Colorado

3.4338313767628 (1874)
Geschrieben von bishop 27/02/2009 @ 23:37

Tags : colorado, usa, nordamerika, ausland

Neueste Nachrichten
Nowitzki muss weiter auf seinen ersten Titel warten - WELT ONLINE
Der Deutsche warf zwar 32 Punkte, aber die Texaner hatten zu keiner Zeit eine echte Chance in Colorado. Wieder nichts mit dem NBA-Titel. Enttäuschung pur bei Dirk Nowitzki. Gewinnt Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks in seiner Karriere wenigstens...
EANS-Adhoc: Century Casinos gibt Ergebnis für das Erste Quartal ... - FOCUS Online
11.05.2009 Colorado Springs, Colorado, 11. Mai 2009 - Century Casinos, Inc. (NASDAQ Capital Market® und Wiener Börse: CNTY) gab heute das Ergebnis für das am 31. März 2009 endende erste Quartal bekannt. Highlights Q1 2009 Ergebnisse ohne die...
Colorado behält Todesstrafe bei - todesstrafe.de
Mit 33 zu 32 Stimmen verwarf der Senat von Colorado am sechsten Mai einen bereits vom Repräsentantenhaus mit 18 zu 17 Stimmen gebilligten Gesetzesentwurf, der die Abschaffung der Todesstrafe vorsah. Das eingesparte Geld sollte für die Aufklärung...
Hugin Stimmrechte: Carl Zeiss Meditec AG - Ad-Hoc-News (Pressemitteilung)
April 2009 mitgeteilt, dass die Oppenheimer Acquisition Corp, Centennial, Colorado, USA, am 22. Mai 2007 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der Carl Zeiss Meditec AG unterschritten hat. Die Höhe des Stimmrechtsanteils, den Oppenheimer Acquisition...
Unter Geiern und Kojoten – Tiere im Wilden Westen - DiePresse.com
Neben den zahlreichen Szenen im Stil alter Westernklassiker sind die phantastischen Landschaften des Südwestens ein weiterer Höhepunkt: Von White Sands über die Schluchten des Colorado bis zum Monument Valley ist alles Filmkulisse und Naturdenkmal,...
Austin Healey 3000 MKII BT7 - newsmax Medien Informationsdienst (Pressemitteilung)
Bei dieser Gelegenheit bekam er auch gleich eine neue Lackierung in der Originalfarbe "Colorado Red". Weiters wurden das Getriebe und der Overdrive überholt, der Auspuff und das Kühlsystem erneuert sowie das Fahrwerk und die Bremsanlage überholt....
DGAP-PVR: Wirecard AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit ... - FOCUS Online
Oppenheimer International Small Company Fund, Centennial, Colorado, USA, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Wirecard AG, Grasbrunn/München, Deutschland am 3. Mai 2006 die Schwelle von 5% überschritten hat und zu...
EANS-News: Century Casinos gibt Termine für ... - FOCUS Online
Die Gesellschaft besitzt und betreibt das Womacks Casino & Hotel in Cripple Creek, Colorado, das Century Casino & Hotel in Central City, Colorado, sowie das Century Casino & Hotel in Edmonton, Kanada. Weiters betreibt die Gesellschaft Casinos an Bord...
„Colorado“ siegt mit 723 Ringen - Ibbenbürener Volkszeitung
In der Kategorie „Luftgewehr aufgelegt“ wurden folgende drei erstplatzierten Sieger ermittelt: In der Mannschaftswertung (gemischt) erreichte von 800 möglichen Ringen die Gruppe „Colorado“ 723 Ringe vor der Grafenstraße (722) und die „Ballermänner“...
Das sind die Stars von „Nachts im Museum 2“ - Bild.de
August 1975 in Italien zur Welt, wuchs als eines von sieben Kindern in Colorado, USA, auf. Durch ihren Vater, seinerseits Bühnenkünstler, hatte Amy früh Berührungspunkte mit dem Schauspiel. Nachdem sie mit Mitte 20 ihre erste große Filmrolle in...

Boulder (Colorado)

Boulder (Colorado)

Boulder (englisch für Felsblock) ist eine Stadt im Boulder County im US-Bundesstaat Colorado, Vereinigte Staaten, an den Ausläufern der Rocky Mountains, Sitz der County-Verwaltung. Boulder liegt etwa 45 km nordwestlich von Denver.

Boulder ist die größte Stadt im County und die achtgrößte Stadt in Colorado. Die University of Colorado at Boulder ist die bedeutendste Universität des Universitätensystems von Colorado und eine der sog. Public Ivies der USA sowie der wichtigste Arbeitgeber der Stadt. Fast ein Drittel der Einwohner Boulders sind Studenten – dies prägt die Atmosphäre der Stadt, die als liberal gilt. Das Bildungsniveau der Einwohner ist überdurchschnittlich hoch.

Boulder lieferte die Kulisse für das Buch The Stand von Stephen King, der als Jugendlicher in Boulder lebte, und für die Filmserie Mork and Mindy, in Deutschland gesendet als Mork vom Ork. Bekannt ist Boulder auch durch die Flatiron Rocks (Flatiron-Felsformationen), von denen aus man bei gutem Wetter die Hochebene von Colorado weit überblicken kann.

Aufgrund seiner Höhenlage von über 1600 m und seines trockenen Hochgebirgsklimas mit fast 300 Tagen Sonnenschein im Jahr wird es gerne als Trainingsort für Ausdauerathleten genutzt, beispielsweise trainierten hier die Läufer Uta Pippig, Robert De Castella, Rosa Mota und Ingrid Kristiansen. Möglichkeiten zu Wintersportaktivitäten sind vielfältig vorhanden.

Haupteinkaufsstraße in Boulder ist die Pearl Street, eine breite, zum Teil als Fußgängerzone ausgebaute Straße mit vielen Läden und Bars. Daneben bildet der studentisch geprägte University Hill ein weiteres gastronomisches Zentrum. Alljährlich finden im Sommer Shakespeare-Festspiele im Theater der Universität statt.

Schlagzeilen machte die Stadt durch den nicht aufgeklärten Mord an der damals sechsjährigen JonBenét Ramsey, die am Tag nach Weihnachten im Jahr 1996 ermordet im Keller ihres Elternhauses aufgefunden wurde.

Die bekannte Schauspielerin Jessica Biel ist in Boulder aufgewachsen und besitzt dort auch ein Haus.

Zum Seitenanfang



Colorado River

Colorado River

Der Colorado (span. für rot) ist der größte und wichtigste Fluss im Südwesten von Nordamerika. Er ist 2.333 km lang und besitzt ein Wassereinzugsgebiet von 703.132 km².

Der Fluss entspringt im Rocky-Mountain-Nationalpark im US-Bundesstaat Colorado, nordwestlich von Denver. Er fließt von den Bergen der Rocky Mountains nach Utah und Arizona und bildet die Grenze zwischen Arizona und Nevada, sowie zwischen Arizona und Kalifornien. Danach fließt der Colorado nach Mexiko und mündet zwischen den Bundesstaaten Baja California und Sonora in den Golf von Kalifornien.

Im Bereich des Colorado-Plateaus hat der Colorado mit seinen Nebenflüssen durch Erosion viele einzigartige Landschaften entstehen lassen. Auf einer Länge von 1.600 km fließt der Colorado River durch mehrere Canyons, unter anderem durch den Glenwood Canyon in Colorado, den Glen Canyon in Utah, den Marble Canyon und Grand Canyon in Arizona. Der Oberlauf des Colorado bis zum Zusammenfluss mit dem Green River wurde früher Grand River genannt. Erst im Jahre 1921 wurde er auf Antrag des Staates Colorado vom amerikanischen Kongress in Colorado River umbenannt.

Das Colorado-Big-Thompson-Projekt ist das größte Wasserumleitungsprojekt in Colorado. Auf der Westseite der Rocky Mountains wird das Wasser am Oberlauf des Colorado im Grand Lake, Lake Granby und in künstlich angelegten Stauseen gesammelt. Ein großer Teil des Wassers wird durch den Alva-B.-Adams-Tunnel unter der Kontinentalscheide hindurch auf die Ostseite der Berge zum Big Thompson River, einem Nebenfluss des South Platte River, geleitet. Auf seinem Weg durch die Berge wird es zur Herstellung von Elektrizität genutzt. Auf der Ostseite dient es zur Bewässerung von rund 290.000 ha landwirtschaftlicher Fläche und versorgt die Städte Fort Collins und Greeley, sowie die Colorado State University und mehrere ländliche Gemeinden mit Wasser für die Industrie und den privaten Verbrauch. Das System des Colorado-Big-Thompson-Projektes erstreckt sich 240 km in Ost-West-Richtung und 105 km in Nord-Süd-Richtung. Die Wasserlieferungen durch das System betragen im Schnitt 213.000 acre-feet (162.731.631 m³) pro Jahr.

Entlang des Flusses gibt es mehrere gewaltige Stauanlagen wie beispielsweise den Hoover-Staudamm, der den Lake Mead in der Nähe von Las Vegas aufstaut, und der Glen-Canyon-Staudamm am Lake Powell. Die Stauseen sind Trinkwasserspeicher und dienen der Stromerzeugung.

Über Kanäle gelangt das Wasser des Colorado bis in die großen Städte Los Angeles, San Diego, Phoenix und Tucson. Durch die intensive Wasserentnahme ist das Flussbett an der Mündung heute meist trocken.

Im Jahre 2000 begann der Fluss aufgrund vergleichsweise geringer Niederschläge immer weniger Wasser zu führen. Nach der geologischen Untersuchung der letzten 800 Jahre stellten Geologen jedoch fest, dass es umgekehrt in den letzten hundert Jahren zu überdurchschnittlich hohen Regenfällen im Westen der USA kam. Durch deren Ausbleiben wäre die ganze Wasser- und Energieversorgung des US-amerikanischen Westens, die vom Colorado River abhängt, in Gefahr. Der Lake Powell hat seit 2000 über 60 Prozent seines Wassers verloren. Das Volumen des Lake Mead ist in der gleichen Zeit etwa 40 Prozent kleiner geworden.

Zum Seitenanfang



Colorado

Colorado seal.jpg

Colorado ist ein Bundesstaat im westlichen bis zentralen Teil der Vereinigten Staaten von Amerika. Mit Anteil an den Rocky Mountains gehört er zu den sogenannten Gebirgsstaaten und ist mit einer mittleren Höhe von 2.073 Metern der höchstgelegene Bundesstaat der USA. Als „Jahrhundert-Staat“ (Centennial State) ging er 1876, also 100 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung der USA (1776), aus dem Colorado-Territorium hervor, das 15 Jahre zuvor – auf dem Höhepunkt des Goldrauschs in der Front Range – gegründet wurde. Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum ist Denver, in dessen Großraum mehr als die Hälfte der 4,8 Millionen Einwohner Colorados lebt. Weitere bedeutende Städte sind Colorado Springs und Fort Collins.

Der US-Bundesstaat Colorado liegt im zentralen bis westlichen Teil der Vereinigten Staaten und wird von insgesamt sieben Staaten umschlossen. Der nördliche Nachbar ist Wyoming, im Osten stößt Colorado an die Präriestaaten Nebraska und Kansas und an der südöstlichen Grenze wird Colorado durch den relativ kleinen Landstreifen Oklahomas von Texas getrennt . Während im Süden die neumexikanische Grenze verläuft, hat Colorado mit dem Staat Arizona im Südwesten keinen gemeinsamen Grenzverlauf, sondern trifft lediglich mit seiner südwestlichsten Ecke auf ihn. Zusammen mit Neumexiko und Utah, dem westlichen Nachbarn, bilden die vier Bundesstaaten die so genannten «Vier-Ecken-Staaten» (Four Corners); diese diesbezüglich einzigartige Tatsache der Vereinigten Staaten wurde an jener Stelle mit einem Monument gekennzeichnet. Neben Wyoming und Utah gehört Colorado zu den drei einzigen Staaten der USA, die über keinerlei natürliche Staatsgrenzen verfügen, sondern die ausschließlich entlang der Längen- und Breitengrade festgelegt wurden. Colorado erstreckt sich dabei von 37°N bis 41°N sowie von 102°W bis 109°W.

Colorado wird im zentralen und westlichen Teil des Staates von den Bergketten der Südlichen Rocky Mountains durchzogen, von denen das San-Juan-Gebirge im Südwesten, die Sawatchkette im Zentrum sowie die beiden östlichen Ausläufer der Rocky Mountains, Front- sowie Sangre de Cristo Range, zu den bedeutendsten Gebirgen gehören. Die Colorado Rockies umfassen mehr als 50 Gipfel mit mehr als 4000 Höhenmeter – darunter mit dem Mount Elbert den mit 4401 Metern höchsten Berg der gesamten Rocky Mountains – und umschließen einige größere Talbecken. Das rund 2800 km² große South-Park-Becken liegt vollständig in Park County und umfasst eine weite Graslandschaft zwischen Front- und Mosquito Range. Im südlich-zentralen Colorado umschließen San-Juan-Gebirge und Sangre de Cristo Range das San Luis Valley. Das größte alpine Talbecken der Welt wird selbst nicht mehr zu den Rocky Mountains, sondern zu den überwiegend in Neumexiko gelegenen Mesa und Plains gezählt.

Im Westen enden die Rocky Mountains überwiegend noch vor der Staatsgrenze von Utah und gehen in eine bis nach Arizona reichende Hochebene – in das so genannte Coloradoplateau – über. Innerhalb von Colorado zählen hierzu im Südwesten das Gebiet von den Ausläufern des San-Juan-Gebirges bis hin zur neumexikanischen Grenze. Von der südwestlichen Ecke des Staates reicht das Plateau entlang der Utah-Grenze bis zu weiteren Rocky-Mountains-Bergketten im Osten und endet in seinem nördlichen Verlauf schließlich an den Uinta Mountains im Nordwesten Colorados. Jenseits dieser Bergkette schließt das südliche Ende des Wyomingbeckens an – jene Steppenlandschaft, die den gesamten Nachbarstaat Wyoming bis nach Montana durchzieht. Colorados Anteil beschränkt sich dabei auf den zwischen Uinta- und Elkhead Mountains gelegenen Teil im Nordwesten sowie das von Park Range, Rabbit Ears Range und Medicine Bow Mountains umschlossene North-Platte-Becken im zentralen Norden Colorados.

Östlich der Rocky Mountains beginnen die Great Plains, eine riesige Steppenlandschaft, die das gesamte Zentrum der Vereinigten Staaten durchzieht und innerhalb von Colorado wegen seiner hier noch hohen Lage als High Plains bezeichnet wird. Von den Ausläufern der Rocky Mountains fallen sie von rund 1900 Metern kontinuierlich ab und bilden an Kansas' Grenze – nahe dem Arkansas – mit 1021 Metern den tiefsten Punkt Colorados.

An der durch das komplette Colorado führenden kontinentalen Wasserscheide haben mit dem Colorado, dem Arkansas sowie dem Rio Grande drei der bedeutendsten nordamerikanischen Flüsse – mit jeweils über 2000 Kilometer Länge – ihr Quellgebiet. Ferner sind North- und South Platte bedeutend; mit Ausnahme des in den Pazifik abfließenden Colorado entspringen sie alle auf der östlichen Seite der Wasserscheide und fließen in Richtung Atlantik ab.

Im und um den Rocky-Mountain-Nationalpark liegen eine Vielzahl der insgesamt 2183 natürlichen Seen Colorados; knapp außerhalb der Parkgrenze befindet sich der Grand Lake (Großer See) – mit einer Wasserfläche von gerade einmal 2,4 km² bereits der größte natürliche See des Bundesstaates. Über einen Kanal ist er mit den beiden größeren Stauseen Shadow Mountain Lake und Lake Granby verbunden, die innerhalb des Nationalerholungsgebietes Arapaho zusammen die Großen Seen der Rockies bilden. Größer als der Lake Granby ist innerhalb Colorados nur noch das Blue Mesa Reservoir bei Gunnison im zentralen bis südwestlichen Teil des Landes. Auch das John Martin Reservoir im Südosten des Landes stellt einen bedeutsamen Wasserspeicher für die dortige Region dar.

In Colorado gibt es warme, teils heiße Sommer und kalte, schneereiche Winter. Vor allem die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind teilweise extrem. So kann es im Sommer trotz hoher Tagestemperaturen nachts empfindlich kalt werden. Die Niederschläge (jährlich ca. 400-500 mm) sind auf das ganze Jahr verteilt, während der Sommer etwas feuchter ist. Die Luft ist hier mit meist nur 50 % Luftfeuchtigkeit sehr trocken.

Colorado wurde vermutlich Anfang des 17. Jahrhunderts von den Spaniern erstmals erkundet. Umstritten ist, ob der Spanier Francisco Vásquez de Coronado auf seiner Expedition von Mexiko ins heutige Kansas (1540-1542) bereits die östlichen Plains des heutigen Colorados streifte und somit erster Europäer auf dem Boden des heutigen Bundesstaates war. In diesem Zusammenhang wird auch Juan de Oñate genannt, der um das Jahr 1600 eine Expedition von Neumexiko nach Kansas anführte. Für das spanische Königreich beansprucht wurde der südöstliche Teil des heutigen Colorado jedoch erst im Jahr 1706 durch Juan de Uribarri. Der Gebietsanspruch kollidierte dabei mit den wirtschaftlichen Interessen der Franzosen, wenngleich diese primär die Kolonialisierung am Sankt-Lorenz-Strom (heute Kanada) vorantrieben.

Nach der Niederlage im Franzosen- und Indianerkrieg (1754-1760) gegen das Britische Empire musste Frankreich mit Ausnahme von New Orleans jedoch alle Gebiete westlich des Mississippi an Großbritannien abtreten, das seinerseits – als Ausgleich für die Eroberung Floridas – den Spaniern den zentralen Teil Nordamerikas (das später zum Louisiana-Territorium wurde) überließ. Dies sorgte für Spannungen zwischen Spanien und Frankreich, die erst am 1. Oktober 1800 unter dem Druck von Napoleon I. mit dem Frieden von San Ildefonso und der damit verbundenen Rückeroberung der zentralamerikanischen Gebiete durch Frankreich endeten. Schon wenig später, im Jahre 1803, fiel das Territorium durch den so genannten Louisiana Purchase (Louisiana-Erwerb) schließlich an die Vereinigten Staaten.

Während der westliche Teil des heutigen Colorados – die südlichen Rocky Mountains und Teile des Coloradoplateaus – weiterhin unumstrittenes Territorium der Spanier blieb (Neuspanien), begannen ab dem Jahr 1806 im Osten die ersten Erkundungen seitens der US-Amerikaner. Eine erste Entsendung amerikanischer Soldaten unter der Leitung von Zebulon Pike führte in der Pike-Expedition von Fort Bellefontaine (bei Saint Louis) an die östlichen Ausläufer der Rocky Mountains (Front Range), die bis Ende 1806 erreicht wurden. Die Erkundung konzentrierte sich dabei auf das Einzugsgebiet des Arkansas, der – wenngleich zwischen Frankreich und Spanien bis zum Louisiana Purchase niemals ein offizieller Grenzverlauf vereinbart wurde – von den US-Amerikanern als südliche Grenze zu Neuspanien angesehen wurde. Offiziell festgelegt wurde sie erst im Jahre 1819 im so genannten Adams-Onís-Vertrag, in dem neben dem Arkansas im Süden mit der Kontinentalen Wasserscheide auch die westliche Grenze vereinbart wurde. Daraufhin folgte im Jahr 1820 unter der Leitung von Stephen H. Long die zweite große Expedition, die sich auf den Flussverlauf des South Platte und die Region um das heutige Denver konzentrierte.

Obwohl nach Pikes und Longs ersten Erkundungen in den Folgejahren immer mehr Pelztierjäger ins heutige Colorado vorstießen, begann eine größere Ansiedlung erst ab den 1830er Jahren mit der Errichtung von Bent’s Fort. Der 1833 am Arkansas (nahe dem heutigen La Junta) von William und Charles Bent erbaute Fort wurde am Santa Fe Trail schnell zu einem bedeutenden Handelsplatz zwischen weißer und indigener Bevölkerung. Im San Luis Valley zwischen dem San-Juan-Gebirge und der Sangre de Cristo Range ließen sich derweil neumexikanische Siedler nieder und lebten von der Landwirtschaft. Mit San Luis gründeten sie am 21. Juni 1851 die erste dauerhafte Siedlung im späteren Colorado.

Unterdessen begann ab 1850 die politische Gliederung des im Louisiana Purchase erworbenen Landes im Osten sowie die nach dem Krieg mit Mexiko (1846-1848) neu hinzugewonnenen Gebiete von den Rocky Mountains bis zur Pazifikküste. Das so genannte Kansas-Nebraska-Gesetz legte den Grenzverlauf zwischen den Territorien Nebraska und Kansas fest. Letzteres ging seinerzeit über die heutige Westgrenze hinaus und nahm den Großteil zwischen South Platte und Arkansas River gelegene Teil der High Plains bis zur Front Range ein. In den Bergen schloss sich das bereits 1850 gegründete Utah-Territorium an, während die restlichen Gebiete des heutigen Colorado Teile Nebraskas (Nordosten) und Neumexikos (Süden) waren. Das Colorado-Territorium entstand dagegen erst 1861 mit dem Goldrausch im Pikes Peak Country.

Waren die Beziehungen zwischen Weißen und Indianern – nach anfänglichen Vorbehalten – in der Region der High Plains bis dato überwiegend freundlich, so änderte sich das ab den frühen 1850er Jahren, als Meldungen über Goldfunde in Kalifornien zu immer größer werdenden Siedlerströmen durch die Great Plains und die Rocky Mountains führten. Als im Juni 1858 auch am Zusammenfluss von South Platte und Cherry Creek (heute Denver) erstmals Gold gefunden wurde und Prospektoren am Fluss und in den umliegenden Bergen die ersten größeren Siedlungen gründeten, nahmen die Spannungen zwischen weißer und indigener Bevölkerung zu. In den Bergen wuchs die Anzahl der Minencamps stetig und die Region um Black Hawk, Central City, Nevadaville und Idaho Springs wurde um das Jahr 1860 zum Zentrum des coloradianischen Goldrauschs.

Das größte Wachstum der seinerzeit noch zu Kansas gehörenden Region verzeichnete jedoch das 1858 gegründete Denver City, das sich zwei Jahre später die Nachbarstadt Auraria einverleibte und nun rund 6.000 Einwohner zählte. Die rasch ansteigende Bevölkerungsanzahl trieb Pläne voran, um die Region ein eigenständiges Territorium zu gründen. Dies geschah schließlich am 28. Februar 1861, als US-Präsident James Buchanan im US-amerikanischen Kongress ein entsprechendes Gesetz unterschrieb und William Gilpin zum ersten Gouverneur ernannte. Das junge Colorado gliederte sich in 17 Bezirke und zählte bei seiner Gründung rund 25.000 Einwohner; Hauptstadt wurde zunächst Colorado City. Bedeutender blieb jedoch das erst 1865 in „Denver“ umbenannte Denver City, wenngleich die Stadt nach einem Großbrand im Jahr 1863 wieder neuaufgebaut werden musste. In Golden, das Colorado City bereits 1862 als Hauptstadt des Territoriums ablöste, wurde Denver 1867 zur neuen Kapitale Colorados bestimmt. Obwohl – das stellte sich recht schnell heraus – der Cherry Creek nicht die erhoffte Goldader war, profitierte Denver vom Reichtum der nahegelegenen Städte in der Front Range. An den Ausläufern der Rocky Mountains festigte die Hauptstadt ihre zentrale Position mit dem konsequenten Ausbau des Schienennetzes Anfang der 1870er Jahre. Erste Meilensteine waren dabei die Anbindung an das Netz der Kansas Pacific Railway, die 1870 ihr Schienennetz von Kansas City nach Denver ausbaute, sowie der Bau der Denver and Pacific Railroad, die in Cheyenne (Wyoming) den Anschluss an die Union Pacific Railroad herstellte. Denvers Anbindung an das südwestliche Colorado folgte 1871 mit dem Bau der Denver & Rio Grande Railway. 1872 wurde durch die Colorado Central Railroad die in die benachbarten Goldgräberstädte Black Hawk und Central City führende Trasse fertiggestellt.

1879 brach in Colorado der Silberboom aus und Leadville sowie Aspen wurden in dieser Zeit zu den bedeutendsten Bergbaustädten. Unterstützt wurde deren Entwicklung durch den weiteren Ausbau der Denver & Rio Grande Railway, die ihr Netz in den 1870er Jahren von Pueblo durch die Royal Gorge in Richtung Leadville fortsetzte und die Stadt 1881 schließlich erreichte. Das wirtschaftlich aufstrebende Colorado hatte zu diesem Zeitpunkt längst seine Eigenstaatlichkeit erreicht. Standen bei vielen zunächst noch Bedenken ob höherer Steuern und zu starker Einmischung seitens Washingtons dem Beitrittswunsch entgegen, schloss sich das Colorado-Territorium unter Beibehaltung seiner bisherigen Grenzen am 1. August 1876 als 38. Bundesstaat den Vereinigten Staaten an.

Die Gründung des Colorado-Territoriums im Jahr 1861 und die stark zunehmende Besiedlung am Cherry Creek war ein Affront gegen die Cheyenne und Arapaho, denen das Gebiet um das spätere Denver im Vertrag von Fort Laramie (1851) zugesprochen wurde. Ihre Umsiedlung in die Flusstäler des Arkansas löste bei den Ureinwohnern Gegenreaktionen aus, die von Postkutschenüberfällen bis hin zur Ermordung vereinzelter Siedler reichten. In einem bis zu diesem Zeitpunkt beispiellosen Vergeltungsangriff drangen Truppen der Dritten Colorado-Kavallerie unter Befehlshaber John Chivington am 29. November 1864 in ein unbefestigtes Indianerdorf ein und ermordeten 163 Männer, Frauen und Kinder. Das grausame Vorgehen des US-Militärs in jenem Sand-Creek-Massaker sensibilisierte die weiße Bevölkerung für die Interessen der Indianer kurzzeitig, stand aber auch einem friedlichen Miteinander entgegen. Die darauffolgenden kriegerischen Auseinandersetzungen dauerten rund fünf Jahre und endeten nach den Schlachten von Beecher Island (September 1868; nahe dem heutigen Wray) und Summit Springs (Juli 1869) mit der Kapitulation von Cheyenne und Arapaho, die mit einigen anderen Indianerstämmen unlängst eine Allianz gegen die Weißen gebildet hatten. Schon 1867 hatte eine großangelegte Umsiedlung der Indianer aus Colorados Plains in Reservationen in Oklahoma begonnen, die 1874 als weitestgehend abgeschlossen galt.

Die Ute-Indianer, in den Bergen lebend und der US-Regierung bis dato nicht grundsätzlich feindselig gegenüberstehend, sahen sich nach Gold- und Silberfunden ab den 1870er Jahren ebenfalls Repressionen ausgesetzt und wurden 1880 durch Friedensverträge in ein kleines Reservat der Mesa-Region, im Grenzbereich zu Neumexiko, geschickt.

Colorado wurde von der 1893 einsetzenden Wirtschaftskrise (Panik von 1893; Wertverfall des Silbers) stark getroffen. In Denver mussten schlagartig zwölf Banken geschlossen werden, unzählige Geschäfte mussten aufgeben. Ambitionierte Pläne der Eisenbahngesellschaften wurden gestoppt und die Schließung vieler Bergwerke ließ die Arbeitslosigkeit rasant ansteigen. Viele ehemalige Minenstädte verkamen im 20. Jahrhundert zu Geisterstädten, während besser erschlossene Ortschaften im Tourismus neue Einnahmequellen fanden. Insbesondere Aspen, Breckenridge und Vail im zentralen sowie Telluride im südwestlichen Colorado haben sich zu populären Wintersportorten entwickelt. Mit der Gründung des Rocky-Mountain-Nationalpark entstand auch im Einzugsgebiet Denvers 1915 die erste große Touristenattraktion. In der Landeshauptstadt selbst begann unter Bürgermeister Robert W. Speer bereits kurz nach der Jahrhundertwende eine systematische Aufwertung des Stadtbilds nach dem Vorbild der City-Beautiful-Bewegung. Die fast 15 Jahre lang andauernden Verschönerungsmaßnahmen dienten nicht zuletzt der Moralisierung jener Denveraner, die in der Landeshauptstadt unter recht erbärmlichen Verhältnissen lebten.

Am 20. April 1999 drangen in Columbine, einem Vorort von Denver, zwei Schüler schwerbewaffnet in ihre Schule ein und richteten ein Blutbad an. Beim so genannten Schulmassaker von Littleton (in den Vereinigten Staaten Columbine High School Massacre) töteten sie insgesamt 12 Mitschüler, einen Lehrer und schließlich sich selbst. Die Nachricht ging um die Welt und löste in den Vereinigten Staaten neue Diskussionen um die zunehmende Gewalt an Schulen aus. Wenige Jahre später, am 27. September 2006, ereignete sich an einer Schule im nahegelegenen Bailey ein weiterer Zwischenfall, als ein 53-jähriger Mann sechs Mädchen der Platte Canyon High School in seine Gewalt nahm und bei der Stürmung der Schule eines von ihnen erschoss.

Im Sommer des Jahres 2002 wurde Colorado vom bisher verheerendsten Waldbrand in der Geschichte des Bundesstaates heimgesucht, als ein illegales Lagerfeuer im Pike-Nationalforst das so genannte Hayman-Feuer auslöste. Der Brand vernichtete rund 55.000 Hektar Waldfläche und näherte sich dem Großraum Denver derart bedrohlich, dass einzelne Vororte kurzzeitig evakuiert werden mussten. Eine Naturkatastrophe ganz anderer Art ereignete sich schließlich im Dezember 2006, als der Bundesstaat kurz vor den Weihnachtsfeiertagen von einem gewaltigen Blizzard (Schneesturm) überrascht wurde. Die wichtigsten Interstate Highways mussten zeitweise gesperrt werden und brachten das öffentliche Leben im Großraum Denver zum Erliegen. Einer der schlimmsten Schneestürme der Front-Range-Region forderte in Colorado vier Menschenleben.

Colorado hat 4.753.377 Einwohner (Stand: Schätzung 1. Juli 2006), davon 82,8 % Weiße, 3,7 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 2,8 % Asiaten und 0,9 % Indianer, Sonstige 9,8 %. Davon Hispanics 19,7 %.

Mit einem Bevölkerungswachstum von rund 8,4 % (USA: 5,3 %) von der Volkszählung im April 2000 bis zum Juli 2005 lag Colorado über dem Bundesdurchschnitt. Bis zum Jahr 2030 wird mit mehr als sieben Millionen Einwohnern gerechnet.

Eine überdurchschnittlich starke Entwicklung erwartet die Division of Local Government (DOLA; Abteilung für Kommunalverwaltung) dabei insbesondere von den südlich von Denver liegenden Bezirken Douglas und El Paso. Die Bevölkerung von Douglas County hat sich seit der Volkszählung von 1990 (60.391 Einw.) mehr als vervierfacht und soll sich bis etwa zum Jahr 2030 auf etwa eine halbe Million Einwohner ausweiten. Das Colorado Springs umgebende El Paso County wird derweil nach den Prognosen der DOLA etwas weniger als eine Million Einwohner erreichen und den bevölkerungsreichsten Bezirk Colorados stellen. Davon ausgehend, dass Denver innerhalb seines Großraums nicht mit Nachbarstädten vereint wird, würde die heutige Landeshauptstadt dann nicht mehr die größte Stadt des Bundesstaates sein.

Im Westen werden den im Einzugsbereich der I-70 verlaufenden Bezirken gute Entwicklungen vorausgesagt – insbesondere Garfield und Mesa um die Städte Glenwood Springs und Grand Junction. Im Osten des Landes wird es hingegen keine nennenswerten Veränderungen geben; im südöstlichen Teil – von den nahe dem John Martin Reservoir gelegenen Kleinstädten am Arkansas abgesehen – wird sogar mit einem Rückgang der Bevölkerungszahlen gerechnet.

Die offizielle Sprache Colorados ist (amerikanisches) Englisch, die auch von rund 85 % der Bevölkerung gesprochen wird. Die statistische Auswertung der Volkszählung aus dem Jahr 2000 ergab, dass insbesondere im teilweise stark mexikanisch geprägten Süden Colorados ein Großteil der Bevölkerung Spanisch spricht. Im Bezirk Costilla stellen sie mit einem Anteil von rund 57 % sogar die Mehrheit, aber auch in den Bezirken Alamosa, Conejos, Lake, Rio Grande und Saguache spricht mindestens ein Viertel der Einwohner im familiären Umfeld Spanisch. Sie ist damit die nach Englisch verbreitetste Sprache Colorados – mit rund 420.000 Sprechern von insgesamt vier Millionen (über 5 Jahre alten) im Bundesstaat. Weniger als jeweils ein Prozent sprechen darüber hinaus Deutsch oder Französisch.

Die mitgliederstärksten Religionsgemeinschaften waren im Jahre 2000 die Katholische Kirche mit 752.505, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) mit 92.326 und die Southern Baptist Convention mit 85.083 Anhängern.

Colorados größte Stadt mit rund 560.000 Einwohnern ist die Landeshauptstadt Denver, die zugleich wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Staates ist. In Denvers Einzugsgebiet (Metropolregion Denver-Aurora) leben rund 2,5 Millionen Menschen, die sich unter anderem auf die weiteren Großstädte Westminster, Arvada, Aurora, Lakewood sowie Centennial verteilen. Auch die restlichen Großstädte des Landes liegen entlang einer nordsüdlich verlaufenden Linie entlang der Front Range, von denen die zweitgrößte, der Luftwaffenstützpunkt Colorado Springs, die bedeutendste ist.

Im westlichen Teil Colorados liegen mit Ausnahme von Grand Junction (rund 45.000 Einwohner) nur noch Kleinstädte, von denen Durango, die Gebirgsstädtchen Silverton und Ouray sowie der Wintersportort Aspen touristische Schlüsselpositionen einnehmen. Cripple Creek sowie die beiden benachbarten Städte Black Hawk und Central City erfuhren seit der Glücksspiellegalisierung im Jahr 1991 einen wirtschaftlichen Aufschwung. Einen stetigen Niedergang verzeichnen dagegen viele Kleinstädte in den östlichen Plains, wo in den Einzugsgebieten von Arkansas und South Platte River allenfalls Fort Morgan, Sterling, La Junta und Lamar (mit jeweils rund 8.000 - 10.000 Einwohnern) eine gewisse Bedeutung haben. Gleichwohl geht auch in diesen Städten die Einwohnerzahl stetig zurück.

Die Verfassung von Colorado stützt sich wie bei der Mehrheit der anderen US-Bundesstaaten auf drei Gewalten: Die Legislative (Gesetzgebung), die Exekutive (Regierung) und die Judikative (Rechtsprechung). Die Exekutive wird durch einen alle vier Jahre gewählten Gouverneur ausgeübt, dessen Regierungsarbeit auf maximal zwei Amtszeiten beschränkt ist. Sie endete somit für Gouverneur Bill Owens (Republikaner) nach acht Jahren Regierungsarbeit im Jahr 2007, nachdem er im Jahr 2002 mit 63 % der Stimmen im Amt bestätigt wurde. Er erreichte damit das beste Wahlergebnis in Colorados Geschichte und wurde im Jahr des erneuten Wahlsiegs vom Magazin National Review zum erfolgreichsten Gouverneur der Vereinigten Staaten gewählt. Zu seinem Nachfolger wurde am 7. November 2006 der Demokrat Bill Ritter gewählt.

Oberstes Organ der Legislative ist in Colorado die Generalversammlung (General Assembly), ein Zweikammerparlament, das sich aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat zusammensetzt. Das Repräsentantenhaus besteht aus 65 Mitgliedern, die alle zwei Jahre neu gewählt werden und derzeit durch 40 Demokraten und 25 Republikaner besetzt sind. Ebenfalls mit einer Mehrheit von 20:15 dominieren die Demokraten gegenüber den Republikanern auch den Senat, dessen Mitglieder alle vier Jahre neu gewählt werden.

Gesetzesentwürfe müssen beide Kammern durchlaufen, bevor sie zur Unterzeichnung dem Gouverneur vorgelegt werden können. Legt dieser gegen den Entwurf sein Veto ein, muss es sowohl vom Senat, als auch vom Repräsentantenhaus mit einer Zweidrittelmehrheit verabschiedet werden. In diesem Fall tritt das Gesetz unter Umgehung des Gouverneurs in Kraft.

Die höchste Instanz der Judikative bildet der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) von Colorado, dessen Vorsitzender Richter (Justive Chief) – mit einer maximalen Amtszeit von zehn Jahren – vom Gouverneur ernannt wird. Zwischen diesem und den erstinstanzlichen Bezirksgerichten steht das Berufungsgericht. Auch über deren Besetzungen entscheidet der Gouverneur.

Nach der Gründung des Colorado-Territoriums am 28. Februar 1861 beschlossen führende Vertreter der Legislative auf einer Versammlung am 9. September des gleichen Jahres die administrative Unterteilung Colorados in 17 Bezirke (Countys) sowie einem von diesen unabhängigem Indianerreservat für Cheyenne und Arapaho im Osten des Landes. Die Rocky Mountains wurden daraufhin von den benachbarten Bezirken Summit («Gipfel», 45.268 km²) und Lake («See») dominiert, die jeweils etwa die Größe der Niederlande hatten und einen Großteil der in Colorado gelegenen Rocky Mountains und des Coloradoplateaus einnahmen. Sie existieren heute noch im zentralen Colorado, haben aber über 95 % ihres ursprünglich bis an die Utah-Grenze reichenden Territoriums verloren.

Im Osten, in der Hochebene der Plains, nahmen von Nord nach Süd die Bezirke Weld, Arapahoe, Douglas und Huerfano das Gebiet bis zur Grenze nach Kansas ein. Auch sie existieren noch heute namentlich, haben aber soviel ihres östlichen Territoriums verloren, dass sie inzwischen im zentralen Colorado liegen. Dort haben sich die Grenzen von Gilpin (benannt nach dem ersten Gouverneur Colorados), Clear Creek, Park, Boulder und Jefferson seit ihrer Gründung kaum verändert. Lediglich Denver (1902) und Broomfield (2001) erklärten sich hier noch zu unabhängigen Stadtbezirken (City & County). Broomfields Unabhängigkeit sorgte dabei für die erste Neugründung eines Countys seit 1913 und stellt nun den kleinsten Bezirk Colorados. Der Bundesstaat besteht heute aus 64 Countys.

Colorado, früher meist zu den typisch republikanerfreundlichen Staaten in den Rocky Mountains gezählt, hat sich mit der zunehmenden Urbanisierung Denvers zu einem Swing State entwickelt. Die Gegend von Colorado Springs, Sitz einiger Megachurches (Riesenkirchen) und eine der konservativsten Städte im ganzen Bundesgebiet, ist die Hauptquelle republikanischer Stärke. Die Gegend von Denver ist dagegen demokratisch dominiert. Bei den Präsidentenwahlen 2004 schlug George W. Bush John Kerry mit einem Abstand von weniger als fünf Prozentpunkten.

Colorado gehört zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Bundesstaaten der USA. Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei USD 41.798 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 7).

Im Gebirge wird vorwiegend Schaf, Rind- und Mastviehzucht betrieben. Angebaut werden Mais, Weizen, Kartoffeln, Zuckerrüben, Luzerne und Obst. Auch Weinbau wird in Colorado betrieben.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben sich vor allem die Industrie- und Dienstleistungsbereiche entwickelt. Die Wirtschaft in Colorado ist auf ein breites Spektrum aufgefächert. Bemerkenswert ist vor allem die Firmendichte im Bereich der wissenschaftlichen Forschung und der High-Tech-Branche. Colorado hat viele Universitäten.

Colorado ist der größte Molybdänerzerzeuger der Erde. Colorado besitzt große Mengen an noch nicht genutzten Ölschiefern.

Das Straßennetz Colorados umfasst eine Länge von rund 140.000 Kilometern, von denen fast 15.000 für den Fernverkehr ausgebaut wurden. Zu diesen Straßen gehören insbesondere die Interstate Highways – kreuzungsfreie, deutschen Autobahnen entsprechende Schnellstraßen, die auf 1.535 Kilometern Länge die wichtigsten Zentren des Staates miteinander verbinden.

Der mit Abstand bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Colorados ist der Autobahnring um den Großraum Denver, von dem Interstate Highways in fünf Himmelsrichtungen starten. Für die I-76 ist Denver Startpunkt einer durch Nebraska verlaufenden Autobahn in Richtung Chicago und Große Seen. Die I-25 verläuft in nordsüdliche Richtung und stellt die schnellste Verbindung zwischen den Großstädten entlang der Front Range dar. Sie führt im Norden an das Autobahnkreuz in Wyomings Landeshauptstadt Cheyenne mit Anschlüssen nach Salt Lake City, Seattle und Kanada. Im Süden führt sie ins neumexikanische Albuquerque sowie im weiteren Verlauf nach Mexiko. Die I-70 bindet Colorado hingegen an Ost- und Westküste an und schlängelt sich dafür westlich von Denver durch die Rocky Mountains. Auf Grund des kurvenreichen Streckenverlaufs gilt auf dieser Gebirgsstrecke – abweichend vom generellen Tempolimit (75 Meilen/Std.) auf Colorados Autobahnen – eine Höchstgeschwindigkeit von 65 Meilen pro Stunde.

Die bedeutendsten Landstraßen des Staates sind die US-Highways 40, 50, 160, 385 sowie 550, die abseits des Autobahnnetzes die wichtigsten Fernstraßen sind und Anschlüsse an die Interstates herstellen. Im Westen führen sie größtenteils durch das Gebirge und sind oftmals als National Scenic Byways, landschaftlich besonders reizvolle Straßen, ausgezeichnet; darunter auch der San Juan Skyway (mit seinem Million Dollar Highway), der Top of the Rockies sowie der Dinosaur Diamond Prehistoric Highway. Neben Oregon verfügt Colorado über die meisten National Scenic Byways.

Der Bundesstaat Colorado verfügt über ein rund 4.800 Kilometer langes Schienennetz, das den Großteil des Staates abdeckt und für den Gütertransport nicht unbedeutend ist. Für den Personenverkehr spielt es dagegen keine große Rolle. Colorado wird täglich von nur zwei Fernverkehrszugpaaren der Eisenbahngesellschaft Amtrak bedient, die Chicago mit Kalifornien verbinden. Der California Zephyr durchfährt dabei auf seinem Weg von und nach San Francisco den nördlichen Teil des Landes, wo er die Städte Fort Morgan, Denver, Winter Park, Granby, Glenwood Springs und Grand Junction bedient. Der Southwest Chief durchfährt auf seinem Weg von Chicago nach Los Angeles die südwestliche Ecke Colorados, wo er in den Kleinstädten Lamar, La Junta und Trinidad hält. Beide Trassen sind nicht miteinander verknüpft und auch entlang der Front Range ist keine einzige Großstadt mit einer anderen über den Schienenweg erreichbar. Mit Realisierung des Straßenbahnprojekts FasTracks sollen in absehbarer Zeit zumindest die Städte innerhalb der Großraumregion Denver auf dem Schienenweg miteinander verbunden werden.

Colorado verfügt zudem über einige nostalgische Dampfeisenbahnen aus den 1870er und 1880er Jahren, die heute als Museumsbahnen betrieben werden. Zu den für den Tourismus bedeutsamsten Bahnen gehören dabei die Durango and Silverton Narrow Gauge Railroad im San-Juan-Gebirge sowie die Cumbres and Toltec Scenic Railroad entlang der coloradianisch-neumexikanischen Grenze. Weitere Touristenzüge verkehren auf der Georgetown Loop Railroad in Georgetown und durch die Schlucht unterhalb der Royal Gorge Bridge bei Cañon City.

Der Denver International Airport, größter Flughafen der Vereinigten Staaten, ist Luftfahrt-Drehkreuz der Fluggesellschaft United Airlines und zudem bedeutendster Knotenpunkt von deren Tochtergesellschaft Ted, einer populären Billigfluglinie. Auch Colorado Springs ist mit Direktflügen zu den Drehkreuzen Los Angeles, Dallas und Minneapolis optimal an den internationalen Flugverkehr angeschlossen, während in der Gebirgsregion insbesondere Grand Junction, Gunnison, Durango und Aspen bedeutende Regionalflughäfen – mit saisonaler Anbindung an den Flugfernverkehr – sind.

Zu den größten staatlichen Hochschulen gehören die 3 Standorte des University of Colorado System (mit dem Hauptstandort in Boulder), sowie die Colorado State University, das Metropolitan State College of Denver und die University of Northern Colorado. Die bekanntesten privaten Hochschulen in Colorado sind die University of Denver und die Regis University. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in Colorado verzeichnet.

Bundesdistrikt: Washington D. C.

Zum Seitenanfang



Colorado River (Texas)

ColoradoTexas Watershed.png

Der Colorado River ist, gemessen an Länge und Einzugsgebiet mit etwa 1380 km der längste Strom im US-Bundesstaat Texas, und der 18. längste der Vereinigten Staaten.

Er entspringt auf dem Llano Estacado bei 32°41' N, 101°44' W, fließt unter anderem durch Austin und mündet über die Matagorda-Bucht bei 28°36' N, 95°59' W in den Golf von Mexiko. Der Fluss hat ein Einzugsgebiet von etwa 103.000 km² und reicht bis in den Nachbarbundesstaat New Mexico hinein.

Geschichtsforscher sind sich einig dass der Colorado River in der indianischen Caddo-Sprache als Kanahatino bezeichnet wurde; auch Pashohono war die Bezeichnung des Flusses, jedoch im Gebrauch von anderen ansässigen Indianerstämmen und -sprachen.

Der Colorado River gilt – neben dem South Llano River – als Kandidat für den San Clemente genannten Fluss, an dem die spanischen Forschungsreisenden Juan Domínguez de Mendoza und Nicolás López 1684 für sechs Wochen verweilten.

Noch eine Bezeichnung findet sich mit La Sablonnière ("Sandgrube") wieder, die vom französischen Entdecker René-Robert Cavelier aus dem Jahre 1687 stammte.

Der Name Colorado, die spanische Bezeichnung für "Rot", ist gemäß den Geschichtsforschern eine Fehlbezeichnung, da das Wasser des Flusses noch nie eine rottrübe Färbung besaß, und immer klares Wasser mit sich führte. Übereinstimmend wird von den Forschern angenommen dass der spanische Entdecker Alonso De León 1690 erstmals die Bezeichnung Colorado für den Strom verwendete. Es gibt aber Anzeichen dafür, die die Theorie untermauern dass ursprünglich mit Colorado River der Brazos River gemeint war; somit die Bezeichnung im Laufe der spanischen Erkundung in diesem Gebiet, auf eine Verwechselung der beiden Flüsse mit dem Namen Colorado hindeutet.

Nach dem Sezessionskrieg wurde der Colorado River ausschlaggebend für die Frachtförderung.

Anfangs durchwälzt der Colorado River die Prärieregion nahe San Saba County, um danach das Llano-Stromgebiet mit seiner felsigen Berglandschaft zu erreichen. Schließlich durchfließt der Colorado River eine Anzahl von Canyons um vom Balcones Fault herkommend nach Austin einzulenken. Vor Austin ist die Landschaft geprägt durch hügelige Felsschluchten, nach Austin jedoch durchquert der Fluss das flache Schwemmland der Küstenebene und ihr, für diese Gegend, landwirtschaftlich wichtiges Anbaugebiet.

Mit Ausnahme des Pecan Bayou sind diese Nebenflüsse Quellgespeist und münden in der Region des Edwards Plateau in den Colorado River.

Obwohl der Colorado River im Verhältnis zum Einzugsgebiet eine niedrige jährliche Wasserdurchflussrate besitzt, hat er schon für einige der schlimmsten Landflutungen in Texas gesorgt. Bedingt durch die niedrige Strömung des Flusses bildeten sich im frühen 19. Jahrhundert, durch Verklausungen flussaufwärts zunehmend immer mehr Überschwemmungen sodass 1839 der Fluss von seiner Mündung aus nur noch 15 Kilometer landeinwärts beschiffbar war.

Besonders hiervon betroffen waren Wharton County und Matagorda County.

Der gegenwärtige Caney Creek Kanal war vor etwa 1000 Jahren bereits ein ursprünglicher und natürlicher Kanal dieses Flusses, bevor er sich in eine Trichtermündung im jetzigen Caney Creek-Gebiet spaltete und sich die Flussströmung in westliche Richtung ausdehnte.

Durch das Bedürfnis nach einem konstanten Wasserfluss zur Bewässerung der großen Reisplantagen in Wharton County und Matagorda County kombiniert mit der Wasserkontrolle durch Rückhaltebecken und Staudämme entstanden neue Herausforderungen.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia