Christoph Schubert

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Geschrieben von daneel 05/05/2009 @ 06:12

Tags : christoph schubert, eishockeyspieler, eishockey, sport

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Christoph Schubert

Christoph Schubert erzielt einen Treffer gegen Martin Brodeur

Christoph Schubert (* 5. Februar 1982 in München) ist ein deutscher Eishockeyspieler. Zurzeit spielt er für die Ottawa Senators in der National Hockey League auf der Position des Verteidigers. Zumeist wird er aber als defensivausgerichteter Flügelstürmer eingesetzt.

Schubert spielte während seiner Juniorenzeit in den Nachwuchsabteilungen des EHC Klostersee und beim EV Landshut. In der Saison 1999/2000 als 17-jähriger gab er für diesen Klub auch sein Debüt im Seniorenbereich in der Oberliga. Nachdem die Landshuter den Sprung in die 2. Bundesliga knapp verpasst hatten, wechselte er zur folgenden Spielzeit in seine Geburtsstadt zum amtierenden Deutschen Meister München Barons in die DEL. Dort gehörte er gleich zum Stammpersonal und entwickelte sich in zwei Spielzeiten zu einem robusten Verteidiger mit einem harten Schlagschuss. Im Frühjahr 2001 wurde er mit der Mannschaft Deutscher Vizemeister.

Nach der Auflösung der Barons zum Ende der Saison 2001/02 wagte Schubert den Wechsel nach Nordamerika. Er unterzeichnete einen Dreijahres-Vertrag bei den Ottawa Senators, die ihn im NHL Entry Draft 2001 in der vierten Runde an 127. Stelle ausgewählt hatten. Zunächst setzten die Senators ihn aber im Farmteam in der American Hockey League ein. Bei den Binghamton Senators verbrachte Schubert jedoch die gesamten drei Jahre seines Vertrages, auch bedingt durch den Lockout in der NHL in der Saison 2004/05. Insgesamt bestritt Schubert in dieser Zeit 216 AHL-Partien ohne jeden NHL-Einsatz und liebäugelte daher mit einer Rückkehr nach Deutschland, da sein Vertrag ausgelaufen war. Im Sommer 2005 unterzeichnete Schubert ein Vertragsangebot der Adler Mannheim. Die Unterschrift wurde jedoch hinfällig als ihm die Ottawa Senators einen neuen Vertrag anboten, den er schließlich im August 2005 annahm.

Durch ein erfolgreich absolviertes Trainingscamp vor der Saison 2005/06 gehörte der Verteidiger fortan zum Stammpersonal der Ottawa Senators. In seiner ersten NHL-Spielzeit kam er in 56 Partien zu zehn Punkten. Über weite Teile des Spieljahres wurde er dabei in einer der defensivorientierten Sturmreihen eingesetzt, da er sich gegen die starke Konkurrenz auf der Verteidigerposition nicht durchsetzen konnte, aufgrund seiner defensiven Fähigkeiten aber trotzdem unverzichtbar war. In der Spielzeit 2006/07 verbesserte Schubert sein Spiel auf der ungewohnten Stürmerposition weiter und absolvierte 80 Partien in der regulären Saison. Zudem erreichte er mit der Mannschaft die Finalserie um den Stanley Cup, wo die Senators den Anaheim Ducks in der Serie nach Spielen mit 1:4 unterlagen. Im Juli 2007 verlängerte Ottawa seinen Vertrag um weitere drei Jahre.

Schubert vertrat eine deutsche Auswahl erstmals bei der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2000. Es folgten zwei weitere Einsätze im Juniorenbereich bei den U20-Junioren-Weltmeisterschaften 2001 und 2002. Für die A-Nationalmannschaft gab er sein internationales Debüt bei der Weltmeisterschaft 2001. Weitere Nominierungen erfolgten zu den Weltmeisterschaften 2002, 2005, 2008 und 2009, den Olympischen Winterspielen 2002 und 2006 und dem World Cup of Hockey 2004.

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Eishockey

Eishockey an der McGill-Universität 1884

Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern.

Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die Bezeichnung Hockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“.

Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64 Mitgliedsverbände. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).

Beim Eishockey muss ein Puck, eine flache Hartgummischeibe, mit Schlägern in das gegnerische Tor geschoben oder geschossen werden. Das Spiel ist im Allgemeinen sehr körperbetont. Mittels so genannter Bodychecks ist es möglich, den Gegner seitlich zu verdrängen oder aus dem Weg zu schaffen, um den Puck zu erobern.

Eishockey ist eine sehr schnelle Mannschaftssportart. In der NHL bewegt sich der Puck mit bis zu 190 km/h.

Eishockey ist ein körperbetonter Sport, bei dem es hin und wieder auch zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen den Spielern kommen kann. In der Regel sind diese Auseinandersetzungen schnell unterbunden und enden ohne Verletzungen, jedoch gab und gibt es auch immer wieder Vorfälle, die schwere Verletzungen nach sich zogen.

Eishockey ist vor allem dort sehr verbreitet, wo auch vor Erfindung der Kältemaschine – und der damit verbundenen Möglichkeit, Kunsteisbahnen zu schaffen – genügend Eisflächen für eine regelmäßige Ausübung dieser Sportart vorhanden waren und sind. Ein Betrieb solcher Kunsteisbahnen ist meistens sehr teuer. Allerdings werden mittlerweile kostengünstigere Alternativen aus synthetischem Eis angeboten, die einer herkömmlichen Eisbahn sehr nahe kommen. Somit findet der Eissport nun auch in wärmeren Regionen wie Südafrika eine größere Verbreitung. Weit verbreitet ist Eishockey vor allem in Kanada, Russland (bzw. der ehemaligen Sowjetunion) und den USA, Tschechien und der Slowakei, sowie den nordischen Ländern (vor allem Schweden und Finnland), teilweise auch in Deutschland. Einen sehr hohen Stellenwert hat Eishockey auch in der Schweiz und Lettland und gehört dort zu den beliebtesten Sportarten. Die Gesamtsumme der Eishockey-Zuschauer in einer Saison liegt in diesen Ländern weit über derjenigen der Fußball-Zuschauer. Ein traditionsreiches internationales Highlight für Clubmannschaften stellt auch der seit 1923 ausgetragene Spengler Cup dar, der in Davos, im Kanton Graubünden, stattfindet und eine wesentlich längere Geschichte als der Europapokal der Landesmeister aufweisen kann. In Deutschland genießt Eishockey unter den Mannschaftssportarten – nach Fußball und Handball – bis in die unteren Ligen das höchste Zuschauerinteresse. Dies lässt sich vor allem durch die Schnelligkeit und Athletik der Sportart erklären. Bis vor ca. 25 Jahren dominierten meist die Eishockey-Hochburgen im Süden Deutschlands und in Ostdeutschland (Augsburg, Füssen, Rosenheim, Landshut, Garmisch-Partenkirchen, Kaufbeuren, Bad Tölz sowie Bad Nauheim in Mittelhessen und Weißwasser in der DDR) das Geschehen im deutschen Eishockey. Bedingt durch die fortschreitende Kommerzialisierung der Sportart wird das deutsche Eishockey in den letzten Jahren von Teams aus Großstädten (z. B. Köln, Düsseldorf, Mannheim, Berlin, Frankfurt) beherrscht.

Auch wenn das erste echte Eishockey-Spiel erst am 3. März 1875 in Montreal zwischen Dozenten und Studenten der McGill-Universität stattfand, besitzt der Sport mit seinen direkten Vorläufern eine längere Geschichte.

Die älteste Erwähnung stammt aus Dänemark aus dem Jahre 1134. Die Schlittschuhe waren wahrscheinlich aus Knochen. Im 16. Jahrhundert wurde in den Niederlanden ein Spiel entwickelt, welches dem heutigen Eishockey sehr ähnelt und bis heute unter dem Namen Bandy bekannt ist.

Geschichtliche Bedeutung erlangten oftmals die Spiele zwischen der damaligen Sowjetunion und den USA oder Kanada vor allem in der Phase des Kalten Krieges als Ausdruck des Kampfes der Systeme. So wurde auch das Spiel der USA gegen die UdSSR beim Olympischen Eishockeyturnier 1980 zu einer Art „Show-down“ der beiden Weltmächte. Die USA konnte die seinerzeit übermächtige Sowjetunion bezwingen, und das Spiel ging als „Miracle on Ice“ in die Geschichte ein.

Nachdem in der Sowjetunion bis in die 1950er Jahre auf dem Eis vor allem Bandy gespielt wurde, entwickelte sich das sowjetische Eishockey mit einem enormen Tempo.

So gelang es dem sowjetischen Team, bereits bei der ersten Weltmeisterschaftsteilnahme 1954 wie auch bei der ersten Teilnahme am Olympischen Eishockey-Turnier die Goldmedaille zu gewinnen. Die UdSSR schaffte es, mit ihrem Team eine außergewöhnliche Perfektion zu erreichen und machte auch den „Erfindern“ des Eishockeys, den Kanadiern, oft das Leben schwer. Weiterhin gab es zwischen der UdSSR und der ČSSR großartige Spiele, in denen die sowjetische Mannschaft mit herausragenden tschechoslowakischen Spielern konkurrierte. Auch hier wurde – insbesondere nach dem Prager Frühling 1968 – die unterschiedliche politische Gesinnung und die politischen Befindlichkeiten in den Sport getragen.

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR gingen einige der besten Spieler in die National Hockey League (NHL), in der Mannschaften der USA und Kanadas spielen. Die NHL stellt heute die bedeutendste Liga der Welt dar, mit vielen der besten Spieler aus Europa und anderen Teilen der Welt. Bei den alljährlich stattfindenden NHL-Allstar-Spielen zeigt sich, dass viele europäische Spieler heute zu den wichtigsten Leistungsträgern der Liga gehören.

Nach Nordamerika zieht es die Spieler nicht zuletzt, weil dort auch am meisten Geld zu verdienen ist und die nordamerikanischen Clubs mit attraktiven Arenen sowie einem großen Faninteresse aufwarten können.

Das Eishockey für Frauen entwickelte sich aus dem Herreneishockey und unterscheidet sich von diesem in verschiedenen Regelanpassungen. Die wichtigste davon ist, dass bei den Frauen das Drücken gegen die Bande sowie Body-Checks grundsätzlich verboten sind. Diese Regelung wurde nach der ersten Weltmeisterschaft 1990 eingeführt, da es dort zu schweren Verletzungen aufgrund des Aufeinandertreffens von unterschiedlich robust gebauten Frauen gekommen war. Darüber hinaus sind die Frauen – genauso wie alle Nachwuchsspieler – verpflichtet, mit Helmen mit Gesichtsschutz zu spielen.

Das erste olympische Fraueneishockey-Turnier fand 1998 in Nagano statt. Genau wie die Weltmeisterschaften werden diese Wettbewerbe vor allem durch die Mannschaften aus Nordamerika dominiert. Dort gibt es auch ein ausgeprägtes Ligasystem, das dem der Männer gleicht. Populär ist Fraueneishockey auch im nördlichen Europa und in Russland.

Bei den Winterspielen von 2006 in Turin konnte mit Schweden zum ersten Mal eine nichtamerikanische Mannschaft die Silbermedaille in einem internationalen Turnier gewinnen.

Das weltweit geltende Regelwerk wird regelmäßig im Regelbuch der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) herausgegeben. Die aktuelle Version ist bis 2010 gültig. Dieses Regelbuch ist in sechs Abschnitte unterteilt, die die Themen Spielfeld, Teams, Spieler und ihre Ausrüstung, Offizielle und ihre Pflichten, Spielregeln, Strafen und Besondere Regeln beschreiben.

Die NHL gibt ein eigenes Regelbuch heraus, dessen Inhalte zum Teil von den Vorschriften der IIHF abweichen.

Das Spielfeld ist eine rechteckige Eisfläche, die 61 m lang und 30 m breit ist, die Ecken sind abgerundet. Das Spielfeld ist von einer ca. 1,20 m hohen Holz- oder Hartplastikbande umgeben, auf die aus Sicherheitsgründen eine Schutzglasscheibe aufgesetzt und hinter den Toren zusätzlich ein Fangnetz angebracht ist. Anstelle der aufgesetzten Schutzglasscheibe können auch Fangnetze oberhalb der Bande angebracht sein. Die Tore haben eine Höhe von etwa 1,20 m und eine Breite von gut 1,80 m, Pfosten und Latte sind rot gefärbt. Vor dem Tor ist ein halbkreisförmiger Torraum auf das Eis gezeichnet.

Insgesamt gibt es neun Anspiel- oder Bullykreise, neben dem in der Mitte des Feldes jeweils zwei in den Verteidigungszonen. Gegenüber den Spielerbänken befinden sich die Zeitnehmung und die Strafbänke.

In der nordamerikanischen NHL weicht das Spielfeld von den internationalen Vorgaben ab. Es ist hier meist nur 26 m breit und verfügt über eine andere Verteilung der Spielfeldzonen. Somit ist das Spiel in Nordamerika in der Regel schneller und aggressiver als in Europa.

Eine Mannschaft besteht für gewöhnlich aus bis zu 22 Spielern. Während eines Spiels dürfen sich höchstens 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis befinden. In der Regel bestehen diese aus 5 Feld-Spielern und einem Torwart, in besonderen Situationen wird der Torwart aber auch durch einen sechsten Feldspieler ersetzt.

Speziell in Unter- bzw. Überzahlsituationen kann von diesem Schema aber auch abgewichen werden.

In der Regel wird in Linien, Reihen bzw. Blöcken gespielt – das bedeutet, dass Stürmer und Verteidiger möglichst immer mit den gleichen Partnern spielen. Eine Mannschaft sollte vier Verteidigungsreihen (4 mal 2 Spieler = 8 Spieler) und vier Sturmreihen (4 mal 3 Spieler = 12 Spieler) besitzen. Mit zwei Torhütern erreicht man dann die Anzahl von 22 Spielern pro Team.

Ein Team muss einen Kapitän und zwei Assistenten bestimmen. Zur Erkennung tragen sie ein „C“ (Captain) bzw. „A“ (Assistenz-Captain) auf der Brust.

Das Auswechseln von Feldspielern ist nicht nur während Spielunterbrechungen möglich, sondern kann auch „fliegend“ erfolgen.

Um Verletzungen vorzubeugen, ist eine umfassende Schutzausrüstung vorgeschrieben. Da die Torhüter durch auf sie abgefeuerte Schüsse einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, haben sie eine noch umfassendere Schutzausrüstung.

Die Schiedsrichter zählen zu den Offiziellen. Diese sind unterteilt in On-Ice-Offizielle und Off-Ice-Offizielle. Die On-Ice-Offiziellen bestehen grundsätzlich aus einem Schiedsrichter (Referee) und zwei Linienrichtern (Linesmen). In unteren Spielklassen wird das System mit zwei Schiedsrichtern ohne Linienrichter verwendet, in höheren Spielklassen kommt manchmal auch das System mit 2 Schiedsrichtern und 2 Linienrichtern zur Anwendung. Der Schiedsrichter hat die allgemeine Aufsicht über das Spiel sowie die Kontrolle über Spieler und Offizielle. Die Linienrichter haben die Kontrolle über Linienverstöße (Abseits und Icing) und übernehmen die Bullys. Schieds- und Linienrichter haben beim Eishockey einen erheblich größeren Einfluss als beispielsweise beim Fußball. Sie können durch das Aussprechen von Strafzeiten unmittelbar auf das Spielgeschehen einwirken.

Zu den Off-Ice-Offiziellen zählen neben dem Stadionsprecher und dem Spielzeitnehmer ein Punktrichter, ein Video-Torrichter, zwei Strafbankbetreuer sowie zwei Torrichter. In der DEL wird kein Torrichter mehr eingesetzt; der Stand-By-Schiedsrichter übernimmt die Aufgabe des Video-Torrichters.

Weiter wird zwischen Spiel-Offiziellen und Team-Offiziellen unterschieden. Zu den Spiel-Offiziellen zählen neben den Schieds- und Linienrichtern auch der Video-Torrichter, die Torrichter, die Punkterichter und der Stand-By Schiedsrichter. Zu den Team-Offiziellen gehört der Trainerstab der Mannschaften, die Betreuer sowie der Ordnerdienst.

Beim Eishockey gibt es formell keine Eigentore, der Treffer wird dem Spieler der angreifenden Mannschaft zugeschrieben, der den Puck zuletzt berührt hat.

Ein Tor gilt nur, wenn der Puck die Torlinie in vollem Durchmesser überquert und der Schiedsrichter den Puck hinter der Torlinie gesehen hat. Kann nicht mit Sicherheit eine Aussage darüber getroffen werden, ob der Puck tatsächlich die Torlinie in vollem Durchmesser überschritten hat, so ist auf „kein Tor“ zu entscheiden. Sofern das Spiel aufgezeichnet wird, darf der Schiedsrichter den Videobeweis zu Hilfe nehmen.

Es ist zulässig, den Puck mit Hilfe des Schlittschuhs fortzubewegen, sofern man dadurch kein Tor erzielt. Wird der Spieler am Schlittschuh getroffen, ohne dass eine aktive Kickbewegung zu sehen ist, und überquert der Puck in Konsequenz die Torlinie, ist auf reguläres Tor zu entscheiden.

Den Puck mit dem hohen Stock (Stock über Schulter oder über der Latte) zu spielen ist unzulässig – es ist aber erlaubt, den Puck mit der Hand zu stoppen oder wegzuschlagen; außerdem darf man innerhalb des eigenen Verteidigungsdrittels den Puck mit der Hand seinem Mitspieler zupassen. Handpässe in der neutralen Zone und im Angriffsdrittel sind verboten. Das Werfen des Pucks, wenn dieser in der Hand eingeschlossen ist, wird bestraft.

Wird ein Torhüter durch einen Schuss an der Maske getroffen, wird das Spiel unterbrochen. Kommt es jedoch nach einem Maskentreffer zu einem direkten Nachschuss, welcher zum Tor führt, bevor der Schiedsrichter das Spiel unterbricht, ist das ein regulärer Treffer.

Behinderung (interference), Beinstellen (tripping), Hoher Stock (high-sticking), Haken (hooking), Spielverzögerung (delaying the game), Stockschlag (slashing), Bandencheck (boarding), Stock-Check (Cross-Check), Check gegen den Kopf (checking to the head), Check von hinten (checking from behind), Ellbogencheck (elbowing), Unsportliches Verhalten (unsportsmanlike conduct), Übertriebene Härte (roughing), Unerlaubter Körperangriff (charging), Halten (Holding), Unkorrekte Ausrüstung (illegal equipment), Unkorrekter Spielerwechsel (to many men), Halten des Stockes (holding the stick), Stockstich (spearing), Kniecheck (kneeing) und Check gegen das Knie (checking to the knee).

Beide Fouls ziehen mehr als eine normale 2-Minuten-Strafe nach sich und werden zusätzlich mit einer persönlichen Disziplinarstrafe verhängt (2+10).

Um die Zuschauer zu schützen und das Spiel flüssiger zu gestalten, wurde eine neue, bei den Spielern und Mannschaften zuerst umstrittene, Regel eingeführt: Verlässt der Puck in direkter Folge eines Schusses aus der Verteidigungszone des schießenden Spielers das Spielfeld über die Scheibe, wird eine kleine Strafe gegen den verfehlenden Spieler wegen Spielverzögerung ausgesprochen. Schießt man den Puck jedoch auf die Spielerbank, so wird, seit der Regeländerung 2007, keine Strafe mehr ausgesprochen.

Die Höhe der Strafe liegt (innerhalb eines gewissen Rahmens) im Ermessen des Schiedsrichters. Sieht der Schiedsrichter ein Foul, zeigt er das durch Heben des Arms an; das Spiel läuft jedoch so lange weiter, bis die zu bestrafende Mannschaft in Puck-Besitz gelangt. In dieser Zeit kann der Torhüter der nicht bestraften Mannschaft das Tor verlassen, um einen 6. Mann auf das Spielfeld zu schicken. Erzielt die gefoulte Mannschaft in dieser Phase ein Tor, ist die Strafe hinfällig.

Eine Spieldauer-Disziplinarstrafe beziehungsweise Matchstrafe hat den sofortigen Ausschluss des Spielers für den Rest des Spiels zur Folge. Im Spielbericht werden aber nur 20 min (Spieldauer-Disziplinarstrafe), respektive 25 min (Matchstrafe) eingetragen. Eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zieht keine automatische Sperre nach sich. Die zuständige Disziplinarstelle kann aber den Spieler nachträglich für weitere Spiele sperren. Eine Matchstrafe bedeutet, dass der Spieler automatisch „bis auf Weiteres“ gesperrt ist – das heißt für mindestens ein weiteres Spiel. Der Fall wird von der zuständigen Disziplinarstelle beurteilt.

Gelingt der in Überzahl spielenden Mannschaft ein Tor, darf der Spieler (sofern er eine kleine Strafe verbüßt) sofort wieder auf das Eis. Auf große Strafen oder Disziplinarstrafen hat ein Tor keinen Einfluss. Sitzen zwei Spieler auf der Strafbank, darf derjenige, dessen Strafe die geringere Restzeit aufweist, wieder auf das Eis. Eine Ausnahme besteht hier seit der Saison 2006/2007 in der DEL. Bekommt jeweils ein Spieler beider Mannschaften gleichzeitig eine 2-Minuten-Strafe, egalisieren sich die Strafen. Bekommt nun ein weiterer Spieler einer Mannschaft später innerhalb dieser 2 Minuten eine Strafe, wird die später aufgestellte Strafe aufgehoben, sobald ein Tor fällt.

Die Zeitstrafen werden auf der Strafbank abgesessen. Eine Ausnahme bildet der Torhüter: Er geht nie auf die Strafbank, sondern wird bei kleinen Strafen oder der ersten Disziplinarstrafe durch einen Feldspieler vertreten, der zur Zeit des Vergehens auf dem Eis war. Größere Strafen können je nach Liga oder Wettbewerb Spielsperren nach sich ziehen.

Wird gegen beide Mannschaften gleichzeitig eine gleiche Anzahl von Strafen ausgesprochen, so müssen die betreffenden Spieler zwar die Strafe auf der Strafbank absitzen, die beiden Mannschaften bleiben aber im Feld in der gleichen Spielstärke wie vor den Vergehen. Eine Mannschaft kann durch Strafen nie auf weniger als drei Feldspieler reduziert werden. Im Falle der dritten Strafe, die zu einem Mann weniger auf dem Eis führen würde, muss der betreffende Spieler zwar auf die Strafbank, die Strafzeit beginnt jedoch erst zu laufen, nachdem eine Strafzeit eines vorher bestraften Spielers abgelaufen ist (aufgeschobene Strafe).

In den Alterklassen der Kleinst- wie der Kleinschüler (auch genannt Bambini und Kleinschüler) wird von diesen Regeln teilweise abgewichen. Nähere Informationen siehe dazu der Hauptartikel Eishockeyregeln.

Das taktische Denken im Eishockey begann erst in den 50er Jahren. Vordenker auf diesem Gebiet waren die Osteuropäer und Sowjets, die langsam ein Spielsystem etablierten. In der Zeit des Kalten Krieges konnte man strikt zwischen sowjetischem Eishockey, das von Kurzpassspiel bis zur Torchance geprägt war, und einer kanadisch-nordamerikanischen Spielweise mit mehr Körpereinsatz trennen. So strikt sind die Unterschiede heute nicht mehr zu erkennen. Vor der Entwicklung einer Taktik gab es noch keine richtige Trennung der Positionen. Jeder konnte so spielen, wie er wollte. Mit guter Taktik gelang es technisch schwächeren Mannschaften schon oft, gegen talentiertere Teams zu gewinnen.

So gibt es diverse Möglichkeiten, einen Angriff aufzuziehen. Eine beliebte Variante, vor allem in Nordamerika, ist das Dump’n’Chase-Spiel, bei dem der Spielzug mit einem weiten Pass an die Hintertorbande eröffnet wird. Technisch versierte Spieler können durch einen Lauf durch die neutrale Zone zur Torchance gelangen. Daneben gibt es noch verschiedene Passwege, über die der Center einen Außenstürmer erreichen kann. Des Weiteren ist der Konter oder das Break eine beliebte Alternative.

Auch dieses Verhalten ist nicht starr, und man kann diese Abwehrtechniken miteinander kombinieren.

Die höchste Spielklasse in Deutschland ist seit 1994/95 die Deutsche Eishockey-Liga (DEL), die den Beinamen „1. Bundesliga“ trägt, in Österreich ist es die Erste-Bank-Eishockeyliga, in der Schweiz die National League A, in Tschechien die Extraliga.

Im Gegensatz zu anderen Sportarten gibt es in der deutschen Eishockeyliga kein Unentschieden, um rein taktische Spiele zu vermeiden. Bis zur Saison 2005/2006 wurde ein Vorrundenspiel, bei welchem es nach regulärer Spielzeit unentschieden stand, mit einem Penaltyschießen entschieden. Seit der Saison 2006/2007 wird zunächst fünf Minuten 4 gegen 4 gespielt. Zur Saison 2007/08 wurde jedoch für die Playoff-Spiele die Regel eingeführt, dass pro Mannschaft wieder 5 Feldspieler auf dem Eis stehen. In den Play-Offs wird eine Verlängerung gespielt, die sofort endet, wenn eine der beiden Mannschaften ein Tor erzielt. Es gibt kein Penaltyschießen, sondern immer wieder Verlängerungen von jeweils 20 Minuten, bis eine Mannschaft ein Tor erzielt.

Seit der Saison 2006/07 wird in der DEL auch während der Vorrunde eine fünfminütige Verlängerung mit jeweils vier Feldspielern im Sudden-Death-Modus gespielt.

Diese Regel findet in der Schweiz in dieser Saison auch Anwendung.

Die Meisterschaft wird in fast allen Ligen durch ein Play-Off ermittelt, für das sich die besten Mannschaften des Grunddurchganges qualifizieren. In der ersten Runde trifft die nach dem Grunddurchgang am besten platzierte Mannschaft gegen die am schlechtesten platzierte, die zweitbeste auf die zweitschlechteste usw. – die Gewinner spielen dann in der nächsten Runde weiter, bis die zwei letzten Mannschaften feststehen und das Finale austragen. Die Begegnungen werden in der Regel als Serie von Spielen ausgetragen bei denen 4 (Best-of-Seven), 3 (Best-of-Five) oder 2 (Best-of-Three) Siege zum Aufstieg in die nächste Runde erforderlich sind. Steht der Aufsteiger fest, werden die verbleibenden Spiele nicht ausgetragen.

Die wirtschaftliche Bedeutung ist in Europa zwar noch nicht so groß wie in Nordamerika, doch Marketing ist auch in den Top-Ligen Europas wichtiger geworden. In den 60er und 70er Jahren brauchte man eine gute Jugendarbeit, um erfolgreich zu sein, heute ist eine professionelle Struktur nötig. So betrieben die Hamburg Freezers zum Beispiel bis 2005 keine Nachwuchsarbeit, weil sie aber mit der Anschutz-Gruppe einen finanzkräftigen Investor haben, gehörten sie trotzdem zu den Top-Teams der DEL. Seit 2005 starteten die Freezers nun aber auch mit der Nachwuchsarbeit (Freezers Juniors).

Amtierende Meister siehe Hauptartikel Eishockey-Ligen 2007/08.

Im amerikanischen Englisch wird Eishockey generell als Hockey bezeichnet.

Die 1917 gegründete National Hockey League (NHL) gilt als mit Abstand beste Liga der Welt. Spätestens seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist es der Traum eines jeden Eishockeyspielers, in der NHL zu spielen. Der Stanley Cup ist die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt. Amtierender Stanley-Cup-Sieger sind die Detroit Red Wings.

Seit den 40ern wurde aber auch der Unterbau stetig professionalisiert und ausgebaut. So gibt es heute mit der American Hockey League (AHL) eine Elite-Minor League, in der die Top-Farmteams der NHL-Franchises spielen. Darunter gibt es noch die East Coast Hockey League (ECHL), Central Hockey League (CHL), West Coast Hockey League (WCHL) und International Hockey League (IHL). Des Weiteren gibt es professionell arbeitende Nachwuchsligen in Kanada: Western Hockey League (WHL), Ontario Hockey League (OHL) und Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL). Die Minor Leagues übernehmen unter anderem die Jugendarbeit für die NHL-Franchises.

In den 90ern ist die wirtschaftliche Bedeutung des Hockeysports in Nordamerika radikal angestiegen. Die NHL-Franchises zahlten übertrieben hohe Gehälter, so dass einige noch heute hohe Schulden haben. Das zeigte sich auch in der Verhandlung über ein neues NHL Collective Bargaining Agreement zur Saison 2004/05, die in einem Spielerstreik und Lockout endete, so dass die Spielzeit gar nicht ausgetragen wurde. Nach über einem Jahr Verhandlungen wurde eine Gehaltsobergrenze (Salary Cap) beschlossen, die die Liga ausgeglichener und spannender gemacht hat.

Eine Besonderheit im nordamerikanischen Profisport ist der NHL Entry Draft, der auch im Eishockey durchgeführt wird. Beim Draft sichern sich die NHL-Teams die Rechte an talentierten Juniorenspielern. Ein Kuriosum dabei: Der von vielen als bester Spieler aller Zeiten betrachtete Wayne Gretzky ist einer der wenigen seiner Generation, die nicht gedraftet wurden. Die meisten „Draft picks“ spielen erst in der AHL oder einer Juniorenliga, bis sie von ihrem NHL-Team aufgerufen werden.

Eishockey ist in Lateinamerika eine absolute Randsportart. Einen geregelten Spielbetrieb gibt es lediglich in Mexiko, dessen Nationalmannschaft derzeit auch an offiziellen Turnieren des internationalen Eishockeyverbandes IIHF teilnimmt. Des weiteren gibt es Eishockeyverbände in Argentinien, Brasilien, Chile und Ecuador, die sich jedoch meist nur dem Inlinehockey widmen und den Begriff „Eishockey“ nur der Form nach im Namen tragen.

Nichtsdestoweniger gibt es einige Hobbyspieler im Süden von Argentinien und Chile, wo im Winter der südlichen Hemisphäre (ca. Mai bis August) gelegentlich auf zugefrorenen Flüssen oder Seen gespielt werden kann. Das bleibt jedoch die Ausnahme – einerseits, da die zum Eishockey notwendige Ausrüstung relativ teuer (und in Südamerika schwer zu beschaffen) ist, andererseits, weil diese Sportart in den betreffenden Ländern relativ unbekannt ist.

Das erste Profieishockeyspiel auf lateinamerikanischem Boden fand am 23. September 2006 in Puerto Rico statt: Zur Saisoneröffnung der nordamerikanischen Profiliga NHL trafen sich die Teams der Florida Panthers und der New York Rangers im José Miguel Agrelot Coliseum in San Juan.

Für die Eishockeynationalmannschaften existieren verschiedene bedeutende internationale Turniere. Der offiziellen Rangfolge der Internationalen Eishockey-Föderation entsprechend ist hierbei das Olympische Eishockey-Turnier, welches seit 1924 bei den Winterspielen stattfindet, das bedeutendste Turnier für Nationalmannschaften. Darüber hinaus finden seit 1920 offizielle Weltmeisterschaften der IIHF statt, welche vor allem für die europäischen Teams eine große Bedeutung besitzen.

Da die nordamerikanische National Hockey League für die Weltmeisterschaften der Herren ihre Saison normalerweise nicht unterbricht und auch für die Olympischen Spiele bislang nur 1998, 2002 und 2006 eine Pause eingelegt hat, ist das Ansehen dieser Turniere in Kanada und den USA relativ schlecht. Vor allem den Weltmeisterschaften wird dabei vorgehalten, dass bei ihnen nicht die besten Spieler der Welt spielen würden und sie deshalb keinen echten Weltmeister küren könnten. Hinzu kommt, dass bis 1976 nur Amateure an den Weltmeisterschaften teilnehmen durften, so dass z.B. Kanada lange Zeit ihren Amateurmeister zur Weltmeisterschaft schickte. Aus diesem Grund wurde der Meister der kanadischen bzw. nordamerikanischen Profiliga lange Zeit als „World Champion“ tituliert.

Neben dem Olympischen Eishockey-Turnier ist deshalb heute der World Cup of Hockey zum wichtigsten Turnier im Eishockey geworden. Er wird von der NHL in Zusammenarbeit mit der IIHF ausgerichtet und fand bislang 1996 und 2004 statt. Da das Turnier vor Beginn der NHL-Saison stattfindet, können hier die besten Spieler aller Nationen teilnehmen, wodurch die Bedeutung vor allem in Nordamerika deutlich erhöht wird.

Aber es gibt auch internationale Vereinsturniere: Das wohl bekannteste und traditionsreichste Turnier ist der Spengler Cup, der schon seit 1923 jährlich in Davos in der Schweiz ausgetragen wird. Rekordsieger ist der Gastgeber, der HC Davos.

Ein zweiter in Europa wichtiger Vereinswettbewerb ist der IIHF European Champions Cup. Die Landesmeister der nach IIHF-Weltrangliste sechs besten europäischen Eishockeyverbände treffen dabei seit 2005 jährlich aufeinander. Der erste Cup fand im Januar 2005 im russischen Sankt Petersburg statt. Sieger wurde der russische Meister Avangard Omsk. Der European Champions Cup ist Nachfolger der European Hockey League, des wichtigsten Vereins-Wettbewerbs Europas von 1996 bis 2000. Diese war wiederum Nachfolger des Europapokals der Landesmeister, der von 1965 bis 1996 über 30 Jahre lang jährlich stattfand. Die Initiierung eines neuen kontinentalen Klubturniers, dem Champions Hockey League, ist der in der Saison 2008/09 eine erstmals von der IIHF ausgetragene Europapokal-Wettbewerb für Eishockeyklubs.

Verschiedene Spielerinnen und Spieler haben weltweite Bekanntheit erlangt und sind in die internationale oder eine nationale Hockey Hall of Fame aufgenommen worden. Berühmte Spieler der NHL waren z. B. Wayne Gretzky („The Great One“), Mario Lemieux („Super Mario“), Gordie Howe, Bobby Hull, sein Sohn Brett Hull, Mark Messier, Patrick Roy und Steve Yzerman (alle Kanada bzw. USA), sowie Jari Kurri (Finnland). Außergewöhnliche sowjetische Spieler waren u.a. Boris Michailow, Wladimir Petrow, Waleri Charlamow, Wladislaw Tretjak, Wladimir Krutow, Igor Larionow, Sergei Makarow (Letztere drei bildeten zusammen die berühmte KLM-Reihe) sowie Wjatscheslaw Fetisow und Alexei Kasatonow.

Unter den Aktiven genießen Spieler wie die Kanadier Joe Sakic, Brendan Shanahan, Gary Roberts, Sidney Crosby, Joe Nieuwendyk, der Tscheche Jaromír Jágr, die Schweden Mats Sundin, Peter Forsberg und Nicklas Lidström, die Finnen Saku Koivu, Teemu Selänne, der US-Amerikaner Mike Modano und vor allem der Russe Alexander Ovechkin große Popularität.

Bei den Frauen haben vor allem die Kanadierinnen Manon Rheaume und Hayley Wickenheiser weltweiten Ruhm erfahren.

In Deutschland wurde Erich Kühnhackl zum „Eishockeyspieler des Jahrhunderts“ gewählt, bekannt sind auch der ehemalige Bundestrainer Hans Zach sowie Gerd Truntschka, Dieter „Didi“ Hegen und Udo Kießling, welcher auch deutscher Rekordnationalspieler ist.

Mit Uwe Krupp, der bisher als einziger Deutscher den Stanley Cup gewonnen hat und seit 2005 Bundestrainer ist sowie den aktuellen NHL-Profis Marco Sturm, Jochen Hecht, Christoph Schubert und Olaf Kölzig erfreuen sich mittlerweile auch deutsche Eishockeyspieler internationaler Popularität. Weitere deutsche Eishockeyspieler in der NHL sind Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Dennis Seidenberg.

Bekannte Spieler in der Schweiz sind die ehemaligen bzw. aktiven NHL-Torhüter David Aebischer, Martin Gerber und Jonas Hiller. Mit Mark Streit konnte zu Beginn der Saison 2005/2006 erstmals ein Schweizer Feldspieler in der NHL Fuß fassen.

Ein bekannter österreichischer Eishockeyspieler aus den siebziger Jahren ist der mittlerweile in die Politik gewechselte Franz Voves, der insgesamt 75 Spiele für die Österreichische Eishockeynationalmannschaft bestritt. Heutzutage verfügen aktive NHL-Spieler wie Thomas Pöck, Thomas Vanek, Michael Grabner und Andreas Nödl über einen großen Bekanntheitsgrad in Österreich.

Zu den bekanntesten Vereinen weltweit zählen in erster Linie die Klubs aus der National Hockey League. Über die größte Tradition verfügen dabei die „Original Six“ (Boston Bruins, Chicago Blackhawks, Detroit Red Wings, Canadiens de Montreal, New York Rangers, Toronto Maple Leafs) - die Gründungsmitglieder sind, bzw. in den Anfangsjahren in die Liga aufgenommen wurden. Die Mighty Ducks of Anaheim, welche erst Anfang der neunziger Jahre ihr Debüt in der NHL gaben, haben hingegen zuerst durch den Sportfilm The Mighty Ducks, dem sie letztendlich ihren Namen zu verdanken haben, einen gewissen Popularitätsschub erhalten. Inzwischen heißt das Team „Anaheim Ducks“. Neben den nordamerikanischen Eishockeyvereinen zählt auch der mehrfache sowjetische Meister ZSKA Moskau zu den ruhmreichen Eishockeyvereinen. Dieser mit 20 Titeln erfolgreichste Teilnehmer im Europapokal verfügte in den siebziger und achtziger Jahren auch weltweit über eine der spielstärksten Mannschaften. Bei mehreren Spielen gegen verschiedene NHL-Klubs (Super Series), welche allesamt auf nordamerikanischem Boden ausgetragen wurden, hatte der ZSKA zum Abschluss ausnahmslos eine positive Bilanz.

In Deutschland sind vor allem die rheinischen Rivalen DEG Metro Stars (ehemals Düsseldorfer EG) und Kölner Haie (ehemals Kölner EC) bekannt, welche in den 1990ern Jahren mehrere spannende Duelle um den Deutschen Meistertitel austrugen. Weiterhin genießen auch Vereine wie Krefeld Pinguine (Meister 1952, 2003), Frankfurt Lions (Meister 2004), Adler Mannheim (Meister 1980, 1997, 1998, 1999, 2001 und 2007) und Eisbären Berlin (Meister 2005, 2006, 2008 und 2009) große Popularität. Vereine wie der EV Füssen (16facher deutscher Meister), der EC Hannover, EC Bad Nauheim, EC Bad Tölz, SB Rosenheim, der EV Landshut, der SC Riessersee (10facher deutscher Meister) oder der BSC Preussen bzw. der Berliner Schlittschuhclub (bis heute Rekordmeister), welche heutzutage sportlich eine eher untergeordnete Rolle spielen, haben vorrangig durch ihre mittlerweile weit zurückliegenden Erfolge noch einen gewissen Bekanntheitsgrad.

Zu den berühmtesten schweizerischen Eishockeyclubs zählen der Rekordmeister HC Davos, der SC Bern mit dem seit Jahren Jahren höchsten europäischen Besucheraufmarsch zwischen 15-16tausend Zuschauern pro Spiel, die ZSC Lions aus Zürich, die Kloten Flyers und der HC Lugano. Daneben gibt es auch kleinere Klubs, welche jedoch in den jeweiligen Regionen einen großen Stellenwert haben, wie zum Beispiel die SCL Tigers aus Langnau, der EV Zug, oder der HC Ambrì-Piotta.

Die wohl bekanntesten österreichischen Eishockeyclubs sind der Rekordmeister EC KAC sowie der Villacher SV, EC Salzburg, VEU Feldkirch und die Vienna Capitals.

In der DDR gewann beim „ewigen Duell“ SC Dynamo Berlin (heute Eisbären Berlin) gegen SG Dynamo Weißwasser (heute Lausitzer Füchse) Weißwasser 25-mal die Meisterschaft und Berlin 15-mal.

Aus dem Eishockeysport hat sich eine Reihe heute eigenständiger Sportarten entwickelt: Zum Einen das Sledge-Eishockey (oder auch Schlitteneishockey genannt), das den Eishockeysport für körperlich beeinträchtigte Sportler ermöglicht, bei welchen die Beweglichkeit der unteren Gliedmaßen eingeschränkt ist, und heute als Sportart im festen Programm der Winter-Paralympics steht. Auch gibt es das Chneblen, wo man ohne Ausrüstung aus Spaß auf dem Eisfeld kleine Turniere macht. Zum Anderen existieren gleich mehrere „Sommer-Eishockey“-Sportarten, wie Inlinehockey (und Inline-Skaterhockey) oder Streethockey, von welchen Inlinehockey und Streethockey über eigene Weltmeisterschaften verfügen, die auch von der Internationalen Eishockey-Föderation durchgeführt oder unterstützt werden. Streethockey wird immer beliebter bei jungen Menschen, weil man es auch außerhalb und ohne viel Ausrüstung spielen kann.

Insbesondere in Skandinavien, der Schweiz und Tschechien ist zudem das eigenständige Unihockey eine sehr populäre Sommer-Variante dieses Sports und wird deshalb auch gelegentlich als Eishockey ohne Eis in der Sporthalle bezeichnet.

Eine weiter verwandte, jedoch in Deutschland noch nicht sehr bekannte Sportart ist Broomball. Die größten Unterschiede im Vergleich zum Eishockey sind, dass man den Sport mit (Spezial-)Schuhen auf dem Eis spielt und anstelle von Eishockeyschlägern und Puck einen „Broom“ sowie einen Ball benutzt.

Auch das Bandy ist mit dem Eishockey verwandt.

Eine spezielle Variante ist Unterwassereishockey.

Eine Zusammenstellung von Bildern findet sich hier.

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Liste der deutschen Spieler in der NHL

Logo der National Hockey League

Die Liste der deutschen Spieler in der NHL enthält alle Eishockeyspieler mit deutscher Staatsangehörigkeit, die mindestens ein Spiel in der regulären Saison der nordamerikanischen National Hockey League, die als beste Profiliga der Welt gilt, absolviert haben.

Die Geschichte der Deutschen in der NHL geht dabei bis ins Jahr 1981 zurück, als mit Udo Kießling erstmals ein Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit ein Spiel in der höchsten nordamerikanische Profiliga absolvierte. Trotz eines Vertragsangebots kehrte Kießling jedoch in die Bundesliga zurück. Der erste deutsche Spieler, der schließlich regelmäßig in der NHL zum Einsatz kam, war Uli Hiemer, der zwischen 1984 zu New Jersey Devils wechselte und für diese bis 1987 spielte. Der bisher erfolgreichste deutsche Spieler in der National Hockey League ist Uwe Krupp, der zweimal die nordamerikanische Eishockeymeisterschaft, den Stanley Cup, gewinnen konnte. Eine individuelle Auszeichnung der Liga konnte Krupp während seiner aktiven Zeit jedoch nie gewinnen, dies gelang Torhüter Olaf Kölzig als erstem Deutschen im Jahr 2000.

In der folgenden Liste sind alle deutschen NHL-Spieler aufgeführt, auch wenn die deutsche Staatsbürgerschaft erst nach ihrer Zeit in der National Hockey League, beispielsweise neben der kanadischen, angenommen wurde. Gelblich unterlegte Spieler standen während der vergangenen Saison im Kader eines NHL-Franchises. Grünlich unterlegte Spieler sind zwar noch aktiv aktiv, stehen aber nicht mehr oder momentan nicht im Kader eines NHL-Teams.

Erläuterung: In der oberen Zeile sind jeweils die Spiele in der regulären Saison angegeben, in der unteren Zeile befindet sich die Anzahl der Playoff-Spiele. Die Statistiken der momentan noch in der NHL aktiven Spieler sind auf dem Stand zum Ende der regulären Saison 2007/08.

Olaf Kölzig ist der bislang einzige deutsche Torhüter, der einen Sieg in der NHL feiern konnte. Zudem gelang ihm als bisher einzigem Deutschen ein Shutout.

Mit Uwe Krupp konnte bisher nur ein einziger deutscher Spieler den Stanley Cup gewinnen, dieser schaffte es allerdings gleich zwei Mal. 1996 gewann er die Trophäe mit den Colorado Avalanche, 2002 wiederholte er den Erfolg mit den Detroit Red Wings, diesmal allerdings nur als Ersatzspieler.

Drei weitere Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit schafften es zudem, das Stanley-Cup-Finale zu erreichen, unterlagen jedoch dort mit ihrer Mannschaft: Olaf Kölzig mit den Washington Capitals im Jahr 1998 (0:4 gegen die Detroit Red Wings) sowie Dany Heatley und Christoph Schubert mit den Ottawa Senators in der Saison 2006/07 (1:4 gegen die Anaheim Ducks).

Bisher wurden vier Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit in ein NHL All-Star Game gewählt. Olaf Kölzig absolvierte dabei als einziger deutscher Spieler zwei All-Star Spiele, nämlich 1998 und 2000. Uwe Krupp schaffte es ebenfalls zweimal, für ein solches Spiel nominiert zu werden, nach seiner ersten Teilnahme 1991 musste er das All-Star Game 1999 jedoch verletzungsbedingt absagen. Neben Kölzig und Krupp nahmen bisher auch Marco Sturm (1999) und Dany Heatley (2003) an einem NHL All-Star Game teil. Letzterer wurde 2008 zum zweiten Mal für das Spiel nominiert, musste seine Teilnahme allerdings wegen einer zuvor zugezogenen Verletzung absagen.

Dennis Seidenberg und Christian Ehrhoff wurden zudem für die NHL YoungStars Games 2003 beziehungsweise 2004 nominiert, ein spezielles All-Star Spiel für Rookies, das jährlich im Rahmen des NHL All-Star Games ausgetragen wird.

Bisher wurden zwei Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit bei den jährlichen NHL Awards für ihre Leistungen in der vorausgegangenen Saison ausgezeichnet. Olaf Kölzig konnte dabei mit der Vezina Trophyfür den herausragenden Torhüter der Saison im Jahr 2000 als erster Deutscher überhaupt eine Trophäe der National Hockey League gewinnen, 2006 folge die King Clancy Memorial Trophy, die an NHL-Spieler verliehen wird, die sowohl auf dem Eis als auch abseits der Eisfläche Führungsqualitäten und soziales Engagement bewiesen haben. Diese Auszeichnung erhielt er, ebenso wie den NHL Foundation Player Award für besonderes soziales Engagement im Jahr 2001, als Gründer der Stiftung „Athletes Against Autism“, die sich für die Erforschung des Autismus sowie für die Behandlung autistischer Kinder einsetzt. Zudem wurde Kölzig ins NHL First All-Star Team der Saison 1999/00 gewählt.

Dany Heatley wurde für seine erste NHL-Saison 2002 die Calder Memorial Trophy als Rookie des Jahres verliehen, außerdem wurde er ins NHL All-Rookie Team 2001/02 sowie ins NHL First All-Star Team der Saison 2006/07 gewählt. Heatley wurde zudem zum Rookie des Monats Dezember 2001 sowie am 24. Februar 2003 zum Spieler der Spieler der Woche gewählt. Der zweite Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit, der zum NHL-Rookie des Monats ernannt wurde, war Marco Sturm im November 2007.

Einziger deutscher Spieler, der bisher von einem NHL-Team zum Mannschaftskapitän gewählt wurde, war Jochen Hecht im Oktober 2007. Nach den Abgängen von Daniel Brière und Chris Drury im Sommer 2007 führten die Buffalo Sabres das Rotationsprinzip für das Kapitänsamt ein, wodurch der Deutsche der erste Spieler während der Saison war, der dieses Amt für einen Monat inne hatte. Inzwischen bekleidet Hecht bei den Sabres, wie auch Marco Sturm bei den Boston Bruins, das Amt des Alternativ-Kapitäns.

Der NHL Entry Draft ist eine jährliche Veranstaltung der NHL, bei der die Teams der Liga Rechte an verfügbaren Amateur- und Jugendspielern erwerben (to draft = einberufen, einziehen) können. In jeder Runde des Drafts hat jedes Team einen sogenannten Draftpick, das bedeutet, dass man sich die Rechte an einem Spieler pro Runde sichern kann. Wählbar sind dabei alle 18- bis 20-jährigen nordamerikanischen Amateur- und Jugendspieler, für Europäer gibt es keine Altersgrenze.

Erläuterung: Dass ein Spieler zwar in einer früheren Runde, dennoch aber an späterer Position gezogen wurde, liegt daran, dass sich die Zahl der auswählenden Teams über die Jahre hinweg vergrößert hat.

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NHL 2006/07

Logo des NHL Entry Draft

Die Saison 2006/07 war die 89. reguläre Saison der National Hockey League (NHL). Eigentlich handelte es sich bereits um die 90. Ausgabe, doch durch den kompletten Ausfall der Saison 2004/05 musste bis zum 90-jährigen Jubiläum noch eine weitere Saison gewartet werden. Das NHL All-Star Game fand, nach dem durch die Olympischen Winterspiele in Turin bedingten Ausfall in der Saison 2005/06, im American Airlines Center in Dallas im US-Bundesstaat Texas statt.

Die reguläre Saison begann am 4. Oktober 2006 mit der Partie zwischen dem amtierenden Meister, den Carolina Hurricanes, und den Buffalo Sabres und dauerte ohne Unterbrechung bis zum 8. April 2007 an. Danach folgten ab dem 11. April 2007 die Stanley Cup Playoffs, die am 6. Juni 2007 beendet waren. Der letzte Tag für mögliche Spielertransfers, die sogenannte Trade Deadline, war der 27. Februar 2007.

Den Stanley Cup gewannen erstmals die Anaheim Ducks, die in der Finalserie die Ottawa Senators mit 4–1 besiegten. Im Verlauf der Playoffs waren die hochgehandelten Buffalo Sabres und Detroit Red Wings, die ihre jeweilige Conference als beste Mannschaft abgeschlossen hatten, beide im Conference Finale an den späteren Finalisten gescheitert. Enttäuschend verlief die Saison für die Philadelphia Flyers, die das Spieljahr als mit Abstand schlechtestes Team der Liga beendeten.

Seit dem 27. Januar 2006 stand fest, dass die Mighty Ducks of Anaheim ihren Namen mit dem Start der neuen Saison in Anaheim Ducks verkürzen. Dies beinhaltete auch ein neues Logo und neue Teamfarben. Die Vorstellung fand am 22. Juni statt. Außerdem wechselten auch die Buffalo Sabres ihr Logo und die Teamfarben von silber, rot und schwarz zum traditionellen marineblau, gelb und weiß. Die Vorstellung fand am 16. September 2006 statt.

Die Salary Cap, die die Gehaltsobergrenze für alle Spieler im NHL-Kader eines Franchise darstellt, wurde auf Basis des NHL Collective Bargaining Agreement vor der Saison auf 44 Millionen US-Dollar festgelegt. Das festgesetzte Gehaltsminimum lag bei 28 Millionen US-Dollar.

Der 44. NHL Entry Draft fand am 24. Juni 2006 im General Motors Place in Vancouver, British Columbia, Kanada statt. Die Auswahlreihenfolge wurde bei einer Lotterie am 20. April 2006 festgelegt. Diese gewannen die St. Louis Blues vor den Pittsburgh Penguins und den Chicago Blackhawks.

Als ersten Pick zogen die Blues den von Experten favorisierten US-amerikanischen Verteidiger Erik Johnson. Danach wählte Pittsburgh auf dem zweiten Platz Jordan Staal, den jüngeren Bruder von Eric Staal, gefolgt von Jonathan Toews auf dem dritten Platz. Phil Kessel, lange Zeit aussichtsreichster Kandidat an der ersten Position gezogen zu werden, wurde an fünfter Stelle von den Boston Bruins ausgewählt. Als ersten Torhüter wählten die Los Angeles Kings den Kanadier Jonathan Bernier als Gesamtelften aus.

Insgesamt sicherten sich die 30 Franchises die Rechte an 213 Spielern. Den Hauptanteil mit über zwei Dritteln aller Spieler stellten die nordamerikanischen Nationen Kanada und die USA. Mit zehn US-amerikanischen Spielern wurden so viele wie noch nie in der ersten Runde des Drafts ausgewählt. Auf europäischer Seite stellte Schweden mit 8 % aller Spieler das größte Kontingent. Des Weiteren wurden vier Deutsche, drei Schweizer und zwei Österreicher gedraftet.

Im Gegensatz zum Vorjahr gab es nur kleinere Regeländerungen, wobei die größere zugelassene Biegung der Kelle des Eishockeyschlägers die bedeutendste war. Für eine Missachtung der neuen Regel wurden für die reguläre Spielzeit, die Overtime und den Shootout neue Strafmaße festgelegt. Zudem durfte das Heimteam erstmals festlegen, ob es den Shootout beginnen wollte oder das Gastteam das Recht des ersten Versuchs haben sollte. Eine weitere Änderung war die schärfere Ahndung von „Schwalben“, sogenannten Diving attempts.

Vor der Saison gab es einige interessante Transfers und Vertragsabschlüsse. So wurden die Torhüter Roberto Luongo und Andrew Raycroft von Florida zu den Vancouver Canucks bzw. von Boston zu den Toronto Maple Leafs transferiert. Brendan Shanahan verließ die Detroit Red Wings nach zehn Jahren um einen Vertrag bei den New York Rangers unterschrieben und Star-Verteidiger Chris Pronger wechselte von Edmonton zu den Anaheim Ducks. Der Schweizer Torhüter Martin Gerber, der in der vergangenen Saison mit den Carolina Hurricanes den Stanley Cup gewann, bestritt die Spielzeit bei den Ottawa Senators und Rob Blake kehrte zu seinem Ex-Team nach Los Angeles zurück. Außerdem wechselte Eric Lindros, 1995 mit 22 Jahren zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt, zu den Dallas Stars. Torwart-Oldie Ed Belfour unterschrieb mit 41 Jahren bei den Florida Panthers einen Einjahres-Vertrag. Eine große Überraschung war auch die Rückkehr von Dominik Hašek zu den Detroit Red Wings.

Am meisten diskutiert wurde der Wechsel des jungen Russen Jewgeni Malkin. Der 20-jährige Superstar des russischen Clubs Metallurg Magnitogorsk, der ein Erstrunden-Draftpick der Pittsburgh Penguins war, ging nach langen Verhandlungen zwischen den Offiziellen der National Hockey League und der russischen Superliga in seine erste NHL-Saison. Des Weiteren verpflichteten die Nashville Predators mit Jason Arnott und Jean-Pierre Dumont, der den Buffalo Sabres zu teuer geworden war, gleich zwei Topspieler und die New York Islanders statteten ihren Torhüter Rick DiPietro mit einem 67,5 Millionen US-Dollar dotierten 15-Jahresvertrag, der bis ins Jahr 2021 reicht, aus.

Während der Saison verpflichteten die Phoenix Coyotes am 29. Oktober den kanadischen Center Yanic Perreault, der bis dahin vertragslos gewesen war. Auch die Chicago Blackhawks verstärkten sich am 10. Dezember mit dem slowakischen Außenstürmer Peter Bondra, der vor Saisonbeginn kein neues Team gefunden hatte, nachdem sein Vertrag bei den Atlanta Thrashers in der Vorsaison ausgelaufen war. Der erste große Transfer vor dem Ende der Wechselfrist Ende Februar fand am 10. Februar statt. Die Boston Bruins schickten Brad Stuart, Wayne Primeau und einen Draftpick zu den Calgary Flames. Im Gegenzug erhielten sie Andrew Ference und Chuck Kobasew. Zwei Tage später gaben die Phoenix Coyotes ihren Topscorer Ladislav Nagy an die Dallas Stars ab für Mathias Tjärnqvist und einen Erstrunden-Draftpick im NHL Entry Draft 2007. Den spektakulärsten Transfer gab es am 15. Februar, als Superstar Peter Forsberg für Scottie Upshall, Ryan Parent, sowie einen Erstrunden- und einen Drittrunden-Draftpick von den Philadelphia Flyers zu den Nashville Predators transferiert wurde. Am 25. Februar wurde Keith Tkachuk von den St. Louis Blues für Glen Metropolit und vier Draftpicks zu den Atlanta Thrashers transferiert.

Richtig aktiv wurden die Teams noch einmal wenige Stunden vor dem Ende der Transferperiode am 27. Februar. So wurde Torhüter Martin Biron von den Buffalo Sabres zu den Philadelphia Flyers für einen Zweitrunden-Draftpick geschickt. Todd Bertuzzi verließ nach nur einem halben Jahr die Florida Panthers und ging zu den Detroit Red Wings und Bill Guerin wechselte zu den San Jose Sharks. Für die größte Aufregung sorgte der Transfer von Ryan Smyth von den Edmonton Oilers zu den New York Islanders wenige Minuten vor dem Transferschluss, da Smyth lange zum Team der Oilers gehört hatte und als Identifikationsfigur des Franchise galt. Insgesamt wurden in den letzten 24 Stunden über 20 Transfers durchgeführt.

Vor der Saison tauschten acht der 30 Franchises ihren Cheftrainer aus und sechs wechselten den General Manager. Davon vollzogen die New York Islanders, Boston Bruins und Los Angeles Kings auf beiden Positionen einen Wechsel. Die weiteren Trainerwechsel gab es bei den New Jersey Devils, Montréal Canadiens, Toronto Maple Leafs, Calgary Flames und Vancouver Canucks. Den General Manager tauschten die Florida Panthers, Pittsburgh Penguins und Colorado Avalanche.

Während der Saison ereignete sich die erste Kündigung auf dem Posten des Cheftrainers bereits am 22. Oktober 2006, also 18 Tage nach dem Saisonbeginn. Nach einem katastrophalen Start mit nur einem Sieg und drei Punkten aus den ersten acht Spielen, dem schlechtesten seit 17 Jahren, entließen die Philadelphia Flyers Ken Hitchcock. Zugleich erklärte GM Bobby Clarke seinen Rücktritt. Als neuer Trainer wurde John Stevens präsentiert, der bis dahin als Assistent an Hichcocks Seite gearbeitet hatte. Zum neuen General Manager wurde Paul Holmgren, zuvor Assistenz-General Manager, ernannt. Am 13. November 2006 kündigten dann die Columbus Blue Jackets ihrem Trainer Gerard Gallant den Posten. Diese bestimmten zunächst Gary Agnew zum Interimstrainer, ehe sie am 22. November Ken Hitcock als neue Person hinter der Bande präsentierten. Nur zwei Wochen nach der Entlassung Gallants entloss sich auch das Management der Chicago Blackhawks einen Trainerwechsel zu vollziehen. Trent Yawney musste für Denis Savard weichen. Als letztes Franchise im Jahr 2006 wechselten die St. Louis Blues am 11. Dezember ihren Cheftrainer aus. Auf den erfolglosen Mike Kitchen folgte Andy Murray, der zuvor unter anderem als Trainer des Team Kanada gearbeitet hatte.

Zum wohl überraschendsten Trainerwechsel der gesamten Saison kam es am 2. April 2007. Der General Manager der New Jersey Devils Lou Lamoriello entließ den erst vor Saisonbeginn verpflichteten Claude Julien. Dieser hatte zuvor problemlos die Qualifikation für die Playoffs geschafft und das Team nahe an den Gewinn der Atlantic Division geführt. Trotzdem tat dies den Ansprüchen Lamoriellos nicht genüge, und so setzte er sich selbst als neuen Cheftrainer ein, um die Mannschaft in den Playoffs zum Gewinn des Stanley Cup zu führen.

Der letzte Austausch der Saison fand auf der Position des General Managers der Phoenix Coyotes statt. Nach dem erneuten Nicht-Erreichen der Playoffs entließen die Coyotes am 11. April Michael Barnett.

Im Laufe der Saison wurden mehrere Trikotnummern von verdienten Spielern der einzelnen Teams gesperrt und unter die Hallendecken der jeweiligen Spielorte gehängt.

Am 5. Oktober 2006 sperrten die Pittsburgh Penguins Mario Lemieuxs Nummer 66 zum zweiten Mal nach dem 19. November 1997. Lemieux feierte 2000 sein Comeback, nachdem er seine Karriere bereits beendet hatte. Er führte daraufhin die Penguins in den folgenden sechs Jahren als Mannschaftskapitän und Teambesitzer in Personalunion an, musste seine Karriere, die er Anfang der neunziger Jahre mit zwei Stanley Cup-Siegen zu ihrem Höhepunkt brachte, allerdings im Februar 2006 auf Grund von Herzproblemen endgültig beenden.

Einen Monat später, am 18. November 2006, wurde die Nummer 18 zu Ehren von Serge Savard von den Montréal Canadiens gesperrt. Mit den Canadiens gewann er zwischen 1967 und 1981 acht Mal den Stanley Cup und führte das Team in den letzten zwei Jahren als Mannschaftskapitän aufs Eis. Zudem gewann der kanadische Verteidiger 1969 die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs.

Es folgte Brett Hulls Nummer 16 bei den St. Louis Blues am 5. Dezember 2006. Der drittbeste Torjäger der NHL-Geschichte spielte über zehn Jahre für das Franchise und wurde in dieser Zeit unter anderem mit der Hart Memorial Trophy als wertvollster Spieler der NHL ausgezeichnet. Drei Mal führte er die Torjägerliste der Liga an und erzielte zwei Mal 50 Tore in 50 Spielen, was zuvor nur vier weiteren Spielern gelungen war. Erst als er St. Louis verließ konnte er zwei Mal den Stanley Cup gewinnen.

Mit Beginn des Jahres 2007 wurde Steve Yzermans Nummer 19 bei den Detroit Red Wings am 2. Januar 2007 gesperrt. Yzerman war 23 Jahre lang für die Red Wings aktiv, davon 20 Jahre als Mannschaftskapitän und somit länger als jeder andere Spieler der NHL-Geschichte. Er führte das Franchise zu drei Stanley Cup-Triumphen und wurde selbst mit der Conn Smythe Trophy, dem Lester B. Pearson Award als bester Spieler der NHL und der Frank J. Selke Trophy als bester Defensiv-Stürmer ausgezeichnet. In der ewigen Scorerliste der NHL belegte bei seinem Karriereende im Sommer 2006 den sechsten Platz.

Im selben Monat wurde mit Luc Robitaille ein weiterer Spieler geehrt, der erst im vergangen Sommer seine Karriere beendet hatte. Die Los Angeles Kings sperrten die Nummer 20 des besten linken Flügelstürmers der NHL-Geschichte am 21. Januar 2007. 1986 begann er seine Karriere in Los Angeles, spielte zwischenzeitlich auch für die New York Rangers, Pittsburgh Penguins und Detroit Red Wings, mit denen er auch den Stanley Cup gewann, gehörte aber insgesamt 14 Spielzeiten dem Franchise der Kings an, wo er schließlich auch seine Karriere beendete.

Ken Drydens Nummer 29 wurde bei den Montréal Canadiens am 29. Januar 2007 gesperrt. Der kanadische Torhüter spielte zwar nur acht Jahre in der NHL, war dafür aber umso erfolgreicher. Sechs Mal gewann er den Stanley Cup, erhielt fünf Mal die Vezina Trophy als Torhüter mit den wenigsten Gegentoren und war Preisträger der Calder Memorial Trophy als bester Neuprofi und der Conn Smythe Trophy.

Mike Vernons Nummer 30 bei den Calgary Flames wurde am 6. Februar 2007 gesperrt. Vernon begann seine Karriere 1982 bei den Flames, wo er sich als Stammtorhüter etablierte und 1989 beim ersten Stanley Cup-Sieg des Franchise dabei war. Seinen zweiten Stanley Cup gewann er mit den Detroit Red Wings, wo er auch mit der Conn Smythe Trophy und der William M. Jennings Trophy ausgezeichnet wurde. Nach einigen Jahren bei den San Jose Sharks und den Florida Panthers beendete er 2002 in Calgary seine Karriere.

Die Edmonton Oilers sperrten Mark Messiers Nummer 11 am 27. Februar 2007. Der Kanadier gehörte bereits bei der ersten NHL-Saison des Franchise 1979/80 zur Mannschaft und war eine tragende Säule bei den fünf Stanley Cup-Siegen der Oilers. Messier, der in bestrittenen NHL-Spielen nur von Gordie Howe und in erzielten Punkten nur von Wayne Gretzky übertroffen wird, gewann zwei Mal die Hart Memorial Trophy und einmal die Conn Smythe Trophy und feierte mit den New York Rangers, die seine Nummer 11 bereits im Januar 2006 gesperrt hatten, einen weiteren Stanley Cup-Sieg.

Zudem ehrten die Toronto Maple Leafs am 4. Oktober 2006 die Nummern von drei ehemaligen Spielern, die aber weiterhin vergeben werden. Nach einer internen Regel des Franchise werden nur Nummern gesperrt, wenn sich der Spieler um das Team verdient gemacht hat und auf Grund eines besonderen Vorkommnisses seine Karriere beenden musste.

Die Nummer 4 von Hap Day und Red Kelly gehörte zu den geehrten Nummern. Hap Day war von 1926 bis 1937 als Verteidiger für die Maple Leafs aktiv und gewann in dieser Zeit einmal den Stanley Cup. Von 1940 bis 1950 konnte er als Trainer den Pokal noch weitere fünf Mal gewinnen. Die Ehrung der Nummer des Mitglieds der Hockey Hall of Fame geschah posthum.

Red Kelly war einer der dominierenden Verteidiger der fünfziger Jahre. Je vier Mal gewann er den Stanley Cup mit den Maple Leafs und den Detroit Red Wings, wurde einmal mit der James Norris Memorial Trophy als bester Verteidiger ausgezeichnet und erhielt vier Mal die Lady Byng Memorial Trophy für seine faire Spielweise. Wie Day ist auch er Mitglied der Hockey Hall of Fame.

Die geehrte Nummer 21 gehörte dem Schweden Börje Salming, der von 1973 bis 1989 in Toronto aktiv war. Salming war der erste europäische Spieler, der sich langfristig in der NHL etablieren konnte und wurde sechs Mal in die NHL All-Star Teams gewählt. In 1.099 Spielen stand er für die Maple Leafs auf dem Eis und wurde nach dem Ende seiner Karriere in die Hockey Hall of Fame aufgenommen.

Wie in den vorangegangenen Spielzeiten auch, stellten die Aktiven der NHL im Verlauf der Spielzeit wieder einige NHL- und persönliche Rekorde auf. Als erstem Spieler gelang Brendan Shanahan am 5. Oktober 2006 das 600. Tor seiner NHL-Karriere, womit er der erst 15 Spieler der NHL-Geschichte war, dem dies gelang. Im Verlauf der Saison knackten diese Marke zudem Jaromír Jágr am 19. November 2006 und Joe Sakic am 15. Februar 2007. Jágr und Sakic stellten zudem weitere persönliche Rekorde auf. Sakic erreichte mit einem Assist am 25. Oktober 2006 als 11. Spieler das 1500-Punkte-Plateau, ebenso Jágr am 10. Februar 2007. Der Tscheche Jágr überholte am 21. November 2006 mit zwei Treffern Jari Kurri in der Wertung des Europäers mit den meisten erzielten Toren und vier Tage später mit zwei erzielten Punkten Stan Mikita in der Wertung des Europäers mit den meisten erzielten Punkten. Auch der Finne Teppo Numminen brach einen europäischen Rekord. Am 13. November 2006 stand er zum 1252. Mal in der NHL auf dem Eis und überholte damit seinen Landsmann Jari Kurri in der Wertung des Europäers mit den meisten Spielen in der NHL. Mit Mats Sundin, zugleich der erste schwedische Spieler, am 14. Oktober 2006, Teemu Selänne am 23. November 2006, Peter Bondra und Mark Recchi beide am 26. Januar 2007 und Mike Modano am 13. März 2007 erreichten fünf Spieler in dieser Saison die 500 Tore-Marke. Modano wurde zudem vier Tage später mit seinem 503. Tor der in den Vereinigten Staaten geborene Spieler mit den meisten NHL-Toren. Die zuvorige Bestmarke hatte Joe Mullen gehalten. Joe Thornton schaffte am 5. April 2007, mit seinem 90. Saisonassist, als erst dritter Spieler in der Geschichte der NHL, nach Wayne Gretzky und Mario Lemieux, in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten 90 oder mehr Tore vorzubereiten. Den wirklich bedeutendsten Rekord brach jedoch Torhüter Martin Brodeur. Nachdem er bereits am 3. April 2007 den 33 Jahre alten Rekord von Bernie Parent, dem damals 47 Siege in einer Saison gelangen, egalisiert hatte, stellte der Kanadier zwei Tage später mit dem 48. Sieg einen neuen Rekord für Siege eines Torhüters während einer Saison auf.

Auch einige Rookies und junge Spieler stellten bedeutende neue Rekorde auf oder ein. Der Russe Jewgeni Malkin erzielte als erster Spieler, seit der ersten NHL-Saison 1917/18, in seinen ersten sechs Spielen jeweils ein Tor. Jordan Staal verbuchte am 10. Februar 2007 als jüngster Spieler der NHL-Geschichte einen Hattrick. Paul Šťastný, Sohn des bekannten Peter Šťastný, verbesserte zwischen dem 3. Februar und 17. März einen NHL-Rookierekord mit 20 aufeinanderfolgenden Spielen mit mindestens einem erzielten Punkt und der gerade einmal 19 Jahre alte Sidney Crosby gewann als jüngster Spieler die Scorerwertung. Damit ist er der jüngste Spieler überhaupt, dem dieses Kunststück in einer nordamerikanischen Profiliga gelang.

Bei den Teams blieben die Anaheim Ducks bis zum 16. Saisonspiel, am 9. November 2006, in der regulären Spielzeit unbesiegt und stellten den bisherigen Rekord der Edmonton Oilers aus dem Jahr 1984 ein. Die Oilers gewannen am 7. Januar 2007 mit einem Overtime-Sieg über die Los Angeles Kings das 1000 Spiel der Franchise-Geschichte. Einen weiteren NHL-Rekord stellten die San Jose Sharks auf. Sie bestritten zwischenzeitlich 49 Spielen in Folge, die in der regulären Spielzeit endeten und nicht in der Overtime oder im Shootout entschieden wurden. Es war die längste Serie seit Einführung der Overtime zur Saison 1983/84. Der vorherige Rekordhalter waren die Toronto Maple Leafs mit 41 Spielen in Serie in der Saison 1996/97. Für ein weiteres Novum sorgte die Colorado Avalanche, die in der regulären Saison mit 95 Punkten die Playoff-Qualifikation verpasste. Hier hielten bisher die Montréal Canadiens den Rekord mit 92 Punkten aus der Saison 1969/70.

Der Kapitän der Philadelphia Flyers, Keith Primeau, musste bereits vor Beginn der Saison am 14. September 2006 wegen der Nachwirkungen einer in der Vorsaison erlittenen Gehirnerschütterung seine Karriere beenden.

Am 11. Oktober 2006, eine Woche nach Saisonstart, gab Greg Johnson von Detroit Red Wings das Ende seiner Karriere bekannt. Johnson war erst während der Sommerpause nach Detroit gewechselt, doch im Trainingslager des Klubs diagnostizierten die Ärzte bei dem 35-jährigen, der bereits zwölf Jahre in der NHL gespielt hatte, einen angeborenen Herzfehler.

Joe Nieuwendyk hatte die Saison noch mit Florida Panthers begonnen, doch nach 15 Spielen gab er am 6. Dezember 2006 sein Karriereende wegen chronischer Rückenprobleme bekannt. Nieuwendyk gewann neben drei Stanley Cups auch Olympisches Gold mit Team Canada im Jahr 2002.

Nach dem Ausscheiden seines Teams, den Atlanta Thrashers, in der ersten Runde der Playoffs beendete der 40-jährige Scott Mellanby am 24. April 2007 nach 21 Jahren und 1431 Spielen in der NHL seine Karriere und ging damit als der Spieler mit den drittmeisten Spielen ohne Stanley-Cup-Gewinn in die Geschichte ein.

Brian Leetch, einer der besten US-amerikanischen Verteidiger aller Zeiten, beendete seine Karriere am 24. Mai 2007, vier Tage vor Beginn des Stanley Cup-Finales. Der Amerikaner hatte 18 Spielzeiten in der NHL verbracht, die gesamte Saison 2006/07 aber kein Team gefunden, das ihm einen neuen Vertrag anbot. Leetch ist der einzige in Amerika geborene Spieler, der die Conn Smythe Trophy als bester Spieler der Playoffs gewinnen konnte, nachdem er mit den New York Rangers in der Saison 1993/94 den Stanley Cup-Sieg errungen hatte.

Lange nach der Beendigung der Spielzeit, am 14. August 2007, gab mit Mike Ricci von den Phoenix Coyotes ein weiterer Spieler das Ende seiner Karriere bekannt. Ricci spielte insgesamt 16 Jahre in der NHL, konnte nach einer Nackenoperation im Sommer 2006 nie wirklich an seine vorherige Leistungsstärke anknüpfen. In der Saison 1995/96 gewann er mit der Colorado Avalanche den Stanley Cup.

Im Spiel der New York Islanders gegen den Lokalrivalen New York Rangers am 8. März 2007 schlug Islanders-Spieler Chris Simon seinen Kontrahenten Ryan Hollweg im Stile eines Baseballspielers den Schläger ins Gesicht, nachdem dieser ihn zuvor in die Bande gecheckt hatte. Drei Tage später wurde Simon für 25 Spiele (15 in der regulären Saison + 10 in den Playoffs) gesperrt. Dadurch, dass die Islanders weniger als zehn Playoff-Spiele bestritten, wurde die Sperre saisonübergreifend.

Sean Hill, Verteidiger der New York Islanders, erhielt am 20. April 2007 als erster Spieler in der NHL eine Sperre von 20 Spielen, nachdem er durch einen Test des NHL/NHLPA Performance-Enhancing Substances Program, das mit dem neuen Collective Bargaining Agreement zur Saison 2005/06 eingeführt wurde, gefallen war. Der positiv ausgefallene Test wies Spuren des anabolen Steroids Boldenon auf, welches auf der Liste der Dopingmittel steht.

Ein ähnlicher Vorfall wie beim Spiel der New York Rangers gegen die New York Islanders ereignete sich am 21. April 2007 im sechsten Spiel des Western Conference Viertelfinales zwischen den Detroit Red Wings und den Calgary Flames. Jamie McLennan, der beim Spielstand von 1:5 für die Red Wings für Miikka Kiprusoff in Tor gestellt wurde, erhielt nach einem Stockschlag gegen Detroits Johan Franzén eine Sperre von fünf Spielen.

Des Weiteren gab es mehrere kleine Vergehen, die mit einer Sperre von maximal drei Spielen geahndet wurden.

Bei Phil Kessel, Rookie der Boston Bruins, wurde am 11. Dezember 2006 Hodenkrebs diagnostiziert, woraufhin er das Team verließ, um sich einer Operation zu unterziehen. Fünf Tage später wurde die erfolgreiche Entfernung des Tumors vermeldet und Kessel kehrte daraufhin am 9. Januar 2007 zum Team zurück, um für selbiges wieder aufzulaufen.

Nachdem die Los Angeles Kings im Dezember und Januar auf der Torhüterposition vom Verletzungspech verfolgt wurden, beriefen sie am 15. Dezember zunächst den Japaner Yutaka Fukufuji in den Kader, setzten ihn jedoch vorerst nicht ein. Nach seiner zwischenzeitlichen Rückkehr ins Farmteam kehrte er am 12. Januar erneut zu den Kings zurück. Da der etatmäßige Torhüter Barry Brust in der Partie gegen die St. Louis Blues in den ersten beiden Dritteln fünf Gegentore hinnehmen musste, entschied sich Trainer Marc Crawford für einen Torwartwechsel, wodurch Fukufuji am 13. Januar der erste Japaner mit einem Einsatz in der NHL wurde. Bei seinem 20-minütigen Debüt kassierte er ein Gegentor.

Mit dem vorzeitigen Scheitern der Carolina Hurricanes und der Edmonton Oilers in der regulären Saison, nahmen zum ersten Mal in der Geschichte der NHL der Stanley-Cup-Sieger und der Finalist der Vorsaison nicht an den Playoffs teil. Das letzte Mal, dass der Titelverteidiger nicht an der Endrunde teilnahm, war in der Saison 1995/96, als die New Jersey Devils sich nicht für die Playoffs qualifizieren konnten.

Am 6. Juni bezahlten die New York Islanders den noch vier Jahre laufenden Vertrag ihres Mannschaftskapitän Alexei Jaschin aus und trennten sich von ihm. Jaschin hatte 2001 einen Zehn-Jahresvertrag über insgesamt 87,5 Millionen US-Dollar erhalten, doch zeigte in den vergangenen Jahren nicht die erhoffte Leistung. Deshalb entschied sich das Management der Islanders zu diesem Schritt. Die ausstehenden 17,63 Millionen US-Dollar müssen die Islanders in acht Jahresraten zu je 2,2 Millionen US-Dollar zahlen. Die Raten werden außerdem für die nächsten acht Spielzeiten auf der Gehaltsliste der Islanders geführt werden.

Die Pittsburgh Penguins befanden sich bereits in den neunziger Jahren in finanziellen Problemen und durch die kostspielige und veraltete Mellon Arena, das Heimstadion der Penguins, kamen weitere finanzielle Probleme hinzu. Eine Lösung schien gefunden, als die Penguins am 5. Oktober 2006 bekannt gaben, dass der Unternehmer und Milliardär Jim Balsillie eingewilligt hatte, die Mannschaft für 175 Millionen US-Dollar zu kaufen. Schon vorher gab es allerdings Gerüchte, dass Balsillie das Franchise in den Osten Kanadas umsiedeln wollte.

Am 15. Dezember 2006 zog Balsillie seine Einwilligung zum Kauf der Pittsburgh Penguins zurück, da er zu keiner Einigung um die Rahmenbedingungen der Teamübernahme mit der Ligaleitung gekommen war. Die NHL hatte gefordert, dass die Penguins in Pittsburgh bleiben sollten, womit Balsillie nicht einverstanden war. Jedoch wurde die Zukunft des Franchise in den folgenden Tagen und Wochen immer ungewisser. Angewiesen auf eine neue Eishockeyarena hoffte die Teamführung, dass die Glücksspielkette Isle of Capri Casinos eine Lizenz für den Bundesstaat Pennsylvania erhalten würde, da das Unternehmen versprochen hatte in diesem Fall eine 290 Millionen US-Dollar teure Multifunktionsarena in Pittsburgh zu bauen, und somit den Fortbestand der Penguins in Pittsburgh zu gewährleisten. Doch nur fünf Tage nachdem Jim Balsillie vom Kauf des Franchise zurücktrat, entschied der Bundesstaat Pennsylvania, dass die Glücksspielkette keine Lizenz erhalten würde. Kurz darauf erklärte Mario Lemieux, Miteigentümer der Pittsburgh Penguins, dass das Team trotz weiterer Interessenten nicht mehr zum Verkauf stünde und man Verhandlungen mit Städten beginnt, die als mögliches Ziel für eine Umsiedlung in Frage kommen würden.

Im Januar 2007 traf sich Lemieux mit Verantwortlichen der Stadt Kansas City im US-Bundesstaat Missouri und begann Verhandlungen um eine mögliche Umsiedlung der Penguins dorthin. Kansas City verfügte mit dem Sprint Center über eine neue Multifunktionsarena, die das Team mietfrei hätte nutzen können. Parallel bemühte sich die Führung der Penguins aber auch mit den Verantwortlichen der Stadt Pittsburgh und des Bundesstaates Pennsylvania einen Plan zur Finanzierung einer neuen Arena auszuarbeiten. Nachdem diese Verhandlungen zwischenzeitlich abgebrochen wurden und ein Umzug nach Kansas City immer wahrscheinlicher wurde, konnte am 13. März 2007 doch eine Einigung über einen Finanzierungsplan für eine neue Arena erreicht werden. Die Vereinbarung garantiert einen Verbleib der Penguins in Pittsburgh für mindestens 30 Jahre und die Fertigstellung des neuen Heimstadions während der Saison 2010/11.

Die Mannschaften konnten nach dem Abschluss der regulären Saison ein Rekordergebnis bei den Zuschauerzahlen verzeichnen. Insgesamt kamen 20.861.787 Zuschauer zu den 1.230 Spielen, wodurch eine Auslastung der Arenen von 91,7 Prozent erreicht wurde. Der Spitzenreiter bei den Besucherzahlen waren die Montréal Canadiens, die in jedem ihrer 41 Heimspiele das 21.273 Zuschauer fassende Centre Bell füllen konnten. Dahinter folgten die Detroit Red Wings, deren 20.066 Plätze in der Joe Louis Arena ebenfalls in jedem Spiel besetzt waren. Dadurch stellten sie einen Rekord auf, da die Joe Louis Arena seit dem 10. Dezember 1996 und somit in 452 aufeinanderfolgenden Spielen inklusive Playoffs ausverkauft war. Insgesamt erreichten 16 der 30 Mannschaften eine Auslastung der Kapazität von mindestens 97 Prozent.

Bei den Einschaltquoten musste der Eishockeysport allerdings, zumindest in den Vereinigten Staaten, Rückschläge einstecken, sodass er bei den Mannschaftssportarten weiterhin deutlich hinter Baseball, American Football und Basketball rangierte. Besonders betroffen waren davon die Fernsehsender NBC und Versus, die die Rechte für die Live-Übertragung in den gesamten USA hielten. Die Durchschnittsquoten von NHL on NBC gingen im Vergleich zur Vorsaison leicht zurück. Während zu den Übertragungen im Spieljahr 2005/06 im Schnitt 1,1 Prozent aller US-amerikanischen Haushalte einschalteten, waren es in der Saison 2006/07 nur 1,0 Prozent. Vor allem während der Übertragung der Finalspiele 3 bis 5 um den Stanley Cup machte sich der Quotenrückgang deutlich, da die Quoten um 20 Prozent niedriger waren als im Vorjahr und somit einen Negativrekord darstellten. Die Quoten des Kabelsenders Versus hingegen konnten, nach den negativen Prognosen wegen des Lockout in der Saison 2004/05, als Erfolg angesehen werden. Konnte ESPN, die bis 2004 die Kabelrechte für NHL-Spiele hielten, in der Saison 2003/04 im Durchschnitt 209.000 Zuschauer vor den Bildschirm locken, so waren es in dieser Saison beim aktuellen Rechtehalter Versus 216.000 Zuschauer.

Mit dem Blick auf andere Sportarten konnten diese Zahlen trotzdem nicht als großer Erfolg gewertet werden. In der Quotenrangliste von Sportübertragungen der Woche vom 16. bis zum 24. April in der New York Metro Area konnte das von NBC übertragene Samstag-Spiel der NHL-Playoffs zwischen den New York Rangers und den Atlanta Thrashers nur den zwölften Platz, mit 1,9 Prozent Marktanteil, erreichen. Besser platziert waren Übertragungen von Poker, Basketball, NASCAR, Golf, Baseball und sogar Wrestling.

Bei den regionalen Fernsehanstalten zeigte sich ein gemischtes Bild nach den ersten Monaten der Saison. Die Chicago Blackhawks kristallisierten sich als einer der Gewinner auf dem TV-Markt heraus, als ihr lokaler TV-Sender CSN Chicago mit den Übertragungen bessere Quoten erreichte als erwartet. Bedingt durch die Jungstars Sidney Crosby, Jewgeni Malkin und Jordan Staal konnte FSN Pittsburgh bei den Einschaltquoten zu den Übertragungen der Pittsburgh Penguins sogar um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen, doch gehörte damit allerdings zu den Ausnahmen auf dem US-amerikanischen Markt. FSN Florida erwartete für die Florida Panthers eine Einschaltquote von einem Prozent, doch die Erwartungen wurden um 77 Prozent unterschritten. Der regionale TV-Partner SportSouth der Atlanta Thrashers verfehlte die erwarteten Einschaltquoten um 70 Prozent, die nur bei 0,1 Prozent lagen und FSN New York verbuchte für die New York Islanders sogar einen noch niedrigeren Wert. Selbst die Detroit Red Wings, die in einem der lukrativsten Eishockeymärkte der USA beheimatet sind, mussten Verluste von fast 50 Prozent im Vergleich zur Vorsaison hinnehmen. Dieser Rückgang stand jedoch zum Teil im Zusammenhang mit dem plötzlichen Aufschwung des Baseballteams der Detroit Tigers aus der MLB, die nach über zehn Jahren ohne nennenswerte Erfolge sich in der Saison 2006 stark verbesserten und bis ins Finale der World Series vordrungen.

Der Stellenwert des Eishockeys in den Vereinigten Staaten wurde während eines Playoff-Spiels zwischen den Buffalo Sabres und den Ottawa Senators deutlich. Nach 60 Minuten stand es Unentschieden und das Spiel ging in die Verlängerung, doch statt das restliche Spiel weiterhin zu zeigen, begann NBC mit der Vorberichterstattung des Preakness Stakes, einem Pferderennen. Die Zuschauer wurden daraufhin auf den Kabelsender Versus verwiesen, den jedoch nur 62,5 Prozent aller Haushalte empfangen konnten. Nur für die Zuschauer im TV-Markt der Buffalo Sabres übertrug NBC das Spiel weiter.

In Kanada hingegen erfreute sich die Übertragung der NHL-Spiele, wie in den Vorjahren, großer Beliebtheit und Eishockey behielt seinen Ruf als populärste Mannschaftssportart. Die Sendung Hockey Night in Canada war das Flaggschiff des Fernsehsenders CBC und konnte sich fast in jeder Woche unter den zehn Sendungen mit den höchsten Einschaltquoten präsentieren. In der Woche vom 4. bis zum 10. April hatte die Übertragung des Stanley Cup-Finale sogar die Spitzenposition inne. Der Kabelsender TSN konnte auch positive Zahlen verbuchen, obwohl sie hauptsächlich Spiele von US-amerikanischen Mannschaften übertrugen und somit die für das kanadische Publikum weniger interessanten. Zu Beginn der Playoffs konnten sie bereits eine um 20 Prozent bessere Einschaltquote verzeichnen als im Vorjahr.

Im Großteil Europas wurden Spiele der NHL über den Sender NASN live und zeitversetzt übertragen. NASN verwendete dabei die komplette Berichterstattung der Sender CBC, TSN, Versus und FSN. Zudem zeigte in Großbritannien der Sender Five NHL-Partien. Als in der zweiten Runde der Playoffs mit den New York Rangers und den Buffalo Sabres zwei Mannschaften mit je einem österreichischen Spieler aufeinander trafen, erwarb der öffentliche Österreichische Rundfunk (ORF) kurzfristig die Übertragungsrechte für die Serie. Der ORF führte die Live-Berichterstattung auch im Finale der Eastern Conference zwischen den Ottawa Senators und den Buffalo Sabres mit dem Österreicher Thomas Vanek fort und übertrug auch das Stanley Cup-Finale ohne Beteiligung eines österreichischen Spielers.

Die 30 NHL-Teams sind in zwei Conferences, die Eastern und die Western Conference, zu je 15 Teams aufgeteilt. Die beiden Conferences sind in weitere je drei Divisions mit je fünf Teams aufgesplittet, die in etwa in der gleichen Landesregion liegen.

Insgesamt bestreitet jedes Team im Verlauf der regulären Saison 82 Saisonspiele, davon 41 auf heimischen Eis und 41 auf dem des gegnerischen Teams. Im Gegensatz zu der in Europa gängigen Methode gegen jede Mannschaft gleich viele Spiele im Saisonverlauf zu bestreiten, treten die Teams der NHL unterschiedlich oft gegeneinander an. So spielen Mannschaften, die derselben Division angehören, im Verlauf der Saison acht mal gegeneinander. Mannschaften, die in der gleichen Conference, jedoch nicht in der gleichen Division ansässig sind, spielen viermal gegeneinander. Gegen Teams der gegnerischen Conference bestreitet jedes Team insgesamt zehn Spiele, was dazu führt, dass ein Team trotz eines 82 Spiele umfassenden Spielplans gegen fünf Teams überhaupt keine Spiele bestreitet. Die zehn Spiele teilen sich in je fünf Heimspiele, die komplett gegen Mannschaften aus einer Division ausgetragen werden, sowie fünf Auswärtsspiele, die ebenfalls gegen eine weitere Division ausgespielt werden.

Am Ende der regulären Saison qualifizieren sich aus jeder Conference die drei Divisionssieger, sowie die fünf weiteren punktbesten Teams der Conference für die Playoffs, die im Anschluss an die reguläre Saison stattfinden und im K.O.-System ausgetragen werden. Das punktbeste Team der Saison wird mit der Presidents' Trophy ausgezeichnet.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt eine fünfminütige Overtime, die mit jeweils vier statt der regulären fünf Feldspieler pro Mannschaft ausgetragen wird. Steht auch nach der Overtime kein Sieger fest, kommt es zum Shootout zwischen den Teams bis ein Sieger gefunden ist.

Bei Punktgleichheit zwischen zwei oder mehreren Teams zählt zunächst die größere Anzahl an gewonnenen Spielen, danach der direkte Vergleich zwischen den Teams und letztendlich die bessere Tordifferenz über die gesamte Saison gesehen.

Der Titelverteidiger Carolina Hurricanes begann die Saison mit einem klassischen Fehlstart und konnte keines der ersten vier Spiele gewinnen. Die Buffalo Sabres hingegen präsentierten sich gleich zu Beginn in einer sehr guten Form und stellten mit zehn Siegen in Folge den 14 Jahre alten Startrekord der Toronto Maple Leafs ein. Erst im elften und damit auch letzten Spiel des Monats kassierten sie ihre erste Niederlage, diese allerdings erst im Shootout, sodass die Sabres im gesamten Monat Oktober nach der regulären Spielzeit ungeschlagen blieben. Das gleiche gelang auch den Anaheim Ducks, die in ihren ersten zwölf Spielen der Saison zwar drei Spiel verloren, allerdings nur nach Verlängerung oder Shootout. Den schlechtesten Start in die Saison erwischten die Phoenix Coyotes um ihren Trainer Wayne Gretzky, die neun ihrer ersten zwölf Spiele verloren. Sie verstärkten sich am Monatsende mit dem bis dahin vertragslosen Free Agent Yanic Perreault. Nicht viel besser gelang der Beginn der neuen Spielzeit den Philadelphia Flyers. Nachdem sie nur eins der ersten acht Spielen gewonnen hatten, entließen sie Trainer Ken Hitchcock und General Manager Bobby Clarke trat von seinen Ämtern zurück. Zu den Frühstartern unter den Spielern gehörte Martin Havlát von den Chicago Blackhawks, der nach sieben Spielen bereits 13 Punkte verbucht hatte. Ähnlich stark präsentierte sich Marián Hossa von den Atlanta Thrashers. Havlát verletzte sich jedoch am 21. Oktober und konnte seine Serie vorerst nicht mehr fortsetzten. Er kehrte erst Anfang Dezember in den Kader der Blackhawks zurück.

Zum Spieler des Monats wurde Ryan Miller, der Torhüter der Buffalo Sabres, gewählt. Er war den gesamten Monat in insgesamt neun Partien, die er bestritten hatte, in der regulären Spielzeit ungeschlagen geblieben. Die Auszeichnung zum Rookie des Monats erhielt Jewgeni Malkin von den Pittsburgh Penguins, dem in seinen ersten fünf NHL-Partien jeweils ein Tor gelang.

Die Anaheim Ducks konnten an ihre gute Leistung aus dem Vormonat anknüpfen und eroberten die Spitzenposition in der Liga vor den Buffalo Sabres. Mit den San Jose Sharks spielte ein weiteres kalifornisches Team einen sehr erfolgreichen Monat. Von ihren 13 Spielen konnten sie zehn gewinnen. Die Columbus Blue Jackets hingegen, die bereits zu Saisonbeginn schwächelten, steckten in einer Krise, die zur Entlassung von Trainer Gerard Gallant führte, der nur elf Punkte aus 15 Spielen holen konnte. Die personelle Änderung zeigte jedoch vorerst keine Wirkung, und in den restlichen acht Spielen im Monat November gewannen sie nur ein Spiel und verloren sieben. Auch die Chicago Blackhawks wechselten zwei Wochen später ihren Cheftrainer Trent Yawney aus, nachdem er die in in gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnte. Jaromír Jágr von den New York Rangers konnte mit zwölf Toren und 25 Assists aus 25 Spielen die Führung in der Wertung des besten Scorer vor Marián Hossa von den Atlanta Thrashers erobern, der auf 35 Punkte kam.

Am 15. November wurde zum ersten Mal der Mark Messier Leadership Award verliehen. Gemeinsam mit dem ehemaligen NHL-Spieler Mark Messier führte die NHL diese Trophäe ein, die während der Saison fünf Mal an den besten Führungsspieler des Monats verliehen wird und zum Saisonende an den besten Führungsspieler der Saison. Der erste Preisträger dieser neuen Auszeichnung war Brendan Shanahan von den New York Rangers.

Als Spieler des Monats zeichnete die Liga Anaheims finnischen Stürmer Teemu Selänne aus, der sein Team an die Ligaspitze geführt hatte und mit 23 Punkten im November die meisten aller Spieler gesammelt hatte. Zum Rookie des Monats wurde, wie bereits im Oktober, Jewgeni Malkin gewählt.

Die Detroit Red Wings präsentierten sich als das stärkste Team des Monats und gewannen elf ihrer 15 Spiele. Die Columbus Blue Jackets konnten sich nach ihrem Trainerwechsel im November von ihrer Krise erholen und präsentierten sich vor allem in den ersten zwei Wochen des Monats mit einer fünf Spiele andauernden Siegesserie in guter Form. Die Buffalo Sabres bewiesen weiterhin, dass sie konstant auf hohen Niveau spielen konnten und behielten die Spitzenposition im Osten. Zur Tabellenführung in der gesamten NHL reichte es aber trotz einer kleinen Schwächeperiode der Anaheim Ducks nicht, die den ersten Platz weiterhin verteidigten. Der Stanley Cup-Finalist der Vorsaison, die Edmonton Oilers, mussten nach einem soliden Saisonbeginn ihre erste Schwächphase erleben. Nachdem sie noch zu Beginn des Dezember drei Siege verbuchen konnten, verloren sie acht der zehn darauffolgenden Spiele. Dadurch rutschten die fünf Teams der Northwest Division Mitte des Monats in der Tabelle bis auf zwei Punkte aneinander. Die schwächste Mannschaft der Liga blieben weiterhin die Philadelphia Flyers, die zehn Niederlagen in Folge hinnehmen mussten. Die St. Louis Blues zogen die Konsequenzen aus ihrer sportlichen Talfahrt und entließen Cheftrainer Mike Kitchen. Inkonstant präsentierten sich die New York Rangers, als auf eine fünf Spiele andauernde Siegesserie sieben Niederlagen folgten.

Im Kampf um den Titel als bester Scorer überholte Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins den bis dahin führenden Jaromír Jágr. Crosby erzielte in vier aufeinanderfolgenden Partien 14 Punkte, wobei der Höhepunkt der 8:4-Sieg gegen die Philadelphia Flyers am 13. Dezember war, als er ein Tor erzielte, fünf weitere vorbereitete und dadurch die Führung in der Scorerliste übernahm.

Für herausragende Leistungen sorgte im Dezember Torhüter Martin Brodeur von den New Jersey Devils. Am 8. Dezember feierte er mit einem Erfolg über die Philadelphia Flyers seinen 462. Sieg seiner NHL-Karriere und rückte damit in der ewigen Bestenliste auf den zweiten Rang. Am 26. Dezember gelang ihm zudem sein 85. Karriere-Shutout, was in der NHL-Geschichte zuvor nur Terry Sawchuk und George Hainsworth gelungen war.

Die Ehren zum Spieler des Monats wurden Jarome Iginla von den Calgary Flames zu teil, der mit 26 Punkten die meisten Punkte aller Spieler im Dezember sammelte, und der Pole Wojtek Wolski von der Colorado Avalanche erhielt die Auszeichnung zum Rookie des Monats.

Im Januar eroberten die Nashville Predators erstmals den ersten Platz in der Liga. Mit zehn Siegen in 13 Spielen waren sie das stärkste Team des Monats und überholten sowohl die Anaheim Ducks als auch die Buffalo Sabres, die beide Schwächen zeigten. Von der Schwäche der Sabres profitierten vor allem die New Jersey Devils, die den Abstand in der Eastern Conference deutlich verringern konnten. Der Kampf um die Tabellenführung in der Northwest Division gestaltete sich weiterhin eng, allerdings hatten die Edmonton Oilers und die Colorado Avalanche leicht den Anschluss verloren. Am Tabellenende der NHL standen weiterhin die Philadelphia Flyers, die nur zwei ihrer zwölf Spiele gewannen. Mit derselben Ausbeute an Siegen mussten sich auch die Chicago Blackhawks begnügen, die im Vormonat nach dem Trainerwechsel noch zu den stärksten Mannschaften gehört hatten. Auch die Boston Bruins und die Los Angeles Kings befanden sich in einer Krise.

Dany Heatley, der mit seiner Leistung maßgeblich zum Aufschwung der Ottawa Senators beigetragen hatte, erhielt die Auszeichnung zum Spieler des Monats. Zum Rookie des Monats wurde Ryane Clowe von den San Jose Sharks gewählt, der sich nach Verletzungen zu Saisonbeginn in Form gespielt hatte.

Das 55. NHL All-Star Game fand am 24. Januar 2007 im American Airlines Center in Dallas, Texas statt. Im Rahmen der Veranstaltung gab es an den Tagen zuvor mehrere Wettbewerbe und offizielle Termine, wie das YoungStars Game, die SuperSkills Competition und die Präsentation der von Reebok neu entwickelten Trikots, die aber der Saison 2007/08 getragen werden.

Das All-Star Game, für das die besten Spieler der Mannschaften der Eastern und Western Conference von den Fans und den All-Star Trainern Lindy Ruff und Randy Carlyle ausgewählt wurden, bildete den Höhepunkt. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel zwischen den beiden Mannschaften, die von Brendan Shanahan und Joe Sakic angeführt wurden, verschaffte sich das All-Star Team der Western Conference im zweiten Drittel einen deutlichen Vorsprung. Im letzten Drittel konnte die Mannschaft der Eastern Conference nicht mehr verkürzen und verlor das Spiel schließlich mit 9:12 Toren. Trotzdem wurde mit Daniel Brière ein Spieler der unterlegenen Mannschaft als All-Star Game MVP ausgezeichnet, da er ein Tor selbst erzielt und drei weitere vorbereitet hatte. Enttäuschend verlief die Begegnung hingegen für die Superstars Joe Thornton und Sidney Crosby, die weder ein Tor noch einen Assist für sich verbuchen konnten.

Im Februar eroberten die Buffalo Sabres die Führung in der NHL zurück. Die Tampa Bay Lightning gehörten zu den besten Teams des Monats mit neun Siegen in 13 Spielen und konnten somit in der Southeast Division den Rückstand von anfangs zehn Punkten auf die Atlanta Thrashers bis zum Monatsende in einen Zwei-Punkte-Vorsprung umwandeln. Während Tampa Bay sich in einer Hochphase befand, konnte Atlanta nur drei von zwölf Spielen gewinnen. Rückschläge im Kampf um die Playoff-Plätze mussten unter anderem die New York Rangers und Montréal Canadiens hinnehmen, die New York Islanders hingegen konnten mit neun Siegen ihre Position in den Playoff-Rängen festigen. In der Northeast Division mussten die Colorado Avalanche und Edmonton Oilers Rückschläge hinnehmen, da der Rückstand zu den drei vor ihnen platzierten Mannschaften immer größer und auch der Rückstand auf die Playoff-Positionen in der Western Conference immer weiter anwuchs. Für die Pittsburgh Penguins ging Mitte Februar eine über einen Monat andauernde Erfolgsserie zu Ende, als sie nach 16 Spielen erstmals wieder nach 60 Minuten verloren. Während den 16 Spielen konnten sie 14 Siege verbuchen und unterlagen lediglich einmal nach Verlängerung und einmal im Penaltyschießen.

Am 2. Februar besuchte die Mannschaft des amtierenden Stanley Cup-Siegers Carolina Hurricanes das Weiße Haus in Washington und traf dort US-Präsident George W. Bush.

Für Aufsehen sorgte ein Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Ottawa Senators am 22. Februar. Nach einem harten Check von Ottawas Chris Neil gegen Buffalos Stürmerstar Chris Drury, der daraufhin verletzt das Eis verlassen musste, entwickelte sich wenig später eine Massenschlägerei zwischen der besten Reihe der Senators und den härtesten Spielern der Sabres in die auch die beiden Torhüter Martin Biron und Ray Emery verwickelt waren. Beide wurden daraufhin vom Spiel ausgeschlossen. Insgesamt wurden an die beteiligten Spieler 102 Strafminuten ausgesprochen und Buffalos Trainer Lindy Ruff musste eine Strafe in Höhe von 10.000 US-Dollar zahlen, da die Ligaleitung der Meinung war, dass er seine Spieler zu der Racheaktion animiert hatte.

Zu den Höhepunkten des Monats gehörte auch das Ende der Transferperiode am 27. Februar. In den letzten Stunden wurde viele Transfers zwischen den Mannschaften durchgeführt. Der wohl spektakulärste Transfer fand wenige Minuten vor dem Transferschluss statt, als Ryan Smyth, das „Gesicht“ und Top-Scorer der Edmonton Oilers, zu den New York Islanders transferiert wurde.

Detroits Henrik Zetterberg, der im Verlauf des Monats zweimal zum Spieler der Woche gekürt worden war, wurde als Spieler des Monats benannt. Er hatte im Verlauf des Monats 25 Punkte verbucht und dabei fünf spielentscheidende Tore erzielt. Nach Wojtek Wolski im Dezember erhielt mit Paul Šťastný ein weiterer Rookie der Colorado Avalanche die Auszeichnung zum Rookie des Monats.

Im März verteidigten die Buffalo Sabres weiterhin die Führung in der NHL, jedoch betrug der Vorsprung auf die Anaheim Ducks und die Detroit Red Wings nur einen Punkt und auf die Nashville Predators zwei Punkte. Als bestes Team des Monats präsentierten sich die Pittsburgh Penguins, die mit zwölf Siegen aus 17 Spielen die Führung in der Atlantic Division übernahmen. In der Western Conference fielen im Laufe des Monats mehrere Vorentscheidungen im Kampf um die Playoff-Plätze. Während sich sieben Mannschaften schon für die Playoffs qualifizieren konnten, durften sich sechs Teams schon keine Hoffnungen mehr machen und nur noch die Calgary Flames und die Colorado Avalanche kämpften um den letzten verbliebenen Qualifikationsplatz. Colorado lag zum Ende des Monats zwar mit sieben Punkten zurück, doch es existierte noch eine kleine Chance, besonders da sie zwei ihrer letzten vier Saisonspiele im April gegen den direkten Konkurrenten aus Calgary absolvieren mussten. In der Eastern Conference schwanden immer mehr die Hoffnungen von Titelverteidiger Carolina Hurricanes auf eine Teilnahme an den Playoffs, während sich im Kampf um die letzten drei Playoff-Plätze im Osten ein Fünfkampf zwischen den Toronto Maple Leafs, Tampa Bay Lightning, Montréal Canadiens, New York Rangers und New York Islanders anbahnte, wobei die Islanders mit den wenigsten Punkten der fünf Mannschaften die schlechtesten Chancen hatten. Einen ganz bitteren Monat mussten die Edmonton Oilers erleben, als sie nur eins von 14 Spielen gewinnen konnten.

Joe Thornton von den San Jose Sharks sorgte dafür, dass es im Kampf um den Titel des besten Scorer noch einmal spannend wurde, als er am 24. März mit einem Tor und einem Assist bis auf vier Punkte an den Führenden Sidney Crosby heran kam. Doch Crosby konnte seinen Vorsprung in den letzten vier Spielen des Monats wieder auf zwölf Punkte ausbauen. Ein weiterer Spieler der San Jose Sharks konnte im März ebenfalls durch eine besondere Leistung auf sich aufmerksam machen. Torhüter Jewgeni Nabokow schaffte innerhalb von vier Spielen drei Shutouts, was keinem anderen Torhüter im Saisonverlauf gelang.

Die letzte monatliche Auszeichnung zum Spieler des Monats erhielt Colorados Torhüter Peter Budaj, der in zwölf Spielen zehn Siege feiern konnte und nur zwei Niederlagen nach Verlängerung einstecken musste. Buffalos Stürmer Drew Stafford wurde zum Rookie des Monats benannt, da er in 15 Spielen neun Tore erzielen konnte.

Die Buffalo Sabres sicherten sich am 7. April mit einem Sieg im vorletzten Spiel über die Washington Capitals zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Presidents' Trophy als bestes Team der regulären Saison mit 113 Punkten. Den ersten Platz in der Western Conference belegten die Detroit Red Wings, die zwar ebenso viele Punkte wie Buffalo erzielen konnten, dabei aber weniger Siege einfuhren. Obwohl die Calgary Flames alle vier Spiele im April verloren, konnte die Colorado Avalanche im Kampf um den letzten Playoff-Platz im Westen nicht mehr an ihnen vorbei ziehen. In der Eastern Conference sollte die Entscheidung um den letzten Platz für die Qualifikation zwischen den Montréal Canadiens, Toronto Maple Leafs und New York Islanders fallen. Die Maple Leafs mussten gleich gegen beide Konkurrenten in ihren letzten zwei Saisonspielen antreten und hätten sie im ersten Spiel bereits die New York Islanders geschlagen, hätte das US-amerikanische Team bereits jegliche Hoffnung auf die Qualifikation begraben können. Die Islanders gewannen das Spiel und die Maple Leafs waren dadurch gezwungen gegen die Montréal Canadiens zu gewinnen. In einer kämpferischen Partie ging Toronto mit 3:1 in Führung, aber die Canadiens drehten das Spiel in ein 3:5. Am Ende konnten aber doch die Maple Leafs jubeln, die das Spiel mit 6:5 gewannen. Toronto musste nun hoffen, dass die New York Islanders ihr letztes Spiel gegen die New Jersey Devils verlieren, doch dazu kam es nicht. Zwar mussten die Islanders einen herben Rückschlag einstecken, als die Devils eine Sekunde vor Schluss den schon sicher geglaubten Sieg der Islanders verhinderten und das 2:2 erzielten, doch im Shootout siegten schließlich die Islanders und zogen damit in die Playoffs ein. Die Atlanta Thrashers feierten eine Premiere, da sie sich erstmals für die Playoffs qualifizierten und die Southeast Division gewannen.

Für eine Überraschung sorgten die New Jersey Devils, als sie am 2. April Cheftrainer Claude Julien entließen. Julien war in seiner ersten Saison bei den Devils und hatte aus 79 Spielen 47 Siege erreicht, wodurch sie die Atlantic Division anführten. Sein Nachfolger wurde General Manager Lou Lamoriello.

Besonders stark präsentierte sich in den letzten vier Saisonspielen noch einmal Joe Thornton, der neun Scorerpunkte erzielte und somit seinen zweiten Platz in der Rangliste der besten Scorer sichern konnte.

Als bestes Heimteam beendeten die Detroit Red Wings die Spielzeit. Von ihren 41 Heimspielen gewannen sie 29, lediglich viermal verloren sie in der regulären Spielzeit, sowie achtmal in der Overtime oder im Shootout. Insgesamt errangen sie 66 ihrer 113 Punkte zu Hause. Mit der besten Auswärtsbilanz gingen die Buffalo Sabres in die Playoff-Phase. Sie hatten 54 Punkte in den fremden Arenen gesammelt und insgesamt 25 Spiele gewonnen. Die meisten Auswärtssiege mit 26 feierten jedoch die San Jose Sharks.

Zu den Gewinnern des Spieljahres zählten die Pittsburgh Penguins, die sich mit Hilfe ihres „Baby-Sturms“ im Vergleich zum Vorjahr um 47 Punkte steigern konnten, was die viertgrößte Verbesserung in der NHL-Geschichte war. Auch die Atlanta Thrashers überraschten mit dem Gewinn der Southeast Division und der ersten Qualifikation für die Playoffs in der Franchise-Geschichte. Dabei konnten sie sogar die beiden Ex-Champions aus Carolina und Tampa Bay hinter sich lassen. Für eine weitere Überraschung sorgten die Vancouver Canucks, die sich in der starken Western Conference im Schatten der großen Teams den Gewinn der Northwest Division sichern konnten, nachdem sie im letzten Jahr den Einzug in die Playoffs noch knapp verpasst hatten. Auf der Verliererseite stachen vor allem die Philadelphia Flyers hervor, die sich um 45 Punkte verschlechterten und das Ligaschlusslicht darstellten. Ebenfalls enttäuschend verlief das Jahr für die Carolina Hurricanes, Montréal Canadiens, Toronto Maple Leafs und Edmonton Oilers, die allesamt die Playoffqualifikation und damit das Saisonminimalziel verpassten.

Der erst 19-jährige Sidney Crosby übernahm am 13. Dezember 2006 nach einem 6-Punkte-Spiel gegen die Philadelphia Flyers die Führung in der Scorerwertung und gab sie bis zum Ende der regulären Saison nicht mehr ab, womit er sich als jüngster Spieler in der NHL-Geschichte die Art Ross Trophy sicherte. Im Laufe der Saison baute er seinen Vorsprung kontinuierlich auf Tampas Duo Vincent Lecavalier und Martin St. Louis langsam aus. Die zuvor Führenden Marián Hossa und Jaromír Jágr fielen hingegen leicht zurück. In der zweiten Saisonhälfte startete der titelverteidigende Joe Thornton eine furiose Aufholjagd und verpasste den erneuten Gewinn der Art Ross Trophy um sechs Punkte.

Crosby beendete die Saison mit insgesamt 120 Punkten, Vincent Lecavalier erhielt die Maurice 'Rocket' Richard Trophy für seine ligaanführenden 52 Tore und Thornton bereitete mit einer Anzahl von 92 die meisten Tore vor.

Bei den Verteidigern lag der Kanadier Scott Niedermayer mit 69 Punkten vorne. Zudem führte er die Verteidigerstatistik auch mit seinen 54 Torvorbereitungen gemeinsam mit Sergei Gontschar an. Die meisten Tore erzielte Sheldon Souray von den Montréal Canadiens mit 26, deutlich vor Dan Boyle mit 20.

Bei den Torhütern sah es lange Zeit nach einem Duell zwischen den erfahrenen Dominik Hašek und Martin Brodeur aus, die sich lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Erst als Niklas Bäckström gegen Ende der Saison den Stammtorhüterposten bei den Minnesota Wild übernahm, setzte er sich an die Spitze der Wertung für den geringsten Gegentorschnitt und die höchste Fangquote.

Bäckström gewann am Ende der regulären Saison der Roger Crozier Saving Grace Award für die höchste Fangquote, und gemeinsam mit seinem Teamkollegen Manny Fernandez sicherte er den Wild die William M. Jennings Trophy für die wenigsten Gegentore der gesamten Liga.

Für die bedeutendste Torhüter-Trophäe, die Vezina Trophy, waren mit Martin Brodeur, der mit insgesamt 48 Siegen einen neuen NHL-Rekord aufstellte, Miikka Kiprusoff, Henrik Lundqvist und Roberto Luongo erstmals vier Torhüter nominiert. Brodeur setzte sich am Ende gegen die drei Konkurrenten durch und erhielt zum dritten Mal die Auszeichnung.

Auch bei den Rookies gewann mit Jewgeni Malkin ein Spieler der Pittsburgh Penguins die Scorerwertung. Malkin, der nach langem Querelen zwischen der NHL und seinem Ex-Team, dem HK Metallurg Magnitogorsk, endlich in der NHL spielen konnte, setzte sich frühzeitig an die Spitze der Wertung. Paul Šťastný verbesserte zwischen dem 3. Februar und 17. März einen NHL-Rookierekord mit 20 aufeinanderfolgenden Spielen mit mindestens einem erzielten Punkt und belegte letztendlich den zweiten Platz.

Weitere erwähnenswerte Rookies waren Jordan Staal, ebenfalls aus Pittsburgh, der als jüngster Spieler in der NHL-Geschichte einen Hattrick erzielte und zudem mit sieben Unterzahl-Toren einen weiteren Rookierekord aufstellte. Anže Kopitar, der erste Slowene in der NHL, präsentierte sich mit 61 Punkten in seiner ersten Saison als hoffnungsvolles Talent. Bei den Verteidigern machte der 19-jährige Marc-Édouard Vlasic von den San Jose Sharks mit seiner abgeklärten Spielweise auf sich aufmerksam und hatte von allen Rookies die meiste Eiszeit.

Jewgeni Malkin gewann die Calder Memorial Trophy als bester Rookie. Nominiert waren neben Malkin sein Teamkamerad Jordan Staal und Paul Šťastný von der Colorado Avalanche.

Nachdem sich aus jeder Conference die drei Divisionssieger, sowie die fünf weiteren punktbesten Teams der Conference qualifiziert haben, starten die im K.O.-System ausgetragenen Playoffs. Die Divisionssieger sind absteigend nach ihrer aus der regulären Saison erzielten Punktanzahl absteigend an die Positionen 1 bis 3 gesetzt. Auf den Positionen 4 bis 8 folgen die weiteren Teams, wobei es durchaus möglich ist, dass eines oder mehrere Teams mehr Punkte als einer der Divisionssieger erzielt hat.

Jede Conference spielt in der Folge in den Conference Quarterfinals (dt. Conference Viertelfinale), Conference Semifinals (dt. Conference Halbfinale) und im Conference Final (dt. Conference Finale) ihren Sieger aus, der dann im Finale um den Stanley Cup antritt. Dabei trifft die auf der Setzliste am höchsten befindliche Mannschaft immer auf die niedrigst gesetzte. Alle Serien jeder Runde werden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das höher gesetzte Team hat dabei die ersten beiden Spiele Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höhergesetzte Mannschaft in Spiel 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger des Eastern Conference Finals wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger des Western Conference Finals mit der Clarence S. Campbell Bowl.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wird. Die Drittel dauern weiterhin 20 Minuten und es wird so lange gespielt bis ein Team das erste Tor schießt.

Die Serie gestaltete sich offener als erwartet und die New York Islanders konnten den Buffalo Sabres phasenweise Paroli bieten. Am Ende scheiterten sie jedoch an den souveräner spielenden Sabres.

Johan Holmqvist, Torhüter von Tampa Bay, spielte im ersten Spiel sehr schwach und New Jerseys Star-Torhüter Martin Brodeur brauchte mehrere Spiele um an seine herausragenden Leistungen der regulären Saison anzuknüpfen, was starke Diskussionen hervor rief. Schlussendlich fand Brodeur seine Form und führte seine Devils zum umkämpften 4–2-Sieg in der Serie.

In einer überraschend einseitigen Serie besiegten die New York Rangers den Southeast Division-Sieger Atlanta Thrashers mit 4–0. Michael Nylander mit acht und Jaromír Jágr mit sieben Punkten besiegten die Thrashers fast im Alleingang und machten den Sweep perfekt.

Im Duell zwischen den Pittsburgh Penguins und den Ottawa Senators siegten die Senators mit 4–1. Nach Ende der Serie wurde bekannt, dass Pittsburghs Sidney Crosby seit Mitte März mit einem gebrochenen Mittfußknochen gespielt hatte.

Die Serie wurde von der Heimstärke beider Teams geprägt und Detroit gelang erst im sechsten Spiel in der zweiten Verlängerung der erste und damit auch entscheidende Auswärtssieg. Negativer Höhepunkt der sehr hart geführten Serie war eine Sperre über fünf Spiele für Calgarys Ersatztorhüter Jamie McLennan nach einem vorsätzlichen Stockschlag.

Durch die Verletzung von Anaheims Stammtorhüter Jean-Sébastien Giguère übernahm Ilja Brysgalow wie im Vorjahr dessen Posten und konnte mit seiner Leistung überzeugen. Die defensiv eingestellten Minnesota Wild konnten die offensivstarken Anaheim Ducks in nur einem Spiel besiegen.

Zu einem wahren Torhüterduell entwickelte sich das Aufeinandertreffen zwischen den Vancouver Canucks und den Dallas Stars. Nach sieben Spielen hatte Roberto Luongo mit seinen Canucks das glücklichere Ende für sich. Das erste Spiel der Serie war mit 138:06 Minuten Spielzeit das sechstlängste der NHL-Geschichte.

Im, an den 217 kumulierten Punkten beider Teams aus der regulären Saison gemessen, stärksten Aufeinandertreffen eines Viert- und Fünftplatzierten in der NHL-Geschichte, besiegten die San Jose Sharks die Nashville Predators in einer physisch hart geführten Serie wie im Vorjahr mit 4–1. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit gab den Sharks den entscheidenden Vorteil gegenüber den Predators.

Mit den New York Rangers eliminierten die Buffalo Sabres auch das zweite New Yorker Team. Die Rangers lagen im fünften Spiel bis acht Sekunden vor Spielende mit 1:0 in Führung und hätten somit auch die erstmalige Führung in der Serie übernehmen können. Die Sabres siegten letztendlich doch noch in der Overtime und machten dann im offensiv geführten sechsten Spiel im New Yorker Madison Square Garden mit dem vierten Sieg alles klar.

New Jerseys Torhüter Martin Brodeur zeigte während der Serie ungewohnte Schwächen, was mit zum Scheitern der Devils führte. Auf Seiten der Ottawa Senators waren Dany Heatley und Jason Spezza die herausragenden Spieler, deren Angriffsreihe konstante Leistungen auf hohen Niveau zeigte und schließlich der Schlüssel zum Sieg in der Serie war.

Nach einem guten Start in die Serie verspielten die San Jose Sharks zwei Mal eine 2:0-Führung und unterlagen schließlich nach sechs Spielen. Die Detroit Red Wings spielten den Großteil der Serie abgeklärter als die Sharks, die besonders in Überzahlsituationen ungewohnt große Schwächen zeigten.

Vier der insgesamt fünf Spiele endeten mit nur einem Tor Unterschied, davon wurden drei erst in der Overtime entschieden. Vor allem Anaheims Verteidiger-Duo Chris Pronger und Scott Niedermayer, sowie Torhüter Jean-Sébastien Giguère waren ausschlaggebend für das Erreichen des Western Conference-Finales. Roberto Luongo alleine konnte auf Seiten der Canucks das Ausscheiden nicht verhindern.

Erneut war es die erste Angriffsreihe der Ottawa Senators um Daniel Alfredsson, Jason Spezza und Dany Heatley die den Ausschlag in der sehr eindeutigen Serie machte. Die Buffalo Sabres hatten in den ersten drei Spielen Probleme dem Tempo und der Spielweise der Senators Paroli zu bieten und nur Torhüter Ryan Miller konnte sich in gewohnt guter Form präsentieren. Im vierten Spiel konnte Buffalo noch einen Sieg erreichen, doch im fünften Spiel entschied schließlich Ottawas Mannschaftkapitän Alfredsson die Serie mit dem Siegtreffer in der Overtime. Ottawa qualifizierte sich somit zum ersten Mal für das Stanely Cup-Finale.

In spielerischer Hinsicht dominierten die Detroit Red Wings die Serie weitestgehend, doch durch großen Kampfgeist, der zu Siegen im zweiten und vierten Spiel, in dem die Anaheim Ducks auf ihren gesperrten Starverteidiger Chris Pronger verzichten mussten, führte, gestaltete Anaheim die Serie ausgeglichen. Im fünften Spiel konnten die Ducks schließlich die Serie drehen, als sie wenige Sekunden vor dem regulären Spielende den Ausgleich und in der Overtime den Siegtreffer erzielten. Die Anaheim Ducks zogen somit zum zweiten Mal nach 2003 ins Stanley Cup-Finale ein.

Im diesjährigen Stanley-Cup-Finale trafen zum ersten Mal seit 1999 mit den Anaheim Ducks und den Ottawa Senators zwei Mannschaften aufeinander, die noch nie den Stanley Cup gewinnen konnten. Zwar konnte zuletzt in der Saison 1926/27 ein Team namens Ottawa Senators den Cup gewinnen, doch zwischen den damaligen Original-Senators und den heutigen gibt es keinerlei Verbindung. Das Aufeinandertreffen zwischen den Ducks und den Senators markierte das dritte Mal in Folge, dass im Finale ein kanadisches Team auf ein Team aus dem Sunbelt der Vereinigten Staaten trifft, zuletzt spielte Tampa Bay gegen Calgary und Carolina gegen Edmonton. Die Serie ist zudem die erste Playoff-Serie zwischen den beiden Teams, die beide aus der NHL-Expansion zu Beginn der 1990er Jahre hervorgegangen sind. Das letzte Duell zwischen den Teams, das am 19. Januar 2006 in Ottawa stattfand, entschied Anaheim, damals noch unter dem Namen Mighty Ducks of Anaheim, mit 4:3 für sich.

Auf Seiten der Ottawa Senators stand mit Christoph Schubert seit längerer Zeit erstmals wieder ein deutscher Akteur im Finale, zudem mit Dany Heatley ein weiterer in Deutschland geborener Spieler. Der Schweizer Martin Gerber, der im Vorjahr mit den Carolina Hurricanes den Titel erringen konnte, erreichte, ebenfalls auf Seiten Ottawas, zum zweiten Mal in Folge die Finalserie.

Die Anaheim Ducks dominierten den Großteil des ersten Spiels. Ottawa ging zwar nach kurzer Zeit in einer Powerplay-Situation auf kuriose Weise in Führung, doch danach kontrollierten die Ducks das Spiel und kamen noch im ersten Drittel zum Ausgleich durch Andy McDonald. Im zweiten Drittel hatten die Ottawa Senators wieder eine Druckphase, da mehrere Strafen gegen die Ducks ausgesprochen wurden. Erst traf Joe Corvo die Torlatte, ehe Wade Redden wenige Sekunden später wieder den alten Ein-Tore-Vorsprung herstellte. Danach war wieder Anaheim das spielbestimmende Team, konnte aber vorerst nicht den Ausgleich erzielen. In den letzten 20 Minuten fand das Spiel hauptsächlich im Drittel der Ottawa Senators statt und Ryan Getzlaf traf schließlich zum 2:2. Ottawas Torhüter Ray Emery musste in der restlichen Spielzeit mehrfach in höchster Not klären und hielt dadurch seine Mannschaft im Spiel. Doch mit nur noch 2:51 Minuten auf der Uhr erzielte Travis Moen den Siegtreffer für die Ducks. Das größte Problem für die Ottawa Senators war, dass ihre erste Sturmreihe um Dany Heatley, Daniel Alfredsson und Jason Spezza nicht zur Entfaltung kam, da sie durch die für ihre Defensivstärke bekannte Angriffsreihe der Ducks um Samuel Påhlsson und Rob Niedermayer weitestgehend ausgeschaltet wurde.

Das zweite Spiel der Serie wurde zum größten Teil durch das körperlich harte Spiel beider Mannschaften bestimmt. Daraus resultierten im ersten Drittel drei Strafen je Team, wodurch der Torhüter der jeweils bestraften Mannschaft in den Unterzahlsituationen besonders gefordert wurde. Im zweiten Drittel neutralisierten sich beide Teams weitestgehend und konnten nur wenig zwingende Chancen erarbeiten. Zum Ende des Drittels hatten die Ducks leichte Vorteile, konnten diese aber nicht nutzen. Ottawas Torhüter Ray Emery war zu diesem Zeitpunkt der beste Spieler auf dem Eis und präsentierte sich mit 26 parierten Schüssen in den ersten 40 Minuten in Bestform. Die Anaheim Ducks übernahmen schließlich im letzten Drittel die Kontrolle und Samuel Påhlsson, der mit seiner Reihe erneut die beste Angriffsreihe der Senators in Schach hielt, traf schließlich zum Sieg für die Ducks nach einem unnötigen Puckverlust durch Dany Heatley.

Die Anaheim Ducks gingen nach 5:39 Minuten durch ein Powerplay-Tor von Andy McDonald in Führung. Die Ottawa Senators konnten von ihrem Heimvorteil profitieren und kamen zu mehr Chancen, als in den ersten zwei Spielen in Anaheim und glichen das Spiel schließlich gegen Ende des ersten Drittels aus. Das zweite Drittel begann turbulent, als erst die Anaheim Ducks das 2:1 erzielten, die Senators aber nur 27 Sekunden später wieder ausglichen. Nur weitere 111 Sekunden dauerte es, ehe die Ducks den alten Vorsprung wieder herstellen konnten. Ottawas Torhüter Ray Emery war an den beiden Gegentoren nicht schuldlos. In der zweiten Hälfte des zweiten Drittels gerieten die Ducks unter Druck, da gegen sie in kurzer Zeit zwei Strafen ausgesprochen wurden. Die Senators nutzten diesen Vorteil schließlich und Daniel Alfredsson erzielte den Ausgleich zum 3:3. Allerdings musste erst der Videobeweis herangezogen werden, da der Schiedsrichter vermutete, dass Alfredsson den Puck, den er mit der Kufe seines Schlittschuhs abgefälscht hatte, durch eine Schussbewegung („Kicking Motion“) ins Tor befördert hatte. Nur zwei Minuten später gingen die Senators zum ersten Mal im Spiel in Führung, nachdem Dean McAmmond im Zusammenspiel mit Oleg Saprykin und Christoph Schubert das 4:3 erzielte. Wade Redden hatte 15 Sekunden sogar die Chance zum 5:3, aber er traf nur den Pfosten. Das letzte Drittel begann mit dem negativen Höhepunkt des Spiels, als Anaheims Verteidiger Chris Pronger Dean McAmmond mit seinem Ellenbogen niederstreckte. Die Aktion von Pronger wurde von den Schiedsrichtern nicht geahndet, doch McAmmond musste das Eis mit Hilfe von Betreuern der Senators verlassen. Kurz darauf kam es zwischen Spielern beider Teams zu Handgreiflichkeiten, die zu sechs Strafminuten bei den Senators und acht bei den Ducks führten. Anaheim handelte sich in den letzten 15 Minuten noch weitere Strafen ein und die Ottawa Senators konnten das Spiel kontrollieren. Zwölf Minuten vor Schluss traf schließlich Anton Woltschenkow zum 5:3 und Ottawa verkürzte den Rückstand in der Serie auf 1–2. Die NHL reagierte am Tag darauf auf den Angriff von Chris Pronger gegen Dean McAmmond und sperrte Pronger für das vierte Spiel der Finalserie. Pronger musste bereits das vierte Spiel des Conference Finals gegen Detroit nach einem ähnlichen Vorfall aussetzen.

Die Ottawa Senators bestimmten das Spiel von Beginn an, konnten jedoch anfangs ihre Chancen nicht verwerten. Auf der anderen Seite hatte Corey Perry eine der wenigen Torgelegenheiten für die Anaheim Ducks im ersten Drittel, als er den Pfosten traf und somit beinahe die Senators in Rückstand gebracht hätte. 1,5 Sekunden vor Schluss des ersten Drittels war es schließlich Daniel Alfredsson, der Ottawa in Überzahl in Führung brachte. Im zweiten Drittel schenkte Ottawa die Spielkontrolle leichtsinnig her und Anaheim bestimmte fortan die Partie. Andy McDonald brachte Anaheim mit zwei Toren innerhalb einer Minute in Führung. Ray Emery im Tor der Senators rettete in der Folge zwei Mal in höchster Not und verhinderte dadurch eine noch höhere Führung für die Ducks. Trotz der deutlichen Überlegenheit von Anaheim konnte Dany Heatley kurz vor Ende des Drittels zum Ausgleich treffen. Das letzte Drittel gestaltete sich weitestgehend ausgeglichen, doch den Kaliforniern gelang durch Dustin Penner die 3:2-Führung. Ottawa nahm in den letzten 90 Sekunden ihren Torhüter vom Eis, um mit einem weiteren Stürmer noch den Ausgleich zu erzwingen, doch dies gelang nicht. Somit baute Anaheim die Führung in der Serie auf 3-1 aus und stand mit einem Sieg in der nächsten Begegnung im heimischen Honda Center kurz vor dem erstmaligen Gewinn des Stanley Cup.

Die Ottawa Senators fielen zu Beginn des Spiels durch Undiszipliniertheiten auf und handelten sich in den ersten dreieinhalb Minuten zwei Strafzeiten ein. Andy McDonald nutzte eine dieser Überzahlmöglichkeiten und brachte die Anaheim Ducks in Führung. Nach einer weiteren Strafe gegen Ottawa kurz nach dem Führungstor bekamen auch die Senators Möglichkeiten in Überzahl, konnten sie jedoch nicht nutzen. Beide Mannschaften spielten sich nur wenige Chancen heraus, doch Rob Niedermayer erhöhte wenige Minuten vor Schluss des ersten Drittels auf 2:0 für Anaheim. Im zweiten Drittel wurden die Senators deutlich gefährlicher vor dem Tor und hatten einige gute Chancen. Daniel Alfredsson traf schließlich nach etwas mehr als 30 Minuten zum 2:1 und Ottawa übte in den folgenden Minuten Druck auf Anaheim aus. In dieser Druckphase fiel das 3:1 für die Ducks in kurioser Weise. Ottawas Torhüter Ray Emery stoppte den Puck hinter seinem Tor für Chris Phillips, um dann zurück in sein Tor zu fahren. Phillips spielte den Puck währenddessen gegen die Rückseite von Emerys Beinschoner von wo er ins eigene Tor prallte. Travis Moen, der als letzter Spieler der Ducks den Puck berührt hatte, wurde das Tor zugesprochen. Nur wenig später erhielten die Senators wieder eine Strafe, doch Alfredsson traf in Unterzahl zum 3:2, als er von einem Puckverlust von Ryan Getzlaf profitierte. Ottawa musste jedoch weiter in Unterzahl spielen und François Beauchemin stellte nur 50 Sekunden später mit einem Schlagschuss, der vom Pfosten ins Tor prallte, den alten Vorsprung für die Ducks wieder her. Nach vier Minuten im letzten Drittel sorgte schließlich Travis Moen mit dem 5:2 für die Vorentscheidung. Antoine Vermette hatte für die Senators wenig später nochmal die Möglichkeit zu verkürzen als er einen Penaltyshot zugesprochen bekam, doch er konnte diese Chance nicht nutzen. Die Senators konnten daraufhin kaum noch zwingende Chancen herausspielen und Anaheim traf drei Minuten vor Schluss sogar zum 6:2.

Die Anaheim Ducks gewannen somit zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Stanley Cup und waren somit auch das erste Team aus dem US-Bundesstaat Kalifornien, das die wichtigste Trophäe im Eishockeysport gewinnen konnte. Es war zudem das erste Mal seit 1925, als die Victoria Cougars den Cup gewannen, dass ein Team von der nordamerikanischen Westküste den Titel erringen konnte.

Zum Gewinner der Conn Smythe Trophy, die an den wertvollsten Spieler der Stanley Cup-Playoffs verliehen wird, wählte die Professional Hockey Writers' Association Scott Niedermayer, der bereits mit den New Jersey Devils dreimal den Stanley Cup gewinnen konnte.

Der Stanley-Cup-Sieger Anaheim Ducks ließ traditionell insgesamt 48 Personen, davon 26 Spieler sowie einige Funktionäre, darunter der Trainerstab und das Management, auf den Sockel der Trophäe eingravieren. Für die Spieler gilt dabei, dass sie entweder 41 Partien für die Mannschaft in der regulären Saison bestritten haben sollten oder eine Partie in der Finalserie. Dabei gibt es aber auch immer wieder Ausnahmeregelungen.

Die 26 Spieler Anaheims setzen sich aus zwei Torhütern, sieben Verteidigern und 17 Angreifern zusammen, darunter mit Teemu Selänne, Samuel Påhlsson und Ilja Brysgalow drei Europäer sowie mit Rob und Scott Niedermayer ein Brüderpaar.

Als beste Scorer der Playoffs erwies sich die erste Sturmreihe des unterlegenen Stanley Cup-Finalisten Ottawa Senators. Jason Spezza, Daniel Alfredsson und Dany Heatley erzielten in jeweils 20 Spielen allesamt 22 Punkte. Dabei erwies sich der Schwede Alfredsson mit 14 Toren am Treffsichersten. Die beste Punktausbeute pro Spiel verbuchte Scott Gomez von den New Jersey Devils, der in elf Spielen 14 Punkte erzielte.

Unter den Verteidigern erreichte Nicklas Lidström von den Detroit Red Wings mit 18 Punkten aus 18 Spielen den insgesamt vierten Platz der Wertung. Zudem gewann mit Scott Niedermayer vom Stanley Cup-Sieger Anaheim Ducks, der in 21 Spielen elf Punkte erzielte, ein Abwehrspieler die Conn Smythe Trophy für den besten Spieler der Playoffs.

Bei den Rookies war Anaheims Dustin Penner mit acht Punkten aus 21 Spielen am Erfolgreichsten.

Die besten Statistikwerte während der Playoffs lieferte mit Marty Turco ein Torhüter, der mit seinem Team, den Dallas Stars, bereits in der ersten Playoff-Runde gescheitert war. Der Grund dafür war die äußerst defensive Spielweise beider Teams in der Serie zwischen Dallas und Vancouver, wovon auch sein Gegenüber Roberto Luongo profitierte. So führte Turco alle Torhüter in den Kategorien Fangquote, Gegentorschnitt und Shutouts an.

Die konstant besten Leistungen erbrachten Anaheims Jean-Sébastien Giguère und Ottawas Ray Emery, die ihre Teams bis ins Finale führten. Giguére, der zu Beginn der Playoffs wegen privater Gründe noch fehlte und durch Ilja Brysgalow vertreten worden war, gewann insgesamt 13 Spiele. Emery konnte, ebenso wie Turco, drei Shutouts verbuchen und auch bei 13 Partien das Eis als Sieger verlassen. Zudem bestritt er die meisten Spielminuten.

Bereits nach dem Ende der regulären Saison standen die ersten Trophäen-Gewinner fest. Sidney Crosby gewann als jüngster Spieler in der NHL-Geschichte die Art Ross Trophy für den punktbesten Spieler der regulären Saison. Vincent Lecavalier konnte sich als erster Spieler der Tampa Bay Lightning die Maurice 'Rocket' Richard Trophy für den besten Torschützen sichern. Zweifacher Trophäen-Gewinner war der finnische Torhüter Niklas Bäckström, der den Roger Crozier Saving Grace Award für die beste Fangquote und die William M. Jennings Trophy für die wenigsten Gegentore erhielt. Letztere musste er sich allerdings mit seinem Teamkollegen Manny Fernandez teilen. Den NHL Plus/Minus Award gewann der Österreicher Thomas Vanek, dessen Team, die Buffalo Sabres auch die Presidents' Trophy als punktbeste Mannschaft der Saison gewannen. Bei der erstmaligen Verleihung des Mark Messier Leadership Award, deren Gewinner am 30. Mai 2007 bekannt gegeben wurde, gewann mit Chris Chelios der älteste Spieler der Liga.

Während der Playoffs gewannen die Ottawa Senators durch ihren Sieg in den Eastern Conference Finals erstmals die Prince of Wales Trophy und die Anaheim Ducks sicherten sich nach 2003 zum zweiten Mal die Clarence S. Campbell Bowl, sowie nach dem Finalsieg über Ottawa zum ersten Mal in der Franchise-Geschichte den Stanley Cup. Aus dem siegreichen Team der Ducks gewann Scott Niedermayer die Conn Smythe Trophy für den besten Spieler der Playoffs. Des Weiteren wurden im Rahmen der Finalserie um den Stanley Cup die Trophäen an die Gewinner der Art Ross Trophy, Maurice 'Rocket' Richard Trophy, Roger Crozier Saving Grace Award und William M. Jennings Trophy verliehen.

Die zeremonielle Verleihung der NHL Awards fand am Abend des 14. Juni 2007 im kanadischen Toronto in der Provinz Ontario statt. Dort wurden die restlichen, noch ausstehenden Sieger benannt. Großer Gewinner der Awards-Show war Sidney Crosby, der sowohl die Hart Memorial Trophy als auch den Lester B. Pearson Award erhielt, und somit insgesamt drei Trophäen in dieser Saison gewinnen konnte. Martin Brodeur wurde zum dritten Mal in seiner Karriere mit der Vezina Trophy für den besten Torhüter geehrt, der Schwede Nicklas Lidström erhielt zum fünften Mal die James Norris Memorial Trophy für den besten Verteidiger und Rod Brind'Amour verteidigte mit dem Gewinn der Frank J. Selke Trophy den Titel als bester defensiver Stürmer. Als bester Rookie wurde Jewgeni Malkin mit der Calder Memorial Trophy ausgezeichnet. Weitere Trophäen erhielten Bostons Rookie Phil Kessel, der nach seiner Hodenkrebserkrankung noch während der Saison ein erfolgreiches Comeback feierte, Montréals Kapitän Saku Koivu für sein soziales Engagement, der Cheftrainer der Vancouver Canucks Alain Vigneault und Pawel Dazjuk, der seinen Titel als fairster Spieler verteidigte.

Die Lester Patrick Trophy wurde bei einer unabhängigen Zeremonie am 7. November 2007 in New York City verliehen. Als Preisträger, die sich um den Eishockeysport in den Vereinigten Staaten verdient gemacht haben, wurden der ehemalige NHL-Profi Brian Leetch, Olympiasiegerin Cammi Granato, Fernsehkommentator und Autor für Fachliteratur Stan Fischler sowie Funktionär John Halligan ausgezeichnet. Ebenso unabhängig wurde am 16. Oktober 2007 der NHL Foundation Player Award an Joe Sakic, den Kapitän der Colorado Avalanche, für sein besonderes Engagement um wohltätige Zwecke in der Gesellschaft, verliehen.

Des Weiteren wurden im Rahmen der NHL Awards-Show die All-Star Teams und das All-Rookie Team der Saison benannt.

Ins NHL First All-Star Team wurden als Center Sidney Crosby, als Flügelstürmer Dany Heatley und Alexander Owetschkin, als Verteidiger Nicklas Lidström und Scott Niedermayer und als Torhüter Martin Brodeur gewählt.

Außer Crosby, der sich erstmals in der Aufstellung einer der beiden All-Star Teams wiederfand, erhielt Lidström seine achte, Brodeur seine sechste, Niedermayer seine vierte und Heatley seine zweite Nominierung für eines der Teams.

Das NHL Second All-Star Team setzte sich aus Center Vincent Lecavalier, den Flügelstürmern Martin St. Louis und Thomas Vanek, den Verteidigern Dan Boyle und Chris Pronger und Torhüter Roberto Luongo zusammen. Insgesamt schafften es drei Spieler der Tampa Bay Lightning eine Nominierung zu erhalten.

Lecavalier, Vanek und Boyle erhielten allesamt erstmals die Nominierung für eines der All-Star Teams. St. Louis und Luongo waren bereits einmal ins First bzw. Second All-Star Team gewählt worden und Pronger wurde zum insgesamt vierten Mal in eines der beiden Teams berufen.

Im All-Rookie Team waren gleich jeweils zwei Spieler der Pittsburgh Penguins und San Jose Sharks vertreten. Von den Penguins wurden die Stürmer Jewgeni Malkin und Jordan Staal nominiert. Die Angriffsreihe vervollständigte Colorados Paul Šťastný, der Sohn von NHL-Legende Peter Šťastný. Die Defensive setzte sich mit Marc-Édouard Vlasic und Matt Carle komplett aus Spielern der Sharks zusammen. Auf der Torhüter-Position erhielt Mike Smith die Nominierung.

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Ottawa Senators

Logo der Ottawa Senators

Die Ottawa Senators (frz. Sénateurs d’Ottawa) sind ein kanadisches Eishockeyfranchise der National Hockey League aus Ottawa, Ontario. Es wurde am 16. Dezember 1991 gegründet und nahm zum Beginn der Saison 1992/93 den Spielbetrieb auf. Zwischen 1893 und 1934 gab es bereits ein gleichnamiges Franchise, das in der NHL beheimatet war und zehn Mal den Stanley Cup gewann. Die Teamfarben sind rot, schwarz, weiß und gold.

Die Senators tragen ihre Spiele im Scotiabank Place aus und sind eines von nur sechs in Kanada beheimateten Franchises. Nach einem schwierigen Start in die als spielstärkste Eishockeyliga der Welt geltende NHL, durchlebte das Team aus der kanadischen Hauptstadt im Laufe der 1990er Jahre Höhen und Tiefen, bis es sich zu Beginn des neuen Jahrtausends unter den besten Mannschaften der Liga etablieren konnte. Trotz einer Finalteilnahme in der Saison 2006/07 blieb den neugegründeten Senators der Gewinn des prestigeträchtigen Stanley Cups bisher verwehrt.

Hochklassiges Eishockey gab es in Ottawa bereits in der Zeit von 1893 bis 1934, als die originalen Ottawa Senators große Erfolge feiern konnten. Insgesamt zehn Mal konnten sie den Stanley Cup gewinnen, vier Mal als Mitglied der NHL. Mit dem Einsetzen der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 begannen auch für die Eishockeymannschaften schwierige Zeiten. Die Senators mussten sich aus finanziellen Gründen von ihren Stars trennen und fanden sich in den unteren Regionen der Tabelle wieder. Zudem gingen die Einnahmen durch den einsetzenden Zuschauerschwund deutlich zurück und man musste sogar eine gesamte Saison aussetzen. 1934 war man schließlich gezwungen das Franchise nach St. Louis, Missouri umzusiedeln, um die Mannschaft weiter erhalten zu können. Doch nach nur einer Saison in St. Louis musste das Franchise aufgelöst werden.

Bereits 1989 begann der Unternehmer Bruce Firestone sein Vorhaben hochklassiges Eishockey nach Ottawa zurückzubringen. Unterstützt wurde er in der Öffentlichkeit durch Frank Finnigan, dem damals noch letzten lebenden Mitglied der originalen Senators, die 1928 zum letzten Mal den Stanley Cup nach Ottawa bringen konnten. Am 16. Dezember 1991 erhielt Firestone schließlich den Zuschlag für ein NHL-Franchise. Finnigan starb nur neun Tage später im Alter von 88 Jahren. Ihm zu Ehren sperrten die neuen Ottawa Senators die Nummer 8, die Finnigan als aktiver Spieler getragen hatte.

Am 8. Oktober 1992 begann die erste Saison des Franchise mit einem Sieg gegen die Montreal Canadiens. Doch der Rest der Spielzeit gestaltete sich weniger positiv. Die Mannschaft hatte keinen echten Star in ihren Reihen und wurde hauptsächlich aus Spielern zusammengestellt, die das Management um General Manager Mel Bridgman im NHL Expansion Draft 1992 ausgewählt hatte, wie Sylvain Turgeon oder Jamie Baker. Am Ende der Saison belegten die Senators den letzten Platz mit zehn Siegen gegenüber 70 Niederlagen.

Zur schlechten Leistung des Teams kamen noch finanzielle Probleme hinzu. Für die Senators sollte eine neue Arena gebaut werden, da das Ottawa Civic Centre mit 10.500 Plätzen nur ein geringes Fassungsvermögen hatte. Doch Teambesitzer Firestone sollte sowohl für das neue Stadion als auch für die Verkehrsanbindung alle Kosten tragen, ohne finanzielle Hilfe aus der öffentlichen Hand. Firestone verließ das Franchise schließlich im August 1993 und Rod Bryden wurde neuer Besitzer der Senators. Bryden hatte nach einem Jahr genug Geld um die 188 Million Dollar teure Multifunktionsarena zu finanzieren. Jedoch stieß die Wahl des Bauortes in der Region Kanata auf Kritik, da er außerhalb des Ballungsraums von Ottawa lag und die Verkehrsanbindung nur mangelhaft war. In den folgenden Jahren ließen die Senators Autobahnanbindungen und eine Brücke von ihrem eigenen Geld bauen. Die Arena trieb daraufhin die Entwicklung der Region Kanata zu einer wirtschaftlich starken, aber auch gut bewohnten Gegend deutlich voran.

Der sportliche Erfolg ließ aber nach dem Premierenjahr in der NHL weiter auf sich warten. Immerhin wurde die Mannschaft zur Saison 1993/94 durch die hoch eingeschätzten Talente Alexei Jaschin und Alexandre Daigle, die im NHL Entry Draft 1992 und 1993 verpflichtet wurden, verstärkt. Jaschin konnte sofort überzeugen, doch die Senators belegten erneut den letzten Platz in der Liga, den sie auch in den folgenden Jahren innehaben sollten.

Im Januar 1996 sollte dann der Aufschwung im Team eingeleitet werden. Zum einen wurde Jacques Martin als Cheftrainer verpflichtet, zum anderen zogen die Senators in das Palladium ein, die neue Multifunktionsarena im Vorort Kanata. Zwar spielte die Mannschaft über die gesamte Saison weiterhin schwach und wurde erneut letzter, doch mit Daniel Alfredsson, den sie im NHL Entry Draft 1994 verpflichtet hatten, gewann der erste Spieler der Ottawa Senators die Calder Memorial Trophy als bester Neuprofi der NHL. Das hoch eingeschätzte Talent Alexandre Daigle entpuppte sich hingegen durch nur durchschnittliche Leistungen immer mehr als Enttäuschung und musste schließlich 1998 die Mannschaft verlassen.

1997 konnten sich die Senators zum ersten Mal vom letzten Platz lösen und erreichten die Playoffs. In der ersten Runde mussten sie sich aber in einer hart umkämpften Serie den Buffalo Sabres in sieben Spielen geschlagen geben. 1998 konnten sie gegen die New Jersey Devils zum ersten Mal eine Playoff-Serie gewinnen, doch in der zweiten Runde hatten sie gegen die Washington Capitals keine Chance, die später das Stanley Cup-Finale erreichten. Besonders im Tor hatte sich das Team mit Damian Rhodes und Ron Tugnutt deutlich verbessert, die ein wichtiger Rückhalt für das Team waren.

Auch in den folgenden Jahren konnten die Senators immer die Playoffs erreichen. Mit Marián Hossa stieß im Herbst 1998 ein weiterer talentierter Stürmer zur Mannschaft und sie belegten am Ende der Regulären Saison hinter den New Jersey Devils den zweiten Platz in der Eastern Conference. Doch in den Playoffs schieden sie gleich in der ersten Runde gegen die Buffalo Sabres aus, ohne einen Sieg errungen zu haben.

Nach der Saison konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf einen Eklat neben dem Eis. Mannschaftskapitän Alexei Jaschin wollte seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag nicht bei den Senators erfüllen und forderte, dass er zu einem anderen Team transferiert wird. Das Management folgte seinem Wunsch nicht und Jaschin entschloss sich die gesamte Saison 1999/2000 zu streiken, um im Sommer 2000 zu einem anderen Team zu wechseln. Doch die NHL entschied schließlich, dass Jaschin bis 2001 für die Senators spielen muss, da er durch seinen Streik Vertragsbruch begangen habe und somit seine gesamte Vertragslaufzeit nicht absolvierte hatte. Jaschin hatte schon in den Jahren zuvor seine Beliebtheit bei den Fans verspielt, als er sich weigerte die Saison 1995/96 zu spielen, weil er weniger verdiente als sein damaliger Mannschaftskamerad Alexandre Daigle.

In den Playoffs 2000 stießen die Ottawa Senators auf die Toronto Maple Leafs und schieden gleich in der ersten Runde aus. In den folgenden vier Jahren sollten sie noch dreimal in den Playoffs auf die Maple Leafs treffen und jedes Mal verlieren. Zudem stammen beide Mannschaften aus der kanadischen Provinz Ontario, weshalb schließlich eine Rivalität zwischen beiden Teams entstand.

2000/01 war die letzte Saison von Alexei Jaschin bei den Senators und er präsentierte sich noch einmal in guter Form, die er jedoch nicht mehr in den Playoffs abrufen konnte. Marián Hossa etablierte sich mittlerweile als eine wichtige Stütze im Angriff, in der Verteidigung wurde Wade Redden zu einer festen Größe und im Tor zeigte Patrick Lalime sehr gute Leistungen. Daniel Alfredsson führte als Mannschaftskapitän die Mannschaft an. Hinzu kamen viele junge Spieler, wie Chris Phillips, Martin Havlát und Mike Fisher. Nach Jaschins Weggang wurde die Mannschaft durch Zdeno Chara verstärkt. Über die zweite Runde der Playoffs kamen die Senators 2001/02 aber noch nicht hinaus.

Die Saison 2002/03 wurde geprägt von Höhen und Tiefen. Am 9. Januar 2003 musste das Franchise Insolvenz anmelden, konnte aber den Spielbetrieb durch finanzieller Hilfe von Seiten der NHL fortsetzen. Trotz der finanziellen Sorgen spielte die Mannschaft ihre beste Saison und belegte am Ende des Grunddurchgangs den ersten Platz in der Liga und gewann somit die Presidents' Trophy. In den Playoffs konnten sie mit ihrem erfolgreichen Spiel fortsetzen und scheiterten erst im Finale der Eastern Conference an den New Jersey Devils, die schließlich den Stanley Cup gewinnen konnten.

Im September 2003 kaufte der Unternehmer Eugene Melnyk die Ottawa Senators, die somit wieder in eine finanziell gesicherte Zukunft blicken konnten.

Die Senators bestritten 2003/04 eine solide Saison und qualifizierten sich ohne größere Probleme für die Playoffs. Am 5. März 2004 kam es zu einem Aufsehen erregenden Spiel gegen die Philadelphia Flyers. Alleine in den letzten zwei Spielminuten kam es zu fünf Massenschlägereien und es dauerte 90 Minuten, um diese zwei Spielminuten zu Ende zu spielen. Am Ende wurden insgesamt 419 Strafminuten vergeben und beide Mannschaften hatten nur noch sechs bzw. sieben Spieler auf der Bank. Nachdem die Senators es in der Vorsaison bis ins Finale der Eastern Conference geschafft hatten, schieden sie diesmal gleich in der ersten Runde gegen den Erzrivalen, die Toronto Maple Leafs, aus.

Das Ausscheiden hatte schließlich personelle Konsequenzen und Cheftrainer Jacques Martin, der die Senators über fast neun Jahre zu einem konkurrenzfähigen Team aufgebaut hatte, aber nur vier von zwölf Playoff-Serien gewinnen konnte, wurde entlassen und Torhüter Patrick Lalime wurde zu den St. Louis Blues transferiert. Bryan Murray wurde am 8. Juni 2004 als neuer Cheftrainer der Ottawa Senators eingestellt.

Die Saison 2004/05 wurde wegen des Lockout abgesagt und im Spätsommer 2005 wurde die Mannschaft für die neue Saison zusammengestellt. Marián Hossa, der sich mittlerweile unter den besten Stürmern der Liga etabliert hatte, wurde zu den Atlanta Thrashers transferiert, die im Gegenzug Dany Heatley nach Ottawa abgaben. Heatley hatte um diesen Transfer gebeten, da zwei Jahre zuvor ein Teamkamerad und Freund, Dan Snyder, bei einem von ihm verschuldeten Autounfall ums Leben kam und er nun Abstand gewinnen wollte. Als neuen Torhüter verpflichteten sie mit Dominik Hašek einen sehr erfahrenen Torhüter und mit Christoph Schubert kam ein junger deutscher Spieler in den Kader der Senators.

Gleich im ersten Spiel der Saison 2005/06 am 5. Oktober 2005 sorgte die Mannschaft für eine Premiere, als sie die Toronto Maple Leafs im neueingeführten Shootout bezwangen. Mannschaftskapitän Alfredsson und Heatley trafen zum Sieg der Senators und die Schläger beider Spieler, die sie im Shootout benutzt hatten, erhielten einen Platz in der Hockey Hall of Fame. Dany Heatley sorgte für ein weiteres Highlight, als er am 13. April 2006 der erste Spieler des Franchise wurde, der die Marke von 100 Punkten erreichte. Am Ende der Saison hatten sowohl er als auch Daniel Alfredsson 103 Punkte erzielt. Glänzen konnte ebenfalls Jason Spezza mit 90 Punkten, den das Management im NHL Entry Draft 2001 verpflichten konnte. Weniger positiv verlief die Saison für Torhüter Dominik Hašek. Im Februar 2006 verletzte er sich beim olympischen Eishockeyturnier und fiel für den Rest der Saison aus. Ersatztorhüter Ray Emery nahm seinen Platz ein und half dem Team beim Sieg in der ersten Runde der Playoffs gegen Titelverteidiger Tampa Bay Lightning. In der zweiten Runde scheiterten sie jedoch an den Buffalo Sabres.

Im Sommer 2006 verpflichteten die Senators Martin Gerber, der als neuer Stammtorhüter vorgesehen war, da Dominik Hašek keinen neuen Vertrag erhielt und mit Tom Preissing einen Verteidiger, dessen Stärke das Überzahlspiel ist. Mit Joe Corvo holten sie zudem noch einen defensiv orientierten Angreifer. Allerdings verließen auch einige wichtige Stützen der letzten Jahre die Mannschaft. Zdeno Chara wechselte zu den Boston Bruins, während Martin Havlát zu den Chicago Blackhawks transferiert wurde.

Die Mannschaft spielte eine sehr gute Saison 2006/07 und belegte am Ende der Regulären Saison den vierten Platz im Osten der Liga. Dany Heatley absolvierte seine bis dahin beste Saison und erzielte 50 Tore und 55 Assists. Dahinter folgten seine Sturmpartner Jason Spezza und Daniel Alfredsson mit je 87 Punkten. Im Laufe des Grunddurchgangs plagten die Senators besonders im Angriff Verletzungssorgen. So mussten sie zwischenzeitlich mit Mike Comrie einen weiteren Center verpflichten, da mit Antoine Vermette, Spezza und Fisher gleich drei Spieler für diese Position längerfristig ausfielen. Im Tor konnte sich Ray Emery als Nummer eins gegen Martin Gerber durchsetzen und weitere junge Spieler, wie Andrej Meszaros und Patrick Eaves übernahmen Verantwortung in der Mannschaft.

In der ersten Runde der Playoffs trafen die Senators auf die Pittsburgh Penguins um Jungstar Sidney Crosby. Die Senators hatten keine großen Probleme mit dem noch sehr unerfahrenen Team und zogen nach fünf Spielen in die zweite Runde ein. Dort mussten sie gegen die New Jersey Devils antreten. Im ersten Spiel führte Ottawa bereits nach dem ersten Drittel mit 4-1, musste aber bis zum Ende um den Sieg kämpfen, der mit 5-4 zum Schluss doch noch sehr knapp war. Die Serie konnten sie schließlich mit 4:1 gewinnen und hauptsächlich die erste Angriffsreihe um Spezza, Alfredsson und Heatley war es, die das Team in das Eastern Conference Finale führte. Im Conference Finale war mit den Buffalo Sabres die beste Mannschaft der Regulären Saison der Gegner. Doch auch diese Serie wurde von den Senators dominiert und Buffalo hatte große Probleme der Spielweise der Senators Paroli zu bieten. Die Sabres verloren ihre ersten beiden Heimspiele und auch das dritte Spiel, das in Ottawa stattfand, konnten die Senators gewinnen. Nachdem die Sabres das vierte Spiel gewinnen konnten, entschied Ottawa die Serie schließlich im fünften Spiel und zog zum ersten Mal in das Stanley Cup-Finale ein. In der Finalserie um den Stanley Cup trafen die Senators auf die Anaheim Ducks. Doch diesmal hatte Ottawa große Probleme ins Spiel zu kommen, da die Angriffsreihe um Spezza, Alfredsson und Heatley fast komplett ausgeschaltet wurde. Anaheim führte nach ihren beiden Heimspielen mit 2:0 und konnten in den zwei Spielen in Ottawa einen weiteren Sieg verbuchen. Im fünften Spiel holten die Ducks schließlich den entscheidenden vierten Sieg und verhinderten somit, dass die Senators zum ersten Mal seit dem letzten Finalsieg der "originalen" Ottawa Senators vor 80 Jahren wieder den Stanley Cup nach Ottawa bringen konnten.

Trotz des Erfolges entließ Teambesitzer Melnyk General Manager John Muckler. Cheftrainer Bryan Murray übernahm Mucklers Posten, legte aber gleichzeitig das Traineramt nieder. Nachfolger auf dem Trainerposten wurde Murrays vorheriger Assistenz-Trainer John Paddock.

Die Senators hatten den besten Saisonstart aller Mannschaft mit 13 Siegen aus den ersten 14 Spielen und konnten somit an die Leistung des Vorjahrs anknüpfen. In der Eastern Conference hielten sie die Spitzenposition und bauten sie aus, jedoch erlebten sie im Januar eine Schwächephase, die auch im Februar anhielt und sie schließlich den ersten Platz der Conference abgeben mussten. Mit den Verpflichtungen von Mike Commodore und Cory Stillman versuchte das Management der Mannschaft mehr Stabilität zu bieten. Doch stattdessen verloren die Senators weiter an Boden und Ende Februar wurde Cheftrainer John Paddock, nachdem die Mannschaft innerhalb von 21 Spielen 14 Niederlagen hinnehmen musste, als Trainer entlassen und Bryan Murray kehrte auf diesen Posten zurück. In den verbleibenden eineinhalb Monaten der Saison zeigte das Team allerdings keine Besserung und sie belegten am Ende den siebten Platz im Osten, womit sie sich mit nur zwei Punkten Vorsprung einen Playoff-Platz sichern konnten. In der ersten Runde trafen sie, wie schon im Vorjahr, auf die Pittsburgh Penguins. Nachdem Ottawa in der vergangenen Saison noch bis ins Stanley Cup-Finale eingezogen war, scheiterten sie nun bereits an den Penguins in vier Spielen, in denen sie nur fünf Tore erzielen konnten.

Die Senators tragen ihre Heimspiele seit 1996 im Scotiabank Place, einer 18.630 Zuschauer fassenden Multifunktionsarena, aus. Sie befindet sich in Kanata, einem Vorort von Ottawa. Geplant und eröffnet wurde die Halle unter den Namen The Palladium. Kurz nach Eröffnung sicherte sich die Software Firma Corel die Namensrechte und benannte die Halle in Corel Centre um. Seit 2006 liegen die Namensrechte an der Arena bei der Scotiabank, diese gelten noch bis 2021. Das Unternehmen zahlt für die gesamte Dauer von 15 Jahren 20 Millionen US-Dollar.

Von 1992 bis 1996 spielte der Klub im 1967 eröffneten Ottawa Civic Centre, das bei Eishockeyveranstaltungen eine Kapazität von 9.862 Plätzen hatte. Für die Senators wurde die Bestuhlung erneuert und der Platz je Sitz verringert, um eine Kapazität von 10.585 zu erreichen. Nach Auszug der Senators wurde dies zurück gebaut. Das Civic Centre befindet sich etwas außerhalb des Stadtzentrums von Ottawa. Da man zur Zeit des Baus nicht nur eine Eishalle in Ottawa benötigte, sondern auch ein Football-Stadion, legte man die Bauprojekte zusammen. Die Halle wurde hierbei in eine Tribüne des Stadions integriert. Seit Gründung ist dort auch die Nachwuchsmannschaft der Ottawa 67’s beheimatet. Als Anfang der 1970er Jahre mit der World Hockey Association wieder Profieishockey nach Ottawa kam, spielten dort auch die Ottawa Nationals und später die Ottawa Civics.

Wie alle NHL-Teams unterhalten die Ottawa Senators mehrere Farmteams in unterklassigen Ligen. Die wichtigste und beste Talentschmiede besitzen die Senators seit Beginn der Saison 2002/03 in Binghamton im US-Bundesstaat New York, wo die Binghamton Senators in der American Hockey League spielen. Die American Hockey League ist als Minor League der Klasse AAA und somit der höchstmöglichen Stufe unterhalb der NHL deklariert. Neben dem AHL-Klub arbeiten die Senators noch seit Beginn der Saison 2008/09 mit den Elmira Jackals aus der East Coast Hockey League zusammen.

Den ersten großen Erfolg feierten die Ottawa Senators in der Saison 2002/03 mit dem ersten Platz nach Beendigung der regulären Saison und dem damit verbundenen Gewinn der Presidents' Trophy. Mit 52 Siegen in 82 Saisonspielen führten die Senators die Liga an und belegten die Spitzenposition mit zwei Punkten Vorsprung auf die Dallas Stars.

In der Saison 2006/07 fügten sie einen weiteren Erfolg hinzu. Nach souveränen Siegen über die Pittsburgh Penguins, New Jersey Devils und Buffalo Sabres in den ersten drei Runden der Playoffs erhielten die Senators die Prince of Wales Trophy als bestes Team der Eastern Conference. Somit standen sie erstmals im Finale um den Stanley Cup, wo sie auf den Vertreter der Western Conference, die Anaheim Ducks, trafen. In der Finalserie musste sich Ottawa jedoch geschlagen geben.

Zudem gewannen die Senators seit der Spielzeit 1998/99 vier Divisiontitel.

Seit der Gründung des Franchises gelang es drei Spielern bzw. Treinern der Ottawa Senators einen der individuellen NHL Awards zu gewinnen. Zudem schafften es fünf Spieler in eines der All-Star-Teams, sowie fünf weitere ins All-Rookie-Team.

Insgesamt wurden bisher 23 Spieler der Ottawa Senators von den Fans aufgrund ihrer Beliebtheit ins All-Star Game gewählt oder aufgrund ihrer Leistungen von den Trainern nominiert.

Im folgenden werden ausgewählte Spielerrekorde des Franchise sowohl über die gesamte Karriere als auch über einzelne Spielzeiten aufgeführt.

In der Geschichte der Ottawa Senators gab es bisher sieben verschiedene Spieler, die das Amt des Mannschaftskapitäns bekleideten.

In ihre Premierensaison gingen die Senators mit dem eher unbekannten aber sehr erfahrenen Laurie Boschman. Boschman war von den Sens im NHL Expansion Draft 1992 aus dem Kader der New Jersey Devils ausgewählt worden und konnte zu diesem Zeitpunkt auf 13 NHL-Spielzeiten bei den Toronto Maple Leafs, Edmonton Oilers, Winnipeg Jets und New Jersey Devils zurückblicken. Da er nach der Saison 1992/93 seine Karriere beendete, teilten sich im Folgejahr Brad Shaw, Mark Lamb und Gord Dineen das Kapitänsamt. Nach nur einem Jahr übernahm 1994 schließlich Randy Cunneyworth das „C“ und trug dieses vier Jahre lang bis 1998 auf seinem Trikot. Er war im Sommer 1994 von den Chicago Blackhawks gekommen und zählte zu den erfahrensten Spielern im Kader. Seine Amtszeit endete mit einem Wechsel zu den Buffalo Sabres im Sommer 1998, wodurch der Russe Alexei Jaschin für ein Jahr seinen Posten übernahm. Jaschin war der erste Draft-Pick des Teams im Jahr 1992 gewesen und gehörte seitdem ununterbrochen zum Kader. Da Jaschin in der Spielzeit 1999/00 eine persönliche Auszeit nahm, ging das Amt an den Schweden Daniel Alfredsson, der so lange wie kein anderer Spieler bisher im Amt blieb.

Als bisher einziges Mitglied der Ottawa Senators wurde Roger Neilson am 4. November 2002 in die in Toronto befindliche Hockey Hall of Fame aufgenommen. Neilson arbeitete zwischen 2001 und 2003 als Assistenz- und Cheftrainer in der kanadischen Landeshauptstadt.

Vor dem ersten Spiel der Ottawa Senators am 8. Oktober 1992 wurde Frank Finnigan posthum geehrt. Finnigan war das letzte lebende Mitglied der Stanley Cup-Mannschaft der „originalen“ Ottawa Senators von 1927 und hatte die Bewerbung um den Zuschlag für ein neues NHL-Franchise für Ottawa unterstützt. Seine Nummer 8 hängt an der Hallendecke des Scotiabank Place und wird an keinen Spieler der Senators mehr vergeben.

Außerdem ist die berühmte 99 des Kanadiers Wayne Gretzky ligaweit seit dem 6. Februar 2000 gesperrt.

Der erste Spieler, den die Ottawa Senators in ihrer Geschichte im NHL Entry Draft verpflichteten, war der Russe Alexei Jaschin. Jaschin entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer wichtigen Stütze des Teams, fiel aber immer wieder negativ auf, als er immer mehr Geld verlangte und deshalb sogar zwei Mal streikte. Alexandre Daigle wurde 1993 als Gesamterster ausgewählt, konnte aber nie die Erwartungen erfüllen und ging als einer der größten Draft-Flops in die Geschichte ein. Bryan Berard wurde 1995 ebenfalls als Gesamterster gedraftet, spielte aber kein einziges Spiel für Ottawa, da er noch vor Beginn seiner NHL-Karriere zu den New York Islanders transferiert wurde. Das Draft-Jahr 1996 zählt zu den schwächsten in der Geschichte des NHL Entry Draft und so entwickelte sich der von Ottawa an Position 1 gewählte Chris Phillips nie zu einem echten Star, konnte sich aber trotzdem als fester Teil von Ottawas Verteidigung etablieren. Jason Spezza, der 2001 an zweiter Stelle ausgewählt wurde, war die wohl bisher beste Wahl der Senators. Spezza entwickelte sich zu einem sehr guten Spielmacher trotz seines jungen Alters und gehört aktuell zu den besten Centern in der NHL. Brian Lee, der 2005 an der neunten Position gedraftet wurde, kam bisher lediglich sporadisch in der NHL zum Einsatz.

Aber nicht nur die Top-10-Draftpicks sorgten für Aufsehen, sondern auch später gezogene Spieler, wie Daniel Alfredsson und Marián Hossa. Sie gehören heute zu den Top-Spielern der NHL.

Die zehn besten Punktesammler in der Geschichte des Franchise bis zum Ende der regulären Saison 2007/08.

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Source : Wikipedia