Dialer

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Geschrieben von tron 15/03/2009 @ 23:12

Tags : dialer, malware, computer, high-tech

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Dialer

Dialer (deutsch: Einwahlprogramme) sind im engeren Sinne Computerprogramme, mit deren Hilfe über das analoge Telefon- oder das ISDN-Netz eine Wählverbindung zum Internet oder anderen Computernetzwerken aufgebaut werden kann. So ist bei vielen Betriebssystemen bereits ein Standard-Einwahlprogramm für Verbindungen nach dem Point-to-Point Protocol (PPP) mitgeliefert. Bei Windows nennt es sich „DFÜ-Netzwerk“. Das Einwahlprogramm muss gestartet werden, wenn man eine Internetverbindung aufbauen möchte und so lange laufen bis man diese schließt.

Als Erfinder des Dialers gilt Toni Saretzki, der mit seiner Firma TSCash GmbH Marktführer im deutschsprachigen Europa wurde. Der ursprünglich erfundene Dialer war seriös und eine gut zu nutzende und bequeme Zahlungsmethode.

Viele Provider bieten Installations-CDs an, die es unerfahrenen Kunden vereinfachen sollen, einen passenden Internetzugang einzurichten. Dies geschieht entweder dadurch, dass ein Eintrag im DFÜ-Netzwerk des Windows-Betriebssystems erstellt wird, oder aber dadurch, dass ein firmenspezifisches Einwahlprogramm (zum Beispiel die AOL-Software) installiert wird. Oft wird dabei im weiteren Sinne nicht nur das Einwahlprogramm selbst, sondern auch dessen Installationsprogramm als „Dialer“ bezeichnet.

Bei den Internet-by-Call-Software Least Cost Routern handelt es sich auch um Einwahlprogramme, der Begriff Dialer wird für sie jedoch in der Regel nicht verwendet - er erstreckt sich im üblichen Sprachgebrauch nur auf die Premium-Rate-Dialer.

Zudem werden Softphones und Anwahl-Programme (etwa die Windows-Wählhilfe) für herkömmliche Festnetz-Sprachverbindungen gelegentlich auch als Dialer-Programme bezeichnet (engl. to dial umfasst sowohl anwählen als auch einwählen).

0900-Dialer (auch Premium-Rate-Dialer oder Webdialer genannt, früher „0190-Dialer“) dienen dazu, kostenpflichtige Online-Mehrwertdienste zu vermarkten und Geldbeträge im Internet abzurechnen. Solche Dialernummern erkennt man seit dem 1. Januar 2006 an der Ziffer "9": 0900-9...

Zur Abrechnung solcher Mehrwertdienste wurden spezielle Einwahlnummern eingerichtet. Diese waren zunächst nur dafür gedacht, z. B. Wettervorhersagen oder Gewinnspiele über die Telefonrechnung abzurechnen. Dazu wählte sich der Kunde über eine 0900-Telefonnummer ein und ließ sich die Kosten über die Telefonrechnung abbuchen. Dasselbe Prinzip wurde bald auch für die Interneteinwahl genutzt.

Der Anbieter eines Internet-Dienstes lässt seine Kunden über eine 09009-Nummer einwählen und verdient an den fälligen, (teilweise) hohen Onlinegebühren. Die Verbindungskosten sind meist deutlich höher als bei normalen Internet-Verbindungen, was sich aus der Abrechnung der zur Verfügung gestellten Dienstleistung ergibt. Anders als bei den früheren 0190-Nummern gibt es keine einheitlichen Gebühren für spezielle 0900-Einwahlnummern. Diese müssen jedoch nun angezeigt werden.

Es gibt auch so genannte DSL-Dialer. Allerdings ist diese Bezeichnung nicht korrekt. Per DSL lassen sich keine 0190/0900-Gebühren abrechnen. Deswegen muss man mit seinem Telefon eine 0900-Rufnummer wählen, um ein bestimmtes Angebot in Anspruch nehmen zu können. Solange diese Verbindung besteht, kann der Kunde ein kostenpflichtiges Internet-Angebot besuchen. Wenn man den Hörer auflegt, wird das Angebot, z. B. eine Website, nicht länger zur Verfügung gestellt.

Heute denkt man beim Begriff „Dialer“ gewöhnlich an solche Dialer, die von unseriösen, teilweise kriminellen Anbietern verbreitet werden, die ohne ausdrückliche oder nur unzureichende Zustimmung des Kunden erhöhte Gebühren abrechnen. Seit November 2003 ist der Begriff 0190-Dialer allerdings nicht mehr ganz korrekt. Damals wurde für Dialer in Deutschland zwingend die gesonderte Rufnummerngasse 0900-9 eingeführt. Dialer, die sich über andere als diese Nummerngasse einwählen, können nicht – wie vorgeschrieben – bei der Bundesnetzagentur registriert werden und sind damit illegal.

Mit ähnlichen Tricks wie Viren und Würmer werden die Programme vorwiegend auf PCs mit dem Betriebssystem Windows installiert. Danach baut diese Software – ohne das Wissen des Benutzers – neue, kostenpflichtige Verbindungen zu teuren Mehrwertdienste-Nummern auf. Da das Wissen zu Datensicherheit und Datenschutz bei vielen Internetnutzern sehr wenig verbreitet ist, haben Betrüger im Netz oft leichtes Spiel.

Es gibt aber auch Dialer - sogenannte Hack/Crack-Dialer -, die sich auf einem PC einnisten und dann über Suchmaschinen kostenpflichtige Seiten aufsuchen. Solche Seiten wollen wissen, über welches Verfahren abgerechnet werden soll. Das übernimmt der Cracker. Er meldet der Seite, dass der PC des Betroffenen über die Telefonrechnung abrechnen möchte. Zum Glück sind diese Programme nicht sehr stabil und können sich häufig nur einmal aktivieren, doch findet man oft in der Systemkonfiguration einige Reste, zum Beispiel unter der Internetverbindung.

Weitere Spuren: Manche Browser haben die Seiten, auf denen der Hack-Dialer war, im Verlauf, da sie ja über dieselbe Verbindung auch ins Internet gehen.

Ein Anfang 2003 aufgetauchtes Visual-Basic-Script installierte zum Beispiel ein Trojanisches Pferd, das Werte in der Windows-Registry und in den Sicherheitseinstellungen des Internet Explorers veränderte, damit ActiveX-Steuerelemente ohne Warnung aus dem Internet geladen werden können. Durch den Aufruf einer solchen Seite oder per E-Mail wurde ein teurer Dialer aus dem Internet heruntergeladen. Das Script schaltete auch den Modemlautsprecher ab und unterdrückte die Meldungen während des Aufbaus einer DFÜ-Verbindung. Davon waren besonders Benutzer der Programme Outlook, Outlook Express und des Internet Explorers betroffen, wenn die Ausführung von ActiveX-Objekten oder JavaScript in den Sicherheitseinstellungen erlaubt und die neuesten Sicherheitspatches von Microsoft nicht eingespielt waren.

In den Jahren 2002 und 2003 wurden dubiose Dialer auch mit Hilfe angeblicher Virenschutzprogramme bei ahnungslosen Internetnutzern installiert: Werbezuschriften per E-Mail von einem angeblichen „AntiVirus Team“ enthielten z. T. im Betreff den Zusatz „Weiterleiten“, bewarben aber per Link ein Programm namens 'downloadtool.exe' oder 'antivirus.exe', das in Wirklichkeit einen 0190-Dialer darstellte. Eine andere Masche waren E-Mails, in denen dem Empfänger für seine Hilfe und Unterstützung gedankt wurde und er per Klick einen Blick auf die neue Webseite werfen sollte. Wer seine Neugier nicht zügeln konnte, auf den wartete dann ein Dialer-Download. Weiter gab es Grußkarten-Mails, in denen ein Link angegeben war, der eine Webseite öffnete, auf der den Nutzern des Internet Explorers ein ActiveX-Plug-in aufgenötigt wurde, das wiederum heimlich einen Dialer installierte.

Um Missbräuchen und ihren rechtlichen Konsequenzen für den "Nutzer" vorzubeugen, ist eine umfangreiche Rechtsprechung entstanden und schließlich auch ein neues Gesetz (Mehrwertdienstegesetz (MWD-Gesetz)) verabschiedet worden, das regelt, welche Bedingungen ein Dialer erfüllen muss, damit der "Nutzer" auch zur Zahlung des Entgelts verpflichtet ist. Seither sind 0190-Dialer grundsätzlich nicht mehr zulässig, alle Dialer müssen mit 0900-9 anfangen. Weiterhin müssen alle Dialer bei der Bundesnetzagentur gemeldet sein; dort sind die Anbieter auch registriert.

Um sich zu schützen, kann man bei seiner Telefongesellschaft eine Sperrung aller 0190-Nummern bzw. 0900-9-Nummern für den eigenen Anschluss beantragen. Diese Sperrung betrifft dann allerdings auch den Faxabruf von Informationen – die etwa in TV-Sendungen angeboten werden – und gilt auch für Support-Rufnummern. Selbst die eigentlich sicheren Vorwahlen 0191 bis 0195, die für den Internetzugang per Modem reserviert sein sollten, wurden bereits von Dialer-Anbietern missbraucht .

Aktuell hat sich das Dialerproblem mehr auf Auslands- bzw. Satellitenziele verlagert. Der befallene PC weist kaum noch Spuren der Dialersoftware auf, da fast alle Routinen nur temporär installiert werden und beim Ausschalten verschwinden. Die Zielrufnummern werden dabei aktuell aus dem Internet geladen und wechseln i. d. R. häufig. Hier auflaufende Kosten sollten beim rechnungsstellenden Netzbetreiber reklamiert werden, da auch diese Dialereinwahlen ungesetzlich sind und eine nicht vorhandene Zahlungspflicht abgeleitet werden kann.

Als zusätzlichen Schutz vor Dialern gibt es im Elektronik-Fachhandel sogenannte "Dialer-Blocker", der zwischen Computer und TAE-Anschlussdose installiert wird. In dieses Gerät können bis zu 12 Rufnummern als Positivliste eingegeben werden. Sobald eine Rufnummer nicht mit den gespeicherten Nummern übereinstimmt, wird der Anwahlversuch unterbunden.

Seit dem 15. August 2003 ist in Deutschland das „Gesetz zur Bekämpfung des Missbrauchs von (0)190er/(0)900er Mehrwertdiensterufnummern“ in Kraft getreten.

Am 4. März 2004 entschied der Bundesgerichtshof, dass für Dialernutzung anfallende Gebühren nicht gezahlt werden müssen, wenn der Dialer unwissentlich benutzt wurde und gewisse Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden (Aktenzeichen III ZR 96/03).

Mit Urteil vom 28. Juli 2005 hat der Bundesgerichtshof erneut die Position der Verbraucher gestärkt (Aktenzeichen III ZR 3/05), indem er dem Verbindungsnetzbetreiber einen eigenen Anspruch auf ein Entgelt absprach.

In einem weiteren Urteil vom 20. Oktober 2005 hat der Bundesgerichtshof die Rechtsprechung konsequent weiter entwickelt (Aktenzeichen III ZR 37/05), indem er dem Nutzer einen Rückzahlungsanspruch auf sein Entgelt zusprach, wenn dieser gegenüber dem Verbindungsnetzbetreiber unter Vorbehalt gezahlt hatte.

Wenn der Einsatz eines Dialers Betrug darstellen kann, dann liegt eine Vortat gemäß § 261 StGB vor, so dass die Einziehung der Forderung den objektiven Tatbestand der Geldwäsche erfüllen könnte. Ein vergleichbares Problem gibt es beim Handypayment.

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Predictive Dialer

Predictive Dialer (Prediction: engl. Vorhersage; Dialer: engl. "Anwähler", also "vorausschauender Wählcomputer") bezeichnet, im weitesten Sinne, einen Wählcomputer.

Predictive Dialer kommen in Callcentern in der Outboundtelefonie zum Einsatz. Mittels eines predictive Dialers werden von einem, mit einer Telefonanlage verbundenen, Computer vorher definierte Kunden angewählt. Abhängig von verschiedenen Parametern, wie Anzahl der zur Verfügung stehenden Agenten, der Erreichbarkeit, der Gesprächsdauer pro Agent und Call, Klingelzeiten etc., berechnet der predictive Dialer, wie viele Rufnummern in diesem Augenblick anzuwählen sind, um statistisch dem nächsten freiwerdenden Agenten ein neues Gespräch durchstellen zu können. Der Agent bleibt beim Wählen von Rufnummern völlig außen vor. Ihm wird, sofern er nicht in einem Gespräch oder Nacharbeit (wrap up) ist, sofort ein neues Gespräch zugestellt.

Der Vorteil eines solchen Systems besteht darin, dass der Computer schneller wählen kann als ein Mensch und bereits wählt, während der Agent noch telefoniert oder nacharbeitet. Durch erweiterte Techniken, wie automatische Anrufbeantworter- und Fax-Erkennung, kommen mehr Nettokontakte beim Agenten an. Auch besetzte oder nicht erreichbare Rufnummern werden bereits vom System eliminiert oder auf Wiedervorlage gelegt. Dadurch wird auch unerwünschte telefonische Werbung für den Anrufenden wirtschaftlicher. Die Qualität der Gespräche wird erhöht, da der Agent nicht durch erfolglose Anwählversuche abgelenkt wird. Er kann sich voll auf seinen Job, die Vorstellung des Themas, konzentrieren. Andererseits fühlt sich auch so mancher Angerufene brüskiert, wenn er sich unwissentlich einem Automaten gegenüber mit Namen meldet.

Unter Umständen kann es vorkommen, dass der predictive Dialer einen Kunden erreicht, obwohl noch kein Agent zur Verfügung steht. In solchen Fällen ist es vorgesehen, dem Kunden entweder eine Ansage einzuspielen (z. B. in manchen Staaten der USA gesetzlich vorgeschrieben) oder alternativ einfach aufzulegen. Um zu verhindern, dass dies fortwährend geschieht, gibt es einen modifizierbaren Parameter, der es ermöglicht, dem predictive Dialer vorzugeben, in wie vielen Fällen er ein Gespräch verwerfen darf. Man spricht hier von abandoned Calls. Der Overdialfaktor regelt, wie intensiv das System wählt. Dieser Faktor ist in zweierlei Hinsicht notwendig und nützlich: Zum Einen verhindert er, dass gutes Adressmaterial verschwenderisch abgearbeitet wird,zum Anderen senkt er den „Belästigungsfaktor“ beim Angerufenen.

Der Unterschied eines predictive Dialers gegenüber einem herkömmlichen Wählcomputer liegt hauptsächlich in eben dieser Overdialingfähigkeit begründet. Er wählt nicht wie ein Power Dialer nur, wenn die Agenten wieder frei sind, sondern auch schon während diese sprechen. Die Algorithmen, welche die Hersteller zur Berechnung der „predictive Funktion“ nutzen, sind stark gehütete Betriebsgeheimnisse.

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Emsi Software GmbH

Emsi Software GmbH ist eine Sicherheitssoftware - Produktionsfirma aus Österreich . Bekannt wurde die Firma durch die Entwicklung der a-squared Engine und die hauseigene Verhaltensanalyse Malware-IDS.

Die Softwarereihe a-squared ist hervorgegangen aus der Fusion zweier Projekte gegen Trojanische Pferde, namentlich Anti-Trojan und ANTS (Another Trojan Scanner). Christian Mairoll, durch seinen Nicknamen "Emsi" auch Namensgeber der Firma, brachte beide Projekte zusammen.

Emsi Software mit Sitz in Thalgau wurde 2003 in Oberndorf bei Salzburg gegründet. Sie wurde bekannt durch einen neuartigen technologischen Ansatz, schädliche Software nicht anhand von Fingerabdrücken, sondern aufgrund einer Analyse dessen Verhaltens zu erkennen. Eher unkonventionell ist auch der Aufbau der Firma, welche als einzige in ihrem Bereich komplett auf ein Bürogebäude verzichtet und als Kommunikationsplattform für die in verschiedenen Ländern der Welt ansässigen Mitarbeiter fast ausschließlich das Internet benutzt.

Die Firma ist auf Sicherheitslösungen für Endkunden und Firmen spezialisiert. Kostenfrei erhältlich ist der signaturbasierte Scanner a-squared Free, welcher Malware aufspüren und löschen kann. Das Kaufprodukt a-squared Anti-Malware verfügt über zwei Scanengines (das hauseigene a-squared sowie seit Version 4 die Engine von Ikarus) und die Verhaltensanalyse namens Malware-IDS.

Für technisch versierte Benutzer gibt es noch das System-Analyse-Tool a-squared HiJackFree, welches unter anderem versteckte Autostarts, offene Ports und alle aktiven Prozesse anzeigt. Schon etwas älter ist das Tool a-squared Anti-Dialer, welches ausschließlich Dialer erkennen und beseitigen kann.

Durch den Einsatz der Ikarus Engine seit Oktober 2008 ist die Scannerleistung deutlich besser geworden, allerdings kommt es auch zu einer für Ikarus typischen erhöhten Anzahl an Fehlalarmen. Der Scanner ist bei a-squared Anti-Malware zusammen mit der Verhaltensanalyse-Technologie (Malware-IDS) die tragende Sicherheitsvorrichtung.

Der Ansatz der Verhaltensanalyse ist noch relativ neu und lässt sich vor allem durch die in einem Paper von Eicar.org beschriebene rasante Zunahme von Malware begründen. Hersteller von Sicherheitssoftware setzen bislang primär auf Signaturen zur Erkennung jener Schadsoftware, wofür allerdings erstmal der Schädling vorliegen und analysiert werden muss. Die rasante Zunahme von vor allem auch spezialisierter Malware könnte dies aber schon bald technisch schwierig machen. Schutzprogramme mit einer Verhaltensanalyse können auch unbekannte Schadsoftware erkennen, dies aber in der Regel auf Kosten einer wiederum erhöhten Anzahl an Fehlalarmen, da auch einige Standardanwendungen sich ähnlich verhalten wie Malware.

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Dialerschutz.de

Dialerschutz.de ist eine private deutsche Internetseite für Verbraucher, die sich mit dem Schutz gegen eine Form des Internetbetrugs befasst. Sie informiert über kriminell genutzte Dialer-Programme, die einen Computer oft ohne Zutun des Benutzers zur überteuerten Interneteinwahl veranlassen.

Die Seite entstand Ende 2001, als in Deutschland zahlreiche Computerbenutzer mit zunächst unerklärlichen, hohen Telefonrechnungen überrascht wurden, die auf Dialer zurückzuführen waren.

Dialerschutz.de umfasst Handlungsanweisungen zum Aufspüren von Dialern auf dem Computer, ihrer Löschung sowie zur Beweissicherung im Rechtsstreit. Daneben informiert die Website über die Problematik unseriös eingesetzter Mehrwertdienstenummern wie 0190, 0900 und 0137 sowie über R-Gespräche, Handy Payment und Premium-SMS. In Kooperation mit der Website Computerbetrug.de betreibt Dialerschutz.de eines der größten deutschsprachigen Diskussionsforen zu Themen wie Online-Sicherheit und Dialer.

Im November 2007 fusionierte Dialerschutz.de mit dem Verbraucherschutzportal Computerbetrug.de. Seitdem treten beide Portale mit gemeinsamen Inhalten auf.

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Handypayment

Handypayment oder M-Payment (zu deutsch mobilfunkbasierende Bezahlung) gehört zur Gattung der Micropayment-Systeme und ist ein Bezahlsystem, mit welchem Beträge über das Mobilfunktelefon beglichen werden können. Stark verbreitet ist die Bezahlung von mobilfunknahen Diensten wie z. B. Klingeltöne, Bilder etc., welche besonders über das Fernsehen beworben werden.

Das System wird aber nicht nur für diese Zwecke eingesetzt, sondern kann bereits als zentrale Bezahlplattform für jede Art von Dienstleistung genutzt werden, z. B. für das Bezahlen von Parkscheinen oder auch die Überweisung von Geldbeträgen an andere Bankkonten.

Die geschichtliche Entwicklung dieses Bezahlsystems in Deutschland ist in den Verträgen der deutschen Mobilfunkanbieter verankert. Laut diesen Verträgen dürfen die sogenannten Premium-SMS nur für mobilfunknahe Dienstleistungen verwendet werden. Dazu zählen z. B. Klingeltöne und Logos fürs Handy oder z. B. für SMS-Wahlen zu Fernsehsendungen. Explizit ausgeschlossen ist jedoch die Verwendung von Premium-SMS für die Bezahlung von nicht-mobilfunknahen Dienstleistungen. Dazu gehört auch das Internet. Zwar wird heute noch im deutschsprachigen Raum von einigen Anbietern Premium-SMS zur Bezahlung verschiedener Dienstleistungen im Internet eingesetzt. Diese sind jedoch nicht von den Mobilfunkanbietern freigegeben, und sie können daher bei Kenntnisnahme sofort abgemahnt und zeitnah abgeschaltet werden.

Das hier benannte Handypayment-System ist explizit für die Verwendung im nicht-mobilfunknahen Betrieb von den jeweiligen Mobilfunkanbietern freigegeben und erfreut sich seitdem wachsender Beliebtheit.

Die jeweiligen Handypayment-Systeme der verschiedenen Anbieter funktionieren vom technischen Ansatz her alle auf ähnliche Art und Weise. Ein Programm des jeweiligen Anbieters nutzt die verschiedenen Bezahlschnittstellen, die von den jeweiligen Mobilfunkprovidern betrieben werden, und führt sie zu einem einheitlichen Prozess zusammen.

Für den Verbraucher sind zwei Schritte notwendig, um eine Transaktion erfolgreich abzuschließen: Zunächst gibt er seine Mobilfunkrufnummer in ein dafür vorgesehenes Feld ein und bestätigt hiermit die Anfrage nach einem Zugangscode. Der Server des Shopbetreibers registriert den Wunsch eines Kunden nach dem Zugangscode und generiert eine Freischaltung, die mittels SMS an den Anschlussinhaber verschickt wird. Der Verbraucher erhält diese SMS und kann dann diesen Zugangscode als Verifizierung und Vollendung der Kaufabsicht in das Formular im Internet eintragen. Der Server des Shopbetreibers überprüft die Legitimation des Verbrauchers, indem er die Handynummer und den eingegebenen Code mit den vorliegenden Daten vergleicht, und schaltet daraufhin den Zugang entsprechend frei oder aber blockiert diesen.

Durch die Vorgaben der Mobilfunkbetreiber ist die maximale Höhe eines Transaktionsvorgangs derzeit auf verschiedene Beträge pro Transaktion begrenzt, da diese Art der Bezahlung vornehmlich für virtuellen Inhalt verwendet werden soll. Der maximale Betrag pro Transaktionsvorgang beträgt aktuell 19,99 Euro. Durch die Möglichkeit, Abonnements abzuschließen, sind auch tägliche Abbuchungen möglich.

Durch den Verifizierungsvorgang des Sendens einer SMS mit einem nur begrenzt gültigen Transaktionscode an die jeweilige Mobilfunkrufnummer ist das System vor Missbräuchen recht effektiv geschützt. Zwar kann eine andere Mobilfunkrufnummer als die eigene in die jeweiligen Formulare eingegeben werden, doch da der Empfänger dieses Freischaltcodes nicht wissen kann, auf welcher Seite dieser Code angefordert wurde, wird er ihn auch nicht eingeben können. Die versendeten Transaktionscodes erfordern zudem eine zeitnahe Eingabe. Nach maximal 30 Minuten ist der Code ungültig und muss erneut angefordert werden. Der Empfang der SMS ist für den Verbraucher kostenlos. Die Kosten für den Versand der SMS trägt der jeweilige Shopanbieter, welcher das Handypayment-System einsetzt. Erst nach Eingabe des Transaktionscodes wird der Kauf komplettiert und der jeweilige Betrag der Telefonrechnung belastet.

Der hohe Bekanntheitsgrad von mobilen Endgeräten in Deutschland impliziert auch eine sehr hohe mögliche Zielgruppe für das Handypayment. Für einen Anbieter von Mehrwertdiensten im Internet ist es notwendig, alle möglichen Barrieren, um einen eventuellen Kunden vom Kauf abzubringen, auszuschalten. Solche Barrieren können zum Beispiel sein: die Registrierung für einen Bezahldienst, Angabe persönlicher Daten, Bankverbindung, Kreditkartennummer etc.

Da der Nutzer durch den Vertrag bei seinem jeweiligen Mobilfunkanbieter bereits an einer vertrauenswürdigen Stelle registriert ist, ist es beim Handypayment nicht mehr notwendig, sich gegenüber dem Händler nochmals mit seinen persönlichen Daten zu legitimieren. Die einzige Angabe, die der Nutzer tätigen muss, ist die Verifizierung über seine Mobilfunkrufnummer.

Da der Shopbetreiber aufgrund der Mobilfunkrufnummer in den meisten Fällen keine Möglichkeit hat, die Identität des Kunden zu bestimmen, gilt dieses System als weitestgehend anonym. Ausgenommen selbstverständlich strafrechtliche Vorgänge, bei denen durch eine richterliche Verfügung natürlich die persönlichen Daten eines Nutzers durch das jeweilige Mobilfunkunternehmen dennoch zugänglich gemacht werden kann. Im Normalfall wird dieser Vorgang aber unkompliziert und direkt abgerechnet. Der Händler muss die Identität des jeweiligen Kunden nicht kennen, da die Abrechnung direkt zwischen ihm und dem jeweiligen Handypayment-Anbieter erfolgt, welcher wiederum direkt mit den Mobilfunkprovidern abrechnet.

Nach der mehrfachen Verschärfung der Rechtslage für Abrechnung von Diensten über Dialer hat die zweifelhafte oder betrügerische Verwendung von Handypayment im Verlauf des Jahres 2005 drastisch zugenommen. Im September 2005 deutete die Bundesnetzagentur an, dass über stärkere Kontrollen für Handypayment nachgedacht werde.

Wenn ein Mobilfunkbetreiber das Geld eines Betrügers einfordert, könnte dadurch möglicherweise der objektive Straftatbestand der Geldwäsche (§ 261 StGB) verwirklicht werden. Über diese Frage ist allerdings in der Rechtsprechung noch nicht entschieden worden; hinsichtlich der vergleichbaren Probleme beim Dialer-Betrug sind allerdings bereits Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft anhängig.

Das Engagement bei Handy-Payment erhöhte bei einem Unternehmen den Wertberichtigungsbedarf wegen Forderungsabschreibung und führte letztlich zum Insolvenzantrag.

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Source : Wikipedia