Cuxhaven

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Geschrieben von c3po 20/03/2009 @ 05:13

Tags : cuxhaven, niedersachsen, deutschland

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Cuxhaven

Wappen der Stadt Cuxhaven

Cuxhaven (plattdeutsch Cuxhoben) ist eine große selbstständige Stadt und Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen. Die Stadt liegt an der Mündung der Elbe in die Nordsee und hat rund 52.000 Einwohner.

Cuxhaven hat einen wichtigen Fischereihafen. Es war bis Ende 2008 eine Schiffsmeldestation für Hamburg und für den Nord-Ostsee-Kanal. Daneben ist der Tourismus von großer Bedeutung. Die Stadt und ihr Vorgänger, das Amt Ritzebüttel, gehörten vom 13. Jahrhundert bis 1937 zu Hamburg. Nordwestlich vor Cuxhaven in der Nordsee liegt die (wieder) zu Hamburg gehörende Insel Neuwerk.

Das Wahrzeichen Cuxhavens ist die Kugelbake. Das hölzerne Seezeichen markiert an der Elbmündung den Übergang von der Unter- zur Außenelbe und damit die Grenze für die Binnenschifffahrt. Sie ist auch das Motiv des Wappens der Stadt.

Cuxhaven liegt an der nördlichsten Spitze Niedersachsens und ist an zwei Seiten von Wasser umgeben. Diese geografische Lage verleiht der Stadt für den Tourismus einen besonderen Reiz, beschert ihr aber hinsichtlich der wirtschaftlichen Verbindung zum Hinterland auch besondere Probleme.

Höchste Erhebung im Stadtgebiet ist die „Altenwalder Höhe“ (37,5 m ü. NN).

Bedingt durch die Randlage und die historische Zugehörigkeit der Stadt zu Hamburg, entwickelten sich zwei Wirtschaftsschwerpunkte: die Fischerei und der Tourismus.

Der Name Cuxhaven geht auf das Wort koog zurück, eine niederdeutsche und skandinavische Bezeichnung für eingedeichtes Land.

1394 traten die Herren Lappe das Schloss Ritzebüttel an Hamburg ab. In den folgenden Jahrhunderten war Ritzebüttel ein hamburgischer Stützpunkt gegen die Piraterie und ein Schutzhafen.

Der Flecken Ritzebüttel wurde am 4. Dezember 1872 mit der Hafensiedlung Cuxhaven zur hamburgischen Landgemeinde Cuxhaven vereinigt.

Nach der Reichseinigung wurde Cuxhaven auch militärisch bedeutsam. 1883 wurden die ersten Marineeinheiten stationiert, das Fort Kugelbake und weitere Küstenfestungen sollten die Zufahrt zum neuen Nord-Ostsee-Kanal kontrollieren.

Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 ging Cuxhaven von Hamburg an die preußische Provinz Hannover über. Hamburg behielt sich aber einige Rechte an den Häfen vor. So waren bis zum 1. Januar 1993 der Amerika-Hafen und das Steubenhöft hamburgisches Eigentum, obgleich sie zum Cuxhavener Stadtgebiet gehören. Eine Revierwache der Hamburger Wasserschutzpolizei befindet sich noch immer in Cuxhaven.

Am 1. Oktober 1969 wurden die Inseln Neuwerk und Scharhörn zusammen mit Wattflächen an die Freie und Hansestadt Hamburg zurückgegeben, die plante, dort einen Tiefwasserhafen anzulegen. Am 28. Oktober 2005 unterzeichneten der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche und der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall im Hamburger Rathaus den Staatsvertrag zur Aufhebung der Containersperrklausel. Damit wurde der Weg für eine unbeschränkte Weiterentwicklung des Cuxhavener Hafens freigemacht.

Zwischen 1945 und 1964 wurden in der Nähe von Cuxhaven diverse Raketenexperimente durchgeführt (siehe auch: Raketenstarts in Cuxhaven). Ihre heutige Fläche von 162 km², mit ca. 21 km Ost-West- und 14,5 km Nord-Süd-Ausdehnung, erreichte die Stadt durch zahlreiche Eingemeindungen zwischen 1935 und 1972.

Bis 1977 war Cuxhaven eine kreisfreie Stadt; heute gehört sie zum neugebildeten Landkreis Cuxhaven und ist Sitz der Kreisverwaltung.

Am Hafen findet sich die Alte Liebe sowie der so genannte Windsemaphor. Dieses Gerät aus dem Jahr 1884 zeigt den in die Nordsee ausfahrenden Schiffen die jeweiligen Windrichtungen und -stärken auf den Inseln Borkum und Helgoland an. Das technische Denkmal wird täglich nach den aktuellen Wettermeldungen eingestellt.

Der Wasserturm (siehe Foto oben rechts), zwischen Kaemmererplatz und dem Bahnhof gelegen, gilt als das heimliche Wahrzeichen der Stadt. 1897 gebaut, versorgte er bis zum Jahr 2004 die Cuxhavener Haushalte mit dem nötigen Wasserdruck. Im Laufe der 1960er Jahre wurden in Döse und Sahlenburg immer höhere Häuser gebaut (Ferienappartements), die mit Druckerhöhungsanlagen ausgestattet werden mussten, da der Gefälle-Druck des Wasserturms für die oberen Etagen nicht ausreichte. 2004 wurde der Wasserbehälter vom Netz genommen. Seitdem wird das Wasser aus dem Neubau des Cuxhavener Wasserwerks am Drangstweg mit Pumpen durch das Leitungsnetz befördert. Im Wasserturm ist jetzt u. a. das Büro der Cuxhavener Verbraucherzentrale untergebracht.

In Cuxhaven befindet sich der 230 Meter hohe Friedrich-Clemens-Gerke-Turm, ein für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher Fernmeldeturm der Telekom. Er dient dem Richt- und Mobilfunk, nicht aber der Verbreitung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen.

Auf der Holter Höhe wurde von 1959 bis 1961 von der damaligen Deutschen Bundespost ein Sendemast für Richtfunkdienste und Seefunkdienste im UKW-Bereich errichtet, der am 1. April 1961 den Sendebetrieb aufnahm. 1963 erhielt dieser Sendemast einen Glasfaser-Zylinder für die Verbreitung des Fernsehprogramms des ZDF auf der Spitze, wodurch dieser Mast seine heutige Höhe von 119 Metern bekam. 1977 erwarb der Nordwestdeutsche Rundfunk eine Teilparzelle auf dem Postgrundstück und stellte dort Sender für das Erste und Dritte Fernsehprogramm sowie für UKW-Hörfunkprogramme auf.

Im Hafengebiet befindet sich ein 120 Meter hoher Sendeturm des Wasser- und Schifffahrtsamtes, der als Fachwerkkonstruktion mit dreieckigem Querschnitt ausgeführt ist.

Auf verschiedenen Schiffen, wie etwa der 24 m langen, und 11 kn schnellen MS „Jan Cux” oder der neun Meter längeren MS „Jan Cux II” können Fahrten rund um Helgoland zum Hochseeangeln unternommen werden. Auf diesen Tagestörns kann Jagd auf Makrele, Dorsch oder Katzenhai gemacht werden.

In Cuxhaven beheimatet sind u. a. der Cuxhavener Shantychor, der Cuxhavener Lotsenchor und der Seemannschor Elbe 1. Alle drei Chöre treten im Sommer regelmäßig auf Kurkonzert-Veranstaltungen auf.

Seit 2005 wird in Cuxhaven jährlich das Rockfestival Deichbrand veranstaltet.

Zu den kulinarischen Spezialitäten gehören die so genannten Krabben, bei denen es sich tatsächlich um Garnelen handelt, die zunächst meist mühsahm von Hand gepuhlt werden müssen sowie verschiedene Fischarten, die in der Nordsee gefischt werden und sowohl frisch als auch geräuchert in den Handel kommen, wie Makrele, Kabeljau, Schellfisch, Wittling, Seelachs, Scholle, Seeteufel und Zungen.

Der Tag der Niedersachsen mit mehr als 300.000 Gästen fand im Jahr 2007 vom 6. bis zum 8. Juli in Cuxhaven statt.

Die Fischwirtschaft kann in Cuxhaven auf eine lange Tradition zurückblicken. Nach kleinen Anfängen im Jahre 1885 wurde 1908 der Fischereihafen gegründet. Bis heute hat sich Cuxhaven neben Bremerhaven zum bedeutendsten Fischereistandort Deutschlands entwickelt. Trotz des Rückgangs der Fischerei sind 35 Fischverarbeitungsbetriebe mit ca. 1000 Beschäftigten in Cuxhaven beheimatet.

Sehr wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Cuxhaven und ihres Umlandes ist der neue Tiefwasserhafen, CuxPort, der Herbst 1997 in Betrieb genommen wurde. Der Betreiber war die CuxPort Seehafen-Dienstleistungs GmbH, die sich aus einem Teil der Seefischmarkt Cuxhaven GmbH formte. Das Gelände des neuen Hafens gehörte bis 1993 der Freien und Hansestadt Hamburg.

Erst nach langen und zähen Verhandlungen mit den Hamburgern ging diese Fläche in den Besitz des Landes Niedersachsen über, das dann rund 140 Millionen Euro in den Bau der neuen Hafenanlagen investierte. Aktuell wird der Cuxhavener Mehrzweck-Terminal von der umfirmierten Cuxport GmbH, einer Tochtergesellschaft der Rhenus AG & Co. KG (74,9 %) und der HHLA (25,1 %), betrieben.

Die Hauptgeschäfte sind RoRo-Verkehre, Container-Umschlag, Neufahrzeug-Lagerung und -Verschiffung sowie die der Stückgutumschlag, wobei das Containergeschäft zunehmend an Bedeutung gewinnt (2005 zu 2006: + 77 %).

Im gesamten Cuxhavener Hafen wurden 2005 1,88 Mio. t umgeschlagen, 4,7 % mehr als 2004.

Beim Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven (WSA) hat auch das Havariekommando seinen Sitz. Dies ist eine gemeinsame Behörde des Bundes und der fünf Küstenländer, die bei Unfällen im Bereich der Nord- und Ostsee ein koordiniertes gemeinsames Unfallmanagement gewährleistet. Das Havariekommando ist Bestandteil des Maritimen Sicherheitszentrums (MSZ), das am 1. Januar 2007 als optimiertes Netzwerk die Arbeit aufgenommen hat.

Eine wichtige Rolle in Cuxhaven spielte von jeher auch das Militär. Die ersten Minensucheinheiten der deutschen Marine wurden in Cuxhaven aufgestellt. Im Hafen erinnert ein Mahnmal an deren Einsätze im 1. und 2. Weltkrieg.

Des Weiteren befindet sich im Stadtteil Altenwalde die Bundeswehr-Fachausbildungskompanie, in der länger dienende Soldaten auf ihre Gesellen- oder Meisterebene ausgebildet werden.

Cuxhaven ist ein Bundeswehrstandort. Allerdings wurden die schwimmenden Verbände 1968 aus strategischen Gründen nach Wilhelmshaven und Emden verlegt. Cuxhaven ist auch ein Standort der Bundespolizei.

Cuxhaven ist durch seine günstige Lage an der Elbmündung der ideale Standort für Umschlag-, Lager- und Logistikunternehmen sowie für einen Offshore-Basishafen (Windenergie).

Der Ausbau zur Offshore-Basis für Windenergie wird als große Chance zur ökonomischen Stärkung des Standorts Cuxhaven und der Umgebung gesehen. Für den Umschlag von komplett montierten Offshore-Anlagen oder Komponenten wurde im Hafen eine Schwerlastplattform gebaut. Eine weitere Besonderheit ist das Offshore-Windenergie-Testfeld an der Elbe, wo Offshore-Prototypen getestet und zertifiziert werden. Neben anderen Prototypen befinden sich dort auch die derzeit leistungsstärksten Windenergieanlagen der Welt (Enercon E126 und E112 mit jeweils 6 Megawatt) in der Erprobungsphase.

Neben dem Seefischmarkt, den Hafen- und Fremdenverkehrsbetrieben und der Bundeswehr haben sich auch mehrere bedeutende Industrieunternehmen in Cuxhaven angesiedelt.

Die Ursprünge des Tourismus gehen auf das Jahr 1816 zurück, als in Cuxhaven ein Seebad gegründet wurde. Seit 1964 ist Cuxhaven ein staatlich anerkanntes Seeheilbad und Zentrum der so genannten Ferienregion Cuxland. Mit jährlich über drei Millionen Übernachtungen liegt Cuxhaven heute an der Spitze aller Kurorte in Deutschland.

Am 13. März 1973 schickte das Nordseeheilbad seine bisherige Nixe in den Ruhestand und wirbt seitdem mit dem vom ortsansässigen Grafikdesigner Kurt Moldenhauer entwickelten Maskottchen „JAN CUX“ im Stil einer blonden Comic-Figur im blauen Matrosenanzug als Sympathieträger. Jan Cux bekam ein knappes halbes Jahr später im Juli noch seine Cuxi dazu, ebenfalls blond aber rot gewandet. Jährlich werden eine Viertelmillion Aufkleber gedruckt und verteilt, somit eines der bundesweit erfolgreichsten Stadtwerbeträger.

Es gelang in Cuxhaven, den Bereich des Tourismus und den Kurbetrieb in geradezu idealer Weise räumlich scharf vom Industriegebiet zu trennen.

Die Einrichtungen des Tourismus sowie Sport- und Freizeitanlagen der Stadt und deren kulturelles Engagement garantieren einen sehr hohen Freizeit- und Wohnwert für Einwohner und Besucher der Stadt.

Im Kurteil Duhnen befindet sich das Erlebnisbad „Ahoi!“, das durch Umbau und Erweiterung des in den 1970er Jahren gebauten Meerwasser-Brandungsbades entstanden ist.

Verantwortlich für die Abwicklung des Kurbetriebs ist die stadteigene Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH (früher: Kurverwaltung), die ihren Sitz im Haus der Kurverwaltung in Duhnen hat.

Der Strandbereich in Sahlenburg, Duhnen und Döse ist kurtaxpflichtig.

Zu erreichen ist Cuxhaven mit der Bahn von (Bremen –) Bremerhaven aus mit der Nordseebahn per EVB (Mo–Fr im 1-Stunden-Takt, Sa und So im 2-Stunden-Takt) und aus Richtung Hamburg über Stade mit der Niederelbebahn per Metronom (Mo–Sa im 1-Stunden-Takt, So im 2-Stunden-Takt).

Nach Cuxhaven führt aus Richtung Bremen–Bremerhaven die A 27, aus Richtung Hamburg die B 73.

Der Flughafen Cuxhaven-Nordholz liegt im Gebiet der Gemeinde Nordholz. Der Landkreis Cuxhaven ist indirekter Anteilseigner.

Bis Anfang November 2005 verkehrte als zuletzt einzige Fährschiffsverbindung von Deutschland nach England eine Fähre nach Harwich. Unter anderem als Folge des ruinösen Wettbewerbs mit den Billigfliegern wurde die Verbindung eingestellt.

Vom 6. Juli bis zum 2. August 1914 verkehrte in Cuxhaven eine Straßenbahnlinie, die so genannte „Kanonenbahn“, zwischen dem Hauptbahnhof und dem Fort Kugelbake. Heute ist Cuxhaven zentraler Ausgangspunkt für Regionalbusse. Den Stadtverkehr übernehmen mehrere Stadtbuslinien der KVG und Maass Reisen.

CuxPort: Hier werden zahlreiche Containerschiffe gelöscht, RoRo-Fracht abgefertigt und Autos umgeschlagen, welche mit dem Zug an- bzw. abtransportiert werden; CuxPort ist ein Multifunktionsterminal.

Die Rhön AG betreibt in Cuxhaven das Krankenhaus Cuxhaven.

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Raketenstarts in Cuxhaven

Cirrus-Rakete im Hermann-Oberth-Museum Feucht

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Zwischen 1933 und 1964 wurden im Großraum Cuxhaven zahlreiche Raketenexperimente durchgeführt. Das Startareal ist heute Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

Im April 1933 startete Gerhard Zucker eine Postrakete, die von Duhnen nach Neuwerk fliegen sollte. Allerdings stürzte der Flugkörper schon nach wenigen Metern ab.

Neben diesen amateurhaften Versuchen mit z. T. zweifelhaften Erfolgen fanden ab 1937 auf dem Gelände der Marineabnahmebeschussstelle Altenwalde verschiedene Raketentests statt. Zunächst wurden dort Walter-Triebwerke getestet, wie sie unter anderem bei der Messerschmitt Me 163 verwendet wurden ). Später wurde dort auch ein der Fi 103 (V1) ähnlich sehender Marschflugkörper namens BV 143 B der Firma Blohm und Voss getestet, der für die Küstenverteidigung vorgesehen war und gegen Schiffsziele eingesetzt werden sollte . Die Versuche scheiterten jedoch.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgten vom Schießplatz Altenwalde aus einige Versuchsflüge der V1 unter Leitung der SS. 1945 wurde Kurt Debus beauftragt, als Ersatz für den Prüfstand VII in Peenemünde eine Abschussrampe zur Erprobung der A4-Rakete (V2) in der Nähe von Cuxhaven aufzubauen . Dieses Vorhaben konnte wegen der fortschreitenden Kriegsereignisse nicht vollendet werden. Allerdings lieferten diese Arbeiten eine Grundlage für die „Operation Backfire“, der Demonstration von drei startenden A4-Raketen vor Militärvertretern der alliierten Streitkräfte im Oktober 1945. Für die „Operation Backfire“ wurde entlang des Weges zwischen Arensch und Sahlenburg eine Abschussrampe und zwei Betonbunker errichtet, von denen heute noch einige Überreste vorhanden sind. Einer der Starts sowie dessen Vorbereitung wurde für einen Lehrfilm der britischen Armee detailliert dokumentiert und ist heute Teil einer Ausstellung zur Geschichte der A4 im Museum auf dem Gelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Peenemünde.

1952 begann Karl Poggensee in Hespenbusch mit der Entwicklung und den Start kleiner Feststoffraketen. Er gründete im gleichen Jahr auch einen raketentechnischen Verein, die „DAFRA“, die später in „Deutsche Raketengesellschaft“ und „Hermann-Oberth-Gesellschaft“ umbenannt wurde. Schon nach kurzer Zeit baute diese Gesellschaft Raketen mit Gipfelhöhen von einigen Kilometern, für deren Start das in Hespenbusch zu Verfügung stehende Areal allmählich zu klein wurde und ein neues Startgebiet gefunden werden musste. Auf Anraten des Cuxhavener Stadtrates Geveke, der im Zweiten Weltkrieg bei der Entwicklung von Raketenwaffen arbeitete, wurde das Wattengebiet von Cuxhaven gewählt. Dieses Gebiet hielt man nicht nur deshalb für geeignet, weil hier schon die Raketen der „Operation Backfire“ gestartet wurden, sondern auch, weil man sowohl in nördliche als auch in westliche Richtung freie Schussbahn hat.

Am 24. August 1957 erfolgten die ersten Raketenstarts. Es wurden einige Ölsprühraketen und einige Versuchsraketen mit Gipfelhöhen von 4 Kilometern gestartet. Wegen schlechten Wetters wurde der ursprünglich geplante Start einer Rakete von Ernst Mohr mit einer Gipfelhöhe von 20 Kilometern abgesagt. Der Startplatz dieser Raketen befand sich in der Nähe des Bauhofs von Arensch. Im Unterschied zur „Operation Backfire“ gab es keine feste Abschussrampe, allerdings wurde in einem verfallenen Bunker der Marine aus dem 2. Weltkrieg der Leitstand installiert.

Am 8. Juni 1958 erfolgte ein erster Startversuch von Raketen von Ernst Mohr. Diese Raketen wurden zwischenzeitlich so weit verbessert, dass sie Gipfelhöhen von 50 Kilometern erreichen konnten. Allerdings gab es Probleme mit der Flugstabilität, und die Raketen stürzten ab. Am 14. September 1958 gelang ein erfolgreicher Flug von Ernst Mohrs Raketen.

Am 16. Mai 1959 erfolgte der erste Start einer Postrakete. Diese Rakete beförderte 5000 Postkarten über eine Entfernung von 3 Kilometern. Die mit dieser Rakete transportierten Briefe erhielten einen besonderen Stempel und sind heute begehrte Sammlerobjekte bei Philatelisten. Mit den Postraketenstarts wurde auch die Finanzierung der Raketenexperimente unterstützt.

Am 1. November 1959 erfolgte der erste Start der Kumulus, bei dem allerdings der Sender versagte. Es wurde eine Gipfelhöhe von 15 Kilometern erreicht.

Am 11. und 12. Februar 1961 gelang erstmals der Start von Kumulus-Raketen mit wissenschaftlichen Experimenten und die Funkverfolgung der Flugkörper. Im Mai und Juni 1961 wurde erstmals mit Raketen Post über eine größere Entfernung transportiert und zwar zu den Inseln Neuwerk und Scharhörn. Am 16. September 1961 erfolgte der Start von zwei Kumulus-Raketen mit biologischen Probanden an Bord, und zwar dem Salamander Max und dem Goldfisch Lotte. Lotte landete nach vollbrachten Flug weich, während Max wegen eines Fallschirmdefekts eine harte Landung erlebte. Am gleichen Tag erfolgte der Jungfernflug der Höhenforschungsraketen Cirrus I und II mit Gipfelhöhen von 35 bzw. 50 Kilometern.

1961 begann der Raketenkonstrukteur Berthold Seliger, der im gleichen Jahr ein Unternehmen für Raketenbau, die „Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH“ gründete, mit den Starts von eigenentwickelten Raketen: Waren es zuerst nur Nachbauten der Kumulus, so startete er am 19. November 1962 erstmals drei Einstufenraketen mit einer Länge von 3,4 Meter und einer Gipfelhöhe von 40 Kilometern, deren Signale u. a. von der Bochumer Sternwarte empfangen wurden. Diese Raketen waren vollständig wiederverwendbar und kehrten nach vollbrachtem Flug an einem Fallschirm zurück. Am 7. Februar 1963 erfolgte der Jungfernflug von Berthold Seligers Zweistufenrakete. Diese Rakete mit einer Länge von 6 Metern erreichte eine Gipfelhöhe von 80 Kilometern. Wie bei den einstufigen Vorläufermodellen konnten deren Signale von der Bochumer Sternwarte empfangen werden. Vor diesem Start erfolgte zunächst ein Start einer seiner Einstufenraketen, um die Windverhältnisse in der Hochatmosphäre zu untersuchen. Am 2. Mai 1963 startete Berthold Seliger seine eigenentwickelte Dreistufenrakete. Diese Rakete, die mit verminderter Treibladung gestartet wurde, erreichte eine Gipfelhöhe von 110 Kilometern.

Bis dato waren alle seit 1957 in Cuxhaven durchgeführten Raketenexperimente rein ziviler Natur – allerdings begann nach diesen Erfolgen die „Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH“ militärisch verwertbare Raketen zu entwickeln. Am 5. Dezember 1963 gab die „Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH“ eine Flugvorführung ihrer Erzeugnisse vor Vertretern von Militärs aus Nicht-NATO-Staaten. Obwohl keine dieser Raketen eine gebrauchsfertige Waffe darstellte und die Flugkörper nach vollbrachtem Flug an Fallschirmen landeten, wurde die nach alliierten Recht gültige maximale Flughöhe von 30 Kilometern für diese Raketen festgelegt. Trotzdem gab es einige diplomatische Verstimmungen, u. a. mit der ehemaligen Sowjetunion, welche hier eine den alliierten Bestimmungen zuwider laufende Entwicklung militärischer Raketen in Deutschland fürchtete. Diese Bedenken waren nicht von der Hand zu weisen, da die am 5. Dezember 1963 vorgeführten Raketen Reichweiten von 160 Kilometern hatten, wenn sie mit voller Treibladung gestartet wurden.

Trotz dieser Bedenken gehen die Raketenstarts im Cuxhavener Wattengebiet zunächst weiter. Am 22. März 1964 startete die Hermann-Oberth-Gesellschaft 10 Versorgungsraketen, von denen einige im Gleitflug landen sollten. Am 7. Mai 1964 gab es bei einer Raketenvorführung von Gerhard Zucker in Braunlage einen tödlichen Unfall bei einem Postraketenstart auf dem Hasselkopf in Braunlage, weil eine seiner Raketen kurz nach den Start explodierte und Trümmer in die viel zu nah an die Abschussrampe heran gelassene Zuschauermenge stürzten. Obwohl Gerhard Zucker nicht mit der Hermann-Oberth-Gesellschaft und der Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH kooperierte, wurden nach diesem Unfall alle Starts mit Flughöhen von über 100 Metern im Cuxhavener Wattengebiet untersagt, wobei man sich auf das Luftrecht und nicht – was eigentlich viel näher liegen würde – auf das Sprengstoffrecht berief.

Die Einstellung der Raketenversuche im Wattengebiet von Cuxhaven, welche von der „Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH“, der „Hermann-Oberth-Gesellschaft mbH“ und einiger anderer Experimentatoren durchgeführt wurden, ging offiziell auf einen Unfall mit Todesfolge von Gerhard Zucker bei einer Vorführung von Postraketen auf dem Hasselkopf bei Braunlage zurück. Allerdings arbeitete Gerhard Zucker weder mit der „Seliger Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH“, der „Hermann-Oberth-Gesellschaft mbH“ und den anderen Raketenentwicklern zusammen, welche zwischen 1957 und 1964 ca. 500 Raketen der verschiedensten Größen im Wattengebiet von Cuxhaven starteten.

Die Hermann-Oberth-Gesellschaft mbH hatte einen guten Ruf bei ihren Versicherungen, da es bei den von ihr durchgeführten Flügen nie einen Unfall gab und die Sicherheitsstandards sehr hoch waren.

Der wahrscheinlichere Grund für die Einstellung der Raketenversuche in Cuxhaven dürfte in der Flugvorführung militärisch verwertbarer Raketen der Berthold-Seliger-Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH vor Militärvertretern aus nicht-NATO Staaten am 5. Dezember 1963 zu finden sein. Obwohl die vorgeführten Raketen nicht mit Sprengköpfen ausgerüstet waren und nicht gegen die alliierten Gesetze bezüglich der Entwicklung militärischer Raketen in Deutschland verstießen, konnten sie leicht in militärische Raketen umgebaut werden, welche gegen die alliierten Gesetze bezüglich der Entwicklung militärischer Raketen in Deutschland verstoßen würden. Aus diesem Grund war diese Flugvorführung sehr umstritten und es gab einige Proteste von Seiten der Sowjetunion. Da kein alliiertes Gesetz durch die gestarteten Raketen direkt verletzt wurde, gingen die Raketenversuche in Cuxhaven, welche wegen der auch durchgeführten Postraketenstarts bei den Touristen sehr beliebt waren, zunächst weiter. Allerdings wurden sie mit großem Argwohn beobachtet, da man fürchtete, dass unter dem Deckmantel von Post- und Höhenforschungsraketen, militärische Raketen entwickelt werden könnten.

Am 7. Mai 1964 explodierte eine Postrakete von Gerhard Zucker kurz nach dem Start auf dem Hasselkopf bei Braunlage in einer Höhe von einigen Metern und Trümmerteile töteten drei Menschen in der Zuschauermenge, welche sich in viel zu geringer Distanz zur Abschussrampe aufhielt. Wie oben erwähnt, arbeitete Gerhard Zucker nicht mit den Experimentatoren, die wie die Hermann-Oberth-Gesellschaft zu Beginn der 60er Jahre im Wattengebiet von Cuxhaven Raketen starteten.

Die Argumente, mit denen das Verbot der Raketenversuche im Cuxhavener Wattengebiet im Juni 1964 begründet wurden, zeigen einige Ungereimtheiten; obwohl der Unfall in Braunlage ein typisches Explosionsunglück am Boden war (die Rakete befand sich mit einer Flughöhe von einigen Metern weit unterhalb des kontrollierten Luftraums), wurde für die Begründung des Verbots der Raketenversuche das Luftrecht und nicht das Sprengstoffrecht herangezogen. (In der Tat war dieses Verbot nicht ein generelles Verbot von Raketenversuchen im Wattengebiet von Cuxhaven. Raketenversuche mit Flughöhen von bis zu 100 Metern waren nach wie vor zulässig. Allerdings waren derartige Versuche ohne praktische Bedeutung).

Der Absturz der Zuckerrakete war lediglich (wenn überhaupt) Anlass, aber nicht Grund für die stärkere Reglementierung von Raketentests im Gebiet des Cuxhavener Wattenmeers. Man war sich vom Beginn der Raketentests an klar darüber, dass verbindliche allgemeine Regelungen für Raketenflugplätze erstellt werden müssten, weshalb sowohl der Seligergesellschaft, als auch der Deutschen Raketengesellschaft/Hermann-Oberth-Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt eine allgemeine Nutzung des Areals als Raketenflugplatz genehmigt wurden. Alle Raketentests wurden einzeln genehmigt.

Auch bei den genehmigten Tests gab es stets Interessenkollisionen zwischen den beteiligten Stellen. Der Bundesminister für Verkehr, vertreten durch die Wasser- und Schiffahrtsdirektion Bremen (und z. T. der in Hamburg) sah in erster Linie eine Gefährdung der Großschifffahrt auf – je nach Schusswinkel – der Elbe, der Reede beim Feuerschiff Weser bzw. der Kleinschiffahrt im Priel „Oster Till“, die Hamburger sahen ihre Erkundungsarbeiten für den Tiefwasserhafen bei Neuwerk bzw. den Tankerumschlag auf Neuwerk Reede gefährdet. Daher wurde seitens des Bundesministers für Verkehr eine Verlegegung des Startplatzes um ca. 10 km nach Süden angestrebt mit Schussrichtung Großer Knechtsand. Hiergegen erhob der Regierungspräsident in Stade Einspruch, weil dies ein bedeutendes Vogelschutzgebiet sei und man erst vor wenigen Jahren die Engländer zur Aufgabe ihrer Bombentests aus diesem Grunde bewegen konnte. Daher käme es nicht in Betracht, den Großen Knechtsand nun selbst als Zielgebiet für Raketen zu nutzen. Hinzu kam, dass in der Nähe des Abschussplatzes eine Streubebauung bestand, deren Bewohner ebenfalls durch die Tests gefährdet sein könnten.

Das Nds. Wirtschaftsministerium hingegen war gewillt, Raketentests – sofern die Sicherheit gewährleistet war – zu unterstützen, zumal ein Bedarf an Ingenieurnachwuchs für Industrie und Bundeswehr gesehen wurde. Daher war man dort bestrebt, mit allen o. g. Beteiligten entsprechende Richtlinien auszuarbeiten. Für eine derartige Kommission hat der MW insbesondere auch Herrn Obering. Staats der Hermann Oberth-Gesellschaft. vorgeschlagen.

Interessanter Weise hieß es im Juni 1964, dass die Raketenversuche im Cuxhavener Wattengebiet weitergeführt werden könnten, sobald neue Sicherheitsmaßnahmen ausgearbeitet worden seien, was aber bis heute nicht geschah.

Eine weitere interessante Tatsache ist, dass weder der Hermann-Oberth-Gesellschaft noch der Seliger Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH gestattet wurde, bei den deutschen Beiträgen zu ESA-Projekten mitzuarbeiten, obwohl beide Gesellschaften umfangreiche praktische Erfahrungen beim Entwurf und beim Start von Raketen hatten.

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Städtische Bahn Cuxhaven

Die fünf Kilometer lange Strecke zwischen dem Fort Kugelbake und dem Bahnhof in Cuxhaven wurde 1899 zum Transport von Waffen und Munition gebaut. Im Jahr 1911 führte der Magistrat der Stadt erste Gespräche zwecks der Einrichtung einer Straßenbahn auf diesem Streckenabschnitt. 1912 wurden erste Verhandlungen mit der Marine durchgeführt. Da man die Verlegung eigener Gleise und die Einrichtung einer Obusstrecke als zu teuer ansah, wurde die Strecke zum Fort immer wieder in Betracht gezogen. Nachdem die Marine 1913 unter gewissen Auflagen gestattete einen Betrieb zuzulassen, beschloss der Magistrat mit großer Mehrheit die Straßenbahn einzuführen.

Für den Betrieb waren zunächst gebrauchte Fahrzeuge vorgesehen. Diese Fahrzeuge wurden zwar elektrisch betrieben, waren aber für die Stromversorgung mit einem so genannten Benzolmotor ausgestattet, welcher mittels eines Dynamos den Strom selbst erzeugte. Der Bau für eine Wagenhalle wurde am 19. März 1914 ausgeschrieben. Die Genehmigung der Stadt Hamburg wurde am 5. Mai 1914 für eine Dauer von zehn Jahren erteilt. Ende Mai erhielt die Stadt auch die vorläufige Genehmigung durch das Militär. Im Vertrag wurde festgelegt, dass der Betrieb unverzüglich einzustellen sei, sobald die Marine Eigenbedarf anmeldete. Zudem wurde die Stadt verpflichtet, die Abstell- und Ausweichgleise auf eigene Kosten zu errichten und die Unterhaltskosten zu 80 % zu übernehmen. Die Eröffnung war für den Beginn der Badesaison geplant. Die Fahrzeuge trafen am 17. Juni ein und man begann am 24. Juni mit der Schulung der Fahrer. Am 6. Juli 1914 um 6:22 startete auf einem Abschnitt der Straßenbahnbetrieb.

Die Fahrzeit der Bahn betrug zwischen 13 und 15 Minuten. Sie hatte insgesamt 15 Haltepunkte.

Am 2. August 1914 kam es bedingt durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zur Einstellung des Betriebes. Nach Ende des Krieges fanden sich keine Interessenten mehr für die Wiederaufnahme des Betriebes. Am 19. Dezember 1919 wurde auf der Strecke eine Buslinie eingerichtet. Die Wagen wurden 1921 an die Moerser Kreisbahn verkauft.

Die Bahn hatte allerdings in dieser Zeit 6.969,10 Reichsmark eingenommen und damit die Erwartungen übertroffen.

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SV Rot-Weiss Cuxhaven

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Der Fußballverein SV Rot-Weiss Cuxhaven ist 1990 aus dem Zusammenschluss der Vereine Cuxhavener SV, Eintracht Cuxhaven und Brockeswalder SV entstanden.

Die erste Herrenmannschaft spielte von 2003 bis 2007 in der sechstklassigen Landesliga Lüneburg, bis als Vizemeister der Aufstieg in die Niedersachsenliga gelang. Seine Heimspiele trägt er auf dem Sportplatz „Kampfbahn“ in der Hermann-Allmers-Straße, der Platz für etwa 4.000 Zuschauer bietet, aus.

Am 4. August 1911 wurde der Cuxhavener SV zunächst als Marine SV Cuxhaven gegründet. Den endgültigen Namen nahm der Verein erst 1918 an. Dank Förderung durch die Marine schloss er rasch zu den Spitzenteams der Region auf. So qualifizierte man sich 1917 für die Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft, schied jedoch im Viertelfinale mit einer 2:4-Niederlage gegen den Marine SC Wilhelmshaven aus.

Zudem wurde ein Sportplatz am Strichweg errichtet. In den Jahren 1919/20, in der Bezirksliga Unterweser, sowie 1922/23 und 1923/24 in der Bezirksliga Weser/Jade, spielte der Verein in der ersten Liga.

In der Zeit zwischen 1947 und 1949 spielte der CSV in der Landesliga Niedersachsen. Man war wieder erstklassig. Der Höhepunkt dieser Zeit war ein Freundschaftsspiel gegen den Hamburger SV vor 6.000 Zuschauern auf dem Jahn-Sportplatz in der Beethovenallee. Es folgten Jahre in der zweiten Liga, in der man oft hoffte, in die erste Liga zurück zu kehren. Man profitierte von der Aufnahme vieler Talente, die beim Erstligisten Bremerhaven 93 gescheitert waren. Nachdem man immer im gesicherten Mittelfeld (mit Ausreißern nach oben, wie 1952: Platz 3) gespielt hatte, stieg man 1959 überraschend ab. Eintracht Cuxhaven stieg im selben Jahr auf, so war man plötzlich nicht mehr die beste Mannschaft der Stadt Cuxhaven. In den 70ern wäre man fast aus der viertklassigen Landesliga wieder aufgestiegen. Doch es reichte nicht. 1976 gelang dem CSV der Sprung in den DFB-Pokal - ein großes Erfolgserlebnis, obwohl man gleich in der ersten Runde gegen den SV Waldhof Mannheim verlor. Fünf Jahre später zerstritt sich der Vorstand, man musste sich aus den Ligen abmelden. 1990 fusionierte man mit dem zweiten großen Verein aus Cuxhaven, Eintracht Cuxhaven, und dem Brockeswalder SV zum heutigen Verein.

Am 14. März 1909 wurde der Vorläufer, die Freie Turnerschaft Cuxhaven gegründet. 1910 entstand deren Fußballabteilung. Als Arbeitersportverein wurde der Club 1933 aufgelöst. Im Oktober 1945 erfolgte die Neugründung als VfL Cuxhaven. Dieser fusionierte am 11. Oktober 1949 mit der Schwimm- und Sport-Gemeinschaft Cuxhaven zum Eisenbahner Sport-Verein Eintracht Cuxhaven e.V.

Die Eintracht Cuxhaven (Vereinsfarben: Blau-Weiß-Rot) spielte in weiß-blauer Kleidung am Strichwegssportplatz. Größter Erfolg im Fußball war der Aufstieg 1959 in die damals zweitklassige Amateurliga Niedersachsen-West. Am Ende der Saison 1959/60 erfolgte als Tabellensechzehnter nach nur zwei Siegen und zwei Unentschieden der Abstieg. In den folgenden Jahren wurde man in tiefere Spielklassen durchgereicht.

Die Führung der Eintracht setzte sich am stärksten für die Zusammenlegung der drei Vereine ein. Nicht alle Mitglieder wollten den Zusammenschluss. So wurde am 17. Februar 2001 der FC Eintracht Cuxhaven 01 gegründet. Dieser ist bis dato schon viermal aufgestiegen und spielt somit 2008 in der Kreisliga Cuxhaven.

Der Brockeswalder Sportverein gründete sich 1933 als Abspaltung unzufriedener Mitglieder des Cuxhavener SV. Ab 1951 spielte der Verein in der dritten Liga. 1965/66 wurde er zur Nummer eins der Stadt, da Eintracht und CSV beide abstiegen. Der BSV hielt sich bis 1970 als Nummer eins, dann stieg der CSV wieder auf und der BSV ab.

Der Hauptplatz des SV ist der 1950 errichtete Sportplatz „Kampfbahn“. Er entstand aus den Überresten eines alten Marinesportplatzes. Er besitzt eine Haupttribüne mit Sitzplatzgelegenheiten für ca. 750 Personen. Stehstufen sind links und rechts von der Haupttribüne errichtet worden. Früher war der Platz (Tribüne, Geländer, Vereinslokal etc.) im Stile der Vereinsfarben des CSV Grün-Weiß gehalten. Nach der Fusion zum SV Rot-Weiss hat sich das entsprechend dem Namen geändert.

Auf den Sportplatz am Strichweg spielen heute meistens die Ersatzmannschaften vom SV Rot-Weiss. Für Fußball ist der Platz aufgrund seiner Ausrichtung auf Leichtathletik eher unbeliebt. Normalerweise gibt es für Zuschauer nur drei Stehstufen. Eine Ausnahme sind die EWE Athletics, eine Leichtathletikveranstaltung, die jedes Jahr in Cuxhaven stattfindet. Hierfür wird jedes mal eine provisorische Tribüne errichtet. Durch eine Zufahrt hinter dem Stadion kommt man direkt an den Deich. Begibt man sich auf diesen, so sieht man in naher Entfernung das Wahrzeichen Cuxhavens, die Kugelbake.

Der dritte Sportplatz, heute vom FC Eintracht genutzt, stellt den Rekord für das Fußballspiel in Cuxhaven: Das bereits erwähnte Spiel gegen den HSV 1946. Heute gibt es dort zwei Sportplätze (Jahnplatz I und Jahnplatz II). Früher gab es dort eine Holztribüne, die die Zuschauerzahl von 6.000 ermöglichte. Inzwischen gibt es nur noch ein paar Stehstufen auf der „Insel“, die die beiden Plätze trennt und auf der Pappeln stehen.

Dieser Platz wurde 1928 eröffnet. Aktuell tragen die Mannschaften der A-Jugend und der B-Jugend dort ihre Partien aus.

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Source : Wikipedia