David Cameron

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Geschrieben von bishop 02/04/2009 @ 17:09

Tags : david cameron, grossbritannien, europa, ausland

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David Cameron

David Cameron

David William Donald Cameron (* 9. Oktober 1966 in London) ist ein britischer Politiker. Er ist seit dem 6. Dezember 2005 der Parteivorsitzende der Conservative Party und damit Oppositionsführer.

David Cameron wuchs als Sohn des Börsenmaklers Ian Donald Cameron und seiner Frau Mary Fleur Mount, einer Tochter von Sir William Malcolm, dem zweiten Baronet Mount, in Wantage, Oxfordshire und Peasemore, Berkshire in England auf. Seine Schulzeit verbrachte er im privaten Eton College, später studierte er am Brasenose College an der Universität Oxford. Während seines Studiums war er Mitglied der exklusiven Studentenvereinigung Bullingdon Club, die vor allem für den Wohlstand ihrer Mitglieder und deren exzessiven Alkoholgenuss bekannt ist.

Einer seiner Professoren bezeichnete ihn als einen seiner fähigsten Studenten und beschrieb seine politischen Ansichten als die eines gemäßigten und vernünftigen Konservativen. 1988 beendete Cameron sein Studium mit Auszeichnung in dem interdisziplinären Studiengang PPE (Philosophie, Politik und Wirtschaft).

Sowohl David Cameron, der ein Nachfahre von Wilhelm IV. ist, als auch seine Frau Samantha, deren Abstammung auf König Karl II. zurückgeht, sind mit dem englischen Königshaus verwandt und gehören der englischen Landeskirche Church of England an.

Von 1988 bis 1992 arbeitete Cameron in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Conservative Party, und verbrachte zwei Tage die Woche in Downing Street im Beratungsteam der damaligen Premierminister. Außerdem wurde er später persönlicher Berater der Regierung unter John Major, zunächst als Berater des britischen Schatzamtes unter Norman Lamont zur Zeit der Pfundkrise 1992 und danach im britischen Innenministerium für Michael Howard.

Von 1994 bis 2001 war Cameron in leitender Position beim Medienunternehmen Carlton Communications tätig. Bis August 2005 war er Direktor von Urbium, einem Unternehmen, das eine bekannte Kette von Bars betreibt.

David Cameron heiratete am 1. Juni 1996 Samantha Sheffield. Mit ihr hat er drei Kinder; der erstgeborene Sohn verstarb am 25. Februar 2009 im Alter von nur sechs Jahren.

Camerons erster Versuch ins Parlament zu kommen war bei der Wahl 1997 als Kandidat der Conservative Party für den Wahlkreis Stafford. Er verlor jedoch gegen den Kandidaten der Labour Party, David Kidney. Für die Wahl 2001 wurde er als Nachfolger von Shaun Woodward, der zur Labour gewechselt war, für Witney, Oxfordshire aufgestellt. Er gewann sowohl die Wahl 2001 als auch 2005 mit überwältigender Mehrheit.

Cameron, der seine erste Rede im Unterhaus im Juni 2001 hielt, stieg innerhalb der Konservativen schnell auf. Schon im Juni 2003 wurde er zu einem wichtigen Mitglied des Schattenkabinetts und 2004 sogar zu einem führenden Schattenminister ernannt. Am Entwurf des Wahlmanifests 2005 der Tories war er maßgeblich beteiligt. Nach der Wahlniederlage der Konservativen übernahm er den einem Kultusminister ähnlichen Posten im Schattenkabinett. Sein Hauptaugenmerk richtete er auf das Schulsystem betreffende Reformen. Im Unterhaus hat sich Cameron immer der Parteilinie angeschlossen, auch in Bezug auf die Befürwortung des Irak-Krieges.

Im ersten Wahlgang am 18. Oktober 2005 erzielte Cameron mit 56 Stimmen zwar ein besseres Ergebnis als erwartet, lag aber dennoch hinter Davis, der 62 Stimmen erhielt. Im zweiten Wahlgang, der am 20. Oktober 2005 stattfand, gewann Cameron haushoch gegen seinen Hauptwahlkampfgegner David Davis. Um zu sehen, ob Cameron oder Davis künftig an der Spitze der Conservative Party stehen sollte, wurde nun eine Abstimmung unter allen Parteimitgliedern im ganzen Land durchgeführt. Cameron gewann mit mehr als doppelt so vielen Stimmen wie Davis.

Nach dem Sieg der Labour Party bei der Wahl im Mai 2005 gab Michael Howard seinen Rücktritt als Vorsitzender der Konservativen bekannt. Er legte den Termin für die Wahl seines Nachfolgers erst auf Anfang Dezember, um Zeit für eine Reform des komplizierten Wahlverfahrens zu gewinnen, welche er allerdings nicht durchsetzen konnte.

Am 29. September 2005 gab Cameron offiziell seine Kandidatur für diesen Posten bekannt. Er wurde dabei von vielen hochrangigen Parteikollegen unterstützt. Trotz alledem hatte seine Kampagne vor dem Parteitag der Konservativen Anfang Oktober 2005 keine weitere nennenswerte Unterstützung bekommen. Seine Rede auf dem Parteitag, die er wie gewohnt ohne Notizen hielt, war jedoch ein bedeutsamer Wendepunkt für seinen Wahlkampf. Er versprach darin, den Menschen wieder das Gefühl zu geben, dass es gut sei, politisch konservativ zu sein.

Im Laufe des Wahlkampfes zum Parteichef geriet Cameron wegen angeblichen Drogenkonsums unter Druck. Als er am Rande einer Konferenz gefragt wurde, ob er Drogen genommen habe, antwortete er, er habe "normale" Erfahrungen auf der Universität gemacht. Als er während der BBC Sendung "Question Time" zu einer Antwort gedrängt wurde, bestand er darauf, dass jeder das Recht habe, in seiner Jugend Fehler zu machen und dass jeder Anspruch auf ein Privatleben vor der politischen Karriere habe. Er bemerkte zudem, dass Mitglieder des regierenden Labour-Kabinetts auf solche Fragen auch nicht antworteten. Auch Camerons sozialer Hintergrund sorgte während des Wahlkampfes für Gesprächsstoff und wurde immer wieder mit den viel schlechteren sozialen Verhältnissen seines Rivalen David Davis verglichen.

Cameron wurde am 6. Dezember als 26. Parteivorsitzender der Konservativen und gleichzeitig als Oppositionsführer vereidigt. Laut Umfragen war dieser interne Wahlsieg vorauszusehen gewesen. Mit nur 4 Jahren im Parlament ist Cameron wohl der unerfahrenste Abgeordnete nach William Pitt dem Jüngeren, der jemals die Führung einer der großen britischen Parteien übernommen hat. Jedoch begann Camerons politische Karriere nicht erst als Mitglied des Parlaments. Er arbeitete vorher schon für die Conservative Party und als Berater in der Regierung John Majors. Als Oppositionsführer wurde er Mitte Dezember zum Mitglied des Privy Council ernannt.

Nach Camerons Wahl zum Parteivorsitzenden verkündete die satirische Zeitschrift en:Private Eye (Ausgabe 1147) auf der Titelseite den Erfolg der weltweit ersten Gesichtstransplantation: aus Blair wird Cameron. Cameron beschreibt sich selbst als "modernen, mitfühlenden Konservativen" und plädiert für einen politischen Stilwechsel, da er vom Hin und Her der derzeitigen Regierung genug habe.

Um die Popularität der Conservative Party zu steigern, soll ihr Schwerpunkt in Zukunft auf für britische Konservative noch eher untypischen Themen wie beispielsweise Umweltschutz liegen. In gesellschaftspolitischen Fragen gilt Cameron als liberaler als seine Amtsvorgänger, vor allem bezüglich des Themas Homosexualität, in dem den Konservativen in der Vergangenheit von Verfechtern der Rechte von Homosexuellen oft Rückständigkeit attestiert wurde. Obwohl Cameron 2004 bei einer Abstimmung den Civil Partnership Act (die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften) unterstützte, hält er sich, was dieses Thema betrifft, eher bedeckt, wahrscheinlich um nicht mit einigen der eher wertkonservativen Parteimitglieder aneinander zu geraten. Darüber hinaus nahm Cameron Bezug auf das berühmte Zitat von Margaret Thatcher, welches besagt, dass es so etwas wie Gesellschaft nicht gebe (there is no such thing as society) und betonte wiederholt, dass es Gesellschaft sehr wohl gebe, sie jedoch nicht mit dem Staat gleichzusetzen sei (There is such a thing as society. It's just not the same thing as the state.). Cameron setzt sich auch für einen Ausbau der gesetzlichen Krankenversicherung und eine flexible Einwanderungspolitik ein. In einer Rede vor der Denkfabrik en:Centre for Social Justice im Juli 2005 sagte er, dass die größte Herausforderung, der sich Großbritannien stellen müsse, nicht die Bewältigung der wirtschaftlichen, sondern der gesellschaftlichen Probleme sei.

Um das wieder aufzubauen, was er als "krankende Gesellschaft" bezeichnet, will er traditionelle Werte, ehrenamtliche Arbeit und soziale Einrichtungen fördern. So sollen Probleme, von denen so viele Gemeinden betroffen sind, wie heruntergekommene öffentliche Anlagen, schlechte Wohnverhältnisse, zerrüttete Familien, Drogenmissbrauch und hohe Kriminalität bekämpft werden. Zuvor hatte er gesagt, die Konservativen sollten Kurse für Eltern unterstützen, die ihre Kinder nicht ausreichend fördern. Diese sollten vorzugsweise von ehrenamtlichen Mitarbeitern angeboten werden.

Camerons Erfolg bei der Wahl zum Vorsitz der Konservativen kann darauf zurückgeführt werden, dass ihm zugetraut wurde, frischen Wind in die Partei bringen zu können, so wie Tony Blair das seinerzeit in der Labour Party getan hatte. Nicht nur aufgrund seiner Jugend und Unerfahrenheit wurde Cameron wiederholt mit dem jungen Tony Blair verglichen; auch bei seinen rhetorischen Fähigkeiten, der Präsentation von Inhalten und in puncto Selbstdarstellung als unkonventioneller Politiker einer neuen Generation seien Parallelen zu Blair erkennbar. Beide haben Gemeinsamkeiten abgestritten, indem sie auf die Unterschiede ihrer politischen Überzeugung, beispielsweise hinsichtlich der Europa- oder Steuerpolitik, hingewiesen haben.

Cameron wurde von dem radikalkonservativen Peter Hitchens kritisiert. Hitchens behauptete, dass Cameron den letzten entscheidenden Unterschied zwischen seiner Partei und der etablierten Linken abgeschafft habe, seit Cameron sich auch noch eine Reform des Öffentlichen Dienstes auf die Fahne geschrieben hat.

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David Cameron (Schauspieler)

David Cameron (* 21. Januar 1933 in London als Antonio Palastanga) ist ein englischer Schauspieler und Regisseur (väterlicherseits griechisch-italienischer und mütterlicherseits schottischer Herkunft).

Als Schauspieler hatte er Engagements in ganz Europa und wirkte in Filmen unter anderem neben Elizabeth Taylor und Montgomery Clift mit.

Während seiner Ehe mit Schauspielerin/Sängerin/Autorin Hildegard Knef trat er auch als Regisseur in Erscheinung („Mrs. Dally“ von William Hanley, 1965). Darüber hinaus war er von 1967 bis 1975 als Schallplattenproduzent für seine Gattin tätig. Für die Übersetzung ins Englische ihrer Autobiografie „Der geschenkte Gaul“ erhielt er den Schlegel-Tieck-Preis (1971). Er übersetzte auch ihr Buch "Das Urteil" ins Englische (1975). 1987 veröffentlichte Cameron seine eigene Autobiografie, „Auf die Füße gefallen“.

Cameron ging bisher vier Ehen ein. Die erste 1954 bis 1962 mit der australischen Schauspielerin Shirley Cameron, die zweite von 1962 bis 1976 mit Hildegard Knef. Aus dieser Ehe ging Tochter Christina (* 16. Mai 1968, genannt „Tinta“) hervor. Die dritte Ehefrau in den Jahren 1977 bis 1982 war die österreichische Gräfin Dorothea „Pumpi“ Lamberg (Tochter Anna, * 1979). Die vierte Ehe ging Cameron 1986 mit der Krankenschwester Gerlinde Bernhard (Sohn Christopher, * 1987) ein. Gerlinde Bernhard verstarb 1990 an einer Virusinfektion. Seit 2000 ist er mit der Schauspielerin Melinda May liiert.

David Cameron lebt und arbeitet seit vielen Jahren in der österreichischen Hauptstadt Wien.

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Hildegard Knef

Hildegard Knef bei ihrem letzten Konzert am 5. März 1995 in Berlin

Hildegard Frieda Albertine Knef (* 28. Dezember 1925 in Ulm; † 1. Februar 2002 in Berlin; im Ausland überwiegend als Hildegarde Neff) war eine deutsche Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin.

Hildegard Knef wurde am 28. Dezember 1925 als Tochter des flämischstämmigen Tabakkaufmannes und Prokuristen Hans Theodor Knef und seiner Gattin Frieda Auguste, geb. Gröhn, in Ulm geboren. 1926 starb der Vater an Syphilis und die Mutter zog mit ihrer Tochter nach Berlin, wo Hildegard das Rückert-Lyzeum im damaligen Bezirk Berlin-Schöneberg besuchte. 1933 heiratete Hildegards Mutter den Schuhmachermeister und Lederfabrikanten Wilhelm Wulfestieg; aus der Ehe ging Hildegards Halbbruder, der Jazzmusiker Heinz Wulfestieg (1936–1977), hervor. Seinen tragischen Tod verarbeitete Hildegard 1982 in ihrem Buch So Nicht.

Im Alter von 15 Jahren verließ sie mit der mittleren Reife die Schule und begann eine Ausbildung als Zeichnerin in der Trickfilmabteilung der UFA-Filmstudios in Berlin-Mitte. 1943 wurde UFA-Filmchef Wolfgang Liebeneiner auf sie aufmerksam, und sie erhielt eine Ausbildung zur Schauspielerin. Ihre Schauspiellehrer waren Karl Meichsner und die damalige UFA-Nachwuchschefin Else Bongers, die zu ihrer Mentorin und lebenslangen Beraterin wurde. 1944 begann Knef eine Affäre mit dem „Reichsfilmdramaturgen“ Ewald von Demandowsky, der zugleich auch Produktionschef der Filmfirma Tobis war. Noch vor Ende des Krieges trat sie erstmals in Filmen auf (u. a. Unter den Brücken, 1944; Fahrt ins Glück, 1945).

1945 trat Hildegard Knef im Kabarett sowie im Theater auf und lernte den US-Kontrolloffizier Kurt Hirsch kennen, den sie am 15. Dezember 1947 heiratete. Ihre ersten Theaterrollen gab ihr Boleslaw Barlog in den Ruinen des Schlossparktheaters 1946. Wolfgang Staudte sah Knef auf der Bühne und engagierte sie für den ersten deutschen Nachkriegsfilm „Die Mörder sind unter uns“ (1946), der sie auch international bekannt machte. Danach spielte sie weiter Theater und synchronisierte nebenbei sowjetische Filme für die DEFA. Für ihren Film „Film ohne Titel“ erhielt sie 1948 in Locarno den Preis als beste weibliche Darstellerin. Am 1. August 1948 war Hildegard Knef das Titelmädchen auf der ersten Ausgabe der neuen Illustrierten Stern. Sie wurde zum ersten großen deutschen Nachkriegsstar.

Aufgrund des internationalen Erfolgs des Films „Die Mörder sind unter uns“ und flankiert von einem mehrseitigen Bericht im US-Magazin „LIFE“ unterbreitete der Hollywood-Produzent David O. Selznick ihr das Angebot, in die USA zu kommen. Anfang 1948 unterschrieb sie für sein Studio einen 7-Jahres-Vertrag, der ihr zwar wöchentlich einen recht lukrativen Scheck einbrachte, aber keine Rollen. Zwischen Sprachunterricht und Probeaufnahmen lernte sie in den Vereinigten Staaten Marlene Dietrich kennen. 1950 wurde sie amerikanische Staatsbürgerin.

1950 kehrte sie kurz nach Deutschland zurück, um den Willi-Forst-Film Die Sünderin zu drehen. Erst durch Proteste der katholischen Kirche wurde der melodramatische Film mit einer kurzen Nacktszene Knefs und der Thematisierung der Tabus Prostitution und Freitod zu einem der größten Skandale im deutschen Nachkriegskino: mit Demonstrationszügen für und gegen die „Sünderin“, verbarrikadierten Kinos, Verbot des Films in zahlreichen deutschen und europäischen Städten, Klageverfahren bis hin zum Bundesgerichtshof. Der katholische Protest entzündete sich vor allem an der Tötung auf Verlangen, die in der Schlussszene gezeigt wurde, und die an die Euthanasiepropaganda des Dritten Reiches in dem Film „Ich klage an“ von Wolfgang Liebeneiner erinnerte. „Die Sünderin“ wurde damals allein in Deutschland von über 7 Millionen Menschen gesehen. Im Zusammenhang mit dem Erfolg des Films veröffentlichte die Knef u. a. im Oktober 1951 ihre erste Schallplatte („Ein Herz ist zu verschenken“).

Als Sünderin geächtet, „floh“ sie umgehend zurück nach Hollywood, um für die Filmfirma 20th Century Fox, bei der sie nun unter Vertrag stand, eine Reihe von Filmen zu drehen. 1952 wählten die Amerikaner Hildegarde Neff – wie sie außerhalb des deutschen Sprachraums genannt wurde – u. a. zur Schauspielerin mit dem größten Sex-Appeal. Zwischen den Dreharbeiten in den USA, bei denen sie auch Marilyn Monroe kennenlernte und ihre Hand- und Fußabdrücke vor Hollywoods legendärem Premierenkino, dem Grauman’s Chinese Theatre, verewigte, trat sie auch in deutschen, britischen und französischen Filmproduktionen auf. 1955 debütierte sie am Broadway in dem Musical Silk Stockings (deutsche Titel: Ninotschka bzw. Seidenstrümpfe) von Cole Porter – sie ist somit die einzige Deutsche, der es bisher gelungen ist, in einer Hauptrolle am Broadway zu debütieren. 1957 verließ sie die USA, nachdem sie sich mit 20th Century Fox überworfen hatte: Die Konkurrenzfilmgesellschaft MGM hatte die Filmrechte von Silk Stockings erworben und wollte Knef für die Hauptrolle des gleichnamigen Films; doch Fox gab sie nicht frei, sondern bestand darauf, dass sie zunächst die vertraglich mit Fox vorgesehenen Filme zu drehen habe, die sich aufgrund ihrer Broadway-Verpflichtung zeitlich verschoben hatten. Knef packte daraufhin die Koffer und kehrte nach Deutschland zurück. Durch den Vertragsbruch mit Fox beendete Knef im Prinzip ihre Filmkarriere in den USA.

Den Zenit ihrer Filmkarriere hatte die Knef nach und durch ihre Rückkehr aus Hollywood 1957 überschritten. In Deutschland mehr oder weniger noch und – nach einem Film-Flop („Madeleine und der Legionär“) – wieder geächtet, drehte sie in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren vornehmlich in England und Frankreich in zum Teil anspruchsvollen und auch erfolgreichen, überwiegend aber in mittelmäßigen Produktionen (z. B. „La Strada dei Giganti“). 1959 lernte sie bei Dreharbeiten in Großbritannien ihren zweiten Ehemann, den damals noch verheirateten David Cameron kennen.

In diesen Jahren trat die Knef in ihrer Rolle als Sängerin vermehrt in den Vordergrund, u. a. 1958 in der BBC-Fernsehshow „The Hildegarde Neff Show“. Doch hatte sie bereits in ihren frühen Filmen wiederholt gesungen, z. B. in dem Film „Alraune“ (mit Hollywood-Legende Erich von Stroheim), in dem Melodram „Illusion in Moll“ (mit Hardy Krüger) oder in dem Hemingway-Drama „Schnee am Kilimandscharo“, in dessen Originalfassung sie zwei Lieder von Cole Porter gesungen hatte. Der war von ihrer Interpretation so angetan, dass er sie als Hauptdarstellerin für seine Produktion „Silk Stockings“ engagierte. Als Ninotschka feierte sie von 1954 bis 1956 am Broadway große Erfolge. Auch die Schallplatte verkaufte sich in den USA sehr gut. 1957 nahm sie dann eine EP mit mehreren Liedern in England und später auch Jazz-Platten in Frankreich auf. Aufgrund der positiven Resonanz ihrer „zweiten Karriere“ im Ausland wurde man auch in Deutschland wieder auf sie aufmerksam. 1962 kam es zur ersten Schallplattenaufnahme in Deutschland seit 1952. Die Single „Er war nie ein Kavalier“ wurde zu einem Verkaufserfolg. 1963 veröffentlichte sie ihre erste LP „So oder so ist das Leben“ (Platz 8 in den deutschen Charts). Als Chansonsängerin erhielt die Knef nun auch erste Shows im deutschen Fernsehen. 1965 schrieb sie erstmals einen eigenen Liedtext („Werden Wolken alt?“). Die LP „Ich seh die Welt durch deine Augen“ mit selbst verfassten Texten wurde 1966 zu einem gewaltigen Erfolg. Im selben Jahr kam es zu ihrer ersten Konzerttournee.

Der Erfolg ihrer Platten hielt in den nächsten Jahren an. 1968 kam ihre Tochter Christina Antonia durch einen Kaiserschnitt zur Welt. Sie selbst schwebte kurzzeitig in Lebensgefahr. Im selben Jahr noch erschien ihr optimistisch-ironisches Erkennungslied „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.

Ella Fitzgerald bezeichnete Hildegard Knef als die „beste Sängerin ohne Stimme“. Das rauchige Organ, die präzise, zuweilen schnoddrige, dabei aber durchwegs gefühlvolle Art des Vortrags und die von Klugheit und lakonischer Ironie geprägten eigenen Texte machten die Knef zu einer einzigartigen Erscheinung in der deutschsprachigen Unterhaltungsmusik. Die Wirkung wurde noch gesteigert durch erstklassige Begleitbands wie diejenigen von Kurt Edelhagen, Hans Hammerschmid, Bert Kaempfert und Gert Wilden.

1970 veröffentlichte die Knef ihr autobiografisches Werk Der geschenkte Gaul, an dem sie Jahre gearbeitet hatte und das auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller landete. Das Buch wurde in 17 Sprachen übersetzt und zum international erfolgreichsten Buch eines deutschen Autors seit 1945. 1970 bzw. 1971 erschienen ihr Album Knef (u. a. „Ich brauch Tapetenwechsel“) und Worum geht’s hier eigentlich?, überwiegend vertont von Les Humphries, die zu ihren künstlerisch besten Alben gehören, jedoch aufgrund der sehr beat- und pop-beeinflussten und wenig chanson-typischen musikalischen Umsetzung kommerziell wenig erfolgreich waren. 1975 kam von ihr Das Urteil heraus, ein Buch über die Krankheit Krebs, an der sie selbst erkrankt war (Brustkrebs) und das infolge seiner Direktheit zu großen Diskussionen Anlass gab. 1976 stand das Buch u. a. an zweiter Stelle der US-Bestsellerliste. Im selben Jahr wurde sie nach 14 Ehejahren von David Cameron geschieden.

Ab 1977 verkauften sich ihre Platten nur mehr schleppend. Sie heiratete in dritter Ehe den 15 Jahre jüngeren Paul von Schell, einen ungarischen Adligen. Nachdem Knef seit ihrer Krebserkrankung in den folgenden Jahren die Schlagzeilen dominierte und sich um 1980 eine regelrechte Schlacht mit der Boulevard-Presse lieferte, „flüchtete“ sie 1982 mit ihrem Mann und ihrer Tochter von Berlin nach Los Angeles. Nach dem Presserummel (Krankheit, Scheidungskrieg, Face-Lifting, Welttournee) war Knef für die nächsten Jahre im deutschsprachigen Raum abgeschrieben. Verwundert wurde noch zur Kenntnis genommen, dass ihr die Presse in L.A. Schlagzeilen und mehrseitigen Bericht widmete: „Hildegarde Neff back to Hollywood“. Allerdings konnte sie in den Folgejahren abgesehen von wenigen amerikanischen Produktionen in Hollywood nicht mehr richtig Fuß fassen.

1987 feierte sie ein erfolgreiches Comeback als „Fräulein Schneider“ in John Kanders und Fred Ebbs Musical Cabaret im Berliner Theater des Westens unter der Regie von Helmut Baumann. 1989 zog sie von den USA wieder nach Deutschland und war hoch verschuldet.

1992 veröffentlichte sie ihre erste Single seit fünf Jahren, eine Neuinterpretation von „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ mit der Rockband Extrabreit. Zugleich erhielt Hildegard Knef zahlreiche Ehrungen sowie Anerkennung für ihr Lebenswerk, spielte kleine Nebenrollen im Fernsehen und wurde als legendärer Film- und Chansonstar von Fernsehshow zu Fernsehshow und Talkshow zu Talkshow gereicht. 1999 erschien „17 Millimeter“ produziert von Till Brönner, ihre erste LP seit 1980 und ihre letzte überhaupt. Sie war ein Achtungserfolg und konnte sich in den Charts platzieren, etwas das ihr seit 1969 nicht mehr gelungen war.

Die letzten Jahre waren von Krankheiten überschattet. Nach einem monatelangen Krankenhausaufenthalt in Folge eines Lungenkollapses erhielt sie am 27. Juni 2001 wieder die deutsche Staatsangehörigkeit.

Zwei Wochen nach ihrem letzten öffentlichen Auftritt in der Johannes-B.-Kerner-Show starb Hildegard Knef in der Nacht auf den 1. Februar 2002 gegen 2 Uhr im Alter von 76 Jahren an einer akuten Lungenentzündung. Diese war die Folge eines Lungenemphysems, unter dem die einstige Kettenraucherin seit vielen Jahren gelitten hatte. Bundespräsident Johannes Rau und Bundeskanzler Gerhard Schröder wandten sich mit Kondolenzschreiben an den Witwer.

Sieben Tage später, am 7. Februar 2002, fand die Trauerfeier in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und die Beisetzung auf dem Waldfriedhof Berlin-Zehlendorf, Potsdamer Chaussee 75, in einem Ehrengrab der Stadt Berlin statt.

2003 wurde die Musicalfassung ihrer Autobiografie Der geschenkte Gaul (geschrieben von dem Theaterregisseur und Autor Reinhardt Friese, dem Komponisten Udo Becker und ihrem Ehemann Paul von Schell auf Basis eines von ihr verfassten Fragmentes) in Wilhelmshaven unter der Regie von Friese mit großem Erfolg und bundesweitem Medienecho uraufgeführt. Eine Tourneeproduktion dieses Stückes tourt seit Jahren durch Deutschland.

Am 17. Dezember 2007 wurde der westliche Vorplatz des Fernbahnhofs Berlin-Südkreuz nach Hildegard Knef (Hildegard-Knef-Platz) benannt. Die Benennung darf nach einem Berliner Gesetz erst 5 Jahre nach dem Tod des Geehrten erfolgen. Als Begründung für die Benennung wurde die Jugendzeit der Knef in Schöneberg genannt.

Im Juli 2008 begannen die Dreharbeiten zur Kinoproduktion Hilde, einer Verfilmung von Hildegard Knefs Autobiografie Der geschenkte Gaul. In der Hauptrolle ist Heike Makatsch zu sehen. Kinostart war der 12. März 2009. Der Film feierte am 13. Februar 2009 im Berliner Friedrichstadtpalast Weltpremiere.

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Queer as Folk

Queer as Folk ist eine kanadisch-US-amerikanische Fernsehserie, entwickelt von Russel T. Davies, Ron Cowen und Daniel Lipman, die von 2000 bis 2005 auf dem US-Sender Showtime und im kanadischen Showcase ausgestrahlt wurde. Die ersten Folgen der Serie sind eine Neuverfilmung der gleichnamigen britischen Fernsehserie. Der Name ist abgeleitet aus der in Teilen Nordenglands gebräuchlichen Redewendung „there’s nought so queer as folk“, etwa „es gibt nichts Seltsameres als Leute“. Im deutschen Fernsehen wurde die Serie vom 9. Januar 2006 bis zum 26. März 2008 bei ProSieben gezeigt. Seit November 2008 wird die Serie ab der vierten Staffel bei TIMM ausgestrahlt.

Die in Pittsburgh, Pennsylvania spielende Serie erzählt die Erlebnisse der fünf schwulen Männer Brian, Justin, Michael, Ted und Emmett und deren lesbischen Freundinnen Lindsay und Melanie. Es geht um Geschichten innerhalb der homosexuellen Szene und um Aids, Drogen und Vorurteile. Auch an erotischen Elementen fehlt es der Serie nicht. Eine der bekannteren Darstellerinnen der Serie ist die Schauspielerin Sharon Gless, die von 1982 bis 1988 die Rolle der Christine Cagney in der US-Serie Cagney & Lacey spielte.

Brian Kinney ist zu Beginn der Serie 29 Jahre alt und ein gut verdienender, leitender Angestellter einer Werbeagentur. Sein Leben dreht sich fast ausschließlich um schnellen Sex, feste Beziehungen hat er zunächst keine. In der ersten Folge der Serie lernt er Justin Taylor kennen und beginnt mit diesem eine turbulente Beziehung. Kinney ist auch der Vater des künstlich gezeugten Kindes Gus, das von einem mit ihm befreundeten lesbischen Paar, Melanie Marcus und Lindsay Peterson aufgezogen wird.

Als Kinney seine Stelle in der Agentur verliert, macht er sich mit einer eigenen Werbeagentur selbständig. Kurze Zeit später erkrankt er an Hodenkrebs, was er zunächst vor den Freunden geheimhält. Nach seiner Genesung kauft er die Diskothek „Babylon“, in der von Homophoben ein Bombenanschlag verübt wird, bei dem es sieben Tote und zahlreiche Schwerverletzte gibt.

Als Kinney durch die Sorge, ob sein Freund Justin Taylor unter den Opfer des Anschlags sei, erkennt, wie sehr er ihn liebt, gesteht er ihm diese Liebe zu ersten Mal. Kurze Zeit später beschließen die beiden zu heiraten, was sie letztlich aber wieder verwerfen, da Justin Taylor nach New York City geht, um dort seine Karriere als Künstler voranzutreiben.

Michael Novotny ist der beste Freund von Brian Kinney; die Beziehung der beiden ist platonisch. Novotny arbeitet zunächst im Supermarkt „Big Q“ als stellvertretender Filialleiter und hält dort seine Homosexualität geheim. In der ersten Staffel lernt Novotny den Chiropraktiker David Cameron kennen und zieht zu ihm; die Beziehung zerbricht, als Cameron zu seinem Sohn nach Portland geht.

Später macht Novotny sich mit einem Geschäft für Comic-Hefte selbstständig und bringt zusammen mit Justin Taylor als Zeichner eine eigene Comic-Reihe namens „Rage“ mit einem schwulen Helden heraus. Novotny lernt den Universitätsprofessor Ben Bruckner kennen, den er schließlich in Kanada heiratet. Bei einem Bombenanschlag auf die Diskothek „Babylon“ wird Novotny schwer verletzt. Nach seiner Genesung adoptieren Novotny und Bruckner am Ende der Serie ihren Pflegesohn James „Hunter“ Montgomery.

Justin Taylor ist mit anfänglich 17 Jahren das Nesthäkchen der Gruppe. An seiner Person werden die Probleme des Coming-outs dargestellt. Er lernt in der ersten Folge der Serie Brian Kinney kennen und verliebt sich in ihn. Seine Mutter gewöhnt sich mit der Zeit an die Homosexualität ihres Sohnes, sein Vater reagiert völlig ablehnend und treibt ihn schließlich aus dem Haus. Justin ist künstlerisch sehr begabt und beschließt nach seinem Schulabschluss, ein Studium an einer Kunsthochschule aufzunehmen. Sein Leben wird erschüttert, als er von einem homophoben Mitschüler mit einem Baseballschläger niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt wird.

Nach seiner Genesung zieht er zunächst zu Kinney und bringt dann zusammen mit Michael Novotny eine Comic-Reihe heraus. Nach einigen Trennungen und neuen Beziehungen kehrt er am Ende der Serie zu Kinney zurück. Die beiden beschließen zu heiraten. Letztlich kommt es nicht dazu, weil Taylor nach New York City geht, um dort seine von einem renommierten Kunstkritiker prognostizierte Karriere voranzutreiben.

Emmett Honeycutt bezeichnet sich selbst oft als „Tunte“ und spricht von sich und seinen homosexuellen Freunden gerne in der weiblichen Person. In den ersten beiden Staffeln arbeitet er in einer kleinen Boutique für „schwule Mode“, später hat er zusammen mit Vic Grassi einen kleinen Party-Service. Zeitweilig ist Emmett als „Fetch Dickson“ der Star von Ted Schmidts Pornosite im Internet. Später erscheint er als „Queer Guy“ in den Nachrichten eines lokalen Fernsehsenders.

Nach einer Beziehung zu einem älteren Millionär, der beim gemeinsamen Sex in der Flugzeugtoilette an einem Herzinfarkt stirbt, kommt Honeycutt später mit Ted Schmidt zusammen; die Beziehung scheitert, als Schmidt drogensüchtig wird. Danach hat Honeycutt ein Verhältnis mit dem Footballspieler Drew Boyd, der sich schließlich als schwul outet. Auch diese Beziehung scheitert.

Ted Schmidt ist der Intellektuelle und älteste der Gruppe, dem es allerdings vor allem an Selbstvertrauen fehlt. Zu seinen großen Leidenschaften gehören Pornos, Opern und atlethische jüngere Männer. Von letzteren wird er allerdings in den meisten Fällen ignoriert und bleibt vorerst ohne feste Beziehung. Später erkennen Emmett und er ihre gegenseitige Zuneigung und werden zeitweilig ein Paar.

Ted arbeitet zunächst als Buchhalter. Nach dem Verlust seines Jobs bietet er schwule pornografische Seiten im Internet an. Wegen rechtlicher Probleme muss er sein Angebot schließen, wird arbeitslos und schließlich drogenabhängig. Nach einem erfolgreichen Entzug nimmt er eine Stelle als Finanzchef in Kinneys Werbeagentur an. Am Ende der Serie trifft er seine alte Liebe Blake Wyzecki wieder, der ihm bei seinem Drogenentzug als Betreuer zur Seite gestanden hatte.

Ben Bruckner ist Literaturdozent an der Carnegie Mellon Universität von Pittsburgh und HIV-positiv. Nach einigen risikioreichen Experimenten mit Steroiden, die er sich selber injiziert hat, geht Bruckner schließlich offen und optimistisch mit seiner Krankheit um. Kurz nachdem er Michael Novotny kennenlernt, werden die beiden ein Paar und heiraten in Kanada. Später erkämpfen sie gemeinsam das Sorgerecht für den sechzehnjährigen HIV-positiven James „Hunter“ Montgomery, den sie am Ende der Serie adoptieren.

Debbie Novotny ist die Mutter von Michael Novotny und arbeitet im Liberty Diner, einem beliebten Treffpunkt der Freunde. Sie kümmert sich um ihren ebenfalls HIV-infizierten Bruder Vic Grassi, der zunächst bei ihr lebt und später in der Serie stirbt. Ihre schrille Kleidung und ihre Buttons fallen stets auf, wie auch ihr Engagement für Schwule und Lesben. Justin Taylor findet in der ersten Staffel, und Emmett Honeycutt in der vierten Staffel in ihrem Haus eine vorübergehende Bleibe. In der 2. Staffel kommt sie mit Polizist Carl Horvath zusammen, der in der 5. Staffel schließlich bei ihr einzieht.

Lindsay Peterson, genannt „Linds“, ist eine langjährige Freundin von Brian Kinney, dem Vater ihres künstlich gezeugten Sohnes Gus. Peterson ist lesbisch und lebt mit ihrer Freundin Melanie Marcus, genannt „Mel“, einer durchsetzungsfähigen Rechtsanwältin zusammen. Peterson ist Kunstlehrerin, arbeitet später in einer Galerie und hat reaktionäre Eltern, die ihre Lebensweise nicht gutheißen.

Lindsay und Melanie heiraten, und Mel lässt sich von Michael künstlich befruchten. Während sie das Kind austrägt, hat Lindsay eine kurze Affäre mit dem Künstler Sam Auerbach, die sie vor Melanie verheimlicht. Melanie beobachtet Lindsay und Sam in einer vielsagenden Situation und fühlt sich von Lindsay hintergangen. Es kommt zur Trennung der Frauen. Durch den Bombenanschlag in der Diskothek „Babylon“ erkennen die beiden jedoch, dass sie zusammenbleiben wollen. Sie gehen mit ihren Kindern Gus und Jenny Rebecca nach Toronto, Kanada, da sie die beiden nicht in einem homophoben Umfeld aufwachsen lassen wollen.

Daphne Chanders ist Justins beste Freundin; die beiden verbindet eine innige platonische Beziehung. Daphne hat ein fröhliches und unkompliziertes Wesen und unterstützt Justin nach Kräften. Weil sie nach dem Schulabschluss nicht als Jungfrau auf das College möchte, bittet sie Justin, mit ihr zu schlafen. Dieser lehnt zunächst ab, tut der Freundin allerdings dann doch den Gefallen. Daphne steht Justin zur Seite, als er sein Coming Out hat und von seinem Vater des Hauses verwiesen wird.

Jennifer Taylor ist sehr besorgt, aber auch stolz auf ihren Sohn Justin. Sie versucht ihn zu unterstützen und zeigt im Gegensatz zu ihrem Mann Verständnis für ihn. Die Ehe der Taylors geht schließlich in die Brüche, und Jennifer Taylor lernt einen jüngeren Mann kennen, mit dem sie eine Beziehung beginnt.

Vic Grassi hat einen trockenen Humor und wohnt zunächst gemeinsam mit seiner älteren Schwester Debbie in einem Haus. Seit Vic an Aids erkrankt ist, wird er von ihr gehegt und gepflegt. Als er Rodney kennenlernt, zieht er mit ihm zusammen. Grassi stirbt nach einem Streit mit seiner Schwester; die beiden können sich nicht mehr versöhnen.

Hunter arbeitet schon mit 16 Jahren auf dem Homosexuellenstrich, nachdem er bereits von seiner Mutter zum "anschaffen" geschickt wurde und später von zu Hause weglief. Er ist ebenfalls HIV-positiv. Später stellt sich heraus, dass er heterosexuell ist. Er wird von Novotny und Bruckner zunächst als Pflegesohn aufgenommen und in der fünften Staffel von ihnen adoptiert.

Blake Wyzecki ist ein junger Drogensüchtiger, der sich für Ted interessiert. Seine Drogenabhängigkeit steht einer dauerhaften Beziehung mit Ted allerdings im Weg. Später taucht Blake wieder auf, inzwischen von seiner Drogensucht geheilt. Er arbeitet als Leiter einer Selbsthilfegruppe in der Suchtberatungsstelle, die Ted nach seinem Entzug aufsucht. Am Ende der Serie treffen sich Wyzecki und Schmidt wieder.

Dr. David Cameron ist in der ersten Serienstaffel Michaels Freund. Er ist geschieden und arbeitet als Chiropraktiker. Sein aufwändiger Lebensstil in der oberen Mittelschicht schüchtert Michael ein. David verlässt schließlich die Stadt, um nach Portland zu ziehen. Er bietet Michael an, ihn zu begleiten. Doch dieser lehnt ab, als Brian seine Hilfe braucht.

Drew Boyd ist ein Freund Emmett Honeycutts. Er ist zunächst ein Kunde von Honeycutts Party-Service, geht mit ihm dann eine lockere Beziehung ein. Der Quarterback einer Profi-Footballmannschaft gilt als Muster-Heterosexueller, sucht aber heimlich schwule One-Night-Stands. In der fünften Staffel outet er sich vor laufender Fernsehkamera und verliert vorübergehend seinen Job.

Queer as Folk hat sieben Awards gewonnen, darunter den Prism Award, und 20 Nominierungen für Awards wie GLAAD Media Awards und DGC Craft Award erhalten.

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David Davis (britischer Politiker)

David Davis

David Michael Davis (* 23. Dezember 1948 in York) ist ein britischer Politiker. Er war Abgeordneter der Conservative Party für den Wahlbezirk Haltemprice und Howden sowie Innenminister des Schattenkabinetts.

Die ersten Jahre wuchs Davis bei seinen Großeltern in York auf. Als seine Mutter den jüdisch- polnischen Druckereiarbeiter Ronald Davis heiratete, zogen sie nach London.

Davis Abschlussnoten waren nicht gut genug, um ihm einen Studienplatz zu sichern. Um Geld für die Wiederholung des Examens sparen zu können, nahm Davis eine Stelle als Versicherungsangestellter an und wurde Mitglied des Special Air Service. Nach der Verbesserung seiner Abschlussnoten studierte er von 1968 bis 1971 an der Warwick University die Fächer Informatik und Molekularwissenschaften, welche er mit einem Bachelor of Science abschloss. Anschließend besuchte er die London Business School, die er 1973 mit dem Master in Wirtschaft abschloss. Zudem belegte er von 1984 bis 1985 weiterbildende Managementkurse an der Universität von Harvard.

17 Jahre lang arbeitete Davis für den internationalen Nahrungsmittelkonzern Tate & Lyle und stieg zum Geschäftsführer einer sanierungsbedürftigen kanadischen Niederlassung auf, die er erfolgreich vor dem Ruin bewahrte.

Bei den Unterhauswahlen 1987 wurde Davis erstmals als Abgeordneter des Wahlkreises Boothferry, der später zum Wahlkreis Haltemprice und Howden wurde, ins Parlament gewählt. Als 1992 im britischen Parlament über den Vertrag von Maastricht abgestimmt wurde, trat Davis als großer Befürworter dieses Abkommens auf und verärgerte damit viele der strikten Maastricht-Gegner in den eigenen Reihen. Davis politischer Aufstieg brachte ihm den Posten eines Staatsministers im Außenministerium ein, den er von 1994 bis 1997 bekleidete.

Anschließend arbeitete Davis im Unterhaus als Vorsitzender des Finanzausschusses. Schnell machte er sich in dieser Position einen Namen und einige Konservative zogen ihn als zukünftigen Parteiführer in Erwägung.

Nach William Hagues Rücktritt trat er bei der Wahl zum Parteivorsitzenden der Conservative Party an. Er wurde Vierter und vom Wahlsieger Iain Duncan Smith zum Generalsekretär ernannt. Seine wichtigste Amtshandlung war die Lossagung der Conservative Party vom Interessenverband Monday Club aufgrund dessen umstrittenen rassistischen Ansichten.

Auf Geheiß von Duncan Smith wurde Davis 2002 aus seinem Amt entlassen und durch Theresa May ersetzt. Als Davis von seiner Entlassung erfuhr, befand er sich gerade im Familienurlaub in Florida; die inakzeptablen Umstände seiner Entlassung brachten ihm Sympathiebekundungen seiner Parteikollegen ein. Seine neue Position war die des Schattenministers des stellvertretender Premierminister John Prescott. Allgemein hin wurde dies als Degradierung wahrgenommen. Als Duncan Smith durch ein Misstrauensvotum der Parteivorsitz entzogen wurde, stellte Davis überraschend klar, dass er für eine Kandidatur nicht zur Verfügung stehe und machte sich stattdessen für Michael Howard stark. Nach der Wahl erhielt er im konservativen Schattenkabinett den Posten des Innenministers.

In diesem Posten gelang es ihm die damalige Einwanderungsministerin Beverly Hughes im Zuge des Skandals um die Kontrollen von osteuropäischen Einwanderern zum Rücktritt zu zwingen. Damals wurde es als Davis Verdienst ausgelegt, dass Hughes zur Rechenschaft gezogen wurde.

Davis Verdienst war es außerdem, dass seine Partei vor nicht allzu langer Zeit ihre Einstellung zum Vorhaben der Labour Party, Personalausweise wieder einzuführen, änderte und sich fortan gegen derartige Pläne stellte. Als Hauptargumente wurden die schwindelerregenden Kosten des Vorhabens und die Einschränkung der Persönlichkeitsrechte aufgeführt. Davis war überzeugt, dass das Bekanntwerden der entstehenden Kosten und des noch nicht ausgereiften Konzepts des Personalausweises eine breite Ablehnung der Öffentlichkeit zur Folge haben würde.

Davis steht im Ruf, erzkonservativ zu sein. So sprach er sich im November 2003 für die Wiedereinführung der Todesstrafe aus. Der Europäischen Union steht er ablehnend gegenüber. Er ist für die Beibehaltung der „Section 28“, welche den Bezirksregierungen die Gleichstellung und Anerkennung von Homosexuellen verbietet. Er genießt innerhalb seiner Partei hohes Ansehen. Als sein homosexueller Parteigenosse Michael Brown 1994 während seines Urlaubes mit seinem 20jährigen Freund fotografiert wurde (damals war die Volljährigkeit erst mit 21 Jahren erreicht), bot Davis ihm seine Hilfe an. Auch strebt Davis eine Begrenzung der legalen und eine entschiedene Bekämpfung der illegalen Einwanderung an. Bei der Wahl des Unterhauses 2005 wurde er zur Zielscheibe der „Enthauptungskampagne“ der Liberal Democrats. Die Kampagne zielte darauf, die Konservativen entscheidend zu schwächen, indem deren Führungsriege demontiert werden sollte. Dieses Vorhaben scheiterte und Davis konnte seinen Vorsprung auf über 5000 Stimmen ausbauen.

Am 12. Juni 2008 trat er von seinem Mandat zurück. Damit protestierte er gegen ein am Tag zuvor vom House of Commons verabschiedetes Gesetz, welches die Festnahme von Verdächtigen für 42 Tage ohne richterlichen Beschluss ermöglicht. Das Gesetz sei Teil einer stetigen Untergrabung der Bürgerrechte. Die aus seinem Schritt folgenden Neuwahlen in seinem Wahlbezirk gewann Davis am 10. Juli 2008. Bei sehr niedriger Wahlbeteiligung hatte er keinen ernsthaften Gegenkandidaten, weshalb die Nachwahlen auch nicht gut für einen Stimmungstest in der Frage der Antiterrorgesetze taugen dürften.

Davis ging als Favorit in die Wahl des Parteivorsitzenden 2005, nachdem seine Rede auf dem Parteitag der konservativen Partei nicht die gewünschte Resonanz erzielte, verlor seine Kampagne jedoch merklich an Schwung. Als er die Partei auch noch zurechtwies, „geschlossen zusammen zu stehen“, verschlechterten sich seine Aussichten auf einen Sieg zusehends.

Am 18. Oktober 2005 konnte Davis den ersten Wahlgang unter den konservativen Parlamentsmitgliedern für sich entscheiden. Dieses Wahlergebnis war jedoch schlechter als erwartet, da er weniger Stimmen bekam als vorher angenommen. Nach dem Ausscheiden von Kenneth Clarke und Liam Fox trat David Davis im dritten Wahlgang gegen David Cameron an.

Trotz seines überzeugenden Auftrittes beim Fernsehduell der BBC gelang es Davis nicht, die Popularität seines Rivalen zu übertreffen: Cameron wurde von den Parteimitgliedern mit überwältigender Mehrheit zum neuen Vorsitzenden der Conservative Party gewählt. Auch unter dem Parteivorsitz David Camerons behielt Davis seinen Posten als Schatteninnenminister.

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White’s Club

Der White’s Club ist einer der ältesten und renommiertesten britischen Clubs. Seine Wurzeln hat er im 1693 gegründeten chocolate house Francis Whites in der Londoner St. James Street. Nachdem dieses 1711 ausgebrannt war, richtete Johann Jacob Heidegger im Lokal eine Ticketverkaufsstelle für seine Bälle und Maskeraden ein, die bald zum Treffpunkt der gehobenen Londoner Gesellschaft wurde. Als Club im eigentlichen Sinne fungiert der White’s indes erst seit 1736. Innerhalb der St. James Street zog er mehrfach um, bis er sich schließlich 1778 in dem Regency-Bau auf Nr. 38 niederließ. 1811 baute Martindale das berühmte Bogenfenster ein, das dem White’s seine unverwechselbare Fassade geben sollte.

Der White’s befindet sich genau gegenüber dem Brooks’s Club. So wie dieser als inoffizielles Hauptquartier der Whigs galt, übte White’s spätestens ab 1783 dieselbe Funktion für die Tories aus. Vereinzelt kam es gleichwohl zu Doppelmitgliedschaften in beiden Clubs. Dem White’s gehörte u.a. der berühmte Dandy Beau Brummell an, der regelmäßig vor dem erwähnten Bogenfenster mit seinen Vertrauten Hof zu halten und als arbiter elegantiarum über Haltung und Mode der Vorübergehenden seine gefürchteten Urteile abzugeben pflegte. Heute zählen zu den bekanntesten Mitgliedern der konservative Parteichef David Cameron sowie Prinz Charles, der im White’s auch 1981 seinen Junggesellenabschied feierte.

Berüchtigt war der Club auch für die Wettleidenschaft seiner Mitglieder. Abgeschlossen wurden die Wetten vor allem auf sportliche oder politische Ereignisse, letztere insbesondere während der französischen Revolution und der napoleonischen Kriege, sowie auf die persönliche Zukunft gemeinsamer Bekannter.

So wie im Betting Book des gegenüberliegenden Brooks's Club (vgl. Girl in the Balloon Bet) findet sich auch in White's Betting Book allerlei Exzentrisches: ein gewisser Lord Alvanley wettet einmal £ 3.000 darauf, dass ein bestimmter Regentropfen eher den Fensterrahmen erreicht als ein anderer.

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Source : Wikipedia