Daimler

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Geschrieben von goldorak 02/05/2009 @ 14:11

Tags : daimler, automobile, wirtschaft

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Daimler AG

Größte Unternehmen der Welt 2005 nach Umsatz

Die Daimler AG ist ein deutscher Hersteller von PKW und Nutzfahrzeugen sowie Anbieter von Finanzdienstleistungen mit Firmenzentrale in Stuttgart und die erste richtige global notierte Aktiengesellschaft.

Die heutige Daimler AG wurde 1998 als DaimlerChrysler AG nach dem Zusammenschluss der Daimler-Benz AG mit der amerikanischen Chrysler Corporation gegründet. Die Umbenennung in Daimler AG erfolgte 2007 nach dem mehrheitlichen Verkauf von Chrysler. Die Anfänge der Daimler AG reichen bis in das Gründungsjahr 1883 der Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik in Mannheim zurück, die im Jahre 1926 mit der Daimler-Motoren-Gesellschaft zur Daimler-Benz AG fusionierten.

Erste Gespräche zwischen dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG, Jürgen Schrempp und dem damaligen CEO der Chrysler Corporation, Robert Eaton über eine Fusion beider Unternehmen fanden am 12. Januar 1998 in Detroit statt. Am 7. Mai wurde der Zusammenschluss durch die beiden Unternehmensführer in London bekanntgegeben. Dabei wurde betont, dass es sich um keine Übernahme des einen Unternehmens durch das andere handle, sondern um eine Fusion unter gleichen (merger of equals). Jürgen Schrempp betitelte den Zusammenschluss zur DaimlerChrysler AG als „Hochzeit im Himmel“.

Nachdem zunächst schon die EU-Kommission der Fusion zugestimmt hatte, wurde diese am 31. Juli 1998 auch durch die amerikanischen Wettbewerbsbehörden genehmigt. Am 18. September stimmten schließlich die Aktionäre auf den Hauptversammlungen beider Unternehmen der Fusion zu. Die Fusion erfolgte durch einen Aktientausch in Aktien des neuen Unternehmens, der DaimlerChrysler AG. Daimler-Benz Aktionäre erhielten pro Aktie 1,005 DaimlerChrysler Aktien, eine Chrysler Aktie wurde in 0,6235 DaimlerChrysler Aktien getauscht. Am 17. November 1998 nahm die DaimlerChrysler AG das operative Geschäft auf und die Aktien wurden erstmals an den Börsen gehandelt.

In der Führung des neuen Unternehmens sollten Daimler-Benz und Chrysler zu gleichen Teilen vertreten sein. So war zunächst der Vorstand paritätisch besetzt und sowohl Jürgen Schrempp als auch Robert Eaton agierten als Vorstandsvorsitzender. Die Sitzungen des Vorstands wurden wechselnd in Stuttgart und bei Chrysler in Auburn Hills abgehalten. Juristischer Sitz war aber von Anfang an Stuttgart, die DaimlerChrysler AG wurde als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht gegründet.

Nach zwei Jahren erklärte der Co-Vorsitzende Robert Eaton seinen Rücktritt, so dass Jürgen Schrempp zum alleinigen Vorstandsvorsitzenden wurde. Jürgen Schrempp hat sein Amt am 1. Januar 2006 an Dieter Zetsche weitergegeben. Nach und nach verschob sich auch das Stimmenverhältnis im Vorstand immer mehr zugunsten der deutschen Mitglieder.

Kurz nach seinem Amtsantritt zum 1. Januar 2006 kündigte der neue DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche einen weiteren Stellenabbau an. In der Konzernverwaltung wurden in den nächsten drei Jahren 6.000 Stellen abgebaut.

Zetsche wurde am 1. September 2005 zunächst Vorstand für die Marke Mercedes-Benz. Ursprünglich war 2004 Wolfgang Bernhard als Nachfolger von Jürgen Hubbert für den Chefposten bei Mercedes-Benz vorgesehen, wurde jedoch kurz vor Amtsantritt unter mysteriösen Umständen seines Vorstandsbereiches enthoben und wurde Markenchef von Volkswagen. Am 1. Oktober 2004 wurde Eckhard Cordes zum Markenchef von Mercedes-Benz berufen. Unter seiner Leitung wurde die Sanierung der mittlerweile angeschlagenen Marke Mercedes-Benz begonnen. Nachdem bekannt wurde, dass Zetsche in Nachfolge von Schrempp den Vorstandsvorsitz der DaimlerChrysler AG übernehmen würde, verließ nach kurzer Amtszeit am 31. August 2005 auch Cordes das Unternehmen und wurde Anfang 2006 Vorstandsvorsitzender der Franz Haniel & Cie. GmbH.

Im Zuge der Sanierung von Mercedes-Benz sollen in den Jahren 2005 bis 2008 ca. 14.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Dies soll mit Abfindungsangeboten, Vorruhestandsregelungen, Versetzungen und durch Fluktuation erreicht werden. Dabei soll der Beschäftigungspakt, der bis 2012 gültig ist, eingehalten werden.

Im Oktober 2005 wurde zusammen mit den Automobilherstellern Hyundai und Mitsubishi Motors das Joint-Venture Global Engine Manufacturing Alliance (GEMA) gegründet, das Motoren für die beteiligten Unternehmen herstellt.

Am 11. November 2005 wurden die verbliebenen 12,4 % der Anteile an der Mitsubishi Motors Corp. verkauft. Im September 2006 wurde mit Chery Automobile ein chinesischer Automobilhersteller als Kooperationspartner gefunden. Chrysler soll die von Chery in China produzierten kostengünstigen Kleinwagen unter der Marke Dodge in den USA verkaufen.

2006 wurde das neue Mercedes-Benz-Museum neben dem Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim eröffnet. Auf 16.500 m² Ausstellungsfläche sind 160 Fahrzeuge zu sehen. Im selben Jahr kündigte Konzernchef Zetsche zunächst den Umzug des Vorstands und von Teilen der Verwaltung ins Motorenwerk Stuttgart-Untertürkheim an, von wo aus das Vorgänger-Unternehmen Daimler-Benz bis 1990 geleitet wurde. Im Oktober 2006 kündigte das Unternehmen außerdem an, die bisherige Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen verkaufen zu wollen.

Im März 2007 wurden erstmals Gerüchte laut, dass DaimlerChrysler den Verkauf der Chrysler Group in Erwägung ziehe. Seit der Fusion ist der Wert von Chrysler alleine um 35 Mrd. Euro gesunken, der von DaimlerChrysler bis zu Schrempps Rückzug Ende 2005 um 50 Mrd. Euro. Die Kritik an der Fusion ist deshalb über die Jahre immer größer geworden. So konstatierte ein Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger in der Hauptversammlung 2007 gegenüber dem Management: „Sie alle haben in unverantwortlicher Weise versagt“ und erhielt dafür Beifall der fast 7.000 Teilnehmer. Als Interessenten von Chrysler galten zunächst die Investmentgesellschaften Blackstone und Cerberus Capital Management sowie der kanadische Automobilzulieferer Magna International. Auch der amerikanische Multimilliardär Kirk Kerkorian, der schon 1995 22,3 Mrd. Dollar auf Chrysler bot, hat nun wieder Interesse gezeigt. Diesmal soll sich die Summe auf 4,5 Mrd. belaufen haben.

Am 14. Mai 2007 wurde schließlich der mehrheitliche Verkauf der Chrysler Group an Cerberus bekanntgeben. Eine Tochtergesellschaft von Cerberus übernahm daraufhin 80,1 % der Aktien an der neu geschaffenen Chrysler Holding LLC, Daimler behielt 19,9 % der Anteile.

Im Juni 2007 gab DaimlerChrysler bekannt, zukünftig mit Fiat zu kooperieren. Die Kooperation bezieht sich vor allem auf die Nutzfahrzeugmotoren. Wie beide Unternehmen mitteilten, soll zunächst Daimlers japanische Nutzfahrzeugtochter Mitsubishi Fuso mit Dieselmotoren für leichte Lastwagen beliefert werden. Fiat Powertrain Technologies (FPT) werde ab 2009 rund 80.000 Motoren pro Jahr für das Modell Canter liefern, der in Europa und Japan abgesetzt werden soll. In den nächsten Jahren soll der Lieferumfang weiter ansteigen.

Die Trennung von Chrysler wurde Anfang August 2007 abgeschlossen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Oktober 2007 wurde schließlich die Umbenennung des Unternehmens in Daimler AG beschlossen. Seither operiert der Konzern in den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Daimler Financial Services und dem Segment Vans, Buses, Other.

Der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche gab am 4. Oktober 2007 außerdem bekannt, dass der Konzern die Namensrechte am Namen „Daimler“ von der Ford Motor Company für 20 Millionen US-Dollar (rund 14 Millionen Euro) erworben hat. Die Vereinbarung besagt, dass die Daimler AG den Namen lediglich als Handels- oder Firmenbezeichnung nutzen darf, dauerhaft seien keine Namensrechte übertragen worden. Im Zuge der Umbenennung des Konzerns wurden auch die Produktionsstandorte und Vertriebsgesellschaften umbenannt, wobei sich deren Name aus den Markennamen der jeweiligen Produkte ergibt, beispielsweise Mercedes-Benz.

Vorstandsvorsitzender der Daimler AG ist seit dem 1. Januar 2006 Dieter Zetsche, Aufsichtsratsvorsitzender ist seit dem 4. April 2007 Manfred Bischoff. Die Aktien des Unternehmens (WKN 710000, ISIN DE0007100000) werden von der Deutschen Börse unter dem Kürzel DAI notiert und sind Bestandteil des DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Seit 1974 ist das Emirat Kuwait mit der Kuwait Investment Authority Großaktionär von Daimler und hält aktuell einen Anteil von 6,9 % am Grundkapital. Seit dem 22. März 2009 ist mit der Aabar Investments PJSC (Aabar), Vereinigte Arabische Emirate, kontrolliert durch die staatseigene International Petroleum Investment Company (IPIC) ein weiterer Großaktionär mit einem Anteil von 9,1 % hinzugekommen.

Bestellter Abschlussprüfer der Daimler AG ist die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG.

Daimler unterhält Produktionsstätten in folgenden Ländern: Deutschland, USA, Kanada, Mexiko, Frankreich, Spanien, Türkei, VR China, Indien, Indonesien, Argentinien, Brasilien, Südafrika (Mercedes-Benz South Africa), Japan, Vietnam. Darüber hinaus ist Daimler in weiteren Märkten durch Beteiligungen an weiteren Produktionsstätten beteiligt.

Daimler plante für 2006 den Bau der ersten Produktionsstätte in Russland. In Sankt Petersburg sollten C- und E-Klasse-Modelle und auch Chrysler-Modelle produziert werden. Die Entscheidung wurde aufgrund steuerlicher Nachteile durch die unterschiedlichen Zölle für Teil- und Komplettmontage vorerst vertagt. Die Gespräche mit der russischen Regierung werden indes fortgesetzt.

Der Konzern stellt Kraftfahrzeuge her und verkauft sie über Vertragshändler und Niederlassungen weltweit an die Endabnehmer. Zusätzlich dazu werden Finanzierungsmöglichkeiten angeboten.

Das größte Geschäftsfeld stellt die Produktion von Pkw der Oberklasse dar: Damit machte die Unternehmensgruppe 2007 52,4 Mrd. Euro Umsatz. Von der Pkw-Produktion wurde über ein Viertel in Deutschland abgesetzt, weit über die Hälfte in Westeuropa. Ungefähr ein Fünftel wurde in den USA verkauft. Im Ostasiatischen Raum wurde über ein Zehntel der Produktion ausgeliefert.

Mit schweren Lastwagen wurde ein Umsatz von 28,5 Mrd. Euro gemacht. Weniger als 10 % der Produktion wurde in Deutschland abgesetzt. Ein Fünftel in Westeuropa. Rund ein Viertel ging hauptsächlich in die USA aber auch in die angrenzenden Staaten Kanada und Mexiko. Über ein Viertel der Lastwagenproduktion wurde in Asien verkauft.

Mit der Herstellung von Transportern machte der Konzern 9,3 Mrd. Euro Umsatz, mit der von Bussen 4,4 Mrd. Euro.

Das Geschäftsfeld Daimler Financial Services erbrachte Umsatzleistungen von 8,7 Mrd. Das Geschäftsfeld umfasst nicht nur die Vermittlung von Finanzierungen und Leasingleistungen für die Anschaffung von Kraftfahrzeugen, sondern auch den Verkauf von Versicherungsleistungen. An der Erhebung von Mautgebühren über das System Toll-Collect ist Daimler Financial Services beteiligt.

2008 fielen die Aktien des Konzernes um 59,7 %.

Die Sparte Daimler Trucks ist die LKW- und Komponenten- Herstellersparte von Daimler. Vorsitzender dieser Sparte ist Andreas Renschler.

Das Segment Buses und Other enthält im Wesentlichen Mercedes-Benz Vans, Daimler Busse, die Beteiligungen des Daimler Konzerns, sowie die Immobilientätigkeiten.

Der Sprinter wird in Nordamerika unter den Marken Dodge und Freightliner verkauft. Das Vorgängermodell Sprinter T1N wird in Argentinien weiter gebaut.

Berichten zufolge war die Daimler-Benz AG maßgeblich an der Rüstung im Dritten Reich beteiligt; die mangelnde Aufklärung und späte, relativ geringe Auszahlung einer Entschädigung sorgte für Kritik.

Auch über das Verhalten in der unmittelbaren Nachkriegszeit wurde berichtet. Angeblich veranlasste die Mercedes Benz AG, dass in die 1951 gegründete Fabrik Mercedes Benz Argentina ehemalige Nazi-Größen, die nach Südamerika ausgewandert waren, eingestellt wurden.

In jüngerer Zeit spielten die „Kritischen AktionärInnen Daimler“ (KAD) (ehemals „Kritische Aktionäre Daimler Benz“ bzw. „… DaimlerChrysler“) eine entscheidende Rolle bei der Kritik am Daimler-Konzern.

Hauptkritikpunkte sind Verfehlungen bei der Übernahme / Fusion von Chrysler und der erfolgten Trennung, der angeblich fehlende Wille zu Umwelt- und Klimaschutz, fehlende soziale Verantwortung, sowie Verflechtungen in Rüstungsgeschäfte – Motto: „Entrüstet Daimler“.

So wurde regelmäßig und wird weiterhin die Beteiligung an dem Rüstungshersteller EADS mit 22,50 % kritisiert, da EADS weiterhin Landminen, Streubomben und Technologie für Atombomben herstellt.

Um die Geschäftsführung unter Druck zu setzen, versuchten die KAD die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu lenken – vor der Hauptversammlung gibt es häufig Interviews im Radio etc. Die KAD wirbt darüber hinaus für die Übernahme der Stimmrechte einzelner Aktionäre. Angestrebt wird jeweils eine Nichtentlastung der Geschäftsführung.

Weiter wurde in Kooperation mit der „Deutschen Friedensgesellschaft“ die Aktion „Wir kaufen keinen Mercedes“ ins Leben gerufen.

Die Daimler AG gehört zu den größten juristischen Spendern in Deutschland und hat seit 2000 bereits mehr als 3,5 Millionen Euro an die Bundestagsparteien gespendet.

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Daimler Dingo

Daimler Scout Car (Dingo).jpg

Der Daimler Dingo war ein zweisitziger britischer Spähpanzer mit Allradantrieb, der im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Der Dingo wurde nach einer Ausschreibung von 1938 entwickelt und wurde 1940 von der britischen Armee in Dienst gestellt. Er blieb bis zum Ersatz durch den Daimler Ferret bis 1952 in der britischen Armee im Einsatz. In verschiedenen Staaten wurde er bis etwa 1975 in den Truppen gehalten. Zwischen 1939 und 1945 wurden vom Dingo in 5 sich stetig verbessernden Varianten eine Gesamtstückzahl von 6.626 gefertigt.

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Daimler DS420

Daimler DS420

Der Daimler DS 420, auch bekannt als Daimler Limousine, ist eine viertürige Pullman-Limousine mit fünf Sitzen und zwei klappbaren Notsitzen vor der Rückbank, die Daimler im Jahre 1968 auf den Markt brachte und noch bis 1992 in kleinen Stückzahlen herstellte.

Dieses Spitzenmodell der Daimler Motor Company wurde im Jahre 1968 als Nachfolger des Majestic Major und deren Pullman-Ausführung DR450 vorgestellt. Der DS420 basiert technisch auf dem Jaguar Mark X mitsamt dessen aufwendiger Hinterachs-Konstruktion und besitzt einen Sechszylinder-Reihenmotor von Jaguar mit 4235 ccm Hubraum, der anfangs 245 SAE-PS leistete. Dies ist der gleiche Motor, der auch im XJ 6 4.2 Litre zum Einsatz kam. Der DS420 war ausschließlich mit Dreigang-Automatikgetriebe von General Motors erhältlich. Das Fahrzeug erreicht damit eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.

Der DS420 verfügte über insgesamt 7 Sitzplätze (2 davon in klappbaren Notsitzen). Eine kürzere, fünfsitzige "Close-Coupled"-Ausführung wurde geplant, aber nicht realisiert. Eine Landaulette mit über den Rücksitzen zurückklappbarem Verdeck wurde 1973 vorgestellt, entstand aber nur in zwei Exemplaren. Es gibt jedoch eine Reihe nachträglicher Umbauten, die nicht vom Werk selbst ausgeführt wurden.

Von diesem großen und schweren Wagen (Leergewicht: 2100 kg) wurden 250 Stück pro Jahr auf Bestellung in Einzelanfertigung hergestellt. Als dieses Modell nach 24 Jahren Bauzeit im Jahre 1992 eingestellt wurde, waren genau 5043 Stück entstanden.

Der DS420 war das erste Daimler-Modell das nach etlichen Jahren Pause wieder vom englischen Königshaus zu repräsentativen Zwecken gefahren wurde. Damit ist das Auto zugleich die bislang letzte von Daimler hergestellte Staatskarosse. Bekannte Nutzerin dieses Modells war bis zu ihrem Tod im Jahre 2002 die Königin Mutter Elizabeth Bowes-Lyon (Queen Mum), für die auch ein Exemplar an Bord der königlichen Yacht H.M. Britannia für Fahrten bei Auslandsbesuchen bereitgehalten wurde.

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Daimler Trucks

Daimler Trucks ist ein Geschäftsfeld der Daimler AG. Als weltweit führender Hersteller von Lastkraftwagen entwickelt und fertigt Daimler Trucks in einem globalen Verbund Lkw der Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Sterling, Western Star und Mitsubishi Fuso. Daimler ist mit 17.2% Marktanteil (2006) bei mittelschweren und schweren LKW Weltmarktführer, weit vor Volvo Global Trucks.

Die insgesamt 35 Produktionsstandorte befinden sich vor allem in der NAFTA (17), Europa (7), Südamerika (2) und in Asien (8). Die Produktpalette umfasst leichte, mittelschwere und schwere Lkw für den Fern-, Verteiler- und Baustellenverkehr sowie Spezialfahrzeuge für den Einsatz im kommunalen Bereich. Aufgrund der engen produktionstechnischen Verknüpfung zählen auch die Omnibusse der Marken Thomas Built Buses und Mitsubishi Fuso zum Produktangebot von Daimler Trucks.

Die wichtigsten Absatzmärkte für das Geschäftsfeld waren im Jahr 2007 Asien (31 %), die NAFTA (24 %), Westeuropa (19 %) und Lateinamerika (ohne Mexiko) mit 11 %.

Ende 2007 waren im Geschäftsbereich von Daimler Trucks 80.067 Mitarbeiter beschäftigt, der Umsatz für das Jahr 2007 beläuft sich auf 28,5 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug dabei 2,121 Milliarden Euro.

Das Werk in Wörth am Rhein ist das weltgrößte Lastwagenmontagewerk. Es hat eine Grundfläche von 2.463.186 m² und eine bebaute Fläche von 544.729 m². Die durchschnittliche Tagesproduktion liegt bei über 400 CBU (Completly Build Up) Einheiten. (Stand: 31. Dezember 2007). Etwa 10 000 Mitarbeiter arbeiten im Werk Wörth.

Im Werk Mannheim werden Motoren für LKW und Transporter produziert und montiert. In der eigenen Gießerei werden neben Zylinderkurbelgehäusen, Schwungscheiben und Zylinderköpfen auch die LKW-Achsen gegossen. Des Weiteren werden in Mannheim Fahrzeuge (z. B. E-Klasse, Sprinter) auf Erdgasantrieb umgerüstet sowie Brennstoffzellenfahrzeuge gebaut. In Mannheim befindet sich auch ein Werk von EvoBus, hier werden die Mercedes-Benz-Stadtbusse gebaut sowie die Rohkarrossen für die Reisebusfertigung in Ulm.

Hier werden seit 1978 mit rund 3.000 Mitarbeitern Achsen für Nutzfahrzeuge des Konzerns produziert. Es handelt sich um das ehemalige Nutzfahrzeugwerk von Henschel, das Daimler-Benz durch die Übernahme von Hanomag-Henschel integrieren konnte.

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Source : Wikipedia