DJ Bobo

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Geschrieben von daneel 11/03/2009 @ 08:07

Tags : dj bobo, sänger, musik, kultur

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DJ BoBo

DJ BoBo beim Eurovision Song Contest 2007

DJ BoBo (* 5. Januar 1968 als Peter René Baumann in Kölliken AG) ist ein Schweizer Popmusiker, Rapper, Sänger, Tänzer, Komponist und Musikproduzent.

Aus der sogenannten Eurodance-Zeit ist DJ BoBo einer der wenigen Künstler, die bis heute erfolgreich in regelmässigen Abständen Alben veröffentlichen. Er wird deswegen von Fans auch «King of Dance» genannt, obwohl er in letzter Zeit auch mehr Elemente aus dem Pop- und Rockbereich in seine Songs einfliessen lässt. Bekannt wurde DJ BoBo mit einer Mischung aus Pop und Dancefloor.

In den 1980er-Jahren entdeckte er eigenen Angaben zufolge seine Leidenschaft für die Musik und engagierte sich 1985 als DJ im Jugendhaus Tuchlaube in Aarau. Der Künstlername BoBo war damals sein Graffiti-Tag und sein Spitzname. Laut eigener Aussage ist der Name eine Anspielung auf die Comicfigur «Bobo, der Ausbrecherkönig». Bereits ein Jahr später erzielte Baumann den zweiten Platz bei den Schweizer DJ-Meisterschaften. Eine seiner weiteren Leidenschaften war Breakdance, bei dem er in einer Disco seinen heutigen Manager Oliver Imfeld kennenlernte. In den kommenden Jahren war er als Profi-DJ in den Diskotheken Don Paco (1986–1989, Wohlen, heisst heute «De Club») und Hazyland (1990–1991, Luzern, heisst heute «The Loft») tätig.

In dieser Zeit wurde ihm das Angebot gemacht, eine eigene CD-Single zu produzieren. 1989 erschien seine erste Single «I Love You». Die weibliche Stimme darin ist die heutige Schweizer Fernsehmoderatorin Sandra Studer. Zwei weitere Singles kamen 1991 mit «Ladies in the House» und «Let's Groove on». Mittlerweile arbeitete DJ BoBo als Resident DJ in der Disco Oxa in Zürich und hatte auch ab und zu einige Auftritte mit seinen Songs in anderen Discotheken. Bereits damals waren als Tänzer Kurt «Curtis» Burger (* 3. Februar 1971) und Daniel «Dani» Burkart (* 20. Februar 1971) dabei, die noch heute zur festen Tanzcrew von DJ BoBo gehören und auch bei der Planung jeder Tour beteiligt sind (Curtis als Choreograf, Dani als Verantwortlicher für Grafik und Bühnendesign).

Die nächste Single «Somebody Dance With Me» entstand zum ersten Mal in einem professionellen Aufnahmestudio zusammen mit dem bereits damals sehr erfahrenen Soundengineer Axel Breitung, welcher noch heute bei Songs mitschreibt oder mitproduziert. Bereits beim ersten Abspielen im Oktober 1992 in der Discothek OXA kam der Song sehr gut an und verbreitete sich über die ganze Schweiz. Am 10. Januar 1993 stieg das Lied auf Platz 36 in die offizielle Schweizer Hitparade ein und war schliesslich am 14. März 1993 auf Platz 1. Die Auftritte in anderen Discotheken in der Schweiz häuften sich, die DJ BoBo zusammen mit Curtis, Dani und der Sängerin Emel absolvierte.

Die deutsche Plattenfirma EAMS brachte den Song schliesslich nach Deutschland, wo er am 8. Juni 1993 auf Platz 32 der Deutschen Charts einstieg. Das Interesse an DJ BoBo steigerte sich, so dass er immer wieder Thema in Zeitschriften wie der Bravo oder Popcorn war. Im Sommer 1993 wurde von der Plattenfirma von US-Sänger Rockwell Klage erhoben, da der Refrain von «Somebody Dance With Me» ein Plagiat des Songs «Somebody's Watching Me» sei. Man einigte sich aussergerichtlich auf einen Vergleich. Im Herbst 1993 kam dann auch das erste Album «Dance With Me» heraus, welches in rund 200 Arbeitsstunden zusammen mit Axel Breitung produziert wurde. Darauf zu finden waren auch die sehr erfolgreichen Songs «Keep On Dancing!», «Take Control» und einer der Sommerhits 1994 «Everybody». Bei diesem Album waren auch noch Gutze Gautschi und Mark Wyss der Plattenfirma Fresh Music an der Produktion beteiligt.

Die erste grössere Tour führte DJ BoBo zusammen mit den damals grössten Eurodance-Stars wie Haddaway oder Culture Beat auf der «Mega-Dance-Festival»-Tour quer durch Deutschland. Bei diesen Konzerten lernte René Baumann auch seine heutige Frau Nancy Rentzsch (* 23. November 1970) kennen, die damals noch Sängerin bei Haddaway war und darüber hinaus im Musikprojekt 3-o-matic mitwirkte.

Bereits im Herbst 1994 folgte das zweite Album «There Is a Party» mit der ersten Single «Let the Dream Come True» und den weiteren Single-Hits «Love Is All Around», «There Is a Party» und «Freedom». Im Herbst 1995 ging DJ BoBo das erste Mal in Europa mit einer eigenen Bühnenshow auf Tour und spielte in Hallen zwischen 2'000 und 4'000 Plätzen. Als Vorgruppe waren die damals noch völlig unbekannten Backstreet Boys dabei.

Fast gleichzeitig zur Tour veröffentlichte DJ BoBo im Herbst 1995 das dritte Album «Just for You». Neben einigen Remixen von bereits bekannten Songs war auch die erste Ballade «Love Is the Price» dabei, welche als Single veröffentlicht wurde und bei Wetten, dass..? am 14. Januar 1996 vorgestellt wurde.

Im September 1996 durfte DJ BoBo im Vorprogramm der HIStory-Tour von Michael Jackson bei den Konzerten in Prag, Budapest, Bukarest, Moskau und Warschau auftreten, welche zum Teil vor 150'000 Zuschauern stattfanden.

Im Oktober 1996 veröffentlichte DJ BoBo das vierte Album «World In Motion», welches die Single-Hits «Pray», «Respect Yourself», «It's My Life» und das mit dem VSOP (Vienna Symphonic Orchestra Project) aufgenommene «Shadows of the Night». 300.000 Exemplare des Albums waren mit einem dreidimensionalen Cover ausgestattet, das vom Kölner 3-D Fotografen Igor Tillmann im Ägyptischen Museum in Berlin mit spezieller 3-D Kameratechnik aufgenommen wurde. Aufgrund von einigen Differenzen trennte sich DJ BoBo im Vorfeld der «World-in-Motion»-CD von seiner Plattenfirma Fresh Music und gründete seine eigene Firma Yes Music. Gutze Gautschi und Mark Wyss versuchen seither mit diversen Veröffentlichungen (Neuauflagen von «Dance With Me» oder dem Buch «Die vergessenen Jahre») die Karriere oder den Erfolg von DJ BoBo in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen.

Die «World-in-Motion»-Tour startete noch im Herbst 1996 mit vier Sattelschleppern, einer 50-Personen-Crew und hatte wiederum eine damals unbekannte Boyband im Vorprogramm: *NSYNC mit Justin Timberlake. Da diese Tour in den grössten Hallen stattfand, war natürlich in der Schweiz das Hallenstadion in Zürich-Oerlikon an erster Stelle. Seit der Schweizer Hardrock-Band Krokus gelang es seit 1982 keinem Schweizer Musiker, das Hallenstadion ganz zu füllen. DJ BoBo schaffte dies am 20. Oktober 1996, seither ist das Hallenstadion Zürich bei jeder Tour als Konzertort dabei.

Das fünfte Album «MAGIC» folgte im April 1998 und beinhaltete die Singles «Where Is Your Love» und «Around the World». Im Herbst 1998 folgte die «MAGIC»-Tour mit einem Burg-ähnlichen Bühnenaufbau und einem 15 Meter langen Laufsteg, der ins Publikum hineinführte. Im Herbst 1998 folge eine «Tour-Edition»-CD von «Magic» und beinhaltete die neue Single «Celebrate». Im März 1999 wurde mit «www.djbobo.ch – The Ultimate Megamix '99» ein Mix-Album veröffentlicht, welches 20 Hits in einem einzigen Mix enthielt. Im Juni 1999 fand eine «Magic»-Open-Air-Tour durch fünf Orte statt.

Noch während der Open-Air-Tour arbeitete man am nächsten Album, welches im Oktober 1999 unter dem Namen «Level 6» in die Läden kam. Die Singles daraus hiessen «Together» und die Ballade «Lies». Zum ersten Mal arbeitete DJ BoBo auch mit anderen Produzenten zusammen. So nahm er 3 Songs («Last Day of 1999», «Best of My Life» und «Nightfly») in Göteborg mit Jonas Berggren von Ace of Base auf. «Nightfly» sollte ursprünglich nach Wünschen der Plattenfirma die erste Singleauskopplung aus «Level 6» werden, wogegen Bobo aber sein Veto einlegte. «Nightfly» wurde stattdessen sogar ganz von der finalen Tracklist von «Level 6» verbannt und erst 2002 auf der Bonusdisc des «Celebration»-Albums veröffentlicht. Die Tour «Mystasia» startete im Dezember 1999 und beinhaltete unter anderem 5 verschiedene Bühnenbilder.

Die Vorbereitung auf dieses Album begann bereits im Mai 2000, als auf der eigenen Website die Fans befragt wurden, welcher erfolgreiche Song der 1980er Jahre auf das neue Album sollte. Der ausgewählte Song hiess «What a Feeling» und wurde zusammen mit Irene Cara aufgenommen. Den Song konnte DJ BoBo zusammen mit Irene Cara auch bei «Wetten, dass..?» vorstellen.

Das Album «Planet Colors» wurde im Februar 2001 veröffentlicht und enthielt die weiteren Singles «Hard to Say I'm Sorry» sowie den Titelsong der Tour «Colors of Life».

Die Tour «Planet Colors» führte DJ Bobo mit vier verschiedenen Bühnenbildern wiederum durch die grössten Hallen in Deutschland und der Schweiz. Die Show führte den Besucher von einer düsteren Bühnenbild über eine Tempelwelt und einer asiatischen Welt hin zu einem farbenfrohen Bühnenbild im Finale. Im Vorprogramm dabei waren unter anderem die No Angels und Marque.

Da DJ BoBo seine Karriere 1992 so richtig startete, war 2002 die Zeit gekommen um das zehnjährige Bühnenjubiläum zu feiern. Auf dem Album «Celebration» waren neben einer Cover-Version von «Celebration» (ursprünglich von Kool & The Gang) sehr viele Gastsänger wie zum Beispiel Melanie Thornton, Gölä, Emilia, ATC, zu finden, welche die Songs von DJ BoBo zum Teil neu interpretierten. Einige Songs wie etwa «Somebody Dance With Me» oder «Pray» wurden in einer «2002-Version» veröffentlicht. Die Show «Celebration» fand Anfang April 2002 in der Arena Oberhausen in Deutschland statt. Da zu dieser Show sehr viele Gastmusiker eingeladen waren, war dieser Event einmalig und es konnte keine Tour daraus werden.

Als zweites Konzert im Jahr 2002 fand eine Reise nach Ulaanbaatar in die Mongolei statt, wo er als erster westlicher Künstler im dortigen Zentralstadion vor Tausenden Zuschauern ein Konzert gab. Obwohl DJ BoBo dort nie eine CD herausgegeben hatte, schaffte es seine Musik durch Schwarzpressungen bis in die Mongolei.

Aus einer kleinen Anfrage von Coca-Cola Spanien wurde schnell etwas Grösseres, als der Mambo-Song «Chihuahua» im Sommer 2002 als Hintergrundmusik eines Werbespots verwendet wurde. Der musste nach Vorgabe innerhalb von zehn Tagen produziert werden und wurde als Demoversion per im MP3-Format nach Spanien geschickt. Dort hat man ohne weitere Rückmeldung sämtliche Radios mit dem Song beliefert und wenige Wochen später schaffte es der Song auf Platz eins in Spanien und Mexiko.

Neben dem Erfolg in Spanien und Mexiko wurde bereits am neuen Album «Visions» gearbeitet. Anfang Januar 2003 erschien die Single «I Believe», welche mit «Let's Come Together (We Are Family)» auch den Titelsong zur Alpinen Skiweltmeisterschaft 2003 in St. Moritz in der Schweiz enthielt. Die «Visions»-Tour begann im Mai 2003 und hatte drei unterschiedliche Bühnenbilder (von einem Aztekentempel über eine Cartoon-Welt bis zu einem futuristischen Westernsaloon). Neu an der Show war die Band: Zum ersten Mal wurde die meiste Musik live mit richtigen Instrumenten (Schlagzeug, Percussions, Keyboard, Gitarre und Bass) gespielt. Die weiblichen Stimmen kamen weiterhin als Playback. Die männlichen Sänger DJ Bobo und Tone singen schon seit Ende der 90er-Jahre bei jedem Konzert live.

Als zweite Single wurde nun auch in der Schweiz «Chihuahua» ausgekoppelt, wurde ein Nummer-eins-Hit und damit der Sommerhit des Jahres 2003. Auch in Frankreich wurde die Single als Hintergrund der Werbekampagne ebenfalls zum Sommerhit 2003 und stand mit über 750'000 verkauften Singles 11 Wochen auf Platz 1. Weitere grosse Erfolge mit «Chihuahua» gelangen in Italien und in der Tschechischen Republik, wo jeweils Platz 2 als Höchstposition herausschaute. Im Herbst 2003 erreichte die Single auch England und Irland, wo die Single Platz 36 beziehungsweise Platz 11 erreichte. Weiter veröffentlicht wurde die Single in Australien und Japan. Als Reaktion auf den sehr grossen Erfolg erschien in der Schweiz eine Single mit einem Techno-Remix sowie ein «Chihuahua»-Album, auf dem die grossen Sommerhits von DJ BoBo zu finden sind.

Im Herbst 2003 erschien zum Abschluss des «Visions»-Jahres mit der CD «Live in Concert» die erste Live-CD von DJ Bobo. 2004 zog sich DJ BoBo zurück, um an seinem neuen Programm zu arbeiten.

Bereits Ende November 2004 stellte DJ BoBo einige neue Songs sowie die neue Bühne anlässlich eines Showcases in Engelberg (Schweiz) vor. Wie es das Tourthema «Piraten» vorgibt, ist die Bühne ein richtiges Piratenschiff mit vier möglichen Bühnen. Mit 32 Meter Länge und 10 Meter Breite ragt das Schiff weit in die Zuschauer hinein.

Das Album «Pirates of Dance» erschien im Februar 2005 und beinhaltete die gleichnamige Single «Pirates of Dance» sowie «Amazing Life».

Die «Pirates-of-Dance»-Tour startete im April 2005 und führte durch die Schweiz, Deutschland, Polen sowie für zwei Konzerte auch ins Disneyland Paris. Im Vorprogramm traten Nicole da Silva und Virus Incorporation auf, welche auch während der Show Auftritte als Akrobatiktruppe hatten.

Obwohl DJ BoBo bereits einige Remix-CDs oder eine Jubiläums-CD herausgebracht hatte, entschied er sich dazu, im Februar 2006 die erste «Greatest-Hits»-CD herauszugeben. Als Single ausgekoppelt wurde der Song «Secrets of Love», der als Duett mit Sandra aufgenommen wurde. Sandra war auch als Special Guest bei der Abschluss-Show von «Pirates of Dance» im Februar 2006 dabei.

Als speziellen Event veranstaltete DJ BoBo in Engelberg am 1. August 2006 (Schweizer Nationalfeiertag) eine «Greatest-Hits»-Show. Tickets für dieses Konzert gab es nur beim Kauf einer «Greatest-Hits»-CD, da es als «Dankes»-Konzert ausgelegt war. Das Publikum wurde im Vorfeld gebeten, in roten Oberteilen zum Konzert zu kommen, da die Bühne aus einem grossen weissen Kreuz bestand. Zusammen ergab dies natürlich das Schweizer Kreuz.

Anlässlich eines TV-Auftritts Mitte Oktober 2006 im Schweizer Fernsehen äusserte DJ BoBo die Absicht, die Schweiz am Eurovision Song Contest 2007 in Helsinki (Finnland) zu vertreten, wenn die Schweizer Bevölkerung dies möchte. Die Abstimmungen auf Internethomepages von Zeitungen und in Radios waren sehr positiv, und DJ BoBo reichte einen Song bei der zuständigen Jury ein.

Mitte Dezember 2006 fällte die Jury die Entscheidung, dass DJ BoBo mit dem Titel Vampires Are Alive die Schweiz beim Eurovision Song Contest 2007 vertritt. Die Single dazu wurde am 9. März 2007 in der Schweiz und am 20. April 2007 europaweit veröffentlicht, soll aber von einigen Schweizer Radiosendern boykottiert worden sein. Die Evangelische Allianz forderte eine Änderung des Textes bzw. die Zurücknahme des Beitrages, da dieser «eine Gefahr für suizidgefährdete Jugendliche» darstelle. Eine Petition von besorgten Christen und der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) sollte erreichen, dass der Song abgesetzt wird. Es wurden insgesamt 49'083 Unterschriften zusammengetragen. Zudem wurde der Schweizerische Bundesrat zur Wahrung des öffentlichen Friedens aufgerufen. Ungeachtet dessen lag die Single am 25. März 2007 auf Platz 3 der offiziellen Schweizer Hitparade. In seiner Antwort auf die Petition verwies der Bundesrat auf die Meinungsfreiheit, auf die Selbständigkeit der auswählenden Jury des Schweizer Fernsehens sowie auf das freie Schaffen des Künstlers, weshalb der Song nicht abgesetzt werden könne.

Das Album Vampires erschien am 11. Mai 2007 und enthält die Singles Vampires Are Alive, We Gotta Hold On und Because Of You. Bereits Ende November 2007 fand ein Showcase der Tour im Europa-Park Rust statt und ab Ende April war DJ BoBo mit der Vampires-Alive-Tour unterwegs. Das Vorprogramm wurde von Room2012 und in einigen Städten von den Magic Artists bestritten. Der erste Teil der Tour endete wegen der Fussball-Europameisterschaft am 29. Mai 2008 in Erfurt. Der zweite Teil der Tour begann am 6. September 2008 in Genf. Vom 25. Oktober bis 2. November 2008 trat DJ BoBo im Rahmen des Halloween Festivals mit den Highlights der Tour im Europa-Park auf. Das letzte Konzert der Vampires-Are-Alive-Tour 2008 fand Anfang November in Bern statt, wo die Einweihung der PostFinance-Arena und der Tourabschluss gefeiert wurde. Für diese Tour wurden über 150'000 Tickets verkauft.

Im April 2008 erschien die Single Olé Olé aus dem Album Olé Olé - The Party. Die Single schaffte es ohne Videoclip bis auf Platz 12 der Schweizer Hitparade, sowie Platz 58 der deutschen Charts.

René Baumann wuchs in Kölliken (Aargau) alleine bei seiner Mutter auf, da sein Vater noch vor der Geburt in seine Heimat Italien zurückkehrte. Ein grosses Hobby in seiner Kindheit und Jugend war unter anderem Fussball, wo er das Amt des Kapitäns ausübte. Als Platzwart beim FC Kölliken verdiente er sein erstes Geld, welches er in Discobesuche oder sein Mofa steckte. Er entschied sich 1984 für eine Lehre als Bäcker und Konditor, die er erfolgreich abschloss. Seinen Vater lernte er erst 2001 persönlich kennen. Seither haben sie regelmässig Kontakt.

Heute lebt er in Kastanienbaum in der Schweiz mit seiner zweiten Frau Nancy, die auch zu BoBos Crew gehört und während der 1990er-Jahre im Projekt 3-o-matic gesungen hatte. Ihr gemeinsamer Sohn kam am 8. Oktober 2002 zur Welt. Die Tochter wurde am 29. September 2006 geboren.

Seit Oktober 2006 ist DJ BoBo nationaler Botschafter des Welternährungsprogramms WFP der Vereinten Nationen (UNO) und unternahm im Rahmen dieses Projekts Anfang März 2007 seine erste Reise nach Äthiopien.

Seine erste Frau Daniela hatte während der 1990er Jahre des öfteren versucht, ihre Ehe mit Baumann als Ausgangspunkt für eine eigene Karriere zu nutzen, abgesehen von einigen Auftritten in Reality Shows (u. a. Girls Camp) führte dies jedoch nicht zu Erfolg.

Weltweit erhielt er über 260 Gold- und 28 Platinplatten, verbuchte 28 Chartbreaker und wurde zehnmal mit dem World Music Award für «The Worlds Best Selling Swiss Recording Artist» ausgezeichnet.

Besonders Mitte der 90er-Jahre gewann DJ BoBo mehrmals den Bravo Otto unter anderem als «Bester Sänger» oder «Beste Show» sowie 2002 als erster Künstler überhaupt den «Ehren-Otto».

Im Jahr 2006 erhielt er einen Diamant-Award für eine Million verkaufter CDs in der Schweiz. Insgesamt hat er weltweit über 13 Millionen CDs verkauft (Stand 2005).

Die Tourneen sind sehr aufwändig gestaltet, für die Planung wird ein gutes Jahr benötigt. Sie finden immer im Zwei-Jahres-Rhythmus statt. Bis zum 25. Februar 2006 war er mit «Pirates of Dance» in der Schweiz, Deutschland und Polen auf Tournee. Mit dieser Show trat er als erster Show-Act im renovierten Hallenstadion in Zürich auf. Ein letztes Mal war «Pirates of Dance» am 25./26. März 2006 im Disneyland Paris zu sehen.

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Eurodance

Eurodance (engl. „Eurotanz“, auch Dancefloor , engl. „Tanzfläche“) bezeichnet eine Stilrichtung innerhalb der elektronischen Tanzmusik, die zwischen 1992 und 1995 vor allem in Europa sehr populär war und zahlreiche Charterfolge hervorbrachte. Charakteristisch ist eine Kombination aus Techno-Rhythmus, Pop-Refrain und Rap-Strophe.

Eurodance-Titel ähneln sich untereinander vom Konzept her sehr stark. Verwendet werden in aller Regel, von den Vocals abgesehen, ausschließlich elektronische Klänge, wie in allen Bereichen der elektronischen Tanzmusik. Der typische Rhythmus ist ein Techno-ähnlicher Beat im 4/4-Takt bei 110 bis 160 BPM. Die Refrain-Melodie ist harmonisch und wird meist durch Strophen mit Rapeinlagen unterbrochen. Typisch ist ein Wechselspiel zwischen einer weiblichen Sängerin (Refrain) und einem männlichen Rapper (Strophe). Wenn keine Rapeinlagen vorkommen, was relativ häufig der Fall ist, wird der Titel meist von nur einem Sänger oder Sängerin gesungen, wobei die Rapparts durch gesungene Strophen ersetzt werden. Auf den Refrain folgen häufig einprägsame instrumentelle Akkordmuster. Nicht selten werden auch Reggae-Elemente verwendet. Die Texte sind bis auf wenige Ausnahmen in englischer Sprache gehalten. Besungene Themen sind Liebe, Musik, Tanzen und Feiern. Normalerweise repräsentieren ausschließlich die Sänger(innen) und Rapper, selten mehr als 3 Mitglieder, das Dance-Projekt in der Öffentlichkeit, während die Produzenten der Musik im Hintergrund bleiben.

Der Begriff Eurodance entstand erst nach dem kommerziellen Abebben dieses Genres. Der Name wurde für Sampler gewählt, auf denen ehemalige Charterfolge nochmals vermarktet wurden. Zuvor wurde diese Musikrichtung häufiger als Dancefloor oder einfach Dance bezeichnet.

Musikalisch liegen die Ursprünge des Euro Dance im Italo-Disco- bzw. Euro-Disco-Sound der 80er-Jahre, der sich noch stark am Synthpop orientierte. Auch der in der ersten Hälfte der 80er populäre Tanzsound des Hi-NRG hatte einen deutlichen Einfluss auf die spätere elektronische Tanzmusik. Gegen Ende der 80er wurden in den Discotheken Europas zunehmend House und Techno populär, die auch auf kommerzielle Popmusik Einfluss nahmen. Besonders hervorzuheben ist dabei die "pumpende" Bassdrum und die Computer-orientierte Produktionsweise (in den 80er Jahren wurde in der Elektronischen Musik noch hauptsächlich mit Hardware-Sequencern gearbeitet).

Die Produzenten stammten in der Regel aus europäischen Ländern, insbesondere Italien, Schweden, den Niederlanden und Deutschland. Die Interpretenbesetzung der Dance-Acts war hingegen oftmals international. Vor allem die Rapper der deutschen Dance-Formationen waren häufig in Deutschland stationierte GIs.

Zu den ersten erfolgreichen Veröffentlichungen mit den eurodancetypischen Merkmalen zählen Rhythm Is a Dancer von SNAP!, It’s my Life von Dr. Alban und More and More vom Captain Hollywood Project. Ein früher Eurodance-Titel, der ohne Rap-Einlagen auskommt, ist What is love von Haddaway. Diese Titel waren so erfolgreich (alle Nummer-Eins-Hits in Deutschland außer Haddaway; Platz 2), dass das Konzept anschließend vielfach von anderen Produzenten übernommen wurde. Weit verbreitet war der Stil zwischen 1993 und 1995 mit dem Höhepunkt im Jahr 1994, als der Großteil der Chart-Hits diesem Genre zugeordnet werden konnte. Sehr beliebt war der Stil ebenfalls bei Fahrgeschäften auf Jahrmärkten und wurde daher abwertend auch Kirmestechno genannt. Danach wurden von VIVA, im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren, kaum noch Eurodance-Nummern in die Playlist aufgenommen. Die Verkaufszahlen sanken deutlich und nur noch vereinzelt gelang der Einstieg in die Charts.

2003 veröffentlichten mehrere Eurodance-Interpreten wie z. B. Snap! (Rhythm Is A Dancer 2003), Culture Beat (Mr. Vain Recall) oder Masterboy (Feel The Heat Of The Night 2003) neue Versionen oder Remixe ihrer größten Hits. Ein richtiges Comeback gelang aber niemandem.

Aus der Eurodance-Zeit sind DJ BoBo und Scooter zwei der wenigen Künstler, die bis heute erfolgreich in regelmäßigen Abständen Singles und Alben veröffentlichen.

Ähnlich wie die 80er-Jahre oft mit dem Synthie Pop assoziiert werden, wird Eurodance heute oft - neben anderen Stilrichtungen wie Techno - als typische Musik der 90er-Jahre angesehen. Dies äußert sich z. B. auf sogenannten 90er Jahre-Partys, auf denen Eurodance eine der meistgespielten Stilrichtungen ist. Im Radio jedoch ist die Musikrichtung aus den Programmen der großen Radiosender praktisch vollkommen verschwunden, selbst wenn sie von sich selber behaupten, die größten Hits der 90er zu spielen. Unter den kommerziellen Sendern bildet Radio Ostseewelle eine Ausnahme: Hier läuft Eurodance nach wie vor im regulären Programm. Ebenfalls bei einigen kleinen Online-Radios kann man noch Eurodance hören (u.a. bei Digitally Imported).

Bevor Eurodance erfolgreich wurde, gab es bereits Musikrichtungen mit ähnlichen Stilelementen. Mehrere der späteren Eurodance-Formationen veröffentlichten zuvor Titel in einem Stil, der auch als Hip House bezeichnet wird. Zu diesen Formationen zählen Technotronic (Pump Up The Jam, This Beat Is Technotronic), SNAP! (The Power, Ooops Up) und Twenty 4 Seven (I Can't Stand It). Bei diesen Titeln gibt es bereits ein Wechselspiel zwischen Gesangs- und Rapeinlage, allerdings ist der eurodanceartige Techno-Rhythmus noch nicht vorhanden und die Refrains sind meist weniger poppig. Technolastiger sind The KLF (What Time Is Love?) und The Shamen (Love Sex Intelligence).

Etwa zeitgleich zur Erfolgswelle des Eurodance gab es einige Dance-Formationen aus den USA, die international erfolgreich waren. Der Sound dieser Interpreten liegt jedoch eher beim House. Bekannte Interpreten sind Reel 2 Real (I Like to Move It), 20 Fingers (Short Dick Man) und The Outhere Brothers (Boom Boom Boom).

Mit nachlassendem Erfolg des typischen Eurodance-Konzepts war ein ähnlicher Sound zunehmend erfolgreich. Dieser verzichtete jedoch auf Rapeinlagen, war schneller und verwendete gepitchte Stimmen für Gesangseinlagen. Bekannte Vertreter dieses häufig als Happy Hardcore bezeichneten Sounds sind Mark 'Oh (Tears Don’t Lie), Dune (Hardcore Vibes), Interactive (Living without your love) und Scooter (Endless Summer). Ein anderer eurodanceähnlicher Sound behielt die Rapeinlagen bei, tauschte jedoch die Techno- gegen Hip-Hop-Beats und brachte Interpreten wie C-Block (Time Is Ticking Away), Down Low (Jonny B) und Nana (Lonely) hervor. Gelegentlich schafften jedoch auch nach 1997 noch typische Eurodance-Titel den Sprung in die Charts, vor allem solche von Modern Talking, die sich nach ihrer Wiedervereinigung im Jahr 1998 diesem Musikstil widmeten.

Insgesamt gibt es eine sehr große Anzahl an Interpreten dieses Genres. Viele konnten jedoch keine großen Charterfolge im deutschsprachigen Raum verzeichnen und werden deswegen an dieser Stelle nicht aufgelistet. Neben Eurodance haben mehrere der genannten Formationen auch noch Titel in anderen Stilrichtungen veröffentlicht.

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Eurovision Song Contest

Roger Cicero, der deutsche Teilnehmer während des Contests 2007

Der Eurovision Song Contest (dt. Liederwettbewerb der Eurovision; kurz ESC) ist ein internationaler Musikwettbewerb, der seit 1956 jährlich von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) im Rahmen der Eurovision veranstaltet wird. Die Premiere war sehr stark von dem 1951 ins Leben gerufenen San-Remo-Festival beeinflusst. Grundsätzlich können alle Mitgliedsländer der EBU teilnehmen, der auch einige Radio- und Fernsehstationen asiatischer und afrikanischer Staaten angehören. Jedes teilnehmende Land schickt ein Lied in das Rennen.

Der internationale Wettbewerb, seit 2004 bestehend aus Halbfinale und Finale, findet in der Regel im Land des Vorjahressiegers statt. Das Finale gliedert sich in zwei Teile, nämlich die rund zweistündige Präsentation der Finalisten und daran anschließend – nach einem zehn- bzw. fünfzehnminütigen Votingfenster mit Showprogramm – die etwa einstündige Punktevergabe.

Seit 2003 existiert mit dem Junior Eurovision Song Contest eine zweite jährlich stattfindende Variante des Wettbewerbs und seit 2007 auch der Eurovision Dance Contest.

Am ersten Wettbewerb 1956 in Lugano in der Schweiz nahmen nur sieben Länder – darunter das Gastgeberland Schweiz, Deutschland und Frankreich – mit je zwei Beiträgen teil. In den folgenden Jahren hatten immer mehr Länder Interesse am Wettbewerb. Jugoslawien nahm als einziges sozialistisches Land regelmäßig am ESC teil. Seit 1990 können durch die Auflösung der Intervision und der gleichzeitigen EBU-Erweiterung auch die osteuropäischen Länder teilnehmen. Damit der Abend wegen der Vielzahl der Länder nicht zu sehr in die Länge gezogen wird, hatte die EBU, in der Anfangszeit, die Zahl der Teilnehmer begrenzt. Dabei mussten die letztplatzierten Teilnehmer ein Jahr aussetzen, hatten aber dann automatisch die Berechtigung, im darauffolgenden Jahr teilzunehmen. Diese Regel wurde aber immer wieder leicht modifiziert.

1996 wurde beschlossen, dass die vier Mitglieder, die den größten Anteil des EBU-Etats tragen, automatisch für die Teilnahme qualifiziert sind. Der Grund für diese Regeländerung lag darin, dass der deutsche Beitrag 1996 bei einer internen Juryvorauswahl ausgeschieden war. Man befürchtete, die finanzstarken Mitgliedsländer würden auf Dauer der Veranstaltung fernbleiben. Seitdem sind Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich sowie Spanien gesetzt. Diese Ländergruppe wird deshalb auch als Große Vier bezeichnet. Ursprünglich galt diese Sonderregelung auch für Italien, doch die Italiener nehmen schon seit 1994 nicht mehr teil (dazwischen eine Teilnahme 1997).

Seit 2004 wird der internationale Wettbewerb in einer Qualifikations- und einer Finalrunde ausgetragen, die an zwei verschiedenen Abenden stattfinden. An der Vorrunde teilnehmen können alle aktiven Mitglieder der EBU. Für die Finalrunde sind, neben den vier Gesetzten, der Ausrichter sowie die neun Punktbesten des Vorjahres automatisch qualifiziert. Hinzu kommen die zehn bestplatzierten Lieder der Qualifizierungsrunde.

Deutschland ist das Land mit den meisten Beiträgen und das einzige Land, das bisher jedes Jahr, mit Ausnahme 1996, ein Lied zum Eurovisions-Festival entsandt hat. 1996 durfte man nicht teilnehmen, da eine interne Vorausscheidung der Europäischen Rundfunkunion (ERU / EBU / UER) in Genf Leon und das von Hanne Haller komponierte Lied "Blauer Planet" (neben Dänemark, Russland, Mazedonien, Ungarn, Israel und Rumänien) von der Teilnahme ausschloss. Den Sieg konnte Deutschland bisher einmal erringen: Im Jahr 1982 gewann die Sängerin Nicole in Harrogate im Vereinigten Königreich den Wettbewerb mit dem Lied „Ein bißchen Frieden“, worauf der Wettbewerb 1983 in München stattfand. Deutschland erreichte ferner mehrmals den zweiten bzw. dritten Platz, musste sich jedoch auch fünf Mal mit den letzten Plätzen begnügen.

Bereits 1957 richtete die Bundesrepublik Deutschland den Großen Preis der Eurovision in Frankfurt am Main aus, weil die Regel, dass das Siegerland das Festival im folgenden Jahr präsentieren soll, 1956 noch nicht bestanden hatte. Anders als 1983 mit einer deutsch-englisch-französisch-sprechenden Marlene Charell präsentierte sich die junge Bundesrepublik 12 Jahre nach dem Kriegsende selbstbewusst: Anaïd Iplicjian moderierte im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks ausnahmslos deutsch. Das überforderte einige Teilnehmerländer bei der Frage "Bitte, können wir Ihre Punkte haben". Die telefonische Stimmabgabe von 1957 hat heute Kultstatus.

Erfolgreichstes Teilnehmerland ist Irland. Siebenmal konnte man bisher den Eurovision Song Contest gewinnen – in den Jahren 1992 bis 1994 sogar in Folge. Auch der erfolgreichste Teilnehmer kommt aus Irland: Johnny Logan gewann zweimal als Sänger (1980 mit „What's Another Year“ und 1987 mit „Hold Me Now“) sowie einmal als Komponist (1992: „Why me“).

Anlässlich des 50. Eurovision Song Contests im Jahr 2005 fand in Kiew erstmals auch eine Kunstausstellung unter dem Titel „We, the people of Eurovision…“ statt.

Der ESC 2008 fand am 24. Mai in der Arena der serbischen Hauptstadt Belgrad statt. Russland gewann mit dem Sänger Dima Bilan und dem Song Believe. Der ESC 2009 findet folglich am 16. Mai in Moskau statt.

Die einzige offizielle Bezeichnung der Veranstaltung lautet Eurovision Song Contest. In der deutschen Öffentlichkeit wurde der Eurovision Song Contest häufig als Grand Prix oder Großer Preis der Eurovision bezeichnet, da frühere Veranstaltungen tatsächlich diese Namen trugen. Dabei gab es nur acht Veranstaltungen, die offiziell Grand Prix hießen – zuletzt 1967 und nur eine mit dem Namen Großer Preis der Eurovision im Jahre 1957. Auch der Name Grand Prix Eurovision de la Chanson war in Deutschland gebräuchlich, obwohl diese Bezeichnung bei keiner Veranstaltung verwendet wurde; auch nicht in der Fassung: Grand Prix d’Eurovision de la Chanson.

Ebenso wird oft angenommen, dass die Bezeichnung Eurovision Song Contest eine moderne Neuerung sei. Allerdings trug bereits der fünfte Wettbewerb im Vereinigten Königreich im Jahr 1960 diesen englischen Namen. Insgesamt 32 der bisherigen 52 Veranstaltungen hießen offiziell Eurovision Song Contest, darunter alle seit 1992. Auch in frankophonen Austragungsländern ist die Bezeichnung seit 1973 nicht Grand Prix, sondern entsprechend Concours Eurovision de la Chanson. Die deutsche Bezeichnung konnte sich nicht einmal im deutschsprachigen Raum durchsetzen.

Bis 2003 hieß die Auszeichnung, die der Sieger des Wettbewerbs erhielt, Grand Prix (zuletzt: „Grand Prix of the 2003 Eurovision Song Contest“). Seit 2004 ist der Begriff Grand Prix komplett aus dem Regelwerk verschwunden.

Jedem Land steht es frei, wie es seinen Vertreter für den Eurovision Song Contest ermittelt. In der Regel geschieht dies in Form von nationalen Vorentscheiden, bei denen mehrere Künstler gegeneinander antreten. Während früher meist eine Jury den Teilnehmer wählte, geschieht dies heute in der Regel per Televoting.

Der deutsche Vorentscheid hieß lange Zeit „Ein Lied für…“ (ergänzt durch die jeweilige Stadt, in der der Song Contest im betreffenden Jahr stattfand). 2004 und 2005 trug er den Titel „Germany 12 Points!“. Im Jahr 2006 setzte man wieder auf einen seriöseren Titel: Deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2006. Nachdem die Sängerin Gracia mit „Run & Hide“ im Vorjahr den letzten Platz belegte, wurde das Konzept des Vorentscheids umgestellt, weg von erprobter Chartmusik, hin zu anerkannten Künstlern (2006: Vicky Leandros, Thomas Anders und Texas Lightning). Dies sollte sich auch im Titel der Fernsehsendung widerspiegeln.

Der österreichische Vorentscheid wird im ORF ausgetragen und hieß im Jahr 2005 „song.null.fünf“.

Allerdings können die Länder auch auf einen Vorentscheid verzichten und stattdessen einen Künstler direkt nominieren. Von dieser Möglichkeit machten z. B. Deutschland in den Jahren 1993 bis 1995 und die Schweiz in den Jahren 2005 bis 2007 Gebrauch.

Im Finale des ESC dürfen neben den Teilnehmern auch alle Länder abstimmen, die an der Vorrunde teilgenommen haben. Die Länder ermitteln seit einigen Jahren per Televoting die zehn beliebtesten Lieder und vergeben Punkte. Seit 1975 gilt folgendes Wertungssystem: Der Song mit den meisten Stimmen erhält 12 Punkte, die darauffolgenden erhalten 10 Punkte, 8 Punkte, 7 Punkte, 6 Punkte, 5 Punkte, 4 Punkte, 3 Punkte, 2 Punkte und 1 Punkt. Für den eigenen Beitrag dürfen keine Punkte vergeben werden. Dieses Verfahren hatte ursprünglich unter anderem den Zweck, dass sogenannte Nullwertungen, also die berüchtigten „Null Punkte“, vermieden werden und somit kein Künstler mit leeren Händen nach Hause gehen muss. Dennoch gab es seit 1975 sehr häufig keinen einzigen Punkt für einen oder gar mehrere Teilnehmer.

Sollte kurzfristig ein Problem auftreten, das die Ermittlung per Televoting verhindert, so werden die Punkte durch eine achtköpfige „Stand-by-Jury“ vergeben. Eine solche Jury vergab im Jahr 2000 die Punkte der Niederlande, als wegen der Explosion einer Feuerwerkskörperfabrik in Enschede am Tag des ESC kein Televoting stattfand.

Vor 1997 wurde die Punktevergabe durch eine Jury bestimmt. Diese bestand pro Land aus 16 Personen – 8 Experten und 8 musikinteressierten Laien, welche zudem aus verschiedenen Generationen sein mussten, um ein objektives Ergebnis zu gewährleisten. 1997 wurde zum ersten Mal in fünf Ländern das Televoting ausprobiert (Deutschland, Schweden, Österreich, Schweiz und das Vereinigte Königreich), welches beim Publikum auf große Begeisterung stieß. Schon 1998 wurde die Jury durch das neue Wertungssystem abgelöst. Nur wenige Länder, wie Russland und Ungarn, wo es aus technischen Gründen nicht möglich war, führten das Televoting erst etwas später ein.

Gewonnen hat das Land, das am Ende die meisten Punkte bekommt. Um bei Punktegleichstand einen eindeutigen Sieger küren zu können, gelten weitere Kriterien. Wenn zwei oder mehr Länder die gleiche Punktanzahl haben, gewinnt das Land, das von den meisten Ländern Punkte bekommen hat. Sollte auch dieses Kriterium noch zu keinem eindeutigen Gewinner führen, so ergibt sich die Rangfolge gemäß der Anzahl der Bewertung mit 12 Punkten, ggf. mit 10 Punkten und so weiter. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich auch hier kein Unterschied ergeben hat, so haben beide (oder noch mehr) Länder gewonnen. Dieser Katalog von Regelungen fand bisher einmal Anwendung, nämlich beim ESC 1991, als die Schwedin Carola („Fångad av en stormvind“) mehr 10-Punkte-Wertungen erhalten hatte als die punktgleiche Französin Amina („Le dernier qui a parlé“) und zur Siegerin erklärt wurde. Damals gab es den ersten Punkt (das Lied gewinnt, das aus mehr Ländern Punkte bekommen hat) noch nicht, hätte es ihn aber schon damals gegeben, hätte Frankreich gewonnen. Mittlerweile ist dieser Punkt eingeführt worden, so dass 2004 trotz jeweils 50 Punkten Malta einen sicheren Platz im Finale 2005 bekam, während Kroatien erst durchs Semifinale musste.

Vor 1975 kamen verschiedene andere Punktevergabesysteme zum Einsatz. Beim ESC 1969 führte ein Wertungsmodus, der für niedrige Punktzahlen pro Teilnehmer sorgte, dazu, dass vier Länder (Spanien, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Frankreich) punktgleich an der Spitze lagen und zu gleichberechtigten Siegern ernannt wurden.

Aus Zeitgründen wurde 2006 die Verkündung der Punkte dahingehend geändert, dass die Titel mit den Punkten 1 bis 7 en bloc angezeigt werden. Die Titel mit den Punkten 8, 10 und 12 werden jedoch nach wie vor von den nationalen Fernsehansagern durchgegeben. Die Vergabeprozedur konnte so von deutlich über einer Stunde auf etwa 45 Minuten verkürzt werden.

Beim ersten ESC mit veröffentlichtem Voting, 1957, kam folgender Modus zum Einsatz: In jeder Landesjury sitzen zehn Mitglieder. Jedes Mitglied kann einen Punkt für seinen Favoriten abgeben. Dieser Modus kam von 1957 bis 1961, 1967 bis 1970 sowie 1974 in Gebrauch.

1962 kam dieser Modus zum Einsatz: Die Landesjurys geben 3 Punkte an den besten Titel, 2 an den zweitbesten und einen an den drittbesten Titel. Dieser Modus wurde 1963 auf fünf Punkte für den erstplatzierten usw. erweitert.

1964 wurde ein neuer Modus eingeführt: Jeder Juror bewertet jedes Land, daraus entsteht eine Liste. An den besten Titel wurden fünf Punkte, an den zweitplatzierten drei und an den drittplatzierten ein Punkt vergeben. Sollte nur ein Titel nominiert sein, bekommt dieser alle neun Punkte, sollten es zwei sein, bekommt der erste sechs und der zweitplatzierte Titel drei Punkte.

Da es seit 1962 regelmäßig null Punkte, 1962 bis 1965 sogar vier pro Jahr, gab und wegen der Unzufriedenheit mit dem Wertungssystem von 1957, das 1969 für vier Sieger gesorgt hatte, wurde 1971 ein neuer Modus eingeführt: Jedes Land entsendet zwei Juroren, die für jedes Lied zwischen einen und fünf Punkte geben konnten, sodass die erreichten Punktzahlen erstmals über 100 Punkte stiegen.

Das Wertungssystem des Eurovision Song Contest wird bereits seit langem dafür kritisiert, dass die Punktevergabe zwischen bestimmten Ländern gegenseitigen Sympathiebekundungen näher zu sein scheint als einer Bewertung für die vorgetragenen Musiktitel.

Als Reaktion auf die Feststellung, dass sich beim Contest 2007 ausschließlich Teilnehmerländer aus Osteuropa für das Finale qualifiziert haben und die Teilnehmerländer aus Osteuropa beim Finale sämtliche ersten 16 Plätze belegten, ist – insbesondere ausgelöst durch Rückzugsforderungen in Deutschland und der Schweiz – eine Reformdiskussion in Gang gekommen.

Gegen alle Kritik spricht die Tatsache, dass auch zu Juryzeiten solche Tendenzen vorhanden waren. Die traditionelle Höchstwertung von Zypern an Griechenland (und umgekehrt), sowie der Skandinavische Block sorgten schon damals für Ärgernisse. Hinzu kamen politische Tendenzen, die beim Televoting nicht vorhanden sind. Griechenland vergab zu Juryzeiten nur ein einziges Mal Punkte an die Türkei (1997).

Ebenso sprechen Analysen der Wertungen gegen die Kritikerstimmen – Serbien hätte 2007 auch ohne „die Punkte des Ostens“ gesiegt. Auch die Punkte der „Stand-by-Jury“ (Einsatz im Falle technischer Probleme) bestätigten den serbischen Sieg nach EBU-Angaben.

Anzumerken ist ebenfalls, dass das Juryvotum früher oft für Unmut und Zorn sorgte. Ein Beispiel dafür wäre das Jahr 1996, als die von den Fans favorisierte Gina G aus Großbritannien auf dem achten Rang landete und letztlich die Irin Eimear Quinn gewann. Gina G's Song stieg noch im selben Jahr in die US-Billboard-Charts ein, was für ESC-Titel eine Seltenheit ist.

Die verantwortliche Europäische Rundfunkunion (EBU) stellte am 2. Oktober 2007 ebenfalls aufgrund der zunehmenden Bedeutung dieser Sympathiepunkte Regeländerungen vor: Ab 2008 werden zwei getrennte Halbfinale veranstaltet, über deren Kandidaten-Zusammenstellungen per Los entschieden wird. Abgestimmt werden kann dann nur noch für die Länder, die in dem jeweiligen Semi-Finale gegen das eigene Land antreten, sodass der Anteil an Sympathiepunkten möglicherweise reduziert werden kann.

Ins Finale kommen neben dem Gastgeberland sowie den Vertretern der vier großen EBU-Geldgeber – Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien – aus jedem Semifinale die neun mit den meisten Punkten bewerteten Länder. Eine Jury bestimmt unter den verbleibenden Teilnehmern im jeweiligen Semifinale noch je einen weiteren Finalteilnehmer; somit wurde am 21. November 2007 die Teilnehmerzahl im Finale ab 2008 auf 25 erhöht.

Da es trotz der Änderungen am Wertungssystem 2008 immer noch zu Sympathiepunkten kam, wurden die Regularien abermals geändert. So zählen die Stimmen der Telefonabstimmung nur noch 50%. Die anderen 50% werden durch eine Jury, wie es sie früher schon gab, bestimmt.

Der Wettbewerb 1956 war der bislang einzige, bei dem ein einzelner Mann durch den Abend führte. In den Folgejahren waren es immer Moderatorinnen, bis 1978 in Paris erstmals ein Mann und eine Frau gemeinsam Gastgeber waren. Diesem Beispiel folgte Israel 1979. Von 1980 bis 1987, 1993 und 1995 waren es dann wieder einzelne Damen; seit 1996 ist es endgültig zur Tradition geworden, dass es einen männlichen und einen weiblichen Gastgeber gibt. Ausnahme hierbei war der Contest 1999 in Jerusalem, als dem männlichen Moderator gleich zwei Damen zur Seite standen.

Der Eurovision Song Contest brachte im Laufe seiner mehrere Jahrzehnte umspannenden Geschichte zahlreiche Lieder hervor, die zu internationalen Erfolgen und bisweilen zu Evergreens wurden. Aus der Frühphase seien hier Italiens Beiträge „Nel blu dipinto di blu (Volare)“ und „Piove (Ciao ciao bambina)“ genannt, beide vorgetragen von Domenico Modugno in den Jahren 1958 und 1959. Auch wenn sie nicht zum Wettbewerbssieger gekürt wurden, erreichten sie danach doch zig-fache Millionenverkäufe weltweit und wurden von Showgrößen wie Paul Anka oder Dean Martin adaptiert.

Seine kommerzielle Hochphase erlebte der Song Contest ab Mitte der Sechziger bis in die späten Siebziger Jahre. „Puppet on a string“ avancierte 1967 für Sängerin Sandie Shaw zum weltweiten Radio- und Hitparadenerfolg und wurde in Werbespots (z.B. Kunert Feinstrumpfhosen) oder auf Modenschauen jener Zeit als Untermalung eingesetzt. Seine simple Eingängigkeit und der unmittelbare Wiedererkennungswert machten den Titel auf der Stelle zum Evergreen. Aus demselben Jahrgang eroberte der Luxemburger Beitrag von Vicky (Vicky Leandros) „L'amour est bleu“ in einer Instrumental-Version von Paul Mauriat Platz 1 der US-Billboard-Charts. 1972 gewann Vicky Leandros mit „Après toi“ den Wettbewerb und verkaufte von der Single in mehreren Sprachversionen (u.a. „Dann kamst Du“, „Come what may“) weltweit über 5,5 Millionen Exemplare. ABBAs „Waterloo“ übertraf diese Marke 1974 und verkaufte sich rund 6 Millionen mal. Übertrumpft wurden die vier Schweden 1976 von der britischen Gruppe Brotherhood Of Man, deren Schlagerpop „Save your kisses for me“ es auf 6,5 Millionen weltweit abgesetzte Tonträger brachte. Als Beispiele weiterer internationaler Tophits seien noch erwähnt: „Congratulations“ von Cliff Richard (GB, 1968), „All kinds of everything“ von Dana (Irland, 1970), „Beg, steal or borrow“ von den New Seekers (GB, 1972), „Eres tú“ von Mocedades (Spanien, 1973), „Si“ von Gigliola Cinquetti (Italien, 1974), „Dschinghis Khan“ von Dschinghis Khan (D, 1979), „What's another year“ von Johnny Logan (Irland 1980), „Ein bißchen Frieden“ von Nicole (D, 1982), „Gente di mare“ von Umberto Tozzi/Raf (Italien 1987), „Insieme 1992“ von Toto Cutugno (Italien 1990), „Diva“ von Dana International (Israel 1998) und „Fly On The Wings Of Love“ von den Olsen Brothers (Dänemark 2000).

Der ESC machte im Laufe der Jahre einige Interpreten zu internationalen Stars, allen voran die bereits genannte schwedische Popgruppe ABBA, die 1974 mit dem Song „Waterloo“ den Wettbewerb gewann. Auch die franko-kanadische Sängerin Céline Dion wurde durch ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 1988, bei dem sie für die Schweiz startete und mit „Ne partez pas sans moi“ siegte, in Europa bekannt. Die Belgierin Lara Fabian (später durch „I will love again“ zu Charts-Ehren gelangt) tat beim ESC für Luxemburg ihren ersten internationalen Schritt, und schließlich die Polin Edyta Górniak. Ebenfalls durch den ESC zu Weltruhm gelangt ist die irische Folkloregruppe Riverdance, welche 1994 als Pausenfüller auftrat.

Am häufigsten war die Schweizer Musikgruppe Peter, Sue & Marc dabei, welche ihr Heimatland viermal vertrat (1971, 1976, 1979 und 1981), jedes Mal in einer anderen Sprache, gleichauf mit Fud Leclerc aus Belgien, der das Land 1956, 1958, 1960 und 1962.

Die Teilnahme eines bereits international bekannten Interpreten ist hingegen kein Garant dafür, dass dessen Titel den Wettbewerb auch gewinnt. So erreichte Cliff Richard als prominentestes Beispiel mit „Congratulations“ 1968 nur den zweiten, 1973 mit „Power to All Our Friends“ den dritten Platz, obwohl diese anschließend in den Verkaufshitparaden höher platziert waren, als die jeweiligen Eurovisionsgewinner. Auch das international erfolgreiche russische Duo t.A.T.u. konnte beim Eurovision Song Contest 2003 mit „Ne wer, ne bojsja, ne prosi“ nicht gewinnen und belegte nur den dritten Platz. Ebenso wenig erreichten beispielsweise italienische Top Acts wie Ricchi e Poveri und Baccara (beide 1978), Matia Bazar (1979), Alan Sorrenti (1980), Alice und Franco Battiato (1984) oder Al Bano und Romina Power (1976 und 1985) das Siegertreppchen, obwohl in den frühen 1980ern durch viele Länder Europas eine Italo-Pop-Welle schwappte. Auch die erfolgreiche Band Vanilla Ninja kam 2005 nicht über den Rang 8 (für die Schweiz) hinaus. Kate Ryan scheiterte 2006 bereits im Halbfinale, ebenso DJ BoBo 2007.

Am 22. Oktober 2005 fand in Kopenhagen eine Jubiläumsshow mit dem Titel Congratulations (englisch für: Herzlichen Glückwunsch) statt. Damit wurde das 50-jährige Jubiläum des Eurovision Song Contest gefeiert. Das Ziel der Show war, das beste Lied des Grand Prix unter allen Titeln, die jemals teilgenommen haben zu ermitteln. Auf der offiziellen Internetseite eurovision.tv konnte jeder seine Stimme für seinen Lieblingstitel des ESC abgeben. Die zehn Lieder mit den meisten Stimmen kamen ins Semifinale. Zusätzlich wählte eine Jury der Europäischen Rundfunkunion vier weitere Titel ins Halbfinale. Im Halbfinale wurden per Telefonvoting die fünf besten Lieder ermittelt. Im zweiten Durchgang, also dem Finale, wurde durch ein weiteres Telefonvoting die Platzierung dieser fünf Lieder festgelegt.

Moderiert wurde die Show von der britischen ESC-Siegerin Katrina Leskanich (von Katrina & The Waves, ESC-Sieg 1997 mit Love Shine A Light) und dem lettischen Eurovision Song Contest-Drittplatzierten Renars Kaupers (von Brainstorm, ESC-Teilnahme 2000 mit My Star). Die Sendung wurde in Deutschland vom WDR und vom SWR, in Österreich von ORF 2, und in der Schweiz von SF 1 übertragen.

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Sandra (Sängerin)

Sandra Cretu (* 18. Mai 1962 in Saarbrücken, Deutschland als Sandra Ann Lauer) ist eine Pop-Sängerin, die als „Sandra“ vor allem in den 80er und frühen 90er Jahren europaweit große Erfolge feierte.

Sandra wurde 1974 vom Musikproduzenten George Roman entdeckt, der mit ihr 1976 die Single Andy, mein Freund aufnahm und veröffentlichte. Der Erfolg blieb aus und Sandra stieg im August 1978 beim Mädchen-Trio Arabesque als Lead-Sängerin ein.

Während Arabesque in Europa nur Achtungserfolge erzielte, erreichten sie in Japan große Popularität. Das Trio veröffentlichte in Japan 13 Alben und 30 Singles. Während dieser Zeit lernte Sandra den damaligen Studiomusiker und späteren Komponisten und Produzenten Michael Cretu kennen. Sie wurden zunächst geschäftlich und dann ab 1984 auch privat ein Paar.

Nach dem Ausstieg bei Arabesque nahm Sandra 1984 ihre zweite Solosingle auf: Japan ist weit eine deutsche Version von Alphavilles Big In Japan. Produziert wurde sie von Michael Cretu. Der Erfolg blieb aus und kam erst im Herbst 1985 mit ihrem nächsten Song (I'll Never Be) Maria Magdalena. Die Single, die in Zusammenarbeit mit Hubert Kah entstand, wurde ein internationaler Erfolg. Das Lied erreichte in Deutschland und 20 weiteren Ländern Platz 1 und kam in fünf weiteren Ländern in die Top Ten. Sandra war damit weltweit erfolgreich, in Schweden wurde Maria Magdalena sogar die bis dahin bestverkaufte Single überhaupt.

Der Nachfolger In the Heat of the Night belegte 1986 beim Tokyo Song Contest den zweiten Platz und setzte auch den kommerziellen Erfolg in Europa, Asien und Südamerika fort. Meist geschrieben und produziert vom Gespann Michael Cretu/Hubert Kah, entwickelte sich Sandra zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen der 80er Jahre und landete allein in Deutschland acht Top-Ten-Hits. 1988 erhielt sie zusammen mit Kim Wilde eine Auszeichnung, für die meisten in Europa von Frauen verkauften Platten. Auch bei den Lesern des größten deutschen Jugendmagazins BRAVO war Sandra beliebt und erhielt bei den jährlichen Leserwahlen zwischen 1985 und 1993 insgesamt 9 Bravo Ottos, darunter fünfmal in Folge Gold (1988 bis 1992).

Am 7. Januar 1988 heirateten Sandra und Michael Cretu und zogen nach Ibiza (Spanien).

Ab 1990 war sie als Sängerin an Cretus Projekt Enigma beteiligt. Sandras im gleichen Jahr erschienene Hitsingle Hiroshima ist ein Cover eines gleichnamigen Liedes der Band Wishful Thinking aus dem Jahre 1969.

Nach der Veröffentlichung des Albums Fading Shades im Sommer 1995 zog sich Sandra ins Privatleben zurück und brachte Zwillinge zur Welt.

Zwar gelang es Sandra nicht, an die Erfolge der Achtziger und frühen Neunziger anzuknüpfen, jedoch zeigte die Top-20-Chartplatzierung des dritten "Best of"- Albums „My Favourites“ (1999), das mit teilweise neu abgemischten Versionen ihrer Hits aufwartete, dass Sandra nach wie vor eine beachtliche Fangemeinde hatte. 2002 gab es ein erneutes Comeback, als Sandra mit ihrem siebten Studioalbum „Wheel Of Time“ erstmals nach sieben Jahren neues Material veröffentlichte und in Deutschland für eine Woche die Top 10 (vorübergehend: Platz 8) erreichte.

Sandra, die in der ersten Phase ihrer Karriere mehr als 30 Millionen Tonträger verkauft hat, gab am 2. Oktober 2004 nach mehreren Jahren Bühnenabstinenz im Rahmen einer 80er-Revival-Veranstaltung ein Konzert in Dresden. Im Jahr 2006 hatte sie erneut mehrere Auftritte, neben Deutschland vermehrt in osteuropäischen Ländern, wo die Musik der 80er Jahre immer noch sehr erfolgreich ist. In den deutschen Charts platzierte sich 2006 das Duett mit DJ Bobo „Secrets Of Love“, das sich einige Wochen in den deutschen Top 20 hielt.

Zur Promotion von neuem Material, welches später erscheinen sollte, veröffentlichte man im September 2006 „Reflections", ein Konzept-Album mit Neumischungen der größten Hits. Ein neues Album „The Art of Love“ (produziert von Jens Gad und Sandra selbst) erschien am 23. Februar 2007 und wurde ein weiterer Top 20 Charterfolg.

Nach „The Way I am“ erschien als zweite Singleauskopplung „What Is It About Me“.

Am 31. Oktober 2007 gaben Sandra und Michael Cretu ihre Trennung bekannt.

2008 arbeitete Sandra neben weiteren Auftritten in Deutschland und Osteuropa an neuem Material, welches im März 2009 veröffentlicht werden wird.

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No Angels

Die No Angels auf der Kieler Woche 2008.

Die No Angels sind eine Popband aus ursprünglich fünf Sängerinnen, die im Jahr 2000 aus der ersten Staffel des damals von RTL 2 ausgestrahlten Gesangswettbewerbs Popstars hervorging. In Deutschland waren sie die erste Band, die über ein Fernsehcasting zusammengestellt wurde. Mit etwa fünf Millionen verkauften Platten und vier Nummer-Eins-Singles in den deutschen Media Control Charts galt die Band bis zu ihrer Trennung im Dezember 2003 als die erfolgreichste Girlgroup Kontinentaleuropas. Im Januar 2007 starteten vier Gründungsmitglieder mit dem Album Destiny ein Comeback.

Im September 2000 zählten Nadja Benaissa, Lucy Diakowska, Sandy Mölling, Vanessa Petruo und Jessica Wahls zu 32 (aus ursprünglich rund 4500) jungen Frauen, die im Rahmen des von RTL 2 ausgestrahlten Gesangswettbewerbs Popstars nach Mallorca, Spanien, flogen, um dort an einem nachfolgenden Workshop teilzunehmen. Während des einwöchigen Gesangs- und Tanztrainings unter der Leitung des Choreographen Detlef ‚D!‘ Soost verminderte sich die Anzahl der Teilnehmerinnen unter dem Urteil der Jurymitglieder Simone Angel, Rainer Moslener und Mario M. Mendrzycki auf 11. Die verbliebenen Finalistinnen kehrten anschließend nach Deutschland zurück.

Im November 2000 erfuhren Benaissa, Diakowska, Mölling, Petruo und Wahls innerhalb einer Sonderausgabe des Formates, dass sie als Siegerinnen des Wettbewerbs Teil der endgültigen Formation werden würden. Wenig später bezog die Girlband ein Domizil in München und begann mit den Vorbereitungen zu ihrem Debütalbum. Parallel dazu richtete RTL 2 eine Umfrage für den Namen der Gruppe aus, wobei man für einen aus drei Vorschlägen – Elle’ments, Champaign oder No Angels – per SMS, E-Mail und Televoting stimmen konnte. Später stellte sich jedoch heraus, dass der Name No Angels bereits festgelegt und die Abstimmung somit ohne Belang war. Viele Zuschauer fühlten sich betrogen; wegen der ohne Gegenleistung vertelefonierten Wahl-Gebühren wurden von vereinzelten Abstimmungsteilnehmern Betrugsklagen gegen Polydor angestrengt. Eine derartige Scheinabstimmung fand wahrscheinlich auch bei der Namensfindung bei Bro’Sis statt.

Als erste Single wurde von Cheyenne Records und der neu gegründeten Band der Song Daylight in Your Eyes aufgenommen, die Neuaufnahme eines unveröffentlichten Titels der kolumbianischen Backgroundsängerin Victoria Faiella und im Februar 2001 veröffentlicht; der Titel stieg unmittelbar auf Platz 1 in die deutschen, brasilianischen, estländischen, schweizerischen und österreichischen Single- und Airplaycharts ein und machte die Band über Nacht europaweit bekannt. In Deutschland wurde das Lied mit weit über 1.000.000 abgesetzten Exemplaren zur verkaufsstärksten Single des Jahres 2001. Nachdem die Band Mitte 2001 bereits in ganz Europa Erfolge verbuchte, entschied man sich schon sehr bald für eine Veröffentlichung von "Daylight In Your Eyes" auf dem nordamerikanischen Markt. Auch das Musikvideo zur Single wurde (diesmal "weniger sexy") neugedreht, um der amerikanischen Zensur zu entgehen. In den USA erreichte die Single eine Maximal-Platzierung von Platz 39 der US-Billboard-Charts. Aufgrund der mäßigen Erfolgsaussichten, sah man von weiteren Auskopplungen und Karriereversuchen in den USA ab.

Ähnlichem Erfolg sah auch das Album Elle’ments entgegen, welches im März desselben Jahres erschien: Mit über 1,1 Millionen verkauften Kopien und sowohl vier Gold- als auch drei Platinauszeichnungen belegte es ebenfalls die Spitze der deutschen Jahrescharts. Ihren zweiten Nr.-1-Hit konnten die No Angels im Sommer 2001 mit dem Eurythmics-Cover There Must Be an Angel landen; die dritte Single der Band erreichte sowohl in Deutschland als auch in Brasilien und Österreich die Spitze der Singlecharts. Die Auskopplung Rivers of Joy als auch die Doppel A-Single When the Angels Sing/Atlantis erreichten hingegen die Top 10 der Charts. Im Zuge seines Verkaufserfolgs wurde das Album zwei weitere Male wiederveröffentlicht, zum einen in einer Karaoke Edition, zum anderen in einer Special Winter Edition inklusive drei neuer Songs.

Nach einer kurzen Deutschlandtournee im Vorprogramm von DJ Bobo und Westlife traten die No Angels anschließend im Rahmen der Rivers of Joy Tour vom 19. Oktober bis 10. Dezember 2001 in über 30 Städten innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz als Haupt-Act auf. Nebenbei wurde die Gruppe zudem mit Preisen wie dem Bambi, einem Comet, der Eins Live Krone, dem Top of the Pops-Award, dem Goldenen Bravo Otto als auch mit zwei Echos ausgezeichnet.

Im Mai 2002 erschien nach halbjähriger Studiopause die erste Auskopplung aus dem Nachfolgewerk Now … Us!. Der Titel Something about Us, geschrieben von Bandmitglied Vanessa Petruo, Alexander Geringas und Thorsten Brötzmann, befasste sich unter anderem mit einer Reihe von Gerüchten, die im Jahr zuvor publiziert worden waren und auch im ECHO-prämierten Video zur Single auf parodistische Art Umsetzung fanden. Nicht zuletzt dank einer Coverversion des als Langnese-Jingles bekannt gewordenen Like Ice in the Sunshine, das als B-Seite der Single erschien, erreichten die No Angels mit Something about Us innerhalb von 14 Monaten zum dritten Mal die Spitze der Hitlisten in Deutschland und Österreich.

Das im Folgemonat veröffentlichte Now … Us! ging ebenfalls an die Spitze der deutschen Albumcharts und verkaufte sich bis zum Ende des Jahres 2002 mehr als 800.000 Mal. Mit der Ballade Still in Love with You gelang ein weiterer Top-10-Hit in den Single- und Radiocharts, während der von Mousse T. produzierten Remix zu Let's Go to Bed lediglich die Top-10 Dancefloorcharts erreichte.. In Zusammenhang mit dem am 2. Oktober 2002 aufgeführten Exklusivkonzerts im Berliner Tränenpalast erschien im Herbst 2002 das von Till Brönner produzierte Album When the Angels Swing, eine Sammlung neuer und neu arrangierter Albumaufnahmen in Swing-Arrangements. Die Alison-Moyet-Coverversion All Cried Out wurde sowohl in einer Swing- als auch in einer Popversion veröffentlicht, das Konzert später auf DVD herausgebracht.

Danach reisten die No Angels innerhalb der Four Seasons-Tournee erneut durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bandmitglied Jessica Wahls, die bereits im Sommer zuvor ihre Schwangerschaft verkündet hatte, verließ die Band in eine ursprünglich für sechs Monate geplante Babypause. Nach der Geburt ihrer Tochter Cheyenne im März 2003 kehrte sie zugunsten ihres Kindes und einer Karriere als Solointerpretin vorerst jedoch nicht mehr in die Band zurück.

Die verbliebenen Mitglieder Nadja, Lucy, Sandy und Vanessa entschieden sich, zu viert weiterzumachen und nahmen in den Folgemonaten ihr drittes Studioalbum Pure auf. Das Album erschien am 25. August 2003 und wurde wie schon die beiden Vorgänger-Alben von Thorsten Brötzmann und Peter Ries produziert. Ungeachtet kritischer Vorberichterstattung über die nun „unvollständige“ Band gelang es dem Quartett, im April 2003 mit der Vorabsingle No Angel (It’s All in Your Mind) ihre vierte Nr. 1 in den deutschen Singlecharts zu platzieren. Weitere Singleauskopplungen wurden Someday, welches den 5. Platz der deutschen Charts erreichte und Feelgood Lies, welches auf Platz 3 einstieg. Wie schon die beiden vorherigen Studioalben Elle’ments und Now … Us! erreichte auch Pure im August 2003 Platz 1 der deutschen Albumcharts; für über 150.000 verkaufte Exemplare erhielten die No Angels eine weitere Goldene Schallplatte.

Im Vorfeld der Veröffentlichung der dritten Auskopplung Feelgood Lies gab die Band im September 2003 nach drei Jahren ständiger gemeinsamer Promoauftritte, Konzerte und Studioaufnahmen und einer Reihe stressbedingter Erkrankungen die Auflösung der Gruppe bekannt. Mit Reason, einer Neuaufnahme eines bereits veröffentlichten Titels aus dem Jahr 2001, erschien im November die letzte gemeinsame Single der No Angels, zu denen im Rahmen der Veröffentlichung des Albums The Best of No Angels auch Jessica wieder hinzugestoßen war. Nach einigen letzten öffentlichen Auftritten und einem Unplugged-Konzert im Münchener Club P1 sowie in einer von einem Mobilfunkanbieter gesponserten Show im Dezember 2003 in der Düsseldorfer Nachtresidenz gingen die No Angels vorerst getrennte Wege.

Im Januar 2007 wurde offiziell die Wiedervereinigung der No Angels bekanntgegeben. Während Jessica Wahls nach ihrem Ausstieg im Jahr 2002 als Mitglied zur Band zurückstieß, entschied Vanessa Petruo sich zu Gunsten ihrer Solo-Karriere gegen ein Comeback mit den No Angels. Die verbliebenen vier Mitglieder veröffentlichten daraufhin mit Goodbye to Yesterday ihre erste Single nach dreieinhalb Jahren und platzierten sich damit auf Platz 4 der deutschen Singlecharts. Das vierte Studioalbum der Band, Destiny, welches am 13. April 2007 erschien, konnte sich ebenfalls auf Platz 4 der deutschen Albumcharts platzieren und bis Juni 2007 mehr als 30.000 Kopien absetzen. Am 15. Juni wurde die zweite Single Maybe ausgekoppelt, welche es als erste Single der Gruppe nicht in die Top-20 der deutschen Hitparade schaffte und sich nur noch 15.000 mal verkaufte. Am 19. Oktober 2007 wurde schließlich die Doppel-A-Single Amaze Me/Teardrops (eine Coverversion der Band Womack and Womack aus dem Jahre 1988) veröffentlicht, welche sich auf Platz 25 der deutschen Media Control-Single-Charts platzieren konnte. In Polen kam Teardrops bis auf Platz 34.

Ende 2007 sang die Band den Titelsong Life Is a Miracle zum Zeichentrickfilm Kleiner Dodo ein, der am 1. Januar 2008 in die Kinos kam und dessen Soundtrack drei Tage später erschien.

Nachdem sie im Jahr zuvor auf ihre Teilnahme verzichtet hatten, traten die No Angels am 6. März 2008 mit ihrer Single Disappear beim Deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2008 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg gegen die Gruppen Cinema Bizarre und Marquess sowie die beiden Solo-Interpreten Tommy Reeve und Carolin Fortenbacher an. Dort erreichte die Band in der Endrunde mit einem Prozentpunkt (50,5%) Vorsprung vor Fortenbacher den ersten Platz, weswegen sie am 24. Mai 2008 beim 53. Eurovision Song Contest in Belgrad für Deutschland antrat. Am Ende erzielten die No Angels den 23. Platz in einem Teilnehmerfeld von 25. Die Single erschien bereits am 29. Februar und platzierte sich in Folgewoche des Vorentscheid auf Platz 4 der deutschen Singlecharts. In Österreich erreichte Disappear den 37. und in Bulgarien den 40. Platz der Singlecharts.

Am 24. Juni erschien bei Universal Music das Album Very Best of No Angels, welches mit Ausnahme von Deutschland, Österreich und der Schweiz europaweit zur Promotion der Band veröffentlicht wurde. Kurze Zeit später unterzeichnete die Gruppe einen Vertrag mit ihrem neuen Manager Khalid Schröder, durch dessen Kontakte sie im Juli 2008 gemeinsam nach Los Angeles, Kalifornien reisten, um mit dem Songschreiber und Produzenten Evan Bogart und seinem Team an neuen Songs zu arbeiten. Auch Produzent Rick Nowels stellte den No Angels im Zuge ihres Aufenthalts Neuproduktionen bereit. Das fünfte reguläre Studioalbum der Gruppe wird nach eigenen Aussagen voraussichtlich im Frühjahr 2009 erscheinen. Im November letzten Jahres befanden sich die No Angels in New York. Sie nehmen weitere Songs für das fünfte Studioalbum auf. Sie haben wieder ein neues Produzententeam um sich rum, mit denen die Gruppe neue Songs schreibt, komponiert und aufnimmt. Während eines RTL-Interviews wurden Schwangerschaftsgerüchte um Sandy wach, die Sängerin stritt dies ab. Inzwischen hat sie jedoch die Schwangerschaft bestätigt. Das Baby soll im April zur Welt kommen. "Kool and The Gang" Mitglied Robert "Kool" Bell gab außerdem ein Interview, indem er bekanntgab die No Angels auf MTV und VH1 bringen zu wollen, weiter ist eine Doku-Soap für den US-amerikanischen Markt geplant. Kürzlich wurden drei Namen potentieller Lieder für das Album auf der My Space Seite bekannt gegeben.

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Source : Wikipedia