Chris Cornell

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Geschrieben von tron 01/05/2009 @ 22:16

Tags : chris cornell, sänger, musik, kultur

Chris Cornell

Chris Cornell live 2007 in Amsterdam

Chris Cornell (* 20. Juli 1964 in Seattle, Washington; ursprünglicher Name Christopher John Boyle, nach Namensänderung bürgerlich Christopher Cornell) ist ein US-amerikanischer Sänger. Bekannt wurde er als Sänger, Gitarrist und Hauptsongwriter der Band Soundgarden und der Rockband Audioslave.

Chris Cornell wuchs mit fünf Geschwistern als Sohn eines Apothekers und einer Buchhalterin in einem Vorort von Seattle auf. Wegen der Scheidung seiner Eltern nahm er wie seine Geschwister den Namen der Mutter an. Zu dieser Zeit litt er an Depressionen. Erste Banderfahrung, neben dem bisher bevorzugten Schlagzeug auch in Gesang, sammelte er in einer Coverband namens The Jones Street Band.

Seit 1982 war Cornell mit einer Band namens The Shemps aktiv. Nach dem Ende dieser Band im Jahre 1984 gründete er zusammen mit den späteren Soundgarden-Musikern Hiro Yamamoto und Kim Thayil eine Band, in der er zu Beginn Schlagzeug spielte und sang. Nach einigen Besetzungswechseln ging hieraus Soundgarden mit ihm als Sänger hervor.

Bis zu Soundgardens Auflösung 1997 galt Cornell, nicht zuletzt wegen seiner Präsenz als Frontmann, als Aushängeschild der Gruppe, die zu den wichtigsten Vertretern des Grunge gezählt wird. Sein Gesangsstil, der durch ein großes Ausdrucksspektrum, technische Brillanz auch in den aggressivsten gebelteten Passagen und durch die charakteristische Wärme der Tongebung in ruhigen Passagen gekennzeichnet ist, ist im Grunge wohl einzigartig.

1991 gründete er das Projekt Temple of the Dog, als Gedenken für seinen verstorbenen Freund und Lead-Sänger der Band Mother Love Bone, Andy Wood. Temple of the Dog veröffentlichten nur eine (selbstbetitelte) CD, bei deren Entstehung auch die in der Gründungsphase stehende Band Pearl Jam – hervorgegangen aus ehemaligen Bandmitgliedern von Mother Love Bone – mitwirkte.

Für die Filmmusik des Films „Singles – Gemeinsam einsam“ steuerte Cornell 1992 den akustischen Song Seasons bei. Anschließend folgte unter dem Pseudonym MACC (McCready, Ament, Cameron, Cornell) ein Cover des Stücks Hey Baby (New Rising Sun) für ein Jimi Hendrix-Tribute-Album namens Stone Free und Co-Songwriting für Bands wie Flotsam And Jetsam und Alice Cooper. Er produzierte auch die Platte Uncle Anesthesia der Screaming Trees.

1999 veröffentlichte Cornell das kommerziell nicht allzu erfolgreiche Soloalbum Euphoria Morning, wobei er mit Alain Johannes und Natasha Shneider von der Band Eleven zusammenarbeitete. Die Single Can't Change Me war als „Best Male Rock Vocal Performance“ für den Grammy nominiert. Der Song Sunshower (Bonusstück der japanischen Version) war auf dem Soundtrack von Great Expectations. Eine überarbeitete Fassung des Stücks Mission, jetzt Mission 2000 genannt, wurde zur Filmmusik des Films Mission: Impossible II beigesteuert. Das Stück Wave Goodbye ist Chris Cornells Freund Jeff Buckley gewidmet. Im Jahr 2000 gab es auch eine Tour zu diesem Album.

Bald darauf arbeitete Cornell mit den Instrumentalisten der 2000 aufgelösten Crossover-Band Rage Against The Machine zusammen. Die nach eigener Aussage von Anfang an nicht dauerhaft geplante Zusammenarbeit wurde schließlich jedoch fortgesetzt und die Alternative-Rockband Audioslave gegründet, mit der er ebenfalls zu weltweitem Erfolg kam.

Mit der Ankündigung des Veröffentlichungstermins seines zweiten Soloalbums Carry On verkündete er auch seinen Ausstieg bei Audioslave wegen „unüberwindbarer persönlicher Konflikte sowie musikalischer Differenzen“ mit seinen Mitmusikern, die sich zuvor zu einer Wiedervereinigung von Rage Against The Machine entschlossen hatten.

Im September 2006 erschien Chris Cornells Single You Know My Name, der Titelsong des James-Bond-Films „Casino Royale“, welchen er zusammen mit dem langjährigen Bond-Komponisten David Arnold schrieb. Das Album Carry On wurde am 5. Juni 2007 veröffentlicht. Am 7. Juli 2007 trat Cornell beim Live Earth-Konzert in Hamburg auf.

Am 6. März 2009 erschien sein neues Album Scream. Im Zuge dessen Veröffentlichung hat er zusammen mit Timbaland die Single Part of Me aufgenommen und schon veröffentlicht.

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Soundgarden

Soundgarden war eine US-amerikanische Grunge-Band aus Seattle. Der Name „Soundgarden“ geht auf die Klangskulptur The Sound Garden zurück, die auf einem Gelände der US-amerikanischen Ozean- und Wetterbehörde im Heimatort der Band steht.

Im Jahre 1984 gründeten Chris Cornell, der anfangs noch Schlagzeug spielte, und Hiro Yamamoto eine Band innerhalb der Punk- und Independent-Szene Seattles, aus der später Soundgarden wurde. Bald stiegen Kim Thayil als Gitarrist und Scott Sundquist als Schlagzeuger ein, worauf Chris Cornell zum Gesang wechselte.

Sundquist verließ die Band 1986 und wurde von Matt Cameron ersetzt, der vorher bei Skin Yard trommelte. Nach einigen Demo-Bändern und Veröffentlichungen auf lokalen Compilations unterzeichnete Soundgarden bei dem kommerziell unabhängigen Label Sub Pop, das auch ihre Debütsingle Nothing to Say und zwei EPs veröffentlichte. Danach wechselten sie zu SST Records, wo die vier 1988 ihr erstes vollständiges Album Ultramega OK einspielten. Zwischendurch tourten sie regelmäßig in den Vereinigten Staaten.

Bald wurde die kommerzielle Musikindustrie aufmerksam und sie brachten 1989 ihr erstes Major-Album Louder Than Love heraus. Bald darauf stieg Bassist Yamamoto aus, um sein Studium zu beenden. Sein Nachfolger Jason Everman kam von Nirvana und wurde nach ein paar Auftritten von Ben Shepherd ersetzt.

Zwischendurch widmete Cornell zusammen mit den späteren Pearl-Jam-Mitgliedern dem verstorbenen Sänger Andy Wood das Album Temple of the Dog.

In der neuen Besetzung nahmen sie ihre härteste Platte Badmotorfinger auf, deren Auskopplung Jesus Christ Pose wegen der rhythmischen Attacken und wegen des Textes über die Landesgrenzen hinweg Aufmerksamkeit erregte. In dieser Zeit spielten sie auch auf den Lollapalooza-Festivals. 1993 wurden die Soundgarden-Nebenprojekte Hater und Wellwater Conspiracy gegründet, an der neben Matt Cameron und Ben Shepherd auch eine Reihe von Gastmusikern beteiligt waren.

Das Album Superunknown wurde von Michael Beinhorn produziert, der sich bei der Produktion stark einbrachte. Die Folge davon war, dass die Live-Umsetzung der Stücke sich als schwierig gestaltete, weil das Album überproduziert wurde. Dies wurde als einer der Gründe für die vielen abgesagten Auftritte der Band angegeben. Ironie der Geschichte ist, dass die Band mit dem Album Superunknown, was übersetzt Superunbekannt bedeutet, einen großen Erfolg hatte. Als erfolgreichster Hit stellte sich der Song Black Hole Sun heraus, dessen Titel auf ein Missverständnis bei den Aufnahmen im Studio zurückgeht. Für das Musikvideo zu Black Hole Sun gewannen Soundgarden 1994 einen MTV Video Music Award für Bestes Video.

Nach den schlechten Erfahrungen, die Soundgarden trotz des Erfolges bei den Aufnahmen zu Superunknown gemacht hatte, entschlossen sich die Mitglieder das folgende Album Down On The Upside selbst aufzunehmen. Nach der Veröffentlichung im Jahre 1996 bekam Chris Cornell Probleme mit seiner Stimme, weswegen wiederholt Auftritte abgesagt wurden. Das führte zu Vermutungen über eine mögliche Trennung der Band.

Matt Cameron spielt, nach einem kurzen Gastspiel bei The Smashing Pumpkins, jetzt bei Pearl Jam. Chris Cornell gründete mit den drei verbliebenen Rage Against the Machine - Mitgliedern Tom Morello, Tim Commerford und Brad Wilk 2001 die Band Audioslave, bei der er bis Anfang 2007 sang. Nach seinem ersten Soloalbum Euphoria Morning folgte 2007 das Album Carry On. Hiro Yamamoto spielte in den 90er Jahren bei der Independent-Band Truly.

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Mother Love Bone

Mother Love Bone war eine US-amerikanische Hardrock-Band, die 1987 zunächst als Lords Of The Wasteland in Seattle aus den Bands Green River und Malfunkshun entstand. Lords Of The Wasteland setzten sich kurzzeitig (November bis Mitte Dezember 1987) aus ehemaligen Mitgliedern dieser beiden Bands zusammen: Andy Wood, Stone Gossard, Bruce Fairweather, Jeff Ament und Regan Hagar.

Bereits nach kurzer Zeit verließ Hagar die Band und gründete mit Kevin Wood, Andys älterem Bruder, die Band Bliss. Aus Lords Of The Wasteland wurden nach dem Zugang von Greg Gilmore, der von Ten Minute Warning kam, Mother Love Bone. Der Name Mother Love Bone leitet sich aus einem Songtext Andy Woods ab (Capricorn Sister).

Mother Love Bone veröffentlichten, nachdem sie bereits einen Plattenvertrag bei Polygram hatten, über den Umweg eines eigens dafür gegründeten Independentlabels die EP Shine. Auf dieser EP sind die Stücke Thru Fade Away, Mindshoaker Meltdown, Half as Monkey Boy und Chloedancer/Crown of Thorns (welches auch auf den Singles-Soundtrack aufgenommen wurde).

Nach Erscheinen der EP gingen Mother Love Bone im März 1989 als Vorgruppe von Dogs D'Amour auf Tour. Nur in den Nordweststaaten traten sie selbst als Headliner auf. Anschließend fingen sie an, das Album Apple einzuspielen. Unterbrochen wurden die Aufnahmen durch einen Drogenentzug Andy Woods aufgrund seiner Heroinsucht, der bis Dezember 1989 dauerte.

Den letzten Auftritt hatten Mother Love Bone am 29. Dezember 1989 im Club The Rocket zusammen mit einigen anderen Bands aus der Umgebung von Seattle.

Anfang März 1990 waren die Studioarbeiten an Apple abgeschlossen, und die Veröffentlichung sollte Anfang April des Jahres erfolgen. Am 16. März 1990 wurde der Sänger Andy Wood abends von seiner Freundin komatös aufgefunden. Die Ursache lag in einem Rückfall, da er sich Heroin gespritzt hatte. Nach drei Tagen wurden die Geräte, die Wood noch am Leben erhielten, abgeschaltet.

Durch Andy Woods Tod lösten sich Mother Love Bone auf.

Das Album Apple erschien posthum im Juli 1990.

Stone Gossard und Jeff Ament gründeten zusammen mit Mike McCready und Eddie Vedder später Pearl Jam, die zu einer der bekanntesten Bands der Grunge-Ära wurden.

Andy Woods ehemaliger Mitbewohner und Freund Chris Cornell (damals Soundgarden, später Audioslave), initiierte als Hommage das Projekt Temple of the Dog, benannt als Reminiszenz an den Text von Man of Golden Words, zusammen mit Stone Gossard, Mike McCready, Jeff Ament, Eddie Vedder und dem Schlagzeuger Matt Cameron (damals Soundgarden, danach Pearl Jam).

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Audioslave

Audioslave live beim Montreux Jazz Festival, 2005

Audioslave war eine US-amerikanische Alternative-Rock-Band, die 2002 ihr gleichnamiges Debütalbum veröffentlichte. Die Band bestand aus Chris Cornell, dem ehemaligen Sänger der Band Soundgarden, und den Instrumentalisten der mittlerweile wieder bestehenden Band Rage Against the Machine. Am 15. Februar 2007 verließ Sänger Chris Cornell die Band, was zu ihrer Auflösung führte.

Nachdem Zack de la Rocha der Band Rage Against the Machine den Rücken zugewandt hatte und kein würdiger Nachfolger in Sicht war, spielten die verbliebenen Mitglieder probeweise mit Chris Cornell ein paar Stücke ein. Im Mai 2001 wurden mit Produzent Rick Rubin innerhalb von 19 Tagen 21 Songs eingespielt. Ende März 2002 stieg Sänger Cornell aus dem Bandprojekt, das zur damaligen Zeit noch den Namen "Civilian" trug, aus, ohne Gründe für diese Entscheidung zu nennen. Erst nach einem Wechsel des Managements war Cornell zu einer Rückkehr zu bewegen. Nach der Rückkehr wurde der Band im September der Name „Audioslave“ gegeben.

Am 19. November 2002 erschien die erste LP; Audioslave wurde mit fünf Millionen verkauften Exemplaren weltweit zum Erfolg. Kurze Zeit später folgten die Singles Cochise, Like a Stone' und Show Me How to Live. Gegenüber Rage Against the Machine traten politische Inhalte in den Hintergrund, auch wenn Morello Stellung gegen den Irakkrieg bezog und die Band als erste US-amerikanische Rockband am 6. Mai 2005 mit Genehmigung der Vereinigten Staaten und Kuba auf dem Anti-Imperialist Plaza in Havanna ein Konzert vor zehntausenden Fans spielte.

Im Mai 2005 erschien das zweite Album Out of Exile. Es stieg in den US-amerikanischen Charts auf Platz 1 ein und erreichte zahlreiche Top-Ten-Platzierungen in anderen Ländern. Die erste Single-Auskopplung war Be Yourself. Diese Single wurde dann als Titeltrack für die ARD Sportschau erkoren. Zur gleichen Zeit tourte Audioslave erstmalig durch Europa. Im September 2006 erschien das dritte Album Revelations.

Erste Gerüchte um eine Trennung tauchten kurz danach auf, weil Audioslave bekanntgaben, mit dem Album nicht auf Tour zu gehen. Diese Meldung wurde am 15. Februar 2007 endgültig bestätigt, als Chris Cornell gegenüber der Presse bekannt gab, dass er Audioslave aufgrund „unüberwindbarer persönlicher Konflikte sowie musikalischer Differenzen verlasse“. Gleichzeitig wünschte er den verbleibenden drei Bandmitgliedern alles Gute für die Zukunft. Als Grund für seinen Ausstieg nannte Cornell zudem, dass er sich auf seine Solokarriere konzentrieren wolle. Sein neues Solo-Album "Carry On" erschien im Juni 2007. In einem Interview von Metal Hammer gaben auch die verbliebenen Mitglieder von Audioslave bekannt, dass die „Chemie“ zwischen ihnen nicht mehr stimmte. Sie bestätigten das Ende der Band und gaben bekannt, mit Rage Against the Machine weiterzumachen. Tom Morello gab außerdem als Grund an, dass ihm sein Solo-Projekt The Nightwatchman, das er schon 2003 live vorstellte, wichtiger sei als Audioslave.

Im Mai 2005 traten Audioslave als erste US-amerikanische Rockband vor 60.000 Zuschauern, in einem von der US-Regierung autorisierten Konzert in Havanna (Kuba) auf, wovon im November eine Live-DVD erschien.

Neben gewöhnlichen Konzerten war Audioslave 2005 oft auf groß angelegten Musik-Festivals – z. B. dem „Hurricane“-, „Novarock“- oder dem „Montreux Jazz“-Festival – zu sehen. Eine besondere Rolle spielte das „Live-8“-Festival, das zu Gunsten armer und hungerleidender Menschen abgehalten wurde.

Auf vielen ihrer Konzerte griffen Audioslave auf ihre Wurzeln zurück – so wurden den Konzertbesuchern oft auch bekannte Songs von Soundgarden (z. B. Black Hole Sun), sowie auch von Rage Against the Machine (z. B. Killing in the Name) vorgespielt.

Die Band legte, wie auch ihre Vorgängergruppen, Wert darauf, sämtliche Klänge ohne Synthesizer zu erzeugen. Audioslave versuchten, einen Gegenpol zu den ihrer Ansicht nach gehypten Nu-Metal-Bands zu stellen. Audioslave produzierten sowohl energische Gitarrenklänge als auch ruhigere Klangspektren. In vielen ihrer Lieder findet man eine Kombination aus diesen Komponenten. Harte Refrains stehen somit in unmittelbarer Verbindung zu ruhigen Strophen, wodurch Audioslave ihren individuellen Stil entwickelten.

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You Know My Name

You Know My Name ist der Titelsong zum 21. offiziellen James-Bond-Film Casino Royale, gesungen von Chris Cornell, Ex-Frontmann der Alternative-Rock-Gruppen Soundgarden und Audioslave.

Geschrieben und komponiert wurde er von Chris Cornell in Zusammenarbeit mit David Arnold, dem Komponisten der Filmmusik von Casino Royale.

Er ist seit The Living Daylights von a-ha der erste Titelsong eines James-Bond-Films, der von einem männlichen Sänger interpretiert wird, und mit All Time High von Rita Coolidge aus dem Film Octopussy erst der Zweite, der textlich keinerlei Referenzen auf den Filmtitel aufweist.

Im Vorfeld dieser Ankündigung wurden viele Vermutungen über den Titelsong getätigt. So sind unter anderem Tony Christie und auch Tina Turner, die schon zum Bond-Film GoldenEye den gleichnamigen Titelsong beisteuerte, als Interpreten gehandelt worden.

Musikalisch zählt dieser Song zu den wohl aggressivsten Titelsongs der Filmreihe – in Anpassung an die komplette Neuausrichtung der Filme mit Casino Royale – und wird oft mit Live and Let Die von Paul McCartney und den Wings verglichen – auch von Cornell selbst.

Der Aufbau des Lieds selbst erinnert stark an den Beginn On Her Majesty’s Secret Service, da auch dort auf einen harten, staccatoartigen Instrumentaleinsatz eine ruhigere Einlage folgt, die sich erst wieder schrittweise verschärft. Das Titellied des Films Im Geheimdienst Ihrer Majestät war das erste, bei dem sich der Komponist nicht im Stande sah, den Filmtitel in den Liedtext einzubauen. Daraufhin wurde ein Instrumentalstück geschrieben.

Im Text befasst sich das Stück vor allem mit den Schwierigkeiten, mit denen sich ein Geheimagent auseinandersetzen muss, wie Verrat („The odds will betray you“) oder nötiger Gefühlskälte („Forget how to feel“), enthält aber auch Anspielungen auf das Glücksspiel – ein zentrales Element im Film: So wird ein sich drehendes Rad („Life is gone with just a spin of the wheel“) als Metapher verwendet oder eine versteckte Hand („Try to hide your hand“) erwähnt.

Das Musikvideo feierte am 31. Oktober in MTVs Making the Video Premiere. Es besteht aus Sequenzen mit Cornell, der das Lied auf einer E-Gitarre vor einer Scheinwerferwand begleitet, verschiedenen teilweise vorher unveröffentlichten Szenen aus Casino Royale zusammen mit einer Handlung rund um Cornell: Er checkt in ein Flugzeug ein und entdeckt dabei eine Frau. Im Flugzeug muss er seine Aufregung bekämpfen. Als nächstes sieht man ihm in einem Auto mit dieser Frau. Er kommt unter Begleitung in ein Hotel, wo er sie schließlich vor einem Fenster stehend antrifft. Diese Sequenzen sind mit den Casino-Royale-Szenen so verknüpft, dass es den Anschein hat, als ob Bond auch immer in der Nähe ist. So sieht Cornell im startenden Flugzeug aus dem Fenster und entdeckt dort Bond über die Dächer rennend (aus der Verfolgungsjagd in Madagaskar). Parallel zu den Autoszenen mit Cornell sieht man Bond in seinem Aston Martin DBS die Entführer Vesper Lynds verfolgen und die Kontrolle über den Wagen verlieren.

Das Video entstand bei Dreharbeiten unter Regie von Michael Hausmann am 10. und 11. Oktober in Los Angeles.

Die verwendete Version ist der erstmals hier veröffentlichte Pop Mix.

You Know My Name wird im Hintergrund des computeranimierten Vorspanns gespielt, welcher zum fünften Mal in der Bond-Geschichte von Daniel Kleinman erstellt wurde. Im Hintergrund sind einfarbige Hintergründe und Ornamente mit Poker-Motiven zu sehen, davor kämpfen computeranimierte Männer, von denen James Bond immer an seinem schwarzen Smoking erkenntlich bleibt. Die von ihm besiegten Figuren zerfallen zu Spielkarten, was eine Vorankündigung auf das Pokerturnier im Casino Royale ist.

Am 20. Juli 2006 bestätigte Chris Cornell in der finnischen Zeitung Ilta-Sanomat seine Teilnahme . Kurz darauf, am 26. Juli, wurde in einer offiziellen Ankündigung auch der Titel You Know My Name sowie die kompositorische Mitarbeit von David Arnold bekanntgegeben .

Die ersten hörbaren Ergebnisse gab es zwei Monate nach der Bestätigung Cornells: Am 20. September 2006 wurden Ausschnitte im Internet in einem Trailer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im ähnlichen Zeitraum kursierte auch schon eine mp3-Datei des vollständigen Liedes. Auf der Single ist sie als Main Version vertreten.

Eine andere Version mit größerer Orchesterbesetzung wurde schließlich für das Musikvideo verwendet. Diese Version war kurze Zeit zuvor auch schon auf dem offiziellen MySpace-Profil von Chris Cornell präsentiert worden. Sie ist die vorrangig im Radio gespielte und wird auf der Single als Pop Mix bezeichnet.

Die endgültig im Film verwendete Version ist wiederum eine andere: Hier wird der Schwerpunkt klar auf Bond-typische Blechbläser gelegt, die einen großen Teil der Gitarren (insbesondere im komplett durch Hörner gespielten Intro) verdrängen. Sie ist aufgrund der Länge des Vorspanns rund eine Minute kürzer. Diese Variante wird im Abspann auch noch einmal in weiter gekürzter Version − nach einer neuen Interpretation des klassischen James-Bond-Titelsongs von Monty Norman durch David Arnold, dessen einziger Verwendung in diesem Film – gespielt.

Eine vierte Version mit leicht entschlackter Instrumentalisierung ohne Streicher und mit sehr viel geringerem Blechbläsereinsatz ist im offiziellen MySpace von Casino Royale zu hören.

Alle drei Versionen unterscheiden sich sowohl in Intonation als auch in Orchestrierung untereinander. So wird im Pop Mix „I´ve seen this diamond“ gesungen, während alle Anderen „I´ve seen diamonds“ beinhalten.

Die erste Möglichkeit, diesen Song zu kaufen gab es am 13. November 2006, als die Main Version im iTunes Store verfügbar gemacht wurde. Mittlerweile gibt es You Know My Name auch in anderen Musikdownloadportalen, wie Musicload. Er wurde in Deutschland am 1. Dezember 2006 als Single veröffentlicht, jedoch in Großbritannien erst am 11. und den USA am 14. Dezember 2006.

Auf der offiziellen Filmmusik ist dieses Lied als erstes in der Bond-Film-Geschichte nicht enthalten. Jedoch wird es auf Cornells zweitem Soloalbum Carry On zu hören sein, welches im Juni 2007 erscheint. Dies geschah auf Wunsch Cornells selbst, da er das Lied für sich beansprucht .

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Source : Wikipedia