Canon

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Geschrieben von daneel 11/03/2009 @ 06:11

Tags : canon, drucker, computer, high-tech, scanner, speicherkarten, camcorder, digital entertainment, digitalkameras

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Canon

Canon P

Die Canon Inc. (jap. キヤノン株式会社, Kiyanon kabushiki-gaisha), gelistet im Nikkei 225, ist ein japanisches Unternehmen mit Sitz in Tokio, das 1933 unter der Bezeichnung Seikikōgaku kenkyūsho (jap. 精機光學研究所, Labor für optische Präzisions-Instrumente oder Precision Optical Industry Co. Ltd.) von Yoshida Goro, Uchida Saburo und dem Arzt Takeshi Mitarai gegründet wurde.

Das ursprüngliche Ziel des Unternehmens war, preisgünstige Nachbauten der damals technisch führenden Kleinbildkameras von Leica und Contax herzustellen.

Der Firmenname Canon (キヤノン), der am 26. Juni 1935 angemeldet wurde, leitet sich wohl von der Bezeichnung des ersten Kameraprototypen „Kwanon“ ab, der nach dem buddhistischen Bodhisattva der Barmherzigkeit Kannon genannt wurde.

Canon ist heute der größte Kamerahersteller der Welt; das Unternehmen bietet jedoch auch eine umfangreiche Produktpalette im Bereich des Digital Imaging, die unter anderem Scanner und Drucker umfasst. Daneben bietet der Hersteller Videokameras, Ferngläser, Microfilm Lesegeräte (Canon 100) sowie Fax- und Kopiergeräte an. Mit dem Canon V-20 brachte Canon 1983 einen MSX-Heimcomputer auf den Markt. Seit einigen Jahren wird die Produktpalette um Produkte wie Maskenjustierer und Stepper für die Halbleiterproduktion sowie Sonnenkollektoren ergänzt.

Bis Juni 1934 wurden erste Prototypen unter der Bezeichnung Kwanon entwickelt und vorgestellt, die optisch sehr stark an die Leica I erinnerten. Noch existierende Exemplare werden heute zu Preisen von 30.000 bis 40.000 Euro gehandelt. Im Februar 1936 brachte Canon die „Hansa Canon“ für 275 Yen auf den Markt. Ab 1939 ergänzten die Leica-Nachbauten Canon S, J, NS und JS das Angebot.

In den folgenden 25 Jahren bestimmten hauptsächlich Kleinbild-Messsucherkameras und dazugehörige Objektive (Leica-Schraubgewinde) das Angebot. Mit der Canon-V entwickelte sich ab 1956 das typische „Canon-Design“ das bis in die 1990er Jahre bestimmend war. Als einzige Kleinbildkamera brachte Canon Schnellspannhebel, Filmrückspulkurbel, aufklappbare Rückwand und (ab 1961) eingebaute Belichtungsmesser. Weitere Modelle waren die Canon V-T (mit Schnellspannhebel im Bodendeckel), Canon VI (mit verstellbarer Suchervergrößerung), Canon-P und Canon-7, die mit den besten Messsucherkameras von Leitz und Nikon konkurrierten. In den frühen 1960er Jahren wurden auch hervorragende und kompakte Objektive entwickelt, die noch als FL- und FD-Linsen weiter produziert wurden, beispielsweise das 1.8/85, 1.4/50 oder 2.0/35. Unter den japanischen Herstellern Zunow, Nikon und Canon entstand zu einer Zeit, als Farbfilme zwischen 10 und 25 ASA Empfindlichkeit hatten, ein prestigeträchtiges Rennen um die lichtstärksten Objektive. Am berühmtesten war das lichtstärkste jemals serienmäßig gebaute Normalobjektiv 0.95/50, das nur an die Canon-7 passte. Um 1968 wurden die Kleinbild-Messsucherkameras von Canon eingestellt. Der Markt für anspruchsvolle Amateur- und Profikameras verlangte jetzt nach Spiegelreflexkameras. Canon produzierte mittlerweile auch Filmkameras, kleine automatische Kleinbildkameras und Tischrechner.

Die Spiegelreflexkameras der F-Serie, welche im April 1964 mit der Canon FX eingeführt wurde, läuteten den Siegeszug von Canon ein. Mit der FT QL (QL= Quick Load) wurde im März 1966 eine stark vereinfachte Filmeinlegung eingeführt, bei der man den Kleinbildfilm nicht mehr mühsam einzufädeln brauchte. Der Film musste lediglich eingelegt und bis zu einer Markierung herausgezogen werden. Nach dem Schließen der Rückwand wurde der Film durch manuelles Spannen automatisch weitergeführt, wie man es von heutigen motorbetriebenen Kameras kennt. Dieses gut funktionierende QL-System setzte sich jedoch vorerst nicht durch und wurde nur in den Modellen FT, FTb, TL und Pellix angeboten. Die Kern- und Erfolgsmodelle der F-Serie stellen jedoch die Modelle F-1/n, die F-1 New, die FT, deren Weiterentwicklung, die FTb, und die EF dar.

Die F-1-Modelle gab es auch alternativ mit motorischem Filmtransport. Eine Besonderheit stellt die im September 1972 auf der Photokina Köln vorgestellte „Schnellschusskamera“ F-1 mit 4 bis 9 Bildern/Sekunde dar, die einen Membranspiegel besitzt, der nicht hochschwingt, weil er als teildurchlässiger Spiegel ausgeführt ist. Dadurch kann der Fotograf ein bewegtes Objekt stets im Sucher behalten. Die Kamera hat seinerzeit rund 3000 DM gekostet und wurde nur auf Bestellung an professionelle Fotografen geliefert.

Das Spitzen- und Profi-Modell F-1 gab es in insgesamt 3 Versionen: Die 1971 eingeführte F-1, die 1976 leicht überarbeitete F-1n und schließlich die von 1981 bis 1988/1992 gebaute F-1 New. In allen Versionen waren sowohl der Sucher (5 Modelle) als auch die Mattscheiben (13 Modelle) austauschbar; außer den FD-Objektiven ist aber das Zubehör zwischen F-1/F-1n und F-1 New nicht kompatibel.

Der Standardsucher der F-1(alt) ermöglichte eine Nachführmessung. Neben dem Spezialsucher für Sportfotografen (dieser ermöglichte den Suchereinblick aus bis zu 60 mm Entfernung, ohne die Kamera direkt am Auge zu halten, so dass man das Gesamtgeschehen außerhalb des Sucherbildes beobachten konnte) und dem Aufsichtsucher (beliebt bei Studio-Fotografen), war deswegen besonders der Automatiksucher AE beliebt, der die Kamera in eine Blendenautomatik-Kamera verwandelte. Zeitautomatik ist mit der F-1(alt) nicht möglich.

Bei der Canon F-1 New war im Grundzustand ebenfalls Nachführmessung eingebaut. Zeitautomatik ließ sich durch Ansetzen des Automatiksuchers AE-FN realisieren, Blendenautomatik durch Ansetzen des „Motor Drive FN“.

Von der F-1 wurden auch diverse Sondermodelle gefertigt, so z.B. zu den Olympischen Spielen 1976, 1980 und 1984 und zum 50jährigen Firmenjubiläum von Canon. Es gab außerdem ein Sondermodell für die amerikanische Armee.

Modelle der F-Serie: FX, FP, Pellix, FT QL, Pellix QL, TL QL, F-1, F-1n, FTb QL, FTb-N QL, EF, TX, TLb, New F-1.

Im April 1976 brachte Canon mit der AE-1 mit Blendenautomatik das erste Modell der A-Serie auf den Markt, welches die bisherige Kameratechnik revolutionieren sollte, denn sie war die erste Kamera, deren Belichtungsprogramm von einer CPU gesteuert wurde. Sie war damit die erste vollelektronische Spiegelreflexkamera. Die im April 1978 erschienene A-1 gilt noch heute als Meilenstein der Kameratechnik. Sie verfügte über fünf Automatikprogramme, darunter auch eine Programmautomatik, die Zeit und Blende vollautomatisch einstellt. Das von der Kamera errechnete Zeit-/Blendenverhältnis wurde erstmals digital im Sucherfenster eingeblendet. Die Helligkeit dieser Anzeige passte sich zudem noch den Lichtverhältnissen an. In Verbindung mit dem dazugehörigen Motor kann sie bis zu 5 Bilder/Sekunde aufnehmen – ein Wert, der zu FD-Zeiten nur noch von der F-1 übertroffen wurde.

1981 folgte mit der „AE-1 Program“ die Nachfolgerin der AE-1, die neben der Canon-typischen Blendenautomatik nun auch eine Programmautomatik anbot. Auch ihre Sucheranzeigen waren nun elektronisch. Während die AE-1 noch eine Messnadel aufwies, zeigte die „AE-1 Program“ die automatisch eingestellten Blendenwerte mit LED an. Die alphanumerische Anzeige von Zeit und Blende blieb dem Top-Modell A-1 vorbehalten.

Mit der im März 1982 eingeführten AL-1 QF (QF= Quick-Focus) wurde ein Vorläufer des Autofokus eingeführt. Im Sucherfenster befanden sich drei Leuchtdioden, zwei rote in Form von Richtungspfeilen nach links und rechts sowie eine runde, grüne in deren Mitte. Die roten Leuchtdioden zeigten die notwendige Drehrichtung des Objektives an, die grüne leuchtete bei der korrekten Fokussierung auf. Gleichzeitig entfielen der Schnittbildindikator sowie der Mikroprismenring auf der Mattscheibe.

Weitere Modelle der A-Serie waren die voll manuelle AT-1, bei der Zeit und Blende per Keil und Messnadel im Sucher abgeglichen werden mussten, sowie die AV-1, der einzige reine Zeitautomat im damaligen Canon-Programm, bei der jedoch eine manuelle Einstellung bzw. Korrektur der Belichtung nur umständlich (z. B. über die Verstellung der ISO-Werte) möglich war.

Modelle der A-Serie: AE-1, AT-1, A-1, AV-1, AE-1 Program, AL-1.

Das Amateurmodell der Profikamera F-1, die EF, verfügte zusätzlich noch über eine Blendenautomatik sowie den interessanten Hybridverschluss: Die kurzen Zeiten bis zur 1/60 werden mechanisch gebildet, die langen Verschlusszeiten elektronisch. Die F-1N war wie ihre Vorgängerin, die F-1, ein Profimodell in Modulbauweise. Die Sucheraufsätze waren auswechselbar, und je nach verwendetem Sucher bzw. angesetztem Motorantrieb verfügt die Kamera über Nachführmessung, Zeit- und/oder Blendenautomatik. Sie galt als Herausfordererin der Nikon F3, der sie durchaus das Wasser reichen kann, doch erst mit der Autofokusserie EOS (insbesondere mit dem Modell EOS-1) konnte Canon verstärkt in Profibereiche eindringen und Nikon überflügeln.

Die F- und A-Serie von Canon gelten als sehr robust. Selbst erste Modelle der F-Serie, mittlerweile 40 Jahre alt, funktionieren in der Regel noch heute problemlos und zeigen keinerlei Verschleiß. Bei den älteren Modellen der rein mechanischen F-Serie stellt heute jedoch die Stromversorgung für den Belichtungsmesser ein Problem dar, da diese durch 1,35 Volt Quecksilberbatterien erfolgt, welche nicht mehr vertrieben werden dürfen. Eine Ausnahme stellt die EF dar, welche aufgrund einer aufwendigen Spannungsversorgung des Belichtungsmessers auch mit problemlos erhältlichen 1,5-Volt-Alkali-Batterien betrieben werden kann. Bei der FTb kann man sich dadurch behelfen, dass man eine 1,5-Volt-Batterie einsetzt und die Filmempfindlichkeit auf ein Viertel des angegebenen ASA-Wertes reduziert (statt 200 stellt man 50, statt 800 stellt man 200 ASA ein, usw). Ob diese oder eine ähnliche Einstellungskorrektur auch für die anderen Modelle der F-Serie gilt, kann man durch den Vergleich der Belichtungseinstellung mit einer zweiten Kamera ermitteln. Die F-1 NEW wird, wie die Modelle der A-Serie, mit 6-Volt-Batterien betrieben, die auch quecksilberfrei im Handel erhältlich sind. Bei der A-Serie kommt es bei seltener Benutzung der Kamera oftmals zum sogenannten „Keuchhusten“ oder „Asthma“, der sich durch ein quietschendes bzw. pfeifendes Geräusch beim Auslösen bemerkbar macht. Die Ursache hierfür ist eine verharzte Spiegelbremse. Im Internet findet sich eine Reparaturanleitung für dieses Problem.

Im März 1983 wurde mit der T-50 die T-Serie eingeführt. Diese Kameras hatten ebenfalls noch keinen Autofokus, die FD-Objektive der F- und A-Serie konnten somit an dieser Serie weiterverwendet werden. Die T-Serie wurde mit Hilfe von Digitalanzeigen auf dem Gehäuse und im Sucher eingestellt. Die Einstellung erfolgte durch Druckknöpfe.

Die unterschiedlichen Automatikprogramme sind bei allen an die Kamera passenden FD-Objektiven benutzbar, z.B. heißt „Teleprogramm“ nicht, dass nur Teleobjektive mit diesem Programm benutzt werden könnten.

Außerdem lässt sich die T-70 – im Gegensatz zur T-50 – auch ganz manuell einstellen.

Diese Kamera bietet neben einer mittenbetonten Integralmessung auch Selektivmessung mit Messwertspeicherung (sehr praktisch z.B. für Gegenlichtaufnahmen). Die Belichtungszeiten reichen von 2s bis zu 1/1000 s. Mit der speziell für die T-70 entwickelten Datenrückwand sind – neben weiteren interessanten Funktionen – Belichtungszeiten von bis zu rund 24 h möglich. Außerdem gibt es mit dem „Canon Speedlite 277T“ ein optimal angepasstes Blitzlicht für dieses Modell.

Die T-70 war sehr erfolgreich und wurde mehrfach ausgezeichnet u.a. im Mai 1985 von der Stiftung Warentest mit „sehr gut“ bewertet.

Die T-90 stellte letztendlich das letzte, aber auch das am besten ausgestattete Modell mit dem Canon FD Bajonett dar. So beherrscht die T-90 wahlweise die Integral-, die Selektiv- oder die Multi-Spotmessung, enthält eine TTL-Blitzautomatik und erreicht mit ihrem eingebauten Motor eine Serienbildrate von 4,5 Bildern/Sekunde. Mit ihr waren Verschlusszeiten bis zur 1/4000 Sekunde möglich. Ihr für die gesamte Kameraentwicklung wegweisendes Produktdesign stammt von Luigi Colani.

Auch für die T-90 gibt es eine passende Datenrückwand, welche die Funktionalität der Kamera erweitert.

Das Blitzlicht „Canon Speedlite 300TL“ wurde speziell auf die T-90 zugeschnitten.

Im Gegensatz zur High-Tech-Kamera T-90 steht die T-60, die allerletzte Kamera des FD-Systems, die Anfang der 1990er Jahre auf den Markt kam. Canon ließ sie von Cosina produzieren (wie auch Nikon die FE-10/FM-10), was dafür sorgte, dass ihr der typische Charme sonstiger Canon-Modelle ein wenig abgeht: Sie ist rein aus Kunststoff gefertigt und macht keinen besonders wertigen Eindruck. Interessant ist sie aber dennoch, weil sie ein reiner Zeitautomat mit allen manuellen Eingriffsmöglichkeiten ist. In das FD-System ist sie allerdings nur über das Bajonett eingebunden, denn sie verfügt im Blitzschuh nur über einen normalen Standard-X-Anschluss, so dass die Besonderheiten der Canon-Systemblitze nicht genutzt werden können. Außerdem hat sie keine Anschlussmöglichkeit für einen Motorantrieb.

Eine Besonderheit ist die T-80: sie war die erste Spiegelreflexkamera von Canon mit echtem Autofokus. Voraussetzung hierfür sind spezielle und recht unförmige Spezialobjektive (AC 50 mm f/1.8, AC 35-70 mm f/3.5-4.5, AC 75-200 mm f/4.5), die einen Fokusmotor beinhalten und über zusätzliche Kontakte mit der Kamera kommunizieren. Dennoch besitzt die T-80 das FD-Bajonett und ist somit voll kompatibel zu allen anderen, manuellen FD- und FL-Objektiven.

Canon stellte mit der EOS 650 seine erste Autofokus-Spiegelreflexkamera mit dem völlig neuen EF Bajonett für das Kleinbildformat im März 1987 vor – zwei Jahre nach dem Mitbewerber Minolta; der Autofokusmotor sitzt bei den Canon EF-Objektiven allerdings nicht im Gehäuse, sondern im Objektiv; im September 1989 wurden die nahezu lautlosen Ultraschall (USM)-Motoren vorgestellt. Mit der EOS 1 gelang es Canon erstmals, mit den bis dahin dominierenden Nikon-Kameras gleichzuziehen. Aufgrund der schnelleren USM-Superteles wurde Canon innerhalb weniger Jahre sogar zur führenden Marke unter Sportfotografen. Der Name EOS steht für Electronic Optical System.

Modelle der analogen EOS-Serie sind: 650 QD, 620, 750 QD, 850, 600, 1, RT, 10, 700, 100 / Elan (USA), 1000F QD, 1000F, 1000N, 5, 500, Rebel X (USA), 1N, 1N HS, 1N DP, 5000, 888 (Asien), 1N RS, 50, 50E, 500N, IX, IX7, 3, 3000, 88 (Asien), 300, 300 QD, 1V, 30, KISS III L (Japan), 3000N, 300V, 300X, 3000V, 30V, 33V, EF-M.

Canon bietet Digitalkameras seit etwa 1984 an. Die erste erhältliche Kamera war die Canon RC-701 der RC-Modellreihe. Später folgten digitale Kompaktkameras der Reihen PowerShot und Digital IXUS sowie die digitalen Spiegelreflexkameras der EOS Digital-Serie.

Canon bot und bietet für alle Kamera-Reihen ein umfangreiches Zubehör-Sortiment an; dazu zählen unter anderem die Blitzgeräte mit dem Markennamen „Speedlite“.

Canon stellt seit vielen Jahren hochwertige Scanner für den Einsatz am Computer her. Dazu gehören Flachbettscanner, Flachbettscanner mit Durchsichteinheit (Dia-Scanner) und Dokumentenscanner. Der Canoscan 8800F gehört zu den beliebtesten Scanner-Modellen. Für April 2009 ist ein neuer Scanner, der CanoScan LiDE 700F angekündigt.

1983 stellte Canon mit dem V-10 und dem V-20 zwei MSX-Heimcomputer vor, die technologisch beide nicht besonders überzeugen konnten. Ohne zusätzliche Features realisierten sie nur den minimalen Umfang des MSX-Standards. Der V-20 konnte allerdings mit einer Data-Memory-Back-T90-Erweiterung Fotos von der T-90-Kamera empfangen.

Seit 2002 ist Canon in Westeuropa Marktführer bei Digitalkameras. Die Rekordumsätze, die das Unternehmen etwa seit der Jahrtausendwende erwirtschaftet, resultieren vor allem aus dem sprunghaft gestiegenen Absatz von Digitalkameras.

2003 erwirtschaftete Canon einen Rekordumsatz von 3198 Milliarden Yen (rund 24,1 Milliarden Euro; 2002: 2940 Milliarden Yen, rund 22,2 Milliarden Euro). Der operative Gewinn lag bei 454,4 Milliarden Yen (rund 3,4 Milliarden Euro; 2002: 346,4 Milliarden Yen, 2,6 Milliarden Euro).

Ebenfalls im Jahr 2003 erreichte Canon in Japan zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte die Marktführerschaft für Digitalkameras. Mit einem Marktanteil von etwa 19 % verdrängte Canon den bisherigen Spitzenreiter und Konkurrenten Fuji Photo Film (14,9 Prozent) sowie Sony (15,3 Prozent).

Die erste deutsche Niederlassung wurde 1973 unter dem Namen Canon Copylux GmbH in Düsseldorf gegründet und zog ein Jahr später nach Willich. 1990 wurden die Unternehmen Canon Copylux und Canon Rechner Deutschland zur Canon Deutschland GmbH zusammengelegt. Canon unterhält seit 1995 in Krefeld eine Handelsniederlassung. Zum 1. Juli 2001 kam dann mit der ehemaligen Euro-Photo GmbH (seit 1985 zu Canon gehörig) die Kamerasparte an Bord, die zuvor ihren Sitz im benachbarten Willich gehabt hatte.

Canon Deutschland erwirtschaftete 2001 einen Jahresumsatz von 874,4 Millionen Euro und beschäftigte rund 1100 Mitarbeiter (Quelle: Canon Deutschland). Im ersten Halbjahr 2004 erreichte Canon ein Wachstum von 33 Prozent.

Die österreichische Niederlassung wurde 1975 mit ihrer Zentrale in Wien gegründet. 1994 wurde die Canon CEE GmbH aus der Exportabteilung der Canon Österreich GmbH ausgegliedert und übernahm den Export in die zentral- und osteuropäischen Staaten und gründete dort Tochterfirmen und Büros.

Im Jahre 2004 erhielt die Canon Deutschland GmbH die Negativ-Auszeichnung Big Brother Award in der Kategorie „Technik“ für das Einbetten einer unsichtbaren, weltweit einmaligen Geräte-Kennung in sämtliche Farbkopien von professionellen Farblaserkopierern, um bei jeder Kopie nachvollziehen zu können, welches Gerät benutzt wurde. Somit wäre es prinzipiell möglich, den Urheber eines anonymen Protestschreibens oder den Erzeuger von Demonstrationsaufrufen räumlich exakt einzukreisen. Gedacht war die Sicherung offenbar gegen das Fälschen von Banknoten, wofür häufig derartige Geräte genutzt werden.

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Canon EOS 450D

Canon EOS 450D Xsi.JPG

Die Canon EOS 450D (in Nordamerika auch Canon EOS Digital Rebel XSi; in Japan auch Canon EOS Kiss X2) ist eine digitale Spiegelreflexkamera der Firma Canon. Im preiswerten Consumer-Segment von Canon ist sie mit mehr Funktionen, darunter der Live-View und einer höheren Auflösung die große Schwester der älteren Canon EOS 400D.

Die EOS 450D ist seit April 2008 auf dem deutschen Markt verfügbar.

Die EOS 450D weist im Vergleich zu ihrer kleinen Schwester EOS 400D zahlreiche kleinere Neuerungen auf.

Die Auflösung des CMOS-Bildsensors beträgt 12,2 Megapixel (EOS 400D: 10 MP), zur Bildverarbeitung ist die Kamera mit dem neueren DIGIC-III-Prozessor ausgestattet, der erstmals in der EOS 1D Mark III zum Einsatz kam und eine Farbtiefe von 14 Bit pro Kanal bei der Bildsignalverarbeitung erreicht. Serienaufnahmen können mit bis zu 3,5 Bildern pro Sekunde gemacht werden, wobei der interne Pufferspeicher 6 RAW bzw. 53 Large-JPEG Bilder aufnimmt. Das Display hat nun eine Diagonale von 3 Zoll anstatt von 2,5 Zoll, die Auflösung bleibt hingegen weiterhin bei 230.000 Pixeln.

In die EOS 450D wurde im Gegensatz zu den Vorgängermodellen eine Livebild-Vorschau integriert. Diese ermöglicht das Anzeigen des aktuellen Aufnahmebereiches auf dem LCD-Monitor – ähnlich wie von kompakten Digitalkameras gewohnt. Die EOS 450D verwendet als erste DSLR von Canon ausschließlich Secure Digital- anstatt der bisher üblichen CompactFlash-Speicherkarten. Die Belichtungsmethoden wurden um die Spotmessung erweitert. Überdies können mit der 450D nun Bilder in begrenztem Umfang bereits in der Kamera bearbeitet werden.

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Canon PowerShot

Canon PowerShot A610

Den Namen PowerShot führte die Firma Canon 1998 als Bezeichnung seiner Digitalkameras ein. Die meisten digitalen Kompaktkameras von Canon gehören dieser Produktfamilie an, darunter beispielsweise die A-Serie, S-Serie, G-Serie und Pro-Serie.

Die ersten Modelle der A-Reihe hatten Ausstattungsmerkmale, die identisch mit denen der damaligen analogen Spiegelreflexkameras waren. Im Laufe der Zeit ist der Hersteller dazu übergegangen, die Kameras für Anfänger leichter bedienbar zu machen, jedoch wurde nicht auf die vielen Einstellmöglichkeiten verzichtet. Sie verfügen, bis auf wenige Ausnahmen, alle über Programm-, Zeit- und Blendenautomatik. Auch ist es möglich, die Kameras der A-Reihe vollmanuell zu steuern. Ebenso wurde von den Compact-Flash-Karten auf MMC und SD bzw. SDHC gewechselt, deren Bauform platzsparender ist. Eine Besonderheit der A-Reihe liegt in der für die Kompaktklasse ungewöhnlichen Stromversorgung, die mit AA-Batterien oder AA-Akkus realisiert wird und aufgrund der weiten Verbreitung und der preisgünstigen Ladegeräte und Ersatzakkus von den Benutzern als ein großer Vorteil gesehen wird. Um auch ambitionierteren Ansprüchen gerecht zu werden, verzichtet Canon im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern nicht auf den Sucher, da der LCD-Monitor in hellen Umgebungen nicht gut erkennbar ist. Zudem ist der Sucher bei Serienbildaufnahmen von bewegten Objekten sehr nützlich, da auf dem LCD-Monitor während der Aufnahme kein Livebild wiedergegeben werden kann.

Die Modelle der G-Reihe richten sich eher an ambitionierte Hobbyfotografen. Die Kameras sind für Kompaktkameras aufgrund ihres robusten Vollmetallgehäuses vergleichsweise schwer und verfügen über relativ aufwendige, lichtstarke Objektive. Eine Besonderheit stellt der Blitzschuh dar, mit dem Canon-Systemblitze mit der Kamera verwendet werden können. Bereits mit frühen Modellen wie der G3 konnten wegen der guten Objektive mit einer Sensorauflösung von nur 4 Megapixeln Bilder gemacht werden, welche auch heute noch Kameras mit schlechtem Objektiv, aber nominell deutlich höherer Auflösung in den Schatten stellen. Inzwischen folgt Canon aber auch bei dieser Baureihe dem allgemeinen Trend, Kameras mit so hoher Auflösung zu produzieren, dass dies aufgrund der geringen Abmessungen einer Kompaktkamera physikalisch nicht mehr sinnvoll ist. Die Stromversorgung erfolgt durch Lithium-Ionen-Akkus, die zwar flacher als herkömmliche AA-Akkus sind, aber auch deutlich mehr kosten.

Die S-Reihe ist zwischen der A- und G-Reihe positioniert und bietet etwas mehr Funktionen und ein schickeres Design als die A-Reihe, aber weniger fotografische Möglichkeiten als die G-Reihe. Im Gegensatz zur A-Reihe erfolgt die Stromversorgung über Lithium-Ionen-Akkus.

Die Pro-Reihe bietet gegenüber der G-Reihe einen erweiterten Zoombereich und soll Spiegelreflexkameras ersetzen. Ein Blitzschuh ist ebenfalls vorhanden. Der erweiterte Zoombereich hat den Vorteil größerer fotografischer Gestaltungsmöglichkeiten, wird aber durch Einbußen bei der Bildqualität erkauft. Die Stromversorgung erfolgt über Lithium-Ionen-Akkus.

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Canon EF-S

EF-S Bajonett einer Canon EOS 20D, erkennbar an der 2. Vertiefung im Spiegelkasten

Der Canon EF-S- Objektivanschluss ist ein spezieller Bajonett-Anschluss für Objektive an Canon-EOS-Digitalkameras mit APS-C-Sensorgröße und einem Formatfaktor von 1,6 zum Kleinbildformat.

Der EF-S-Anschluss wurde erstmals 2003 an der digitalen Spiegelreflexkamera EOS 300D eingesetzt. Derzeit ist EF-S ein proprietärer Anschluss, der erst bei einigen Canon-EOS-Digitalkameras und einigen Objektiven der Firma Canon verwendet wird.

EF-S ist eine Modifikation des bekannten Canon EF-Anschlusses für Objektive mit Autofocus, welcher schon 1987 ursprünglich für die analoge Fotografie mit Kleinbildfilm (24x36mm) geschaffen wurde. EF steht für "Electro Focus", das S steht dabei für "Short back (focus)", das heißt, der kleinste Abstand zwischen dem hintersten Element des Objektivs und dem Bildsensor (CMOS-Chip) ist kleiner als bei Objektiven mit EF-Anschluss. Für diese Distanz gibt es bei Spiegelreflexkameras eine Untergrenze, weil der Spiegel, der den Sensor abdeckt, beim Hochklappen für diesen Vorgang Platz braucht. Bei digitalen Spiegelreflexkameras mit kleinerer APS-C Bildsensor-Fläche erweist sich eine möglichst kurze Mindestdistanz als vorteilhaft für die Konstruktion von besonders weitwinkligen Objektiven mit extrem kurzen Brennweiten. Um diese Distanz weiter zu verkürzen, wird der Spiegel, der bei APS-C-Sensoren ohnedies kleiner ausfällt als bei Vollformat, beim EF-S-Bajonett auf einer exzentrischen Bahn hochgeklappt.

Wegen des kleineren Aufnahmeformats muss nur ein kleinerer Bildkreis vom Objektiv ausgeleuchtet werden, wodurch es kleiner, leichter und günstiger konstruiert werden kann als ein Objektiv mit gleichen technischen Daten für das Kleinbildformat.

An Canon-EOS-Digitalkameras mit EF-S-Anschluss können auch weiterhin alle Objektive mit EF-Anschluss eingesetzt werden. Hochwertige Digitalkameras mit sog. Vollformatsensor, wie die Canon EOS 1Ds- oder die EOS 5D-Modelle nutzen neben allen analogen EOS-Spiegelreflexkameras den EF-Anschluss somit weiterhin. Die EOS 1D-Reihe nutzt trotz eines kleineren Sensors den EF-Anschluss ebenfalls, da der Formatfaktor hier nur 1,3 beträgt. Ein EF-S Objektiv kann daher an diese Kameras nicht angeschlossen werden, weil sonst der hochklappende Spiegel beim Auslösen das "nächste Linsenelement" berühren würde. Dies hätte eine Beschädigung von Spiegel und/oder Objektiv zur Folge. Zudem würde der kleinere Bildkreis Vignettierungen verursachen. Canon hat durch einen Hartgummiring an EF-S Objektiven, der nur in den tiefer liegenden Spiegelkasten eines EF-S Bajonetts passt, technische Vorkehrungen gegen einen irrtümlichen Anschluss an einem EF-Bajonett getroffen.

Aktuelle Canon-EOS-Digitalkameras mit EF-S-Anschluss (Stand: Januar 2009) sind die Modelle 20D / 20Da, 30D, 40D, 50D, 300D, 350D, 400D, 450D und 1000D.

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Source : Wikipedia