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Geschrieben von bishop 28/04/2009 @ 22:15

Tags : downloads, high-tech

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Direct Downloads

Der Begriff Direct Downloads (DDL) kennzeichnet Links für das direkte Herunterladen (Download) von Dateien (im Gegensatz zum Filesharing) und wird häufig auf Warez-Seiten verwendet.

Durchgesetzt haben sich hier meist werbefinanzierte Sharehoster wie Rapidshare, die auf ihren Servern kostenlosen Speicherplatz zur Verfügung stellen. Dort werden Dateien von unterschiedlichen, meist anonymen Nutzern bereitgestellt. Einige erfolgreiche Hoster schaffen es, sich nicht durch Werbung, sondern ausschließlich durch Einnahmen aus sogenannten Premiumaccounts zu finanzieren.

Der Download kann über einfache HTTP- oder FTP-Server erfolgen. Häufig werden Download-Manager wie jDownloader oder CryptLoad verwendet, um den durch Sharehoster eingeschränkten Komfort zu kompensieren.

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Netaudio

Der Begriff Netaudio oder auch Netzmusik ist eine Bezeichnung für Musik, die kostenlos über das Internet von sogenannten Netlabels vertrieben wird. Gegenwärtig ist das bevorzugte Dateiformat MP3 für Downloads. Für Audio-Streams werden unterschiedliche Formate wie Real Audio, MP3, Ogg Vorbis oder WMA genutzt.

Netaudio gibt es in der Regel auf Netlabels zu finden oder als Promotion-Werkzeug von Musikfirmen, um dem Surfer einen Eindruck von einem neuen Album zu geben. Netaudio ist die generelle Bezeichnung für Musik im digitalen Format, die entweder als Download verfügbar ist oder als Stream empfangen werden kann, jedoch hat sich der Begriff als Synonym für von Netlabels angebotene Musik durchgesetzt.

Fast alle Netlabels bieten mittlerweile ihre Downloads in mindestens 192kbit/s an. Einige Labels unterstützen sogar die freien Dateiformate FLAC und Ogg Vorbis, die den Open-Content-Charakter der eigenen Musik nicht nur ideologisch unterstützen.

Netzmusik bezeichnet vielmehr ein musikalisches Genre, welches in Netzwerken (wie z.B. Internet) praktiziert wird. Hierbei können die Phänomene in Kategorien wie Soundtoys, Netz-Instrumente und Audio-Live-Tools eingeordnet werden.

Was Soundtoys am deutlichsten charakterisiert, sind ihre spezifischen Ideen. Soundtoys sind atmosphärisch mystifizierte, spielerisch zu entdeckende virtuelle Räume. Hierbei handelt es sich um kleine graphische Interfaces, die eine Steuerung von musikalischem Material zulassen. Hierbei ist die Komplexität stark eingeschränkt, woraus auch ein eingeschränktes musikalisches Ausdrucksvermögen resultiert.

Ausprägungen von Netzmusik, die zugleich hohe klangfarbliche Komplexität und ein großes Maß an Kontrolle über deren Erzeugung.

Im Grunde handelt es sich bei dieser Gattung nahe der Form von Soundtoys, doch haben sie einen ganz anderen Charakter. Nicht der Reiz des Sonderbaren, des Effektes steht im Vordergrund, sondern eine “naive” Form des Musikproduzierens mit stark vereinfachten (dadurch übersichtlichen) Mitteln. Weiterhin charakteristisch ist eine enge Anbindung an kommerzielle Produkte (Bacardi, Ford etc.) und dass schnell ansprechende Ergebnisse (Erfolgserlebnisse) mit ihnen erzielt werden können.

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Beatport

Beatport ist ein Online-Musicstore, der im Bereich Electronic Dance Music als Online-Marktführer gilt.

Beatport.com bietet ein breites Sortiment an Tracks der elektronischen Tanzmusik. Die Musikdateien werden pro Download abgerechnet, welche in den Formaten MP3, MP4 und WAV erhältlich sind. Die MP3-Dateien sind dabei in der Regel mit 320 kbit/s (LAME codec) codiert, die MP4-Dateien sind mit 192 kbit/s VBR codiert.

Seit September 2004 ist Beatport ein Partner von Native Instruments. Deren DJ-Software Traktor kann direkt auf den Webshop zugreifen und Musiktracks vorhören, kaufen sowie anschließend herunterladen. Ein umschalten auf den Browser wird dadurch vermieden.

Beatsource stellt ein Äquivalent zu Beatport dar, jedoch werden hier zum größten Teil Hip Hop Downloads angeboten. Beatsource konnte sich bis jetzt noch nicht in dem Maße wie Beatport durchsetzen, da die großen Majorlabels keine DRM freien Downloads unbegrenzt anbieten wollen.

Im August 2008 erwirkte die GEMA beim Landgericht Mannheim eine einstweilige Verfügung gegen Beatport wegen Differenzen bei der Lizenzvergabe.

Im Interview mit dem de:Bug-Magazin gab der Firmengründer Eloy Lopez an, dass das Datenvolumen für das Musikarchiv 30 Terabyte und 270.000 Titel umfasst. Die Einnahmen gehen bei allen Titeln zu 40 Prozent an Beatport und 60 Prozent an Label und Künstler. Als Preispolitik verlautbarte er 1,49 € für ältere Tracks, 1,99 € für aktuelle Titel und 2,49 € für Angebote mit exklusiver Lizenz.

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TortoiseSVN

TortoiseSVN (abgekürzt tsvn) ist ein kostenloser und freier Windows-Client für den Versionsverwaltungs-Dienst Subversion. Es steht unter der GNU General Public License (GPL).

TortoiseSVN ist als Shell-Erweiterung implementiert, es integriert sich in den Windows Explorer und ist daher außerhalb und unabhängig von einer Integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) verwendbar.

Als Kernaufgabe wird für die Software die Versions-, Revisions und Sourcekontrolle beschrieben. Für die Benutzung wird ein Subversion-Server empfohlen, es ist aber auch möglich, lokal auf Repositories zuzugreifen.

Das Projekt wurde 2002 von Tim Kemp als Fork von TortoiseCVS begonnen. Sourceforge verzeichnet im August 2008 mehr als sieben Millionen Downloads der Software. Die Entwickler sprechen in ihrem Blog von über neun Millionen Downloads bis April 2008 aller Pakete seit Projektstart. Im Jahr 2007 hat das Projekt den SourceForge.net 2007 Community Choice Award for Best Tool or Utility for Developers Award gewonnen.

Tortoise benutzt als graphische Oberfläche den Windows Explorer. Eine Erweiterung der Kommandoliste in den Kontextmenüs dient dabei als Benutzerschnittstelle. Die Status werden direkt im Explorer durch eine Spaltenerweiterung angezeigt.

Die Verwaltung der Arbeitskopie durch TortoiseSVN orientiert sich am Subversion Client-Programm der passenden Version (zum Beispiel svn 1.5.* vs. tsvn 1.5.*); so kann bedarfsweise zwischen beiden gewechselt werden.

Die Software bietet für den Einsatz mehrere Hilfsmittel an. So können über das Merge-Tool nicht nur ASCII-basierte Dateien verglichen werden, es unterstützt auch den Vergleich von proprietären Formaten wie dem Word-format. Durch IDiff können Änderungen an Bilddateien nachvollzogen werden. In Verbindung mit Trackingsystemen können über den Issue-tracker auch Logs oder Bugtracker verwendet werden.

Die Software ist zur Zeit in 34 Sprachen verfügbar.

Für die Versionskontrollaufgaben stehen unter anderem eine Komplettversionierung von Verzeichnissen, atomare Übertragungen, Metadatenversionierung und Verzweigungsoptionen zur Verfügung.

TortoiseSVN unterstützt die Protokolle HTTP, HTTPS, SVN und SVN + SSH. Alternativ kann auch direkt mit Dateien gearbeitet werden.

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Phonoline

Phonoline war ein kostenpflichtiger Dienst der PhonoNet AG, Hamburg, der Musik im Online-Vertrieb bereitstellte.

Phonoline war ein ambitioniertes Projekt, mit dem die deutsche Musikindustrie auf die Bedrohung durch illegale Downloads reagieren und eine legale Alternative bereitstellen wollte. Die Planungen für die Plattform, an der die Deutsche Telekom als Partner für die technische Seite beteiligt war, begannen 2001. Der Start verzögerte sich jedoch immer wieder. Als Gründe dafür wurden abwechselnd technische Schwierigkeiten und Konflikte mit Verwertungsgesellschaften wie der GEMA über die Höhe der abzuführenden Vergütungen genannt. Es nahmen 16 Labels teil, u.a. Universal, Sony Music, Warner, EMI und Bertelsmann/BMG.

Phonoline wandte sich zunächst als Großhandels-Plattform an Internet-Vermarkter, die selbst Musik-Downloads für Endverbraucher bereitstellen wollten. Die Nutzer konnten die Titel nach dem Herunterladen legal auf CD brennen oder auf MP3-Player kopieren. Der Dienst startete im März 2004 als Popfile für Endanwender. Im Gegensatz zum iTunes Music Store der Computerfirma Apple blieb jedoch der Erfolg aus; wohl auch weil bei Popfile fast nur Musik der Firma Universal erhältlich war. Im September 2004 wurde die Einstellung von Phonoline angekündigt, im Dezember 2004 die von Popfile.

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Online-Musikdienst

Eine Parodie auf die „Home Taping Is Killing Music“-Kampagne der Musikindustrie in den 80er

Online-Musikdienst ist ein allgemeiner Begriff, bezeichnet meist jedoch kommerzielle Angebote der Musikwirtschaft in Form eines Online-Musikshops über die einzelne Musiktitel per Download oder Streaming Audio für den normalen Musiknutzer bezogen werden können. Der Preis pro Lied liegt meist zwischen eineinhalb und einem Euro; ein Album (sog. Bundle mit Booklet) kostet zehn bis zwölf Euro und ist damit oft deutlich günstiger als eine Audio-CD.

Durch die Entstehung der Downloadplattformen verschwimmt die sichtbare Grenze zwischen Major-Labels (Sony BMG, Universal Music, EMI und Warner Music) und den vielen kleinen Independent-Labels. Beide Parteien waren früher sehr streitbar gegeneinander und es galt als verpönt, mit dem jeweils anderen zusammen zu arbeiten. Als Ursache für das Verschwimmen der Grenze gilt unter anderem, dass die verschiedene Verfügbarkeit von Budgets beider Seiten im Internet nicht zwangsläufig zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung durch die Kunden führt. Auch sind die verwendeten Shopsysteme ähnlich aufgebaut und strukturiert. Gar ist es so, das die Majors mehr und mehr versuchen, sich als Independentlabel darzustellen und stärker die Nischenmärkte abzudecken versuchen.

Der sehr späte Start der Vollsortimenter-Plattformen gilt in der Internet-Branche als Versagen der Unternehmen, da diese die Notwendigkeit für solche Angebote zu spät erkannten bzw. die Etablierung der DRM-Technologie als Voraussetzung für den Eintritt in diesen Markt forderten. Etwa um 2005, als dann entsprechende Technologien zur Verfügung standen, ist diese Entwicklung ins Gegenteil umgekippt und führt zu einem regelrechten Aufpoppen hunderter verschiedener Webseiten. Die Angebote basieren jedoch meist auf derselben technologischen Grundlage und beziehen ihre Inhalte von sogenannten Aggregatoren, derer es weltweit nur relativ wenige gibt. Zu nennen sind hier in Deutschland finetunes, MTunes und Zebralution, und im internationalen Markt OD2 (z. B. MSN Music, MTV Track-Tanke oder Tiscali Musicdownloads).

Erste Musikportale waren mp3.de, MP3.com, BeSonic und virtual-volume. Als besonders aktives Musikportal trat mp3.de auf, das aus seiner Tradition heraus auch eine Promotionplattform ist. Einen starken Impuls für das Onlinegeschäft lieferte der iPod zusammen mit dem iTunes Store von Apple, der erstmals die Aufmerksamkeit eines breiten Konsumentenspektrums weckte. Bekannte Marken wie Musicload haben den Markt weiter aufgebaut.

2005 verzeichnete die IFPI eine Umsatz von 1,1 Milliarden Dollar bei den digitalen Downloads und einen Anteil von 6 Prozent vom Gesamtumsatz. 2006 stiegen die Verkaufszahlen weiter auf 2 Milliarden Dollar und etwa 10 Prozent Anteil vom Gesamtumsatz.

Zunehmend wenden sich die großen Plattenlabels von den DRM-Systemen ab. Universal testet mit classicandjazz.co.uk die Folgen ungeschützter Inhalte als Bezahldownload aus. Der Vorstand von Warner Music, konsequenter Verfechter des Kopierschutzes, räumt inzwischen ein, Fehler gemacht zu haben. EMI hat im Sommer 2007 seinen Katalog auch ohne DRM-Beschränkungen bereitgestellt.

Plattformen mit großem Angebot an DRM geschützten und DRM-freien Inhalten zeigten, dass der Absatz bei ungeschützten Inhalten dem Vierfachen der Geschützten entsprach. eMusic demonstriert, dass ein großes Interesse an schnell und leicht zugänglichen Titeln vorhanden ist und kann, obwohl das Repertoire ausschließlich kleine Independent-Labels umfasst, sich über guten Umsatz freuen. Konsumenten, die sich für von diesen Anbietern vertriebene Musik interessieren, wird eine hohe Bereitschaft zugeschrieben, für den Erwerb von Liedern zu bezahlen und nicht durch Filesharing diese Kosten zu umgehen.

Ende 2007 hat auch Warner DRM den Rücken gekehrt und bietet zunächst über den MP3-Dienst von Amazon (nur USA) alle Titel ohne Kopierschutz an. 2008 konnte sich als erster europäischer Anbieter 7digital mit Warner über den Vertrieb ihrer Lieder ohne Kopierschutz einigen. Sony BMG ging im Frühjahr 2008 dazu über zumindest einen Teil seines Katalogs ohne Schutzmaßnahmen unter anderem bei Amazon zu verkaufen.

Parallel zu dieser Entwicklung treten verschieden Anbieter für sogenannte Musik-Abos auf, z.B. Napster oder Last.fm. Dabei wurde Kritik laut, die Musikindustrie versuche DRM nun durch die Hintertür einzuführen. Aufmerksamkeit erregten auch Hörbuch-Portale, denn dieser Nischenmarkt erlebt durch das Online-Konzept (The Long Tail) starken Aufwind. Die ersten Video-Portale nehmen Gestalt an.

Im Jahr 2007 weist die IFPI ein Wachstum von 40 Prozent für den Download-Markt auf und der Umsatzanteil lag mit 2,9 Milliarden Dollar bei 15 Prozent. Es existieren weltweit mehr als 500 Online-Shops. Der steigende Onlineverkauf kann den anhaltenden Rückgang bei den CD-Verkäufen noch nicht kompensieren, lässt allerdings eine Trendwende erkennen. Für DRM-geschütze Inhalte fehlt es beim Konsumenten weiterhin an Akzeptanz, so zeigte eine Umfrage durch Spiegel Online, dass unter diesen Bedingungen nur 7 Prozent der Befragten einen Titel für 99 Cent erwerben würden, fallen die Sperren weg zeigten 82 Prozent Kaufbereitschaft.

Im April 2008 überholt der Marktanteil von Apple's iTunes Store in den USA die Wal-Mart-Kette und steigt damit zum größten dortigen Musikhändler auf. Derweilen weigert sich die Mehrheit der großen Labels auch Apple den Verkauf von Musik ohne Kopierschutz zu lizenzieren. Es kursiert die Vermutung, dies geschehe um Apples Vormachtstellung im Downloadmarkt zu brechen.

Mit dem hauseigenen MP3-Shop musicbox.de erreicht Mitte 2008 Sony als dritter der großen vier Musikverwerter mit seinem DRM-Verzicht Europa. Besonderes Merkmal bei diesem Angebot sind kostenlos abspielbare Musik-Videos in qualitativ hochwertiger Komprimierung. Gleichzeitig macht Universal auch in Deutschland einen deutlichen Schritt Richtung Abschaffung von DRM und bietet 215.000 Titel aus seinem Repertoire über den Download-Shop der Elektronikhandelskette Saturn an.

Bei Jugendlichen findet der Musikkonsum via CD-Player kaum noch statt, es überwiegen MP3-Player, Computer und Handy, wodurch der Trend weg vom physischen Tonträger deutlich hervortritt.

Nach langen Verhandlungen gibt Apple am 6. Januar 2009 bekannt, das nach langen Verhandlungen mit den großen Musik-Labels nun deren Titel DRM-frei zum Kauf bereit stehen und im Gegenzug überlässt Apple den Labels mehr Freiheit in der Preisgestaltung. Bis Ende April soll das komplette Angebot von etwa 10 Mio. Liedern auf Formate ohne Kopierschutz umgestellt sein.

Mit der weltweiten Wirtschaftskrise im Hintergrund ging 2008 der Gesamt-Umsatz im Musikhandel weiterhin leicht zurück und so blieb der Musik-Download mit einem Zuwachs von 25 Prozent unter den Erwartungen. Dessen Marktanteil liegt damit bei 20 Prozent. Analysten von Forrester Research sagen voraus, das digitale Vertriebswege den physischen Handel ab 2013 übertreffen.

Ob der Download den CD-Markt vollständig ablösen wird ist fraglich. Denn gegenwärtig wird von vielen Seiten geäußert, dass durch den abstrakten Vorgang des Erwerbs einer Datei das Gefühl verloren geht etwas gekauft zu haben, im Gegensatz zur anfassbaren CD. Erheblicher Verbesserungsbedarf beim Online-Erwerb besteht in der oft mangelhaften Beigabe von Booklet-Texten und Cover-Abbildungen, welche moderne MP3-Player mit grafischer Anzeigen und Abspielprogramme im PC wenn vorhanden nützen könnten, womit die erst genannten Defizite besser behoben würden.

Die zunehmende Verlagerung ins Internet als Verkaufsort wird im Bereich der Independent-Musik auch kritisch gesehen, da die lokale Szene geschwächt wird, weil eine Möglichkeit zum realen Kontakt verloren geht. Des Weiteren wird argumentiert, dass nur noch einzelne Hits statt des Gesamtwerkes als Album gekauft werden.

Beim Besuch eines Downloadshops fällt unmittelbar auf, dass die Vorhörmöglichkeiten bei allen Titeln gegeben ist, da die Stücke sowieso in einer Musik-Datenbank vorhanden sind, beim Versandhandel jedoch oft nicht. Da keine Ware mit entsprechenden Lager- und Herstellungskosten existiert sinken die kosten um ein musikalisches Werk auf Vorrat zu halten und das führen eines größeren Repertoires z. B. an älteren oder seltener gefragten (Independent) Liedern wird finanzierbar. Hierdurch steigt das Käuferinteresse und Kaufbereitschaft entsprechend dem Long Tail-Prinzip, weil genau die von ihm gewünschte Musik verfügbar ist.

Die Hemmschwelle schon beim Wunsch nach wenigen Titel einzukaufen sinkt, da die Versandkosten entfallen. Obendrein ist die Musik nach kurzem Download sofort verfügbar. Ein Rippen für den Genuss im MP3-Player entfällt, doch stattdessen müssen CDs gebrannt werden.

Letztlich wird der Audio-CD noch für lange Zeit eine bedeutende Position als Musik-Medium nachgesagt, auch wenn sie in ihrer bisher alleinigen Führungsrolle abgelöst werden dürfte.

Die neue Technologie ermöglicht neue Angebote. Im folgenden sind die wichtigsten aufgelistet.

Weitere vielfältige Verkaufsformen sind möglich. Einige bauen auf die neuen Möglichkeiten mit der DRM-Technologien auf und andere nutzen die geringen Vertriebskosten eines digitalen Angebots. So bot die Band Radiohead ihr Album In Rainbows zum frei wählbaren Preis als Download an. Wohingegen andere den kostenlosen durch Werbung finanzierte Vertrieb ausloten. Des Weiteren eignen sich Download-Dienste sehr gut für Kupon-Aktionen, da der Kunde sein Produkt aus einer breiten Palette wählen kann.

In Anbetracht der großen Verbreitung von Filesharing und der einfachen Vervielfältigung von Musik-Dateien auf einem Computer, suchte die Unterhaltungsindustrie Wege, die in Zukunft derartiges durch einen Kopierschutz verhindert. Der Schlüssel dazu ist die digitale Rechteverwaltung (DRM), bei der eine Software entscheidet, wie eine Datei verwendet werden darf. Für den Konsumenten hat es zunächst den Vorteil, dass er nicht als der zahlende Dumme da steht, während sich andere über P2P-Tauschbören illegal umfangreiche Sammlungen anlegen.

Nachteile vieler Online-Musikdienste sind oft die von den Rechteinhabern bzw. Labels geforderten und eingesetzten Dateiformate und Kopierschutzverfahren. Beispielsweise ist nicht in allen Fällen sichergestellt, dass DRM-Lizenzen problemlos auf portable Player übertragen oder in alternative Formate umgewandelt werden können. In einigen Fällen ist die Nutzungslizenz auch an eine bestimmten Personal Computer gebunden und verfällt möglicherweise bei Neuinstallation des Betriebssystems oder Erweiterung der Hardware. Hinzu kommt die oft komplizierte Handhabung der DRM-Funktionen.

Zum Problem für den Musikliebhaber wird, wenn ein Unternehmen seinen Dienst einstellt und ihre Server zur Verwaltung der DRM-Lizenzen abschaltet, denn danach kann die Musik nicht mehr auf andere Geräte übertragen werden. Derartiges geschah bereits bei mycokemusic.com in England (2006) und zuletzt erfolgten solche Schritte bei MSN Music (USA, 2008) von Microsoft, ein führender Entwickler von DRM-Systemen. Als Abhilfe empfehlen die Unternehmen die Umgehung des Kopierschutzes durch auf CD-Brennen und wieder auf den PC rippen, ein Vorgegen das in einigen Ländern als illegal angesehen wird.

Der erfolgreichste Musikdienst dürfte derzeit der iTunes Store des Computerherstellers Apple sein und erntet durch die restriktive Kopplung an seinen iPod-Musikplayer Kritik. Kooperationen mit anderen Hardwareherstellern werden vermieden und eine von Real Networks entwickelte Software, die es ermöglicht ihre Lieder DRM-geschützt auf den iPod zu laden, wurde mit Updates und Unterlassungsklagen verhindert. Apple begründet seine Haltung mit Sicherheitsbedenken.

Das Umgehen des DRM-Kopierschutzes (z.B. Apples FairPlay) lässt sich auf einfachste Weise durchführen und kann daher als wirkungslos betrachtet werden.

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Source : Wikipedia