Dieter Bohlen

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Geschrieben von daneel 23/03/2009 @ 02:08

Tags : dieter bohlen, musikproduzenten, musik, kultur

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Dieter Bohlen

Dieter Bohlen (2006)

Dieter Günter Bohlen (* 7. Februar 1954 in Berne, Niedersachsen) ist ein deutscher Musiker, Produzent und Songwriter. Mit dem Duo Modern Talking gelang ihm 1984 der Durchbruch. Bis zum Jahre 2008 wurden 160 Millionen Tonträger verkauft, die er produziert hat.

Dieter Bohlen wuchs bei seinen Eltern Hans (* 1928) und Edith Bohlen (* 1936) in Ostfriesland auf. Später zog die Familie in den heutigen Oldenburger Stadtteil Eversten. Bohlen war in seiner Jugend eine Zeit lang Mitglied der SDAJ und kurzfristig Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei, ist aber heute parteilos. Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium der Berufsbildenden Schulen in Oldenburg-Haarentor zog Bohlen nach Göttingen. Dort studierte er an der Georg-August-Universität auf Wunsch seiner Eltern Betriebswirtschaftslehre. Sein Studium schloss er als Diplom-Kaufmann ab.

Bereits während seiner Schulzeit komponierte Bohlen Musik. Ab Ende der 70er Jahre komponierte und produzierte er für den Hamburger Musikverlag „Intersong“ zahlreiche Schlagerkünstler, zeitweise war er Mitglied der Berliner Gesangsgruppe Sunday. Ab 1980 arbeitete er als Produzent für die Berliner Schallplattenfirma Hansa und versuchte sich als Solokünstler unter dem Pseudonym „Steve Benson“. Die erste Single hieß Don’t Throw My Love Away. Es folgten noch zwei weitere Singles mit den Titeln Love Takes Time und (You’re a Devil With) Angel Blue Eyes. Keine dieser Singles schaffte es in die Top 100, was 1981 zur Auflösung des Projektes führte. 1983 nahm Dieter Bohlen erstmals am Grand Prix Eurovision de la Chanson teil. Bernd Clüver sang den von Bohlen komponierten Titel Mit 17 und belegte damit in der Vorausscheidung den dritten Platz.

Nachdem Bohlen mit dem Schlagersänger Thomas Anders seit 1982 sechs Singles mit deutschen Texten erfolglos veröffentlichte, produzierte er im Herbst 1984 das Bohlen/Anders-Duo Modern Talking. Es erzielte Erfolge in europäischen, asiatischen und afrikanischen Hitparaden. In den Jahren 1985 und 1986 erreichte die Band in Deutschland mit den Titeln You’re My Heart, You’re My Soul, You Can Win If You Want, Cheri Cheri Lady, Brother Louie und Atlantis Is Calling (S.O.S. for Love) fünf Mal Platz 1 der deutschen Single-Charts. 1987 trennten sich Modern Talking im Streit. Bohlen produzierte und schrieb danach für andere Interpreten, unter anderem für die von ihm entdeckte C. C. Catch (Heartbreak Hotel). Unter dem Namen Blue System (Under My Skin) trat er weiterhin selbst auf. 1998 fand sich Modern Talking erneut zusammen, trennten sich aber 2003 erneut.

1986 schrieb Bohlen für die Tatort-Episode Der Tausch den Titel Midnight Lady, den der ehemalige Sänger von Smokie, Chris Norman, sang. Der Titel wurde ebenfalls ein Nummer-Eins-Hit. In der Tatort-Folge Moltke (mit Götz George als Schimanski und Eberhard Feik als Kommissar Thanner) stammt der Titelsong Silent Water auch von Dieter Bohlen und wird als vierte Blue-System-Single im Dezember 1988 veröffentlicht. 1989 gewann Bohlen mit seinen Liedern die Grand-Prix-Vorentscheidungen in Deutschland und Österreich. Nino de Angelo trat für Deutschland mit dem Lied Flieger an und belegte beim Grand Prix Platz 14. Thomas Forstner trat mit dem Titel Nur ein Lied für Österreich an und erreichte den fünften Platz. 1992 trat Tony Wegas für Österreich mit dem von Bohlen komponierten Song Zusammen geh’n beim Grand Prix an und belegte den zehnten Rang. 1997 beendete Bohlen sein Projekt Blue System, nachdem dessen letzte Veröffentlichungen in den Medien und vom Publikum nur noch sehr zurückhaltend wahrgenommen wurden. Am 3. März 2006 erschien ein neues Album von Bohlen, das neben zwölf neuen und sechs alten Titeln auch die letzte nicht veröffentlichte Modern-Talking-Single Shooting Star, und den Titelsong aus Dieter – Der Film, Gasoline, enthält. Dieter Bohlen trat 2006 beim rumänischen Vorentscheid des Eurovision Song Contest 2006 als Produzent des Duos Indiggo (bestehend aus den Zwillingen Mihaela und Gabriela Modorcea) und dem Titel Be My Boyfriend an, sie erreichten beim Vorentscheid den siebten Platz.

Im Jahr 1983 heiratete er seine langjährige Freundin Erika Sauerland, mit der er drei Kinder hat. Im Jahr 1989 trennte er sich jedoch von ihr und begann eine Beziehung mit Nadja Abd el Farrag. 1996 trennte sich das Paar und Bohlen ehelichte Verona Feldbusch. Die Ehe hielt jedoch nur einen Monat und Feldbusch gab als Scheidungsgrund an, von Bohlen geschlagen worden zu sein, was dieser bis heute bestreitet. Von 1997 bis 2000 war er erneut mit Abd el Farrag liiert. Bis August 2006 lebte er mit Estefania Küster zusammen, mit der er einen Sohn hat. Seit Herbst 2006 ist Dieter Bohlen mit Fatma Carina Walz (* 1984) liiert.

Seine Autobiografie Nichts als die Wahrheit (geschrieben in Zusammenarbeit mit der Bild-Journalistin und Ehefrau von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, Katja Kessler) wurde 2002 zu einem Bestseller, erhielt 2003 den Medienpreis Goldene Feder und war aufgrund der vermeintlich volksnahen Machart und seiner bekanntlich derben Sprache Zielobjekt der Kabarett-Welt. In diesem Buch äußerte sich Bohlen auch über sein Sexleben und behauptet unter anderem, dass er zweimal eine Penisfraktur erlitten habe. Durch seine extrovertierte und direkte Art polarisierte Bohlen auch weiterhin.

Die Erstauflage des zweiten Buches des Autoren-Duos Bohlen und Kessler, Hinter den Kulissen, enthielt eine Vielzahl von Indiskretionen über verschiedene Prominente. Diese waren provokant, teilweise ehrverletzend und unbelegt, sodass einige der Betroffenen (unter anderem sein ehemaliger Partner Thomas Anders) per einstweiliger Verfügung erwirkten, dass der Verkauf der Erstauflage eingestellt wurde und nur noch Fassungen vertrieben werden durften, welche die beanstandeten Behauptungen nicht enthielten. Der Produzent Frank Farian reagierte seinerseits mit dem Buch Stupid dieser Bohlen auf die seiner Meinung nach überwiegend falsche Darstellung über Werdegang, Erfolg und die Person Dieter Bohlen selbst.

In der ZDF-Show Unsere Besten wurde Bohlen 2003 in einer Zuschauerumfrage auf Platz 30 der „größten Deutschen“ gewählt. Am 27. Januar 2005 sollte Dieter – Der Film in die Kinos kommen, doch da Bohlen mit dem Film nicht zufrieden war, erschien dieser nur auf DVD. Bei dem Film handelt es sich um einen satirischen Zeichentrickfilm, dessen Vorlage Dieter Bohlens Biografie Nichts als die Wahrheit ist. Bohlen synchronisierte sich nicht selbst, sprach aber den Erzähler. Regie führte Michael Schaack.

Im Jahr 2002 wurde Dieter Bohlen neben Thomas M. Stein, Shona Fraser und Thomas Bug Juror der RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS), in der er sich mit umstrittenen Kommentaren („Du singst wie ein Gartenzwerg auf Ecstasy“) präsentierte. Anfang 2003 nahm er mit den zehn Finalisten von DSDS die Single We Have a Dream auf, die in Deutschland zur meistverkauften Single des Jahres wurde. Auch das von Bohlen produzierte DSDS-Album United erwies sich als kommerziell erfolgreich. Die Zusammenarbeit mit dem DSDS-Sieger Alexander Klaws und dem DSDS-Dritten Daniel Küblböck waren kurzzeitig ein großer Erfolg, genauso wie die Zusammenarbeit mit Yvonne Catterfeld. Bohlen unterschrieb Werbeverträge mit Müller, Makro Markt, S.Oliver und O2.

Die zweite Staffel von DSDS im Jahr 2004 konnte nicht an den Erfolg der ersten anknüpfen. Bohlen schrieb dennoch erneut zwölf Lieder für ein Album aller Finalisten namens Magic of Music. Elli Erl, die Siegerin der zweiten Staffel, wollte nach ihrer von Bohlen geschriebenen Siegersingle This Is My Life nicht mehr mit Bohlen zusammenarbeiten, weil ihr sein Musikstil nicht gefiel. Im Herbst 2005 lief die dritte Staffel von Deutschland sucht den Superstar an, die mit dem Gewinn von Tobias Regner endete, der jedoch ohne Bohlen als Produzenten oder Songschreiber ins Musikgeschäft einstieg. Bohlen schrieb für die dritte Staffel zum ersten Mal nicht den Siegersong und war auch nicht an der Produktion des Albums der Finalisten (Love Songs) beteiligt.

Die vierte Staffel von Deutschland sucht den Superstar, die Mark Medlock gewann, wurde im Frühjahr 2007 ausgestrahlt. Dieter Bohlen ist das einzige Jury-Mitglied, das bei allen Staffeln mitgewirkt hat. Abfällige Kommentare Bohlens gegenüber den Kandidaten und gegen Jury-Mitglied Heinz Henn wurden öffentlich kritisiert. Auch bei der vierten Staffel wirkte Bohlen nicht an dem Finalistenalbum (Power of Love) mit; er schrieb jedoch Medlocks Siegersong Now or Never, und produzierte die Alben Mr. Lonely, Dreamcatcher und Cloud Dancer. Zudem veröffentlichte Bohlen zusammen mit Medlock die Single You Can Get It und Unbelievable.

Die fünfte Staffel von Deutschland sucht den Superstar begann mit dem Casting auf Mallorca und Ibiza, um dann in mehreren deutschen Städten mit tausenden von Teilnehmern fortgesetzt zu werden. Die neu zusammengesetzte Jury bestand aus Dieter Bohlen, Anja Lukaseder und Jury-Neuzugang Andreas „Bär“ Läsker.

Vom 20. Oktober 2007 bis zum 3. November 2007 saß Dieter Bohlen neben Ruth Moschner und André Sarrasani in der Jury der RTL-Castingshow Das Supertalent. Im Herbst 2008 folgte die zweite Staffel, diesmal mit Bruce Darnell und Sylvie van der Vaart an Bohlens Seite in der Jury.

Die sechste Staffel von Deutschland sucht den Superstar begann im Januar 2009. Neben Dieter Bohlen sitzen Volker Neumüller und Nina Eichinger in der Jury.

Bohlens Musikproduktionen fallen durch einfach strukturierte Kompositionen auf. In den 1980er- und 1990er-Jahren produzierte er mit Modern Talking, Blue System und C. C. Catch tanzbare Euro-Disco- und Eurodance-Titel mit charakteristischen Falsett-Passagen. Mit den Siegern der Sendung Deutschland sucht den Superstar, konzentrierte er sich eher auf Pop-Balladen. Ebenso bei den Produktionen mit der Popsängerin Yvonne Catterfeld (u. a. Für dich, 2003) und Chris Norman (u. a. Midnight Lady, 1986).

Vom Urheberrechtsexperten Professor Paul Hertin aus Berlin wurde wiederholt behauptet, dass Dieter Bohlen mehrere Lieder „geklaut“ und somit gegen das Urheberrecht verstoßen habe. Bohlen soll z. B. die Melodie aus dem Song What If von Babyface für die Produktion von Für dich für Yvonne Catterfeld verwendet haben. Aufgrund Hertins Gutachten bezüglich der Plagiatvorwürfe leitete die Berliner Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Dieter Bohlen ein, das jedoch eingestellt wurde.

Schon früher haben sowohl die Massenmedien als auch Musiker offensichtliche Ähnlichkeiten zwischen Stücken von Dieter Bohlen und anderen Künstlern festgestellt.

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Bernd Clüver

Bernd Clüver (* 10. April 1948 in Hildesheim) ist ein deutscher Schlagersänger.

Nach seinem Abitur und der Bundeswehrzeit studierte er fünf Semester Rechtswissenschaft an der Universität Heidelberg. Während seines Jurastudiums widmete er sich bereits der Musik. Seine Karriere als Sänger begann beim Talentschuppen auf der Funkausstellung 1971 in Berlin. Im September 1971 folgte ein Plattenvertrag beim Label Hansa. Im Mai 1972 trat er erstmals in der ZDF-Hitparade, mit dem Titel Sie kommt wieder, auf. Im Januar 1973 stellte er in der ZDF-Hitparade den Titel Der Junge mit der Mundharmonika vor, der der Beginn seiner Karriere wurde. Es folgten weitere Hits wie Der kleine Prinz, Bevor du einschläfst oder Das Tor zum Garten der Träume.

Besondere Aufmerksamkeit erregte Bernd Clüver im Oktober 1976 durch die Veröffentlichung der Single Mike und sein Freund; eine Coverversion des Rubettes-Titels Under One Roof. Erstmals sang ein deutscher Schlagersänger über Homosexualität. Obwohl das Lied in den deutschen Charts bis auf Nr.44 stieg, durfte er damit weder in der ZDF-Hitparade noch in der Sendung disco'76 auftreten. Vielmehr musste der Sänger landauf, landab in Interviews versichern, daß er nicht "so" sei, das vorläufige Ende seiner Karriere war besiegelt (Kraushaar 1983, S. 119).

Sein Kollege Drafi Deutscher schrieb für ihn die Single-Hits Hinter Deinem Fenster und Seit Du nicht mehr da bist. Bernd Clüver beteiligte sich auch zweimal an deutschen Vorentscheidungen zum Eurovision Song Contest: 1983 wurde er mit dem von Dieter Bohlen geschriebenen Titel Mit 17 Dritter und 1985 mit Der Wind von Palermo Fünfter.

Im Jahre 1983 hatte Bernd Clüver einen großen Erfolg mit der Single "Ein leeres Boot". Dieses Lied stammte aus der Feder von Dieter Bohlen (Musik) und Peter Orloff (Text). Über viele Wochen war dieser Schlager im Spitzenfeld vieler Rundfunk-Hitparaden zu finden.

Insgesamt verkaufte er über 10 Millionen Tonträger und hatte über 5000 Auftritte auf europäischen Bühnen und gewann zahlreiche Preise. Neben seiner Arbeit als Schlagersänger hatte er auch Erfolg als Rundfunkmoderator, unter anderem beim Südwestfunk Baden-Baden, und als Texter. So schrieb er zum Song Forever in Blue Jeans von Neil Diamond den deutschen Text Engel in Blue Jeans.

In erster Ehe war er mit dem Model Ute Kittelberger verheiratet und wohnte in Mannheim.

Heute lebt Bernd Clüver mit seiner zweiten Frau Anja Hörnich, Miss Germany 1986/87 und Queen of Europe 1987, auf Mallorca und in Westerstede.

In den 1990er Jahre veröffentlichte er regelmäβig - fast jährlich - neue Alben, zunächst bei der Plattenfirma Bellaphon, 1993 wechselte er zu dem Label 'Global Records' (Vertrieb: Sony BMG). Im Jahr 2002 gründete er unter dem Namen 'Phenomenia Records' ein eigenes Label. Seither sind jedoch die Abstände zwischen seinen neuen Produktionen gröβer geworden. Das bislang einzige Studioalbum, das Clüver auf seinem eigenen Label veröffentlichte, erschien im Herbst 2006 und heiβt 'Offen und ehrlich'.

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Elli Erl

Konzertfoto

Elisabeth Maria „Elli“ Erl (* 25. Mai 1979 in Straubing) ist eine deutsche Sängerin, die durch ihren Sieg in der zweiten Staffel der RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar bundesweit bekannt wurde.

Erl begann ihre Gesangskarriere in der Rockband Panta Rei, der Band des Regensburger Radiosenders Gong FM, sowie der Band Last orders, please. Nach dem Abitur am Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing studierte sie bis November 2005 an der Universität Regensburg Musik und Sport für das Realschullehramt.

Bekannt wurde sie 2004 als Gewinnerin von Deutschland sucht den Superstar, der Castingshow des Fernsehsenders RTL. In der Finalsendung am 14. März 2004 setzte sich Erl gegen die 19-jährige Konkurrentin Denise Tillmanns durch.

Erls erster veröffentlichter Song hieß This Is My Life. Das von Dieter Bohlen komponierte Lied wurde erst nach heftigen Protesten – es soll zu sehr „nach Dieter Bohlen“ geklungen haben – und darauf folgenden Modifikationen von Erl als Siegerin der Staffel veröffentlicht. Kurze Zeit darauf beendete sie ihre geschäftlichen Beziehungen zu Dieter Bohlen.

Seit Juni 2005 hat Erl einen neuen Manager, Thomas M. Stein, ehemaliger BMG-Chef und ehemaliges Jurymitglied von Deutschland sucht den Superstar. Anfang März 2006 wurde der Song Better Than The Best zum firmeninternen „Corporate Song" des Unternehmens Deutsche Post World Net/DHL. Dieser wurde nicht kommerziell veröffentlicht, sondern an alle DHL-/Deutsche-Post-Mitarbeiter versandt. Im April 2006 erschien die Single Get Up, mit der die Sängerin anschließend auf Tournee durch Deutschland und angrenzende Länder unter dem Titel Back to the Rockin’ Roots war.

Am 8. Juni 2007 erschien die Single Can't Deny It, das dazugehörige Video ist in Los Angeles in den USA unter der Regie von Ralf Strathmann entstanden. Für das zweite Album hat sich Elli erfahrene Partner wie Gary Baker und Anthony Little aus Nashville gesucht. Beide waren mit zahlreichen Auszeichnungen u. a. dem Grammy Award in ihrer langjährigen Musikkarriere als Songwriter und Produzenten erfolgreich. Das Album Moving On und die gleichnamige Single erschienen im Dezember 2007.

Erl ist ebenfalls Mitglied des musikalischen Allstar-Projekts menschenskinder.

Im Mai 2009 wird voraussichtlich ihr neues Album Human veröffentlicht.

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Blue System

Blue System war ein Projekt von Dieter Bohlen, das er 1987 – nach der ersten Auflösung von Modern Talking – gründete. 1997 beendete Bohlen das Projekt. Ehemalige Studiosänger von Dieter Bohlen versuchen sich weiterhin unter dem Namen Systems In Blue, während Dieter Bohlen selbst unter seinem eigenen Namen ein neues Album produzierte.

Vom Sound und Genre her ist das Projekt dem Euro Disco und Eurodance zuzuordnen. Das Projekt war im Vergleich zu Modern Talking weniger erfolgreich und vor allem im deutschsprachigen Raum und in Russland bekannt. "Blue System" stand faktisch als Synonym für Dieter Bohlen mit wechselnden Musikern und Tänzerinnen für Auftritte. Die Musik ist gekennzeichnet von charakteristischer, kräftiger Schlagzeugbegleitung und bombastischen Synthesizer-Effekten. Ebenfalls kamen Molltöne oft zum Einsatz, vor allem in den Intros der Lieder. Die erfolgreichste Single hieß Under My Skin und schaffte es bis Platz 6 der deutschen Charts. Es gab immer wieder auch Experimentalsongs wie "Save Me" (1989), "Behind The Silence" (1990), das gänzlich instrumental war und auch Duette wie 1990 "Love Is Such A Lonely Sword" mit Audrey Motaung und "It's All Over" (1991) mit dem Weltstar Dionne Warwick. Während der Erfolg der Singles langsam nachließ, konnte das Album "Backstreet Dreams" 1993 Platz 5 der LP-Charts erklimmen. Als Mitte der 90er Jahre auch der Absatz der Alben allmählich nachließ, gab es einen musikalischen Wendepunkt nach dem Album "21st Century". Die nachfolgenden Alben wie "X-Ten" (1994) orientieren sich stark am damals populären Euro-Dance-Sound und haben stärkere Bässe und Beats. Die Refrains wurden nun hauptsächlich von weiblichen Stimmen übernommen. Dennoch gelang es nicht, mit dem neuen musikalischem Kurs wieder an die frühen Erfolge von Blue System anzuknüpfen. Bekannteste Single dieser Periode ist "Laila" (1995), die es bis Platz 29 der Single-Charts schaffte. Andere Singles blieben deutlich darunter.

Mit dem Comeback von Modern Talking 1998 endete die Laufbahn von Blue System.

Nach dem abermaligen Ende von Modern Talking gingen Detlef Wiedeke, Michael Scholz und der 2007 verstorbene Rolf Köhler, ehemalige Studiosänger bei Blue System und Modern Talking, mit der Behauptung an die Öffentlichkeit, dass „Von Bohlen selbst kein einziger Ton auf den Schallplatten stamme“. Dieter Bohlen sei zwar das Gesicht von Blue System gewesen, den Gesang aber habe er sich mangels eigenen Talents stets von anderen geliehen.

Die drei genannten Sänger machten seit 2003 wieder Musik und kopieren unter dem Namen "Systems In Blue" den Sound und selbst das Logo von "Blue System". Bei den Chartplatzierungen konnten "Systems in Blue" allerdings nicht an "Blue System" anknüpfen. Ihre erste Single hieß "Magic Mystery". Das erste Album "Point Of No Return" erschien 2005, das zweite Album "Out Of The Blue" ist im März 2008 erschienen.

Unterdessen singt auch Dieter Bohlen wieder selber – zuletzt 2007 zusammen mit Mark Medlock – allerdings nun unter seinem eigenen Namen.

Der Blue-System-Sound wirkte sich in dieser Phase auf alle Künstler aus, die von Bohlen produziert wurden, wie etwa Roy Black, Al Martino oder auch Engelbert und Bonnie Tyler.

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Modern Talking

Dieter Bohlen nach der zweiten Auflösung von Modern Talking

Modern Talking war ein deutsches Popmusik-Duo, bestehend aus Thomas Anders und Dieter Bohlen.

Am Ende seines Bestehens hatte sich das Duo zur bisher kommerziell erfolgreichsten deutschen Popformation entwickelt. Bis zur zweiten Auflösung 2003 wurden etwa 120 Millionen Tonträger verkauft. Der Musikstil war vorwiegend durch eingängige Melodien und Rhythmen mit Texten in englischer Sprache geprägt.

Anfang der 1980er Jahre trafen sich der Komponist und Musikproduzent Dieter Bohlen und der als Bernd Weidung geborene Sänger Thomas Anders zum ersten Mal. Bohlen produzierte und schrieb für Anders Schlagerplatten, die aber nicht sehr erfolgreich waren. Einen zweiten Anlauf in der Hoffnung auf eine erfolgreiche Karriere sollte durch die gemeinsame Gründung eines Duos unternommen werden. Bohlen stellte das Vorhaben der Plattenfirma BMG vor. Diese stimmte zwar zu, investierte aber aufgrund von Zweifeln am möglichen Erfolg nur wenig Geld in das Projekt. Zu sehen war das beispielsweise bei den ersten Videos, die unaufwendig und mit spartanischer Ausstattung produziert wurden. Im ersten Musikvideo agierte die Band schlicht in einem nebeligen Raum voller bunter Lichter. Auch das Plattencover für das erste Album kam ohne große Fotoproduktion aus. Zu sehen waren lediglich zwei aneinander gelehnte Lack- und Turnschuhe.

Auffällig war das Auftreten der Band in den 1980ern. Thomas Anders trug weite, bunte Anzüge, ging sehr häufig zur Sonnenbank, hatte schwarze, lockige, schulterlange Haare und trug rosafarbenen Lipgloss. Dieter Bohlen ging auch oft zur Sonnenbank, hatte eine (für die damalige Zeit typische) Vokuhila-Frisur und trug Trainingsanzüge. Dieses Auftreten machte Modern Talking besonders in der Homosexuellenszene beliebt.

Als Debüt-Single veröffentlichte Modern Talking 1984 den Song You're My Heart, You're My Soul, der erst einige Zeit brauchte, bis er überraschend ein nationaler und internationaler Hit wurde. Zum Erfolg trug auch das Musikvideo bei, welches in den Studios des damals neu gestarteten RTL Plus in Luxemburg gedreht wurde. Das erste Album The 1st Album war ähnlich erfolgreich wie auch die Single-Auskopplung You Can Win If You Want sowie Cheri Cheri Lady, eine Auskopplung aus dem im selben Jahr noch folgenden Album Let's Talk About Love.

1986 folgte das dritte Album Ready For Romance, aus dem die Songs Brother Louie (der übrigens nichts mit dem gleichnamigen Song von Hot Chocolate zu tun hat) und Atlantis Is Calling (SOS For Love) als Single ausgekoppelt wurden. Wie auch die vorherigen Singles erreichten diese beiden Platz Eins der Charts in Deutschland. Die ersten fünf Singles erreichten somit alle Platz Eins der deutschen Charts und waren auch international erfolgreich. Das hat bis heute (2008) außer Modern Talking nur die Gruppe Sweet geschafft.

1986 erschien das Album In The Middle Of Nowhere. Es enthielt den Song Geronimo's Cadillac, der Platz 3 der deutschen Charts erreichte. Die zweite Auskopplung Give Me Peace On Earth erreichte die Top 30.

Das 1987 erschienene Romantic Warriors konnte die Top 10 der deutschen Album-Charts erreichen und auch die einzige Single-Auskopplung Jet Airliner erreichte die Top 10 der deutschen Charts. Das noch im selben Jahr veröffentlichte Album In The Garden Of Venus erreichte die Top 30 der deutschen Album-Charts dagegen nicht. Auch die Single-Auskopplung In 100 Years erreichte nur Platz 30 der deutschen Charts. Das Label „Dino“ brachte einige Monate nach der Trennung in Lizenz ein „Best Of“-Album heraus, das es bis in die Top 20 der LP-Charts schaffte.

Insgesamt verkaufte Modern Talking in den achtziger Jahren 60 Millionen Tonträger, bevor die Band sich aufgrund interner Streitigkeiten auflöste. Aus Dieter Bohlens Sicht liegt die Schuld der Trennung bei Thomas Anders' Frau Nora Balling, die sich – Yoko Ono bei The Beatles ähnlich – stark in die Angelegenheiten der Band eingemischt habe. Dieter Bohlen zufolge verbot sie ihrem Mann bestimmte Auftritte und veränderte die Videodrehs und Konzerte nach ihren Vorstellungen.

Thomas Anders versuchte sich nach dem Ende von Modern Talking als Solist mit neuem Material. Dieter Bohlen, der zuvor bereits für Ricky King, Peter Alexander, Roy Black, Nino de Angelo und Mary Roos komponiert hatte, blieb u. a. mit der Band Blue System und als Produzent, unter anderem für Bonnie Tyler und Dionne Warwick, tätig.

Die Plattenfirma Sony BMG wollte seit dem Ende von Modern Talking immer eine „Best of“-Platte veröffentlichen. Dieter Bohlen war jahrelang dagegen. 1997 kam er auf die Idee, statt eines Best of-Albums ein völlig neues Album zu veröffentlichen und Modern Talking wieder zu beleben. Er nahm Kontakt mit Thomas Anders auf und der willigte ein.

1998 kam das Duo ein zweites Mal zusammen. Modern Talking veröffentlichten sowohl Remixes älterer Songs als auch neue Lieder, mit denen sie sich in den Hitparaden platzieren konnte. Ihr Album Back For Good landete an der Spitze der deutschen Charts und die neue Version von You're My Heart, You're My Soul erreichte Platz 2. Bei den ersten sechs Songs arbeiteten sie mit dem Rapper Eric Singleton zusammen, der in den Instrumentalparts dieser Songs rappte.

Nach dem Comeback wurden die Videoclips, Konzerte und Auftritte deutlich anspruchsvoller produziert. So trugen Thomas Anders und Dieter Bohlen in den Videoclips meistens dunkle Maßanzüge.

Im Jahr 1999 veröffentlichten sie das Album Alone, das, im Gegensatz zu Back For Good, ausschließlich neue Songs enthielt. Als Singles wurden You Are Not Alone und Sexy Sexy Lover ausgekoppelt. Beide konnten sich in der Top-20 der Charts platzieren.

Weil 2000 das Jahr des Drachen im chinesischen Kalender war, nannte Dieter Bohlen das neunte Album von Modern Talking 2000 – Year Of The Dragon. Passend dazu hieß die erste Single-Auskopplung China In Her Eyes, die auch die Top-10 der Charts erreichte. Die zweite Auskopplung Don't Take Away My Heart erreichte dagegen nur die Top-50 der Charts.

2001 erschien dann America, das zehnte Album von Modern Talking. Die erste Single-Auskopplung wurde in der folgenden Formel-1-Saison als Hintergrund-Musik verwendet und trug den passenden Titel Win The Race; sie kam bis auf den fünften Platz der Charts. Die zweite Auskopplung Last Exit To Brooklyn erreichte nur Platz 37.

2002 erschien Victory, das mit der Single Ready For The Victory eine zweite Hintergrund-Musik für die Formel 1 enthielt. Für die zweite Single Juliet ließ sich Dieter Bohlen von der Disco-Musik der 1970er inspririeren.

Anfang 2003 veröffentlichten Modern Talking die Single TV Makes The Superstar vom Album Universe. Textlich bezog sich Dieter Bohlen auf seine Erfahrungen aus der Casting-Show Deutschland sucht den Superstar, in der er als Jury-Mitglied wirkte.

Im Juni 2003, vor Veröffentlichung eines weiteren Best-Of-Albums, trennten sich Modern Talking erneut. Bereits zum Auftakt der Universe-Tournee verkündete Dieter Bohlen am 7. Juni 2003 während des Rostocker Konzerts vor 25.000 Zuhörern, dass es mit Modern Talking vorbei sei.

Am 23. Juni 2003 erschien dann The Final Album – The Ultimate Best Of. Begleitet wurde diese erneute Trennung von einem Streit, den Dieter Bohlen durch Aussagen über seinen Gesangspartner in seiner zweiten Autobiografie Hinter den Kulissen (erschienen am 4. Oktober 2003) auslöste. Unter anderem wurde Thomas Anders darin vorgeworfen, aus der Bandkasse unerlaubterweise Geld entnommen zu haben. Nach Klage von Thomas Anders und entsprechendem Gerichtsurteil darf Dieter Bohlen seit Mitte 2004 diese Behauptung nicht mehr wiederholen.

In den fünf Jahren ihres Comebacks (1998 bis 2003) verkaufte Modern Talking noch einmal über 60 Millionen Tonträger. Insgesamt wurden damit in den 10 Jahren des Bestehens etwa 120 Millionen Tonträger verkauft, was Modern Talking zu einer der bisher kommerziell erfolgreichsten deutschen Bands machte.

Auf dem Soundtrack von Dieter – Der Film, der am 3. März 2006 veröffentlicht wurde, befindet sich mit Shooting Star ein zuvor unveröffentlichter Modern-Talking-Song. Dieser wurde aus alten Gesangsparts von Thomas Anders zusammengeschnitten und einer neuen Melodie unterlegt. Teile der Strophen stammen aus älteren Modern-Talking-Hits wie zum Beispiel Don't Take Away My Heart. Da Modern Talking zu diesem Zeitpunkt schon lange getrennt waren, besteht der Refrain auch nur aus den charakteristisch hohen Chören, weil Thomas Anders nicht für diese Produktion zur Verfügung stand.

Erfolg hatten Modern Talking vor allem in Kontinentaleuropa, in Asien, Südamerika, Australien und einigen afrikanischen Ländern. In Großbritannien waren sie dagegen nur einmal in den Top Ten (Brother Louie, Platz 4 in den BBC-Charts, 1986). In den USA waren Modern Talking nie in den Charts, obwohl sie dort manchmal Touren für europäische Einwanderer machten.

Musikkritiker waren von Modern Talking wenig begeistert und gaben der Band aufgrund ihrer Musik und ihres Auftretens fast ausschließlich schlechte Kritiken. Obwohl man die Eingängigkeit und professionelle Produktion der Songs anerkannte, wurde die mangelnde Originalität gegenüber britischen Vertretern dieser Musikgenres, wie zum Beispiel den Pet Shop Boys oder Erasure bemängelt. Insbesondere wurde kritisiert, dass viele der Titel recht ähnlich klingen würden; eine Tatsache die Bohlen auch offen eingesteht (Zitat aus dem Jahre 1989: „Ich streite gar nicht ab, dass alle Modern-Talking-Hits sehr, sehr ähnlich klingen. Wir haben aus unseren LPs immer diejenigen Titel als Singles ausgekoppelt, die möglichst so klingen wie die Vorgänger.“).

Es existieren eine Vielzahl unterschiedlicher Remixe und Coverversionen von Modern-Talking-Songs in verschiedenen Sprachen und Musikstilen. So gibt es eine Orchester-Version von James Last zu You're My Heart, You're My Soul.

Dieter Bohlen ließ sich für die Modern-Talking-Songs von Italo-Disco inspirieren, insbesondere vom falsettartigen Refrain des Titels Precious Little Diamond der Formation Fox the Fox, in dem er einen starken emotionalisierenden Effekt auf Discothekenbesucher erkannte, was er auf ähnliche Weise versuchen wollte. Er prägte durch seine Charterfolge den Euro-Disco-Sound mit.

Die meisten Titel wie zum Beispiel Brother Louie (siehe Noten) bauen auf einem gleichförmigen Drumcomputer-Pattern und einer Bassfigur auf. Darüber werden Keyboard-Flächen, Klaviereinwürfe sowie rhythmische Synthesizerfiguren gelegt. Im Titel You're My Heart, You're My Soul (siehe Noten) wechseln zum Beispiel Akkordblöcke des Klaviers taktweise mit einer schnellen Synthesizerfigur in 16-tel und 8-tel Notenwerten. Um den Songs zusätzlichen „Drive“ zu verleihen, werden gelegentlich, wie im Titel Geronimos Cadillac (siehe Noten), E-Gitarren oder Synthesizer-Riffs eingebaut. Anders als es Dieter Bohlen oftmals vorgeworfen wird, verwendete er für seine Songs stets mehr als die eher für Schlager und Punkrock üblichen „drei Akkorde“: Meist basieren die Songs auf mindestens sechs Akkorden, wobei vor allem in den ersten Hits von Modern Talking vornehmlich Moll-Akkorde im Vordergrund stehen. Ein Großteil der Songs ist im Vier-Viertel-Takt geschrieben, einige Balladen orientieren sich dagegen am Drei-Viertel- bzw. Sechs-Achtel-Takt und in der Formel-1-Hymne Win The Race werden Shuffle-Rhythmen verwendet.

Nach dem Comeback orientierte sich Bohlen, gängiger Pop-Mode entsprechend, am für die 1990er typischen Eurodance-Sound.

Da sich 1986 die Single mit ihrer ersten Ballade (Give Me Peace On Earth) als Flop entpuppte, wurde später keine Ballade mehr als Single ausgekoppelt.

Modern Talking fiel durch sehr hohe Falsett-Tonlagen und durch den schlagerhaften Gesang von Thomas Anders auf.

Die Gesangsleistung von Dieter Bohlen ist umstritten. 2001 einigten sich die drei Studiosänger Rolf Köhler, Detlef Wiedeke und Michael Scholz, die vor dem Berliner Landgericht geklagt hatten, mit Modern Talking auf eine Entschädigung von jeweils 100.000 DM. Sie und, wie nach früheren Dementis erst 2004 bekannt wurde, besonders der Schlagersänger Nino de Angelo waren maßgeblich für die charakteristisch hohen Stimmen im Klangensemble von Modern Talking verantwortlich. Das Duo bestand also gesanglich aus einem Sextett. Bis 1987 war noch der Studiosänger Birger Corleis an den Produktionen beteiligt. Für die neueren Alben wurden drei neue Studiosänger für den Gesang engagiert.

Es werden oft surrealistische Traumbilder und Klischees erwähnt („Boulevard Of Broken Dreams“ aus Geronimos Cadillac). Manchmal enthalten sie kleine Geschichten (wie die über Brother Louie – damit war Bohlens Co-Produzent Luis Rodriguez gemeint). Die Texte des Duos handeln zum Großteil von Liebe (Cheri Cheri Lady) und vom Gewinnen (Win The Race oder You Can Win If You Want).

Die Musikvideos von Modern Talking waren in den 1980er Jahren dominiert von Nebeleffekten, bunten Lichtern und geometrischen, klaren Formen wie Kugeln, Quadern, Pyramiden usw. Eine Besonderheit an dem Clip zu Brother Louie ist, dass für ihn Szenen aus dem Film "Es war einmal in Amerika" verwendet wurden.

Die Videoclips, die Modern Talking nach ihrem Comeback produzierten, zeigten Tänzerinnen in computeranimierten Kulissen und waren deutlich teurer und aufwändiger.

Modern Talking waren in den Medien oft präsent. Das liegt teils am großen Erfolg, teils aber auch an der Medienpräsenz der beiden Mitglieder. So erreichte Dieter Bohlen eine große Popularität durch seinen Sitz in der Jury der erfolgreichen Casting-Show Deutschland sucht den Superstar und Thomas Anders durch seine Tätigkeit als Moderator der Musik-Show Best of Formel Eins.

In den Medien waren Modern Talking immer wieder Angriffen bezüglich ihrer Musik und ihres Auftretens ausgesetzt und das Ziel zahlreicher Parodien. Eine beliebte Requisite zum Parodieren von Thomas Anders war z. B. die NORA-Kette (Geschenk und Liebeszeugnis seiner Ex-Frau Nora Balling), welche schon in der Realität sehr groß und gut sichtbar war und bei Parodien übergroß karikiert wurde. Dieter Bohlen reagierte auf die Kritik folgendermaßen: Diese Leute können nur Witze über jemanden machen, den man auch kennt, und Modern Talking kennt eben jeder.

In der ZDF-Sendung Unsere Besten zum Thema Die größten Musikstars aller Zeiten wurden Modern Talking auf Platz 13 gewählt.

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Deutschland sucht den Superstar

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Deutschland sucht den Superstar (Akronym: DSDS) ist eine deutsche Castingshow, die erstmals im Herbst 2002 vom Fernsehsender RTL ausgestrahlt wurde. Sie basiert auf der britischen Sendung Pop Idol, einem Konzept, das weltweit lizenziert wurde (zum Beispiel als American Idol in den Vereinigten Staaten oder Nouvelle Star in Frankreich). In Deutschland wird die Sendung von der GRUNDY Light Entertainment GmbH produziert.

DSDS kombiniert dabei das Konzept herkömmlicher Talentwettbewerbe mit interaktiven Elementen oder Cross-Channel-Konzeptionen. So werden beispielsweise die Zuschauer nach den Qualifikationsrunden (hier entscheidet ausschließlich eine Vor-Jury und schließlich die prominent besetzte Haupt-Jury) in die Abstimmung einbezogen: Sie sollen durch den Anruf bei einer gebührenpflichtigen Hotline für ihren Favoriten abstimmen, nach jeder Show soll nach Senderangaben der schlechtestplatzierte Kandidat die Show verlassen. Eine Jury gibt nach jedem Auftritt eine Beurteilung ab, die jedoch für das Weiterkommen nicht entscheidend ist. Neben dem Gesang sind auch andere Kategorien wie Outfit, Auftreten und persönliche Präferenzen für die Bewertung mit ausschlaggebend.

Moderiert wurde die erste Staffel von Michelle Hunziker und Carsten Spengemann. Die Jury bestand aus dem Produzenten, Komponisten und Sänger Dieter Bohlen, dem Radiomoderator Thomas Bug, der Musikjournalistin Shona Fraser und dem Ex-BMG-Plattenboss Thomas M. Stein. Das Magazin wurde von Peer Kusmagk und Tamara Gräfin von Nayhauß moderiert.

Die Finalshow der ersten deutschen Staffel am 8. März 2003 erreichte (bei Spitzenwerten bis zu 15,01 Millionen) eine durchschnittliche Einschaltquote von 12,8 Millionen Zuschauern.

Auch die Vermarktung der Nachwuchs-Sänger nach dem Ende der Staffel war anfangs erfolgreich. Alle fünf Erstplatzierten der ersten Staffel erreichten 2003 in den deutschen Singlecharts Plätze in den Top 10, Alexander Klaws und Daniel Küblböck erreichten sogar Platz 1. Die von allen Teilnehmern der ersten Staffel gesungene Single We Have A Dream war vom 13. Januar bis zum 17. Februar 2003 die meistverkaufte Single in Deutschland. Später brachten sie auch das Album United heraus. Sowohl Single als auch Album landeten in den Jahrescharts 2003 auf Platz 1. RTL schaffte 2003 nicht zuletzt dank der Produktion von Deutschland sucht den Superstar wieder den Sprung zurück in die Gewinnzone.

Nach den Castings folgten insgesamt neun Shows, die jeweils einem bestimmten Motto unterstanden. Nach jeder dieser Shows schied einer der Kandidaten aus. In den ersten beiden Mottoshows (My Superstar und Love Songs) lag, wie RTL nach dem Ende der Staffel bekannt gab, Judith Lefeber mit deutlichem Vorsprung vor Daniel Küblböck. Der spätere Sieger Alexander Klaws begann als Viertplatzierter und fiel in der zweiten Show sogar auf den fünften Platz zurück. Lefeber entschied sich jedoch nach zwei Sendungen, nicht weiter am Wettbewerb teilzunehmen. Ihre Stelle nahm die bereits im Vorfeld ausgeschiedene Nicole Süßmilch ein. Die dritte Mottoshow (Hits 2002) entschied Küblböck für sich (vor Juliette Schoppmann). Und die vierte Mottoshow (Musical) entschied Gracia Baur für sich (vor Küblböck), während Schoppmann überraschenderweise in dieser Kategorie, die sie vorher beruflich ausgeübt hatte, vorletzte wurde. In der fünften und sechsten Mottoshow (Hits der 80er-Jahre und Big Band) lag Küblböck vor Klaws. In den letzten drei Shows (Disco, Filmmusik und Finale) führte Klaws vor Schoppmann. Mit 70,2 Prozent zu 29,8 Prozent der Stimmen entschied Klaws das Finale für sich.

Die zweite Staffel von Deutschland sucht den Superstar startete im Herbst 2003. Sowohl das Moderatorenpaar als auch die Jury blieben unverändert. Die Show konnte an den Erfolg der ersten Staffel jedoch nicht anknüpfen. Dies spiegelte sich sowohl in den Einschaltquoten als auch in der Zahl der Telefonanrufe wider. Ebenso gab es eine große Differenz beim Verkauf der gemeinsam aufgenommenen Platten der Finalkandidaten. Auch der kommerzielle Erfolg der Siegerin war deutlich geringer als bei der ersten Staffel.

Nur durchschnittlich 5,33 Millionen Zuschauer sahen das Finale am 13. März 2004. Erfolgreichste Sendung der zweiten Staffel war das erste Casting mit 6,65 Millionen Zuschauern.

In dieser Staffel nahm auch der spätere Popstars-Gewinner Sascha Schmitz teil. Dieser kam unter die Top 50, schied dann aber aus.

Keine Plattenveröffentlichung, die mit DSDS 2 in Verbindung stand, konnte die Nummer Eins der deutschen Verkaufscharts erreichen: Die gemeinsame Single Believe in Miracles erreichte Platz acht, das gemeinsame Album Magic of Music wurde zwar Nummer zwei, hatte aber mit neun Wochen eine ungewöhnlich kurze Verweildauer in den Top 100. Lediglich die Siegerin, Elli Erl, veröffentlichte in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel drei Singles und ein Album, welche mit Ausnahme des Siegertitels This is my Life (Platz drei) nicht in die Top 30 kamen. Der Drittplatzierte Philippe Bühler startete seine Karriere Ende 2005 erst mit deutlichem zeitlichen Abstand. Gunther Göbbel veröffentlichte unter dem Namen Lemon Ice das Lied Stand By Me.

Da im Gegensatz zur ersten Staffel 13 Teilnehmer an der ersten Mottoshow teilnahmen, gab es zwei Shows mehr (und in der ersten Show schieden ausnahmsweise zwei Teilnehmer aus).

Die elf Shows standen jeweils wieder unter einem musikalischen Thema. Den nach Ende der Staffel von RTL veröffentlichten Zahlen zufolge führte nach der ersten Mottoshow (Mein Pop-Idol) Philippe Bühler vor Anke Wagner und Denise Tillmanns. Die spätere Siegerin Elli Erl wurde Vierte und konnte erst in der zehnten Mottoshow die Mehrheit der Telefonanrufe auf sich vereinigen. Die zweite Mottoshow (Rock- und Popballaden) entschied wiederum Philippe Bühler vor Denise Tillmanns für sich. Beide Teilnehmer tauschten die Plätze in der dritten Mottoshow (Mein Geburtsjahr), und in der Christmas Show lag Bühler wieder vor Tillmanns. Die fünfte Mottoshow (Elton John und Madonna) sah wieder Tillmanns vorne (vor Benjamin Martell). Ihre Führung behielt sie in der sechsten Mottoshow (Big Band), dann wieder mit Bühler als Zweitem. In der siebten und achten Mottoshow (Hits der 1970er-Jahre und Filmmusik) lag wieder Bühler vor Tillmanns. Beide tauschten in der neunten Mottoshow (Songs der Jury) erneut die Plätze, wohingegen in der zehnten Mottoshow (Hits der 60er) erstmals Elli Erl vorne lag. Sie gewann das Finale mit 61 Prozent zu 39 Prozent der Stimmen gegen Denise Tillmanns.

Am 16. November 2005 begann die Ausstrahlung der dritten Staffel. Die bisherigen Moderatoren wurden von Tooske Ragas und Marco Schreyl abgelöst. Das Magazin zur Sendung wurde von Nina Moghaddam und David Wilms moderiert. Die Jury wurde auf drei Personen verkleinert und überwiegend neu besetzt, neben Dieter Bohlen bewerteten nun Sylvia Kollek und Heinz Henn die Kandidaten.

In der ersten Top-20-Show nahm der spätere Popstars-Gewinner Julian Kasprzik teil und schied aus.

Die Themen der Mottoshows waren in chronologischer Reihenfolge Greatest Hits, 80er Jahre, Rock, Big Band, Love Songs, Nummer-Eins-Hits, Soul und Kuschelrock. Nachdem die Einschaltquoten in der zweiten Staffel nicht zufriedenstellend waren, kehrte RTL mit der dritten Staffel wieder zum in Staffel 1 erprobten Aufbau der Sendung mit nur neun statt elf Mottoshows zurück.

In der ersten Mottoshow lag Vanessa Jean Dedmon mit 35,1 Prozent weit vor Nevio Passaro mit 13,3 Prozent. Schon in der zweiten Mottoshow lag der spätere Gewinner Tobias Regner mit 28,3 Prozent vor Vanessa Jean Dedmon. Der nachgerückte Didi Knoblauch konnte die dritte Mottoshow mit 20 Prozent vor Mike Leon Grosch (mit 19,7 Prozent) für sich entscheiden. Die Bigband Show ging auf das Konto von Mike Leon Grosch, Zweite wurde Vanessa Jean Dedmon knapp vor Anna-Maria Zimmermann und Tobias Regner. Die fünfte Show entschied wiederum Mike Leon Grosch vor Vanessa Jean Dedmon für sich, während Tobias Regner als Fünfter von sechs knapp am Ausscheiden vorbeigekommen war. Im Halbfinale entfielen 59 Prozent der Stimmen auf Tobias Regner.

Einer der Kandidaten, Stephan Darnstaedt, gab vor der dritten Mottoshow seinen freiwilligen Ausstieg bekannt. Als Grund nannte er die zu hohe psychische Belastung. Nachrücker für Darnstaedt wurde der zuvor in den Top-20-Shows knapp gescheiterte Didi Knoblauch. Das Finale am 18. März 2006 bestritten Mike Leon Grosch und Tobias Regner, der sich mit 54,6 Prozent der Stimmen knapp durchsetzen konnte.

Die Einschaltquote der Finalshow lag bei 7,04 Millionen Zuschauern. Im Vergleich zur zweiten Staffel war die dritte Staffel wieder erfolgreicher, erreichte jedoch nicht die Spitzenwerte der ersten Staffel.

Die dritte Staffel sorgte für viel Wirbel. Zum einen schied der Kandidat Didi Knoblauch in der Sendung vom 19. Februar 2006 vorzeitig im Videotext bei RTL aus, und das Siegerlied von Tobias Regner, I Still Burn, war nicht, wie von RTL behauptet eigens für ihn geschrieben, sondern nur eingekauft.

Aufgrund der hohen Einschaltquoten der dritten Staffel wurde eine vierte Staffel produziert. Die Moderatoren waren die gleichen der dritten Staffel. In dieser Staffel moderierte wieder Nina Moghaddam das Magazin zur Sendung. Die Jury war mit Dieter Bohlen und Heinz Henn besetzt; Sylvia Kollek wurde durch Anja Lukaseder ersetzt.

Die Castings der vierten Staffel fanden im August, September und Oktober 2006 in den deutschen Städten Hamburg, München, Berlin, Köln, Wiesbaden, Stuttgart und Dresden sowie auf der spanischen Insel Mallorca statt. Insgesamt bewarben sich 28.597 Kandidaten.

Die Top-20-Shows der männlichen Kandidaten entschied jeweils Mark Medlock mit zuerst 41,25 Prozent und dann mit 33,23 Prozent für sich. Zweitplatzierter waren jeweils Thomas Enns (12,89 Prozent) und Martin Stosch (20,40 Prozent). Die Top-20-Shows der weiblichen Kandidaten hatten jeweils Lisa Bund zur Siegerin (38,52 Prozent und 31,33 Prozent). Zweitplatzierte war beide Male Francisca Urio (19,46 Prozent und 30,05 Prozent). Der als Favorit gehandelte Dennis Haberlach schied als Drittletzter mit 8,59 Prozent nur knapp gegen den späteren Favoriten Max Buskohl (9,24 Prozent) aus. Der für Roman Lob nachgerückte Tristan Iser konnte mit seiner Darbietung (0,92 Prozent) kaum für sich überzeugen und somit seine Chance nicht nutzen.

In der ersten Mottoshow lag Mark Medlock mit 25,85 Prozent vor Lisa Bund (21,24 Prozent) und Francisca Urio (15 Prozent). Das war das erste und einzige Mal, dass Medlock unter der 30-Prozent-Marke lag, was mit der hohen Teilnehmerzahl (insgesamt zehn Kandidaten) zu erklären ist. In der zweiten Mottoshow konnte Mark Medlock mit 30,77 Prozent seinen Vorsprung gegen die nun Zweitplatzierte Lauren Talbot (11,8 Prozent) und die knapp dahinterliegende Dritte Lisa Bund (11,79 Prozent) ausbauen. In der dritten Mottoshow konnte Mark Medlock seine Pole-Position mit 30,43 Prozent erneut verteidigen und ist nun als Favorit prädestiniert. Zweitplatzierte war wieder Lisa Bund mit 14,99 Prozent. Auch in der „Hits von Heute“-Show ging der Sieg auf das Konto von Mark Medlock mit 31,64 Prozent während die als Favoritin geltende Francisca Urio mit 10,46 Prozent knapp gegen den späteren Finalisten Martin Stosch (10,61 Prozent) ausschied. Die in der Show viel gescholtene Lauren Talbot konnte sich dagegen mit 12,38 Prozent mit einem zweiten Platz schmücken, hatte aber nicht mal zwei Prozent Vorsprung zu Urio – alle Kandidaten hinter Medlock haben somit Stimmenanteile zwischen 12,38 Prozent und 10,46 Prozent erhalten. Mark Medlock siegte in der Big-Band-Show mit 34,62 Prozent. Erstmals konnte sich Max Buskohl mit 17,78 Prozent auf Platz 2 hieven und Martin Stosch bekam mit 10,3 Prozent wieder den vorletzten Platz. Wenig Änderung in der sechsten Mottoshow: Mark Medlock mit 36,06 Prozent auf Platz eins, Max Buskohl mit 19,88 Prozent auf Platz zwei und Martin Stosch mit 15,36 Prozent auf den vorletzten Platz. In der siebten Mottoshow, in der die Kandidaten erstmals mit zwei Liedern antreten musste, konnte Mark Medlock wie gewohnt den ersten Platz mit einer fast absoluten Mehrheit von 48,13 Prozent einheimsen. Martin Stosch hätte mit 15,43 Prozent ausscheiden müssen, was zuerst auch der Fall war – doch tatsächlich ausgeschieden ist kaum zwölf Stunden später Max Buskohl, der in seiner letzten Show mit 19,8 Prozent wieder den zweiten Platz belegte. Zunächst tauchten Behauptungen auf, Buskohl wäre durch RTL vorzeitig disqualifiziert worden, da er Interviews und andere Pressetermine nicht wahrnahm, mehrfach mit dem Ausstieg aus der Show gedroht hatte und auf einem Vertrag mit seiner Band Empty Trash bestand. Der Sender bezeichnete jedoch den Vorgang im Anschluss als freiwilligen Rücktritt. Nach diesem turbulenten Ausstieg konnte Martin Stosch im Halbfinale seine zweite Chance nutzen und setzte sich mit 22,27 Prozent diesmal gegen Lisa Bund (18,74 Prozent) durch, jedoch nicht gegen Favorit Mark Medlock, der – ebenfalls wie einst Tobias Regner im Halbfinale der dritten Staffel – ganze 59 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte. Beim Finale am 5. Mai 2007 gewann Mark Medlock mit 78,02 Prozent der Anrufe vor Martin Stosch (21,98 Prozent) die vierte Staffel von Deutschland sucht den Superstar. Medlock schaffte in dieser Staffel, genau wie in der fünften Thomas Godoj, dass er von der ersten Top-20-Show bis zum Finale die höchsten Anruferzahlen hatte.

Die Einschaltquoten der Finalshow betrugen 5,99 Millionen (30,4 Prozent Marktanteil) und 3,63 Millionen in der werberelevanten Zielgruppe (40,8 Prozent Marktanteil). Somit konnte RTL nicht an die Quoten der Finalshow der dritten Staffel, in der der Marktanteil mehr als 50 Prozent in der werberelevanten Gruppe betrug, herankommen. Obwohl die Quoten der gesamten vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar die bisher schlechtesten waren, lag RTL mit dem Format noch weit über dem Senderschnitt.

Zum ersten Mal gab es auch einen Videoclip-Contest der Sendung im Internet, den die 18-jährige Schülerin Mandy Linz aus Arnstadt in Thüringen gewann.

Aufgrund des Erfolges der vierten Staffel von Deutschland sucht den Superstar wurde bereits vor dem Finale der Staffel bekanntgegeben, dass 2008 eine fünfte Staffel produziert werden sollte. Dieter Bohlen und Anja Lukaseder blieben der Jury erhalten, Jury-Mitglied Heinz Henn allerdings wurde durch den Manager der Fantastischen Vier, Andreas „Bär“ Läsker, ersetzt. Moderatorin Tooske Ragas war ebenfalls nicht mehr dabei. Es gab somit keine Co-Moderatorin, so dass Marco Schreyl die Sendung alleine moderierte. Die Moderation des Magazins zur Sendung übernahm wieder Nina Moghaddam.

Die Top-20-Shows wurden durch eine einzige Live-Show Jetzt oder Nie ersetzt. Aus den 15 aus dem Recall verbliebenen Kandidaten wählten Zuschauer und Jury je fünf Teilnehmer aus, die in die Mottoshows einziehen sollten.

Neben sechs deutschen Städten, darunter Berlin als einzige Stadt in Ostdeutschland, fanden die Castings von August bis November 2007 auch auf Mallorca sowie zum ersten Mal auf Ibiza statt.

Roman Lob, der in der vierten Staffel aufgrund einer Kehlkopfentzündung ausscheiden musste, aber von Bohlen eine weitere Chance auf den Superstar-Titel in Staffel 5 erhielt, verzichtete auf dieses Freilos, da er seine begonnene Ausbildung nicht gefährden wollte.

Die fünfte Staffel von DSDS begann am Mittwoch, dem 23. Januar 2008, um 20:15 Uhr. Es gewann Thomas Godoj mit 62,20 Prozent der Stimmen. Thomas Godoj schaffte etwas, was außer ihm und Mark Medlock bis jetzt kein Kandidat bei DSDS schaffte: Er hatte von der ersten Top-15-Show bis zum Finale die höchsten Anruferzahlen.

In einem Interview mit der Westfälischen Rundschau (WR) bestätigte der RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger im Mai 2008, dass es eine sechste Staffel geben werde. Dies hatte Moderator Marco Schreyl bereits in der finalen Mottoshow der fünften Staffel einige Tage zuvor angekündigt. Als Grund gab Sänger an, dass der Marktanteil mit über 30 Prozent in der werberelevanten Gruppe zu einer Fortsetzung verpflichte. Er sagte weiter, dass es einige Veränderungen in der neuen Staffel geben werde, vor allem der dokumentarische Aspekt solle gestärkt werden. Grundsätzlich bleibe jedoch alles beim Alten.

RTL wollte für das Casting in Bremen das Rathaus mieten. Dies verweigerte die Stadtregierung. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) sagte dazu: „Unsere bremischen Bemühungen um eine von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägte Jugendkultur, für die die jährliche Nacht der Jugend im Rathaus beispielhaft steht, werden durch ein solches Sendeformat geradezu konterkariert.“ Das Rathaus werde auf keinen Fall für eine Show-Veranstaltung geöffnet, in der Menschen „gezielt erniedrigt“ würden. Dieter Bohlen erwiderte darauf: „Ich wäre sowieso lieber nach Oldenburg gegangen. Da bin ich geboren und da gefällt es mir sowieso besser. Bei uns kommen die Leute freiwillig, weil sie Spaß an der Sendung haben. Diesen Spaß hat der Bürgermeister seinen Bremern jetzt genommen.“ Das Casting fand schließlich tatsächlich in Oldenburg statt.

Die Kandidaten der Sendung wurden erstmals mit einem sogenannten Casting-Truck ermittelt. Die Vorcastings fanden in Oldenburg, Stuttgart, Saarbrücken, Frankfurt am Main, Erfurt, Dresden, Hamburg, Rostock, Hannover, Münster und München statt. Hierbei war die Jury wie üblich nicht anwesend. Die Bewerbungen für das Casting dauerten bis zum 15. August 2008 an.

Am 3. Oktober 2008 gab RTL bekannt, dass man sich von den bisherigen Jurymitgliedern Anja Lukaseder und Andreas „Bär“ Läsker getrennt habe. Sie wurden in der Saison 2009 durch Musikmanager Volker Neumüller sowie die MTV-Moderatorin Nina Eichinger ersetzt. Der ursprünglich vorgesehene Max von Thun trat nach dem ersten Casting zurück.

Die sechste Staffel startete bei RTL am 21. Januar 2009 und wird wieder von Marco Schreyl moderiert. Nina Moghaddam übernimmt erneut die Moderation des Magazins zur Sendung.

120 Teilnehmer schafften es in den Recall, der sich über vier Ausstrahlungstermine streckte. Im „neuen Recall“ auf Teneriffa (Spanien) mussten die Teilnehmer erstmals Mutproben durchstehen. Zum Beispiel wurde den Kandidatinnen eine Riesenschlange um den Hals gelegt und die männlichen Kandidaten mussten kopfüber hängend ein Lied singen. Nach den vier Terminen reisten 25 DSDS-Kandidaten nach Berlin und traten dort im Theater am Potsdamer Platz erneut einzeln vor der Jury auf.

Die 15 besten Kandidaten kämpften am 28. Februar in der „Jetzt oder nie“-Show um den Einzug in die Mottoshows. Hierbei wurde erstmals ein Telefonvoting durchgeführt. Die fünf Kandidaten mit den meisten Anrufen zogen direkt in die Mottoshows ein. Aus den zehn restlichen wählte die Jury fünf weitere aus.

Vanessa Civiello stieg aus persönlichen Gründen noch vor der ersten Mottoshow aus der Show aus. Für sie bekam Michelle Bowers ihre zweite Chance und durfte mit in die Top-10-Show, schied jedoch direkt wieder aus.

In der zweiten Mottoshow am 14. März präsentierte Superstar Seal seine neue Single I Can't Stand The Rain.

Am 31. Mai 2008 strahlte RTL „DSDS – Das große Wiedersehen“ aus. Es trafen sich die Teilnehmer aus allen bisherigen Staffeln und wählten ihren Star der Stars. Es gewann Linda Teodosiu aus der fünften Staffel, Zweite wurde Juliette Schoppmann aus der ersten Staffel und Dritte Francisca Urio aus der vierten Staffel.

Durch Deutschland sucht den Superstar erreichten mehrere der Teilnehmer eine zumindest kurze bis mittelfristige Medienprominenz im deutschsprachigen Raum. Dauerhaft konnte sich jedoch keiner wirklich in der Industrie etablieren, auch wenn insbesondere die Erstveröffentlichungen teilweise recht beachtliche Verkäufe erzielten und die Show zahlreiche Lieder in den Top 10 platzierte, darunter auch mehrere Nummer-Eins-Hits. Dem Anspruch eines Superstars auf nationaler oder gar internationaler Ebene konnte jedoch bisher keiner der Teilnehmer oder Gewinner gerecht werden. Durch den Erfolg von Deutschland sucht den Superstar wurden andere Sender animiert, eine eigene Castingshow ins Programm zu nehmen.

Aufsehen erregte der Kandidat Menderes Bagci, der sich in allen sechs Staffeln bewarb, jedoch jedes Mal abgelehnt wurde. Als Belohnung für seine Hartnäckigkeit wurde ihm in der vierten Mottoshow der vierten Staffel ein Auftritt zugesagt. Ab der fünften Staffel wurde ihm von Dieter Bohlen Auftrittsverbot bei Deutschland sucht den Superstar erteilt, welches er in seinem Buch jedoch wieder aufhob.

In der vierten Staffel wurde der Kandidat Max Buskohl aus der Sendung entlassen – nach der Aussage von RTL auf seinen Wunsch hin –, da er lieber mit seiner Band Empty Trash Musik machen wollte. Da Max Buskohl eine Woche später nicht mit seiner Band bei TV total auftreten durfte, veranstaltete Stefan Raab die Castingshow SSDSDSSWEMUGABRTLAD (Stefan sucht den Superstar der singen soll was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf).

Monika Ivkic, eine Teilnehmerin der fünften Staffel, nahm zuvor bereits beim österreichischen Format Starmania teil und schied dort bei der ersten Finalshow aus. Außerdem bewarb sie sich schon zweimal bei der ProSieben-Castingshow Popstars.

Einige Kritiker der Sendung bezweifeln deren musikalische Ernsthaftigkeit bzw. die mangelnde Konsequenz, die eigentlich aus dem musikalischen Anspruch resultieren sollte. So wird beispielsweise in den ersten Castingrunden offensichtlich gerade völlig Untalentierten viel Sendezeit eingeräumt, während ein Teil weitaus talentierterer Kandidaten oft bereits im selten erwähnten Vorausscheid von vornherein ausgesondert wird. So erscheint vor allem die teilweise als beleidigend empfundene Kritik der Jury an einigen unbegabten Kandidaten zwar in der Sache als durchaus berechtigt, gleichzeitig jedoch auch als planmäßig erwartet, denn es stellt sich die Frage, weshalb diese Kandidaten überhaupt erst das Vorcasting bestehen und vor die Jury gelassen werden konnten. Laut der Hamburger Medien-Professorin Joan Kristin Bleicher „werden die Sprüche von Dieter Bohlen bewusst lanciert, um einen begleitenden Skandal zu haben“. Auffallend ist zudem, dass im Verlauf der vierten Staffel die Show einen deutlichen Zuschauer- und Quotenrückgang hinnehmen musste. Kritiker führen dies auf die Wahrnehmung der Zielgruppe zurück, die Sendung eher als Spaßveranstaltung als einen ernstzunehmenden Musikwettbewerb zu bewerten.

Insbesondere Privatsender wie RTL sind von guten Einschaltquoten abhängig, welche sich durch polarisierende Charaktere erfahrungsgemäß erhöhen lassen. So wird auch verständlicher, weshalb sich bereits seit der ersten Staffel auch einige Teilnehmer – vor allem Daniel Küblböck – sehr lange in der Sendung halten konnten, deren Anwesenheit eher der Unterhaltung der Zuschauer zu dienen schien, als dem Finden eines gesanglichen Superstars, wie er beständig skizziert wird.

In den späteren Runden entscheiden die Zuschauer durch gebührenpflichtige Telefonanrufe, wer aus der Sendung ausscheidet und wer nicht, bzw. wer der Sieger der jeweiligen Show ist. Weder Sender noch Jury haben offiziell einen Einfluss darauf, obwohl es durchaus Spekulationen rund um dieses Televoting gibt. Zuschauer zweifelten die Richtigkeit der Ergebnisse an und Hacker meldeten sich, die angaben, das System manipuliert zu haben. Ein weiteres Problem der per Telefonanruf erfolgenden Abstimmung ist die sehr häufig auftretende Überlastung der Televoting-Zentrale, sodass nicht alle Anrufer in dem zumindest bei großen Live-Sendungen zu kurz gesteckten Zeitraum gezählt werden können. Anderseits können zur Manipulation auch Mehrfachanrufe oder sogar Callcenter eingesetzt werden. RTL trat aufgekommenen Manipulationsvorwürfen, welche auch bei anderen Castingshows vorkamen, durch Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse entgegen, was jedoch einige der Vermutungen nicht auszuräumen vermochte.

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) leitete im Januar 2007 ein Prüfverfahren zu DSDS wegen „möglicher sozialethischer Desorientierung von Kindern und Jugendlichen“ ein. Bei der KJM waren bis dahin auch eine Reihe von Beschwerden aus der Bevölkerung eingegangen. Antisoziales Verhalten, so die KJM, werde von einer Identifikationsfigur wie Dieter Bohlen als cool und erfolg­ver­sprechend dargestellt. Respektlosigkeiten im Umgang miteinander gehörten zur Machart der Sendung. Es handele sich nicht um singuläre Entgleisungen, sondern offenbar um eine bewusste Inszenierung durch den Sender, so der Vorsitzende der KJM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring. In einer Sitzung Anfang März 2007 diskutierte die KJM im Rahmen einer Anhörung mit Vertretern des Senders RTL über das Sendungsformat von DSDS. Der Sender hatte vorangehend in einer schriftlichen Stellungnahme erklärt, dass die Programmverantwortlichen die Sendung nicht als Verstoß gegen die Jugendschutzbestimmungen betrachteten, gleichzeitig aber auch eingeräumt, dass Dieter Bohlen Kandidaten in zum Teil grenzwertiger Weise bewerte. Die RTL-Vertreter betonten im Gespräch den Drang zur Selbstdarstellung der Kandidaten, die „im Übrigen auch über die redaktionelle Gestaltung ihres Auftritts umfassend aufgeklärt“ würden. Unter Berücksichtigung der Anhörungsergebnisse entschied die KJM, dass RTL in bestimmten Nachmittags-Sendungen im Januar 2007 gegen die Jugend­schutz­bestimmungen verstoßen habe. Beleidigende Kommen­tare der Jury sowie die redaktionelle Aufbereitung und Inszenierung der Auftritte einiger Kandidaten seien geeignet, die Entwicklung von Kindern unter zwölf Jah­ren zu beeinträchtigen. In einem Massenmedium werde vorgeführt, wie Menschen herab­gesetzt, verspottet und lächerlich gemacht werden. Antisoziales Verhalten werde auf diese Weise als Normalität dargestellt. Dies könne Werten wie Mitgefühl, Respekt und Solidarität mit anderen entgegenwirken. Auch die Ausstrahlung der betreffenden Sendungen im Hauptabendprogramm sieht die KJM in Hinblick auf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 16 kritisch und erwartet künftig die Vorlage bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) bereits in den Produktionsprozessen sowie eine intensive Diskussion über mögliche Jugendschutzprobleme. Trotz der Feststellungen der KJM muss DSDS nicht ins Spätprogramm von RTL verschoben werden, was eine übliche Vorgehensweise bei jugendgefährdenden Sendungen ist. Die KJM werde DSDS jedoch verstärkt kontrollieren und analysieren.

Ende 2003/Anfang 2004 initiierte der seinerseits in Teilen seiner Medienauftritte umstrittene Stefan Raab in seiner Sendung TV total den Wettbewerb SSDSGPS (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star) bewusst als Kontrast zu Deutschland sucht den Superstar. Raab bezeichnete DSDS in einem Interview mit dem Spiegel „als inszeniertes Abwatschen armer Seelen, das nur niederste Instinkte befriedige“. Für das Konzept seiner Castingshow erhielt Raab 2005 den Adolf-Grimme-Preis (Spezialpreis). Die Jury des Grimme-Instituts zog in der Begründung unter anderem einen Vergleich zwischen SSDSGPS und DSDS und stellte fest: „… ‚SSDSGPS‘ kann dabei als Gegenmodell gesehen werden zu gelackten Megaveranstaltungen, wo mit bigottem Ernst suggeriert wird, echte Superstars zu kreieren, tatsächlich aber synthetische Sangesmarionetten installiert werden, zum schnellstmöglichen kommerziellen Gebrauch, mit Nachhaltigkeitsfaktor Null – es sei denn, sie existieren in einer Witzfigurenfunktion für die Klatschpresse weiter“ (was sich auf Daniel Küblböck bezog). Raab kritisierte mit seiner Aktion „Freiheit für Max Buskohl“ die „Knebelverträge“ von RTL für die Kandidaten in der vierten Staffel, da es diesem Kandidaten durch seine Vertragsbindung an RTL nicht gestattet sei, auf ProSieben bei TV Total aufzutreten. Dabei lässt er außer Acht, dass für die Kandidaten der Castingshow Popstars von ProSieben ähnliche Verträge gelten. Kritiker behaupten, dass sich Raab eher für den Konflikt mit RTL interessiere als für Max Buskohl selbst. Von Medienexperten wird aber durch diesen Konflikt von einem positiven Effekt auf die Quoten beider Sendungen, TV Total und Deutschland sucht den Superstar, ausgegangen.

Es wurden insbesondere die erste, dritte und vierte Staffel durch intensive Berichterstattung in der Boulevardzeitung Bild begleitet. Typischerweise geschieht dieses durch mehrtägige Kampagnen über die Beteiligten (Kandidaten und deren Umfeld, Moderatoren, Mitglieder der Jury) vor und nach den Sendeterminen oder durch die Skandalisierung von Ereignissen in der Sendung. Mehrere Teilnehmer konnten sich über einen beachtlichen Zeitraum in der Welt des Boulevards in der Rolle eines Prominenten etablieren, auch außerhalb der RTL-Gruppe.

Sowohl die österreichische Band Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV) als auch die Böhsen Onkelz befassen sich mit ihren Liedern Popstar bzw. Superstar kritisch und teils ironisch untersetzt mit dem Trend der Castingshows à la DSDS. Weiter gibt es noch die Mädchenpunkband Lili ebenfalls mit Superstar, Massive Töne mit Chartbreaker und Oomph! mit Gott ist ein Popstar.

Im Jahr 2003 wurde Deutschland sucht den Superstar als „Beste Unterhaltungssendung“ mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Drei Jahre später wurde der Preis erneut an die Casting-Show verliehen: Florian Wieder erhielt insbesondere für das Bühnenbild von DSDS den Deutschen Fernsehpreis 2006 in der Kategorie „Beste Ausstattung (Bühnenbild/Studiodesign)“.

Im Juni 2008 erhielt das Mobile-Angebot von DSDS den Konvergenz-Preis des jährlich verliehenen made for mobile Awards.

Die einzelnen Abstimmungsergebnisse sind unter www.dwdl.de abrufbar.

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Source : Wikipedia