Geschäftsführer der im April 2008 gegründeten Volleyball-Eltmann GmbH ist Peter Knieling. Die Leitung der Volleyball-Abteilung übernahm daraufhin Jan-Peter Solveen. Als Manager ist seit September 2008 Ralf Väth tätig, der bisherige Manager Bernd Hummernbrum, der eine zusätzliche AUfgabe übernommen hat, bleibt der SG Eschenbacher Eltmann aber als Berater erhalten. Bernhard Wegmann ist in der Funktion als Team-Manager tätig. Für die Pressebetreuung ist Volker Hensel zuständig.
Die SG Eschenbacher Eltmann spielt seit 2003 in der Bundesliga und hat sich durch mehrere Teilnahmen an den Play-offs etabliert. In der Saison 2007/08 erreichten die Franken den siebten Platz.
Eltmann kam im DVV-Pokal bereits mehrmals ins Viertelfinale. In der Saison 2006/07 schied die SG im Achtelfinale gegen den Moerser SC aus. In der Saison 2007/08 gelang Eltmann durch Siege gegen Netzhoppers Königs Wusterhausen (3:1) und Generali Haching (3:0) mit der Qualifikation für das Halbfinale der größte Erfolg. Dort unterlag man jedoch evivo Düren mit 0:3.
Nach der bisher besten Platzierung in der Saison 2005/06 (Platz 4) sicherte sich Eltmann die Teilnahme am CEV-Pokal. Hier schied das Team im Januar 2007 trotz zweier Siege mit einem zweiten Platz beim Turnier im ungarischen Kecskemet aus.
Die Heimspiele werden in der Georg-Schäfer-Halle in Eltmann ausgetragen. Die Sporthalle hat eine Kapazität von rund 1500 Zuschauern. Die durchschnittliche Zuschauerzahl bei den Heimspielen liegt bei rund 1000 Besuchern.
In der zweiten Mannschaft unter Trainer Tado Lehmann in der Bayernliga Nord spielen viele junge Talenten aus der Region. Ebenso bei der in die Landesliga Nordwest aufgestiegenen SGE III unter Spielertrainer Cornel Closca. Auf die Jugendarbeit legt der Verein sehr viel Wert. Insgesamt sind 46 Jugendmannschaften der SG Eschenbacher Eltmann in der Spielzeit 2008/09 gemeldet, das dürften die meisten in Deutschland sein. Zudem nehmen (incl. Bundesliga) sechs Aktiven-Teams und eine Damen-Mannschaft am Spielbetrieb teil.
Eltmann
Eltmann ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Haßberge.
Eltmann liegt zwischen dem Nordrand des Steigerwalds und dem Main.
Eltmann gliedert sich in sechs Stadtteile, das Industriegebiet und den Ortskern.
Eltmann wurde bereits 740 als Castellum Altimoin (Castell am oberen Main) erwähnt.Der Ort bestand jedoch bereits seit 640 (Einwanderung der Franken in das obere Maingebiet). Im Zuge der gumbertschen Schenkung kam der Ort an Burkhard, den ersten Bischof von Würzburg (742/43 bis 753), der in Eltmann ein Amt des Hochstifts Würzburg einrichtete. 1335 wurden Eltmann durch Kaiser Ludwig der Bayer die Stadtrechte verliehen. Nach der Säkularisation des Hochstiftes Würzburg im Jahr 1803 zugunsten Bayerns, wurde es 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern.
Das Heimatmuseum Eltmann wird vom Verein für Heimatgeschichte e. V. Eltmann getragen und befindet sich in einem ehemaligen Wohnhaus aus dem 18. Jahrhundert. Neben einem Schulzimmer und einem Textilwarenladen, kann man in dem kleinen Museum Sammlungen und Einzelstücke aus den Themenbereichen Flößerei, Holzbearbeitung, Sandsteinbearbeitung, Kugellagerherstellung und Weinbau besichtigen.
Bürgermeister ist Michael Ziegler (CSU), der 2008 mit 95,04 % der Stimmen ohne Gegenkandidaten wiedergewählt wurde.
Der Stadtrat von Eltmann hat (ohne Bürgermeister) 20 Mitglieder.
Der Sportverein SG Eltmann bietet die Sportarten Fußball, Kegeln, Faustball, Judo, Leichtathletik, Turnen und Volleyball an. Durch seine in der ersten Bundesliga spielende Herren-Volleyballmannschaft ist der Verein überregional bekannt.
Das im Juli 1998 in Betrieb genommene Biomasseheizwerk mit einer Nennwärmeleistung von 650 Kilowatt, versorgt die städtischen Wohnbausiedlungen in der Steigerwaldstraße, das Neubaugebiet „Am Hahn“ und im Sommer, zur Wassererwärmung, das städtischen Freibad. Das Heizwerk wird mit Hackschnitzeln, daher auch der Name, aus dem heimischen Wald und mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben. Betreiber ist die HEG Heizwerk Eltmann GmbH, die von der Stadt Eltmann und der Energieversorgung Oberfranken AG gegründet wurde.
Die Stadt liegt an der Bundesstraße 26 und hat direkten Anschluss an die Bundesautobahn 70 (Anschlussstelle Eltmann). Weiterhin besteht eine Anbindung an die Bahnstrecke Bamberg–Würzburg (Haltepunkt Ebelsbach-Eltmann).
Mainbrücke Eltmann
Die Mainbrücke Eltmann ist eine 1055 m lange Brücke der Autobahn 70. Sie besteht aus zwei Überbauten, einer Stahlverbund- und Spannbetonkonstruktion aus dem Jahr 1987 und einer reinen Spannbetonbrücke aus dem Jahr 2006.
Das Überführungsbauwerk liegt zwischen den Anschlussstellen Knetzgau und Eltmann und überquert bei Eltmann vor dem Tunnel Schwarzer Berg im spitzen Winkel das Maintal mit dem Main und einem Wehrarm, der linksmainischen Staatsstraße 2277 und drei Feldwegen, rechtsmainisch liegend. Die Autobahn ist im Grundriss gerade und hat ein Längsgefälle von 1 % in Richtung Osten.
Dieses Bauwerk wurde von 2004 bis 2006 bei Kosten von ungefähr 18 Millionen Euro hergestellt. Es besteht aus zwei durch eine Dehnfuge getrennten Abschnitten, der 572 m langen Flussbrücke, mit einem Hohlkastenquerschnitt, und der östlichen 483 m langen Vorlandbrücke mit einem Plattenbalkenquerschnitt.
Widerlager und Pfeiler sind auf 83 Großbohrpfählen mit einem Durchmesser von 1,5 m gegründet. Die drei Pfeiler am Main unter der Flussbrücke besitzen einen Massivquerschnitt mit 9,8 m Breite und 3,2 m Dicke. Der Trennpfeiler zwischen Flussbrücke und Vorlandbrücke hat die gleiche Dicke, er ist allerdings 10,95 m breit und zwecks Wartung der Übergangskonstruktionen wie ein Widerlager begehbar. Die Vorlandbrücke wird von 8 m bis 10 m hohen Pfeilern getragen. Diese haben einen Kreisquerschnitt mit 1,7 m Durchmesser.
Der Überbau der Vorlandbrücke ist ein Durchlaufträger aus Spannbeton mit einem zweistegigen Plattenbalkenquerschnitt und konstanter Konstruktionshöhen von 2,2 m. Die Stege des Plattenbalkens sind 70 cm breit, die Fahrbahnplatte ist zwischen 22 cm und 52 cm dick. Die Vorspannung besteht aus internen Spannkabeln. Der 482,45 m lange und 13,78 m breite Überbau hat in den Lagerachsen Querträger. Die Stützweiten betragen für die 12-feldrige Vorlandbrücke 10×40,405 m − 40,005 m − 38,393 m. Die Brücke wurde mit einer Vorschubrüstung, welche sich auf den Pfahlkopffundamenten der Pfeiler abstützte, in zwölf Abschnitten hergestellt.
Der Überbau der Flussbrücke, einschließlich dem Vorlandbereich vor dem Tunnel Schwarzer Berg, ist ebenfalls ein Durchlaufträger aus Spannbeton. Allerdings hat dieser 572,45 m lange Brückenabschnitt einen Hohlkastenquerschnitt mit einer maximalen Konstruktionshöhe von 7,55 m über den Flusspfeilern und 3,8 m im Brückenfeld. Die Bodenplattenbreite des Hohlkastens beträgt 7,5 m, die maximale Dicke 1,3 m über den Flusspfeilern. Die Vorspannung besteht aus einer Mischbauweise mit internen und externen Spannkabeln. Die Stützweiten betragen für die 5-feldrige Flussbrücke 72,66 m − 98,51 m − 147,09 m − 150,00 m − 104,192 m . Die Flussbrücke wurde von den drei Hauptpfeilern aus als Waagebalken im Freivorbau mit je 31 Abschnitten hergestellt. Zur Stabilisierung der Waagebalken wurden Hilfsstützen, zuerst am Pfeiler, später einseitig im Feld angeordnet. Außerhalb der großen Stützweiten, an den beiden Enden, wurde diese Brücke außerdem auf Lehrgerüsten geschalt und betoniert.
Dieses Bauwerk wurde von 1983 bis 1987 hergestellt. Es besteht aus drei durch Dehnfugen getrennten Abschnitten, der 154 m langen westlichen Vorlandbrücke mit einem Plattenbalkenquerschnitt aus Spannbeton, der 297 m langen Flussbrücke, mit zwei Längsträgern als Stahlverbundkonstruktion und der östlichen 604 m langen Vorlandbrücke, auch mit einem Plattenbalkenquerschnitt aus Spannbeton.
Die östliche Vorlandbrücke ist mit 15 Feldern drei Felder länger als der Neubau. Im Querschnitt unterscheidet sich die Brücke von der neuen Konstruktion nicht. Die westliche Vorlandbrücke ist ein zweifeldriges Spannbetonbauwerk, das am östlichen Ende auf einem Trennpfeiler gemeinsam mit der Flussbrücke lagert.
Die Flussbrücke, eine zweifeldrige Stahlverbundbrücke mit veränderlicher Konstruktionshöhe, besitzt die über dem Mittelpfeiler eine maximale Bauhöhe von 6,66 m und ist dort in Längsrichtung vorgespannt.
Main
Der Main ist mit 524 km Fließstrecke der längste rechte Nebenfluss des Rheins und der längste Fluss, der auf seiner gesamten Länge innerhalb Deutschlands verläuft.
Der Flusslauf führt, für mitteleuropäische Flüsse ungewöhnlich, von Osten nach Westen und verläuft dabei entlang mehrerer fränkischer Mittelgebirge, historischer Kleinstädte, der markanten Silhouette Würzburgs und durch das fränkische Weinbaugebiet. Kurz oberhalb der Mündung verläuft der Main durch die mit zahlreichen Brücken verbundene Innenstadt Frankfurts.
Gegenüber der Mainzer Altstadt – zwischen Ginsheim-Gustavsburg und dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim – mündet er schließlich in den Rhein.
Der Main verläuft durch die Bundesländer Bayern und Hessen. Im Bereich der Stadt Wertheim bildet er auf rund 25 Kilometer Länge die Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Er mündet bei dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim in den Rhein.
Rechnet man die Regnitz mit Pegnitz als Quellfluss, ergibt sich eine Gesamtlänge von 567 km Fließstrecke. Das Attribut „Längster innerdeutscher Fluss“ trifft nur bei einer sehr verengten Betrachtungsweise zu, tatsächlich ist die Weser einschließlich des längeren der beiden Quellflüsse, der Werra, mit 744 km deutlich länger als der Main. Nur wenn man erst den Zusammenfluss von Fulda und Werra als Startpunkt der Weser ansieht, ist diese mit 452 km kürzer als der Main. Die Weser ist an ihrer „Quelle“ jedoch bereits ein stattlicher Fluss.
Die anderen deutschen Flüsse, die länger als der Main sind (Donau, Rhein, Elbe, Oder und Mosel) entspringen oder münden im Ausland und sind damit keine rein innerdeutschen Flüsse.
Neben der Warthe und ihrem Nebenfluss Netze ist der Main der einzige große Fluss in Mitteleuropa, der von Osten nach Westen fließt. Die meisten mitteleuropäischen Ströme fließen nach Norden, nur die Donau nach Osten.
Das Einzugsgebiet des Mains und seiner Nebenflüsse umfasst 27.292 km² und erstreckt sich über den größten Teil Frankens, den nordöstlichsten Teil Badens und Südhessen. Es grenzt im Süden an das Einzugsgebiet der Donau; die Grenze zwischen beiden ist Teil der Europäischen Hauptwasserscheide. Wenige hundert Meter südlich der Weißmainquelle liegt die Quelle der Fichtelnaab, die über die Naab in die Donau mündet und damit ins Schwarze Meer abfließt.
Der Main ist mit einem mittleren Abfluss von 225 m³/s an der Mündung in den Rhein nach Aare (590 m³/s) und Mosel (290 m³/s) der drittwasserreichste Nebenfluss des Rheins.
Der Main ist auf 396 km (ab Bamberg) schiffbar und seit 1992 über den Main-Donau-Kanal mit der Donau verbunden. Vor allem im Ballungsraum Rhein-Main um Frankfurt befinden sich mehrere große Binnenhäfen.
Entlang des Mains verlaufen der Mainwanderweg und der Main-Radweg.
Der Name Main ist keltischen Ursprungs: Sie nannten den Fluss Moin oder Mogin. Als die Römer im 1. Jahrhundert v. Chr. in das Gebiet kamen, latinisierten sie den Namen in Moenus, so z. B. bei Plinius (naturalis historia) oder Tacitus (Germania). Flüsse ähnlichen Namens gibt es in Irland (Maoin) und Britannien (Meon, lat. maionus). Für den Ursprung des Namens gibt es mehrere Erklärungen. Einige Autoren führen ihn auf ein indogermanisches Wort mei mit der Bedeutung Wasser zurück (vgl. lettisch maina oder litauisch maiva: Sumpf), andere auf eine Mauer oder einen Zaun (vgl. lat. moenia: Ringmauer). Im Mittelalter wurde der Fluss zumeist als Moyn oder Moyne überliefert, der Name Meyn erschien erstmals im 14. Jahrhundert.
Der Main fließt, in weiten Bögen, in ost-westlicher Richtung durch Oberfranken, Unterfranken und Südhessen und durch Städte wie Bayreuth (Roter Main), Kulmbach, Bamberg, Schweinfurt, Würzburg, Aschaffenburg und Frankfurt am Main, und mündet an der Mainspitze bei Mainz in den Rhein. Während der Fluss vor allem im unterfränkischen Abschnitt durch siedlungsarmes Gebiet verläuft, ist die Untermainebene von Aschaffenburg bis zur Mündung fast ganz durch die Siedlungsflächen und Verkehrswege der Rhein-Main-Region geprägt.
Der Main hat zwei kurze Quellflüsse, den Weißen und den Roten Main.
Der 41 km lange Weiße Main ist der rechte bzw. nördliche Quellfluss des Mains. Er entspringt im Fichtelgebirge – 20 km Luftlinie nordöstlich von Bayreuth, nordwestlich von Fichtelberg. Seine in Granit gefasste Quelle liegt auf 887 m ü. NN am Osthang des 1024 m hohen Ochsenkopfs. Das 679 Meter hoch gelegene Bischofsgrün ist die erste Gemeinde, die der Weiße Main durchfließt.
Das noch sehr junge Fließgewässer durchquert das Heilbad Berneck und das durch sein Zisterzienserinnenkloster bekannte Himmelkron und schließlich nördlich der Plassenburg die Bierstadt Kulmbach. Hier verläuft er bereits in einer in den 1930er Jahren angelegten Flutmulde, die die jährlichen Überflutungen eindämmen sollte.
Der Weiße Main verdankt seinen Namen dem hellen Granitgestein seines Quellgebiets, das das Wasser weißlich erscheinen lässt.
Der 73 Kilometer lange Rote Main ist der linke bzw. südliche Quellfluss des Mains. Er entspringt in der Fränkischen Alb – zehn Kilometer südlich von Bayreuth, fünf Kilometer westlich von Creußen. Seine ungefasste Quelle (hölzernes Rohr) liegt im Lindenhardter Forst knapp zwei Kilometer nordwestlich von Hörlasreuth. Das aus dem lehmigen Grund des Quellgebiets stammende Sediment, das der junge Fluss mitführt, gibt ihm eine rötliche Farbe und damit auch den Namen.
Hörlasreuth ist das erste kleine Dorf, das der Rote Main berührt, das Städtchen Creußen der erste etwas größere Ort. Der Rote Main fließt weiter in nördlicher Richtung bis Bayreuth. Der Fluss fließt in zahlreichen Mäandern weiter in nordwestlicher Richtung durch ein weites Tal.
Die beiden Quellflüsse vereinigen sich am westlichen Stadtrand von Kulmbach bei Schloss Steinenhausen. Diese Stelle bildet den Ursprung des Mains (50° 5′ 13″ N, 11° 23′ 52″ O50.08691411.3978437). Wie bei den meisten Flüssen (eine prominente Ausnahme ist zum Beispiel der Rhein) beginnt die Zählung der Flusskilometer jedoch nicht an dieser Stelle, sondern sie endet hier. Die Mainkilometer werden rückwärts, also an der Mündung beginnend, gezählt.
Das Gebiet von den Quellflüssen bis zur Höhe Bambergs wird als Obermainland bezeichnet. Vom Zusammenfluss der beiden Quellflüsse in Kulmbach am Schloss Steinenhausen fließt der junge Main westwärts durch ein weites Tal am Nordrand der Fränkischen Alb. In seinem Lauf durchfließt er die ersten beiden (die an den Quellflüssen liegenden Städte Bayreuth und Kulmbach einmal ausgenommen) von zahlreichen Kleinstädten mit gut erhaltenem historischem Stadtbild: Das aus einer karolingischen Burg hervorgegangene Burgkunstadt sowie Lichtenfels mit seiner teilweise erhaltenen Stadtbefestigung.
In Burgkunstadt mündet ein linker Nebenfluss namens Weismain, nicht zu verwechseln mit dem Weißen Main, der auch Weißmain genannt wird.
Zwischen Lichtenfels und der flussabwärts folgenden Kleinstadt Bad Staffelstein steht eines der bedeutendsten Bauwerke des deutschen Barock auf einem Berg über dem linken Mainufer, die nach Plänen von Balthasar Neumann erbaute Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen. Neumanns Werke sind im weiteren Verlauf des Mains noch öfter vertreten, vor allem in der Region um Würzburg. Vierzehnheiligen direkt gegenüber, über dem rechten Mainufer, liegt das im 11. Jahrhundert gegründete Benediktinerkloster Banz, ebenfalls ein prächtiger Barockbau.
Oberhalb von Bad Staffelstein, das außer seiner kulturell äußerst reichen Umgebung auch noch ein sehenswertes historisches Stadtbild und ein großes Fachwerkrathaus aus dem 17. Jahrhundert vorweisen kann, liegt der 540 m hohe Staffelberg, dessen felsiges Gipfelplateau seit der Steinzeit besiedelt war. Hier befand sich aller Wahrscheinlichkeit nach die im 2. Jahrhundert vor Christus vom griechischen Geographen Claudius Ptolemäus erwähnte keltische Stadt Menosgada, die um 30 v. Chr. aufgegeben wurde.
Unterhalb von Bad Staffelstein wendet sich der Flusslauf in südliche Richtung. In zahlreichen Flussschlingen durchfließt der Main eine Auenlandschaft, nimmt bei Breitengüßbach von rechts die Itz auf und erreicht nach einigen weiteren Kilometern einen der unbestrittenen kulturellen Höhepunkte des Maintals, die Stadt Bamberg.
Die Stadt mit dem größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkern in Deutschland wurde 1993 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Überragt vom riesigen romanischen Kaiserdom erstreckt sich die aus mehreren Kernen entstandene Stadt auf beiden Ufern sowie einigen Inseln der Regnitz, die am Stadtrand in den Main mündet. Das im 15. Jahrhundert erbaute Alte Rathaus steht sogar mitten in der Regnitz.
Der Main fließt nicht durch den Stadtkern, sondern am nördlichen Stadtrand entlang. Bamberg ist für den Main jedoch nicht nur aus geschichtlichen und kulturellen Gründen bedeutend, sondern vor allem, weil sich hier das nördliche Ende des Main-Donau-Kanals befindet. Der Kanal folgt über viele Kilometer der Regnitz und mündet gemeinsam mit ihr bei Bischberg in den Main. In der Nähe der Mündung befindet sich der erste neuzeitliche Binnenhafen des Mainlaufs.
Bereits 1843 wurde ein Kanal zwischen Main und Donau eröffnet, der Ludwigskanal. Auch er traf in Bamberg auf den Main, an seinen Ufern befanden sich Treidelpfade, auf denen Pferde die Schiffe auf dem schmalen Kanal vorwärts zogen. Der technisch veraltete und im Zweiten Weltkrieg beschädigte Kanal wurde 1950 aufgegeben. Pläne für einen modernen Neubau gab es bereits seit den 20er Jahren. 1960 wurde in Bamberg mit dem Bau begonnen, das erste Teilstück bis Nürnberg 1972 eröffnet. Damit war die eine Million Einwohner zählende Industrieregion um Nürnberg an das Binnenschifffahrtssystem des Mains angeschlossen, eine spürbare Verbesserung der Verkehrsverhältnisse. 1992 wurde der Kanal bis Kelheim an der Donau fertig gestellt und die Verbindung zwischen beiden Flüssen eröffnet.
Unterhalb von Bamberg fließt der nun schiffbare Main in westliche Richtung. Bis Schweinfurt verläuft er für seine Verhältnisse relativ geradlinig, doch auch hier begleiten romantische Kleinstädte wie die Burgstadt Eltmann, Zeil mit seinem Fachwerk-Marktplatz oder Haßfurt mit der herrlichen gotischen "Ritterkapelle" und dem Kloster Mariaburghausen den Fluss. In Limbach und Zeil gibt es bekannte Wallfahrtskirchen. Rechts des Mains liegen die Haßberge, links der Steigerwald. Nach rund 20 Kilometern wird Schweinfurt erreicht und damit der Bereich des so genannten Maindreiecks.
Der Lauf des Mains bildet in Unterfranken zwei auffällige Landschaftsformen, das Maindreieck und das Mainviereck.
Das so genannte Maindreieck bildet der Main zwischen Schweinfurt, Ochsenfurt und Gemünden. Auf der Landkarte erscheint dieser Bereich als auf der Spitze stehendes, nach oben offenes Dreieck.
Bei Schweinfurt ändert der Main seine Fließrichtung von Ost-West nach Nord-Süd. Der südlichste Punkt des Dreiecks ist zwischen Marktbreit und Ochsenfurt, dort fließt der Main wenige Kilometer nach Westen, wendet sich dann aber wieder nach Norden, fast entgegengesetzt zur vorherigen Richtung. Ab Gemünden fließt der Main wieder in Richtung Westen weiter.
Das Maindreieck ist vor allem durch den Weinbau bekannt. Ein großer Teil der Anbaufläche des Weinbaugebietes Franken befindet sich unmittelbar am oder um das Maindreieck.
Das Maindreieck beginnt in Schweinfurt, ehemalige Freie Reichsstadt und späterer Schwerpunkt der Kugellagerindustrie. Wegen letzterer wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg Ziel verheerender Luftangriffe (der sog. Operation Double Strike). Zu den größten Kunstschätzen Schweinfurts gehört das Alte Rathaus (1572), eines der schönsten Bauwerke der süddeutschen Renaissance.
Wenige Kilometer unterhalb von Schweinfurt steht am linken Mainufer das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld, dessen zwei jeweils 143 m hohe und mit Mainwasser betriebene Kühltürme kilometerweit das Landschaftsbild beherrschen.
Nach rund 20 km folgt die Mainschleife, an deren Scheitelpunkt die Stadt Volkach liegt, bekannt für den Weinbau und die außerhalb des Städtchens gelegene Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Der Main fließt bei Volkach in weitem Bogen um einen Berg herum, auf dem die Vogelsburg in früheren Zeiten den Schiffsverkehr auf dem Fluss kontrollieren konnte. Ein Teil der Mainschleife ist durch einen Kanal für die Schifffahrt abgeschnitten. Dadurch bildet sich die sog. Weininsel.
Rund zehn Kilometer flussabwärts liegt auf dem linken Ufer das noch heute seinem ursprünglichen Zweck dienende Benediktinerkloster Münsterschwarzach mit seiner monumentalen Abteikirche. Kurz darauf folgt auf dem rechten Ufer das einschließlich der Stadtbefestigung in seinem mittelalterlichen Erscheinungsbild erhaltene Weinstädtchen Dettelbach. Die historische Weinhandelsstadt Kitzingen (mittelalterliche Mainbrücke, Falterturm), das kleine Marktbreit (Renaissancerathaus, barocke Weinhandelshäuser) und das prächtige Ochsenfurt (gotisches Rathaus und teilweise erhaltene Mainbrücke von 1519) liegen an der südlichen Spitze des Maindreiecks und am südlichsten Punkt des Flusslaufs überhaupt.
Kurz unterhalb des Wendepunkts des Maindreiecks, nach Winterhausen, Sommerhausen, Eibelstadt und Randersacker, liegt Würzburg, die zweitgrößte Stadt Frankens und mit ihrem zum Weltkulturerbe der Menschheit zählenden historischen Stadtbild, das Monumente von internationaler baukünstlerischer Bedeutung wie den romanischen Dom, die Festung Marienberg und die barocke Residenz umfasst. Im Vorort Veitshöchheim liegt die bekannte Rokoko-Gartenanlage zusammen mit der Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe. Die beiden letztgenannten Schlossbauten sind wiederum Werke des bereits erwähnten Balthasar Neumann.
Der westliche Schenkel des Maindreiecks ist weniger dicht besiedelt, zwischen Würzburg und dem nordwestlichen Eckpunkt liegt mit Karlstadt nur eine einzige Kleinstadt. Bei Gemünden geht das Maindreieck in das Mainviereck über.
Das Mainviereck schließt sich unmittelbar an das Maindreieck an. Als Eckpunkte des nach Norden offenen Vierecks kann man die Städte Gemünden, Wertheim, Miltenberg und Aschaffenburg ansehen. Der Lauf des Mains umschließt in diesem Bereich den südlichen Teil des Spessarts und beträgt circa 100 km.
Bereits in Gemünden versperrt der Spessart dem Main den Lauf nach Westen, und er fließt in südwestliche Richtung weiter. Bei Lohr am Main wendet er sich nach der Aufnahme der Lohr nun direkt nach Süden und fließt durch ein enges, waldreiches und siedlungsarmes Tal.
8 km südlich von Lohr liegt auf der rechten Seite Neustadt am Main. Das ehemalige Benediktinerkloster Neustadt kann auf eine über 1250 Jahre Vergangenheit zurückblicken. Von ihm ging, zusammen mit Würzburg, die Christianisierung Ostfrankens im 8. Jhd aus. Über eine Fussgängerbrücke gelangt man zum Ortsteil Erlach, eine ehemalige Schiffersiedlung.
Das winzige Rothenfels unterhalb der gleichnamigen romanischen Burg ist mit etwa 1000 Einwohnern die kleinste Stadt Bayerns. Erst am südöstlichen Eckpunkt des Mainvierecks folgen mit Marktheidenfeld und Wertheim wieder zwei Kleinstädte. Zwischen diesen beiden Städten umfließt der Main einen Bergrücken und bildet dadurch eine neun Kilometer lange Schleife, deren Anfangs- und Endpunkte in der Luftlinie nur einige hundert Meter auseinanderliegen. Diese Schleife heißt „das Himmelreich“.
In Wertheim mündet die Tauber in den Main. Die Stadt gehört mit ihrem mittelalterlichen Stadtbild und ihrer Burgruine zu den schönsten des an romantischen Kleinstädten ohnehin reich gesegneten Maintals. Ab Wertheim fließt der Main dann in mehreren Mäandern nach Westen, wobei der Fluss die Grenze zwischen den Ländern Baden-Württemberg und Bayern bildet. Während Wertheim am linken Mainufer zu Baden gehört, ist das rechtsmainische Kreuzwertheim bayerisch und wesentlich älter als sein badisches Gegenüber.
Das Landschaftsbild ähnelt dem der östlichen Seite des Vierecks. Außer den zwei winzigen, von Burgen bekrönten Städtchen Stadtprozelten und Freudenberg sowie der ältesten Siedlung der Gegend, Dorfprozelten, gibt es nur wenige menschliche Siedlungen, dafür viele bewaldete Berge des südlichen Spessart, durch die sich der Fluss mühsam schlängeln muss.
Das südwestliche Eck des Mainvierecks ist Miltenberg an der Mündung der Mud. Die historische Kleinstadt wurde für ihre Steinbrüche bekannt. Viele der großen mittelalterlichen Kirchen in Frankfurt und Mainz wurden aus Miltenberger Buntsandstein errichtet, der mit dem Mainschiff vom Steinbruch zur Baustelle transportiert wurde.
Unterhalb der Stadt setzt der Fluss seinen Lauf in nördlicher Richtung fort, nach wie vor in ein enges Tal eingezwängt, rechts vom Spessart, links vom Odenwald begleitet. Es folgen weitere Kleinstädte mit gut erhaltenen Ortskernen, wie Klingenberg und Obernburg. Die Siedlungsdichte entlang des Mains nimmt nun deutlich zu. Der Flusslauf nähert sich dem Ballungsraum Rhein-Main.
Dieser ist spätestens in Aschaffenburg erreicht: die ehemalige kurmainzische Residenzstadt ist bereits Teil der zweitgrößten deutschen Metropolregion rund um Frankfurt am Main. Das Wahrzeichen Aschaffenburgs, das Renaissanceschloss Johannisburg, thront hoch über dem Main.
Von Aschaffenburg bis zur Mündung, also in seinem ganzen hessischen Abschnitt, fließt der Main durch eine dicht bebaute Großstadtlandschaft. Nur an sehr wenigen Stellen befindet sich hier noch mehrere Kilometer durchgängig unbebautes Flussufer.
Unterhalb des Aschaffenburger Mainbogens fließt der Main in großen Bögen in nordwestliche Richtung weiter. Das Bundesland Hessen beginnt zunächst auf dem linken Ufer mit der uralten Stadt Seligenstadt mit ihrer karolingischen Einhard-Basilika. Das gegenüberliegende Karlstein gehört noch zu Bayern. Die Altstadt und die staufische Kaiserpfalz Seligenstadts liegen direkt am Mainufer.
Aus wesentlich jüngerer Zeit stammt dagegen das markanteste Bauwerk der nächsten Gemeinde auf dem rechten Mainufer: In Kahl am Main entstand 1961 das erste Atomkraftwerk der Bundesrepublik. Der Versuchsreaktor wurde jedoch 1985 stillgelegt und befindet sich derzeit im Abbruch, bis Ende des Jahres 2008 sollen die Arbeiten beendet sein. In Kahl mündet außerdem das gleichnamige Flüsschen in den Main.
Kahl ist die letzte Gemeinde auf bayerischem Territorium, die Landesgrenze verläuft mitten durch bebautes Gebiet. Die erste hessische Gemeinde auf dem rechten Mainufer ist Großkrotzenburg mit dem weithin sichtbaren Großkraftwerk Staudinger. Auf dem gegenüberliegenden Ufer liegt Hainburg.
Nach wenigen Kilometern folgt die hessische Stadt Hanau. Auf dem linken Mainufer erscheint zunächst Steinheim, heute ein Stadtteil von Hanau, rechts der Mainhafen. Die knapp 90.000 Einwohner zählende Industriestadt besitzt einen der größten Binnenhäfen am Main.
Auf dem rechten Ufer liegt der historische Kern der ehemaligen Residenz- und Garnisonsstadt. Er wurde 1945 bei mehreren Luftangriffen fast ganz zerstört. Zur Neustadt Hanau führte der historische Mainkanal, dessen flussnächsten Abschnitt heute noch das Wasser- und Schifffahrtsamtes Aschaffenburg als Diensthafen nutzt. Zwischen der Neustadt Hanau und dem barocken Schloss Philippsruhe läuft parallel zum Fluss die Philippsruher Allee, zugleich ein Maindamm. Sie wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet. Unterbrochen wird sie von der Kinzigmündung. Die Kinzig umfließt in einem weiten Bogen fast die gesamte Hanauer Altstadt, bevor sie hier in den Main mündet. Kurz vor dem Schloss ist auf dem erhöhten Ufer prominent die neugotische Friedenskirche platziert.
Ab Hanau fließt der Main wieder nach Westen und erreicht kurz darauf den Fechenheimer Mainbogen. Auf der vom Main umflossenen Halbinsel liegt der Frankfurter Stadtteil Fechenheim, ihm gegenüber die 120.000 Einwohner zählende Industrie- und Lederwarenstadt Offenbach. Das markanteste Bauwerk an der Offenbacher Mainfront ist das Isenburger Schloss.
Hier tritt der Main in eines der größten zusammenhängenden Gewerbegebiete Deutschlands ein, es reicht vom Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim über Fechenheim und das Ostend bis auf die südliche Mainseite nach Offenbach. In ihm befinden sich drei Mainhäfen: der Hafen Offenbach, der Frankfurter Oberhafen und der Osthafen, mit insgesamt fünf großen Hafenbecken. Der Strukturwandel der letzten Jahre hat dazu geführt, dass ein Teil der Hafenanlagen stillgelegt wurde. Auf der Mole des Offenbacher Hafens ist ein Beach Club entstanden.
Kurz hinter der Staustufe Offenbach liegt auf dem linken Ufer die Frankfurter Gerbermühle, ein beliebter Ausflugsort. Hier trafen sich im September 1815 Johann Wolfgang von Goethe und Marianne von Willemer zum Tête-à-tête.
Der nun folgende Flussabschnitt in der Frankfurter Innenstadt, etwa von der Deutschherrnbrücke bis zur Main-Neckar-Brücke, gehört zu den beeindruckendsten metropolitanen Stadtbildern in Deutschland. Ein großer Fluss im Zentrum der Stadt, mit breiten, großstädtischen Uferpromenaden, ist eine seltene Konstellation und in Deutschland in ähnlicher Form nur noch in Dresden im Elbtal zu finden, als städtebauliche Inszenierung von Wasser inmitten der Großstadt können noch die Rheinufer in Düsseldorf und Köln sowie die Hamburger Binnenalster genannt werden.
Neun Brücken überspannen auf diesen Kilometern den Fluss, zwei unterirdische Strecken der Frankfurter S- und U-Bahn unterqueren ihn, es sind die einzigen Maintunnel überhaupt. Bei Annäherung von Osten bietet sich das aus den Medien bekannte Bild mit den Türmen des Kaiserdoms und der Altstadtkirchen im Vorder- und den Hochhäusern der Skyline im Hintergrund. Auf dem rechten Ufer liegt die Altstadt, auf dem linken der Bezirk Sachsenhausen mit dem Museumsufer. In Höhe der historischen Alten Brücke liegt eine Insel im Main; zwischen dem Saalhof am Römerberg und der Sachsenhäuser Dreikönigskirche kreuzt der Eiserne Steg den Main.
Kurz vor Ende des Innenstadtabschnitts liegt auf der rechten Seite das inzwischen als Yachthafen dienende Becken des stillgelegten Frankfurter Westhafens. Auf dem ehemaligen Hafengelände entsteht derzeit ein neues Wohn- und Gewerbegebiet.
Einige Kilometer unterhalb der Innenstadt, an der Mündung der Nidda, liegt die alte Stadt Höchst, heute ein Frankfurter Stadtteil, hoch über dem rechten Mainufer. Der Renaissanceturm des erzbischöflichen Schlosses, die karolingische Justinuskirche und die erhaltene Stadtbefestigung sind weithin sichtbar. Unmittelbar westlich der Höchster Altstadt folgt beiderseits des Mains der vier Quadratkilometer große Industriepark Höchst, das ehemalige Stammwerk des Chemiekonzerns Hoechst AG, auf deren Gelände sich der „Trimodalport“, ein Gewerbehafen mit Containerumschlag und Bahnanschluss befindet. Auf der rechten Seite erscheint der Frankfurter Stadtteil Sindlingen, nach einer langgezogenen Linkskurve kommt Kelsterbach auf der linken Seite (Schiffanleger).
In einem Bogen geht es rechts weiter an Kelsterbach entlang des Kelsterbachers Ölhafens (genutzt u.a. für den Frankfurter Flughafen). Nach dem Ölhafen befinden sich auf linksmainischer Seite einige Anlagestellen für Frachtschiffe. Auf der rechten Uferseite erscheint Hattersheim-Okriftel mit einem kleinen Fähranleger (Okriftel nach Kelsterbach, fährt nur im Sommer und bietet Personen und Fahrrädern eine Überfahrt) an der alten Fährrampe (Slipstelle zum Trailern von Booten). Auf rechter Uferseite erscheint die ehemalige Fabrik Phrix, heute Teil der Route der Industriekultur Rhein-Main, sowie die Kies- und Sandverladestelle, gefolgt von einer weiteren NATO-Rampe. Nach Okriftel kommt der Hattersheimer Stadtteil Eddersheim und die gleichnamige Staustufe.
Nach Unterquerung der Brücke der A 3 und der DB Neubaustrecke Frankfurt-Köln befindet sich links der Ölhafen der Firma Shell Oil GmbH. Nun wird die Landschaft wieder ein wenig natürlicher; zu beiden Seiten des Ufers befinden sich Bäume und teilweise Strand, an dem an warmen Tagen Leute schwimmen gehen. Links des Mains geht es an Raunheim entlang, parallel zur B 43. Die ehemalige Staustufe Raunheim ist heute Quartier des Yachtclub Untermain und beherbergt dessen Hafen. An der Einfahrt zum Hafen befinden sich Schiffsanleger.
Kurz vor der Mündung, bei Hochheim, tauchen auf dem rechten Ufer Weinberge auf. Die bekannten Hochheimer Weine zählen bereits zum Weinbaugebiet Rheingau, gefolgt von der letzten Staustufe Kostheim. Die letzten Orte am Main sind Kostheim auf dem rechten und Gustavsburg auf dem linken Ufer, beide bis 1945 Stadtteile von Mainz. Seit der Abtrennung dieser Stadt von Hessen ist Kostheim ein Stadtteil von Wiesbaden, Gustavsburg gehört heute zur Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg. Zwischen Gustavsburg und Hochheim überquert die Hochheimer Brücke den Main.
Die Mündung in den Rhein, die Mainspitze, liegt gegenüber der Mainzer Zitadelle, ein weiterer ehemaliger Mündungsarm dient heute als Kostheimer Floßhafen, die dazwischen liegende Insel ist die Maaraue.
Der älteste Vorläufer des Mains existierte schon im frühen Oligozän vor rund 35 Millionen Jahren. Der Urmain floss allerdings damals nur bis Bamberg wie der heutige Main von Osten nach Westen, von da ab jedoch im heutigen Regnitz/Rednitz-Tal nach Süden und mündete etwa bei Augsburg in das zu jener Zeit im Alpenvorland sich ausbreitende Meer, einen Rest der Tethys. Vor etwa 14,7 Millionen Jahren wurde der Urmain durch Trümmermassen eines Meteoriteneinschlags (Nördlinger Ries) nördlich von Treuchtlingen zu einem riesigen See aufgestaut, der später wieder auslief.
Noch gegen Ende des Tertiärs vor etwa zwei Millionen Jahren wurde das Maingebiet durch mehrere Flussläufe nach Süden zur Donau hin entwässert. Erst mit der Entstehung des Oberrheingrabens verschob sich die Wasserscheide nach Südosten. Dementsprechend kehrte zunächst der Untermain seine Fließrichtung nach Westen um, später auch der Mittelmain. Der Obermain durchbrach dagegen erst in der Donau/Günz-Interglazialzeit die Haßfurter Keuperstufe und floss von da an ebenfalls nach Westen.
Zu Beginn des Pleistozäns entsprach das Flusssystem des Mains im großen und ganzen dem heutigen Zustand. Seither konnten sich die heutigen Talformen ausbilden. Dabei schnitt sich der Main in relativ kurzer Zeit um mehr als 100 m ein. Durch den Wechsel zwischen Warmzeiten und Kaltzeiten entstanden zunächst relativ breite und flache Täler, die später enger und tiefer eingeschnitten wurden. In den Kaltzeiten lagerten sich durch Frostverwitterung große Mengen Schutt ab, die in den Warmzeiten wieder ausgeräumt wurden. Durch den mehrfachen Wechsel von Klima und Wasserführung bildeten sich in den Tälern meist mehrere Terrassenstufen.
Innerhalb dieser Terrassenstufen ist das Phänomen der Talverschüttung zu beobachten. Gegen Ende des Altpleistozäns schüttete der Main sein Tal mit bis zu 60 m mächtigen Sedimenten zu. Die Ursache ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Die Phase dieser Akkumulation hielt über mehrere Kalt-Warm-Wechsel an und gegen Ende des Mittelpleistozän (wahrscheinlich Cromer III) begann der Main wieder zu erodieren bis er sein heutiges Talniveau erreicht.
Charakteristisch für den Main sind die Talmäander, die sich dort bildeten, wo der Main durch Muschelkalk und Buntsandstein fließt. Mehrfach kam es dabei zu Mäanderdurchbrüchen und zur Entstehung von sogenannten Umlaufbergen, z. B. bei Lohr und bei Marktheidenfeld. Die Mainschleife von Volkach ist ein Beispiel eines noch nicht vollständig durchbrochenen Mäanders.
Die mittlere Wasserführung des Mains beträgt in Schweinfurt 112 m³/s, in Würzburg 120 m³/s, in Aschaffenburg 155 m³/s, in Frankfurt 200 m³/s und an der Mündung in den Rhein ca. 225 m³/s. Die Wasserführung unterliegt im Jahresverlauf starken Schwankungen. Die Höchstabflüsse werden für gewöhnlich im Frühjahr erzielt, zwischen Januar und März, die niedrigsten gegen Ende des Sommerhalbjahres.
Seit den 1970er-Jahren bis ins Jahr 2000 wurde in Bayern an der sogenannten Überleitung gebaut. Dabei wird die Niedrigwasserführung der Regnitz um bis zu 15 m³/s erhöht, indem Wasser aus der Altmühl und über den Main-Donau-Kanal in das Einzugsgebiet des Mains geleitet wird. Über das Fränkische Seenland gelangen so etwa 150 Millionen m³ Wasser pro Jahr in das wasserarme Franken und in den Main. Die Überleitung ist das größte wasserwirtschaftliche Projekt des Freistaates Bayern. Es wurde 1970 einstimmig im Bayerischen Landtag beschlossen, doch werden von Kritikern ökologische Bedenken geäußert. Die Überleitung erheblicher Wassermengen über die europäische Wasserscheide aus dem Einzugsgebiet der Donau in das des Rheins bedeutet für sie einen unzulässigen Eingriff in den natürlichen Wasserhaushalt. Die Befürworter des Projektes argumentieren dagegen, dass durch das Projekt die Ökologie des Mainsystems verbessert wird (durch Verbesserung der Wasserqualität in den Sommermonaten), während im Altmühltal und an der Donau die Gefahr sommerlicher Hochwässer vermindert wird.
Bis ins 20. Jahrhundert war der Main einer der fischreichsten Flüsse Mitteleuropas. Mit der zunehmenden Industrialisierung und dem Bevölkerungswachstum verschlechterte sich die Wasserqualität zunehmend. Auch der Bau von Kläranlagen, in Frankfurt z. B. seit 1882, änderte daran nichts.
Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Strandbäder nach und nach geschlossen werden. Seit den 1960er Jahren traten vermehrte Fischsterben auf und in den 1970er Jahren lag die Wasserqualität des Untermain in Gewässergüteklasse III-IV (sehr stark verschmutzt) oder IV (übermäßig verschmutzt). Der Höhepunkt der Verschmutzung des Untermains war im besonders heißen Sommer 1976 erreicht. Erhebliches Aufsehen erregte damals ein Experiment, das Frankfurter Schüler angestellt hatten. Die Projektgruppe hatte Goldfische in Wasserproben gesetzt, die an verschiedenen Stellen im Frankfurter Stadtgebiet dem Fluss entnommen worden waren. Einer der Goldfische, dessen Aquarium mit Wasser gefüllt worden war, das aus einer Stelle unterhalb des Werkes Höchst stammte, hatte das Experiment nicht überlebt.
Der Aus- und Neubau von kommunalen und industriellen Kläranlagen sowie Verfahrensverbesserungen der Industrie sorgten dafür, dass sich die Wasserqualität allmählich wieder verbesserte. Nach dem aktuellen Bericht zur Biologischen Gewässergüte der Fließgewässer in Hessen entsprach die Wasserqualität des Mains im Jahr 2000 im gesamten hessischen Abschnitt der Güteklasse II (mäßig belastet). Die verbleibende Wasserbelastung ist zu einem erheblichen Teil auf Oberflächenabflüsse, z. B. nach starken Regenfällen, oder auf Belastungen aus der Landwirtschaft zurückzuführen und nur schwer weiter zu verringern.
Es wird trotzdem weiterhin davon abgeraten, im Main zu baden, da mikrobielle Verunreinigungen nicht ausgeschlossen werden können. Im Jahr 2004 wurde diskutiert, die Wasserqualität auf dem Flussabschnitt zwischen den Staustufen Offenbach und Griesheim durch Einleitung von mehreren 100.000 m³ Trinkwasser zeitweise so zu verbessern, dass der Schwimmwettbewerb des Triathlon Ironman Germany im Main ausgetragen werden kann, statt wie bisher im Langener Waldsee. Die Pläne waren jedoch in der Öffentlichkeit umstritten und konnten bislang nicht realisiert werden.
Noch im 19. Jahrhundert gehörte der Main zu den artenreichsten Gewässern Deutschlands. An vielen Orten gab es seit dem Mittelalter bestehende Fischerzünfte, in Frankfurt am Main z. B. seit dem Jahr 945. Die Flussregulierung, verbunden mit den wegen der Schifffahrt erforderlichen Gewässerstrukturveränderungen (z. B. Uferbefestigungen), führte zusammen mit der bereits erwähnten Wasserverschmutzung zu einem drastischen Rückgang der Fischarten, am Untermain beispielsweise von ca. 30 bis 35 auf vier. Die gewerbliche Fischerei kam zum Erliegen. Mittlerweile ist der größte Teil der ursprünglich heimischen Arten wieder zurückgekehrt, allerdings können die Bestände vieler Arten sich nicht von selbst erhalten, sondern nur durch gezielten Besatz mit Jungfischen.
Fischökologisch gehört der größte Teil des Mains zur Brachsenregion oder zur Barbenregion. Zu den beobachteten Arten gehören Aal, Barbe, Brachse, Döbel, Flussbarsch, Güster, Hasel, Hecht, Karpfen, Nase, Rapfen, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Ukelei, Wels und Zander. Noch nicht wieder heimisch geworden sind insbesondere Lachs und Stör. Im Rahmen des Projektes Lachs 2020 wird angestrebt, bis 2020 im Flusssystem des Rheins wieder Lebensbedingungen für den Lachs zu schaffen. Dabei sollen durch Aktivierung von denaturierten Flussauen und Verbesserungen der Gewässerstruktur, z. B. Anschluss von Altarmen und Schutz von Kiesstrecken, geeignete Laichplätze eingerichtet werden. Im Einzugsgebiet des Mains kommen dafür einige Nebenflüsse in Frage, in denen bereits früher Lachse heimisch waren, z. B. Rodach und Kinzig.
Seit der Eröffnung des Main-Donau-Kanals 1992 sind ca. 20 Arten aus dem Donauraum in den Main zugewandert, darunter Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva), Marmorierte Grundel (Proterorhinus marmoratus), Rapfen (Aspius aspius), Zährte (Vimba vimba) und Zobel (Abramis sapa).
Die Auen des Obermains sind ein Lebensraum für seltene Tiere wie Eisvogel, Flussregenpfeifer, Blaukehlchen, Rohrweihe und Prachtlibelle. Durch Renaturierung des Flusslaufes, Anschluss ehemaliger Kiesgruben und andere Maßnahmen wird versucht, die überregional bedeutenden Vorkommen zu schützen.
Nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie von 1992 sind die Bundesländer verpflichtet, Gebiete zum Schutz bestimmter Lebensraumtypen sowie Habitate von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten nach Brüssel zu melden. Ausgewählte Gebiete aus den nationalen Vorschlägen sollen dann zusammen mit den nach der EU-Vogelschutzrichtlinie gemeldeten Vogelschutzgebieten das europaweite Schutzgebietssystem Natura 2000 bilden. Im Rahmen dieses Projektes wurden durch das Land Bayern auch verschiedene Gebiete am Main gemeldet, in Oberfranken z. B. die Mainaue und Muschelkalkhänge zwischen Kauerndorf und Trebgast, das Maintal von Theisenau bis Lichtenfels sowie von Staffelstein bis Hallstadt und die Mainaue zwischen Eltmann und Haßfurt. Im Regierungsbezirk Unterfranken wurden ebenfalls Mainauen gemeldet, aber auch z. B. Trockenhänge am Kallmuth und an den Weinbergen des Maindreiecks.
Im Laufe der Jahrhunderte sind zahlreiche Überschwemmungen des Mains dokumentiert, die große Schäden anrichteten oder Menschenleben forderten. Die Mainbrücken in Würzburg und Frankfurt wurden etliche Male durch Hochwasser zerstört. Während aus dem Mittelalter nur vereinzelte Berichte vorliegen, gibt es seit dem 17. Jahrhundert schriftliche Aufzeichnungen und Messwerte über alle herausragenden Hochwasserereignisse. In Würzburg liegen seit dem 14. Jahrhundert Informationen über die wichtigsten Hochwasser in Würzburg vor. Der Schadensverlauf eines Hochwassers kann entlang des Mains sehr unterschiedlich sein. So lag zum Beispiel der Pegel Würzburg beim Januarhochwasser 2003 um ca. 30 cm über dem von Januar 1995, während es in Frankfurt genau umgekehrt war. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den Pegel Frankfurt.
Bei Mittelwasser beträgt der Pegelstand in Frankfurt am Main 177 cm, bezogen auf den Pegelnullpunkt (+90,64m ü. NN). Steigt der Pegel auf über 300 cm, wird die Schifffahrt eingeschränkt, bei 3,70 m ist kein Schiffsverkehr mehr möglich. Dann kommt es auch zu ersten Ausuferungen. Solche Überschwemmungen ereignen sich im Mittel etwa alle drei Jahre.
Insgesamt ist seit der Regulierung des Mains und der damit verbundenen Vertiefung des Flusses ein deutlicher Rückgang der Höchststände zu beobachten.
Mainhochwässer treten fast ausschließlich im Winterhalbjahr auf, häufig nach einer Niederschlagsperiode in Verbindung mit der Schneeschmelze. In früheren Jahrhunderten waren besonders hohe Schäden zu verzeichnen, wenn das Hochwasser mit Eisgang einherging, so z. B. 1306, 1784 und 1882.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts fror der Main etwa in jedem zweiten Jahr über seinen gesamten Lauf zu, frühestens im November (1513 am 13. November) und spätestens im Januar. Das Eis brach im allgemeinen zwischen Ende Januar und Ende März (spätester Termin: 25. März 1845). Der Eisgang richtete oft verheerende Schäden an Brücken und Ufern an.
Die längste Vereisung im Jahr 1768 dauerte 79 Tage (vom 3. Januar bis zum 22. März). Sie dauerte also nie länger als bis Ostern, so wie von Johann Wolfgang Goethe im Osterspaziergang beschrieben (Faust. Der Tragödie erster Teil. Vor dem Tor).
Im 20. Jahrhundert führten die Flussregulierung, verbunden mit der Aufheizung durch Kraftwerke und Industrieanlagen, dazu, dass sich auf dem Fluss selbst in strengen Wintern immer seltener eine geschlossene Eisdecke bildete. In Frankfurt fror der Main zum letzten Mal im Winter 1962/1963 zu. Am Oberlauf kam es besonders in den strengen Wintern 1984/1985 und 1995/1996 noch zu starken Vereisungen, so dass die Schifffahrt eingestellt werden musste. Zuletzt kam es im Januar 2002 sowie im Januar und Februar 2006 nach längeren Kälteperioden zu Behinderungen der Schifffahrt wegen Eisgang.
Bereits die Römer nutzten den Main als Wasserstraße. Im Zuge der Expansion des Römischen Reichs unter Augustus und Tiberius war der Main neben der Lippe in Norddeutschland einer der beiden Haupteinfallwege in das freie Germanien. Auch die Gründung des römischen Mainz gegenüber der Mainmündung in den Rhein war maßgeblich auf die strategische Lage in Bezug auf die beiden Flüsse zurückzuführen.
In der römischen Siedlung Nida an dem kleinen Nebenfluss Nidda wurde bei Ausgrabungen ein Bootshafen entdeckt. Über die Nidda und den Main konnten auf diese Weise Güter zwischen der rechtsrheinischen civitas taunensium und dem römischen Mainz transportiert werden.
Auch Funde und Urkunden aus dem Mittelalter zeigen die hohe Bedeutung der Mainschifffahrt. Zahlreiche Siedlungen verdanken ihre Entwicklung entweder der Rolle als Umschlagplätze oder als Zollstationen. Karl der Große verfolgte als erster das Projekt eines Kanals zwischen Main und Donau. Die Pläne scheiterten jedoch an für die damalige Zeit unüberwindbaren technischen Schwierigkeiten. Reste dieser Fossa Carolina sind heute noch bei Treuchtlingen zu finden.
Die Schiffe des Mittelalters konnten bei einer Ladefähigkeit von 10 bis 20 Tonnen flussabwärts ca. 100 Kilometer pro Tag zurücklegen. Flussaufwärts mussten die Schiffe gestakt oder getreidelt werden. Auf diese Weise schaffte man Tagesetappen von über 30 Kilometern. Nachts durften die Schiffe nicht fahren, und die Schiffsleute mussten an Bord bleiben.
Seit dem 12. Jahrhundert gab es eine regelmäßige Verbindung zwischen Frankfurt und Mainz, das Marktschiff. Seit dem 14. Jahrhundert verkehrten zwei Schiffe im täglichen Wechsel, das eine zu Berg und das andere zu Tal. Die Schiffe dienten dem Personen- und Gütertransport, aber auch der Postbeförderung. Die Abfahrt in Frankfurt erfolgte täglich um 10 Uhr vom Fahrtor aus. Die Fahrzeit nach Mainz betrug etwa sieben bis neun Stunden. 1391 verlieh Kaiser Wenzel die Gerichtsbarkeit über die Marktschiffe der Freien Stadt Mainz. 1474 eignete sich der Kurfürst von Mainz die Hoheit über das Marktschiff an. Die Stadt Frankfurt verlor ihre bis dahin bestehende Gerichtsbarkeit.
Gegenüber den regulären Marktschiffen war die freie Schifffahrt eher unbedeutend. Nach 1337 gab es in Frankfurt keine Schifferzunft mehr, sondern die wenigen eingeschriebenen Schiffsleute waren zugleicht Obst- und Fruchthändler. Zwischen Frühjahr (Lätare) und Herbst (Michaelis) pendelte nach der Gründung der Neustadt Hanau seit 1602 mehrfach wöchentlich auch ein Marktschiff von Hanau nach Frankfurt, das unter der (von Kurmainz bestrittenen) Hoheit des Grafen von Hanau-Münzenberg stand. Der Verkehr wurde erst nach Eröffnung der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn 1848 aufgegeben.
Das Aufkommen der Eisenbahn im 19. Jahrhundert bedeutete zunächst einen Niedergang der Mainschifffahrt. Trotz Einführung der Dampfschifffahrt in den 1830er Jahren konnten nur kleine Schiffe bis zu einer Tragfähigkeit von 1000 Zentnern (50 Tonnen) den Main befahren, während auf dem Rhein Mitte des 19. Jahrhunderts schon Schiffe mit bis zu 16.000 Zentnern (800 Tonnen) verkehrten. Infolgedessen musste die für den Main bestimmte Fracht in Mainz oder Gustavsburg umgeschlagen werden. Überdies war die Schifffahrt durch die zunehmende Versandung der Mainmündung und die jahreszeitlich oft geringe Wasserführung beeinträchtigt. Mit dem Bau der Taunus-Eisenbahn nach Wiesbaden (1839), der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn (1848) und der Mainbahn nach Mainz (1863) ging das Frachtaufkommen auf dem Main von früher über 200.000 Tonnen jährlich daher drastisch zurück und erreichte 1879 einen Tiefpunkt mit rund 93.400 Tonnen jährlich. Der Eisenbahn-Frachtverkehr in Frankfurt erreichte demgegenüber im gleichen Jahr rund 1,4 Millionen Tonnen.
Auf Initiative des Frankfurter Oberbürgermeisters Mumm von Schwarzenstein wurde deshalb ab 1868 der Bau eines 36 km langen Main-Seitenkanals zwischen Mainz und Frankfurt geplant. Die Pläne wurden allerdings mehrfach geändert, und 1875 wurde beschlossen, den Fluss selbst zu kanalisieren und den Wasserstand von bisher durchschnittlich einem halben Meter auf 2,20 m anzuheben, sodass er für die großen Mainschiffe ausreichte. 1882 bis 1885 wurden am Unterlauf des Mains zwischen Mainz und Frankfurt fünf Staustufen mit Nadelwehren errichtet (Kostheim, Flörsheim, Okriftel, Höchst und Niederrad) und am nördlichen Mainufer wurde ein neuer großer Hafen gebaut, der Westhafen, der 1886 eröffnet werden konnte. Gleichzeitig entstand am gegenüberliegenden Ufer der Kohlehafen, der bis 1912 betrieben wurde. Bis 1905 stieg der Umschlag des Westhafens auf 1.565.000 Tonnen, zur Hälfte Kohle und Koks aus dem Ruhrgebiet, darüber hinaus Getreide, Sand und Kies. Bereits zehn Jahre nach seiner Einweihung waren die Kapazitäten des Westhafens überlastet, und 1912 wurde der neue, deutlich größere Osthafen eröffnet.
In den 1920er Jahren konnten die fünf Nadelwehre mit ihren Schleusenanlagen das gestiegene Verkehrsaufkommen auf dem Main nicht mehr bewältigen. Daher wurden ab 1927 die Nadelwehre durch drei leistungsfähigere Walzenwehre mit größeren Schleusenanlagen in Kostheim, Eddersheim und Griesheim (Staustufe Griesheim) ersetzt.
Die Ortschaft Dorfprozelten war lange Zeit die größte Binnenschiffergemeinde Deutschlands.
Nach dem Bau des Westhafens erfolgte 90 % des Verkehrs über den Rhein, nur 10 % auf dem noch nicht kanalisierten Obermain. Zur Verbesserung der geringen Transportkapazität war von Mainzer Bürgern und dem Königreich Bayern die Aktiengesellschaft Mainkette gegründet worden, um die auf Elbe und Neckar bereits bewährte Kettenschifffahrt auch auf dem Main einzuführen. Dabei wurde im Fluss eine Kette verlegt, an der sich ein Dampfschlepper – die Mainkuh – mit einer Geschwindigkeit von ca. 5 Kilometern pro Stunde entlanghangeln und dabei bis zu 10 Kähne schleppen konnte. Am 7. August 1886 wurde die Kette zwischen Mainz und Aschaffenburg in Betrieb genommen. 1891 verkehrten bereits drei Kettenschlepper auf dem Main. In den Folgejahren wurde die Kette immer weiter verlängert: 1893 bis Miltenberg, 1903 bis Kitzingen und 1908 bis Bamberg.
Die Kettenschifffahrt blieb gleichwohl eine Episode: Sie wurde bereits in den 1920er Jahren wieder eingestellt. Bis 1940 blieb die Kette noch in der Flussmitte liegen.
Parallel zur Einführung der Kettenschifffahrt wurde die Kanalisierung des Mains durch den Bau von Staustufen vorangetrieben. Der Ausbau erfolgte in mehreren Schritten flussaufwärts: 1901 wurde die Strecke von Frankfurt bis zum Offenbacher Hafen ausgebaut, gleichzeitig mit dem Bau des Osthafens in Frankfurt begonnen. Dessen Inbetriebnahme erfolgte 1912. 1921 wurde der Abschnitt bis Aschaffenburg kanalisiert, 1942 die Strecke bis Würzburg ausgebaut. 1949 begann der Ausbau des Obermains zwischen Würzburg und Bamberg. Dabei wurden die Erfahrungen der Vorkriegszeit genutzt, so dass die neue Strecke von vorneherein leistungsfähiger wurde. Eine besondere Herausforderung war der Bau der Würzburger Schleuse, um die Wasserstraße vor der historischen Mainbrücke und der Festung Marienberg entlang zu führen. Am 29. Mai 1962 war der Ausbau bis Bamberg vollendet.
In Bamberg beginnt der Main-Donau-Kanal, der die Wasserstraßen Westeuropas mit der Donau verbindet.
Zwischen Viereth bei Bamberg und der Main-Mündung liegen heute 34 Staustufen, die auf 388 km zusammen einen Höhenunterschied von 147 m überwinden. Die Länge der Stauhaltungen liegt zwischen 5 und 9 km. Die Schleusenkammern sind jeweils 300 m lang und 12 m breit. Lediglich die vier Schleusen Kostheim, Eddersheim, Griesheim und Offenbach haben jeweils zwei Kammern von ca. 340 m Länge, von denen die eine 12 m und die andere 15 m breit ist. Alle Staustufen sind mit Fischtreppen als Aufstiegshilfe ausgestattet. Außer Viereth und Würzburg verfügen alle Staustufen über eine Bootsschleuse. Die Gesamtausbauleistung der Wasserkraftwerke beträgt 172,55 MW.
Zwischen der Mündung und der Schleuse Lengfurt bei Würzburg ist die Fahrrinne ganzjährig mindestens 2,90 m tief. Der Main ist auf diesem Abschnitt für Schiffe und Schubverbände bis 185 m Länge und 11,45 m Breite befahrbar. Er ist dort in die europäische Wasserstraßenklasse Vb eingeordnet. Die Strecke zwischen Würzburg und Main-Donau-Kanal soll bis zum Jahr 2010 von 2,50 m auf 2,90 m Fahrrinnentiefe ausgebaut werden. Bis dahin entspricht dieser Abschnitt der Wasserstraßenklasse Va (Schiffe bis 110 m Länge). Bei reduziertem Tiefgang wird dieser Abschnitt mit Sondergenehmigungen auch von längeren Schiffen und Schubverbänden befahren.
Zusätzlich gibt es bei Volkach eine Staustufe, die für den notwendigen Wasserstand im Kanal nach Gerlachshausen sorgt. Über die Staustufe wird eine Restwassermenge an den „Altmain“ abgegeben.
Wie an den meisten Flüssen entstanden auch am Main früh Uferwege, die für die Treidelschifffahrt genutzt wurden. Aufgrund der in Flussnähe üblicherweise höheren Siedlungsdichte und der bergigen Topographie der Umgebung diente das Maintal auch als Trasse neuzeitlicher Verkehrswege, also für Eisenbahnen und moderne Straßen.
Die Eisenbahn nutzt den größten Teil des Maintals zur Schaffung von Ost-West-Verbindungen. Lediglich im Bereich des Maindrei- und -vierecks kürzen die Hauptstrecken etwas ab, zum Teil wird der Flusslauf dann über Nebenstrecken erschlossen.
Der Mainlauf wird fast auf ganzer Länge von Bundesstraßen begleitet. Dies betrifft sogar die beiden Quellflüsse.
Den Roten Main begleitet ab Creußen über Bayreuth bis Kulmbach die Bundesstraße 85. Der Weiße Main trifft bereits wenige 100 Meter nach seiner Quelle auf die Bundesstraße 303, die ihn bis Untersteinach begleitet. Ab dort folgt ihm die B 289 bis Kulmbach.
Diese Straße begleitet den vereinigten Main bis Lichtenfels (Oberfranken), ab dort verläuft die BAB 73 auf dem linken Ufer bis Bamberg. Von dort bis Schweinfurt führt die B 26, die in Eltmann vom linken auf das rechte Ufer wechselt. In meist größerem Abstand folgt auch die Bundesautobahn 70, die sogenannte Maintalautobahn, von Bamberg bis Schweinfurt dem Verlauf des Maines, den sie bei Bamberg, Eltmann und Schweinfurt quert.
Unterhalb von Schweinfurt fließt der Main stellenweise ohne begleitende Straße. Die B 26 nimmt den direkten Weg nach Karlstadt ohne den Umweg über das Maindreieck, die B 19 führt durch dessen Inneres direkt nach Würzburg. Von Ochsenfurt bis Würzburg verläuft wieder eine Bundesstraße auf dem rechten Mainufer, die B 13, bis Karlstadt die B 27, bis Lohr dann wieder die B 26. Die dünn besiedelte Ost- und Südseite des Mainvierecks wird durch flussbegleitende Landesstraßen erschlossen. Von Miltenberg bis Aschaffenburg verläuft mit der B 469 wieder eine Bundesstraße auf dem linken Mainufer.
Von Aschaffenburg über Hanau, die Frankfurter Innenstadt bis Frankfurt-Höchst verläuft die B 8 auf der rechten Mainseite, teilweise jedoch etwas abseits des Flusses. Ebenso verlässt die B 43 auf ihrem Weg von Hanau über Offenbach und Rüsselsheim nach Mainz gelegentlich das Blickfeld des linken Ufers, vor allem zwischen Frankfurt-Sachsenhausen und Kelsterbach. Auf dem rechten Mainufer begleitet in einigem Abstand zum Fluss die Bundesstraße 40 die letzten Kilometer des Mains von Hattersheim bis Mainz.
Nach wie vor werden am Main zwölf Fähren betrieben, obwohl in den letzten 40 Jahren bereits viele wegen Unrentabilität stillgelegt werden mussten. Die Fähren werden in der Regel von den Kommunen an die Fährleute verpachtet, belasten aber wegen der erforderlichen Zuschüsse die kommunalen Haushalte erheblich.
Die Mehrzahl der Fähren ist für den Transport von Personenwagen und Lastkraftwagen bis zu einem bestimmten Gesamtgewicht eingerichtet, einige nur für Personen und Fahrräder. Ein Teil der Fähren ist freifahrend, die anderen am Hochseil geführt, aber mit eigenem Antrieb. Verkehrlich haben die Fähren nach wie vor eine wesentliche Bedeutung. Vor allem der Landwirtschaft bringen sie einen erheblichen Zeitvorteil, da sie einen Umweg von bis zu 20 km ersparen.
Die Fähre von Nordheim nach Escherndorf liegt an einem von der Bundeswasserstraße Main durch einen Kanal abgeschnittenen Abschnitt des Mains.
Die längsten Nebenflüsse des Mains sind die Fränkische Saale (rechts, 125 km), die Tauber (links, 114 km), die Nidda (rechts, 90 km), die Kinzig (rechts, 86 km) und die Regnitz (links, 59 km).
Zusammen mit ihrem Quellfluss Pegnitz ist die Regnitz allerdings 161 km lang und damit der längste Nebenfluss. Zudem führt die Regnitz an der Mündung deutlich mehr Wasser (51,2 m³/s) als der Main (42,1 m³/s), so dass sie hydrographisch sogar als der Hauptfluss des Mainsystems gelten kann . An der Pegnitz liegt außerdem die mit Abstand größte Stadt an einem Main-Zufluss: Nürnberg.
Prosatexte über den Main sind dagegen sehr zahlreich, vor allem Reisebeschreibungen und Feuilletons. Eine Reihe von Metaphern entstanden über den Main, z. B. Weißwurstäquator (um die kulturelle Grenze zwischen Nord- und Süddeutschland zu charakterisieren), Mainlinie (Die Sprachgrenze zwischen mitteldeutschen und oberdeutschen Dialekten) oder Pfaffengasse des Deutschen Reiches (wegen der zahlreichen Bistümer, bischöflichen Residenzen und Klöster am Main). Zu den Schriftstellern, die Prosatexte über den Main hinterlassen haben, zählen: Wilhelm Heinrich Wackenroder, Ludwig Tieck, Heinrich von Kleist (in Briefen an seine Braut), Clemens Brentano, Friedrich Stoltze, Rudolf G. Binding, Alfons Paquet und Eva Demski.
Zahlreiche Maler haben den Fluss in ihren Werken dargestellt, u. a. Conrad Faber, Matthäus Merian, Domenico Quaglio, Gustave Courbet und Max Beckmann. Unter den frühen Fotografen des Mains ist Carl Friedrich Mylius hervorzuheben.

