Dortmund

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Geschrieben von goldorak 02/03/2009 @ 17:50

Tags : dortmund, nordrhein-westfalen, deutschland

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Dortmund

Wappen der Stadt Dortmund

Dortmund ?/Info/IPA (niederdeutsch Düörpm, lateinisch Tremonia) ist eine Großstadt im Land Nordrhein-Westfalen im Westen Deutschlands. Sie ist das Wirtschafts- und Handelszentrum Westfalens und ist sowohl die größte Stadt dieser Region als auch des Ruhrgebiets.

Die vermutlich auf eine karolingische Reichshofgründung zurückgehende, einst wichtige Reichs- und Hansestadt entwickelt sich heute von einer Industriemetropole zu einem in Nordrhein-Westfalen bedeutenden Dienstleistungs- und Technologiestandort: Früher vor allem bekannt durch Stahl, Kohle und Bier ist Dortmund heute ein Zentrum der Versicherungswirtschaft und des Einzelhandels, neue Industrien entstehen vorzugsweise im Bereich Logistik, Informations- und Mikrosystemtechnik. Trotz des weitgehend vollzogenen Strukturwandels besitzt die Stadt noch eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Westdeutschland. Dortmund ist der wichtigste Verkehrsknoten im östlichen Ruhrgebiet und Anziehungspunkt für das vor allem östlich der Stadt ländlich geprägte Umland.

Wahrzeichen der Stadt sind die Reinoldikirche, das Dortmunder U und der Florianturm. Sportliches Aushängeschild der Stadt ist der Fußballverein Borussia Dortmund.

Dortmund liegt auf 76 m ü. NN, 51° 30′ 50″ nördlicher Breite, 7° 27′ 50″ östlicher Länge51.5138888888897.465277777777876 und damit mitten in Nordrhein-Westfalen. In Dortmund gilt wie in ganz Deutschland die Mitteleuropäische Zeit, die mittlere Ortszeit bleibt dieser gegenüber 30 Minuten und 7,7 Sekunden zurück.

Dortmund liegt im Südwesten der Westfälischen Bucht, dem südlichen Fortsatz der Norddeutschen Tiefebene an der Grenze zum Deutschen Mittelgebirge; südlich erheben sich die Ausläufer des Sauerlands und das Ardeygebirge, zu dem als nördlichste Erhebung noch der Dortmunder Rücken im Osten der Stadt gezählt wird. Hinter diesem liegt, als Teil der Hellwegbörde, die Werl-Unnaer Börde, nördlich grenzen das Lippetal und die Lipper Höhen im Südmünsterland an. Der Westen wird bestimmt durch den Ballungsraum Ruhrgebiet, dessen östlichem, westfälischem Teil Dortmund angehört. Auch wenn Dortmund größte Stadt und ein Zentrum dieses Raums ist, nimmt die Stadt geographisch doch eher eine Randlage im Nordosten des Ruhrgebiets ein. Der Stadtkern von Dortmund liegt auf der Grenze zwischen nördlichem Flach- und südlichem Hügelland, dem sogenannten westfälischen Hellweg; entsprechend hat die Stadt Anteil an den Naturräumen der Hellwegbörden und des Westenhellwegs. Da auch der Oberlauf der Emscher durch Dortmund fließt ist sie ebenso Teil des weiter nördlich gelegenen Naturraums Emscherland. Im Süden, unterhalb der Hohensyburg, bildet der Mittellauf der Ruhr die Stadtgrenze, in die auf Hagener Gebiet die Lenne mündet und dort den Hengsteysee bildet. Im Dortmunder Stadthafen beginnt außerdem der gen Norden führende Dortmund-Ems-Kanal.

Das Stadtgebiet Dortmunds umfasst 280,401 km². Damit liegt Dortmund auf Rang 19 unter den flächengrößten Städten und Gemeinden Deutschlands, unter den Großstädten auf dem neunten Platz. Sie wird in Nordrhein-Westfalen nur von den Großstädten Köln und Münster und der Stadt Schmallenberg überboten.

Der nördlichste Punkt Dortmunds liegt zwischen dem Stadtteil Groppenbruch und Lünen-Brambauer (51° 36′ 5″ N, 7° 25′ 11″ O51.6013888888897.41972222222227), der südlichste 21 km von diesem entfernt gegenüber der Lennemündung (51° 25′ 1″ N, 7° 29′ 38″ O51.4169444444447.49388888888897), der östlichste Punkt Dortmunds liegt nördlich des Flughafens im Stadtteil Wickede und grenzt an Unna-Massen (51° 31′ 44″ N, 7° 38′ 20″ O51.5288888888897.63888888888897), der westlichste 23 km von diesem entfernt im Stadtteil Holte an der Grenze zu Bochum (51° 30′ 32″ N, 7° 18′ 12″ O51.5088888888897.30333333333337). Grob kann man sich diese beiden Achsen als Diagonalen eines Quadrats vorstellen, dass das Dortmunder Stadtgebiet bildet. Höchste Erhebung Dortmunds ist der im Stadtteil Syburg gelegene Klusenberg mit 254,33 m ü. NHN, der niedrigste Punkt befindet sich mit 49,5 m ü. NHN im Stadtteil Derne.

Dortmund grenzt auf 21 km an den Kreis Recklinghausen mit den Städten Castrop-Rauxel im Westen und Waltrop im Nordwesten. Von Norden bis Südosten ist Dortmund auf insgesamt 76 km vom Kreis Unna mit den Städten Lünen im Norden, Kamen im Nordosten, Unna im Osten, der Gemeinde Holzwickede sowie der Stadt Schwerte (beide im Südosten) umklammert. Daran schließt sich die nur zwei Kilometer lange Stadtgrenze zur kreisfreien Stadt Hagen direkt im Süden an. Im Dortmunder Südwesten stößt die Stadt über 17 km an den Ennepe-Ruhr-Kreis mit den Städten Herdecke und Witten. Genau im Westen liegt schließlich die kreisfreie Stadt Bochum, die Stadtgrenze ist hier zehn Kilometer lang. Insgesamt umfasst die Dortmunder Stadtgrenze somit 126 km.

Dortmund liegt wie ganz Deutschland in einer gemäßigten Klimazone. Die Stadt wird dem nordwestdeutschen Klimabereich zugeordnet und liegt auf der Grenze zwischen den Klimabezirken Münster- und Sauerland und damit im Übergangsbereich zwischen atlantisch-maritimem und Kontinentalklima. Charakteristisch sind milde Winter und relativ kühle Sommer. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 9–10 °C, die Niederschlagsmenge im langjährigen Durchschnitt 750 mm. Vorwiegende Windrichtung ist Südwest. Die Niederschläge sind recht gleichmäßig über das Jahr verteilt, im Winter dominiert Dauerregen, im Sommer kürzere, aber ergiebigere Regenschauer. Dementsprechend wird das Maximum im Juli mit 80–90 mm erreicht, das Minimum liegt bei 40–50 mm im Februar. Auch die Temperaturschwankungen fallen mit unter 20 °C eher gering aus, kältester Monat ist der Januar mit −6 bis 11 °C, am wärmsten wird es im August mit 10–35 °C. In Dortmund zeigen sich klimatische Merkmale dicht besiedelter Räume, so bilden sich beispielsweise für ein Stadtklima typische Wärmeinseln aus.

Dortmund ist historisch ein Teil Westfalens und liegt heute im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Stadt ist kreisfrei und liegt im Bereich des Regierungsbezirks Arnsberg. Sie gehört sowohl dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe als auch dem Regionalverband Ruhr an. Daneben ist sie noch Mitglied in weiteren Zweckverbänden wie dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, dem Ruhrverband, der Emschergenossenschaft oder dem Lippeverband. Dortmund ist ein Oberzentrum Nordrhein-Westfalens und Teil der europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr.

Die Stadt Dortmund gliedert sich in insgesamt zwölf Stadtbezirke. Dieses sind die drei Innenstadtbezirke West, Nord und Ost sowie der sie umgebene Ring aus den im Uhrzeigersinn (beginnend im Norden) neun weiteren Bezirken Eving, Scharnhorst, Brackel, Aplerbeck, Hörde, Hombruch, Lütgendortmund, Huckarde und Mengede. Jeder dieser Stadtbezirke wählt bei den Kommunalwahlen eine Bezirksvertretung und diese aus ihren Reihen einen Bezirksbürgermeister. In den Außenbezirken finden sich außerdem Bezirksverwaltungsstellen.

Unterhalb der Stadtbezirke wird die Stadt weiter in 62 statistische Bezirke und diese wiederum in insgesamt 170 statistische Unterbezirke unterteilt. Außerhalb der Innenstadtbezirke entsprechen diese häufig den in die Stadt Dortmund eingemeindeten ehemals eigenständigen Ortschaften. Neben dieser offiziellen Einteilung existieren auch noch die weiter unten aufgeführten urbanen Viertel.

Am 31. Dezember 2007 lebten in Dortmund 586.909 Menschen. Damit liegt Dortmund innerhalb der Europäischen Union etwa gleich auf hinter Stuttgart und vor Essen auf Rang 35 unter den größten Städten, innerhalb Deutschlands auf Rang 7 und in Nordrhein-Westfalen auf Rang 2 hinter Köln. Dortmund gehört zur europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr, die mit circa 10 Millionen Einwohnern nach den Agglomerationen Moskau, London, Paris und Istanbul die fünftgrößte Agglomeration Europas darstellt. Innerhalb dieser Metropolregion ist Dortmund Teil des Ballungsgebiets Ruhr und geht insbesondere im Westen fließend in die übrigen Städte des Ruhrgebiets über. Allein im Bereich des Regionalverbands Ruhr, dem Zweckverband des Ruhrgebiets, leben wiederum etwa 5,2 Millionen Menschen. Zählt man alle Nachbargemeinden mit denen Dortmund eine direkte gemeinsame Grenze verbindet hinzu, umfasst das Gebiet nahezu 1,7 Millionen Einwohner (mit Bergkamen, Herne, Datteln und Wetter noch einmal fast 300.000 Einwohner mehr) und würde für sich selbst eine Metropolregion bilden. Aus der Einwohnerzahl ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 2094 Einwohnern je km². Damit liegt Dortmund deutschlandweit auf Rang 32 der Gemeinden mit der größten Bevölkerungsdichte. Allerdings unterscheidet sich die Einwohnerdichte innerhalb des Stadtgebiets gravierend: zum einen ist nur circa ein Sechstel des Stadtgebiets besiedelt, womit sich für diesen Bereich eine Bevölkerungsdichte von 12.632 Einwohnern je km² ergibt, zum anderen leben außerhalb des Innenstadtbereichs deutlich weniger Menschen pro Quadratkilometer als in der Innenstadt und die Dichte nimmt von Nord nach Süd sowie von West nach Ost ab. Die Werte reichten dabei 2006 von etwa 3000 Einwohnern je km² im statistischen Unterbezirk Syburg (Stadtbezirk Hombruch) bis zu etwa 45.100 Einwohnern je km² im statistischen Unterbezirk Nordmarkt-Südost (Stadtbezirk Innenstadt-Nord).

Von den 586.909 Einwohnern Dortmunds sind 299.596 Frauen und 287.313 Männer, das heißt 51% der Einwohner sind Frauen, 49% Männer. Dies entspricht der deutschlandweiten Geschlechterverteilung. Schon im Mittelalter war Dortmund Einwanderungsstadt, mit Beginn der Industrialisierung stieg der Zuzug aber enorm an. Unter diesen Einwanderern waren auch viele Polen und damit erstmals eine große Gruppen nicht-deutschsprachiger Personen mit anderer Religion, die sich aber letztlich assimilierten. Weitere gezielte Anwerbungen von Gastarbeitern fanden vor allem in den 1960er statt um den Arbeitskräftemangel in der Montanindustrie zu decken. Dementsprechend hoch ist noch heute der Ausländeranteil in der Stadt, er betrug zum 31. Dezember 2007 16,0%. Innerhalb Nordrhein-Westfalens ist dies einer der höchsten Werte, für westdeutsche Großstädte jedoch ein eher durchschnittlicher Wert. Unter den Frauen lag der Anteil bei 14,7% und unter den Männern bei 17,3%, damit existiert in dieser Bevölkerungsgruppe ein leichter Männerüberschuss. In absoluten Zahlen sind dies 93.937 Menschen aus 140 verschiedenen Staaten, die in Dortmund leben. Nach Angaben der Stadt ebenfalls zum 31. Dezember 2007 stammten von diesen 27,2% aus der Europäischen Union, 35,0% hatten die türkische, 7,4% die polnische und 4,8% die griechische Staatsangehörigkeit. Ein Jahr zuvor hatten 61.945 weitere Einwohner zwar die deutsche Staatsangehörigkeit, verfügen aber über einen Migrationshintergrund, das heißt sie oder ihre Eltern hatten nicht von Geburt an die deutsche Staatsbürgerschaft. Ähnlich wie bei der Bevölkerungsdichte zeigen sich innerhalb des Stadtgebiets deutliche Unterschiede. Zum 31. Dezember 2005 lebten im Stadtbezirk Innenstadt-Nord etwa ein Drittel aller Ausländer in Dortmund. Auch die angrenzenden statistischen Unterbezirke weisen teilweise Ausländeranteile über 30 % auf. Weitere Siedlungsschwerpunkte sind Scharnhorst-Ost (Ausländeranteil von 14,4 %) und Clarenberg (Ausländeranteil von 30,2 %) in Hörde. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Nationen, so ist beispielsweise der Anteil EU-Bürger an den Ausländern am Stadtrand deutlich höher. Eine besondere Gruppe unter den Ausländern in Dortmund stellen die an den Hochschulen eingeschriebenen ausländischen Studenten dar: sie sind meist nur für einen kurzen Zeitraum in der Stadt und stammen zu einem großen Teil aus Asien und Afrika. Insgesamt sind an Technischer Universität, Fachhochschule und International School of Management zum Wintersemester 2007/2008 29.165 Studenten eingeschrieben. Dabei ist allerdings zu beachten, dass ein hoher Anteil außerhalb der Stadt wohnt und täglich zu den Hochschulen pendelt. Andererseits leben auch viele an Hochschulen außerhalb Dortmunds eingeschriebene Studenten in der Stadt. 45,1 % der Einwohner sind verheiratet, 39,3 % ledig, 8,1 % verwitwet und 7,4 % geschieden. Zum 30. September 2006 bezogen 86.120 Dortmunder Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (Arbeitslosengeld II, Sozialgeld), dies sind 14,7 % der Gesamtbevölkerung. Unter den westdeutschen Städten ist dies einer der höchsten Werte. Besonders häufig sind Kinder betroffen, 30,4 % der Dortmunder Kinder leben in Familien ohne oder ohne ausreichendes Erwerbseinkommen. Auch bei der Anzahl Leistungsempfänger existieren wieder große Schwankungen zwischen den Stadtbezirken, deutlich heben sich nach oben die Innenstadt-Nord mit 34,0 % und nach unten Hombruch mit 6,4 % hervor. Der Altersdurchschnitt der Dortmunder Bevölkerung beträgt etwa 43 Jahre. Der Jugendquotient, also das Verhältnis der unter 20-jährigen zur erwerbsfähigen Bevölkerung beträgt 34,5, der Altenquotient, das heißt der Anteil der Personen mit 60 oder mehr Lebensjahren bezogen auf die erwerbsfähige Bevölkerung 47,0 und das Abhängigkeitsverhältnis von erwerbsfähiger zu nicht erwerbsfähiger Bevölkerung somit etwa 5:4. Dies sind Werte wie sie auch für ganz Deutschland anzutreffen sind.

Die Einwohnerzahl Dortmunds sinkt seit Jahren beständig (siehe dazu den Abschnitt zur Einwohnerentwicklung), in den letzten Jahren jedoch nur um jeweils einige hundert Einwohner pro Jahr. Die natürliche Bevölkerungsbewegung ist dabei allerdings stark negativ, auf 1000 Einwohner kommen 8,2 Neugeborene, die Sterberate beträgt 11 Personen pro 1000 Einwohner und wird durch einen Wanderungsüberschuss von insgesamt 841 Personen (2006) teilweise ausgeglichen.

Erste Spuren der Besiedlung auf dem heutigen Dortmunder Stadtgebiet reichen bis in die Bronzezeit zurück. Dortmund wurde um 880 bis 885 das erste Mal als „Throtmanni“ (altsächsisch für „Schlundberg“) erwähnt. 990 findet sich die Ersterwähnung der Dortmunder Marktrechte. Im 11. Jahrhundert wurde der Legende nach Reinoldus der Schutzpatron der Stadt. 1152 fand in Dortmund ein Hoftag unter König Friedrich Barbarossa, dem späteren Kaiser statt. Im Jahr 1293 wurde der Stadt das Braurecht verliehen. 1389 überstand Dortmund die Große Dortmunder Fehde gegen den Grafen von der Mark und den Erzbischof von Köln sowie deren Verbündete.

Im Grundriss der Hansestadt spielt der Hellweg als Handelsstraße eine besondere Rolle. Infolge des Dreißigjährigen Kriegs verlor Dortmund sehr an Bedeutung. Die Einwohnerzahl Dortmunds sank bis zum Jahre 1793 auf 4500 Einwohner.

Bis 1802 war das zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis gehörende Dortmund Freie Reichsstadt, danach kam die Stadt als Exklave zum Fürstentum Oranien-Nassau. 1806 wurde Dortmund als Teil des französischen Großherzogtums Berg Präfektur des Ruhrdepartements. Nach dem preußischen Sieg über Napoleon fiel Dortmund 1815 schließlich an die preußische Provinz Westfalen. Hier wurde Dortmund 1817 Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Arnsberg, aus dem Dortmund 1875 als Immediatstadt (Stadtkreis) ausschied.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begann durch die Kohlenförderung und Stahlverarbeitung der erneute Aufstieg Dortmunds und der Wandel zu einer Industriestadt. Seit der Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn im Jahr 1847 wurde Dortmund zu einem wichtigen Verkehrsknoten im Ruhrgebiet. Einen weiteren bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leistete 1899 die Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals und damit des Hafens.

Bereits 1905 begann mit der Eingliederung von Körne eine Welle von Eingemeindungen, die mit dem Gesetz über die kommunale Neuordnung des Ruhrgebiets von 1928 ihren Höhepunkt mit der Eingemeindung der Stadt Hörde (die bereits 1340 Stadtrechte erhielt) erreichte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt mitsamt ihrer historischen Kirchen stark zerstört. 98 % der innerstädtischen Besiedlungsflächen lagen in Trümmern. Zeitgenössischen Berichten zufolge wurde zunächst erwogen, die Innenstadt nicht wieder aufzubauen. Der Wiederaufbau ging insgesamt gesehen aber so schnell voran, dass 1950 der 500.000ste Einwohner geboren wurde.

Dortmund wurde um das Jahr 882 erstmals im Werdener Urbar, dem Heberegister des Klosters Werden namentlich erwähnt. Der knappe, lateinische Eintrag lautet: „In throtmanni liber homo arnold viii den nob soluit .“ (deutsch: „In Throtmanni zahlt uns der freie Mann Arnold 8 Pfennige.“) Aus den folgenden Jahren sind verschiedene Schreibungen des Ortes belegt, die aber alle auf denselben Lautstamm zurückzuführen sind. Die Verwendung der einzelnen Bezeichnungen erscheint dabei willkürlich. 1152 und damit ein Jahr nach seinem Aufenthalt in Dortmund stellte Kaiser Friedrich Barbarossa dem Kölner Erzbischof Arnold II. von Wied eine Urkunde aus, die die lateinische Bezeichnung „in burgo Tremonia“ (deutsch: „in der Stadt Tremonia“) enthält. Von diesem Zeitpunkt an findet sich in den lateinischen Quellen nur noch die Bezeichnung Tremonia und es wird vermutet, dass dies auf eine Anordnung Friedrich Barbarossas zurückgeht. Auf Tremonia geht auch die altfranzösische Bezeichnung Trémoigne (auch Tremogne) und Trimoniaborg in norwegischen Karlsepen zurück. Erst als im 14. Jahrhundert wieder deutsche Quellen aufkamen, finden sich auch wieder sprachlich weiterentwickelte Formen des ursprünglichen Namens wie Dirtmunde (1241), Dortmundhe (1268) oder Dorpmunde (1320). Die heutige Namensform ist erstmals für 1222 als Dortmunde nachweisbar. Diese Formen wurde dann im westfälischen Platt zu Düörpm verkürzt. Da für das Westfälische keine normierten Rechtschreibregeln existieren, findet man zum Teil auch die Schreibungen Düöpm, Döäpm, Döärpm, Dǫ̈pm oder Düärtm. Da das Platt aber allmählich aus der Alltagskultur verschwindet, wird diese Bezeichnung nur noch äußerst selten verwendet. Die lateinische Bezeichnung Tremonia trifft man hingegen noch häufiger an (beispielsweise in Form des Tremoniaparks, der Image-Zeitschrift der Stadt tremonia nova oder dem Saal Tremonia als Sitzungsort des Ältestensrats im Dortmunder Rathaus).

Über die genaue Bedeutung des Ortsnamens existieren heute verschiedene Theorien. Eine auf Hermann Jellinghaus zurückgehende Interpretation nimmt als Stammform Throtmanni an und deutet dies als Zusammensetzung aus altsächsisch *throt (deutsch: Kehle/Gurgel; vergleiche germanisch *throt, althochdeutsch drozza, altenglisch throtu guttur und englisch throat) und manni, menni für einen Gewässernamen (vergleiche germanisch *moin in Moenum, Moyne, eventuell auch altirisch môin (deutsch: Sumpf) und lateinisch manâre (deutsch: fließen, strömen)), womit sich die Bedeutung Kehl-/Gurgelbach/Siedlung am gurgelnden Gewässer ergeben würde. Jürgen Udolph hingegen führt den Namen auf Throtmande zurück. Den ersten Teil Throt- deutet er ebenfalls als altsächsisch in der Bedeutung Kehle/Gurgel/Schlund, den zweite Teil mande als Nebenform des lateinischen Worts mons (deutsch: Berg). Demnach hieße Dortmund so viel wie Berg mit einem tiefen Einschnitt/Schlundberg. Beide Interpretationen schließen auf die Beschreibung besonderer geografischer Gegebenheiten, die heute aber aufgrund der Bebauung nicht mehr nachvollziehbar sind. Die Bezeichnung Tremonia leitet sich nicht direkt aus diesem Wortstamm ab. Man vermutet, dass bei Verwendung dieser Bezeichnung der gute phonetische Klang und der aus volksetymologischer Perspektive vorhandene Sinngehalt eine Rolle spielten. Der Name würde sich dann aus den Wörtern tres oder tria (deutsch: drei) und moenia (deutsch: Mauer) zusammensetzen und soviel wie Dreimauernstadt bedeuten. Nicht nachvollziehbar ist dabei aber, inwieweit damit tatsächlich auf eine dreifache Ummauerung der Stadt angespielt wird. Auch die Namensform Throtmanni unterlag volksetymologischen Deutungen. So verweisen Chronisten des Spätmittelalters auf zwei Dörfer, das alde und das neue Dorp, die beide bei einer Burg Munda gelegen haben sollen und den Siedlungskern der Stadt Dortmund darstellen. Diese sächsische Burg sei durch die Römer (oder auch die Franken) belagert und erobert worden. Vom römischen Schlachtruf „trucide, trucide“ (deutsch: „Metzelt sie nieder, metzelt sie nieder“) hätten die Sachsen in Ermangelung von Lateinkenntnissen nur trutz oder trot verstanden und daraufhin zunächst die Römer und später den Ort selbst spöttisch als Trotmanni (Trutzmänner) bezeichnet.

1895 überschritt die Stadt Dortmund die Grenze von 100.000 Einwohnern, was sie zur Großstadt machte. Nach der Eingemeindung der Stadt Hörde und der Landkreise Dortmund und Hörde lebten 1929 etwa 536.000 Personen in der Stadt. Der Zweite Weltkrieg entvölkerte das zerstörte Dortmund. Im April 1945 zählte man 340.000 Menschen. Danach siedelten sich viele ins ländliche Umland evakuierte Menschen und Flüchtlinge in Dortmund an. Die Einwohnerzahlen stiegen rasch. 1965 wurde mit 657.804 Bürgern ein Höchststand erreicht. Stadtplaner träumten von einer Millionenmetropole, doch wie in den umliegenden Städten des Ruhrgebiets sank die Bevölkerungszahl drastisch. Zuletzt, am 30. Juni 2008, betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Dortmund nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 585.670 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Damit ist die absolute Bevölkerungszahl im Vergleich zum Jahr 2005 (588.168 Stand 31. Dezember 2005) um knapp 2.500 Einwohner gesunken. Seit 1965 ist ein Rückgang um elf Prozent (rund 70.000 Personen) zu registrieren. Einer aktuellen Studie des Wirtschaftsmagazin Capital zufolge soll Dortmund entgegen dem allgemeinen deutschen Trend bis zum Jahr 2013 dennoch einen Einwohnerzuwachs von 0,9 % zu verzeichnen haben.

Von den 588.168 Einwohnern Dortmunds gehören 34,6 % der evangelischen und 29,6 % der katholischen Kirche an. 0,7 % sind jüdischen Glaubens. Die Religionszugehörigkeit von 34,8 % der Bevölkerung wird vom Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Dortmund (entsprechend der deutschen amtlichen Statistik) statistisch nicht aufgegliedert. Von ihnen sind etwa 25 % konfessionslos; gemessen an den Zahlen zur Herkunft der Dortmunder Bevölkerung sind etwa 6–8 % islamischen Glaubens.

Dortmund gehörte seit der Gründung zum Erzbistum Köln und war Sitz eines Archidiakonats. Ab 1523 fasste allmählich die Reformation Fuß. Doch wurde erst ab 1562 das Abendmahl in beiderlei Gestalt ausgeteilt. Die Stadt war danach überwiegend protestantisch. Als Freie Reichsstadt konnte Dortmund auch die religiösen Angelegenheiten selbst regeln und so erhielt die Stadt 1570 ein neues Kirchenregiment. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. Das reformierte Bekenntnis war bis 1786 überhaupt nicht zugelassen. 1625 errichtete der Rat die Superintendentur Dortmund. Hieraus entstand nach dem Übergang an Preußen der spätere Kirchenkreis Dortmund innerhalb der Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise dessen westfälischer Provinzialkirche. Später wurde der Kirchenkreis Dortmund in vier Kirchenkreise aufgeteilt. Heute bilden die Kirchenkreise Dortmund-Mitte-Nordost (22 Kirchengemeinden), 2002 fusioniert aus den Kirchenkreisen Dortmund-Mitte und Dortmund Nordost, Dortmund-Süd (14 Kirchengemeinden) und Dortmund-West (14 Kirchengemeinden) mit ihren zugehörigen Kirchengemeinden zusammen mit dem benachbarten Kirchenkreis Lünen (5 Kirchengemeinden) den „Verband der evangelischen Kirchengemeinden und Kirchenkreise in Dortmund und Lünen“, die Evangelische Kirche in Dortmund und Lünen innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Auch nach Einführung der Reformation gab es noch wenige Katholiken in Dortmund, die weiterhin zum Erzbistum Köln gehörten. Ihnen verblieben zunächst nur die Klosterkirchen für gottesdienstliche Nutzungen. 1616 erhielt jedoch das Dominikanerkloster wieder Pfarrrechte. Nach 1803 wurden die katholischen Klosterkirchen entweder säkularisiert oder gar abgebrochen. Die Kirche des aufgehobenen Dominikanerklosters blieb als Propsteikirche erhalten. 1821 wurden die Katholiken dem Bistum beziehungsweise Erzbistum Paderborn zugeordnet. Infolge starker Zuwanderung im 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert, insbesondere aus der damaligen Provinz Posen, nahm auch die Zahl der Katholiken stark zu. 1832 wurde Dortmund Sitz eines katholischen Dekanats.

Neben den landeskirchlich-evangelischen und katholischen Gemeinden in Dortmund existieren verschiedene Freikirchen, darunter mehrere evangelisch-freikirchliche Gemeinden (Baptisten) (Christuskirche Dortmund-Mitte, Feldherrnstraße, Brückengemeinde Dortmund-Hörde, Auferstehungsgemeinde Dortmund-Eving, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Dortmund-Asseln, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Dortmund-Mitte, Saarbrücker Straße (Brüderbewegung) und Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Dortmund-Huckarde), die Freie Evangelische Gemeinde Dortmund-Körne und die Evangelisch-methodistische Kirche Dortmund-Mitte. Auch die Altkatholische Kirche ist in Dortmund vertreten. In Dortmund sind die Griechisch-Orthodoxe Kirche, die Serbisch-Orthodoxe Kirche und die Mazedonische orthodoxe Kirche vertreten. Dortmund ist Sitz der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland.

Daneben gibt es als weitere Religionsgemeinschaften, die ihre Wurzeln im Christentum haben, die Zeugen Jehovas und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage („Mormonen“). Die Mormonen betreiben in Dortmund eine genealogische Forschungsstelle. Die Neuapostolische Gebietskirche Nordrhein-Westfalen hat ihren Sitz in Dortmund.

Bedeutendste nichtchristliche Religionsgemeinschaft in Dortmund ist der Islam. Viele Moscheen und Gebetshäuser (vor allem in der stark türkisch besiedelten nördlichen Innenstadt) machen dies deutlich. Zurzeit gibt es in Dortmund etwa 30 Moscheevereine, die seit September 2007 von einem gemeinsamen Rat der Muslime in Dortmund vertreten werden.

Die islamischen Strukturen in Dortmund gründeten in Vereinen meist türkisch-stämmiger Arbeitsmigranten. Der 1966 gegründete Verein Türkischer Arbeitnehmer in Dortmund und Umgebung richtete 1973 die erste islamische Gebetsstätte in einem ehemaligen evangelischen Gemeindehaus in der Dortmunder Nordstadt ein. Mitte der siebziger Jahre gab es zahlreiche Gründungen von Vereinen gemeinsamer religiöser Identität. Unterstützt wurden diese Gemeinden häufig durch das Amt für Religiöse Angelegenheiten (türkisch: Diyanet İşleri Başkanlığı, kurz: DİB), welches seit Anfang der 1970er Jahre in der Türkei ausgebildete islamische Theologen in die deutschen Moscheevereine entsandte. Im November 1976 wurde der erste islamische Theologe als Lehrer und Vorbeter in Dortmund begrüßt.

Zwischen 1979 und 1983 bestand die Islamische Gemeinde Dortmund als selbstständiger Dachverband der islamischen Gemeinden in Dortmund. Diese löste sich 1983 auf, da die Gründung einer sogenannten Diyanet-Stiftung seitens des Religionsattachés der türkischen Botschaft angedacht war. Diese Stiftung wurde letztlich nicht realisiert und die Dortmunder Gemeinden schlossen sich schließlich der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (türkisch: Diyanet İşleri Türk İslam Birliği, kurz: D.I.T.I.B.) an. Zur D.I.T.I.B. gehören heute zehn Gemeinden in Dortmund.

Neben den an den nationalen Gegebenheiten in der Türkei orientierten Moscheevereinen existieren in Dortmund weitere islamische Gemeinden, zum Beispiel die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş mit anderen spirituellen Ausrichtungen.

Als sich in den 1990er Jahren abzeichnete, dass die Arbeitsmigranten dauerhaft in Dortmund bleiben würden, hatte dies auch Auswirkung auf die Moscheevereine. Die bis dahin lose organisierten Vereine organisierten sich nach deutschem Vereinsrecht und strebten Gemeinnützigkeit an. Die zuvor häufig in Hinterhäusern untergebrachten Gebetsstätten zogen in die Vorderhäuser. Der Islam wurde sichtbarer. Der Trend zum Bau repräsentativer Moscheen, wie er in ganz Deutschland zu beobachten ist, hält auch in Dortmund an.

Zu Auseinandersetzungen mit der meist nichtmuslimischen Umwelt führte, wie in anderen deutschen Städten auch, der Ezan, der Gebetsruf des Muezzins.

Im Herbst 2007 bildeten die Vertreter der meisten Moscheegemeinden unter Beteiligung aller wichtigen islamischen Verbände einen „Rat der Muslime in Dortmund“.

Schon für das Mittelalter ist die Ansiedlung von Juden in Dortmund urkundlich belegt. Man betete damals in einem eigenen Bethaus mit Mikwe. Nach Pogromen im 16. Jahrhundert siedelten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder Juden in größerer Zahl an. 1895 entstand als zentrale, repräsentative Betstätte die Alte Synagoge Dortmund. Die erzwungene Auswanderung im Nationalsozialismus und der Holocaust dezimierten die jüdische Bevölkerung Dortmunds drastisch.

In den 1990er Jahren ist die Jüdische Gemeinde durch den Zuzug von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion wieder erheblich gewachsen. Heute umfasst die orthodoxe jüdische Kultusgemeinde 4200 Mitglieder. Sie betreibt neben einer Synagoge auch einen Kindergarten. Auch der jüdische Teil des Dortmunder Hauptfriedhofs wird heute wieder aktiv genutzt.

Dortmund ist Sitz des Landesverbandes der jüdischen Kultusgemeinden in Westfalen/Lippe.

In Dortmund existieren zwei Thai-Buddhistische Gemeindezentren: Wat Pah Analayo und Wat Dhammabharami. Neben diesen beiden Gemeinden, die am Theravada-Zweig des Buddhismus orientiert sind, gibt es auch ein Zentrum, das eine Form des Vajrayana vertritt. Dieses gehört dem Buddhistischen Dachverband Diamantweg e. V. an.

Für die hinduistische Gemeinde der in Dortmund lebenden Tamilen ist der Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel in Hamm von großer Bedeutung.

Außerdem existiert eine Bahai-Gemeinde.

Die Ursprünge des christlich-islamischen Dialogs in Dortmund finden sich im 1969 initiierten Arbeitskreis für Religion und Weltanschauung der Rheinisch-Westfälische Auslandsgesellschaft. In den 1990er Jahren fanden erste direkte Kontakte zwischen christlichen und islamischen Gemeinden im Arbeitskreis Kirche und Moschee statt. Diese Arbeitskreise existieren heute nicht mehr.

Seit 1993 widmet sich das gemeinsam von Christen und Muslimen initiierte Dortmunder Islamseminar der interreligiösen Zusammenarbeit zwischen Muslimen und Christen. Träger des Islamseminars sind die Abu-Bakr-Moschee Dortmund, die Moschee Bachstraße des VIKZ, die (evangelischen) Vereinigten Kirchenkreise Dortmund und Lünen und das Katholische Forum Dortmund.

Dem Zusammenleben von Juden und Christen in Dortmund widmet sich die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e. V.

Dortmund ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg des Lands Nordrhein-Westfalen und handelt in freier Selbstverwaltung durch ihre Organe. Gemäß dem Gesetz über die Kommunalwahlen im Lande Nordrhein-Westfalen, der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen und der Hauptsatzung der Stadt Dortmund sind dies der Rat der Stadt Dortmund und der Oberbürgermeister. Alle fünf Jahre wählen die Dortmunder Bürger den 82-köpfigen ehrenamtlichen Rat der Stadt Dortmund (2004: zusätzlich sechs Überhangmandate) und den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Der Rat wählt zwei ehrenamtliche Bürgermeister als Stellvertreter des Oberbürgermeisters. In den zwölf Stadtbezirken wird außerdem jeweils eine 19-köpfige ehrenamtliche Bezirksvertretung gewählt, die aus ihrer Mitte einen Bezirksbürgermeister (bis 2008: Bezirksvorsteher) und einen oder mehrere Stellvertreter wählt. Dem Oberbürgermeister obliegen die Geschäfte der laufenden Verwaltung, er leitet die Ratssitzungen und repräsentiert die Stadt. Der Oberbürgermeister ist verpflichtet, die Beschlüsse des Rats auszuführen. Der Rat wählt außerdem einen Stadtdirektor und bis zu neun weitere Stadträte als Stellvertreter des Oberbürgermeisters in der Verwaltung der Stadt. In den neun Außenstadtbezirken befinden sich Bezirksverwaltungsstellen.

Neben den Organen der kommunalen Selbstverwaltung werden in Dortmund vier Landtagsabgeordnete und zwei Bundestagsabgeordnete per Direktmandat gewählt, bei der Europawahl werden die Kandidaten ausschließlich über Listen gewählt.

Die Selbstverwaltung der Stadt Dortmund hat eine lange Tradition: seit etwa 1240 ist ein Rat belegt und vom König anerkannt, 1288 wurden erstmals Bürgermeister erwähnt und 1504 gingen auch die verbliebenen Rechte an der die Stadt umgebenen Grafschaft Dortmund von den Grafen an die Stadt über. An der Spitze der Stadt Dortmund stand in Zeiten der Freien Reichsstadt der 18-köpfige, später zwölfköpfige, patrizische Rat, welcher im Laufe der Zeit verschiedentlich zusammengesetzt war. Die Amtszeit dauerte zunächst ein Jahr, wobei die Mitglieder turnusmäßig wechselten, sodass es einen „alten Rat“ und einen „neuen Rat“ beziehungsweise „sitzenden Rat“ gab. Seit Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Ratsherren auf Lebenszeit gewählt. Von den sechs Obersten Ratsherren führten zwei den Titel „Bürgermeister“. Der siebte Sitz war dem Freigrafen vorbehalten. Nach 1803 übernahm ein fürstlich-oranischer Stadtmagistrat die Amtsgeschäfte und in französischer Zeit gab es einen Maire, dem ein Munizipalrat zur Seite stand. Als Dortmund 1815 preußisch wurde, gab es einen Bürgermeister und einen Gemeinderat. Mit Einführung der Städteordnung 1835 leiteten der Magistrat und das Stadtverordnetenkolleg unter Vorsitz des Bürgermeisters die Verwaltung. Ab 1860 trug das Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat der Stadt (anfangs noch nach dem britischen Mehrheitswahlrecht gewählt), dessen Mitglieder man als Stadtverordnete bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister.

In der Parteienlandschaft Dortmunds sind alle großen deutschen Parteien vertreten. Als rein kommunale Gruppe treten die Bürgerliste für Dortmund, die im Rat eine Fraktionsgemeinschaft mit der FDP bildet, und das Linke Bündnis Dortmund, das im Rat eine gemeinsame Fraktion mit Die Linke.Offene Liste bildet, auf. Eine dominierende Stellung nimmt die SPD ein: sie stellt seit 1946 ununterbrochen den Oberbürgermeister, bis 1999 auch die absolute Mehrheit im Rat, sämtliche direkt gewählten Abgeordneten auf Landes- und Bundesebene und erzielen bis heute Wahlergebnisse um die 50 %. Herbert Wehner sprach in diesem Zusammenhang von Dortmund als der „Herzkammer der Sozialdemokratie“.

Die letzte Kommunalwahl fand in Dortmund am 26. September 2004 statt, die nächste Wahl wird 2009 stattfinden. Die SPD erreichte 41,3 % der Stimmen, die CDU 32,7 %, die Grünen 11,5 %, die FDP 3,8 %, die DVU und die Bürgerliste jeweils 3,1 %, die PDS-Offene Liste 2,8 %, das Linke Bündnis Dortmund (Parteilose Linke, DKP und SDAJ) 0,8 % und die Offensive D 0,7 %. Die Stadtgrünen, eine Abspaltung der Grünen, verpassten mit 0,1 % der Stimmen den Einzug in den Rat.

FDP und Bürgerliste bilden im Rat eine Fraktionsgemeinschaft. Ein CDU-Ratsherr wechselte wenige Tage nach der Wahl zur FDP. Das für die Offensive D gewählte Ratsmitglied trat Ende 2004 aus der Partei aus. Im August 2007 verließ ein für die Bürgerliste gewählter Ratsherr Liste und Fraktion. Kurz darauf bildete sich die neue Fraktion „Die Linken im Rat“ aus den Vertretern von Die Linke.OL (zuvor PDS-OL), dem Linken Bündnis und dem ehemaligen Vertreter der Bürgerliste. Im September 2007 wurde im nordrhein-westfälischen Landtag mit den Stimmen der Regierungskoalition von CDU und FDP die Novellierung der Gemeindeordnung für Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Eine der Änderungen bestand darin, dass der Fraktionsstatus in den Gemeinderäten kreisfreier Städte von vier auf drei Mandate herabgesetzt wurde, so dass seit Oktober 2007 die DVU den Fraktionsstatus inne hat. Das für die Offensive D gewählte und seit Ende 2004 parteilose Ratsmitglied hat im Sommer 2008 eine „Freie Bürger Initiative“ (FBI) gegründet. Im Herbst 2008 verließ ein weiterer für die Bürgerliste gewählter Ratsherr die Partei; als Parteiloser bleibt er in der Fraktion und wird bei der nächsten Wahl für die FDP antreten.

SPD und Grüne bilden eine Koalition.

Bei der Wahl zum Oberbürgermeister erreichte kein Kandidat die absolute Mehrheit. In der Stichwahl am 10. Oktober 2004 setzte sich der seit 1999 amtierende Gerhard Langemeyer von der SPD mit 62,5 % der Stimmen gegen Frank Hengstenberg von der CDU durch.

Das Dortmunder Stadtgebiet bildet zwei Bundestagswahlkreise. Der Bundestagswahlkreis 143 Dortmund I umfasst die westlichen Stadtbezirke. Hier fiel 2005 mit 56,3 Prozent der abgegebenen Erststimmen das Direktmandat an den SPD-Abgeordneten Marco Bülow, der auch schon 2002 diesen Wahlkreis errungen hatte. Über die Landesliste zogen im Jahre 2005 Markus Kurth, Bündnis 90/Die Grünen sowie Michael Kauch, FDP in den 16. Deutschen Bundestag ein. Die östlichen Stadtbezirke bilden den Bundestagswahlkreis 144 Dortmund II. Hier fiel das Direktmandat 2005 mit 57,9 Prozent erneut auf Ursula Burchardt, SPD. Über die Landesliste wurde Erich G. Fritz, CDU gewählt.

Das Wappen zeigt in Gold den rechtsblickenden, einköpfigen, staufischen, reichsstädtischen schwarzen Adler. Er ist rot bewehrt und bezungt. Das Siegel zeigt dasselbe Symbol mit der Inschrift „Stadt Dortmund“.

Nachdem Dortmund sich im 13. Jahrhundert zur Freien Reichs- und Hansestadt entwickelt hatte, führte es den Reichsadler in Wappen und Siegel als imperiales Symbol der kaiserlichen Stadt. Das älteste bekannte Siegel der Stadt Dortmund von 1241 zeigte einen Turm hinter Stadtmauern, die Darstellung des Reichsadlers erscheint wenig später als Symbol der Stadt in Wappendarstellungen. Als Siegelbild findet sich der Adler zunächst im Sekretsiegel, dem kleinen Siegel des Rates.

Im Unterschied zum Reichsadler im kaiserlichen Wappen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit war der Dortmunder Adler ursprünglich auf silbernem Grund. Bereits Anfang des 16. Jh. findet sich im Schichtbuch Hermann Botes die heutige Kolorierung. Doch zeigte das offizielle Wappen den Adler lange in Silber. Erst 1946 wurden die historischen, Weimarer Reichsfarben mit goldenem Schild endgültig übernommen. 1871 wurden zwei Löwen als Wappenhalter und eine Krone auf den Schild hinzugefügt. Diese wurden jedoch 1888 beziehungsweise 1908 wieder entfernt.

Die Flagge der Stadt ist Rot und Weiß in Längsstreifen. Dies sind die Farben der Hanse.

Neben Wappen und Farben gab es seit 1994 ein Logo, das die stilisierten Buchstaben DO in einem rechtsoffenen Halbkreis aus neun dunkelblauen fünfzackigen Sternen zeigt. Die Sterne werden nach unten hin kleiner. Der senkrechte Strich im D ist nach oben verlängert und nochmals kurz gekreuzt. Er soll den Florianturm darstellen, während zwei gebogene Striche über dem O auf die große Westfalenhalle anspielen. Die beiden Buchstaben sind in Petrol gehalten. Die Darstellung mit Sternen galt als Europalogo, teilweise fand man das Logo auch ohne Sterne. Im Frühjahr 2005 wurde das städtische Corporate Design aber wieder auf die traditionellen Farben und Symbole umgestellt. Außerdem stellt die Stadt Dortmund für Bürger oder Unternehmen, die ihre Verbundenheit mit Dortmund zeigen wollen, noch eine Stadtsilhouette mit mehreren markanten Gebäuden in der Farbe des ehemaligen Logos zur Verfügung.

Dortmund pflegt offiziell sieben internationale Städtepartnerschaften sowie eine innerdeutsche Städtefreundschaft zu Zwickau.

Die älteste Städtepartnerschaft Dortmunds besteht zu Amiens in Frankreich. Erste Schritte zu einer solchen Partnerschaft entwickelten sich aus privaten Kontakten eines Bürgermeisters und Überlegungen des Auslandsinstituts bereits 1952. Ab 1957 kam es zu verstärkten Kontakten zwischen den Städten, und am 2. April 1960 erfolgte die Proklamation durch den Rat der Stadt Dortmund.

Noch weiter reicht die Partnerschaft zu Leeds im Vereinigten Königreich zurück. Bereits Ende 1949 wurde von der britischen Control Commission of Germany der Vorschlag gemacht, Beziehungen zwischen dem West Riding of Yorkshire und dem Regierungsbezirk Arnsberg aufzunehmen, da sich beide Gebiete strukturell ähnelten. Die eigentliche Städtepartnerschaft geht auf eine Reise mehrerer Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet in diese Region im Jahr 1957 zurück, bei der eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Leeds und Dortmund erwogen wurde. In der Folge intensivierten sich die Kontakte, und am 2. Juni 1969 kam es schließlich zur Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommen durch die Stadt Dortmund.

Beide Partnerschaften standen noch im Schatten des Zweiten Weltkriegs und waren geprägt von dem Willen, eine derartige Katastrophe sich nicht wiederholen zu lassen. Sie sollten den Gedanken der Völkerverständigung und europäischen Freundschaft auch in der Bevölkerung verankern.

Der Gedanke der Völkerverständigung spiegelte sich auch in der Partnerschaft zu Buffalo im US-Bundesstaat New York wider, allerdings gingen hier die Bemühungen wesentlich stärker von der Partnerstadt aus, die sich daneben von dieser auch eine Stärkung der Kultur der dortigen deutschstämmigen Bevölkerung erhoffte. Erste Bemühungen vonseiten Buffalos fanden bereits 1950 statt, zu einem umfangreicherem Austausch kam es aber erst Mitte der 1970er Jahre. Der offizielle Beschluss wurde schließlich am 4. Juli 1977 gefasst.

Exakt ein Jahr später fasste der Rat den Beschluss, auch eine Städtepartnerschaft mit Rostow am Don in der damaligen UdSSR (heute Russland) aufzunehmen. Sie entwickelten sich aus den Auslandskulturtagen der Stadt von 1973 mit der Sowjetunion. Aufgrund der großen geographischen Entfernung und der Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Blöcken, stellte diese Städtepartnerschaft von Anfang an eine Besonderheit dar. Zu intensiven Kontakten kam es entsprechend erst nach Ende des Kalten Krieges.

Die Städtepartnerschaft zu Netanja in Israel, am 12. Juni 1980 vom Rat der Stadt Dortmund beschlossen, geht auf eine Einladung aus dem Jahr 1972 an ehemalige Dortmunder Bürger, die als Juden aus Deutschland fliehen mussten, die Stadt zu besuchen, zurück. Infolgedessen wurde von Seiten Dortmunds der Wunsch an den israelischen Städteverband gerichtet, eine Partnerschaft mit einer israelischen Stadt aufzunehmen. Kurz darauf kündigte der Bürgermeister von Netanja Interesse an einer solchen Partnerschaft an. Aus dieser sind sechs Dortmunder Schulpartnerschaften hervorgegangen.

Ebenfalls auf Dortmunder Auslandskulturtage geht die Partnerschaft mit Novi Sad im damaligen Jugoslawien (heute Serbien) zurück. Im Anschluss an die Veranstaltung 1978 teilte der Bürgermeister Novi Sads mit, dass vom jugoslawischen Konsulat eine Städtepartnerschaft mit Dortmund in Erwägung gezogen werde. Am 26. März 1981 unterzeichnete der Rat schließlich ein Partnerschaftsabkommen.

Die jüngste Dortmunder Städtepartnerschaft mit Xi'an in der Volksrepublik China geht auf geschäftliche Kontakte der Uhde GmbH und eine Partnerschaft der Technischen Universität Dortmund mit der Jiaotong-Universität Xi’an zurück. Im Februar 1986 lagen Dortmund Anfragen mehrerer Städte nach einer Partnerschaft vor, und man entschied sich schließlich aufgrund der bestehenden Kontakte und der guten Verkehrsanbindung für Xi’an. Daraufhin intensivierten sich die Kontakte und am 1. April 1989 unterzeichnete der Volkskongress der Stadt Xi’an die Partnerschaftserklärung. Aufgrund des Tian'anmen-Massakers bestätigte die Stadt Dortmund die Partnerschaft nicht offiziell, sodass diese formal erst seit dem 27. Juni 1991 besteht.

Neben diesen bilateralen Beziehungen ist Dortmund außerdem Mitglied in den Vereinigungen Eurocities, Rat der Gemeinden und Regionen Europas und United Cities and Local Governments. Historische Beziehungen zu anderen Städten leben in der Neuen Hanse fort.

Dortmund ist bekannt als Hochburg der Schüler- und Jugendpolitik. Die Bezirksschülervertretung Dortmund gehört zu den bundesweit stärksten Schülerorganisationen. Seit 2005 gewinnen die Schülervertretungen in der Stadtöffentlichkeit an Bedeutung und sitzen mit im Kinder- und Jugendring sowie im Kinder- und Jugendausschuss des Rates.

Dem „Ring Politische Jugend Dortmund“, der die Gelder für Dortmunder Jugendorganisationen verteilt, gehören die Jusos, die Junge Union, die Grüne Jugend, die Jungen Liberalen und die Linksjugend an. Als bekanntestes, von Jugendlichen organisiertes Projekt gilt Rock in den Ruinen, mit über 15.000 Besuchern, das jährlich von der Juso AG Hörde und dem SPD-Stadtbezirk Hörde organisiert wird.

Das 1904 gegründete Theater Dortmund bietet Oper, Ballett, Schauspiel und ein Kinder- und Jugendtheater. Auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge wurden nach dem Zweiten Weltkrieg die Spielstätten Opernhaus, Schauspielhaus und die Studiobühne neu errichtet und galten als wichtiges Symbol des Wiederaufbaus der kriegszerstörten Stadt. Ein Gedenkstein vor dem Opernhaus erinnert an die Zerstörung der Synagoge in der Reichspogromnacht. Das Kinder- und Jugendtheater „Theater Sckellstraße“ hat seine Spielstätte an der gleichnamigen Straße in unmittelbarer Nähe des Westfalenparks.

Das Ensemble Fletch Bizzel wurde 1979 gegründet. Seit 1985 verfügt das Theater Fletch Bizzel über eine eigene Bühne am Alfons-Spielhoff-Platz. Neben eigenen Inszenierungen des Ensembles werden im Theater regelmäßig Kindertheater- und Puppentheaterproduktionen gezeigt. Zum Theater gehören eine Galerie und eine Kulturwerkstatt, die als Weiterbildungsstätte im Bereich Theater, Tanz und Gesang dient. Die bekannteste Produktion des Theaters ist die alljährlich in der Zeche Zollern stattfinde Veranstaltungsreihe Geierabend.

In einem ehemaligen Straßenbahndepot an der Immermannstraße in der Dortmunder Nordstadt hat das Theater im Depot seine Spielstätte gefunden. Die sich als Zentrum der freien Theaterkunst verstehende Bühne bietet seit Januar 2001 zum großen Teil Eigenproduktionen, aber auch andere freie Theatergruppen ohne eigene Spielstätte finden hier ein Zuhause. Eine Theaterwerkstatt mit Kursen und Workshops für Amateure und Laienschauspieler rundet das Programm ab.

Das private Theater Olpketal ist die Heimatbühne des Dortmunder Originals Bruno Knust, genannt Günna. Der aus Funk und Fernsehen bekannte Günna widmet sich in seinen mit viel Lokalkolorit gewürzten Produktionen immer wieder den Themen Ruhrgebiet, den Bewohnern dieser Region sowie dem Fußball. Auch als Autor regelmäßiger Kolumnen in den Ruhr-Nachrichten erfreut sich Knust in der Stadt großer Beliebtheit.

Über die landschaftlich schönste Spielstätte verfügt die Naturbühne Hohensyburg mitten im Syburger Wald am Fuße der Hohensyburg. Seit 1952 werden hier in den Sommermonaten unterschiedliche Inszenierungen für große und kleine Theaterfreunde von Laienschauspielern aufgeführt. Seit 2003 wird in den Wintermonaten die Spielsaison im Studio der Naturbühne fortgesetzt. Besonders beliebt sind die regelmäßigen Kindermusicals.

Die „Schule für Tanzkunst“ bildet das Tanztheater Cordula Nolte. In einer historischen Turnhalle an der Rheinischen Straße finden seit 1998 regelmäßig Tanztheaterinszenierungen auf einer privaten Studiobühne statt.

Die Absolventen der Theaterschule Là Bouche bilden das freie Roto-Theater. Theaterschule und Roto-Theater verfügen über eine Bühne im Dortmunder Norden.

Das mit nur 45 Plätzen kleinste Dortmunder Theater ist das Nostalgische Puppentheater im Westfalenpark.

Das 2002 eröffnete, neu erbaute Konzerthaus Dortmund gilt als Leuchtturmprojekt der Dortmunder Musikkultur. Das in einer modernen Stahl-Glas-Architektur errichtete Konzerthaus verfügt über 1500 Plätze und gilt als Klangkörper mit einer herausragenden Akustik. Das Konzerthaus ist Sitz der Dortmunder Philharmoniker, die 1887 gegründet wurden.

Der Dortmunder Oratorienchor wurde 1899 als „Lehrer-Gesangverein Dortmund“ gegründet und gab seinen ersten musikalischen Vortrag zur Eröffnung des Dortmunder Hafens in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm. Seit 1905 besteht eine Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester Dortmund. Während der nationalsozialistischen Diktatur werden viele Mitglieder des Chores aufgrund ihrer jüdischen Abstammung ausgeschlossen und die Kriegswirren bedeuten das vorläufige Ende des Chors. Erst 1957 findet der Lehrerchor wieder zusammen und wird mangels sangesfreudiger Lehrer 1986 zum Dortmunder Oratorienchor. Das Repertoire des Chores umfasst klassische Musik von Bach bis Vivaldi.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 im zerbombten Dortmund von Emil Rabe der Dortmunder Kammerchor aus der Taufe gehoben. Auf zahlreichen Auslandsreisen errang der Chor eine Vielzahl von internationalen Auszeichnungen, so zum Beispiel im Jahre 1954 den „Großen Preis der Republik Irland“. Der Dortmunder Kammerchor wurde bereits vier Mal mit dem Titel Meisterchor des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Die Chorakademie am Konzerthaus Dortmund ist europaweit eine der größten Singschulen ihrer Art. Sie betreut um die 1.300 Sängerinnen und Sänger, die in mehr als 30 verschiedenen Chorensembles singen. In Dortmund besteht sie aus 17 Kinderchören und acht Chören im Leistungsbereich. Weitere Standorte gibt es in Essen und Gelsenkirchen mit jeweils sechs Kinderchören.

Das 1968 von der Stadt Dortmund eröffnete Freizeitzentrum West (FZW) gilt als Veranstalter innovativer Jugend- und Popkultur. Der vom Verein für Unabhängige Kultur (VUK) getragene Club bietet jährlich über 250 Veranstaltungen für verschiedene jugendliche Subkulturen und musikalische Szenen. Im FZW spielen in den Locations Halle, Club und Biergarten neben regionalen Größen regelmäßig internationale Topacts verschiedener Musikrichtungen. Auch als Party-Location hat das FZW einen guten Ruf. Legendär ist die Ü-30-Party. Als einer der ersten Clubs Deutschlands erkannte das FZW früh den Bedarf mittelalter Menschen an guter Musik und Tanz und gründete den Club30. Das Electronic Music Festival Juicy Beats hat in der Clubkultur des FZW seinen Ursprung.

Seit 1969 existiert der Jazzclub domicil. Ursprünglich in den Kellerräumen einer Kindertagesstätte beheimatet, fand dieser 2005 eine Heimat im früheren Studio-Kino im Westfalenhaus an der Hansastraße. Der als Verein organisierte Jazzclub veranstaltete in seiner Geschichte unzählige Konzertveranstaltungen mit regionalen und internationalen Interpreten. Die Webseite des Clubs verfügt über ein umfangreiches Veranstaltungsarchiv. Der WDR und der Deutschlandfunk nutzen den Club regelmäßig zu Konzertmitschnitten. Das renommierte New Yorker Jazzmagazin downbeat zählt das domicil zu den 100 besten Jazzclubs der Welt.

Das Jugendjazzorchester Nordrhein-Westfalen wird 1975 mit dem Ziel der Nachwuchsförderung als erstes Jugendjazzorchester Deutschlands etabliert. Von den mittlerweile 400 Künstlern, die im Jugendjazzorchester ihre ersten Meriten sammelten, konnte gut ein Drittel den Weg des professionellen Musikers einschlagen.

Auf eine mittlerweile mehr als 50-jährige Geschichte kann die Jazzband Siggi Gerhard-Swingtett zurückblicken. Im 1948 gegründeten Hot Club Dortmund fanden Siggi Gerhard und Hilbert Homberg zueinander und gründeten die Formation. Es folgten Auftritte im WDR und beim Deutschen Jazzfestival. Bis heute besitzt das Siggi Gerhard-Swingtett mit ihrem eingängigen Swing große Popularität.

Für die Ausbildung junger Musiker ist die Musikschule Dortmund zuständig. Schon 1901 als Musikkonservatorium gegründet blickt die Musikschule auf eine lange Geschichte zurück. Heute betreut die Musikschule mit 150 Lehrkräften jährlich mehr als 4000 junge Musiker.

Der Barbershop-Chor Ladies First gehört zu den erfolgreichsten Chören dieses Genres in Deutschland.

Anfang der 1980er Jahre erlangte die in der Hausbesetzerszene beheimatete Folkrock-Band Cochise überregionale Bedeutung. Auf der Friedensdemo gegen den NATO-Doppelbeschluss am 10. Juni 1982 in Bonn spielte die Band vor 350.000 Menschen.

Auch die Punkformation The Idiots, rund um das Dortmunder Urgetüm Hannes, erspielte sich eine dankbare Fangemeinde. Nach deren Auflösung gründete Sänger Sir Hannes die Phantoms of Future, die sich in den 1990er Jahren als einer der bekanntesten deutschen Independent-Rock-Acts etablieren konnten.

Heute wird die vielfältige unabhängige Musikszene durch Bands und Interpreten wie Cosmo Klein, Jelly Planet, Sasha und Too Strong, Speedway 69 oder Axxis deutschlandweit wahrgenommen.

Am 19. Juli 2008 fand mit 1,6 Millionen Besuchern die bisher größte Loveparade auf einem abgesperrten Teil der B 1 und dem Parkplatz der Westfalenhallen statt.

Das 1947 gegründete Museum am Ostwall für moderne und zeitgenössische Kunst sammelt Gemälde, Skulpturen, Objekte, Fotos des 20. Jahrhunderts. Es beherbergt die größte Sammlung von Werken des Malers Alexej von Jawlensky in Deutschland sowie die Sammlung „Die Brücke“ aus dem Umfeld des „Blauen Reiters“. Zudem wurden Anfang der 90er-Jahre über 1.000 Arbeiten von Marcel Duchamp bis Joseph Beuys, von Günther Uecker bis Jean Tinguely aus der Sammlung von Siegfried Cremer erworben, die einen weiteren Schwerpunkt des Museums bilden (Informelle Kunst, ZERO und Fluxus).

Das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte findet sich heute in einem 1924 von Hugo Steinbach als Städtische Sparkasse erbauten Art-Déco-Bau. Die Sammlung des Museums gibt anhand von Gemälden, Skulpturen, Möbeln und Kunsthandwerk einen Einblick in die Kulturgeschichte der Stadt. Zeitlich umfasst die Sammlung Exponate der Ur- und Frühgeschichte bis hin zu Exponaten des 20. Jahrhunderts. Der Förderkreis Vermessungstechnisches Museum e. V. unterhält eine ständige Ausstellung zur Geschichte des Vermessungswesens und präsentiert seltene geodätische Instrumente. Die Räumlichkeiten des Museum werden regelmäßig zur Präsentation von überregional bedeutenden Kunst- und Kulturausstellungen genutzt.

Das Museum Adlerturm beherbergt eine Ausstellung zur mittelalterlichen Stadtgeschichte. Zu sehen sind Ausgrabungsfunde und ein Modell der mittelalterlichen Stadt. Zeitgenössische Darstellungen, historische Waffen und Gebrauchsgegenstände veranschaulichen das Erscheinungsbild Dortmunds im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte.

Das Museum für Naturkunde wurde 1912 gegründet und versucht die Erdgeschichte, Mineralien und die heimische Tier- und Pflanzenwelt dem Publikum näher zu bringen. Die Geologie bildet einen Schwerpunkt des Museum. Höhepunkte des Museums sind ein Mineralien-Kabinett mit einer wunderschönen Bergkristall-Gruppe, ein Besucher-Schaubergwerk und ein Amazonas-Aquarium mit tropischen Süßwasserfischen.

Im Mittelpunkt des Deutschen Kochbuchmuseums Dortmund steht die Kochbuchautorin Henriette Davidis, die von 1856 bis 1876 in Dortmund lebte. Das Museum möchte anhand der ausgestellten Exponate Gesellschaftsleben und Küchentechnik, Sozialunterschiede und Tischkultur des 19. Jahrhunderts erlebbar machen.

1910 als Einrichtung zur Lehrerfortbildung und als Lehrmittel-Schausammlung gegründet, blickt das Westfälische Schulmuseum auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Das Museum beherbergt eine der bedeutendsten schulhistorischen Sammlung in Deutschland und besticht durch ein umfangreiches museumspädagogisches Programm.

Das Westfälische Industriemuseum hat seine Zentrale auf der Zeche Zollern II/IV, einem Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH). Die 1903 fertig gestellte Musterzeche der Gelsenkirchener Bergwerks-AG glänzt durch eine Jugendstilarchitektur mit Zügen norddeutscher Backstein-Gotik. Das Jugendstilportal rettete die Halle 1969 vor dem drohenden Abriss und machte sie damit zum Pionierbau der Industriedenkmalpflege in Deutschland. Heute ist Zollern Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus.

Die 1992 stillgelegte Kokerei Hansa bietet als begehbare Großskulptur faszinierende Einblicke in die Geschichte der Schwerindustrie des vergangenen Jahrhunderts. Auf einem Erlebnispfad Natur und Technik können Besucher die unter Denkmalschutz stehenden Produktionsbereiche der Kokerei begehen. Herausragend ist eine erhaltene Maschinenhalle mit fünf Gaskompressoren der Demag. Hansa ist Sitz der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.

Die Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA) ist ein 1993 gegründetes technisches Museum im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld in der Nähe der Technischen Universität Dortmund. Die Ausstellung zeigt moderne und vergangene Technik-Welten. Die Technik wird dabei nicht als Selbstzweck dargestellt, sondern immer der Bezug zum damit arbeitenden Menschen hergestellt.

Das 2005 wiedereröffnete Hoesch-Museum findet sich im ehemaligen Portierhaus I der Westfalenhütte. Das durch die Zusammenarbeit ehemaliger „Hoeschianern“, dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte und der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv entstandene Museum zeigt die Bedeutung des Unternehmens Hoesch AG für die Stadt auf und präsentiert die Industriegeschichte der Stahlindustrie von 1871 bis zum Niedergang Ende des 20. Jahrhundert.

Die Steinwache in Dortmund ist eine Mahn- und Gedenkstätte an die Gräuel der Nazi-Zeit und beherbergt die ständige Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933–1945“ des Dortmunder Stadtarchivs.

Im April 2006 wurde das Brauereimuseum Dortmund wiedereröffnet. Untergebracht im historischem Maschinenhaus der ehemaligen Hansa-Brauerei mit angrenzender Produktionshalle aus den 1960er Jahren gibt das Museum einen Überblick über die Brauhistorie der Stadt.

Die Ausstellung Hafen und Schifffahrt im Alten Hafenamt informiert anhand von Schiffs- und Hafenmodellen über das Schifffahrtswesen und die moderne Hafenwirtschaft.

Seit dem 19. Dezember 2008, dem 99. Geburtstag von Borussia Dortmund, befindet sich in der Nordostecke des Signal-Iduna-Parks das Borusseum, ein Museum rund um die Geschichte des Vereins.

In den Kellerräumen der Adler-Apotheke, der ältesten Apotheke in Nordrhein-Westfalen, befindet sich ein kleines privates Apotheken-Museum. Auf knapp 100 m² Ausstellungsflächen findet sich eine historische Apotheke mit Offizin (Handverkaufsraum), Materialkammer, Labor, Vorratsräumen sowie einer Kräuterkammer.

Das Magnetmuseum ist ein privates Museum der Firma Tridelta. Die Ausstellung gibt einen Überblick über historische und aktuelle Anwendungen von Dauermagneten in der Elektrotechnik. In dem Museum wird der Einsatz von Dauermagneten in Zählern, Lautsprechern, Telefonen, Schaltern, Relais, Uhren, Messgeräten, Kleinmotoren und Generatoren beleuchtet.

Das Nahverkehrsmuseum ist das jüngste Dortmunder Museum. Es ist im Stadtteil Nette beheimatet und zeigt Exponate aus dem Bestand der Dortmunder Stadtwerke AG und ihrer Vorgängergesellschaften.

Das Künstlerhaus Dortmund wird seit 1983 von Künstlern in Selbstorganisation geführt und als Ausstellungsort für zeitgenössische und experimentelle Kunst genutzt. Es befindet sich in der Dortmunder Nordstadt in einem ehemaligen Betriebsgebäude der Zeche Westphalia.

Der Dortmunder Kunstverein wurde 1984 gegründet und hat seinen Sitz in der Volkshochschule. Das Ausstellungsprogramm umfasst jährlich vier bis sechs Präsentationen zeitgenössischer junger Kunst aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Fotografie oder Videokunst.

Auch das Torhaus Rombergpark des ehemaligen Schloss Brünninghausen der Familie von Romberg wird als städtische Galerie genutzt.

Das große Kinosterben hat auch Dortmund erfasst. Die Eröffnung des Multiplexkinos CineStar am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs bedeutet das Ende für die vielen kleinen Innenstadtkinos vor allem auf der Brückstraße. Überlebt hat auf dieser ehemaligen Kinostraße nur noch die Schauburg als unabhängiges Lichtspieltheater.

Im Dortmunder Norden bedienen die beiden Programmkinos Roxy und Camera den anspruchsvollen Cineasten mit einem ausgewogenen Filmangebot.

Von den ehemals zahlreichen Kinos in den Dortmunder Stadtteilen hat nur die Filmbühne Postkutsche Aplerbeck den Sprung ins dritte Jahrtausend geschafft.

Das Alte Stadthaus wurde 1899 nach einem Entwurf von Stadtbaurat Friedrich Kullrich im Stil der Neurenaissance errichtet. Wie viele Gebäude Dortmunds wurde es im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Zwischen zwei Fenstern der Westseite befindet sich der westfälische Spruch „So fast as düörpm“, zu deutsch: „So fest wie Dortmund“. An der Frontseite sind die Wappen von acht Hansestädten zu sehen, unter anderem von Bremen, Lübeck, Hamburg, Münster und Köln. Den Balkon über dem Portal umrahmen zwei weibliche allegorische Figuren, deren linke die Blütezeit Dortmunds im Mittelalter symbolisiert. In einer Hand hält die Figur das mittelalterliche Rathaus, in der anderen die Hansekogge. Die rechte Figur ist ein Symbol für das neu herangebrochene Industriezeitalter, denn die Figur stützt sich mit dem Arm auf einem Dampfhammer ab, in den Händen hält sie ein Messgerät und einen Plan.

Die Krügerpassage in der Dortmunder Innenstadt ist die älteste Passage auf Dortmunder Stadtgebiet; sie wurde 1912 im Stil der Neorenaissance von Paul Lutter und Hugo Steinbach erbaut. Jedoch fiel sie im Zweiten Weltkrieg wie viele bedeutende Dortmunder Bauwerke dem Krieg zum Opfer und wurde erst 1953 wieder aufgebaut.

Der RWE Tower nach Plänen des Architekturbüros Gerber ist das höchste Bauwerk der Dortmunder Innenstadt und wurde am 24. August 2005 eingeweiht. Das 91 m hohe, im Grundriss linsenförmige Gebäude mit einer Fassade aus anthrazitfarbenem chinesischem Granit ist Sitz der RWE Westfalen-Weser-Ems. Er bildet mit dem angrenzenden IWO-Hochhaus und dem Sparkassen-Hochhaus die City-Skyline.

Das 60 m hohe Ellipson wurde 1999 eingeweiht.

Die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund wurde 1999 südlich des Dortmunder Hauptbahnhofs eröffnet. Der von Architekt Mario Botta gestaltete Bibliotheksbau besteht aus einem rechteckigen Baukörper aus rosafarbenem Sandstein und einer vorgelagerten Glasrotunde.

Das Dortmunder U, ein denkmalgeschütztes Industriehochhaus aus dem Jahre 1926, gilt als markantes Wahrzeichen der Stadt. Auf dem Dach des ursprünglich als Brauerei genutzten Gebäudes prangt seit 1962 das 9 Meter hohe beleuchtete goldene Dortmunder U als Firmenzeichen der Union-Brauerei. Nach dem Umzug der Brauerei in die Peripherie wurden seit 2003 alle umliegenden Gebäude abgerissen. Das Gebäude wartet seitdem auf die grundlegende Sanierung. Eine Nutzung des Hochhauses als Museumsstandort ist geplant.

Das Alte Hafenamt wurde 1899 im Stil der Neurenaissance nach Plänen von Stadtbaurat Friedrich Kullrich errichtet. Der zweigeschossige Bau mit einem zentralen Frontturm besitzt einen sechseckigen Grundriss und wurde am 11. August 1899 durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Bis 1962 war das Gebäude Sitz der Dortmunder Hafen AG. Heute beherbergt das Hafenamt die Wasserschutzpolizei und die Ausstellung Hafen und Schifffahrt mit Exponaten zur Hafengeschichte.

Die Spielbank Hohensyburg wurde 1985 nach Plänen des Architekten Harald Deilmann und zweijähriger Bauzeit auf der Hohensyburg fertiggestellt. Deutschlands umsatzstärkstes Casino liegt oberhalb des Hengsteysees und bietet einen weitschweifenden Blick über das Ruhrtal bei Hagen.

Im Stadtwald Bittermark erinnert das Mahnmal Bittermark an die Kriegsendphasenverbrechen im Rombergpark und in der Bittermark durch die Gestapo.

Die 1928 errichtete ehemalige Kokerei Hansa befindet sich seit 1995 Besitz der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. Seit 1998 sind die meisten Anlagenteile unter Denkmalschutz gestellt und das Denkmal Kokerei Hansa ist Teil der Route Industriekultur. Die Anlage kann im Zuge von Führungen durch ehemalige Mitarbeiter und angelernte, fachkundige Begleiter erfahren werden.

Die Alte Kolonie Eving ist eine denkmalgeschützte Arbeitersiedlung im Stadtteil Eving. Die Siedlung wurde zwischen 1898 und 1899 von der Zeche Vereinigte Stein und Hardenberg für in dieser Zeit verstärkt angeworbene auswärtige Arbeiter errichtet und bestand ursprünglich aus 76 Häusern mit 270 Wohnungen.

Auf dem stillgelegten, teilweise denkmalgeschützten und zum größten Teil abgerissenen Hochofenwerk Phönix-West südlich des Westfalenparks erinnern zwei in Teilen erhaltene Hochöfen, ein Gasometer, die sanierte und ungenutzte Gebläsehalle, das heute als Veranstaltungshalle genutzte ehemalige Reserveteillager und einige weitere Fragmente an die Industriegeschichte des Stadtteils Hörde.

Das Besucherbergwerk Graf Wittekind am Syburger Bergbauweg erlaubt einen Einblick in die Anfänge des Bergbaus im südlichen Ruhrgebiet.

Wie jede Großstadt verfügt Dortmund über eine Vielzahl öffentlicher Plätze. Die meisten liegen unmittelbar im historischen Stadtkern, der heute größtenteils zur Fußgängerzone erklärt worden ist.

Der Alte Markt bildet das historische Zentrum der Stadt. Um den Markt gruppierten sich im Mittelalter die historischen Zunft- und Gildenhäuser der Dortmunder Hanse-Kaufleute. Bis heute findet sich hier das Stammhaus der Privatbrauerei Dortmunder Kronen sowie die Adler Apotheke. Bis 1955 befand sich außerdem die Ruine des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Alten Rathauses, das als das älteste steinerne Rathaus Deutschlands galt, und die Ruine der 1914 erbauten Städtischen Sparkasse, die nach dem Umzug in die Hansastraße bis 1943 als Bücherei benutzt wurde. Von beiden, abermals prachtvollen Gebäuden, standen nach Kriegsende 1945 nur noch die Außenmauern. Heute dominiert rund um den Alten Markt die Gastronomie, die in den Sommermonaten annähernd den gesamten Platz bestuhlt. Der Alte Markt wird weiterhin häufig für Stadtfeste genutzt.

Auf dem angrenzenden Hansaplatz findet mittwochs, freitags und samstags der Wochenmarkt statt. Während des Weihnachtsmarkts steht dort der große Weihnachtsbaum, zusammengesetzt aus einer Vielzahl einzelner Tannenbäume.

Der Friedensplatz ist der zentrale Veranstaltungsplatz der Stadt. Am Friedensplatz befinden sich wichtige städtische Einrichtungen wie das Rathaus, das aus rotem Sandstein erbaute Alte Stadthaus, die Berswordt-Halle, das Neue Stadthaus sowie das Presse- und Informationsamt. In der Mitte des Platzes ragt die Friedenssäule in den Himmel.

Rund um die Reinoldikirche liegen der Willy-Brandt-Platz, der Reinoldikirchplatz und der Platz von Leeds.

Außerhalb der City finden sich vor allem in der Nordstadt städtebaulich interessante Plätze, so der Borsigplatz, die Wiege des Ballspielvereins Borussia Dortmund, der Nordmarkt, der Fredenbaumplatz und der Steinplatz.

Oberhalb des Zusammenflusses von Ruhr und Lenne in den Hengsteysee auf dem Rücken des Ardeygebirges liegt die historisch bedeutsame Hohensyburg. Von der sächsischen Sigiburg, deren erste urkundliche Nennung im Jahr 775 erfolgte, sind bis heute Ruinen erhalten. Auf dem Syberg findet sich weiterhin die auf das Jahr 1100 datierte historische Wehrkirche St. Peter zu Syburg, der 1857 errichtete Vincketurm und ein 1893 bis 1902 erbautes Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Die 1985 fertig gestellte Spielbank Hohensyburg gilt als das umsatzstärkste Casino Deutschlands.

Von der im 12. Jahrhundert an der Emscher erbauten Hörder Burg ist nur noch der Hauptturm erhalten. Die Burg diente lange Zeit als Gerichtssitz. Die Hörder Burg gilt als eine Wiege der Ruhrindustrie. Der Iserlohner Fabrikant Hermann Diedrich Piepenstock errichtete hier 1852 ein Puddel- und Walzwerk, die spätere Hermannshütte. Nach dem Niedergang der Montanindustrie entsteht heute zu Füßen der Hörder Burg der Phoenix-See.

Das im 13. Jahrhundert erbaute Wasserschloss Haus Dellwig vereinigt verschiedene architektonische Stile und liegt reizvoll in der hügeligen Moränenlandschaft im Dellwiger Bachtal, umgeben vom Naturschutzgebiet Dellwiger Wald. In fußläufiger Entfernung findet sich das Westfälische Industriemuseum Zeche Zollern II/IV.

Im Dortmunder Stadtteil Dortmund-Aplerbeck liegt das 1290 erstmals urkundlich erwähnte Wasserschloss Haus Rodenberg. Das vom Ritter Diederich von dem Rodenberge erbaute Wasserschloss gehört heute der Stadt Dortmund, wurde 1996 grundlegend saniert und dient als Seminargebäude der Volkshochschule.

Das Wasserschloss Haus Bodelschwingh wurde im 13. Jahrhundert von der Familie von Bodelschwingh errichtet und befindet sich bis heute im Familienbesitz.

Das von der Familie von Romberg im 13. Jahrhundert erbaute Schloss Brünninghausen wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. An das ehemalige Wasserschloss erinnern heute das als städtische Kunstgalerie genutzte Torhaus und der ehemalige Schlosspark.

Der Rittersitz Haus Wenge wurde im 13. Jahrhundert von Goswin und Johann von der Wenge anlegt und präsentiert sich heute als einziges im Dortmunder Raum erhaltenes Adelshaus des 16. Jahrhunderts mit gotischen Formen.

Von der ehemaligen Wall- und Befestigungsanlage der freien Reichsstadt Dortmund zeugen der Adlerturm und, als vorgelagerte Warte, der Steinerne Turm.

Mit dem Bau der Reinoldikirche wurde 1250 begonnen. Die evangelische Kirche ist nach dem heiligen Reinoldus, dem Schutzpatron der Stadt benannt. Der ursprünglich 112 m hohe Turm der Reinoldikirche galt nach seiner Vollendung 1454 als „Wunder von Westfalen“. Nach Erdbebenschäden stürzte dieser 1661 ein und wurde unmittelbar wiederaufgebaut. Der Turm der Reinoldikirche mit einer heutigen Höhe von 104 m kann bis zur ersten Plattform durch den Glockenturm bestiegen werden.

Gegenüber der Reinoldikirche liegt die Marienkirche. Der wahrscheinlich älteste Gewölbebau Westfalens entstand in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts als spätromanische Pfeilerbasilika. Ende des 14. Jahrhunderts wurde ein gotischer Chor ergänzt und auch andere Bauteile gotisch erneuert, etwa die Fensterfront der Südseite. Die Kirche hatte ursprünglich zwei Türme. Das Innere der Kirche schmücken ein Marienaltar des Dortmunder Meisters Conrad von Soest aus dem Jahr 1420 und der ältere Altar des namentlich unbekannten Berswordtmeisters, der die Kreuzigung darstellt.

Auch die Petrikirche wurde am Hellweg errichtet. Der dreijochige Bau wurde im frühen 14. Jahrhundert begonnen und als gotische Hallenkirche vollendet. Im Inneren von St. Petri befindet sich das Goldene Wunder von Westfalen, ein prächtiger Flügelaltar aus dem Jahre 1521, welcher derzeit aufwändig restauriert wird.

Die Propsteikirche St. Johannes war die Klosterkirche des 1330 gegründeten ehemaligen Dominikanerklosters St. Johann und ist die einzige katholische Kirche in der Dortmunder Innenstadt. Zu den erhaltenen Sehenswürdigkeiten des Klosters zählt ein Altarretabel des Weseler Malers Derik Baegert aus dem 15. Jahrhundert.

Die älteste Kirche auf Dortmunder Stadtgebiet ist St. Peter zu Syburg. Die ursprüngliche Kirche wurde 776 auf der Hohensyburg durch Karl den Großen errichtet und 779 durch Papst Leo III. geweiht. Auf den Ruinen dieses Bauwerks erstand im 11. Jahrhundert die bis heute erhaltene Wehrkirche.

Einen Kontrast dazu setzt der moderne Stahl-Betonbau der im Stil des Neuen Bauens gehaltenen Nicolaikirche.

Auch in den Stadtteilen gibt es historisch bedeutende Kirchenbauwerke. Die Alte Kirche Wellinghofen stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie stand unter dem Patronat der Familie von Romberg. In der Kirche befinden sich ein romanischer Taufstein und viele Schätze mittelalterlicher Kirchenkunst. In Kirchhörde findet sich die Kleinreinoldi genannte, ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert stammende, evangelische Patrokluskirche (Kirchhörde). Aus dem 13. Jahrhundert stammen die St.-Margareta-Kirche in Eichlinghofen, die Margaretenkapelle in Barop, die St.-Josef-Kirche in Kirchlinde und die St.-Remigius-Kirche in Mengede. Dortmund hat nach Köln und Regensburg unter den deutschen Städten die drittmeisten romanischen Kirchen auf seinem Stadtgebiet.

Nachdem die ersten Pferderennen bereits 1887 an der Hobertsburg am Fredenbaum stattgefunden hatten, wurde 1913 die Galopprennbahn Dortmund mit einer Sand- und Rasenbahn im Dortmund-Wambel eröffnet. Die historische Rennbahn ist Austragungsort des Deutschen St. Leger.

Die erste Sportstätte des Ballspielvereins Borussia Dortmund war die Weiße Wiese an der Westfalenhütte im Dortmunder Norden. Dieses erste Stadion der Borussia bot 1924 als Sportpark Borussia Platz für 18.000 Zuschauer. 1937 wurde das Sportgelände von den Nationalsozialisten enteignet und der Reichsarbeitsdienst begann hier mit der Errichtung des Hoeschparks. An die Weiße Wiese erinnert heute nur noch eine Gedenktafel im Freibad Stockheide nahe dem Hoeschpark.

Die 1926 neu erbaute Kampfbahn Rote Erde im bürgerlichen Süden der Stadt wurde neue Spielstätte des BVB. Das Stadion Rote Erde war Teil des Volksparks Dortmund und beruhte auf der städtebaulichen Planung des Baurats Hans Strobel. Zum Dortmunder Volkspark gehörten zur damaligen Zeit ebenfalls die Westfalenhalle, die Rosenterrassen und das Volksbad Dortmund unmittelbar südlich der alten Reichsstraße 1. Seine großen Zeiten erlebte das Stadion Rote Erde mit den Erfolgen der Borussia Mitte der 1960er Jahre. Mit hölzernen Behelfstribünen wurde die Zuschauerkapazität auf 42.000 Menschen angehoben. Nach dem Umzug Borussia Dortmunds in das Westfalenstadion, diente die Rote Erde bis in die 1990er Jahre als Trainingsstätte für die Profimannschaft des BVB. Heute dient das Stadion, mit einer Kapazität von 25.000 Zuschauern, als Leichtathletikstadion und ist Austragungsort nationaler und internationaler Wettkämpfe. Außerdem dient es als Spielstätte für die in der Regionalliga Nord spielenden Amateure von Borussia Dortmund.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 wurde das Westfalenstadion mit einer Kapazität von 54.000 Zuschauern neu errichtet. Ein reines Fußballstadion im Stil der 1970er Jahre aus kaltem Beton, und doch wurde es von der Bevölkerung und den Fans enthusiastisch angenommen. Trotz ausbleibender Erfolge der Borussia und einer Zeit in der Zweiten Bundesliga wurden Besucherrekorde gefeiert. Mit den Erfolgen Borussia Dortmunds Mitte der 1990er Jahre begann der sukzessive Ausbau des so genannten Fußballtempels. Das Westfalenstadion ist heute mit einer Zuschauerkapazität von 80.708 Zuschauern das größte Fußballstadion Deutschlands. Eine Besonderheit und äußerst sehenswert ist die Südtribüne. Als größte Stehplatztribüne Europas ist sie die Heimat der Fans der Borussia. Auch 2006 war das Stadion Spielstätte bei der Weltmeisterschaft. In Dortmund fanden sechs Spiele inklusive einer Achtel- und einer Halbfinalbegegnung statt. Die Kapazität wurde für alle sechs Spiele aus Sicherheitsgründen auf 60.285 (alles Sitzplätze) reduziert. Das Stadion war nach dem Olympiastadion Berlin die zweitgrößte Spielstätte der Weltmeisterschaft.

Die Westfalenhalle wurde als hölzerne Rundhalle durch Baurat Strobel in den 1920er Jahren errichtet. Mit einer Kapazität von 15.000 Zuschauern war sie zeitweilig das größte Hallengebäude Europas. Legendär ist der Weltmeisterschaftskampf von Max Schmeling im Jahre 1927. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Halle als Kriegsgefangenenlager missbraucht, bei der Bombardierung der Halle durch die Alliierten kamen zahlreiche Gefangene ums Leben. Schon kurz nach dem Krieg wurde die Halle neu errichtet. 1952 wurde die neue Halle, erbaut als frei tragende Dachkonstruktion mit einer Kapazität von 20.000 Zuschauern, durch Bundespräsident Theodor Heuss ihrer Bestimmung übergeben. Heute ist die Halle Teil des Messezentrums Westfalenhallen mit insgesamt 9 Veranstaltungshallen.

Die Dortmunder Innenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. In den benachbarten Stadtvierteln haben sich zahlreiche Altbauten und eine lokale Stadtteilkultur erhalten.

Das Kreuzviertel im Südwesten der Innenstadt wurde zwischen 1904 und 1908 vom Beamten-Wohnungsverein bebaut und gilt noch heute als ein Wohnviertel der oberen Mittelschicht. Als Standort der Fachhochschule Dortmund und mit Nähe zur Universität ist das Kreuzviertel bei Studenten sehr beliebt. Die Kneipenszene des Viertels genießt einen guten Ruf.

Die Nordstadt wurde zwischen 1858 und 1913 als Arbeiterviertel errichtet und wird heute überwiegend (50 %) von südeuropäischen und asiatischen Einwanderern bewohnt. Nördlich des Dortmunder Hauptbahnhofs gelegen ist die Nordstadt das größte zusammenhängende städtische Wohnviertel in Nordrhein-Westfalen.

Die Kaiserstraße bezeichnet den Teil des Hellwegs zwischen Ostentor und Funkenburg und ist traditionell Sitz der Dortmunder Gerichte. Südlich der Kaiserstraße finden sich viele gründerzeitliche Unternehmervillen. Das italienische Konsulat, das ehemalige Landesoberbergamt sowie die jüdische Synagoge sind hier angesiedelt.

Das Brückstraßenviertel ist der letzte Teil der Innenstadt, dessen Straßennetz aus der Vorkriegszeit erhalten geblieben ist. Als Kinomeile und Standort zahlreicher Diskotheken hatte die Brückstraße ein zwielichtiges Image. Auch eine über die Stadt hinaus bekannte offene Drogenszene war bis Mitte der 1990er Jahre hier aktiv. Mit der Ansiedlung hochwertiger kultureller Einrichtungen (Konzerthaus, Volkshochschule) und einem Quartiersmanagement durch die Stadt konnte hier eine gegenläufige Entwicklung eingeleitet werden. Heute präsentiert sich die Brückstraße als moderne, hochfrequentierte Einkaufsstraße mit einem kulturellen Hintergrund.

Von Anfang an galt Dortmund trotz umfangreicher Industrie als die grüne Stadt des Reviers. Die Stadt veranstaltete aus Imagegründen regelmäßig den 49-Prozent-Lauf. Dieser sollte betonen, dass noch immer die Hälfte der Stadtfläche aus Grün- und Parkanlagen bestand. Nach dem Niedergang der Montanindustrie ist dies trotz zunehmender Zersiedlung durch Eigenheimbau kein Thema mehr. Dortmund präsentiert sich mit vielen Parks und Naturflächen als lebenswerte Großstadt.

1897 entstanden aus einem patriotischen Zeitgeist überall im Ruhrgebiet so genannte Kaisergärten. Der Dortmunder Kaiserhain lag südlich der Bundesstraße 1. Auf diesem Gelände entstand 1959 zur Bundesgartenschau der Westfalenpark mit dem Deutschen Rosarium und dem Florianturm. In dem 75 Hektar großen Park fanden 1969 und 1991 weitere Bundesgartenschauen statt.

Etwa zwei Kilometer südlich, auf dem Gelände des Schlossparks des ehemaligen Schlosses Brünninghausen, findet sich der etwa 65 Hektar große Rombergpark. Er entstand als Botanischer und Englischer Landschaftsgarten und ist insbesondere für seine Gehölzsammlung bekannt. Als Besonderheit finden sich in dem naturnah belassenen Park ein Heilkräutergarten sowie eine künstliche Moor-Heide-Landschaft.

Das Gelände zwischen Westfalenpark und Rombergpark, früher Standort des Stahlwerks Phoenix-West wird momentan renaturiert. Das Zusammenwachsen der beiden großen Dortmunder Parks wird damit vorbereitet.

Auch der Dortmunder Zoo gehört zu dieser großen städtischen Grünfläche. Am südlichen Ende des Rombergparks liegt der früher als Tierpark Dortmund bekannte Zoo. Auf einer Gesamtfläche von 28 Hektar finden sich 1.840 Tiere in 265 Arten. Schwerpunkt des Zoos sind Haltung und Zucht südamerikanischer Tierarten.

Die größte Dortmunder Grünanlage ist mit 135 Hektar der weiterhin als Friedhof genutzte Hauptfriedhof. Auf dem im historistischen Stil entstandenen Friedhof finden sich große, freie Rasenflächen, landschaftsarchitektonisch interessante Sichtachsen und alter Baumbestand.

Der innenstadtnahe Ostenfriedhof verfügt über alten Baumbestand und eine Vielzahl historische Gräber berühmter Dortmunder Bürger.

In der Dortmunder Nordstadt lädt der Fredenbaumpark auf dem Gelände des ehemaligen Stadtwalds Westerholt und der Freizeitanlage Lunapark auf 63 Hektar zu ausgedehnten Spaziergängen und Erholung ein. Eine Öffnung des Fredenbaumparks zum Wasser wurde 2007 mit URBAN II-Mitteln realisiert. Im Nordwesten wurde der Park zum Dortmund-Ems-Kanal und den dortigen Ruderhäusern ausgeweitet.

Auch der Hoeschpark liegt im Dortmunder Norden. In der 1937 vom Reichsarbeitsdienst in unmittelbarer Nähe der Westfalenhütte und des Borsigplatzes angelegten Grünanlage finden sich zahlreiche Sportanlagen und das Warmwasserfreibad Stockheide. Nach dem Verkauf durch den Thyssen Konzern an die Stadt wird der Park momentan saniert und wieder hergerichtet.

Der 1811 als Westentotenhof in der westlichen Innenstadt angelegte Westpark lädt mit Biergarten und Boulebahnen zum sommerlichen Verweilen ein. Ebenso wie der nahe gelegene Tremoniapark auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Tremonia, dessen große Wiese als Liegewiese und Fußballplatz genutzt wird. Beide Grünanlagen werden insbesondere von der jüngeren Bevölkerung als Treffpunkt für Erholung und freundschaftliches Beisammensein genutzt.

Auch der Revierpark Wischlingen und das Naturschutzgebiet Hallerey liegen im Westen der Stadt.

Von der Volksgartenbewegung Ende des 18. Jahrhunderts zeugen die Volksgärten Mengede und Lütgendortmund.

In der Dortmunder Peripherie an den Grenzen zu Sauerland und Münsterland liegen die ausgedehnten Waldgebiete Bolmke, Stadtwald Bittermark, Schwerter Wald, Niederhofer Wald, Grävingholz, Kurler Busch, Rahmer Wald und das Wannebachtal. Diese sind durch Wander- und Radwege hervorragend erreichbar und lassen das großstädtische Leben schnell vergessen. Ein wichtiges Naherholungsgebiet ist auch der Ortsteil Syburg mit Burgruinen, dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal, dem Spielcasino, einer Naturbühne und einem Lehrpfad zur Bergbaugeschichte. Südlich der Hohensyburg fällt das Gelände steil zum Hengsteysee mit Bootsrevieren und Wanderwegen ab.

Die Stadt Dortmund vergibt alle zwei Jahre den Nelly-Sachs-Preis für Literatur.

Seit 1957 gibt es die Internationalen Kulturtage der Stadt Dortmund, das mittlerweile älteste kontinuierlich stattfindende Kulturfestival in Deutschland. Alle zwei Jahre stellt ein europäisches Partnerland Exponate seiner kulturellen Vielfalt auf unterschiedlichen Veranstaltungen vor. Rund 20 europäische Länder waren bisher zu Gast. Heute sind die Dortmunder Kulturtage Kern des landesweiten Ereignisses Scene:NRW.

Eingebunden in die Kulturtage wird beim Jazzfestival europhonics die Jazzszene des jeweiligen Partnerlandes beleuchtet und vorgestellt. Das 1987 zunächst unter den Titel Dortmunder Jazzfrühling initiierte Musikfest präsentiert jährlich zeitgenössischen, europäischen Jazz an unterschiedlichen Spielorten in der Stadt.

Das Frauenfilmfestival femme totale wird seit 1987 zweijährlich veranstaltet. Bei dem Festival mit einem thematischen Schwerpunkt, werden Produktionen gezeigt in denen Frauen im Bereich Regie, Drehbuch, Ton oder Kamera maßgeblich mitgewirkt haben. Auf dem Filmfestival werden zudem ein themenunabhängiger Spielfilmwettbewerb für Regisseurinnen, ein Nachwuchsförderpreis für junge Bildgestalterinnen und ein Förderpreis für Kamerafrauen vergeben. Das Festival fusionierte im Jahre 2005 mit der Kölner feminale zum Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund/Köln, das nun abwechselt in Dortmund und Köln stattfindet.

Seit 1997 richtet sich das Tanz- und Theaterfestival off limits an die freie Tanz- und Theaterszene. Parallel zum Festival wird ein Symposium veranstaltet.

Jährlich wird das Dortmunder Literaturfestival LesArt abgehalten.

Wie in anderen deutschen Städten öffnet sich die Kulturlandschaft der Stadt jährlich auf dem Tag des offenen Denkmals und der Dortmunder Museumsnacht einem breiten Publikum.

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt ist mit über 300 Ständen einer der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands und wird alljährlich von mehr als zwei Millionen Besuchern aus der Stadt, der Region und aus dem Ausland besucht. Die Attraktion des im Schatten der Reinoldikirche stattfindenden Dortmunder Weihnachtsmarktes ist der als Gerüstkonstruktion errichtete höchste Weihnachtsbaum der Welt auf dem Hansaplatz mit einer Höhe von 45 Metern. Die Gerüstkonstruktion, in der eine Sprinkleranlage (52 Löschdüsen, 3200 Liter/Minute) zur Brandbekämpfung installiert ist, wird mit 1700 Rotfichten bestückt. 44.000 Lämpchen sorgen für die Beleuchtung. Der Baum hat ein Eigengewicht von 30 Tonnen und wird mit einem Betonfundament von 140 Tonnen gesichert. Auf Grund des bereits jetzt hohen Gewichts ist kein höherer Baum möglich, da die maximale statische Belastbarkeit der unter dem Hansaplatz gelegenen mehrgeschossigen Tiefgarage erreicht ist.

Am Dortmunder Bier, gerne als Stößchen getrunken, führt in der Dortmunder Küche kein Weg vorbei. Trotz des Niedergangs des ehemals größten Brauereistandorts in Europa hat das Dortmunder Helle, ein herbes, untergäriges Exportbier, weiterhin Weltruf. Als bodenständiges Getränk, gereicht zu den westfälischen Spezialitäten Pfefferpotthast mit Pumpernickel, Panhas oder Möppkenbrot, findet es bis heute viele Liebhaber. Die Dortmunder Gastronomie feiert jährlich neben der publikumswirksamen Leistungsschau Dortmund à la carte ein Pfefferpotthastfest auf dem Alten Markt.

Eine Gebäckspezialität ist der Salzkuchen, ein kreisrundes, mit Salz und Kümmel gewürztes Brötchen mit einer Vertiefung in der Mitte. Er wird häufig mit Mett belegt gegessen, wobei die Vertiefung gehackte Zwiebeln aufnimmt.

Dortmunds sportliches Aushängeschild ist der traditionsreiche Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund, Deutscher Fußballmeister 1956, 1957, 1963, 1995, 1996 und 2002, DFB-Pokal-Sieger 1965 und 1989, Europapokalsieger der Pokalsieger 1966 sowie Champions-League- und Weltpokalsieger 1997, der im Signal Iduna Park (ehemals Westfalenstadion) südlich der Innenstadt spielt. Der Verein hat circa 30.000 Mitglieder und einen Zuschauerschnitt von etwa 75.000 Zuschauern. Seine Amateurmannschaft spielt in der Regionalliga West, die Handballdamen des BVB spielen zu Saison 2008/09 wieder in der Bundesliga. Die erste Mannschaft der Tischtennisabteilung gehört der zweiten Bundesliga an. Die ausgeprägte Fußball- und Sportbegeisterung der Menschen in Dortmund ist international bekannt.

Das Westfalenstadion war Spielstätte der Fußballweltmeisterschaften 1974 und 2006. Es bietet Platz für 80.708 Zuschauer und ist damit das größte reine Fußballstadion in Deutschland und das viertgrößte Stadion in Europa. In direkter Nachbarschaft befindet sich das Stadion Rote Erde und das Leichtathletikzentrum Helmut-Körnig-Halle. Die ebenfalls benachbarten Westfalenhallen sind bekannt als Schauplatz zahlreicher Europa- und Weltmeisterschaften in verschiedenen Sportarten, wie der Handballweltmeisterschaft 2007. Seit 1925 wird in der Westfalenhalle das traditionelle Steherrennen immer am 1. Weihnachtsfeiertag abgehalten, dem am gleichen Ort 1926 das jährliche Sechstagerennen folgte. Das internationale Reit- und Springturnier in der Dortmunder Westfalenhalle zählt zu den wichtigsten Veranstaltungen des Reitsports in Deutschland.

Die Helmut-Körnig-Halle und das Stadion Rote Erde stellen die Hauptstützpunkte der Dortmunder Leichtathletikgemeinde dar. Zahlreiche Vereinsmannschaften haben sich in der LG Olympia Dortmund zusammengefunden; zahlreiche Sportler der LGO erzielen auf nationaler und internationaler Ebene große Erfolge.

Auch Basketball findet einen großen Zuspruch. Der in Dortmund ansässige Verein SVD 49 Dortmund spielt derzeit in der Basketball-Regionalliga und erfreut sich bei Heimspielen in der Brügmannhalle regelmäßig an einer ausverkauften Halle. Besonders seit dem Bundesliga-Jahr 1992/93 erregt der Verein ein breites Interesse in der Öffentlichkeit.

Ein weiterer Traditionsverein in Dortmund ist die Eishockeymannschaft des EHC Dortmund. Die Ursprünge des Vereins gehen auf das Jahr 1937 zurück, als der EV Westfalen Dortmund gegründet wurde. In der Folgezeit gab es weitere drei Nachfolgevereine, die allesamt den Spielbetrieb aus finanziellen Gründen einstellen mussten. Der EHC Dortmund besteht seit 1996 und feierte im Sommer 2006 sein zehnjähriges Jubiläum. Aktuell spielt der EHC in der Regionalliga NRW und konnte 2007 sowie 2008 jeweils die Regionalliga-Meisterschaft gewinnen. Die Heimspielstätte des Vereins ist das Eissportzentrum Westfalenhallen.

In Dortmund beheimatet ist der Olympiastützpunkt Westfalen und das Bundesleistungszentrum Rudern. Daneben existieren Leistungszentren für die Sportarten Schießen, Eiskunstlauf und Eistanz. Im Willi-Daume-Haus an der Strobelallee findet sich der Sitz des Deutschen Handball Bundes. Auch der Deutsche Ringer Bund hat seine Geschäftsstelle in Dortmund.

Im Dortmunder Schauspielhaus wird seit 1973 jährlich das Sparkassen Chess-Meeting Dortmund ausgetragen. Hervorgegangen aus den Internationalen Dortmunder Schachtagen gilt es als wichtigstes und spielstärkstes Schachturnier in Deutschland und besitzt internationale Bedeutung.

Die seit 1913 bestehende Dortmunder Galopprennbahn im Stadtteil Wambel verfügt über eine 2000-m-Grasbahn und eine 1600-m-Allwettersandbahn. Auf der mit Flutlichtanlage und überdachten Tribünen ausgestatteten Rennbahn werden jährlich das Deutsche St. Leger und der Große Preis der Dortmunder Wirtschaft ausgetragen.

In Dortmund gibt es drei Golfplätze: Den seit 1956 in der Reichsmark vom Dortmunder Golf Club e. V. betriebenen 18-Loch-Platz, die von der ehemaligen britischen Rheinarmee zu Besatzungszeiten angelegte 18-Loch-Anlage Royal Saint Barbara’s in Brackel sowie einen 9-Loch-Golfplatz im Innenfeld der Dortmunder Galopprennbahn.

Südlich des Westfalenparks existiert mit der „Dortmunder Niere“ eine Trainingsstrecke für Radsportler.

Im Freizeitbereich und beim Breitensport bietet Dortmund ein vielfältiges Angebot. Unter anderem verfügt die Stadt über zehn Schwimmbäder, zahlreiche Sporthallen und -anlagen, ein inzwischen relativ gut ausgebautes, 300 km umfassendes Fahrradwegenetz, eine Mountainbike-Arena (auf dem Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie im Stadtteil Deusen, Deusenberg), drei Kletteranlagen, einen Hochseilgarten sowie mehreren Funsportanlagen (Skateboard-, BMX- und Beachvolleyball-Anlagen) und natürlich die vielen Parks und Grünflächen. Insgesamt gibt es fast 600 Sportvereine in Dortmund mit ungefähr 140.000 Mitgliedern. Das denkmalgeschützte Dortmunder Südbad in der Innenstadt ist die traditionelle Austragungsstätte zahlreicher, national bedeutender Schwimmveranstaltungen. Das Bad wurde kürzlich saniert und steht seit Anfang 2007 wieder für Schwimmwettkämpfe zur Verfügung.

Eine besondere Bedeutung für den Breitensport besitzen der mit fast 6000 Mitgliedern größte Verein TSC Eintracht Dortmund, der Stadtsportbund und die Sport Welt Dortmund GmbH, als Betreiber der Dortmunder Schwimmbäder.

Eine große Tradition besitzt auch das Ringen in Dortmund. Zwischen 1927 und 1957 wurde der ASV Heros Dortmund zehnmal und der Sportklub Hörde 04 dreimal deutscher Mannschaftsmeister. Heute ringt ein fusioniertes Team RWG Hörde-Heros in der Oberliga NRW.

Aber auch Randsportarten wie American Football und Baseball finden in Dortmund Beachtung. So waren 1980 die Dortmund Giants einer der ersten deutschen Footballvereine. Nun spielen die Giants in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, in der Regionalliga. Im Jahre 2008 spielt die Baseballmannschaft der Dortmund Wanderers in der höchsten deutschen Spielklasse, der 1. Bundesliga.

Im Rahmen der Industrialisierung entwickelte sich Dortmund rasch zu einem Zentrum der Schwerindustrie (Kohle- und Stahlindustrie). Bedeutende Dortmunder Konzerne waren Hoesch, die Dortmunder Union, die Phönix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb sowie die ab 1969 unter dem Dach der Ruhrkohle AG zusammengefassten Dortmunder Zechen. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts gab es auf dem heutigen Dortmunder Stadtgebiet mehr als 15 Kohlebergwerke, deren letztes 1987 den Betrieb einstellte. Siehe auch Liste ehemaliger Bergwerke in Dortmund. Der letzte bedeutende Bergbauzulieferer, die Maschinenfabrik Gustav Schade, wurde erst später geschlossen.

Die wirtschaftlich gesunde Hoesch AG wurde 1992 durch die Essener Krupp Stahl AG übernommen. 1997 fusionierten Krupp-Hoesch und die Düsseldorfer Thyssen Stahl AG zur ThyssenKrupp Stahl AG, mit drastischen Folgen für die Dortmunder Hüttenstandorte. Die Flüssig-Phasen der Eisen- und Stahlproduktionen wurden in Dortmund in den Folgejahren stillgelegt, weil der neue Konzern seine Stahlsparte an der geografisch günstigeren Rheinschiene konzentrierte. Der hieraus entstandene Arbeitsplatzabbau war für Dortmunds Wirtschaft eine schwere Belastung.

Der Maschinen- und Anlagenbau besitzt in Dortmund eine große Tradition. Aktiv sind neben der Chemieanlagenbau-Gesellschaft Uhde GmbH, die heute ebenfalls zur ThyssenKrupp AG gehört, der Maschinen und Anlagenbauer KHS AG, früher Holstein & Kappert, mit Firmensitz in der Juchostrasse, Hersteller von Verpackungs- und Getränkeabfüllmaschinen. Ein nicht mehr in Dortmund tätigendes Unternehmen ist die Thyssen Klönne AG. Baufahrzeuge wurden früher in Dortmund durch die Firma Orenstein & Koppel hergestellt, die bei den Hoesch-Krupp-Fusionen zur Krupp Fördertechnik und deren Schwesterfirmen kam. Die O&K Baggersparte wurde durch den amerikanischen Terex-Konzern übernommen und fertigt bis heute schwere Baumaschinen in Dortmund. Auch der Werkzeugmaschinenbau hat eine namhafte Dortmunder Vergangenheit: in Lütgendortmund an der Stadtgrenze zu Bochum existierte bis in die 1980er Jahre das Familienunternehmen Tönshoff, ehedem weltbekannter Hersteller von Mehrspindel-Drehautomaten. Mit der früheren „Hoesch Maschinenfabrik Deutschland“ hatte Dortmund an der Bornstraße nahe der Westfalenhütte einen Hersteller von Größt-Drehmaschinen aufzuweisen. Die Maschinenfabrik Rothe Erde ist ein führender Hersteller von Großwälzlagern. Der Boom der Windenergie sichert dem Unternehmen steigende Absatzzahlen.

Mittlerweile haben sich in Dortmund Unternehmen der Versicherungs- und Finanzwirtschaft sowie im Umfeld der Universität viele moderne IT- und Dienstleistungsunternehmen etabliert, die für Beschäftigung sorgen.

Über seine Grenzen hinaus wurde Dortmund als Bierstadt durch das Brauen von Exportbier bekannt. Von den zahlreichen Dortmunder Brauereien (unter anderem Bergmann, Borussia, Actien (DAB), Union (DUB), Kronen, Hansa, Ritter, Stifts, Thier), die nach dem Ersten Weltkrieg zu Großbrauereien wuchsen und nahezu 50 Jahre lang den deutschen Biermarkt beherrschten, blieb nur noch eine übrig: Unter dem Dach der zur Bielefelder Dr. August Oetker KG gehörenden Dortmunder Actien-Brauerei (DAB) sind heute alle Dortmunder Biermarken vereint.

In der Zeit von 1960 bis 1994 verringerte sich die Zahl der Industriebeschäftigten von 127.000 auf 37.000 Personen. Neue Arbeitsplätze wurden hauptsächlich im Bereich der Informationsverarbeitung sowie bei Banken und Versicherungen geschaffen.

Ebenso stieg die Bedeutung Dortmunds als Oberzentrum des Einzelhandels. Der Westenhellweg im Herzen der Innenstadt gilt neben der Kaufingerstraße in München, der Zeil in Frankfurt am Main und der Schildergasse in Köln als eine der am häufigsten frequentierten Einkaufsmeilen Deutschlands. Die hohen Mietpreise und nicht vorhandene Leerstände auf dem Westenhellweg und Ostenhellweg reflektieren diese Entwicklung. Ein zukunftweisendes Signal war Ende 1968 die Gründung der Universität Dortmund. Die Campus-Universität legte den Grundstein für den heutigen Wissenschaftsstandort. In räumlicher Nähe zur Universität wurde 1984 das Technologiezentrum als eines der ersten Deutschlands eröffnet. Im angrenzenden Technologiepark siedelten sich seit 1988 mehr als 225 Firmen mit über 8500 Mitarbeitern an. Das Projekt Stadtkrone-Ost auf dem ehemaligen Kasernengelände an der B1 ist ein weiteres positives Beispiel des mit der Kohlekrise von 1958 einsetzenden und bis heute unverändert anhaltenden Strukturwandels in Dortmund.

Mit dem dortmund-project einem Public Private Partnership zwischen der Stadt, dem Konzern ThyssenKrupp, welches vom Unternehmensberater McKinsey nach dem Vorbild der Wolfsburg AG erarbeitet wurde, soll sowohl die durch den Strukturwandel entstandene Beschäftigungslücke geschlossen werden, als auch neue Leitbranchen für die Stadt entwickelt und gestärkt werden. Die Industriebrachen wurden in das Gesamtkonzept mit eingebunden. Die Kompetenzfelder Logistik, Mikrosystemtechnik (MST) und Informations- und Kommunikationstechnologien wurden als neue Führungsbranchen auserkoren. Später kamen die Gesundheitswirtschaft, die Biomedizin und die Energietechnik hinzu. Das Projekt ist im Jahr 2005 in die städtische Wirtschaftsförderung integriert worden. Bis zum Jahr 2010 will die Stadt Dortmund im Rahmen des dortmund-project insgesamt 67 Millionen Euro aufwenden, um unternehmerische Initiativen anzustoßen.

Der tertiäre Sektor (Dienstleistungen) bildet heute den mit Abstand größten Anteil (73 %) im Dortmunder Wirtschaftsgeschehen und hat sich mit Vorliebe im weiträumigen Bereich entlang der B1 (Westfalendamm und Rheinlanddamm) und an den südlichen City-Ausfallstraßen angesiedelt.

Die Stadt ist mittlerweile mehrfach für den erfolgreichen Strukturwandel gelobt worden. Laut dem Wirtschaftsmagazins Capital ist Dortmund die Stadt im Ruhrgebiet, die die besten Wirtschaftsaussichten bis 2013 besitzt. Das Handelsblatt bezeichnete die Stadt 2004 in ihrem Zukunftsatlas als „stillen Star“. 2006 erhielt die Stadt für die MST.factory den Eurocities-Award in der Kategorie Innovation.

Trotz des in Ansätzen erfolgreichen Strukturwandels ist die Anzahl Erwerbsloser in Dortmund sehr hoch. Wie im gesamten Ruhrgebiet liegt die Arbeitslosenquote über dem Bundes- und Landesdurchschnitt, ist aber selbst im Vergleich zu anderen Ruhrgebietsstädten ausgesprochen hoch. Allerdings unterscheidet sich die Situation in den einzelnen Stadtteilen mit einer deutlich höheren Ausprägung in den nördlichen Stadtteilen. So lag die Arbeitslosenquote bezogen auf abhängig zivile Erwerbspersonen im Stadtbezirk Innenstadt-Nord 2003 bei schätzungsweise 27,2 % im Vergleich zu nur 9,6 % im Stadtbezirk Hombruch.

In den letzten Jahren verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen. Als Grund hierfür sind vor allem der deutschlandweite Konjunkturaufschwung sowie die wachsende MST- und IT-Branche anzusehen, in der circa 15.000 Arbeitsplätze entstanden sein sollen.

Dortmund ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Westfalens. Im Straßenverkehr ist die Stadt über die sechs Autobahnen A 1 (Bremen–Köln), A 2 (Oberhausen–Berlin), A 40 (Dortmund–Venlo), A 42 (Dortmund–Kamp-Lintfort), A 44 (Aachen–Dortmund sowie Dortmund–Kassel), A 45 (Dortmund–Aschaffenburg) und vier Bundesstraßen (B 1, B 54, B 235 und B 236) an das deutsche Fernstraßennetz angebunden. Mit dem Kamener Kreuz, dem Westhofener Kreuz sowie den Autobahnkreuzen Dortmund/Unna und Dortmund-Nordwest liegen wichtige deutsche Autobahnkreuze auf oder in Nähe des Dortmunder Stadtgebiets.

Im Schienenverkehr verfügt Dortmund mit dem Dortmunder Hauptbahnhof über einen ICE-Fernbahnhof. Er zählt mit 41 Millionen Fahrgästen jährlich zu den wichtigsten Eisenbahnknoten im deutschen Personenverkehr. Eine wichtige Verkehrsanlage ist dabei auch der im Osten der Stadt an der Strecke nach Hamm gelegene Betriebsbahnhof Dortmund. Darüber hinaus gibt es 23 Regionalbahnhöfe und 25 weitere S-Bahn-Stationen in Dortmund (Siehe auch Bahnhöfe in Dortmund). Im Eisenbahngüterverkehr ist Dortmund jedoch nach Stilllegung der beiden Rangierbahnhöfe Dortmund Rbf und Dortmunderfeld kein Eisenbahnknoten mehr. Ab Dortmund verkehren Autozüge nach Westerland, Bozen usw.

Auch an das europäische Flugnetz ist Dortmund angebunden. Der Flughafen Dortmund befindet sich im östlichen Stadtteil Wickede und ist mit dem PKW über die B1 erreichbar sowie über einen Shuttlebus direkt über den Bahnhof Holzwickede/Dortmund-Flughafen an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Seit 2004 betreibt der Flughafen Dortmund zusätzlich den FlughafenExpress, der zwischen dem Zentralen Omnibus Bahnhof am Dortmunder Hauptbahnhof und dem Flughafen verkehrt. Der VRR-Tarif gilt auf dieser Strecke nicht.

Der Flughafen Düsseldorf International ist in etwa einer Stunde mit der Bahn oder dem PKW zu erreichen.

In der Binnenschifffahrt ist Dortmund über den Dortmund-Ems-Kanal mit dem Rhein und der Nordsee verbunden und verfügt über den größten Kanalhafen Europas, der aber im Zuge des Strukturwandels an Bedeutung verloren hat. Geplant ist der Bau einer Marina, um den Freizeitwert des Hafens zu erhöhen.

Der Dortmunder Nahverkehr wird zum Großteil durch die DSW21 abgewickelt.

Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist Dortmund durch die vier S-Bahn-Linien S 1, S 2, S 4 und S 5, zahlreiche Regional-Expresse und RegionalBahnen erschlossen. Im Kommunalen Personennahverkehr verfügt Dortmund über ein Netz aus acht innerstädtisch unterirdisch verlaufenden Stadtbahnlinien: U41, U42, U43, U44, U45, U46, U47 und U49. Im April 2008 wurden unter der Innenstadt die letzten Tunnelstrecken fertiggestellt. Die beiden letzten Straßenbahnlinien 403 und 404 wurden nach Eröffnung des Ost-West-Tunnels umgewandelt und heißen nun U43 und U44. Außerdem sind eine U48, eine Verlängerung der U49 nach Wellinghofen und ein neuer Abzweig an der U47 nach Kirchlinde in Planung. Es gibt noch 56 Buslinien. Alles wird großteils von den DSW21 im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr betrieben. Dieses Streckennetz umfasst 852,1 Kilometer und befördert jährlich 125 Millionen Personen.

Zudem gibt es eine automatische H-Bahn zwischen den beiden Universitätsstandorten und dem Stadtteil Eichlinghofen sowie dem Technologiepark.

Auffallend sind die roten Doppeldecker-Schnellbusse, mit denen die VKU den ZOB am Hauptbahnhof Dortmund mit dem Busbahnhof in Bergkamen verbindet.

Die Stadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg autofreundlich wieder aufgebaut. Auffälligste Merkmale sind die südlich des Stadtkerns durch das Stadtgebiet verlaufende B1 und der vier- bis sechsspurige Innenstadtring entlang des ehemaligen Stadtwalls. Innerhalb dieses Rings ist der Autoverkehr nur noch sehr eingeschränkt möglich – der größte Teil dieses Gebiets ist zur Fußgängerzone ausgebaut.

Auch das Radfahren wird in Dortmund durch die Stadtplanung gefördert – seit den 1980er-Jahren wurde ein umfangreiches Radwegenetz geschaffen. Am 10. Juli 2006 wurde ein Antrag zur Aufnahme in die „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in NRW“ (AGFS) beim Verkehrsministerium in Düsseldorf eingereicht. Am 8. August 2007 wurde Dortmund mit diesem Titel ausgezeichnet.

Die Stadt besitzt außerdem Aktienanteile an der RWE AG (RWE Westfalen Weser Ems AG, RWE Systems AG, Harpen AG), die Dortmund zu einem wichtigen Unternehmensstandort ausgebaut hat.

Weit über 100 Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationsverarbeitung sind in Dortmund und Umgebung angesiedelt.

Zum Messezentrum Westfalenhallen gehören 9 klimatisierte Hallen mit zwischen 1.000 und 10.600 Quadratmetern Fläche. Die neuste Halle, die Westfalenhalle 3B, wurde im Frühjahr 2005 mit einer Fläche von 10.600 m² eröffnet. Insgesamt bietet das Messezentrum Westfalenhallen eine Ausstellungsfläche von 59.000 m². Einzelheiten zu den stattfindenden Messen werden im Artikel Westfalenhallen detailliert besprochen.

Vor dem Zweiten Weltkrieg erschien in Dortmund mit dem Dortmunder General-Anzeiger die auflagenstärkste, überregionale Tageszeitung Deutschlands außerhalb von Berlin. Nach einer Hitler Karikatur von Emil Stumpp wurde die 1890 von Friedrich Wilhelm Ruhfus gegründete, linksliberale Zeitung von den Nationalsozialisten eingestellt und erschien fortan als Parteiorgan unter dem Namen „Westfälische Landeszeitung – Rote Erde“.

An die publizistische Tradition konnte nach Ende des Krieges nicht angeknüpft werden. Heute erscheinen mit der Westfälischen Rundschau (WR), der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und den Ruhr Nachrichten (RN) vor Ort drei lokale Zeitungen. Allerdings gehört die WR zur WAZ-Gruppe. Einmal in Monat erscheint das Obdachlosenmagazin Bodo und wird in der Stadt zum Verkauf angeboten.

Kostenlos verteilt werden in Dortmund zahlreiche Anzeigenmagazine wie zum Beispiel der Stadt-Anzeiger und der Nordanzeiger. Diese erscheinen in der Regel wöchentlich. Die kostenlosen Veranstaltungsmagazine coolibri und Heinz liegen monatlich in Kultureinrichtungen und Gaststätten aus.

Der Visions-Verlag verlegt in Dortmund das monatlich erscheinende, bundesweit erhältliche Musikmagazin Visions und das Interviewmagazin Galore. Des Weiteren befindet sich die Redaktion des größten Rock- und Metal-Magazins Europas, Rock Hard, im Stadtteil Körne.

An der TU Dortmund erscheint während des Semesters zweiwöchentlich die Campuszeitung Pflichtlektüre.

Sowohl der Westdeutsche Rundfunk (WDR) als auch Sat.1 betreiben in Dortmund Landesstudios. Der WDR produziert in Dortmund die Sendungen Planet Wissen und Lokalzeit aus Dortmund. Die Lokalzeit aus Dortmund berichtet täglich mit aktuellen Nachrichten über die Region. Sat.1 produziert die NRW-Ausgabe von 17:30 in Dortmund. Außerdem werden manche Beiträge aus verschiedenen Sendungen z. B. aus Blitz in Dortmund gedreht und anschließend ausgestrahlt.

Der mit dem Kabelpilotprojekt entstandene Bürgerkanal heißt heute floriantv und bietet interessierten Bürgern die Möglichkeit, selbst Fernsehen zu gestalten. floriantv hat einen festen Sendeplatz im Dortmunder Kabelnetz.

Seit 2006 hat der neugegründete Fernsehsender Help TV seinen Sitz in Dortmund.

Das Hörfunkstudio des WDR versorgt die Region über den Sender WDR 2 halbstündlich mit Regionalnachrichten. Das lokale Privatradio Radio 91.2 bietet regionale Informationen sowie das Rahmenprogramm von Radio NRW. Das studentische Radio eldoradio* spielt rund um die Uhr Musik, sendet morgens und abends auch Wortbeiträge, und kann in Dortmund über Antenne, Kabel und darüber hinaus als Webradio empfangen werden.

Die zuvor in Dortmund ansässige Deutsche Hörfunk Akademie hat im Jahre 2005 ihre Geschäftsstelle nach Oberhausen verlagert. Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen finden allerdings weiterhin am Nollendorfplatz in Dortmund-Eving statt.

Die Online-Magazine mit der größten Reichweite sind die BVB-Fanzines schwatzgelb.de und die-kirsche.com.

Das traditionsreiche Medienhaus Lensing ist der drittgrößte unabhängige Zeitungsverleger in Nordrhein-Westfalen.

Der vom Dortmunder Verleger Bodo Harenberg gegründete Harenberg Verlag verlegt die Fachzeitschrift buchreport und die Spiegel-Bestsellerlisten. Einer allgemeinen Öffentlichkeit bekannt wurde der Verlag durch die Reihe „Die Bibliophilen Taschenbücher“ und insbesondere die „Chronik des 20. Jahrhunderts“.

Der Grafit Verlag hat sich insbesondere durch Ruhrgebiet-Krimis einen Namen gemacht und bezeichnet sich heute als Marktführer bei deutschsprachigen Kriminalromanen.

Der traditionsreiche Krüger Verlag veröffentlicht heute wesentlich Bücher mit Lokalkolorit und einem stadthistorischen Hintergrund.

Das unabhängige Plattenlabel Century Media hat seinen Stammsitz in Dortmund. Niederlassungen gibt es in Brasilien, Australien, Frankreich, Italien, Schweden und Großbritannien. In Deutschland sind 2005 circa 40 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Aktive Musik Verlagsgesellschaft produziert unter dem Label Igel-Records Kinderkassetten, CDs und Kinderhörbücher.

Als Gerichtsstandort verfügt Dortmund über Landgericht, ein Amtsgericht sowie ein Arbeitsgericht und ein Sozialgericht des Landes Nordrhein-Westfalen.

Außerdem existieren in Dortmund ein Generalkonsulat Italiens sowie Honorarkonsulate von Bangladesch, Ghana, Südafrika und Tschechien.

Die Basis der Dortmunder Bildungslandschaft bildet eine Vielzahl unterschiedlicher Schulformen.

Zu den berühmtesten Dortmundern zählen die Fußballer der Stadt wie August Lenz, Lothar Emmerich und Siggi Held oder in jüngerer Zeit Spieler wie Michael Zorc und Lars Ricken. Daneben sind einige Industrielle, allen voran Leopold Hoesch, über die Stadtgrenzen Dortmunds hinaus bekannt geworden. Darüber hinaus ist Friedrich Arnold Brockhaus in Dortmund geboren.

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Flughafen Dortmund

Fluggastentwicklung von 1998 bis 2007 in Dortmund

Der Flughafen Dortmund, eigener Name: Dortmund Airport 21 liegt im Osten Dortmunds an der Stadtgrenze zu Holzwickede und Unna. Der ehemalige Verkehrslandeplatz entwickelte sich in den letzten Jahren zum drittgrößten Verkehrsflughafen in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund des allmählichen Rückzugs des langjährigen Hauptnutzers Eurowings, hat sich der Flughafen auf die Gewinnung neuer Fluggesellschaften konzentriert. Daher machen heute Billigfluggesellschaften einen Großteil des Flugbetriebs aus. Dazu kommt ein größerer Anteil an touristischem Linienverkehr, der Geschäftsreiseverkehr sowie die allgemeine Luftfahrt. Auf dem Gelände des Flughafens befindet sich eine Einsatzstaffel der Polizeiflieger Nordrhein-Westfalen und eine Station der DRF Luftrettung.

Der Dortmunder Flughafen war ursprünglich im Stadtteil Dortmund-Brackel angesiedelt. Dort gibt es auch heute noch die „Flughafenstraße“, was gelegentlich zu Verwirrung bei Ortsunkundigen führt.

Am 15. November 1917 sprach der damalige Dortmunder Oberbürgermeister Dr. Ernst Eichhoff das erste Mal öffentlich von dem Plan der Einrichtung eines Flugfeldes nördlich des Dorfes Brackel. Am 18. Mai 1918 kam es zu einem Vertragsabschluss, und die Realisierung des Landeplatzes, der wie viele andere Flugplätze auch kreisrund angelegt wurde, begann.

Mit der Deutschen Aero Lloyd und der Junkers Luftverkehrs AG wurde über einen Anschluss der Ruhrgebietsstädte an das internationale Streckennetz der Luftverkehrsgesellschaften verhandelt. Am 25. Mai 1925 nahm die Stadt Dortmund an der Gründungsversammlung der Luftverkehr Aktiengesellschaft Westfalen mit verschiedenen Ruhrgebietsstädten teil. Ziel der Gesellschaft war es, den Flugverkehr zu fördern.

Im Herbst des Jahres war allerdings zu erkennen, dass die Stadt die finanziellen Belastungen nicht weiter tragen konnte. So wurde am 16. April 1926 die Flughafen GmbH gegründet. Gesellschafter waren das Deutsche Reich, der Preußische Staat, der Provinzialverband Westfalen, der Stadt- und Landkreis Dortmund, die Industrie- und Handelskammer sowie einige Firmen.

Nach dem Zusammenschluss von Aero Lloyd und Junkers Luftverkehrs AG im Januar 1926 zur Deutschen Luft Hansa AG starteten und landeten täglich zwölf Maschinen auf dem Dortmunder Flughafen.

Die Inbetriebnahme des Flughafens beginnt am 27. April 1925 mit der Einbindung in die Fluglinie Kopenhagen-Hamburg-Bremen-Dortmund-Frankfurt(M)-Stuttgart-Zürich. In der laufenden Flugplanperiode kamen weitere Verbindungen hinzu und es konnten letztendlich die Städte Hannover, Berlin, Halle, Leipzig, Bremen, Hamburg, Frankfurt(M) und Amsterdam direkt erreicht werden. 1928 verzeichnete der Flughafen über 8000 Starts und Landungen und ist damit neben Köln wichtigster Verkehrslandeplatz im Westen Deutschlands.

Am 10. August 1930 landet das Luftschiff Graf Zeppelin unter dem Zuspruch von 120.000 Menschen auf dem Brackeler Flughafen.

1939 wurde der zivile Luftverkehr eingestellt und das Militär übernahm die Anlage. Am 28. März 1945 verließen die letzten Flieger den Flugplatz. Im Zweiten Weltkrieg wird der Flughafen durch Bombenangriffe zerstört und nach dem Krieg von der Royal Air Force übernommen. Zwischen 1953 und 1959 wird das Flugfeld in Brackel von der Sportfliegerei genutzt.

1950 gründeten die Gebrüder Theo und Hans Hengsbach mit anderen Flugbegeisterten den Aero-Club e.V. als Nachfolger des Dortmunder Luftfahrtvereins. Drei Jahre später startete wieder das erste deutsche Segelflugzeug in Brackel, 1955 machten die Gebrüder Hengsbach erste Rundflüge.

Am 5. Mai 1955 erhielt die Bundesrepublik die Lufthoheit zurück. Allerdings war der Dortmunder Flughafen nicht mehr im Netz der Lufthansa vertreten, weil für die neuen und größeren Maschinen in Brackel der Platz fehlte. Als 1959 Raketeneinheiten der Britischen Rheinarmee stationiert werden, wird der Flugbetrieb am Standort Brackel endgültig eingestellt. Die zivile Luftfahrt suchte nach einem neuen Standort und wird im Ortsteil Wickede fündig.

Nach dem Rückzug der britischen Rheinarmee finden sich heute am Standort Brackel ein Golfplatz und das Trainingsgelände des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund. Nur noch wenige Hinweise wie Bunkeranlagen im nahe gelegenen Naturschutzgebiet Buschei erinnern an die ehemalige Nutzung als Flughafen. Die letzten am Standort Brackel noch vorhandenen Flughafengebäude und ehemaligen militärischen Gebäude werden ab 2007 eingeebnet und das Gelände wird für eine Wohnbebauung vorbereitet.

Der heutige Flughafen befindet sich im Ortsteil Dortmund-Wickede an der „Chaussee“ an der Stadtgrenze zum Kreis Unna bzw. der Gemeinde Holzwickede und hat die Postanschrift „Flughafenring“.

1960 landet die erste Sportmaschine auf einer Graslandebahn in Dortmund-Wickede.

1963: Am 1. Februar wurde durch den Regierungspräsidenten in Münster die Genehmigung für Segel- und Motorflugzeuge erteilt.

1969: Am 24. Februar votierte der Rat der Stadt für den Bau einer Start- und Landebahn von 850 Metern Länge. Er beschloss damit auch den Generalausbau des Flughafens mit allen notwendigen Nebeneinrichtungen und die Wiedereinsetzung der alten Betreiberin.

1971: Am 1. April wurde die Flughafen Dortmund GmbH als kommunale Eigengesellschaft der Stadt wieder aktiv.

1973: kam das Aus für die Segelflieger, die den Standort Wickede aufgebaut hatten. Es folgte die Ansiedlung kleiner, regional agierender Fluggesellschaften, unter anderen die Aerowest, dem zu dieser Zeit größten Cessna-Händler in Europa und Anbieter von Charter-, Foto- und Rundflügen.

1974 wird die 650 Meter lange und 20 Meter breite Graspiste mit Asphalt versehen und in Betrieb genommen. 1975 folgte die Realisierung einer ersten 850-Meter-Bahn.

1979 werden erste Linienflüge von der RFG - Reise- und Industrieflug GmbH, der späteren Eurowings AG, mit der Eröffnung der Strecke Dortmund-München eingerichtet. Eine neu erbaute 850 m lange Start- und Landebahn (plus jeweils 100m befestigte Stoppflächen) mit 30m Breite nennt sich nun Startbahn Ruhrgebiet und wird 1983 durch den Ministerpräsidenten Johannes Rau eröffnet.

1987 wird das Abfertigungsgebäude großzügig erweitert und die Start- und Landebahn auf 1.050 Metern verlängert (plus jeweils 200m betonierte Stoppflächen).

1997 wird die Start- u. Landebahn unter Einbezug der Stoppflächen auf 1450m erweitert, um den Einsatz größerer Flugzeuge zu ermöglichen (BAe 146/Avro) und somit der steigenden Passagierzahlen Herr zu werden. Als positiver Nebeneffekt werden Nutzlastbeschränkungen der vornehmlich eingesetzten ATR-Turboprops deutlich verringert.

2000 erfolgt der Ausbau der Start- und Landebahn auf 2000 Meter und 45m Breite, sowie die Eröffnung des neuen Terminals für bis zu 2,5 Millionen Passagiere jährlich nach etwa 2,5 Jahren Bauzeit.

2001 überschreiten die Fluggastzahlen erstmals die Millionengrenze. Insgesamt nutzen 1.064.153 Passagiere den Flughafen. Im Folgejahr muss auch der Flughafen Dortmund mit der Luftfahrtkrise nach dem 11. September 2001 fertig werden. Die Passagierzahlen gehen auf 994.508 zurück.

2004 hält auch in Dortmund das Segment der Low-Cost-Carrier Einzug: Die Airline EasyJet verbindet den Flughafen mit vielen neuen europäischen Zielen und stationiert mehrere Flugzeuge. Die Fluggesellschaft Wizz Air nimmt ihre Linienflüge nach Osteuropa auf.

2005 werden mit jährlich mehr als 30.000 Starts und Landungen über 1,7 Millionen Passagiere befördert. Dies macht Dortmund erstmals zum drittgrößten Verkehrsflughafen in NRW. Auch als Arbeitgeber ist der Airport inzwischen von Bedeutung: Über 1.500 Menschen haben am Flughafen Dortmund ihren Arbeitsplatz. Die Firma Dauair wählt Dortmund zur operativen Basis mit mehreren stationierten Flugzeugen.

2006 werden zum ersten Mal über zwei Millionen Passagiere befördert. Insgesamt nutzen 2.019.666 Passagiere den Flughafen. Dauair stellt seinen Flugbetrieb ein.

2007 wächst das Segment der Billigflieger weiter. Auch die Fluggesellschaft Germanwings macht Dortmund im Sommer zu ihrer Basis und stationiert zuerst eine, zum Winterflugplan eine zweite Maschine. Neu ist auch Sterling Airlines, die ab dem Winterflugplan 2007/08 drei Ziele in Skandinavien anbietet. Wizz Air erweitert ebenfalls ihren Flugplan. Aufgrund des stetigen Passagierzuwachses beginnt im Oktober eine Baumaßnahme für weitere Warteräume. Das Gebäude dafür schließt sich auf der Westseite an die Bebauung an. Mit 2.155.064 beförderten Passagieren schließt der Flughafen das Jahr mit einem leichten Passagierzuwachs ab.

Die Erweiterung im Westen des Terminals wurde am 28.Juni eröffnet. Im östlichen Teil des Geländes wurde ein neuer Parkplatz P3 angelegt, der nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts insgesamt 800 Fahrzeuge fassen wird. Das Transportvermögen der alten Gepäckförderanlage von 240.000 Stück wurde durch Erneuerung der Anlage auf etwa das Doppelte gesteigert. Was Fluggesellschaften angeht, so baute Germanwings sein Engagement mit drei neuen Zielen aus, und die OLT nahm Heringsdorf in den Dortmunder Flugplan auf. Sterling Airlines stellte ab dem 26. Mai seine Flugverbindungen nach Dortmund ein. Des Weiteren stellte Lufthansa ihre Flüge nach München zum 31. Mai 2008 ein. Zum Winterflugplan (ab 26. Oktober) streicht auch easyjet folgende Ziele: Malaga, Alicante, Edinburgh, Rom, Prag und Mallorca. Ab Dezember verbindet Wizz Air Dortmund neu mit Timisiora, Kiev und Lemberg.

2009 Im Februar kündigt der Flughafen eine neue Fluggesellschaft an. Germania fliegt während des Sommerflugplans nach Palma de Mallorca, Ankara und saisonal nach Lourdes. Air Berlin gibt bekannt, zum Sommerflugplan die Verbindungen nach Las Palmas (Gran Canaria) und nach Teneriffa einzustellen. Im Frühjahr geht eine zusätzliche Webcam mit Blick auf das westliche Vorfeld online.

Der „Dortmund Airport 21“ gehört in den Jahren 2005/2006 zu den am schnellsten wachsenden Flughäfen Deutschlands.

Die neuen Erweiterungsabsichten sind politisch umstritten, sowohl bei den im Stadtrat vertretenen politischen Parteien, als auch im gesellschaftlichen Umfeld (Anwohner, Flughafen- u. Fluglärmgegner). Z. B. wird vom Verein Schutzgemeinschaft Fluglärm Dortmund - Kreis Unna, der seit Jahren die Entwicklung kritisch begleitet, auf den entstehenden Fluglärm hingewiesen und die Notwendigkeit der ehemaligen und zukünftigen Ausbaumaßnahmen kritisch betrachtet. Der Verein sammelt eigene Fluglärmdaten und veröffentlicht diese.

Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen war der Flughafen Dortmund im Jahre 2005 nach Tempelhof und dem Flughafen Erfurt der Airport mit den wenigsten Verspätungen bei Flugreisen. Bei einem Passagieraufkommen von 1,742 Mio. Fluggästen waren nur 12,5 % aller Flüge als verspätet registriert.

Für das Jahr 2009 geht der Flughafen nur noch von 1,7 Millionen Passagieren aus.

Die Flughafen Dortmund GmbH ist zu 24,9 % im Besitz der Stadt Dortmund und zu 75,1 % im Besitz der DSW21, die wiederum zu 100 % im Besitz der Stadt Dortmund ist. Das Jahresdefizit wird vollständig von den Gesellschaftern getragen.

Das Jahresdefizit stieg nach dem Ausbau im Jahr 2000 von anfänglich etwa 9 Mio. Euro auf 28,3 Mio. Euro (2004) an und ist seitdem wieder rückläufig. Hauptursächlich dafür war die schrittweise Verlagerung von Strecken der Fluggesellschaft Eurowings (nach dem Einstieg der Lufthansa mit heutigem 49%-Anteil) sowie der allgemeine Einbruch des Luftfahrtmarktes in den Jahren 2001-2004. Der im Herbst 2000 abgeschlossene Ausbau war planerisch eng auf die damaligen Bedürfnisse der Eurowings Luftverkehrs AG zugeschnitten und führt heute zu Einschränkungen im Flugbetrieb, die derzeit in erneute Ausbaudiskussionen münden (siehe Weiterentwicklung).

Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation wurde das Förderprogramm „NERES“ eingeführt, das dem Passagierwachstum dienen soll. Es ermöglicht den Fluggesellschaften bei der Aufnahme neuer Flugziele ermäßigte Start- u. Landegebühren. (ab 1. Juli 2004 bis 30. Juni 2009). Einhergehend mit Einführung dieser Maßnahme erwirtschaftet der Flughafen auch Verluste im operativen Bereich, allerdings werden diese langsam reduziert.

Im Juli 2007 beginnt die EU-Kommission das NERES-Programm juristisch zu überprüfen, um die Gewährung unzulässiger staatlicher Beihilfen durch die DSW21 auszuschließen.

Es besteht ein direkter Autobahnanschluss sowohl in Ost-West-Richtung (via A44, B1, A40), als auch in Nord-Süd-Richtung (A1) über das Autobahnkreuz Dortmund / Unna.

Am 27. September 2008 verunglückte ein Airbus A321 der Fluglinie Nouvelair am Dortmunder Flughafen. Die Maschine rollte bei der Landung ca. 15 Meter über das Ende der Landebahn hinaus und blieb mit dem Bugrad im Sicherheitsstreifen stecken. Alle 168 Passagiere an Bord blieben unverletzt.

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Theater Dortmund

Das Opernhaus des Theaters Dortmund

Das Theater Dortmund (auch Stadttheater Dortmund) ist mit über 500 Mitarbeitern eines der größten Theater Deutschlands. Es gliedert sich in die fünf Sparten Konzerte, Musiktheater, Schauspiel, Ballett und Kinder- und Jugendtheater, welche jeweils unter eigener künstlerischer Leitung stehen.

Erste Theateraktivitäten in Dortmund sind für das Ende des 15. Jahrhunderts nachweisbar: Im Jahre 1498 sei mit großem Kostenaufwand ein repräsentatives „St.-Johannes-Spiel“ aufgeführt worden. Für das 16. Jahrhundert sind Aufführungen klassischer griechischer und humanistischer Dramen durch das Dortmunder Gymnasium verzeichnet. 1582 fand eine große Aufführung von Johann Rassers „Comoedia vom König, der seinem Sohn Hochzeit macht“ statt. Diese frühen Theaterimpulse in einer prosperierenden Stadt fanden im 30-jährigen Krieg für lange Zeit ein Ende, Dortmund versank auch kulturpolitisch in der Bedeutungslosigkeit. Ein Neubeginn war erst 1806 zu verzeichnen, als Dortmund in Kooperation mit Essen das „National-Theater des ersten Gouvernements“ im Zuge der französischen Verwaltung erlebte. Aber auch diese Theaterinitiative scheiterte 1815, als Dortmund preußisch wurde.

Als sich 1830 in Dortmund schließlich Anfänge eines bürgerlichen Theaterlebens entwickelten, fehlte jede Anknüpfungsmöglichkeit. Es gab weder Bauten noch Traditionen aus der Zeit des höfischen Theaters, der Aufklärung oder der Weimarer Klassik. Es waren daher zunächst Schützenzelte oder gastronomische Betriebe, in denen Theatertruppen gastierten. Seit 1837 stellte der Gastwirt Karl Kühn regelmäßig seinen Gartensaal für Theateraufführungen zur Verfügung - Dortmund hatte seine erste regelmäßig genutzte Spielstätte.

Aufgrund des Fehlens einer feudalen oder bürgerlichen Theatertradition entstand des Dortmunder Theater als offizielle Einrichtung erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. „Erst mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Montanindustrie in der Kaiserzeit entwickelten die boomenden Gemeinden den Bedarf, dem Clondike-Modell von Kultur und Amüsement eine systematische Kulturförderung zur Seite bzw. entgegenzustellen.“ Im Zuge der Industrialisierung wuchsen Bevölkerung und ökonomische Möglichkeiten schnell und damit auch das Interesse an einem eigenen Theater. Das Theater im „Brüggman'schen Zirkus“ wurde 1872 zum ersten Versuch, in Form einer Aktiengesellschaft ein Dortmunder „Stadttheater“ zu etablieren. Dieser erste Gründungsversuch scheiterte allerdings 1875 und ging in Konkurs. Das Philharmonische Orchester wurde 1887 gegründet, besaß zur Zeit der Gründung jedoch noch keine eigene Spielstätte.

Die eigentliche Gründung des Stadttheaters kam auf Initiative einiger Industrieller und Mäzene zustande, die 1887 eine Geldsammlung starteten. Initiatoren waren Albert Hoesch, Friedrich Denninghoff, Heinrich Bömcke und Julius Overbeck. Es wurde eine städtische Theaterkommission gebildet. Der Baubeginn des von Architekt Martin Dülfer entworfenen Gebäudes erfolgte am 1. Juli 1902, 1.238.000 Mark wurden investiert. Das Theatergebäude am Hiltropwall wurde am 17. Dezember 1904 mit Richard Wagners Oper Tannhäuser eröffnet. Erster Leiter des „Dortmunder Stadt-Theaters“ war Hans Gelling, Kooperationspartner bis 1907 die Stadt Essen.

Trotz des Erfolgs der ausverkauften Eröffnungsveranstaltung enttäuschte anschließend die durchschnittliche Platzausnutzung von nur 56% in der ersten Saison, was 137.560 Besuchern entsprach. Diesen Anfangsproblemen versuchte man unter anderem durch eine Schwerpunktsetzung auf das Musiktheaters und dort auf repräsentative Aufführungen und Werke, etwa von Richard Wagner und Richard Strauss, entgegenzuwirken. Das Schauspiel stieß auf wenig Interesse. „Man war stolz, ein Theater zu haben, hingehen musste man darum noch lange nicht.“ Mit der gescheiterten Kooperation und den Finanzierungsproblemen war ein Problemfeld eröffnet, das die Dortmunder Bühnen wie auch andere Ruhrgebietstheater bis heute beschäftigt. In der Weimarer Zeit ging die Verantwortung für das Theater stärker auf die Kommunen über, unter anderem durch einen Rückzug der Mäzene, die Parent auf die Distanz der Großindustriellen zur Weimarer Republik zurückführt.

Der erste von der Stadt beschäftigte Direktor war Alois Hofmann, der neben der Tradition auch zeitgenössische Werke des Naturalismus auf die Bühne brachte. Alois Hofmann geriet allerdings aufgrund seiner aufwändigen und teuren Aufführungen in die Kritik. Unter seinem Nachfolger Hans Bollmann überstand das Dortmunder Theater den ersten Weltkrieg ohne drastische Einschnitte. 1919 wurde Johannes Maurach erster Theaterleiter, der offiziell den Titel Intendant trug. Maurach inszenierte Wagners komplettes Opernwerk, im Schauspiel Hebbel, Ibsen, Wedekind, Sternheim und Strindberg. Er galt als Verfechter eines expressionistischen Theaterstils.

Während der NS-Diktatur wird auch das Dortmunder Theater gleichgeschaltet. Zunächst wurden die jüdischen Darsteller und Musiker systematisch drangsaliert und ausgegrenzt. Seit 1927 hatte etwa die talentierte Sängerin Ruth Wolffreim dem Dortmunder Ensemble angehört. Noch Sylvester 1932/33 vom Publikum als „Rosalinde“ in der „Fledermaus“ gefeiert, durfte sie als Jüdin in der geplanten „Meistersinger“-Aufführung im Frühjahr die Rolle der „Eva“ nicht mehr darstellen. „1936 verlieren sich die Spuren der Sängerin.“ Im Mai 1933 wurde das Drama Schlageter des NS-Dichters Hanns Johst in Dortmund aufgeführt, eröffnet von einem Auftritt des NS-Schülerbunds.

Verantwortlich für die Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie war in Dortmund zunächst Bruno Schüler, Staatskommissar für die Stadt Dortmund seit dem 24. März 1933, Direktor der Dortmunder Union-Brauerei, später Bürgermeister und Theaterdezernent. Ein Rechenschaftsbericht Schülers vom 24. April 1933 an den Preußischen Minister des Innneren belegt die antisemitischen Aktivitäten Schülers, der zunächst „Nichtarier“ aus allen öffentlichen Positionen verdrängen ließ. Wie in ganz Deutschland wurde auch den jüdischen Mitgliedern des Dortmunder Theaters die Lebensgrundlage entzogen.

Beispielhaft für das totalitäre Vorgehen gegen das Stadttheater Dortmund ist eine für den 11. März 1933 geplante „Meistersinger“-Aufführung. Die „Rote Erde“, eine Publikation der südwestfälischen NSDAP, die in Bochum erschien, schrieb am 11. März 1933: „In Anbetracht dessen, daß in dieser kerndeutschen Oper eines deutschen Komponisten, der in seinen Schriften erklärt hat, die Juden seien unfähig, seine Werke zu deuten, fünf Juden auftreten sollten, sahen wir uns genötigt, gegen die Rollenbesetzung Protest zu erheben. (...) Da eine Regelung vorderhand nicht getroffen werden konnte, wurde die Oper vorläufig vom Spielplan abgesetzt.“ Staatskommissar Bruno Schüler „beurlaubte“ daraufhin Kapellmeister Felix Wolfes und die Solisten Ruth Wolffreim und Armin Weltner. Am 15. März wurde die Oper ohne jüdische Ensemblemitglieder aufgeführt.

Opernkapellmeister Felix Wolfes hatte den Drohungen der nationalsozialistischen Presse zunächst widerstanden. Nach Zeitzeugenberichten war er daraufhin von einem SA-Trupp während der Proben zu den Meistersingern gewaltsam aus dem Orchestergraben geholt worden. Nach dem 15. März versuchte die SA wiederholt und vergeblich, Wolfes zu verhaften, der laut Akten der Stadt Dortmund zu dieser Zeit von Ensemblemitglied Fritz Volkmann versteckt wurde. Obwohl sich der bei NS-Größen beliebte Komponist Hans Pfitzner, den Wolfes als einen seiner Lehrer schätzte, für ihn einsetzte, gab es für Wolfes keine beruflichen Möglichkeiten mehr in Deutschland. Wolfes emigrierte über Paris in die USA, wo er als Dirigent erfolgreich war.

Intendant Gsell wurde durch Bruno Bergmann und Operndirektor Georg Hartmann, Intendant ab 1935, abgelöst. Hartmann inszeniert vor allem Wagner, daneben auch Mozart, Strauss und Verdi. Die Oper der Zeit verschwand vom Spielplan bis auf Parteigänger des NS-Regimes, etwa Hansheinrich Dransmanns „Münchhausens letzte Lüge“ (Mai 1934). Am 17. Mai 1936 wurde die Kraft-durch-Freude-Operette „Das glückhafte Schiff“ in Dortmund uraufgeführt. Besonders im Bereich der Operette fehlte es an Stücken, die man in der NS-Zeit für spielbar hielt. Die Operetten der Weimarer Zeit galten als „geradezu verwilderte Angelegenheit“, oft waren entweder Autor oder Komponist jüdischer Abstammung. Arthur Mämpel, Hauptautor auch der Jubiläumsschrift des Dortmunder Theaters von 1979 und Chefdramaturg der Städtischen Bühnen nach dem 2. Weltkrieg, schrieb in den „Mitteilungen der NS-Kulturgemeinde“, das Theater habe die Aufgabe, den „gesunden Teil der Menschheit, den (...) reinen und unverbrauchten Menschen unserer Rasse an die Peripherie des Schönen und Großen“ zu bringen.

Von 1937 - 1944 wird der Nationalsozialist Peter Hoenselaers, „uniformierter Funktionär“ und „Inhaber hoher Parteiämter“ des NS-Regimes - er war SA-Sturmbannführer - „Generalintendant“, es kommt zu antisemitischen Zwischenfällen. Wie Saladin Schmitt in der Nachbarstadt Bochum ist Hoenselaers Vertreter eines repräsentativen, konservativen Theaters. Das Theater steht für ihn im Dienste „Großdeutschlands“: „Auch der einfachste Volksgenosse soll den Eindruck und das Gefühl haben, daß ihm auch literarisch schwierigere Werke so nahegebracht werden, daß sie auf ihn erhebend und erbauend wirken können und daß sie ihm vor allem geistige Kraft geben, mit in die künstlerische Zukunft unseres Volkes hineinzuwachsen.“ (unterschrieben „Generalintendant Peter Hoenselaers / SA-Sturmbannführer / Mitglied des Kulturkreises der SA“) Hoenselaers setzte die Wagner-Tradition fort und verfolgte konsequent die Vorgaben der NS-Ideologie. So war ein Element des Spielplans die Oper des politischen Partners des NS-Regimes, der Achsenmacht Italien.

Am 1. März 1943 wird das Theater erstmals von Bomben getroffen, der gesamte Fundus wird vernichtet. Man spielt zunächst im Foyer weiter, im Café Corso, im Olympia-Theater, im zum „Neuen Theater“ ernannten Casino, aber ein Ausweichort nach dem anderen wird durch Bombenangriffe zerstört, das Theater schließt wie alle anderen Theater in Deutschland am 1. September 1944 auf Anordnung des Reichpropagandaministeriums. Am 6. Oktober 1944 werden auch die Reste des Großen Hauses bei einem Bombenangriff zerstört. Im April 1945 wird Dortmund von amerikanischen Truppen erreicht.

Wie in Bochum wird nach dem Kriege Leitung und Personal der NS-Zeit mit dem Neuanfang betraut. In einer Gaststätte in Dortmund-Marten, dem Bramannschen Saal am Bärenbruch, durfte Hoenselaars mit Einverständnis der Militärregierung seine Arbeit als Theaterleiter fortsetzen. Er eröffnete am 6. Oktober 1945 mit Hofmannsthals Der Tor und der Tod und spielte selbst den Claudio. Neben der Fortsetzung der Mischung aus Klassik und Unterhaltung versuchte er durch die Aufnahme von in der NS-Zeit verfemten Klassikern wie Lessings Nathan der Weise Signale in Richtung auf einen Neuanfang zu setzen, ein typisches Vorgehen vieler Theater der Nachkriegszeit. Später wurde die Personalstruktur verändert, unter Leitung von Dr. Herbert Junkers, Dramaturg des Hauses 1936 - 1937, wurde Hoenselaars Schauspieldirektor.

Das Westdeutsche Tageblatt in Dortmund führte bei diversen Tageszeitungen eine Umfrage durch, was das wichtigste Kulturereignis der Nachkriegszeit gewesen sei. An erster Stelle genannt wurden Jean-Paul Sartres Stück Die Fliegen und Carl Zuckmayers Drama Des Teufels General. Bei der Aufführung in Dortmund spielte mit Willem Hoenselaars ein früherer SA-Mann den General.

Aufgrund der unzureichenden Möglichkeiten in Marten beschloss man, zunächst die Aula der pädagogischen Akademie an der Lindemannstraße zum Theater umzugestalten. Man hatte jedoch die Räume in Marten bereits aufgegeben, bevor der Umbau vollendet war. So wurde das Stadttheater in den Spielzeiten 1945 bis 1947 zur Wanderbühne, man spielte an zahlreichen Orten in Dortmund und Umgebung bis nach Soest, Lippstadt und Arnsberg. Die begrenzten technischen Möglichkeiten beeinflussten neben politischen Kompromissversuchen die Auswahl der Stücke. Am 17. September 1947 wurde die Spielstädte an der Lindemannstraße von Oberbürgermeister Fritz Henßler eröffnet, Dr. Herbert Junkers löste Hoenselaers als Leiter ab, der jedoch bis Ende der 60er Jahre als Darsteller, Leiter des Schauspiels und später als Regisseur aktiv blieb.

Am 7. März 1950 übernahm mit Paul Walter Jacob ein jüdischer Emigrant die Leitung des Hauses. Jacob war für die Spielzeit 1932/33 in Essen als Opern- und Operettenregisseur verpflichtet und nach Angriffen der NS-Presse im März 1933 beurlaubt worden. Über Amsterdam war er schon im April 1933 emigriert und hatte 1940 in Buenos Aires die „Freie Deutsche Bühne“ begründet. Wie andere Emigranten hatte sich Jacob unmittelbar nach dem Kriege lange vergeblich bemüht, in Deutschland wieder Fuß zu fassen. So inszenierte er bis 1949 in Buenos Aires, unter anderem mit Viktor de Kowa.

Nach seinem Engagement in Dortmund versuchte Jacob eine Modernisierung des Repertoires, was nicht immer leicht durchzusetzen war. Jacob war ein Multitalent, dirigierte, führte Schauspielregie, verfasste Bücher und Kritiken und trat auch selbst auf die Bühne. Neben den großen Klassikern führte Jacob in den 12 Jahren seiner Intendanz immer wieder auch von den Nazis verfemte Stücke auf. Am 12. September 1950 wurde das neue, innerstädtische Haus am Hiltropwall, das heutige Schauspielhaus, mit Beethovens Fidelio eröffnet. Das Schauspiel verblieb zunächst in der Lindemannstraße, eine weitere Aula am Ostwall kam als Spielstätte hinzu.

Mit seinen Wagner-Inszenierungen setzte Jacob eine Dortmunder Tradition fort. Jacob hatte selbst zu Wagner publiziert und inszenierte in seiner ersten Spielzeit den Lohengrin als Regisseur und Dirigent. Im Jahr darauf dirigierte er „Die Meistersinger“ in der Inszenierung von Peter Funk. Jacobs Suche nach interessanten, neueren musikalischen Werken machte auch vor Parteigängern des NS-Regimes nicht Halt, so inszenierte er etwa Hans Pfitzners Oper „Das Herz“. Zur Einführung des Nelly-Sachs-Preises inszenierte Jacob dann das Drama „Eli“ von Nelly Sachs.

1955 konkretisierten sich die Pläne zum Neubau einer Oper, die Reste der Dülferschen Oper wurden abgetragen. Jacob inszenierte Franz Werfels Drama Jacobowski und der Oberst, ein Stück, für dessen Uraufführung in Argentinien er 1945 ebenfalls verantwortlich gezeichnet hatte und spielte selbst die Hauptrolle. Jacob galt als äußerst sparsamer Theaterleiter und hat trotz des schmalen Budgets sehr viele Inszenierungen auf den Weg gebracht. Als sein Vertrag 1962 nicht verlängert wurde, war Jacob tief getroffen.

Verdienste um das Dortmunder Theater erwarb Jacob auch durch den Aufbau des Kindertheaters und die Einrichtung der ersten Kindertheater-Vormiete in Deutschland. Jacob war aber auch auf anderen kulturpolitischen Feldern aktiv. Unter anderem gehen die Dortmunder Auslandskulturtage auf seine Anregung zurück. Jacob hatte den Anstoß zu dem internationalen Dortmunder Kulturfestival durch „Internationale Theater-Kulturwochen“, u.a. mit Holland und Spanien, gegeben. Weiterhin war er einer der Wegbereiter für den Nelly-Sachs-Preis. 1969 erhielt Jacobs das Bundesverdienstkreuz, später ernannte ihn die Stadt zum „Ehrenmitglied der Städtischen Bühnen“.

Bei der Betrachtung des 1958 - 1965 aus Stahl, Glas und Beton erbauten Opernhauses fällt zuerst die große Kuppel über dem Zuschauerraum ins Auge. Drei Widerlager tragen drei 70 Zentimeter breite Betonbogen, zwischen denen die 8,5 cm dicke, eher flach gehaltene Betonkuppel aufgespannt ist. 16,90 m hoch ist der Scheitelpunkt der Kuppel, ein Kreis um die Widerlager hätte einen Durchmesser von 62,36 m. Die Kuppel ist mit dreieckigen Kupferplatten eingedeckt. Die von den Bogen überspannten Seiten sind verglast, sodass Foyer und Treppenaufgänge jederzeit einsehbar sind.

Hinter der Kuppel erhebt sich der Querriegel mit Bühnenaufbau und Funktionsräumen. Das Dach des rechteckigen Foyers ist als Terrasse ausgeführt, die die Kuppel umgibt.

In den Jahren nach 1968 suchten die Städte eine kulturpolitische Neuorientierung. Vor allem der 1962 gewählte Dortmunder Kulturdezernent Alfons Spielhoff forderte eine Abwendung vom teuren und passiven Kulturkonsum im traditionellen Theater hin zu soziokulturellem Engagement. Seine Kritik am 1966 eröffneten Opernhaus, dem repräsentativem Herzstück imageorientierter Kulturpolitik, führte zu heftigen Auseinandersetzungen. In einem „Exposé II“ betitelten Papier für die SPD-Fraktion im Rat forderte er die Aufgabe des hochsubventionierten Philharmonischen Orchesters. Das Schauspiel sollte erhalten bleiben, ergänzt um eine kommerzielle „Olympia-Theater-GmbH“ zur Organisation von Musicals. Den Wegfall des eigenen Musiktheaters wollte Spielhoff durch Gastspiele und Festivals ausgleichen. Das Große Haus wollte Spielhoff zu einem soziokulturellen Zentrum mit verschiedensten Aktivitäten umfunktionieren. Ein kleines Orchester sollte erhalten werden, das Schauspiel als demokratisch strukturierte GmbH geführt werden. Spielhoff errechnete aufgrund dieser Umstrukturierung Einsparungen in Höhe von 11.847.900 DM, mit denen eine Neuorientierung der Dortmunder Kulturpolitik und eine Erneuerung der bestehenden Kulturinstitute finanziert werden sollte.

Die von Spielhoff angestoßene Debatte wurde bis 1974 öffentlich geführt, in hitzigen Diskussionen und auf Demonstrationen setzten sich Mitarbeiter der Städtischen Bühnen und Dortmunder Bürger für den Erhalt des Theaters ein. Schließlich lehnte der Rat die Vorschläge ab, Spielhoff ging am 31. Dezember 1974 nach Ablauf seiner Dienstzeit in Ruhestand. In der Dortmunder Innenstadt wurde später der Platz zwischen dem Off-Theater Fletch Bizzel und dem Kulturzentrum Taranta Babu in „Alfons-Spielhoff-Platz“ umbenannt.

Das Opernhaus beherbergt das Ballettensemble des Theaters, war bis 2002 Spielstätte der Philharmonischen Konzerte der Dortmunder Philharmoniker (heute Konzerthaus Dortmund) und bietet Raum für ca. 1170 Zuschauer. Die Oper steht seit 2002 unter der Direktion, seit 2007 unter der Intendanz von Christine Mielitz. Die über 100 Musiker der Philharmonie befinden sich seit 2002 unter der Leitung von Generalmusikdirektor (GMD) Arthur Fagen, ab der Spielzeit 2008/09 unter GMD Jac van Steen. Hauptverantwortlich für Direktion und Choreographie des Balletts ist seit 2003 Xin Peng Wang.

Nach der Zerstörung des Opernhauses im Zweiten Weltkrieg, fand die Oper in dem 1950 fertig gestellten Gebäude am Hiltropwall ihre vorläufige neue Spielstätte. 1966 zog die Oper in das neu gebaute und bis heute aktuelle Opernhaus am Platz der alten Synagoge um, welches unter Generalmusikdirektor Wilhelm Schüchter mit der Aufführung des Rosenkavaliers von Richard Strauss eingeweiht wurde.

Seit der Eröffnung des neuen Dortmunder Konzerthauses im September 2002 haben die Philharmoniker dort ihren Stammsitz.

Ab Mai 2008 steht der Oper mit der Kinderoper in einem Neubau in unmittelbarer Nähe zum Schauspielhaus an der Ecke Hiltropwall/Hövelstraße eine weitere Spielstätte für rund 100 Besucher zur Verfügung.

Seit 1968 bespielt das Schauspiel Dortmund seine eigene Spielstätte im umgebauten ehemaligen Opernhaus am Hiltropwall. Unter dem Begriff Schauspielhaus finden sich mehrere Spielorte. Das Schauspiel fasst so mit der Bühne des Schauspielhauses, dem Studio und kleinen Nebenbühnen wie der Unterbühne und dem Löwengang knapp 600 Zuschauer. Das Schauspielcafé bietet Platz für Lesungen, Konzerte, Matineen und Einführungen.

Prof. Michael Gruner ist seit 1999 Schauspieldirektor in Dortmund. Auf großes überregionales Medien- und Zuschauerinteresse stießen unter Gruners Leitung unter anderem die Theater-Events ”Fest der Romantik” 2003, die ”Sternstunden des Expressionismus” 2004 sowie die deutsche Erstaufführung ”Auf der Suche nach der verlorenen Zeit”, dramatisiert von Harold Pinter und Di Travis nach dem ”Opus magnum” von Marcel Proust. Die Dortmunder Inszenierung wurde auf dem NRW-Theatertreffen 2004 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

In der bei Publikum und Presse erfolgreichen Spielzeit 2006/2007 stand die bürgerliche Gesellschaft im Mittelpunkt, mit all ihren Verlockungen und Abgründen. Großes überregionales Interesse fanden die Inszenierung der ”Buddenbrooks” (John von Düffel nach Thomas Mann) von Hermann Schmidt-Rahmer sowie Philipp Preuss' Interpretation von Henrik Ibsens ”Hedda Gabler”. “Buddenbrooks“ wurde zum NRW-Theatertreffen nach Bonn eingeladen, Philipp Preuss ist unter anderem für seine „Hedda Gabler“ mit dem Förderpreis des Landes NRW ausgezeichnet worden.

Eine weitere Auszeichnung erhielt die Regisseurin Carolin Mader mit dem Künstlerinnenförderpreis des Landes NRW. In dieser Spielzeit inszeniert sie am Schauspiel Dortmund Brechts „Im Dickicht der Städte“.

Das Kinder- und Jugendtheater befindet sich unter der Leitung von Andreas Gruhn. Es hat seinen festen Standort außerhalb der Innenstadt an der Sckellstraße und bietet dort ca. 200 Zuschauerplätze. Das Kinder- und Jugendtheater wurde bereits 1953 gegründet und ist somit eines der ältesten Theater in Deutschland, dessen Programm sich ausschließlich an junge Zuschauer richtet.

Am 5. Mai 2008 wurde unweit des Opernhauses die Kinderoper Dortmund eröffnet. Die 100 Zuschauer fassende Einrichtung kostete 450.000 Euro und wurde vollständig aus Spenden finanziert.

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Source : Wikipedia