Bregenz
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- Österreichs Handball-Meister Bregenz bekommt es in der Champions-League-Qualifikation mit Fyllingen aus Norwegen sowie Partizan Belgrad zu tun. Das ergab die Auslosung am Donnerstag in Wien. Obwohl nur der Gruppensieger den Einzug in die Hauptrunde...
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Bregenz
Bregenz ist die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg und Bezirkshauptstadt des Bezirks Bregenz. Die Stadt hat den bedeutendsten österreichischen Bodenseehafen, ist Eisenbahnknotenpunkt sowie Sport- und Kulturzentrum.
Bekannt sind die Bregenzer Festspiele unter anderem mit dem Spiel auf dem See: Am Bodenseeufer werden jährlich im Sommer auf einer fest verankerten Bühne Opern, Musicals und Operetten aufgeführt. Bei dieser handelt es sich um die größte Freilicht-Festspielbühne der Welt.
Gemessen an ihrer Einwohnerzahl ist Bregenz hinter Dornbirn und Feldkirch nur die drittgrößte Stadt Vorarlbergs, jedoch ist sie gemeinsam mit den anderen Gemeinden des Alpenrheintals Bestandteil eines der am stärksten besiedelten Gebiete Europas (vergleichbar mit der Bevölkerungsdichte des Ruhrgebiets). Auch aus diesem Grund besitzt Bregenz mehr Wohnblocks und Hochhäuser als jede andere Stadt in Vorarlberg.
Bregenz liegt am Ostufer des Bodensees. Auf den Bregenzer Hausberg Pfänder (1.064 m ü. A.), dessen Südflanke der Gebhardsberg bildet, führt seit 1927 eine Seilbahn.
Bregenz besteht aus dem Ortsteil Bregenz, der in die zwei Katastralgemeinden Bregenz und Rieden (eingemeindet 1919) eingeteilt ist. Innerhalb des Ortes gibt es die Stadtteile Rieden Vorkloster und Schendlingen, sowie die Rotte Weißenreute.
Außerdem besteht der getrennte Ortsteil Fluh (eingemeindet 1938/1945) an den Abhängen von Pfänder und Gebhardsberg, der eine dritte Katastralgemeinde bildet.
Den Anfang der Seeanlagen machte 1842 ein Seeuferweg.
Mit dem Schiffshafen schritt der Ausbau weiter voran. 1842 wurde damit begonnen und 1890 der Molo fertiggestellt.
Das Bahngelände wurde aufgeschüttet und die 1900 gebaute Uferpromenade durch Führung einer Pipeline Richtung Lochau verlängert.
Urbanistisch wurde damals die Stadt allerdings durch diese Eisenbahnlinie vom Seeufer abgeschnitten. Dies wäre noch durch die in den 1960er Jahren geplante parallele Autobahnführung verstärkt worden. Eine Volksbefragung ergab 1960 zwar eine 90-prozentige Ablehnung der Seeufertrasse, dennoch wurde diese seitens der Bundesregierungen weiter verfolgt. Dagegen erhob sich im Jänner 1969 massiver Unmut der Bregenzer Bevölkerung, der letztlich zur Führung der Autobahn im Pfändertunnel führte.
In der Agglomeration Bregenz wohnen etwa 60.000 Bewohner. Zu diesem zusammenhängenden Siedlungsgebiet gehören neben Bregenz (etwa 27.000) auch Hard (12.000), Lauterach (9.000), Wolfurt (8.000), Kennelbach (2.000) und Lochau-Süd (2.000).
Darüber hinaus bildet Bregenz gemeinsam mit dem angrenzenden Lindau und umliegenden Gemeinden ein einheitliches Siedlungsgebiet von 110.000 bis 120.000 Einwohnern.
Die ersten Siedlungen im Gebiet des heutigen Bregenz entstanden ca. 1500 v. Chr. Dies ist belegt durch Siedlungsfunde aus der Frühbronzezeit am Fuß des Gebhardsbergs. Zur Keltenzeit (ab ca. 500 v. Chr.) war Bregenz einer der am stärksten befestigten Orte (Oppidum), aus dieser Zeit stammt auch der Name (Brigantion), der entweder von der Göttin Brigantia bzw. Brigid und/oder von dem keltischen Wort briga ("Siedlung am Wasser") stammt. Damals siedelte der Keltenstamm der Brigantier in Bregenz. Ein Zeugnis keltischer Kultur ist das in Bregenz gefundene (romanisierte) Eponarelief (Epona bzw Rhiannon).
15 v. Chr. eroberten die Römer das Vorarlberger Gebiet und errichteten hier die Stadt Brigantium – eine römische Zivilstadt mit Forum, Tempelbezirk, Markthallen. Basilika usw. Aus dieser Zeit sind umfangreiche archäologische Reste, u. a. Mosaike, erhalten geblieben. Brigantium wuchs rasch zu einer ansehnlichen Stadt heran, erhielt das römische Stadtrecht und war auch militärisch bedeutsam. So hatte hier der Präfekt für die römische Bodenseeflotte seinen Sitz. Eine Straße verband Brigantium über Cambodunum (Kempten im Allgäu) mit Augusta Vindelicorum (Augsburg). Gratian, ein römischer Kaiser, besuchte die Stadt im Jahre 377.
233 und 259/260 n. Chr. wurde Brigantium während der Völkerwanderung durch die Alemannen zerstört, von der römisch-brigantinischen Bevölkerung wieder aufgebaut und die von Natur aus besser beschützte Oberstadt kastellartig ausgebaut und befestigt. Zum Territorium Brigantium gehörte alles Land westlich des Arlbergs bis zum Bodensee und angrenzende Gebiete im Norden.
Bis etwa 400 n. Chr. war in Brigantium ein römischer Kriegshafen stationiert. Bei Bauarbeiten der Fußgängerpassage im Gebiet des römischen Hafens (Leutbühel) wurden Überreste dieser spätrömischen Hafenanlage 1969 entdeckt. Die Alemannen besiedelten das Gebiet rings um Brigantium ab ca. 450 n. Chr. Zwischen den Jahren 610 und 612 wirkten im Raum Bregenz die iroschottischen Missionare Kolumban und Gallus. Im heutigen evangelischen Friedhof liegen wenige Mauerreste der kaiserzeitlichen Therme über Tag.
Die Oberstadt (Altstadt) liegt innerhalb des etwa rechteckigen Mauergevierts der Stadtmauern aus dem 13. bis 16. Jahrhundert, die heute noch zum größten Teil erhalten sind. Um 1220 erfolgte die Anlage von drei parallelen Gassen mit etwa 57 gleich großen Hofstätten (zu je 2 Ar).
Die erste Stadterweiterung erfolgte burgbergabwärts durch das Maurach und wurde Ende des 13. Jahrhunderts abgeschlossen. Am Fuße desselben in Richtung See wurde die Kaiserstraße 1363 ausgebaut.
1330 erteilt Kaiser Ludwig der Bayer den Bürgern der Stadt Bregenz das Recht, an jedem Montag einen Wochenmarkt abhalten zu dürfen.
1404 und 1445 wird die Bregenzer Vorstadt in den Appenzellerkriegen zerstört und im Winter 1407/08 mehrere Monate lang (→Schlacht bei Bregenz) belagert.
1451 kaufte das Fürstenhaus Habsburg die Hälfte der Grafschaft Bregenz mit der Stadt Bregenz. 1484 ist der Ausbau der Kirchstraße abgeschlossen und Ende des 15. Jahrhunderts Übergewicht des Marktes am Leutbühel gegenüber der Oberstadt.
Nach dem Aussterben des Bregenzer Zweiges des bedeutendsten Hochadelsgeschlechts des Bodenseeraums, der Grafen von Montfort im Jahr 1523, wurde ganz Bregenz Teil von Vorderösterreich im Herzogtum Österreich.
1650 bis 1652 wurde der Kornmarkt gegründet, der 1665–1667 gepflastert wurde und an Bedeutung gewann.
1704 wurden Angriffe der Franzosen an der Klause abgewehrt. 1753 erfolgte die Errichtung einer vorderösterreichischen Verwaltung mit Sitz in Konstanz, welche bis 1759 bestand. 1759 bis 1803 lag die Zuständigkeit für Vorarlberg, Schwaben und Breisgau in Freiburg im Breisgau. Bregenz wurde zu einer habsburgischen Landstadt.
1805 kam Bregenz zum Königreich Bayern. Im Jahr 1809 wurden unter dem Oberbefehl des Oberkommissärs Dr. Anton Schneider etwa 3.000 Vorarlberger Freiheitskämpfer aufgestellt.
Im Zuge der folgenden Auseinandersetzungen gegen bayrische sowie französische Truppen konnten die Vorarlberger Schützen den größten Erfolg am 29. Mai 1809 in Klien (bei Hohenems) verzeichnen. Nach der Niederlage der österreichischen Truppen gegen Napoleon im Juli bei Wagram gaben die meisten Vorarlberger den Kampf auf. Lediglich einige Oberländer (Klostertaler und Montafoner) leisteten den nachrückenden französische und bayrischen Truppen unter dem Kommando Riedmillers weiterhin Widerstand – bis auch sie im August nach Tirol flohen.
Anton Schneider wurde festgenommen und Vorarlberg kam unter starke bayrische Besatzung. Unter der Regierung des Grafen von Montgelas, die unter französischem Einfluss stand, bekam die Stadt eine moderne Verwaltungsstruktur. 1815, auf dem Wiener Kongress, verzichtete Bayern auf Vorderösterreich und die Herrschaften vor dem Arlberg (Vorarlberg) mit der Stadt Bregenz kamen gemeinsam mit Tirol zum Kaiserreich Österreich.
Die Hänge hinter der Oberstadt mit u. a. den Ansitzen Lößler, Schedler, Mildenberg und Riedenburg waren ursprünglich gräflich montfortisches Lehen, dienten dem Wein- und Obstanbau und gehörten später teilweise dem Kloster Mehrerau.
Von Norden war die Stadt lange Zeit nur durch die Klause erreichbar. Die Verbreiterung der Reichsstraße erfolgte 1831/32 durch Alois von Negrelli. Eine neue Verbindungsachse wurde 1849 durch Anlage der Römer-/Arlbergstraße geschaffen.
1861 erhielt Vorarlberg einen eigenen Landtag mit Sitz in Bregenz.
Ende des 19. Jahrhunderts kommt es zur rasterartigen Anlage des Viertels zwischen Belrupt- und Kornmarktstraße.
Bis zum Ersten Weltkrieg war Bregenz eine Garnison des K.u.K. Österreichisch-Ungarischen Heeres, 1914 lagen hier der Stab und das I. Bataillon des Salzburgischen Infanterie Regiments "Erzherzog Rainer" Nr. 59.
1918, nunmehr Teil der Republik Deutschösterreich, später Österreich, trennte sich die Vorarlberger Verwaltung von der Tirols und Vorarlberg wurde ein Bundesland mit der Landesregierung in Bregenz.
Am 11. Mai 1919 erfolgte eine Volksabstimmung in Vorarlberg – es ging um die Aufnahme von Verhandlungen mit der Schweiz über einen Beitritt des Landes zur Eidgenossenschaft: 80 % der Vorarlberger Wahlberechtigten waren für die Aufnahme solcher Verhandlungen und in Bregenz sprachen sich 1.701 dafür und 1.453 dagegen aus.
Die Stadt war ab 1938 Teil der neuen Ostmark. Das Gebiet wurde im Großdeutschen Reich später umbenannt in „Donau- und Alpengaue“. Bregenz wurde Kreisstadt im Reichsgau Tirol-Vorarlberg und Kreisleiter war Hans Dietrich.
In den Jahren 1939 bis 1941 kam es zum Zuzug von mehr als 2.000 Südtirolern in die Südtiroler-Siedlung.
Am 1. Mai 1945 erfolgte die Befreiung vom NS-Regime durch alliierte Truppen und es kam zur Wiedereinsetzung einer Landesregierung und des Bürgermeisters. Nach 1945 war Bregenz Teil der französischen Besatzungszone und es erfolgte der Wiederaufbau im Bundesland Vorarlberg.
In der Nachkriegszeit wurde damit begonnen, die unter der Alberg-, Josef-Huter- und der Kennelbacherstraße gelegene Ebene des Feldmooses und des Weidachs für Wohnbauten zu nutzen.
1984 wurde anlässlich des 175-Jahr-Jubiläums des Aufstandsjahres 1809 in der Südtiroler-Siedlung ein Andreas Hofer-Denkmal eröffnet.
Der Stadt Bregenz wurde 1529 vom neuen Landesherrn König Ferdinand, dem späteren Kaiser Ferdinand I, das Stadtwappen verliehen. Es ist jenes der Grafen von Bregenz (der „Ulriche“). Bei diesem Wappen handelt es sich um ein Pelzwappen, wie es in Frankreich oder England häufig anzutreffen ist. Es wird dabei die gesamte Schildfläche des Wappens mit Pelz überzogen.
In der Nähe des Hafens befindet sich einer der letzten fünf Exemplare eines Pilzkiosks, der auch „Milchpilz“ genannt wird.
Im 19. und 20. Jahrhundert erfuhr die Stadt Bregenz eine gewaltige wirtschaftliche Entwicklung mit Nahrungs-und Genussmittelindustrie, Feinmechanik und Textil.
Bedeutender Erwerbszweig wurde auch der Tourismus.
Die 1.527 in Bregenz ansässigen Betriebe hatten per Stichtag 15. Mai 2001 17.357 Beschäftigte und 571 Lehrlinge. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 12.385. 9 Unternehmen in Bregenz beschäftigen mehr als 200 Mitarbeiter und sind daher als Großunternehmen zu betrachten.
In Bregenz ist die Vorarlberger Landesbibliothek als wissenschaftliche Regionalbibliothek für das Bundesland Vorarlberg und die Stadtbücherei mit zwei Filialen (Filiale Stadt und Filiale Vorkloster) angesiedelt.
Ein wichtiges Kulturinstitut in Bregenz ist die Musikschule Bregenz mit dem Hauptgebäude Villa Liebenstein und der Expositur Grunental. Ca. 1.300 Schülerinnen und Schüler werden derzeit von ca. 50 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Es finden jährlich zahlreiche Konzerte und Auftritte statt, zu den wichtigsten zählen u.a. Musik im Park und das Schlusskonzert.
In Bregenz gibt es 14 Kindergärten und 9.175 Schüler, davon 2.125 an allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) sowie 4.645 an berufsbildenden höheren Schulen (BHS) (Stand: Jänner 2003).
Bregenz zählt drei Blasmusikvereine, mehrere Chöre und Tanz- und Trachtengruppen. Die Musikvereine sind die Stadtmusik Bregenz, der Musikverein Fluh und die Stadtkapelle Bregenz-Vorkloster. Einer der ältesten Musikvereine ist die über 200 Jahre alte Stadtmusik Bregenz, welche die städtische Patriziertracht trägt.
Schlacht bei Bregenz
Die Schlacht bei Bregenz oder auch Gefecht bei Bregenz war eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen dem Land Appenzell sowie dem Bund ob dem See gegen eine habsburgische Adelskoalition während der Appenzellerkriege. Sie fand am 13. Januar 1408 bei Bregenz im heutigen Bundesland Vorarlberg in Österreich statt.
Nach der für die Appenzeller siegreichen Schlacht am Stoss 1405 und deren kriegerischen Ausgreifens innerhalb der folgenden zwei Jahre in die angrenzenden Gebiete im Thurgau, im Rheintal und Vorarlberg gründete der schwäbische Adel den Ritterbund Sankt Jörgenschild gegen den von Appenzell ins Leben gerufenen Bund ob dem See, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. Der Bund wurde bald um die Bodenseestädte, die Bistümer Konstanz und Augsburg und das Haus Habsburg erweitert, womit den Appenzellern ein starker Gegner erwuchs. Die Schwyzer, die bis anhin die Appenzeller militärisch und politisch unterwiesen und unterstützten, begannen sich gegen Ende 1407 auch von ihnen zu entfremden.
Am 22. September 1407 begannen Verbände der Appenzeller und Feldkircher mit der Belagerung der Stadt Bregenz sowie der Burg auf dem Gebhardsberg. Sie schafften Wurfmaschinen und Büchsen heran. Trotz intensiven Beschusses und starker wirtschaftlicher Schädigung hielten die Bregenzer Bürger stand. Die Appenzeller hatten in Bregenz nur wenige Sympathisanten, die zu diesem Zeitpunkt die Stadt auch schon verlassen hatten. Die Bürger der Stadt dachten nicht daran, zum Gegner überzulaufen.
Es gelang der zu schwachen Artillerie des Bundes ob dem See nicht, die Stadtmauern zu brechen. Auch die Verstärkung des Heeres des Bundes durch ein Appenzeller Kontingent und zwölf Schwyzer sowie die Einnahme des Schlosses Maurach änderte nichts an der Situation. Nach einer Überlieferung soll der Appenzeller Angriffsplan durch eine alte Frau namens Guta erlauscht und dadurch vereitelt worden sein. Das Heer des Bundes ob dem See vor Bregenz zeigte wegen des strengen Winters auch bereits Auflösungserscheinungen.
Am frühen Morgen des 13. Januar 1408 rückte ein starkes Entsatzheer von Appenzells Hauptgegner Konstanz und des Ritterbundes Sankt Jörgenschild unter dem Kommando von Herzog Ulrich von Teck auf Bregenz zu. Dieses Heer war unter grossen Kraftanstrengungen und finanziellen Schwierigkeiten auf die Beine gestellt worden, da der schwäbische Adel befürchtete, dass bei einem Fall von Bregenz der Krieg sich auf die nördlich des Bodensees angrenzenden Gebiete ausbreiten und sich die destabilisierende Wirkung noch weiter fortpflanzen würde.
In der sogenannten Klause bei Lochau zwischen Bodensee und Pfänderstock kam es zum entscheidenden Gefecht. Das Adelsheer schlug den verhältnismässig schwachen Gegner unter dem Appenzeller Hauptmann Kupferschmid rasch und vollständig. Die vor Bregenz verbliebenen Kriegsknechte flohen vor dem Ausfall der Belagerten unter Zurücklassung der Geschütze und des Lagers.
Die Verluste des Bundes ob dem See wurden mit zwischen 38 und 50 Toten angegeben. Das Gefecht war militärisch keineswegs entscheidend, doch politisch folgenreich. Die Niederlage genügte, den Ruf der Unbesiegbarkeit der Appenzeller zu zerstören. Sie mussten sich in ihr Stammland zurückziehen, und alle ihre gemachten Eroberungen gingen dabei verloren. Der Konflikt reduzierte sich damit wieder auf den die Appenzellerkriege auslösenden Gegensatz zur Fürstabtei St. Gallen.
Die Niederlage bewirkte ebenso die Auflösung des Bundes ob dem See am 4. April 1408 durch einen Schiedsspruch des Reichsoberhauptes König Ruprecht in Konstanz. Zuvor hatten die Vorarlberger, namentlich Feldkircher, Bludenzer, Walgauer und die Montafoner gegen den Willen der Stadt St. Gallen bereits Sonderverhandlungen mit dem Churer Bischof Hartmann geführt. Daraufhin fragte St. Gallen bei Schwyz nach, was zu tun sei; Die Schwyzer empfahlen ihnen, dem königlichen Schiedsspruch und dem traditionellen Bund der Bodenseestädte beizutreten, was sie wenig später mit königlicher Erlaubnis auch taten. Die flächendeckende Phase der Appenzellerkriege war damit beendet.
Den Appenzellern selbst gelang nur mit Mühe das Verhindern der früheren Verhältnisse. Die eigentliche Rettung kam 1411 durch einen Burg- und Landrechtsvertrag mit sieben der Acht Alten Orte der Alten Eidgenossenschaft zustande, der ihnen gewisse eigene Rechte zugestand. Im Vertrag fehlte die Stadt Bern, deren Interessen in der Ostschweiz nicht besonders gross waren, da die Politik dieser Stadt grundsätzlich eher nach Westen ausgerichtet war; und Bern war dem Appenzeller Aufstand ohnehin nicht unbedingt gewogen. Appenzell war in diesem ersten Vertrag ein zugewandter Ort minderen Rechts. Eine der einschränkenden Auflagen war, dass es den Appenzellern untersagt war, eigene Kriege zu führen. Der nach der Appenzeller Niederlage beim Gefecht bei der Letzi bei Herisau 1428 folgende Frieden von Konstanz 1429 sowie der auf mehr Rechte zielende Vertrag vom 15. November 1452 änderten daran trotz der Beteiligung am Alten Zürichkrieg (→Schlacht bei Wolfhalden) auch nichts; es kam auch noch ein generelles Bündnisverbot dazu, womit Appenzell faktisch ein Protektorat der Schweiz war. Die volle Berechtigung als eidgenössischer Ort erhielt Appenzell erst 1513.
Elektra Bregenz
Elektra Bregenz ist ein österreichischer Haushaltsgerätehersteller mit Sitz in Wien.
Elektra Bregenz wird im Jahr 1898 in Bregenz durch Friedrich Wilhelm Schindler in Bregenz gegründet. 1948 bringt das Unternehmen den ersten Elektroherd mit thermostatischer Temperaturregelung des Backrohrs auf den Markt. 1950 wird mit der Produktion von Kühlschränken begonnen und 1965 wird Elektra Bregenz in den Asea Brown Boveri-Konzern eingegliedert.
1972 erhielt das Unternehmen die Staatliche Auszeichnung und darf seither das Bundeswappen im Geschäftsverkehr verwenden.
1981 hat das Unternehmen 456 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 620 Mio. Schilling (ca. 47 Mio. Euro). 1985 werden die Tirolia-Werke in Schwaz von Elektra Bregenz übernommen und damit der Standort von Vorarlberg nach Tirol verlegt.
2002 wird die Firma vom türkischen Arçelik-Konzern übernommen und 2003 nach Wien verlagert.
Bregenz Open
Das Bregenz Open ist ein Pokerturnier, das im Casino Bregenz in Vorarlberg ausgetragen wird.
Das Bregenz Open zählt bereits zu den wichtigsten Pokerturnieren im mitteleuropäischen Raum.
2007 wurden insgesamt über eine Million Euro in diversen Turnieren ausgespielt, das Turnier dauerte vom 25. Februar bis zum 4. März.
Insgesamt wurden sieben Turniere gespielt, sechs Turniere in der Variante No Limit Hold’em, ein Turnier in der Variante Pot Limit Hold’em.
Das Charity-Event wurde zugunsten des Hilfsprojekts Wann&Wo hilft am 28. Februar ausgetragen. Insgesamt nahmen zehn Teams zu je drei Spielern teil, jedes Team musste ein buy in von 750 € aufbringen.
Das Startgeld aller Teams, 7500 €, wurde vom Casino auf 10.000 € erhöht.
Die Teams bestanden größtenteils aus Amateurspielern, mit dem ehemaligen Torhüter der deutschen Fußballnationalmannschaft, Uli Stein, war aber auch ein Spieler dabei, der bereits einige Erfahrungen in Live-Turnieren wie etwa dem Football & Poker Legends Cup sammeln konnte.
Zudem nahm mit dem Pokerolymp.de-Team ein Team teil, dass ausschließlich aus professionellen Pokerspielern bestand.

