Daniel Craig

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Geschrieben von tron 26/04/2009 @ 22:10

Tags : daniel craig, schauspieler, kultur

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Daniel Craig

Daniel Craig bei der Premiere von Ein Quantum Trost in New York

Daniel Wroughton Craig (* 2. März 1968 in Chester, England) ist ein britischer Schauspieler.

Craig wurde als Sohn des Stahlarbeiters Timothy John Wroughton Craig (genannt Tim) und dessen Ehefrau, der Kunstlehrerin Olivia Williams Craig (genannt Carol) geboren. Nach der Trennung seiner Eltern wuchs er zusammen mit seiner älteren Schwester Lea zunächst in Liverpool und später in Hoylake, Wirral, bei seiner Mutter und seinem Stiefvater Max Blond, einem auf der Insel bekannten Künstler, in einem künstlerischen Umfeld auf. Bereits im Alter von sechs Jahren wurde seine musische Begabung besonders von seiner Mutter gefördert. Darüber hinaus war er während seiner High School-Zeit Rugbyspieler im „Hoylake Rugby Club“.

Im Alter von 16 Jahren zog er nach London, wo er sich dem National Youth Theatre anschloss. Seine Schauspielausbildung erhielt er von 1988 bis 1991 in der Londoner Kunsthochschule Guildhall School of Music and Drama, auf der auch Ewan McGregor, Orlando Bloom und Joseph Fiennes ihr Studium abschlossen. Es folgten Theaterauftritte, unter anderem am legendären Old Vic Theatre.

Seine Filmkarriere begann 1992 mit einer Nebenrolle in John G. Avildsens Filmdrama Im Glanz der Sonne; größere Bekanntheit erlangte er 1996 durch eine Hauptrolle in der neunteiligen BBC-Miniserie Our Friends in the North. Es folgten Auftritte in größeren Produktionen wie Elizabeth (1998) und The Trench (1999) durch die er auch international bekannt wurde. Er übernahm in der Folge Nebenrollen in kommerziell oder künstlerisch erfolgreichen Filmen wie Lara Croft: Tomb Raider und Road to Perdition.

Für seine Darstellung eines Mannes in Roger Michells Film Die Mutter, der eine Liebesbeziehung mit der Mutter seiner Freundin eingeht, wurde Craig 2004 für den Publikumspreis des europäischen Filmpreises nominiert.

Mit dem britischen Kinofilm Layer Cake feierte Craig 2004 einen großen kommerziellen Erfolg. 2005 stand der Brite als jüdischer Mossad-Agent für Regisseur Steven Spielbergs München vor der Kamera. Nachdem Craig die Dreharbeiten zu Casino Royale abgeschlossen hatte, begannen die Dreharbeiten zu der Verfilmung von Philip Pullmans Roman-Trilogie His Dark Materials, deren erster Teil Der Goldene Kompass im Jahr 2007 herauskam. Craig spielte darin die Rolle des Lord Asriel, welcher in der Bühnenfassung von Timothy Dalton, einer von Craigs Vorgänger in der Rolle des James Bond, in den Jahren 2003 und 2004 am Royal National Theater in London verkörpert worden war.

In der Verfilmung des Glen Duncan-Romans I, Lucifer spielte Craig Lucifer, den gefallenen Engel, an der Seite von Ewan McGregor, der den britischen Schriftsteller Declan Gunn darstellte.

Am 14. Oktober 2005 wurde in London offiziell bekannt gegeben, dass Craig als Nachfolger von Pierce Brosnan der sechste Darsteller des fiktiven englischen Geheimagenten James Bond sein würde. Drehstart des auf dem ersten Roman Casino Royale von Ian Fleming basierenden Kinofilms war im Januar 2006. Er ist somit nach Roger Moore der zweite Engländer in der Rolle des Agenten 007.

Anfang Februar 2006 kam es vermehrt zu Protestaktionen mit dem Ziel, Casino Royale bei dessen Kinoausstrahlung zu boykottieren, da einige Fans Daniel Craig nicht als neuen „Bond“ akzeptieren wollten. Britische Boulevardblätter gaben ihm sogar den Spitznamen James Bland (James Langweilig). Ex-Bond Pierce Brosnan, ebenso Sean Connery und Roger Moore, und auch die beiden Bond-Bösewichte Christopher Lee und Toby Stephens gaben Craig allerdings Rückendeckung. Zum Kinostart gab es aber überwiegend sehr gute Kritiken. Der neue Bond sei, so die Londoner Times, „glaubwürdiger als seine Vorgänger“, was fast einem Ritterschlag gleichkomme, so der Spiegel. „Er hat den Mantel von 007 übergestreift, und das Resultat ist ein dem Tode trotzender, Sportwagen fahrender, weibliche Rücken liebkosender und Cocktail-Rezepte präzisierender Triumph“, lobte The Guardian Daniel Craig in seiner Rolle.

Während sich die Produktion von Casino Royale dem Ende näherte, verkündeten die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli, dass die Vorproduktion zum 22. Bond-Film bereits begonnen hätte. Im Juli 2006 gaben Wilson und Broccoli offiziell bekannt, dass der nächste Film voraussichtlich am 7. November 2008 seine Weltpremiere feiern würde. Der Titel wurde am 24. Januar 2008 mit Quantum of Solace bekannt gegeben, der auf die Kurzgeschichte Ein Minimum an Trost zurückgeht. Die Weltpremiere des Films fand am 29. Oktober 2008 in London statt.

Daniel Craig erhielt im Januar 2007 als erster 007-Darsteller eine Nominierung in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ (Casino Royale) der Britischen Akademie der Film- und Fernsehkunst (BAFTA). Für die 22. Wiederkehr des Doppelnull-Agenten im Jahr 2008 hatte Craig seinen Vertrag mit der Option unterschrieben, auch in einem weiteren, seinem dritten James Bond-Film, erneut den 007-Agenten zu verkörpern.

Seine deutsche Synchronstimme ist häufig Dietmar Wunder.

Von 1992 bis 1994 war Craig mit der schottischen Schauspielerin Fiona Loudon verheiratet. Aus dieser geschiedenen Ehe ging Tochter Ella hervor, die im Jahr 1992 geboren wurde. In den darauffolgenden sieben Jahren war er der Lebensgefährte der deutschen Schauspielerin Heike Makatsch. Seit dem Jahr 2005 ist er mit der amerikanischen Filmproduzentin Satsuki Mitchell liiert.

Craig ist Vorsitzender des Honorary Board Of Directors der gegen den illegalen Menschenhandel ankämpfenden NGO „Stop Trafficking Of People“ (STOP).

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Samantha Morton

Samantha Morton im Februar 2008

Samantha Morton (* 13. Mai 1977 in Nottingham) ist eine britische Schauspielerin.

Morton brach im Alter von 13 Jahren ihre Schulausbildung ab und hatte noch im selben Jahr ihre ersten Fernsehauftritte, bekam jedoch erst 1995 eine größere Rolle der Miniserie Band of Gold. Im Jahr 1997 spielte sie die Jane Eyre im gleichnamigen Film nach dem Buch von Charlotte Brontë. Im Jahre 2002 spielte sie einen der Precogs, Agatha, im Film Minority Report. 2004 spielte sie an der Seite von Johnny Depp in The Libertine.

Sie wurde 2000 für einen Oscar als beste Nebendarstellerin im Woody Allen-Film Sweet and Lowdown sowie 2004 als beste Hauptdarstellerin in In America nominiert. 2004 spielte sie auch im Film Enduring Love mit Daniel Craig und Bill Nighy mit.

Samantha Morton hat zwei Töchter. Esme (* 5. Februar 2000) stammt aus einer Beziehung mit dem Schauspieler Charlie Creed-Miles. Vater ihrer zweiten Tochter (* 4. Januar 2008) ist Harry Holm, Sohn des Schauspielers Ian Holm.

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Die Mutter – The Mother

Die Mutter – The Mother ist ein Spielfilm des britischen Regisseurs Roger Michell aus dem Jahr 2003. Das Drama basiert auf einem Original-Drehbuch von Hanif Kureishi und wurde von den Filmstudios BBC Films, Free Range Films und Renaissance Films produziert. Das Werk wird allgemein dem Independentfilm zugeordnet.

May und der pflegebedürftige Toots, ein Rentnerehepaar aus dem Norden Englands, fahren mit dem Zug nach Süden, um ihre in London lebenden Kinder zu besuchen. Die beiden Vorstädter werden von den Eindrücken der Millionenmetropole fast erschlagen und finden nur mit großer Mühe das Haus ihres Sohnes Bobby in Notting Hill, einem scheinbar erfolgreichen Geschäftsmann. Das erste Wiedersehen verläuft enttäuschend – das Haus wird gerade um einen Wintergarten erweitert und Bobby und seine Ehefrau Helen, die gerade eine Boutique für teure Produkte aus Kaschmirwolle eröffnet hat, sind von ihrer Arbeit so sehr eingespannt, dass sie für ihre Kinder ein Aupair-Mädchen aufgenommen haben und May und Toots nur kurz begrüßen können. Die Enkelkinder wissen mit dem älteren Ehepaar nichts anzufangen und müssen von ihren Eltern darauf aufmerksam gemacht werden, dass es sich um die mit Geschenken beladenen Großeltern handelt. Kurze Zeit später findet in der Wohnung von Tochter Paula, einer Lehrerin und einer Hobby-Schriftstellerin, ein gemeinsames Essen statt. Dem idyllischen Fest im Kreise der Familie folgt jedoch wenige Stunden später Ernüchterung. In der Nacht erleidet Toots einen Herzanfall, an dem er verstirbt.

May, die kurze Zeit später von Bobby zurück in ihr Zuhause in den Norden gebracht wird, schafft es nicht allein in dem nun leeren Haus zu bleiben. Zu groß für sie ist die Angst, wie eine der einsamen und alten Witwen in ihrer Nachbarschaft zu enden. Zum Ärger ihrer Schwiegertochter Helen, kehrt May mit Bobby nach London zurück und richtet sich in dem Haus ihres Sohnes ein. Bei einem ersten Spaziergang durch London irrt May orientierungslos durch die Straßen der britischen Hauptstadt, und findet erst nach zahlreichen Befragungen von Passanten die Wohnung von Paula wieder. Verängstigt aber gleichzeitig belebt durch das Geschehnis, findet May Trost bei ihrer Tochter, die sie schon bald stundenweise mit der Betreuung ihres Sohnes beauftragt. Als Paula eines Abends spät mit ihrem Freund nach Hause kommt, beobachtet May die beiden durch einen Türspalt beim gemeinsamen Sex, um kurz darauf Zeugin eines Streits zu werden. Von einem Fenster aus erkennt May den Liebhaber ihrer Tochter, bei dem es sich um Darren handelt, einen Freund Bobbys, der den Wintergarten errichtet. Sie wundert sich, warum Paula eine so schlechte Wahl getroffen hat.

In den nächsten Tagen erfährt May von ihrem Enkel, dass die labile Paula einen Psychiater aufsucht. Als sie daraufhin ihre Tochter auf das Thema anspricht, sieht sich May mit Schuldzuweisungen konfrontiert. Paula beschwert sich bei ihr über das ungerechte Leben als allein erziehende Mutter und ist neidisch auf das beschauliche und einfache Leben Mays, das sie als Hausfrau und Mutter geführt hätte. May entgegnet Paula, dass sie während ihrer Ehe unglücklich war, doch das interessiert ihre Tochter nicht. Sie ist geradezu besessen von dem Gedanken eine ordentliche Beziehung mit Darren zu führen, der unglücklich verheiratet und Vater eines behinderten Kindes ist. May lässt sich von Paula überreden Darren bei seiner Arbeit in Gespräche zu verwickeln und so mehr über seine Wünsche zu erfahren, doch das erste Gespräch fördert keine brauchbaren Informationen zutage. Auf Drängen Mays fällt Paula den Entschluss, dass es besser ist sich von Darren noch am folgenden Tag zu trennen.

Während Paula scheinbar mit dem Kapitel Darren abgeschlossen hat, sucht May Kontakt zu dem attraktiven Handwerker, während der weiter den Wintergarten ihres Sohnes ausbaut. May bringt ihm ein Croissant aus einem Café mit und es entwickelt sich in einer langen Unterhaltung eine innige Freundschaft zwischen den beiden. Sie genießen die Kameradschaft des anderen und Darren lädt sie auf einen Ausflug an der Themse ein. Es folgen ein gemeinsamer Imbiss und der Besuch eines alten Friedhofs, wo sie das Grab des Malers William Hogarth (1697–1764) besichtigen. Etwas angetrunken stolpert May auf dem Rückweg, Darren fängt sie auf, worauf sich die Rentnerin zu einem hastigen Kuss hinreißen lässt. May ist der Vorfall peinlich; sie entschuldigt sich und gibt an, sie wäre es nicht gewohnt zum Mittagessen zu trinken. Bei Paula beginnt May kurz darauf eine attraktivere Garderobe anzulegen und wird von ihrer Tochter zu einem Treffen ihrer Schreibgruppe mitgenommen. May verfasst dort ein sehr persönliches Essay über ihre Fehler als Mutter und macht die Bekanntschaft des gleichaltrigen Rentners Bruce, mit dem Paula May zu verkuppeln plant. May lehnt jedoch ein Treffen mit Bruce höflich ab.

Beflügelt von dem Besuch einer Kunstausstellung schenkt May Darren ein Buch über klassische Malerei. Darren, der ebenso von Kunst fasziniert ist wie May, ist gerührt von dem Geschenk und sie vertiefen sich in langen Unterhaltungen, in denen May anfängerhaft mit Papier und Bleistift den attraktiven Handwerker bei seiner Arbeit portraitiert. May berichtet Darren von ihrer Ehe, unter anderem davon, dass sie wegen ihres Ehemannes verzichtete, einen Freundeskreis aufzubauen und eine heimliche Affäre zu einem Antiquitätenhändler unterhielt, mit dem sie plante fortzugehen. Es kommt zum ersten gemeinsamen Sex, als May Darren bittet mit ihr nach oben ins Zimmer zu gehen. Erneut treffen sie sich in Bobbys Haus zum gemeinsamen Schäferstündchen und May bietet Darren an, ihm den Wunsch einer Reise weit weg von seinem problematischen Leben in London zu erfüllen, möglicherweise auch mit ihr gemeinsam. Schon kurz nachdem sie den Gedanken ausgesprochen hat, schämt sie sich dessen, doch Darren ist ernsthaft am überlegen, das Angebot anzunehmen.

Die Affäre kommt ans Licht, als Paula ihren Bruder in seinem Haus aufsucht. Bobby eröffnet ihr, dass die Geschäfte schlecht laufen, was unter anderem auch auf die gerade eröffnete Boutique seiner Ehefrau zurückzuführen ist. Schwarzen Zahlen will er wieder mit dem Verkauf seines Eigenheimes erwirtschaften, das durch Darrens Wintergarten zusätzlich Gewinn abwerfen wird. Während des Gesprächs blättert Paula gelangweilt im Zeichenblock ihrer Mutter und entdeckt Skizzen von Darren, die ihn und May in erotischen Posen zeigen. Geschockt und angeekelt von dieser Vorstellung, versucht Bobby seine Schwester zu beruhigen und die Kritzeleien als Hirngespinste ihrer Mutter abzutun, doch Paula ist fest davon überzeugt, dass May ein Verhältnis mit ihrem Geliebten habe. Paula beginnt jedoch nicht ihre Mitwisserschaft preiszugeben, sondern forciert die Verkupplungsversuche mit Bruce nur noch mehr, um May mit ihrer Beziehung zu Darren eifersüchtig zu machen. Nach einem gemeinsamen Essen und dem Besuch einer Disco entscheidet sich May eine Nacht mit Bruce zu verbringen, doch das sexuelle Abenteuer wird zur Farce. Kurze Zeit später kommt es auch zum Bruch mit Darren und ihrer Familie. Darren, dem Alkohol und leichten Drogen sehr zugetan und wütend über die Tatsache, dass Bobby ihm den geplanten Verkauf des Hauses verschwieg, kann sich mit der Rolle eines Mannes, der immer nur von den Frauen ausgenommen wird, nicht abfinden. Er verspottet May, als sie ihn mit gekauften Flugtickets überrascht und demoliert den fast fertigen Wintergarten. Bobby bietet seiner Mutter an, ihr einen Psychiater zu besorgen. Paula, die in einem Anfall von Hysterie ihre gesamten literarischen Werke verbrennt, konfrontiert May mit ihrem Wissen über die Affäre. Paula sucht ein Ventil für ihre Wut und bittet ihre Mutter um den letzten Gefallen an ihr körperliche Gewalt auszuüben, was May gewährt. Mit einem Veilchen am Auge verabschiedet sich May am nächsten Tag von jedem Familienmitglied, doch ihre Abreise wird nur am Rande wahrgenommen. Angekommen in der leeren Doppelhaushälfte, beginnt May schon bald für eine Urlaubsreise zu packen und den tristen Alltag hinter sich zu lassen.

Der Film basiert auf einem Original-Drehbuch des pakistanisch-britischen Drehbuchautors und Schriftstellers Hanif Kureishi, der sich unter anderem auch für die Skripte von Stephen Frears' Mein wunderbarer Waschsalon (1985) und Patrice Chereaus Intimacy (2001) verantwortlich zeigte. Das Drehbuch zu Die Mutter – The Mother wurde durch die Krankheit seines Vaters, sowie durch seine Mutter inspiriert. Als Kureishi eines Tages mit seiner Mutter ein indisches Restaurant besuchte und die 75-Jährige einen indischen Kellner für seine reizenden Hände lobte, entgegnete Kureishi ein „Das war aber ganz schön frivol, Mum.“. Doch Kureishi sah, dass seine Mutter in diesem Moment aufblühte und er stellte sie sich als junge Frau vor, was den Beginn zur Arbeit an Die Mutter – The Mother bedeutete. Die Regie übernahm der Brite Roger Michell, der zuvor bei der Liebeskomödie Notting Hill (1999) und dem von der Kritik verhalten aufgenommenen Drama Spurwechsel (2002) Regie geführt hatte. Für die Hauptrolle wurde die britische Schauspielerin Anne Reid verpflichtet, die vor allem in England für ihre TV-Arbeit bekannt ist. Roger Michell sah sie in dem Theaterstück The York Realist am renommierten Royal Court Theatre in London und entschied sich sofort sie für die Hauptrolle zu verpflichten. In der Nebenrolle als Objekt der Begierde agiert der britische Schauspieler Daniel Craig, der zwei Jahre später als Nachfolger des James Bond-Darstellers Pierce Brosnan weltweite Aufmerksamkeit erringen sollte.

Die Dreharbeiten begannen im Juni 2002 und wurden einen Monat später im Juli abgeschlossen. Gedreht wurde auf einem eingegrenzten Gebiet um Shepherd's Bush Green im Westen Londons, was unter anderem auch den Piccadilly Circus und das London Eye miteinschlossen, sowie die Goldhawk Road Station.

Das Drama feierte seine Premiere am 16. März 2003 auf den Filmfestspielen von Cannes. Nachdem der Film unter anderem auf dem Toronto International Film Festival (7. September) und den französischen Dinard Festival of British Cinema (3. Oktober) und Cinessonne Film Festival (9. Oktober) gezeigt wurde, startete Die Mutter – The Mother offiziell am 9. Oktober 2003 in den deutschen Kinos. Der britische und der US-amerikanische Kinostart erfolgte am 14. November 2003 bzw. 28. Mai 2004. Der ungefähr 1,5 Millionen Britische Pfund (ungefähr 2 Millionen Euro) teure Film konnte in den USA bis zum 7. November 2004 einen Brutto-Gewinn von 1 Millionen US-Dollar erzielen. Zwar galt Roger Michells Film nicht als finanziell erfolgreich, aber als großer Liebling der Kritiker, die Die Mutter – The Mother mit Werken von Mike Leigh und Ken Loach verglichen. Neben Michells Inszenierung und dem brisanten Filmskript wurden vor allem die Darstellerleistungen gelobt, allen voran Hauptdarstellerin Anne Reid, der nach ihrer jahrzehntelangen Arbeit im britischen Fernsehen auch der Erfolg im internationalen Kino nicht verwehrt blieb. Vereinzelt wurde ihr Portrait der verwitweten May mit den Leistungen von Katharine Hepburn in David Leans Traum meines Lebens (1955) und Brigitte Mira in Rainer Werner Fassbinders Angst essen Seele auf (1974) verglichen.

Vielfach für Filmpreise nominiert wurde Hauptdarstellerin Anne Reid. Ihre Schauspielleistung wurde bei den London Critics Circle Film Awards preisgekrönt, weitere Nominierungen folgten für den renommierten britischen Filmpreis BAFTA, den Europäischen Filmpreis, den British Independent Film Award und den US-amerikanischen Chlotrudis Award. Daniel Craig wurde 2004 ebenfalls für einen Europäischen Filmpreis nominiert, während der Film selbst unter anderem im Wettbewerb des Cinemanila International Film Festivals und Internationalen Filmfestivals Shanghai vertreten war.

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Shooting Star (Auszeichnung)

Shooting Star ist eine seit 1998 vom Netzwerk europäischer Filmorganisationen, der European Film Promotion (EFP), an der Berlinale vergebene Auszeichnung an junge, aufstrebende Filmschauspieler. Hauptinitiatoren dieser Auszeichnung sind das MEDIA-Programm der EU zur Förderung des europäischen Filmschaffens, Mitgliedsorganisationen der EFP sowie private Sponsoren. Ziel des Preises ist, junge, talentierte Filmschauspieler aus Europa einer großen Öffentlichkeit sowie Filmproduzenten bekannt zu machen, um deren Karrieren und somit den europäischen Film zu fördern.

Jedes europäische Land, das durch eine Filmorganisation in der EFP vertreten ist, kann jährlich einen Schauspieler oder eine Schauspielerin nach eigenen Kriterien und Ansprüchen auswählen und als Vertreter des jeweiligen Landes zur Shooting Star-Präsentation nach Berlin an die Berlinale schicken, wo sie an mehreren Tagen dem Publikum, den Medien und den Filmproduzenten vorgestellt werden. Promotionmaßnahmen für die Schauspieler, etwa in Form von Foto-Shootings, Pressemappen und Internet-Präsentationen, ergänzen die Prämierung an der Berlinale.

2009 werden neun Shooting Stars aus neun europäischen Ländern eingeladen. Seit Beginn dieser Auszeichnung wurden so bereits 213 Schauspieler (96 Männer und 117 Frauen) als Shooting Stars auf der Berlinale vorgestellt.

Jeder von den EFP-Mitgliedsländern ausgewählten Schauspieler erhält an der Berlinale den Shooting Stars Award – dementsprechend variiert die Zahl der jährlichen Preisträger. So wurden an der Berlinale 2007 25 junge Schauspieler aus 25 Ländern ausgezeichnet, 2008 lediglich neun. Am häufigsten mit dem Preis bedacht wurden deutsche Schauspieler oder Schauspielerinnen (20 Entsendungen), gefolgt von ihren Kollegen aus Frankreich (16), Spanien (15) und Großbritannien (14).

Unter den bisherigen Preisträgern finden sich mittlerweile international bekannte Schauspieler wie der jüngste James-Bond-Darsteller Daniel Craig (Shooting Star des Jahres 2000), Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz (1998), Daniel Brühl (2003), Benno Fürmann (2001), die Berlinale-Preisträgerin Nina Hoss (2000), Kelly Macdonald (1999), Fele Martínez (2000), Franka Potente (1998) oder Ludivine Sagnier (2001).

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Aurora (Roman)

Aurora ist ein Roman des britischen Schriftstellers Robert Harris. Der Originaltitel in englischer Sprache lautet "Archangel". Der Thriller thematisiert die Recherchen eines britischen Historikers in der stalinistischen Vergangenheit Russlands, dabei verknüpft der Autor Fiktion mit historischen Fakten. Das Buch erschien am 21. September 1998 unter dem englischen Originaltitel Archangel bei Hutchinson/Random House, die deutsche Übersetzung im selben Jahr im Heyne-Verlag.

Der Roman wurde 2005 als Die rote Verschwörung mit Daniel Craig verfilmt.

Der britische Historiker Fluke Kelso nimmt an einem Kongress in Moskau teil. Dort trifft er auf Papu Rapawa, der früher der Leibwächter des Geheimdienstchefs Lawrenti Beria war. Rapawa berichtet dem Briten von Hinterlassenschaften, die sein Chef nach dem Tode Stalins verschwinden ließ. Nach dem Verschwinden Rapawas macht sich Kelso auf, das Versteck der mutmaßlichen Dokumente zu finden. Im Zuge seiner Recherchen schließen sich ihm der amerikanische Journalist O’Brian und die Tochter Rapawas, Sinaida, an. Die Gegenseite um den Alt-Stalinisten Mamantow interessiert sich ebenfalls für das versteckte Gut. In der Nähe der Stadt Archangelsk trifft Kelso auf einen bis dato nicht bekannten, in der Wildnis lebenden Sohn Stalins. Letztlich wird klar, dass Kelso als Vertreter des Westens getäuscht und instrumentalisiert worden war, um Stalins Erbe den Weg zu bereiten.

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Source : Wikipedia