Eintracht Frankfurt

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Geschrieben von c3po 02/03/2009 @ 10:02

Tags : eintracht frankfurt, 1. bundesliga, fussball, sport

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Eintracht Frankfurt

Vereinswappen von Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt ist der bekannteste Sportverein in Frankfurt am Main. Mit ihrer Fußballabteilung ist die Eintracht einer der großen Traditionsvereine im deutschen Fußball. Die letzte Erfolgsära der Fußballabteilung, die in ihrer Geschichte einige Titel gewann, endete in den 1990er Jahren, seither hatte die Eintracht immer wieder um ihr sportliches und wirtschaftliches Überleben zu kämpfen. Momentan zählt die Eintracht wieder zu den finanziell gesünderen Fußballvereinen der Bundesliga.

Die Eintracht besitzt außerdem 15 weitere Abteilungen für verschiedene Sportarten. Die Vereinsfarben sind rot - schwarz - weiß, das Vereinswappen ist der Frankfurter Adler.

Die Heimspiele der Fußballprofis werden in der Commerzbank-Arena (früher Waldstadion) in Sachsenhausen-Süd ausgetragen, dort befindet sich in der Westtribüne auch die Geschäftsstelle der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Die Trainingseinheiten der ersten Mannschaft finden direkt auf einem Außenfeld vor dem Stadion statt, und nicht mehr wie früher am Riederwald. Der Verein selbst unterhält seine Geschäftsstelle am 1952 eingeweihten Sportplatz am Riederwald im Frankfurter Stadtteil Seckbach, der zurzeit modernisiert wird.

Im Fußball ist der Verein nur für die Jugend- und Amateurmannschaften sowie die Frauenmannschaft zuständig. Die mit großem Abstand bekannteste Eintracht-Mannschaft, die Fußball-Profis, unterstehen der Eintracht Frankfurt Fußball-AG, einem Tochterunternehmen des Vereins.

Das oberste Gremium des Vereins ist das Präsidium. Ihm gehören der Präsident (Peter Fischer) sowie vier für bestimmte Bereiche zuständige Vizepräsidenten an (Fred Moske: Finanzen, Hans-Dieter Burkert: Amateurabteilungen ohne Fußball, Klaus Lötzbeier: Amateurfußball, Axel Hellmann: Rechtliches).

Weitere Führungsgremien sind der Verwaltungsrat, der Wahlausschuss und der Ehrenrat. In einem weiteren Gremium, dem Beirat, sind die Leiter aller Abteilungen vertreten.

Die gewinnorientiert arbeitende Profifußball-Aktiengesellschaft wurde am 1. Juli 2000 gegründet. Sie wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt, dem Heribert Bruchhagen (Vorsitzender), Thomas Pröckl und Klaus Lötzbeier angehören.

Den Vorstand überwacht der Aufsichtsrat, bestehend aus Herbert Becker (Vorsitzender), Achim Vandreike, Hans-Dieter Burkert, Bernd Ehinger, Peter Fischer (Präsident der Eintracht e.V.), Axel Hellmann, Andreas Mechler und Hans Hermann Reschke.

Für die sportlichen Belange ist die sportliche Leitung verantwortlich; ihr gehören Cheftrainer Friedhelm Funkel, Assistenztrainer Armin Reutershahn und Torwarttrainer Andreas Menger sowie die zwei Talent-Scouts (Bernd Hölzenbein und Ralf Weber) an. Der Leiter der Lizenzspielerabteilung ist Rainer Falkenhain.

Am 8. März 1899 wird der „Frankfurter Fußball-Club Victoria von 1899“, eine frühe Abspaltung des ältesten Frankfurter Fußballclubs Germania 1894, als Vorgänger der heutigen Frankfurter Eintracht gegründet, im gleichen Jahr wird der „Frankfurter Fußball-Club Kickers von 1899“ gegründet.

Im ersten Länderspiel einer deutschen Fußballnationalmannschaft - einem Freundschaftsspiel gegen die Schweiz am 5. April 1908 - erzielte der Kickers-Spieler Fritz Becker zwei Tore und trägt damit zum Endstand von 3:5 bei. Ebenfalls 1908 schließt sich der 1. Frankfurter Hockeyclub den Kickers an. Am 13. Mai 1911 kommt es dann zur Fusion der beiden ehemaligen Konkurrenten Victoria und Kickers zum neuen „Frankfurter Fußballverein (Kickers-Victoria) von 1899“.

Auch die Spieler des zusammengeschlossenen Vereins bleiben 1914 vom Ersten Weltkrieg nicht verschont und werden eingezogen. Nach dem Ende des Krieges treffen sich die verbleibenden Spieler zu einer Neuordnung des Vereins und der durch den Krieg zerfallenen Strukturen.

Fast 9 Jahre (April 1920) nach der ersten Zusammenschließung einzelner Vereine zum FFV Kickers-Victoria fusioniert der Verein erneut, diesmal mit der 1861 gegründeten Frankfurter Turngemeinde zur „Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“. Mit diesem Zusammenschluss tritt zum ersten Mal die prägende Bezeichnung „Eintracht“ mit den Frankfurtern in Verbindung. 1927 kommt es jedoch wieder zur Trennung auf Druck des Deutschen Turnverbandes. Die „Turngemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“ und die „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (F.F.V) von 1899“ entstehen neu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die neu-formierte SG Eintracht 1946 Hessenpokalsieger, im Zeichen der zunehmenden Professionalisierung im Deutschen Fußball richtet die Eintracht 1948 eine Vertragsspieler-Abteilung ein. 1954 entsendet Eintracht Frankfurt den Nationalspieler Alfred Pfaff anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz in den Kreis der Nationalmannschaft, welche sich dort mit dem Gewinn des Weltmeistertitels krönt. Im Jahre 1959 erringt die Eintracht mit der Deutschen Meisterschaft den bis dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte und bezwingt den Lokalrivalen Kickers Offenbach im Finale von Berlin mit 5:3.

In den Nachkriegsjahren bis 1959 gewinnt die Tischtennisabteilung der Damen zudem siebenmal den Mannschaftsmeistertitel, und unterstreicht damit die Vielzahl von Sportrichtungen innerhalb des Vereines.

Als erste deutsche Mannschaft erreicht Eintracht Frankfurt 1960 das Finale des Europapokals der Landesmeister, wird im Endspiel in Glasgow allerdings spektakulär von Real Madrid, dem damaligen Maß aller Dinge, mit 3:7 geschlagen. Der Frankfurter Stürmer Erwin Stein, der im Finale einen doppelten Torerfolg zu verbuchen hatte, äußerte sich später: „Mein Gegenspieler José Emilio Santamaria hat mich auf dem Platz fast ausgezogen. Dagegen waren wir nur ein Haufen braver Hessen“. Trotz der sieben Gegentreffer kämpft die Eintracht tapfer und bestreitet ein gutes Finale. Das Spiel wird später mit seinen 10 Treffern zum besten Europapokalfinale aller Zeiten gekürt.

1963 gehört Eintracht Frankfurt zu den Gründungsmitgliedern der aus den Oberligen gegründeten Fußball-Bundesliga. In der ersten Saison wird man Dritter und Vize-Pokalsieger nach einem 0:2 im Pokalendspiel gegen den TSV 1860 München in Stuttgart.

Im Jahr der Weltmeisterschaft in England (1966) stellt die Eintracht mit Jürgen Grabowski und Friedel Lutz zwei Spieler der Nationalmannschaft ab, die Vize-Weltmeister wird.

Wie bereits 1966 und 1970 nimmt Jürgen Grabowski, nun mit seinem Mannschaftskameraden Bernd Hölzenbein, auch an der 1974er WM im eigenen Lande teil. Bernd Hölzenbein spielt im Finale gegen die Niederlande einen Elfmeter heraus, den Paul Breitner vom FC Bayern zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer verwandelt. Deutschland siegt schließlich mit 2:1 und ist somit zum zweiten Mal nach 1954 Weltmeister.

Im Weltmeisterjahr und in dem Jahr darauf (1975) wird die Eintracht zweimal DFB-Pokalsieger. 1974 im Finale gegen den Hamburger SV durch 3:1 n.V. und 1975 durch ein 1:0 gegen den MSV Duisburg. In der Bundesliga reicht es dagegen nur zu Platz 3 (1975) und Platz 4 (1974 und 1977). Zwischen 20. November 1976 und August 1977 bleibt die Mannschaft 21 Bundesligaspiele in Folge unbesiegt.

Am 21. Mai 1980 erringt Eintracht Frankfurt unter Trainer Friedel Rausch den UEFA-Pokal. Gegner im rein deutschen Finale ist Borussia Mönchengladbach, das zwar das Hinspiel mit 3:2 gewinnt, im Rückspiel jedoch nach dem 1:0 durch den kurz zuvor eingewechselten Fred Schaub den im Vorjahr noch gewonnenen Titel nicht verteidigen kann.

Nach Siegen gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:1, 1981) und den VfL Bochum (1:0, 1988) kommt die Eintracht zum dritten und vierten Erfolg im DFB-Pokal.

Wie bereits bei den 1954 und 1974 gewonnenen Weltmeisterschaften stellt die Eintracht auch beim Titelgewinn 1990 einen Nationalspieler: Uwe Bein. Ebenfalls im Aufgebot ist Andreas Möller, der zur Saison 1990/91 zurück zur Eintracht wechselt. Neben dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München ist die Frankfurter Eintracht damit die einzige Mannschaft, die bei allen drei errungenen Weltmeisterschaften mindestens einen Spieler zur Nationalmannschaft abgestellt hat. Ebenfalls 1990 wird der Frankfurter Jørn Andersen als erster ausländischer Spieler Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga.

Das aus Sicht seiner Anhänger wohl tragischste Spiel der Vereinsgeschichte findet 1992 am letzten Spieltag der Saison 1991/92 bei Hansa Rostock statt, das durch einen Sieg noch die theoretische Chance auf den Klassenerhalt besitzt. Die Eintracht verliert mit 1:2 im letzten Spiel der Saison im Ostseestadion, unter anderem, nachdem Schiedsrichter Alfons Berg der Eintracht nach einem Foul im Strafraum an Ralf Weber den berechtigten Elfmeter verweigert. Berg gesteht zwar seinen Fehler später ein, Frankfurt verpasst jedoch die Deutsche Meisterschaft; Meister wird der VfB Stuttgart. Das Eintracht-Team der Saison 1991/92 gilt als die beste Frankfurter Mannschaft aller Zeiten.

In den beiden nachfolgenden Jahren schafft es die Eintracht, bis ins Viertelfinale des UEFA-Cups vorzustoßen, zudem wird Anthony Yeboah als Spieler der Eintracht zweimaliger Bundesliga-Torschützenkönig (1993 und 1994).

Nach den turbulenten Ereignissen der Saison 1994/1995, unter anderem mit der Suspendierung der Spieler Okocha, Yeboah und Gaudino durch Trainer Jupp Heynckes, wird die Saison 95/96 mit Karl-Heinz Körbel im Amt des Trainers begonnen, der Heynckes bereits im April 1995 abgelöst hatte. Die Erwartungen an die Mannschaft sind groß, da mit Markus Schupp, Johnny Ekström und dem wieder aufgenommenen Gaudino scheinbare Verstärkungen verpflichtet wurden. Aber schon vor Saisonbeginn unterliegt Eintracht Frankfurt im Viertelfinale des UI-Cups beim französischen Erstligisten Girondins Bordeaux (unter anderem mit Lizarazu und Zidane) deutlich mit 0:3. Die erste Runde im DFB-Pokal übersteht die Eintracht mit viel Glück (2:1 n.V. in Saarbrücken), nach dem 5. Spieltag belegt sie in der Bundesligatabelle den 5. Platz. Doch dann geht es bergab, obwohl schon im September nachgelegt wird und der Stürmer Ivica Mornar von Hajduk Split kommt. Das Pokalaus kommt bereits in Runde Zwei gegen 1860 München (1:5), die nächsten fünf Ligaspiele bringen nur noch einen Punkt aufs Konto und ein Abrutschen auf den 16. Tabellenplatz. Mit einem 4:1-Sieg gegen Bayern München scheint die Krise überwunden. Bis zum Ende der Hinrunde rappelt sich die in der Abwehr um den im Dezember von den Queens Park Rangers geholten Ned Zelic verstärkte Eintracht auf und belegt Rang 10. Doch der Schein trügt, sportlich läuft nicht mehr viel. Vom 18. bis zum 29. Spieltag können die Adler gerade einmal einen Sieg verbuchen, die erhoffte Trendwende durch einen Trainerwechsel nach der 0:2-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach – auf Charly Körbel folgt mit Dragoslav Stepanović ein alter Bekannter – bleibt aus. Am Ende der Saison stehen 32 Punkte und Tabellenplatz 17 zu Buche – die Eintracht ist erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr erstklassig. Der sportliche Niedergang findet auf Führungsebene sein Äquivalent: Präsident Ohms wird das Vertrauen entzogen, Schatzmeister Erbs legt daraufhin ebenfalls sein Amt nieder. Ebenfalls 1996 nimmt der Frankfurter Torhüter Andreas Köpke an der Europameisterschaft in England teil, welche von der deutschen Mannschaft gewonnen wird.

Im durchwachsenen ersten Zweitligajahr landete die Eintracht auf einem enttäuschenden siebten Platz. Zudem musste die Mannschaft im Pokal eine deutliche 6:1-Niederlage beim Ligakonkurrenten SV Meppen hinnehmen, der vom späteren Eintracht-Trainer Horst Ehrmantraut betreut wurde. In der Saison 97/98 stieg die Eintracht zum nahenden Jubiläum wieder in die erste Bundesliga auf. In einem bis zur letzten Minute spannenden Abstiegskampf schafft es die Eintracht durch ein 5:1 am letzten Spieltag der Saison 1998/99 gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Liga zu verbleiben. Dank eines entscheidenden Tores in der 89. Minute durch den norwegischen Publikumsliebling Jan Åge Fjørtoft rutschen die Frankfurter noch auf den 15. Tabellenplatz, der sich zuvor schon gesichert wähnende 1. FC Nürnberg muss absteigen.

Vor dem Hintergrund des 100-jährigen Vereinsjubiläums im März 1999 gab sich der Verein ein neues Vereinswappen. So löste der leicht veränderte, bereits seit Vereinsgründung verwendete rote „Traditionsadler“ den stilisierten schwarz-weißen Adler ab, den die Eintracht seit 1980 benutzt hatte.

Im Rahmen finanzieller Schwierigkeiten wird die Fußballabteilung der Eintracht ausgegliedert. Bernd Ehinger, damaliger Sprecher des Präsidiums, gründet die Aktiengesellschaft, die nun als „Eintracht Frankfurt Fußball AG“ am Spielbetrieb teilnimmt. Sie ist eine Tochtergesellschaft von „Eintracht Frankfurt e.V.“.

In der Saison 99/00 schaffte die Eintracht den Klassenerhalt trotz vieler neu eingekaufter Spieler erst wieder am letzten Spieltag durch einen 2:1-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten SSV Ulm 1846.

2001 hat die Eintracht weniger Glück als in den beiden Vorjahren, als jeweils an den letzten Spieltagen der Saison der Klassenerhalt gesichert wird, und steigt zum zweiten Mal in die Zweite Liga ab.

Im darauf folgenden Jahr steht die Zukunft der Fußballabteilung der Eintracht mehr als einmal einem ungewissen Schicksal gegenüber; nach dem Ausstieg des Investors Octagon und dem überraschenden Abspringen eines potentiellen Investors in letzter Minute klafft im Etat der neuen Saison ein 8-Millionen-Loch. Nur durch das Zustandekommen eines Sponsorenpools um Gesellschaften im städtischen (Teil-)Besitz (RMV, Fraport, Mainova, Messe Frankfurt) gelingt es unter dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates Volker Sparmann, die fehlenden Millionen aufzutreiben. Durch einen Fehler in den Lizenzunterlagen wird die Lizenz der Eintracht allerdings nicht fristgerecht erteilt. Die sportlich bereits abgestiegene SpVgg Unterhaching legt bei der DFL Beschwerde ein und versucht als 15. der abgelaufenen Zweitliga-Saison durch den aus dem Lizenzentzug resultierenden Zwangsabstieg der Eintracht auf den rettenden 14. Platz zu rutschen. Am 17. Juli 2002 wird die Klage abgewiesen und der Abstieg in die Amateurklassen vermieden.

Wegen der lange ungewissen Ligazugehörigkeit der Eintracht werden zu Beginn der Saison 2002/03 kurzfristig neue Spieler verpflichtet; trotz der vermeintlich schwächeren Spieler gelingt mit dem Trainer Willi Reimann zum zweiten Mal der Aufstieg in die Bundesliga. Am letzten Spieltag schafft es die Eintracht, erneut dank eines einzigen entscheidenden Tores, durch ein in Frankfurt mittlerweile legendäres 6:3 gegen den SSV Reutlingen vor dem 1. FSV Mainz 05 als Drittplatzierter der Saison in die Erstklassigkeit aufzusteigen.

Zu Beginn der Rückrunde der Saison 2003/04 tritt Heribert Bruchhagen das Amt des Vorstandsvorsitzenden an. Der neue Vorstand kann jedoch die von seinen Vorgängern getroffenen Entscheidungen nur noch abmildern. So kommt es in der Winterpause noch zu sinnvollen Transfers, die der Eintracht zwar kurzfristig weiterhelfen, den folgenden Abstieg jedoch nicht mehr verhindern können. Nach nur einem Jahr im Oberhaus steigt die Mannschaft erneut ab, kann sich aber im Folgejahr unter dem Trainer Friedhelm Funkel ohne spektakuläre Transfers und mit einem inzwischen wieder aufgegebenen Konzept (günstige integrationsfähige Spieler, Ausleihgeschäfte junger Talente z.T. aus der Region) neu aufstellen und erneut als Dritter der Saison aufsteigen.

Seit der Saison 2005/06 spielt Eintracht Frankfurt wieder in der 1. Fußball-Bundesliga. Mit jungen Spielern legte die Eintracht in der Saison 2005/06 eine überraschend gute Hinrunde hin und sicherte sich trotz einer etwas schwächeren Rückrunde am 33. Spieltag den Klassenerhalt. Am Ende schloss sie die Saison auf dem 14. Tabellenplatz ab. Am 11. April erreichte sie durch ein 1:0 im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bielefeld das Pokalfinale in Berlin, welches sie am 29. April 2006 mit 0:1 gegen den FC Bayern München verlor. Weil der FC Bayern in der Saison 2006/07 in der Champions League spielte, qualifizierte sich Eintracht Frankfurt dennoch für den UEFA-Pokal.

In der Saison 2006/07 startete die Eintracht gut in die Saison. In den ersten acht Spielen blieb die Eintracht ungeschlagen, wobei sie nur einmal gewinnen konnte. Im UEFA-Pokal konnte die Eintracht zunächst mit einer starken Leistung Brøndby IF bezwingen und in die Gruppenphase des Wettbewerbs einziehen. Dort scheiterte man jedoch nach drei Unentschieden und einer Niederlage an Newcastle United, Celta Vigo, Fenerbahçe Istanbul und dem US Palermo.

Am Ende der Vorrunde lag die Eintracht mit 20 Punkten auf Platz 10. Die Rückrunde war gekennzeichnet von vielen unnötigen Punktverlusten durch viele Gegentore in den letzten Spielminuten. Dadurch rutschte die Eintracht immer weiter in die Abstiegszone. Durch Siege gegen Alemannia Aachen und Werder Bremen (4:0; 2:1) am 32. und 33. Spieltag konnte der Klassenerhalt, wie im Vorjahr, frühzeitig gesichert werden. Am Ende stand die Eintracht mit 40 Punkten auf Platz 14. Zu Hause und Auswärts konnten jeweils 20 Punkte gesammelt werden.

Im Pokal schaltete man die Sportfreunde Siegen, Rot-Weiss Essen, den 1. FC Köln und im Viertelfinale im Mainderby Kickers Offenbach aus. Im Halbfinale scheiterte man am 1. FC Nürnberg mit 0:4.

In der Saison 2007/08 schaltete die SGE im DFB-Pokal-Wettbewerb den 1. FC Union Berlin aus, schied aber in der zweiten Runde bei Borussia Dortmund aus. In der Liga begann die Eintracht stark (nur zwei Niederlagen bis zum zehnten Spieltag), dann allerdings folgte eine deutliche 1:5-Niederlage beim 1. FC Nürnberg. Die Hinrunde wurde schließlich mit 23 Punkten auf dem neunten Rang beendet. In der Rückrunde erreichte die Eintracht ebenfalls 23 Punkte, davon allerdings 19 in den ersten neun Spielen. Am Saisonende lag Eintracht Frankfurt mit 46 Punkten auf dem neunten Platz.

Sämtliche Platzierungen ab der Saison 1920/21 finden sich unter Eintracht Frankfurt/Platzierungen. In der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga belegt die Eintracht Platz 10.

Sämtliche Profispieler seit Einführung der Bundesliga 1963/64 finden sich unter Liste der Spieler von Eintracht Frankfurt.

Kapitän der Mannschaft ist Ioannis Amanatidis, sein Stellvertreter ist Christoph Spycher. Zum Mannschaftsrat gehören außerdem Patrick Ochs, Oka Nikolov, Chris und Markus Pröll.

Die Turnabteilung der Eintracht wurde am 22. Januar 1861 gegründet und ist damit die älteste Abteilung des Vereins, in den sie nach dessen späterer Gründung eingegliedert wurde. Mit ca. 1.700 Mitgliedern, davon rund 700 Kinder und Jugendliche, stellt die Abteilung zugleich den zweitstärksten Sportbereich des Vereins dar. Dabei ist die Abteilung sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport aktiv, angebotene Sportarten sind neben den klassischen Turnsportarten auch Sportarten wie Aerobic, rhythmische Sportgymnastik, Badminton, Volleyball oder Tanzen.

Unter der Verantwortlichkeit des Eintracht Frankfurt e.V. ist die Fußball-Abteilung für die zweite Mannschaft der Frankfurter Eintracht, die Jugendmannschaften, den Frauenfußball sowie für Futsal zuständig.

Die zweite Mannschaft der Frankfurter Eintracht, die U23, spielt derzeit in der Regionalliga Süd und besteht zum größten Teil aus jungen Spielern, die aus der eigenen Jugend aufrücken. Viele Spieler der U23 schafften schon den Sprung in den Profikader.

Die zweite Mannschaft wird derzeit unter dem Namen Eintracht Frankfurt II geführt (ehemals Eintracht Frankfurt Amateure) spielt nach mehreren Jahren in der Fußball-Oberliga Hessen seit Sommer 2008 in der Regionalliga Süd. Daneben nimmt die zweite Mannschaft für die SGE am Hessenpokal teil und hat diesen 1969 an den Main holen können. Zur U23 stoßen zeitweise Spieler aus dem Kader der Bundesligamannschaft, insbesondere, um Spielpraxis zu sammeln.

Die Frauenmannschaft der Eintracht existiert seit der Spielzeit 2004/2005. Sie nahm in der Bezirksliga den Spielbetrieb auf und stieg gleich in ihrer ersten Saison in die Bezirksoberliga auf. Dort verpasste sie sowohl 2005/2006 als auch 2006/2007 den Aufstieg in die Landesliga.

Neben der U 23 organisiert und verantwortet das "Leistungszentrum YOUNGSTER" unter der Leitung von Klaus Lötzbeier und Armin Kraaz in neun weiteren Altersgruppen den Jugend- und Nachwuchsbereich von Eintracht Frankfurt - von der F-Jugend ("Miniadler") bis zur U 19.

Die Futsal-Sparte wurde 2006 und 2007 hessischer Meister 2006 sowie 2006 süddeutscher Meister.

Die Fußballabteilung ist zwar die bekannteste Sparte des Vereins, die Leichtathletik-Abteilung ist jedoch die erfolgreichste.

Neben über 220 Deutschen Meistertiteln in nahezu allen leichtathletischen Disziplinen brachte Eintracht Frankfurt zahlreiche Titelträger und Medaillengewinner bei internationalen Meisterschaften hervor. So gewann z. B. Tilly Fleischer bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin die Speerwurfkonkurrenz der Frauen, nachdem sie 4 Jahre zuvor in Los Angeles die Bronzemedaille in dieser Disziplin gewonnen hatte. Eine solche Medaille gewann auch Heinz Ulzheimer über 800 Metern bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki. Darüber hinaus vertraten Athleten von Eintracht Frankfurt die deutschen Farben bei Welt- und Europameisterschaften. Jüngste Medaillenträgerin ist die Hammerwerferin Kirsten Klose, die bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney die Bronzemedaille in ihrer Disziplin errang. Die deutsche Meisterin im Hammerwurf, Betty Heidler, konnte 2007 bei der WM in Ōsaka den ersten Platz und damit eine Goldmedaille erringen. Die Abteilung tritt als LG Eintracht Frankfurt zusammen mit fünf weiteren Vereinen auf.

Bei der Hockeyabteilung der Eintracht steht die Damenmannschaft im Vordergrund. Diese spielt in der Halle und im Feld in der 1. Bundesliga, während die erste Herrenmannschaft 2005 in der 2. Regionalliga Süd den letzten Platz belegte und abstieg. Die größten Erfolge in der Abteilungsgeschichte erreichten auch die Damenmannschaft mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft auf dem Feld 1991 und in der Halle 1997.

Die 1919 gegründete Boxabteilung trainiert in der Frankfurter Klingerschule bzw. auf dem Trainingsgelände des Riederwaldstadions.

Die Tennisabteilung der Frankfurter Eintracht wurde im Frühjahr 1920 gegründet und spielt heute auf der Tennisanlage am Riederwald auf elf Tennisplätzen sowie in einer drei Plätze umfassenden Tennishalle. Die erste Herrenmannschaft stieg 2006 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Hessenliga auf, die Damen treten in der Verbandsliga an. 1980 und 1987 wurde die Abteilung Deutscher Meister der Senioren, zudem konnten verschiedene nationale Juniorenmeisterschaften gewonnen werden. Abteilungsleiter Tennis ist Ryszard Lempart.

Die seit 1921 bestehende Handballabteilung unterliegt der Leitung von Markus Matthes und trainiert in den Sporthallen der Friedrich-Ebert- sowie der Konrad-Haenisch-Schule. Die erste Herrenmannschaft bildet eine Spielgemeinschaft mit der der TV Seckbach und spielt aktuell in der Bezirksoberliga.

Die Abteilung Rugby besteht seit Sommer 1923. Abteilungsleiter ist Marko Deichmann.

Es gibt Mannschaften im Herren-, Damen- und Jugendbereich, Trainer der Herren und Jugend ist Higgi Volkmann. Die Spielbetreuung liegt in den Händen von Günter „Doktor“ Fooßen. Kapitän der 1. Herrenmannschaft ist der Frankfurter Dirk Bangert. Der Stürmer spielt seit 10 Jahren für die Eintracht. Die Herrenmannschaft spielt zurzeit in der Regionalliga Hessen/Rheinland-Pfalz. Trainer der Damenmannschaft ist Andreas Weidemann. Im Sommer wird auf dem Trainingsgelände der Eintracht in Frankfurt-Niederrad trainiert, im Winter am Riederwald.

Die Tischtennisabteilung der Eintracht ist eine der erfolgreichsten des Vereins. Die Damenmannschaft wurde siebenmal Deutscher Meister, die Herrenmannschaft spielte 15 Jahre in der Bundesliga. Obwohl sie heute nur noch in der Bezirksoberliga spielt, wird sie in der „Ewigen Tabelle“ der Bundesliga nach wie vor auf Platz 8 geführt.

Im November 1924 gründeten Tennisspieler der Eintracht im Wirtschaftskolleg Jaé in der Berger Straße eine Tischtennisabteilung des Vereins, der von Otto Abel geleitet wurde. Tischtennis wurde zunächst als Hobby innerhalb des Vereins gespielt, erst 1927 nahm man erstmals (in Darmstadt) an einem Turnier teil. Trainingsstätte der Eintracht-Spieler wurden Räume in der Helmholtzschule. 1930 richtete die Eintracht sogar ein internationales Turnier aus, das von den damals diesen Sport dominierenden Ungarn gewonnen wurde. Bei der Eintracht spielten erfolgreiche Spieler wie Karl Ziegler, Schimel und Karl Eckardt (der spätere Präsident des Deutscher Tischtennis-Bunds). 1931 kam es aufgrund eines Zerwürfnisses innerhalb des Vereins zum Rücktritt des Abteilungsgründers Otto Abel, auch die Spieler kehrten dem Verein den Rücken.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Spielbetrieb wiederbelebt. In der zerstörten Stadt fanden die diesmal aus den Hockey- und Handballabteilungen stammenden Initiatoren schließlich eine geeignete Spielstätte, die Turnhalle der Comeniusschule. Damit war die Grundlage für einen erfolgreichen Neuanfang gelegt. Diesen Erfolg lieferten vor allem die Damenmannschaften der Eintracht. Das Team um Gustel Cranz wurde 1948 Deutscher Meister. 1952, 1953, 1956, 1957, 1958 und 1959 folgten sechs weitere nationale Meistertitel. Hanne Schlaf und Erna Brell errangen außerdem Deutsche Meistertitel im Einzel. 1957 wurden die Spielerinnen Hanne Schlaf, Hilde Bussmann, Ellen Hennemann, Marianne Blumenstein, Annemie Mann und Christel Bischof von Bundespräsident Theodor Heuss mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung für deutsche Sportler. Bis 1967 konnten sich die Damen in der Oberliga Südwest halten, dann mussten sie die damals höchste Damen-Spielklasse verlassen.

Auch die Herrenmannschaft um Werner Haupt konnte Ende der 50er Jahre zu den Erfolgen ihrer Vereinskameradinnen aufschließen, 1957 scheiterte sie mit einem 8:8 nur durch das schlechtere Satzverhältnis am TTC Mörfelden und wurde nur Vizemeister. Hanne Schlaf und Wolf Berger wurden 1959 Deutsche Meister im Mixed.

Als 1966 Tischtennis-Bundesliga der Herren gegründet wurde, war die Eintracht noch nicht dabei. Sie war zwar in der Oberliga Südwest Vierter geworden und durfte daher an der Bundesliga-Qualifikation teilnehmen, scheiterte dort in ihrer Gruppe aber an TuSA Düsseldorf. Ein Jahr später gelang der Eintracht der Aufstieg in diese höchste Spielklasse. Sie konnte sich schnell in der Bundesliga etablieren und schloss während der 70er Jahre drei Spielzeiten als Dritter ab. Spieler wie Heiner Lammers, Günter Köcher oder der spätere Bundestrainer Klaus Schmittinger gehörten zu den Stützen des Teams.

1980 hatte die Tischtennis-Eintracht, die immer größere Mühe hatte, den steigenden Finanzbedarf des Bundesligabetriebs zu finanzieren, Erfolg mit einer für die damaligen Zeit sehr ungewöhnlichen Anfrage: Der Chinesische Tischtennisverband stimmt einem Wechsel des chinesischen Einzelmeisters von 1975, Wang Jiang Quang, nach Frankfurt zu. Wang war damit der erste chinesische Spieler in der deutschen Bundesliga. Gleichzeitig gelang durch Vermittlung des südkoreanischen Eintracht-Fußballspielers Bum Kun Cha der Wechsel des damals besten Tischtennisspielers des Landes, Park Lee Hee, zur Eintracht.

Die Saison 80/81 verlief sehr erfolgreich, zu Saisonende kürzte der Hauptverein der Abteilung jedoch 25 Prozent ihres Etats. Der Spielbetrieb in der Bundesliga konnte mit Mühe aufrechterhalten werden, am Ende der Folgesaison stand jedoch, nach 15 Jahren Bundesligazugehörigkeit, der Abstieg. Das Team blieb in der 2. Bundesliga, bis es 1991 aus finanziellen Gründen in die 2. Bezirksliga zurückgezogen werden musste.

Die Basketball-Abteilung wurde 1954 gegründet. Von 1967 bis 1969 und in der Saison 1979/1980 spielte man in der Basketball-Bundesliga, 1975 war man Gründungsmitglied der 2. Basketball-Bundesliga. Die Herrenmannschaft spielt derzeit in der Regionalliga Südwest. Die Spiele werden in der Sporthalle der Wöhlerschule (250 Plätze) ausgetragen. Die Damenmannschaft spielt ebenfalls in der Regionalliga. Die Basketball-Abteilung von Eintracht Frankfurt betreibt eine intensive Jugendarbeit. Die männliche U19-Mannschaft ist in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) vertreten.

Die Abteilung Eissport wurde am 9. Dezember 1959 gegründet, zwischen 2002 und 2006 widmete sich die Abteilung ausschließlich dem Eisstockschießen. Seit 2006 findet sich unter dem Dach der Eissport-Abteilung die Curling-Sparte von Eintracht Frankfurt.

Die beiden Damenmannschaften der Eisstock-Sparte spielen in der Bundesliga, die Herren sind mit einer Mannschaft in der Bundesliga sowie mit zwei Mannschaften in der Oberliga vertreten. Die Mannschaften trainieren in der Eissporthalle am Bornheimer Hang.

Die Volleyballabteilung der Eintracht besteht seit 1961. Nach großen Erfolgen der 80er Jahre, in denen Mannschaften der Eintracht in erster und zweiter Bundesliga aktiv waren, wurde es in den 90ern ein wenig ruhiger. In der Saison 2006/ 2007 spielt ein Eintrachtdamenteam erstmals wieder in der dritthöchsten deutschen Spielklasse (Regionalliga-Südwest). Zurzeit sind bei den Adlerträgern vier Damen-, zwei Herren- und zwei Jugendteams aktiv.

Die Fan- und Förderabteilung (FuFA) von Eintracht Frankfurt wurde am 11. Dezember 2000 als 13. Abteilung von Eintracht Frankfurt gegründet. Mit 7.000 der insgesamt 13.000 Mitglieder (Stand: Januar 2008) ist sie die größte Abteilung des Vereins.

Die FuFA organisiert unter anderem Auswärtsfahrten zu Bundesligaspielen der Fußball-Bundesliga-Mannschaft der Eintracht. Außerdem sammelte die FuFA Spenden, um Duplikate der von Eintracht Frankfurt errungenen Trophäen UEFA-Cup und DFB-Pokal sowie der 1959 gewonnenen Meisterschale anfertigen zu lassen.

Die erste Eishockeyabteilung der Eintracht wurde 1959 durch Rudi Gramlich gegründet und trug am 14. Januar 1960 ihr erstes Spiel aus. Die Eishockey-Eintracht spielte vor oftmals geringer Kulisse in der Oberliga. In der Saison 1968/69 gelang der erste Aufstieg in die Bundesliga, zunächst aber nur für ein Jahr.

Nach langen Oberligajahren kehrten nach der Eröffnung und dem Umzug in die neue Eissporthalle am Ratsweg im Dezember 1981 der sportliche Erfolg und das Interesse der Zuschauer zurück: 1982 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1986 sogar der (Wieder-)aufstieg in die 1. Bundesliga. Die Zugehörigkeit zur Eishockey-Bundesliga waren geprägt von wechselndem sportlichen Erfolg und wachsenden Schulden. Nur mit Mühe konnte jeweils die Lizenz für die neue Saison erreicht werden. Unprofessionelles Management, eine teure Mannschaft und fehlende Handlungsfreiheiten der Eintracht Frankfurt Eishockeyabteilung ließen den Schuldenberg auf über 7 Millionen DM anwachsen. Um bei einem möglichen Konkurs der Eishockeyabteilung den Hauptverein nicht zu gefährden, beschloss deswegen der Vorstand des Gesamtvereins im März 1991, die Eishockeyabteilung vom Hauptverein abzutrennen.

Die bisherige Eishockey-Abteilung der Eintracht wurde daraufhin am 5. März 1991 als Frankfurter ESC „Die Löwen“ neu gegründet und zunächst in die Regionalliga zurückgestuft. Der Verein stieg aber sehr rasch wieder in die 1. Bundesliga auf, spielt seit 1994 unter dem Namen Frankfurt Lions in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und gewann 2004 die deutsche Meisterschaft.

Am 1. Juli 2002 wurde wieder eine Eishockeyabteilung in der Eintracht gegründet, nachdem die Spieler des aufgelösten EHC Frankfurt 1988 e.V. zur Eintracht wechselten. Die erste Saison spielte man in der Landesliga Hessen. In der Saison 2003/04 erreichte man unter Spielertrainer Jay McNeill den 6. Platz in der Regionalliga, zog die Mannschaft aber nach der Saison in die Landesliga zurück. In der Saison 2004/05 wurde die Eintracht überlegen Meister der Landesliga und spielte in der Saison 2005/06 wieder in der Regionalliga, in der sie überraschend gut mithalten konnte und knapp den Klassenerhalt feiern konnte. In der Saison 2006/07 konnte man nach einem massiven personellen Umbruch die Klasse nicht mehr halten, in der folgenden Landesliga-Saison 2007/08 gelang aber nach einer unerwartet starken Spielzeit die Rückkehr in die Regionalliga.

Nach zweimonatiger Vorbereitungszeit wurde die Dartabteilung als 15. Abteilung in Abstimmung mit dem Beirat am 1. Juli 2006 gegründet. Der Verein will mit dieser Abteilung sein Angebot im Breiten- und Leistungssport weiter ausbauen.

Die Abteilung wurde 1992 unter dem Dach des PSV Blau-Gelb gegründet und wechselte im Januar 2008 zur Eintracht.

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Liste der Spieler von Eintracht Frankfurt

Logo von Eintracht Frankfurt

Diese Liste beinhaltet alle Fußballspieler, die seit dem 24. August 1963, dem ersten Spieltag in der Geschichte der Fußball-Bundesliga, mindestens einen Pflichtspieleinsatz für die erste Mannschaft von Eintracht Frankfurt im Liga-, Pokal- oder Europapokalbetrieb absolviert haben oder zu diesem Zeitpunkt bereits im Kader standen. Angegeben sind zudem die Einsätze und Tore der jeweiligen Spieler in diesen Wettbewerben, ihre Nationalität, ihre Spielpostion sowie der Zeitraum ihrer Zugehörigkeit im Profikader der Eintracht. Spiele im DFB-Supercup sind unberücksichtigt.

Anmerkungen: Die Liste ist sortierbar: durch Anklicken eines Spaltenkopfes wird die Liste nach dieser Spalte sortiert, zweimalige Anklicken kehrt die Sortierung um. Durch das Anklicken zweier Spalten hintereinander lässt sich jede gewünschte Kombination erzielen.

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Eintracht Frankfurt/Platzierungen

Choreographie der Fans von Eintracht Frankfurt auf der Westkurve der Commerzbank-Arena

Diese Auflistung enthält alle Platzierungen von Eintracht Frankfurt seit der Saison 1920/21 sowie die Zuschauerzahlen seit Einführung der Bundesliga 1964/64.

Seit der Gründung der Fußball-Bundesliga zur Saison 1963/64 trägt die Fußballmannschaft von Eintracht Frankfurt ihre Bundesligaheimspiele im Waldstadion aus.

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LG Eintracht Frankfurt

Die LG Eintracht Frankfurt ist eine Leichtathletikgemeinschaft, bestehend aus den Vereinen der "alten" LG Frankfurt (TSG Nordwest, TG Sachsenhausen, TSG Fechenheim, FSV Frankfurt und LC Main Taunus) und der Leichtathletik-Abteilung von Eintracht Frankfurt. Seit 2007 ist auch der TSV Bonames Mitglied in der LG Eintracht.

Prominenteste "Ehemalige" sind der 800-Meter-Olympiasieger von 2000 Nils Schumann, der von 2005 bis 2007 einen Startpass für die LG Eintracht Frankfurt besaß und Tim Lobinger, der im Jahr 2002 für die LGEF startete.

Die aktuell bekanntesten und erfolgreichsten Athleten sind Betty Heidler (Platz vier bei den Olympischen Spielen in Athen 2004, Weltmeisterin 2007 in Osaka im Hammerwerfen) und Ariane Friedrich, Teilnehmerin an den Olympischen Spielen in Peking.

An den Leichtathletik-Europameisterschaften 2006 in Göteborg/SWE nahmen 6 Athletinnen und Athleten der LG Eintracht Frankfurt teil: Bei den Frauen Betty Heidler und Kathrin Klaas, die im Hammerwurf die Plätze 5 und 6 belegten, sowie Korinna Fink die mit der 4x 400m Staffel Fünfte wurde. Bei den Männern startete Kamghe Gaba über 400m und auch in der 4x 400m Staffel. Sebastian Gatzka war zwar auch für die 4x 400m Staffel nominiert worden, lief aber nur im Einzelrennen über 400m. Pascal Behrenbruch wurde mit persönlicher Bestleistung im Zehnkampf überraschend Fünfter.

Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2007 in Osaka war die LG Eintracht Frankfurt mit drei Sportlern vertreten. Betty Heidler holte Gold im Hammerwerfen. Kathrin Klaas schied in der Hammer-Qualifikation aus, Kamghe Gaba startete in der 4 x 400-Meter-Staffel.

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SV Darmstadt 98

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Der SV Darmstadt 98 ist der bekannteste Sportverein in Darmstadt. Die Farben des Vereins sind blau-weiß. Neben Fußball werden noch zahlreiche andere Sportarten angeboten.

Die Fußball-Abteilung trägt ihre Heimspiele im Stadion am Böllenfalltor aus. Sie wurde in der Saison 2007/08 Meister der Oberliga Hessen und spielt 2008/09 in der Regionalliga Süd. Trainer ist seit dem 6. Oktober 2006 Gerhard Kleppinger.

Das mit dem 22. Mai 1898 notierte Gründungsdatum entspricht dem des FK Olympia 1898 Darmstadt, welcher von Professor Ensgraber, seinen fünf Söhnen Fitz, Bernhard, Karl, Wilhelm und Ernst sowie anderen Schülern, hauptsächlich Gymnasiasten, die sich mit den Ensgrabern gelegentlich zum Fußballspielen auf dem Schlossgartenplatz trafen, gegründet wurde. Somit zählt der SV 98 zu den ältesten Vereinen in der deutschen Fußball-Landschaft und ist außerdem der älteste der großen Traditionsvereine im Rhein-Main-Gebiet. Durch die Einberufung zahlreicher Spieler in die Reichswehr während des Ersten Weltkrieges entstanden Spielgemeinschaften, so genannte Kriegsmannschaften, welche aus einer Fusion mit dem Stadtkonkurrenten SC Darmstadt 05 hervorgingen und damit den Fußballbetrieb in Darmstadt aufrecht erhielten. Am 11. November 1919 wurde die Vereinigung offiziell. Der SV Darmstadt 1898 war entstanden.

Anfang der Fünfziger-Jahre stellten sich die ersten sportlichen Erfolge ein. Im Jahr 1950 besiegte der SV Darmstadt 98 vor 12.000 Zuschauern im Hochschulstadion, welches heute zur Technischen Universität Darmstadt gehört, Viktoria Aschaffenburg mit 3:2 und qualifizierte sich damit für die Relegationsrunde um den Aufstieg in die Oberliga Süd, der damals höchsten deutschen Spielklasse. Mit fünf Siegen aus sechs Spielen meisterten die Lilien ihre Aufgaben gegen den 1. FC Bamberg, Union Böckingen und den 1. FC Pforzheim bravourös und lösten ein in Darmstadt noch nie dagewesenes Fußballfieber aus. Seit 1965 gehörte der SV Darmstadt 98 kontinuierlich dem erweiterten Kreis des bezahlten Fußballs an.

Am 28. Mai 1978 feierte der SV 98 seinen bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte: durch einen 2:0-Sieg gegen den Topfavoriten 1. FC Nürnberg vor 26.000 Zuschauern am Böllenfalltor und ein 6:1 gegen den FK Pirmasens reichte den Lilien ein 2:2 gegen die Stuttgarter Kickers, um in die 1. Fußball-Bundesliga aufzusteigen. Die Meisterschaftsfeier legte die Darmstädter Innenstadt lahm und das Siegerteam wurde am Luisencenter von Oberbürgermeister Heinz-Winfried Sabais (SPD) in Empfang genommen. In dieser Zeit prägten Stars wie Walter Bechtold und Manfred Drexler das Gesicht des SV 98. Außerdem entstand ein weiteres Markenzeichen für den Verein, welches bis heute nationale Bekanntheit genießt: die Feierabendfußballer. Den Aufstieg in die erste Bundesliga brachte nämlich Lothar Buchmann unter den Bedingungen des sogenannten "Darmstädter Modells" zustande: Da die meisten Spieler des SV 98 einer hauptberuflichen Tätigkeit nachgingen und keine Vollprofis waren, konnte lediglich nach Feierabend trainiert werden. In der Presse entstand deshalb der Begriff der Feierabendfußballer vom Böllenfalltor. Trotz einer soliden Leistung und Siegen gegen Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, VfL Bochum und Eintracht Frankfurt stieg der Verein nur ein Jahr später wieder in die Zweitklassigkeit ab. Zwar wurde die Operation Wiederaufstieg 1981 erfolgreich umgesetzt, doch in diesem Jahr war die Liga für die Lilien entschieden zu stark und somit verabschiedete sich der Sportverein vorläufig zum letztem Mal vom deutschem Fußball-Oberhaus. Es folgten turbulente Zweitligajahre. Nach anfänglichen Favoritenansprüchen versank der Verein in eine Krise und musste 1985 auf Tabellenplatz 15 gar um den Klassenerhalt bangen. Doch diese Krise legte sich und so wurden neuerliche Aufstiege nur um Haaresbreite verpasst: 1987 wurde der SV Darmstadt 98 mit zwei Punkten Rückstand auf den FC St. Pauli Vierter, ein Jahr später scheiterte er in der Relegation am SV Waldhof Mannheim erst im Elfmeterschießen mit 5:4. Dieses Jahr wurde den Lilien zum Verhängnis: Der Verein stieg nach zahlreichen erfolglosen Spielzeiten 1993 als Letzter in die Regionalliga Süd ab.

Nach dem Zweitligaabstieg musste der Verein komplett neu aufgebaut werden, und so spielte der abgestiegene Sportverein erneut gegen den Abstieg, diesmal in der Südstaffel der damals noch viergleisigen Regionalliga. Zwar hielten sich die Lilien mal mehr, mal weniger knapp drittklassig, 1998 aber stiegen sie nach einer 0:2-Niederlage gegen den direkten Kontrahenten SC Weismain am vorletztem Spieltag ab. Eine Woche später besiegelte der SC Neukirchen durch einen 3:0-Sieg bei den Amateuren des Karlsruher SC den ersten Abstieg der Darmstädter nach dem Zweiten Weltkrieg in die Viertklassigkeit.

Dieser Schock wirkte zunächst heilsam. Nach wesentlichen Änderungen im Vereins- und Vorstandssystem schaffte der SV 98 unter Slavko Petrovic den direkten Wiederaufstieg. Durch die Veränderung des drittklassigen Ligasystems von vier in zwei Unterteilungen musste der Aufsteiger gleich unter die elf besten Mannschaften kommen. Nach einem Jahr Abstiegskampf meisterten die Lilien die Qualifikation mit einem neunten Rang. Die Hoffnung für den Sportverein bestätigte sich zunächst und so zählten die Darmstädter ein Jahr später gar zu den Favoriten um den Zweitligaaufstieg. Dieser Traum wurde ihnen aber vom hochgelobten Trainer Michael Feichtenbeiner nicht erfüllt. Das folgende Jahr 2001/2002 wurde der Ursprung einer weiteren sportlichen Krise. Der Anwärter auf die ersten beiden Plätze belegte nur den 14. Platz. Unter dem neuen Trainer Hans-Werner Moser verschlimmerte sich die Situation weiter und so stieg der Verein nach vier Drittliga-Jahren mit Höhen und Tiefen erneut in die Oberliga Hessen ab – nachdem er bis zum 13. Spieltag noch auf den Aufstieg in die Zweite Liga hoffen durfte.

Mit dem Anspruch des direkten Wiederaufstiegs ging der SV Darmstadt 98 in die Saison 2003/2004, welche eine der eindrucksvollsten der vergangenen Jahre werden sollte. Unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia schafften die Lilien mit 88 von 102 Punkten, der bislang höchsten Ausbeute in der Ligageschichte, ihr Saisonziel. In einem denkwürdigen Duell gegen den KSV Hessen Kassel setzten sich die Darmstädter mit vier Punkten Vorsprung durch. Das folgende Jahr verlief ähnlich erfolgreich: Mit dem Ziel Klassenerhalt gestartet, erreichten die Lilien sofort Rang fünf und durften sich sogar zwischenzeitig und völlig unerwartet Hoffnungen auf die Zweite Liga machen. In der Saison 2005/2006 schließlich nahm sich der Verein erneut vor, die Rückkehr in den Profifußball zu schaffen. Damit endete aber vorerst der Höhenflug der 98er. Nach einem holprigen Start begann der Vorstand an dem Erreichen des vorgegebenen Saisonziels zu zweifeln, was Trainer Labbadia zum Rücktritt im Jahre 2006 veranlasste. Der Rückzug des Trainers änderte nichts an der Leistung der Mannschaft und so belegten die Lilien auch in dieser Saison einen diesmal für die Fans enttäuschenden 5. Platz.

Danach entschied sich der Vorstand für einen kompletten Neuanfang im sportlichen Bereich. Vom gesamten Kader wurden nur fünf Spieler gehalten. Als Trainer wurde Gino Lettieri verpflichtet, dessen Aufgabe es war, aus den wenigen finanziellen Möglichkeiten eine komplett neue Mannschaft zu bilden, welche schließlich zu einem großen Teil aus Führungsspielern seines ehemaligem Clubs SpVgg Bayreuth bestand, dem aus Finanzgründen die Lizenz für die Regionalliga verweigert wurde. Nach der Vorgabe, oben mitzuspielen, wurde Lettieri nach nur zehn Spieltagen beurlaubt, da der Sportverein mit 9 von 30 möglichen Punkten auf einen Abstiegsplatz stand. Seine Nachfolge trat am 6. Oktober 2006 Gerhard Kleppinger an. Doch auch unter dem neuen Trainer besserte sich die Lage nicht. Am letzten Spieltag besiegelten die Amateure des FC Bayern München durch einen 2:0-Sieg gegen die Lilien den erneuten Abstieg in die Viertklassigkeit.

Das hatte Folgen. Schon im Vorfeld machten mehrere Anhänger des Vereins ihren Ärger auf Heimspielen Luft, indem sie sich vor dem VIP-Raum versammelten und lautstark den Rücktritt des Vorstands samt des Beraters Uwe Wiesinger forderten. Bereits unmittelbar nach Ankunft des Mannschaftsbusses aus München jedoch verbarrikadierten Hooligans den Weg und warfen mit Steinen und Flaschen auf das Fahrzeug, verletzt wurde niemand. Es folgten friedliche Proteste seitens der Fans, die am 9. Juni 2007 Präsident Karl-Heinz Wandrey zum sofortigen Rücktritt veranlassten. Auch sein 1. Stellvertreter Karl-Heinz Hahn stellte sein Amt zur Verfügung. Auch von sportlicher Seite her gab es nur ein Jahr nach dem letztem Umbruch einen weiteren Neuanfang. Nur vier Spieler blieben dem SV 98 erhalten, darunter die beiden Torhüter Bastian Becker und Joerg Staniczek. Da die meisten anderen Spieler keinen Vertrag für die Oberliga hatten, nahm die sportliche Leitung fast ausschließlich Jugend-, U23- und ablösefreie Spieler unter Vertrag. Mit der neu zusammgesetzten und verjüngten Mannschaft wurde der Aufstieg in die Regionalliga Süd geschafft, was aber aufgrund der Ligareform des DFB einen Verbleib in der vierten Liga bedeutete.

Die Präsidentenfrage war jedoch noch ungeklärt. Eine ordentliche Mitgliederversammlung sollte am 20. August 2007 die fehlenden Vorstandsposten besetzen. Diese wurde aus nicht genannten Gründen auf den 19. September verschoben. Nach großen Bemühungen von Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) in Kooperation mit dem Wella-Vorstandssprecher Alfred Krämer kündigte am 13. September 2007 ein fünfköpfiges Team die Kandidatur an, welches von allen 279 Mitgliedern einstimmig gewählt wurde. Der Unternehmensberater Hans Kessler wurde neuer Präsident des Vereins, ihm zur Seite standen seine Stellvertreter Dr. Helmut Zeitträger, ehemaliger kaufmännischer Direktor der GSI, sowie Klaus Rüdiger Fritsch. Präsidiumsmitglied für Finanzen wurde der Vorstandsvorsitzende der HSE Albert Filbert. Wolfgang Arnold blieb für die Amateurabteilungen verantwortlich. Dieser Vorstand wurde durch ein Kompetenzteam unterstützt, welches Goetz Eilers und Jürgen Pforr beinhaltet. Der Vertrag mit den in den letzten Jahren umstrittenen Präsidiumsberater Uwe Wiesinger wurde aufgelöst. Kessler kündigte eine engere Zusammenheit mit den Fans sowie die Analyse der Vereinsstruktur, die Infrastruktur des Stadions und wirtschaftliche Transparenz an.

Am 5. März 2008 gab das Präsidium bekannt, wegen "finanzieller Belastungen" in Millionenhöhe ein Insolvenzverfahren einleiten zu müssen. Diese setzten sich zusammen aus nicht abgeführter Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen. Bereits einen Tag später spendete der Vorstand des KSV Hessen Kassel dem SV Darmstadt 98 eine Summe von 10.000 € und wird versprach ein Benefizspiel, dessen Erlös dem SV Darmstadt 98 zukäme. Bayer 04 Leverkusen sagte ebenfalls ein Benefizspiel bei den Lilien zu. Der FSV Frankfurt, der SV Wehen Wiesbaden und die Kickers Offenbach kündigten an zusammen mit dem SV Darmstadt 98 einen Hessen-Cup am Böllenfalltor auszutragen. Der Fanverein Darmstadt 98 startete eine große Spendenaktion zur Rettung der Lilien, an der sich viele Fans und einige Firmen beteiligten. Auch durch Theateraufführungen, Musiknächte, Soli-Konzerte, Kunstausstellungen etc. zugunsten der Lilien und vom Fanverein organisierter eBay-Versteigerungen konnte viel Geld eingenommen werden.

Am 18. April 2008 gelang dem SV98 nach 14 ungeschlagenen Spielen in Folge der sportliche Aufstieg in die neue, dreigleisige Regionalliga. Damit stand der SV Darmstadt 98 als erster Aufsteiger von insgesamt 158 Oberligisten fest. Am 10. Mai sicherten sich die Lilien zusätzlich die dritte Hessenmeisterschaft in zehn Jahren. Wichtigstes Ziel innerhalb der nächsten zwei bis vier Jahre ist das Erreichen der 3. Liga und damit die Rückkehr in den Profifußball und die Sicherung der sportlichen Erfolge der Amateurabteilungen.

Am 13. Mai trug der Deutsche Meister FC Bayern München mit einem Benefizspiel maßgeblich zu einer möglichen Rettung bei. Vor 19.800 Zuschauern im ausverkauften Böllenfalltorstadion bezwang der Gast die Lilien mit 5:11. Dies half dem angeschlagenen Sportverein sowohl finanziell, als auch moralisch. Denn einerseits konnten Einnahmen in geschätzter Höhe von 200.000 € verbucht werden, anderseits machten die regionale Werbung und die Liveübertragung des Hessischen Rundfunks mehr Menschen auf die Situation des SV Darmstadt 98 aufmerksam.

Am 19. Mai kündigten die Erben des Haarpflegeunternehmens Wella, Familie Ströher, an, als Investor den zu deckenden Bedarf zur Abwendung des Insolvenzverfahrens zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug forderten sie den Verzicht der anderen Gläubiger auf ihren Anteil, sowie die Einstellung des strafrechtlichen Verfahrens an das ehemalige Präsidium seitens der Staatsanwaltschaft. Zwei Tage später präsentierte die Vereinsführung auf einer Pressekonferenz die Software AG als neuen Hauptsponsor in der neuen Vierten Liga. Somit wurden die Auflagen des DFB im Lizenzierungsverfahren um die Regionalliga Süd erfüllt.

Am 28. Mai feierte der SV Darmstadt 98 durch einen 2:0 Sieg gegen Viktoria Aschaffenburg vor heimischer Kulisse den dritten Hessenpokal-Sieg in Folge und sicherte sich somit den Einzug in den DFB-Pokal. Am Ende der Halbzeitpause bedankten sich Präsident Kessler und Oberbürgermeister Hoffmann bei den Fans für ihr "enormes Engagement". Außerdem erklärte Kessler die Einreichung der Unterlagen beim DFB. "Das hat der Verein, das haben die Fans, das hat die Region aus eigener Kraft geschafft, das haben die Werbepartner, alte und neue, geschafft und das ist eine tolle Leistung", so Kessler. Die Vereinsführung betonte aber weiter, dass die "Ziellinie noch nicht überschritten" sei und somit noch weitere Schritte zur Abwendung eines Insolvenzverfahren folgen müssten.

Uwe Ebert (Helmut Gass) – Uwe Stephan, Horst Fetick, Rolf Hahl, Karlheinz Bauer (Georg Weber, Matthias Ringhof) – Jürgen Rohweder, Wolfgang Solz, Dieter Kraft (Wolfgang Schütze, Hans Schnepper, Dieter Stangel) – Helmut Koch, Manfred Diehl, Klaus Hahn (Kurt Schmidt). Peter Gimpel.

Uwe Ebert (Erich Thorn) – Gerd Deutsch, Edwin Westenberger, Walter Bechtold, Willi Wagner (Manfred Wirth, Rolf Hahl, Hartwig Droste) – Herbert Dörenberg, Dieter Ungewitter, Hans Lindemann (Volker Rapp, Manfred Mattes) – Joachim Weber, Rudi Koch, Bernhard Metz (Jochen Schmaltz, Erich Schmiedl, Kurt Schmidt).

Dieter Rudolf (Frank Berlepp) – Uwe Beginski, Edwin Westenberger, Willi Wagner, Andreas Karow (Günter Menges, Günter Reinhardt) – Willi Weiß, Oliver Posniak, Rudi Collet (Uwe Hahn, Glenn Jordens) – Detlev Bruckhoff, Peter Cestonaro, Horst Neumann (Rainer Korlatzki, Willi Bernecker, Dieter Pötschke, Roland Best).

Michael Anicic, einst als großes Talent u.a. bei Eintracht Frankfurt gehandelt, schlug selbst Angebote vom FC Bayern München und Werder Bremen aus und wechselte somit erst nach seinen größten Erfolgen nach Darmstadt, wo er 2004 am direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga Süd beteiligt war. Von 2005 bis Februar 2006 spielte er als Kapitän am Böllenfalltor. Ein drittes Mal verpflichtete er sich ab Juli 2007 bei den 98ern. Im August 2008 beendete eine Aufhebungsvereinbarung das Vertragsverhältnis. Über Inhalte wurde gegenseitiges Stillschweigen vereinbart.

Der bis heute hoch verehrte Libero Walter Bechtold wechselte 1972 von Kickers Offenbach in die Regionalligamannschaft des SV Darmstadt 98 und führte die Lilien 1978 in die 1. Fußball-Bundesliga. Er hatte als Kapitän maßgeblichen Anteil am größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Der Südkoreaner Bum Kum Cha absolvierte beim 3:1-Sieg am 30. Dezember 1978 gegen den VfL Bochum sein einziges Spiel für die Lilien. Nach seinem mysteriösem Verschwinden, welches durch den Wehrdienst in seinem Heimatland zu erklären war, wechselte er zu Eintracht Frankfurt. Der Nationalspieler feierte mit den Adlern 1981 den DFB-Pokalsieg und wurde zweimal UEFA-Cup-Sieger (1980 mit Eintracht Frankfurt sowie 1988 mit Bayer 04 Leverkusen).

Seine größten Erfolge feierte Peter Cestonaro in Darmstadt. Der Goalgetter erlebte sowohl den Bundesligaauf- als auch den -abstieg. 1977/78 hatte er mit 25 Treffern (2. Platz in der Torschützenliste) maßgeblichen Anteil an der Meisterschaft. In der Bundesliga-Saison 1981/82 erzielte er sensationelle 16 Tore, konnte aber damit den Abstieg nicht verhindern. Nach Differenzen mit Trainer Krafft verließ er die Lilien im Januar 1983 für die letzten dreieinhalb Jahre seiner Karriere zum KSV Hessen Kassel.

Der Allrounder Manfred Drexler kam 1973 vom 1. FC Nürnberg und war mit 21 Toren zweitbester Schütze der Aufstiegself von 1977/78. Er spielte fünf Jahre lang am Böllenfalltor zunächst als Mittelstürmer für den verletzten Rudi Koch, später als Mittelfeldmotor, bevor er nach dem Abstieg 1979 zum FC Schalke 04 wechselte. 1984 musste er verletzungsbedingt seine Karriere beenden.

Kurt Eigl absolvierte eine Saison bei den Lilien, die Abstiegssaison 1978/1979. Zuvor wurde er mit dem Hamburger SV einmal Europapokalsieger der Pokalsieger, einmal DFB-Pokalsieger und zweimal Deutscher Vizemeister. 1979 verließ er den Verein in Richtung Bayer 04 Leverkusen.

Ursprünglich ein "Waldhof-Bub", kam Karl-Heinz Emig 1984 von Hertha BSC ans Böllenfalltor. Zunächst als offensiver Mittelfeldspieler eingesetzt, wurde er 1986 zum Libero umfunktioniert und entwickelte sich auf dieser Position zum Kopf der Mannschaft. Sein Engagement beim SV98 endete 1988 tragisch durch einen verschossenen Elfmeter beim Relegationsspiel gegen den SV Waldhof, durch den die Lilien die Rückkehr in die 1. Bundesliga verpassten. Danach wechselte Emig zum 1. FC Kaiserslautern. Später spielte er noch für die SpVgg Unterhaching und den VfL Wolfsburg.

Der Chinese Guangming Gu gilt auch als eine Legende. In fünf Jahren am Böllenfalltor machte sich der Stürmer, der anfangs noch im Mittelfeld spielte, vor allem durch Torvorlagen einen Namen.

Als Nachfolger von Dieter Rudolf hütete Wilhelm Huxhorn (vormals Germania Pfungstadt) das Darmstädter Tor. Sein Markenzeichen waren seine weiten Abschläge, die einmal sogar zu einem direkten Treffer führten (siehe Kurioses).

Das Nachwuchstalent Ivo Ilicevic wurde in Darmstadt entdeckt. Nach seiner Zeit als A-Jugendspieler fand er schnell in der Regionalligamannschaft einen Stammplatz. Umworben von zahlreichen Profimannschaften, entschied er sich 2006 für einen Wechsel zum VfL Bochum.

Der 48-malige Amateur-Nationalspieler wechselte nach Bundesliga-Engagements bei Eintracht Frankfurt und dem Karlsruher SC 1978 zum SV 98 und war Dank seiner Routine als linker Verteidiger oder im Mittelfeld eine Stütze der Mannschaft.

Der aktuelle Trainer der Lilien begann in Darmstadt seine große Karriere. In den 80er-Jahren war er bei den Bundesligamannschaften des Karlsruher SC, FC Schalke 04, Borussia Dortmund und KFC Uerdingen 05 Stammspieler und hat 287 Bundesliga- und 254 Zweitligaspiele vorzuweisen.

Die Mainzer Legende Jürgen Kramny wechselte 2005 für ein Jahr nach Darmstadt, sein Vertrag wurde aber nur ein halbes Jahr später aufgrund mangelnder Leistung aufgelöst. Kramny wurde 1992 mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister.

Der ehemalige Erfolgstrainer der Lilien begann seine Karriere beim SV Darmstadt 98, bei dem er drei Jahre im Angriff spielte. Seine größten Erfolge als Spieler feierte er beim 1. FC Kaiserslautern und beim FC Bayern München. Insgesamt wurde er einmal deutscher Pokalsieger, zweimal Deutscher Meister und einmal Deutscher Vizemeister. Labbadia erzielte in 328 Bundesliga- und 229 Zweitligaspielen 205 Tore.

Der Abwehrspieler Benjamin Lense machte in Darmstadt auf sich aufmerksam, ehe er für drei Jahre zu Arminia Bielefeld wechselte. 2006 feierte er mit dem 1. FC Nürnberg einen sechsten Platz. Er stand zuletzt beim VfL Bochum unter Vertrag und spielt jetzt für Hansa Rostock.

Mergim Mavraj wurde im SV Darmstadt groß und arbeitete sich von der Jugend über die 2. Mannschaft in die erste Mannschaft hoch. 2007 gelang ihm der Sprung zum "großen" VfL Bochum in die 1. Fußball-Bundesliga.

Horst Neumann wechselte 1979 vom FC St. Pauli nach Darmstadt. 1980/81 sicherte er sich mit 27 Treffern die Torschützenkrone in der Zweiten Liga Süd und dem SV 98 die Meisterschaft. 1981 wechselte er zu Hannover 96.

Dieter Rudolf ist eine Darmstädter Torwartlegende. Mit 372 Einsätzen schritt er während der großen Erfolgszeit des SV 98 durch Höhen und Tiefen und genießt immer noch bei den Fans große Sympathien. 1984 beendete er seine Profilaufbahn und wechselte zur SG Egelsbach.

Auch Bernhard Trares, der seine Karriere erst 2004 beim Karlsruher SC beendete, hatte die Wurzeln seiner Karriere in Darmstadt, wo er fünf Jahre in der 2. Fußball-Bundesliga spielte. Später spielte er beim TSV 1860 München und wurde mit Werder Bremen einmal DFB-Pokalsieger, zweimal deutscher Vizemeister und einmal Vizemeister im Ligapokal.

Dieter Rudolf (Frank Berlepp) – Uwe Beginski, Edwin Westenberger, Willi Wagner, Helmut Zahn (Willi Bernecker, Roland Gerber) – Oliver Posniak, Uwe Hahn, Guido Stetter (Wolfgang Trapp, Willi Weiß, Rudi Collet, Glenn Jordens, Detlev Bruckhoff) – Helmut Vorreiter, Peter Cestonaro, Bodo Mattern (Dieter Pötschke, Jürgen Saur).

Eine weitere wichtige Säule in der finanziellen Planung des SV 98 sind die fünf Premiumsponsoren. Im Zuge der Arbeit an der Rücknahme des Insolvenzvertrages konnte Evonik Industries am 20. Juni 2008 als neuer Premiumsponsor vorgestellt werden. Der Chemiekonzern besitzt mit der Röhm AG ein Tochterunternehmen in Darmstadt. Auch Ex-Hauptsponsor Wella unterstützt die Lilien nun als Premiumsponsor. Ein weiteres in Darmstadt ansässiges Unternehmen ist die HEAG Südhessische Energie (HSE). Das Dienstleistungsunternehmen für Energie, Wasser und Entsorgung unterstützt den Verein als Mutterkonzern sowie mit ihrer Tochter und ehemaligem Trikotsponsor entega. Der fünfte Premiumsponsor ist Amadeus Fire. Das Managementunternehmen ist auch Hauptsponsor der Jugendabteilung.

Des Weiteren wird der SV Darmstadt 98 von zehn Co-Sponsoren unterstützt. Diese sind in Darmstadt und Umgebung ansässige Unternehmen oder sie besitzen eine Zweigstelle in bzw. in der Nähe von Darmstadt. Die Co-Spnsoren sind der Immobiliendienstleiter bauverein AG, das Darmstädter Autohaus brass, das lokale Reinigungsunternehmen EAD, die Heag, der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA, die Privatbrauerei Pfungstädter, der Rhein-Main-Verkehrsverbund, die Sparkasse Darmstadt sowie Sparkasse Darmstadt Immobiliencenter und das Gastronomie- und Cateringunternehmen stolz-service.

Außerdem wird der SV Darmstadt 98 noch von 37 sogenannten "Partnern der Lilien unterstützt. Als Ausrüster wird das in Darmstadt-Eberstadt platzierte Sportgeschäft Sport Mroczek angegeben. Die Trikots stellt seit 2005 Nike zur Verfügung.

Der SV Darmstadt 98 hat eine im Vergleich zu anderen Oberligisten sehr breite Fanszene. Dies ist schon an den Zuschauerzahlen zu sehen, welche je nach Leistungsstand, Jahreszeit und Gegner zwischen 2000 und 4500 pendeln. Das Benefizspiel gegen den FC Bayern München am 13. Mai 2008 war mit 19.800 verkauften Karten letztmals ausverkauft. Fanbeauftragter ist Uwe Janssen.

Hauptverantwortlich für den akustischen und optischen Support bei Heim- und Auswärtsspielen sind die Ultras Darmstadt, die sich zu Beginn der Rückrunde zur Rückkehr in den F-Block im Außenbereich der Haupttribüne entschlossen. Dies wurde hauptsächlich durch den dadurch gezeigten Zusammenhalt mit dem Rest der Fanszene in den schwierigen Zeiten der drohenden Insolvenz begründet. Die Ultras Darmstadt wurden 2003 gegründet und setzen sich neben dem Fußball für Antirassismus und gegen Polizeiwillkür ein. Die Gruppe ist derzeit die aktivste und auffälligste Fanorganisation der Lilien. Diverse Choreografien wurden von den Ultras in Eigenregie organisiert und finanziert. Ihre Mitgliederzahl hat sich im Moment bei 40 aktiven Fans eingependelt. Für jeden offen ist ihre Jugendorganisation „Youth Side“. In dieser Sektion sammeln sich interessierte Fans unter 18 Jahren, welche langsam an den Gruppenkern herangeführt und mit der Jugend- und Subkultur Ultra' vertraut gemacht werden sollen. Eine weitere Eigenheit der Gruppe ist die „Sektion Feminin“, also den weiblichen Ultras, welche in der Gruppe viel Verantwortung übernimmt und voll integriert ist. Hiermit haben sich die Ultras vom allgemeinen deutschen Trend, wenige Frauen in die Gruppe aufzunehmen und nicht zu viel Verantwortung tragen zu lassen, losgesagt. Weitere Gruppen, die sich vor allem im oberen Bereichs des F-Blocks für die Stimmung engagieren, sind die Allesfahrer Darmstadt (AFD), der Fanclub „Blue Madness“, „Collectivo Beerbach“ und der „L.F.C.D. 98“. Am anderen Ende der Haupttribüne befindet sich der von einzelnen Fans bestimmte A-Block, der eher für einen klassisch-englischen Oldschool-Support steht.

2002 entstand mit der Trägerschaft des Internationalen Bundes das Fanprojekt Darmstadt. Erster Fanprojektleiter war Andreas Gompf, der das Fanprojekt innerhalb der Fanszene etablierte, bevor er 2004 einem schweren Krebsleiden erlag. Heute ist das Fanprojekt eine der wichtigsten Säulen der Darmstädter Fanszene und bezog im Sommer 2006 seine neuen Räumlichkeiten in der Erbacher Straße. Hier ist seitdem der Anlaufpunkt unter der Woche für die Lilienfans entstanden, welcher vor allem von den Ultras Darmstadt genutzt wird.

Durch das Internetforum von Lilienfans.de blühte die Darmstädter Fanszene in den vergangenen Jahren auf. Neben der Faninitiative neuesboelle.de ist auch die Seite lilien-fan-events.de entstanden. So fand am 10. Februar 2007 das 1. Lilienfans.de-Fussball-Turnier um den Pfungstädter Brauerei Fan-Cup statt, welches von Vertretern der genannten Seiten organisiert wurde. Anwesend an dem Turnier, an welchem 16 Fanclubs beteiligt waren, war auch Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD). Mittlerweile genießt das Internetforum in der Fanszene einen sehr umstrittenen Ruf.

Im Oktober 2007 gründete sich mit dem "Fanverein Darmstadt 98" der Dachverband der Lilienfans. Der Fanverein sieht sich selbst als Sprachrohr aller Lilienfans und möchte somit als legitime Vertretung der Fans gegenüber dem Verein, der Presse oder anderen Institutionen auftreten. Hierbei sollen vor allem die Interessen, Wünsche und die Kritik der Fans nach außen getragen werden und eine Ansprechstation für Fanfragen geliefert werden. Der Fanverein sieht seine Ziele in der Vereinigung der verschiedenen Fangruppen und deren Interessen, einer verbesserten Kommunikation zwischen den Fans und eine, daraus resultierende, Förderung der Fanaktivitäten und der Fankultur am Böllenfalltor. Durch die bereits vorhandenen Strukturen konnte der Fanverein schon am Tag des Bekanntwerdens der finanziellen Schwierigkeiten des SV98 unterstützende Aktionen starten. Durch seine hohe Aktivität rund um dieses Thema entwickelte der noch junge Verein rasch einen hohen Bekanntheitsgrad und Mitgliederzuwachs.

Die Lilien spielen im Stadion am Böllenfalltor, benannt nach Pappeln, den so genannten Böllen. Der Rest des Namens leitet sich aus einem Stadttor ab, das sich in unmittelbarer Umgebung des heutigen Stadions befand.

Die U23 des SV 98 wird trainiert von Dirk Wolf und spielt in der Verbandsliga Hessen Süd. Sie gilt als Talentquelle für die Profimannschaft, da sie in den letzten Jahren Spieler wie die jetzigen Bundesligaspieler Ivo Iličević oder Mergim Mavraj herausgebracht hat.

Der SV Darmstadt 98 II kommt bereits seit Jahren in der Verbandsliga (zuvor Landesliga) nicht ernstzunehmend auf Aufstiegs- oder Abstiegsränge und ist fester Bestandteil dieser aktuell sechsthöchsten Liga. Die U23 trägt ihre Spiele im HEAG-Stadion aus. Die beiden Kunstrasenplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe des Böllenfalltorstadions, sind mit Flutlicht ausgestattet und haben eine offizielle Kapazität von 1.500 Stehplätzen.

Der SV Darmstadt 98 verfügt über ein breit gefächertes Angebot für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 19 Jahren. Besonders erfolgreich sind dabei die A-Junioren. Sie spielen seit ihrem Abstieg aus der U 19-Bundesliga 2004 in der Oberliga Hessen, der zweithöchsten deutschen Spielklasse. 2006 machten sie mit dem Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinales auf sich aufmerksam.

Die Tischtennisabteilung ist die zweiterfolgreichste des SV 98. Insbesondere die Frauen haben hier für Erfolge gesorgt. Die erste Damenmannschaft gehörte bereits seit den frühen 1960er Jahren zu den besten hessischen Frauenteams. Bis zum erstmaligen Abstieg 1960 gehörte die Mannschaft der Oberliga Südwest an. Nach dem Wiederaufstieg in die nun zweitklassige Oberliga 1974 etablierten sich die Lilien bald in der Spitzengruppe und wurden 1978 Vizemeister hinter dem TTC Olympia Koblenz. Ein Jahr später gelang dann der Aufstieg in die Tischtennis-Bundesliga, aus der man aber postwendend wieder abstieg. Der sofortige Wiederaufstieg scheiterte, weil die Darmstädterinnen 1981 hinter dem ATSV Saarbrücken lediglich Zweite in der nun Regionalliga genannten Klasse wurden. Derzeit spielt das Team in der Zweiten Bundesliga Süd, die Herren als Amateure in der Hessenliga (Gruppe Süd-West).

Die 1951 gegründete Judoabteilung ist hauptsächlich durch ihre Jugendarbeit bekannt. Aktuell kämpfen die männlichen Judoka in der Oberliga Hessen.

Außerdem bietet der Sportverein noch Basketball, Wandern, Cheerleading und Leichtathletik an.

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Source : Wikipedia