Eishockey

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Geschrieben von goldorak 26/02/2009 @ 18:00

Tags : eishockey, sport

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Eishockey in Deutschland

Empfang der beiden Deutschen Meister 2006, Eisbären (Herren) und OSC Berlin (Frauen), im Roten Rathaus

Eishockey ist in Deutschland eine der beliebtesten Mannschaftssportarten, die jedoch in der Zuschauergunst und Bedeutung weit hinter Fußball rangiert. Der Eishockeysport wird heute in Deutschland einerseits durch die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) als höchste Profiliga und die für untere Ligen zuständige Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG), andererseits durch den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) als zuständigen Sportverband in Deutschland und Mitgliedsverband der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) durchgeführt. Der DEB organisiert auch die Deutsche Eishockeynationalmannschaft, die momentan auf Platz 11 (Stand: April '08) der Weltrangliste steht.

Als Ursprungsort des deutschen Eishockeys gilt Berlin. So war die Hauptstadt Gründungsort des ersten Eissport-Verbandes des Landes, dem Deutschen Eissport-Verband. Ab 1908 war der Eishockeysport eine Sektion dieses Verbandes. Am 19. September des nächsten Jahres trat der Verband als sechster Landesverband der „Ligue International de Hockey sur Glace“ (LIHG) bei. In Berlin wurde dann auch das erste offizielle Eishockeyspiel bestritten und die erste Meisterschaft in einer Stadtliga ausgespielt. Nach dem ersten Spiel am 4. Februar 1887 auf dem Halensee (der Akademische Sportclub Berlin stand dabei einem Studententeam gegenüber) dauerte es nur drei Jahre bis die ersten Berliner Stadtmeisterschaften ausgespielt wurden. 1910 nahmen schon zehn Teams an der Stadtliga teil. Der Berliner Schlittschuhclub, der spätere Deutsche Rekordmeister, gewann diese Meisterschaft vor dem BFC Preussen. Die weiteren Teilnehmer der Stadtliga waren der Sportclub Berlin, der Berliner Eislaufverein 1904, der BFC Britannia, der Berliner EV 1886, der Hockey Club Berlin, der Sportklub Komet, der SC Charlottenburg und der Eislauf Verein Berlin.

Eine Deutsche Eishockeynationalmannschaft trat erstmals am 10. Januar 1910 bei der ersten Eishockey-Europameisterschaft in Les Avants auf. Das erste Spiel gegen die Schweiz gewann die Mannschaft mit 9:1. Im Kader standen vor allem Spieler aus der Bundeshauptstadt, da es dort die meisten Mannschaften gab. 1912 fand in Berlin die erste Meisterschaft mit Teams aus ganz Deutschland statt, die der Berliner Schlittschuhclub gewinnen konnte. Im Jahr zuvor war die Stadt schon Austragungsort der zweiten Europameisterschaften und wäre nicht der Erste Weltkrieg dazwischen gekommen, hätte 1916 das erste Olympische Eishockeyturnier auch in Berlin stattgefunden.

Nach dem Ersten Weltkrieg war Deutschland zwischen 1920 und 1926 sechs Jahre lang aus der LIHG ausgeschlossen. Durch das Engagement Schwedens, deren Landesverband mit Austritt drohte, erfolgte am 11. Januar 1926 die Wiederaufnahme. 1927 durfte Deutschland wieder an Eishockey-Europameisterschaften teilnehmen, die erste Eishockey-Weltmeisterschaft mit deutscher Beteiligung fand 1928 in St. Moritz statt. Ein deutsches Team konnte bei den Olympischen Spielen 1932 in Lake Placid die Bronzemedaille erlangen und bei der Europa-Wertung im Rahmen der Eishockey-Weltmeisterschaften 1930 und 1934 Europameister werden. Zu diesem Zeitpunkt war die Bedeutung der Nationalmannschaft um einiges höher als die der Vereine.

Nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 wurde der Deutsche Eissport-Verband erneut ausgeschlossen. Die Bundesrepublik wurde mit dem Deutschen Eissport-Verband am 10. März 1951 wieder aufgenommen, die DDR folgte erst am 9. Juni 1954.

Schon seit 1948 bildete sich in der Bundesrepublik erstmals eine bundesweite Liga für die besten Teams, die Eishockey-Oberliga. Da die Vereine aus der Eishockey-Hochburg Berlin, das mitten im sowjetischen Machtbereich lag, fehlten, hatte die Liga zu Beginn nur sechs Mannschaften. Erster Meister nach einer Einfachrunde wurde der EV Füssen. Der Modus veränderte sich in den kommenden Jahren laufend: Zur zweiten Spielzeit wurde die Liga auf acht Clubs aufgestockt, weshalb der eingeplante Abstieg nicht durchgeführt wurde. Obwohl die Liga zur Saison 1950/51 nochmals aufgestockt wurde, gab es diesmal mit dem HC Augsburg zum ersten Mal einen direkten Absteiger. Der dritte Oberliga-Meister wurde durch einen wiederum veränderten Modus ausgespielt: aus den besten Teams der drei Vorrundengruppen bildete sich eine Finalrunde, die den Meister, Preußen Krefeld, ausspielte. In der folgenden Saison gab es nur noch zwei Vorrundengruppen, die aber abgebrochen wurden. Es wurde sofort in einer Finalrunde die Meisterschaft ausgetragen. Zur Saison 1952/53 wurde nicht nur die Vorrunde wieder abgeschafft, sondern auch die Abstiegsregelung verändert. Das Relegationsspiel zwischen Oberliga-Letztem und Zweitliga-Erstem fiel weg, der Letzte der Oberliga stieg direkt ab und wurde vom Zweitliga-Meister abgelöst. Bis zur Saison 1956/57, als die Vorrundengruppen wieder eingeführt wurden, erfolgte dann bis 1958 keine Modus-Änderung mehr.

Dominiert wurden die Oberliga-Jahre vor allem von bayerischen Teams. Allein der EV Füssen wurde von 1953 bis 1958 sechsmal in Folge deutscher Meister, dazu schon einmal 1949. Zweimal konnten auch Krefelder Teams die Meisterschaft gewinnen.

Auch in der DDR wurde die Oberliga als höchste Ligenstufe geschaffen.

Die Oberliga wurde in der BRD 1958 durch die neu eingeführte Eishockey-Bundesliga, die 34 Jahre lang höchste Eishockey-Spielklasse in Deutschland blieb, abgelöst. Auch die Bundesliga bestand aus acht Mannschaften, die in einer Einfach-, später in einer Doppelrunde den Meister ausspielten. Im ersten Jahr gab es zwei direkte Absteiger, ab der zweiten Spielzeit ging der Letztplatzierte in die Relegationsrunde. Eine größere Modus-Änderung erfolgte 1962 mit der Einführung einer gestaffelten Endrunde. Dies war auch die erste Spielzeit ohne Absteiger, da der Bundesliga-Letzte erstmals in der Relegation gewinnen konnte. Mehrere Änderungen in der Abstiegsregelung und die Aufstockung der Liga auf zehn Teams konnte die damalige Dominanz des Serienmeisters EV Füssen aber nicht stoppen. Erst als die Punkte nicht aus der Vor- in die Endrunde mitgenommen wurden, gewann ein anderes Team, nämlich der EC Bad Tölz, den Meistertitel.

Mit Einrichtung der Bundesliga als höchste Spielklasse wurde die Oberliga zur zweiten Liga degradiert. In der ersten Spielzeit nahmen acht Mannschaften teil. So wie die Abstiegregelung der Bundesliga wurde auch die Aufstiegregelung der Oberliga fast jährlich verändert. Wegen der Aufstockung auf zehn Teams zur zweiten Saison gab es erst seit 1960 Absteiger aus der Oberliga. Seit Einführung der Gruppenliga 1961/62, die die erste überregionale Amateurliga unterhalb der Oberliga war, musste der Tabellenletzte der mittlerweile zwölf Mannschaften großen Liga gegen den ersten der Gruppenliga in einer Relegation antreten, um zu ermitteln, wem der letzte Startplatz der zweithöchsten Spielklasse zusteht. Vor 1961 gab es nur Landesverbände, deren Ligenspielbetrieb regional begrenzt war.

1963 erhielt der Eishockeysport in Deutschland erstmals einen selbständigen Verband, den Deutschen Eishockey-Bund (DEB). Dieser blieb vorerst allerdings noch immer unter dem Dach des Deutschen Eissport-Verbandes. Schon 1958 wurde der Deutsche Eislauf-Verband der DDR gegründet. Davor war Eishockey in der DDR vier Jahre lang eine Sektion des Eissportverbandes gewesen.

Die Relegation gegen den Gruppenliga-Ersten wurde zeitgleich zur Relegation des Bundesliga-Absteigers 1964 abgeschafft und der direkte Abstieg eingeführt. Ab 1966 war die Oberliga schließlich in eine Nord- und eine Südgruppe zweigeteilt. Mit Einführung der zweigeteilten Bundesliga wurde 1967 erstmals seit 1952 keine bayerische Mannschaft (sondern die Düsseldorfer EG) deutscher Meister. Gegen Ende der 1960er Jahre setzte allmählich der Trend ein, dass der professionelle Eishockeysport immer weiter aus der bayerischen Provinz in deutsche Großstädte zog.

Im September 1970 wurde Eishockey von der Staatsführung der DDR zusammen mit dem Deutschen Turn- und Sportbund der DDR (DTSB) als „nicht förderungswürdige Sportart“ eingestuft. Zuvor kam ein Großteil der Mannschaften aus Berlin und ab 1970 spielte Dynamo Berlin aufgrund der Einstufung nur noch gegen Dynamo Weißwasser um die DDR-Meisterschaft. Immerhin 25-mal gewann Weißwasser die Meisterschaft und 15-mal konnte Dynamo Berlin den Titel gewinnen. In der Bundesrepublik dagegen verloren die Berliner Vereine ihre Dominanz. Lediglich zweimal konnte der Berliner Schlittschuhclub die Meisterschaft nach 1949 gewinnen (in der Eishockey-Bundesliga 1974 und 1976). Danach musste die Stadt 29 Jahre warten, bis mit den Eisbären Berlin 2005 wieder eine Berliner Mannschaft Deutscher Meister wurde. Weißwasser spielte später als ES Weißwasser und nun unter den Namen Lausitzer Füchse in der 2. Bundesliga.

In der Saison 1970/71 wurde nach Jahren wieder auf Staffelungen verzichtet. Nach einer Doppelrunde stand sowohl der Meister (EV Füssen), als auch der direkte Absteiger (Mannheimer ERC) fest. Auch die Oberliga gab zur Saison 1970/71 die Teilung wieder auf, in einer Einfachrunde wurden Auf- und Absteiger ausgespielt. Die letzte Spielzeit der Oberliga als zweithöchste Liga wurde mit 16 Mannschaften ausgespielt. Zur nächsten Saison wurden die beiden Bundesliga-Absteiger, sowie die Teams auf den Plätzen zwei bis neun der Oberliga in die neu geschaffene 2. Bundesliga eingeteilt. Die 2. Bundesliga blieb 21 Jahre lang Deutschlands zweithöchste Spielklasse, ehe 1994 wegen vieler Pleiten, sowohl in der ersten, als auch besonders in der 2. Bundesliga, eine Amateurliga unter der DEL geschaffen wurde.

Zwischen 1974 und 1978 gab es erstmals vier Jahre in Folge keinen Meister aus Bayern. Stattdessen konnte der Berliner SC in dieser Zeit einige, wenn auch nicht alle Meistertitel feiern. Ab 1976/77 wurde nach der Hauptrunde wieder eine Endrunde ausgetragen. Die Saison 1979/80 brachte den wohl kompliziertesten Modus aller Zeiten. Dieser wurde deshalb zur nächsten Spielzeit wieder abgeschafft und durch die Play-offs ersetzt, die bis heute Bestandteil einer jeder Eishockey-Saison sind. Doch nicht sie bestimmten die Eishockey-Szene der Saison 1980/81, sondern der sogenannte Passfälscherskandal, in den die beiden westdeutschen Mannschaften des Duisburger SC und des Kölner EC verwickelt waren. Der aus Nordamerika importierte Play-off-Modus etablierte sich schnell auch in Eishockey-Deutschland und brachte sogar den einen oder anderen eher unerwarteten Meister (SB Rosenheim 1982) mit sich.

1974 kam auch noch zum ersten Mal eine vierte überregionale Liga zustande. Diese bestand 19 Jahre lang unter dem Namen Regionalliga, die Oberliga wurde die dritte Liga.

Nieder- und Oberbayern sowie das Allgäu gelten auch heute noch als Zentrum des deutschen Eishockeysports. Dabei dominierten bayerische Teams vor allem die Oberliga-, aber auch die Bundesliga-Jahre. Besonders erfolgreich war zum Beispiel der EV Füssen, einer der vielen Traditionsvereine der bayerischen Provinz. Er wurde schon 1922 gegründet und insgesamt 16 Mal deutscher Meister. In den zehn Jahren der Oberliga wurde der EV alleine sieben Mal deutscher Meister. Nur nach zwei Spielzeiten in dieser Zeit kam der Spitzenreiter am Ende nicht aus Bayern. Auch in der Eishockey-Bundesliga waren bayerische Provinzvereine in den ersten Jahren hoch überlegen. Bis 1966 wurden nur Clubs aus Bayern deutscher Meister, ehe sich 1967 mit der Düsseldorfer EG erstmals ein Großstadt-Team den Titel sicherte. Langsam begann ein Wandel im deutschen Eishockey. Wie wichtig bayerische Teams bis heute für das deutsche Eishockey, vor allem für die Nachwuchsarbeit, sind, zeigt der Amateur-Bereich. Denn der wird vor allem durch kleine bayerische Vereine bestimmt. Auch auf der Hauptversammlung des Deutschen Eishockey-Bundes wird dies durch die Anzahl der Stimmen des Bayerischen Blocks, der aus dem Bayerischen Eissportverband und den anderen stimmberechtigten Vertretern der Mannschaften aus der 2. Bundesliga und der Oberliga besteht, deutlich.

Im Vergleich zu Bayern war die Bedeutung des Eishockeysports in Nordrhein-Westfalen schon immer geringer. Vor allem im bevölkerungsreichen Ruhrgebiet ist Fußball meist wichtiger. Jedoch ist der Einfluss NRWs im Profi-Eishockey und auch die Anzahl der nordrhein-westfälischen Meistermannschaften seit den 1970er Jahren kontinuierlich gestiegen.

Von diesem Wandel praktisch verschont blieb die Nationalmannschaft der Bundesrepublik, die den Sprung in die A-Weltmeisterschaft schaffte, wo sie sich Ende der 1970er und in den 1980er Jahren etablieren konnten, auch wenn die Weltspitze immer unerreicht blieb.

1981 wechselte mit Udo Kießling erstmals ein deutscher Spieler in die höchste nordamerikanische Profiliga. Trotz eines Vertragsangebots der Minnesota North Stars kehrte Kießling jedoch nach einer Partie in die Bundesliga zurück. Der erste deutsche Spieler, der schließlich regelmäßig in der NHL zum Einsatz kam, war Uli Hiemer, der zwischen 1984 zu New Jersey Devils wechselte und für diese bis 1987 spielte. Der bisher erfolgreichste deutsche Spieler in der National Hockey League ist Uwe Krupp, der seit 1986 in der Liga auf dem Eis stand und zweimal die nordamerikanische Eishockeymeisterschaft, den Stanley Cup, gewinnen konnte. Krupp ist auch der erste und bisher einzige Deutsche, dem dies gelang. Eine individuelle Auszeichnung der Liga konnte Krupp während seiner aktiven Zeit jedoch nie gewinnen, dies gelang Torhüter Olaf Kölzig als erstem Deutschen im Jahr 2000.

Was zuletzt der EV Füssen in den 60er Jahren schaffte, gelang dem Kölner EC erstmals zwischen 1985 und 1988: drei Meistertitel in Serie. Überschattet wurde die Saison 1987/88 vom Konkurs des ECD Iserlohn, dem in den nächsten Jahren eine Reihe anderer Vereine folgten. Doch erst 1990 wurde die Bundesliga auf zwölf Clubs aufgestockt. Mit dem EHC Berlin und ES Weißwasser ergänzten zwei DDR-Clubs die Westdeutschen.

Die Fraueneishockey-Bundesliga gab es zu diesem Zeitpunkt schon zwei Jahre lang. Seit 1988 wird auch bei den Frauen eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Die Liga ist seitdem in eine Nord- und eine Südstaffel geteilt. Nach der Hauptrunde wird durch ein Turnier der deutsche Meister ausgespielt. Erster deutscher Meister wurde der EHC Eisbären Düsseldorf. Die Frauen-Nationalmannschaft spielte zum ersten Mal am 3. Dezember 1988 wie die Männer in ihrer Premiere gegen die Schweiz.

Die Eishockey-Verbände der beiden deutschen Staaten schlossen sich nach der Wende am 11. September 1990 – so früh wie kein anderer Sportverband – zum Deutschen Eishockey-Bund zusammen. Schon fünf Monate vor der Wiedervereinigung wurden die beiden Profi-Clubs der DDR in den DEB aufgenommen.

In der Saison 1990/91 verließ die Eishockey-Abteilung der Eintracht Frankfurt die Bundesliga. Der SB Rosenheim tat es ihr ein Jahr später gleich, während dem PEV Weißwasser die Lizenz entzogen wurde. Auch der EHC Freiburg verlor in der Saison 1992/93 seine Lizenz. Während reihenweise Vereine auf Grund finanzieller Probleme aus der Bundesliga abstiegen oder absteigen mussten, gewann die Düsseldorfer EG einen Titel nach dem anderen. Die letzte Bundesliga-Saison wurde mit der Meisterschaft des EC Hedos München beendet.

Wirtschaftliche Aspekte führten also 1994 zur Gründung der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Viele Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga plagten massive wirtschaftliche Probleme. Die 2. Bundesliga umfasste nach der letzten Spielzeit nur noch 7 Clubs, vier waren während und nach der Saison konkurs gegangen. Die 18 wirtschaftlich halbwegs gesunden Clubs fassten sich in der DEL zusammen. Die Vereine lagerten ihre Profi-Abteilungen in Kapitalgesellschaften aus, eine Abstiegsmöglichkeit gab es nicht. Doch schon die erste Spielzeit wurde von den Mad Dogs München nicht durchgehalten. In der nächsten Saison gingen gleich drei Clubs konkurs. Nur die Wedemark Scorpions rückten nach, die Liga wurde also auf 16 Vereine reduziert.

In der 1. Liga wurde gleichzeitig der Amateurmeister ausgespielt. Die Liga war in eine Nord- und eine Südstaffel geteilt und vor allem in der letzten Saison ihres Bestehens Heimat einiger deutscher Nationalmannschaftsspieler, da es in der DEL nur noch eine sehr milde Ausländer-Regelung gab. Unter anderem deshalb erfolgte bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1998 in der Schweiz der erneute Abstieg in die B-WM. Prompt wurde die Ausländer-Regelung verschärft und Deutschland zwei Jahre später wieder A-Nation.

Auch im Laufe der Saison 1997/98 mussten zwei Vereine den Spielbetrieb aufgeben. Um die auf 14 Mannschaften reduzierte Liga wieder auf 16 aufzustocken wurden ab 1999 wieder Aufsteiger zugelassen. Ab der Spielzeit 2001/02 wurde durch Play-downs jeweils ein Absteiger ermittelt. Zur Saison 2006/07 wurde der Abstieg wieder abgeschafft. In den Jahren zuvor war immer wieder nicht der Play-down-Verlierer abgestiegen, sondern einem anderen Verein wurde aufgrund finanzieller oder hallentechnischer Probleme die Lizenz entzogen.

In der Saison 1997/98 wurde im Norden keine dritte Spielklasse ausgetragen. In diesem Jahr folgten dort auf die 1. Liga direkt die Landesverbände. 1998 entstand zumindest im Süden erneut eine vierthöchste Spielklasse. Seit 2002 besteht wieder keine vierte Spielklasse, eine dritte nennt sich schon seit 1999 Oberliga. Die Ligen der Landesverbände heißen seit 1994 im Norden Regionalliga.

Als eingleisige zweithöchste Spielklasse wurde schon nach vier Jahren der 1. Liga die sogenannte Bundesliga eingeführt, deren Name bei der DEL für Kritik sorgte, da man der Ansicht war, die Bundesliga müsse die höchste Spielklasse darstellen. Mit der Saison 1999/2000 gibt es wieder eine 2. Bundesliga im Eishockey. Erster Zweitliga-Meister wurde die Düsseldorfer EG, die damit neben dem Iserlohner EC, der die Lizenz der Starbulls Rosenheim übernahm, in die DEL aufstieg. In den Jahren bis zur Saison 2003/04 gab es auch in der 2. Bundesliga einige finanzielle Probleme.

Der Deutsche Eishockey-Pokal besteht seit 2002 nach Vorbild des DFB-Pokals. Qualifiziert sind alle Teams der DEL, der 2. Bundesliga und drei bis vier Teams der Oberliga. Vor der Saison 2005/06 wurde laut über die Abschaffung des DEB-Pokals diskutiert, da der Zeitplan, welcher der Liga zur Verfügung stand, in dieser Spielzeit wegen Olympischer Spiele und B-WM sehr gering war. Dennoch wurde der Pokal durchgeführt. Amtierender Pokalsieger (2007) sind die Adler Mannheim. 2005 erreichte mit den Eisbären Regensburg erstmals ein Team aus der 2. Bundesliga das Pokal-Halbfinale. Bei den Frauen gibt es den Pokalwettbewerb schon ein Jahr länger. 2001/02 siegte der Grefrather EC, der auch 2004 das Finale gewinnen konnte. Sportlich hätte Grefrath auch 2005 gewonnen, doch der Sieg wurde ihnen wegen Unterschreitung der Mindestspieleranzahl aberkannt und dem ESC Planegg zugesprochen. In der Saison 2005/06 konnten die EC Bergkamener Bären den DEB-Pokal mit nach Hause nehmen.

Seit der Saison 2006/07 wird die Bundesliga der Frauen eingleisig gefahren, die Staffelung wurde aufgegeben. Aktuelle Rekordmeister mit jeweils vier Titeln sind der Mannheimer ERC WildCats (1990, 1992, 1999, 2000), die ESG Esslingen (1995-1998) und der TV Kornwestheim (2001-2005). Auffällig ist, dass gleich zwei Teams vier Mal in Folge Meister werden konnte. Aktueller deutscher Meister ist zum zweiten Mal in der Geschichte der OSC Berlin.

Platzierungen der Nationalmannschaft unter den Top 10 der Welt waren in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts die Regel, doch 2005 erstmals und, wie sich herausstellte, auch zum letzten Mal mit Greg Poss an der Bande musste man nach schwacher Leitung wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten, aus der man sich schon ein Jahr später unter Uwe Krupp befreien konnte.

Schon mehrere Male war Deutschland Veranstalter von Eishockey-Weltmeisterschaften, erstmals 1930, das nächste Mal 2010.

Heute wird die höchste Profi-Liga nicht mehr durch den DEB, sondern durch die eigene Gesellschaft (DEL) organisiert. 2. Liga und Oberliga werden durch die ESBG betrieben. Zur Saison 2006/07 wurde der Abstieg aus der DEL abgeschafft. Die DEL verlangt von ihren Aufsteigern ab sofort die Erfüllung eines 9.000-Punkte-Plans, sowie ein komplett geschlossenes Stadion. Es kann noch so lange einen Aufsteiger aus der zweiten Liga geben, bis 16 Mannschaften in der DEL spielen. Die DEL hat einen Fernsehvertrag mit dem Bezahlfernsehsender Premiere. Der Münchener Fernsehsender überträgt an jedem Spieltag jeweils ein Spiel live. Mit den Gelben Seiten gibt es zudem einen Haupt-Sponsor. Die Arenen der DEL gehören zu den modernsten in ganz Europa. Bei einer europaweiten Liste der Stadien mit dem höchsten Zuschauerschnitt belegen viele DEL-Standorte vordere Plätze (z.B. Kölnarena oder SAP-Arena). Außerdem steigt der Zuschauerschnitt von Jahr zu Jahr an.

Der Deutsche Eishockey-Bund ist in erster Linie für die Nationalmannschaften zuständig. Außerdem gehören der Spielbetrieb der Damen und des Nachwuchs zu seinen Aufgabenfeldern. Er wickelt Spielertransfers ab und bildet die Schiedsrichter aus. Der DEB stellt nach deren Ausbildung Trainerscheine aus und ist des Weiteren Mitglied des DOSB. Vertraglich gebunden ist der DEB an die DEL und die ESBG, also die Ausrichter des überregionalen Spielbetriebs. Auch die Landeseissportverbände, die für die regionalen Ligen zuständig sind, sind mit dem DEB verknüpft.

Große Bereiche des Amateurbereichs plagen schwere Finanzprobleme. Einige Verein stehen kurz vor der Insolvenz, andere stehen schon mitten im Insolvenzverfahren.

Der Pokalwettbewerb ist im Eishockey weitaus weniger traditionell als der DFB-Pokal im Fußball. Der Attraktivität und dem sportlichen Stellenwert des Wettbewerbs wird dadurch geschadet, dass einige DEL-Teams im Pokal nur mit Juniorenteams antreten, um die eigentlichen Stammspieler für die wichtigeren Ligapiele zu schonen. Nur eine handvoll DEL-Teams traten in den vergangenen Jahren mit der eigentlichen Mannschaft an. Dieses Problem resultiert vor allem aus der geringen Prämie für den Pokalsieger. Dennoch wird der Wettbewerb unter den Zuschauern Jahr für Jahr besser angenommen. Auch unter den Fans der DEL macht sich mehr und mehr Ärger über die fehlende Ernstnahme des Pokals breit.

Nach dem Abstieg der Nationalmannschaft aus der A-Gruppe bei der Weltmeisterschaft 2005 fand die B-WM 2006 in Amiens mit deutscher Beteiligung statt. Es gelang der direkte Wiederaufstieg ohne Punktverlust. Derzeitiger Bundestrainer ist Uwe Krupp, bei der WM 2007 überraschte das team mit einem neunten Platz. Die Damen belegten den achten Platz.

In Vorbereitung auf die WM 2010 im eigenen Land werden schon momentan vor allem junge Spieler eingesetzt. Aufgrund der guten Leistungen der Schweiz bei den internationalen Turnieren 2006 kamen Diskussionen auf, die Zahl der Ausländer in den deutschen Ligen zu verkleinern, um bald den gleichen Erfolg zu erzielen.

Obwohl inzwischen über 2.000 Frauen in Deutschland in allen Altersklassen des Eishockeysports aktiv sind und Fraueneishockey seit den 1980er Jahren auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt, hat der Sport auch in der Gegenwart mit enormen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Da der Zuschauer- und Sponsorenzuspruch der Frauen-Bundesliga noch immer sehr gering ist, sind sämtliche Spielerinnen Amateure, was dazu führt, dass aufgrund der geringen Etats der Mannschaften viele Spielerinnen z.B. selbst Teile ihrer Fahrtkosten übernehmen. Dazu trägt auch die geringe Medienpräsenz des deutschen Fraueneishockeys bei, die in der Regel überhaupt nur bei Olympischen Winterspielen und damit nur alle vier Jahre zu verzeichnen ist. Selbst die durchaus beachtlichen Erfolge der Fraueneishockeynationalmannschaft änderten daran bislang wenig.

Die DDR entsandte bis 1990 eigene Teilnehmer: 15-mal wurde sie von Dynamo Berlin, 10-mal von Dynamo Weißwasser vertreten.

Gewinnen konnte ein deutsches Team nie. Die besten Platzierungen waren zweite Plätze für den EV Füssen 1966, den Kölner EC 1985, die Düsseldorfer EG 1991 und nochmals den Kölner EC 1995, als die Entscheidung erst im Penaltyschießen fiel.

Es nahmen zwar jährlich bis zu drei Teams (1997/98) am Wettbewerb teil, allerdings konnte sich nur in der Spielzeit 1998/99 mit den Eisbären Berlin ein deutscher Teilnehmer für das Finalturnier der besten vier Teams qualifizieren.

Daraufhin wurde dieses Turnier vom IIHF European Champions Cup abgelöst. Dabei gab es erst einen deutschen Teilnehmer: 2005 erreichten die Frankfurt Lions als amtierender deutscher Meister den letzten Platz der Gruppe A. 2006 bis 2008 war Deutschland nicht mehr qualifiziert, da die Nationalmannschaft laut IIHF-Weltrangliste nicht mehr zu den Top 6 Europas gehörte. Die Schweiz übernahm den Startplatz.

Seit der Saison 2008/09 wird vom IIHF die Champions Hockey League als höchster europäischer Club-Wettbewerb durchgeführt. Aus Deutschland ist der Meister direkt für die Gruppenphase qualifiziert; als zweiter Teilnehmer startet der Sieger der Hauptrunde der DEL in der Qualifikation. Bei der ersten Austragung scheiterten die Nürnberg Ice Tigers als Zweiter des Qualifikationsturniers. In der Gruppenphase konnten die Eisbären Berlin drei von vier Spielen gewinnen und schieden mit nur einem Punkt Rückstand auf den späteren Finalisten Metallurg Magnitogorsk aus.

Der Schweizer Spengler Cup wird bis auf wenige Ausnahmen jährlich seit 1923 ausgetragen. Und seit jeher nehmen auch deutsche Meister- und Spitzenmannschaften regelmäßig teil. Zuletzt waren dies 2005 die Eisbären Berlin. Den letzten deutschen Sieg trugen die Kölner Haie 1999 davon. Der Berliner SC konnte den Spengler Cup dreimal gewinnen, der EV Füssen trug sich zweimal in die Siegerliste ein. Für die Haie war der Sieg 1999 der erste.

In Deutschland wurden bereits eine Reihe wichtiger internationaler Turniere ausgetragen. Besonders bedeutend ist das Olympische Eishockeyturnier 1936, das in Garmisch-Partenkirchen stattfand. Die 15 teilnehmenden Mannschaften wurden in vier Vorrundengruppen eingeteilt. Die beiden Besten jeder Gruppe trafen dann in zwei Zwischenrundengruppen aufeinander, in denen die vier Finalrunden-Teilnehmer ausgespielt wurden. Dem Gastgeber Deutschland selbst fehlte ein Punkt, um die Finalrunde zu erreichen. Insgesamt belegte man Platz vier. Olympiasieger wurde die Mannschaft aus Großbritannien, die im Finale Kanada die erste Niederlage bei Olympischen Spielen beibrachte. Bronze ging an die USA, die in der Vorrunde hinter Deutschland nur Platz zwei belegten.

Bislang fünf Mal war der Deutsche Eishockey-Bund Ausrichter einer Eishockey-Weltmeisterschaft. Zum ersten Mal war dies 1955 der Fall. Spielorte waren die nordrhein-westfälischen Städte Dortmund, Düsseldorf, Köln und Krefeld. Weltmeister der A-Gruppe wurde Kanada, vor dem Titelverteidiger, der Sowjetunion. Wegen der hohen Teilnehmerzahl (15 Mannschaften waren neuer Rekord der Nachkriegszeit) wurde neben dem eigentlichen Wettbewerb ein B-Turnier veranstaltet, bei dem außer Konkurrenz noch ein zweites deutsches Team teilnahm. Gewinnen konnte Italien vor Deutschland B. Im Rahmen der WM wurde auch der Europameister ausgespielt. Bestes europäisches Team des Turniers war die UdSSR.

Bei der zweiten Weltmeisterschaft in Deutschland 1975 wurde dann die Sowjetunion zum 14. Mal Weltmeister. Das Turnier in Düsseldorf und München war allerdings nur sehr mäßig besucht. Die deutsche Nationalmannschaft verpasste den Aufstieg in die A-Gruppe nämlich im Jahr zuvor und musste so bei der B-WM in Sapporo/Japan antreten. Der Abstand des Weltmeisters zum Rest des Teilnehmerfelds war so groß, dass die IIHF eine Reform der A-Gruppe beschloss. Ab 1976 waren auch Profi-Spieler zugelassen. Außerdem wurde die A-Gruppe aufgestockt. Deutschland konnte als Zweiter der B-WM deshalb doch aufsteigen.

Bei der fünften Junioren-A-Weltmeisterschaft U-20 1981 in verschiedenen bayrischen Städten (u.a. Augsburg, Füssen und Oberstdorf) holten sich die Schweden in dieser Altersklasse erstmals den Titel.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft 1983 fand in Dortmund, Düsseldorf und München statt. Nach der Vorrunde nahmen die ersten vier Mannschaften an einer Meisterrunde, die letzten vier an einer Abstiegsrunde teil. Die Mannschaften nahmen die Punkte nicht in die Meisterrunde, jedoch in die Abstiegsrunde mit. Damit sollte die Spannung in der Titelfrage gesteigert werden. Deutschland nahm zwar an der Abstiegsrunde teil, gewann diese aber deutlich. Absteigen musste Italien, Weltmeister wurde wieder die UdSSR vor der punktgleichen Tschechoslowakei. Dabei hat die Sowjetunion während der ganzen WM nur einen Punkt abgegeben. Die Tschechoslowakei war während der Vorrunde nicht so stark.

1990 wurde die B-WM der U-20-Junioren in Bad Tölz und Geretsried ausgespielt.

Zehn Jahre nach der letzten wurde erneut eine Eishockey-A-Weltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen. Die Spiele wurden in Dortmund und München ausgetragen. Die vier besten Mannschaften der Vorrunden-Gruppen traten in der Endrunde im K.O.-System gegeneinander an. Am Ende stand Russland als Sieger fest. Im Finale wurde Titelverteidiger Schweden mit 3:1. Nach Play-downs, die ebenfalls im K.O.-System stattfanden, stand die Schweiz als Absteiger in die B-Gruppe fest. Deutschland belegte nach dem Viertelfinal-Aus gegen Russland Platz fünf.

Ein Jahr zuvor fand die U-20-Weltmeisterschaft in Füssen und Kaufbeuren statt. 1999 wurde die erste U-18-WM überhaupt in den selben Orten ausgetragen.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2001 fand wieder in Deutschland statt. Gespielt wurde in Hannover, Köln und Nürnberg. Ab 2001 wurden die verschiedenen Gruppen anders benannt, so wurde aus der A-Gruppe einfach Weltmeisterschaft. Ab diesem Jahr gab es außerdem nicht mehr nur einen, sondern zwei Absteiger und deshalb auch zwei Gruppen der Division I (B-Gruppe). Deutschland erreichte das Viertelfinale, schied dort aber gegen den späteren Finalisten Finnland aus. Diese unterlagen im Finalspiel der Tschechischen Mannschaft. Tschechien wurde damit zum dritten Mal in Folge Weltmeister.

Im selben Jahr fand die Division I der Junioren-Weltmeisterschaft 2001 in den bayerischen Orten Füssen und Landsberg am Lech statt. Drei Jahre später fand derselbe Wettbewerb in Berlin statt.

Die nächste Eishockey-WM in Deutschland wird 2010 in Köln und Mannheim stattfinden. Dabei setzte sich der DEB bei der Vergabe 2005 gegen Weißrussland durch, nachdem Schweden und die Slowakei ihre Kandidatur vor der Abstimmung zurückzogen.

Deutscher Rekordmeister und erster Sportverein des Landes mit einer Eishockeyabteilung war der Berliner Schlittschuhclub.

In den 1990er Jahren gab es lange Zeit eine große Konkurrenz zwischen den zwei Erstligaclubs Eisbären Berlin und BSC Preussen, doch heute gibt es mit den Eisbären Berlin nur noch einen erstklassigen Club, der allerdings auch 2005 und 2006 die Deutsche Meisterschaft nach Berlin holte. Hinzu kommen mehrere unterklassige Mannschaften verschiedener Clubs.

Im Fraueneishockey spielt der OSC Berlin deutschlandweit eine wichtige Rolle, wurde 1991, 2006 und 2007 deutscher Meister, sowie 2003 und 2004 Vizemeister. Weitere Bedeutung im Berliner Fraueneishockey hatte der DEC Eishasen Berlin, der zeitweise in der 1. Bundesliga spielte und bis zur Saison 2005/06 der 2. Liga angehörte.

Entgegen weitläufigen Meinungen, es gebe Eishockey in Hamburg erst seit der Gründung der Hamburg Freezers, kann die Hansestadt auf eine lange Historie zurückblicken. Schon in den 1930er Jahren schaffte es mit dem Altonaer SV von 1893 ein Hamburger Club mehrfach in die Finalrunde um die deutsche Meisterschaft. Der ganz große Erfolg blieb aber aus. Für jeweils eine Spielzeit nahm die EG Hamburg, sowie der HTHC Hamburg an der Oberliga teil. Zu Bundesliga-Zeiten spielten einige Hamburger Mannschaften in der zweithöchsten Ligenstufe. Lange dauerte es bis erneut ein Club aus Hamburg für Furore sorgte. 1998 waren die Hamburg Crocodiles Gründungsmitglied der 2. Eishockey-Bundesliga und hatten im Jahr 2000 die Chance zum Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga, als der SB Rosenheim seine Lizenz verkaufen musste. Doch die Iserlohn Roosters waren in diesem Unterfangen erfolgreicher. Heute spielt ein Nachfolgeverein der Crocodiles in der Regionalliga. Erstklassiges Eishockey gibt es in Hamburg seit 2002 wieder. Auf Beschluss der Anschutz-Group zogen die München Barons in die Color Line Arena um und wurden zu den Hamburg Freezers umbenannt.

Die Hamburg Freezers sind heute neben den Adler Mannheim Etat-Krösus der DEL, obgleich sie kaum Jugendarbeit betreiben.

Bestimmende Stadt in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen ist sicherlich Hannover mit den Hannover Scorpions in der DEL, die ursprünglich aus Wedemark bei Hannover stammen, und den seit einigen Jahren zur 2. Liga aufstrebenden Hannover Indians. Die an der Deutsche Nachwuchsliga teilnehmenden Nachwuchsmannschaften der Indians beweisen die hervorragende Jugendarbeit im aktuellen Nachfolgeverein des 1948 als Eissportgesellschaft Hannover gegründeten Vereins. Neben Hannover dominiert in östlichen Niedersachsen inzwischen Wolfsburg mit den aus der 1975 gegründeten Eishockeysparte des TV Jahn hervorgegangenen und 1992 aus einem Fanclub neu gegründeten Grizzly Adams Wolfsburg, den 2007 der Wiederaufstieg in die DEL gelang. Auch an der Nord- und Ostsee finden sich Vereine die auf lokale Tradition zurück blicken können wie der EHC Timmendorfer Strand 06 oder im Staat Bremen der REV Bremerhaven. In dieser Reihe lässt sich noch das Eishockey in Braunlage nennen, wo inzwischen auch die Vereine aus Altenau und Osterode ihre Spielstätte haben. Als weitere Vereine sind noch zu nennen: Adendorfer EC, Harsefeld Tigers im TuS Harsefeld und die Bremen Pirates im Bremer EC, dem Nachfolgeverein des HTSV Bremen. In früheren Zeiten gab es auch Mannschaften in den höheren Spielklassen beim EC Wilhelmshaven, in Braunschweig und im nördlichsten Eisstadion in Deutschland in Flensburg.

Ein besonders erfolgreicher bayerischer Club war der EV Füssen, der allein 16 Mal deutscher Meister wurde, gefolgt vom SC Riessersee mit 10 Titeln. Obwohl immer seltener Clubs bayerischer Kleinstädte den Meistertitel gewannen und immer mehr solcher Vereine der Abstieg drohte, gibt es in Bayern bis heute viele Amateur- und Nachwuchsmannschaften. In der DEL sind heute nur noch vier Teams (Sinupret Ice Tigers, ERC Ingolstadt, Augsburger Panther, Straubing Tigers) von 15 aus Deutschlands südlichstem Bundesland vertreten. Der letzte bayerische Meister waren die München Barons 2000. Auffällig dabei ist, dass diese Mannschaft ausgerechnet aus der größten Metropole des Bundeslandes stammt. In der 2. Bundesliga dagegen spielen fünf Teams (von 14) aus Bayern mit, in der Oberliga sind es zehn (von 19).

Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt es einige Eishockey-Zentren. Diese sind das Rheinland, u.a. mit den Traditionsvereinen Krefeld, Düsseldorf und Köln, und die Region Iserlohn. Vereinzelt gibt es auch im Ruhrgebiet Vereine, die aber weniger erfolgreich sind und waren. So sind hier zum Beispiel die ehemaligen DEL-Clubs Essen und Oberhausen zu nennen.

Ältester Eishockeyclub des Landes ist die Düsseldorfer EG, die Ende 1935 gegründet wurde. In den ersten Nachkriegsjahren waren allerdings die Krefelder Clubs erfolgreicher. Preußen Krefeld konnte folgerichtig in der Saison 1950/51 die erste Meisterschaft für ein NRW-Team feiern. Ein Jahr danach gewann dann Lokalrivale Krefelder EV den Titel. Erst 1967 konnte dann die DEG die bayerische Dominanz durchbrechen. Damit wurde ein langwieriger Führungswechsel im deutschen Eishockey eingeleitet. Denn den Clubs aus Großstädten kam immer mehr Bedeutung zu, so dass Meistermannschaften aus Nordrhein-Westfalen häufiger wurden. 1977 ergänzte der Kölner EC die Liste der NRW-Meister-Clubs. Der KEC und die DEG sollten in den kommenden Jahren der späten 1980er und frühen 1990er Jahre das deutsche Top-Eishockey beherrschen. In dieser Zeit machten beide Clubs die Meisterschaft meist unter sich aus. Die letzte Meisterschaft für ein NRW-Team liegt nun bereits vier Jahre zurück. 2003 wurden die Krefeld Pinguine überraschend erstmals seit 1952 deutscher Meister.

Aktuell ist Nordrhein-Westfalen in der DEL mit fünf Vereinen (Kölner Haie, DEG Metro Stars, Krefeld Pinguine, Iserlohn Roosters und EV Duisburg), in der 2. Bundesliga mit einer Mannschaft und in der Oberliga mit keiner Mannschaft vertreten.

Auch Teile Baden-Württembergs und Hessens haben eine große Eishockey-Tradition.

So kommt mit den Adler Mannheim zum Beispiel der DEL-Rekordmeister aus dieser Region. Nach einem Meistertitel schon 1980 als Mannheimer ERC, folgten in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren vier weitere Titel. Gleichzeitig haben die Adler eine der besten Jugendabteilungen des Landes. Die Jungadler sind schon mehrfach Meister in der Deutschen Nachwuchsliga. In der DNL-Saison 2006/07 riss die Serie in Finale gg. die Kölner Junghaie.

Ein weiterer bedeutender Verein sind die Frankfurt Lions, die nach dem sportlichen Abstieg 2003 nur durch den Lizenzentzug Schwenningens in der Liga blieben und 2004 deutscher Meister wurden.

Der zweite hessische DEL-Verein und Erzrivale der Lions sind die Kassel Huskies. Der 1967 gegründete Club erreichte 1997 noch das DEL-Finale, zwischen 1999 und 2002 unter Hans Zach stets das Halbfinale, doch in den letzten beiden Jahren stiegen sie jeweils sportlich ab, indem sie die Play-down-Serie verloren und stiegen in die 2. Bundesliga ab. 2008 schafften die Kassel Huskies den sportlichen Wiederaufstieg und treten somit in der Saison 2008/09 in der DEL an.

Neben den Mannschaften aus Kassel und Frankfurt hat in Hessen auch Bad Nauheim mit den heutigen Rote Teufel Bad Nauheim eine lange Tradition, während auch aus der Region Diez/Limburg und aus Lauterbach schon Vereine in den höherklassigen Ligen mitspielten.

Seit 2003 nicht mehr in der DEL sind die Schwenninger Wild Wings. 1904 als Schwimm- und Eisclub gegründet feierte der EC Schwenningen schon 1931 erste Erfolge. 1994 stiegen die Wild Wings in die DEL ein, ehe ihnen 2003 die Lizenz entzogen wurde. Seitdem spielt der Verein in der 2. Bundesliga, stand dort im Halbfinale der Play-offs.

Die Wölfe Freiburg waren nur für eine Spielzeit (2003/04) in der DEL. Eine neue Mannschaft gleiches Namens, die erneut aus dem Stammverein EHC Freiburg ausgelagert wurde, nimmt wieder an der 2. Bundesliga teil. Der Verein wurde 1984 als Nachfolger des ERC Freiburg gegründet und nahm wie dieser schon an der höchsten Spielklasse - der Eishockey-Bundesliga - teil.

Erfolgreicher in der 2. Bundesliga ist der SC Bietigheim-Bissingen, der auch in diesem Jahr wieder an den Play-offs teilnahm. In der höchsten Spielklasse spielte der 1989 gegründete SC allerdings noch nie.

Neben dem SC Bietigheim und den Schwenninger Wild Wings ist seit der Saison 2007/08 mit dem EV Ravensburg (EVR Tower Stars) und den Heilbronner Falken ein drittes beziehungsweise viertes Baden-Württembergisches Team in der 2. Bundesliga vertreten.

Vor allem in den ersten Jahren des Bestehens konnten die Roten Teufel Bad Nauheim als VfL Bad Nauheim Erfolge feiern. In den letzten Jahren konnte der einmalige Vizemeister der Eishockey-Bundesliga fast nur noch durch Konkurse und Insolvenzverfahren auf sich aufmerksam machen. Aktuell läuft wieder ein Insolvenzverfahren für die die Saison 2005/06 organisiertende GmbH und der Verein setzt den Spielbetrieb mit der ersten Seniorenmannschaft 2006/07 in der Regionalliga Hessen fort.

Die 2005/06 in der Oberliga spielenden Stuttgart Wizards konnten die massiven Finanzprobleme nicht lösen, wofür anstelle der insolventen GmbH der Stammverein Stuttgarter EC - aktuell mit der ersten Mannschaft in Zusammenarbeit mit dem SC Bietigheim-Bissingen - den Spielbetrieb in der Baden-Württemberg-Liga fortsetzt.

Eishockeyvereine in Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind eher selten und waren in den höchsten Spielklassen - ausgenommen EHC Neuwied - nicht vertreten, was eine Mitursache in den wenigen Eisstadien hat. Weitere bekanntere Standorte sind Trier und Zweibrücken.

Der Eishockeysport in Ostdeutschland außerhalb Berlins konzentrierte sich lange Zeit auf Sachsen. Speziell Weißwasser und Crimmitschau sind traditionelle Spielorte. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde auch in Ostpreußen Eishockey gespielt, besonders hervorzuheben ist Rastenburg.

In Weißwasser wurde der erste Eishockeyclub 1932 gegründet. Eissport Weißwasser, der zwei Jahre nach seiner Gründung dem TSV Weißwasser beitrat, nahm 1937 zum ersten Mal als schlesischer Meister an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil. Dies konnte 1941 und 1942 wiederholt werden. Zu Beginn der 1950er wurden die BSG Ostglas und die BSG Chemie gegründet, die nach ihrer Fusion als SG Dynamo Weißwasser 25mal DDR-Meister wurden. Nach dem Anschluss an die Eishockey-Bundesliga blieben so große Erfolge aus. Heute spielt der Nachfolgeverein der SG Dynamo, die Lausitzer Füchse, in der 2. Bundesliga.

Der ETC Crimmitschau wurde als EHC schon 1920 gegründet und nahm auch mehrmals an der Endrunde der Deutschen Meisterschaft teil. Nachdem die DDR-Oberliga auf zwei Vereine gestrichen wurde, nahm der EHC jährlich an der Bestenermittlung teil. Nach der Wiedervereinigung stieg der ETC erst 2001 wieder in das professionelle Eishockey auf, 2005 erneut in die Oberliga ab und schaffte überraschend den Wiederaufstieg in die 2.Liga. Die Nachwuchsmannschaften spielen größtenteils erfolgreich in der jeweiligen Bundesliga.

Noch erfolgreicher war die SG Frankenhausen aus dem gleichnamigen Crimmitschauer Ortsteil, die 1949 und 1950 „Meister der sowjetisch besetzten Zone“ wurde. Durch Zwangsumzüge nach Zwickau und Karl-Marx-Stadt gab es seit 1960 kein erstklassiges Eishockey mehr in Frankenhausen. Die SG wurde 1994 als Hobbymannschaft neu gegründet.

In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden gibt es erst seit 1990 mit den Dresdner Eislöwen wieder einen Eishockeyverein, der nach einer erfolglosen Saison 2006/07 in der 2.Liga, die mit dem Abstieg endete, wieder in der Oberliga um den Wiederaufstieg in die 2. Liga spielte. Im April 2008 erreichte das Team aus Dresden die Meisterschaft der Oberliga und den Wiederaufstieg in die zweite Spielklasse.

Neben den Dresdner Eislöwen spielen noch die Saale Bulls Halle, die Blue Lions Leipzig und die Piranhas Rostock in der Gruppe Nord der zweigeteilten Oberliga. Daneben spielten noch Mannschaften aus Erfurt wie der - heutige - EHC Thüringen in höherklassigen Ligen. In den anderen Teilen der ehemaligen DDR (außer Ost-Berlin) gab und gibt es kaum bedeutende Eishockeyvereine.

Im Gegensatz zu den meisten Ligen in Nordamerika, wo Eishockey einen deutlich höheren Stellenwert besitzt als in Deutschland, ist der Großteil der deutschen Schiedsrichter Amateure, da eine einheitliche Einführung von Profi-Schiedsrichtern in Europa immer wieder an den höheren Kosten und den im Vergleich zur NHL geringeren Zahl an Spieltagen scheitert. Einzige Ausnahme in Deutschland bildet hier die DEL, die bereits seit ihrer Gründung 1994 mit Petr Chvatal einen Profi-Schiedsrichter beschäftigte. Aktuell beschäftigt die Liga mit Daniel Piechaczek, Frank Awizus und Rick Looker, zugleich dem ersten ausländischen Offiziellen, drei Profischiedsrichter.

Wie international üblich stehen in den höherklassigen deutschen Ligen pro Spiel drei Spiel-Offizielle (ein Hauptschiedsrichter, zwei Linienrichter) auf dem Eis. In unterklassigen Ligen (wie z.B. im Bereich des Bayerischen Eissportverbandes) wird teilweise nur mit zwei Offiziellen gespielt. In diesem Fall haben beide Schiedsrichter die Rechte des Haupt- wie des Linienschiedsrichters.

Organisiert werden die deutschen Schiedsrichter vom DEB-Schiedsrichter-Ausschuss, in dem die einzelnen Ligen und Verbände, so auch die DEL, durch einzelne Beauftragte vertreten sind.

Die Übertragungsrechte von Livespielen im deutschen Fernsehen liegen je nach Wettbewerb bei unterschiedlichen Sendeanstalten und Mediengruppen.

Die Fernsehrechte der DEL liegen bis mindestens 2009 bei dem Bezahlfernsehsender Premiere, der wöchentlich mindestens zwei Partien überträgt. In den Play-offs wird in jeder Runde mindestens ein Spiel, ab dem Halbfinale alle Spiele übertragen. Das Erste, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Das bedeutet gleichzeitig, das keine Ligenspiele live im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden. Außerdem werden einige Spielzusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt.

Die 2.Bundesliga ist seit der Saison 2007/08 mit einem wöchentlichen Magazin auf DSF (Samstags 21.30 Uhr), in der über die Freitagspartien (2-3 Spiele in Ausschnitten) berichtet wird, vertreten.

Internationale Partien hingegen wurden in der Vergangenheit im öffentlich-rechtlichen beziehungsweise privaten Fernsehen übertragen. So teilten sich ARD und ZDF die Übertragung der Eishockey-Weltmeisterschaft 2007 mit dem Privatsender DSF, die Quoten blieben allerdings trotz der guten Leistungen des deutschen Teams eher schwach, sodass eine Fortführung des Eishockey-Angebots im Programm von ARD und ZDF fraglich war. . Im Februar 2008 erklärten schließlich die öffentlich-rechtlichen Sender ihren Rückzug aus der Berichterstattung der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaften, sodass Weltmeisterschaft 2008 wieder ausschließlich vom DSF übertragen wurde, welches sich die Rechte bis 2011 gesichert hat.

Die Olympischen Winterspiele 2010 und damit auch das Eishockeyturnier, werden wie zuletzt 2006 bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen sein, welche die Übertragungsrechte für umgerechnet 614 Millionen Euro erhalten haben.

Verschiedene lokale deutsche Radiosender übertragen die kompletten beziehungsweise Ausschnitte von Spielen der im Sendegebiet beheimateten Teams im Radio oder im Internet-Livestream, so z.B. der baden-württembergische Privatsender Radio Regenbogen die Spiele der Adler Mannheim oder der für Krefeld und den Kreis Viersen zuständige Sender Welle Niederrhein die Spiele der Krefeld Pinguine.

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Eishockey

Eishockey an der McGill-Universität 1884

Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern.

Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die Bezeichnung Hockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“.

Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64 Mitgliedsverbände. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).

Beim Eishockey muss ein Puck, eine flache Hartgummischeibe, mit Schlägern in das gegnerische Tor geschoben oder geschossen werden. Das Spiel ist im Allgemeinen sehr körperbetont. Mittels so genannter Bodychecks ist es möglich, den Gegner seitlich zu verdrängen oder aus dem Weg zu schaffen, um den Puck zu erobern.

Eishockey ist eine sehr schnelle Mannschaftssportart. Der Puck bewegt sich mit bis zu 190 (in der NHL) km/h.

Eishockey ist ein körperbetonter Sport, bei dem es hin und wieder auch zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen den Spielern kommen kann. In der Regel sind diese Auseinandersetzungen schnell unterbunden und enden ohne Verletzungen, jedoch gab und gibt es auch immer wieder Vorfälle, die schwere Verletzungen nach sich zogen.

Eishockey ist vor allem dort sehr verbreitet, wo auch vor Erfindung der Kältemaschine – und der damit verbundenen Möglichkeit, Kunsteisbahnen zu schaffen – genügend Eisflächen für eine regelmäßige Ausübung dieser Sportart vorhanden waren und sind. Ein Betrieb solcher Kunsteisbahnen ist meistens sehr teuer. Allerdings werden mittlerweile kostengünstigere Alternativen aus synthetischem Eis angeboten, die einer herkömmlichen Eisbahn sehr nahe kommen. Somit findet der Eissport nun auch in wärmeren Regionen wie Südafrika eine größere Verbreitung. Weit verbreitet ist Eishockey vor allem in Kanada, Russland (bzw. der ehemaligen Sowjetunion) und den USA, Tschechien und der Slowakei, sowie den nordischen Ländern (vor allem Schweden und Finnland). Einen sehr hohen Stellenwert hat Eishockey auch in der Schweiz und Lettland und gehört dort zu den beliebtesten Sportarten. Die Gesamtsumme der Eishockey-Zuschauer in einer Saison liegt in diesen Ländern weit über derjenigen der Fußball-Zuschauer. Ein traditionsreiches internationales Highlight für Clubmannschaften stellt auch der seit 1923 ausgetragene Spengler Cup dar, der in Davos, im Kanton Graubünden, stattfindet und eine wesentlich längere Geschichte als der Europapokal der Landesmeister aufweisen kann. In Deutschland genießt Eishockey unter den Mannschaftssportarten – nach Fußball und Handball – bis in die unteren Ligen das höchste Zuschauerinteresse. Dies lässt sich vor allem durch die Schnelligkeit und Athletik der Sportart erklären. Bis vor ca. 25 Jahren dominierten meist die Eishockey-Hochburgen im Süden Deutschlands und in Ostdeutschland (Augsburg, Füssen, Rosenheim, Landshut, Garmisch-Partenkirchen, Kaufbeuren, Bad Tölz sowie Bad Nauheim in Mittelhessen und Weißwasser in der DDR) das Geschehen im deutschen Eishockey. Bedingt durch die fortschreitende Kommerzialisierung der Sportart wird das deutsche Eishockey in den letzten Jahren von Teams aus Großstädten (z. B. Köln, Düsseldorf, Mannheim, Berlin, Frankfurt) beherrscht.

Auch wenn das erste echte Eishockey-Spiel erst am 3. März 1875 in Montreal zwischen Dozenten und Studenten der McGill-Universität stattfand, besitzt der Sport mit seinen direkten Vorläufern eine längere Geschichte.

Die älteste Erwähnung stammt aus Dänemark aus dem Jahre 1134. Die Schlittschuhe waren wahrscheinlich aus Knochen. Im 16. Jahrhundert wurde in den Niederlanden ein Spiel entwickelt, welches dem heutigen Eishockey sehr ähnelt und bis heute unter dem Namen Bandy bekannt ist.

Geschichtliche Bedeutung erlangten oftmals die Spiele zwischen der damaligen Sowjetunion und den USA oder Kanada vor allem in der Phase des Kalten Krieges als Ausdruck des Kampfes der Systeme. So wurde auch das Spiel der USA gegen die UdSSR beim Olympischen Eishockeyturnier 1980 zu einer Art „Show-down“ der beiden Weltmächte. Die USA konnte die seinerzeit übermächtige Sowjetunion bezwingen, und das Spiel ging als „Miracle on Ice“ in die Geschichte ein.

Nachdem in der Sowjetunion bis in die 1950er Jahre auf dem Eis vor allem Bandy gespielt wurde, entwickelte sich das sowjetische Eishockey mit einem enormen Tempo.

So gelang es dem sowjetischen Team, bereits bei der ersten Weltmeisterschaftsteilnahme 1954 wie auch bei der ersten Teilnahme am Olympischen Eishockey-Turnier die Goldmedaille zu gewinnen. Die UdSSR schaffte es, mit ihrem Team eine außergewöhnliche Perfektion zu erreichen und machte auch den „Erfindern“ des Eishockeys, den Kanadiern, oft das Leben schwer. Weiterhin gab es zwischen der UdSSR und der ČSSR großartige Spiele, in denen die sowjetische Mannschaft mit herausragenden tschechoslowakischen Spielern konkurrierte. Auch hier wurde – insbesondere nach dem Prager Frühling 1968 – die unterschiedliche politische Gesinnung und die politischen Befindlichkeiten in den Sport getragen.

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR gingen einige der besten Spieler in die National Hockey League (NHL), in der Mannschaften der USA und Kanadas spielen. Die NHL stellt heute die bedeutendste Liga der Welt dar, mit vielen der besten Spieler aus Europa und anderen Teilen der Welt. Bei den alljährlich stattfindenden NHL-Allstar-Spielen zeigt sich, dass viele europäische Spieler heute zu den wichtigsten Leistungsträgern der Liga gehören.

Nach Nordamerika zieht es die Spieler nicht zuletzt, weil dort auch am meisten Geld zu verdienen ist und die nordamerikanischen Clubs mit attraktiven Arenen sowie einem großen Faninteresse aufwarten können.

Das Eishockey für Frauen entwickelte sich aus dem Herreneishockey und unterscheidet sich von diesem in verschiedenen Regelanpassungen. Die wichtigste davon ist, dass bei den Frauen das Drücken gegen die Bande sowie Body-Checks grundsätzlich verboten sind. Diese Regelung wurde nach der ersten Weltmeisterschaft 1990 eingeführt, da es dort zu schweren Verletzungen aufgrund des Aufeinandertreffens von unterschiedlich robust gebauten Frauen gekommen war. Darüber hinaus sind die Frauen – genauso wie alle Nachwuchsspieler – verpflichtet, mit Helmen mit Gesichtsschutz zu spielen.

Das erste olympische Fraueneishockey-Turnier fand 1998 in Nagano statt. Genau wie die Weltmeisterschaften werden diese Wettbewerbe vor allem durch die Mannschaften aus Nordamerika dominiert. Dort gibt es auch ein ausgeprägtes Ligasystem, das dem der Männer gleicht. Populär ist Fraueneishockey auch im nördlichen Europa und in Russland.

Bei den Winterspielen von 2006 in Turin konnte mit Schweden zum ersten Mal eine nichtamerikanische Mannschaft die Silbermedaille in einem internationalen Turnier gewinnen.

Das weltweit geltende Regelwerk wird regelmäßig im Regelbuch der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) herausgegeben. Die aktuelle Version ist bis 2010 gültig. Dieses Regelbuch ist in sechs Abschnitte unterteilt, die die Themen Spielfeld, Teams, Spieler und ihre Ausrüstung, Offizielle und ihre Pflichten, Spielregeln, Strafen und Besondere Regeln beschreiben.

Die NHL gibt ein eigenes Regelbuch heraus, dessen Inhalte zum Teil von den Vorschriften der IIHF abweichen.

Das Spielfeld ist eine rechteckige Eisfläche, die 61 m lang und 30 m breit ist, die Ecken sind abgerundet. Das Spielfeld ist von einer ca. 1,20 m hohen Holz- oder Hartplastikbande umgeben, auf die aus Sicherheitsgründen eine Schutzglasscheibe aufgesetzt und hinter den Toren zusätzlich ein Fangnetz angebracht ist. Anstelle der aufgesetzten Schutzglasscheibe können auch Fangnetze oberhalb der Bande angebracht sein. Die Tore haben eine Höhe von etwa 1,20 m und eine Breite von gut 1,80 m, Pfosten und Latte sind rot gefärbt. Vor dem Tor ist ein halbkreisförmiger Torraum auf das Eis gezeichnet.

Insgesamt gibt es neun Anspiel- oder Bullykreise, neben dem in der Mitte des Feldes jeweils zwei in den Verteidigungszonen. Gegenüber den Spielerbänken befinden sich die Zeitnehmung und die Strafbänke.

In der nordamerikanischen NHL weicht das Spielfeld von den internationalen Vorgaben ab. Es ist hier meist nur 26 m breit und verfügt über eine andere Verteilung der Spielfeldzonen. Somit ist das Spiel in Nordamerika in der Regel schneller und aggressiver als in Europa.

Eine Mannschaft besteht für gewöhnlich aus bis zu 22 Spielern. Während eines Spiels dürfen sich höchstens 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis befinden. In der Regel bestehen diese aus 5 Feld-Spielern und einem Torwart, in besonderen Situationen wird der Torwart aber auch durch einen sechsten Feldspieler ersetzt.

Speziell in Unter- bzw. Überzahlsituationen kann von diesem Schema aber auch abgewichen werden.

In der Regel wird in Linien, Reihen bzw. Blöcken gespielt – das bedeutet, dass Stürmer und Verteidiger möglichst immer mit den gleichen Partnern spielen. Eine Mannschaft sollte vier Verteidigungsreihen (4 mal 2 Spieler = 8 Spieler) und vier Sturmreihen (4 mal 3 Spieler = 12 Spieler) besitzen. Mit zwei Torhütern erreicht man dann die Anzahl von 22 Spielern pro Team.

Ein Team muss einen Kapitän und zwei Assistenten bestimmen. Zur Erkennung tragen sie ein „C“ (Captain) bzw. „A“ (Assistenz-Captain) auf der Brust.

Das Auswechseln von Feldspielern ist nicht nur während Spielunterbrechungen möglich, sondern kann auch „fliegend“ erfolgen.

Um Verletzungen vorzubeugen, ist eine umfassende Schutzausrüstung vorgeschrieben. Da die Torhüter durch auf sie abgefeuerte Schüsse einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, haben sie eine noch umfassendere Schutzausrüstung.

Die Schiedsrichter zählen zu den Offiziellen. Diese sind unterteilt in On-Ice-Offizielle und Off-Ice-Offizielle. Die On-Ice-Offiziellen bestehen grundsätzlich aus einem Schiedsrichter (Referee) und zwei Linienrichtern (Linesmen). In unteren Spielklassen wird das System mit zwei Schiedsrichtern ohne Linienrichter verwendet, in höheren Spielklassen kommt manchmal auch das System mit 2 Schiedsrichtern und 2 Linienrichtern zur Anwendung. Der Schiedsrichter hat die allgemeine Aufsicht über das Spiel sowie die Kontrolle über Spieler und Offizielle. Die Linienrichter haben die Kontrolle über Linienverstöße (Abseits und Icing) und übernehmen die Bullys. Schieds- und Linienrichter haben beim Eishockey einen erheblich größeren Einfluss als beispielsweise beim Fußball. Sie können durch das Aussprechen von Strafzeiten unmittelbar auf das Spielgeschehen einwirken.

Zu den Off-Ice-Offiziellen zählen neben dem Stadionsprecher und dem Spielzeitnehmer ein Punktrichter, ein Video-Torrichter, zwei Strafbankbetreuer sowie zwei Torrichter. In der DEL wird kein Torrichter mehr eingesetzt; der Stand-By-Schiedsrichter übernimmt die Aufgabe des Video-Torrichters.

Weiter wird zwischen Spiel-Offiziellen und Team-Offiziellen unterschieden. Zu den Spiel-Offiziellen zählen neben den Schieds- und Linienrichtern auch der Video-Torrichter, die Torrichter, die Punkterichter und der Stand-By Schiedsrichter. Zu den Team-Offiziellen gehört der Trainerstab der Mannschaften, die Betreuer sowie der Ordnerdienst.

Beim Eishockey gibt es formell keine Eigentore, der Treffer wird dem Spieler der angreifenden Mannschaft zugeschrieben, der den Puck zuletzt berührt hat.

Ein Tor gilt nur, wenn der Puck die Torlinie in vollem Durchmesser überquert und der Schiedsrichter den Puck hinter der Torlinie gesehen hat. Kann nicht mit Sicherheit eine Aussage darüber getroffen werden, ob der Puck tatsächlich die Torlinie in vollem Durchmesser überschritten hat, so ist auf „kein Tor“ zu entscheiden. Sofern das Spiel aufgezeichnet wird, darf der Schiedsrichter den Videobeweis zu Hilfe nehmen.

Es ist zulässig, den Puck mit Hilfe des Schlittschuhs fortzubewegen, sofern man dadurch kein Tor erzielt. Wird der Spieler am Schlittschuh getroffen, ohne dass eine aktive Kickbewegung zu sehen ist, und überquert der Puck in Konsequenz die Torlinie, ist auf reguläres Tor zu entscheiden.

Den Puck mit dem hohen Stock (Stock über Schulter oder über der Latte) zu spielen ist unzulässig – es ist aber erlaubt, den Puck mit der Hand zu stoppen oder wegzuschlagen; außerdem darf man im eigenen Drittel den Puck aus dem Drittel werfen. Handpässe sind verboten.

Wird ein Torhüter durch einen Schuss an der Maske getroffen, wird das Spiel unterbrochen. Kommt es jedoch nach einem Maskentreffer zu einem direkten Nachschuss, welcher zum Tor führt, ist das ein regulärer Treffer.

Behinderung (interference), Beinstellen (tripping), Hoher Stock (high-sticking), Haken (hooking), Spielverzögerung (delaying the game), Stockschlag (slashing), Bandencheck (boarding), Stock-Check (Cross-Check), Check gegen den Kopf (checking to the head), Check von hinten (checking from behind), Ellbogencheck (elbowing), Unsportliches Verhalten (unsportsmanlike conduct), Übertriebene Härte (roughing), Unerlaubter Körperangriff (charging), Halten (Holding), Unkorrekte Ausrüstung (illegal equipment), Unkorrekter Spielerwechsel (to many men), Halten des Stockes (holding the stick), Stockstich (spearing), Kniecheck (kneeing) und Check gegen das Knie (checking to the knee).

Beide Fouls ziehen mehr als eine normale 2-Minuten-Strafe nach sich und werden zusätzlich mit einer persönlichen Disziplinarstrafe verhängt (2+10).

Um die Zuschauer zu schützen und das Spiel flüssiger zu gestalten, wurde eine neue, bei den Spielern und Mannschaften zuerst umstrittene, Regel eingeführt: Verlässt der Puck in direkter Folge eines Schusses aus der Verteidigungszone des schießenden Spielers das Spielfeld über die Scheibe, wird eine kleine Strafe gegen den verfehlenden Spieler wegen Spielverzögerung ausgesprochen. Schießt man den Puck jedoch auf die Spielerbank, so wird, seit der Regeländerung 2007, keine Strafe mehr ausgesprochen.

Die Höhe der Strafe liegt (innerhalb eines gewissen Rahmens) im Ermessen des Schiedsrichters. Sieht der Schiedsrichter ein Foul, zeigt er das durch Heben des Arms an; das Spiel läuft jedoch so lange weiter, bis die zu bestrafende Mannschaft in Puck-Besitz gelangt. In dieser Zeit kann der Torhüter der nicht bestraften Mannschaft das Tor verlassen, um einen 6. Mann auf das Spielfeld zu schicken. Erzielt die gefoulte Mannschaft in dieser Phase ein Tor, ist die Strafe hinfällig.

Eine Spieldauer-Diszipliniarstrafe beziehungsweise Matchstrafe hat den sofortigen Ausschluss des Spielers für den Rest des Spiels zur Folge. Im Spielbericht werden aber nur 20 min (Spieldauer-Disziplinarstrafe), respektive 25 min (Matchstrafe) eingetragen. Eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zieht keine automatische Sperre nach sich. Die zuständige Disziplinarstelle kann aber den Spieler nachträglich für weitere Spiele sperren. Eine Matchstrafe bedeutet, dass der Spieler automatisch „bis auf Weiteres“ gesperrt ist – das heißt für mindestens ein weiteres Spiel. Der Fall wird von der zuständigen Disziplinarstelle beurteilt.

Gelingt der in Überzahl spielenden Mannschaft ein Tor, darf der Spieler (sofern er eine kleine Strafe verbüßt) sofort wieder auf das Eis. Auf große Strafen oder Disziplinarstrafen hat ein Tor keinen Einfluss. Sitzen zwei Spieler auf der Strafbank, darf derjenige, dessen Strafe die geringere Restzeit aufweist, wieder auf das Eis. Eine Ausnahme besteht hier seit der Saison 2006/2007 in der DEL. Bekommt jeweils ein Spieler beider Mannschaften gleichzeitig eine 2-Minuten-Strafe, egalisieren sich die Strafen. Bekommt nun ein weiterer Spieler einer Mannschaft später innerhalb dieser 2 Minuten eine Strafe, wird die später aufgestellte Strafe aufgehoben, sobald ein Tor fällt.

Die Zeitstrafen werden auf der Strafbank abgesessen. Eine Ausnahme bildet der Torhüter: Er geht nie auf die Strafbank, sondern wird bei kleinen Strafen oder der ersten Disziplinarstrafe durch einen Feldspieler vertreten, der zur Zeit des Vergehens auf dem Eis war. Größere Strafen können je nach Liga oder Wettbewerb Spielsperren nach sich ziehen.

Wird gegen beide Mannschaften gleichzeitig eine gleiche Anzahl von Strafen ausgesprochen, so müssen die betreffenden Spieler zwar die Strafe auf der Strafbank absitzen, die beiden Mannschaften bleiben aber im Feld in der gleichen Spielstärke wie vor den Vergehen. Eine Mannschaft kann durch Strafen nie auf weniger als drei Feldspieler reduziert werden. Im Falle der dritten Strafe, die zu einem Mann weniger auf dem Eis führen würde, muss der betreffende Spieler zwar auf die Strafbank, die Strafzeit beginnt jedoch erst zu laufen, nachdem eine Strafzeit eines vorher bestraften Spielers abgelaufen ist (aufgeschobene Strafe).

In den Alterklassen der Kleinst- wie der Kleinschüler (auch genannt Bambini und Kleinschüler) wird von diesen Regeln teilweise abgewichen. Nähere Informationen siehe dazu der Hauptartikel Eishockeyregeln.

Das taktische Denken im Eishockey begann erst in den 50er Jahren. Vordenker auf diesem Gebiet waren die Osteuropäer und Sowjets, die langsam ein Spielsystem etablierten. In der Zeit des Kalten Krieges konnte man strikt zwischen sowjetischem Eishockey, das von Kurzpassspiel bis zur Torchance geprägt war, und einer kanadisch-nordamerikanischen Spielweise mit mehr Körpereinsatz trennen. So strikt sind die Unterschiede heute nicht mehr zu erkennen. Vor der Entwicklung einer Taktik gab es noch keine richtige Trennung der Positionen. Jeder konnte so spielen, wie er wollte. Mit guter Taktik gelang es technisch schwächeren Mannschaften schon oft, gegen talentiertere Teams zu gewinnen.

So gibt es diverse Möglichkeiten, einen Angriff aufzuziehen. Eine beliebte Variante, vor allem in Nordamerika, ist das Dump’n’Chase-Spiel, bei dem der Spielzug mit einem weiten Pass an die Hintertorbande eröffnet wird. Technisch versierte Spieler können durch einen Lauf durch die neutrale Zone zur Torchance gelangen. Daneben gibt es noch verschiedene Passwege, über die der Center einen Außenstürmer erreichen kann. Des Weiteren ist der Konter oder das Break eine beliebte Alternative.

Auch dieses Verhalten ist nicht starr, und man kann diese Abwehrtechniken miteinander kombinieren.

Die höchste Spielklasse in Deutschland ist seit 1994/95 die Deutsche Eishockey-Liga (DEL), die den Beinamen „1. Bundesliga“ trägt, in Österreich ist es die Erste-Bank-Eishockeyliga, in der Schweiz die National League A, in Tschechien die Extraliga.

Im Gegensatz zu anderen Sportarten gibt es in der deutschen Eishockeyliga kein Unentschieden, um rein taktische Spiele zu vermeiden. Bis zur Saison 2005/2006 wurde ein Vorrundenspiel, bei welchem es nach regulärer Spielzeit unentschieden stand, mit einem Penaltyschießen entschieden. Seit der Saison 2006/2007 wird zunächst fünf Minuten 4 gegen 4 gespielt. Zur Saison 2007/08 wurde jedoch für die Playoff-Spiele die Regel eingeführt, dass pro Mannschaft wieder 5 Feldspieler auf dem Eis stehen. In den Play-Offs wird eine Verlängerung gespielt, die sofort endet, wenn eine der beiden Mannschaften ein Tor erzielt. Es gibt kein Penaltyschießen, sondern immer wieder Verlängerungen von jeweils 20 Minuten, bis eine Mannschaft ein Tor erzielt.

Seit der Saison 2006/07 wird in der DEL auch während der Vorrunde eine fünfminütige Verlängerung mit jeweils vier Feldspielern im Sudden-Death-Modus gespielt.

Diese Regel findet in der Schweiz in dieser Saison auch Anwendung.

Die Meisterschaft wird in fast allen Ligen durch ein Play-Off ermittelt, für das sich die besten Mannschaften des Grunddurchganges qualifizieren. In der ersten Runde trifft die nach dem Grunddurchgang am besten platzierte Mannschaft gegen die am schlechtesten platzierte, die zweitbeste auf die zweitschlechteste usw. – die Gewinner spielen dann in der nächsten Runde weiter, bis die zwei letzten Mannschaften feststehen und das Finale austragen. Die Begegnungen werden in der Regel als Serie von Spielen ausgetragen bei denen 4 (Best-of-Seven), 3 (Best-of-Five) oder 2 (Best-of-Three) Siege zum Aufstieg in die nächste Runde erforderlich sind. Steht der Aufsteiger fest, werden die verbleibenden Spiele nicht ausgetragen.

Die wirtschaftliche Bedeutung ist in Europa zwar noch nicht so groß wie in Nordamerika, doch Marketing ist auch in den Top-Ligen Europas wichtiger geworden. In den 60er und 70er Jahren brauchte man eine gute Jugendarbeit, um erfolgreich zu sein, heute ist eine professionelle Struktur nötig. So betrieben die Hamburg Freezers zum Beispiel bis 2005 keine Nachwuchsarbeit, weil sie aber mit der Anschutz-Gruppe einen finanzkräftigen Investor haben, gehörten sie trotzdem zu den Top-Teams der DEL. Seit 2005 starteten die Freezers nun aber auch mit der Nachwuchsarbeit (Freezers Juniors).

Amtierende Meister siehe Hauptartikel Eishockey-Ligen 2007/08.

Im amerikanischen Englisch wird Eishockey generell als Hockey bezeichnet.

Die 1917 gegründete National Hockey League (NHL) gilt als mit Abstand beste Liga der Welt. Spätestens seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist es der Traum eines jeden Eishockeyspielers, in der NHL zu spielen. Der Stanley Cup ist die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt. Amtierender Stanley-Cup-Sieger sind die Detroit Red Wings.

Seit den 40ern wurde aber auch der Unterbau stetig professionalisiert und ausgebaut. So gibt es heute mit der American Hockey League (AHL) eine Elite-Minor League, in der die Top-Farmteams der NHL-Franchises spielen. Darunter gibt es noch die East Coast Hockey League (ECHL), Central Hockey League (CHL), West Coast Hockey League (WCHL) und International Hockey League (IHL). Des Weiteren gibt es professionell arbeitende Nachwuchsligen in Kanada: Western Hockey League (WHL), Ontario Hockey League (OHL) und Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL). Die Minor Leagues übernehmen unter anderem die Jugendarbeit für die NHL-Franchises.

In den 90ern ist die wirtschaftliche Bedeutung des Hockeysports in Nordamerika radikal angestiegen. Die NHL-Franchises zahlten übertrieben hohe Gehälter, so dass einige noch heute hohe Schulden haben. Das zeigte sich auch in der Verhandlung über ein neues NHL Collective Bargaining Agreement zur Saison 2004/05, die in einem Spielerstreik und Lockout endete, so dass die Spielzeit gar nicht ausgetragen wurde. Nach über einem Jahr Verhandlungen wurde eine Gehaltsobergrenze (Salary Cap) beschlossen, die die Liga ausgeglichener und spannender gemacht hat.

Eine Besonderheit im nordamerikanischen Profisport ist der NHL Entry Draft, der auch im Eishockey durchgeführt wird. Beim Draft sichern sich die NHL-Teams die Rechte an talentierten Juniorenspielern. Ein Kuriosum dabei: Der von vielen als bester Spieler aller Zeiten betrachtete Wayne Gretzky ist einer der wenigen seiner Generation, die nicht gedraftet wurden. Die meisten „Draft picks“ spielen erst in der AHL oder einer Juniorenliga, bis sie von ihrem NHL-Team aufgerufen werden.

Eishockey ist in Lateinamerika eine absolute Randsportart. Einen geregelten Spielbetrieb gibt es lediglich in Mexiko, dessen Nationalmannschaft derzeit auch an offiziellen Turnieren des internationalen Eishockeyverbandes IIHF teilnimmt. Des weiteren gibt es Eishockeyverbände in Argentinien, Brasilien, Chile und Ecuador, die sich jedoch meist nur dem Inlinehockey widmen und den Begriff „Eishockey“ nur der Form nach im Namen tragen.

Nichtsdestoweniger gibt es einige Hobbyspieler im Süden von Argentinien und Chile, wo im Winter der südlichen Hemisphäre (ca. Mai bis August) gelegentlich auf zugefrorenen Flüssen oder Seen gespielt werden kann. Das bleibt jedoch die Ausnahme – einerseits, da die zum Eishockey notwendige Ausrüstung relativ teuer (und in Südamerika schwer zu beschaffen) ist, andererseits, weil diese Sportart in den betreffenden Ländern relativ unbekannt ist.

Das erste Profieishockeyspiel auf lateinamerikanischem Boden fand am 23. September 2006 in Puerto Rico statt: Zur Saisoneröffnung der nordamerikanischen Profiliga NHL trafen sich die Teams der Florida Panthers und der New York Rangers im José Miguel Agrelot Coliseum in San Juan.

Für die Eishockeynationalmannschaften existieren verschiedene bedeutende internationale Turniere. Der offiziellen Rangfolge der Internationalen Eishockey-Föderation entsprechend ist hierbei das Olympische Eishockey-Turnier, welches seit 1924 bei den Winterspielen stattfindet, das bedeutendste Turnier für Nationalmannschaften. Darüber hinaus finden seit 1920 offizielle Weltmeisterschaften der IIHF statt, welche vor allem für die europäischen Teams eine große Bedeutung besitzen.

Da die nordamerikanische National Hockey League für die Weltmeisterschaften der Herren ihre Saison normalerweise nicht unterbricht und auch für die Olympischen Spiele bislang nur 1998, 2002 und 2006 eine Pause eingelegt hat, ist das Ansehen dieser Turniere in Kanada und den USA relativ schlecht. Vor allem den Weltmeisterschaften wird dabei vorgehalten, dass bei ihnen nicht die besten Spieler der Welt spielen würden und sie deshalb keinen echten Weltmeister küren könnten. Hinzu kommt, dass bis 1976 nur Amateure an den Weltmeisterschaften teilnehmen durften, so dass z.B. Kanada lange Zeit ihren Amateurmeister zur Weltmeisterschaft schickte. Aus diesem Grund wurde der Meister der kanadischen bzw. nordamerikanischen Profiliga lange Zeit als „World Champion“ tituliert.

Neben dem Olympischen Eishockey-Turnier ist deshalb heute der World Cup of Hockey zum wichtigsten Turnier im Eishockey geworden. Er wird von der NHL in Zusammenarbeit mit der IIHF ausgerichtet und fand bislang 1996 und 2004 statt. Da das Turnier vor Beginn der NHL-Saison stattfindet, können hier die besten Spieler aller Nationen teilnehmen, wodurch die Bedeutung vor allem in Nordamerika deutlich erhöht wird.

Aber es gibt auch internationale Vereinsturniere: Das wohl bekannteste und traditionsreichste Turnier ist der Spengler Cup, der schon seit 1923 jährlich in Davos in der Schweiz ausgetragen wird. Rekordsieger ist der Gastgeber, der HC Davos.

Ein zweiter in Europa wichtiger Vereinswettbewerb ist der IIHF European Champions Cup. Die Landesmeister der nach IIHF-Weltrangliste sechs besten europäischen Eishockeyverbände treffen dabei seit 2005 jährlich aufeinander. Der erste Cup fand im Januar 2005 im russischen Sankt Petersburg statt. Sieger wurde der russische Meister Avangard Omsk. Der European Champions Cup ist Nachfolger der European Hockey League, des wichtigsten Vereins-Wettbewerbs Europas von 1996 bis 2000. Diese war wiederum Nachfolger des Europapokals der Landesmeister, der von 1965 bis 1996 über 30 Jahre lang jährlich stattfand. Die Initiierung eines neuen kontinentalen Klubturniers, dem Champions Hockey League, ist der in der Saison 2008/09 eine erstmals von der IIHF ausgetragene Europapokal-Wettbewerb für Eishockeyklubs.

Verschiedene Spielerinnen und Spieler haben weltweite Bekanntheit erlangt und sind in die internationale oder eine nationale Hockey Hall of Fame aufgenommen worden. Berühmte Spieler der NHL waren z. B. Wayne Gretzky („The Great One“), Mario Lemieux („Super Mario“), Gordie Howe, Bobby Hull, sein Sohn Brett Hull, Mark Messier, Patrick Roy und Steve Yzerman (alle Kanada bzw. USA), sowie Jari Kurri (Finnland). Außergewöhnliche sowjetische Spieler waren u.a. Boris Michailow, Wladimir Petrow, Waleri Charlamow, Wladislaw Tretjak, Wladimir Krutow, Igor Larionow, Sergei Makarow (Letztere drei bildeten zusammen die berühmte KLM-Reihe) sowie Wjatscheslaw Fetisow und Alexei Kasatonow.

Unter den Aktiven genießen Spieler wie die Kanadier Joe Sakic, Brendan Shanahan, Gary Roberts, Sidney Crosby, Joe Nieuwendyk, der Tscheche Jaromír Jágr, die Schweden Mats Sundin, Peter Forsberg und Nicklas Lidström, die Finnen Saku Koivu, Teemu Selänne, der US-Amerikaner Mike Modano und vor allem der Russe Alexander Ovechkin große Popularität.

Bei den Frauen haben vor allem die Kanadierinnen Manon Rheaume und Hayley Wickenheiser weltweiten Ruhm erfahren.

In Deutschland wurde Erich Kühnhackl zum „Eishockeyspieler des Jahrhunderts“ gewählt, bekannt sind auch der ehemalige Bundestrainer Hans Zach sowie Gerd Truntschka, Dieter „Didi“ Hegen und Udo Kießling, welcher auch deutscher Rekordnationalspieler ist.

Mit Uwe Krupp, der bisher als einziger Deutscher den Stanley Cup gewonnen hat und seit 2005 Bundestrainer ist sowie den aktuellen NHL-Profis Marco Sturm, Jochen Hecht, Christoph Schubert und Olaf Kölzig erfreuen sich mittlerweile auch deutsche Eishockeyspieler internationaler Popularität. Weitere deutsche Eishockeyspieler in der NHL sind Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Dennis Seidenberg.

Bekannte Spieler in der Schweiz sind die ehemaligen bzw. aktiven NHL-Torhüter David Aebischer, Martin Gerber und Jonas Hiller. Mit Mark Streit konnte zu Beginn der Saison 2005/2006 erstmals ein Schweizer Feldspieler in der NHL Fuß fassen.

Ein bekannter österreichischer Eishockeyspieler aus den siebziger Jahren ist der mittlerweile in die Politik gewechselte Franz Voves, der insgesamt 75 Spiele für die Österreichische Eishockeynationalmannschaft bestritt. Heutzutage verfügen aktive NHL-Spieler wie Thomas Pöck, Thomas Vanek, Michael Grabner und Andreas Nödl über einen großen Bekanntheitsgrad in Österreich.

Zu den bekanntesten Vereinen weltweit zählen in erster Linie die Klubs aus der National Hockey League. Über die größte Tradition verfügen dabei die „Original Six“ (Boston Bruins, Chicago Blackhawks, Detroit Red Wings, Canadiens de Montreal, New York Rangers, Toronto Maple Leafs) - die Gründungsmitglieder sind, bzw. in den Anfangsjahren in die Liga aufgenommen wurden. Die Mighty Ducks of Anaheim, welche erst Anfang der neunziger Jahre ihr Debüt in der NHL gaben, haben hingegen zuerst durch den Sportfilm The Mighty Ducks, dem sie letztendlich ihren Namen zu verdanken haben, einen gewissen Popularitätsschub erhalten. Inzwischen heißt das Team „Anaheim Ducks“. Neben den nordamerikanischen Eishockeyvereinen zählt auch der mehrfache sowjetische Meister ZSKA Moskau zu den ruhmreichen Eishockeyvereinen. Dieser mit 20 Titeln erfolgreichste Teilnehmer im Europapokal verfügte in den siebziger und achtziger Jahren auch weltweit über eine der spielstärksten Mannschaften. Bei mehreren Spielen gegen verschiedene NHL-Klubs (Super Series), welche allesamt auf nordamerikanischem Boden ausgetragen wurden, hatte der ZSKA zum Abschluss ausnahmslos eine positive Bilanz.

In Deutschland sind vor allem die rheinischen Rivalen DEG Metro Stars (ehemals Düsseldorfer EG) und Kölner Haie (ehemals Kölner EC) bekannt, welche in den 1990ern Jahren mehrere spannende Duelle um den Deutschen Meistertitel austrugen. Weiterhin genießen auch Vereine wie Krefeld Pinguine (Meister 1952, 2003), Frankfurt Lions (Meister 2004), Adler Mannheim (Meister 1980, 1997, 1998, 1999, 2001 und 2007) und Eisbären Berlin (Meister 2005, 2006 und 2008) große Popularität. Vereine wie der EV Füssen (16facher deutscher Meister), der EC Hannover, EC Bad Nauheim, EC Bad Tölz, SB Rosenheim, der EV Landshut, der SC Riessersee (10facher deutscher Meister) oder der BSC Preussen bzw. der Berliner Schlittschuhclub (bis heute Rekordmeister), welche heutzutage sportlich eine eher untergeordnete Rolle spielen, haben vorrangig durch ihre mittlerweile weit zurückliegenden Erfolge noch einen gewissen Bekanntheitsgrad.

Zu den berühmtesten schweizerischen Eishockeyclubs zählen der Rekordmeister HC Davos, der SC Bern mit dem seit Jahren Jahren höchsten europäischen Besucheraufmarsch zwischen 15-16tausend Zuschauern pro Spiel, die ZSC Lions aus Zürich, die Kloten Flyers und der HC Lugano. Daneben gibt es auch kleinere Klubs, welche jedoch in den jeweiligen Regionen einen großen Stellenwert haben, wie zum Beispiel die SCL Tigers aus Langnau, der EV Zug, oder der HC Ambrì-Piotta.

Die wohl bekanntesten österreichischen Eishockeyclubs sind der Rekordmeister EC KAC sowie der Villacher SV, EC Salzburg, VEU Feldkirch und die Vienna Capitals.

In der DDR gewann beim „ewigen Duell“ SC Dynamo Berlin (heute Eisbären Berlin) gegen SG Dynamo Weißwasser (heute Lausitzer Füchse) Weißwasser 25-mal die Meisterschaft und Berlin 15-mal.

Aus dem Eishockeysport hat sich eine Reihe heute eigenständiger Sportarten entwickelt: Zum Einen das Sledge-Eishockey (oder auch Schlitteneishockey genannt), das den Eishockeysport für körperlich beeinträchtigte Sportler ermöglicht, bei welchen die Beweglichkeit der unteren Gliedmaßen eingeschränkt ist, und heute als Sportart im festen Programm der Winter-Paralympics steht. Auch gibt es das Chneblen, wo man ohne Ausrüstung aus Spaß auf dem Eisfeld kleine Turniere macht. Zum Anderen existieren gleich mehrere „Sommer-Eishockey“-Sportarten, wie Inlinehockey (und Inline-Skaterhockey) oder Streethockey, von welchen Inlinehockey und Streethockey über eigene Weltmeisterschaften verfügen, die auch von der Internationalen Eishockey-Föderation durchgeführt oder unterstützt werden. Streethockey wird immer beliebter bei jungen Menschen, weil man es auch außerhalb und ohne viel Ausrüstung spielen kann.

Insbesondere in Skandinavien, der Schweiz und Tschechien ist zudem das eigenständige Unihockey eine sehr populäre Sommer-Variante dieses Sports und wird deshalb auch gelegentlich als Eishockey ohne Eis in der Sporthalle bezeichnet.

Eine weiter verwandte, jedoch in Deutschland noch nicht sehr bekannte Sportart ist Broomball. Die größten Unterschiede im Vergleich zum Eishockey sind, dass man den Sport mit (Spezial-)Schuhen auf dem Eis spielt und anstelle von Eishockeyschlägern und Puck einen „Broom“ sowie einen Ball benutzt.

Auch das Bandy ist mit dem Eishockey verwandt.

Eine spezielle Variante ist Unterwassereishockey.

Eine Zusammenstellung von Bildern findet sich hier.

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Penalty (Eishockey)

Ein Penalty (, engl. „Strafe“ bzw. „Strafstoß“) im Eishockey ist eine Strafe für ein Foul kurz vor einem möglichen Torschuss. Zur Ausführung des Penalty darf ein Hockeyspieler der gefoulten Mannschaft vom Mittelpunkt der Eisfläche weg alleine auf den gegnerischen Tormann zu fahren. Er darf den Puck genau einmal auf das Tor „schießen“. Der Penalty erfüllt eine ähnliche Aufgabe wie der Elfmeter im Fußball, allerdings sind die Erfolgsaussichten aus der Perspektive des Schützen wesentlich geringer. Das Tor ist wesentlich kleiner als das im Fußball und ein großer Teil ist vom Torhüter und dessen Ausrüstung abgedeckt.

Penalties werden im Eishockey nur dann ausgesprochen, wenn ein angreifender Spieler außerhalb der eigenen Verteidigungszone mit dem kontrollierten Puck auf den Tormann zufährt, keinen gegnerischen Verteidiger mehr zu umspielen hat und in dieser „Breaksituation“ von einem gegnerischen Spieler von hinten gehakt oder von hinten ein Bein gestellt wird. Wenn er hierdurch eine aussichtsreiche Möglichkeit verpasst, ein Tor zu erzielen, wird dem schuldlosen Team ein Penalty zugesprochen. Alle anderen Fouls werden mit Zeit-, Disziplinar- und Matchstrafen belegt.

Zusätzlich zur Sanktionierung von Fouls werden Penalties eingesetzt, um ein Eishockeyspiel zu entscheiden, das nach regulärer Spielzeit und evtl. Verlängerung unentschieden steht. Bei diesem Penalty-Schießen (auch Shootout oder Shoot-Out genannt) werden von jeder Mannschaft jeweils 3 Schützen bestimmt, die abwechselnd zum Zuge kommen. Spieler, die noch während der Spielzeit eine Strafzeit erhalten haben, welche über das Ende des Spiels reicht, dürfen am Penalty-Schießen nicht teilnehmen.

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Source : Wikipedia