CM

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Geschrieben von daneel 03/04/2009 @ 03:11

Tags : cm, parteien, politik

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CM Veritas Wittenberge

Logo von CM Veritas Wittenberge

Der FSV CM Veritas Wittenberge ist ein deutscher Fußballverein aus Wittenberge im Landkreis Prignitz. Heimstätte ist das Ernst-Thälmann-Stadion, welches 5000 Zuschauern Platz bietet.

Veritas Wittenberge entstand 1948 aus einer Fusion der neu gebildeten Nachkriegsvereine Süd Wittenberge und Nord Wittenberge, und spielte fortan als ZSG Wittenberge. Bereits vor 1945 existierten in Wittenberge mehrere Fußballvereine, der bekannteste war die Werkself von Singer Wittenberge. In der Folgezeit standen den Brandenburgern mehrere Umbenennungen und Fusionen bevor.

1949 erfolgten Namensänderungen in BSG Industrie Wittenberge und ab 1950 in Mechanik sowie Motor Wittenberge. Am 3. Juni 1960 fusionierte Motor Wittenberge mit dem damaligen Drittligisten Chemie Wittenberge, und übernahm dessen Platz in der II. DDR-Liga als BSG Chemie/Motor Veritas Wittenberge. Lokalrivale Chemie war bereits seit 1958 in der dritthöchsten ostdeutschen Klasse aktiv gewesen, Nachfolger Veritas Wittenberge gelang dies bis zur Auflösung der Liga nach der Spielzeit 1962/63.

Nach der Saison 1970/71 erreichten die Brandenburger als Zweiter der Bezirksliga Schwerin den Aufstieg in die DDR-Liga. Sie profitierten dabei von der Erweiterung der Liga von zwei in der Saison 1970/71 auf fünf Staffeln in 1971/72. Die nächsten sechs Spielzeiten konnte sich Wittenberge in der zweithöchsten Spielklasse der DDR etablieren. 1977 musste Veritas gemeinsam mit Lok Halberstadt und Lok Stendal die Liga wieder verlassen. In der Folgezeit gelang Wittenberge 1978, 1980 und 1982 der erneute Aufstieg, die Elf musste aber im Stile einer Fahrstuhlmannschaft jeweils den sofortigen Wiederabstieg hinnehmen.

Nach der Wende fanden wieder mehrere Umbenennungen statt. 1990 in SV Veritas Wittenberge sowie ab 1991 mit dem Aussteigen des Trägerbetriebes kurzzeitig in Grün-Rot Wittenberge. Nach einer erneuten Namensänderung in Alemannia Wittenberge wurde auf einer Mitgliederversammlung im Jahr 1996 wieder der historische Name CM Veritas Wittenberge hergestellt. Sportlich verschwand der Verein aus dem höherklassigen Fußball recht schnell. Nach einem zwischenzeitlichen Aufenthalt in der Verbandsliga Brandenburg agiert Wittenberge derzeit in der Landesliga Brandenburg. Am 9. Juni 2008 fusionierte der FSV CM Veritas Wittenberge mit der SG Breese 1951 zum FSV Veritas Wittenberge/Breese.

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Christliche Mitte

Die Christliche Mitte – Für ein Deutschland nach Gottes Geboten (CM) ist eine national-konservative Kleinpartei, die nach eigenem Selbstverständnis christliche Werte vertritt.

Die Partei versteht sich selbst als Sammelbewegung für Konservative, Patrioten, Christen und (enttäuschte) ehemalige CDU-Mitglieder. Sie fordert eine Ausrichtung aller gesellschaftlichen Bereiche „unter dem christlichen Sittengesetz nach Gottes Geboten“.

Die Ziele der Partei sind unter anderem die strafrechtliche Verfolgung von Schwangerschaftsabbrüchen als Mord, die Strafbarkeit von praktizierter Homosexualität und jeglicher Form von Pornografie, der Verzicht auf Atomenergie, die Abschaffung der Massentierhaltung und ein Verbot des Sexualkundeunterrichts an den Schulen. Die Partei wendet sich auch gegen Astrologie, Okkultismus und andere Formen von Esoterik, wozu auch Romane wie J.K. Rowlings Harry Potter gerechnet werden.

Im Oktober 2005 verabschiedete die Partei auf ihrem ordentlichen Bundesparteitag in Fulda ein überarbeitetes Grundsatzprogramm, das sich nach ihrem eigenen Verständnis auf die wesentlichen Punkte einer christlichen und sozialen Politik konzentriert.

Die Partei hält den Islam pauschal für undemokratisch. Sie sieht eine schleichende Eroberung Europas durch den Islam, der nach ihrer Ansicht dabei ist, ein globales kulturelles Übergewicht zu repräsentieren, und wähnt eine Machtergreifung der Muslime mit Gewalt und Terror. Sie vertritt außerdem die Meinung, dass Vorehelicher Geschlechtsverkehr eine der Hauptursachen für Ehescheidungen sei, da er die psychologische Bindungsfähigkeit negativ beeinflusse.

Die CM beruft sich auf „christliche Werte“ und bekämpft andere christlich orientierte Parteien wegen deren „unchristlichen Verhaltens und Ziele“, eine christliche "Schule" oder eine Ausrichtung ist nicht zu erkennen. Auf Anfragen werden auch keine entsprechenden Angaben gemacht. Nach dem Tod von Johannes Paul II. wurde erfolglos versucht, Beweise für nichtchristliche (= nicht im Sinne der CM) oder häretische Äußerungen des Papstes oder eine Nähe des Papstes zu kommunistischen Geheimdiensten zu finden.

Parteivorsitzende ist Adelgunde Mertensacker aus Liesborn, die von 1986 bis 1987 bereits Bundesvorsitzende des ZENTRUM war. Zusammen mit dem katholischen Priester Winfried Pietrek aus Lippstadt, der Präses der CM-Jugendorganisation "Junge Mitte" ist, veröffentlicht sie seit den 1970er Jahren vor allem antiislamische Schriften und Flugblätter. Auch im Internet verbreiten Sympathisanten und Mitglieder der Partei antiislamische Schriften.

Die CM hat nach eigenen Angaben 4.000 Mitglieder (2006). Die monatlich erscheinende Zeitung der Partei, der KURIER der Christlichen Mitte, hat eigenen Angaben zufolge 19.000 Abonnenten.

Die CM wurde am 27. August 1988 gegründet. Sie war eine Abspaltung des ZENTRUMs. Der Name „Christliche Mitte“ wurde gewählt, weil sich die CM als Nachfolgerin der Zentrumspartei betrachtet und diese sich nach ihrem, im Grundsatzprogramm zum Ausdruck kommenden Selbstverständnis ausdrücklich als „die Partei der christlichen Mitte“ bezeichnete.

Die Gründerin der CM, Adelgunde Mertensacker, war zuvor ein Jahr lang Vorsitzende der Deutschen Zentrumspartei. Nachdem sie 1987 nach starken Auseinandersetzungen als Parteivorsitzende abgewählt wurde, gründete Mertensacker gemeinsam mit ihren Anhängern - darunter die meisten Lebensrechtler und die „katholische Fraktion“ des damaligen Zentrums - die CM. Der größte Teil der abgewählten Führungsriege des Zentrums um Günter Stiff und Felizitas Küble hingegen gründete 1988 die Partei Demokratie 2000 – Allianz für Freiheit und Grundgesetz. Dieser schlossen sich dann auch etliche Mitglieder der Christlichen Mitte an, nachdem deutlich wurde, dass Mertensacker niemand neben sich bestehen lassen würde, und sich überdies herausstellte, daß die CM-Vorsitzende tatsächlich keine politische Partei sondern eher eine religiöse Gruppe aufbauen wollte.

Bei Wahlen konnte sie bisher keine nennenswerten Erfolge erzielen. Den geringen Zuspruch bei Wählern erklärt die Partei mit dem Sittenverfall in Europa und damit, dass ihr Programm sehr anspruchsvoll sei.

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ISO 3166-2:CM

Die Liste der ISO 3166-2-Codes für Kamerun enthält die Codes für die 10 Provinzen.

Die Codes bestehen aus zwei Teilen, die durch einen Bindestrich voneinander getrennt sind. Der erste Teil gibt den Landescode gemäß ISO 3166-1 (für Kamerun CM), der zweite den Code für die Provinz wieder. Der aktuelle Landescode wurde seit der Veröffentlichung im Jahr 1998 nicht aktualisiert.

In den Listen werden der französische und der englische Name angegeben.

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10,5-cm-Festungsgeschütze

Skizze einer Feldkanone in einem Festungsgeschützstand

Als besondere Waffe ist hier die 10,5-cm-Turmkanone zu erwähnen, die in einem eigenen Artikel behandelt wird. Die restlichen aufgeführten Geschütze sind Festungsgeschütze für eine minimale Schartenöffnung (Minimalscharte). Das bedeudet, dass die Öffung der Scharte gerade gross genug ist, dass das Geschützrohr hindurch passt. Diese 10,5-cm-Kanonen und Haubitzen wurden meist in Felswerken eingebaut. In Gegenden, in denen keine Felsen vorhanden waren, wurden auch Bunker im Tagebau erstellt. Als markante Beispiele sind die Stellungen in Faulensee und Jaunpass zu nennen. Nicht alle Festungen wurden vom Beginn an mit den oben genannten Geschützen ausgerüstet. Zum Teil wurden die Festungen mit den Geschützen der Feldartillerie armiert. Das geschah in erster Linie aus dem Mangel an speziellen Bunkerwaffen oder es wurden die damals Mitte der 1940er-Jahre schon älteren 12-cm-Kanonen eingebaut. Anlagen, die für die Armierung mit Geschützen der Feldartillierie geplant wurden, sind in der Regel noch heute an den eher breiten Stollen zu erkennen, die nötig waren, damit die Geschütze auf den Feldlafetten in die Geschützstände gefahren werden konnten. Alle Feldgeschütze wurden bis zu zum Ende des Zweiten Weltkrieges durch fest eingebaute Geschütze auf Hebel- oder Ständerlafetten ausgewechselt.

Die Beschaffung der 10,5-cm-Kanone wurde im Jahr 1934 beschlossen. Die ersten Geschütze wurden von der schwedischen Firma Bofors geliefert. Anschliessend wurden die Geschütze von der K+W in Thun in Lizenz gefertigt. Das Geschütz von Bofors hatte eine Loch-Mündungsbremse, die von der K+W Thun durch eine Zweikammer-Mündungsbremse ersetzt wurde.

Bei der Ständerlafette befindet sich der grösste Teil des Rohres im Bunker. Nur der vordere Teil ragt aus der Schartenöffnung ins Freie. Dies hat den Vorteil, dass das Geschützrohr vor äusseren Einflüssen gut geschützt ist. Ein Nachteil dieses Systemes ist, dass der Verschluss bei kleiner Elevation ohne Hilfsmittel für den Lader nicht oder kaum mehr zu erreichen ist. Die Lafette besteht aus Grundplatte und Ständer. Der Ständer wird auf den kreisförmigen Kulissen der Grundplatte geführt. Die Zentren der kreisförmigen Führungswagen von Grundplatte und Ständer sind so angeordnet, dass der fiktive Drehpunkt des Rohres in der Austrittsöffnung der Panzerplatte liegt. Am oberen Ende wird der Ständer durch eine Zuggabel mittels einer Katze im kreisförmigen Segment der Verschalung geführt. Um die Reibung zu vermindern, rollt der Ständer auf einstellbaren federabgestützten Kugellagern auf den Wangen der Gundplatte.

Es sind zwei Richtgetriebe beidseits am Ständer befestigt.

Die Ladebühne dient zur Erleichterung des Ladens bei kleinen Elevationen. Bei kleinen Rohrneigungen liegt das Bodenstück mit Verschluss in vom Boden nicht bedienbarer Höhe. Der Ladebühnenrahmen ist an der Decke auf Laufschienen aufgehängt und mit dem Ständer durch ein Geländer fest verbunden. Bei einer Distanz / Elevation von über 1600 Art. Promille werden die beiden Podeste aufgeklappt und das Geschütz vom Boden aus bedient.

Bei der Hebellafette ragt der grösste Teil des Rohres aus der Scharte heraus. Dies hat den Nachteil, dass das Rohr sehr exponiert ist. Der grosse Vorteil dieser Anordnung besteht jedoch darin, dass der Verschluss bei jeder Elevation vom Lader ohne besondere Hilfsmittel bequem erreicht werden kann. Die Hebellaffette ermöglicht die Verwendung der 10,5-cm-Kanone 35 als fest eingebautes Festungsgeschütz. Die parallele Hebelführung der Lafette verlegt den Drehpunkt des Rohres in die Ausschussscharte des Geschützstandes. Dadurch kann die Öffnung der Scharte relativ klein gehalten werden. Die Verschalung ist mit dem Boden fest verschraubt. Das mit der Verschalung durch Schrauben verbundene Pivotlager trägt den Pivot. Dieser dient einerseits als vertikale Geschützachse und andererseits als Träger der Parallelhebelführung.

Die Richtvorrichtung ist links am Geschütz befestigt. Die Seitenskala ist am Boden mittels eines Nonius markiert. Sollte die Seitenrichtskala am Boden nicht mehr zu gebrauchen sein, so kann durch das Anbringen des Panoaramafernrohres auf eine an der Wand hinter dem Geschütz fest angebracht Markierung visiert werden.

Die Panzerabwehrkanone 10,5 cm L52 war ein Festungsgeschütz, das einerseits zur Bekämpfung von gepanzerten Zielen wie Panzern und andererseits als „normales“ Artilleriegeschütz eingesetzt wurde.

Beim Einsatz auf gepanzerte Ziele wurde der Direktschuss angewendet. Visiert wurde mittels einer Panoramatafel, auf der das Gelände abgebildet war. Dafür wurde vom Schiesskommandanten die Koordinate mit Hilfe einer Matrix an das Geschütz übermittelt, oder die Geschützmannschaft visierte das Objekt eigenständig mit dem Höhen- und Seitenrichtrohr an und nahm es unter Beschuss.

Für das Schiessen als „normales“ Artilleriegeschütz wurde die Technik des Rückwärtszielpunktes angewendet. Hier wurden die Schiesselemente von der Feuerleitstelle errechnet und via Telefon als Azimut (Seite) und Elevation (Höhe) an das Geschütz übermittelt.

Die automatische Ladevorrichtung diente zum Ansetzen der Geschosse in jeder Elevation.

In der Regel waren zwei Geschütze an einer Druckluftanlage angeschlossen. Pro Geschütz war ein Druckkessel vorhanden. Die Druckluft wurde zum Einblasen der Granate in das Rohr verwendet. Nach dem Schuss wurde mit der Druckluft das Rohr ausgeblasen. Dies verhinderte, dass im Geschützraum eine zu hohe Konzentration von giftigen CO-Gasen entstand. Bei Ausfall der Kompressoranlage wurde die Pressluft aus Pressluftflaschen bezogen. Diese wurden mittels Metallschläuchen an die Geschützleitung angeschlossen. Die Pressluft aus den Flaschen wurde jedoch nur für das Ausblasen des Rohres nach dem Verschießen der Granaten verwendet.

Zum Laden der Panzergranaten kann die Ladevorrichtung nicht benutzt werden.

Die 10,5-cm-Haubitze L22 auf Hebellafette ist eine fest eingebaute Haubitze Modell 42 oder 46.

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Curium

Glenn T. Seaborg

Curium ist ein künstlich erzeugtes chemisches Element mit dem Symbol Cm und der Ordnungszahl 96 im Periodensystem der Elemente. Es gehört zur Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block) und zählt ebenfalls zu den Transuranen. Curium wurde nach den Forschern Marie Curie und Pierre Curie benannt.

Bei Curium handelt es sich um ein radioaktives Metall mit einer großen Härte und einem silbrig-weißen Aussehen. Es wird in Kernreaktoren gebildet, eine Tonne abgebrannten Kernbrennstoffs enthält durchschnittlich etwa 20 g des Metalls.

Curium wurde im Sommer 1944 erstmalig aus dem leichteren Element Plutonium erzeugt, die Entdeckung wurde zunächst nicht veröffentlicht. Erst in einer amerikanischen Radiosendung für Kinder wurde durch den Entdecker Glenn T. Seaborg, den Gast der Sendung, die Existenz der Öffentlichkeit preisgegeben, indem er die Frage eines jungen Zuhörers bejahte, ob neue Elemente entdeckt worden seien.

Curium ist ein starker α-Strahler; es wird gelegentlich aufgrund der sehr großen Wärmeentwicklung während des Zerfalls in Radionuklidbatterien eingesetzt. Außerdem wurde es zur Erzeugung von 238Pu für gammastrahlungsarme Radionuklidbatterien, beispielsweise in Herzschrittmachern, verwendet. Das Element kann weiterhin als Ausgangsmaterial zur Erzeugung höherer Transurane und Transactinoide eingesetzt werden. Es diente auch als α-Strahlenquelle in Röntgenspektrometern, mit denen u. a. die Mars-Rover Sojourner, Spirit und Opportunity auf der Oberfläche des Planeten Mars Gestein chemisch analysierten.

Curium wurde im Sommer 1944 von Glenn T. Seaborg und seinen Mitarbeitern Ralph A. James und Albert Ghiorso entdeckt. In ihren Versuchsreihen benutzten sie ein 60-Inch-Cyclotron an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Nach Neptunium und Plutonium war es das dritte Transuran, das seit dem Jahr 1940 entdeckt wurde. Seine Erzeugung gelang noch vor der des in der Ordnungszahl um 1 tiefer stehenden Elements Americium.

Die Probenvorbereitung erfolgte zunächst durch Auftragen von Plutoniumnitratlösung (mit dem Isotop 239Pu) auf eine Platinfolie mit einer Fläche von etwa 0,5 cm2; die Lösung wurde eingedampft und der Rückstand dann zum Oxid (PuO2) geglüht. Nach dem Beschuss im 60-Inch-Cyclotron wurde die Beschichtung mittels 6 M Salpetersäure (HNO3) gelöst, anschließend wieder mit konz. wässrigem Ammoniak (NH3) als Hydroxid ausgefällt und der Rückstand in 0,5 M Perchlorsäure (HClO4) gelöst. Die weitere Trennung erfolgte mit Ionenaustauschern (Dowex-50). Bei den Versuchsreihen wurden zwei verschiedene Isotope erzeugt: 242Cm und 240Cm.

Die Identifikation konnte zweifelsfrei anhand der charakteristischen Energie des beim Zerfall ausgesandten α-Teilchens erlangt werden. Die Halbwertszeit dieses α-Zerfalls wurde erstmals auf 150 Tage bestimmt (162,8 d).

Die Halbwertszeit des anschließenden α-Zerfalls wurde erstmals auf 26,7 Tage bestimmt (27 d).

Auf Grund des andauernden Zweiten Weltkriegs wurde die Entdeckung des neuen Elements zunächst nicht veröffentlicht. Die Öffentlichkeit erfuhr erst auf äußerst kuriose Weise von dessen Existenz: In der amerikanischen Radiosendung Quiz Kids vom 11. November 1945 fragte einer der jungen Zuhörer Glenn Seaborg, der als Gast der Sendung auftrat, ob während des Zweiten Weltkriegs im Zuge der Erforschung von Nuklearwaffen neue Elemente entdeckt worden seien. Seaborg bejahte die Frage und enthüllte damit die Existenz des Elements gleichzeitig mit der des nächstniedrigeren Elements, Americium. Dies geschah noch vor der offiziellen Bekanntmachung bei einem Symposium der American Chemical Society.

Die Entdeckung von Curium (242Cm, 240Cm), ihre Produktion und die ihrer Verbindungen wurden später unter dem Namen „ELEMENT 96 AND COMPOSITIONS THEREOF “ patentiert, wobei als Erfinder nur Glenn T. Seaborg angegeben wurde.

Der Name Curium wurde in Analogie zu Gadolinium gewählt, dem Seltenerdmetall, das im Periodensystem genau über Curium steht. Die Namenswahl ist als Ehrerbietung an das Ehepaar Marie und Pierre Curie zu verstehen, die viel zur Erforschung der Radioaktivität beigetragen haben. Es folgt damit der Namensgebung von Gadolinium, das nach dem berühmten Erforscher der Seltenen Erden, Johan Gadolin benannt ist: As the name for the element of atomic number 96 we should like to propose "curium", with symbol Cm. The evidence indicates that element 96 contains seven 5f electrons and is thus analogous to the element gadolinium with its seven 4f electrons in the regular rare earth series. On this basis element 96 is named after the Curies in a manner analogous to the naming of gadolinium, in which the chemist Gadolin was honored.

Die erste wägbare Menge Curium konnte 1947 in Form des Hydroxids von Louis B. Werner und Isadore Perlman hergestellt werden. Hierbei handelte es sich um 40 μg Curium 242Cm, das durch Neutronenbeschuss von Americium 241Am entstand. In elementarer Form wurde es erst 1951 durch Reduktion von Curium(III)-fluorid mit Barium dargestellt.

Das langlebigste Isotop 247Cm besitzt eine Halbwertszeit von 15,6 Millionen Jahren. Aus diesem Grund ist das gesamte primordiale Curium, das die Erde bei ihrer Entstehung enthielt, mittlerweile zerfallen. Curium wird zu Forschungszwecken in kleinen Mengen künstlich hergestellt. Weiterhin fällt es in geringen Mengen in abgebrannten Kernbrennstoffen an.

In der Umwelt vorkommendes Curium stammt größtenteils aus atmosphärischen Kernwaffentests bis 1980. Lokal gibt es bedingt durch nukleare Unfälle und andere Kernwaffentests höhere Vorkommen. Zum natürlichen Hintergrund der Erde trägt Curium allerdings kaum bei.

Über die Erstentdeckung von Einsteinium und Fermium in den Überresten der ersten amerikanischen Wasserstoffbombe, Ivy Mike, am 1. November 1952 auf dem Eniwetok-Atoll hinaus wurden neben Plutonium und Americium auch Isotope von Curium, Berkelium und Californium gefunden: vor allem die Isotope 245Cm und 246Cm, in kleineren Mengen 247Cm und 248Cm, in Spuren 249Cm. Wohl auch aus Gründen der militärischen Geheimhaltung wurden die Ergebnisse erst später im Jahr 1956 publiziert.

Curium fällt in geringen Mengen in Kernreaktoren an. Es steht heute weltweit lediglich in Mengen von wenigen Kilogramm zur Verfügung, weshalb es einen sehr hohen Preis besitzt. Dieser beträgt etwa 160 US-Dollar pro Milligramm 244Cm bzw. 248Cm. In Kernreaktoren wird es aus 238U in einer Reihe von Kernreaktionen gebildet. Ein wichtiger Schritt ist hierbei die (n,γ)- oder Neutroneneinfangsreaktion, bei welcher das gebildete angeregte Tochternuklid durch Aussendung eines γ-Quants in den Grundzustand übergeht. Die hierzu benötigten freien Neutronen entstehen durch Kernspaltung anderer Kerne im Reaktor. In diesem kernchemischen Prozess wird zunächst durch eine (n,γ)-Reaktion gefolgt von zwei β−-Zerfällen das Plutoniumisotop 239Pu gebildet. In Brutreaktoren wird dieser Prozess zum Erbrüten neuen Spaltmaterials genutzt.

Zwei weitere (n,γ)-Reaktionen mit anschließendem β−-Zerfall liefern das Americiumisotop 241Am. Dieses ergibt nach einer weiteren (n,γ)-Reaktion mit folgendem β-Zerfall 242Cm.

Zu Forschungszwecken kann Curium auf effizienterem Wege gezielt aus Plutonium gewonnen werden, das im großen Maßstab aus abgebranntem Kernbrennstoff erhältlich ist. Dieses wird hierzu mit einer Neutronenquelle, die einen hohen Neutronenfluss besitzt, bestrahlt. Die hierbei möglichen Neutronenflüsse sind um ein vielfaches höher als in einem Kernreaktor, so dass hier ein anderer Reaktionspfad als der oben dargestellte überwiegt. Aus 239Pu wird durch vier aufeinander folgende (n,γ)-Reaktionen 243Pu gebildet, welches durch β-Zerfall mit einer Halbwertszeit von 4,96 Stunden zu dem Americiumisotop 243Am zerfällt. Das durch eine weitere (n,γ)-Reaktion gebildete 244Am zerfällt wiederum durch β-Zerfall mit einer Halbwertszeit von 10,1 Stunden letztlich zu 244Cm.

Diese Reaktion findet auch in Kernkraftwerken im Kernbrennstoff statt, so dass 244Cm auch bei der Wiederaufarbeitung abgebrannter Kernbrennstoffe anfällt und auf diesem Wege gewonnen werden kann.

Aus 244Cm entstehen durch weitere (n,γ)-Reaktionen im Reaktor in jeweils kleiner werdenden Mengen die nächst schwereren Isotope. In der Forschung sind besonders die Isotope 247Cm und 248Cm wegen ihrer langen Halbwertszeiten beliebt. Die Entstehung von 250Cm auf diesem Wege ist jedoch sehr unwahrscheinlich, da 249Cm nur eine kurze Halbwertszeit besitzt und so weitere Neutroneneinfänge in der kurzen Zeit unwahrscheinlich sind. Dieses Isotop ist jedoch aus dem α-Zerfall von 254Cf zugänglich. Problematisch ist hierbei jedoch, dass 254Cf hauptsächlich durch Spontanspaltung und nur in geringem Maße durch α-Zerfall zerfällt. 249Cm zerfällt durch β−-Zerfall zu Berkelium 249Bk.

Durch Kaskaden von (n,γ)-Reaktionen und β-Zerfällen hergestelltes Curium besteht jedoch immer aus einem Gemisch verschiedener Isotope. Eine Auftrennung ist daher mit erheblichem Aufwand verbunden.

Zu Forschungszwecken wird auf Grund seiner langen Halbwertszeit bevorzugt 248Cm verwendet. Die effizienteste Methode zur Darstellung dieses Isotops ist durch den α-Zerfall von Californium 252Cf gegeben, das bedingt durch seine lange Halbwertszeit in größeren Mengen zugänglich ist. Auf diesem Wege gewonnenes 248Cm besitzt eine Isotopenreinheit von 97 %. Etwa 35–50 mg 248Cm werden auf diese Art derzeit pro Jahr erhalten.

Das lediglich zur Isotopenforschung interessante reine 245Cm kann aus dem α-Zerfall von Californium 249Cf erhalten werden, welches in sehr geringen Mengen als Tochternuklid des β−-Zerfalls des Berkeliumisotops 249Bk erhalten werden kann.

Metallisches Curium kann durch Reduktion aus seinen Verbindungen erhalten werden. Zuerst wurde Curium(III)-fluorid zur Reduktion verwendet. Dieses wird hierzu in wasser- und sauerstofffreier Umgebung in Reaktionsapparaturen aus Tantal und Wolfram mit elementarem Barium oder Lithium zur Reaktion gebracht.

Auch die Reduktion von Curium(IV)-oxid mittels einer Magnesium-Zink-Legierung in einer Schmelze aus Magnesiumchlorid und Magnesiumfluorid ergibt metallisches Curium.

Bei Curium handelt es sich um ein künstliches, radioaktives Metall. Dieses ist hart und hat ein silbrig-weißes Aussehen ähnlich dem Gadolinium, seinem Lanthanoidanalogon. Auch in seinen weiteren physikalischen und chemischen Eigenschaften ähnelt es diesem stark. Sein Schmelzpunkt von 1340 °C liegt deutlich höher als der der vorhergehenden Transurane Neptunium (639 °C) und Americium (1173 °C). Im Vergleich dazu schmilzt Gadolinium bei 1312 °C. Der Siedepunkt liegt bei 3110 °C.

Von Curium existiert bei Standardbedingungen mit α-Cm nur eine bekannte Modifikation. Diese kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem in der Raumgruppe mit den Gitterparametern a = 365 pm und c = 1182 pm sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle. Die Kristallstruktur besteht aus einer doppelt-hexagonal dichtesten Kugelpackung mit der Schichtfolge ABAC und ist damit isotyp zur Struktur von α-La.

Oberhalb eines Drucks von 23 GPa geht α-Cm in β-Cm über. Die β-Modifikation kristallisiert im kubischen Kristallsystem in der Raumgruppe mit dem Gitterparameter a = 493 pm, was einem kubisch flächenzentrierten Gitter (fcc) beziehungsweise einer kubisch dichtesten Kugelpackung mit der Stapelfolge ABC entspricht.

Die Fluoreszenz angeregter Cm(III)-Ionen ist ausreichend langlebig, um diese zur zeitaufgelösten Laserfluoreszenzspektroskopie zu nutzen. Die lange Fluoreszenz kann auf die große Energielücke zwischen dem Grundterm 8S7/2 und dem ersten angeregten Zustand 6D7/2 zurückgeführt werden. Dies erlaubt die gezielte Detektion von Curiumverbindungen unter weitgehender Ausblendung störender kurzlebiger Fluoreszenzprozesse durch weitere Metallionen und organische Substanzen.

Die stabilste Oxidationsstufe für Curium ist +3. Gelegentlich ist es auch in der Oxidationsstufe +4 zu finden. Sein chemisches Verhalten ähnelt sehr dem Americium und vielen Lanthanoiden. In wässriger Lösung ist das Cm3+-Ion farblos, das Cm4+-Ion blassgelb.

Curiumionen gehören zu den harten Lewis-Säuren, weshalb sie die stabilsten Komplexe mit harten Basen bilden. Die Komplexbindung besitzt hierbei nur einen sehr geringen kovalenten Anteil und basiert hauptsächlich auf ionischer Wechselwirkung. Curium unterscheidet sich in seinem Komplexierungsverhalten von den frühen Actinoiden wie Thorium und Uran und ähnelt auch hier stark den Lanthanoiden. In Komplexen bevorzugt es eine neunfach Koordination mit dreifach überkappter trigonal-prismatischer Geometrie.

Curium besitzt keine biologische Bedeutung. Die Biosorption von Cm3+ durch Bakterien und Archäen wurde untersucht.

Von Curium existieren nur Radionuklide und keine stabilen Isotope. Insgesamt sind 20 Isotope und 7 Kernisomere des Elements zwischen 233Cm und 252Cm bekannt. Die längsten Halbwertszeiten haben 247Cm mit 15,6 Mio. Jahren und 248Cm mit 348.000 Jahren. Daneben haben noch die Isotope 245Cm mit 8500, 250Cm mit 8300 und 246Cm mit 4760 Jahren lange Halbwertszeiten. Curium 250Cm ist dabei eine Besonderheit, da sein radioaktiver Zerfall zum überwiegenden Teil (etwa 86 %) in spontaner Spaltung besteht.

Die am häufigsten technisch eingesetzten Curiumisotope sind 242Cm mit 162,8 Tagen und 244Cm mit 18,1 Jahren Halbwertszeit.

Die Wirkungsquerschnitte für induzierte Spaltung durch ein thermisches Neutron betragen: für 242Cm etwa 5 b, 243Cm 620 b, 244Cm 1,1 b, 245Cm 2100 b, 246Cm 0,16 b, 247Cm 82 b, 248Cm 0,36 b. Dies entspricht der Regel, nach der meist die Transuran-Nuklide mit ungerader Neutronenzahl "thermisch leicht spaltbar" sind.

Curium gehört zu den am stärksten radioaktiven Substanzen. Da die beiden am häufigsten erbrüteten Isotope, 242Cm und 244Cm, nur kurze Halbwertszeiten (162,8 Tage bzw. 18,1 Jahre) und Alphaenergien von etwa 6 MeV haben, zeigt es eine viel stärkere Aktivität als etwa das in der natürlichen Uran-Radium-Zerfallsreihe erzeugte 226Ra. Aufgrund dieser Radioaktivität gibt es sehr große Wärmemengen ab; Curium 244Cm emittiert 3 Watt/g und Curium 242Cm sogar 120 Watt/g. Diese Curiumisotope können aufgrund der extremen Wärmeentwicklung in Form von Curium(III)-oxid (Cm2O3) in Radionuklidbatterien zur Versorgung mit Elektrischer Energie z. B. in Raumsonden eingesetzt werden. Dafür wurde vor allem die Verwendung von 244Cm untersucht. Als α-Strahler benötigt es eine wesentlich dünnere Abschirmung als die Betastrahler, jedoch ist seine Spontanspaltungsrate und damit die Neutronen- und Gammastrahlung höher als die von 238Pu. Es unterlag daher wegen der benötigten dicken Abschirmung und starken Neutronenstrahlung sowie seiner kürzeren Halbwertszeit (18,1 Jahre) dem Plutonium 238Pu mit 87,7 Jahren Halbwertszeit.

242Cm wurde auch eingesetzt, um 238Pu für Radionuklidbatterien in Herzschrittmachern zu erzeugen. Im Reaktor erbrütetes 238Pu wird durch die (n,2n)-Reaktion von 237Np immer mit 236Pu verunreinigt, in dessen Zerfallsreihe der starke Gammastrahler 208Tl vorkommt. Ähnliches gilt auch für aus Uran unter Deuteronenbeschuss gewonnene 238Pu. Die anderen gewöhnlicherweise im Reaktor in relevanten Mengen erbrüteten Curium-Isotope führen in ihren Zerfallsreihen schnell auf langlebige Isotope, deren Strahlung für die Konstruktion von Herzschrittmachern dann nicht mehr relevant ist.

244Cm dient als α-Strahlenquelle in den vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz entwickelten α-Partikel-Röntgenspektrometern (APXS), mit denen die Mars-Rover Sojourner, Spirit und Opportunity auf dem Planeten Mars Gestein chemisch analysierten. Auch der Lander Philae der Raumsonde Rosetta ist mit einem APXS ausgestattet, um die Zusammensetzung des Kometen Tschurjumow-Gerasimenko zu analysieren.

Außerdem hatten bereits die Mondsonden Surveyor 5–7 Alphaspektrometer an Bord. Diese arbeiteten jedoch mit Curium 242Cm und maßen die von den α-Teilchen aus dem Mondboden herausgeschlagenen Protonen und zurückgeworfene α-Teilchen.

Weiterhin ist Curium Ausgangsmaterial zur Erzeugung höherer Transurane und auch der Transactinoide. So führt zum Beispiel der Beschuss von 248Cm mit Sauerstoff- (18O) beziehungsweise Magnesiumkernen (26Mg) zu den Elementen Seaborgium 265Sg beziehungsweise Hassium 269Hs und 270Hs.

Die ungeradzahligen Curiumisotope, insbesondere 243Cm, 245Cm und 247Cm eignen sich aufgrund der hohen Spaltquerschnitte prinzipiell auch als Kernbrennstoffe in einem thermischen Kernreaktor. Generell können alle Isotope zwischen 242Cm und 248Cm sowie 250Cm eine Kettenreaktion aufrecht erhalten, wenn auch zum Teil nur mit schneller Spaltung. In einem schnellen Reaktor könnte also jede beliebige Mischung der genannten Isotope als Brennstoff verwendet werden. Der Vorteil liegt dann darin, dass bei der Gewinnung aus abgebranntem Kernbrennstoff keine Isotopentrennung durchgeführt werden müsste sondern lediglich eine chemische Separation des Curiums von den anderen Stoffen.

Mit Reflektor liegen die kritischen Massen der ungeradzahligen Isotope bei etwa 3–4 kg. In wässriger Lösung mit Reflektor lässt sich die kritische Masse für 245Cm bis auf 59 g reduzieren (243Cm: 155 g; 247Cm: 1,55 kg); diese Werte sind aufgrund von Unsicherheiten der für die Berechnung relevanten physikalischen Daten nur auf etwa 15 % genau, dementsprechend finden sich in unterschiedlichen Quellen teils stark schwankende Angaben, s. z.B. und. Aufgrund der geringen Verfügbarkeit und des hohen Preises wird Curium aber nicht als Kernbrennstoff eingesetzt und ist daher im Atomgesetz in Deutschland auch nicht als solcher klassifiziert.

Wie auch für den Reaktorbetrieb können vor allem die ungeradzahligen Curiumisotope, hier wiederum insbesondere 245Cm und 247Cm, auch zum Bau von Kernwaffen eingesetzt werden. Bomben aus 243Cm wären aufgrund der geringen Halbwertszeit des Isotops mit einem erheblichen Wartungsaufwand verbunden. Außerdem müsste 243Cm als α-Strahler durch die beim radioaktiven Zerfall freiwerdende Energie glühend heiß sein, was die Konstruktion einer Bombe sehr erschweren dürfte. Da die kritischen Massen zum Teil sehr klein sind, ließen sich so vergleichsweise kleine Bomben konstruieren. Bisher sind allerdings keine Aktivitäten dieser Art publik geworden, was sich ebenfalls auf die geringe Verfügbarkeit zurückführen lässt.

Da von Curium nur radioaktive Isotope existieren, darf es selbst sowie seine Verbindungen nur in geeigneten Laboratorien unter speziellen Vorkehrungen gehandhabt werden. Die meisten gängigen Curiumisotope sind α-Strahler, weshalb eine Inkorporation unbedingt vermieden werden muss. Auch zerfällt ein Großteil der Isotope zu einem gewissen Anteil unter Spontanspaltung. Das breite Spektrum der hieraus resultierenden meist ebenfalls radioaktiven Tochternuklide stellt ein weiteres Risiko dar, das bei der Wahl der Sicherheitsvorkehrungen berücksichtigt werden muss.

Wird Curium mit der Nahrung aufgenommen, so wird es größtenteils innerhalb einiger Tage wieder ausgeschieden und lediglich 0,05 % werden in den Blutkreislauf aufgenommen. Von hier werden etwa 45 % in der Leber deponiert, weitere 45 % werden in die Knochensubstanz eingebaut. Die verbleibenden 10 % werden ausgeschieden. Im Knochen lagert sich Curium insbesondere an der Innenseite der Grenzflächen zum Knochenmark an. Die weitere Verbreitung in die Kortikalis findet nur langsam statt.

Bei Inhalation wird Curium deutlich besser in den Körper aufgenommen, weshalb diese Art der Inkorporation bei der Arbeit mit Curium das größte Risiko darstellt. 0,002 µg 244Cm gelten noch als unschädlich. Die maximal zulässige Gesamtbelastung des menschlichen Körpers durch 244Cm (in löslicher Form) beträgt 0,3 µCi.

In Tierversuchen mit Ratten wurde nach einer intravenösen Injektion von 242Cm und 244Cm ein erhöhtes Auftreten von Knochentumoren beobachtet, deren Auftreten als Hauptgefahr bei der Inkorporation von Curium durch den Menschen betrachtet wird. Inhalation der Isotope führte zu Lungen- und Leberkrebs.

In wirtschaftlich sinnvoll (d. h. mit langer Verweildauer des Brennstoffs) genutzten Kernreaktoren entstehen physikalisch unvermeidlich Curiumisotope durch (n,γ)-Kernreaktionen mit nachfolgendem β--Zerfall (siehe auch oben unter Gewinnung von Curiumisotopen). Eine Tonne abgebrannten Kernbrennstoffs enthält durchschnittlich etwa 20 g verschiedener Curiumisotope. Darunter befinden sich auch die α-Strahler mit den Massenzahlen 245–248, die auf Grund ihrer relativ langen Halbwertszeiten in der Endlagerung unerwünscht sind und deshalb zum Transuranabfall zählen. Eine Verminderung der Langzeitradiotoxizität in nuklearen Endlagern wäre durch Abtrennung langlebiger Isotope aus abgebrannten Kernbrennstoffen möglich. Zur Beseitigung des Curiums wird derzeit die Partitioning-&-Transmutation-Strategie verfolgt. Geplant ist hierbei ein dreistufiger Prozess, in welchem der Kernbrennstoff aufgetrennt und in Gruppen aufgearbeitet und endgelagert werden soll. Im Rahmen dieses Prozesses sollen abgetrennte Curiumisotope durch Neutronenbeschuss in speziellen Reaktoren zu kurzlebigen Nukliden transmutiert werden, welche dann endgelagert werden sollen. Die Entwicklung dieses Prozesses ist Gegenstand der aktuellen Forschung, wobei die Prozessreife zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erreicht ist.

Curium wird leicht von Sauerstoff angegriffen. Von Curium existieren Oxide der Oxidationsstufen +3 (Cm2O3) und +4 (CmO2). Auch das zweiwertige Oxid CmO ist bekannt.

Das schwarze Curium(IV)-oxid kann direkt aus den Elementen dargestellt werden. Hierzu wird metallisches Curium an Luft oder in einer Sauerstoffatmosphäre geglüht. Für Kleinstmengen bietet sich das Glühen von Salzen des Curiums an. Meistens werden hierzu Curium(III)-oxalat (Cm2(C2O4)3) oder Curium(III)-nitrat (Cm(NO3)3) herangezogen.

Weiterhin ist eine Reihe ternärer oxidischer Curiumverbindungen des Typs M(II)CmO3 bekannt.

Der größte Teil des in freier Natur vorkommenden Curiums (s. Abschnitt "Vorkommen") liegt als Cm2O3 und CmO2 vor.

Von den vier stabilen Halogenen sind Halogenide des Curiums bekannt.

Eine Reihe komplexer Fluoride der Form M7Cm6F31 (M = Alkalimetall) sind bekannt.

Von den Chalcogeniden sind das Sulfid und das Selenid bekannt. Sie sind durch die Reaktion von gasförmigem Schwefel oder Selen im Vakuum bei erhöhter Temperatur zugänglich.

Die Pentelide des Curiums des Typs CmX sind für die Elemente Stickstoff, Phosphor, Arsen und Antimon dargestellt worden. Ihre Herstellung kann durch die Reaktion von entweder Curium(III)-hydrid (CmH3) oder metallischem Curium mit diesen Elementen bei erhöhter Temperatur bewerkstelligt werden.

Analog zu Uranocen, einer Organometallverbindung in der Uran von zwei Cyclooctatetraen-Liganden komplexiert ist, wurden die entsprechenden Komplexe von Thorium, Protactinium, Neptunium, Plutonium und Americium dargestellt. Das MO-Schema legt nahe, dass eine entsprechende Verbindung (η8-C8H8)2Cm, ein "Curocen", synthetisiert werden kann, was jedoch bisher nicht gelang.

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Lazaristen

Die Lazaristen, auch Vinzentiner, (lat.: Congregatio Missionis, CM) sind ein katholischer Männerorden, der 1625 vom heiligen Vinzenz von Paul für den Dienst an den Armen in Paris gegründet wurde. Die Deutsche Provinz wurde 1851 von Kaplänen aus dem Erzbistum Köln gegründet. Nach dem Verbot im Kulturkampf kehrten die Lazaristen/Vinzentiner 1918 wieder nach Deutschland zurück.

Zur Kongregation der Mission gehören heute 4.100 Männer, 3.200 davon sind Priester, die übrigen Brüder. Sie verstehen sich selber als Weltpriester und Brüder, die in Gemeinschaft leben. Ihr Name leitet sich vom ersten Mutterhaus (Saint Lazare in Paris) ab. Im deutschen Sprachraum sind die Lazaristen auch als Vinzentiner bekannt.

Die vinzentinische Spiritualität ist bestimmt vom Vertrauen auf die Güte Gottes, der Nachfolge Jesu, Solidarität mit den Armen und Sorge um die Weitergabe des Glaubens.

Ihr Leitspruch lautet: „Den Armen das Evangelium verkünden“.

Zu den Aufgaben der Vinzentiner/Lazaristen in Deutschland gehören die Pfarrseelsorge, Seelsorge in Krankenhäusern und Altenheimen, die Behindertenseelsorge, Schulunterricht und die Seelsorge bei den Barmherzigen Schwestern/Vinzentinerinnen. Eine wichtige Aufgabe der Lazaristen ist die Ausbildung, und so betreuen die österreichischen Lazaristen das St. Georgs-Kolleg in Istanbul.

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Source : Wikipedia