Deutsche Börse AG

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Geschrieben von c3po 05/04/2009 @ 06:08

Tags : deutsche börse ag, banken, finanzdienstleister, wirtschaft

Neueste Nachrichten
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München (aktiencheck.de AG) - Bernd Müller-Gerberding, Analyst von UniCredit Markets & Investment Banking, stuft die Aktie der Deutschen Börse AG (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) weiterhin mit "buy" ein. Die Deutsche Börse AG habe den Markt mit ihren...
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EUREX

Eurex Logo

European Exchange, kurz EUREX, ist eine der größten Terminbörsen für Finanzderivate weltweit. Ihre elektronische Handelsplattform bietet Marktteilnehmern Zugriff auf ein breites Spektrum an internationalen Benchmark-Futures und -Optionen.

Die EUREX ging 1998 aus dem Zusammenschluss der DTB (Deutsche Terminbörse) und der zur SWX Swiss Exchange gehörenden SOFFEX (Swiss Options and Financial Futures Exchange) hervor.

Ende des Jahres 1996 unterzeichnen Deutsche Börse AG und SWX Swiss Exchange einen „Letter of Intent“, eine gemeinsame Handels- und Clearing-Plattform für ihre derivativen Produkte zu schaffen. Am 4. September 1997 wurde im schweizerischen Bürgenstock die Bildung einer solchen Plattform offiziell bekannt gegeben; schließlich konnte im Laufe des Jahres 1998 die Fusion zwischen der DTB (Deutsche Terminbörse) und der SOFFEX (Swiss Options and Financial Futures Exchange) zur Eurex (European Exchange) technisch und organisatorisch umgesetzt werden. Seit September 1998 handeln die Mitglieder beider Börsen nun auf der gemeinsamen Handels- und Clearing-Plattform. Damit gehören die beiden Börsen zu den ersten Institutionen, die den Zugang zu Derivate-Märkten über elektronische Handelsplattformen ermöglicht haben.

Die Muttergesellschaft der Eurex Frankfurt AG ist die Eurex Zürich AG, die 100% der Anteile hält und an der die Deutsche Börse AG und die SWX Swiss Exchange zu gleichen Teilen beteiligt sind. Tochtergesellschaften der Eurex Frankfurt AG sind die U.S. Exchange Holdings, Inc., Eurex Clearing AG, Eurex Repo GmbH und die Eurex Bonds GmbH. Die Eurex Deutschland AG ist der öffentlich-rechtliche Teil der Eurex.

Zu den ersten Produkten, die neben den von der DTB und der SOFFEX übernommenen Produkten an Eurex neu eingeführt werden, gehören Optionen auf den Euro-Schatz-Futures, Dreimonats-EURIBOR-Futures, Euro-Buxl-Futures sowie Futures auf den Dow Jones Euro Stoxx 50. Im Geschäftsjahr 1998 wurden bereits knapp über 248 Millionen Kontrakte durch insgesamt 313 registrierte Mitglieder gehandelt.

Seit 1999 steht den Marktteilnehmern eine grafische Benutzeroberfläche für den Handel an Eurex zur Verfügung; im Zuge der Kooperation zwischen Eurex und der Helsinki Exchange Group Ltd. (HEX) werden im September 1999 neue Produkte auf skandinavische Indizes und Einzelwerte eingeführt. Gegenüber dem Vorjahr kann Eurex im Jahr 1999 ein deutliches Wachstum an Mitgliedern (auf über 400) und im Volumen (insgesamt rund 380 Millionen gehandelte Kontrakte) verzeichnen.

Gestaffelt über das Jahr 2000 werden immer mehr Optionen auf einzelne Werte des Dow Jones EURO STOXX 50 Index eingeführt. Ebenso wird in der Folgezeit das Angebot an Futures und Optionen auf Branchenindizes des Dow Jones EURO STOXX und des Dow Jones STOXX 600 kontinuierlich erweitert. Erstmals können auch Optionen auf die liquidesten amerikanischen Einzelwerte an Eurex gehandelt werden. Neben dem Geschäft mit Futures und Optionen baut Eurex ein weiteres Standbein im außerbörslichen Handel und Clearing auf: Gemeinsam mit institutionellen Marktteilnehmern betreibt Eurex ab Oktober 2000 die beiden Plattformen Eurex Bonds und Eurex Repo für den Handel mit Staatsanleihen beziehungsweise den Repohandel mit Staatsanleihen und Jumbo-Pfandbriefen.

Die Vielzahl neuer Produkte und die stetige Verbesserung der Handels- und Clearingbedingungen führen dazu, dass im Jahr 2001 nunmehr über 674 Millionen Kontrakte an Eurex gehandelt werden.

Ein weiterer Meilenstein ist im November 2002 die Einführung des Handels mit Futures und Optionen auf börsengehandelte Index-Fondsanteile, so genannte Exchange Traded Funds (ETFs). Durch die wiederum erweiterte Sektorproduktpalette sowie Optionen auf immer mehr Einzelwerte aus ganz Europa und den USA werden im Jahr 2002 über 800 Millionen gehandelter Kontrakte registriert.

Anfang des Jahres 2003 ergänzt Eurex ihre Produkte im Zinsbereich um Futures auf den Zinssatz EONIA (European Overnight Index Average). Der Vertrag zum gemeinsamen Betrieb der Eurex zwischen der Deutsche Börse AG und der SWX Swiss Exchange wird vorzeitig bis zum Jahr 2014 verlängert. Ende des Jahres 2003 wird die Grenze von einer Milliarde gehandelter Kontrakte, insgesamt 1,014 Milliarden, erreicht.

Eurex startet im Februar 2004 in Chicago die Terminbörse Eurex US und dehnt damit ihr Geschäftsmodell auch auf den Handel und das Clearing von USD-denominierten Produkten in den USA aus. Mit 1,066 Milliarden gehandelten Kontrakten wird der Wert des Jahres 2003 nochmals übertroffen.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2005 fließen die Erlöse des Gemeinschaftsunternehmens zu 85% an die Deutsche Börse AG und zu 15% an die SWX Swiss Exchange. Auch der asiatische Markt gerät zunehmend in den Fokus: Eurex und Osaka Securities Exchange unterzeichnen eine Absichtserklärung zur Prüfung von Kooperationsmöglichkeiten; darüber hinaus sind erstmals auch Händler in Singapur in der Lage, direkt an Eurex zu handeln. Die Produktpalette wird um Volatilitätsindexderivate, die erstmals von einer europäischen Börse zum Handel angeboten werden, sowie um Futures auf sämtliche Einzelaktien aus dem Dow Jones EURO STOXX 50, DAX und auf ausgewählte Werte des schweizerischen SMI erweitert. Das Handelsvolumen kann erneut gesteigert werden, auf insgesamt 1,25 Milliarden Kontrakte.

Im Frühjahr 2006 findet ein Wechsel auf dem Posten des Vorstandsvorsitzenden statt; Andreas Preuß übernimmt die Geschäfte seines Vorgängers Rudolf Ferscha. In das Produktsortiment neu aufgenommen werden so genannte Weekly Options, der Bereich der Aktienindexderivate wird somit auch auf den kurzfristigen Laufzeitenbereich erweitert. Ebenso wird das Angebot an Aktienderivaten weiter ergänzt - um Futures und Optionen auf Basiswerte aus den Mid Cap-Indizes MDAX und SMIM sowie erstmals auch auf spanische und schwedische Basiswerte. Ebenso werden Aktienindexoptionen auf MDAX und SMIM eingeführt. Die Bestrebungen nach Asien zeigen Wirkung: die erste Eurex-Anbindung eines Mitglieds in Singapur wird vollzogen. Ab 1. Oktober 2006 übernimmt die MAN Group 70% der Eurex US und führt diese unter dem Namen USFE (US Futures Exchange)weiter. Zum Jahresende hat sich das Handelsvolumen auf 1,53 Milliarden gehandelte Kontrakte, also um 22% im Vergleich zum Vorjahr, gesteigert.

Eurex bietet ein umfangreiches Angebot an Aktien-, Aktienindex-, Zins-, Volatilitäts- und ETFs- Derivaten an.

Im Aktienoptionssegment können Investoren an Eurex knapp 200 Aktienoptionen auf amerikanische, deutsche, finnische, französische, italienische, niederländische, schweizerische, schwedische und spanische Basistitel handeln, darunter Aktienoptionen auf 49 der 50 Werte des Dow Jones EURO STOXX 50 Index. Nach und nach wird von Eurex auch die Anzahl an Futures auf Aktien (Single Stock Futures) erweitert. Auf mittlerweile insgesamt rund 370 Einzelwerte können nunmehr auch Futures gehandelt werden.

Die neuesten Erweiterungen sind Volatilitäts-Futures auf die Volatilitäts-Indizes der Deutsche Börse AG (VDAX-NEW), SWX Swiss Exchange (VSMI) und STOXX Ltd. (VSTOXX). Damit können Marktteilnehmer zum ersten Mal Volatilitätsschwankungen auf den deutschen, schweizerischen und europäischen Aktienmärkten mit einer börsengehandelten Futures-Familie absichern.

Auf Euro-Schatz-, Euro-Bobl- sowie Euro-Bund-Futures können auch Optionen gehandelt werden.

Die Zinsderivate machen rund die Hälfte des Handelsvolumens an Eurex aus. Der Euro-Bund-Futures stellt mit rund einer Million gehandelter Kontrakte pro Tag das umsatzstärkste Produkt an Eurex dar.

Seit 5. Dezember 2007 bietet die Eurex in Kooperation mit der European Energy Exchange AG (EEX) den Handel mit Energiederivaten, im Bereich CO2-Futures an. Ebenfalls kooperieren die beiden Clearinghäuser der Eurex und der EEX in dieser Hinsicht. Die Kontrakte werden physisch durch die European Commodity Clearing AG (ECC) beliefert.

Das Geschäftsmodell von Eurex erstreckt sich nicht nur auf Termingeschäfte, sondern ebenso auf außerbörsliche Kassamarktgeschäfte.

Durch die Anbindung der Eurex Bonds Handelsplattform an das Clearingsystem der Eurex Clearing AG besteht eine unmittelbare Verbindung von Kassa- und Terminmarkt, durch die der elektronische Handel der Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland und der Basistitel für alle in die Fixed Income-Derivate lieferbaren Schuldverschreibungen in einem zentralen Quotebuch möglich wird.

An Eurex Repo können Marktteilnehmer eine breite Auswahl an Sale and Repurchase Agreements (Repos), unter anderem für deutsche und österreichische Staatsanleihen, Jumbo-Pfandbriefe, Länderanleihen, Schuldverschreibungen der KfW Bankengruppe sowie der europäischen Investmentbankanleihen handeln. Repos kombinieren den Verkauf von Wertpapieren mit dem Rückkauf gleichartiger Papiere auf Termin.

Eurex Repo operiert auf zwei verschiedenen Märkten, dem Euro Repo Markt und dem Schweizer Franken Repo Markt.

Der Euro Repo Markt ermöglicht europäischen Finanzdienstleistern den Zugang zur Refinanzierung mit europäischen Wertpapieren. Eurex Repo gibt den institutionellen Investoren die Möglichkeit, in verschiedenen standardisierten General Collateral Basket-Segmenten ihr Liquiditätsmanagement zu optimieren und von der Markttransparenz eines elektronischen Handelssystems zu profitieren.

Am Schweizer Franken Repo Markt verwalten über einhundert internationale Banken ihre Liquidität. Die Marktteilnehmer können ihr Funding und Collateral Management direkt am Schweizer Interbankenmarkt sowie über eine Beteiligung an den meist täglich stattfindenden Auktionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vornehmen.

Über Eurex Repo finden die Marktteilnehmer somit Zugang zu verlässlichen Handels-, Clearing- und Abwicklungssystemen für den europäischen und schweizerischen Repo Markt.

Bei den Repo Geschäften zwischen zwei institutionellen Investoren tritt wiederum die Eurex Clearing AG als zentraler Kontrahent auf und garantiert den Marktteilnehmern somit ihre Anonymität.

Grundsätzlich sind Eurex Bonds und Eurex Repo für alle interessierten Kreditinstitute und Finanzdienstleister offen. Die Unternehmen müssen in ihrem jeweiligen Sitzstaat einer Finanzmarktaufsicht unterstehen. Für Privatanleger ist der Handel an Eurex Bonds und Eurex Repo derzeit nicht möglich, da es ein reiner Interbankenhandel ist.

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Frankfurt am Main

Frankfurt am Main (Deutschland)

Frankfurt am Main ist mit über 659.000 Einwohnern die größte Stadt Hessens und nach Berlin, Hamburg, München und Köln die fünftgrößte Deutschlands.

Seit dem Mittelalter gehört Frankfurt zu den bedeutendsten urbanen Zentren Deutschlands. 794 erstmals urkundlich erwähnt, war es seit dem Hochmittelalter Freie Reichsstadt und bis 1806 Wahl- und seit 1562 auch Krönungsstadt der römisch-deutschen Kaiser. Von 1816 bis 1866 war Frankfurt Sitz des Deutschen Bundes und 1848/49 des ersten frei gewählten deutschen Parlaments.

Heute ist Frankfurt ein bedeutendes europäisches Finanz-, Messe- und Dienstleistungszentrum. Die Stadt ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Frankfurter Messe. Durch ihre zentrale Lage gehört sie mit dem Frankfurter Flughafen, dem Hauptbahnhof und dem Frankfurter Kreuz zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten Europas.

1875 zählte Frankfurt erstmals über 100.000 Einwohner, 1928 zum ersten Mal mehr als 500.000. In der engeren Stadtregion leben heute etwa 1,8 Millionen, im gesamten Rhein-Main-Gebiet 5,8 Millionen Einwohner.

Eine Besonderheit Frankfurts ist die Skyline, deren Wolkenkratzer zu den höchsten Gebäuden Europas gehören.

Frankonovurd bzw. Vadum Francorum lautet der Name der Siedlung auf dem Domhügel in den beiden ersten urkundlichen Erwähnungen 794 in althochdeutscher und lateinischer Sprache. Beides bedeutet Furt der Franken, eine Felsbarriere im Untergrund des Mains, die es ermöglichte, an dieser wahrscheinlich etwas oberhalb der Alten Brücke gelegenen Stelle den Fluss – der damals viel breiter war als heute – bei normalem Wasserstand gefahrlos zu überqueren. Die Furt hatte in der Römerzeit wohl noch keine strategische Bedeutung gehabt, da die von Mainz aus in das Innere Germaniens führenden Straßen den Domhügel und die sumpfige Mainniederung umgingen.

Nach dem Abzug der Römer um das Jahr 260 war der Domhügel von den Alamannen übernommen worden. Etwa um 530 lösten die Franken die Alamannen in der Herrschaft über das Untermaingebiet ab. Wahrscheinlich nutzten die neuen Herrscher die Furt nun als wichtigen Verkehrsweg, den ihre Handelspartner deshalb mit dem Namen Frankenfurt belegten.

Tatsächlich führte Karl der Große niemals in der Maingegend Krieg gegen die Sachsen. Auch der Name der Frankfurter Vorstadt Sachsenhausen, als vermeintlicher Ort der Ansiedlung gefangener Sachsen durch den siegreichen Kaiser, ist nur eine Legende.

Andere Legenden um den Namen und die Gründung Frankfurts sind heute weniger bekannt. Sie dienten vor allem in der frühen Neuzeit dazu, die Bedeutung Frankfurts mythisch zu überhöhen. Der Humanist Johannes Trithemius prägte im 15. Jahrhundert den Namen Helenopolis als Synonym für Frankfurt, das bis ins 18. Jahrhundert gelegentlich von anderen Humanisten genutzt wurde. Der Ursprung des Namens ist unklar. So soll Helenopolis eine Gründung des Helenos, eines Sohnes des Priamos, gewesen sein, der sich nach der Flucht aus Troja hier niedergelassen habe. Frankfurt hätte danach den gleichen mythischen Ursprung wie Rom, dessen legendäre Gründer Romulus und Remus Nachfahren geflohener Trojaner waren. Andere Autoren führten den Namen auf die Kaiserin Helena, die Mutter Konstantins des Großen, zurück.

Nach Trithemius soll um das Jahr 130 nach Christus ein gewisser Francus, ein Herzog der Hogier, die alte Stadt Helenopolis wiederhergestellt und nach seinem Namen Franckenfurt genannt haben.

Die ursprüngliche Namensform Franconofurd entwickelte sich im Mittelalter zu Frankenfort oder Frankinfort, in der Neuzeit zu Franckfort und Franckfurth weiter. Spätestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts hat sich die Schreibweise Frankfurt gefestigt. Der Namenszusatz am Main findet sich bereits in den ältesten Urkunden, seit dem 14. Jahrhundert regelmäßig. Umgangssprachlich wird der amtliche Name fast immer zu Frankfurt verkürzt, solange keine Verwechslungsgefahr besteht. Auch Namensformen wie Frankfurt/Main oder Frankfurt a. M. finden sich häufig, im Eisenbahnverkehr ist Frankfurt (Main) üblich. Weithin sind auch die Abkürzungen Ffm oder FFM in Gebrauch.

Blasonierung: Das Wappen zeigt in Rot einen golden gekrönten silbernen Adler, in Gold und Blau bewehrt und bezungt.

Der Frankfurter Adler geht auf den einköpfigen Reichsadler aus dem dreizehnten Jahrhundert zurück. Als Zeichen der Abhängigkeit der Reichsstadt zum Reich trägt der Adler eine Krone. Im Jahre 1841 entwarf der Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz die heutige Darstellung des Wappens. Allerdings sollte eine radikal vereinfachte Version des Grafikers Hans Leistikow das Wappen in den 1920-Jahren ersetzen: Oberbürgermeister Ludwig Landmann wollte sich nach dem Zeitgeist richten und setzte sich für diese expressionistische Fassung des Adlers ein. Der Bevölkerung missfiel der Vorschlag allerdings. 1936 wurde das alte Wappen wieder eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten erneut verschiedene Darstellungsweisen des Adlers, bis 1952 die Hauptsatzung das Wappen von 1936 festlegte. Der Leistikow-Adler wird heute nur noch in Einzelfällen, z. B. auf der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt oder auf der Fahne des Instituts für Stadtgeschichte, verwendet.

Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral im wichtigsten Wirtschaftsraum Deutschlands. Etwa ein Drittel des Stadtgebiets ist als Landschaftsschutzgebiet Frankfurter Grüngürtel ausgewiesen. Dazu gehört auch der Frankfurter Stadtwald, einer der größten Stadtwälder Deutschlands. Das Stadtgebiet erstreckt sich in Ost-West-Richtung über 23,4 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung über 23,3 Kilometer.

Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Stadtteil Seckbach mit 212 Meter über Normalnull. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in Sindlingen bei 88 Meter über Normalnull. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht.

Frankfurt grenzt im Westen an den Main-Taunus-Kreis (Städte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (Städte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg vor der Höhe), im Norden an den Wetteraukreis (Städte Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Stadt Maintal), im Südosten an die Stadt Offenbach am Main, im Süden an den Landkreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im Südwesten an den Kreis Groß-Gerau (Städte Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach).

Geologisch sind im Stadtgebiet die seit dem jüngeren Pliozän und im Pleistozän entstandenen vier Flußterrassen von Main und Nidda erkennbar. Die höchste Terrasse setzt sich aus Taunusgesteinen zusammen und ist im Stadtgebiet nur im Bereich des Berger Rückens anzutreffen. Auf der oberen Terrasse von 170 bis 120 Meter liegen die nördlichen und nordöstlichen Stadtteile, die nach Nordwesten zur Nidda und nach Süden am Bornheimer Hang und am Röderberg steil abfallen, sowie der Süden von Sachsenhausen mit dem Mühlberg und dem Sachsenhäuser Berg. Die mittlere Terrase liegt in einer Höhenlage zwischen 100 und 115 Metern. Sie ist im Stadtgebiet zum Beispiel in der Kelsterbacher Terrasse und im Steilufer der Altstadt von Höchst zu erkennen. Die unterste Terrasse zwischen 95 und 90 Metern entstand im Holozän. Sie begleitet den Main zu beiden Seiten. Auf ihr liegen der Domhügel, die historische Keimzelle der Stadt, und der Karmeliterhügel.

Die ältesten Temperaturmessungen stammen aus dem Dezember 1695 und sind in der Chronik des Achilles Augustus von Lersner überliefert. Seit 1826 existieren kontinuierliche Messreihen, wenn auch für unterschiedliche Stationen. Heute bestehen in Frankfurt mehrere Stationen des Deutschen Wetterdienstes, darunter diejenige am Flughafen, deren Messreihen bis ins Jahr 1949 zurückreichen.

Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet liegen am nördlichen Ende der Oberrheinischen Tiefebene, die klimatisch zu den wärmsten Regionen in Deutschland zählt. Die Jahresmitteltemperatur liegt mit 9,7 °C (Langjähriges Mittel für den Referenzzeitraum 1961–1990) über der anderer deutscher Metropolen (Berlin 8,9 °C, Hamburg 9,0 °C, München 7,6 °C).

Das Frankfurter Klima ist deshalb insgesamt recht mild. In der Zeit von November bis Januar gibt es tagsüber im Mittel nur ein bis zwei Sonnenstunden. Im Winter liegt die mittlere Tageshöchsttemperatur im Januar bei etwa 3,8 °C, die mittlere nächtliche Tiefsttemperatur bei −1,1 °C (Referenzzeitraum 1971–2000). Schnee liegt im Januar im Mittel an etwa sieben Tagen; Die Schneehöhe liegt nur selten über zehn Zentimeter und der Schnee bleibt meist auch nicht lange liegen. Nur im Taunus nordwestlich der Stadt liegt im Winter häufiger Schnee.

Der Sommer ist mit Höchstwerten um 25° C (an durchschnittlich zehn Tagen im Jahr auch über 30 °C) recht warm. Dazu ist es leicht wechselhaft mit gelegentlichen Schauern oder Gewittern, jedoch ist dies mit täglich sieben bis acht Stunden auch die sonnenreichste Zeit. Vor allem in der Innenstadt kann es im Sommer manchmal recht schwül werden.

Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 17,1 bis 19,4 °C und die kältesten Dezember bis Februar mit 1,6 bis 2,7 °C im Mittel. Die Extremwerte liegen bei −21,6° C im Januar 1929 und +39,2 °C im August 2003.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur stieg im Mittel der Jahre 1971 bis 2000 um 0,4 auf 10,1 °C, die mittlere jährliche Niederschlagsmenge betrug 611 Millimeter. In der Innenstadt liegen die mittleren Temperaturen aufgrund des Mikroklimas um etwa 0,6 °C höher als am Flughafen, während die Niederschläge im Lee des Taunus geringer sind als im Umland.

Die vorherrschende Windrichtung ist West. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 63 Millimeter, der geringste im Februar mit 38 Millimeter im Mittel der Jahre 1971 bis 2000.

Die Stadt ist in 46 Ortsteile und diese wiederum in 118 Stadtbezirke aufgeteilt. Der flächengrößte Ortsteil ist Sachsenhausen-Süd. Die meisten Stadtteile sind eingemeindete Vororte oder auch ehemalige Städte (zum Beispiel Höchst). Einige, wie das Nordend, entstanden während des rasanten Wachstums der Stadt in der Gründerzeit. Andere wiederum entstanden aus Siedlungen, die bisher anderen Stadtteilen angehörten, wie beispielsweise Dornbusch und Frankfurter Berg.

Die 46 Ortsteile sind zu 16 Ortsbezirken zusammengefasst, die jeweils einen Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden haben.

Bis 1866 bestand das Stadtgebiet von Frankfurt am Main aus dem Stadtbezirk mit den heutigen Stadtteilen Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gutleutviertel, Gallus, Westend, Nordend. Ostend, Riederwald und Sachsenhausen einschließlich des Frankfurter Stadtwaldes sowie aus dem Landbezirk mit den acht Dörfern Bornheim, Hausen, Niederursel (zur Hälfte mit dem Großherzogtum Hessen), Bonames, Nieder-Erlenbach, Dortelweil, Oberrad und Niederrad. Nach der Annexion der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen bildete deren ehemaliges Territorium den Stadtkreis Frankfurt. Ab 1877 wurden die Gemeinden des Stadtkreises, 1910 auch des 1885 gebildeten Landkreises Frankfurt, nach und nach in die Stadt Frankfurt eingegliedert. Die letzte Eingemeindung erfolgte 1977. Von den ehemaligen Frankfurter Dörfern gehört heute nur Dortelweil nicht wieder zum Stadtgebiet.

Wie bei vielen anderen deutschen Großstädten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geändert. Dies war bedingt durch die enormen Bombenschäden des Krieges und den darauf folgenden modernen Wiederaufbau, dem die Stadt ein autogerechtes Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt. Von der ehemals größten zusammenhängenden Altstadt Deutschlands ist nur noch wenig übrig geblieben, von über 4.000 Fachwerkhäusern überlebte nur eines weitgehend unversehrt, das Haus Wertheym am Fahrtor. Um die vorletzte Jahrhundertwende wurden Straßendurchbrüche geschaffen (Braubachstraße) und ganze Quartiere abgerissen (Judengasse). Die Überreste der historischen Altstadt befinden sich rund um dem Römerberg, einem der bekanntesten Stadtplätze der Bundesrepublik. Die Grenzen des Stadtviertels Frankfurt-Altstadt entsprechen dem Verlauf der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, der sogenannten Staufenmauer. Dies entspricht etwa den Straßenzügen Neue Mainzer Straße-Kaiserstraße-Roßmarkt-Zeil-Kurt-Schumacher-Straße. In der Altstadt befinden sich auch der Frankfurter Kaiserdom und die berühmte Paulskirche. Ein Grafiker, der das alte Frankfurt des 17. Jahrhunderts detailgetreu in Stadtansichten darstellte, war Matthäus Merian.

Die heutige Innenstadt, 1333 als Neustadt gegründet, erlebte im frühen 19. Jahrhundert starke Veränderungen. Die barocke Stadtbefestigung mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurde geschleift und stattdessen die Wallanlagen als ringförmiger Park um die alte Stadt geschaffen. Das Fischerfeld wurde bebaut. Der Stadtplaner Georg Heß verfasste ein Statut, in dem geregelt wurde, wie die Neubauten aussehen sollten. Er verlangte, dass sich die Bauherren an den Stil des Klassizismus zu halten hätten. Ein Beispiel für den Frankfurter Klassizismus ist die 1820 bis 1825 entstandene und 1944 zerstörte Alte Stadtbibliothek, die als „Literaturhaus“ 2005 im Originalzustand wiederaufgebaut worden ist. In der Wallservitut wurde 1827 festgelegt, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dürfen. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Stadt einzelne Ausnahmen zugelassen hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel).

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Hauptwache zum Mittelpunkt der Stadt. Die Zeil wurde zur Hauptgeschäftsstraße. Die 1678–1681 am Eingang der Zeil errichtete barocke Katharinenkirche, heute die größte evangelische Kirche Frankfurts, ist eng mit der Familie Goethe verbunden.

Die radikalste bauliche Veränderung vollzieht Frankfurt im Moment an der Einkaufsstraße Zeil. Dort entsteht derzeit auf dem ehemaligen Gelände der Telekom zwischen dem Eschenheimer Tor und der Zeil ein exklusives Einkaufszentrum, zwei Hochhäuser mit Büro- und Hotelnutzung sowie die Rekonstruktion des Palais Thurn und Taxis (erbaut 1727–1741, zerstört 1944) in einem dem Original ähnlichen Zustand. Für das Palais Quartier genannte Projekt wurde u. a. das Fernmeldehochhaus, eines der ersten Frankfurter Hochhäuser aus dem Jahr 1956, abgerissen. Die Fertigstellung des Gebäudeensembles ist für Herbst 2009 geplant, Ende Februar 2009 wurde bereits das My Zeil genannte Einkaufszentrum eröffnet. Auf dem direkt nördlich angrenzenden Grundstück wurde das 1953 errichtete Rundschau-Haus der Frankfurter Rundschau abgerissen um Wohn- und Geschäftshäusern Platz zu machen. Das gesamte 2,25 Hektar große Areal wird vom niederländischen Projektentwickler Bouwfonds MAB bis 2010 neu bebaut.

Seit etwa 1830 entstanden außerhalb der Wallanlagen die Stadtteile Westend, Nordend und Ostend. Nach dem Bau des Hauptbahnhofes entstand in den 1890er-Jahren auch das Bahnhofsviertel auf dem Gelände der drei zuvor direkt westlich an den Anlagenring angrenzenden Westbahnhöfe.

Als Wohngebiete wuchsen vor allem die drei erstgenannten Stadtteile sowie das südlich des Mains gelegene Sachsenhausen enorm. Die Frankfurter Bürger wollten an die frische Luft. Heute lebt gerade mal ein Prozent der Bevölkerung innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Die Bebauung erfolgte entlang breiter Ausfallstraßen wie der Eschersheimer Landstraße oder der Bockenheimer Landstraße. Üblicherweise wurden vier Stockwerke im Wilhelminischen Gründerzeit-Stil gebaut – und dabei die Gebäude des Klassizismus größtenteils abgerissen und ersetzt. Die 1877 und 1895 eingemeindeten Stadtteile Bornheim und Bockenheim wurden in dieses Stadtbild integriert, erhielten neue Straßen und einen Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn, konnten aber bis heute ihren eigenen Charakter bewahren. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand unter Oberbürgermeister Franz Adickes der Frankfurter Alleenring, eine stark befahrene Ringstraße, welche die gründerzeitlichen Stadtviertel miteinander verband. Er folgt in weiten Bereichen etwa dem Verlauf der alten Frankfurter Landwehr.

Neben den Wallanlagen erhielt die Stadt im 19. Jahrhundert weitere Grünanlagen. Im Stadtteil Nordend-Ost befindet sich zum Beispiel der Bethmannpark mit seinem chinesischen Garten des Himmlischen Friedens. Im Nordend befinden sich der Holzhausenpark und der Günthersburgpark. Weiter westlich im Stadtteil Westend-Nord liegt der Grüneburgpark, in dem sich unter anderem eine griechisch-orthodoxe Kirche und ein koreanischer Garten befinden. Der Ostpark im Ostend war 1907 der erste Volkspark in Frankfurt und wurde als Erholungsort für die Arbeiter der angrenzenden Industriegebiete konzipiert.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in mehreren Schritten die nördlich der Innenstadt gelegenen Stadtteile eingemeindet. Einige dieser Stadtteile hatten bereits bis 1866 zum Besitz der Freien Stadt Frankfurt gehört, andere waren zuvor nie mit Frankfurt verbunden. Um 1914 gehörte Frankfurt zu den flächenmäßig größten Städten Deutschlands. In den neuen Stadtvierteln errichtete Ernst May in den 1920er-Jahren große Wohnsiedlungen außerhalb des Alleenrings, die das Neue Frankfurt symbolisieren: Dazu gehören die Siedlung Römerstadt und die Siedlung Westhausen im Norden, die Siedlung Bornheimer Hang im Osten, die Hellerhofsiedlung sowie die Heimatsiedlung im Süden.

Das Stadtgebiet wuchs 1928 durch Eingemeindungen weiter. Die Stadt Höchst am Main bereicherte Frankfurt um eine Altstadt, die noch heute sehr gut erhalten ist und seit 1972 unter Denkmalschutz steht. Das älteste Gebäude Frankfurts befindet sich ebenfalls dort, die Justinuskirche. Die spätesten Eingemeindungen fanden 1972 und 1977 im Nordosten statt. Diese Stadtteile haben sich zum Teil bis heute ihren ländlichen Charakter bewahrt (Kalbach, Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach; dazu im Osten Bergen-Enkheim).

Der seit 1994 ausgewiesene Frankfurter Grüngürtel ist ein ringförmig um den Stadtkern gelagertes Landschaftsschutzgebiet. Es umfasst mit 8.000 Hektar etwa ein Drittel des Frankfurter Stadtgebiets und soll den weiteren Landschaftsverbrauch durch zersiedelnde Bebauung verhindern. Teile des Grüngürtels gehen nahtlos in den noch größeren Schutz- und Erholungsraum „Regionalpark RheinMain“ über.

Zum Grüngürtel gehört auch der 4.902 Hektar große Frankfurter Stadtwald im Süden der Stadt. Dieser zählt zu den größten innerstädtischen Wäldern in Deutschland und bedeckt die südlichen Teile von Schwanheim, Niederrad, Sachsenhausen und Oberrad sowie den nördlichen Teil des Stadtteils Flughafen.

Daneben zählen die Schwanheimer Düne, das Niddatal, der Lohrberg, der Huthpark, das Enkheimer Ried, das Seckbacher Ried, der Fechenheimer Mainbogen und zahlreiche Kleingartenanlagen zum Grüngürtel.

Der Palmengarten Frankfurt ist ein seit 1871 bestehender international renommierter Botanischer Garten, der etwa 2500 Pflanzenarten kultiviert. Direkt an diesen anschließend befinden sich der Botanische Garten Frankfurt und der Grüneburgpark. Diese drei Gärten bilden die größte innenstadtnahe Grünanlage Frankfurts.

Frankfurt am Main wurde erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen für das Regensburger Kloster St. Emmeram erwähnt. In dem in Latein verfassten Dokument heißt es: „… actum super fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd“ – „gegeben (ausgestellt) am Flusse Main in einem Orte, genannt Frankfurt.“ Eine kontinuierliche Besiedlung des Domhügels ist allerdings schon seit jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge ein römisches Militärlager und in merowingischer Zeit ein fränkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen. 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt.

Die Goldene Bulle von 1356 bestätigte Frankfurt ab 1356 als ständige Wahlstadt der römischen Könige, nachdem hier schon seit 1147 die meisten Königswahlen stattgefunden hatten. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, als letzter 1792 der Habsburger Franz II.

1806 mit dem Ende des Alten Reiches fiel Frankfurt unter die Herrschaft des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg, der es mit seinen Fürstentümern Regensburg und Aschaffenburg zu einem selbständigen Staat innerhalb des Rheinbunds vereinigte. 1810 trat Dalberg Regensburg an Bayern ab und wurde mit den Gebieten von Hanau und Fulda entschädigt. Zusammen mit der Stadt Frankfurt und dem Aschaffenburger Gebiet bildete dieser Territorialkomplex schließlich von 1810 bis 1813 das kurzlebige Großherzogtum Frankfurt.

Mit dem Zusammenbruch des napoleonischen Systems wurde Frankfurt am 14. Dezember 1813 von den siegreichen Alliierten einer provisorischen Verwaltung unter dem Präfekten Friedrich Maximilian von Günderrode unterstellt.

Auf dem Wiener Kongress plante das Königreich Bayern die Annexion Frankfurts, doch beschloss der Kongress am 8. Juni 1815 die Wiederherstellung Frankfurts als Freie Stadt innerhalb des Deutschen Bundes. Es war damit neben Hamburg, Bremen und Lübeck eine von vier Freien Städten, die ihre traditionelle Stadtfreiheit bis in die Zeit der Moderne behaupten konnten. Der Bundestag des Deutschen Bundes richtete sich in Frankfurt ein. 1848 kam es in den deutschen Staaten zur Märzrevolution. Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche.

Im Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 blieb Frankfurt bundestreu. Die öffentliche Meinung stand eher auf Seiten Österreichs und des Kaisers, obwohl es auch in Frankfurt schon länger Stimmen gab, die aus wirtschaftlichen und außenpolitischen Gründen für einen freiwilligen Anschluss an Preußen plädierten. Am 18. Juli wurde die Stadt von der preußischen Rheinarmee besetzt und mit schweren Kontributionen belegt. Am 2. Oktober annektierte Preußen die Stadt, die damit endgültig ihren Status als unabhängiger Staat verlor; Frankfurt wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet, die Zahlung der Kontributionen erlassen. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden offiziell beendet.

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu einem Industriezentrum mit raschem Bevölkerungswachstum war die Annexion vorteilhaft. Frankfurt gemeindete im Laufe der nächsten Jahrzehnte zahlreiche umliegende Orte ein und verdoppelte seine Fläche gegenüber der Zeit vor 1866. Damit wurde es schließlich sogar Anfang des 20. Jahrhunderts für kurze Zeit Deutschlands flächengrößte Stadt.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 11.134 Juden aus Frankfurt deportiert und ermordet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten alliierte Luftangriffe etwa 70 Prozent der Gebäude, darunter fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild – in dieser Form bereits damals einzigartig für eine deutsche Großstadt – ging dadurch verloren, da der Wiederaufbau in den 1950er-Jahren sich nicht an den alten Strukturen orientierte. Weite Teile der einstigen Altstadt werden bis heute von den damals entstandenen nüchternen Zweckbauten und Verkehrsachsen geprägt.

Nach Kriegsende richtete die amerikanische Militärregierung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt am 10. Mai 1949 gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn. Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt bereits gebaut worden. Es beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1998 Sitz der Europäischen Zentralbank.

Angaben über die Einwohnerentwicklung Frankfurts basieren bis ins 19. Jahrhundert auf ungenauen Schätzungen, erst ab etwa 1810 auf Volkszählungsergebnissen und amtlichen Statistiken. Im Mittelalter gehörte Frankfurt mit rund 10.000 Einwohnern zu den mittelgroßen deutschen Städten. Im 17. Jahrhundert überschritt die Einwohnerzahl 20.000, Mitte des 18. Jahrhunderts 30.000 und um 1810 40.000. Bis zum Ende der Freien Stadt Frankfurt 1866 stieg die Stadtbevölkerung auf über 90.000, von denen rund 78.000 innerhalb der Wallanlagen wohnten. Heute leben hier noch etwa 7000 Menschen.

1875 hatte Frankfurt 100.000 Einwohner. Es wurde zur Großstadt und gehörte etwa ab 1880 zu den 10 größten Städten Deutschlands. 1910 stand es mit 414.576 Einwohnern an neunter Stelle in Deutschland und an vierter unter den preußischen Großstädten. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges stieg die Stadtbevölkerung auf 553.464.

Im Zweiten Weltkrieg kamen mehr als 4.800 Zivilisten und 12.700 Frankfurter Soldaten ums Leben, fast 12.000 jüdische Einwohner Frankfurts (von ehemals 30.000) wurden im Holocaust ermordet. Ende 1945 lebten noch 358.000 Menschen in der Stadt, in der etwa die Hälfte der Wohnungen durch den Krieg zerstört worden war.

1951 überschritt die Einwohnerzahl wieder den Stand von 1939 und erreichte 1963 mit 691.257 ihren historischen Höchststand. Durch Wanderungsverluste ins Umland nahm die Zahl der Einwohner bis 1986 auf 592.411 ab, seitdem stieg sie wieder um ca. 11% auf 663.338 (30. Juni 2008). Gemäß der Frankfurter Bevölkerungsprognose 2020 soll die Einwohnerzahl bis 2020 weiter auf etwa 669.000 steigen.

In Frankfurt existieren zahlreiche religiöse Gruppierungen, die nicht alle offiziell registriert sind.

Bereits im siebten Jahrhundert existierte an der Stelle des Domes eine kleine Kirche. Seit Ende des 12. Jahrhunderts entstanden in rascher Folge zahlreiche weitere Kirchen und Kapellen, teils als Stiftungen Frankfurter Bürger, teils als Ordensniederlassungen.

1533 führte die Freie Reichsstadt die Reformation ein. Nach dem Augsburger Interim von 1548 wurden die katholischen Stiftskirchen und Klöster in Frankfurt an die katholische Kirche zurückgegeben, um den Konflikt mit dem katholischen Kaiser zu vermeiden und die städtischen Privilegien (vor allem die Messen und die Kaiserwahlen) nicht zu gefährden. Die wenigen verbliebenen Katholiken hatten seit dem Augsburger Religionsfrieden von 1552 Glaubensfreiheit, konnten jedoch bis 1806 nur in Ausnahmefällen das Bürgerrecht erwerben. Aus Frankreich kamen sogenannte Réfugiés, verfolgte Hugenotten, die die erste Gemeinde von Réfugiés in Deutschland im Jahre 1554 entstehen ließen. Die Reformierte Kirche durfte in Frankfurt erst ab 1786 eigene Kirchen errichten. 1866 schloss sie sich mit der lutherischen Kirche zu einer Frankfurter Landeskirche zusammen. Durch Zuwanderung im 18., vor allem aber im 19. und 20. Jahrhundert konnten die Katholiken zahlenmäßig nahezu wieder zu den Protestanten aufschließen.

Frankfurts evangelisch-lutherische Gemeinden gehören seit 1945 zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (außer Bergen-Enkheim, das zur evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört). Die katholischen Gemeinden gehören zum Bistum Limburg, außer Bergen-Enkheim (Bistum Fulda), sowie Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach (Bistum Mainz).

Neben den beiden großen christlichen Konfessionen sind auch orthodoxe Kirchen, altorientalische Kirchen, Freikirchen und andere christliche Glaubensgemeinschaften in Frankfurt vertrete, darunter die Altkatholische Kirche, die Neuapostolische Kirche und die Zeugen Jehovas.

Eine Jüdische Gemeinde wird in Frankfurt erstmals 1150 erwähnt. Zweimal, 1241 und 1349, wurden die Frankfurter Juden im Mittelalter Opfer von Pogromen. Von 1462 bis 1796 mussten sie in einem Ghetto, der Judengasse, leben. Erst 1806 wurden sie den übrigen Konfessionen gleichberechtigt. 1864 gewährte Frankfurt den Juden als einer der ersten deutschen Staaten die uneingeschränkte Gleichberechtigung.

Um 1930 lebten etwa 28.000 Juden in Frankfurt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden fast alle deportiert oder vertrieben, die vier großen Synagogen während der Novemberpogrome 1938 zerstört. 11.134 Frankfurter Juden wurden während des Holocaust ermordet. Bei Kriegsende hatten nur etwa 160 in der Stadt überlebt. Bereits kurz nach Kriegsende wurde von deportierten osteuropäischen Juden eine neue jüdische Gemeinde gegründet. Sie ist heute mit ungefähr 7.200 Mitgliedern eine der großen Gemeinden in der Bundesrepublik. Größte Frankfurter Synagoge ist die Westendsynagoge.

Die 1959 in Sachsenhausen erbaute Nuur-Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat war die erste Moschee Frankfurts und die dritte Deutschlands. Inzwischen gibt es in Frankfurt eine Reihe weiterer Moscheen verschiedener islamischer Glaubensgemeinschaften.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) hat ihren Hauptsitz für das Gebiet Europa Mitte in Frankfurt am Main und zwei Gemeinden in Höchst und Eckenheim. Der Frankfurt-Tempel in Friedrichsdorf war 1987 der erste mormonische Tempel in der damaligen Bundesrepublik. Außerhalb Frankfurts, in Hofheim-Langenhain, liegt seit 1964 auch das einzige Haus der Andacht der Glaubensgemeinschaft der Bahai in Europa. Daneben existiert im Zentrum Frankfurts die 1845 gegründete und als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannte freireligiöse Unitarische Freie Religionsgemeinde mit über 1.000 Mitgliedern.

Die Satzung von Frankfurt und die Hessische Gemeindeordnung bestimmen heute den konstitutionellen Aufbau der Stadt.

Frankfurt wird zurzeit von einer Koalition aus CDU und Grünen unter Oberbürgermeisterin Petra Roth regiert.

Frankfurt ist seit der Bundestagswahl 2002 in die Wahlkreise 183 und 184 aufgeteilt. Direktmandate bekamen Gregor Amann (SPD) und Erika Steinbach (CDU). Über die Landesliste zogen Hans-Joachim Otto (FDP) und Joschka Fischer (Grüne) (Nachrücker zum 1. September 2006 Omid Nouripour), sowie Wolfgang Gehrcke (Die Linke) in den Bundestag ein.

Ferner besteht seit 1967 eine Partnerschaft zwischen dem damals noch selbständigen Stadtteil Nieder-Eschbach und der Stadt Deuil-la-Barre (Frankreich).

Seit 2006 besteht zudem ein Städtekontakt mit der südchinesischen Stadt Shenzhen zur Förderung der wirtschaftlichen Kooperation, seit 2007 auch mit Tianjin und Peking.

Frankfurt hatte nach einer großzügigen öffentlichen Baupolitik in den 1980er-Jahren unter den CDU-Oberbürgermeistern Walter Wallmann und Wolfram Brück zeitweise die höchste Pro-Kopf-Verschuldung (ohne Stadtstaaten) Deutschlands (1993: 4.600 Euro pro Kopf). Die Verschuldung ging allerdings danach deutlich zurück, vor allem seit Mitte der 1990er-Jahre aufgrund des damaligen Sparkurses des Magistrats und seit 2000 aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und einer vergleichsweise gemäßigten Ausgabenpolitik.

Aktueller Haushalt (2006): Die Verschuldung lag im Jahr 2006 bei nur noch rund 2.200 Euro pro Kopf und damit auf dem sechsten Platz unter den fünfzehn größten deutschen Städten (Bremen etwa 17.000, Berlin etwa 16.000, Hamburg etwa 13.000, Köln etwa 3.800, München rund 2.700 Euro pro Kopf). Die hohen Steuereinnahmen und eine besonnene Steuerpolitik führen allmählich zu einem konsolidierten Haushalt, was eine Seltenheit in Deutschland darstellt.

Nach Berechnungen von 2007 wuchs die Frankfurter Wirtschaft wesentlich stärker als erwartet, so wird nun ein Überschuss von 350 Millionen Euro eingenommen.

1.145 Kilometer Straße; 44.266 Grundstücke; etwa 1.800 Gebäude; 58,6 Kilometer U-Bahn-Gleise; etwa 2.500 Pflanzenarten im Palmengarten; etwa 4.500 Tiere aus 580 Arten im Zoo; 4.902 Hektar Stadtwald.

Am 13. Juni 2008 veröffentlichte die Stadt ihre Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2007, mit der die Umstellung auf kaufmännische Buchführung eingeleitet wird. Die Stadt Frankfurt verfügt demnach über ein Vermögen von 12,52 Milliarden Euro, wovon 11,8 Milliarden auf das Anlagevermögen entfallen. Das städtische Eigenkapital liegt bei 8,29 Milliarden, das entspricht einer Eigenkapitalquote von 66,2 Prozent. Die Verbindlichkeiten lagen bei 1,8 Milliarden, die im Wesentlichen zur Deckung von Pensionsansprüchen gebildeten Rückstellungen bei 1,2 Milliarden.

Eine der wichtigsten Steuerquellen der Stadt Frankfurt ist die Gewerbesteuer: 2008 wurde ein Rekordwert von 1,64 Milliarden Euro eingenommen. Damit hat Frankfurt nach München (1,9 Mrd. Euro) die bundesweit höchsten Einnahmen aus der Gewerbesteuer, jedoch ist München gemessen an der Einwohnerzahl fast doppelt so groß wie Frankfurt. Ähnlich große Städte wie Stuttgart oder Dortmund erzielen nur etwa die Hälfe bzw. ein Fünftel der Frankfurter Einnahmen.

Laut einer 2001 erstellten Rangliste der Universität Liverpool kann Frankfurt als die produktivste Stadt Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten (vor Karlsruhe, Paris und München). Die Stadt ist heute eine der reichsten und leistungsfähigsten Metropolen Europas. Das macht sich auch an der hohen Anzahl internationaler Unternehmensvertretungen bemerkbar. In einer jährlichen Studie (2007) von Cushman & Wakefield wurde Frankfurt als der drittbeste Standort (nach London und Paris) für internationale Konzerne in Europa bewertet.

Der Frankfurter Flughafen ist die größte Arbeitsstätte Deutschlands. Frankfurt hat mit 922 Arbeitsplätzen auf 1000 Einwohner die höchste Arbeitsplatzdichte Deutschlands. Die hohe Zahl von ca. 600.000 Arbeitsplätzen bei nur etwa 650.000 Einwohnern führt dazu, dass Frankfurt die Stadt mit den meisten Einpendlern in Deutschland ist.

Die hohe Wirtschaftskraft der Stadt schlägt sich in den Kassen umliegender Städte und Gemeinden des Speckgürtels hauptsächlich im Vordertaunus nieder, die von überdurchschnittlichen Steuerzahlungen ihrer in Frankfurt verdienenden Pendler profitieren. Frankfurt selbst hat mit 2.119 Euro die höchsten Steuereinnahmen pro Einwohner unter den 50 größten Städten. Die Stadt hat zudem die höchste Bruttowertschöpfung und das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner sowie pro Erwerbstätigen unter allen deutschen Großstädten.

Laut einer aktuellen Studie belegt Frankfurt in einer Rangliste internationaler Großstädte mit der höchsten Lebensqualität weltweit den siebten, in Deutschland (nach Düsseldorf und zusammen mit München) den zweiten Platz. Andererseits steht Frankfurt seit Jahren an der Spitze der Kriminalitätsstatistik aller Kommunen in Deutschland. 2006 wurden 16.378 Delikte je 100.000 Einwohnern registriert. Allerdings fließen unter anderem sämtliche am Flughafen registrierten Straftaten (z. B. Schmuggel und Passvergehen) mit in die Statistik ein.

Entgegen einer landläufigen Meinung sind in Frankfurt nicht nur Finanzunternehmen ansässig. In kaum einer anderen deutschen Stadt gibt es so viele international führende Unternehmen aus den verschiedensten Branchen, darunter Chemiekonzerne, Werbeagenturen (u. a. die Deutschland-Zentrale von Saatchi & Saatchi sowie eine Niederlassung von JWT), Softwareunternehmen und Call-Center. Die Konzernentwicklung sowie weitere bedeutende Abteilungen der Deutschen Bahn und die Tochtergesellschaft DB Netz befinden sich in der DB-Zentrale im Gallus. Frankfurt galt durch die Hoechst AG jahrelang als „Apotheke der Welt“. Der Industriepark Höchst ist einer der drei größten Standorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Europa. Auch finden sich in Frankfurt die Deutschland-Zentralen von großen Lebensmittelkonzernen wie Nestlé und Ferrero, sowie der Sitz der größten Brauereigruppe Deutschlands, der Radeberger Gruppe. Mit KPMG hat eine der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ihren Europa-Sitz in Frankfurt. PricewaterhouseCoopers hat seine Deutschland-Zentrale in Frankfurt, Deloitte Touche Tohmatsu eine Niederlassung und Ernst & Young eine Niederlassung jenseits der Stadtgrenze in Eschborn. Einige der größten Unternehmensberatungen wie McKinsey, Boston Consulting Group und Bain & Company sind ebenfalls in der Stadt vertreten.

Frankfurt am Main ist als internationaler Finanzstandort und Börsenplatz weltweit bekannt. Im Frankfurter Bankenviertel in der Innenstadt befinden sich die Unternehmenszentralen der drei größten deutschen Banken . Die Zentrale der Deutschen Bank liegt an der Mainzer Landstraße in der Nähe der Taunusanlage. Der Konzernsitz der Commerzbank ist das zweithöchste Bürogebäude Europas. Die Dresdner Bank wird ebenfalls von Frankfurt aus geleitet. Sie gehörte seit 2001 der Allianz SE mit Sitz in München an, 2008 wurde sie von der Commerzbank übernommen. Bis Ende 2009 wird der Name „Dresdner Bank“ wegfallen und durch den Namen des neuen Eigentümers ersetzt werden.

Die DZ Bank ist ein Zentralinstitut des genossenschaftlichen Finanzsektors. Die fünftgrößte Bank und größte Allfinanz-Gruppe Deutschlands hat ihren Sitz im Westend Tower an der Mainzer Landstraße. Zudem sind ihre Tochtergesellschaften Union Investment, DVB Bank und die Reisebank in Frankfurt beheimat. Die Frankfurter Volksbank ist die zweitgrößte Volksbank Deutschlands.

Ebenso findet sich die größte deutsche Direktbank, die ING-DiBa, in Frankfurt. Zudem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Hauptsitz in Frankfurt, diese sind u. a. die SEB AG, das Bankhaus Metzler, Hauck & Aufhäuser, Delbrück Bethmann Maffei, die BHF-Bank und die Corealcredit Bank.

Unter den öffentlichen-rechtlichen Kreditinstituten haben die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die DekaBank, die Rentenbank und die Frankfurter Sparkasse ihren Sitz in Frankfurt.

Die meisten der beinahe 300 weiteren Banken sind keine inländischen Unternehmen.

Mit den von der Deutsche Börse AG betriebenen Handelsplattformen Frankfurter Wertpapierbörse und XETRA ist Frankfurt der zweitgrößte Aktienmarkt Europas und wickelt den Löwenanteil des deutschen Wertpapierhandels ab. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist die Deutsche Börse AG die größte Börse der Welt.

Über 10.600 Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft sind in Frankfurt ansässig mit zusammen etwa 27.600 Beschäftigten (Stand 2005). 1999 hatte die Branche noch über 36.000 Menschen beschäftigt. Zu den größten Unternehmen zählen DTZ Zadelhoff, Jones LangLaSalle, Atisreal, Bilfinger Berger, Hochtief, Porr Deutschland, Techem, Nassauische Heimstätte, ABG Frankfurt Holding, Wayss & Freytag, WISAG, Ed. Züblin und Albert Speer & Partner. Der grunderwerbsteuerpflichtige Immobilienumsatz betrug 2006 rund 5,4 Milliarden Euro.

Die 600 Meter lange Zeil in der Innenstadt ist die bekannteste und umsatzstärkste Einkaufsstraße in Frankfurt. Mit rund 14.000 Passanten pro Stunde (Stichtag 12. Mai 2007) hat sie laut IHK Frankfurt am Main die dritthöchste Besucherfrequenz im bundesweiten Vergleich. Den dritten Platz nimmt die Zeil auch im bundesweiten Mietpreis-Vergleich für Einzelhandelsflächen ein. Ein Ladenbesitzer zahlt hier zwischen 220 bis 250 €/m². Im Februar 2009 wurde hier das neue Einkaufszentrum My Zeil im Palais Quartier eröffnet.

Während die auf der Zeil ansässigen Geschäfte in der günstigen bis mittleren Preiskatogerie liegen, ist die nahe gelegenen Goethestraße für ihre Luxusmarken bekannt. Weitere wichtige Einzelhandelsstandorte in Frankfurt sind das Nordwestzentrum in der Nordweststadt – eines der größten Einkaufszentren Deutschlands – und das Hessen-Center im Stadtteil Bergen-Enkheim. Darüber hinaus gibt es diverse Einkaufsstraßen in den Stadtteilen, wie die Berger Straße in Bornheim, die Schweizer Straße in Sachsenhausen, die Leipziger Straße in Bockenheim oder der Oeder Weg, der sich von der Innenstadt in das Nordend erstreckt.

Frankfurt ist Sitz zahlreicher Deutschland- und Europazentralen ausländischer Automobilkonzerne, wie Fiat (mit Alfa-Romeo und Lancia) und Kia. Vor den Toren der Stadt residieren neben Opel in Rüsselsheim auch noch Jaguar (Schwalbach a. Ts.) und Saab (Rüsselsheim). Im angrenzenden Mörfelden hat Seat Deutschland seinen Hauptsitz. Der japanische Hersteller Mazda betreibt in Oberursel ein Designzentrum. In Offenbach am Main ist der Sitz der Nord-Europa-Zentrale sowie der Entwicklungs- und Designabteilung von Honda und der europäischen Vertriebszentrale von Hyundai.

Darüber hinaus ist auch die Zulieferindustrie stark vertreten. So ist die Continental AG mit Produktions-, Verwaltungs- und Entwicklungsstandorten in Frankfurt, Eschborn, Schwalbach, Karben und Friedberg vertreten. Die Automobil-Hersteller und Zulieferer der Region haben sich im Automotive Cluster Rhein Main Neckar zusammengeschlossen.

Frankfurt ist der Sitz zahlreicher Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche. Dazu zählen große konzerngebundene Unternehmen wie T-Systems, Finanz Informatik, DB Systel und Lufthansa Systems. Die Telekommunikationsdienstleister Colt und Level 3 sowie der Telekommunikationsausrüster Avaya haben hier ihre Deutschlandzentrale. Die zentrale Registrierung für Deutschland-bezogene Domainnamen erfolgt bei der DENIC. Das Internationale Netzmanagement-Center (INMC) am Europaturm koordiniert und sichert den Betrieb des globalen Sprach- und Datennetzwerkes der Deutschen Telekom AG. Die Firma Crytek ist ein renommierter Entwickler von Computerspielen, ebenso haben Atari-Deutschland und Konami-Europe hier ihren Sitz. Eine besonders hohe Konzentration von IT-Unternehmen findet sich in ehemaligen Industriegebieten entlang der Hanauer Landstraße, der Mainzer Landstraße und der Gutleutstraße. Im Großraum Frankfurt finden sich IT-Unternehmen vor allem in Bad Homburg, Eschborn, Kronberg, Langen und Neu-Isenburg.

Auch Verbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband der Photoindustrie, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) mit der angeschlossenen elektrotechnischen Normenkommission (DKE im DIN und VDE), der Verband der Köche Deutschlands, der Bundesverband des Deutschen Versandhandels und der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) siedelten sich in Frankfurt an. Der VDA richtet auch alle zwei Jahre die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt aus. Zudem hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der auch die Buchmesse organisiert, seinen Sitz in Frankfurt. Die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V., eine gemeinnützige wissenschaftlich-technische Gesellschaft, verleiht zahlreiche wissenschaftliche Preise und organisiert alle drei Jahre zusammen mit der Messe Frankfurt die Achema, die weltgrößte Messe für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie.

Die Arbeitnehmerseite ist in Frankfurt mit dem Hauptsitz der Gewerkschaften IG Metall, der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und der IG Bauen-Agrar-Umwelt vertreten.

Handelsmessen finden in Frankfurt am Main seit dem Mittelalter statt. 1240 gewährte Kaiser Friedrich II. der Stadt das Messeprivileg, unter dessen Schutz sich die alljährlich stattfindende Herbstmesse zur Drehscheibe für den europäischen Fernhandel entwickelte. 1330 kam die Frühjahrsmesse hinzu. Mit Leipzig, dem zweiten großen Messestandort im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation (Leipziger Messe), war Frankfurt durch eine Fernstraße, die Via Regia, verbunden. Nach einer Zeit des Niedergangs seit dem 18. Jahrhundert konnte die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an die alte Messetradition anknüpfen.

Wichtige Messen in Frankfurt sind u. a. die Frankfurter Buchmesse, die Internationale Automobilausstellung, die Achema und die Ambiente Frankfurt. Die traditionsreichste Messe, die heute Tendence genannte Herbstmesse, hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung verloren.

Eine Studiengruppe von Ökonomen untersucht jährlich im Auftrag von MasterCard die wichtigsten Geschäftszentren der Welt. Frankfurt am Main kam dabei 2007 auf den siebten Platz, weit vor allen anderen deutschen Standorten, da diese mehr national als global ausgerichtet sind. Die Bedeutung der Globalisierung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zeigt sich auch in einem umfassenden Strukturwandel, dem die Frankfurter Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten ausgesetzt war.

Ab 1988 waren fünf, zwischen 1990 und 1996 sogar 6 von 30 DAX-Unternehmen in Frankfurt ansässig, darunter drei Banken (Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, Dresdner Bank AG) und drei Industriekonzerne (Degussa AG, Hoechst AG und Metallgesellschaft). Mitte 2007 gibt es in Frankfurt nur noch drei Dax-Konzerne, zwei Banken (Commerzbank und Deutsche Bank) und ein Dienstleistungsunternehmen (Deutsche Börse). Der Strukturwandel hatte in den 1980er-Jahren zunächst die in Frankfurt traditionell sehr starke Metall- und Elektrobranche erfasst. Unternehmen wie Hartmann & Braun, Vereinigte Deutsche Metallwerke, Demag, Naxos-Union, Adlerwerke oder VDO legten ihre Frankfurter Werke still bzw. verlagerten ihren Sitz, zumeist nach Fusionen oder Übernahmen. Der ehemals zweitgrößte deutsche Elektronikkonzern AEG wurde 1982 nach einem Vergleich von Daimler-Benz übernommen und 1996 nach jahrelangem wirtschaftlichem Niedergang liquidiert. Die Metallgesellschaft verlegte nach ihrer Umfirmierung als GEA Group 2005 ihren Sitz nach Bochum.

Obwohl Frankfurt einer der größten Standorte der Chemie- und Pharmaindustrie in Europa ist, hat heute keines der großen Unternehmen mehr seinen Sitz in Frankfurt. Die Hoechst AG war in den 1970er- und 1980er-Jahren zeitweise das nach Umsatz größte Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt. 1997 spaltete sie sich unter ihrem Vorstandsvorsitzenden Jürgen Dormann in mehrere Unternehmen auf, die nach verschiedenen Fusionen und Übernahmen heute aus den USA (Celanese), der Schweiz (Clariant) und Frankreich (Sanofi-aventis) geführt werden. Der Industriepark Höchst, das ehemalige Werksgelände in Höchst, ist jedoch nach wie vor einer der drei größten Chemiestandorte Europas und hat heute mehr Arbeitsplätze als in den 1990er-Jahren.

1995 wurde die Cassella AG in Fechenheim, einst einer der größten Hersteller von Farbstoffen, auf die Hoechst AG verschmolzen. Der Geschäftsbereich fiel 1997 bei der Aufteilung von Hoechst an Clariant. Das ehemalige Cassella-Werk an der Mainkur besteht noch heute als Sitz der AllessaChemie GmbH. Der Name des Unternehmens enthält ein Ananym von Cassella.

Die Degussa verlegte 2001 ihren Sitz nach Düsseldorf und gehört heute zum Essener Evonik-Konzern.

Die Deutsche Bahn verlegte im Zuge der Wiedervereinigung im Jahr 2000 ihre Konzernzentrale nach Berlin, die Konzernentwicklung und andere zentrale Abteilungen sowie die Tochtergesellschaften DB Netz und DB Systel sind jedoch weiterhin in Frankfurt ansässig.

Die hohe Gewerbesteuer, die hohen Büromieten und die hohen Grundstückspreise Frankfurts brachten einige Unternehmen dazu, in den Speckgürtel vor die Tore der Stadt auszuweichen. So errichtete die Deutsche Bank ihr neues Rechenzentrum in den 1990er-Jahren in Eschborn, die BHF-Bank ihr Rechenzentrum 1997 in Offenbach.

Nach der im Herbst 2008 erschienenen Konjunkturumfrage der IHK Frankfurt am Main planen Unternehmen trotz der Finanzmarktkrise für das Jahr 2009 weiterhin mit Neueinstellungen.

Trotz des Strukturwandels behauptete Frankfurt seine Position beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Erwerbstätigen in den Jahren 2002 bis 2007 unter den deutschen Großstädten, ebenso bei der Lebensqualität und der Zuzugsattraktivität. Der Rückgang klassischer Industrien wurde zum einen kompensiert durch Wachstum im Dienstleistungssektor, darunter Unternehmen wie Fraport und Deutsche Börse, zum anderen durch Neuansiedlungen der Deutschland- oder Europazentralen ausländischer Großunternehmen, z. B. in der Automobil- und IT-Industrie. Die Stadt versucht eine einseitige Ausrichtung auf die Finanzbranche zu vermeiden und unterstützt z. B. den Ausbau Frankfurts als Forschungsstandort der Biotechnologie. Bei Kriterien wie Zuwachs an Einwohnern, Arbeitslosenrate oder BIP pro Einwohner und Erwerbstätigen hat Frankfurt daher seine starke Stellung behalten. Die Einkommen sind die höchsten Deutschlands. Die meisten besserverdienenden Arbeitskräfte wohnen allerdings in den direkt an Frankfurt angrenzenden großen und dichtbesiedelten Landkreisen des Vordertaunus. Trotzdem weist auch Frankfurt mit 111,6 einen überdurchschnittlich hohen Kaufkraftindex auf.

Die Stadt Frankfurt am Main ist dank ihrer zentralen Lage einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Europa. Hier treffen Bahn, Straßenverkehr, Binnenschifffahrt und Luftverkehr aufeinander. Hier wurde 1909 die DELAG, die erste Fluggesellschaft der Welt, gegründet.

Die Stadt verfügt mit dem Flughafen Frankfurt am Main über einen der größten internationalen Flughäfen der Welt. In Europa ist er gemessen an der Zahl der Passagiere der drittgrößte nach den Flughäfen London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle. Beim Frachtaufkommen steht der Frankfurter Flughafen an erster Stelle in Europa. Im Jahr 2007 wurden 54,2 Millionen Passagiere und 2,1 Millionen Tonnen Fracht befördert.

Anders als es der Name vermuten lässt, befindet sich der Flughafen Frankfurt-Hahn nicht in Frankfurt, sondern liegt etwa 120 Kilometer westlich in Lautzenhausen (Rheinland-Pfalz). Der elfgrößte Passagierflughafen Deutschlands transportierte 2007 4,0 Millionen Fluggäste.

Der Flugplatz Frankfurt-Egelsbach liegt ebenfalls nicht im Frankfurter Stadtgebiet sondern 17 Kilometer südlich in Egelsbach.

Am Frankfurter Kreuz in der Nähe des Flughafens kreuzen sich die Autobahnen A 5 (Hattenbacher Dreieck–Basel) und A 3 (Arnheim–Passau). Es ist mit etwa 310.000 Fahrzeugen pro Tag das meist befahrene Autobahnkreuz in Deutschland.

Weitere an Frankfurt angeschlossene Autobahnen sind die A 66, die im Westen bis Wiesbaden und im Osten bis Fulda führt, die kurze A 648 als wichtiger Zubringer zum Messegelände und der Innenstadt sowie die A 661, die in Nord-Süd-Richtung von Oberursel nach Egelsbach verläuft. Die A 5 im Westen, die A 661 im Nordosten und die A 3 im Süden umgeben Frankfurt als Autobahnring. Dieser Autobahnring begrenzt die am 1. Oktober 2008 eingerichtete Umweltzone.

In kommunalen Besitz befinden sich 1.145 Kilometer Straße.

Frankfurt hat mit 715 Autos pro 1.000 Einwohner die größte Autodichte aller deutschen Großstädte.

Im Bahnverkehr besitzt Frankfurt mit dem Frankfurter Hauptbahnhof einen der verkehrsreichsten Personenbahnhöfe Europas. Die Deutsche Bahn bezeichnet ihn als die wichtigste Verkehrsdrehscheibe im Eisenbahnverkehr in Deutschland.

Mit etwa 350.000 Fahrgästen pro Tag belegt er in Deutschland zusammen mit dem Münchener Hauptbahnhof den zweiten Platz nach dem Hamburger Hauptbahnhof (etwa 450.000 Fahrgäste täglich). Seiner Fläche nach gehört er zusammen mit dem Leipziger Hauptbahnhof und dem Zürcher Hauptbahnhof zu den größten Bahnhöfen Europas. Seit dem Jahr 2002 ist die ICE-Neubaustrecke nach Köln in Betrieb, die die Fahrzeit zwischen beiden Städten auf 1¼ Stunden verkürzt. Zudem existiert eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Paris im Rahmen des Rhealys-Projekts. Passagiere können innerhalb von vier Stunden zwischen dem Frankfurter Hauptbahnhof und dem Gare de l’Est in Paris verkehren.

Die Bedeutung im Güterverkehr auf der Schiene ist allerdings zurückgegangen: Die Deutsche Bahn hatte 1996 beschlossen den großen Hauptgüterbahnhof im Westen Frankfurts zu schließen, die freien Flächen werden heute teilweise von der angrenzenden Frankfurter Messe genutzt, zudem entsteht auf dem Areal der neue Stadtteil Europaviertel. Mit dem Ostbahnhof ist heute nur noch ein kleinerer Rangierbahnhof im Betrieb.

Das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Frankfurt und der Region besteht aus dem S-Bahn-Netz, der teilweise zur U-Bahn ausgebauten Stadtbahn, der Straßenbahn, Stadtbussen sowie mehreren Vorort- und Regionalbahnen. Von neun S-Bahn-Linien befahren acht den sieben Stationen umfassenden City-Tunnel durch die Innenstadt. An den Stationen Hauptbahnhof, Hauptwache, Konstablerwache und Südbahnhof bilden S- und U-Bahn gemeinsame unterirdische Schnellbahnknoten.

Das größte Verkehrsunternehmen für die lokalen Verkehrsmittel in der Stadt ist die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ GmbH übernimmt die Koordination und Bestellung des lokalen Nahverkehrsangebots. Sie ist Partner des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der für die regionalen Verkehre und ein einheitliches Tarifsystem zuständig ist.

Durch zahlreiche Stadtautobahnen (teilweise als Bundesautobahn, teilweise als autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraßen) kann die Stadtregion als für den Individualverkehr überdurchschnittlich erschlossen betrachtet werden.

Mehrere Fernbuslinien verbinden Frankfurt unter anderem mit Berlin, Hamburg, Mannheim und München.

In der Binnenschifffahrt ist Frankfurt über den Rhein mit den wichtigen Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden und über den Main-Donau-Kanal mit dem südöstlichen Mitteleuropa verbunden. Frankfurt besitzt nach der Umwandlung des Westhafens in ein Wohn- und Büroquartier noch den Osthafen, den Flusshafen Gutleutstraße und den Hafen des Industrieparks Höchst.

Auch für das Internet stellt Frankfurt einen wichtigen Standort dar. Unter anderem befindet sich hier der größte deutsche Internet-Knoten DE-CIX und die DENIC, die Domainregistrierungsstelle für die Top-Level-Domain „.de“. Gemessen am gesamten durchschnittlichen Datenverkehr ist der DE-CIX weltweit die Nummer zwei.

In der Stadt befinden sich 27 Kliniken.

Das Rohrsystem der Frankfurter Kanalisation verläuft rund 1.600 Kilometer lang unter den Straßen. 1877 wurden die ersten Abwasserkanäle an der Alten Oper verlegt, bereits 1897 ging die erste Kläranlage in Betrieb. Frankfurt und Hamburg waren die beiden ersten Städte auf dem Kontinent, die so versuchten die latente Seuchengefahr zu bekämpfen.

Die Investitionen, die vergraben unter der Straßendecke allen zugute kommen, entsprechen einem Buchwert von etwa einer halben Milliarde Euro.

Seit 1957 hat die Deutsche Bundesbank ihren Sitz in Frankfurt. Seit 1998 ist die Europäische Zentralbank, verantwortlich für die Geldpolitik der sechzehn EU-Länder in der Eurozone, hier beheimatet. Seit 2004 ist Frankfurt Sitz der Europäischen Versicherungsaufsicht (CEIOPS).

Daneben haben die KfW Bankengruppe und das deutsche International Finance Corporation-Büro (als Teil der Weltbankgruppe) ihren Sitz hier.

Außerdem ist Frankfurt Sitz der Deutschen Nationalbibliothek. Die Gerichtsbarkeit ist mit dem für Hessen zuständigen Oberlandesgericht Frankfurt, dem Hessischen Landesarbeitsgericht, dem Landgericht Frankfurt am Main und dem Amtsgericht Frankfurt am Main vertreten. Bis zur Auflösung Ende 2003 war Frankfurt zudem Sitz des Bundesdisziplinargerichts.

Frankfurt hat ein eigenes Polizeipräsidium und ist Sitz der Oberfinanzdirektion Hessen. Die aus einer 1874 gegründeten Berufsfeuerwehr und 28 Freiwilligen Feuerwehren bestehende Feuerwehr Frankfurt betreibt neun Feuerwachen.

Frankfurt ist zudem Sitz von 99 Konsulaten. Nur New York und Hamburg haben mehr ausländische Vertretungen, ohne dabei Hauptstadt eines Staates zu sein. China und Russland haben gerade Generalkonsulate in Frankfurt eröffnet. Das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in Eckenheim ist das größte US-amerikanische Konsulat der Welt.

Frankfurt, eine der ältesten Zeitungsstädte der Welt, ist Sitz von zwei überregionalen Tageszeitungen. Die liberal-konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung unterhält Redaktion und Verlagshaus an der Mainzer Landstraße im Gallus. Die linksliberale Frankfurter Rundschau hat beides seit Juli 2005 in Sachsenhausen. Zudem erscheint in Frankfurt noch die Börsen-Zeitung. Eine bedeutende (konservative) Regionalzeitung ist die Frankfurter Neue Presse, im Verlag der Frankfurter Societät in direkter Nachbarschaft zur F.A.Z.

Neben den Tageszeitungen gibt es in der Frankfurter Medienlandschaft noch einige Magazine. Das Journal Frankfurt ist wohl die bekannteste Zeitschrift der Stadt für Veranstaltungen, Feste und sogenannte Insidertipps. Wie auch die F.A.Z. und die FNP hat das Journal Frankfurt seine Redaktion im Frankfurter Stadtteil Gallus. Auf „ökologische Zeitschriften“ hat sich der Öko-Test Verlag in Bockenheim spezialisiert. Am bekanntesten ist darunter wohl die gleichnamige Testzeitschrift. Ebenfalls in Bockenheim befindet sich die Redaktion der Satire-Zeitschrift Titanic.

Frankfurts ältester Rundfunksender war die 1924 gegründete private Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG. Heute ist das Nachfolgeunternehmen, der öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk mit seinem „Funkhaus am Dornbusch“ eines der wichtigsten Medienunternehmen für Hörfunk und Fernsehen. Hier befinden sich auch die ARD-Sternpunkte, die die Gemeinschaftsprogramme (beispielsweise Das Erste) über ein Hochleistungsnetzwerk auf die einzelnen Sendeanstalten verteilen. Auch der US-amerikanische Soldatensender AFN hatte von August 1945 an sein Hauptquartier in Frankfurt. Im Rahmen der Truppenreduzierung wurde aber auch der AFN-Standort Frankfurt aufgegeben: Seit Oktober 2004 sendet das American Forces' Network sein Europa-Programm aus Mannheim. Der US-amerikanische Medienkonzern Bloomberg TV hat in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurts Innenstadt sein Deutschlandstudio. Hinzu kommt noch das Regionalstudio der RTL Group. Auch reine Radiosender senden von Frankfurt aus, etwa Main FM. Ein weiterer privater aber nicht kommerzieller Radiosender ist Radio X. Sein Studio ist unweit der Konstablerwache. Der älteste und größte private Radiosender der Region, Hit Radio FFH, wurde 1989 in Frankfurt gegründet. Seit 2001 hat er seinen Sitz in der an Frankfurt angrenzenden Stadt Bad Vilbel. Des Weiteren befindet sich in Frankfurt die Sendezentrale des Jugendszene- und Musiksenders IM1-TV. In der Darmstädter Landstraße befindet sich die Deutschland-Zentrale des Home Entertainment und Kino-Unternehmens 20th Century Fox. Ebenfalls in Frankfurt befindet sich die deutsche Kino-Abteilung von Universal Pictures.

Auch in Frankfurt beheimatet sind die Nachrichtenagenturen Reuters Deutschland (im Messeturm) und Associated Press Deutschland. Zudem befindet sich die Bildzentrale der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

In Frankfurt am Main befinden sich zwei Universitäten sowie mehrere Fachhochschulen. Die bekannteste und älteste Universität der Stadt ist die 1914 gegründete Johann Wolfgang Goethe-Universität mit ihren vier Standorten Bockenheim, Westend, Riedberg und Uni-Klinik Niederrad. Die 1971 aus verschiedenen Vorgängereinrichtungen gegründete Fachhochschule Frankfurt am Main bietet Studiengänge mit Schwerpunkt in den angewandten Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften.

Die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen ist die älteste private wissenschaftliche Hochschule Frankfurts. Sie wird von der Deutschen Provinz der Jesuiten getragen und hat seit 1926 ihren Sitz im Stadtteil Sachsenhausen. Darüber hinaus gibt es mehrere private Fachhochschulen in Frankfurt. Die Frankfurt School of Finance & Management ist hervorgegangen aus der Bankakademie und der Hochschule für Bankwirtschaft und liegt mit ihrem Campus im Frankfurter Ostend. Seit 2001 betreibt die Fachhochschule für Oekonomie & Management (FOM) ein Studienzentrum im Westend. Die 2003 gegründete Provadis School of International Management and Technology befindet sich im Industriepark Höchst. Seit 2007 hat die International School of Management einen Studienstandort in Sachsenhausen.

Im künstlerischen Bereich verfügt Frankfurt zum einen über die Staatliche Hochschule für bildende Künste (Städelschule), gegründet 1817 von Johann Friedrich Städel, die später in Besitz der Stadt gelangte und 1942 zur staatlichen Kunsthochschule der freien bildenden Künste erhoben wurde. Die andere bekannte Kunsthochschule ist die aus der 1878 gegründeten privaten Stiftung Dr. Hoch’s Konservatorium – Musikakademie hervorgegangene Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

Bis September 2003 gab es auch noch die Bibliotheksschule Frankfurt am Main – Fachhochschule für Bibliothekswesen. Sie war eine Verwaltungsfachhochschule für den gehobenen Dienst in wissenschaftlichen Bibliotheken. Zum 30. September 2003 stellte sie ihren Betrieb ein.

Des weiteren existieren in der Stadt die Max-Planck-Institute für europäische Rechtsgeschichte (MPIER), Biophysik und Hirnforschung. Mit der Universität eng verbunden ist das Frankfurt Institute for Advanced Studies, eine von zahlreichen institutionellen und privaten gesponserte interdisziplinäre Einrichtung zur theoretischen Grundlagenforschung in der Physik, Chemie, Biologie, Neurologie und Informatik.

Drei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden sich nahe beieinander in der Frankfurter Altstadt: Kaiserdom, Römerberg und Paulskirche.

Der katholische Kaiserdom St. Bartholomäus mit seinem markanten spätgotischen Westturm war die Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Vom Dom zum Römer führte der Königsweg, die Prozessionsstrecke der frisch gekrönten Kaiser zum Festbankett im Rathaus. Vor dem Dom befindet sich heute der Archäologische Garten mit Ausgrabungen aus römischer und karolingischer Zeit.

Der Römerberg ist der zentrale Platz der Altstadt mit dem Rathaus (Römer) aus dem 14. Jahrhundert, der frühgotischen Alten Nikolaikirche und der nach Kriegszerstörung rekonstruierten Häuserzeile auf der Ostseite des Platzes. Auf dem Rathausbalkon des Römers, werden die Titelgewinne der regionalen Vereine (z. B. Eintracht Frankfurt, Frankfurt Lions) aber auch Fußballweltmeisterschaften mit den Fans zusammen gefeiert.

Die Paulskirche wurde 1789 bis 1833 anstelle der 1786 abgerissenen mittelalterlichen Barfüßerkirche erbaut und diente bis 1944 als evangelische Hauptkirche Frankfurts. In dem klassizistischen Rundbau des Architekten Johann Georg Christian Hess tagte 1848/49 die Nationalversammlung. Der Paulsplatz ist ein belebter Stadtplatz mit Straßencafés.

Zwischen Römerberg und Liebfrauenberg liegt die Neue Kräme. Am Liebfrauenberg befinden sich die im 14. Jahrhundert erbaute Liebfrauenkirche, der Liebfrauenbrunnen von 1770 und das 1775 errichtete Haus Zum Paradies/Grimmvogel, einer der wenigen erhaltenen Barockbauten in Frankfurt.

Die Kleinmarkthalle, ein Neubau von 1954 nach der Kriegszerstörung 1944, ist das kulinarische Zentrum der Stadt. Über 150 Marktstände bieten an jedem Werktag alle Arten von Lebensmitteln an. In der westlichen Altstadt liegt das Goethe-Haus im Großen Hirschgraben. Der Kornmarkt, heute eine ruhige Nebenstraße, war im Mittelalter eine der Hauptverkehrsadern der Stadt.

Die beiden Mainufer entwickeln sich immer mehr zum attraktivsten Stadtraum Frankfurts. Hierzu tragen Projekte wie die Entwicklung des Museumsufers, die Neugestaltung der Uferanlagen, der Aufbau eines neuen Wohn- und Gewerbegebietes im ehemaligen Frankfurter Westhafen oder die architektonisch anspruchsvollen Mainbrücken bei. Die Alte Brücke (1222 erstmals urkundlich erwähnt) galt jahrhundertelang als bedeutendstes Bauwerk der Stadt. Seit 2006 befindet sich auf der Maininsel die Ausstellungshalle Portikus. Der Eiserne Steg, eine 1869 eröffnete Fußgängerbrücke, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Saalhof und die katholische Leonhardskirche am nördlichen Brückenkopf sind zwei Baudenkmäler, deren Ursprünge in die Stauferzeit zurückreichen.

Der Blick von einer der östlichen Innenstadt-Mainbrücken auf Altstadt und Skyline wird in den Medien gern als Illustration für Beiträge aus Frankfurt verwendet. In den letzten Jahren entstanden im Osten der Innenstadt zwei große Beach Clubs am nördlichen und südlichen Mainufer. Die Gerbermühle, als Treffpunkt Goethes mit Marianne von Willemer in die Literaturgeschichte eingegangen, ist heute ein beliebtes Ausflugslokal.

Das Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne ist eine der wenigen Binnendünen Europas und befindet sich nahe dem Main im Westen des Stadtteils Schwanheim. Es umfasst 58,5 Hektar und beherbergt viele seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- sowie Pflanzenarten.

Eine Besonderheit Frankfurts sind die Dotationskirchen. Die Stadt ist seit 1802 Eigentümerin aller neun Kirchen in der Innenstadt und der Dreikönigskirche in Sachsenhausen und zu ihrem Unterhalt verpflichtet. Viermal im Jahr, zu den Hochfesten des Kirchenjahres, findet in den Citykirchen das traditionelle Frankfurter Stadtgeläute statt.

Frankfurt ist eine der wenigen Städte Europas mit einer ausgeprägten Skyline und wird deshalb auch manchmal als Mainhattan bezeichnet – eine Anspielung auf Manhattan in New York City. Besonders viele Hochhäuser stehen im sogenannten Bankenviertel, wo die westliche Innenstadt, das östliche Bahnhofsviertel und das südliche Westend aufeinander treffen. Die ersten Hochhäuser entstanden in den 1950er Jahren, seit Mitte der 1970er Jahre auch Wolkenkratzer mit über 150 Metern Höhe.

Seit 1953 beschäftigte sich die Bauleitplanung in Frankfurt auch mit der Reglementierung des Hochhausbaus. 1998 wurde der erste Hochhausrahmenplan aufgestellt, der 2008 fortgeschrieben wurde. Er schreibt fest, wo und wie Hochhäuser gebaut werden dürfen. Ziel ist es Hochhäuser in Gruppen (Pulks) anzuordnen, allerdings waren und sind einzelne Ausnahmen möglich, wie zum Beispiel der Neubau der Europäischen Zentralbank im Ostend oder der BahnTower am Hauptbahnhof.

Die Höhe der Neubauten stieg seit den 1950er Jahren ständig an. Das 1951 errichtete Junior-Haus war 35 Meter hoch, das 1953 eröffnete AEG-Hochhaus 45 Meter. 1956 war das Fernmeldehochhaus an der Hauptwache mit 69 Metern das höchste Gebäude der Stadt. Ähnliche Höhen erreichten Anfang der 1960er Jahre das Hotel Inter-Continental (67 Meter) und das Zürich-Haus (68 Meter). Bis auf das Junior-Haus und das Hotel sind alle diese Gebäude mittlerweile abgerissen und durch höhere Neubauten ersetzt worden. Der Henningerturm in Sachsenhausen war 1961 das erste Frankfurter Gebäude, das mit seiner Höhe von 120 Metern den Westturm des Kaiserdoms überragte. Das erste Frankfurter Bürogebäude mit einer Höhe über 100 Meter war allerdings das 1966 eröffnete Büro Center Nibelungenplatz im Nordend. Weitere Hochhäuser der 1960er Jahre sind u.a. das BHF-Bank-Hochhaus und das Rhein-Main-Center.

Die ersten Wolkenkratzer waren das 1976 eröffnete Plaza Büro Center mit 159 Metern und der 1978 errichtete Silver Tower der Dresdner Bank mit 166 Metern, damals die höchsten Gebäude der Bundesrepublik. Mit dem Eurotower, dem City-Hochhaus und dem Helaba-Hochhaus erfolgte eine Verdichtung der Hochhäuser im Stadtzentrum. Die in den 1980er Jahren entstandenen Gebäude überschritten die bisherigen Höhen nicht. Die bekanntesten Gebäude aus dieser Zeit sind die 1984 fertiggestellten 155 Meter hohen Zwillingstürme der Deutschen Bank, die im Volksmund auch Soll und Haben genannt werden.

In den 1990er Jahren stellte die zweite Hochhausgeneration wieder neue Rekorde auf: Der Messeturm war 1991 mit seiner Höhe von 257 Metern das höchste Gebäude Europas, 1997 erreichte der Commerzbank Tower 259 Meter. Zwei weitere Gebäude überschritten in dieser Zeit ebenfalls die 200-Meter-Marke: Der Westend Tower der DZ Bank und der Maintower. Heute ist der Maintower das einzige Hochhaus in Frankfurt mit einer öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform auf dem Dach, darüber hinaus gibt es Restaurants im 25. Stockwerk des Japan Centers und im 29. Stock des Eurotheums. Während des Wolkenkratzer-Festivals, welches in unregelmäßigen Abständen veranstaltet wird, sind aber auch andere Hochhäuser für die Öffentlichkeit geöffnet.

Im 21. Jahrhundert sind in Frankfurt weitere Hochhäuser entstanden, darunter Skyper, Gallileo, Investment Banking Center und Westhafen Tower. 2008 gab es in Frankfurt zehn fertiggestellte Gebäude mit einer Höhe über 150 Metern, darunter die sechs höchsten Gebäude Deutschlands. Mit dem Opernturm und dem Tower 185 sind derzeit zwei weitere Wolkenkratzer in Bau.

Höchstes Bauwerk der Stadt ist seit 1978 der Europaturm (von den Frankfurtern Ginnheimer Spargel genannt), ein Fernmeldeturm der Telekom, mit einer Höhe von 337,5 Metern. Der Europaturm verfügt über Besucherbereiche, diese sind mangels Wirtschaftlichkeit allerdings seit 1999 geschlossen.

Der 1192 erstmals erwähnte Stadtteil Sachsenhausen auf der südlichen Mainseite wird in Frankfurter Mundart auch Dribb de Bach (dribbe = drüben, also andere Seite des Flusses) genannt, im Gegensatz zur Hibb de Bach (diese Seite des Flusses) gelegenen Innenstadt. Seit dem Mittelalter wohnten hier hauptsächlich Fischer, Landarbeiter und Handwerker, deren derbe Sprache und Umgangsformen sprichwörtlich waren. Im 18. und 19. Jahrhundert siedelten sich zunehmend auch wohlhabende Bürger an. Die Sachsenhäuser Altstadt wurde ein beliebtes Ausgeh- und Kneipenviertel, dessen Attraktivität heute nach Ansicht vieler aber durch übermäßige Kommerzialisierung gelitten hat. Besonders der schmerzhafte Besucherrückgang nach dem Wegfall der amerikanischen Militärstandorte machte dem Viertel zu schaffen. Leerstand und Verfall waren seit dem nicht mehr zu übersehen. Es gibt allerdings noch einige traditionelle und teilweise sehr alte Apfelwein-Kneipen. Die Stadt bemüht sich seit einiger Zeit das Viertel wieder voran zu bringen. Dieses Projekt zeigt mit der Renovierung einiger Gebäude bereits erste Erfolge. Ziel ist es neben Kneipen auch kleine Geschäfte und Ateliers zu etablieren um das Viertel auch tagsüber stärker zu beleben.

Das dominierende Bauwerk am Sachsenhäuser Mainufer ist die 1875 bis 1881 errichtete Dreikönigskirche. Entlang des Mains liegen die Museen des Museumsufers. Hier findet auch jeden Samstag einer der größten wöchentlich veranstalteten Flohmärkte Deutschlands statt, der sich im Flair zumindest abschnittsweise mit Flohmärkten internationaler Metropolen messen kann.

Die Altbauten im nördlichen Sachsenhausen rund um den Schweizer Platz sind eines der beliebtesten Wohnviertel Frankfurts und dementsprechend teuer. Hier stimmt die gewachsene Mischung aus Einzelhandel und Gastronomie. Neben von Touristen als typisch empfundenen Apfelweinlokalen wie dem Wagner und dem Gemalten Haus (echte sind ein paar Straßen weiter östlich) finden sich moderne Cocktailbars. Weiter im Süden finden sich Villenviertel wie der Lerchesberg, der in den 1960er-Jahren entstand. Seit den 1990er-Jahren entstand auf dem ehemaligen Schlachthofgelände östlich der Sachsenhäuser Altstadt das Deutschherrnviertel, das sich inzwischen zum beliebten Wohngebiet entwickelt hat. Wahrzeichen des neuen Viertels ist das Hochhaus Main Plaza.

Auf Sachsenhäuser Gebiet stehen auch der Goetheturm im Stadtwald, eines der höchsten Holzbauwerke in Deutschland, und der Henninger-Turm, ein ehemaliges Getreidesilo und bekannt durch das Radrennen Rund um den Henninger-Turm.

Der Hauptbahnhof, eröffnet 1888, ist nach der Anzahl der Fernverkehrszüge und am Passagieraufkommen gemessen einer der größten seiner Art in Europa. Die riesige fünfschiffige Bahnsteighalle, deren Tragwerk und Dach zurzeit fast vollständig restauriert in neuem Glanz erscheint, das stilgleich erhaltene Empfangsgebäude und das unüberschaubare Gewirr über- und unterirdischer Anlagen macht ein beeindruckendes Bauwerk aus, das eine Sehenswürdigkeit für sich ist.

Das Bahnhofsviertel ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Dort befinden sich in einer ganz eigenen Mischung unzählige Geschäfte und Restaurants verschiedenster Art aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Das Bahnhofsviertel lebt 24 Stunden am Tag, nicht nur wegen des Rotlicht-Milieus, das sich vor allem rund um die Taunusstraße erstreckt. Das Viertel kann auch als ein Musterbeispiel für urbane Gegensätze angesehen werden, die so eine internationale Endstation mit sich bringt. Bettler, Alkoholiker und Junkies sind dort neben den Strömen angestellter Berufspendler ebenso gegenwärtig wie Banker im feinen Zwirn, internationale Messegäste und Tagestouristen vom Lande. Die Kaiserstraße, auf die der Besucher direkt vom Haupteingang des Hauptbahnhofs aus blickt, ist ein städtischer Boulevard, auf dem Reichtum und Elend, multikultureller Einzelhandel, moderne Bankhochhäuser in nächster Nachbarschaft zu Rotlichtbetrieben in gründerzeitlichen Altbauten zu beobachten sind.

Weiteres siehe unter Liste der Sehenswürdigkeiten in Frankfurt am Main.

Die Stadt bietet ein vielfältiges kulturelles Programm. Dazu zählt die einzigartige Museumslandschaft mit über 60 größeren und kleineren Museen und Ausstellungshäusern, die sich vor allem auf beiden Seiten des Mains angesiedelt hat. Das Konzept der Konzentrierung unterschiedlicher Museen als Museumsufer wurde durch die Politik seit Anfang der 1980er Jahre umgesetzt und wird auch heute noch verfolgt.

Das Museumsufer auf der Sachsenhäuser Mainseite umfasst bekannte Häuser wie das Städel, das Liebieghaus, das Museum für Kommunikation (ehemals: Postmuseum), das Deutsche Architekturmuseum (DAM), das Deutsche Filmmuseum, das Museum der Weltkulturen und das Museum für Angewandte Kunst (ehemals: Kunstgewerbemuseum). Hier findet auch alljährlich das Museumsuferfest statt.

An Kunstmuseen und Galerien finden sich das Städel (Gemälde), das Liebieghaus (Skulpturen), das Museum für Moderne Kunst (MMK), die Kunsthalle Schirn, das Deutsche Architekturmuseum (DAM), das Deutsche Filmmuseum und das Museum für Angewandte Kunst.

Historische Museen sind das Archäologische Museum im Karmeliterkloster, das Historische Museum (Stadtgeschichte) und das Jüdische Museum.

Technikmuseen sind das Museum für Kommunikation, das Frankfurter Feldbahnmuseum, das Verkehrsmuseum Frankfurt und die Technische Sammlung Hochhut. Im Nordend ist die EXPLORA, ein Museum für optische und andere Täuschungen zu finden. Dort können viele Anaglyphenbilder, Stereobildpaare, SIRDs, Hologramme und andere Formen der optischen Wahrnehmung ausprobiert werden.

Ein Naturwissenschaftliches Museum ist das weltberühmte Naturmuseum Senckenberg, in dem unter anderen Fossilienfunde aus der Welterbestätte Grube Messel zu sehen sind, ein ethnologisches Museum das Museum der Weltkulturen.

Die Kunstszene trifft man im Frankfurter Kunstverein gegenüber der Schirn, der Städelschule (Staatliche Hochschule für Bildende Künste Städelschule), privaten Kunstgalerien und auch in einer Reihe von alternativen Ausstellungsräumen. Die Galerien zeigen Kunst von Alter Kunst über verschiedene Spezialgebiete bis hin zur Gegenwart. Von den alternativen Ausstellungsräumen werden viele von Künstlern oder jungen Kunstwissenschaftlern betrieben, u. a. die Ausstellungshalle in Sachsenhausen oder der ausstellungsraum EULENGASSE 65 in Bornheim.

Frankfurt weist eine lebendige Theaterszene auf. Die Städtischen Bühnen vereinen mehrere Sparten unter einem Dach: Die Oper Frankfurt zählt weltweit zu den renommiertesten Häusern und erhielt mehrmals (zuletzt im Jahr 2003) die Auszeichnung Opernhaus des Jahres. Das Schauspiel Frankfurt machte vor allem in den 1960er- durch Harry Buckwitz, in den 1970er- und 1980er-Jahren durch sein Mitbestimmungsmodell von sich reden. Das ehemalige städtische Ballett Frankfurt und das Theater am Turm (TAT) mussten im Jahr 2004 schließen, jedoch kann man das berühmte Forsythe-Ballet in der Metropole noch erleben.

Die Alte Oper, eröffnet 1881, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1981 als Konzerthaus wiedereröffnet. Die Alte Oper besitzt einen sehr schönen Konzertsaal und hat heute große Bedeutung als ein wichtiges Musikzentrum in Europa. Weitere bekannte Konzerthäuser sind die Jahrhunderthalle in Unterliederbach, die Festhalle in Bockenheim und der Sendesaal der Hessischen Rundfunks.

Die Komödie in der Neuen Mainzer Straße und das Fritz-Rémond-Theater im Zoo-Gesellschaftshaus sind zwei bekannte Boulevardtheater Frankfurts. Das Volkstheater Frankfurt pflegt neben klassischen Mundartstücken auch mundartliche Bearbeitungen von Klassikern und zeitgenössischen Dramen. Das English Theatre ist die größte englischsprachige Bühne auf dem Kontinent. Neben dem Tigerpalast, dem Künstlerhaus Mousonturm, dem Stalburg Theater und dem Gallus Theater finden sich im Bereich Kabarett und Kleinkunst u. a. Die Schmiere (seit 1950 „das schlechteste Theater der Welt“) im Karmeliterkloster, das Neue Theater im Stadtteil Höchst sowie das TiTS-Theater. Weitere freie Theater sind Die Dramatische Bühne im Café Exzess, das Theater Willy Praml und die experimentelle Bühne teAtrum VII in der Naxoshalle im Frankfurter Ostend oder das Frankfurter Autorentheater in der Brotfabrik im Stadtteil Hausen. Ein besonderes Kindertheater hatte Frankfurt mit dem Klappmaul-Puppentheater.

In Frankfurt haben zwei große symphonische Orchester ihre Heimat, das 1808 gegründete Frankfurter Museumsorchester der städtischen Bühnen und das hr-Sinfonieorchester. Auch das Ensemble Modern und die Junge Deutsche Philharmonie haben ihren Sitz in Frankfurt. Bekannte Chöre sind der 1818 gegründete Cäcilien-Chor, die Frankfurter Singakademie und die Frankfurter Kantorei.

Die seit dem 15. Jahrhundert stattfindende Frankfurter Buchmesse ist nicht nur ein wirtschaftliches (als größte Buchmesse der Welt), sondern auch ein bedeutendes kulturelles Ereignis. Während der alljährlichen Messe finden in Frankfurt zahlreiche Begleitveranstaltungen statt, als Höhepunkt die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche.

Die Frankfurter Stadtmundart in ihrer ursprünglichen Form zählt zu den Rheinfränkischen Dialekten. Die eng verwandten Dialekte, die im Rhein-Main-Gebiet gesprochen werden, decken nur einen kleinen Raum ab. Im restlichen Hessen wird merklich anders gesprochen. Noch bis mindestens in die 1980er-Jahren hinein konnte man bei älteren Einwohnern deutlich unterscheiden, ob sie aus der ursprünglichen Kernstadt stammten oder zum Beispiel aus den nördlichen, eingemeindeten Stadtteilen. Es gibt ferner zahlreiche Berichte darüber, dass die Einwohner der Altstadt am Sprachklang hören konnten, ob jemand aus Bornheim stammte oder aus Bockenheim.

Wie in vielen anderen Großstädten vermischte sich die Frankfurter Stadtmundart, vor allem infolge der Bevölkerungsverschiebungen nach der vollständigen Zerstörung der Frankfurter Altstadt im Zweiten Weltkrieg, mit benachbarten Varianten und aufgrund der intensiveren Hörfunk- und Fernsehnutzung seit den 1950er-Jahren auch mit dem Hochdeutschen, wodurch ein Regiolekt entstand, der häufig als Neuhessisch oder selbstironisch als RMV-Hessisch bezeichnet wird.

Das seit 1988 jährlich im August veranstaltete Museumsuferfest mit seiner Mischung aus Musik und Kultur ist das größte Volksfest im Rhein-Main-Gebiet. 2007 kamen an drei Tagen etwa 3,5 Millionen Besucher.

Am Wäldchestag, dem Dienstag nach Pfingsten, ziehen viele Besucher zu einem Volksfest in den Frankfurter Stadtwald. Bis in die 1990er-Jahre hatten an diesem Tag die meisten Frankfurter Geschäfte nachmittags geschlossen und die Arbeitnehmer hatten ab 12 Uhr frei. Deshalb wurde der Wäldchestag scherzhaft im Volksmund auch als Frankfurts Nationalfeiertag bezeichnet.

Ein weiteres traditionelles Volksfest ist die Dippemess, die heute zweimal jährlich, von April bis Mai und dann noch einmal im September, gefeiert wird. Erwähnt wurde dieses Volksfest erstmals im 14. Jahrhundert, damals war es allerdings ein mittelalterlicher Verkaufsmarkt für Haushaltswaren aller Art, insbesondere Keramikschüsseln ("Dippe").

Der 1393 erstmals urkundlich erwähnte Frankfurter Weihnachtsmarkt wird immer in der Adventszeit abgehalten. Er ist heute mit rund drei Millionen Besuchern einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Über 200 Stände erstrecken sich vom Mainkai über den Römerberg und den Paulsplatz nach Norden bis zur Zeil. Glühwein und heißer Apfelwein werden dabei in Keramiktassen mit wechselnden Frankfurter Motiven ausgeschenkt.

Die seit 2003 jährlich im Sommer stattfindende Parade der Kulturen ist ein Demonstrationszug durch die Innenstadt, bei dem die kulturelle Vielfalt der Stadt Frankfurt und ihrer Bewohner im Mittelpunkt steht und ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen soll. Rund 30.000 Besucher begleiteten den Umzug 2007.

Ebenfalls seit 2003 findet das Down-Sportlerfestival, eine Veranstaltung, bei der sich mehrere hundert Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) in verschiedenen Wettbewerbssportarten messen können, in Frankfurt statt.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind das Mainfest, der Christopher Street Day (CSD), das Rosen- und Lichterfest im Palmengarten, das Opernplatzfest, der Rheingauer Weinmarkt in der Freßgass und das Stoffchefest auf dem Römerberg.

Beliebt sind zudem die Nacht der Museen im April mit etwa 40.000 Besuchern und die Nacht der Clubs.

Zu den genannten Festen gibt es noch Stadtteilfeste wie das Höchster Schloßfest, das Berger Straßenfest in Bornheim oder das Schweizer Straßenfest in Sachsenhausen.

In unregelmäßigen Abständen findet das sogenannte Wolkenkratzer-Festival statt, zuletzt im Mai 2007 nach einer sechsjährigen Pause. Dabei waren 15 Hochhäuser in der Innenstadt für die Öffentlichkeit zugänglich und lockten 1,2 Millionen Besucher an. Eine Fortsetzung soll es nicht vor 2010 geben.

Das 1994 bis 2004 alljährlich organisierte Musikfestival Sound of Frankfurt zog bis zu 500.000 meist jüngere Besucher an.

Wie zwischen vielen benachbarten Städten besteht von jeher auch zwischen Frankfurt und Offenbach am Main eine gutnachbarliche Rivalität, die ihren Ausdruck unter anderem in zahlreichen Witzen über die Bewohner der jeweils anderen Stadt findet.

Hintergrund ist hier, dass die beiden Städte Frankfurt und Offenbach unterschiedlicher nicht sein können. Bereits seit dem Mittelalter bestanden Territorialkonflikte zwischen der Reichsstadt Frankfurt und ihren Nachbarstaaten. Nach der Reformation lagen das lutherische Frankfurt und das reformierte Offenbach in konfessionellen Streitigkeiten. Seit dem 18. Jahrhundert förderten die Grafen von Isenburg zudem die Ansiedlung von Manufakturen, die im bürgerlichen Frankfurt nicht erwünscht waren. Auch im 19. Jahrhundert sah sich Frankfurt weiterhin als reine Handelsstadt, während sich die Industrie in den umliegenden Gemeinden Fechenheim, Griesheim, Höchst und Offenbach ansiedelte. Erst nach der Annexion durch Preußen zog auch Frankfurt mit der Industrialisierung nach und überflügelte bald seine Rivalen. Im 20. Jahrhundert wuchs Frankfurt vor allem durch Eingemeindungen preußischer Vororte, während Offenbach keine Ausdehnungsmöglichkeiten hatte. Bis 1945 bildete die Grenze zwischen beiden Nachbarstädten immer zugleich auch eine Landesgrenze.

Eine langjährige sportliche Rivalität pflegen die beiden Fußballvereine Kickers Offenbach und Eintracht Frankfurt sowie ihre jeweiligen Anhänger. Im Laufe der Jahre standen sich beide Mannschaften häufig in einem Derby gegenüber, besonders häufig in den 1950er-Jahren (zum Beispiel im Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1959), im DFB-Pokal (zuletzt 2007) und in der Fußball-Bundesliga bis zum Abstieg der Kickers 1984.

In Frankfurt entwickelte sich infolge der zahlreichen wohlhabenden Gäste, die während der Kaiserkrönungen und der Messen in die Stadt strömten, bereits im 17. und 18. Jahrhundert eine hochentwickelte Gastronomie- und Hotelkultur. Im 19. Jahrhundert galt Frankfurts Küche neben der Hamburger und der Wiener als führend in Deutschland.

Heute ist Frankfurt vorwiegend für deftige Spezialitäten wie Apfelwein, Rippchen mit Kraut und Handkäs mit Musik bekannt, die aus keiner traditionellen Apfelweinwirtschaft wegzudenken sind. Zu den ältesten und bekanntesten Delikatessen gehören die seit dem Mittelalter hergestellten Frankfurter Würstchen aus Schweinefleisch, denen sich seit dem 19. Jahrhundert die Frankfurter Rindswurst zugesellte. Die Frankfurter Metzger durften bis zur Einführung der Gewerbefreiheit 1864 jede Woche nur eine Sorte Vieh schlachten. In einer Verordnung von 1628 hieß es: „waß er eynen Tag geschlachtet, es sey Viehes Rind, Hammel oder Schwein, er die gantze woche bey stehen bleiben und keine Schaaf bei Hammel schlachte. Er hat aber Macht, alle woch eyn ander Viehe zu schlachten.“ Somit konnten, da es noch keine Kühltechniken gab, auch keine Fleischerzeugnisse aus unterschiedlichen Fleischsorten hergestellt werden.

Eine besondere Spezialität Frankfurts ist die Grüne Sauce, die traditionell aus sieben Kräutern hergestellt wird: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Bekannte Süßigkeiten aus der Frankfurter Küche sind die Frankfurter Brenten und die Bethmännchen, der Haddekuche und der Frankfurter Kranz. Weniger bekannt ist, dass Frankfurt mit dem Lohrberger Hang auch eine Weinlage besitzt. Sie ist die kleinste und östlichste Weinlage im Rheingau und wird vom Weingut der Stadt Frankfurt bewirtschaftet. Jährlich werden in dieser Lage rund 10.000 Flaschen Riesling erzeugt, der meist trocken ausgebaut wird und in guten Jahren Spätlese-Qualität erreicht.

Prominente Bewohner sowie Söhne und Töchter der Stadt sind in der Liste der Persönlichkeiten der Stadt Frankfurt am Main aufgeführt, Ehrenbürger in der Liste der Ehrenbürger von Frankfurt am Main. Auch liegen viele bekannte Persönlichkeiten auf dem Hauptfriedhof Frankfurt und anderen Frankfurter Friedhöfen.

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Designated Sponsor

Als Designated Sponsor (engl. Betreuer) bezeichnet man einen Börsenmakler, der im XETRA-Handelssystem aktiv ist und die für den fortlaufenden Handel notwendige Liquidität der Aktien im Auftrag von einem Emittenten als spezieller Market Maker sicherstellt.

Die Aufgaben eines Designated Sponsors enthalten die des Market Makers, gehen insbesondere jedoch weit über diese hinaus und geschehen im Auftrag eines Emittenten.

Die Designated Sponsors sollen bei unzureichender Liquidität eines Titels selbige herstellen, um so regelmäßig aktuelle Kauf- und Verkaufpreise zu haben. Eine Aktie gilt dabei als liquide, wenn der durchschnittliche Orderbuchumsatz größer als 2,5 Millionen Euro pro Tag ist und der Xetra Liquidity Measure kleiner als 1% ist (100 Basispunkte). Die Designated Sponsors haben also die Aufgabe, wenn zu wenig Handelsvolumen besteht, selber Aktien des entsprechenden Unternehmens regelmäßig zu kaufen bzw. zu verkaufen. Dabei handeln diese auf eigene Rechnung, werden jedoch für Ihre Tätigkeit von dem entsprechenden Unternehmen jährlich vergütet. Beim Stellen der An- und Verkaufspreise darf dabei ein maximaler Spread nicht überschritten werden. Dieser richtet sich nach der Liquiditätsklasse eines Titels und hat eine Spannweite von etwa 2,5% - 10%.

Insbesondere beim Auftreten von Volatilitätsunterbrechungen sind die Designated Sponsors gefragt in kürzester Zeit zu reagieren und einen passenden Kurs zu stellen. Dieses ist erforderlich um die Liquiditätskriterien der Börse zu erfüllen und so ein gewünschtes Liquiditätsranking zu erreichen. Dabei muss derzeit zu mindestens 80% der Volatilitätsunterbrechungen eine Teilnahme an der folgenden Auktion stattfinden.

Darüber hinaus muss an den täglichen regulären Auktionen eine Mindestteilnahmequote erreicht werden. So gibt es an der deutschen Börse täglich drei Auktionstermine, zu dem Wertpapiere, entgegen dem fortlaufenden Handel, durch das Sammeln von An- und Verkaufsgeboten in einem Orderbuch und der anschließenden Auktionspreisfeststellung gehandelt werden. Derzeit müssen zu mindestens 90% dieser Auktionen Quotes gestellt werden.

Eine weitere Aufgabe ist die Berichtserstattung (Reporting) über seine Tätigkeit als Designated Sponsor, insbesondere der Entwicklung seiner Handelstätigkeiten.

Der Einsatz ist für eine generelle Notierung an der Börse keine zwingende Voraussetzung, jedoch zwingende Voraussetzung zur Teilnahme am fortlaufenden Handel (sofern die Aktie nicht selbst super liquide ist, was nur wenige Aktien sind). Die Teilnahme am fortlaufenden Handel ist wiederum zwingende Voraussetzung sofern ein Unternehmen in einem Auswahlindex der Deutschen Börse (DAX, MDAX, TecDAX oder SDAX) aufgenommen werden möchte. Die Deutsche Börse AG stellt dabei bestimmte Qualitätsansprüche an die zugelassenen Designated Sponsors, wobei ein Hauptaugenmerk auf der Qualität der gestellten Quotes liegt. Diese dürfen je nach Liquidität des Underlyings nicht von einer festgelegten Spanne zwischen Geld- und Briefkurs (Spread) abweichen. Außerdem soll die Einhaltung eines Quotierungsvolumens, also eines Mindesthandelsvolumens, garantieren, dass ein Wertpapier selbst in stark volatilen Marktphasen handelbar ist. Ein weiteres Qualitätskriterium ist die Reaktionszeit in der Auktion oder im fortlaufenden Handel auf so genannte Quoterequests der Marktteilnehmer.

Die Deutsche Börse AG prüft permanent die Einhaltung der Qualitätsanforderungen und erstellt quartalsweise ein Ranking aller Akteure, das jederzeit im Internet abgerufen werden kann.

Eine feste Vergütung bzw. performanceabhängige Bezahlung durch den Emittenten ermöglicht dem Designated Sponsor die Durchführung seiner obliegenden Aufgaben. Als mögliche Einnahmequelle dient zudem der Spread bei gleichzeitigem An- und Verkauf von Wertpapieren. Jedoch resultiert aus der verpflichtenden Stellung von An- und Verkaufspreisen, insbesondere bei fallenden Aktienkursen, eher ein Verlustrisiko.

Spezielle Haftungsfragen werden bereits im Vertrag geregelt und sind zumeist auf einen bestimmten Betrag begrenzt. Standardmäßig wird festgelegt, dass bei Verstößen gegen die vertraglichen Pflichten, bei denen der Emittent einen Vermögensschaden erleidet, der Designated Sponsor in Regress genommen werden kann. Die sofortige Aufkündbarkeit des Vertrages durch den Emittenten ist möglich, sowohl wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt, als auch bei Wegfall der Unternehmenszulassung eines Designated Sponsors.

Alle zum Handel in Xetra zugelassene Kreditinstitute, Maklerunternehmen oder Wertpapierhandelshäuser können die Zulassung als Designated Sponsor bei der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) beantragen. Die Händler der jeweiligen Handelshäuser benötigen fundierte Markt- und Handelskenntnisse, um den Voraussetzungen zum Designated Sponsor gerecht zu werden und um seine Aufgaben ordnungsgemäß durchzuführen. Sollten sich grobe Verstöße gegen die leistungsmäßigen Verpflichtungen ergeben, so kann die Geschäftsführung der FWB das Mandat jederzeit widerrufen.

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Frankfurter Wertpapierbörse

Die Frankfurter Wertpapierbörse

Die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) ist die bedeutendste deutsche Börse mit Sitz in Frankfurt am Main. Betreiber und Träger sind die Deutsche Börse AG und die Scoach Europa AG.

Die Wurzeln der Frankfurter Wertpapierbörse reichen bis zum mittelalterlichen Messewesen zurück. Zu Maria Himmelfahrt im Jahr 1150 wird erstmals die Frankfurter Herbstmesse erwähnt. Durch die Erweiterung dieses Privilegs um eine Frühjahrsmesse durch Kaiser Ludwig IV. im Jahre 1330 wurde die Stadt zu einem bedeutenden Ort des Waren- und Geldverkehrs.

Da jedes Territorium des Heiligen Römischen Reiches während des Mittelalters eine eigene Währung besaß, wurde in Frankfurt mit den unterschiedlichsten Münzsorten bezahlt. Die unübersichtliche Fülle an Zahlungsmitteln erschwerte das Geldwesen in Frankfurt und förderte Betrügereien. Um dem zu begegnen, wurden im Jahre 1585 von mehreren Messekaufleuten einheitliche Wechselkurse festgelegt. Dieses Ereignis gilt heute als Geburtsstunde der Frankfurter Wertpapierbörse.

Um die Kurse im Sortenverkehr zu aktualisieren trafen sich die Kaufleute von nun an regelmäßig. Die Bezeichnung Börse ist für diese Versammlung bereits seit dem Jahre 1605 schriftlich belegt. Anfangs traf man sich auf dem Römerberg, dem Platz vor dem städtischen Rathaus. Erst ab 1694/95 wurde mit dem Bezug des bedeutendsten und geräumigsten Gebäudes der Stadt, dem Haus "Großer Braunfels" am Liebfrauenberg, ein wetterfester Handel möglich. 1625 erschien der erste amtliche Kurszettel, welcher die Durchschnittskurse für zwölf Geldsorten aufführte. Der älteste noch vorhandene Frankfurter Kurszettel stammt aus dem Jahre 1721 und enthielt 16 Münzkurse.

Mit dem Erlass der ersten Börsenordnung im Jahre 1681 wurde eine offizielle Börsenverwaltung eingerichtet. Zunächst wurden an der Börse nur Geschäfte mit Münzen und Wechseln getätigt.

Durch den Ende des 17. Jahrhunderts beginnenden Handel mit Schuldscheinen und Anleihen eröffnete sich auch für Privatleute die Möglichkeit zur Vermögensanlage. Durch die Eingliederung der 223 Jahre alten „privaten“ Börse in die 1808 gegründete Handelskammer wurde sie zu einer öffentlich-rechtlichen Institution.

Nicht zuletzt dank des Aufstiegs des Frankfurter Bankhauses Rothschild zum führenden Finanzier der europäischen Fürstenhäuser entwickelte sich die Stadt neben London und Paris zur Weltbörse. Um den neuen Tatsachen gerecht zu werden wurde 1843 am Paulsplatz in der Altstadt das von Jakob Friedrich Peipers nach Plänen des Berliner Architekten Friedrich August Stüler erbaute repräsentative Börsengebäude, heute Alte Börse genannt, nahe der Paulskirche eröffnet.

Das neue Börsengebäude wurde nur wenig mehr als 30 Jahre genutzt. 1879 wurde die von den Frankfurter Architekten Heinrich Burnitz und Oskar Sommer entworfene Neue Börse eingeweiht.

Trotz der mit der industriellen Revolution aufkommenden Aktien lag der Schwerpunkt des Frankfurter Börsenhandels weiterhin auf dem Handel mit Obligationen.

Während des Ersten Weltkrieges wurde der Handel mit ausländischen Wertpapieren nach und nach eingestellt. Dies zerstörte auch die guten internationalen Kontakte der Frankfurter Börse. Während der Inflation fielen Wertpapiere, die einen Geldwert ausdrückten, ins Bodenlose. Aktien wurden hingegen zum begehrten Spekulationsobjekt.

Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde der freie Markt stark behindert. Das Kapital der Anleger sollte nach dem Willen der Machthaber weitgehend der Kriegswirtschaft zugute kommen und durfte daher nicht mehr in größere Anleihen oder Aktien investiert werden. Dennoch fand weiter ein gewisser Börsenhandel statt. Selbst während des Bombenhagels 1944, bei dem das Frankfurter Börsengebäude schwer beschädigt wurde, handelten Makler in den Kellerräumen der Börse. Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches blieb die Börse zunächst für ein halbes Jahr geschlossen. Bereits im September 1945 konnte sie jedoch als erste deutsche Börse wiedereröffnet werden.

Nach der Währungsreform 1948 und mit dem deutschen Wirtschaftswunder stieg die Frankfurter Wertpapierbörse in der internationalen Geltung wieder auf. Mit der Erlaubnis zum Handel ausländischer Börsenpapiere im Jahre 1956 konnte die Börse wieder die deutsche Spitzenposition einnehmen.

Von Oktober 2006 bis Februar 2007 wurde der Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse restauriert. Die hauptsächlich optische Erneuerung sollte nach Angaben der Deutsche Börse vor allem alte Technik durch neue ersetzen. Die vorher rechteckigen Schranken sind nun rund. Für Börsengänge wurden zwei gesonderte Arbeitsplätze unter der bekannten DAX-Tafel eingerichtet. Zudem wurde eine neue Lichterdecke installiert. Erhalten blieb allerdings die Kursanzeige, wie beispielsweise die DAX-Tafel, dies soll nach Angaben des Unternehmens zur Wiedererkennung beitragen.

Der Umbau fand bei laufendem Handel statt. Die TV-Sender berichteten aus den übrigen Räumen, hauptsächlich dem ehemaligen Rentensaal. Die Besuchergalerie war während der Arbeiten zwar geöffnet, gewährte jedoch nur einen eingeschränkten Einblick auf die Baustelle. Nach vier Monaten Bauzeit wurde der Handelssaal am 26. Februar 2007 wieder eröffnet.

Heute ist die Frankfurter Wertpapierbörse eine der größten Börsen für Wertpapiere der Welt. Betreiberin und Träger ist die Deutsche Börse AG. Im Jahr 2005 wurden an den deutschen Börsen rund 3,8 Billionen Euro umgesetzt. Dabei entfielen vom Gesamtumsatz rund 3,2 Billionen Euro auf Aktien, Optionsscheine und börsengehandelte Fonds und rund 615 Milliarden Euro auf Renten. Der Aktienumsatz betrug 1,3 Billionen Euro, bei deutschen Aktien entfallen rund 98 % des Handels auf die Frankfurter Wertpapierbörse und Xetra, das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse. Im Oktober 2008 entfielen 97 % der Umsätze in deutschen Aktien auf Xetra und die Frankfurter Parkettbörse. Bei ausländischen Aktien liefen über 86 % des Umsatzes über Xetra und den Präsenzhandel.

Die Deutsche Börse deckt nach eigener Auskunft alle Produkte und Dienstleistungen ab, die zum Börsengeschäft gehören: vom Aktien- und Terminhandel über die Abwicklung der Aufträge und die Bereitstellung der Marktinformationen bis zur Entwicklung und zum Betrieb der elektronischen Handelssysteme. Handelszeiten sind börsentäglich 9:00 bis 17:30 Uhr (XETRA) und 9:00 bis 20:00 (Parkett).

Einige Fernsehanstalten berichten mehrmals täglich live aus der Börse. Unter anderem ist dort die ARD über den Hessischen Rundfunk vertreten. Mit einem Fernsehteam wird unter anderem die Sendung "Börse im Ersten" produziert, welche kurz vor der Tagesschau um 20.00 Uhr auf Das Erste ausgestrahlt wird. Auch berichten die Fernsehsender Bloomberg, ZDF, n-tv und DW-TV von der Börse. Außerdem ist der englischsprachige Wirtschaftssender CNBC Europe in Kooperation mit N24 an der Börsenberichterstattung beteiligt.

Die Börsenaufsicht über die Frankfurter Börse wird durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung wahrgenommen.

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Xetra-Gold

Xetra-Gold ist eine Nullkuponanleihe, die Ende Dezember 2007 von der Deutsche Börse Commodities GmbH auf den Markt gebracht wurde. Das Wertpapier wird an der Börse, genauer auf der Handelsplattform Xetra, in Euro gehandelt. ISIN DE000A0S9GB0. Der Wert der Anleihe bezieht sich auf ein Gramm Feingold.

Jedes Wertpapier verbrieft die Lieferung von Gold, d.h. der Käufer der Anleihe kann sich den Gegenwert in Gold ausliefern lassen. Das Gold wird im Tresor der Clearstream Banking AG (Tochtergesellschaft der Deutsche Börse AG) verwahrt.

Bei der Deutschen Börse Commodities GmbH handelt es sich um ein Joint-Venture aus der Deutsche Börse AG und den Bankenpartnern Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, DZ Bank AG, B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA sowie der Schweizer Bank Vontobel AG. Weiterhin ist die Umicore AG & Co. KG beteiligt, die die Lieferung des Goldes ermöglicht.

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DAX

DAX-Kurstafel in der Frankfurter Wertpapierbörse

Der Auswahlindex DAX, ursprünglich für Deutscher Aktienindex, ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Der DAX ist eine Kennziffer, die über Entwicklung und Stand der deutschen Aktienkurse der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse Auskunft gibt. Er bildet damit das Marktsegment der deutschen Blue Chips ab und ist der Leitindex für den deutschen Aktienmarkt.

Der DAX wurde gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung entwickelt und am 1. Juli 1988 eingeführt. Zunächst war der DAX nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den anderen etablierten deutschen Aktienindizes gedacht, inzwischen hat er diese an Bekanntheit aber hinter sich gelassen und den Charakter eines offiziellen Index des deutschen Aktienmarktes gewonnen.

In die Berechnung des DAX fließen neben den Kursen auch die meist jährlich erfolgenden Dividendenzahlungen ein. Der DAX wird deshalb als Performanceindex bezeichnet, also als Aktienindex, der neben der Wertsteigerung der Aktien auch die Kapitalvermehrung durch Dividenden nachzeichnet (Dividenden werden reinvestiert).

Der DAX ist ein Produkt und eingetragene Marke der Deutsche Börse AG.

Neben dem DAX-Performanceindex gibt es noch den weniger bekannten DAX-Kursindex. Dieser wird im Gegensatz zu den anderen DAX-Indizes nicht um Dividenden- und Bonuszahlungen bereinigt.

Im Frühjahr 1994 wurde der so genannte DAX 100 eingeführt. Dieser Index sollte die Wertentwicklung der 100 liquidesten Werte des Aktienmarkts dokumentieren. Mit Einführung des MDAX 1996 umfasste er die 30 Werte des DAX und die 70 des MDAX. Durch die Änderung des MDAX auf 50 Werte trat an die Stelle des DAX 100 der HDAX. Der CDAX umfasst dagegen alle in Frankfurt gehandelten Aktien. Der SDAX umfasst 50 kleinere Werte hinter dem MDAX.

Als sogenannten Strategy Indice gibt es u. a. den ShortDAX. Er ist umgekehrt proportional zur Entwicklung des DAX und ermöglicht so Anlegern, die long-only gehen können, die Partizipation an negativen Kursentwicklungen. Verliert beispielsweise der DAX 5 %, dann legt der ShortDax um eben soviel Prozent zu. Dadurch haben z. B. Indexanbieter die Möglichkeit, ein Produkt zu offerieren, das leicht nachvollziehbar negative Entwicklungen des DAX berücksichtigt und dem „Käufer“ Möglichkeiten eröffnet, auch an negativen Kursentwicklungen teilzuhaben.

Daneben gibt es auch Branchenindizes wie seit 2007 den ÖkoDAX für Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien oder Strategieindizes wie den DivDAX für dividendenstarke Unternehmen.

Die Eurex bietet Optionen (ODAX) und Futures (FDAX) auf den DAX an.

Zur Indexberechnung, die auf der Indexformel von Étienne Laspeyres basiert, werden die DAX-Gesellschaften unterschiedlich gewichtet. Es zählt hierbei nur die Marktkapitalisierung der sich in Streubesitz befindlichen Aktien (d. h. alle Aktien, die sich nicht im Besitz eines Eigentümers befinden, der über 5 % der Aktien besitzt).

Der Index basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems XETRA. Seine Berechnung beginnt börsentäglich ab 9:00 Uhr MEZ/MESZ, sobald mindestens 20 der 30 DAX-Unternehmen eine Kursnotierung haben. Er endet mit den Kursen der XETRA-Schlussauktion, die um 17:30 Uhr MEZ startet. Bis zum 31. Dezember 2005 wurde der DAX so im 15-Sekunden-Takt berechnet, seit 1. Januar 2006 jede Sekunde.

Nach der Schlussauktion berechnet die Deutsche Börse AG den L-DAX (Late DAX). Er ist ein Indikator für die Wertentwicklung des DAX nach Xetra-Handelsschluss. Basis ist der Parketthandel an der Frankfurter Wertpapierbörse. Der L-DAX wird börsentäglich zwischen 17:45 Uhr und 20:00 Uhr MEZ berechnet.

Noch wichtiger als der L-DAX ist allerdings der X-DAX, der börsentäglich von 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr und von 17:45 Uhr bis 22:00 Uhr berechnet wird. Basis sind die Preise der an der Terminbörse Eurex gehandelten DAX-Future mit der geringsten Restlaufzeit sowie die offiziellen Euribor-Zinssätze der EZB. Der X-DAX ist ein relativ sicherer vor- und nachbörslicher Indikator für die DAX-Entwicklung, da die US-Märkte vollständig zeitlich abgedeckt werden.

Damit ein Unternehmen in den DAX aufgenommen wird, muss es im Prime Standard gelistet sein, fortlaufend in Xetra gehandelt werden und mindestens einen Streubesitz von 10 % aufweisen. Außerdem muss das Unternehmen einen Sitz oder den Schwerpunkt seines Handelsumsatzes an Aktien in Deutschland haben. Als Sitz des Unternehmens kann sowohl der juristische Sitz als auch das operative Hauptquartier, also der Sitz der Geschäfts- beziehungsweise Verwaltungsführung gelten.

Nur jeweils zum ordentlichen Anpassungstermin im September werden alle vier Regeln angewendet. Die Fast-Exit- und Fast-Entry-Regel finden dagegen auch an den außerordentlichen Anpassungsterminen im März, Juni und Dezember Anwendung. Außerordentliche Aktualisierungen werden außerdem im Fall von Insolvenzen eines Unternehmens vorgenommen oder falls ein Unternehmen die anfangs genannten Grundvoraussetzungen nicht mehr erfüllt.

Zudem kann in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel kurzfristig angekündigte Übernahmen oder signifikante Veränderung des Freefloat, der Vorstand der Deutsche Börse AG in Abstimmung mit dem Arbeitskreis Aktienindizes von diesen Regeln abweichen.

Die Werte im DAX werden entsprechend ihrer Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichtet. Maßgeblich ist also nicht der gesamte Börsenwert oder das gesamte Kapital eines Unternehmens, sondern nur der Wert der frei handelbaren Aktien (engl. free float) der im DAX vertretenen Aktiengattung. Festbesitz, das ist der Besitz von Großaktionären, welche 5 % oder mehr dieser Aktien halten, bleibt für die Gewichtung unberücksichtigt. Zum Festbesitz zählen auch eigene Aktien, welche das herausgebende Unternehmen selbst hält, unabhängig von der Höhe des Anteils.

Aufgrund von Änderung beim Aktienbesitz, aber vor allem aufgrund von Kursveränderungen ändert sich die tatsächliche Streubesitz-Marktkapitalisierung fortwährend. Die Gewichtung wird dabei bei jeder sekündlichen Neuberechnung des DAX auf Basis der aktuellen Kurse ebenfalls neu berechnet. Änderungen des Streubesitz-Anteils werden dagegen von der Deutschen Börse nur zu den vierteljährlichen Anpassungsterminen erfasst und fließen erst dann in die Gewichtung ein. Dies führte zu Situationen in denen sich ein Aktienkurs in Echtzeit einem veränderten free float anpasst, dem aber in der Gewichtung erst zeitverzögert entgegenwirkend Rechnung getragen wird. Auf die Kapriolen der Volkswagen Stammaktie hin führte die Deutsche Börse im November 2008 zusätzliche Regeln ein, um derartigen extremen Verzerrungen entgegen zu wirken. Ein Wert kann demnach zwischen Anpassungsterminen aus dem Index genommen werden, falls seine Gewichtung 10 % überschreitet und die historische 30-Tages-Volatilität des Aktienkurses 250 % übersteigt.

Die folgende Tabelle zeigt die dem DAX-Index zugeordneten Aktien und ihre Gewichtung im DAX (Performance-Index) zum Anpassungstermin 22. Dezember 2008. Die Tabelle enthält die Daten, wie sie von der Deutschen Börse veröffentlicht wurden und maßgebend für die Gewichtung im DAX sind.

Die aktuellen Gewichtungen und die zugrunde liegenden Kennzahlen werden darüber hinaus von der Deutschen Börse täglich veröffentlicht.

Der DAX wird von der Deutschen Börse seit dem 1. Juli 1988 berechnet und startete bei 1.163,52 Punkten. Die Indexbasis liegt bei 1.000,00 Punkten per 31. Dezember 1987.

Da Investoren nicht nur an der aktuellen Performance des deutschen Aktienindexes Interesse haben, sondern auch an der historischen, wurde dieser 1988 von Frank Mella, damals Redakteur bei der Börsen-Zeitung und Erfinder des DAX, auf täglicher Basis exemplarisch bis 1959 zurückberechnet.

Mella verkettete den DAX am 30. Dezember 1987 mit den 30 Aktienwerten im Index der Börsen-Zeitung (BZ-Index), der wiederum aus einer Verknüpfung mit den 24 Werten im Hardy-Index des Bankhauses Hardy & Co. zum 1. April 1981 hervorgegangen ist und bis 28. September 1959 (Basiswert = 100) zurückreicht.

Anders als im DAX und im BZ-Index erfolgte im Hardy-Index keine Berücksichtigung der Dividenden. Hardy- und BZ-Index wurden viermal am Tag (um 12:00 Uhr, 12:30 Uhr, 13:00 Uhr und 13:30 Uhr) ermittelt. Die von Mella erzeugte Zeitreihe wird von der Deutschen Börse als offizielle Rückberechnung des DAX verwendet.

Längerfristige Zurückberechnungen des deutschen Aktienindexes stützen sich vor allem auf den Index des Statistischen Bundesamtes, von dem bis 1950 zurückreichende monatliche Kurse zur Verfügung stehen und den Aktienindex des Statistischen Reichsamtes, der von 1924 bis 1943 ermittelt wurde.

Den größten Tagesanstieg in seiner Geschichte erzielte der Index am 13. Oktober 2008 mit einem Plus von 11,4 Prozent. Den größten Tagesabsturz erlitt der DAX am 16. Oktober 1989, er brach um 12,81 Prozent ein.

1960 überwand der Index rechnerisch erstmals die Marke von 500 Punkten. Die Stagnation des DAX in den 1960er und 1970er Jahren und die rasante Entwicklung in den 1980er und 1990er Jahren lässt sich an seiner Verdopplungsrate erkennen. 25 Jahre dauerte es, bis sich der Index von 500 Punkte 1960 auf 1.000 Punkte 1985 verdoppelte. Die Verdopplung auf 2.000 Punkte im Jahre 1993 dauerte mehr als acht Jahre. Für die Verdopplung auf 4.000 Punkte 1997 benötigte der DAX knapp vier Jahre, bis auf 8.000 Punkte im Jahre 2000 nur noch knapp drei Jahre.

Am 7. März 2000 erreichte der DAX mit 8.136,16 Punkten im Handelsverlauf und mit 8.064,97 Punkten auf Schlusskursbasis seine bis dahin höchsten Werte. Diese wurden erst mehr als sieben Jahre später, im Sommer 2007, übertroffen. Nach dem Platzen der Spekulationsblase im Technologiesektor (Dotcom-Blase) sank der DAX bis 12. März 2003 auf einen Tiefststand von 2.188,75 Punkten im Handelsverlauf und 2.202,96 Punkten auf Schlusskursbasis. Tiefer schloss der Index letztmals am 24. November 1995. Das war ein Rückgang um 72,7 Prozent (5.862,01 Punkte) gegenüber seinem Höchststand vom 7. März 2000. Der 12. März 2003 markiert den Wendepunkt der Talfahrt. Ab dem Frühjahr 2003 war der DAX wieder auf dem Weg nach oben.

Er schloss am 5. Mai 2003 erneut über der 3.000-Punkte-Marke, am 2. Januar 2004 wieder über der 4.000-Punkte-Marke und am 28. September 2005 erneut über der 5.000-Punkte-Marke. Der DAX stieg auch in den folgenden Jahren weiter. Am 3. April 2006 schloss der Index erstmals seit Juli 2001 über der 6.000-Punkte-Marke und am 21. Februar 2007 erstmals seit November 2000 über der Marke von 7.000 Punkten. Erst im Sommer 2007 konnten die bis dahin höchsten Stände vom März 2000 übertroffen werden: Am 16. Juli 2007 wurde zunächst ein neuer Höchstwert beim Schlussstand erzielt (8.105,69 Punkte), während bereits am 13. Juli 2007 im Handelsverlauf das alte Allzeithoch übertroffen wurde (8.151,57 Punkte).

Im Dezember 2007 sind erstmals die 30 größten deutschen börsennotierten Konzerne mehrheitlich im Besitz ausländischer Investoren. Gegenüber 2005 ist ihr Anteil um 20 auf nunmehr 53 Prozent gestiegen.

Im Verlauf der internationalen Finanzkrise begann der DAX wieder zu sinken. Am 9. Oktober 2008 schloss er mit 4.887,00 Punkten erstmals seit 4. November 2005 unter der Grenze von 5.000 Punkten. Einen neuen Tiefststand erzielte der Index am 6. März 2009, als er den Handel mit 3.666,41 Punkten beendete. Seit dem Allzeithöchststand vom 16. Juli 2007 entspricht das einem Rückgang um 54,8 Prozent oder 4.439,28 Punkten.

Zu Schwankungen besonderer Art kam es Ende Oktober 2008, als sich Porsche in einem anderen Markt – dem für Derivate – das Recht gesichert hatte, bei Ausübung erstandener call-Optionen auf VW St. über die absolute Mehrheit des Stimmrechts bei VW zu verfügen. Als dies Porsche vier Tage vor der Veröffentlichung des Quartalergebnisses von VW bekannt gab, führte das in den Folgetagen zu einem heftigen short squeeze. Allein deswegen schnellte der DAX in die Höhe – der fair value der DAX future contracts jedoch nicht. Porsche übte seine Optionen aber nicht aus, sondern realisierte einen Spekulationsgewinn von mehr als 6 Mrd Euro durch Barausgleich. Finanzinvestoren, die der Automobilindustrie gegenüber bearish eingestellt waren und bereits am Donnerstag der Woche davor Daimlers interim report mitverfolgt hatten, wurden dadurch in eine Klemme getrieben. Zu diesem Zeitpunkt war die Stammaktie von VW die meist Leerverkaufte im DAX. Am 28. Oktober 2008 überschritt sie zeitweise die 1.000-Euro-Marke und erreichte eine Gesamtmarktkapitalisierung, die die des weltgrößten Unternehmens ExxonMobil übertraf. Durch diese außerordentliche short covering rallye erhöhte sich die Gewichtung der Aktie im DAX 30 von ursprünglich 5,88 % im September auf 27,22 % zu Handelsschluss am 28. Oktober 2008. An diesem Tag kündigte Dow Jones bereits an, den Streubesitz der VW St. Aktie in seinen Indizes zum freitäglichen Handelsbeginn hin auf 37,32 Prozent herabzusenken. Auch die Deutsche Börse handelte zum Stichtag 3. November 2008, indem sie eine außerordentliche DAX-Indexneugewichtung vornahm und dabei eine Kappungsgrenze von zehn Prozent für die Aktie der Volkswagen AG einführte. Damit wurde am Streubesitz nichts geändert, sondern das Gewicht der Volkswagenaktie im DAX bei zehn Prozent abgeriegelt. Dies gilt es zu beachten, weil aktuell 20 % der enthaltenen Werte 48,8 % des Dax 30 ausmachen.

Seinen absolut höchsten Stand im Handelsverlauf (Allzeithoch) erreichte der DAX am 13. Juli 2007 mit 8.151,57 Punkten. Den bisher höchsten Tagesschlusswert erzielte er am 16. Juli 2007 bei 8.105,69 Punkten.

Die Tabelle zeigt die Meilensteine des bis 1959 zurückberechneten DAX.

Die Tabelle zeigt die besten Tage des bis 1959 zurückberechneten DAX.

Die Tabelle zeigt die schlechtesten Tage des bis 1959 zurückberechneten DAX.

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Xetra

Bei Xetra handelt es sich um ein elektronisches Handelssystem der Deutsche Börse AG für den Kassamarkt, dessen Zentralrechner in Frankfurt am Main stehen. An diese Zentralrechner können sich Client-Rechner weltweit über das Internet oder Standleitungen verbinden.

Xetra löste am 28. November 1997 das IBIS-System ab. Gegen die Einführung des Systems regte sich Kritik, insbesondere von anderen Börsenplätzen und Verfechtern der Präsenzbörse. Befürworter führten marktgerechte Ausführungspreise, geringe Transaktionskosten, Gleichberechtigung, Standortunabhängigkeit und Anonymität der Handelspartner ins Treffen. Herausforderungen für ein elektronisches Handelssystem wie Xetra betreffen vor allem Stabilität, Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Latenz sowie eine langfristig steigende Marktaktivität.

Xetra wurde schon in der Entwicklungsphase vom damaligen Kommunikationschef Wilhelm Brandt als Markenprodukt entwickelt. Ziel war es, Xetra bei Nutzern und in der Öffentlichkeit so besser positionieren und auch an andere Börsen verkaufen zu können. Mitunter wird Xetra auch als Abkürzung für Electronic Trading oder Exchange interpretiert, so etwa im technischen Handbuch der Deutsche Börse AG. Die Konzeption und informationstechnische Umsetzung des Xetra-Systems basierte auf dem von Deutsche Börse Systems gestalteten Eurex-System und wurde im Auftrag der Deutschen Börse AG von Andersen Consulting (heute Accenture) und Deutsche Börse Systems durchgeführt.

Über 83 Prozent des gesamten Aktienhandels an deutschen Börsen werden über das Xetra-Handelssystem abgewickelt. Xetra ist an Handelstagen der Frankfurter Wertpapierbörse von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. An der Präsenzbörse in Frankfurt am Main wird hingegen bis 20:00 Uhr gehandelt. Die Preise auf Xetra sind Basis zur Berechnung des bekanntesten deutschen Aktienindex DAX.

Durch hohes Angebot und Nachfrage (Liquidität) wird eine Wertpapierorder, besonders in den DAX-Werten, am Handelsplatz Xetra schneller und zu marktgerechteren Preisen ausgeführt als an anderen Handelsplätzen. Dieses Prinzip wird zusätzlich durch Liquiditätsversorger (sogenannte Designated Sponsors) unterstützt; diese haben zu ausgewählten auf Xetra gehandelten Wertpapieren laufend verbindliche An- und Verkaufspreise (Quotes) in den Markt einzustellen.

Da der gesamte Handel elektronisch vollzogen wird, kann es in Xetra häufiger zu Teilausführungen der Aufträge kommen als an Präsenzbörsen. Um unerwünschte starke Preisschwankungen zu vermeiden, kann für den Handel in einem Wertpapier automatisiert eine Volatilitätsunterbrechung (Volatility Interruption) vorgenommen, bzw. kann das Wertpapier von der Handelsüberwachungsstelle (HÜSt) der Deutschen Börse AG manuell vom Handel ausgesetzt werden.

Die Teilnahme am Handel über Xetra sowie am Parketthandel benötigt keine separate Zulassung, sondern neu gelistete Wertpapiere werden automatisch für den Handel auf beiden Handelsystemen freigeschaltet.

Die Xetra-Technologie wird auch für die Irische Börse, die Bulgarische Börse, die Wiener Börse und den Leipziger Strommarkt EEX eingesetzt und soll auch am Shanghai Stock Exchange benutzt werden.

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Source : Wikipedia