Duisburg

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Geschrieben von daneel 27/02/2009 @ 05:38

Tags : duisburg, nordrhein-westfalen, deutschland

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Duisburg

Wappen der Stadt Duisburg

Die kreisfreie Stadt Duisburg (, regional ) liegt zugleich am Niederrhein und am westlichen Rand des Ruhrgebietes. Die Halbmillionenmetropole ist die fünftgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens, die fünfzehntgrößte Stadt Deutschlands und ein Oberzentrum am Niederrhein. Sie gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf.

Die an der Ruhrmündung und dem Ausgangspunkt des Hellweges gelegene Metropole entwickelte sich bereits im Mittelalter zu einem urbanem Handelszentrum, verlor jedoch im 13. Jahrhundert auf Grund der Verlagerung des Rheins, die die Stadt vom Strom abschloss, erheblich an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung.

Im 19. Jahrhundert wuchs sie wegen ihrer günstigen Lage entlang des Rheins und der Nähe zu den Kohlelagerstätten im Ruhrgebiet auf der Basis der Eisen und Stahl erzeugenden Industrie zu einem bedeutenden Industriestandort.

Der Hafen mit seinem Zentrum im Stadtteil Ruhrort gilt als der größte Binnenhafen der Welt. Er prägt das Bild der Stadt genauso wie die Eisen- und Stahlindustrie. Fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens stammt aus den acht Duisburger Hochöfen . Die traditionelle Stahlproduktion und Metallverarbeitung in Duisburg konzentriert sich zunehmend auf die Erzeugung von High-Tech-Produkten. Dennoch leidet die Stadt durch den Rückgang des Arbeitskräftebedarfs insbesondere in der Montanindustrie seit Jahrzehnten unter einer der höchsten Arbeitslosenquoten Westdeutschlands.

Mit der Gründung der Gesamthochschule Duisburg im Jahr 1972 – die mittlerweile in der Universität Duisburg-Essen aufgegangen ist – hat Duisburg auch als Wissenschafts- und Hightech-Standort an Profil gewonnen. Gleichzeitig bleibt die Logistik ein wichtiges ökonomisches Standbein der Stadt am Schnittpunkt von Ruhrgebiet und Rheinschiene.

1065: Tusburch in pago Ruriggowe (MGH Diplomata Henrici IV Nr. 172).

Die erste Silbe des Namens der Stadt soll auf das germanische „dheus“ zurückgehen, was soviel wie „feuchtes Gebiet“ oder „Überschwemmungsgebiet“ bedeutet. Duisburg bedeutet demnach „befestigter Ort im Überschwemmungsgebiet“. Eine andere Deutung geht davon aus, dass der Name sich vom altdeutschen „duis“ = Hügel ableitet. Danach bedeutet Duisburg soviel wie „Burg auf dem Hügel“. Damit könnte die auf einer leichten Anhöhe über dem Rhein stehende ursprüngliche Hofanlage mit Graben, Wall und Palisadenzaun im Bereich des heutigen Rathauses gemeint sein.

Möglich ist auch, dass es sich bei Duisburg um das in den „Zehn Büchern Fränkischer Geschichte“ des Bischofs Gregor von Tours genannte römische Dispargum handelt . In den schriftlichen Erläuterungen zum Corputiusplans des Jahres 1566 wird die Identität von Dispargum mit Duisburg noch als selbstverständlich angenommen.

Duisburg liegt am Rande des niederbergischen Hügellandes, an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Das Stadtgebiet erstreckt sich zu beiden Seiten dieser Flüsse. Im Norden der Stadt münden die Alte Emscher und die Kleine Emscher in den Rhein.

In der Landesplanung ist Duisburg als Oberzentrum eingestuft. Als rheinische Stadt gehört sie dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) an, als Ruhrgebietsstadt ist sie Mitglied des Regionalverbands Ruhr (RVR).

Höchste Erhebung der Stadt ist der Standort Haus Hartenfels mit 82,52 m über NN, der tiefste Punkt liegt mit 14,85 m über NN in Duisburg-Walsum (Kurfürstenstraße). Die mittlere Höhenlage des Stadtkerns beträgt 33,5 m über NN (Duisburg-Mitte, Königstraße/Ecke Hohe Straße).

Ein Drittel der Duisburger Bevölkerung lebt durch Bergsenken unterhalb des Wasserspiegels vom Rhein in einem Poldergebiet – geschützt durch hohe Rheindeiche und Grundwasserpumpwerke. Der Pegelnullpunkt (Sohle des Flussbetts) liegt in Ruhrort 16,09 m über dem Meeresspiegel.

Die Stadt Duisburg grenzt im Westen und Norden an die Städte Moers, Rheinberg und Dinslaken im Kreis Wesel, im Osten an die kreisfreien Städte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr, im Süden an die Stadt Ratingen im Kreis Mettmann, die kreisfreie Stadt Düsseldorf, die Stadt Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss und die kreisfreie Stadt Krefeld.

Die Stadt Duisburg hat sich bereits 1973 mit flussabwärts gelegenen Landkreisen zur Euregio Rhein-Waal zusammengeschlossen. Dazu gehören die niederrheinischen Kreise Kleve und Wesel, die Städte Arnheim und Nimwegen sowie einige grenznahe niederländische Provinzen.

Seit der kommunalen Neuordnung vom 1. Januar 1975 unterteilt sich das Duisburger Stadtgebiet in 46 Stadtteile, die sich auf die sieben Stadtbezirke Walsum, Hamborn, Meiderich/Beeck, Homberg/Ruhrort/Baerl, Duisburg-Mitte, Rheinhausen und Duisburg-Süd verteilen. Bei der Kommunalwahl wählen die Bürger für jeden Stadtbezirk eine Bezirksvertretung, die über 19 Mitglieder verfügen. Außerdem besitzt jeder Stadtbezirk ein Bezirksamt.

Dabei ist der Stadtbezirk Homberg/Ruhrort/Baerl mit einer Fläche von 37,1 Quadratkilometern flächenmäßig der drittgrößte Bezirk in Duisburg, größer sind nur Süd (49,84 km²) und Rheinhausen (38,68 km²). Die weiteren Stadtbezirke weisen Flächen zwischen 34,98 km² und 20,84 km² auf.

Durch seine Lage im Westen der Bundesrepublik weist Duisburg ein ganzjährig gemäßigtes Klima auf. Die Niederschlagssumme liegt daher bei etwa 710 mm. Dies entspricht etwa dem Deutschlanddurchschnitt. Außerdem weist Duisburg eine hohe Durchschnittstemperatur auf, der Deutsche Wetterdienst führt Duisburg zusammen mit Heidelberg als wärmsten Ort Deutschlands auf. Beleg hierfür ist die offiziell gültige Messperiode, welche von 1961 bis 1990 dauerte, in der die Durchschnittstemperatur in Duisburg bei 10,9° Celsius lag. Die hohe Temperatur wird zum einen begünstigt durch das Stadtklima und zum anderen durch das milde Winterklima des Niederrheins. Dabei wird das Winterklima des Niederrheins durch die Nähe zur Nordsee und die atlantischen Tiefdruckgebiete beeinflusst.

Detaillierte Informationen finden sich im Artikel Geschichte der Stadt Duisburg.

Intensive Ausgrabungen haben eine feste Besiedlung des hochwassergeschützten „Burgplatzes“ bereits im ersten nachchristlichen Jahrhundert nachgewiesen. Die Römer unterhielten hier eine regelmäßige Präsenz zur Sicherung des Rheinübergangs und der Ruhrmündung, die den Legionen als Brückenkopf diente. Der „Alte Markt“ war seit dem 5. Jahrhundert der zentrale Handelsplatz der Stadt, die durch ihre Lage am Hellweg und an einer Rheinfurt ausgezeichnet war. Die erste schriftliche Erwähnung Duisburgs wird auf 883 datiert, Quelle ist die Chronik des Regino von Prüm: die Normannen beziehungsweise Wikinger erobern Duisburg und überwintern hier. Aufgrund der günstigen geographischen Lage Duisburgs auf einer Hochterrasse am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr hatte die Stadt eine strategisch wichtige Lage. Bereits um 740 wurde mit der Anlage eines Königshofes begonnen.

Im 10. Jahrhundert erfolgte der Ausbau des Königshofes zu einer Königspfalz. Belegt sind mindestens 18 Königsaufenthalte in jenem Jahrhundert. 929 fand in der Stadt eine Reichssynode statt. 1002 traf der Erzbischof von Köln auf Heinrich II. und krönte ihn zusammen mit dem Bischof von Lüttich zum König. Im Jahre 1173 bewilligte Barbarossa die Abhaltung von jährlich zwei vierzehntägigen Tuchmessen. Bis 1290 war Duisburg reichsfreie Stadt, dann wurde sie von König Rudolf von Habsburg gegen 2.000 Silbermark an den Grafen von Kleve verpfändet.

Durch die Verlagerung des Rheins von der Stadt weg, die vor etwa 1.000 Jahren geschah, und die im 13. und 14. Jahrhundert zunehmende Verlandung des toten Rheinarms wurde die wirtschaftliche Entwicklung jedoch unterbrochen. Von der Kaufmannsstadt entwickelte sich Duisburg zur Ackerbürgerstadt. Die Duisburger Messen gingen im 14. Jahrhundert auf Frankfurt am Main über. Ab 1407 wurde Duisburg auf Anregung Kölns hin Mitglied der Hanse. Das Wirken von Gerhard Mercator und die Gründung der Universität im Jahre 1655 schufen die Anerkennung als „Gelehrtes Duisburg“ („Duisburgum Doctum“).

1666 fiel Duisburg mit dem Herzogtum Kleve an Brandenburg beziehungsweise Preußen. 1674 verbot Kurfürst Friedrich Wilhelm der Stadt, sich weiterhin als Reichsstadt zu bezeichnen.

Das Aufblühen von Tabak- und Textilmanufakturen im ausgehenden 17. Jahrhundert leitete eine Entwicklung ein, die schließlich mit der Hochindustrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts und dem Ausbau der Rhein-Ruhr-Mündung zum größten Binnenhafen der Welt zur „Montanstadt“ führte. 1824 wird mit dem Bau der Curtius-Schwefelsäurefabrik die erste große Fabrik errichtet.

1846 wird Duisburg an die Strecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft angebunden. Große Industriewerke (unter anderem Thyssen und Krupp) siedelten sich nördlich und südlich von Duisburg an und bestimmten nach der Eingemeindung die Entwicklung der Gesamtstadt maßgeblich mit.

Die Werke, die in der Nähe alter Siedlungsräume entstanden, zogen Arbeiter vom Niederrhein, aus dem Deutschen Reich, den Niederlanden, Österreich und Polen an. Es entstanden neue Siedlungen um die alten Kerne und die Einwohnerzahlen wuchsen rasant. 1904 wird Duisburg Großstadt, 1905 wird mit der Eingemeindung Ruhrorts und Meiderichs der Ruhrorter Hafen, dessen erstes Becken 1716 gebaut wurde, mit den Duisburger Häfen unter eine Verwaltung gestellt.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs 1918 herrschte auch in Duisburg Anarchie. Es gab Streiks, Straßenschlachten und Feuergefechte zwischen rechten und linken Gruppierungen. Eine Hyperinflation enteignete den Mittelstand. 1921 folgte die Besetzung der Stadt durch Franzosen und Belgier. Zu Begehung des französischen Nationalfeiertags paradierten französische Truppen am 14. Juli 1922 durch die Straßen der besetzten Stadt. Im September des Jahres 1925 verließen die französischen und belgischen Truppen die Stadt wieder, nachdem die deutsche Regierung den Dawes-Plan akzeptiert hatte. Nach einer Phase der wirtschaftlichen Beruhigung geriet die Stadt jedoch bereits Ende 1929 in eine neue Rezession. Die Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 1930er Jahre traf die Stadt besonders hart. Damals hatte sie mit 34,1 Prozent die höchste Arbeitslosenquote des deutschen Reiches.

1929 wurden Duisburg und Hamborn zur Stadt Duisburg-Hamborn zusammengelegt. Bereits 1935 wurde dieser gemeinsame Stadtkreis in Duisburg umbenannt.

In der Reichskristallnacht am 9. November 1938 zerstörten Duisburger Nationalsozialisten die große Synagoge in der Junkernstraße.

In der Zeit von 1942 bis 1944 gab es in Duisburg ein Konzentrationslager. Dieses befand sich anfangs in Duisburg-Ratingsee, wurde aber 1943 in die bereits zerbombte Diakonenanstalt am Kuhlenwall verlegt. Zunächst war das Duisburger Lager ein so genanntes Außenlager des Konzentrationslager Sachsenhausen, später wurde das Duisburger Lager dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt. Die Insassen kamen zwangsweise unter anderem zu Aufräumarbeiten nach Luftangriffen zum Einsatz.

Als bedeutender Standort der Chemie-, Stahl- und Hüttenindustrie war Duisburg ein regelmäßiges Angriffsziel alliierter Bomber. Dabei wurden nicht nur Häfen, Gleis- und Industrieanlagen, sondern auch gezielt die zivile Bevölkerung angegriffen. Als eine Einflugschneise zum Ruhrgebiet erlebte die Stadt daher ab 1942 praktisch täglich Luftalarme.

Nach offizieller Zählung der Duisburger Luftschutz-Polizei war die Stadt 299 Bombenangriffen ausgesetzt. Durch die immense Anzahl und Schwere der Angriffe wurde das alte Stadtbild erheblich zerstört. Bei Kriegsende waren rund 80 Prozent der Wohngebäude zerstört oder stark beschädigt. In den Nachkriegsjahren mussten wesentliche Bereiche der Stadt einschließlich der Infrastruktur neu aufgebaut werden. Im Rahmen dieses Wiederaufbaus verschwanden viele weitere historische Merkmale, nicht nur in der Altstadt.

Detailliertere Informationen zum Zweiten Weltkrieg finden sich im Artikel Geschichte der Stadt Duisburg.

Nach der Währungsreform ist die Stadt durch einen ungebrochenen Aufstieg in allen Lebensbereichen gekennzeichnet. Kohle und Stahl werden wieder die Motoren des Wiederaufbaus. Ende der 1950er Jahre zählt der Arbeitsamtsbezirk Duisburg kaum Arbeitslose. Die Wirtschaftskraft der Region Duisburg war überdurchschnittlich und lag um fast 50 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Es erfolgte ein gewaltiger Zustrom von Menschen in die Stadt. Bis 1961 schnellt die Einwohnerzahl auf 502.933 hoch. Trotz der Kohlenkrise, die im Jahre 1957 begann und die auch in Duisburg zur Schließung von Zechen führte, erlebte die Stahlindustrie in den 1960er Jahren eine gute Konjunktur. Vermehrt suchte die Industrie ausländisches Arbeitskräftepotential. Bedingt durch die rasante produktivitätssteigernde technologische Entwicklung im Bereich der Erzeugung von Eisen und Stahl sinkt aber in den 1970er Jahren die Zahl der Beschäftigten.

1975 werden die Orte Walsum, Homberg, Rheinhausen, Rumeln-Kaldenhausen und Baerl eingemeindet. Ein symbolträchtiger Arbeitskampf in Rheinhausen, mit dem die Schließung des dortigen Krupp-Stahlwerks verhindert werden soll, erfasst ganz Duisburg und strahlt auf weite Teile des Ruhrgebiet aus. Doch letztlich bleiben die massiven Streik- und Protestaktionen erfolglos, und die Krupp-Hütte wird 1993 endgültig geschlossen.

Duisburg, das 20 Jahre zuvor noch zu den deutschen Städten mit den höchsten Pro-Kopf-Steuereinnahmen zählte, hat aufgrund der einseitigen Industriestruktur nun mit erheblichen Standortproblemen zu kämpfen. 1988 gründen die Stadt Duisburg und die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer deshalb in einer gemeinsamen Initiative in einem bundesweit bis dahin einmaligen Modell die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH. Sie wird in sog. Public Private Partnership von verschiedenen Unternehmen und der Stadt getragen und finanziert. Sie soll u. a. helfen, den Flächenengpass im Stadtgebiet zu beseitigen und freigewordene Industrieflächen für neue Industrien und für die Ansiedlung von Dienstleistungs- und Transportunternehmen aufzubereiten. Doch die Unternehmensneuansiedlungen können den Verlust der Arbeitsplätze auch im neuen Jahrtausend nicht ausgleichen.

Besonders bedrohlich für die Stadt sind die erheblichen Kaufkraftverluste, die eine Folge der hohen Erwerbslosigkeit und des rasanten Bevölkerungsrückangs sind. Hinzu kommt die zunehmende Attraktivität benachbarter Niederrheinstädte für Einkäuferinnen und Einkäufer. Waren es früher die Anwohner des Niederrheins, die zum Einkaufen nach Duisburg fuhren, so blieben diese im Zuge der Stadtentwicklungen am Niederrhein zunehmend aus. Die Nachbarstadt Oberhausen konnte sich diesem Trend mit der Errichtung der Einkaufs-„Mall“ CentrO erfolgreich entgegenstellen, was die Abwanderung von Kaufkraft aus Duisburg hinaus jedoch zusätzlich verschärfte. Auch in Duisburg war viele Jahre lang die vieldiskutierte Ansiedlung einer „Mall“ (Arbeitstitel: MultiCasa) am Hauptbahnhof auf dem Gebiet des stillgelegten Güterbahnhofs in Innenstadtnähe geplant. Da der Stadtrat 2005 in einer umstrittenen Entscheidung beschloss, das Baugelände gegen den Willen des Investors als Sondergebiet auszuweisen, ist dieses Projekt vom Tisch. Zurzeit ist geplant, dort – wie im Innenhafen – Büros und Gewerbe anzusiedeln. Seit September 2008 ist das innerstädtische Einkaufszentrum, das Forum Duisburg, an der Königstraße eröffnet, welches zusammen mit dem ebenfalls neu erbauten City Palais, in dem sich die neue Mercatorhalle und ein Spielkasino befinden, den neuen Anziehungspunkt in der Stadtmitte bilden. Am Rande der Innenstadt hat sich der Innenhafen als gelungenes Beispiel einer Stadtumgestaltung etabliert, wo demnächst ein Büro- und Hotelgebäude mit einer Nutzfläche von ca. 35.000 m² entstehen - das sogenannte „Eurogate“. Die vorbereitenden Bauarbeiten haben bereits 2007 begonnen.

Zu Beginn des 19. Jahrhundert bildete die Stadt Duisburg im Kreis Wesel im preußischen Herzogtum Kleve zusammen mit der als Enklave im Herzogtum Berg und im Landkreis Düsseldorf liegenden Ortschaft Wanheim-Angerhausen die Bürgermeisterei Duisburg. Unter den klevischen Städten zählte sie zur viertwichtigsten nach Kleve, Wesel und Xanten. Zum Stadtgebiet gehörten weitere Dörfer beziehungsweise Wohnplätze und Siedlungen, wie etwa Duissern, Feldmark – das heutige Dellviertel, Neuenkamp, das heutige Neudorf und Hochfeld. 1801 wurde das zu Moers gehörende Kasslerfeld nach Duisburg umgemeindet.

1815 kam die Stadt nach dem Zusammenbruch der französischen Herrschaft wieder zu Preußen und wurde im Zuge der Verwaltungsgliederung des Preußischen Staates 1816 dem neu gebildeten Landkreis Dinslaken im Regierungsbezirk Kleve in der Provinz Jülich-Kleve-Berg zugeteilt. Schon 1822/23 traten die erste Änderungen ein: Die beiden Rheinprovinzen wurden vereinigt, ebenfalls die Regierungsbezirke Kleve und Düsseldorf und aus den Landkreisen Dinslaken und Essen der neue Landkreis Duisburg gebildet. 1857 schied die Stadt Duisburg durch Einführung der Städteordnung aus der Bürgermeisterei Duisburg aus. Die Bürgermeisterei Duisburg-Land bestand danach nur noch aus der Ortschaft Wanheim-Angerhausen. Im Jahre 1873 wurde Duisburg kreisfrei und 1902 das mittlerweile zum Landkreis Ruhrort gehörende Wanheim-Angerhausen wieder mit der Stadt Duisburg vereinigt.

Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Duisburg.

An der Spitze der Stadt Duisburg stand schon seit etwa 1270 ein Rat und seit 1275 zwei Bürgermeister. Der Rat hatte zehn bis 22 Mitglieder. Der Wahlmodus für den Rat wurde mehrfach geändert. In der Regel wechselten seine Mitglieder jährlich am 10. August (Laurentiustag). Ab 1566 behielt sich der Herzog von Kleve das Recht, den Bürgermeister und zwei Räte selbst zu ernennen. Dennoch machte der Herzog hiervon kaum Gebrauch. Neben dem Rat taucht seit dem 15. Jahrhundert ein weiteres Gremium als Bürgerbeteiligung auf, der „Sechzehner“. Ihm gehörten je vier Vertreter der vier Stadtviertel an. Ein weiteres größeres Gremium war der „Vierundzwanziger“. Jedoch kann man bei beiden Gremien nicht von einer echten Bürgerbeteiligung im heutigen Sinne sprechen. Sie hatten meist nur beratende Funktion. 1713 wurde die freie Ratswahl vorübergehend aufgehoben. 1807 wurde in französische Zeit die Munizipalverfassung mit einem Munizipalrat eingeführt. Seit 1856 gab es „Stadtverordnete“, später Ratsherren. Die Leitung der Stadt übernahm in französischer Zeit der Maire, in preußischer Zeit ein Bürgermeister beziehungsweise später Oberbürgermeister.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein, und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1997 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt.

2004 wurde zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren ein Oberbürgermeister gewählt, der nicht der SPD angehört. Adolf Sauerland, CDU, gewann im zweiten Wahlgang mit 61,2 Prozent gegen seine Vorgängerin Bärbel Zieling, SPD.

In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung. Diese werden bei jeder Kommunalwahl neu gewählt. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksbürgermeister (ehem. Bezirksvorsteher). Die CDU stellt seit der letzten Wahl vier Bezirksvorsteher: Katharina Gottschling (Rheinhausen), Hildegard Fischer (Homberg/Ruhrort/Baerl), Heinrich Klose (Stadtmitte), Arno Müller (Süd). Drei Bezirksvorsteher gehören der SPD an: Heinz Plückelmann (Walsum), Uwe Heider (Hamborn), Wilhelm Jankowski (Meiderich/Beeck).

Die CDU und die Grünen haben miteinander einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, besitzen jedoch auch zusammen mit dem Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) keine Mehrheit im Rat. Sie sind auf die fallweise Unterstützung weiterer Ratsmitglieder angewiesen.

Ähnlich wie viele andere Großstädte steckt Duisburg seit Jahren in einer finanziellen Krise. So genannte Kassenkredite sollen eigentlich nur kurzfristige Engpässe vermeiden. Die gelegentliche Liquiditätsspritze wurde jedoch für zahlreiche Gemeinden zum Dauertropf.

Im Duisburger Entwurf für das Haushaltsjahr 2006 wurde als Höchstbetrag für Kassenkredite 1,25 Milliarden Euro festgelegt (0,7 Mrd. 2004). Durch die so genannte Haushaltsicherung soll die Neuverschuldung beendet werden. Das wird in Duisburg für 2013 bis 2019 angestrebt. Danach könnten Alt-Schulden abgetragen werden. Duisburg steht unter der Finanzaufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf.

Wie es bei nahezu allen Großstädten der Fall ist, so ist auch Duisburg in seinen heutigen Grenzen das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen. Die Stadt war lange Zeit die zehntgrößte Stadt Deutschlands, da sie jedoch in den letzten 30 Jahren mehr als 17 Prozent ihrer Einwohner verloren hat, steht sie nunmehr auf dem 15. Platz. 2005/2006 wurde die Stadt von Leipzig, Dresden und Nürnberg überholt. Noch Anfang der 1970er Jahre lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt etwa 650.000 Menschen.

Auf dem Gebiet vor den großen Eingemeindungen lebten am 31. Dezember 1974 nach Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 428.594 Menschen. Bis heute ist die Zahl der dort lebenden Einwohner um 21 Prozent auf knapp 340.000 gesunken. Gegenüber 1961 ist das sogar ein Verlust von 32 Prozent.

Anfang der 1970er Jahre betrug der Anteil ausländischer Bürger nicht einmal sechs Prozent, heute liegt der Anteil der Menschen mit ausländischem Pass bei etwa 15 Prozent. In den letzten zehn Jahren haben sich etwa 45.000 Menschen mit Migrationshintergrund einbürgern lassen. Insgesamt haben dem Bericht des Statistischen Bundesamtes vom Mai 2007 zufolge 25,9 % der Duisburger Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Zum Vergleich: Stuttgart 40,1 %, Frankfurt am Main 39,5 %, Düsseldorf 32,3 %, Dortmund 28,1 %, Essen 21,4 %.

Der Sozialbericht 2008 der Stadt Duisburg weist einen Anteil von 32,7 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund aus – einen Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Duisburg.

Das Wappen der Stadt Duisburg zeigt in von Gold und Rot geteiltem Schild oben einen wachsenden, rot gezungten schwarzen Doppeladler, unten eine dreitürmige silberne gezinnte Burg. Die Stadtflagge ist weiß-rot belegt mit dem Wappen. Das Wappen wurde der Stadt am 31. Januar 1977 vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf verliehen. Es ist jedoch bereits im Jahre 1527 bezeugt. Es kann teilweise als „redendes“ Wappen bezeichnet werden, denn die Burg weist auf den Namen der Stadt hin. Der Reichsadler deutet auf die Zugehörigkeit zum Reich und weist auf die ehemalige Reichsfreiheit hin, die jedoch bereits 1290 an die Herren von Kleve verpfändet war.

Nach dem zweiten Weltkrieg entstand der Gedanke der Städtepartnerschaften in Europa, dessen Ziele es waren, die Annäherung ehemaliger Kriegsgegner zu fördern und den Frieden in Europa wiederherzustellen. In diesem Sinne schloss die Stadt Duisburg mit der britischen Hafenstadt Portsmouth im Jahr 1950 ihre erste Städtepartnerschaft, die noch heute sehr lebendig ist, was unter anderem in vielfältigen Austauschprogrammen zum Ausdruck kommt. Der 1948 in Duisburg stationierte britische Stadtkommandant Captain Colin Hutchison, der persönliche Kontakte nach Portsmouth hatte, schlug seinerzeit die Städtepartnerschaft vor. Ebenso lebendig ist die Partnerschaft zur französischen Hafenstadt Calais, die seit 1964 besteht.

Heute sind die Ziele der Städtepartnerschaften weitaus umfangreicher. Sie reichen von der Unterstützung des Prozesses der europäischen Einigung über die weltweite Völkerverständigung bis hin zur Förderung wirtschaftlicher und kultureller Interessen. So schloss die Stadt Duisburg in der Vergangenheit beispielsweise Städtepartnerschaften mit der chinesischen Stadt Wuhan oder der türkischen Stadt Gaziantep.

Duisburg gehörte im Mittelalter zum Bistum Lüttich, später zum Erzbistum Köln.

1543 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt im evangelischen Sinne gepredigt und in den Folgejahren auch das Abendmahl in beiderlei Gestalt („Brot und Wein“) gefeiert, so dass bis 1555 die Reformation endgültig Fuß fassen konnte. Vorherrschend war das reformierte Bekenntnis. 1610 wurde in der Duisburger Salvatorkirche der Synodalverband der reformierten Gemeinden Jülich, Kleve und Berg gegründet, zu dem auch die Gemeinde in Duisburg gehörte. Die Gegenreformation konnte sich nicht durchsetzen. 1727 bildete sich auch eine lutherische Gemeinde. Beide Konfessionen vereinigten sich 1891 zur unierten Gemeinde von Duisburg. In preußischer Zeit wurde Duisburg Sitz einer Superintendentur innerhalb Rheinischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen, aus der später der Kirchenkreis Duisburg innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. Walsum gehört zum Kirchenkreis Dinslaken und das linksrheinische Duisburg zum Kirchenkreis Moers. Duisburg ist Sitz der großen evangelischen Hilfsorganisation Kindernothilfe.

Die nach der Reformation in Duisburg verbliebenen Katholiken gehörten weiterhin zum Erzbistum Köln. Nach dessen Auflösung 1801 kam Duisburg zum Bistum Münster. Seit 1958 gehören die Pfarrgemeinden in den damaligen Grenzen Duisburgs zum neu gegründeten Bistum Essen. Nach der 2006 erfolgten Neuordnung der Pfarreienstruktur sind dies die Pfarreien St. Norbert, St. Johann (beide Hamborn), St. Michael (Meiderich), Liebfrauen (Mitte) und St. Judas Thaddäus (DU-Süd), die jeweils aus mehreren ehemals selbständigen Gemeinden bestehen. Die 18 Pfarrgemeinden des linksrheinischen Dekanats Duisburg-West und des zum Dekanat Dinslaken gehörenden Pfarrverbands Walsum – diese Gebiete wurden erst 1975 nach Duisburg eingemeindet – gehören weiterhin zum Bistum Münster.

Die evangelischen und römisch-katholischen Kirchengemeinden in Duisburg sind Mitglieder in der 1993 gegründeten Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Duisburg. Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören darüber hinaus die Griechisch-Orthodoxe Kirche, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (Duisburg ist Propsteisitz des Sprengels West), die Armenische Apostolische Kirche, die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Freikirchen sowie die Apostolische Gemeinschaft an. Auch in Duisburg vertreten ist die Neuapostolische Kirche mit 15 Kirchengebäuden innerhalb des Stadtgebietes.

Die jüdische Gemeinde der Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen hat ein gemeinsames Gemeindezentrum mit Synagoge im Duisburger Innenhafen. Für die etwa 2.800 Mitglieder starke Gemeinde wurde ein Umzug aus dem kleinen mülheimer Gemeindezentrum notwendig. Gemeinsam beschlossen die Jüdische Gemeinde und die drei Städte Duisburg, Mülheim und Oberhausen einen Neubau in Duisburg. Seit Einweihung des Gemeindezentrums der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen im Jahre 1999 ist dieser Ort mit Leben gefüllt. Es finden dort u.a. Kulturveranstaltungen statt, so eine Jüdische Buchmesse sowie die Jüdischen Kulturtage im Rheinland für das westliche Ruhrgebiet. Aber auch das Engagement im Bereich der Familien- und Jugendarbeit ist in den Räumen des Gemeindezentrums in Duisburg mit dem Kinder- und Jugendzentrum Tikwatejnu beheimatet − Tikwatejnu ist Hebräisch und bedeutet übersetzt "Unsere Hoffnung".

Etwa acht Prozent der Duisburger Bürgerinnen und Bürger bekennen sich zum Islam. In einigen Stadtbezirken Duisburgs ist der Anteil der islamischen Bevölkerung wesentlich höher. Im Stadtteil Marxloh wurde am 26. Oktober 2008 die Duisburger Merkez-Moschee eröffnet. Das integrative Konzept und die Zusammenarbeit von Stadt und islamischen Religionsvereinen hat bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Duisburg bietet ein großes Angebot an kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen. Herausragend wichtiges Ereignis sind die alljährlich seit 1977 (außer 2005) stattfindenden Duisburger Akzente, die sich jeweils mit einem kulturell aktuellen Thema auseinandersetzen, und das Traumzeit-Festival im Landschaftspark Duisburg-Nord. Überregional bedeutsam sind die im gesamten Ruhrgebiet stattfindende RuhrTriennale und das Klavierfestival Ruhr.

Von besonderer Bedeutung sind die Stätten und Aktivitäten der Industriekultur, die dem gesamten Ruhrgebiet ein neues Gesicht geben sollen. Der Landschaftspark Duisburg-Nord, der Hafenstadtteil Ruhrort und der am Rande des Stadtzentrums gelegene Innenhafen sind die Duisburger Hauptattraktionen an der Route der Industriekultur.

Das 1912 im klassizistischen Stil erbaute Theater Duisburg (Entwurf: Martin Dülfer) gilt als das kulturelle Zentrum Duisburgs. Es wird seit 1956 von der Deutschen Oper am Rhein zusammen mit den Duisburger Philharmonikern bespielt. Die Deutsche Oper am Rhein ist eine Theatergemeinschaft der Nachbarstädte Düsseldorf und Duisburg. Sie hat neben Oper und Operette/Musical auch Ballett im Programm. Bereits von 1887 bis 1921 bestand eine Theaterehe mit Düsseldorf. Diese wurde von einer eigenständigen Duisburger Oper und einer Theatergemeinschaft mit dem Schauspielhaus Bochum abgelöst, die bis 1935 bestand.

Duisburg besitzt kein eigenes Schauspielensemble. Im Stadttheater werden Inszenierungen anderer Theater, insbesondere aus der Rhein-Ruhr-Region, gezeigt.

Weitere Theater sind das Kleinkunsttheater „Die Säule“ im Dellviertel, die Kleine Bühne Friemersheim, das Kinder- und Jugendtheater „Kom’ma“ in Rheinhausen sowie die Meidericher Kleinkunstbühne. Aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten senkte sich für die freie Schauspielbühne „Comödie Duisburg“ der Vorhang im Juli 2008.

1962 wurde die Duisburger Mercatorhalle in der Innenstadt eingeweiht. Sie ersetzte die 1887 eröffnete und 1942 zerstörte Tonhalle, die an der gleichen Stelle stand. Die Mercatorhalle galt 40 Jahre lang als die „gute Stube“ der Stadt. Diese Konzert- und Veranstaltungshalle wurde 2005 abgerissen, um Platz für das City Palais zu schaffen, das unter anderem ein im Februar 2007 eröffnetes Spielcasino und die „neue“ Mercatorhalle beherbergt. Der große Saal dieser Halle bietet Platz für 1750 Personen und wurde im April 2007 eröffnet. Die Duisburger Philharmoniker haben in der Mercatorhalle ihre Spielstätte.

Das Theater am Marientor (TaM) ist ein ehemaliges Musicaltheater („Les Miserables“) und wird heute für unterschiedlichste Bühnenveranstaltungen angemietet. Die Duisburger Philharmoniker nutzten es während der Schließung der Mercatorhalle als Ausweichquartier.

Die Rhein-Ruhr-Halle in Hamborn fasst bis zu 4450 Sitzplätze. Unrenoviert und nicht optimal beheizt verlor sie mit der Zeit etwas an Bedeutung. In den Stadtteilen befinden sich außerdem die Rheinhausen-Halle, die Stadthalle Walsum, die Glückauf-Halle in Homberg-Hochheide und der Steinhof in Huckingen.

Veranstaltungsorte in der Kulisse einer stillgelegten Eisenhütte sind die Kraftzentrale (bis zu 4140 Plätze), die Gießhalle und die Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord. Regelmäßige Comedy- und Musikveranstaltungen (letztere vor allem mit lokalen Gruppen) finden auch in der Kulturzentrale HundertMeister am Dellplatz und im Hochfelder Pulp statt, ein 2002 zu einer mittelalterlich anmutenden Burg umgebautes Bahnhofsgebäude.

In Duisburg gibt es zahlreiche Bars, Cafés, Diskotheken, Lokale und Restaurants. Besonders bekannt ist die Gastronomie-Meile am Duisburger Innenhafen. Entlang der mit einem Damm abgeteilten und aufgestauten Wasserfläche befinden sich teils in wieder hergerichteten alten Getreidespeichern, teils modernen Bürokomplexen mehrere Gastronomiebetriebe, Restautants, Cafés, Biergärten und Cocktailbars.

Ebenso bekannt für seine vielen Lokale ist der Dellplatz in der Duisburger Innenstadt. Weit bekannt ist die Kulturzentrale HundertMeister, in der Kulturveranstaltungen verschiedenster Art stattfinden, wie Konzerte, Theater oder Comedy. In unmittelbarer Nähe befindet sich Duisburgs älteste Hausbrauerei, das Webster aus dem Jahr 1992, wo ebenfalls Konzerte stattfinden können. Im Universitätsviertel mit der ältesten Duisburger Studentenkneipe Finkenkrug, die die größte Bierauswahl Nordrhein-Westfalens besitzt, findet man eine abwechslungsreiche Kneipenlandschaft.

Zu den bekanntesten Restaurants zählen das Restaurant in Duisburgs ältestem Wohngebäude, dem Dreigiebelhaus, welches 1536 erbaut wurde, und die Gaststätte Lindenwirtin in Duissern, die in einem um 1760 gebauten Fachwerkhaus untergebracht ist. Ebenfalls bekannt ist die Schifferbörse im Hafenstadtteil Ruhrort.

Insgesamt gibt es in Duisburg neun Diskotheken. Dazu zählt der Delta Musik Park in Duisburg-Hamborn, der in einem ehemaligen Zirkuszelt untergebracht ist. Mit einer Nutzfläche von 4.500 Quadratmetern zählt das Delta zu den größten Diskotheken in Deutschland. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude im Stadtteil Hochfeld befindet sich das Tanzlokal des Eventschlosses Pulp.

Im Jahr 2007 eröffnete das Casino Duisburg im Citypalais, welches die größte Spielbank der Westspiel-Gruppe ist. Es verfügt über 354 Automaten im Automatencasino und 29 Spieltische im klassischen Spiel. In den ersten zehn Monaten zählte das Duisburger Casino 700.000 Besucher und erwirtschaftete Bruttospielertrag von 55,4 Millionen Euro, womit es hinter Berlin und Stuttgart den dritthöchsten Bruttospielertrag aller deutschen Spielbanken erzielte.

In Duisburg gibt es heute noch zwei Lichtspielhäuser. Dabei gab es in den 1960er Jahre in fast jedem Stadtteil ein Lichtspieltheater, doch das Kinosterben machte auch vor Duisburg nicht halt. Zuletzt blieben mit dem „Europa“ (das bis zur Insolvenz im Sommer 2008 die „Comödie“ beherbergte), dem „Gloria“ (jetzt ein Modegeschäft) und dem „Residenz“ (im Zuge des Baus des Einkaufszentrums „Forum Duisburg“ abgerissen) noch drei innerstädtische Kinozentren übrig. Doch letztlich haben auch sie unter anderem wegen der Konkurrenz mit dem UCI-Multiplex-Kino am Hauptbahnhof schließen müssen.

Neben dem Multiplex-Kino befindet sich am Dellplatz mit dem Filmforum das älteste kommunale Kino Deutschlands . Das Filmforum, welches 1970 eröffnet wurde, besitzt einen Kinosaal im Stile der 1950er Jahre und ein bedeutendes filmhistorisches Archiv. Alljährlich ist es zudem Ausrichter der Duisburger Filmwoche. Seit 1996 veranstaltet das Filmforum zusammen mit dem Landschaftspark Nord das Sommerkino. Für etwa einen Monat dient die Gießhalle des Landschaftsparks als Kulisse für das Freilichtkino, das neben aktuellen Filmen auch Klassiker zeigt.

Das Wilhelm-Lehmbruck Museum – Zentrum Internationaler Skulptur ist in einem vom Sohn Lehmbrucks entworfenen Museumsbau von 1964 untergebracht. Es zeigt – ausgehend von dem Werk des Duisburger Künstlers Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) – eine europaweit einmalige Sammlung moderner Bildhauerkunst.

Das nahezu allseitig verglaste Lehmbruck-Museum liegt am Westrand des Kantparkes, eines öffentlichen Skulpturenparkes mit 40 Plastiken. Der „Dialog zwischen Museum und Außenwelt“ soll sich in der angrenzenden Fußgängerzone mit seiner Brunnenmeile und den von Künstlern gestalteten U-Bahn-Stationen (unter anderen von Eberhard Bosslet, Isa Genzken und Gerhard Richter) fortsetzen.

Ein auffälliges Wahrzeichen der Stadt ist der „Lebensretter“-Brunnen mit einer sieben Meter hohen vogelartigen Schutz gewährenden und Stärke ausstrahlenden Figur, an die sich eine kleinere Figur hilfesuchend anklammert. Diese Figurenkombination im Stil der poppigen „Nana“-Figuren stammt von der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle. Die Brunnenfigur steht auf einer von Jean Tinguely aus Schrottteilen konstruierten rotierenden Plattform.

Ebenfalls an den in Meiderich geborenen Lehmbruck erinnert ein von der Stadt Duisburg vergebenes „Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium“ für junge Künstler, dessen Stipendiaten kostenlose Wohnateliers im historischen Dreigiebelhaus zur Verfügung gestellt werden.

Das Museum Küppersmühle für moderne Kunst präsentiert sich in einem von Herzog & de Meuron umgestalteten Innenhafen-Getreidespeicher. Die Sammlung Junge Kunst in den Räumen der König-Brauerei in Beeck, das Museum DKM der gleichnamigen Stiftung sowie die Cubus Kunsthalle beschäftigen sich ebenfalls mit moderner Kunst.

Das Kultur- und Stadthistorisches Museum befindet sich seit 1991 in einem ehemaligen Getreidespeicher am Innenhafen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die wissenschaftsgeschichtlich wertvollen Globen der Mercator-Schatzkammer, die dem Lebenswerk des Mathematikers und Kartografen Gerhard Mercator gewidmet wurde. Im selben Gebäude untergebracht ist das Museum Stadt Königsberg, das die Geschichte der alten ostpreußischen Stadt darstellt.

Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt ist mit seiner umfangreichen Sammlung in einem ehemaligen Jugendstil-Hallenbad in Ruhrort/Laar untergebracht. Zum Museum gehören zwei historische Dampfschiffe, die im Ruhrorter Hafen ankern.

Kleinere Museen sind das Haniel Museum in Ruhrort, das Lehrerhaus Friemersheim in Rheinhausen, das Niederrheinische Karnevalsmuseum am Mattlerbusch, das Naturwissenschaftliche Museum in Wedau, das Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen und das Bergbaumuseum Rheinhausener Bergbausammlung. Das Radiomuseum in Ruhrort zeigt außer Radios auch Schallplattenspieler.

Das Atlantis Kindermuseum, untergebracht in einem Innenhafen-Getreidespeicher, war eine naturwissenschaftlich-technische Erlebniswelt, die Ende 2007 schließen musste. Statt dessen ist jetzt das „Legoland Discovery Centre“ in der Werhahnmühle untergebracht.

Das Duisburger Rathaus geht zurück auf den mittelalterlichen Könighof, der an derselben Stelle gestanden hat. Das heutige, im Stil der Frührenaissance (Historismus) errichtete Gebäude, wurde 1902 durch den Karlsruher Architekten Friedrich Ratzel fertiggestellt. Das erste Rathaus, das sich hier befand, stammte aus dem Mittelalter und wurde im Jahre 1361 zum ersten Mal erwähnt. Es wurde 1802 abgebrochen und am Ort des alten Gerichtshauses am Weinmarkt neu erbaut. 1843 wurde dieses Rathaus abermals durch einen Neubau an der heutigen Stelle ersetzt. Seit 1878 befindet sich auf der Mitte des Burgplatzes vor dem Rathaus der Mercatorbrunnen.

Die neben dem Rathaus stehende Salvatorkirche befindet sich ebenfalls auf dem Gelände des Königshofes. Hier stand erstmals im 9. Jahrhundert eine Kirche. Nach einem Brand im 13. Jahrhundert wurde 1415 der Neubau fertiggestellt. Seit 1571 ist die am Innenhafen gelegene Salvatorkirche evangelisch. In die benachbarte katholische Karmelkirche von 1961 sind Teile der im Krieg zerstörten Minoritenkirche von 1271 integriert worden. Zuvor gehörte diese Klosterkirche in den Komplex der im Krieg zerstörten ältesten katholischen Stadtkirche, der Liebfrauenkirche. Rathaus, Salvatorkirche und Liebfrauenkirche bildeten vor dem Zweiten Weltkrieg die typische Dreit-Türme-Silhouette der Stadt.

Die Liebfrauenkirche wurde nach dem Krieg an anderer Stelle inmitten des neuen Duisburger Stadtzentrums am Stadttheater wiederaufgebaut. Die Glasfenster, Baldachin und zahlreiche andere Einrichtungsgegenstände der Liebfrauenkirche stammen aus der Vatikankirche der Brüsseler Weltausstellung von 1958.

1153 wurde die Marienkirche als erste Niederlassung des Johanniterordens in Deutschland errichtet. Der heutige klassizistische Bau geht zum größten Teil auf das Jahr 1802 zurück. Seit dem 16. Jahrhundert ist die Kirche evangelisch.

Die Abtei Hamborn mit der Abteikirche St. Johann Baptist im Norden der Stadt geht auf das 11./12. Jahrhundert zurück, ein Vorgängerbau ist von 900. Die Abtei gehört zum Prämonstratenser-Orden. Die spätromanische katholische Pfarrkirche St. Dionysius in Mündelheim wurde 1221 erbaut.

Das 1999 fertiggestellte Jüdisches Gemeindezentrum (Architekt: Zvi Hecker) liegt im Innenhafen unweit der in der Pogromnacht 1938 zerstörten alten Synagoge von 1875. Sie gilt als ein herausragendes Beispiel zeitgenössischer skulpturaler Architektur.

Mit der im Oktober 2008 fertig gestellten Merkez-Camii der DITIB in Marxloh steht in Duisburg ein Gebetsraum für 1.200 Gläubige mit einem 34 Meter hohen Minarett und einem 23 Meter hohen silberfarbene Kuppeldach.

Das am Rande des Innenhafens gelegene Dreigiebelhaus, errichtet 1536, ist das älteste noch erhaltene Wohngebäude Duisburgs. Der ältere Gebäudeteil des Amts- und Landgerichts Duisburg wurde 1876 im Stil der Neo-Renaissance fertiggestellt.

Die von Herzog & de Meuron 1999 zum Museum umgebaute Küppersmühle von 1909 ist der architektonisch bedeutsamste Teil der Speicherzeile im Innenhafen.

Zwischen 1981 und 1991 wurden 23 Ziegel-Rundbauten – „Keksdosen“ – (Architekten: Peter Poelzig u. a.) errichtet. Sie sind die markantesten Gebäude der in Neudorf am Rande des Duisburger Stadtwaldes gelegenen Universität. Das im Universitäts-Stadtteil gelegene „Haus der Wirtschaftsförderung“, das Technologiezentrum und das Mikroelektronikzentrum wurden 1992 bis 1996 von Norman Foster errichtet.

Die Dachorganisation der Duisburger Sportvereine stellt der Stadtsportbund (SSB) Duisburg dar, welcher dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen angeschlossen ist. Insgesamt gehören dem SSB Duisburg ungefähr 500 Vereine mit über 110.000 Mitgliedern an.

Duisburg ist Sitz des Landessportbunds Nordrhein-Westfalen, des Deutschen Kanu-Verbandes, des Westdeutschen- Fußball und Leichtathletikverbandes sowie weiterer überregionaler Sportverbände.

Der bekannteste Sportverein in Duisburg ist der 1902 gegründete MSV Duisburg, damals noch unter dem Namen Meidericher Spielverein. Berühmt ist der Club durch seine Fußballmannschaft, die aufgrund ihrer gestreiften Trikots „Zebras“ genannt werden. 1963 gehörte der MSV zu den Gründungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga und spielt nach wechselhaften Jahren in der jetzigen Saison 2008/2009 in der 2. Bundesliga. Schon vor 1963 sorgte der Meidericher SV für Furore. Damals galt Duisburg als die Fußballhochburg im Ruhrgebiet. In der Stadt gab es insgesamt drei große, landesweit bekannte Vereine, obwohl nie ein Duisburger Verein nationale Erfolge verbuchen konnte. Neben dem MSV waren dies der Duisburger SV (der 1964 mit dem TuS Duisburg 48/99 zu Eintracht Duisburg fusionierte) und die Sportfreunde Hamborn 07.

In der Frauenfußball-Bundesliga gehört der FCR 2001 Duisburg (vormals FC Rumeln-Kaldenhausen) zu den besten Mannschaften und sorgt seit Jahren im Frauenfußball für positive Schlagzeilen. Bereits in den 80er und 90er Jahren gab es mit dem KBC Duisburg eine Spitzenmannschaft im Frauenfußball (Deutscher Pokalsieger 1983, Deutscher Meister 1985), die Abteilung wechselte im Jahr 1997 zum Verein Eintracht Duisburg 1848 e.V. und hat im Jahr 2009 über 100 Mitglieder.

Zu den überregional bekannten Sportclubs aus Duisburg zählt der Eissportverein „Füchse“ Duisburg (EVD), der in der Deutschen Eishockey-Liga spielt. Die Füchse sind der Nachfolgeverein des Duisburger SC, der von 1979 bis 1981 in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv war.

Im linksrheinischen Rheinhausen ist der traditionsreiche Handball-Regionalligist und ehemalige Bundesligist OSC Rheinhausen beheimatet.

Ein traditionsreicher Hockeyverein ist der Club Raffelberg (CR), der in den 50er Jahren zwei Deutsche Meisterschaften im Feldhockey feiern konnte. Heute spielt der CR in der 2. Hockey-Bundesliga.

Im Wasserball sind gleich vier Duisburger Mannschaften in beiden höchsten Wasserballspielklassen vertreten. Der Amateur-Schwimm-Club Duisburg (ASCD) wurde in der abgelaufenen Spielzeit deutscher Vizemeister, die zweite Mannschaft spielt in der 2. Liga, ebenso wie der siebenmalige deutsche Wasserballmeister Duisburger SV 98 und der PSV Duisburg.

Neben diesen Vereinen gibt es noch weitere Clubs aus Duisburg, die mit ihren Mannschaften in den ersten Ligen ihrer Sportarten vertreten sind, teilweise sehr Erfolgreich.

Das ganze Jahr über finden viele Sportveranstaltungen statt. Zu den berühmtesten Veranstaltungen gehören der Rhein-Ruhr-Marathon und die Duisburger-Tanz-Tage. Darüber hinaus gibt es noch weitere Sportveranstaltungen in der Stadt.

Die Sportstadt Duisburg wurde ebenfalls bekannt durch die Ausrichtung internationaler Sportveranstaltungen, vor allem durch Kanu- und Ruderweltmeisterschaften im Sportpark Wedau. Zuletzt war Duisburg Ausrichter der Kanurennsport-Weltmeisterschaft 2007 mit 90 teilnehmenden Nationen. 1989 fand in der Ruhrgebietsstadt die Universiade statt und 2005 die World Games.

In den einzelnen Stadtteilen gibt es eine Vielzahl an Außensportanlagen, die überwiegend an Sportvereine verpachtet sind und die von diesen unterhalten und gepflegt werden. Für die Duisburger Vereine besteht außerdem die Möglichkeit auf die Turnhallen oder Schwimmbäder, die teilweise privat betrieben werden, im Stadtgebiet zurückzugreifen. Zudem gibt es in Duisburg zwei Golfanlagen in den Stadtteilen Röttgersbach und Huckingen, die zusammen eine Fläche von 1.160.000 Quadratmeter aufweisen.

Die größten und bekanntesten Sportstätten befinden sich im Sportpark Wedau. Zu diesen zählt die 31.500 Zuschauer fassende MSV-Arena, die 2005 das alte Wedaustadion ersetzte. In der MSV-Arena trägt der Fußball-Zweitligist MSV Duisburg seine Heimspiele aus. In direkter Nachbarschaft liegen das Schwimmstadion und die SCANIA-Arena, die Heimspielstätte des EV Duisburg. Im östlichen Teil des Sportparkes befindet sich die Regattabahn Duisburg, die zu den modernsten ihrer Art weltweit gehört. Dort liegt auch das Bundes- und Landesleistungszentrum für den Kanurennsport. Im Sportpark befinden sich noch das Leichtathletikstadion und die Sportschule Wedau.

Weitere wichtige Sportstätten sind in den Stadtteilen zu finden.

In Duisburg gibt es zahlreiche Naherholungsgebiete, wo die Bevölkerung ihren Freizeittätigkeiten nachgehen kann. Obwohl Duisburg eine Industriestadt ist, gibt es in der Stadt eine Vielzahl an Grünflächen und Parkanlagen. Alleine 2.500 Hektar des Duisburger Stadtgebietes sind von Wäldern bedeckt. Zu den größten Wäldern zählen der Baerler Busch und der Driesenbusch in Walsum, aber vor allem der Duisburger Stadtwald, der nach dem Berliner Grunewald und der Eilenriede in Hannover der drittgrößte Stadtwald in Deutschland ist.

Außerdem gibt es in Duisburg knapp ein Dutzend Parkanlagen. Zu den berühmtesten zählen der Stadtpark in Meiderich und der Biegerpark in Huckingen, im besonderen aber der 1979 errichtete Revierpark Mattlerbusch im Norden der Stadt mit der Niederrhein-Therme als Kernstück. In Hochfeld entsteht zur Zeit der Rheinpark auf einem ehemaligen Industriegelände. Auf dem 60 Hektar großen Grundstück entsteht ein neues Stadtquartier, welches ähnlich wie der Innenhafen die Elemente Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander verbinden soll. Weitere Möglichkeiten sich am Rhein zu erholen bieten die Rheinauen in Walsum, Friemersheim und Mündelheim.

Duisburg verfügt über zwei botanische Gärten. Der älteste befindet sich am Kaiserberg und wurde 1890 gegründet, er zeigt meist einheimische Pflanzen. Der größere botanische Garten befindet sich im Stadtteil Hamborn, welcher im Jahre 1905 angelegt wurde. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern werden etwa 2.500 Arten tropischer und subtropischer Gewächse in sechs Häusern präsentiert. So verfügt der Garten über ein Tropenhaus, ein Subtropenhaus, ein Gewächshaus für Kakteen sowie eines mit Seerosen. Ein Gewächshaus widmet sich den Pflanzen mit besonderen Kulturansprüchen, so beispielsweise Insekten fangende Pflanzen wie Venusfliegenfalle, Sonnentau, Kannen- und Schlauchpflanzen.

Neben der Gastronomie-Meile und den Museen bietet der Innenhafen noch weitere Erholungsmöglichkeiten, insbesondere der Garten der Erinnerung lädt Erholungssuchende ein. Des weiteren finden am Innenhafen das ganze Jahr über Veranstaltungen statt, wie die Marina-Märkte, der Innenhafenlauf oder das internationale Hafenfest.

In Duisburg-Meiderich liegt der Landschaftspark Duisburg-Nord. Auf dem Gelände eines ehemaligen Hüttenwerkes entstand im Rahmen der Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA) ein rund 200 Hektar großer Park neuen Typs und bietet heute zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Klettern in alten Erzbunkern oder Tauchen in einem Gasometer. Im Jahr finden auf dem Gelände des Landschaftsparkes rund 470 Veranstaltungen verschiedenster Art statt, zum Beispiel Messen und Konzerte. Außerdem ließ man die Natur das Gelände zurückerobern und mittlerweile haben sich mehr als 300 Pflanzenarten im Park angesiedelt. Pro Jahr hat der Park mehr als 700.000 Besucher.

Durch Duisburg führen auch Themenrouten der Route der Industriekultur, zum Beispiel die Industriekultur am Rhein oder die Route Duisburg: Stadt und Hafen.

In unmittelbarer Nähe zum Sportpark Wedau und zum Duisburger Stadtwald befindet sich im Duisburger Süden die Sechs-Seen-Platte. Durch Kiesarbeiten entstanden ab Mitte der 1910er Jahre sechs Seen mit einer Wasserfläche von 150 Hektar, das gesamte Naherholungsgebiet hat eine Fläche von 283 Hektar. Während die nördlichen Seen hauptsächlich der Freizeitgestaltung dienen, hier gibt es unten anderem ein Freibad und einen Bootsverleih, finden rund um die südlichen Seen Renaturierungsmaßnahmen statt, dennoch kann man hier nach Erholung suchen.

Im linksrheinischen Rheinhausen liegt der Toeppersee, der 1898 in Folge von Kiesarbeiten entstand und 1966 zum Freizeitsee ausgebaut wurde. Am Toeppersee befinden sich unter anderem ein Bootsverleih, eine Minigolf- und eine von zwei Duisburger Wasserskianlagen. Die zweite Wasserskianlage befindet sich im Strandbad im Sportpark Wedau.

Entlang des Parallelkanals der Regattabahn im Sportpark Wedau entstand Ende 2007/Anfang 2008 die Wasserwelt Wedau. Die Wasserwelt verbindet die Bereiche Erholung am Wasser, Funsport und Sport miteinander. So wurden ein Hochseilgarten und ein Wasserspielplatz geschaffen, außerdem dient der Weg der Bewegung der sportlichen Betätigung. Er gehört zum 3-Wege-Konzept, welches neben dem Weg der Bewegung noch den Weg des Wissens (vermittelt Wissen rund um das Wasser) und den Weg der Sinne (Naturerlebnisweg) beinhaltet. Der Sportpark Wedau ist insgesamt etwa 200 Hektar groß und gehört somit zu den größten Sport- und Erholungsgebieten Deutschlands.

Im Jahr 1934 wurde der Duisburger Zoo als Tierpark gegründet und gehört heute zu den modernsten und größten zoologischen Gärten Deutschlands. Berühmt ist der Zoo vor allem für sein Delfinarium, das in den 1960er Jahren errichtet und 1995 modernisiert wurde. Außerdem sind in Duisburg seltene Tierarten zu bestaunen wie Koalas, Wombats, Fossas oder ein Flussdelfin, insgesamt leben im Zoo Duisburg rund 2179 Tiere in 274 Arten (Stand: 2008). Jährlich wird der zoologische Garten, der an den Hängen des Kaiserberges liegt und von der Bundesautobahn 3 geteilt wird, von mehr als einer Millionen Menschen besucht.

Im Leben der Duisburger Bürger spielt der Karneval eine nicht unbedeutende Rolle. Im Archiv der Stadt Duisburg befindet sich eine Stadtrechnung aus dem Jahre 1377, aus der hervorgeht, dass die Ratsherren und die Bürgerschaft ausgiebig Fastabend („Vastavent“) feierten. Große Karnevalsbälle wurden allerdings erst ab dem 19. Jahrhundert gefeiert. Die ersten Karnevalsvereine gründeten sich Anfang des 20. Jahrhunderts, heute gibt es in Duisburg zirka 30 Karnevalsvereine mit 3.500 Mitgliedern. Alljährlich beginnt die Session mit der Prinzenkürung und dem Hoppeditz-Erwachen am 11. November, ehe sie mit dem Straßenkarneval im Frühjahr ihren Höhepunkt erreicht. Neben dem Rosenmontagszug in der Innenstadt, der sich 1928 erstmals durch Duisburgs Straßen schlängelte, gibt es Karnevalsumzüge in den Stadtteilen Meiderich, Serm, Homberg, Neumühl und Wehofen. Durch die Straßen des Stadtteils Hamborn windet sich am Karnevalssonntag der nach eigenen Angaben größte Kinderkarnevalszug Europas.

Besonders viele Veranstaltungen finden in der Duisburger Innenstadt statt. An einem Wochenende im Sommer wird das große Duisburger Stadtfest veranstaltet, das an drei Tagen ein vielseitiges Angebot bietet, von Konzerten über Modeschauen bis hin zu Kabarett. Seit 1995 findet Ende Mai/Anfang Juni das Matjesfest statt, bei dem es sich in der Hauptsache um Heringspezialitäten dreht, aber rund um das dreitägige Spektakel gibt es zusätzlich noch ein Kulturprogramm. Durch den Weinhandel wurde Duisburg im Mittelalter zu einer wohlhabenden Stadt. Die Fortsetzung des Weinhandels bietet das seit 1986 ausgerichtete Duisburger Weinfest, auf dem mehr als 40 Winzer aus den deutschen Weinanbauregionen ihre Weine anbieten. Das Weinfest findet meist Ende Juli/Anfang August statt. Darüber hinaus gibt es noch weitere bekannte Veranstaltungen in der Duisburger Innenstadt wie das Kunsthandwerkerfestival oder die Automesse Duisburg in Lack und Chrom. Von Ende November bis kurz vor Heiligabend findet der Duisburger Weihnachtsmarkt statt. Neben den rund 130 Ständen zählen das Riesenrad, die Eislaufbahn und der Kristalbaum auf dem König-Heinrich-Platz zu den Höhepunkten des Marktes, der mit zwei Millionen Besuchern zu den größten Weihnachtsmärkten in Deutschland gehört.

In der Hafenstadt gibt es im Kalenderjahr zwei Hafenfeste. Zum einen das internationale Hafenfest im Innenhafen mit der Drachenboot-Funregatta, welches Mitte Juni stattfindet, und zum anderen das Ruhrorter Hafenfest. Entlang der Hafenpromenade wird Ende Juli/Anfang August ein umfangreiches Kulturprogramm angeboten, außerdem präsentieren sich die im Hafen tätigen Firmen. Das Highlight des Hafenfestes ist das Höhenfeuerwerk Ruhrort in Flammen, das alle drei Jahre den Namen Niederrhein in Flammen trägt.

In einer Samstagnacht im Juni oder Juli wird im Ruhrgebiet die ExtraSchicht ausgerichtet, die auch unter dem Namen Nacht der Industriekultur bekannt ist. Bei diesem Event handelt es sich um ein Kulturfestival vor industriellem Ambiente. Unter anderem sind der Landschaftspark Nord und der Innenhafen regelmäßig in diese Veranstaltung eingebunden.

In den Stadtteilen finden ebenfalls regelmäßige Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel Schützenfeste, Weihnachts- und Adventsmärkte oder Umzüge zu St. Martin. Zu den bekannteren Festen zählen die Beachparty im Strandbad Wedau, Soul am See, das Rheinhauser Stadtfest oder die Beecker Kirmes. Bereits für das Jahr 1539 lässt sich die Beecker Kirmes nachweisen, obwohl sie viel älter sein soll. Die „größte Kirmes am Niederrhein“ findet alljährlich Ende August statt. Ursprünglich war sie das Kirchweihfest der Kirche des Oberhofs im heutigen Stadtteil Beeck. Dieser Hof bestand bereits im 9. Jahrhundert. Der Patron der Kirche war der heilige Laurentius. Sein Namenstag am 10. August fällt in die Haupterntezeit, weshalb man die Kirmes auf den Montag nach Bartholomäi, dem 24. August, verlegte.

Duisburg ist ein internationales Handels- und Logistikzentrum und hat einen optimalen Anschluss an das Straßen-, Schienen- und Wasserstraßennetz. Mit dem unmittelbar hinter der Stadtgrenze gelegenen Rhein-Ruhr-Airport „Düsseldorf International“, der sieben Bahnminuten vom Duisburger Hauptbahnhof entfernt liegt, gibt es zudem eine direkte Flughafenanbindung.

Der Duisburger Hafen „duisport“ gilt als der größte Binnenhafen der Welt und als Sehenswürdigkeit der Stadt.

Er besitzt einen Seehafen-Status, da mit flussgängigen Seeschiffen im Linienverkehr Häfen in Europa, Afrika und im vorderen Orient bedient werden, und umfasst ein Freihafen-Gelände. Der Hafen ist ein sogenannter Seehafen-Hub.

Der Mittelpunkt des Hafens liegt noch heute im Bereich der Ruhrmündung, wo bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts der erste Ruhrorter Hafen geschaffen wurde. Jährlich werden dort rund 40 Millionen Tonnen Güter aller Art umgeschlagen. Über 20.000 Schiffe laufen pro Jahr den Hafen an. Kernstück sind die öffentlichen Hafenanlagen mit einer Ausdehnung von 740 Hektar, 21 Hafenbecken von über 180 Hektar ergeben eine Uferlänge von 40 Kilometer. Dazu kommt noch das Logport Logistic Center Duisburg mit 265 Hektar Fläche. Etliche Unternehmen verfügen darüber hinaus über private Hafenanlagen, so dass der Gesamtumschlag bei über 110 Millionen Tonnen liegt.

In den 1930er Jahren wurde Duisburg durch die heutige A 3 (E 35) an das Autobahnnetz angeschlossen. Das Kreuz Kaiserberg der Autobahn A 3 mit den damaligen Autobahnen A 2 und Autobahn A 430 wurde als „Spaghettiknoten“ berühmt. Aus diesen beiden wurde mittlerweile die Autobahn A 40 (E 34) (genannt „Ruhrschnellweg“). Die Autobahn A2 existiert ab dem Kreuz Oberhausen weiter.

Weitere Autobahnen sind die A 42 (genannt „Emscherschnellweg“), die Stadtautobahn A 59 (genannt „Nord-Süd-Achse“), die A 57 im Westen und die A 524 als südliche Anbindung an das Kreuz Breitscheid.

Mit der Rückstufung der Bundesstraßen B 8 und B 231 zu Landstraßen verfügt die Stadt mit der B 288 nur noch über eine Bundesstraße.

Bereits 1846 wurde Duisburg durch die Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft an das Bahnnetz angeschlossen. 1862 folgte der Bahnhof der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, ab 1870 gab es mit dem Bahnhof der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft gleich drei Bahnhöfe in unmittelbarer Nachbarschaft.

Nach der Übernahme der nominell privaten Eisenbahn-Gesellschaften durch die Preußischen Staatseisenbahnen entstand 1886 an deren Stelle der erste „Centralbahnhof“ in Insellage, mit Zufahrt von Norden von der Mülheimer Straße aus, die zu dieser Zeit noch niveaugleich überquert wurde.

Dem Ausbau zu einem zwölfgleisigen Durchgangsbahnhof musste der Inselbahnhof weichen, 1934 wurde an der Westseite der Gleisanlagen das Empfangsgebäude des heutigen Hauptbahnhofes im Stile des Funktionalismus errichtet. Dieser ist ein bedeutender Fernbahnhof, der unter anderem ICE-Linienverbindungen in Richtung Amsterdam, Berlin, Basel und München anbietet.

Der zweitgrößte Duisburger Bahnhof, Rheinhausen, besitzt eine RegionalExpress-Anbindung. Darüber hinaus verfügt Duisburg über 15 kleinere Stationen, die von RegionalBahnen der Deutschen Bahn AG, der Prignitzer Eisenbahn oder der S-Bahn angefahren werden.

Diese Verbindungen bilden zusammen mit einer Stadtbahn-Linie, welche von der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) und der Rheinbahn AG betrieben wird, das Grundgerüst des Öffentlichen Nahverkehrs in Duisburg. Die früher als D-Bahn bezeichnete Überland-Straßenbahn nach Düsseldorf wurde im Innenstadtbereich zu einer U-Bahn ausgebaut, die 1992 eröffnet wurde. 2000 wurde diese Stadtbahn-Linie mit der Fertigstellung eines Tunnels unter Ruhr und Häfen bis nach Meiderich verlängert. Darüber hinaus betreibt die DVG Straßenbahnverbindungen Richtung Hamborn, Walsum/Dinslaken, Hüttenheim und Mülheim an der Ruhr.

Von den Plänen Ende der 1960er Jahren, ein vollwertiges U-Stadtbahnsystem in Duisburg zu errichten, hat man mittlerweile aus finanziellen Gründen und aufgrund fehlender Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalens Abstand genommen.

Im Eisenbahngüterverkehr ist Duisburg nach Stilllegung seiner Rangierbahnhöfe Duisburg-Wedau, Hohenbudberg und des Hauptgüterbahnhofs kein Eisenbahnknoten mehr, aber es besteht nach wie vor die “Eisenbahn und Häfen GmbH“ bei der ThyssenKrupp AG als eine der größten Werksbahnen Europas.

Seit 1999 steuert die Deutsche Bahn AG aus der Betriebszentrale in Duisburg-Duissern den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen.

Siehe auch: Duisburg Hauptbahnhof.

Duisburg ist bis heute das bedeutendste Zentrum der Stahlindustrie in Mitteleuropa und verfügt über die größte Ausdehnung an Produktionsstätten dieses Bereichs weltweit.

Mittlerweile stehen sämtliche der sieben im Ruhrgebiet betriebenen Hochöfen in Duisburg. Etwa die Hälfte des in Deutschlands erzeugten Roheisens und ein Drittel des Rohstahls werden in Duisburg produziert.

Alle Schachtanlagen, die zumeist im Duisburger Norden und dem heutigen Duisburger Westen lagen, sind nun geschlossen.

Durch den Strukturwandel in der Stahlindustrie kam es zu einem erheblichen Arbeitsplatzabbau. Noch in den 1960er Jahren zählte die Stadt zu jenen mit den höchsten Pro-Kopf-Steuereinnahmen in der Bundesrepublik. Gab es damals noch fast 70.000 Stahlarbeiter, so sind heute davon lediglich 16.000 übrig geblieben.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist so von knapp 280.000 auf nur noch 150.000 gesunken, so dass die Stadt heute noch in Folge dessen unter einer überdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit leidet.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze entspricht nicht einmal einem Drittel der Einwohner Duisburgs. Damit liegt die Stadt auf dem gleichen Niveau wie Essen (0,3 Arbeitsplätze pro Einwohner). In der Nachbarstadt Krefeld beispielsweise kommen 0,67 Arbeitsplätze je Einwohner. Sie hat damit absolut sogar mehr Arbeitsplätze als Duisburg.

Täglich pendeln 70.000 Arbeitnehmer nach Duisburg, während es 60.000 ins Duisburger Umland zieht. Die meisten Auspendler, etwa 15.000, haben ihren Arbeitsplatz in Düsseldorf, wo die Duisburger auch die größte Einpendlergruppe stellen.

Ihre ehemalige Funktion als zentrale Einkaufsstadt weit über ihre Grenzen hinaus hat die Stadt weitestgehend verloren. Seit Jahren wird ein Abfluss von Kaufkraft beklagt. Mit unter 100.000 Quadratmetern verfügt die Duisburger Innenstadt über eine vergleichsweise geringe Handelsfläche. Zur Zeit allerdings entstehen neue Handelsflächen, die die Quadratmeterzahl um etwa ein Fünftel erhöhen wird.

Heute prägen die chemische und die Papierindustrie, Unternehmen des Anlagen-, Maschinen- und Schiffbaus, Hersteller von Präzisionsinstrumenten sowie bekannte Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie die Wirtschaftsstruktur der Stadt. Traditionell in Duisburg ansässig sind auch große Dienstleistungsunternehmen aus den Bereichen Handel, Verkehr und Logistik.

Eine wichtige Funktion im Strukturwandel hat die Logistik. So entstand beispielsweise mit dem „Logport“ ein neues internationales Logistikzentrum. Dort stand bis 1993 das durch den Rheinhausener Arbeitskampf bundesweit bekannt gewordene Krupp-Stahlwerk.

Bereits 1987 wurde in Neudorf das Mikroelektronische Zentrum gegründet. Im heutigen „Tectrum“ werden in den früher von Daimler genutzten Gebäuden sowie in den den von Norman Foster entworfenen zwei Neubauten Büroräume, Produktions- und Laborflächen für Unternehmen aus allen Bereichen der Elektronik und ihrer Anwendungen angeboten.

Erste Erfolge im Bereich des Aufbaus einer mittelstandsorientierten Gründungskultur entstand mit der Ansiedlung der microTEC Gesellschaft für Mikrotechnolgie mbH. Im Jahr 2006 ist die Anzahl der im „Tectrum“ ansässigen Unternehmen bereits auf über 50 Unternehmen gestiegen. Die Unternehmen sollen mit industriellen Anwendungen von Mikro- und Nanotechnologien, sowie Informationstechnologien eine Basis für neue Arbeitsplätze in Duisburg bilden. Die Universität Duisburg-Essen sowie die angegliederten Institute bieten dabei direkte Anknüpfungspunkte.

Etwa ab Mitte der 1990er Jahre entwickelte Duisburg auch den Bereich unternehmensorientierter Dienstleistungen und wurde zu einer Art „Hochburg“ für Callcenter. Große Unternehmen wie die Deutsche Bahn AG, Citibank und Dresdner Bank, aber auch das Telekommunikationsunternehmen Alice/HanseNet, welches das Zugangsgeschäft von AOL Deutschland übernommen hat, sowie die sanvartis GmbH (ehemals Gesundheitsscout24) betreiben Callcenter in Duisburg zur bundesweiten Abdeckung ihrer Servicerufnummern. Hier finden mittlerweile gut 5000 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz.

In Duisburg findet sich auch mit Zoo Zajac die größte Zoohandlung der Welt, das Zoofachgeschäft ist über 8.000 m² groß.

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Duisburger Bevölkerung durch zwei Tageszeitungen versorgt. Bei der einen Tageszeitung handelte es sich um die 1851 gegründete und 1941 untergegangene Rhein- und Ruhrzeitung. Die zweite Tageszeitung war der 1881 gegründete Duisburger General-Anzeiger, der bis in die 1960er Jahre das wichtigste Tagesblatt für Duisburg und die Region blieb. Im Zuge der Konzentration im Pressewesens verschwand er.

Heute berichten gleich drei Lokalredaktionen verschiedener Tageszeitungen über das aktuelle Tagesgeschehen. Im Medienhaus, das in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes liegt, sind die Duisburger Lokalredaktionen der beiden Tageszeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ), deren Zentralredaktionen sich in Essen befinden, beheimatet. Die Rheinische Post (RP) mit Hauptsitz in Düsseldorf besitzt ebenfalls eine Lokalredaktionen in Duisburg. Außerdem betreibt die WAZ-Mediengruppe Stadtteilredaktionen in den Stadtteilen Hamborn, Rheinhausen und Huckingen, die Rheinische Post verfügt darüber hinaus über eine eigene Stadtteilredaktion in Rheinhausen.

Weitere Printmedien in Duisburg sind der Wochenanzeiger, der mittwochs und samstags erscheint, das einmal wöchentlich erscheinende Stadtpanorama und die Zeitung Location, die einmal monatlich über Veranstaltungen aller Art informiert. Weiterhin erscheinen im Duisburger Süden der Nordbote und der Lokalkurier.

Mit Radio Duisburg ging am 1. April 1990 der erste lokale Radiosender Nordrhein-Westfalens auf Sendung. Der Sender sendet täglich bis zu acht Stunden Lokalprogramm, außerdem wird auf der Frequenz von Radio Duisburg Programme des Bürgerfunkes ausgestrahlt. Das Restprogramm und die Nachrichten zur vollen Stunde werden von Radio NRW übernommen. Von 6.30 Uhr bis 19.30 Uhr strahlt Radio Duisburg zudem zu jeder halben Stunde Lokalnachrichten aus, ferner werden alle Spiele des MSV Duisburg, sowie einzelne Spiele der Füchse Duisburg und des FCR Duisburg 2001 live übertragen.

Der WDR eröffnete im Februar 2007 sein neues Regionalstudio am Duisburger Innenhafen. In seinem Studio produziert der WDR die Fernsehsendung „Lokalzeit aus Duisburg“, die zweimal täglich über Nachrichten aus der Stadt Duisburg, sowie den Kreisen Kleve und Wesel informiert. Für den Radiosender WDR 2 werden zudem Regionalnachrichten produziert.

2006 nahm mit Studio 47 der erste private lokale Fernsehsender Nordrhein-Westfalens, seinen Sendebetrieb auf. Das Programm von Studio 47 wird werktags in der Zeit von 17 bis 21 Uhr ausgestrahlt, zu empfangen ist es nur über Kabel. Seit 2005 strahlt der Duisburger Sender Kanal Avrupa europaweit ein türkischsprachiges Fernsehprogramm aus.

In der Stadt gibt es 88 Grundschulen, 20 Hauptschulen, 15 Förderschulen, zehn Realschulen, 13 Gesamtschulen, neun Berufskollegs und 14 Gymnasien. Mit dem Landfermann-Gymnasium besitzt die Stadt eine der ältesten Schulen in ganz Deutschland, deren Wurzeln auf die bereits vor 1280 als Schola Duisburgensis gegründete ehemalige Lateinschule zurückreichen. Das 1832 als Sonntagsschule gegründete Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg war 1846 die erste Schule in kommunaler Trägerschaft der Stadt Duisburg.

Die Universität Duisburg-Essen entstand am 1. Januar 2003 durch die Vereinigung der Universitäten in Essen und Duisburg, die mit über 30.000 Studenten und 3.400 Mitarbeitern zu den größten Universitäten Nordrhein-Westfalens gehört. Das Fächerspektrum erstreckt sich über Geistes-, Gesellschafts-, Wirtschaftswissenschaften, sowie Ingenieur- und Naturwissenschaften einschließlich der Medizin. 1972 wurde die Duisburger Universität als Gesamthochschule durch den Zusammenschluss der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule für Maschinenbau gegründet und 1980 in Universität – Gesamthochschule – Duisburg umbenannt. Von 1994 bis zur Vereinigung mit der Essener Universität trug sie den Namen Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. Bereits von 1655 bis 1818 gab es in Duisburg eine Universität, die vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm gegründet worden war.

Im Stadtteil Großenbaum befindet sich der Standort Duisburg der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW. In den vier Fachbereichen kommunaler Verwaltungsdienst, staatlicher Verwaltungsdienst, Polizeivollzugsdienst, und sozialer Verwaltungsdienst werden Beamte für den gehobenen Dienst ausgebildet.

Die 1900 gegründete Musikhochschule ist seit 1987 eine Abteilung der Folkwang-Hochschule. Am Standort Duisburg werden zwei Studiengänge angeboten, zum einen zum Diplompädagogen im Studiengang Musikpädagogik, zum anderen zum Diplommusiker im Studiengang Künstlerische Instrumentalausbildung.

Im Jahr 1919 wurde die Volkshochschule (VHS) Duisburg eröffnet. An ihr bieten über 700 Kursleiter Weiterbildungsmöglichkeiten in allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Bereichen an.

Die Duisburger Forschungslandschaft wird von einer Reihe von Instituten, die an der Universität angesiedelt sind, geprägt. Dazu zählen das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS), das Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA), das Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST), das Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), das Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut für Deutsch-Jüdische Geschichte e.V. (StI), das Forschungsinstitut für wirtschaftliche Entwicklungen im Pazifikraum (FIP), das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) und das Deutsch-Französisches Institut für Automation und Robotik (IAR). Das innerhalb der Universität angesiedelte Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) geht auf eine von Willy Brandt gegründete Stiftung zurück.

Weitere Bildungsträger in Duisburg sind die Deutsche Angestellten Akademie, das Bildungszentrum des Bauhandwerks, die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Duisburg, die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) Duisburg, die PTA Lehranstalt, die Gemeinnützige Gesellschaft für Beschäftigungsförderung (GfB) Duisburg, das Bildungszentrum der Wirtschaft und das Institut für Technische Dokumentation, Schulung und Beratung (ITS) Duisburg.

Mit fast 1.000.000 Medienbeständen zählt die Duisburger Stadtbibliothek zu den großen Stadtbüchereien Deutschlands. In den 1970er Jahren gab es ein umfangreiches Zweigstellennetz, das neben sechs Stadtbezirksbibliotheken auch viele Stadtteilbibliotheken umfasste. Im Zuge der Sparmaßnahmen sind heute sieben Stadtbezirksbibliotheken und sechs Stadtteilbibliotheken übrig geblieben – die Zentralbibliothek in der Innenstadt verfügt über eine vergleichsweise umfangreiche Sammlung türkischsprachiger Literatur. Seit 1970 findet hier auch die Internationale Kinder- und Jugendbuchausstellung (IKiBu) statt. Von besonderer Bedeutung sind auch die Universitätsbibliothek der Universität Duisburg-Essen und das Archiv der Stadt Duisburg.

Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Duisburg und Liste der Duisburger Persönlichkeiten.

Der mittelalterliche Geograph Gerhard Mercator, der 1594 in Duisburg gestorben ist, war einer der bedeutendsten Bürger der Stadt. Auch die Industriellen August Thyssen und der in Ruhrort geborene Franz Haniel haben Duisburg im 19. und 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Berühmtester Duisburger Künstler ist der 1881 in Meiderich geborene Wilhelm Lehmbruck. Der bedeutendste Politiker, der mit Duisburg in Verbindung steht, ist Karl Jarres, der fast 20 Jahre lang – von 1914 bis 1933 – Duisburgs Oberbürgermeister war und von 1923 bis 1925 das Amt des Reichsministers des Innern bekleidete. Bei der Reichspräsidentenwahl 1925 erhielt Jarres im ersten Wahlgang die meisten Stimmen, zog jedoch im zweiten Wahlgang seine Kandidatur zugunsten von Hindenburg zurück. Horst Schimanski, ein fiktiver Duisburger Kriminalkommissar, den Götz George seit 1981 verkörpert und der bis heute als Ruheständler aktiv ist, zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Duisburger Figuren.

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Feuerwehr Duisburg

Die Struktur der Feuerwehr Duisburg

Die Feuerwehr Duisburg, bestehend aus Berufsfeuerwehr (BF) und Freiwilliger Feuerwehr (FF), ist als öffentliche Feuerwehr für den Brand- und Katastrophenschutz der 7 Stadtbezirke zählenden Stadt Duisburg mit einer Bevölkerungsdichte von 2.129 Einw./km2 (Stand 2007) verantwortlich. Sie besteht aus 1200 hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitgliedern, fährt mit ihren 220 Fahrzeugen und Anhängern bis zu 62.000 Einsätze jährlich und gehört damit zu den einsatzstärksten Feuerwehren in Deutschland.

Durch die einsetzende Industrialisierung des Ruhrgebiets im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt Duisburg besonders innerhalb der Stadtmauern. Immer neu entstehende Gebäude und die größer werdende Bevölkerung erschwerten den Feuerschutz zusehends, zumal die Ausrüstung der städtischen Feuerwehr nicht optimal war. In dieser Zeit wurden Brände traditionell mit Eimern und später zusätzlich mit Handdruckspritzen gelöscht, die in den meisten Fällen ein Übergreifen der Flammen zwar verhinderten, ein Löscherfolg war nur in wenigen Fällen zu verbuchen.

Nach dem Vorbild süddeutscher Vereine regte der Duisburger Turnverein 1853 angesichts der Situation an, eine Feuerwehr aufzubauen, die besser ausgebildet und ausgerüstet war. 1859 entstand aus dem Turnverein die erste Feuerwehr, die so genannte „Turnerwehr“ der Stadt Duisburg. Bereits ein Jahr nach der Gründung erhielt die Wehr eine Saugbrandspritze, und 1862 wurde der Feuerwehrverband Duisburg ins Leben gerufen.

In der Folgezeit entwickelten sich in der Stadt weitere Freiwillige Feuerwehren in Duissern (1865), Neudorf und Hochfeld (beide 1869), sowie Neuenkamp (1872). Sie bestanden zumeist aus Handwerkern, die den Brandschutz in ihrem Stadtteil sicherstellen wollten. Im Jahr 1876 wurde die städtische Feuerwehr umstrukturiert, da die Einrichtung von Wasserleitungen eine neue Feuerlöschordnung erforderte. Als Konsequenz wurden die vormals vier Kompanien der inneren Stadt zu einem Rettungscorps zusammengeschlossen.

Die Wehren waren mittlerweile für die damalige Zeit gut ausgerüstet und organisiert. Bedingt durch die weitere industrielle Entwicklung und der damit verbundenen Erweiterung der Stadt außerhalb der Stadtmauern, vergrößerte sich jedoch das Arbeitsgebiet und die Anzahl der Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr. Sie rückte 1902 zu 232 Einsätzen aus, ein Jahr später wurden rund 300 Alarmierungen gezählt. Der Ruf nach einer Berufsfeuerwehr seitens der Bevölkerung wurde immer lauter. Ein Großfeuer im Jahr 1903, bei dem zwei Kinder starben, gab schließlich den Ausschlag. Als Konsequenz wurde noch im selben Jahr die Gründung der Berufsfeuerwehr und der Bau einer neuen Feuerwache beschlossen; die bis dahin acht Freiwilligen Wehren sollten jedoch erhalten bleiben und die Berufsfeuerwehr bei ihren Einsätzen unterstützen.

Am 9. April 1904 traten die ersten 14 Männer der neuen Wache an der Friedenstraße ihren Dienst an. Ihr Löschzug wurde zwar nach wie vor von Pferden gezogen, dafür wurde die Alarmierung verbessert, indem die Alarmglocken der Freiwilligen Feuerwehr mit denen der Berufsfeuerwehr verbunden wurden. Zwei Jahre später vergrößerte sich nochmals das Aufgabenfeld der Berufsfeuerwehr, als diese die Aufgabe des Krankentransportes übernahm.

Durch die Eingemeindung von Ruhrort (1905), Hamborn und dem heutigen Duisburger Süden (1929) vergrößerte sich das Duisburger Stadtgebiet, gleichzeitig erhöhte sich die Anzahl der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren. In Ruhrort wurde 1920 die „Feuerwache 2“ in Betrieb genommen und die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Hamborn ständig besetzt. 1929 bestand die Berufsfeuerwehr bereits aus 84 Mitarbeitern, die Freiwillige Feuerwehr aus 30 Löschzügen und Kompanien.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Feuerwehr der Polizei untergeordnet und hatte, bedingt durch die Tatsache, dass Duisburg wegen seiner Rüstungsindustrie ein primäres Angriffsziel für Luftangriffe war, eine der höchsten Einsatzzahlen.

In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg hatte es die Feuerwehr beim Wiederaufbau schwer, da ein Großteil der Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser zerstört waren. Teilweise nutzte die Wehr alte Militärfahrzeuge zum Transport von Gerätschaften und Mannschaft.

Am 11. Juni 1945 organisierte der Bürgermeister die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr neu. Unter anderem wurde die Turnerwehr nach 86 Jahren mit der städtischen Freiwilligen Feuerwehr zusammengelegt. Als eine der zahlreichen Neuerungen der 1950er Jahre wurde 1953 eine UKW-Funksprechanlage angeschafft. Um den Brandschutz in Duisburgs Binnenhafen sicherzustellen, stellte die Duisburger Feuerwehr 1963 ein Feuerlöschboot in Dienst. Im gleichen Jahr konnten ein Notarztwagen und ein Kranwagen übernommen werden.

Bereits 1962 begann die Berufsfeuerwehr Duisburg mit der Entwicklung eines kombinierten Fahrzeugs für Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung. Ende 1969 konnten drei Löschgruppen-Hilfeleistungsfahrzeuge (LF–HI) in Dienst gestellt werden, die über eine umfangreiche Ausrüstung verfügten. Als Ergänzung kamen später zwei Großtanklöschfahrzeuge hinzu, die bis zu 8.000 Liter Wasser fassen konnten. In der gleichen Zeit konnten noch zwei weitere Feuerwachen eingeweiht werden (Wache Süd (1964), Hafenwache (1969)), wobei an der letzteren das Löschboot stationiert wurde. 1973 ergänzte ein weiteres Boot den Maschinenpark und seit 1975 ist ein Rettungshubschrauber, „Christoph 9“, in Duisburg stationiert.

Als 1975 die Städte Walsum, Homberg und Rheinhausen, sowie die Orte Rumeln-Kaldenhausen und Baerl in Duisburg eingemeindet wurden, vergrößerte und veränderte sich abermals die Organisation der Feuerwehr. Die ständig besetzten Wachen der ehemaligen Städte wurden zu neuen Berufsfeuerwachen und die Wachen der Freiwilligen Feuerwehr auf nahezu die Hälfte reduziert. Ab diesem Zeitpunkt ging der Feueralarm fast nur noch an die Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr unterstützte diese bei Großeinsätzen.

Nach Großeinsätzen im Hafen mit brennenden Tanklagern veränderte die Berufsfeuerwehr ihr Fahrzeugkonzept. Die großen Löschzüge und Fahrzeugvielfalt wurden durch Hilfeleistungslöschfahrzeuge und Wechselladerfahrzeuge ersetzt. Die Feuerwehr Duisburg war die erste, die diese Fahrzeugtypen entwickelte und in Dienst stellte.

1970 stellte die Feuerwehr Duisburg als eine der ersten den Absetzkipper und bereits 1975 seinen Nachfolger, das Wechselladerfahrzeug, in Dienst.

1979 wurde das erste Tanklöschfahrzeug „TLF 5000 H“ auf Basis eines Dreiachsers in Dienst gestellt. Neben 5000 Liter Wasser besaß es die Ausrüstung eines Löschgruppenfahrzeuges und eines Rüstwagens. Die Planung sah vor, dass jede Wache mit zwei solcher Fahrzeuge ausgestattet werden sollte. Dies scheiterte letztlich an den hohen Kosten.

1995 wurde im Stadtteil Duissern die neue Hauptfeuerwache eingeweiht. Außerdem stand der Ersatz für die alte Feuerwache an der Friedenstraße an. Als Ersatz für diese und die im Jahre 2001 geschlossene „Wache 2“ wurde am Homberger Hafen eine gemeinsame Wache für die beiden baufälligen Standorte errichtet. Ein Jahr später stellte die Feuerwehr den Rettungsdienst auf das neue Rendezvous-System um. Seitdem werden anstatt eines Notarztwagens Notarzteinsatzfahrzeuge und Rettungswagen an verschiedenen Standorten gleichzeitig alarmiert, wodurch der Notarzt flexibler einsetzbar ist. Beide treffen am Einsatzort zusammen.

Seit dem Jahr 2003 unterhält die Feuerwehr Duisburg eine Rettungshundestaffel, kurz ISAR (International Search and Rescue), die zusammen mit der Feuerwehr Moers betrieben wird. Proteste der Freiwilligen Feuerwehr in den Jahren 2001 und 2003 führten dazu, dass die ehrenamtlichen Einheiten in Zukunft besser ausgerüstet und häufiger alarmiert werden sollen.

Seit dem 1. April 2004 werden neben der Berufsfeuerwehr die Hilfsorganisationen im Rettungsdienst alarmiert. Die Stadt musste vier zusätzliche Rettungswagen einrichten, durfte aufgrund einer Haushaltssperre kein neues Personal einstellen, weshalb die Hilfsorganisationen in den Rettungsdienst der Feuerwehr aufgenommen wurden.

Seit März 2007 besitzt die Feuerwehr Duisburg nur noch sechs Feuer- und Rettungswachen, da am ersten des Monats die neue Feuer- und Rettungswache 5 in Homberg bezogen wurde, die als Ersatz für die von Schimmel befallenden Wachen 2 (Laar) und 5 (Homberg) dient. Zusätzlich sind in dem Gebäude am Rheinpreussenhafen, das privatfinanziert wurde und von der Stadt angemietet ist, zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr und die Feuerwehrschule untergebracht.

Die Berufsfeuerwehr der Stadt Duisburg ist ein Teil des Amtes 37, dem Feuerwehr- und Zivilschutzamt und hat circa 600 Mitarbeiter, wovon ungefähr 540 im Einsatzdienst stehen . Neben den traditionellen Aufgaben (Brandbekämpfung, Krankentransporte, medizinische Notfallrettung, technische Hilfeleistungen und Umweltschutz), gehört das Überprüfen des vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz (dazu zählen Stellungnahmen in bauaufsichtlichen Verfahren, Beratungen, Sicherheitswachen bei Veranstaltungen und Brand- und Nachschauen) zu ihren Tätigkeiten.

Um diese Aufgaben zu erfüllen stehen der Berufsfeuerwehr im gesamten Stadtgebiet sechs Feuer- und Rettungswachen zur Verfügung. Alle Wachen besitzen mindestens einen Löschzug, welcher aus einem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 28/40), einer Drehleiter mit Korb 23-12 (DLK 23-12), einem Tanklöschfahrzeug (TLF 20/24) und einem Rettungswagen (RTW) mit einer Stärke von zehn Feuerwehrmitgliedern (Fm/SB) besteht. Weiter kommen noch an einigen Wachen Spezialfahrzeuge hinzu. Im Einsatzfall ergänzen sich die Wachen notfalls im Nachbarschaftsprinzip. Der Einsatzleiter untersteht hierbei der Leitung des Beamten vom Einsatzdienst (BvE), der bei Bedarf im Rendez- vous- Prinzip hinzustößt, stationiert sind sie an den Wachen 1 (Süd) und 3 (Nord). Wenn Schadenereignisse größeren Ausmaßes sind, stoßen weitere Löscheinheiten und Spezialfahrzeuge hinzu.

Zusätzlich besitzt die Berufsfeuerwehr noch eine Hafenfeuerwache, an der ein Vorauslöschfahrzeug und zwei Feuerlöschboote stationiert sind, vier Rettungswachen/Notarztstationen und eine Hubschrauberstation, wo der Rettungshubschrauber „Christoph 9“ beheimatet ist.

Die Feuer- und Rettungswache 1, zugleich die Hauptfeuerwache und größte Wache der Stadt, befindet sich im Stadtteil Duissern, nordöstlich der Innenstadt. Sie wurde 1995 als Ersatz der alten Feuerwache 1 in Hochfeld gebaut, wo einst die Berufsfeuerwehr gegründet wurde. Neben dem Löschzug und den Rettungsdienstfahrzeugen sind an der Wache der Einsatzleitwagen des Beamten vom Einsatzdienst Süd und einige Spezialfahrzeuge stationiert, zum Beispiel der Kran, der Einsatzleitwagen 2 (ELW 2), Gerätewagen-Atemschutz (GW-A), der Gerätewagen-Wasserrettung (GW-W) und ein Großteil der Wechselladerfahrzeuge (WLF) mit einigen Abrollcontainer. Darüber hinaus sind in der Wache die Werkstatt, die Verwaltung und die Leitstelle untergebracht.

Die Feuer- und Rettungswache 3 ist in Hamborn gelegen. Da die Wache sitz der Einsatzdirektion Nord ist, steht hier zusätzlich zum Löschzug ein Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) für den Beamten vom Einsatzdienst (BvE). Zudem sind in Hamborn vier Rettungswagen (RTW), davon wird einer von Kräften einer Hilfsorganisation besetzt, ein Personenkraftwagen, ein Wechselladerfahrzeug und fünf Abrollcontainer stationiert. Die mittlerweile über 40 Jahre alte Wache soll in den kommenden Jahren saniert werden.

Die nördlichste Wache in Duisburg ist die Feuer- und Rettungswache 4 in Walsum, die bis 1975, dem Jahr der kommunalen Neuordnung, die ständig besetzte Wache der Freiwilligen Feuerwehr Walsum. Spezialisiert ist die Wache auf den Umweltschutz und seit der Schließung der Feuer- und Rettungswache 2 auf Straßenbahnunfälle, wofür die Einheit mit drei Wechselladerfahrzeuge und sechs Abrollcontainern (Rüst Schiene, Bindemittel, Umweltschutz/ Ölabwehr, Großbrand, Aufenthalt und Ladeboden) ausgestattet ist. Hinzu kommen noch der Löschzug, ein Personenkraftwagen, drei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen (KTW) und ein Gerätewagen Ortung.

Seit März 2007 ist die neue Feuer- und Rettungswache 5 im Homberger Rheinpreussenhafen im Dienst. Gebaut wurde die Wache von einem privaten Unternehmen und von der Stadt Duisburg angemietet. Sie ersetzte die zwei von Schimmel befallenden Wachen in Laar (Feuer- und Rettungswache 2), welche mittlerweile abgerissen wurde, und Homberg (die „alte Feuer- und Rettungswache 5“). Bis zur Fertigstellung des Gebäudes waren die Mitarbeiter in Containern untergebracht. In der neuen Wache arbeiten circa 80 Einsatzkräfte. An der Wache sind neben dem Löschzug noch weitere Sonderfahrzeuge dort stationiert, wie zum Beispiel der Chemiezug und Abrollbehälter des 22-t Systems. Die Feuerwehrschule nutzt ebenfalls neue Schul- und Fortbildungsräume in der Wache. Neben der Berufsfeuerwehr hat die freiwillige Feuerwehr Homberg/Hochheide ihren Ausrückstandort auf diese Wache verlagert. 3 Rettungswagen werden im 24 Stunden Dienst besetzt.

Die Feuer- und Rettungswache 6 im linksrheinischen Rheinhausen gehört ebenfalls zu den Wachen, die erst 1975 durch die Gebietsreform in Nordrhein- Westfalen zu einem Standort der Berufsfeuerwehr Duisburg geworden sind. Die Wache ist seit 1957 eine ständig besetzte Feuerwache, nachdem in der alten Stadt Rheinhausen die Einsatzzahlen nach der städtischen Vergrößerung stiegen. Der aktuelle Fuhrpark besteht aus dem Löschzug, einem Personenkraftwagen, zwei Rettungswagen, einem Mannschaftstransportwagen (MTW) und einem Infektionstransportwagen.

Im südlichen Stadtteil Buchholz an der Angertaler Straße liegt die aus dem Jahr 1964 stammende Feuer- und Rettungswache 7, die südlichste Wache in der Stadt, an der ein Löschzug, zwei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen und ein Personenkraftwagen stationiert sind. Die Feuer- und Rettungswache 7 besitzt das größte Einsatzgebiet aller Berufsfeuerwehren in Duisburg, kann deshalb nicht jeden Punkt im Wachbezirk erreichen. In diesen Punkten wird die Freiwillige Feuerwehr zusätzlich im Ersteinsatz alarmiert.

Ruhrort ist der Standort die Hafenwache „Feuerwache 8“, die für den größten Binnenhafen Europas zuständig ist. Dieser Standort ersetzte Ende der 90er Jahre die Löschbootstation an der Ruhrmündung aus dem Jahr 1969. Insgesamt gehören heute vier Kameraden zur Wachmannschaft, denen zwei Feuerlöschboote und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) 28/40 zur Verfügung stehen. Im Einsatzfall rücken die Männer mit dem Löschboot 1 oder dem mit drei Mann besetzten Tanklöschfahrzeug aus. In diesem Fall bleibt ein vierter Mann am Standort und besetzt gegebenenfalls das Löschboot, während die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges abgelöst wird und zurück zum Anlieger fährt.

Weitere Standorte sind die sechs Rettungswachen in Hochfeld (2), Fahrn, Rheinhausen und Wedau, an denen mindestens ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) stationiert ist. An der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Buchholz ist der Rettungshubschrauber „Christoph 9“ stationiert.

Die Feuerwehrschule der Feuerwehr Duisburg befindet sich im Stadtteil Homberg und ist in der 2007 fertiggestellten Feuer- und Rettungswache 5 untergebracht. Hier stehen zwei Löschgruppenfahrzeug 16-TS, zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF), eine Drehleiter mit Korb 23-12 und ein Mannschaftstransportwagen. Die Feuerwehrschüler, deren Ausbildung weit fortgeschritten ist, werden im Einsatzdienst eingesetzt. Sie rücken mit den Fahrzeugen der Feuerwehrschule als Einheit 26 aus.

Die Fire Devils Duisburg bilden das Eishockeyteam der Duisburger Berufsfeuerwehr. Seit 1996 veranstaltet die Mannschaft Benefizspiele, bei denen bisher über 50.000 € für karitative Zwecke eingespielt wurden, zum Beispiel für Kinderkliniken, die Hinterblieben der bei den Terroranschlägen in New York gestorbenen Feuerwehrleuten oder die Erich Kühnhackl Stiftung. Bisher traten die Fire Devils gegen Mannschaften von Radio Duisburg und der Duisburger Füchse an, aber auch gegen Polizeimannschaften und Prominententeams, sowie gegen die Eishockeymannschaft der Feuerwehr New York. Beim bisher letzten Benefizspiel, als die Fire Devils im März 2008 gegen eine Mannschaft der Füchse Duisburg antraten, belief sich der Erlös auf über 4000 €, 600 Zuschauer sahen den 14:3-Erfolg der Füchse.

Mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg 1859 nahm die Feuerwehr Duisburg ihren Anfang. Mit diesem Gründungsjahr gilt die FF Duisburg als älteste Freiwillige Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen. Durch zahlreiche Gründungen einzelner Wehren in den Stadtteilen und kommunalen Neuordnungen wuchs die Freiwillige Feuerwehr stetig und erreichte 1975 ihr heutiges Ausmaß. Heute (Stand 2008) gehören der Freiwilligen Feuerwehr etwa 600 Frauen und Männer an , denen in 22 Feuerwehrhäusern, wovon fünf auf dem Gelände einer Berufsfeuerwehr liegen, 50 Einsatzfahrzeuge und Anhänger zur Verfügung stehen.

Die generellen Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr sind die Unterstützung der Berufsfeuerwehr bei Großschadenslagen. Darunter fallen Großbrände oder Unwetter, sowie die Besetzung der Feuer- und Rettungswachen, wenn sich die Berufsfeuerwehr längere Zeit im Einsatz befindet, um gegebenenfalls die Hilfsfristen einzuhalten. Hinzu kommt das Durchführen von Sicherheitswachen, wie beispielsweise im Theater, bei Feuerwerken oder während der St. Martinszüge.

In den am Stadtrand gelegenen Orten wird die Freiwillige Feuerwehr im Ersteinsatz alarmiert. Zu diesen Einheiten zählen der Löschzug 510 Baerl/Binsheim, welcher ebenfalls Ausrichter der Deutschen Meisterschaften im „American Muster“ ist, und Löschzug 670 Rumeln- Kaldenhausen, sowie die Löschgruppe 705 Mündelheim, welche die einzige eigenständig agierende Löschgruppe in Duisburg ist. Die Wehren werdem immer alarmiert und verfügen dementsprechend über eine umfangreiche Ausstattung, wie zum Beispiel Löschfahrzeuge mit Hilfeleistungssätzen. Neben diesen Einheiten, müssten zwei weitere Freiwillige Feuerwehren im Ersteinsatz fahren, Bissingheim und Rahm, was nicht möglich ist. Dies erklärt sich daraus, dass ein Großteil der Mitglieder der Löschgruppen außerhalb arbeitet und daher eine Versorgung nicht garantiert werden kann.

Seit 1994 werden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr nur noch über Funkmeldeempfänger, umgangssprachlich Pieper genannt, alarmiert, bis dahin wurden sie noch per Sirene alarmiert. Bei der Alarmierung weißt die Freiwilligen Feuerwehr Mündelheim noch eine Besonderheit auf. Weil im Feuerwehrhaus ein alphanumerischen Digitalempfängers steht, der die Einsatzmeldung auf Papier druckt und daher auf den zeitaufwendigen Funkverkehr verzichtet werden kann, sind die Mitglieder ein bis zwei Minuten schneller als die Kameradinnen und Kameraden der anderen Freiwillige Feuerwehren.

Einige Wehren bilden darüber hinaus noch Spezialeinheiten, die bei größeren Einsätzen alarmiert werden. Der Löschzug Oestrum/Bergheim ist beispielsweise verantwortlich für die Einrichtung des Bereitstellungsraum bei Großeinsätzen und überörtliche Hilfeleistungen.

Zur Freiwilligen Feuerwehr gehören noch einige Jugendfeuerwehren und Ehrenabteilungen, in die Aktive mit Vollenden des 60. Lebensjahres wechseln können. Die Ehrenabteilungen haben zur Zeit etwa 130 Mitglieder.

Die Feuerwehr Duisburg verfügt noch über einige Spezialeinheiten, die von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr gebildet werden. Die Angehörigen der jeweiligen Einheit verfügen neben der feuerwehrtechnischen über eine spezielle Ausbildung.

Der 2001 gegründete Fernmeldedienst (FMD) bildet die Sondereinheit (SEH) 120. Ihr gehören zur Zeit 18 ehrenamtliche Kräfte an, die ebenfalls einem Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr angehören und dort parallel ihren Dienst leisten. Zum Einsatz kommt die Einheit bei Großeinsätzen oder –schadenslagen, um die Leitstelle zu unterstützen. Die Aufgaben des Fernmeldedienstes sind hierbei das Funken und die Unterstützung des Führungsdienstes, zum Beispiel das Einholen von oder Informationen oder Fahrdienste für den Führungsdienst. Für die Aufgaben stehen der SEH 120 ein Einsatzleitwagen 2 und ein Wechselladerfahrzeug mit einem AB- Einsatzleitung (in Duisburg AB- ELKO – „Einsatzleitung und Kommunikation“ – genannt), sowie mehrere Mannschaftstransportfahrzeuge zur Verfügung.

Die Sondereinheit MANV („Massenanfall von Verletzten“) rekrutiert sich aus Mitgliedern des Löschzuges 410 der Freiwilligen Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz. Zum Einsatz kommt die SEH wenn eine hohe Anzahl von verletzten Personen medizinisch zu versorgen ist. Im Einsatzfall bauen die Kräfte einen Behandlungsplatz für bis zu 50 Verletzte auf, welche vor Ort medizinisch versorgt und betreut werden. Für die Aufgabe ist die Einheit mit einem Wechselladerfahrzeug ausgestattet, dass mit einem Abrollbehälter- Massenanfall von Verletzten ausgestattet ist, der unter anderem mit Zelten und medizinischen Geräten ausgestattet ist.

Der Sondereinheit Wasserförderung gehört der Löschzug 210 an, welcher die Hochleistungspumpe „Holland- Fire- System“ (HFS) betreut. Der spezielle Container, auf dem die Pumpe aufgebaut ist, sowie sein Trägerfahrzeug sind an der Feuer- und Rettungswache 1 untergebracht. Die Pumpe, welche eine Förderleistung von 5000 Liter pro Minute bei 5 bar aufweist, wird eingesetzt um große Mengen Wasser, zum Beispiel aus offenen Gewässern wie dem Rhein zu fördern. Damit die großen Mengen Löschwasser transportiert werden können, verfügt der Container über 2000 Meter F-Druckschläuche (150 Millimeter Durchmesser). Die Spezialeinheit wird nicht nur in Duisburg eingesetzt, sondern kommt bei der überörtlichen Hilfe zum Einsatz, wie beispielsweise 2005 bei einem Brand im Krefelder Hafen oder 2006 bei einem Baumarktbrand in Oberhausen.

Für Feuerwehrleute ist im Einsatz die Belastung sehr hoch, wodurch sie insbesondere bei längeren Einsätzen unter einen hohen Flüssigkeits- und Gewichtsverlust leiden. Um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen gibt es die Sondereinsatzgruppe Verpflegung, die einen Gerätewagen-Verpflegung und ein Feuerwehranhänger (FwA- Küche) benutzt. An Ausrüstungsgegenständen befinden sich dort ein Zelt, Zeltgarnituren, Stromaggregate und Getränke und Verpflegung für 100 Personen zur Verfügung. Die Aufgaben der Sondereinheit übernehmen die Mitglieder des Löschzuges 650. Ein weiterer Grund dafür, dass die Versorgung der Einsatzkräfte durch die Feuerwehr sichergestellt werden muss, ist die Tatsache, dass die Versorgung rund um die Uhr gewährleistet werden muss, was durch private Unternehmen nicht gegeben ist. Neben der Verpflegung wird der Löschzug 650 zukünftig die ABC-Erkundung übernehmen.

Für die Dekontamination ist ein Großteil der Mitglieder des Löschzuges Homberg- Hochheide (530) ausgebildet und unterstützen damit die Berufsfeuerwehr. Die Aufgabe der Sondereinheit ist die Dekontamination der bei Einsätzen mit Chemikalien und biologischen Stoffen verunreinigten Personen und Geräten. Die hierfür nötige Ausrüstung ist auf dem Abrollbehälter-Dekontamination (AB-Dekon) untergebracht, der an der Feuer- und Rettungswache 5 stationiert ist.

Im Jahr 2003 wurde die Rettungshundestaffel der Freiwilligen Feuerwehren Duisburg ins Leben gerufen, aus der sich mittlerweile die Organisation I. S. A. R. (International Search and Rescue) gründete. Diese Umwandlung war notwendig, damit die Einheit außerhalb Deutschlands zum Einsatz kommen kann, Rettungshundestaffeln von Feuerwehren werden nur innerdeutsch eingesetzt. Die Einsatzbereiche sind Trümmer-, Flächen- und Wassersuche. Eine Kooperation besteht mit der Feuerwehr Dortmund, die für die technische Ortung zu ständig ist, während die Duisburger die biologische übernehmen, sowie die Einsatzleitung und die Errichtung von Bereitstellungsräumen für die Hunde. Um für den Einsatz bestens vorbereitet zu sein, üben die Hundeführer mit ihren Tieren zwei Mal im Monat auf dem Gelände des Technischen-Hilfswerkes in Krefeld, da dort ein Trümmergelände zur Verfügung steht. Die größten Einsätze der letzten Jahre waren der Tsunami 2004 in Thailand, das Erdbeben in Pakistan 2005 und Ende 2005 der Einsturz eines Lebensmittelgeschäftes in Duisburg-Baerl. 2007 wurde die Arbeit der Sondereinheit durch die Vereinten Nationen (UN) zertifiziert, die nun offiziell den internationalen Standards entspricht. Damit ist I.S.A.R. die erste Nicht-Regierungsorganisation in Deutschland, die diese Auszeichnung bekommen hat.

Seit Jahren versucht die Feuerwehr Duisburg über die Jugendfeuerwehr (JF) Nachwuchs zu gewinnen und gezielt zu fördern. Der erste Einheit wurde 1965 in Rheinhausen ins Leben gerufen. Heute besteht die Jugendfeuerwehr aus neun Gruppen im gesamten Stadtgebiet; Stadtmitte, Hamborn, Walsum, Homberg-Baerl-Ruhrort, Rheinhausen, Bergheim, Friemersheim, Rumeln und Huckingen. Gemäß Jugendordnung kann jede Jugendgruppe 12 Jugendliche aufnehmen. Insgesamt hat der Stadtjugendfeuerwehrverband somit 108 Mitglieder, die Warteliste der Bewerber ist um so länger. Bewerben kann sich jeder Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren.

Der Rettungsdienst der Stadt Duisburg wird von der Feuerwehr als Kernträger und den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst und der Johanniter-Unfallhilfe durchgeführt. Hinzu kommen noch einige private Unternehmen, die Krankentransporte durchführen.

Bis zum April 2004 war die Feuerwehr fast ausschließlich für den Rettungsdienst verantwortlich, lediglich der Malteser Hilfsdienst war in den Krankentransport eingebunden. Nachdem der vorgeschriebene Rettungsdienstbedarfsplan 14 statt bisher 10 Rettungswagen vorsah, um das Schutzziel von acht Minuten so oft wie möglich zu erreichen, wurden die Hilfsorganisationen in den Rettungsdienst integriert, da die Stadt aufgrund der finanziellen Krise keine weiteren Mitarbeiter einstellen darf. Gleichzeitig zog sich die Feuerwehr aus Spargründen fast komplett aus dem Krankentransport zurück, so dass nur noch drei Krankentransportwagen von der Berufsfeuerwehr betrieben werden.

Heute ist die Feuerwehr Duisburg in den Bereichen Notfallrettung, Notarzt- und Krankentransport tätig, wobei der Krankentransport fast ausschließlich von den Hilfsorganisationen und privaten Unternehmen durchgeführt wird.

Insgesamt zwölf Rettungswachen sind über das Stadtgebiet verteilt, wo von sich sechs auf dem Gelände einer Feuer- und Rettungswache befinden. Darüber hinaus gibt es in Duisburg noch sechs weitere Rettungswachen, wovon vier als Notarztstation ausgeschrieben sind.

Neben diesen Rettungswachen gibt es noch zwei weitere von Hilfsorganisationen besetzte Rettungswachen, die DRK- Rettungswache 62 (Rumeln) und die Rettungswache 71 (Huckingen) des malteserbetriebene Malteser Hilfsdienstes.

Die Rettungswache 73, an der Berufsgenossenschaftliche-Unfallklinik (BGU) in Buchholz, ist der Hubschrauberstandort für den Niederrhein, das westliche Ruhrgebiet und Teile der Niederlande, was einem 50-km-Umkreis um den Standort entspricht. In den Gebieten fliegt „Christoph 9“, das ist die Bezeichnung des Hubschraubers, im Jahr 1 200 Einsätze, dessen Abrechnung die ADAC Luftrettung GmbH durchführt. Einsatzbereit ist der Hubschrauber in der Regel von sieben Uhr bis zum Sonnenuntergang, da die Flugdienstzeiten der Polizeibeamten begrenzt sind. Auf Aussenlandungen wird in der Regel während der dunklen Dienststunden verzichtet, weil mit ihnen ein erhöhtes Risiko verbunden ist. Landungen an großen Krankenhäusern oder auf Flughäfen sind des nachts jedoch problemlos möglich, wenn die organisatorischen und technischen Voraussetzungen geklärt sind.

Seit 1975 ist Duisburg Luftrettungsstandort für den Rettungshubschrauber „Christoph 9“. Stationiert ist der Hubschrauber, der jährlich zu über 1.200 Einsätzen gerufen wird, an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) in Duisburg-Buchholz. Das Einsatzgebiet der Luftretter umfasst die Städte Bottrop, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen, sowie die Kreise Kleve, Mettmann, Neuss, Wesel und Viersen, sowie die Region um das niederländische Venlo. Besetzt wird der Christoph 9 von einem Piloten der Bundespolizei, die für die Wartung der Maschine verantwortlich ist, einem Notarzt, der vom Standortkrankenhaus stammt, und einem Rettungsassistent der Feuerwehr Duisburg. Nach 33 Jahren und fast 29.500 Einsätzen ersetzte am 22. Februar 2008 ein EC 135 T2i die alte Maschine vom Typ BO 105.

Neben dem Rettungshubschrauber verfügt die Feuerwehr noch über zwei Spezialfahrzeuge, einen Baby-Notarztwagen und einen Infektionstransportwagen (Standort ist die Feuer- und Rettungswache 6). Hinzu kommen noch die Standardfahrzeugen des Rettungsdienstes; Rettungswagen und Krankenwagen, sowie die Notarzteinsatzfahrzeuge (Neubeschaffung in 2008 VW Touareg).

Seit 2002 befinden sich die Notarzteinsatzfahrzeuge in Dienst und ersetzten die bis dahin üblichen Notarztwagen. Die Vorteile liegen darin, dass der Notarzt flexibler einsetzbar ist und bei weniger gravierender Erkrankungs- oder Verletzungsschwere übergibt der Notarzt bzw. die Notärztin den Patienten an die Rettungsassistenten und -sanitäter des Rettungswagens und meldet sich wieder einsatzbereit.

Zu den Aufgaben der Feuerwehr Duisburg gehört die Wasserrettung. Für den Einsatzfall stehen den Feuerwehrtaucher der Gerätewagen-Wasserrettung (GW-W) und ein Schlauchboot an der Feuer- und Rettungswache 1 zur Verfügung. Bei dem GW-W handelt es sich um ein Wechselladerfahrzeug mit einem speziellen Abrollcontainer Wasserrettung, in dem sich schon auf der Anfahrt zur Einsatzstelle zwei Taucher umziehen können. Des weiteren liegen im Hafen, an der Feuerwache 8, zwei Löschboote. Im Einsatz können die Taucher ebenfalls auf den Rettungshubschrauber „Christoph 9“ zurückgreifen. Sollte es zum Notfall kommen, geht die Berufsfeuerwehr ähnlich vor wie die Berufsfeuerwehr Köln. Hierbei wird der Rettungshubschrauber mit drei Tauchern besetzt (ein Taucheinsatzführer, ein Sicherheitstaucher und ein Rettungstaucher), die nahe der Einsatzstelle abgesetzt werden, weil der Absprung aus dem Hubschrauber über der Einsatzstelle zu gefährlich ist. Das liegt daran, dass die Tiefe von zahlreichen Wasserflächen aus dem Rettungshubschrauber nicht abschätzbar ist.

Die Einheit der Duisburger Höhenrettung bestand aus (Stand September 2005) 14 Höhensichern, die von der Feuerwehr Duisburg in 30 Übungsstunden ausgebildet wurden. Die vierzigstündige Weiterbildung zum Höhenretter erfolgte auf freiwilliger Basis der Sicherer bei der Werkfeuerwehr von Thyssen in Duisburg- Beeckerwerth. Die Einheit musste 2006, unter anderem aus Kostengründen, aufgelöst werden.

Neben der Feuerwehr Duisburg, als unterste Katastrophenschutzbehörde Träger des Katastrophenschutzes in Duisburg, sind der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter-Unfallhilfe (JUH), der Malteser Hilfsdienst (MHD), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Technische Hilfswerk (THW) in den Katastrophenschutz involviert. Wer in einer dieser Organisationen ehrenamtlich tätig ist, der kann dort seinen Ersatzdienst leisten und braucht nicht den Wehrdienst bei der Bundeswehr abzuleisten. Zu den Einsatzeinheiten des Katastrophenschutz zählt die Einheit die für den Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgebildet ist oder die Fernmelder, die für die Kommunikation verantwortlich sind. Sie kommen im Ernstfall nicht nur im Stadtgebiet, sondern im gesamten Regierungsbezirk Düsseldorf zum Einsatz.

Die Feuerwehr ist in Duisburg für den Zivilschutz verantwortlich. Dazu zählt das Erstellen von Katastrophen-, Sonderschutz- und Evakuierungsplänen, wo von eine hohe Anzahl an Menschen betroffen ist. Des weiteren werden Präventionsmaßnahmen für einen atomaren Unfall oder für den Verteidigungsfall ausarbeitet, bei denen es sich um spezielle Einsatzpläne, Anweisungen zum Schutz, zur Evakuierung und zur Versorgung der Einwohner handelt. So befindet sich in der Innenstadt, an der U- Bahnstation „König-Heinrich-Platz“, ein großer Zivilbunker für 4.500 Personen, der vor atomaren, biologischen und chemischen Angriffen schützt. Außerdem versucht die Stadt Duisburg gerade ein neues Sirenenwarnsystem (Mitte der 90er Jahre ließ der Bund die alten Sirenen abbauen) aufzubauen, bei dessen Finanzierung Firmen beteiligt werden sollen. Dem Krisenstab der Stadt Duisburg, dem abhängig von der Schadenslage bis zu 40 Personen angehören, besteht aus Mitglieder der Stadtverwaltung, der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen an. Im Notfall berät der Stab das Vorgehen bei größeren Katastrophen, wie Großschadensfällen in der Industrie, Unwetter oder bei Rheinhochwassern. Seit dem Jahr 2006 wird der Krisenstab über ein neues Alarmierungs-, Benachritigungs- und Informationssystem alarmiert, das bis zu 30 Mitglieder anrufen kann. Des weiteren besetzt die Feuerwehr im Schadensfall das Info-Telefon des Stabes.

Um im Großschadensfall, wie einem Rheinhochwasser oder einem Chemieunfall, zusätzliche Kräfte anfordern zu können, arbeitet seit Januar 2007 der Krisenstab mit dem Bundeswehr-Kreisverbindungskommando Duisburg zusammen. Im Gefahrenfall arbeiten die zwölf ehrenamtlichen Reservisten im drei Schichtendienst und können Unterstützung der Streitkräfte anfordern, welche die Feuerwehr und die anderen Organisationen unterstützen. Im Katastrophenfall würde die Panzerbrigade 21 aus Augustdorf bei Detmold angefordert. Das Duisburger war das erste Kreisverbindungskommando, welches seine Arbeit aufnehmen konnte.

Insgesamt verfügt die Feuerwehr Duisburg über 220 Fahrzeuge, Anhänger und Abrollcontainer, der Großteil ist der Berufsfeuerwehr zugeteilt. Besonders bei der Berufsfeuerwehr besitzen genormte Fahrzeuge Seltenheitswert. Die finanzielle Lage der Stadt Duisburg sorgte schon Ende der 60er für Entwicklungen, wie dem Hilfeleistungslöschfahrzeug, die es in Duisburg mittlerweile in der 5. Generation gibt, oder dem Wechselladerfahrzeug. Zum Beispiel wurde beim HLF ein Fahrzeug geschaffen, was eine Kombination aus Löschgruppenfahrzeug, Tanklöschfahrzeug und Rüstwagen ist. Somit spart die Stadt das Geld für zwei Fahrgestelle und statt 14 Personen sind nur noch sechs für die Betreuung des Fahrzeuges notwendig.

Heute sind die beiden Fahrzeugtypen in die Normung aufgenommen. Eine weitere technische Besonderheit ist das Navigationssystem A-2.

Der Großteil der Fahrzeuge steht bei der Berufsfeuerwehr, darunter hauptsächlich Rettungsdienst- und Spezialfahrzeuge. Hinzu kommen Fahrzeuge für den Brandschutz und technische Hilfeleistungen, die im Löschzug eingesetzt werden.

Neben der Unterstützung der Löscheinheit, werden Tanklöschfahrzeuge bei Kleineinsätzen und zur Absicherung von Einsatzstellen eingesetzt, hauptsächlich auf Autobahnen und Schnellstraßen.

Die Galerie zeigt den aktuellen Löschzug der Feuer- und Rettungswache 7 (Stand August 2008).

Die Feuerwehr Duisburg besitzt verschiedene Typen Einsatzleitwagen. Die Beamten vom Einsatzdienst (BvE) verwenden hierbei sogenannte Einsatzleitwagen 1 (ELW 1), von den die Berufsfeuerwehr zwei Fahrzeuge besitzt, und die Mitarbeiter des diensthabenden Direktionsdienstes (BvD) nutzen Kommandowagen (KdoW). Des weiteren stehen der Feuerwehr Duisburg noch ein Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) und ein Abrollcontainer- Einsatzleitung und Kommunikation (AB- ELKO) zur Verfügung, die im Einsatzfall von der Freiwilligen Feuerwehr besetzt werden.

In Duisburg wird der Nachschub an technischen Geräten und an Spezialausrüstung hauptsächlich mit dem Wechselladersystem durchgeführt. Dabei war die Feuerwehr Duisburg die erste deutsche Feuerwehr, die sich Anfang der 70er Jahre mit dem Absetzsystem und später dem Wechselladersystem befasste. Hierbei wird in Duisburg das System in zwei Kategorien geführt, das 9 t- und das 22 t- System. Im Jahr 2007 verfügt die Feuerwehr über 13 Trägerfahrzeuge, neun haben eine maximale Nutzlast von 22 Tonnen und vier von neun Tonnen, und 46 Abrollcontainer.

Ein weiterer Teil der Spezialausrüstung ist auf Gerätewagen untergebracht, zum Beispiel den Gerätewagen-Atemschutz (GW-A), den Gerätewagen-Messtechnik (GW-Mess), den Gerätewagen-Kommunikation (GW-K) oder den Gerätewagen-Wasserrettung (GW-W).

Ein weiteres Sonderfahrzeug ist der Feuerwehrkran (FwK), bei dem es sich um einen 40 Tonnen- Kran handelt. Der Kran ist speziell für den Feuerwehrdienst ausgerüstet und wird hauptsächlich bei technischen Hilfeleistungen eingesetzt. Im Alarmfall rückt noch ein Wechselladerfahrzeug mit einem Abrollcontainer- Kran aus, in dem sich zusätzliche Ausrüstung für einen Kraneinsatz befindet.

In Duisburg befindet sich der größte Binnenhafen der Welt, weshalb die Duisburger Feuerwehr über zwei Löschboote (FLB) verfügt. Das ältere Boot, die "Duisburg 2" aus dem Jahr 1963 gehört dem Land Nordrhein-Westfalen und weist bei einer Länge von 33,90 Meter und einer Breite von 6,30 Meter eine Verdrängung von 97 Tonnen auf. Die 1.260 PS starken Motoren bringen das Schiff auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde. Das Boot, welches eine Standardausrüstung besitzt, ist mittlerweile stillgelegt. Der Grund ist ein Streit zwischen Stadt und Land, in dem es darum ging, wer den nötigen Überlaufschutz für den Kraftstofftank bezahlen soll.

Etwas größer ist die „Duisburg 1“, das stadteigene Feuerlöschboot (FLB) aus dem Jahr 1973, welches wie die „Duisburg 2“ von der Schiffswerft Mainz-Mombach gebaut wurde. Die "Duisburg 1" hat eine Länge von 31,25 Meter, mit 7,50 Meter ist sie das breiteste Löschboot überhaupt und weist mit einer Verdrängung von 150 Tonnen den vierthöchsten Wert in Deutschland vor. Um bei Bränden eine bessere Sicht zu haben, lässt sich das Fahrerhaus auf 9,50 Meter ausfahren. Zur Ausstattung des Bootes gehören zwei Werfer, sie werden Monitore genannt, zwei Schnellangriffe, zwei Kreiselpumpen mit einer Leistung von 6.000 Liter pro Minute, die Wasser aus dem Rhein aufnehmen können, drei Tauchpumpen mit der gleichen Förderleistung, ein Ölabsauggerät (Ölskimmer) und 20.000 Liter Schaummittel. Im Heck befindet sich ein 55 Kilometer pro Stunde schnelles Beiboot, das beispielsweise der Beförderung eines Notarztes zu Wasser oder der Personenrettung dient. Eingesetzt werden die Boote bei Schiffsbränden, Havarien, Leckagen, Umweltschutzeinsätzen und wenn Personen in selbstmörderischer Absicht von einer Rheinbrücke springen. Zum Einsatz kommen die Boote nicht nur in Duisburg; sie unterstützen die Feuerwehren in Krefeld, Wesel und Düsseldorf.

Neben den beiden Löschbooten besitzt die Feuerwehr Duisburg noch zwei Rettungsboote und ein Schlauchboot der Feuerwehrtaucher, das am Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter-Wasserrettung angehängt ist.

Der Freiwilligen Feuerwehr stehen in Duisburg insgesamt 49 Einsatzfahrzeuge, Abrollbehälter und Anhänger zur Verfügung, die in den 22 Feuerwehrhäusern stehen.

Bei den Standardfahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr handelt es sich um Löschgruppen- und Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge, von denen die FF Duisburg insgesamt 31 besitzt. Die meisten Fahrzeuge sind vom Typ Löschgruppenfahrzeug 16 (LF 16) beziehungsweise Löschgruppenfahrzeug 16-TS (LF 16-TS) und stammen aus den 1970er und 1980er Jahren.

Allmählich werden diese Fahrzeuge durch moderne Löschgruppenfahrzeug 16/12 (LF 16/12) und Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug 20/16 (HLF 20/16) ersetzt, um die Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehr zu erhöhen. Bei den HLF 20/16 wurde außerdem Wert darauf gelegt, dass sie so ausgestattet, dass sie im Notfall der Berufsfeuerwehr als Ausfallreserve dienen können. Die Freiwillige Feuerwehr Friemersheim besitzt als einzige ein Löschgruppenfahrzeug 8/6 (LF 8/6), dass als Sonderausrüstung über ein Sprungrettungsgerät, einen Lichtmast und einen Hydraulischer Rettungssatz, bestehend aus Rettungsschere und Spreizer, verfügt.

Neben diesen Typen gibt es noch weitere Fahrzeugtypen bei der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg. So stehen in den Feuerwehrhäusern noch fünf Rüstwagen 1 (RW 1), vier Mannschaftstransportwagen (MTW), zwei Wechselladerfahrzeuge (WLF) und ein Schlauchwagen 2000 mit Truppbesatzung.

Die Leitstelle der Feuerwehr Duisburg, genannt „Florian Duisburg“, ist das zentrale Koordinierungsmittel, in dem alle Aufgabenbereiche in Bezug auf Krankentransporte, Rettungsdienst- und Notarzteinsätze, sowie Brandschutz, technische Hilfeleistungen, Katastrophen- und Großschadenabwehr zusammenlaufen. Im Gebäude der Feuer- und Rettungswache 1 befindet sich die Leitstelle, wo insgesamt zehn Notrufleitungen "112", sechs mal die Nummer für den Krankentransport und einmal die Nummer für den Rettungshubschrauber auflaufen, wobei letztere hauptsächlich von anderen Leitstellen in Anspruch genommen wird. Ein weiterer Aufgabenbereich von „Florian Duisburg“ ist die Telefonvermittlung für das gesamte Feuerwehr- und Zivilschutzamt.

Der Einsatzleitrechner, in dem sämtliche Alarmstichworte gespeichert sind, schlägt nach der Eingabe des Disponenten die jeweiligen Einsatzmittel vor, die ausrücken sollen. In 56.000 Fällen ist das der Fall, denn so oft rückt die Feuerwehr im Jahr aus. Außerdem werden die Hilfsorganisationen von der Leitstelle alarmiert. Zusätzlich kommen noch mehrere 1000 Falschalarme zu den Einsätzen, wo kein Ausrücken notwendig ist; meist handelt es sich hierbei um böswillige Scherze. Um den vielen Anrufen Herr zu werden, arbeiten rund um die Uhr insgesamt sechs Disponenten in der Leitstelle, am Tag kommt als Verstärkung noch ein weiterer hinzu.

Bei dem A2-System handelt es sich um ein integriertes Alarmierungs- und Ortungssystem. Es befindet sich mittlerweile nicht mehr im Dienst, nachdem der Funkdatendienst Modacom eingestellt wurde, und aus preislichen Gründen auf die Anschaffung vergleichbarer Geräte verzichtet wurde. Es war in allen Rettungsdienst- und Einsatzleitwagen installiert. Bei einem Einsatz konnte die Leistelle, ohne den Funkverkehr zu nutzen, die jeweiligen Fahrzeuge mit den wichtigsten Daten versorgen. Im Fahrzeug erschien auf einem Monitor, der bis zu 255 Zeichen anzeigen konnte, die Informationen wie Einsatzart, Adresse und Patientenname. Von Vorteil war das System gerade beim Krankentransport, da hier der Funkkanal lange in Anspruch genommen werden muss. Mit dem A-2- System konnte zusätzlich die Position der Fahrzeuge herausgefunden werden. Mit Hilfe des „Global Positioning System“ (GPS) konnten die Standorte der Fahrzeuge mit einer Genauigkeit von +/- 50 Meter im Stadtplan angezeigt werden und so das nächstgelegene Fahrzeug zur Einsatzstelle gerufen werden, wodurch die Hilfe schneller eintreffen konnte. Die Feuerwehr versucht ein neues kostengünstiges System aufzubauen.

Im Jahr wird die Feuerwehr Duisburg zu 62.000 Einsätzen (Stand 2008) gerufen und gehört damit zu den zehn größten Feuerwehren in Deutschland. Dabei fallen die meisten Einsätze auf den Rettungsdienst zurück, Brandeinsätze, Hilfeleistungen und Falschalarmierungen müssen ebenfalls abgeleistet werden.

Den Großteil machen hierbei Rettungseinsätze aus, welcher mehr als 56.500 mal alarmiert. Dabei fallen mehr als 30.000 Einsätze auf die Rettungswagen (Notfallrettung) zurück und mehr als 20.000 in den Bereich Krankentransport, der Notarzt wird bei 8.500 Einsätzen angefordert. Im Vergleich zu anderen Städten ist die Zahl der Rettungsdiensteinsätze sehr hoch. Dies ist dadurch zu erklären, dass es in Duisburg viele Arbeitslose gibt und einige Duisburger Ortsteile einen sehr hohen Ausländeranteil aufweisen. Diese Bevölkerungsschichten greifen häufig auf den Rettungsdienst zurück, anstatt zum Hausarzt zu gehen.

Die Feuerwehr Duisburg muss aufgrund der Vielzahl von Industriebetrieben in der Stadt oft zu Bränden ausrücken, oft um die vier Werkfeuerwehren zu unterstützen, weshalb alles in allem die Anzahl der Brandeinsätze in der Ruhrmetropole höher ist als in anderen Städten. Insgesamt summiert sich die Anzahl der Einsätze auf 1.700 bis 2.300 Feuer und dabei ereignen sich viele Klein- und Mittelbrände, 30 Brände sind hingegen der Kategorie Großbrand zu zuordnen.

Bis zu 2000 mal muss die Feuerwehr Duisburg ausrücken um technische Hilfeleistungen zu erbringen. Diese Zahl ist vergleichsweise gering, da die Duisburger Feuerwehr nicht jede Ölspur beseitigt, zusätzlich liegt die Zuständigkeit bei Tierrettung nicht bei ihr.

Im Jahr kommen noch etwa 500 Falschalarmierungen hinzu, teilweise durch technische Defekte in Brandmeldern oder durch Anrufer, die die Situation falsch einschätzen oder absichtlich einen Falschalarm auslösen.

Die meisten Einsätze werden von der Berufsfeuerwehr gefahren. Bei knapp 200 Bränden und 70 Hilfeleistungen rückten Berufs- und Freiwillige Feuerwehr gemeinsam aus, 250 Hilfeleistungen und 20 Brände leisten die Ehrenamtlichen Helfer alleine. In den nächsten Jahren werden die Einsatzzahlen der Freiwilligen weiter zunehmen, da sie immer öfter eingesetzt werden, aufgrund der schon angesprochenen finanziellen Lage der Stadt.

In der Stadt gibt es neben der städtischen Feuerwehr noch vier Werkfeuerwehren und eine Betriebsfeuerwehr. Diese sichern in ihren Werken und Betrieben den Brandschutz, greifen bei ihren Einsätzen teilweise auf die Feuerwehr Duisburg zurück.

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FCR 2001 Duisburg

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Der Fußballclub Rumeln 2001 Duisburg (kurz FCR 2001 Duisburg oder FCR 01 Duisburg) ist ein Frauenfußballverein aus Duisburg. Die erste Mannschaft spielt seit dem Aufstieg 1993 in der Bundesliga. Die Spielerinnen sind unter dem Beinamen „Die Löwinnen“ bekannt.

Der FCR wurde je einmal deutscher Meister und Pokalsieger und gewann zweimal den DFB-Hallenpokal. Zuletzt wurde der Verein viermal in Folge Vizemeister.

Die Wurzeln des Vereins liegen beim am 9. Januar 1955 gegründeten Verein FC Rumeln-Kaldenhausen. Die Frauenfußballabteilung wurde im Jahre 1977 gegründet. Im Jahre 1990 schaffte die Mannschaft den Aufstieg in die Regionalliga West. Nach einem sechsten Platz in der ersten Saison wurde die Mannschaft in der Saison 1991/92 mit einem Punkt Rückstand Vizemeister hinter dem STV Lövenich. In der folgenden Aufstiegsrunde belegte man vor dem letzten Spieltag einem Aufstiegsplatz. Gegen Lövenich reichte ein Unentschieden um den Sprung ins Oberhaus zu schaffen. Jedoch gewann Lövenich auf eigenem Platz mit 5:3 und Delmenhorst zog durch einen 6:0-Sieg über den SSV Turbine Potsdam noch an den Duisburgerinnen vorbei.

In der folgenden Saison 1992/93 wurde der FCR mit zwei Punkten Vorsprung auf die SG Wattenscheid 09 Meister der Regionalliga West. Die Aufstiegsrunde verlief erfolgreicher. Bereits am vorletzten Spieltag sicherte sich die Mannschaft durch einen 6:2-Sieg über Wattenscheid den Aufstieg. Die einzige Niederlage der Aufstiegsrunde kassierte man gegen den Mitaufsteiger Schmalfelder SV. Das erste Bundesligajahr war vom Abstiegskampf geprägt. Dennoch konnte man als Achter der Nordgruppe die Klasse erhalten, während mit der SSG 09 Bergisch Gladbach und dem Rumelner Lokalrivalen KBC Duisburg zwei Traditionsvereine den Gang in die Zweitklassigkeit gehen mussten.

Zur Saison 1994/95 wurde die Mannschaft erheblich verstärkt. Spektakulärster Neuzugang war die deutsche Nationalspielerin Martina Voss. Nach der Geburt ihrer Tochter wollte sie nicht länger zwischen ihrem Wohnort Duisburg und ihrem Verein TSV Siegen pendeln. Vom abgestiegenen Lokalrivalen KBC kam die spätere Nationalspielerin Melanie Hoffmann. Sportlich lieferte sich der FCR lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem TSV Siegen um den zweiten Platz der Nordgruppe, der zum Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft berechtigte. Eine Vorentscheidung fiel am 15. Spieltag, als Rumeln Siegen mit 4:3 besiegte. Rumeln wurde Zweiter und Maren Meinert wurde mit 21 Toren Torschützenkönigin der Nordgruppe. Im Halbfinale traf man auf den FSV Frankfurt, der in der Südgruppe alle Spiele gewinnen konnte. Nach einen 2:2 im Hinspiel konnte Frankfurt das Rückspiel mit 5:1 gewinnen und gewann später die Meisterschaft gegen Grün-Weiß Brauweiler.

Vom Garather SV wechselte 1995 die Stürmerin Inka Grings nach Duisburg. Sie sollte in den folgenden Jahren zu einer der erfolgreichsten Torjägerinnen der Bundesliga avancieren. Als Dritter der Nordgruppe verpasste die Mannschaft das Halbfinale. Dafür war man im DFB-Pokal erfolgreicher, wo man erstmals ins Halbfinale einzog. Hier kam nach einem 0:2 gegen den späteren Gewinner FSV Frankfurt das Aus. Den ersten Titel der Vereinsgeschichte wurde am 3. Februar 1996 in Koblenz errungen. Beim DFB-Hallenpokal schlugen die „Löwinnen“ den TSV Siegen mit 3:2.

In der Saison 1996/97 ging es um die Qualifikation für die eingleisige Bundesliga. Vor dem letzten Spieltag hatte die Mannschaft zwei Punkte Vorsprung auf Grün-Weiß Brauweiler und hatte am letzten Spieltag Heimrecht gegenüber dem ärgsten Verfolger. Brauweiler hatte jedoch die besseren Nerven und entschied die Partie mit 5:4 für sich. Im Halbfinale konnten die Duisburgerinnen einen 2:1-Rückstand aus dem Hinspiel gegen den FSV Frankfurt noch durch einen 3:1-Sieg im Rückspiel drehen. Am 8. Juni 1997 trafen die „Löwinnen“ im Finale erneut auf Brauweiler. 5.000 Zuschauer sahen in Homberg eine dramatische Partie. Nach 90 Minuten waren keine Tore gefallen. Kurz nach Beginn der Verlängerung brachte Grings ihre Farben in Führung, die Patricia Menge drei Minuten vor Abpfiff ausglich. Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen. Beim Stand von 4:3 für Brauweiler verschoss Daniela Arndt ihren Elfmeter. Claudia Klein traf danach für Brauweiler und machte ihre Mannschaft damit zum deutschen Meister..

Während der ersten Saison der eingleisigen Bundesliga änderte der FC Rumeln-Kaldenhausen seinen Namen in FCR Duisburg 55. Nach einem 6:1-Sieg über den Aufsteiger Hamburger SV war der FCR erster Tabellenführer, schloss die Saison aber als Dritter ab. Erfolgreicher war die Mannschaft im DFB-Pokal, wo man erstmals in das Finale einzog. Im torreichsten Endspiel der Pokalgeschichte wurde der Meister FSV Frankfurt mit 6:2 besiegt. Inka Grings war mit drei Toren die überragende Spielerin.

Vom FC Eintracht Rheine wechselte zur Saison 1998/99 die Nationalspielerin Kerstin Stegemann nach Duisburg. Die Mannschaft lieferte sich mit dem 1. FFC Frankfurt ein lange Zeit spannendes Titelrennen. Die Vorentscheidung fiel am 17. Spieltag, als Duisburg beim FSV Frankfurt nur zu einem torlosen Remis kam, während Frankfurt mit 6:1 in Brauweiler gewann. Frankfurt konnte den dadurch entstandenen Vorsprung von drei Punkten ins Ziel retten während Duisburg erneut Vizemeister wurde. Inka Grings sicherte sich mit 25 Saisontoren den Titel der Torschützenkönigin.

Die Saison 1999/00 sollte zur erfolgreichsten der Vereinsgeschichte werden. Die Mannschaft dominierte die Bundesliga und legte zum Start eine Serie von 16 Siegen in Folge auf. Bereits am viertletzten Spieltag wurde durch einen 3:0-Sieg über den SC 07 Bad Neuenahr die Meisterschaft perfekt gemacht. Inka Grings wurde erneut Torschützenkönigin. Ihre 38 Saisontore sind bis heute unerreicht. Auch in der Halle waren die Löwinnen erfolgreich und gewannen zum zweiten Mal den Hallenpokal.

Die erfolgreiche Saison wurde durch den tragischen Tod des langjährigen Managers und Hauptsponsors Jochen Zufall überschattet. Um diesen Verlust aufzufangen wurde ein Förderverein gegründet, für den der Verein nach und nach zahlreiche Kleinsponsoren gewinnen konnte. Dennoch musste der Verein einen personellen Aderlass hinnehmen und verlor mit Kerstin Stegemann und Maren Meinert zwei Leistungsträgerinnen. Dafür kamen talentierte Spielerinnen wie die späteren Nationalspielerinnen Linda Bresonik und Shelley Thompson.

Auch hinter den Kulissen gab es Ärger. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Duisburg und dem Land Nordrhein-Westfalen erhielt der Verein für die Bundesliga-Frauenmannschaft einen Rasenplatz. Der Hauptverein untersagte dem Aushängeschild des Vereins jedoch, den Platz für das Training zu benutzen, damit der Rasen geschont wird. Die gerade in die Kreisliga abgestiegene Männermannschaft durfte jedoch den Rasenplatz nach Belieben benutzen. Diese Konflikte mit dem Hauptverein sollten dazu führen, dass die Fußballerinnen kurze Zeit später einen eigenen Verein gründen sollten. Die Saison 2000/01 schloss die Mannschaft auf dem dritten Platz ab.

Am 8. Juni 2001 machte sich die Frauenfußball-Abteilung selbständig und nahm den Namen FCR 2001 Duisburg an. Die Männer spielten weiterhin als FCR 1955 Duisburg in der Kreisliga B. Durch diese Neugründung erhoffte man sich bessere Möglichkeiten in der Vermarktung, um mit den führenden Vereinen im deutschen Frauenfußball wie dem 1. FFC Frankfurt oder dem 1. FFC Turbine Potsdam mithalten zu können. Außerdem wollte man der zunehmenden Professionalisierung im Frauenfußball Rechnung tragen. Die Satzung des Vereins ist an den Profifußball der Männer angelehnt. So wurde neben dem Vorstand ein Aufsichtsrat installiert. Darüber hinaus wurde die Stadtsparkasse Duisburg als Hauptsponsor gewonnen.

Während die Mannschaft auf dem Platz in den ersten Jahren der Selbständigkeit auf der Stelle trat, gab es im November 2001 Unruhe im Verein. Trainer Jürgen Krust wurde suspendiert, da er eine Spielerin sexuell belästigt haben soll. Nach Rücknahme der Vorwürfe wurde die Suspendierung wieder aufgehoben. Die Mannschaft wurde zweimal hintereinander Dritter und Inka Grings sicherte sich in der Saison 2002/03 mit 20 Saisontoren zum dritten Mal den Titel der Torschützenkönigin. Ebenfalls 2003 erreichten die „Löwinnen“ zum dritten Mal das Pokalfinale. Gegen den hoch favorisierten 1. FFC Frankfurt hielt die junge Mannschaft lange ein torloses Unentschieden. In der 89. Minute schlug Pia Wunderlich einen Freistoß vor das Duisburger Tor, den Martina Voss im letzten Spiel ihrer Karriere unglücklich ins eigene Tor abfälschte, womit sie Frankfurt zum Pokalsieger machte.

Zur Saison 2003/04 zog die Mannschaft vom Sportplatz „Am Waldborn“ in das neu erstellte PCC-Stadion um. Neuzugang Silke Rottenberg und Linda Bresonik fuhren mit der deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft in die USA, die die deutsche Mannschaft für sich entscheiden konnte. In der Bundesliga belegte die Mannschaft nach einer verkorksten Saison nur Platz vier. Im Sommer 2004 verpflichtete der Verein mit Fatmire Bajramaj, Annike Krahn und Simone Laudehr drei Talente, die in den kommenden Jahren zu Leistungsträgerinnen und Nationalspielerinnen avancierten sollten. Vor allem durch das treffsichere Stürmerduo Shelley Thompson (mit 30 Saisontoren Torschützenkönigin) und Inka Grings (25 Tore) erreichten die Löwinnen den zweiten Platz in der Saison 2004/05. Grings wurde mit der deutschen Nationalmannschaft im Sommer 2005 Europameister und sicherte sich mit vier Toren den Titel der Torschützenkönigin.

Trotz des sportlichen Erfolges musste Trainer Jürgen Krust am Saisonende gehen. Sein Nachfolger wurde Dietmar Herhaus. Die Saison 2005/06 war von einem Dreikampf um die Meisterschaft geprägt, denn sowohl Duisburg als auch Potsdam und Frankfurt hatten lange Zeit berechtigte Hoffnungen auf den Titelgewinn. Die Vorentscheidung fiel am 18. Spieltag, als der FCR unglücklich mit 1:2 in Potsdam verlor. Durch einen 4:0-Heimsieg am letzten Spieltag gegen Frankfurt sicherten sich die Duisburgerinnen erneut die Vizemeisterschaft. Nach der Saison verließen mit Rottenberg (nach Frankfurt) und Thompson (zum Hamburger SV) zwei Leistungsträgerinnen den Verein.

Turbulent verlief die Saison 2006/07. Am dritten Spieltag unterlag Duisburg zu Hause gegen den 1. FFC Frankfurt mit 1:6. Nach dem Spiel kam es zu einem Streit zwischen Trainer Herhaus und Inka Grings, da Herhaus mit der Einstellung von ihr unzufrieden war. Nachdem Herhaus Grings das Amt der Mannschaftskapitänin entzog, übte diese in verschiedenen Zeitungsinterviews harte Kritik an Herhaus' Trainingsmethoden und kündigte einen Vereinswechsel im Winter an, wenn sich im Trainerstab nichts ändere. Der Verein suspendierte die Stürmerin. Am 16. November 2006 trat Herhaus überraschend zurück und nach einer Aussprache kehrte Grings in die Mannschaft zurück. Im Verein kehrte wieder Ruhe ein und die Mannschaft spielte unter dem neuen Trainer Thomas Obliers um die Meisterschaft mit. Am drittletzten Spieltag unterlag der FCR jedoch mit 0:1 gegen Potsdam, so dass am Saisonende zum dritten Mal in Folge die Vizemeisterschaft heraussprang.

Im DFB-Pokal erreichte die Mannschaft zum vierten Mal das Pokalfinale und traf dort auf den alten Rivalen 1. FFC Frankfurt. Die frühe Führung durch Renate Lingor konnte Sonja Fuss kurz vor der Halbzeit ausgleichen. Da keine weiteren Tore fielen, musste das Spiel im Elfmeterschießen entschieden werden. Zuvor wechselte Trainer Obliers überraschend die Torfrauen aus. Statt Kathrin Längert stand nun Lena Hohlfeld im Kasten. Der Tausch sollte keine Wirkung zeigen. Während die Frankfurterinnen bei jedem Versuch trafen, konnte Torfrau Ursula Holl die Schüsse von Vanessa Martini und Patricia Hanebeck halten.

Viermal stellte der FCR 2001 Duisburg bzw. dessen Vorgängervereine die Torschützenkönigin der Bundesliga. Inka Grings sicherte sich 1999 (25 Tore), 2000 (38 Tore, Bundesligarekord) und 2003 (20 Tore) den Titel. 2005 wurde Shelley Thompson für 30 Toren die Torjägerkanone überreicht. In der Ewigen Tabelle der Bundesliga belegt der FCR den zweiten Platz. Patricia Hanebeck erhielt 2005 die Fritz-Walter-Medaille in Silber.

Der Vorstand besteht aus dem 1. Vorsitzenden Guido Lutz, dem 2. Vorsitzenden Dieter Oster (gleichzeitig Sportvorstand und Teammanager), der 3. Vorsitzenden Ursula Baak(gleichzeitig Finanzvorsitzende), und dem Geschäftsführer Rainer Kirberg. Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus dem 1. Vorsitzenden Joachim Bellinghoven, dem 2. Vorsitzenden Fritz Moldenhauer und Knut Baak. Weitere berufene Mitglieder sind Ferdi Seidelt, Rainer Renner und Rainer Zimmermann.

Die Vereinsfarben sind grün und weiß. Das eckige Vereinslogo mit rundem Abschluss (Wappen-Form) besteht aus den Farben Grün (Hintergrund), Weiß und Schwarz. Links sind die in sich greifenden Initialen FCR in weiß zu sehen, rechts daneben den Löwen als "Wappentier" ebenfalls in Weiß, darunter ein weißes Banner mit der Aufschrift 2001 Duisburg in Schwarz, wiederum darunter die Abkürzung e. V.

Das Haupt-Kit der 1. Mannschaft ist weiß/weiß/weiß mit grünen Kreuzen auf den Schultern, das Ausweich-Kit ist dunkelblau/dunkelblau/dunkelblau mit hellblauen Kreuzen auf den Schultern. Trikotsponsor ist die Sparkasse Duisburg, Trikotärmel-Partner ist Euro-Massivhaus. Ausrüster des FCR 01 Duisburg ist Dragonsport.

Die Heimspiele des FCR 2001 Duisburg werden im 3.000 Zuschauer fassenden PCC-Stadion im Duisburger Stadtteil Homberg ausgetragen. Der FCR teilt sich das Stadion mit dem Männer-Oberligisten VfB Homberg.

Der FCR 2001 Duisburg entstammt ursprünglich dem linksrheinischen Stadtteil Rumeln, ist aber mittlerweile auf der rechten Rheinseite im südlichen Stadtteil Hüttenheim beheimatet. Dort befindet sich die vereinseigene Platzanlage, die im Jahr 2004 dem Betriebssport-Kreisverband Duisburg abgekauft wurde. Daher wechselte der Verein vom Kreis 7 (Moers) des Fußball-Verbandes Niederrhein, dem die linksrheinischen Vereine Duisburgs angehören, in den Kreis 9 (Duisburg/Mülheim/Dinslaken) für die rechtsrheinischen Clubs in Duisburg. Die Kreisspaltung der Stadt ist ein Relikt aus der Zeit vor 1975, als die linksrheinischen Stadtbezirke Duisburgs noch eigenständige Städte waren. Seine Heimspiele trägt der Verein wiederum im linksrheinischen Stadtteil Homberg aus.

Die zweite Mannschaft des FCR 2001 Duisburg spielt zur Zeit in der 2. Bundesliga Süd. Trainiert wird die Mannschaft von Jürgen Raab.

2003 wurde die Mannschaft Meister der Verbandsliga Niederrhein und schaffte damit erstmals den Aufstieg in die Regionalliga West, damals noch die zweithöchste Spielklasse. Als Aufsteiger wurde man auf Anhieb Sechster. Da der Tabellenvierte TuS Köln rrh. trotz sportlicher Qualifikation auf die Teilnahme an der 2004 gegründeten 2. Bundesliga verzichtete wäre Duisburg der erste Nachrücker gewesen. Jedoch verzichtete der Verein zugunsten der SG Lütgendortmund auf das Nachrückerecht. Ein Jahr später wurde man Vizemeister hinter den Kölnerinnen, die dieses Mal das Aufstiegsrecht wahrnahmen. Die Saison 2005/06 verlief tragisch. Während der Rückrunde verspielten die kleinen Löwinnen einen komfortablen Punktevorsprung. Am vorletzten Spieltag führte man lange Zeit mit 1:0 gegen den ärgsten Verfolger, dem HSV Borussia Friedenstal. In der 97. Minute konnten die Herforderinnen noch ausgleichen und eine Woche später die Meisterschaft feiern. Ein Jahr später wurde nach einem 2:1-Sieg bei den Sportfreunden Siegen der Aufstieg nachgeholt.

Seit 2005 ist eine dritte Frauenmannschaft im Spielbetrieb. Die dritte Mannschaft schaffte auf Anhieb den Durchmarsch von der Kreis- in die Verbandsliga Niederrhein, wo die Mannschaft heute spielt. Trainiert wird die Mannschaft von Heinz Hilberts.

In der Saison 2007/08 hat der FCR 2001 Duisburg fünf Mädchenmannschaften gemeldet. In den Alterklassen U-17 (B-Jugend) und U-15 (C-Jugend) stellt der Verein jeweils zwei, in der Alterklasse U-13 (D-Jugend]) eine Mannschaft.

Die U-17 I spielt in der Niederrheinliga der B-Juniorinnen. 2002 erreichte die Mannschaft erstmals der Finale um die deutsche Meisterschaft, verlor jedoch auf eigenem Platz gegen den FC Gütersloh 2000 mit 1:2. Fünf Jahre später war man erfolgreicher und gewann durch einen 1:0-Sieg gegen Bayern München den Titel. Turid Knaak erzielte vor 1.200 Zuschauern im PCC-Stadion das Tor des Tages.

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Source : Wikipedia