Einbeck

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Geschrieben von bishop 19/04/2009 @ 17:07

Tags : einbeck, niedersachsen, deutschland

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Einbeck

Wappen der Stadt Einbeck

Einbeck ist Mittelzentrum und selbständige Stadt in Südniedersachsen. Das Stadtbild ist geprägt von mehr als 150 spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern. Einbeck ist wegen seiner jahrhundertealten Brautradition als Bierstadt bekannt.

Einbeck liegt am nordwestlichen Ende des Leinegrabens unmittelbar südlich des Höhenzugs Hube (Fuchshöhlenberg 346,2 m ü. NN) zwischen den Großstädten Göttingen im Süden (etwa 30 km) und Hildesheim im Norden (etwa 35 km). Der Harz beginnt etwa 20 Kilometer weiter östlich und der Solling mit seinem nordöstlichen Ausläufer Ahlsburg rund 5 km südwestlich.

Durch Einbeck fließt das Krumme Wasser, das einen nördlichen Zufluss der Ilme darstellt, die wiederum durch die südlichen Bereiche der Kernstadt verläuft und wenige Kilometer weiter östlich in die von Süden kommende Leine mündet.

Einbeck grenzt im Uhrzeigersinn an die Gemeinden Northeim, Moringen, Dassel, Eschershausen, Delligsen und Kreiensen.

Die 31 Ortsteile Einbecks sind: Andershausen, Avendshausen, Bartshausen, Brunsen, Buensen, Dassensen, Dörrigsen, Drüber, Edemissen, Hallensen, Holtensen, Holtershausen, Hullersen, Iber, Immensen, Kohnsen, Kuventhal, Naensen, Negenborn, Odagsen, Rengershausen, Rotenkirchen, Salzderhelden, Strodthagen, Stroit, Sülbeck, Vardeilsen, Vogelbeck, Voldagsen, Volksen und Wenzen.

Die aktuelle Wahlperiode läuft vom 1. November 2006 bis 31. Oktober 2011.

Als Mehrheitsgruppe haben sich die Fraktionen der CDU, FDP und Grünen zur so genannten „Jamaika-Koalition“ zusammengeschlossen.

Der historische Stadtkern von Einbeck bietet ein nahezu vollständig erhaltenes Bild einer spätmittelalterlichen Fachwerkstadt, darum führt die 1990 ins Leben gerufene Deutsche Fachwerkstraße auch über Einbeck. Das Land Niedersachsen hat das Eickesche Haus mit seiner einzigartigen figürlichen Fachwerkschnitzerei als »Baudenkmal von besonderer nationaler und kultureller Bedeutung« klassifiziert.

Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1540 wurde die Stadt in den Folgejahren in einem einheitlichen Baustil neu aufgebaut, wobei die Lage der Gebäude über den einige hundert Jahre älteren Gewölbekellern erhalten blieb. Als schönstes Ensemble gilt die Nordseite der Tiedexer Straße. Hier sind insbesondere auch die hohen Toreinfahrten erhalten, durch die Brauereiwagen passieren konnten. Mehr als die Hälfte aller Gebäude hatten das Braurecht.

Etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, im Flecken Salzderhelden, liegt an der Hauptstrecke Hannover – Göttingen der Bahnhof Einbeck-Salzderhelden. Der innenstadtnah gelegene Bahnhof Einbeck Mitte wird seit 1984 nicht mehr regulär mit Reisezügen bedient, sondern nur noch gelegentlich mit Sonderzügen und dient jetzt dem Güterverkehr. Bis 2002 bestand die Trasse noch bis nach Dassel und wurde danach sukzessive bis Juliusmühle zurück gebaut. Noch im gleichen Jahr ging die Strecke Einbeck-Salzderhelden - Einbeck Mitte von der DB in den Besitz der Ilmebahn über.

Durch das nördliche Stadtgebiet verläuft die Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen, der ehemalige Bahnhof in Naensen wird aber nicht mehr bedient.

Die Anbindung Einbecks an den Bahnhof Einbeck-Salzderhelden erfolgt heute mit Bussen. Auch die Anbindung der umliegenden Orte an die Stadt sowie der innerstädtische Verkehr in Einbeck werden mit Bussen durchgeführt. Die wichtigsten Betreiber sind die Ilmebahn GmbH und die RBB (Regionalbus Braunschweig GmbH). Sämtliche Buslinien im Raum Einbeck gehören zum Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN).

Einbeck liegt an der 812 km langen B 3 (von Buxtehude bis zur schweizer Grenze bei Weil am Rhein), die die Stadt mit der Landeshauptstadt Hannover und der A 7 verbindet. Die nächste Auffahrt zur A 7 ist 13 km entfernt.

In Einbeck erscheint die Einbecker Morgenpost mit Lokalteil für die Stadt und den ehemaligen Landkreis Einbeck. Einbeck ist auch Sitz des Anzeigenblattes Die Eule, das in der Region rund um Einbeck mittwochs und sonntags kostenlos erscheint.

Bekannt ist Einbeck auch für das gleichnamige Bier. Einbecker Bier ist der Ursprung aller Bockbiere. Wegen des hohen Alkoholgehalts des Bockbiers war es innerhalb der Hanse begehrt und wurde verschifft bzw. exportiert. Der Bierexport war derartig bedeutend, dass beispielsweise in Hamburg eine eigene Umschlagsmöglichkeit geschaffen wurde: das Eimbeck'sche Haus.

Ein Einbecker Braumeister wurde nach München abgeworben, um dort das „Einpökisch Bier“ zu brauen. In der Folgezeit entwickelte sich im bairischen Dialekt daraus das „Oanpock“ und schließlich dann das „Bockbier“.

Neben zahlreichen anderen Handwerksbetrieben darf eine hier beheimatete und historisch bedeutende Handwerkskunst nicht vergessen werden: der Einbecker Blaudruck, eine Erfindung des frühen 18. Jahrhunderts, hervorgegangen aus dem traditionellen Färberhandwerk, dabei blickt ein ortsansässiger Familienbetrieb auf eine über 360-jährige Tradition zurück.

Die KWS SAAT AG (vormals: Kleinwanzlebener Saatzucht) züchtet seit 150 Jahren Saatgut für landwirtschaftliche Nutzpflanzen und gehört heute mit über 40 Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Unternehmen in der Pflanzenzüchtung.

Das international tätige Unternehmen Kurt König ist seit 75 Jahren als Komplettanbieter für Baugeräte und Baumaschinen mit dem Hauptsitz in Einbeck vertreten.

In Einbeck ansässig sind weiterhin zwei Unternehmen der Automobilzulieferindustrie: Kayser Automotive Systems und DURA Automotive Systems sowie der Kettenhersteller Arnold und Stolzenberg (Teil der Renold-Gruppe).

Anlässlich einer Aktion haben Einbecker Bürger gegen die hohe Arbeitslosenzahl im September 1998 in der Altstadt neben der Marktkirche den Stein des Anstoßes errichten lassen. Eine Informationstafel vor dem Stein in den Boden eingelassen, berichtet, dass er bis zur Halbierung der Arbeitslosigkeit an dieser Stelle verbleiben soll. Die Zahl der Menschen ohne Arbeit betrug zur Zeit der Aufstellung in der Stadt Einbeck 2341 Personen. Der Stein wurde im Oktober 2007 wieder entfernt.

Im Jahr 1958 wurde in Einbeck der Schwarz-Weiß-Spielfilm „Vater, Mutter und neun Kinder“ mit Heinz Erhardt gedreht, bei dem unter anderem der Marktplatz und die Tiedexer Straße sowie Autos dem mit Kfz-Kennzeichen des damaligen Landkreises Einbeck (EIN) zu sehen sind. Erhardt spielt in dem Film den fiktiven Einbecker Bäckermeister Friedrich Schiller, der sein Geschäft für die Dreharbeiten im Haus der Rats-Apotheke bezog. In weiteren Hauptrollen: Camilla Spira, Monika Ahrens, Erik Schumann und Willy Millowitsch.

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Edemissen (Einbeck)

ehemaliges Gemeindewappen

Im Süden Niedersachsens liegt zwischen Harz und Solling im Leinetal der Einbecker Ortsteil Edemissen. Von Mittelgebirgszügen umgeben bettet sich der 1135 erstmals urkundlich erwähnte Ort in eine landwirtschaftlich geprägte Region ein. Mit rund 500 Einwohnern bildet Edemissen einen der größeren Ortsteile der Stadt Einbeck.

In der laufenden Wahlperiode von 2006 bis 2011 umfasst der Edemisser Ortsrat 7 Sitze, die sämtliche von der Wählergemeinschaft Edemissen (WGE) errungen werden konnten. Ortsbürgermeister ist seit 1977 Ernst-August Halbfaß.

Edemissen verfügt über eine breite Vereinslandschaft, die das kulturelle Leben im Ort prägt. So existieren im Ort eine Freiwillige Feuerwehr (1936), ein Schützenverein (1958), der Sportverein TSV Edemissen (1912), ein Männergesangverein (1889), der Mitternachtsclub, die Schweinekasse, der Edemisser Jugendclub EJC von 1971 und ein Reitverein.

Der Ort Edemissen wurde 1135 erstmals in einer Urkunde des Klosters Fredelsloh erwähnt. Erste schriftliche Erwähnung unter dem Namen emideshus, Emmisdeshus, Heminhus gehen auf die Zeit zwischen 850 und 950 zurück. Wie die Ortsnamen der umliegenden Ortschaften geht der Name auf die Bezeichnung der Hofnamen belehnter Adeliger zurück. Die Quellen für die geschichtlichen Daten stammen zumeist aus dem Kloster Fredelsloh bzw. der Kirchengemeinde Odagsen. Edemissen verfügte zeitweise über eine eigenen Kapelle samt Nonnenhaus als Außenstelle des Klosters Fredelsloh. Sie überstand den 30-jährigen Krieg, musste aber aufgrund großer Bauschäden 1781 abgerissen werden. Im 30-jährigen Krieg wechselte die Region wiederholt den Besitzer. Den kaiserlichen Truppen folgten die Schweden. Die Pest und ein Stadtbrand 1641 in Einbeck bei der Belagerung verwüsteten die Region. Im 7-jährigen Krieg (1756-63) durchzogen Franzosen im Krieg mit Preußen und Hannover das Dorf, konnten aber durch die Hannoveraner wieder vertrieben werden.

Das 17 und 18. Jahrhundert war für die größtenteils in der Landwirtschaft tätigen Menschen von Frondiensten und Abgaben an das Amt Rotenkirchen geprägt. Erst in der Zeit der Napoleonischen Kriege Anfang des 19. Jahrhunderts und danach wurden die Bauern stufenweise von den Belastungen (u. a. Abgabe des „Zehnten“; Frondienste) befreit. Um 1750 führte der Flachs und die neu eingeführte Kartoffel zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Bauern. Flachs wurde neben dem Getreide zu einem wichtigen Exportartikel im kleinstaatlich strukturierten Deutschland. Edemissen umfasste zu der Zeit etwa 200 Einwohner. Die Einwohnerzahl wurde auf Basis von Feuerstellen berechnet. Jeder Feuerstelle wurden 4 bis 6 Personen zugerechnet. Die Zahl der Feuerstellen stieg von 13 nach dem Ende des 30-jährigen Krieges 1648 auf um die 35 gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Zum Vergleich: 1648 hatten Strodthagen 10, Dörrigsen 8, Buensen 1 Dassensen 19 und Iber 18 Feuerstellen.

Erst in der Zeit der Napoleonischen Kriege Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Bauern stufenweise von den Belastungen (u. a. Abgabe des „Zehnten“) befreit. Im Jahre 1803 wurde das Dorf von den Franzosen besetzt. Mit der Besetzung und der Zugehörigkeit zum Königreich Westfalen folgte auch unter dem in der Französischen Revolution entstandenen Dreiklang Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit eine Befreiung der Bauern aus der Adelsherrschaft. 1813 endete die französische Besetzung und die Region wurde in das Königreich Hannover eingegliedert. Damit war auch eine Beschneidung der zuvor erlangten Rechte für die Bauern verbunden. Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten nicht zuletzt aus diesem Grund viele aus dem Königreich Hannover nach Nordamerika aus. Erst 1866 mit der Niederlage Hannovers gegen Preußen und der Eingliederung als Provinz führte die Einführung des Preußischen Allgemeinen Landrechts endgültig zur Bauernbefreiung. Die Situation der Landbevölkerung verbesserte sich nach der Reichsgründung 1871 merklich. Die Industrialisierung erhöhte mit den neu entwickelten Maschinen die Produktivität der Landwirtschaft.

Im 1. Weltkrieg 1914-1918 starben 18 Soldaten aus dem Dorf. Die Zeit zwischen den Kriegen war geprägt von Arbeitslosigkeit und Inflation. Neben der Landwirtschaft spielten seit Ende des 19. Jahrhunderts entstanden Berufe aus dem Handwerk wie Maurer, Schmied und Waldarbeiter eine große Rolle. 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland. Die Gleichschaltung u. a. mit dem Jungvolk, Hitlerjugend, SA, SS, BDM, Frauenschaft, Bauernverband usw. erfasste auch das Dorf. Im Zweiten Weltkrieg wurden Ausgebombte aus umliegenden Großstädten aufgenommen und die Feuerwehr zu Brandeinsätzen in Hannover ankommandiert. Das Dorf wurde am 10. April 1945 von amerikanischen Truppen besetzt, wobei mehrere Gebäude im Verlauf der Kämpfe beschädigt wurden. Im Zweiten Weltkrieg fielen insgesamt 32 Edemisser.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl auf über 800 Einwohner. Für die zumeist aus den Ostgebieten Schlesien, Ostpreußen und Pommern stammenden Menschen wurde dringend Wohnraum benötigt. Um den Bedarf zu decken, wurden die Siedlungen Ackerwiese, Hungerkamp und Zum Siek gegründet. Mit der Währungsreform 1948 verbesserte sich auch die wirtschaftliche und soziale Lage der Menschen. Nach wie vor war ein großer Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt. Edemissen verfügte von 1896 bis 1972 über eine eigene Molkerei. Die 1900 gegründete Spar– und Darlehenskasse wie auch die Raiffeisen-Genossenschaft existieren heute noch und haben überörtliche Bedeutung. Auch eine Wasserleitungs-, Dresch- und Kalthausgenossenschaft dienten dazu, den gemeinschaftlichen Bedarf zu decken. Der 1948 hergerichtet Sportplatz mit dem Anfang des 21. Jahrhunderts modernisierten Vereinsheim, die 1950 errichtete neue Dorfschule sowie die 1994 erstellte Grillhütte tragen ebenfalls dazu bei. Die 1870/71 errichtet alte Schule wurde 1984 abgerissen. Die Dorfschule wurde aufgrund sinkender Schülerzahlen in den 70ern geschlossen und in ein Dorfgemeinschaftshaus umfunktioniert. Die Schüler gehen seit dem in die Grundschule Drüber bzw. nach Einbeck in die weiterführenden Schulen.

Im Zuge der Gebiets– und Verwaltungsreform in Niedersachsen 1974 wurde Edemissen als Ortsteil in die Stadt Einbeck eingegliedert. Die Stadt Einbeck verlor zu diesem Zeitpunkt ihren Status als Kreisstadt und ging zusammen mit Bad Gandersheim in dem neu gebildeten Landkreis Northeim auf.

Seit den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts nahm im Zuge des Wirtschaftswunders der Anteil der in Industrie und Handwerk Beschäftigten stetig zu, so dass die Bedeutung der Landwirtschaft im Wirtschaftsleben sank. Im Vergleich zu anderen Orten der Region ist die Anzahl mit z. Zt. neun landwirtschaftlichen Betrieben jedoch noch relativ hoch. In jüngster Zeit zeichnet sich wiederum ein Trend zu Dienstleistungsberufen ab. Die Bevölkerungszahl nahm seit den 50er Jahren ab und liegt seit Anfang des 21. Jahrhunderts wieder unter 500 Einwohnern.

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Conrad von Einbeck

Büste des Conrad von Einbeck (Moritzkirche Halle)

Conrad von Einbeck (* 1360; † 1428) war ein Steinmetz, Baumeister und Bildhauer.

Er war der erste Bildhauer des ausgehenden Mittelalters, der neben Heiligendarstellungen in einer Kirche ein Selbstportrait hinterließ. Dies ist außergewöhnlich, weil der selbstbewusste Künstler erst in der Renaissance geläufig wird. Sein in Stein gehauenes Portrait ist neben einer Sammlung von ebenso eindrucksvollen Heiligendarstellungen an einer Säule der Moritzkirche zu Halle an der Saale zu sehen.

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Landkreis Einbeck

Der Landkreis Einbeck ist ein ehemaliger Landkreis im Süden Niedersachsens. Er entstand 1885 im Zuge einer Neugliederung der Provinz Hannover durch die preußische Regierung. Der Landkreis Einbeck gehörte zum ehemaligen Regierungsbezirk Hildesheim.

Am 1. März 1974 wurde der Landkreis Einbeck mit dem ehemaligen Landkreis Northeim zu einem neuen Landkreis Northeim zusammengelegt.

Das Kreisgebiet hatte eine Fläche von 310 km² und erstreckte sich im Westen vom Solling (Große Blöße 528 m) bis zur Leine im Osten. Kreisstadt war Einbeck, das Kfz-Kennzeichen war EIN. Der Landkreis Einbeck bestand aus den Städten Einbeck und Dassel, den Flecken Markoldendorf und Salzderhelden sowie 37 Dörfern.

Angegeben ist jeweils die höchste Erhebung im Gebiet des ehemaligen Landkreises Einbeck.

Stadt Einbeck (19.095), Stadt Dassel (einschließlich Relliehausen 3.404), Flecken Markoldendorf (einschließlich Oldendorf 2.452), Flecken Salzderhelden (2.189), Amelsen (475), Andershausen (63), Avendshausen (136), Buensen (85), Dassensen (749), Deitersen (226), Dörrigsen (349), Drüber (438), Edemissen (609), Eilensen (230), Ellensen (311), Hilwartshausen (877), Hollenstedt (887), Holtensen (723; am 1. Februar 1971 in die Stadt Einbeck eingemeindet), Hoppensen (239), Hullersen (338; am 1. Februar 1971 in die Stadt Einbeck eingemeindet), Iber (318), Immensen (327; am 1. Februar 1971 in die Stadt Einbeck eingemeindet), Kohnsen (295), Krimmensen (175), Kuventhal (295), Lauenberg (1.165), Lüthorst (808), Mackensen (528), Negenborn (174), Odagsen (466; am 1. Februar 1971 in die Stadt Einbeck eingemeindet), Oldendorf (am 1. April 1939 mit dem Flecken Markoldendorf zusammengeschlossen), Portenhagen (244), Relliehausen (am 1. April 1928 in die Stadt Dassel eingemeindet), Rengershausen (112), Rotenkirchen (192), Sievershausen (1.647), Stöckheim (562), Strodthagen (125), Sülbeck (521), Vardeilsen (310), Volksen (317) und Wellersen (344).

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Source : Wikipedia