Daniel Kreutzer

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Geschrieben von c3po 04/03/2009 @ 07:14

Tags : daniel kreutzer, eishockeyspieler, eishockey, sport

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Daniel Kreutzer

Nach der Spielerpräsentation zur Saison 2003/04

Daniel Kreutzer (* 23. Oktober 1979 in Düsseldorf) ist ein deutscher Eishockeyspieler und aktueller Nationalspieler. In der Saison 2007/08 spielt er in der DEL für die DEG Metro Stars.

Daniel Kreutzer begann seine Profikarriere in der Saison 1996/97 bei der Düsseldorfer EG, für die auch bereits sein Bruder Christoph Kreutzer aktiv war. In seiner ersten Saison spielte der Stürmer lediglich 14 Spiele für Düsseldorf und wurde mit einer Förderlizenz ausgestattet, sodass er gleichzeitig beim EV Duisburg in der zweitklassigen 1. Liga Erfahrung sammeln konnte. Bereits in seinem ersten Jahr schoss der Linksschütze für die Düsseldorfer EG sein erstes Tor in der DEL. Im Folgejahr wechselte er zu den ECR Revier Löwen, um mehr Spielpraxis zu erlangen. 1998/1999 wechselte Kreutzer wiederum den Verein und spielte für die kommenden vier Spielzeiten bei den Kassel Huskies. Unter dem damaligen Huskies- und Nationaltrainer Hans Zach wurde Daniel Kreutzer zum deutschen Nationalspieler. In der Saison 2000/01 erzielte der Angreifer zum ersten Mal mehr als 40 Scorerpunkte in einer Saison (41) und beendete die Spielzeit mit einer positiven Plus/Minus-Bilanz von +9.

2002 kehrte Daniel Kreutzer zurück nach Düsseldorf zu den mittlerweile umbenannten DEG Metro Stars, wo er seitdem die Rückennummer 23 trägt. In der Saison 2005/06 wurde er zum Kapitän ernannt und trägt damit das symbolische C auf dem Düsseldorfer Trikot. Sein größter Erfolg ist bisher der Pokalsieg 2006 und die Vizemeisterschaft im Jahre 2006. Als persönlichen Erfolg kann er den inoffiziellen Titel als bester deutscher Scorer der Saison 2005/06 für sich verbuchen, welcher auf die sehr gute Zusammenarbeit mit Tore Vikingstad und Klaus Kathan zurück zuführen ist. Kreutzers Vertrag bei der DEG ist bis zum Jahre 2010 datiert.

Die Eltern von Daniel Kreutzer sowie dessen Bruder betrieben direkt an der früheren Spielstätte der DEG Metro Stars das Restaurant „Kreutzer“.

Der mittlerweile 164-malige Nationalspieler gab bei der B-Weltmeisterschaft 1999 sein Debüt, bei welcher dem deutschen Team der Wiederaufstieg gelang. Seitdem gehört er zum permanenten Kreis der Nationalspieler und verpasste kein großes Turnier (WM/Olympische Spiele).

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DEG Metro Stars

DEG Metro Stars

Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (DEG) Metro Stars ist die heutige Bezeichnung eines traditionsreichen Eishockeyclubs aus Düsseldorf, der in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) spielt. Die heutigen „Metro Stars“ gehen historisch auf die Gründung der „Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft“ 1935 zurück, ihr Name steht für den Handelskonzern Metro, der sich 2001 die Namensrechte sicherte und dies bis ins Jahr 2012 verlängert hat. Die Profiabteilung ist seit 1997 in einer eigenständigen Spielbetriebsgesellschaft, der „DEG Eishockey GmbH“ organisiert. Der ursprüngliche Verein ist einer der Gesellschafter dieser GmbH. Die Nachwuchs- und Amateurabteilung ist weiterhin im Stammverein organisiert.

1997 wurde die Inlinehockeyabteilung der Düsseldorfer EG in den Verein „DEG Rhein Rollers e.V.“ ausgelagert.

Die traditionellen Vereinsfarben der DEG sind rot-gelb.

Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft wurde am 8. November 1935 auf Initiative des Düsseldorfer Stahlindustriellen und Sportmäzens Ernst Poensgen gegründet. Bereits am 26. September 1935 wurde das Richtfest des neuen Eisstadions an der Brehmstraße gefeiert. Das Düsseldorfer Stadion war (nach Berlin und München) das dritte Eisstadion in Deutschland und erst die achte Eissportstätte in Europa (neben Berlin und München waren dies London, Paris, Wien, Budapest und Zürich). Zu diesem Zeitpunkt fasste das Stadion 8.000 Zuschauer.

Am 23. November fanden die ersten beiden Eishockeyspiele im neuen Stadion statt. Der vielfache deutsche Meister und die nationale Topmannschaft jener Zeit, der Berliner SC, spielte gleich zweimal gegen ein Team aus Amsterdam und siegte jeweils mit 7:1 und 4:2. Mit von der Partie war einer der ersten Stars des deutschen Eishockeys, Gustav „Justav“ Jaenecke. Der zu seinem Karriereende insgesamt 13-fache Deutscher Meister und vielleicht beste europäische Spieler seiner Zeit beeindruckte das Düsseldorfer Publikum sofort und begeisterte es für den Eishockeysport.

Weitere Spiele sorgten für eine erste Eishockey-Euphorie. Gastmannschaften aus dem Mutterland des Eishockeys Kanada zeigten Kostproben ihres Könnens. Die DEG spielte gegen heute nicht mehr existierende Mannschaften aus dem Bergischen Land wie Remscheid oder Radevormwald, die seinerzeit dank der kälteren Winter noch auf zugefrorenen Dorfweihern trainieren konnten.

Gegen die zur Weltspitze gehörenden Kanadier wurde seitens der DEG seinerzeit ein bemerkenswertes 1:1 herausgespielt; Gerüchten zufolge liefen die Kanadier aufgrund des am Vorabend konsumierten Altbiers betrunken auf. Die DEG spielte gegen die Nationalmannschaft der USA und es fanden Endrunden der Deutschen Eishockeymeisterschaft in Düsseldorf statt. Auch der Eiskunstlauf kam nicht zu kurz, im Olympiajahr 1936 gastierte die gesamte Weltelite an der Brehmstraße.

Der erste Trainer der DEG war ein Tschechoslowake, dessen Name heute nicht mehr bekannt ist. Ihm folgte der Kanadier Robert A. „Bobby“ Bell, unter dem die erste Mannschaft und die Jugend der DEG erstmals auf professionellem Niveau trainiert wurde. Bell, einst selbst Spieler für Kanada, soll angeblich wegen der Liebe zu einer Blondine in Düsseldorf geblieben sein.

Als erste Eishockeyspieler der DEG-Vereinsgeschichte gelten: Dr. Hans Seyppel, Horst „Opa“ Orbanowski (ein gebürtiger Düsseldorfer und bereits mehrfacher Nationalspieler und Deutscher Meister mit Berlin), dessen Bruder Kurt Orbanowski, Bernd Rickmann, Jochen Hake und Werner Lucas. Als Gastspieler blieben Toni Wiedemann aus Füssen und Walter Schmiedinger aus Garmisch bei der DEG, da man ihnen zusätzlich zum Trainingsbetrieb Arbeitsplätze in ihren Berufen anbieten konnte. Als weitere Spieler wurden Freiherr Fabian von Massenbach, Günter Thelen und Manfred Trippe an den Verein gebunden.

Für ein Monatsgehalt von 375 Reichsmark für Trainer Bell wurde hart trainiert, zudem wurde die Jugendarbeit forciert. So rekrutierte Bell junge Spieler, meist gegen den Willen der Eltern, aus dem Lager der Eiskunstläuferabteilung, da diese gute Schlittschuhläufer waren. Zudem achtete er auf gute schulische Leistungen seiner Schützlinge; eine schlechte Note hatte Trainingsverbot zur Folge. In dieser Zeit erreichte die DEG daher achtbare Erfolge im Kampf um die Deutsche Meisterschaft, so wurde der noch junge Verein mehrfach Dritter. 1938 wurde die DEG punktgleich mit dem Berliner SC sogar Deutscher Vize-Meister hinter dem SC Riessersee. Hinter den damals erfolgreichen Teams, Rekordmeister Berlin mit den Topspielern Gustav Jaenecke und Rudi Ball, der als einer der besten Clubs Europas galt, und dem SC Riessersee aus Garmisch-Partenkirchen, war die DEG in Deutschland immerhin die Nummer Drei.

Weitere prägende DEG-Spieler der 1930er Jahre waren Torwart Max Rohde, der aus dem Baltikum stammende Lowka Dawidow, Dr. Helmut Becker, Günter Brückner, Roman Kessler, Kurt Dicker, Lucien Brühl, Hans Gutgesell, Hans-Walter Rahrbach, Hans Walter, Klaus Walter, Rolf Tobien, Walter Tobien, sowie die Herren Leonards und Blumberg.Der erfahrene Horst Orbanowski, der Vereinsgründer Poensgen schon bei dem Aufbau des Teams unterstützt hatte, wuchs zum Führungsspieler und zur rechten Hand von Trainer Bell heran. Aber auch die Eiskunstläufer unter dem Stadionleiter, Vizewelt- und elffachen Deutschen Meister sowie Trainer des Düsseldorfer Nachwuchses, Werner Rittberger (heute vor allem durch den nach ihm benannten Sprung Doppelter Rittberger bekannt), begeisterten das Publikum durch gute Leistungen.

Mit dem Zweiten Weltkrieg endete vorerst die Eishockey-Euphorie. Wegen der Verdunkelung durfte nur noch nachmittags gespielt werden, die Lieferung von Ausrüstungsgegenständen aus Kanada wurde immer spärlicher. Die Spieler mussten sich mit immer abenteuerlicheren Eigenkreationen aus Pappe und Stoff behelfen. Im Frühjahr 1943 gab es während eines Spiels Luftalarm. Spieler und Zuschauer brachten sich in Sicherheit, das Stadion jedoch wurde von zwei kleinen Bomben an der Nordseite getroffen. Nach der Entwarnung wurde kurzerhand der Schutt weggeräumt und die Veranstaltung verspätet fortgesetzt. 1944 wurde das Eisstadion durch weitere alliierte Bombenangriffe allerdings so schwer beschädigt, dass eine Sportveranstaltung nicht mehr durchführbar war. In der letzten Deutschen Meisterschaft vor Kriegsende, die 1944 überwiegend als Durchhalteveranstaltung für die Bevölkerung noch halbwegs durchgeführt wurde, erreichte die DEG Platz Drei. In den beiden Vorjahren mussten die Titelkämpfe jeweils abgebrochen werden. Es war eine der letzten Sportveranstaltungen überhaupt, am 4. August 1944 gab der Nationalsozialistische Reichsführerring für Leibesübungen NSRL bekannt, dass sämtliche Reichsmeisterschaften im deutschen Sport eingestellt werden.

Trainer Bobby Bell, zwischenzeitlich auch Trainer des SC Riessersee und einer Mannheimer Mannschaft sowie Reichstrainer der Deutschen Eishockeynationalmannschaft, wurde im belgischen Abbeville in den Wirren der Nachkriegstage 1945 unter nie geklärten Umständen ermordet. Einige Quellen sprechen von einer standrechtlichen Erschießung, andere davon, dass er als angeblicher Nazi-Spion verhaftet, verurteilt und hingerichtet wurde.

Nach den Verwüstungen des Krieges, die das Eisstadion und den gesamten Stadtteil Düsseltal sehr mitgenommen hatten, gab es wichtigere Probleme als den Sport. Doch schon kurze Zeit später formierte „Opa“ Orbanowski mit den überlebenden Spielern Kessler, Dicker, Hillmann, Ulrich, Dr. Becker, Trippe, Rahrbach und Torwart Rohde ein erstes DEG-Nachkriegsteam. Aber trotz zahlreicher Schutträumungsaktionen auch der Spieler ging es mit dem Wiederaufbau des Stadions an der Brehmstraße nicht recht voran. Andernorts entstanden neue Eishockeyzentren. Krefeld, wo Mäzen Willi Münstermann es durch seine guten Beziehungen zu den Alliierten geschafft hatte, das Stadion an der Hindenburgstraße (heute Westparkstraße) notdürftig wiederherzustellen, und Bad Nauheim, wo die amerikanischen Truppen ein Eisstadion unter dem Namen Colonel-Knight-Stadion eröffneten.

Die DEG trainierte in Krefeld, wo dem Verein ab Dezember 1945 Gastrecht gewährt wurde. Am 19. und 20. Januar 1946 gab es die erste Nachkriegsveranstaltung in Krefeld. Neben Eiskunstlauf und Eisschnelllauf standen zwei Eishockeybegegnungen Krefelder EV gegen die Düsseldorfer EG auf dem Programm (Ergebnisse aus DEG Sicht 0:7 und 2:1).

Das Team reiste mit dem Zug zu Spielen gegen andere wiederentstandene Teams durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland, unter anderem nach Bad Nauheim. Da es dort noch keine Mannschaft gab, spielte die DEG gegen den Münchner SC (2:1). Anschließend ging es zum alten Bekannten SC Riessersee. Der SCR gewann das Spiel mit 8:2, auch weil der Verein inzwischen über bessere Möglichkeiten verfügte, die Spieler (u.a. Alt-Star Gustav Jaenecke, der den Krieg überlebt hatte und aus Berlin gekommen war) mit Lebensmitteln zu versorgen und zu trainieren. Die DEG wurde beim Empfang und beim Abschied gefeiert, nicht zuletzt weil sich die nach Bayern evakuierten Rheinländer zu einem Heimattreffen zusammengefunden hatten.

Im Jahre 1946 wurde der Eissportverband Nordrhein-Westfalen gegründet. Horst Orbanowski wurde Vorsitzender, Willi Münstermann Eishockeyobmann und auch Werner Rittberger, der jetzt in Krefeld lebte und trainierte, beteiligte sich mit dem Amt des Kunstlaufwarts an der Vorstandsarbeit. Es wurde eine NRW-Meisterschaft durchgeführt. Hierbei errang die DEG ihren ersten Titel, den des NRW-Meisters 1946. Eine inoffizielle deutsche Meisterschaft mit den Teilnehmern Krefelder EV, SC Riessersee, EV Füssen und der Düsseldorfer EG wurde ebenso ausgespielt und von Krefeld gewonnen. Nachträglich jedoch wurde diese Veranstaltung zur Interzonenmeisterschaft erklärt, die offizielle Deutsche Meisterschaft fand etwas später zwischen dem West-, Nord- und Südmeister Krefelder EV, Berlin Eichkamp (der vorübergehend neue Name des Berliner SC) und SC Riessersee statt. Da die sich bereits als Meister sehenden Krefelder aus Protest nicht antraten, gab es nur ein Spiel, das der SC Riessersee für sich entschied und somit zum ersten Eishockeymeister der Nachkriegszeit wurde. Auch hier kam die bessere Versorgungslage und Trainingsmöglichkeiten der Garmischer im Vergleich zum zerstörten und geteilten Berlin zum Vorschein. Berlin war im Eishockey sportlich keine Konkurrenz mehr.

Der Wiederaufbau des Eisstadions an der Brehmstraße verzögerte sich weiter, woraufhin das DEG-Team auseinanderbrach. Erst im Dezember 1949 erfolgte die Eröffnung. Im Eröffnungsspiel spielte der EC Bad Nauheim gegen den Kölner EK, wohin es inzwischen Horst Orbanowski verschlagen hatte. Im Laufe des nächsten Jahres wurde wieder ein DEG-Team zusammengestellt. Der überwiegende Teil der ehemaligen Mannschaft spielte bis dahin im Verbund mit Preussen Krefeld und erreichte mit diesem Verein einmal den sechsten und zweimal den zweiten Platz in der Deutschen Meisterschaft. Auch der zwischenzeitlich in den USA lebende Orbanowski spielte wieder für die DEG, deren Team nun überwiegend aus weiteren Routiniers der Vorkriegszeit wie Hillmann, Dicker, Gorliani, Rahrbach, Dr. Frangenheim, Dr. Becker, Trippe, Bretzner, Rohde und dem Nachwuchsspieler Brindel bestand.

Die frühen 1950er Jahre waren schwere Zeiten für den Verein. Die DEG spielte anfangs in der höchsten Eishockeyliga, der 1947 gegründeten Oberliga, wurde jedoch durch ein umstrittenes Verbandsurteil in die Landesliga zurückgestuft. Das Team wurde nun von Rainer Hillmann trainiert. Als Gastspieler fungierten zu der Zeit unter anderem Frank Trottier aus Kanada und Engelbert Holderied aus Füssen, die beide später DEG-Trainer werden sollten. Fusionspläne mit Fortuna Düsseldorf scheiterten an der Gegenwehr der DEG, auch der im November 1954 gegründete Konkurrenzverein Düsseldorfer EHC setzte sich nicht durch und löste sich auf. Ein Übernahmeversuch des Nachbarvereins DSC 99 misslang ebenfalls.

Es folgte eine Zeit der Auf- und Abstiege. Kanadische Trainer wie Clare „Jimmi“ Drake, Gerald Strong und Frank Trottier begannen mit der Arbeit, die DEG aus dem Tief heraus zu holen. Ihnen folgte Vlastimil Suchoparek aus der Tschechoslowakei, aber der Erfolg blieb aus.

Zwischenzeitlich wurde auch die Eiskunstlaufabteilung fortgeführt. Das beliebte Eiskunstlaufpaar Ria Baran und Paul Falk, in den frühen 1950ern mehrfach Sportler des Jahres und zweifache Weltmeister, gewannen bei den Olympischen Winterspielen 1952 in Oslo die Goldmedaille. Das erfolgreiche Paar war an der Brehmstraße beheimatet und trainierte dort.

Im Jahr 1958 wurde als neue höchste Liga die Eishockey-Bundesliga gegründet, fünf Jahre vor der Fußball-Bundesliga. Die DEG war Gründungsmitglied, hatte jedoch gegen die damaligen Eishockey-Hochburgen aus Bayern, EV Füssen, EC Bad Tölz und SC Riessersee, wenig Chancen und stieg zusammen mit der heute vergessenen SG Wessling-Starnberg wieder ab. Die nächsten Jahre verbrachte die DEG überwiegend in der nun als Zweiten Liga fungierenden Oberliga.

Durch die Verpflichtung des Füsseners Engelbert Holderied als Trainer stabilisierte sich die sportliche Situation, die Zielsetzung hieß nun baldiger Aufstieg.

1965 gelang der DEG als Zweiter der Oberliga der Aufstieg in die Bundesliga. Mit dem Team bestehend aus Rainer Gossmann (später Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes – DEB) und Brück im Tor, Lotz, Hübbers, Farthmann und Kaltenhäuser in der Verteidigung, sowie Werdermann, Schmitz, Gregory, Wylach, Heitmüller, J. Breidenbach, Tasler, Heyer und Hüllinghoff im Sturm war die DEG eines der besten Teams der Oberliga.

Die Zuschauerzahlen stiegen wieder an und erreichten die hohen Vorkriegszahlen. So wurden 1963 in der zweitklassigen Oberliga bereits 5.500 Zuschauer pro Spiel gezählt, selbst in der Bundesliga erreichte kaum ein Team diese Zahlen. Zur Mitte des Jahrzehnts gelang jedoch ein Transfer, der damals eine Sensation darstellte.

Der DEG-Vorsitzende Hans Ramroth erfuhr, dass sich die beiden Tölzer Eishockeyspieler, Verteidiger Otto Schneitberger und Stürmer Josef „Sepp“ Reif, aus privaten Gründen vom Eishockeysport zurückziehen wollten. So überredete Ramroth die beiden zu einem bis dahin noch nie da gewesenen Vorgang, der außergewöhnlich für das deutsche Eishockeywesen jener Zeit war. Beide Spieler wechselten aus Bayern ins Rheinland zur Düsseldorfer EG. Auch der Meistertrainer des EC Bad Tölz und 101-fache Nationalspieler Hans Rampf, der noch einen Vertrag beim EHC Holzkirchen als Spielertrainer hatte, wurde für die nachfolgende Saison als DEG-Trainer verpflichtet. In der Großstadt hatten die Sportler nicht nur die Möglichkeit, auf hohem Niveau Eishockey zu spielen, sondern auch beruflich weiterzukommen, was in der bayerischen Provinz seinerzeit kaum möglich war.

Der Wechsel, der damals die Grundfesten des deutschen Eishockeys erschütterte, löste in Bayern einen Aufschrei aus. Das ganze Land und vor allem Bad Tölz war zutiefst erbost und wollte den damals so bezeichneten unmöglichen Vorgang noch abwenden. Erreicht wurde das Gegenteil. Drohungen gegen die Spieler und Hetzkampagnen der Presse sorgten für ein fluchtartiges Verlassen Schneitbergers in Richtung Düsseldorf. Beide Spieler wurden auf Tölzer Initiative für ein Jahr gesperrt, bis nach endlosen Verhandlungen zumindest eine Freigabe für Freundschaftsspiele gegeben wurde. Die DEG schaffte es jedoch, auch ohne die beiden Spieler aufzusteigen, so dass die ersten Ligaeinsätze Reifs und Schneitbergers in der Saison 1965/1966 in der Bundesliga stattfinden konnten.

Hans Rampf kam, wie abgesprochen, als Trainer hinzu. Zu den Spielern, die schon länger in Düsseldorf spielten, und den Bayern Reif und Schneitberger gesellten sich die ehemaligen Dortmunder Bundesligaspieler Jablonski und Löggow, deren damaliger Verein ERSG Iserlohn sich auflöste, sowie DDR-Nationalspieler Erich Böttcher, der sich bei einem Gastspiel seines Vereins SC Dynamo Berlin abgesetzt hatte, hinzu. Die DEG wurde wieder populär. Die Zuschauerresonanz war groß, lange Wartezeiten mussten in Kauf genommen werden, um an eine der inzwischen 10.500 Eintrittskarten für die Brehmstraße zu gelangen. Von 13 Heimspielen verlor die DEG nur zwei, der amtierende Meister Bad Tölz wurde zweimal besiegt. Atom-Otto Schneitberger wurde zum Superstar der DEG, die in der Meisterschaft Platz Drei belegte.

Es wurde deutlich, dass sich nach fast 15 Jahren bajuwarischer Dominanz Konkurrenz aus dem Rheinland entwickelte. In der Saison 1966/1967 wurde die DEG dann schließlich mit vier Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Bad Tölz Sieger der Endrunde und somit Deutscher Meister 1967. Damit kam die DEG bereits im zweiten Jahr in der Bundesliga zu Meisterehren. Zwar wurde der Titel in den kommenden Jahren nicht verteidigt, der Verein hatte sich jedoch in der höchsten deutschen Spielklasse erfolgreich etabliert.

Das achte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts begann, wie das vorherige endete. Es wurden zwar keine weiteren Meistertitel errungen, das Team jedoch agierte zunächst erfolgreich. In den Jahren nach dem Titel 1967 dominierten erneut die bayerischen Teams. Dreimal Altmeister Füssen unter Trainer Markus Egen (1968, 1969, 1971) und zum ersten Mal der EV Landshut (1970) mit dem jungen Erich Kühnhackl waren die Titelträger. Die DEG erreichte zunächst die Plätze Vier und Zwei, Bad Tölz spielte im Kampf um die Meisterschaft keine Rolle mehr. Im Jahr 1970 folgte für die DEG ein herber Rückschlag. Dem wieder Richtung Heimat gewechselten Hans Rampf folgte mit Dr. Ladislav Horsky aus Bratislava ein 50-facher Nationalspieler der ČSSR und erfahrener Trainer. Horsky kam jedoch mit dem Umfeld und den Spielern nicht zurecht und fand dem Team gegenüber nicht den richtigen Ton, so dass es zum offenen Bruch zwischen ihm und Otto Schneitberger kam. Nach seiner Ablösung nach einem enttäuschenden achten Platz wurde anfangs Tölz' Trainer Mike Daski als Nachfolger favorisiert. Da dieser jedoch unerfüllbare finanzielle Forderungen stellte, entschied man sich für den langjährigen früheren Füssener Nationalspieler Xaver Unsinn, dem „Mann mit dem Pepitahut“ oder auch „Mr. Eishockei“ genannt, der bereits in unterklassigen Vereinen wie Kaufbeuren, Augsburg und Köln Trainererfahrungen gesammelt hatte.

Das Eisstadion an der Brehmstraße erhielt 1969 die lang ersehnte Überdachung, vorher war es den Fans sogar möglich, wie bei der Meisterschaftsfeier 1967, Feuerwerksraketen abzufeuern. Nach einer kurzen Durststrecke agierte die DEG wieder erfolgreicher. Dies hatte, neben der Verpflichtung von Xaver Unsinn, vor allem mit einem Wechsel zu tun, den man in der Presse als ähnlich große Sensation wie seinerzeit die Verpflichtungen von Schneitberger und Reif bezeichnete. Bei einem Gastspiel des tschechischen Spitzenclubs Sparta Prag in Düsseldorf am 15. September 1968 setzte sich der hochdekorierte Nationalspieler und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 1968, Petr Hejma, von seinem Team ab. Hejma sah in der ČSSR keine Zukunft mehr und wollte im Westen Eishockey spielen; seine Ehefrau, eine Weltklasse-Tischtennisspielerin, durfte kurz danach das Land verlassen.

In der Zeit des Kalten Krieges und des gerade erst niedergeschlagenen Prager Frühlings schlug dies erhebliche politische Wellen. Der erboste tschechoslowakische Verband beantragte beim Weltverband IIHF eine internationale Sperre. Obwohl Hejma schnell die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt, wurde er für 18 Monate gesperrt. Trotz einiger Profi-Angebote aus den USA entschloss er sich, diese Zeit abzuwarten, um dann ab 1970 für die DEG stürmen zu können. Neben Hejma konnte Unsinn auch auf die Neuzugänge Rudi Potsch (ebenfalls aus der ČSSR) und Torwart Rainer Makatsch (Vater der Schauspielerin Heike Makatsch) aus Bad Nauheim zurückgreifen. Die Saison 1970/1971 wurde mit einem zweiten Platz abgeschlossen.

Für das darauffolgende Jahr wurden weitere wertvolle Spieler verpflichtet. Walter Stadler aus Rosenheim, Walter Köberle aus Kaufbeuren (später DEG-Urgestein, jahrelanger Co-Trainer und Team-Manager) sowie Vladimír Vacátko verstärkten das Team. Mit dieser Mannschaft wurde die DEG 1972 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Eishockeymeister.

Xaver Unsinn verließ die DEG jedoch überraschenderweise und wurde Trainer beim erst kurz vorher nach Jahrzehnten wieder aufgestiegenen Berliner SC. Unsinn forderte in Personalangelegenheiten und Neuverpflichtungen ein größeres Mitspracherecht ein – in einem Aufgabengebiet, das zu jener Zeit ausschließlich dem Vorstand oblag. Da er dem Vorstand zu mächtig wurde, verlängerte die Vereinsführung seinen Vertrag zum Unverständnis von Fans und Medien nicht. Diese Trennung erwies sich im Nachhinein als Fehler. Unter Trainer Jiri Pokorny wurde 1973 noch ein zweiter Platz erreicht, der Titel ging zum letzten Mal an den Altmeister aus Füssen, der das deutsche Nachkriegseishockey dominiert hatte. In der Bundesliga begann merklich ein Umbruch. Weitere finanzstarke Großstadt-Vereine wie der Berliner SC, der 1972 aufgestiegene Kölner EC und später der Mannheimer ERC begannen, es der DEG nachzutun und die Eishockeybühne zu betreten. Traditionelle bayerische Standorte wie Füssen oder Bad Tölz hingegen hatten es immer schwerer, sich in der Liga zu behaupten.

Einem enttäuschenden vierten Platz 1974 (neuer Deutscher Meister wurde Berlin unter Trainer Xaver Unsinn) folgte unter dem neuen DEG-Trainer Chuck Holdaway aus Calgary die dritte Meisterschaft des Vereins 1975. Sepp Reif und Otto Schneitberger im Zenit ihrer Karrieren, die erfolgreichen Neuzugänge Georg Kink aus Augsburg, Strafbankkönig (also ein überharter Spieler) Horst-Peter „Wacki“ Kretschmer aus Bad Tölz sowie die Kanadier Russel Wiechnik und George „Corky“ Agar erreichten somit den dritten Titel innerhalb von acht Jahren. Düsseldorf wurde zur Zuschauerhochburg des deutschen Eishockeys. In der Regel hatte die DEG in der Saison mehr Zuschauer als die fünf traditionellen Südclubs EV Landshut, EV Füssen, EC Bad Tölz, ESV Kaufbeuren und der SC Riessersee zusammen.

Fünfzehn Jahre lang konnte die DEG, trotz einiger guter Spielzeiten, nicht mehr die Meisterschaft gewinnen. Reif beendete 37-jährig seine Karriere, Schneitberger wechselte zusammen mit dem besten Stürmer Hejma noch einmal für kurze Zeit zum Konkurrenten Krefelder EV, um dort ein Jahr später ins Traineramt zu wechseln. Die DEG-Spieler Walter Köberle und Wolfgang Boos errangen mit der Nationalmannschaft unter Nationaltrainer Xaver Unsinn die olympische Bronzemedaille 1976 in Innsbruck.

In den folgenden Jahren erreichte die DEG im Kampf um die Meisterschaft 1976 Platz Drei, 1977 Platz Vier und 1978 Platz Sechs. Deutscher Meister wurden in jenen Jahren der Berliner SC, zum ersten Mal der Kölner EC und der SC Riessersee. Nach Trainer Holdaway folgten kurzzeitig Ex-Trainer Hans Rampf, der frühere Spieler Corky Agar, Rudi Hejtmanek und nach Krefelds Konkurs sogar für eine Saison der bei den Fans sehr beliebte Otto Schneitberger, jedoch erfolglos. Petr Hejma, ebenfalls vom insolventen Krefelder EV zurückgewechselt, wurde wie die Jahre zuvor bester Stürmer des Teams. Einen kurzen Aufschwung schien es Ende der 1970er Jahre unter Trainer Gerhard Kießling zu geben, der seinen Sohn, den damals besten deutschen Verteidiger Udo Kießling aus Köln mitgebracht hatte. Die Resultate waren jedoch nur die Plätze Vier (1979) und Drei (1980).

In der Saison 1980/1981 wurden die „Play-offs“ eingeführt. Für diese Saison verstärkte sich die DEG nochmals erheblich. Neuzugänge waren der frühere Krefelder „Jahrhundertstürmer“ und wohl beste Torschütze der vergangenen Jahre Dick Decloe, der schwedische Ex-NHL-Spieler Roland Eriksson und der Deutsch-Kanadier Ralph Krueger, spätererer Nationaltrainer der Schweiz. Mit diesem Team wurde in einer Saison, die überschattet wurde durch den vom Duisburger SC und Kölner EC ausgelösten Passfälscherskandal, noch einmal das Finale erreicht, man unterlag dort aber knapp dem SC Riessersee. Nach dieser Spielzeit brach das Team auseinander. Dick Decloe und Petr Hejma beendeten ihre Karrieren, Köberle ging nach Köln. Udo Kießling, der in der Vorsaison mit 83 Scorerpunkten einen seither unerreichten Verteidiger-Rekord aufstellte, verließ mit seinem Vater und Trainer Gerhard ebenfalls den Verein.

Es folgte der größte Einbruch seit Jahrzehnten. Sinkende Zuschauerzahlen, schwache Spieler und negative Presse bestimmten die frühen 1980er Jahre. Dreimal konnte nur mit Mühe und Not der achte Tabellenplatz erreicht werden, so dass man zumindest an den Play-offs teilnehmen konnte, in denen die DEG jedoch chancenlos war. Die Trainer Jaromir Frycer und Heinz Weisenbach scheiterten, erst als 1984 der sehr populäre Ex-Spieler Otto Schneitberger erneut das Traineramt übernahm, ging es wieder aufwärts.

Unter den Trainern Schneitberger (1984–1987), Ex-DEG-Spieler Brian Lefley (1987–1988, später Nationaltrainer der Schweiz und Italiens) und Peter Johansson (1988–1990) sowie dem neuen DEG-Vorsitzenden, dem Unternehmer Josef Klüh, wurden weitreichende Spielerverpflichtungen getätigt. Im Laufe weniger Jahre wurden nationale Spielergrößen wie der Torhüter Helmut de Raaf (ein ehemaliger DEG-Juniorenspieler und von Köln zurückgeholt), die Verteidiger Uli Hiemer (vorher bei den New Jersey Devils / NHL), Mike Schmidt und Andreas Niederberger, sowie die Stürmer Dieter Hegen, Gerd Truntschka, Roy Roedger und Manfred „Mannix“ Wolf unter Vertrag genommen.

Einen großen Anteil am einsetzenden Erfolg der DEG hatten jedoch zwei weitere Neuzugänge. Für die Saison 1983/1984 wurden zwei ausländische Spieler verpflichtet, von denen sich der Verein viel versprach. Der Russe Victor Nechaew aus Los Angeles und der Kanadier Peter-John Lee vom NHL-Club Pittsburgh Penguins. Der mit großen Vorschusslorbeeren ausgestattete Nechaew konnte die an ihn gestellten Erwartungen nie erfüllen und verließ die DEG nach einem Jahr wieder, Lee hingegen wurde sofort punktbester Spieler und Fanliebling. Bemerkenswerterweise wurde seinerzeit neben Nechaew auch ein junger Kanadier namens Doug Gilmour getestet, von Trainer Weisenbach jedoch abgelehnt, der den Russen favorisierte. Aus Doug Gilmour wurde später einer der größten Stars und besten Spieler der NHL in den 1980er und 1990er Jahren.

Der zweite Neuzugang, der Kanadier Chris Valentine vom NHL-Club Washington Capitals in der Saison 1984/1985, war ein ebensolcher Glücksgriff wie Lee. Beide bildeten von nun an für fast ein ganzes Jahrzehnt eines der besten Sturmpaare der Liga und wurden bei den DEG-Fans und Medien die größten DEG-Stars überhaupt. Valentine war des ständigen Wechsels zwischen seinem NHL-Club und dessen Farmteam in Hershey überdrüssig und wollte deshalb sein Glück in Europa versuchen. Obwohl er das Angebot der DEG anfangs nur als kurzzeitiges Engagement betrachtete, blieb er den Rest seiner Karriere in Düsseldorf. Bei der DEG brach Valentine sämtliche Spielerrekorde, erreichte fast 1.000 Punkte und wurde insgesamt fünfmal Deutscher Meister. Als er im Jahre 1996 35-jährig seine Karriere beendete, hatte er 571 Einsätze, 365 Tore und 598 Assists zu Buche stehen. Die Spielernummern von Lee und Valentine wurden nach deren Karriereende von der DEG gesperrt und werden seither nicht mehr vergeben.

Die DEG wurde wieder zum Publikumsmagnet. Die Spiele waren nahezu immer ausverkauft, von der Stimmung während der Spiele wurde europaweit anerkennend gesprochen.

Von Anatoli Tarassow, damals Trainer der Sbornaja, der Nationalmannschaft der Sowjetunion, stammt bereits aus dem September 1971 das Zitat „Die besten Fans der Welt“, welches nahezu unwidersprochen zum Synonym für die DEG-Fans wurde. Ihre kreativen und oft auch spontanen Gesänge und Sprechchöre waren berühmt, die Stimmung weit über die Eishockeygrenzen hinaus bewundert.

Mit diesem starken Spielerstamm war die DEG wieder ein ernstzunehmender Meisterschafts-Kandidat. In der Saison 1988/1989 verursachte die DEG einen Ligaskandal, nachdem das Team im Laufe eines der Play-off-Endspiele beim SB Rosenheim noch während des Spiels das Eis verließ. Grund war Schiedsrichter Würth aus Peiting, der durch eine parteiische Spielleitung die DEG um die Gesundheit ihrer Spieler fürchten ließ. Dieses Spiel wurde vom DEB nachträglich mit 0:5 gegen die DEG gewertet, die Meisterschaft ging trotzdem auch sportlich nach Rosenheim, das zu diesem Zeitpunkt das beste Team der Saison stellte.

Die Revanche erfolgte im darauffolgenden Jahr. Nach zwei verlorenen Finalteilnahmen 1986 und 1989 wurde die DEG in der Saison 1989/1990 nach 15 Jahren wieder Deutscher Meister. Eine 1:10-Niederlage kurz vor Ende der Vorrunde gegen das aufgestiegene Team von Hedos München wurde dem ungeliebten Trainer Peter Johansson zum Verhängnis. Petr Hejma, Johanssons Co-Trainer und hauptberuflich inzwischen Ingenieur bei den Düsseldorfer Stadtwerken, übernahm das Traineramt und führte die DEG zur lang ersehnten Meisterschaft. Für den Verein begannen nun sehr erfolgreiche Jahre.

Petr Hejma, der nach Johanssons Entlassung die Rolle des Cheftrainers nur widerwillig ausgefüllt hatte, konnte nicht dazu überredet werden, weiterhin diese Aufgabe zu übernehmen. Nachfolger wurde eher überraschend der ehemalige Nationalspieler Hans Zach aus Bad Tölz, der Trainererfahrungen bisher nur in unterklassigen Teams wie Bayreuth und Ratingen gesammelt hatte.

Nach einem mäßigen Start stabilisierte sich die DEG und dominierte schließlich die Liga. Lediglich die Teams des Kölner EC und des SB Rosenheim konnten ansatzweise mithalten. „Alpenvulkan“ Zach und das gut besetzte Team spielten erfolgreiche Play-offs, im Finale wurde Köln in fünf Spielen besiegt.

Das Team blieb personell beisammen, die Zuschauerzahlen, schon seit den späten 1980er Jahren im Aufwind, waren hoch wie nie. Ohne Dauerkarte an eines der wenigen verbleibenden Tickets zu kommen, galt schon fast als bemerkenswert. Mit Neuzugang Benoît Doucet vom EV Landshut, dem amtierenden Torschützenkönig der Vorsaison, verstärkte sich die DEG erneut. Der Verein blieb die beste Mannschaft der Liga. In der Saison 1991/1992 war die Dominanz erheblich, von 22 Heimspielen wurden nur zwei verloren, von den neun Play-off-Spielen bis zum Titel kein einziges. Während der Kölner EC abfiel, gab es nur noch mit dem SB Rosenheim einen Gegner auf Augenhöhe. Im Finale schlug die DEG den Sportbund in nur drei Spielen und errang damit den Titel-Hattrick, was zuvor lediglich dem EV Füssen in den 1950ern und dem Kölner EC in den 1980er Jahren gelungen war. Rosenheim verließ mit der Vizemeisterschaft nach dem Rückzug ihres Hauptsponsors die Liga, was von den DEG-Fans sehr bedauert wurde. Aus einem ehemaligen Hassgegner wurde ein bis heute sehr befreundeter Verein. Im Finale des Eishockey Europa Cups, das an der Brehmstraße stattfand, unterlag die DEG allerdings dem schwedischen Meister Djurgårdens IF aus Stockholm.

Die Saison 1992/1993 verlief ähnlich. Mit Hedos München, vormals eine unbedeutende Mannschaft, erwuchs neue Konkurrenz für die DEG. An der Isar wurde mit viel Geld ein Spitzenteam geformt. Es wurden vor allem viele ehemalige Rosenheim-Spieler unter Vertrag genommen. Neben den Rosenheimern Torwart Karl Friesen und den Stürmern Dale Derkatch, Gordon Sherven, Tony Vogel, Mondi Hilger und Georg „Schorsch“ Franz wechselten auch die DEG-Topspieler Didi Hegen und Gerd Truntschka nach München. Noch reichte es jedoch nicht für Hedos zum Titel, im Finale schlug die DEG den Kölner EC und holte damit den vierten Meistertitel hintereinander.

Erste Verschleißerscheinungen machten sich allmählich bemerkbar. Der gute Spielerstamm, mittlerweile überwiegend über 30 Jahre alt, überschritt den Karriere-Zenit. Trainer Hans Zach, nunmehr dreimal hintereinander Meistertrainer, agierte immer egozentrischer. Der Vorstand begann damit, hohe Summen auszugeben, um weiterhin Erfolg zu haben. 1994 erreichte die DEG, nun zum sechsten Mal hintereinander, das Finale, diesmal aber war München zu stark, der Titel ging an die Isar.

In der Saison 1994/1995 wurde die Deutsche Eishockey-Liga DEL gegründet. Grund hierfür und für die Abschaffung der alten Bundesliga war die durch zahllose Insolvenzen zerbrochene 2. Liga (Iserlohn, Essen, Bayreuth und Memmingen gingen in Konkurs). Aus den Clubs der 1. Bundesliga und den Resten der 2. Liga wurde nun eine eigene Liga mit 18 Teams außerhalb des Deutschen Eishockey Bundes gegründet, um sich selbst besser vermarkten zu können. Erste Veränderungen wurden durch die Auslagerung der Profimannschaften in Gesellschaft mit beschränkter Haftung deutlich. Nahezu alle Vereine gaben sich aus Vermarktungsgründen neue Namen, zumeist Tiernamen, lediglich die DEG behielt den bisherigen Traditionsnamen.

Der schleichende Niedergang der DEG war nun unübersehbar. Kontinuierlich gingen die Zuschauerzahlen zurück, was auch auf die neu eingeführte DEL zurückzuführen war, die bei vielen Fans wenig Begeisterung auslöste. Eine Übersättigung nach langen Jahren des Erfolgs und ein Generationswechsel in den Fanstrukturen taten ihr übriges. Die erste DEL-Saison wurde auch sportlich für den Verein zur Enttäuschung, nach Platz Fünf in der Vorrunde schied die DEG bereits im Viertelfinale gegen Krefeld aus, was es seit 1987 nicht mehr gegeben hatte. Lediglich die Kurzzeitverpflichtung des NHL-Stars Brendan Shanahan von den St. Louis Blues für drei Spiele während eines NHL-Lockouts gab der Saison eine besondere Note.

Vorstand und Vereinsführung begingen nun schwerwiegende Fehler. Zunächst wurde der immer eigensinnigere Trainer Hans Zach, der sich regelmäßig mit Manager Rolf van Hauten stritt, trotz eines erst kurz vorher und zu guten Konditionen verlängerten Vertrages entlassen. Nachfolger wurde der Wunschkandidat von Präsident Klüh, der frühere Kölner und Münchner Meistertrainer Hardy Nilsson aus Schweden. Teure Spieler wie der frühere finnische NHL-Star Mikko Mäkelä wurden unter Vertrag genommen, für das Eisstadion leistete man sich einen Videowürfel, der mehr als eine Million Mark kostete.

Anfangs wurde das Vorhaben noch mit Erfolg gekrönt. Durch die während der laufenden Saison zusätzlich verpflichteten Topspieler Patrick Lebeau und Peter Andersson wurde die DEG 1995/1996 erneut Deutscher Meister. In erheblich falscher Einschätzung der Sachlage wurde im Jahr darauf das Bosman-Urteil und die daraus resultierenden Folgen gänzlich ignoriert. Während nahezu alle anderen Teams durch die fortfallende Ausländerbeschränkung günstige, junge, aber gut ausgebildete Spieler aus aller Welt verpflichteten, verlängerte die DEG die Verträge mit nahezu allen bisherigen, überwiegend einheimischen Spielern. Diese hatten jedoch zumeist den Zenit ihrer Karrieren schon weit überschritten, erhielten aber ligaweit die höchsten Gehälter. Einzig Spitzenspieler und Fanliebling Pat Lebeau wurde nicht gehalten, was großen Unmut bei den Fans auslöste.

Die DEG konnte nun auch sportlich nicht mehr mithalten. Ein neunter Platz 1996/1997 bedeutete zum ersten Mal in der nun dreißigjährigen Bundesliga-Geschichte des Vereins die Teilnahme an den sogenannten Play-downs, einer Runde gegen den Abstieg, und das trotz Nationalspieler wie Dieter Hegen, Thomas Brandl und Benoît Doucet im Kader. Trainer Nilsson, bei den Fans nicht beliebt, wurde entlassen. Ex-Trainer Zach (immer noch auf der DEG-Gehaltsliste und als Trainer an die Kassel Huskies ausgeliehen) wurde wieder zurückgeholt. Aber auch er konnte außer einer erfolgreichen Play Down Runde ohne Niederlage gegen die Ratinger Löwen nichts mehr ausrichten.

Es kam zu einem dringend notwendigen Umbruch im Verein. Der langjährige, überaus erfolgreiche ehemalige DEG-Spieler und Publikumsliebling Chris Valentine, nach seinem Karriere-Ende Jugendtrainer, wurde zum Trainer ernannt. Ein großer Teil der Spielerverträge wurde nicht verlängert. Zehn neue Spieler aus Übersee und Italien wurden verpflichtet. Mit Spielern wie Chris Rogles, Todd Harkins, Jason Miller, Shane Peacock, David Marchinyshin, Larry Rucchin, Leo Insam und dem schon seit dem Vorjahr für die DEG spielenden Russen Wiktor Gordijuk wurde wieder erfrischendes Eishockey gespielt. Sogar etablierte Kräfte wie die in der Vorsaison stark kritisierten und immer noch mit teuren Spitzenverträgen ausgestatteten Spieler Hegen, Brandl und Doucet erlebten ihren zweiten Frühling. Obwohl die DEG mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts zu tun hatte und im Viertelfinale gegen den späteren Titelträger Mannheim ausschied, begeisterte die Mannschaft durch Team- und Kampfgeist, so dass diese Saison bei den Fans noch heute als „Valentine-Saison“ bezeichnet wird.

Nach einer sportlich guten Saison machten sich wirtschaftlich nun jedoch die Fehler der Vergangenheit bemerkbar. Mindestens 20 Millionen Mark Schulden nahmen dem Verein langsam die Handlungs- und Gestaltungsfreiheit. Zwar war ein Teil der Schulden durch Bürgen abgesichert, diese waren jedoch untereinander zerstritten. Zudem wurden Unregelmäßigkeiten bei Zahlungen an das Finanzamt und den Verkehrsverbund VRR (welcher pro verkaufter Eintrittskarte einen Anteil bekommt, im Gegenzug gilt die Eintrittskarte als Fahrkarte) bekannt, die ausstehende Steuern und Zahlungen einforderten.

Präsident Klüh und der Vorstand traten zurück. Neuer erster Vorsitzender wurde der Unternehmer Ben Zamek (Zamek-Lebensmittel), der dieses Amt schon in den frühen 1980er Jahren ausführte. Ein Kassensturz gab Anlass zur Sorge, zeitweise drohte sogar die Insolvenz. Zamek realisierte sofort, dass eine Teilnahme an der DEL in der Form nicht mehr zu finanzieren war. Die Zuschauerzahlen und die Stimmung waren kontinuierlich gesunken. Gründe dafür gab es genug. Skandalliga DEL, Querelen im Verein, geringe sportliche Perspektive, ein immer maroderes Eisstadion.

Zu dieser Zeit beabsichtigte der Deutsche Eishockey-Bund, der durch die selbstständige Ligastruktur der DEL keinerlei Einfluss mehr auf diese hatte, aus der wieder durch unzählige Konkurse dezimierten zweigleisigen 2. Liga eine große eingleisige Liga fern der DEL als neue „Bundesliga“ zu installieren. Bisherige etablierte Zweitligakräfte wie die Moskitos Essen, der Iserlohner EC, der EHC Freiburg, der EC Bad Nauheim, der EC Bad Tölz und der SC Riessersee wurden zusammen mit kleinen Vereinen wie Braunlage, Nordhorn und Grefrath Bestandteil dieser Bundesliga. Die DEG stellte einen Antrag auf Aufnahme, dem sofort entsprochen wurde. Die Lizenz für die DEL behielt der Verein.

Das Experiment Bundesliga wurde von den DEG-Fans erstaunlich gut angenommen. „Back to the Roots – Zurück zu den Wurzeln“ war vielfach zu vernehmen, befreundete Vereine wie der SC Riessersee versprachen zumindest vorübergehenden Ersatz für die ausfallenden Derbys gegen Köln. Czeslaw Panek, in den frühen 1980er Jahren kurzzeitig DEG-Spieler und dann überwiegend bei Preussen Berlin als Trainer der Jugendteams tätig, wurde als neuer Trainer für den nach Landshut wechselnden Chris Valentine verpflichtet. Bis auf Viktor Gordiuk und Leo Stefan verließen alle Spieler den Verein, so dass eine gänzlich neue DEG zur Saison 1998/1999 antrat. Diese rekrutierte sich aus vielen jungen deutschen Spielern, die teilweise dem eigenen Nachwuchs entstammten, und etablierten Zweitligakräften. Die Saison war insgesamt sportlich ansprechend, die DEG hielt in der Liga mit und befand sich durchgehend im oberen Tabellendrittel. Ein Zuschauerschnitt von 5.500 wurde erreicht, zwar weit weniger als in der DEL, für die Bundesliga aber der Spitzenwert. Platz Drei nach der Vorrunde hinter den favorisierten Teams aus Essen und Bad Nauheim und ein Ausscheiden im Halbfinale gegen Nauheim waren das Resultat dieser Saison.

Für das darauffolgende Jahr wurde das Team verstärkt. Aus Schweden wechselte Anders Gozzi zum Team, der Torjäger wurde. Die ehemaligen DEG-Spieler Sergei Sorokin, Leo Insam und Andreas Brockmann kehrten zurück. Durch Gespräche zwischen dem DEB und der DEL, kam es zur Übereinkunft, dass sich die Liga nun „Zweite Liga“ nennt und als Unterbau der DEL fungieren sollte. Die DEG-Fans erkannten, dass man nicht hierher gehörte und ein Aufstieg absolute Pflicht sei. Die DEG startete mäßig, verbesserte sich aber im Laufe der Saison. Eine Niederlagenserie wurde dem eher gutmütigen Trainer Panek zum Verhängnis, für ihn kam der Rosenheimer DEL-Trainer Gerhard Brunner. Brunner war vorher bereits Trainer der DEG-Junioren und Vizemeister mit den Kassel Huskies gewesen. In der Play-off-Serie besiegte die DEG den EC Bietigheim-Bissingen (Viertelfinale), den EC Bad Nauheim (Halbfinale) und den ERC Ingolstadt (Finale). Die DEG wurde somit „Deutscher Meister der 2. Liga 2000“ und kehrte in die DEL zurück.

Ein Blick auf die Finanzen zeigte, dass die DEL finanziert werden konnte, der Verein aber immer noch hoch verschuldet war. Es war jedoch bei Fans, Vorstand und Presse ein offenes Geheimnis, dass die DEG unbedingt wieder in die DEL zurück musste. In der zweiten Liga wäre aufgrund schwindenden Zuschaueraufkommens und geringerer Sponsoreneinnahmen ein schleichender Niedergang eingetreten, ein späterer Aufstieg immer schwerer möglich. Somit konnte die DEG nach zweijähriger Unterbrechung wieder in die höchste deutsche Spielklasse aufsteigen.

Die DEG verstärkte sich unbedeutend mit einigen DEL-erfahrenen Spielern, ging allerdings mit einer zu hohen Anzahl überforderter Zweitligaspieler in die Saison, wie die meisten Aufsteiger in der Geschichte der DEL. Eine Ausnahme bildete der Transfer des ehemaligen russischen Nationaltorwarts und Gold- bzw. Silbermedaillengewinners der Olympischen Spiele 1992 in Albertville und 1998 in Nagano, Andrej Trefilow vom amtierenden IHL-Champion und Turner Cup-Gewinner Chicago Wolves. Gerade Trefilow mit seiner herausragenden Leistung war es zu verdanken, dass die Mannschaft, die sich mit dem Toreschießen schwer tat, die erste DEL-Saison nach Wiederaufstieg mit Platz 11 abschloss und nicht, wie so viele andere Aufsteiger, in den Abstiegsstrudel geriet. Trefilow selbst wurde durch seine Leistung zum Spieler des Jahres 2001 gewählt. Die nächste Saison verlief ähnlich, allerdings wurde die Unzufriedenheit über die Personalpolitik und das Spielsystem von Trainer Brunner immer größer. Die Zuschauerzahlen kamen mit ca. 5.500 bis 6.000 nicht an die Zahlen aus der Zeit vor der zweijährigen DEL Abstinenz heran. Eine Niederlagenserie führte zur Entlassung von Gerhard Brunner, sein Nachfolger wurde der kurz vorher als Manager eingestellte Michael Komma, früherer Spieler und Trainer von Preussen Berlin. Der Tölzer Komma sollte sich ursprünglich nur um die Spielerakquise kümmern, übernahm aber nun Trainer- und Manageramt gleichzeitig. Zu Anfang mit Erfolg, nach Platz Neun und der Nichtteilnahme an den Play-offs, wurde in der Saison 2002/2003 erstmals seit dem Aufstieg mit Platz Drei ein gutes Ergebnis eingefahren. Dananch schied die DEG chancenlos gegen den späteren Meister Krefeld Pinguine im Viertelfinale aus. Besonders zwei Neuzugänge taten sich sportlich hervor. Die Norweger Trond Magnussen und Tore Vikingstad wurden sofort Leistungsträger und Lieblinge der Fans.

In diesem Jahr kam es zu einer der gravierendsten Veränderungen in der Vereinsgeschichte. Immer noch unter einer immens hohen Schuldenlast leidend, stand der Verein mehrmals am Rande der Insolvenz. Das Budget musste knapp kalkuliert werden, die Belastung durch die Schulden war enorm. Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro wurde am 1. März 2001 als Namens- und Hauptsponsor gewonnen. Zunächst für fünf Jahre festgeschrieben, wurden hohe Summen zur Verfügung gestellt, um den Verein wieder auf eine solide Basis zu stellen. Schulden wurden zwar nicht übernommen, aber die DEG hatte wieder Planungssicherheit und ein fähiges Controlling der Vereinsfinanzen. Seitdem firmiert die DEG unter dem Namen DEG METRO STARS.

Trotz Platz Drei nach der Vorrunde waren die Fans unzufrieden. Das Spielsystem Kommas war unattraktiv wie das von Brunner, die Zuschauerzahlen stagnierten. Die Dissonanzen und Grüppchenbildungen zwischen dem als nicht pflegeleicht geltenden Komma und der Mannschaft häuften sich. Hoch war auch die Zahl der von ihm geholten Spieler, die kurz danach mit einem teuren Auflösungsvertrag wieder weggeschickt wurden, weil er dann doch nicht mit ihnen zurecht kam, wie zum Beispiel dem Schweden Robert Burakovsky oder dem späteren Nationalspieler Michael Hackert. Ungeschickte Äußerungen Kommas in der Öffentlichkeit rundeten das schlechte Gesamtbild ab.

Die Saison 2003/2004 wurde knapp mit Platz Acht beendet, ein erneutes schnelles Ende im Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin folgte. Trotz aller Dissonanzen hielt die DEG-Führung zum Unwillen der Fans und der Öffentlichkeit an Komma fest. Nach einem schlechten Start, unzulänglichen sportlichen Leistungen und einem Abrutschen des Teams auf den letzten Tabellenplatz in der Saison 2004/2005 wurde Komma nach sehr langem Zögern beurlaubt. Abstiegsangst kam bei einem Team, das höheren Ligaansprüchen genügen sollte, auf. Nach einer Reihe von Absagen und einer eher hilflosen Trainersuche, wurde Butch Goring neuer DEG-Trainer. Goring war Meistertrainer der Krefeld Pinguine, konnte dann aber im darauffolgenden Jahr nicht mehr an den Erfolg anknüpfen und wurde dort entlassen. Der erfahrene Trainer, als Spieler bei den New York Islanders eine NHL-Größe, bemühte sich, aus dem verunsicherten Kader mehr herauszuholen. Die Saison endete schließlich mit Platz Zehn.

Es musste ein Umbruch her. Nur mäßige Zuschauerzahlen und schlechte Presse prägten das Bild, Sponsor Metro wurde unzufrieden. Die Verpflichtung des neuen DEG-Managers Lance Nethery, dem früheren Meistertrainer der Adler Mannheim, und Meistermanager der Kölner Haie und der Frankfurt Lions weckte große Hoffnungen. Einen anerkannten und erfolgreichen Eishockey-Fachmann wie Nethery vermisste man bei der DEG seit vielen Jahren. Goring, der auf einen längerfristigen Vertrag bestand, wurde nicht weiterbeschäftigt. Nethery überredete stattdessen Don Jackson, wie sein Vorgänger Goring auch ein ehemals erfolgreicher NHL Spieler, dazu, Trainer bei der DEG zu werden. Jackson, der als Cheftrainer nur mit AHL-Erfahrung ausgestattet war, assistierte im Vorjahr aufgrund des Lock Outs der NHL bei den Eisbären Berlin seinem Freund Pierre Pagé als Co-Trainer. Netherys Zukunftsvisionenen und die positiven Berichte über die DEG von Berlins Manager und ehemaliger DEG-Spielerlegende Peter-John Lee überredeten Jackson. Mit seiner ruhigen und besonnenen Art kam er bei Fans und Presse gut an. Viele neue Spieler mussten verpflichtet werden, da ein Teil der Mannschaft, noch aus Zeiten des früheren Managers Komma, aussortiert wurde. Lange suchte Nethery nach gutem Personal. Mit dem kleinsten Team der Liga, aber mit Team- und Kampfgeist ausgestattet, wurde lange Zeit am Limit gespielt. Sportlich gelang eine Überraschung. Mit Platz Drei nach der Vorrunde und dem Einzug in das Play-off Finale rechneten die wenigsten.

Hervorzuhebende Spieler waren Daniel Kreutzer, Nationalspieler, Fanliebling und DEG-Urgestein, Klaus Kathan, nach schlechten Jahren in Mannheim wieder zum Torjäger erblüht, und Tore Vikingstad, Nationalspieler Norwegens, der Topscorer der Liga und Spieler des Jahres 2006 wurde. Die sogenannte „KVK-Reihe“ sorgte in der Liga für Aufsehen. In spannenden Play-off Serien wurden die Hamburg Freezers und die Kölner Haie besiegt. Finalist Eisbären Berlin jedoch erwies sich als zu stark; das Finale und die Meisterschaft gingen in drei Spielen in die Bundeshauptstadt. Dies tat der Freude über eine der sportlich besten Saisons seit Jahren aber keinen Abbruch, zumal die DEG deutscher Pokalsieger 2006 wurde und somit schließlich doch einen Titel errang. In der darauffolgenden Saison 2006/2007 hoffte man an diese Erfolge anknüpfen zu können, zumal man mit dem ehemaligen NHL-Spieler Jamie Storr erneut einen Top-Mann für die Torwart-Position verpflichten konnte, und durch den Umzug in den ISS-Dome auch auf eine steigende Zuschauerresonanz hoffte. Sportlich schien das zu funktionieren, die DEG Metro Stars schlossen die Vorrunde als Zweiter ab und gelangten in der Play-off-Serie bis in das Halbfinale, das gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg verloren wurde. Der ISS-Dome wurde allerdnigs nicht so gut angenommen, wie man sich das erhofft hatte. Für die Saison 2007/2008 schienen die Prognosen für die DEG Metro Stars so gut wie selten zuvor zu sein. Zum einen wurde bekannt, dass die DEG zwischenzeitlich alle Schulden der Vergangenheit abgebaut hat und als saniert gilt. Zum anderen verlängerten Namensrecht-Inhaber Metro wie auch Manager Lance Nethery ihre Verträge vorzeitig bis 2012. Nachfolger für den zu den Eisbären Berlin abwandernden Don Jackson wurde der ehemalige tschechische Nationaltrainer Slavomír Lener. Nachfolger Christian Brittigs als Co-Trainer wurde der langjährige frühere DEG-Verteidiger Mike Schmidt. Die Traumreihe der Vorsaison Kreutzer, Vikingstad, Kathan stand weiterhin unter Vertrag, Mannschaftskapitän Kreutzer sogar bis 2010. Das von Lance Nethery in den letzten Jahren neu strukturierte Team schien mit den Neuzugängen aus Übersee, u.a. dem Ex-NHL Spieler Jamie Wright (Sturm), sowie den DEL Rückkehrern Peter Ratchuk, Andrew Hedlund und Brandon Reid höheren Ligaansprüchen zu genügen. In den Fachmedien war oftmals die Rede davon, dass die DEG Metro Stars der einzige ernstzunehmende Konkurrent von Titelverteidiger Adler Mannheim sei.

Die Saison 2007/2008 verlief jedoch überwiegend enttäuschend, Trainer Slavomír Lener wurde nach unkonstanten Leistungen der Mannschaft bereits früh in der Saison beurlaubt, woraufhin Manager Lance Nethery diese Aufgabe übernahm. Schlechte Mannschaftsleistungen sowie eine immense Verletztenmisere ließen die DEG Metro Stars zeitweise bis auf Platz 12 der Tabelle abrutschen. Auch mussten durch die schlechten sportlichen Leistungen erhebliche Zuschauereinbußen in Kauf genommen werden.

Die Vorrunde wurde mit Platz Neun abgeschlossen, der die Teilnahme an den sogenannten Pre-Play-offs ermöglichte. Durch einen 2:1-Sieg nach Spielen gegen die Hannover Scorpions, darunter im entscheidenden Spiel erst in der 2. Verlängerung nach 92 Minuten, wurde schließlich doch noch das Viertelfinale erreicht. Die Serie gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg wurde zu einem Novum. Mit 4:1 Siegen gelang es den DEG Metro Stars als erstem Team in der Play-off-Geschichte der DEL, bereits im Viertelfinale den Tabellenführer der Vorrunde auszuschalten. Auch im Halbfinale gegen die Eisbären Berlin hatte die DEG Chancen, unterlag aber letztlich in fünf Spielen. Die DEG blieb das einzige Team, das in den Play-offs alle Heimspiele gewinnen konnte.

Für die kommende Saison wurden bereits erste Weichen gestellt. Neuer Trainer ab Herbst 2008 wird der frühere Nationalspieler Harold Kreis sein, der als Trainer mit den ZSC Lions in der Saison zuvor Schweizer Meister wurde. Der Kader wird sich zudem entscheidend verändern. So haben die Topspieler Vikingstad und Kathan den Verein zum Saisonende verlassen.

Die Kaderlisten dieser erfolgreichen Mannschaften finden sich im Unterartikel DEG Metro Stars/Statistik.

Im Verlauf von 70 Jahren Eishockeygeschichte spielten bei der DEG unzählige populäre Eishockeyspieler. Aber nur von zwei ehemaligen Spielern hat die DEG die Spielernummern gesperrt. Chris Valentine kam 1984 von den Washington Capitals zur DEG und blieb dort bis zu seinem Karriereende 1996. In dieser Zeit wurde er zum Superstar des Vereins und ist bis heute in allen Rekordlisten der DEG ganz oben aufzufinden. Die meisten Spiele für den Verein konnte er wegen einer Verletzung in seiner letzten aktiven Saison nicht mehr erreichen, dafür gelten seine nahezu 1.000 Punkte als Rekord für die Ewigkeit. Zusätzlich war er in der Saison 1997/1998 Trainer der DEG. Sein Sturmpartner über lange Jahre war sein Landsmann Peter-John Lee von den Pittsburgh Penguins, der bereits ein Jahr vorher zur DEG stieß und nahezu zehn Jahre zusammen mit Valentine die Topreihe der Liga bildete. Beide Persönlichkeiten gehörten nicht nur für eine ganze Dekade zu den besten Spielern der Liga, auch ihr sympathisches Verhalten abseits des Eises ließ sie zu Fanlieblingen werden. Banner mit ihren Rückennummern 10 (Valentine) und 12 (Lee) wurden zusammen mit den acht Meisterbannern im Eisstadion an der Brehmstraße aufgezogen. Inzwischen sind diese Banner in den neuen ISS Dome umgezogen und hängen dort über den Tribünen für die Gästefans.

Einige Spieler der Vergangenheit haben sich durch ihre langjährige Zugehörigkeit zur DEG, der Liga und der Nationalmannschaft in die Herzen und die Erinnerungen der Fans eingebrannt. Ihre sportliche Leistung, aber auch ihr Auftreten außerhalb der Eisfläche waren vorbildlich. Personen wie Chris Valentine, Peter-John Lee, Petr Hejma, Otto Schneitberger und Helmut de Raaf sind auch heute noch wohlbekannt und als Angehörige der sog. „Goldenen Zeiten“ des Vereins gern gesehene Gäste.

Einige Spieler der DEG Metro Stars wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

In der langjährigen DEG Geschichte waren viele bekannte Persönlichkeiten aus verschiedenen Nationen Trainer des Vereins. Häufig wurden ehemalige Spieler des Vereins später DEG-Trainer, wie z.B. Rainer Hillmann, Frank Trottier, Otto Schneitberger, Brian Lefley, Petr Hejma oder zuletzt Chris Valentine. Für einige Trainer war die Düsseldorfer EG die erste erfolgreiche Station mit Meistertiteln und Sprungbrett für eine große Karriere (auch im Nationalteam) wie zum Beispiel Xaver Unsinn oder Hans Zach.

Bis in die 1980er Jahre gab es bei der DEG keinen hauptamtlichen Manager, die Spielerakquise oblag dem Trainer und dem Vorstand. Eine vergleichbare Tätigkeit wurde in den 1980er und 1990er Jahre jedoch vom Sportobmann und langjährigem Jugendtrainer Rolf „Rolli“ van Hauten übernommen. Nach dem Wiederaufstieg in die DEL trennte man sich von ihm aufgrund von Meinungsverschiedenheiten. Unter Trainer Gerhard Brunner wurde Michael Komma, vorher Trainer und Manager bei Preussen Berlin für die Managertätigkeit unter Vertrag genommen. Als Brunner beurlaubt wurde, übernahm Komma nun auch das Traineramt und übte beide Funktionen etwas über drei Jahre, bis zu seiner Entlassung aus. Seit April 2005 ist der vorher für die Adler Mannheim, Kölner Haie und Frankfurt Lions erfolgreich tätige Lance Nethery Manager der DEG Metro Stars.

Die Düsseldorfer EG verfügte viele Jahre über eine ausgezeichnete Jugendarbeit, die u.a. Spieler wie Helmut de Raaf und Daniel Kreutzer hervorbrachte. Durch die stillgelegte zweite Eisfläche an der Brehmstraße ab 1995 wurde es immer schwieriger, Trainingszeiten zu organisieren, so dass eine ordentliche Jugendarbeit kaum noch möglich war. Inzwischen wurde jedoch anstelle der alten unbedachten Eisfläche eine neue überdachte Trainingshalle direkt neben dem Eisstadion errichtet. Zudem wurde das Trainingsprogramm der DEG wesentlich intensiviert und ausgebaut. Neben den Puckys und der Zamek-Laufschule für die absoluten Anfänger unterhält die DEG Jugendmannschaften im Bambini-, Kleinschüler-, Knaben- und Schülerbereich. In allen Altersgruppen nimmt die DEG am Spielbetrieb in der entsprechenden höchsten NRW Liga teil.

Im Jahr 2006 stieg das Nachwuchsteam der DEG in die höchste deutsche Nachwuchsliga, der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) auf. Direkt in der ersten Saison konnte das Team sich mit Platz Acht für die Play-offs qualifizieren, unterlag dort allerdings gegen die Jungadler Mannheim erwartungsgemäß. Trainer der DNL Mannschaft ist seit 2007 der langjährige frühere DEG-Spieler Andreas Niederberger. Aus dem Jahrgang schaffte Stürmer Dennis Fischbuch den Sprung in den Kader der 1. Mannschaft, wo er aber bisher nicht zum Einsatz kam, dafür aber Leistungsträger der 1b-Mannschaft wurde. In der DNL-Saison 2007/2008 belegte das Team den 3. Platz nach der Vorrunde. In der Play-off-Runde verlor man knapp in zwei Spielen gegen die Kölner Junghaie. Das Heimspiel in dieser Play-off-Serie sahen über 1000 Zuschauer im Eisstadion an der Brehmstraße. Aus diesem Jahrgang schaffte es Marco Nowak zum zwischenzeitlichen Stammspieler der 1. Mannschaft, bis er sich bei einem DNL-Spiel eine lange Verletzung zuzog.

In der Saison 2006/2007 ging erstmals eine 1b-Mannschaft des Vereins, die DEG METRO STARS II an den Start. Die Saison in der fünftklassigen Verbandsliga NRW war sehr erfolgreich, ungeschlagen stieg man unter der Leitung von Peter Schrills in die Regionalliga NRW auf. Die mittelfristige Planung sah vor, in die Oberliga aufzusteigen, um dort nach dem Vorbild der Eisbären Berlin Juniors einen Unterbau zur ersten Mannschaft zu bilden. In der Saison 2007/2008 wurde der frühere DEG-Spieler Thomas Werner Trainer dieses Teams. Die DEG II erreichte, wie geplant, die Endrunde, Regionalligameister wurde jedoch der Herner EV. Für die Saison 2008/2009 wird von der Zielsetzung Aufstieg in die Oberliga abgesehen. Stattdessen ist unter Leitung des neuen Trainers Christoph Kreutzer (ehemals langjähriger DEG-Verteidiger) geplant, den für die DNL zu alt gewordenen Spielern durch taktisches Training und viel Eiszeit den Sprung in das Profi-Eishockey zu ermöglichen.

Es ist weiterhin Ziel der DEG, im Jugendbereich wieder zu den Standorten Mannheim, Berlin und Köln aufzuschließen und erneut zu einem Ort zu werden, der als traditionelle Eishockeyhochburg Nationalspieler für die Zukunft hervorbringt.

Von 1935 bis zum Ende der Saison 2005/2006 war das Eisstadion an der Brehmstraße in Düsseldorf-Düsseltal die sportliche Heimat der DEG. Dort wurde große Erfolge und acht Meistertitel gefeiert. Zudem fanden hier auch Spiele der Eishockeyweltmeisterschaften 1955, 1975 und 1983 statt. In den Vorkriegsjahren fasste das Stadion 8.000 Zuschauer, wurde aber im Zweiten Weltkrieg durch Bombenabwürfe schwer beschädigt. Nach der Wiedererrichtung wurde die Kapazität auf 10.500 erhöht, durch Umbaumaßnahmen in den 1980er und frühen 1990er Jahren auf 11.117. Dadurch war die Brehmstraße über lange Zeit das größte Eisstadion Deutschlands. Eine Überdachung erfolgte 1969. Viele Jahrzehnte galt die Brehmstraße als Zuschauerhochburg und bekanntestes Eisstadion, sowie als eine der stimmungsvollsten Sportstätten Deutschlands. 9.500 verkaufte Dauerkarten waren keine Seltenheit. Eine zweite, unüberdachte Eisfläche neben dem Hauptgebäude, musste 1995 nach vierzigjähriger Nutzung wegen Marodität stillgelegt werden, was sich durch die fehlenden Trainingsmöglichkeiten negativ auf die Düsseldorfer Jugendarbeit auswirkte. Nach langen Jahren der Diskussion wurde 2004 eine neue, jetzt überdachte zweite Trainingshalle eröffnet.

Da das mittlerweile siebzigjährige Stadion nicht mehr den aktuellen Anforderungen in den Bereichen Komfort, Catering, sanitäre Anlagen und Kabinen erfüllte, ein neues VIP-Zuschauersegment nicht angesprochen werden konnte und durch die Innenstadtlage kaum Parkplätze vorhanden waren, wurde mit der Eröffnung des ISS-Dome im Stadtteil Rath ein neues Kapitel in der DEG-Geschichte aufgeschlagen. Obwohl von vielen Fans auch mit einem eher weinenden Auge gesehen und wegen diverser Anlaufschwierigkeiten noch nicht gänzlich unumstritten, gilt landläufig die Meinung, dass ein Umzug in eine moderne Multifunktionsarena dringend notwendig war, um im Profigeschäft des DEL-Eishockeys weiterhin konkurrenzfähig zu sein.

An der Brehmstraße trainieren jedoch weiterhin alle DEG-Mannschaften, auch bleibt der traditionsreiche Standort die Spielstätte der zweiten Mannschaft DEG II, die aktuell in der Regionalliga spielt, und des DNL-Nachwuchsteams.

Von den 1970er bis Mitte der 1990er Jahre gehörten die Fans der DEG zu den stimmungsvollsten Eishockey-Fangemeinschaften. Viele Saisons lang war fast jedes Spiel ausverkauft, nahezu 90% der Zuschauer hatten Dauerkarten. An den Vorverkaufsstellen bildeten sich seinerzeit bis zu 200 Meter lange Schlangen. Zahlreiche DEG-Fans fuhren sogar nach Köln um an den dortigen Vorverkaufsstellen Karten für das eigene Heimspiel gegen den Erzrivalen zu kaufen; Auswärtsspiele an der Kölner Lentstraße wurden kurzerhand zu Heimspielen umfunktioniert. Die Stimmung im heimischen Eistempel an der Brehmstraße, die von kreativen und spontanen Fangesängen geprägt war, imponierte der Konkurrenz; Gesänge und Sprechchöre wurden vielfach kopiert. Der Auszeichnung „Beste Fans der Welt“ des sowjetischen Nationaltrainers Tarassov wurde seinerzeit nicht ernsthaft widersprochen und zu einem Synonym für die Fans der DEG. Jedoch verflog diese Stimmung ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre allmählich. Generationswechsel bei den Zuschauern, ungeliebte neue Liga DEL, ausbleibender sportlicher Erfolg, aber auch eine nicht zu übersehende Übersättigung nach den vielen höchst erfolgreichen Jahren sind die Gründe.

Mit den Fans der Kölner Haie und der Krefeld Pinguine besteht eine besondere Rivalität; diese ist auf die geografische Nähe der Klubs – und im Falle Köln auf die nie so bitterernst zu nehmende Rivalität der beiden Städte generell – zurückzuführen. Während die Derbys gegen Köln sehr selten problematisch sind, ist bei den Spielen gegen Krefeld eine erhöhte Polizeipräsenz feststellbar. Mit den Anhängern der Iserlohn Roosters bestand in den 1980er Jahren zu ECD Iserlohn und ECD Sauerland Zeiten ebenfalls eine Fanfreundschaft. Diese ist allerdings in den gemeinsamen Zweitligazeiten durch eine sehr emotionell geführte Play-off-Serie und durch einen Generationswechsel der Fans auf beiden Seiten zerbrochen.

Seit langem besteht eine Freundschaft mit den Fans des SC Riessersee und seit den frühen 1990er Jahren mit denen der Starbulls Rosenheim, die mit gelegentlichen Besuchen bei Spielen aufrecht erhalten wird. Zudem gab es eine Fanfreundschaft mit Preussen Berlin, bevor dieser Verein in Konkurs ging und mittlerweile aufgelöst wurde. Gute Beziehungen gibt es zudem auch zu den Fans der Adler Mannheim und der Augsburger Panther.

Seit dem 14. November 2000 ist „Düssi“ das Maskottchen der DEG. Düssi, über dessen Namen im Internet abgestimmt wurde, ist ein „Bergischer“ Löwe (das Wappentier Düsseldorfs und des Bergischen Landes) und läuft während des Spieles durch das Stadion. In den Pausen, am Anfang und Ende des Spieles fährt er mit Schlittschuhen über das Eis.

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Kassel Huskies

Kassel Huskies

Die Kassel Huskies sind ein Kasseler Eishockeyclub, der zurzeit in der Deutschen Eishockey Liga spielt. Er war zur Vereinsgründung 1977 noch als ESG Kassel und nach der ersten Umbenennung 1987 als EC Kassel bekannt. Seit 1994 ist die Profimannschaft des Vereins als Kassel Huskies in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ausgelagert und gehört zu den Gründungsmitgliedern der DEL. Die bisher größten Erfolge feierte der Club im Jahre 1997 als deutscher Vizemeister und 2004 als deutscher Vizepokalsieger.

Die Vereinsfarben der Kassel Huskies sind blau-weiß, die Spielstätte ist die Eissporthalle Kassel. Der Stammverein der „Huskies“ ist die Eishockey Jugend Kassel e.V. und betreut sowohl die Nachwuchsspieler als auch die Damenmannschaft.

Bereits vor der Gründung eines Kasseler Eishockeyvereins hatte im Jahre 1966 schon Helmut Spohr – ein ehemaliger Fußballspieler des KSV Hessen Kassel – den Gedanken, den Eishockeysport in Kassel einzuführen. Die Idee entstand auf dem gefrorenen Teich in der Kasseler Karlsaue, als er beim Schlittschuhlaufen über diesen Sport ins Gespräch kam.

Spohr stellte daraufhin zusammen mit Viktor Klement das Tennisgelände des ESV Jahn Kassel im Aschrottpark zur Verfügung, auf dem anschließend mit Wasserschläuchen im Winter für die entsprechende Eisfläche gesorgt wurde. Durch die unregelmäßigen Wetterbedingungen wurde dieses Vorhaben jedoch erschwert und nur an Wintertagen ermöglicht.

Die in der Freizeit ausgetragenen Eishockeyspiele erlangten großes Interesse, sodass ebenso die Geschichte des ersten Eishockeyvereins aus Kassel nicht lange zurückreicht. Die damals noch als ESG Kassel bekannte Eissportgemeinschaft wurde am 19. Februar 1977 gegründet, als im selben Jahr die Kasseler Eissporthalle von Edith und Simon Kimm, den damaligen Geschäftsführern, in Betrieb genommen wurde. Mit der Eröffnung der Eissporthalle wurde somit eine überdachte Spielstätte für den Eishockeysport geschaffen.

Eine Sportart auf dem Eis in einer überdachten Halle war im Jahre 1977 etwas ganz Neues in Kassel. Noch im Jahr der Eröffnung startete die ESG Kassel in der Saison 1977/78 ihre erste Spielzeit in der Regionalliga, der damals vierthöchsten Spielklasse, und trug am 30. Oktober 1977 das erste offizielle Heimspiel aus. Vor respektablen 900 Zuschauern verlor die Eissportgemeinschaft aus Kassel dieses Spiel jedoch mit 2:5 gegen den SV Brackwede. Da das Interesse an dieser in Nordhessen neuen Sportart offensichtlich groß war, kamen trotz anfänglicher Niederlagen teilweise bis zu 3.000 Zuschauer und Kassel konnte sich obgleich der ersten Vereinssaison im Mittelfeld der Liga etablieren.

Um überhaupt eine Eishockeymannschaft aufstellen zu können, liefen für das Team anfangs ebenso Spieler auf, die zuvor in anderen Sportarten tätig gewesen waren. Dessen ungeachtet trat der Verein in seiner Anfangsphase überwiegend nur mit zwölf oder 13 Spielern an. Ein Beispiel stellt der damalige Stürmer Willy Kurrat dar, der mit seinen 52 Jahren zuvor die Fußballmannschaft des KSV Hessen Kassel trainiert hatte. Mit ihm belegte der Verein in seinen ersten beiden Spielzeiten den fünften Platz in der Vorrunde.

Für den ersten sportlichen Erfolg sorgte die ESG Kassel zusammen mit Gerry Hoag und Eric Wolf, die beide in der Regionalliga-Saison 1979/80 die erste kanadische Sturmreihe in der Geschichte des Vereins bildeten. Vor dem VERC Lauterbach und dem EC Nordhorn wurde die Eissportgemeinschaft im Jahre 1980 Meister der Regionalliga Süd-West und stieg bereits drei Jahre nach Vereinsgründung in die Oberliga auf, als sie die Aufstiegsrunde mit dem 3. Platz erfolgreich absolvierten.

Auch in der dritthöchsten Spielklasse konnte sich der Aufsteiger schnell etablieren. Mit Herbert Heinrich und Shane Tarves – den bis heute einzigen Spielern, deren Trikotnummern in Kassel gesperrt wurden – verzeichneten sie ebenso in der Oberliga erste Erfolge. Bereits in den ersten beiden Jahren spielte der Verein als eine der besten drei Mannschaften der Vorrunde um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Der Aufstieg wurde dennoch in der Endrunde 1980/81 knapp verpasst. In der darauf folgenden Spielzeit war Kassel zwar aus sportlicher Sicht aufgestiegen, jedoch konnte aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel der Einzug in die 2. Bundesliga nicht erfolgen. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Kassel konnte dessen ungeachtet in der Saison 1982/83 unter Jorma Siitarinen, dem damaligen Trainer, nach nur drei Jahren Drittligazugehörigkeit letztendlich der Oberliga-Meistertitel erlangt und der Aufstieg in die zweithöchste deutsche Eishockeyliga erreicht werden.

Erfolgreich konnte Kassel in den ersten beiden Jahren den Klassenerhalt mit dem ersten Platz nach dem Absolvieren der Endrunde verzeichnen und schaffte es, sich anschließend zudem in der zweiten Liga zu etablieren. Bereits zwei Jahre nach dem Aufstieg konnte die „ESG“ Mitte der 1980er Jahre um die Qualifikation zur ersten Bundesliga spielen.

Der schnelle Aufstieg der Mannschaft konnte jedoch in den ersten Jahren der Zweitklassigkeit finanziell nicht bewältigt werden, denn trotz des sportlichen Erfolges des Kasseler Eishockeyvereins mangelte es am finanziellen Hintergrund. Zwar investierte der Verein in viele Neuzugänge wie Dave O’Brien und Miroslav Dvořák – dem Zugang von den Philadelphia Flyers aus der NHL – jedoch fehlten in der Relegationsrunde 1985/86 zwei Punkte für den Aufstieg in die erste Liga. Ein ausschlaggebendes Aneinandertreffen dieser Saison war das Spiel gegen Eintracht Frankfurt – den heutigen Frankfurt Lions, den Erzrivalen der „Huskies“ – in dem aus einer 3:0-Führung noch eine 3:4-Niederlage wurde und zwei Punkte verloren gingen.

Auch im darauf folgenden Jahr schaffte der Verein mit den kostenintensiven Spielern den Aufstieg in die höchste Spielklasse nicht, womit die verpasste Qualifikation zur Erstklassigkeit in der Saison 1986/87 eine finanzielle Krise bedeutete. Durch die große Investition in die Mannschaft musste der Verein noch im selben Jahr Konkurs anmelden.

Am 16. Mai 1987 erfolgte der wirtschaftliche Neubeginn des Eishockeyvereins. Die „ESG“ benannte sich in EC Kassel um und durch die hohen Kosten in der 2. Bundesliga entschloss sich der Club zum Ende des Spieljahrs 1987/88 aus der zweiten Liga zurückzuziehen und freiwillig in die Oberliga abzusteigen. Zusätzlich mussten viele Neuzugänge aus den letzten Jahren den Verein wieder verlassen. Richard Piechutta, der neue Trainer des „ECK“, versuchte demzufolge zur neuen Spielzeit mit Shane Tarves und zwölf Spielern aus der Jugendabteilung eine neue Mannschaft aufzustellen. Dieses Vorhaben gelang dem Trainer unerwartet und bereits in der Saison 1988/89 schaffte es der Verein, erneut um die Qualifikation zur 2. Bundesliga mitzuspielen.

Mit der Hilfe von Martin Lepper, dem beauftragten Konkursverwalter, schaffte es der Eishockeyclub Kassel ebenfalls wieder „schwarze Zahlen“ zu schreiben und konnte sich infolgedessen ohne Geldsorgen weiterhin auf den sportlichen Erfolg konzentrieren. Mit einem neunten Platz in der Qualifikation verpassten sie gleichwohl im Jahre 1989 den direkten Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse, im Anschluss daran gelang dennoch im Spieljahr 1989/90 die Rückkehr in die zweite Liga. Der Verein spielte somit wieder in der Liga, in der er drei Jahre zuvor noch um die Qualifikation zur höchsten deutschen Eishockeyliga mitwirkte.

Während der erneuten Zweitklassigkeit musste der Verein im ersten Jahr zwar noch um den Klassenerhalt spielen, schloss die Qualifikation zur 2. Bundesliga ungeachtet dessen mit einem ersten Platz ab und sicherte sich dadurch den Verbleib in dieser Liga. Die folgenden drei Spielzeiten konnte die Mannschaft in der oberen Tabellenhälfte mitwirken, wodurch Anfang der 1990er Jahre die erneute Möglichkeit bestand, an der Qualifikationsrunde zur 1. Bundesliga teilzunehmen. In der Endrunde 1992/93 scheiterte die Mannschaft gleichwohl schon im Viertelfinale der neu eingeführten Play-offs gegen den ES Weißwasser knapp mit 2:3-Spielen und musste sich im letzten Spiel der Best-of-Five-Serie nach Verlängerung mit 6:7 geschlagen geben.

Nachdem sich die Kasseler daraufhin in der Saison 1993/94 erneut für die Play-offs qualifizierten, erreichten sie mit Siegen gegen den ES Weißwasser und den EHC 80 Nürnberg die Finalrunde und spielten um die Meisterschaft der 2. Bundesliga. Im Finale der Play-offs mussten sich die Nordhessen zwar gegen den Augsburger EV mit 1:2-Spielen geschlagen geben, erlangten trotz der Niederlage mit dem damaligen Trainer Ross Yates letztendlich den Zweitliga-Vizemeistertitel. Mit diesem bis dahin größten Erfolg für den Verein, schaffte es die Mannschaft zur Spielzeit 1994/95 eines der Gründungsmitglieder der neuen Deutschen Eishockey Liga zu werden.

Ausschlaggebend für die Gründung der neuen Eishockeyliga waren die vielen Insolvenzen der zweiten Bundesliga, wodurch aus insgesamt 18 Mannschaften der ersten und zweiten Liga die eigenständige Deutsche Eishockey Liga entstand. Die meisten Vereine benannten sich daraufhin aus Vermarktungsgründung um und benutzten Pseudonyme aus der Tierwelt. Die National Hockey League aus Nordamerika diente hierbei zum Teil als Leitbild.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte erreichte der Club aus Kassel die höchste deutsche Spielklasse im Eishockey und benannte sich daraufhin zum Start eines neuen Geschichtsabschnitts in Kassel Huskies um. Als Vorbild der Namensgebung diente der sibirische Husky, wodurch die „Huskies“ des Öfteren auch „Die Schlittenhunde“ genannt werden.

Mit der Einführung der DEL wurde die Profimannschaft in die EC Kassel Huskies Sportmanagement GmbH ausgelagert. Der Stammverein der GmbH, die Eishockey Jugend Kassel e.V., fungiert heute als Kooperationspartner und ist für den Eishockeynachwuchs sowie die Damenmannschaft zuständig.

Die ersten Jahre in der Deutschen Eishockey Liga waren für die „Huskies“ aus Kassel überraschend erfolgreich. Obgleich sich das Team in der Vorrunde der Saison 1994/95, abgeschlagen von den favorisierten Mannschaften, nur im Mittelfeld der Liga befand, schloss es die Saison dennoch als beste Mannschaft ab, die aus der zweiten Liga mit in die DEL einzog. Zusätzlich schafften sie in den ersten beiden Jahren den Sprung in die Play-offs, in denen sie zwei Spielzeiten in Folge das Achtelfinale gegen die Frankfurt Lions bestritten. Der Erzrivale aus Südhessen konnte sowohl 1994/95 mit 4:1-Spielen als auch 1995/96 mit 3:0-Spielen deutlich besiegt und somit das Viertelfinale erreicht werden. Diese Spielzeiten waren für die bis heute andauernde Rivalität beider Vereine von großer Bedeutung.

Auf der Ebene der Geschäftsleitung übernahmen Gerhard Swoboda und Uli Egen im Jahre 1995 die Ämter des Vereinspräsidenten und Managers. Martin Lepper, der bis dahin tätige Konkursverwalter, der 1990 den Kassel Huskies aus der finanziellen Krise verhalf, beendete aufgrund der erneuten stabilen wirtschaftlichen Lage der „Huskies“ seine Amtszeit in Kassel.

Im gleichen Jahr wurde das „Bosman-Urteil” rechtskräftig, welches unter anderem regelt, dass Profi-Spieler in der Europäischen Union nach Ende des Vertrages ablösefrei zu einem anderen Verein wechseln dürfen. Dieser Beschluss öffnete den europäischen Markt, wodurch Gerhard Brunner, der damalige Trainer des Kasseler Eishockeyclubs, so viele ausländische Profis nach Kassel holte, wie es vor ihm noch kein Trainer getan hatte. So kam unter anderem der amtierende Olympiasieger Roger Hansson nach Kassel, der bei den Olympischen Winterspielen 1994 mit der schwedischen Nationalmannschaft die Gold-Medaille gewann.

Den bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte errangen die „Schlittenhunde“ in der Saison 1996/97 als deutscher Vizemeister. Nachdem die Mannschaft die Vorrunde auf Platz drei abgeschlossen hatte, qualifizierte sie sich direkt für die Teilnahme an den Play-offs. Dort besiegten sie zunächst nach 3:0-Spielen die Star Bulls Rosenheim sowie anschließend die Eisbären Berlin nach 3:1-Spielen. Zum ersten Mal schaffte es der Verein am Finale der höchsten deutschen Eishockeyliga teilzunehmen und trat somit gegen die Adler Mannheim an, die zu den zwei besten Mannschaften der Vorrunde gehörten. In den letzten Duellen der Endrunde galten die Nordhessen zwar als „Underdog“ im Play-off-Finale, ungeachtet dessen versuchte das Team jedoch bis zur letzten Minute, den Mannheimer Adlern ebenbürtig zu sein und als Außenseiter die Meisterschaft zu gewinnen.

Das Interesse in Kassel für den Eishockeysport wurde durch diesen Erfolg so groß, dass für das einzige Final-Heimspiel geschätzte 20.000 Karten verkauft werden könnten. Auch in den Messehallen Kassel kamen 3.500 Zuschauer zur Live-Übertragung. Die Enttäuschung der Fans saß tief, als das Play-off-Finale mit 0:3-Spielen verloren ging, trotzdem feierten am 16. April 1997 über 10.000 Menschen auf dem Rathausplatz in Kassel diesen Erfolg ihres Vereins. Während die „Huskies“ noch drei Jahre zuvor in der 2. Bundesliga gespielt hatten, konnten sie in diesem Jahr mit dem damaligen Oberbürgermeister Georg Lewandowski den Triumph der zweitbesten deutschen Eishockeymannschaft genießen.

Mit dem deutschen Vizemeistertitel qualifizierte sich Kassel zusätzlich für die European Hockey League und konnte im Spieljahr 1997/98 zum ersten Mal international antreten. Bis auf ein 5:0 im Hin- und ein 4:3 im Rückspiel gegen den HC Vítkovice mussten sich die Kassel Huskies jedoch gegen Färjestads BK sowie Jokerit Helsinki geschlagen geben und schieden bereits in der Vorrunde aus. Erfolgreichster Spieler im Kader der „Huskies“ war der ehemalige Stanley Cup-Sieger Paul DiPietro, der für diese Saison verpflichtet wurde.

An diese erfolgreiche Saison konnten die Kassel Huskies anschließend nicht mehr anknüpfen. Sowohl im nächsten Jahr, in dem die Kasseler in der Play-off-Qualifikation scheiterten als auch in der darauf folgenden Saison, in der für die Endrunde ein einziger Punkt fehlte, musste die Mannschaft die Saison nach der Vorrunde beenden. Zwar konnten die Kassel Huskies somit in diesen beiden Spielzeiten die Play-offs nicht mehr erreichen, dennoch stieg der Verein danach mit dem wiederkehrenden Trainer Hans Zach zu einem national bedeutenden Eishockeyclub auf.

Zum Spieljahr 1998/99 wechselte Hans Zach als Trainer wieder zu den „Huskies“, die er bereits in der Saison 1995/96 betreut hatte. Er hatte großen Anteil an den Erfolgen des Kasseler Eishockeyclubs. Mit ihm zog die Mannschaft ab der Spielzeit 1999/2000 drei Mal in Serie stets als eine der besten fünf Mannschaften der Vorrunde in das Halbfinale der Play-offs ein und wurde dadurch überregional bekannt.

In den ersten zwei Jahren dieser Serie verloren die Kassel Huskies das Play-off Halbfinale beide Male gegen die München Barons. Der Club musste sich zum einen im Jahre 2000 mit 0:3 und zum anderen im Jahr darauf mit 1:3-Spielen gegen die Münchener geschlagen geben, nachdem das Team im Viertelfinale alle drei Siege zum weiterkommen erst nach der Verlängerung oder im Penaltyschießen gewann. Ebenso gab es besondere Duelle gegen den Finalgegner von 1997, die Adler Mannheim. Während die Baden-Württemberger im Viertelfinale der Saison 1999/2000 noch nach fünf Spielen besiegt wurden, verlor das Team aus Kassel im Halbfinale der Saison 2001/02 gegen die „Adler“ klar nach 0:3-Spielen.

Zach formte das Kasseler Eishockey zum erfolgreichsten Sport der Stadt, führte eine defensive Taktik ein und holte viele deutsche Spieler nach Kassel, von denen einige – wie Daniel Kreutzer – zu Leistungsträgern der Nationalmannschaft wurden. Mit ihm schaffte es die Mannschaft am 25. September 2002 nach einem 3:0-Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers auf den ersten Tabellenplatz der höchsten deutschen Spielklasse im Eishockey. Es war bisher das erste und einzige Mal, dass den Kasselern der Sprung an die Tabellenspitze gelang.

Spätestens in der Zeit mit Hans Zach wurden die „Huskies“ zu einem Aushängeschild der Region Nordhessen. Neben den Kasseler Spielern trainierte er ebenfalls die deutsche Eishockeynationalmannschaft, mit der er die B-Weltmeisterschaft 2000 gewann und dadurch den deutschen Eishockeysport in die oberste Liga zurückführte. Nicht nur durch den Erfolg in Kassel, sondern zudem als Nationaltrainer machte Hans Zach national auf sich aufmerksam und wurde letztendlich von den Kölner Haien abgeworben. Zach begründete seinen Wechsel damit, dass die guten Spieler, welche von ihm ausgebildet werden, zu häufig anschließend zu renommierteren Vereinen wechseln.

Auch der Gesellschafter der Kasseler, Simon Kimm, war von den sportlichen Leistungen der letzten Jahre überzeugt und unterstützte den Eishockeyclub mit weiteren 15 Mio. D-Mark (etwa 7,5 Mio. Euro). Er sicherte somit den Eishockeysport in Nordhessen und plante die weitere Investition in die Kasseler Eissporthalle, um den Ausbau in einen Multifunktionskomplex vorzunehmen.

Nachdem Zach zur Saison 2002/03 zu den Kölner Haien gewechselt war, stellte sich dagegen der sportliche Misserfolg der „Huskies“ ein. Zwar gelang im Jahre 2003 noch der direkte Sprung in die Play-offs, jedoch trafen die Kasseler im Viertelfinale direkt auf den neuen Club ihres bisherigen Trainers, Hans Zach. Im letzten Spiel der Best-of-Seven mussten sich die Nordhessen den „Haien“ mit 3:4-Spielen geschlagen geben.

Dies war zugleich die letzte Play-off-Teilnahme in der Deutschen Eishockey Liga für Kassel. Die hohen Maßstäbe, die Zach gesetzt hatte, konnten von seinen Nachfolgern bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr erreicht werden. Das spiegelte sich unter anderem in den vielen Trainerentlassungen wider, da sich weder Mike McParland mit offensivem Eishockey noch Milan Mokroš mit defensiver Spieleinstellung lange als Trainer behaupten konnten.

Das Erreichen des Finales des Deutschen Eishockey-Pokals in der Saison 2003/04 war der vorerst letzte Erfolg der „Schlittenhunde“, mit dem sie sich auf erstklassiger Ebene auszeichnen konnten. Erneut traten die Nordhessen gegen das Team ihres ehemaligen Trainers an, der einst mit ihnen drei Mal in Folge das Play-off-Halbfinale erreicht hatte. Die „Haie“ unter Hans Zach bezwangen die Kasseler mit 3:1 in der Kölnarena und gewannen den Pokal. Den Kasselern als Vize-Pokalsieger blieb erneut lediglich der Titel eines Zweitplatzierten.

Die Krise des Kasseler Eishockeys begann jedoch erst zur Spielzeit 2004/05 nach insgesamt elf Jahren Erstligazugehörigkeit. Die sportlichen Leistungen der Mannschaft versetzten sie mit 35 Niederlagen aus 52 Spielen auf den letzten Platz und somit zum ersten Mal in der Geschichte der Kasseler DEL-Zeit in die Play-downs.

Im Abstiegskampf unterlagen die „Huskies“ anschließend zwar den Grizzly Adams Wolfsburg knapp mit 3:4-Spielen und stiegen sportlich in die 2. Bundesliga ab, verlieben dennoch weiterhin in der DEL. Der Grund dafür war, dass die „Grizzlies“ keine Lizenz für die nächste Saison erhielten, wodurch Kassel weiterhin durch den Klassenerhalt am Grünen Tisch in der obersten Spielklasse des deutschen Eishockeys antreten durfte.

Kurz nach dieser Entscheidung kam es zu einer weiteren Krise, als der Gesellschafter Simon Kimm seinen Rücktritt bekannt gab und dem Kasseler Eissportclub erneut die Insolvenz drohte. Durch den unmittelbaren Einstieg von Rainer Lippe als Geschäftsführer und Gesellschafter wurde mitunter ein neuer Hauptverantwortlicher gefunden, der den Erhalt der Lizenz und damit den Verbleib des Kasseler Eishockeys in der DEL sicherte.

Sportlich verbesserten sich die Leistungen der Kasseler in der darauf folgenden Spielzeit jedoch nicht, denn am 39. Spieltag der Saison 2005/06 stand die Mannschaft weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Daraufhin gab der Verein die Neuverpflichtung des ehemaligen Mannheimer Spielers und Trainers Stéphane Richer bekannt, der obgleich den erneuten Einzug in die Play-downs nicht verhindern konnte. Gegner waren die tabellenletzten Füchse Duisburg, die die Abstiegsspiele mit 4:1-Siegen gewannen und nach einigen Verhandlungen die DEL-Lizenz für die darauf folgende Spielzeit erteilt bekamen. Die „Huskies“ mussten somit nach zwölf Jahren Erstklassigkeit in die 2. Bundesliga absteigen.

Der größte sportliche Tiefpunkt der „Schlittenhunde“ erreichte auf der Ebene des Marketings einen weiteren Rückschlag. Grund dafür war das bis dahin verwendete Logo der Kassel Huskies, welches nicht als Marke eingetragen und rechtlich somit nicht geschützt war. Dadurch, dass ein schottischer Hersteller dieses Logo nun ebenfalls verwendet und für sich beansprucht hat, musste das traditionelle Erkennungsmerkmal der „Schlittenhunde“ neu gestaltet werden. Da sich die Fangemeinde der „Huskies“ mit dem im Jahre 2005 entworfenen Erkennungsmerkmal jedoch nicht anfreunden konnte, reagierte die Marketingagentur auf die negative Kritik und entwarf bereits nach einem Jahr ein weiteres Logo. Bis auf einige geringfügige Veränderungen blieb den Kassel Huskies das neue Logo bis heute erhalten.

In der zweiten Liga verdeutlichten die Kassel Huskies ihr angekündigtes Ziel der Play-off-Teilnahme und des unmittelbaren Wiederaufstiegs. Nachdem sie die Vorrunde der Saison 2006/07 in der 2. Bundesliga als Erstplatzierter mit 41 Siegen aus 52 Spielen beendet hatten, zogen sie mit 13 Punkten Vorsprung und den wenigsten Gegentoren in die Play-offs ein. In der Endrunde gewann Kassel sowohl das Viertel- als auch das Halbfinale mit einem Sweep, also ohne ein einziges verlorenes Spiel in der Best-of-Serie, bis sie im Finale auf den ehemaligen Play-down-Gegner der DEL-Saison 2004/05 und zugleich Zweitplatzierten der Vorrunde, die Grizzly Adams Wolfsburg antraten.

Beide Teams spielten um die erneute Wiederkehr in die Deutsche Eishockey Liga. Trotz der beachtlichen Vorrunde und der bis dahin ungeschlagenen Play-off-Spiele musste sich die Mannschaft aus Hessen dennoch gegen die „Grizzly Adams“ geschlagen geben. Die Kasseler konnten in der Finalserie keinen einzigen Sieg verzeichnen und unterlagen letztendlich nach 0:3-Spielen. Im Gegensatz zur Saison 2004/05 erhielten die Niedersachsen in diesem Jahr die Lizenz für die DEL und stiegen erneut in die erste Liga auf. Das Kasseler Team hingegen erreichte das Ziel des Wiederaufstiegs nicht und verblieb in der zweiten Bundesliga.

Es folgte somit ein weiteres Jahr der Zweitklassigkeit, in der die Kasseler die Liga dominierten. Als erneuter Erstplatzierter mit diesmal 122 Punkten in der Vorrunde und zugleich einem Rekordvorsprung von 27 Punkten, wurden die „Huskies“ ebenso in der Saison 2007/08 ihrer Favoritenrolle gerecht. Unbesiegte Play-off-Serien wie im letzten Jahr schafften sie diesmal zwar nicht, jedoch konnten sie ungeachtet dessen erfolgreich ins Finale gegen die Landshut Cannibals einziehen und hatten somit erneut die Möglichkeit in die DEL aufzusteigen.

Für bestimmte Auswärtsspiele der Kassel Huskies wird seit einiger Zeit ein Sonderzug – der sogenannte „Happy Train“ – bereitgestellt. Um im Finale auf jede Unterstützung der Fans hoffen zu können, stand der Zug ebenso für die Spiele in Landshut zur Verfügung. Schlussendlich schafften die „Huskies“ mit 3:2-Siegen in der Finalserie den entscheidenden Sieg in der Verlängerung des letzten Best-of-Five-Spiels. Drew Bannister schoss in der 72. Minute den Siegtreffer und entschied damit das Finale zugunsten der Kasseler, die dadurch nach zwei Jahren wieder erstklassig wurden und die Rückkehr in die DEL schafften.

Mit dem Meistertitel der 2. Bundesliga erreichte Kassel die sportliche Qualifikation für die DEL. Nachdem alle Voraussetzung für die Lizenz der Liga ohne Auflagen erfüllt wurden, nahm die DEL-Gesellschafterversammlung am 4. Juli die „Huskies“ wieder in die DEL auf; Kassel kehrte damit zur Saison 2008/09 nach zwei Jahren wieder in die höchste deutsche Spielklasse zurück. Zu den Voraussetzungen gehörten mitunter die Erfüllung der 9.000 Punkte-Regelung für das Stadion, wobei unter anderem ein Punkt für einen Stehplatz, zwei für einen Sitzplatz und vier für einen Logenplatz vergeben wurden. Außerdem mussten 800.000 Euro Lizenzgebühr an die DEL bereitgestellt werden. Finanziell wurden die „Schlittenhunde“ mit 2,1 Mio. Euro vom Bundesland Hessen unterstützt, womit die wirtschaftliche Stabilität des Vereins gefestigt wurde.

Sportlich begannen die „Huskies“ auch in der neuen Saison erfolgreich. Sie beendeten die Vorrunde des Deutschen Eishockey-Pokals im Spieljahr 2008/09 auf dem ersten Platz und schafften es ins Halbfinale, bis sie dort gegen die Hannover Scorpions mit 1:2 nach Verlängerung ausschieden. In der Deutschen Eishockey Liga starteten die Kasseler nun als eine von 16 Mannschaften und konnten von den ersten vier Spielen insgesamt drei gewinnen, darunter auch mit 5:1 gegen den Vizemeister der vergangenen Saison, die Kölner Haie. Dominic Auger war für die „Schlittenhunde“ nach zwei Jahren der erste DEL-Torschütze. Der sportliche Erfolg hielt jedoch nicht lange an, sodass Kassel gegen Ende der Vorrunde um die Plätze des unteren Tabellendrittels spielte. Trotz des abschließenden 14. Tabellenplatzes gelten die Huskies – gleichauf mit dem ERC Ingolstadt in der Saison 2002/03 – mit 65 Punkten als bester Aufsteiger in der Gesichte der Deutschen Eishockey Liga.

Die Kassel Huskies verzeichneten zu Beginn der Saison 2008/09 acht Abgänge sowie neun Neuzugänge. Damit starteten sie mit 24 Spielern wieder in der Deutschen Eishockey Liga. Während der Saison fanden ungeachtet dessen weitere Wechsel statt, so kam unter anderem Adam Hauser nach einigen Spieltagen von den Adler Mannheim nach Kassel. Zudem sind die Eispiraten Crimmitschau weiterhin der Kooperationspartner der „Huskies“ und unterstützen die Spieler mit einer Förderlizenz.

Den Mannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse stehen zwölf Ausländerlizenzen zur Verfügung. Jeder Spieler ohne deutsche Staatsangehörigkeit besetzt eine dieser Lizenzen, von denen pro Pflichtspiel zehn eingesetzt werden dürfen. Beim Kasseler Eishockeyclub fallen zehn Spieler unter diese Regelung.

Die „Schlittenhunde“ laufen entsprechend ihrer Vereinsfarben mit blauen bzw. weißen Trikots zu ihren Spielen auf. Nach dem Vorbild der National Hockey League werden die dunkleren Trikots zu Heim- und die helleren Trikots zu Auswärtsspielen getragen. Das Ausweichtrikot, welches ebenso im Deutschen Eishockey-Pokal getragen wird, ist rot. Dieses wird aufgrund der schweren Farbunterscheidung zwischen den aktuellen Trikots und den Trikots einiger anderen Mannschaften in dieser Saison sehr häufig in den Ligaspielen getragen.

Die Mannschaft der Kassel Huskies aus der Saison 2007/08 stellte mit 122 Punkten in der Vorrunde und einem Rekord von 27 Punkten Vorsprung zum Zweitplatzierten eine beachtliche Bilanz in der 2. Eishockey-Bundesliga auf. Zum Ende der Spielzeit konnten sie sich in den Play-offs durchsetzen, gewannen die Zweitliga-Meisterschaft und schafften den Wiederaufstieg in die Deutsche Eishockey Liga. Zudem wurde Drew Bannister zum besten Verteidiger der Liga gekührt. Shawn McNeil war mit insgesamt 70 Scorerpunkten der beste Scorer in diesem Spieljahr.

Mit der Mannschaft aus der Saison 1996/97 feierten die Kassel Huskies ihren bisher größten Erfolg als Deutscher Vizemeister. Trotz der klaren Niederlage im Play-off-Finale jubelten am 16. April 1997 mehr als 10.000 Fans vor dem Rathaus in Kassel. Im Kader befanden sich in diesem Jahr neun skandinawische Spieler, darunter mit Roger Hansson ein amtierender Olympiasieger, der bei den Olympischen Winterspielen 1994 mit der schwedischen Nationalmannschaft die Goldmedaille gewann.

Die meisten Tore für Kassel schossen – mit jeweils 23 Treffern – zum einen Mike Millar und zum anderen Roger Öhman, der gleichzeitig mit 61 Punkten in dieser Spielzeit der beste Scorer im Team war. Gerhard Brunner gab in dieser Saison sein Debüt in der Deutschen Eishockey Liga und erlangte neben dem Vizemeistertitel mit den „Schlittenhunden“ zusätzlich die Auszeichnung als „Trainer des Jahres“.

Zwei der bisher in der über 30-jährigen Vereinsgeschichte vergebenen Rückennummern wurden zu Ehren der Spieler gesperrt und seitdem in Kassel nicht mehr vergeben. Die beiden damals getragenen Trikots der ehemaligen Spieler hängen unter dem Hallendach der Kasseler Eissporthalle.

In das deutsche Eishockeymuseum – die Hockey Hall of Fame Deutschland – werden Persönlichkeiten aufgenommen, die sich um den Eishockeysport in Deutschland verdient gemacht haben. Von den aufgenommenen Akteuren wirkten zwei während ihrer Karriere in Kassel.

Die herausragendsten Spieler der Kassel Huskies in der Deutschen Eishockey Liga waren Tobias Abstreiter, Mike Millar und Greg Johnston, die bisher in den vereinsinternen Statistiken ganz oben stehen.

Einige Spieler und Trainer der Kassel Huskies wurden während ihrer Teamzugehörigkeit für das DEL All-Star-Game nominiert. Dies ist ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

Nachdem die ESG Kassel drei Spielzeiten nach Vereinsgründung in die Oberliga aufgestiegen ist, wurde die Eissportgemeinschaft ein Jahr später von Anton Waldmann trainiert. Mit ihm spielte die „ESG“ bereits im zweiten Oberligajahr um den Aufstieg, der jedoch aufgrund von finanziellen Defiziten nicht wahrgenommen werden konnte. Erst im darauf folgenden Jahr gelang dies mit Trainer Jorma Siitarinen. Der Finne schaffte in seiner ersten Trainersaison 1982/83 den Aufstieg in die 2. Eishockey-Bundesliga.

Trotz des Erfolges übernahm zur ersten Spielzeit der Zweitklassigkeit der Tschechoslowake Jaromír Fryčer als Trainer den Verein. Fryčer etablierte sich mit Kassel in der zweiten Liga und schaffte zwei Jahre in Folge den Klassenerhalt, bis er zur Saison 1985/86 von Tore Hedwall abgelöst wurde. Der Trainer aus Schweden schaffte es anschließend zwei Mal, mit der „ESG“ um die Qualifikation zur 1. Bundesliga zu spielen. Mit den verpassten Aufstiegen und der hohen Investition in die Mannschaft der ESG Kassel, musste der Verein anschließend jedoch Konkurs anmelden.

Mit der Neugründung des Vereins übernahm in der darauf folgenden Saison Richard Piechutta den EC Kassel. Piechutta strukturierte den Verein neu und erreichte noch in seiner ersten und einzigen Saison die erneute Qualifikation zur 2. Bundesliga im Spieljahr 1988/89. Den erneuten Aufstieg schaffte jedoch erst der Spielertrainer Peter Roedger in der Saison 1989/90. Sowohl er als auch sein Nachfolger, der aus Russland stammende Sergej Nikolajew, mit dem Kassel den Klassenerhalt in der zweiten Liga feierte, trainierten den Verein ebenfalls nur ein Jahr.

Mit dem Polen Jerzy Potz war anschließend erstmals ein Trainer drei Jahre in Folge für den Verein tätig. Potz erreichte während seiner Tätigkeit von 1991 bis 1994 die erneute Qualifikation zur ersten Bundesliga und etablierte sich mit den Huskies zusätzlich in den neugegründeten Play-offs, als er mit dem „ECK“ 1993/94 die Zweitliga-Vizemeisterschaft feierte. Mit diesem Erfolg qualifizierte sich Kassel für die 1994 gegründete Deutsche Eishockey Liga, der neuen höchsten deutschen Spielklasse im Eishockey.

Mit der anschließenden Ausgliederung der Profimannschaft und der Umbenennung in Kassel Huskies hatte der Club zum ersten Mal einen nordamerikanischen Trainer. Der Kanadier Ross Yates erlangte mit den „Huskies“ in der ersten DEL-Saison das Play-off Viertelfinale. Den gleichen Triumph verzeichnete im Jahr darauf ebenso Hans Zach, der – wie sein Vorgänger – die Mannschaft aus Kassel nur ein Spieljahr trainierte.

Zur Saison 1996/97 wechselte Gerhard Brunner zu den Kassel Huskies. Brunner erlangte mit den „Schlittenhunden“ den bisher größten sportlichen Erfolg und gewann die deutsche Vizemeisterschaft. Zusätzlich wurde er in seiner ersten Saison für Kassel auch zum „Trainer des Jahres“ gewählt. Trotz des großen Erfolges, verlief die darauf folgende Saison weniger erfolgreich für Kassel und Brunner musste den Verein noch während der laufenden Saison verlassen. Ein ehemaliger Spieler für die „Huskies“, der Tschechoslowake Milan Mokroš, übernahm die Mannschaft anschließend bis zum Ende der Saison.

Mit Beginn des Spieljahrs 1998/99 kehrte Hans Zach erneut nach Kassel. Zwar konnte er sich in seiner ersten Spielzeit ebenfalls nicht für die Play-offs qualifizieren, dennoch etablierte er sich in der nächsten Saison in der DEL-Endrunde und erreichte daraufhin drei Jahre in Folge das Play-off Halbfinale. Durch den großen Erfolg als Trainer, wurde er jedoch von den Kölner Haien abgeworben und verließ 2002 den Verein.

In den folgenden Jahren konnten sich weder der Schwede Gunnar Leidborg in der Saison 2002/03, noch Axel Kammerer, der noch während der laufenden Spielzeit 2003/04 gekündigt wurde, für die Endrunde der DEL qualifizieren. Kammerers Nachfolger, der Kanadier Mike McParland, gewann zwar im Jahre 2004 mit den „Huskies“ den Vize-Pokalsieg, jedoch wurde auch er während der darauf folgenden Saison entlassen. Erneut war Milan Mokroš für den Rest der Spielzeit 2004/05 in Kassel tätig und musste zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Kassels nach elf Jahren DEL-Zugehörigkeit in den Play-downs um den Abstieg spielen.

Mit Mokroš stieg Kassel 2005 sportlich zwar in die zweite Liga, verzeichnete jedoch den Klassenerhalt am Grünen Tisch. Zur Saison 2005/06 übernahm Bernhard Englbrecht den Verein als Trainer, dennoch konnte ebenso er sich in Kassel nicht durchsetzen. Noch im Januar 2006 wurde er durch Stéphane Richer ersetzt. Ebenfalls mit Richer unterlag Kassel erneut in den Play-downs und musste diesmal endgültig in die 2. Bundesliga absteigen.

Seit 2006 ist Stéphane Richer als Trainer bei den Kassel Huskies tätig, dominierte mit ihnen in zwei Spielzeiten die zweite Liga und stieg in der Saison 2007/08 mit den „Schlittenhunden“ erneut in die DEL auf. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der Spielzeit 2009/10.

Die Kassel Huskies kooperieren, seit der Auslagerung in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Jahre 1994, heute mit dem Stammverein Eishockey Jugend Kassel e.V., der ebenfalls in Kassel niedergelassen ist. Der Stammverein ist für den Eishockeynachwuchs sowie die Damenmannschaft der „Huskies“ zuständig. Vorher war der heute nicht mehr existierende Verein EC Kassel der Stammverein.

Die EJ Kassel ist der Nachwuchsverein der „Schlittenhunde“ und bestreitet seine Spiele, je nach Altersklasse, in unterschiedlichen Ligen. Die Eishockey Jugend besteht aus sechs Jugendmannschaften, die von den Kleinstschülern bis zu den Junioren reichen. Sowohl die Jugend, als auch die Junioren spielen in der jeweiligen Bundesliga Nord ihrer Altersklasse.

Der Gesamtverantwortliche für die Nachwuchsmannschaft ist Milan Mokroš, der ehemalige Spieler und Trainer der Profimannschaft.

Den bisher größten Erfolg erlangte die Jugend der Nachwuchsmannschaft mit dem damaligen Trainer Horst Fahl im Jahre 2004 als Deutscher Meister. Für die damalige Mannschaft der EJ Kassel lief ebenso Alexander Heinrich, der Sohn der Kasseler Eishockeylegende Herbert Heinrich, auf; er ist aktuell für die Profi-Mannschaft der „Huskies“ sportlich aktiv.

Die Ice Cats Kassel sind die Damenmannschaft des Stammvereins. Sie spielten in der Saison 2007/08 in der Damen-Landesliga Hessen und erreichten vor den Damenmannschaften der SG Trier-Bitburg sowie des RSC Darmstadt den ersten Platz und wurden Hessenmeister.

Trainiert werden die Ice Cats von Fred Pottek, betreut von Kai Sturm.

Die Mannschaft der Damen wurde 1987 gegründet und startete in der Landesliga Nord-Ost als EC Kassel unter dem selben Namen, wie die Herrenmannschaft. Den bisher größten Erfolg erlangten sie in der Spielzeit von 1994 bis 1996, in der sie in die 2. Damenliga Nord aufstiegen und dort zwei Jahre lang mitspielten. Im Jahre 1997 wurde die Damenmannschaft vorerst aufgelöst, bis sie 2007/08 als Ice Cats Kassel wieder in der Landesliga Hessen antrat.

Seit der Vereinsgründung am 19. Februar 1977 existiert die Eissporthalle in Kassel. Die von Edith und Simon Kimm konzipierte Spielstätte machte es von Beginn an mehr als 3.000 Zuschauern möglich, die Spiele der damaligen ESG Kassel zu verfolgen. In den 1990er Jahren wurde die Zuschauerkapazität der Halle auf 6.100 Plätze, davon 2.720 Sitz- inkl. 250 Logenplätze, erweitert und bot den heutigen Kassel Huskies schon zum Start der Deutschen Eishockey Liga einen beachtlichen Zuschauerschnitt.

Trotz der Zweitligazugehörigkeit in der Spielzeit 2007/08 kamen insgesamt 122.398 Zuschauer zu den 34 Heimspielen der „Huskies“. Durchschnittlich waren es 3.123 in der Vorrunde und 5.151 Besucher in den Play-offs pro Heimspiel.

Neben dem Eishockeysport bietet die Kasseler Eissporthalle zudem die Möglichkeit, in der Wintersaison den Gästen das Schlittschuhlaufen zu erlauben.

Seit einigen Jahren wird zwischen den Kassel Huskies und dem Handball-Bundesligisten MT Melsungen über den Neubau einer Multifunktionshalle debattiert, der Nordhessen-Arena. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am 29. Januar 2007 mit großer Mehrheit den Bebauungsplan dieser Arena offenzulegen. Durch den Aufstieg der Kassel Huskies in die DEL steht aus sportlicher Hinsicht dem Bau der neuen Spielstätte nichts mehr im Wege.

Über einen genauen Zeitpunkt, an dem die 30 Mio. Euro teure Nordhessen-Arena, die ein Fassungsvermögen von 9.000 Zuschauern haben und die sportliche Heimstätte der Kassel Huskies und der MT Melsungen wird, wurde bereits spekuliert, jedoch durch den „frischen“ Wiederaufstieg der „Schlittenhunde“ noch nichts eindeutiges festgelegt.

Im Herbst 2007 drohte das „Projekt Multifunktionshalle“ zu scheitern, da sich Inhaber Simon Kimm weigerte, die Halle aus persönlichen Gründen weiter an die „Huskies“ unter deren Geschäftsführer Rainer Lippe zu vermieten. Beide Seiten konnten sich nach langem Rechtsstreit jedoch außergerichtlich einigen.

Rund um den Kasseler Eishockeyverein gründeten sich 20 offizielle Fanclubs, die vor allem aus der Region Nordhessen, aber auch aus Südniedersachsen und Osthessen kommen. Zusätzlich zu den organisierten Fanclubs bestehen auch Fanvereinigungen, wie unter anderem die auf dem „Heuboden“. So nennt sich der Block, der die komplette Stehplatztribüne hinter einem der Eishockeytore beschreibt. Hier erreichen mehrere Capos akustisch im Idealfall das ganze Stadion und sorgen für einheitliches Singen und Rufen von Sprechchören.

Außerhalb des Stadions existiert die Rivalität zwischen den Städten Kassel und Frankfurt. Diese wird durch die Fans auch auf die sportliche Ebene gebracht, so dass sowohl im Fußball die Spiele des KSV Hessen Kassel und dem FSV Frankfurt als auch die Eishockeybegegnungen zwischen den Kassel Huskies und den Frankfurt Lions mit einer Tradition verbunden sind.

Das erste Duell der beiden hessischen Rivalen fand im September 1993 im damaligen Zweitliga-Spiel statt. In der vorerst letzten Saison der Zweitklassigkeit für beide Mannschaften siegte der EC Kassel gegen den Frankfurter ESC in der Frankfurter Eissporthalle mit 3:2. Aber auch in der obersten deutschen Spielklasse bestritt die Mannschaft viele weitere Partien gegen die Frankfurter. Beide Teams wurden 1994 in die neu gegründete DEL eingegliedert und trafen gleich in den ersten beiden Jahren in den Play-offs aufeinander. Auch in diesen beiden für die Rivalität bedeutenden Spielen, entschieden die „Huskies“ die Duelle für sich.

Ein ebenso für die Geschichte der DEL bedeutendes Spiel zwischen den „Huskies“ und den „Lions“ fand im Dezember 1997 statt. In dieser Partie gegen den Erzrivalen aus Frankfurt wurden insgesamt 242 Strafminuten verteilt und alleine das erste Drittel dauerte fast zwei Stunden.

Heute wird die Rivalität überwiegend von den Fans und Zuschauern in die Partie getragen, da die Spieler der Mannschaften zumeist aus Kanada oder Osteuropa stammen und diese besondere Beziehung zwischen den Regionen erst durch die Presse mitbekommen.

Mit den Eispiraten Crimmitschau führen die Kassel Huskies eine Partnerschaft in Bezug auf die Betreuung der Nachwuchsspieler. Junge Spieler mit einer Förderlizenz, die es noch nicht in den Kader der „Schlittenhunde“ geschafft haben, werden den „Eispiraten“ ausgeliehen um dort Spielpraxis zu sammeln.

Eine weitere Partnerschaft besteht zudem mit dem Radiosender Hit Radio FFH. Dieser überträgt gelegentlich Spiele der Kassel Huskies. Im letzten Spiel des Play-off-Finales der 2. Bundesliga am 25. April 2008 gegen die Landshut Cannibals hörten 61.000 Fans die Live-Übertragung der „Huskies“, als Kassel sportlich wieder in die Deutsche Eishockey Liga aufstieg.

Zusätzliche Unterstützung erhält der Kasseler Eishockeyclub vom aus Vellmar stammenden DJ Blackskin. Dieser produzierte zur Endrunde der Spielzeit 2007/08 einen Song mit dem Titel „Huskies Jump Off 2008“, der bei den Heimspielen der „Schlittenhunde“ zu hören war und seine Beihilfe für den Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft ausdrücken sollte.

Das traditionelle Erkennungsmerkmal der Kassel Huskies ist seit der Auslagerung der Profimannschaft im Jahre 1994 der Siberian Husky. Der Husky dient nicht nur als Namensgeber der „Schlittenhunde“, sondern ist zudem als Maskottchen ein wichtiger Bestandteil im Bereich des Merchandisings. Vor und nach den Heimspielen sowie während der Drittelpausen betritt es als Schlittschuhläufer im Husky-Plüschkostüm die Eisfläche und dient der Unterhaltung der Zuschauer.

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Robert Hock

Robert Hock (Mitte) mit Erich Goldmann (l.) und Michael Wolf bei der Saison-Abschlussfeier 2007

Robert Hock (* 12. Januar 1973 in Šternberk, Tschechoslowakei) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der momentan für die Iserlohn Roosters in der DEL spielt.

Robert Hock begann seine Eishockey-Karriere 1990 beim SC Riessersee in der 2. Liga Süd. Nach der Saison, in welcher der Center schon 29 Scorerpunkte in 53 Spielen erzielt hatte, wurde er in die Jugendnationalmannschaft Deutschlands berufen. Außerdem verpflichteten ihn die Starbulls Rosenheim für ihr Bundesliga-Team. Neun Tore in seiner Rookie-Saison ließen die Kölner Haie, eines der besten Teams der Liga, auf den Linksschützen aufmerksam werden. Nach nur einer Spielzeit kehrte Hock jedoch nach Rosenheim zurück, in der Saison 1995/96 spielte er schließlich wieder für Riessersee in der DEL.

Aufgrund der weniger strengen Ausländerregelung in den Anfangsjahren der Deutschen Eishockey Liga bekam Hock allerdings nur sehr wenig Eiszeit und wechselte schließlich zur Saison 1996/97 zurück in die zweithöchste Spielklasse, wo er drei jahre lang für den Heilbronner EC aufs Eis ging. Anschließend wurde der Angreifer von den Revierlöwen Oberhausen in die DEL zurückgeholt, 2002 kehrte er nach Köln zurück, doch auch diesmal verließ er die Stadt schon nach einer Spielzeit wieder. Nur 21 Scorerpunkten bei den Haien folgten 40 Punkte in der darauffolgenden Spielzeit bei den Adler Mannheim. Danach stand der Mittelstürmer zwei Jahre bei den Hannover Scorpions unter Vertrag und steigerte seine Ausbeute jedes Mal um fünf Punkte, sodass er schließlich in der Saison 2005/06 er nach Daniel Kreutzer zweitbester deutscher Scorer der ganzen Liga wurde.

So glich es einer Sensation, als Hocks Wechsel zum Low-Budget-Team der Iserlohn Roosters bekannt gegeben wurde. Nach einem Gespräch mit dem neuen Trainer der Scorpions, Hans Zach, unter dem er schon in Köln spielte, entschied sich der gebürtige Tscheche die niedersächsische Landeshauptstadt zu verlassen und unterschrieb im Sauerland einen Zweijahresvertrag. Dort wurde Hock in seinen ersten beiden Jahren jeweils Topscorer und führte das Team ab der Saison 2007/08 auch als Kapitän auf das Eis. Im November 2007 verlängerte der Angreifer seinen Vertrag um weitere zwei Jahre. Nach öffentlicher Kritik an seiner Nichtberücksichtung in der Nationalmannschaft nominierte ihn Bundestrainer Uwe Krupp im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2008 zu zwei Testländerspielen gegen Finnland, womit Hock nach mehreren Jahren Pause vor einem Comeback im DEB-Team stand. Anschließend wurde er der Angreifer jedoch im Einvernehmen mit Krupp nicht für die WM nominiert, weil zudem die Frau des DEL-Topscorers ein Kind erwartete.

Den Sommer verbringt der dreifache Familienvater in seiner Wahlheimat Florida.

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DEL 2005/06

SAP-Arena in Mannheim

Die DEL-Saison 2005/06, die am 8. September 2005 begann, war die 12. Saison der Deutschen Eishockey-Liga. Die letzten Vorrundenspiele fanden am 12. März 2006 statt, der deutsche Meister Eisbären Berlin konnte seinen Titel am 17. April verteidigen. Die Kassel Huskies stiegen hingegen nach einer Niederlage in der Play-down-Runde gegen Aufsteiger Füchse Duisburg in die 2. Bundesliga ab.

Die Saison 2005/06 war die vorerst letzte der DEL mit sportlichem Absteiger. Das sollte ab der Saison 2006/07 für Planungssicherheit der Clubs und Sponsoren sorgen. Daher war es vor allem für die kleineren und weniger finanzkräftigen Vereine wichtig, die Play-downs am Ende der Saison nicht zu verlieren. Ein potenzieller Aufsteiger musste sich ab der folgenden Saison sowohl sportlich, als auch wirtschaftlich und infrastrukturell für die DEL qualifizieren. Diese Regelungen, die in einem Kooperationsvertrag zwischen DEL, Eishockeyspielbetriebsgesellschaft und Deutschem Eishockey-Bund festgelegt wurden, lösten auch bei den Fans einiger DEL-Vereine Proteste aus.

Im Gegensatz zum sportlichen Abstieg wurde die umstrittene Auslegung der IIHF-Regel 554c nicht abgeschafft. Auch weiterhin mussten die Referees auf eine Zwei-Minuten-Strafe entscheiden, wenn ein Spieler den Puck über die Bande schoss. Keine Veränderung wurde auch bezüglich des Ausländerkontingents beschlossen. Jeder Club durfte weiterhin zwölf ausländische Spieler lizenzieren, jedoch nur elf pro Partie einsetzen.

Die bestehende Vorschrift, dass das dunkle Trikot Heimtrikot sein musste, wurde ab der Spielzeit 2005/06 nicht mehr so streng gehandhabt. Jedes Team musste zu Saisonbeginn melden, welches Trikot vor eigenem Publikum getragen werden sollte. Die Auswärtsmannschaft musste sich dann darauf einstellen.

Die Förderlizenz-Regelung wurde gegenüber der Vorsaison nicht verändert. Wie zuvor konnten deutsche Feldspieler, die nach dem 1. Mai 1982 geboren wurden, und deutsche Torhüter, die am 1. Mai 1980 noch nicht auf der Welt waren, mit Förderlizenz zu einem Team in einer unteren Liga geschickt werden, um dort Spielpraxis zu sammeln. Jeder DEL-Mannschaft war es vorgeschrieben, mindestens vier solcher Spieler unter Vertrag zu haben.

Die Gehaltsobergrenze, die vor der Saison von NHL und NHLPA vereinbart worden war, war verantwortlich dafür, dass die Clubs der DEL ungewöhnlich wenige neue Spieler aus Nordamerika verpflichteten. Denn sie zwang die NHL-Franchises dazu, eher auf preiswertere Spieler zu setzen, sodass Spieler, die schon bei DEL-Clubs auf der Beobachtungsliste standen, doch in Nordamerika blieben, um auf eine Chance in der NHL zu warten. Bis zum 1. August 2005 hatten die Vereine der DEL erst vier Spieler aus Nordamerika verpflichtet (Michel Périard, Lonny Bohonos, Mathieu Darche, Jason Holland). Zu Beginn der Saisonvorbereitung fehlten den Hamburg Freezers noch drei Plätze in den ersten beiden Sturmformationen, die Eisbären hatten gar zu diesem Zeitpunkt noch keinen einzigen neuen Spieler unter Vertrag. Dabei waren in der Saison zuvor noch 22 NHL-Spieler in Deutschland aktiv gewesen.

Eigentlich standen nach den Play-downs der vorherigen Saison die Kassel Huskies als Absteiger fest. Sie rückten aber für die Grizzly Adams Wolfsburg nach, denen die DEL-Gesellschafterversammlung wegen einer zu kleinen und maroden Halle die Lizenz entzogen hatte. Diese Unsicherheit in Bezug auf die Frage des Absteigers und Unstimmigkeiten in der Führungsriege führten dazu, dass fast alle Leistungsträger der Huskies des letzten Jahres schon vor Lizenzerteilung bei Konkurrenten unterschrieben hatten (z.B. Daniel Corso und David Gosselin in Frankfurt, Brian Swanson und Christian Laflamme in Nürnberg, Kirk Furey in Iserlohn sowie Stephan Retzer in Mannheim) und nur wenig Zeit bestand, einen Kader zu formen.

Nach Hamburg, Köln, Hannover, Krefeld, Nürnberg und Ingolstadt war Mannheim der siebte DEL-Standort, der in den letzten Jahren eine Multifunktionsarena erhielt: Die SAP-Arena fasst knapp 14.000 Zuschauer und wird Austragungsort der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 sein.

Negativ auf die DEL wirkte sich auch der Abstieg der Nationalmannschaft aus, denn im Gegensatz zu den Frankfurt Lions vor einem Jahr waren die Eisbären Berlin nicht mehr für den IIHF European Champions Cup qualifiziert. Dagegen folgten sie der Einladung des HC Davos zum renommierten Spengler Cup, den sie mit zwei Punkte Rückstand auf Sieger Team Canada als Dritter abschlossen.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Etat der 14 Mannschaften um 5 % auf 69,8 Mio. € gesteigert werden. Der DEL stand – verglichen mit Handball und Basketball – eine hohe Summe an TV-Geldern vom Pay-TV-Sender Premiere (195.000 €/Club) zur Verfügung. Die Eliteligen der anderen beiden Sportarten erhielten nur einen Bruchteil davon. Als Hauptsponsor der Liga warben die Gelben Seiten in jedem Stadion an der Bande sowie auf den offiziellen Internetpräsenzen der Clubs mit einem DEL-Gelbe-Seiten-Doppellogo. Die Schiedsrichter liefen in den letzten Monaten der Spielzeit mit einem Premiere-Schriftzug auf dem Rücken auf.

Die Adler Mannheim lösten damit die Hamburg Freezers wieder als Etat-Krösus ab. Schlusslicht dieser Rangfolge blieben die Iserlohn Roosters. Das Budget des EV Duisburg erfuhr angesichts des Aufstiegs fast eine Verdoppelung, die Adler planten aufgrund der Mehreinnahmen durch die SAP-Arena mit mehr Geld. Die Krefeld Pinguine haben die finanzielle Krise nach der Meisterschaft 2003 mittlerweile wieder einigermaßen verdaut und erhöhten den Etat um eine halbe Millionen Euro. Die starke Saison der Frankfurter, die durch den erneuten Einzug ins Halbfinale gekrönt wurde, brachte dem Meister von 2004 eine Etat-Erhöhung von 400.000 Euro. Insgesamt brachten die Clubs zur Saison 2005/06 eine neue Rekordsumme von knapp 70 Millionen Euro auf.

Die Vorrunde wurde als Doppelrunde ausgespielt, so dass jeder gegen jeden vier Partien austrug.

Am 8. September 2005 begann die zwölfte Spielzeit der DEL mit der Partie der Adler Mannheim gegen die DEG Metro Stars.

Team der Stunde in der Anfangsphase dieser DEL-Saison waren klar die Hannover Scorpions, die die ersten sechs Saisonspiele alle gewinnen konnten und schon hier einen wichtigen Grundstein zum späteren Erreichen der Play-offs legten. Ein guter Saisonstart gelang auch den Frankfurt Lions, die in den ersten neun Spielen 21 Punkte holten, ganz im Gegensatz zu den Hamburg Freezers, die nach vier von acht Spielen zu Saisonstart (1., 2., 6. und 8. Spieltag) sogar Tabellenletzte waren. Das lag unter anderem an den nicht zufriedenstellenden Leistungen der Paradereihe mit Benoît Gratton, François Fortier und Marc Beaucage lag. Ab dem 30. September lief es besser, was sich in acht Heimsiegen in Serie widerspiegelte.

Am 23. September verletzte sich der Goalie der Kölner Haie, Oliver Jonas, sodass der damals erst 19-Jährige Thomas Greiss eine Chance im Tor der Haie erhielt, die er zu nutzen wusste. Der Youngster war nicht nur, während Jonas nicht spielfähig war, ein guter Vertreter, sondern etablierte sich auch danach als Nummer-1-Goalie. Vier der ersten fünf Spiele der Duisburger gingen verloren, der Start verlief einigermaßen durchwachsen, wurde durch zwei Niederlagenserien im Dezember und Januar aber noch getoppt. Nur fünf Siege aus den ersten 20 Spielen wiesen auch für die Kassel Huskies den Weg von Anfang an in den Tabellenkeller. Viele kurzfristig verpflichtete Spieler mussten sich erst an das DEL-Niveau gewöhnen.

Einen hervorragenden Start in die DEL erwischte der später auch zum „Rookie des Jahres“ (bester neuer Spieler) gewählte Michael Wolf (Iserlohn Roosters). Allein im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin erzielte Wolf 3 Treffer (Endstand: 9:6). Ernst Höfner, Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, lobte ihn nach der Saison so: „Er war schon immer dynamisch, ein Kämpfer, gab 100 %. Jetzt macht er auch noch seine Tore.“ Außerdem sei er als einziger deutscher Liga-Neuling auf Anhieb Leistungsträger geworden. Zum zweitbesten Rookie wurde der Duisburger Michael Waginger gewählt, der wie Wolf erst in relativ spätem Alter (26, Wolf war 24) aus der 2. Bundesliga in die höchste deutsche Spielklasse wechselte und dort gleich wichtige Aufgaben in seiner Mannschaft bekam. In Anbetracht solcher Erfolge setzte die DEL das Förderlizenz-Alter zur Saison 2006/07 von bisher 23 auf 25 Jahre.

Ende des Monats September absolvierte Mirko Lüdemann noch sein 600. DEL-Spiel.

Anfang Oktober musste das Spiel der Nürnberg Ice Tigers gegen die Adler Mannheim abgesagt werden, da ein Eismeister in der Arena Nürnberger Versicherung beim Bohren der Löcher für die Tore eine Kühlleitung beschädigt hatte, sodass gesundheitsgefährdendes Ammoniak austrat. Die Ice Tigers kamen für die 5.000 € Reisekosten der Mannheimer auf.

Gleichzeitig bekam der EV Duisburg ein arges Torhüter-Problem, als sich der Stammtorwart Patrick Koslow beim Pokalspiel in Düsseldorf durch bengalisches Feuer am Auge verletzte, woraufhin die Füchse Patrick Ehelechner aus Mannheim ausliehen. Ein 9:6-Sieg der Roosters leitete eine Serie von vier Niederlagen in Serie bei den Eisbären Berlin ein, der Tiefpunkt der Saison beim deutschen Meister, der sich zum Ende hin enorm steigerte. Vier Niederlagen in Folge setzte es im Oktober auch für die DEG, die in dieser Spielzeit nie wieder öfter direkt hintereinander verloren. In Mannheim wurden zu dieser Zeit die Pressekonferenzen nach dem Spiel abgeschafft und durch einen sogenannten „Open-Locker-Room“ ersetzt. Journalisten konnten sich nach dem Spiel in den Mannschaftskabinen die Äußerungen der Beteiligten zum Spiel anhören.

Am 12. Spieltag begann für die Augsburger Panther eine 13 Spiele andauernde Niederlagenserie. Einen Spieltag später gab es dann einen Wechsel an der Tabellenspitze der DEL – der ERC Ingolstadt stieg auf den ersten Platz auf und verließ ihn erst am 50. Spieltag wieder. Der Oktober war der wahrscheinlich erfolgreichste Monat der Vereinsgeschichte für die Ingolstädter, denn auf sieben Siege kam nur eine Niederlage. Für die Nürnberg Ice Tigers begannen Ende des Monats erfolgreiche Wochen mit 20 von 24 möglichen Punkten.

Ihr 600. DEL-Spiel bestritten im Oktober der Frankfurter Martin Reichel und der Kölner Tino Boos.

Im November trat der US-amerikanische Profi-Schiedsrichter Rick Looker seinen Dienst in der DEL an.

Am 2. November kam es zur ersten Trainerentlassung der Saison: Die Augsburger Panther trennten sich von Coach Randy Edmonds und stellten am 14. November Paulin Bordeleau als seinen Nachfolger ein. Unter Verletzungspech litten im November die Hamburg Freezers. Nach Torhüter Boris Rousson und Back-up Steffen Karg fiel auch Tobias Güttner verletzt aus, weshalb man sich Hilfe von den Eisbären Berlin holte. Youri Ziffzer wurde für einige Wochen ausgeliehen, Roland Schröder kam aus Braunlage. Ziffzer kehrte schnell wieder nach Berlin zurück, Güttner war wieder einsatzbereit. Doch gegen Ende des Monats verletzte sich Güttner erneut. Prompt kam erneut Hilfe aus Berlin, die Eisbären liehen den Freezers Sebastian Stefaniszin.

Ein Hin und Her löste das Thema Vertragsverlängerung von Klaus Kathan bei der DEG aus. Erst wurde spekuliert, die Verlängerung sei schon beschlossene Sache gewesen, nur über die Laufzeit des Kontraktes herrsche noch Uneinigkeit. Doch das wurde von Kathan heftig dementiert, er lehnte das Angebot der Metro Stars ab. Am 23. November vermeldete der Club dann doch die Vertragsverlängerung bis 2008, womit das Wirrwarr ein Ende hatte.

In Kassel war die Stimmung aufgrund des vorzeitigen Karriereendes von Martin Sychra schlechter. Er erlitt im November den vierten Bandscheibenvorfall in den letzten drei Jahren. Dagegen verzichteten die Adler Mannheim ganz freiwillig auf einen Spieler: Steve Kelly, der bis dahin die teaminterne Scorer-Wertung anführte, wurde nach Streitigkeiten mit Co-Trainer Jackson Penney beurlaubt. Am 29. November wurde er als Neuzugang beim Erzrivalen der Adler, den Frankfurt Lions, vorgestellt. Die Kölner Haie hatten bisher keine Verstärkung gebraucht, jedes Spiel in diesem Monat wurde gewonnen.

Die Auswirkungen des Trainerwechsels in Augsburg waren nicht sofort zu spüren. Die Bilanz der Panther im November: 13 Niederlagen in Folge. Eine von ihnen beendete eine acht Spiele andauernde Durststrecke der Iserlohn Roosters. Mannheim verpflichtete unterdessen Daniel Del Monte aus der zweiten Liga. Es sollte aufgrund des leeren Spielermarktes nicht der letzte Spieler sein, der während der Saison aus der zweiten Liga aufstieg. Bei den Eisbären Berlin wuchs die Einsicht, dass man mit den drei 19-jährigen Nachwuchstalenten Daniar Dshunussow, Youri Ziffzer und Sebastian Stefaniszin den Meistertitel nicht verteidigen werden könne. Deshalb verpflichtete Manager Peter-John Lee im November den jungen Tschechen Tomáš Pöpperle.

Anfang Dezember waren die Kölner Haie Mannschaft der Stunde, denn nach 13 Siegen in Folge festigten sie den zweiten Platz hinter dem ERC Ingolstadt. Unterdessen tauschten die Hannover Scorpions und die Kassel Huskies zwei Spieler untereinander. Verteidiger Brad Burym ging nach Nordhessen, im Gegenzug wurde Dominik Hammer ein Scorpion. Letztere durchliefen jedoch gerade ihr Saisontief, auch bedingt durch das Verletzungspech, das zur Reaktivierung des 43-jährigen Wallace Schreiber führte.

Im Dezember folgte der zweite Trainerwechsel der Spielzeit. Bei den Adlern Mannheim kam Angst auf, die Play-offs zu verpassen, weshalb sie Stéphane Richer beurlaubten und kurz darauf Greg Poss einstellten. Poss, der mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet wurde, hatte am Tag seiner Einstellung im Einvernehmen mit dem DEB seinen Kontrakt als Bundestrainer aufgelöst.

Als erster von drei Clubs mussten die Kölner Haie im Dezember infolge eines mangelhaften Ordnungsdienstes eine Geldstrafe von 5.000 € an die DEL zahlen. Während eines Heimspiels in der KölnArena waren Gegenstände aufs Eis geworfen worden.

Am 23. Dezember schlossen DEL und DEB einen neuen Kooperationsvertrag, der eine erweiterte Nachwuchsförderung, eine Stärkung der Nationalmannschaften, aber keinen sportlichen Auf- und Abstieg zwischen erster und zweiter Liga vorsah.

Michael Bresagk von den Frankfurt Lions freute sich in diesem Monat über sein 600. DEL-Spiel.

Seit dem ersten Januar sollten Schiedsrichter eine höhere Aufmerksamkeit auf Fouls wie Haken, Halten oder Behinderung legen, was vor allem schnellen und technisch versierten Spielern zugute kommen sollte. Diese Richtlinie wurde zunächst sehr streng gehandhabt. Am ersten Spieltag des neuen Jahres verteilten die Referees im Durchschnitt 62 Strafminuten pro Partie.

Am 3. Januar verpflichteten die Iserlohn Roosters den Torhüter Rich Parent, der schon zwei Jahre vorher einmal für den IEC gehalten hatte, um Stabilität im Abstiegskampf zu gewinnen. Die alte Nummer eins, Dimitrij Kotschnew, leistete sich in den letzten Spielen zu viele Fehler und reagierte daher auf den Parent-Einkauf wenig glücklich. Kein Wechsel im Tor, dafür an der Bande wurde am 10. Januar in Kassel vollzogen. Der glücklose Bernie Englbrecht wurde beurlaubt, über dessen Entlassung es schon im November erste öffentliche Diskussionen gegeben hatte. Damals hatte sich aber der Spielerrat um Kapitän Tobias Abstreiter dagegen ausgesprochen. Jetzt entließ Gesellschafter Rainer Lippe Englbrecht doch, was den Rücktritt Abstreiters zu Folge hatte. Der Kapitän konnte wenig später aber doch noch einmal zum Widerruf überredet werden. Neuer Trainer wurde der in Mannheim entlassene Stéphane Richer.

Die DEL verurteilte im Januar erst den EV Duisburg, später auch die Kassel Huskies wegen mangelhaften Ordnungsdienstes zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.500 €, weil auch in deren Stadien während eines Spiels Gegenstände auf die Eisfläche geworfen worden waren.

Eine positive Nachricht konnten derweil die DEG Metro Stars vermelden. Top-Scorer Tore Vikingstad, dem eine Rückkehr in die norwegische Heimat nachgesagt wurde, verlängerte seinen Kontrakt in Düsseldorf bis 2008. Zum ersten Mal seit dem 6. November verloren die Eisbären Berlin am 22. Januar ein Auswärtsspiel, für den Gegner, die Füchse Duisburg, war es der vorletzte Sieg der Vorrunde.

Woanders wurden Trainer entlassen, in Hamburg und Düsseldorf wurden im Februar Verträge mit Übungsleitern verlängert. Sowohl Mike Schmidt als auch Don Jackson werden auch in der kommenden Saison bei ihren Mannschaften das Sagen haben.

Zu den Olympischen Spielen in Turin unterbrach die DEL, wie schon im November für den TUI Nations Cup, ihren Spielbetrieb. Diese Pause nutzten viele Mannschaften für Testspiele oder Turniere im Ausland. Die Frankfurt Lions bestritten ein Turnier in Nagano, die Iserlohn Roosters und die Kölner Haie gewannen den Ahearne Cup in England für Deutschland, der EV Duisburg bestritt ein Turnier in Holland und Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg, Kassel sowie Hamburg waren in dieser Zeit in die Schweiz gereist.

Neben Spielen gab es in dieser Pause aber auch noch einige Wechsel. So holten die Pinguine aus Krefeld beispielsweise Dave Tomlinson, Hamburg verstärkte sich mit Andrej Nedorost, Ingolstadt verpflichtete Jeff Maund und in Frankfurt unterschrieben Petr Macholda und Christian Kohmann, der aus Kassel kam. Des Weiteren wechselten Jan Alinč und Mike Souza nach Köln, Tero Lehterä nach Duisburg und Jonathan Lehun zum Meister aus Berlin.

Lehun gab am ersten Spieltag nach den Olympischen Spielen sein Debüt im Eisbären-Dress, die vier Olympioniken wurden jedoch geschont. Das führte zu Anschuldigungen, man betriebe Wettbewerbsverzerrung, da der Gegner gerade die Krefeld Pinguine waren, die noch um den Einzug in die Play-offs kämpften. Doch die Hauptstädter gewannen das Spiel mit 5:3, was diese Vermutungen aus der Welt schaffte.

Nicht so gut aus der Olympia-Pause kamen die Frankfurt Lions, die bis zum Ende der Vorrunde nur noch einen Punkt (ausgerechnet gegen den Erzrivalen Mannheim) sammeln konnte.

Im Februar spielte Kassels Kapitän Tobias Abstreiter zum 600. Mal in der DEL.

Der März begann damit, dass sich mit den Hamburg Freezers das sechste Team die Play-off-Teilnahme sicherte. Ab diesem Zeitpunkt kämpften vier Mannschaften um die letzten beiden Plätze. Am 49. Spieltag besiegte Krefeld den Konkurrenten aus Mannheim, womit die Pinguine Frankfurt auf Rang acht ablösten. Diese Reihenfolge blieb bis zum Schluss bestehen, Hannover und Krefeld hießen die letzten beiden Play-off-Teilnehmer. In Frankfurt mussten die Spieler daraufhin einzeln zum Rapport, bei den Adlern waren die Planungen für die kommende Saison schon so gut wie abgeschlossen. Manager Marcus Kuhl übernahm die alleinige Verantwortung für das schlechte Abschneiden ausgerechnet im ersten Jahr der SAP-Arena.

Am vorletzten Spieltag wechselte der Tabellenführer. Der ERC Ingolstadt, der nun ganze 134 Tage Tabellenführer der DEL war, wurde kurz vor Schluss von den Eisbären Berlin abgelöst. Äußerst positiv verlief auch der Schlussspurt der Augsburger Panther. Sie verdrängten die Kassel Huskies noch von Platz 12 und sicherten sich so den vorzeitigen Klassenerhalt.

Direkt nach dem letzten Spiel am 12. März verkündete Doug Mason den Iserlohner Fans in der Halle seinen Abschied aus dem Sauerland, nach den Play-offs gaben ihn die Kölner Haie als neuen Chef-Coach bekannt.

Die ersten acht Vereine der obigen Tabelle spielten um die Meisterschaft, die letzten beiden gegen den Abstieg. Damit haben sich die Adler Mannheim, Vizemeister der vergangenen Saison, erstmals seit Einführung der Play-offs im deutschen Eishockey nicht für die Endrunde qualifiziert. Auch für die Frankfurt Lions war die Saison trotz höherer Erwartungen schon frühzeitig beendet. Für sie spielten die Hannover Scorpions und die Krefeld Pinguine nach mehrjähriger Abstinenz wieder in der Runde der besten Acht.

Die beiden Tabellenletzten Kassel Huskies und Füchse Duisburg spielten ab dem 15. März in einer Play-down-Serie im Modus „Best of Seven“ gegen den Abstieg. Kassel hatte aufgrund der besseren Hauptrundeplatzierung das erste Heimrecht, welches anschließend in jedem Spiel wechselte.

Damit standen die Kassel Huskies – wie schon im Vorjahr – als sportlicher Absteiger fest, der EV Duisburg erhielt die Qualifikation zur nächsten DEL-Spielzeit.

Das Viertelfinale wurde ab dem 15. März 2006 im Modus „Best of Seven“ ausgespielt. Das bestplatzierte Team der Hauptrunde, die Eisbären Berlin, traf auf die achtplatzierten Krefeld Pinguine, der zweitplatzierte ERC Ingolstadt auf den Siebten Hannover Scorpions, der Dritte, die DEG Metro Stars, auf die sechstplatzierten Hamburg Freezers sowie die viertplatzierten Nürnberg Ice Tigers auf die Kölner Haie, die die Hauptrunde als Fünfter beendet hatten.

Es war ein klassischer Fehlstart für die Eisbären Berlin in die Play-off-Viertelfinalserie, als die Pinguine die erste Partie mit 4:2 für sich entschieden. Matchwinner war Robert Guillet, der zwei Tore erzielte. Es sollte die einzige Niederlage des späteren Meisters in diesen Play-offs bleiben. Umso ungefährdeter war dann der Sieg im zweiten Spiel. Steve Walker erzielte zwei Tore für den Meister. Die dritte Partie war eine der spannendsten dieser Saison: die Pinguine gingen mit einer 4:2-Führung in den Schlussabschnitt, doch die Berliner konnten vor eigenem Publikum das Spiel innerhalb von acht Minuten noch drehen und Krefeld um den sicheren Sieg bringen. Im vierten Spiel konnte Krefeld ein 2:0 der Berliner noch egalisieren, doch dann drehten die Hauptstädter auf und gewannen mit 5:2. Den Halbfinaleinzug sichern konnten sich die Eisbären dann im fünften Spiel der Serie durch einen ungefährdeten 4:1-Heimsieg gegen die nur noch mit drei Reihen agierenden Pinguine.

Der ERC Ingolstadt führte schon 3:0 im ersten Viertelfinalspiel, als er die Scorpions noch auf 3:2 heran kommen ließ. Letztlich konnte der Sieg aber doch noch über die Zeit gerettet werden. Im zweiten Spiel führten die Hannoveraner schon nach 13 Minuten mit 2:0. Der Vorsprung, der in der 52. Minute auf 2:1 verkürzt wurde, sollte für den Ausgleich der Serie reichen. In Partie 3 schlugen die schon in der Vorrunde sehr heimstarken Panther wieder zurück und drehten einen 0:2-Rückstand in einen deutlichen 6:2-Sieg. Auswärts lief dagegen nicht so viel, das vierte Spiel der Serie führte zum Ausgleich: 2:2. Zu viele Strafzeiten gegen Hannover führten in Spiel fünf zu einem 5:0-Kantersieg der Panther, denen damit nur noch ein Sieg zum Halbfinaleinzug fehlte. Doch ähnlich deutlich wie in Spiel fünf ging auch die sechste Partie zugunsten der Heimmannschaft, diesmal der Hannover Scorpions, aus. Es kam zum Show-down in Ingolstadt, der erst durch ein Empty-Net-Goal in der letzten Minute entschieden wurde. Nachdem die Scorpions die Play-offs im letzten Jahr nur als Zuschauer verfolgt hatten, standen sie in dieser Saison im Halbfinale.

Gleich das erste Spiel dieser Viertelfinalserie ging in die Verlängerung, in der der ehemalige Hamburger Craig Johnson für die Entscheidung zugunsten der DEG sorgte. Deutlicher war da schon das Ergebnis aus Spiel zwei: 3:0 stand es schon nach dem ersten Drittel, 4:1 nach dem zweiten. Am Ende gewann Hamburg 4:2. Schnell führten die Metro Stars in der nächsten Partie mit 1:0, schnell folgte der Ausgleich. Die Entscheidung zum recht deutlichen 4:1 fiel erst in der Schlussphase durch Tore in der 57. und 60. Minute. Doch die Freezers konnten die Serie im vierten Spiel erneut ausgleichen. Matchwinner bei diesem 3:2-Sieg war Jeff Ulmer, der gleich zweimal traf. Im nächsten Aufeinandertreffen mussten die Teams zum zweiten Mal in die Verlängerung und wieder hieß der Sieger DEG Metro Stars. Daniel Kreutzer erzielte den Siegtreffer in der 66. Minute. Der Halbfinaleinzug konnten die Düsseldorfer dann in Hamburg feiern, als sie mit 4:2 gewannen. Den 2:0-Vorsprung aus der 6. Minute wurde von den Hanseaten noch ausgeglichen, doch im Schlussabschnitt sorgten Kreutzer und Alexander Sulzer für den Sieg der DEG.

Die Kölner Haie hatten im Viertelfinale kaum Probleme gegen die Nürnberg Ice Tigers, die damit zum sechsten Mal in Folge trotz aussichtsreicher Tabellenposition im Play-off-Viertelfinale ausschieden. Im ersten Spiel gingen die Haie innerhalb von drei Minuten mit 3:0 in Führung, die von den Ice Tigers ausgeglichen werden konnte. Lasse Kopitz sorgte im Schlussabschnitt für den Siegtreffer. Die zweite Partie war eindeutiger: Brad Schlegel erzielte beide Tore zum 2:0-Vorsprung, Stéphane Julien und Mike Souza bauten diesen noch aus. Im dritten Spiel konnten die Ice Tigers zweimal eine Kölner Führung ausgleichen, ehe sie dann selbst in Führung gingen. Mirko Lüdemann rettete die Haie kurz vor Spielende in die Verlängerung, in der Bill Lindsay die Entscheidung brachte. Ein 6:2-Sieg sicherte dann für den Halbfinaleinzug.

Damit hatten sich die Eisbären Berlin, die DEG Metro Stars, die Kölner Haie und die Hannover Scorpions für das Halbfinale qualifiziert.

Die Halbfinalbegegnungen wurden ab dem 30. März und wie das Finale im Modus „Best of Five“ ausgetragen. Die bestplatzierte noch verbliebene Mannschaft der Vorrunde traf auf die schlechtplatzierteste, während der Zweitbestplatzierte der Vorrunde gegen den Drittbestplatzierten spielte.

Die Eisbären hatten die längere Erholungsphase nach den Viertelfinalspielen, dennoch starteten die Scorpions engagiert in die Halbfinalserie. Erst in der Verlängerung setzten sich die Hohenschönhausener gegen Hannover, das zwischenzeitlich sogar mit 3:1 führte, durch. Im zweiten Spiel in der TUI Arena glichen die Scorpions zweimal eine Berliner Führung aus, schon im zweiten Abschnitt erzielten die Eisbären dennoch den Siegtreffer. Spiel drei der Serie fand dann wieder im Wellblechpalast statt. Jeweils zwei Treffer von Denis Pederson und Stefan Ustorf halfen den Hauptstädtern zum 5:3-Sieg, wodurch die Berliner erneut für die DEL-Finalserie qualifiziert waren.

Das hitzigste Duell der Play-offs 2006 war wohl das rheinische Derby zwischen Düsseldorf und Köln, das vor allem von umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen geprägt war. Schon im ersten Spiel wurden die Haie von Referee Rick Looker mit doppelt so vielen Strafzeiten bedacht wie die DEG. Diese ging in der ersten halben Stunde mit 3:0 in Führung, die Tore von Alex Hicks und Jan Alinč machten das Spiel aber noch einmal spannend. Der Ausgleich gelang den Domstädtern jedoch nicht mehr. Vor heimischem Publikum konnten die Kölner die Serie aber wieder ausgleichen. Hicks und Eduard Lewandowski erzielten die entscheidenden Treffer im Schlussabschnitt. Das dritte Spiel gewann die DEG klar mit 6:1, nachdem die Haie 1:0 in Führung gingen, allein Tore Vikingstad traf dreimal ins gegnerische Tor.

Damit hatten sich die Eisbären Berlin und die DEG Metro Stars für das Finale qualifiziert.

Die Finalserie wurde ab dem 13. April ausgespielt. Die Eisbären Berlin hatten aufgrund ihrer besseren Platzierung in der Hauptrunde das erste Heimrecht.

Wie schon im letzten Jahr gewannen die Eisbären die Finalserie durch einen Sweep. Das erste Spiel konnte ohne große Mühe mit 6:1 gewonnen werden. Nach 35 Minuten lagen sie schon 3:0 vorn, nach dem Anschlusstreffer wurden im letzten Drittel auch letzte Zweifel beseitigt. Die zweite Partie war gleichzeitig das letzte DEL-Spiel an der Brehmstraße, weshalb die Stimmung unter den 10.217 Zuschauern blendend war. Walser und Quint brachten die Eisbären in den ersten beiden Dritteln mit 2:0 in Führung, was schließlich auch das Endergebnis war. Im dritten Spiel sah es nach dem ersten Drittel noch nach einer Chance für Düsseldorf aus. Mit 2:1 ging es in die erste Pause, doch dann kam nur noch der deutsche Meister zum Zug und erhöhte das Ergebnis auf 6:2.

Die Eisbären Berlin gewannen die Play-offs. Sie wurden damit Deutscher Meister 2006 und feierten nach 2005 ihren zweiten gesamtdeutschen Titelgewinn.

Aus Altersgründen schieden vor der Saison Wolfgang Hellwig und Profischiedsrichter Petr Chvatal aus diesem Team aus. Gerhard Lichtnecker hatte einen Job als Supervisor bei der IIHF in Aussicht, weshalb auch er als DEL-Schiedsrichter aufhörte. Während der Spielzeit wurden Dimmers, Langer und Vogl zu Zweitliga-Schiedsrichtern herabgestuft. Sie wurden ersetzt durch den Ex-Eishockeyspieler Steffen Klau und Neuling Daniel Piechaczek sowie Rick Looker, der als Profi aus den USA kam. Dieser brachte zwar anfangs gute Leistungen, doch später nahm seine Form ab. Looker verteilte allein elf von insgesamt 77 Spieldauer-Disziplinarstrafen.

Wie in den Vorjahren nahm die DEL am IIHF Referee Exchange Program teil, wobei Thomas Schurr aus familiären Gründen nicht mehr länger daran teilnahm und durch Martin Reichert ersetzt wurde. Zweiter Teilnehmer an diesem Programm war Richard Schütz. Im Gegenzug wurden 13 DEL-Spiele von ausländischen Schiedsrichtern geleitet.

Seit dem 1. Januar 2006 waren die Referees angehalten, sich an der „Null-Toleranz-Richtlinie“ zu orientieren. Dies führte dazu, dass für kurze Zeit mehr Strafen verteilt wurden. Danach pendelte sich die Quote wieder auf dem vorherigen Niveau ein, was zum einen daran lag, dass die Schiedsrichter nach einigen Spielen wieder weniger konsequent waren, zum anderen aber auch daran, dass die Spieler sich auf die neue Regelauslegung einstellten.

Um Schiedsrichter-Neulinge (z. B. auch ehemalige Spieler) an die DEL zu führen, gründete die Liga ein Traineeprogramm, das von Ex-DEL-Referee Gerhard Müller geleitet wird. Es nahmen fünf Schiedsrichter teil: Georgij Jablukow, Raik van Gameren, Daniel Piechaczek, Ulpi Sicorschi und Markus Brill.

Das DEL All-Star Game 2006 fand am 5. Februar 2006 im Krefelder KönigPalast. Dabei standen sich zum letzten Mal ein All-Star-Team der besten ausländischen DEL-Spieler und die deutsche Nationalmannschaft gegenüber. Ab der Spielzeit 2006/07 trat ein Team Europa gegen eine Auswahl der besten nordamerikanischen Spieler der Liga gegeneinander an. Nach 60 Minuten gewann die deutsche Nationalmannschaft schließlich mit 5:3 Toren. Im Rahmen der Skills Competition war Eduard Lewandowski mit 12,95 Sekunden schnellster Skater, Thomas Greiss bester Torhüter und Jakub Ficenec hatte mit 142 km/h den härtesten Schlagschuss.

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Source : Wikipedia