Edinburgh
- Vor 100 Jahren fand die erste Weltmissionskonferenz statt - Kathweb
- Genf-Edinburgh (KAP) Zur Vorbereitung des 100-Jahr-Jubiläums der ersten Weltmissionskonferenz - das Jubiläum ist 2010 fällig - beteiligen sich derzeit Kirchen, theologische Einrichtungen und Missionswerke in aller Welt an einem globalen Studienprozess....
- easyJet baut Streckennetz aus - fliegen-sparen.de
- Die neue Verbindung wird zusätzlich zur bestehenden Tagesrandverbindung nach London Stansted und der täglichen Linie nach Edinburgh angeboten. Somit bietet easyJet im Winter ab München sechs Flüge täglich an, davon fünf nach London und einer nach...
- Aus- und Weiterbildung im internationalen Trainingscenter in ... - Plattlinger Anzeiger
- Der Höhepunkt war am Freitag der Besuch im internationalen Trainingscenter für Feuerwehrleute in Edinburgh. Hier verbrachten die Plattlinger Feuerwehrleute, ausnahmslos Atemschutzträger, einen vollen Urlaubstag für die Aus- und Weiterbildung....
- Mein Schottland, mein Leben - KWICK! Community Magazin
- 1930 in Edinburgh als Thomas Sean Connery geboren, hat der bekannte Schauspieler seine Heimat nie vergessen. Seit Jahren ist er ein großer Förderer verschiedener Projekte dort. Bereits 1981 zeigte er in der Verfilmung "Sean Connerys Edinburgh“ dem...
- Reiseland Thüringen wirbt in Edinburgh - Ad-Hoc-News (Pressemitteilung)
- Die Thüringer und die Altenburger Tourismus GmbH wollen am Montag im schottischen Edinburgh für das Reiseland Thüringen werben. Anlass dafür sei die Ende März gestartete neue Verbindung der Billigfluglinie Ryanair von Edinburgh nach Altenburg und...
- Schottland will den „virtuellen Pfarrer“ testen - IDEA Evangelische Nachrichtenagentur
- Edinburgh (idea) – Den „virtuellen Pfarrer“ will die reformierte Kirche Schottlands testen. Besonders in ländlichen Regionen und auf den Inseln sind zahlreiche Gemeinden nicht mit Pastoren besetzt. Dort könnten Videoübertragungen dafür sorgen,...
- Der Vater von Sherlock Holmes - Märkische Allgemeine
- Mai 1859 in Edinburgh geborene Autor für umgerechnet 150 Euro an einen Weihnachtsalmanach verkaufte. Das Echo blieb allerdings dürftig. Zwei Jahre später bekam ein amerikanischer Verleger die Erzählung in die Hände. Er lud Doyle zu einem Abendessen ein...
- Motorrad-Rocker mit Herz touren um die ganze Welt - Bild.de
- Beeindruckend: Obwohl David Burdus querschnittsgelähmt ist, begleitete er seine Freunde auf der ersten Etappe von Edinburgh nach Berlin. Mit einer Spezialanfertigung kann er trotz Behinderung sein BMW-Dreirad (Kosten: 25 000 Euro) lenken....
- Thüringen am Morgen - Neue Nordhäuser Zeitung
- Die Thüringer und die Altenburger Tourismus GmbH wollen ab heute im schottischen Edinburgh für das Reiseland Thüringen werben. Anlass dafür ist die neue Verbindung der Billigfluglinie Ryanair von Edinburgh nach Altenburg und umgekehrt....
- Old Firm geht an die Glasgow Rangers - turus.net
- Andere Mannschaften wie Hearts of Midlothian aus Edinburgh oder der FC Aberdeen (Meister 1985) sind seit Jahren ohne Chance. Den Titel machen die beiden Erzfeinde untereinander aus. In den bisherigen 383 Begegnungen gewannen die Rangers das Derby 153...
Edinburgh
Edinburgh (; schottisch-gälisch: Dùn Èideann ; deutsch: Edinburg) ist seit 1437 (Ermordung Jakob I., bis dahin Perth) die Hauptstadt Schottlands im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland. Seit 1999 ist sie außerdem Sitz des schottischen Parlaments. Oberbürgermeister ist der Liberaldemokrat und evangelisch-reformierte Pfarrer i.R. George Grubb.
Edinburgh ist benannt nach dem gododdinischen König Clinog Eitin als Din Eityn (Eitins Festung), weniger wahrscheinlich nach König Edwin (auch Eadwine oder Æduini) von Northumbria. Anderen Quellen zufolge leitet sich der Name von der gälischen Bezeichnung Dùn Èideann ab, was „Festung am Hügelhang“ bedeutet. Oft wird die Stadt auch „Athen des Nordens“ (nach einem Zitat von Theodor Fontane), „Stadt der sieben Hügel“ oder „Festival-Stadt“ genannt. Sir Walter Scott nannte sie My own romantic town. Überholt ist der Beiname The Auld Reekie, „Die alte Verräucherte“, den Edinburgh seinen früher beständig rauchenden Kaminschloten verdankte. Heute gilt Edinburgh als eine der schönsten und touristisch attraktivsten Städte Europas.
Edinburgh ist mit 463.510 Einwohnern (Stand 2006) nach Glasgow die zweitgrößte Stadt Schottlands. Sie liegt an Schottlands Ostküste auf der Südseite des Firth of Forth. In Edinburgh finden jeden Sommer im Rahmen des Edinburgh Festivals Kunst- und Kulturveranstaltungen und das Edinburgh Military Tattoo statt.
Zu den markantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die National Gallery of Scotland, das National Museum of Scotland, Edinburgh Castle, Princes Street sowie die Royal Mile. Die Royal Mile besteht aus den Straßen High Street und Canongate. Sie beginnt am Edinburgh Castle und führt über die ehemalige Highland Tolbooth Church, die St. Giles Cathedral (geweiht dem Stadtheiligen Ägidius von St. Gilles), das People´s Story Museum, das Museum of Edinburgh und das John Knox-Haus bis zum Palace of Holyroodhouse. Gegenüber dem Palace of Holyroodhouse befindet sich der moderne Bau des schottischen Parlaments. Quer zur Royal Mile verlaufen im Fischgrätenmuster kleine, häufig extrem steile Gassen, die closes, courts oder auch wynds genannt werden. In der Altstadt befinden sich außerdem mehrere große Marktplätze.
Der Park Princes Street Gardens erstreckt sich zwischen dem Castle Rock, auf dem die Burg erbaut wurde und der Princes Street. Wo heute zwischen beiden der Park und der Bahnhof liegt, umgaben einst Sumpfland und Seen den Berg, wie noch auf älteren Gemälden zu sehen.
Mit der Princes Street beginnt die georgianische "New Town", die sich mit ihren rechtwinklig angelegten Straßen weiter nach Norden erstreckt. Entlang dieser Straße reihen sich mehrere Denkmäler und Monumente. In der "New Town" befindet sich am Picardy Place die römisch-katholische Kathedrale von Edinburgh, die St. Mary’s Cathedral, ein neugotischer Bau von 1814.
Erwähnenswert ist auch der Royal Botanic Garden Edinburgh nördlich des Stadtzentrums. Westlich des Botanischen Gartens liegt der Zoo und die Gallery of Modern Arts.
Eine wunderbare Aussicht über die Stadt hat man von dem vulkanischen 251 Meter hohen Arthur's Seat. Nicht ganz so anstrengend ist der Aufstieg zu den Salisbury Crags am Fuß des Berges – auch hier liegt einem Edinburgh zu Füßen.
Im Hafen von Leith, am sogenannten Ocean Terminal, liegt die ehemalige königliche Yacht Britannia, die besichtigt werden kann. Der getrennte Hafen und der Burgberg haben dazu beigetragen, dass Edinburgh auch Athen des Nordens (Vergleich Piräus - Akropolis) genannt wird.
Edinburgh hatte schon seit dem 14. Jahrhundert ein Stadtwappen, es wurde aber erst 1732 vom Lord Lyon King of Arms offiziell erwähnt. Nach der Verwaltungsreform 1975 gab der City of Edinburgh District Council nach historischer Vorlage ein neues Wappen in Auftrag: Im Schild, über dem die schottische Krone und ein Admiralitätsanker prangen, ist der schwarze Basaltfelsen mit der Burg zu erkennen, deren Türme rote Fahnen tragen. Das Stadtmotto Nisi Dominus Frustra, dem 127. Psalm entnommen, proklamiert, dass ohne die Hilfe Gottes nichts von Dauer sein kann. Schildhalter sind ein Mädchen und eine Hirschkuh, das Symbol des heiligen Ägidius, dem Schutzpatron der Stadt. Die Burg war im Mittelalter als Castrum Puellarum - Burg der Mädchen - bekannt, der Überlieferung nach ein sicherer Hort für Prinzessinnen.
Traditionell ist Edinburgh ein wichtiges Handelszentrum, das Schottland mit Skandinavien und Kontinentaleuropa verbindet. Die Bedeutung des Hafens von Leith hat allerdings in den letzten Jahrzehnten stetig abgenommen.
Obwohl die traditionelle Wirtschaft der Stadt, „Bücher, Bier und Kekse“, durch die Wirtschaftsflaute drastisch zurückgeht, hat Edinburgh, basierend auf dem Dienstleistungssektor, eine der stärksten städtischen Ökonomien Europas. Moderne Branchen wie Informations-, Bio- und Medientechnologie versprechen auch in Zukunft Wachstum. Die Stadt ist eine Hochburg der Justiz und des Lernens und nur 3,4% der 450.000 Einwohner sind arbeitslos.
Kaufhaus Jenners.
Höhepunkt des kulturellen Lebens ist das sommerliche Edinburgh Festival (einschließlich Edinburgh Festival Fringe), das internationale Bedeutung im Bereich Theater und Musik erlangt hat. Die National Galleries of Scotland beherbergen repräsentative Sammlungen der europäischen Malerei mit einigen bekannten Highlights und zeigen wechselnde Sonderausstellungen. Edinburgh ist darüber hinaus bekannt für seine Pubs.
Die meisten Einwohner Edinburghs sind Schotten, daneben gibt es viele Iren und auch Deutsche, Polen, Italiener, Ukrainer, Pakistaner, Sikhs, Bengalen, Chinesen und Engländer. Innerhalb dieser Mischung klingt auch Ulster häufig durch. Zwar gibt es anders als in Glasgow in Edinburgh keinen religiösen Fanatismus, doch findet auch hier eine Trennung der Schulen für katholische und protestantische Kinder statt. Im Juli findet in Edinburgh jedes Jahr einer der größten Orange Walks außerhalb Nordirlands statt (zum Gedenken an die Schlachten an der Boyne und bei Aughrim).
Edinburgh ist für seine Universitäten bekannt. Es beherbergt drei international bekannte Universitäten, die Edinburgh Napier University, die Heriot-Watt University mit der Edinburgh Business School und die Universität Edinburgh, wobei letztere neben Universitäten wie Oxford oder Cambridge zu den besten Großbritanniens zählt. Seit 2007 kann sich das Queen Margaret University College auch Universität nennen.
Edinburgh als wichtiger Verkehrsknotenpunkt hat Bahn- und Straßenverbindungen mit dem übrigen Schottland und mit England.
Der öffentliche Verkehr innerhalb der Stadt wird durch ein umfassendes Busnetz bedient, welches einen guten Teil der Verbindungen ohne Umsteigen (Einzelfahrscheine erlauben kein Umsteigen) abdeckt. Nach positivem Ausgang der Abstimmung im Schottischen Parlament im Juni 2007 (gegen die Vorbehalte der SNP-Minderheitsregierung) haben Vorbereitungsarbeiten für den Bau einer Straßenbahnlinie begonnen, welche Flughafen und Granton via Zentrum und Leith Walk verbinden und 2012 fertiggestellt sein soll.
Zentral in der Stadt gelegen, ist Edinburgh Waverley ein Bahnhof an der East Coast Main Line und teilweise Durchgangsbahnhof, teilweise Kopfbahnhof. Fernverkehr besteht Richtung Mittelengland und London, ScotRail bedient die Verbindungen innerhalb Schottlands.
Der internationale Flughafen Edinburgh befindet sich 13 km westlich der Stadt. Neben der Mehrheit an innerbritischen Flügen gibt es auch Verbindungen zu europäischen Zielen und in jüngerer Zeit ein paar tägliche Transatlantikflüge.
Neben den Autobahnen M8 nach Glasgow und M9 nach Stirling hat Edinburgh eine umfassende Fernstraßenanbindung an das Straßennetz von Großbritannien und ist beispielsweise Endpunkt der A1 von London.
Universität von Edinburgh
Die Universität Edinburgh (engl. University of Edinburgh; lat.: Universitas Academica Edinburgensis) wurde 1583 gegründet und ist ein berühmtes Forschungs- und Lehrinstitut in Edinburgh in Schottland. Sie ist – neben St. Andrews (1413), Glasgow (1451) und Aberdeen (1495) – eine der vier alten schottischen Universitäten und eine der größten und prestigeträchtigen Universitäten Großbritanniens.
Die Universität Edinburgh gehört zur Russell-Gruppe der großen britischen, in der Forschung führenden Universitäten. Sie ist die einzige schottische (und abgesehen von Oxford und Cambridge einzige britische) Universität in der Coimbra-Gruppe und der LERU (League of European Research Universities), den beiden Vereinigungen führender europäischer Universitäten. 2003 wurde Edinburgh die erste schottische Universität, die den Fair-Trade-Status erhielt.
Im Hochschulranking der englischen Tageszeitung The Times belegte sie in der Gesamtwertung 2006 Platz 8 in Europa und Platz 33 weltweit; nach der Bewertung der Jiaotong-Universität Shanghai erreichte sie 2007 Platz 11 in Europa und Platz 53 weltweit sowie im Jahr 2008 Platz 13 in Europa und Platz 55 weltweit.
Die Universität wurde 1582 von Jakob VI. durch eine königliche Charter gegründet – unüblich zu dieser Zeit, da Universitätsgründungen zumeist durch eine Päpstliche Bulle erfolgten. Im Jahr darauf begann die finanzielle Förderung des Tounis College durch den städtischen Rat, was die Universität zu einer der ersten bürgerlichen Universitäten macht. Edinburgh war die vierte schottische Universität zu einer Zeit, als das wesentlich größere und reichere England nur zwei hatte. Im 18. Jahrhundert war Edinburgh ein führendes Zentrum im europäischen Zeitalter der Aufklärung und eine der wichtigsten Ausbildungsstätten des gesamten Kontinents.
Vor der Errichtung des Old College, das von Robert Adam entworfen wurde, verfügte die Universität nicht über einen üblichen Campus, sondern existierte bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein in einem Durcheinander von Lehrstätten. Das Old College war der erste als Universitätsgebäude errichtete Teil der Universität, in ihm ist heute die University of Edinburgh School of Law untergebracht. Die ersten Lehrfächer waren Anatomie und die aufstrebende Chirurgie, aus denen es sich auf die übrigen Fachgebiete ausdehnte.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es im Old College zu eng, so dass Robert Rowand Anderson 1875 mit dem Entwurf für eine neues medizinisches Lehrgebäude beauftragt wurde. Dieses Gebäude wurde im wesentlichen nach seinen Entwürfen errichtet und durch die Hinzufügung der McEwan Hall in den 1880er Jahren vervollständigt.
Das heute als New College bekannte Gebäude wurde ursprünglich als Schule der Freien Kirche in den 1840er Jahren gebaut und beherbergt seit den 1920ern die Theologie.
Darüber hinaus gehören zur Universität eine Anzahl von historischen und modernen Gebäuden in der gesamten Stadt, darunter die älteste speziell dafür gebaute Konzerthalle in Schottland (und zweitälteste auf den britischen Inseln), St Cecilia's Concert Hall. Teviot Row House, das älteste zu diesem Zweck errichtete Gebäude einer studentischen Vereinigung der Welt und das vorsichtig restaurierte Studentenwohnheim Mylne's Court aus dem 17. Jahrhundert befinden sich am Anfang von Edinburghs Royal Mile.
Edinburghs Bibliothek ist drei Jahre älter als die Universität. Gegründet 1580, ist ihre Sammlung heute mit mehr als 2 Millionen Periodika, Manuskripten, Hochschulschriften und Druckstücken die größte Universitätsbibliothek Schottlands. Sie ist im Bibliothekshauptgebäude am George Square, dem größten akademischen Bibliotheksgebäude Europas, sowie einer umfangreichen Zahl von Fakultätsbibliotheken untergebracht.
Die beiden ältesten Schulen – Recht und Theologie – sind beide hoch angesehen auf ihren Fachgebieten, die juristische Fakultät im Old College, die theologische im New College, auf dem Mound gegenüber der temporären Heimat des schottischen Parlaments. Die Studenten der Hochschule werden durch die EUSA (Edinburgh University Students' Association) vertreten, darin die Edinburgh University Union (EUU) aus dem Jahr 1889 und der Student Representative Council (SRC), den Robert Fitzroy Bell 1884 gründete. Die Universität verfügt auch über eine Studentenzeitung (Student), die 1887 von Robert Louis Stevenson gegründet wurde.
2002 wurde die Universität reorganisiert. Aus ihren neun akademischen Fakultäten wurden drei 'Colleges', obwohl sie technisch gesehen nie eine Kollegialuniversität war. Heute besteht sie aus dem College of Humanities and Social Sciences (HSS), dem College of Science & Engineering (SCE) und dem College of Medicine & Vet Medicine (MVM). Innerhalb der Colleges gibt es 'Schools', die weitgehend den Abteilungen entsprechen, aus denen sie entstanden sind.
David Hume und James Clerk Maxwell bewarben sich um Lehraufträge an der Universität, wurden aber beide abgelehnt.
Der Lord Rector of Edinburgh University wird alle drei Jahre von den Studenten der Universität gewählt. Selten wird der Amtsinhaber als Lord Rector bezeichnet, üblich ist die einfachere Bezeichnung Rector. Grundlage ist der Universities (Scotland) Act von 1889 des britischen Parlaments, der für alle damals existierenden schottischen Universitäten die Wahl eines Rektors vorsah. Demzufolge werden lediglich in den vier alten Universitäten (siehe oben) Rektoren gewählt, in den modernen Universitäten nicht. Die Funktion des Rectors ist repräsentativ, dementsprechend werden häufig Personen des öffentlichen Lebens gewählt.
Universität Edinburgh
Die Universität Edinburgh (engl. University of Edinburgh; lat.: Universitas Academica Edinburgensis) wurde 1583 gegründet und ist ein berühmtes Forschungs- und Lehrinstitut in Edinburgh in Schottland. Sie ist – neben St. Andrews (1413), Glasgow (1451) und Aberdeen (1495) – eine der vier alten schottischen Universitäten und eine der größten und prestigeträchtigen Universitäten Großbritanniens.
Die Universität Edinburgh gehört zur Russell-Gruppe der großen britischen, in der Forschung führenden Universitäten. Sie ist die einzige schottische (und abgesehen von Oxford und Cambridge einzige britische) Universität in der Coimbra-Gruppe und der LERU (League of European Research Universities), den beiden Vereinigungen führender europäischer Universitäten. 2003 wurde Edinburgh die erste schottische Universität, die den Fair-Trade-Status erhielt.
Im Hochschulranking der englischen Tageszeitung The Times belegte sie in der Gesamtwertung 2006 Platz 8 in Europa und Platz 33 weltweit; nach der Bewertung der Jiaotong-Universität Shanghai erreichte sie 2007 Platz 11 in Europa und Platz 53 weltweit sowie im Jahr 2008 Platz 13 in Europa und Platz 55 weltweit.
Die Universität wurde 1582 von Jakob VI. durch eine königliche Charter gegründet – unüblich zu dieser Zeit, da Universitätsgründungen zumeist durch eine Päpstliche Bulle erfolgten. Im Jahr darauf begann die finanzielle Förderung des Tounis College durch den städtischen Rat, was die Universität zu einer der ersten bürgerlichen Universitäten macht. Edinburgh war die vierte schottische Universität zu einer Zeit, als das wesentlich größere und reichere England nur zwei hatte. Im 18. Jahrhundert war Edinburgh ein führendes Zentrum im europäischen Zeitalter der Aufklärung und eine der wichtigsten Ausbildungsstätten des gesamten Kontinents.
Vor der Errichtung des Old College, das von Robert Adam entworfen wurde, verfügte die Universität nicht über einen üblichen Campus, sondern existierte bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein in einem Durcheinander von Lehrstätten. Das Old College war der erste als Universitätsgebäude errichtete Teil der Universität, in ihm ist heute die University of Edinburgh School of Law untergebracht. Die ersten Lehrfächer waren Anatomie und die aufstrebende Chirurgie, aus denen es sich auf die übrigen Fachgebiete ausdehnte.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es im Old College zu eng, so dass Robert Rowand Anderson 1875 mit dem Entwurf für eine neues medizinisches Lehrgebäude beauftragt wurde. Dieses Gebäude wurde im wesentlichen nach seinen Entwürfen errichtet und durch die Hinzufügung der McEwan Hall in den 1880er Jahren vervollständigt.
Das heute als New College bekannte Gebäude wurde ursprünglich als Schule der Freien Kirche in den 1840er Jahren gebaut und beherbergt seit den 1920ern die Theologie.
Darüber hinaus gehören zur Universität eine Anzahl von historischen und modernen Gebäuden in der gesamten Stadt, darunter die älteste speziell dafür gebaute Konzerthalle in Schottland (und zweitälteste auf den britischen Inseln), St Cecilia's Concert Hall. Teviot Row House, das älteste zu diesem Zweck errichtete Gebäude einer studentischen Vereinigung der Welt und das vorsichtig restaurierte Studentenwohnheim Mylne's Court aus dem 17. Jahrhundert befinden sich am Anfang von Edinburghs Royal Mile.
Edinburghs Bibliothek ist drei Jahre älter als die Universität. Gegründet 1580, ist ihre Sammlung heute mit mehr als 2 Millionen Periodika, Manuskripten, Hochschulschriften und Druckstücken die größte Universitätsbibliothek Schottlands. Sie ist im Bibliothekshauptgebäude am George Square, dem größten akademischen Bibliotheksgebäude Europas, sowie einer umfangreichen Zahl von Fakultätsbibliotheken untergebracht.
Die beiden ältesten Schulen – Recht und Theologie – sind beide hoch angesehen auf ihren Fachgebieten, die juristische Fakultät im Old College, die theologische im New College, auf dem Mound gegenüber der temporären Heimat des schottischen Parlaments. Die Studenten der Hochschule werden durch die EUSA (Edinburgh University Students' Association) vertreten, darin die Edinburgh University Union (EUU) aus dem Jahr 1889 und der Student Representative Council (SRC), den Robert Fitzroy Bell 1884 gründete. Die Universität verfügt auch über eine Studentenzeitung (Student), die 1887 von Robert Louis Stevenson gegründet wurde.
2002 wurde die Universität reorganisiert. Aus ihren neun akademischen Fakultäten wurden drei 'Colleges', obwohl sie technisch gesehen nie eine Kollegialuniversität war. Heute besteht sie aus dem College of Humanities and Social Sciences (HSS), dem College of Science & Engineering (SCE) und dem College of Medicine & Vet Medicine (MVM). Innerhalb der Colleges gibt es 'Schools', die weitgehend den Abteilungen entsprechen, aus denen sie entstanden sind.
David Hume und James Clerk Maxwell bewarben sich um Lehraufträge an der Universität, wurden aber beide abgelehnt.
Der Lord Rector of Edinburgh University wird alle drei Jahre von den Studenten der Universität gewählt. Selten wird der Amtsinhaber als Lord Rector bezeichnet, üblich ist die einfachere Bezeichnung Rector. Grundlage ist der Universities (Scotland) Act von 1889 des britischen Parlaments, der für alle damals existierenden schottischen Universitäten die Wahl eines Rektors vorsah. Demzufolge werden lediglich in den vier alten Universitäten (siehe oben) Rektoren gewählt, in den modernen Universitäten nicht. Die Funktion des Rectors ist repräsentativ, dementsprechend werden häufig Personen des öffentlichen Lebens gewählt.
Hibernian Edinburgh
Hibernian Edinburgh (offiziell: Hibernian Football Club, auch: The Hibs, Hi-bees - sprich: „High-bees“) ist ein schottischer Fußballverein aus Edinburgh.
Die offiziellen Farben sind smaragdgrün und weiß. Das Hemd ist traditionell in grün gehalten mit weißen Ärmeln, weißem Kragen und grünen Bündchen bei langen Ärmeln. Die Hosen sind weiß und die Stutzen grün mit weißen Bündchen.
Hibernian trug die signifikanten weißen Trikotärmel erstmals am 13. August 1938 gegen Hamilton Academical. Das Heimstadion Easter Road wurde im Vorfeld einer größeren Renovierung unterzogen. Die Keltische Harfe und die Kleeblätter am Eingangstor wurde neu bemalt. Die Tribüne, die Mauer um den Rasen und die Stehplatzbegrenzung wurden komplett weiß gestrichen. Die eckigen Torpfosten wurden durch ovalförmige erneuert und die Tore mit grünen Netzen bespannt. Am Spieltag kündigte der Stadionsprecher über die neuen Lautsprecher eine „hellere Easter Road“ an, bevor die Hibs in ihren neuen Trikots erschienen.
Der Klub wurde im August 1875 von Mitgliedern der römisch-katholischen Saint Patrick's Church als Hibernians Football Club gegründet. Unter ihnen waren der Kanon Edward Joseph Hannan und der Vorsitzende der Catholic Young Men's Association, Michael Whelahan, der auch der erste Kapitän der Vereinsgeschichte wurde. Die Gründung fand in der Saint Mary's Street Hall statt, die heute noch existiert. Die Hibs waren damit der erste größere Verein in Schottland für die Mitglieder der irisch-katholischen Bevölkerung. Der Vereinsname Hibernia ist der lateinische Name für Irland und reflektiert somit seine Wurzeln, die auf irische Auswanderer zurückgehen. So diente der Klub unter anderem als Vorbild für Dundee Hibernian - dem heutigen Dundee United - und Celtic FC, die sich bei ihrer Gründung fast Glasgow Hibernian genannt hätten.
Am 13. August 1887 besiegte Hibernian die englische Mannschaft Preston North End in einem Spiel, das von den beiden Verbänden The Football Association und Scottish Football Association zwischen den jeweiligen Pokalsiegern als Association Football Championship of the World ausgetragen wurde. Hibernian durfte sich von nun an Weltmeister nennen.
Die Nachkriegszeit war die erfolgreichste Zeit der Hibs, in der sie drei Meisterschaften holten und für ihren Angriffsfußball berühmt wurden. Die damalige Angriffsreihe war als die „Famous Five“ bekannt, zu ihr gehörten die Spieler Gordon Smith, Bobby Johnstone, Lawrie Reilly, Eddie Turnbull und Willie Ormond. Auch unternahm der Club in dieser Zeit als einer der ersten schottischen Vereine Touren durch Südamerika, um dort Freundschaftsspiele auszutragen.
Die Hibs waren der erste britische Klub, der in einem europäischen Wettbewerb spielte. Das erste Spiel im Europapokal der Landesmeister 1955/56 fand beim deutschen Vertreter Rot-Weiss Essen statt, das Hibernian mit 4:0 gewann. Das Rückspiel in Schottland endete 1:1. Hibernian kam letztendlich bis ins Halbfinale und wurde erst dort von Stade de Reims geschlagen, die von Raymond Kopa angeführt wurden.
Die Hibs spielten weitere sechzehnmale im Europapokal und gewannen unter anderem beim FC Barcelona und schlugen 1968 den SSC Neapel mit Dino Zoff im Tor 5:0.
In der Saison 2004/2005 wurde die Hosenfarbe in grün geändert, um das 40-jährige Jubiläum des 2:0-Freundschaftsspielsieges über Real Madrid zu feiern. Diese Kombination wurde damals gewählt, um einer Verwechslung mit den in komplett weiß spielenden Madrilenen zu vermeiden.
Hibernians letzter Abstieg in die First Division erfolgte 1997/1998. Sie schafften den sofortigen Wiederaufstieg in die Scottish Premier League, unter anderem mit einer Serie von 12 Siegen in Folge. Am Ende wurden die Hibs mit 89 Punkte Tabellenerster, mit 23 Punkte Abstand zum Zweitplatzierten Falkirk.
Sie erreichten das Ligapokalfinale 2004, verloren aber gegen den FC Livingston. Hibernian hat den Scottish FA Cup (SFA) seit 1902 nicht mehr gewonnen. Ihr letzter Auftritt im SFA-Pokalfinale war 2001 als die Mannschaft mit 3:0 gegen Celtic verlor.
Am 18. März 2007 gewann man den Ligapokal durch einen souveränen 5:1-Sieg gegen den FC Kilmarnock.
In der Saison 2007/2008 konnte man gegen Heart of Midlothian, Celtic Glasgow und Glasgow Rangers gewinnen und stand am 6. Oktober 2007 ungeschlagen an der Tabellenspitze der schottischen Liga.
Die Mannschaft spielte ursprünglich wie alle anderen Mannschaften aus Edinburgh zur damaligen Zeit auf den Meadows, einem Park im Süden von Edinburghs Altstadt. 1880 zog der Klub in den Stadtteil Leith um, wo das neuerrichtete Stadion Hibernian Park stand. An dieser Stelle verläuft heute die Bothwell Street. Seit 1891 richtet Hibernian seine Heimspiele im Stadion an der Easter Road aus, nur einem Steinwurf von ihrer ersten Heimat entfernt.
Der traditionelle Konkurrent der Hibs ist der ebenfalls in Edinburgh ansässige Klub Heart of Midlothian. Das erste „offizielle“ Derby fand am 25. Dezember 1875 statt, als die Hearts Hibernian mit 1:0 schlugen.
Es sollte bis zum letzten Spiel einer Serie von fünf Spielen um den englischen FA-Pokal 1878 dauern, ehe die beiden Vereine die dominanten in Edinburgh werden sollten. Die Hearts gewannen mit 3:2 nach 0:0-, 1:1-, 1:1- und 1:1-Unentschieden.
Das wohl bemerkenswerteste Duell war das Finale im schottischen Pokal am 14. März 1896, das die Hearts mit 3:1 in Logie Green gewannen. Es blieb bislang das einzige Finale, das außerhalb von Glasgow ausgetragen wurde.
Seit kurzem haben Hibernian-Anhänger eine Fanfreundschaft mit dem niederländischen Ehrendivisionär FC Groningen begonnen. Die inoffizielle Verbindung wurde von Fans beider Vereine initiiert und beinhaltet unter anderem gegenseitige Besuche.

