Boston

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Geschrieben von robby 27/02/2009 @ 13:03

Tags : boston, massachusetts, usa, nordamerika, ausland

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University of Massachusetts Boston

Die University of Massachusetts Boston (auch UMass Boston genannt) ist eine staatliche Universität in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts. Sie ist Teil des University-of-Massachusetts-Netzwerks. Derzeit sind hier 12.394 Studenten eingeschrieben.

Die Hochschule wurde 1964 gegründet und fusionierte seitdem mit weiteren Hochschulen in Boston zum Beispiel mit dem 1852 gegründeten Boston State College. Seit 1974 hat sie ihren Sitz in Dorchester, einem Stadtteil von Boston. 2000 fand auf dem Campus im Clark Center die erste Präsidentschaftsdebatte zwischen George W. Bush und Al Gore statt.

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Museum of Fine Arts (Boston)

Gebäude des Museums

Das Museum of Fine Arts (Museum der schönen Künste) in Boston, Massachusetts ist eines der größten Museen in den Vereinigten Staaten.

Bereits 1807 entstand mit dem Boston Athenæum eine erste Einrichtung mit musealer Nutzung in Boston. Diese von Kaufleuten, Literaten und Politikern gegründete Institution beherbergte neben einer Bibliothek auch Galerieräume für eine schnell wachsende Kunstsammlung. 1870 kam es dann zur Gründung des Museum of Fine Arts, welches zur Hundertjahrfeier der USA am 4. Juli 1876 sein erstes eigenes Museumsgebäude eröffnen konnte. Der Grundstock der Sammlung wurde aus Sammlungsbeständen des Athenæum übernommen. 1949 beauftrage der Direktor des Museum of Fine Arts G. H. Edgell den 1938 emigrierten Frankfurter Kunsthistoriker Georg Swarzenski als Kurator die Mittelalter-Abteilung des Museums aufzubauen. Swarzenski, ein Freund von Max Beckmann, war bis 1938 Direktor des Städel-Museums in Frankfurt am Main. Seine Ausstellung „Arts of the Middle Ages 1000-1400” erregte 1940 großes Aufsehen und rückte das Mittelalter in den Blickpunkt einer großen Öffentlichkeit. Die Mittelalter-Sammlung in Boston ist heute die drittgrößte ihrer Art in den USA. 1956 wurde Georg Swarzenski pensioniert, sein Nachfolger im Museum wurde sein Sohn Hanns Swarzenski, ebenfalls ein angesehener Kunsthistoriker. Durch seine enge Bekanntschaft mit Max Beckmann, Alexander Calder und Henry Moore konnte er der Abteilung für zeitgenössische Skulptur einige wichtige Werke vermitteln.

Das erste Museumsgebäude entstand nach Plänen der Architekten John Sturgis und Charles Brigham im Stil der Neugotik am Bostoner Copley Square. Das 1876 eingeweihte Gebäude musste bereits 1879 und 1890 für die schnell anwachsenden Sammlungen des Museums erweitert werden. Im Jahr 1899 entschied die Museumsleitung einen neuen Museumsbau an der Huntington Avenue zu errichten, da am bisherigen Standort keine weiteren Ausbaumöglichkeiten vorhanden waren. An der Stelle des alten Museumsgebäudes befindet sich heute das Fairmont Copley Plaza Hotel.

1907 erhielt der Architekt Guy Lowell den Auftrag zum Bau des neuen Museumsgebäudes, welches den Kern des heutigen Museumskomplexes darstellt. Das im Stil des Klassizismus gestaltete Gebäude konnte 1909 mit einem ersten Bauabschnitt eingeweiht werden. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden der Bostoner Bevölkerung. Bereits zwei Jahre später stiftete Maria Antoinette Hunt (Mrs. Robert Dawson Evans) über eine Million Dollar für die Errichtung eines weiteren Museumsflügels. Dieser ebenfalls von Lowell gestaltete Bau konnte 1915 eingeweiht werden und enthält neben weiteren Ausstellungsräumen auch ein Auditorium. Zwischen 1982 und 1986 wurde dieser Bereich des Museums von Ieoh Ming Pei umgestaltet.

Der Maler John Singer Sargent erhielt 1916 den Auftrag für die Ausgestaltung der Rotunde des Museums. Zwischen 1921 und 1925 entstand hier ein Gesamtkunstwerk aus Malerei, Skulptur und Architekturornamenten. Die zum Museum gehörende Kunsthochschule konnte 1927 in ein ebenfalls von Lowell entworfenen Anbau einziehen. Neben einem großen Hörsaal, einer Bibliothek, Unterrichtsräumen, Ateliers und Ausstellungsräumen ist hier auch ein Café untergebracht. Im Folgejahr fand die Eröffnung des Flügels für dekorative Kunst statt. Neben über 50 Ausstellungsräumen auf drei Etagen entstand hier auch ein großer Innenhof und Skulpturengarten.

Mit dem Forsyth Wickes Anbau (1968) und dem George Robert White Flügel (1970) fügte der Architekt Hugh Stubbins dem Museum weitere Gebäude hinzu. 1981 konnte der Westflügel des Architekten Ieoh Ming Pei eröffnet werden, welcher vor allem für Wechselausstellungen genutzt wird. 1999 erhielt das Architekturbüro Norman Foster den Auftrag zur Erstellung eines Masterplans für die zukünftige Museumsgestaltung. Das ehrgeizige Projekt zum Um- und Ausbau des Museums hat ein Volumen von 500 Millionen $ und wird allein aus Spenden finanziert. Ein erster Bauabschnitt soll 2010 fertig gestellt werden.

Die Afrikasammlung zeigt Masken, Skulpturen, Gebrauchsgegenstände und Schmuck vorwiegend aus West- und Zentralafrika. Zu den herausragenden Beispielen zählen Holzschnitzarbeiten aus dem Kongo und Nigeria.

Die Sammlung mit Kunst Ozeaniens umfasst Kunstwerke vom Ende des 19. bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Inseln Melanesiens einschließlich Papua-Neuguineas. Darüber hinaus werden auch Arbeiten aus Polynesien, der Marquesas und der Māori aus Neuseeland gezeigt.

Der Bereich Kunst aus Südostasien zeigt Kunstobjekte vom ersten vorchristlichen Jahrtausend bis zum 19. Jahrhundert. Hervorzuheben sind beeindruckende Skulpturen aus Java und vietnamesische Keramiken.

Die Kunst Koreas wird im Museum repräsentiert durch Schmuck und Keramiken aus der Periode der drei Königreiche (ca. Christi Geburt - 668), grün glasierte Keramiken, vergoldete Silbergefäße und andere buddhistische Objekte, welche für den Hof und den Adel während der Goryeo-Epoche (918-1392) entstanden sind sowie weiteren Arbeiten aus der Joseon-Dynastie (1392-1910).

Besonders umfangreich sind die Sammlungen mit chinesischer Kunst. Von der Jungsteinzeit bis zur Gegenwart reicht die Zeitspanne der ausgestellten Objekte. Zu sehen sind zahlreiche Beispiele chinesischer Keramik, Bronzen, Malerei, Kalligraphie, Textilien, Steinskulpturen sowie Lack- und Jadearbeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Abteilung ist die Kunst Japans. Mit über 100.000 Kunstwerken besitzt das Bostoner Museum of Fine Arts die größte Sammlung japanischer Kunst außerhalb von Japan. Hierzu gehören buddhistische Kunst aus der Zeit vor dem achten Jahrhundert, mittelalterliche Schriftrollen, Masken des Nō-Theaters, Samurai-Schwerter, Wandschirme, Textilien, Holzschnitte und Drucke, sowie Malerei vom 15. bis zum 19. Jahrhundert.

Weiterhin besitzt das Museum eine der umfangreichsten Sammlungen der USA mit indischer Kunst. Neben zahlreichen Skulpturen, Malerei und dekorativer Kunst sind hier Artefakte aus dem Hindustal, frühbuddhistische Skulpturen und Miniaturmalerei zu nennen.

Einige Bronzeskulpturen und Malerei repräsentieren die Kunst aus Nepal, Tibet und der Mongolei, während persische Buchillustrationen und türkische Keramiken und Metallarbeiten die islamische Kunst exemplarisch vertreten.

In dieser Abteilung werden Kunstwerke aus 7.000 Jahren Kulturgeschichte aus Nubien, Ägypten, den nahen Osten, dem Gebiet der heutigen Türkei, aus Griechenland und aus Italien gezeigt. Neben Architekturfragmenten, Skulpturen, Malerei, Vasen und dekorativer Kunst umfasst die Sammlung auch über 8.000 antike Münzen.

Das Museum zeigt zahlreiche Ausgrabungsfunde aus Mesopotamien und Persien, eine Büste des Gudea von Lagasch, eine Silberschale eines Hethiter Königs in Form einer geballten Faust, eine Gruppe von Reliefs aus den assyrischen Palästen von Ninive und einen aus glasierten Ziegeln gefertigten schreitenden Löwen aus der Prozessionsstraße von Babylon.

Die 45.000 Objekte umfassende Sammlung ägyptischer Kunst hat ihren Schwerpunkt in der Kunst des alten Reiches. Hier besitzt das Museum die größte Sammlung außerhalb Ägyptens und führt seit über 30 Jahren Ausgrabungen im Gebiet von Gizeh durch. Aber auch aus der Zeit des Mittleren Reiches, des Neuen Reiches und aus griechisch-römischer Zeit besitzt das Museum umfangreiche Bestände. Zu sehen sind Skulpturen, Sarkophage, Architekturfragmente sowie Papyri und Objekte der Kleinkunst. Besonders beeindruckend ist eine Reihe von Kolossalstatuen aus dem nubischen Reich von Kusch.

Zu den Glanzstücken der Sammlung etruskischer Kunst gehören zahlreiche Keramiken, Goldschmuck, Bronzespiegel, farbige Terracottaziegel und zwei Steinsarkophage.

Griechische Kunst ist ebenfalls mit zahlreichen Objekten im Museum repräsentiert. Hierzu zählen Vasen, Skulpturen, Münzen und Schmuck vom griechischen Festland, aus Kreta und aus Zypern.

Marmorskulpturen, Münzen, Gemmen und Kleinkunst gehören zu den Beständen der Sammlung römischer Kunst.

Der Umfang dieser Abteilung umfasst 24.000 Objekte dekorativer Kunst und Skulpturen sowie mehr als 1.600 Gemälde von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Aus der umfangreichen Sammlung dekorativer Kunst ist besonders die Abteilung für englische Silberarbeiten hervorzuheben, welche mit Künstlern wie Robert Adam und William Kent vertreten ist. Darüber hinaus zeigt das Museum eine Vielzahl an europäischem Porzellan und französische dekorative Kunst des 18. Jahrhunderts.

Zu den Meisterwerken europäischer Plastik vom 11. Jahrhundert bis zur Gegenwart gehören Künstler wie Donatello, Jean-Antoine Houdon, Edgar Degas, Auguste Rodin und Henry Moore.

Joshua Reynolds, Thomas Gainsborough, John Constable und William Turner sind nur einige der bekanntesten Namen der in der Sammlung mit britischer Malerei vertretenen Künstler, während Francisco de Zurbarán, Francisco de Goya, Diego Velázquez und Pablo Picasso für die spanische Malerei stehen.

Die Sammlung italienischer Malerei ist durch Werke von Duccio di Buoninsegna, Fra Angelico, Sandro Botticelli, Tizian, Rosso Fiorentino, Jacopo Tintoretto, Canaletto, Giovanni Battista Tiepolo ebenfalls im Museum gut repräsentiert.

Zu den wichtigsten Künstlern der holländischen und flämischen Schule gehören im Museum die Künstler Rogier van der Weyden, Hans Memling, Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck, Rembrandt, und Jacob Izaaksoon van Ruisdael.

Von herausragendem Umfang und hoher Qualität ist die Sammlung mit französischer Malerei des 19. Jahrhunderts. Sowohl die Schule von Barbizon wie auch die Maler des Impressionismus und Spätimpressionismus sind mit Spitzenwerken vertreten. Das Museum besitzt die weltweit größte Sammlung mit Werken des Malers Jean-François Millet und die größte Sammlung mit Werken Claude Monets außerhalb von Frankreich. Hinzu kommen Bilder von Jean-Baptiste Camille Corot, Gustave Courbet, Édouard Manet, Edgar Degas, Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir, Paul Gauguin und Vincent van Gogh.

Das Sammlungsgebiet dieser Abteilung beginnt bei Goldarbeiten aus präkolumbischer Zeit und Keramiken der Mayas. Besonders reichhaltig ist die Kunst der Vereinigten Staaten. Bereits aus kolonialer Zeit gibt es Möbel, Gemälde und Silberarbeiten. In so genannten Period Rooms sind beispielhaft einzelne Räume der jeweiligen amerikanischen Epoche eingerichtet. Im Bereich des Kunsthandwerks sind hier Objekte aus der Werkstatt von Tiffany hervorzuheben. Neben den Malern der Hudson River School sind die Künstler John Singleton Copley, John Singer Sargent, Mary Cassatt, Winslow Homer mit großen Werkgruppen im Museum zu sehen. Insbesondere die Sammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts stammt zu einem großen Anteil von dem Kunstsammler Maxim Karolik.

Das Museum beherbergt eine umfangreiche grafische Sammlung. Unter den Künstlern dieser Abteilung befinden sich Albrecht Dürer, Rembrandt, Giovanni Battista Piranesi, Francisco de Goya, Honoré Daumier, Edgar Degas, Paul Gauguin, and Pablo Picasso. Besonders reich ist die Sammlung mit Aquarellen von Winslow Homer, John Singer Sargent, Maurice Prendergast, Edward Hopper. Bereits 1924 entstand die Sammlung für Fotografie. Hier sind besonders Arbeiten von Alfred Stieglitz, Josef Sudek, Yousuf Karsh und Herb Ritts zu nennen.

Zu den im Museum vertretenen Künstlern des ausgehenden 20. Jahrhunderts gehören Chuck Close, David Hockney, Gerhard Richter, Andy Warhol, Takashi Murakami, Anselm Kiefer, Cindy Sherman, Georg Baselitz, Francesco Clemente, Sigmar Polke, Bridget Riley, Andy Warhol, Jonathan Borofsky, Mona Hatoum, George Segal, Rineke Dijkstra, Robert Mapplethorpe, Thomas Ruff und Thomas Struth.

1917 wurde die Abteilung für Musikinstrumente gegründet. Das Museum besitzt über 1.100 Musikinstrumente vom Altertum bis zur Gegenwart. Neben europäischen Instrumenten gibt es auch Objekte aus China, Japan, Afrika, dem mittleren Osten und von den amerikanischen Ureinwohnern. Neben einer großen Sammlung präkolumbischer Flöten und Okarinas gibt es auch ein komplettes um 1840 geschaffenes javanesisches Gamelan-Orchester zu sehen. Ebenfalls in großer Zahl sind Musikinstrumente aus Thailand und Burma und aus amerikanischer Fertigung zu sehen.

Zu den über 27.000 Objekten dieser Abteilung gehören afrikanische Textilien, Gobelins, Teppiche aus dem mittleren Osten, europäische und amerikanische Mode der Haute Couture, persische Seidenarbeiten und indonesische Batikarbeiten. Darüber hinaus gibt es Textilarbeiten aus präkolumbischer Zeit und aus Japan, sowie zahlreiche Accessoires wie Fächer, Hüte und Schuhe.

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Boston

Boston (Massachusetts)

Boston ist die größte Stadt in Neuengland und Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts an der Ostküste der Vereinigten Staaten.

Boston ist eine der ältesten, wohlhabendsten und kulturell reichsten Städte der USA.

Sie beheimatet in ihrem Großraum sowohl die weltberühmte Harvard University (Cambridge) als auch das ähnlich bedeutende MIT. Im kulturellen Bereich sind die Symphony Hall (eines der drei akustisch besten Konzerthäuser weltweit) und das in ihr (neben dem Boston Pops Orchestra) residierende Boston Symphony Orchestra weltbekannt. Die Wirtschaftskraft der Region wird hauptsächlich durch Bildungseinrichtungen, Gesundheitswesen, Finanzwirtschaft und Technologie bestimmt. Zudem ist Boston auch Sitz eines katholischen Erzbischofs (Erzbistum Boston) mit Kardinalstradition.

Erster Europäer, der sich in diesem Gebiet ansiedelte, war ein gewisser William Blaxton (oder Blackstone) im Jahr 1625. Er verkaufte Ländereien 1629 an Siedler. Die im Juni 1630 ankommenden Puritaner, hatten Besitzrechte über die ganze Kolonie und überließen ihrerseits nunmehr Blaxton Land zur Bebauung. Die englischen Emigranten gruppierten sich in einer Siedlung auf einer Halbinsel, die von den indianischen Ureinwohnern Shawmut und von den Engländern zuerst Trimountaine (eigentlich "drei Berge") genannt wurde. Damals war die von der Massachusetts Bay umgebene Halbinsel nur durch eine sehr schmale Landverbindung mit dem Festland verbunden. Der erste Gouverneur der Massachusetts Bay Colony, John Winthrop, gab der Siedlung den Namen Boston und gründete damit am 17. September 1630 die Stadt. Der Name geht zurück auf eine Stadt gleichen Namens in Lincolnshire, England, aus der einige der Puritaner stammten.

Der erste Gouverneur der puritanischen 'Massachusetts Bay Colony', John Winthrop, hatte eine als 'City upon the Hill' berühmt gewordene Predigt gehalten, in der er zum Ausdruck brachte, dass die Puritaner sich in einem besonderen Vertrag mit Gott verbunden wussten. Die puritanischen Werte, insbesondere Arbeit, Bildung und Gottesfürchtigkeit stabilisierten die Gesellschaft in hohem Maße und sind auch noch heute Bestandteil des gesellschaftlichen Leitbildes in Boston und Neuengland. So wurde bereits 1635, wenige Jahre nach der Siedlungsgründung, eine erste Lateinschule und 1636 die Harvard University, die erste Universität Amerikas gegründet.

Bekannt wurde die Stadt durch die Boston Tea Party vom 16. Dezember 1773. Damals lösten Proteste gegen eine Erhöhung der Teesteuer durch das britische Parlament den Unabhängigkeitskrieg aus. Eine rote Pflasterspur, der ca. vier km lange Freedom Trail, Amerikas "Pfad der Freiheit", führt zu sechzehn historischen Stätten in der Stadt, darunter der Boston Common, das Massachusetts State House sowie das Old State House.

Nach der amerikanischen Revolution wurde Boston einer der reichsten Handelshäfen der Welt. Zu den wichtigsten Handelsgütern gehörten Fische, Rum, Salz und Tabak. Seit den 1820er Jahren begann sich, bedingt durch die zunehmende Einwanderung, auch das Bild der Bevölkerung deutlich zu verändern: Gaben bislang fast ausschließlich protestantische Abkömmlinge englischer Einwanderer den Ausschlag, so nahm nun der Anteil der Katholiken insbesondere irischer, später auch italienischer Abstammung deutlich zu.

Der Flächenbedarf, der durch die wachsende Einwohnerzahl entstanden war, wurde auf eine eigene Art angegangen: Zwischen 1630 und 1890 verdreifachte sich das Stadtgebiet, jedoch nicht nur durch Eingemeindungen, sondern auch durch Landgewinnungen, insbesondere in den flachen Gewässern des Charles River und der Massachusetts Bay. Die dafür erforderlichen Erdmassen wurden vor allem durch die allmähliche Abtragung der drei Hügel gewonnen, die sich ursprünglich auf der Halbinsel befanden (daher 'Trimountain'). Nur in den Straßen von 'Beacon Hill' kann man noch Reste der einstigen Steigungen erahnen. Das dortige 'State House', der Sitz des Gouverneurs von Massachusetts, befindet sich auf der Spitze des verkleinerten Hügels.

1872 wurde die Stadt Boston von dem größten Brand in ihrer Geschichte heimgesucht. Die umfangreichen Trümmer der verbrannten Gebäude wurden danach ebenfalls als Füllmaterial für Landgewinnungen verwendet. Am 15. Januar 1919 ereignete sich ein weiteres schweres Unglück in der Nähe von North End Park, bei dem 21 Menschen zu Tode kamen und weitere 150 verletzt wurden. Ein Melasse-Tank hielt aufgrund fehlerhafter Konstruktion dem Druck seines Inhalts nicht mehr stand und zerbarst, woraufhin sich 14.000 Tonnen Melasse in die Straßen Bostons ergossen und Passanten unter sich begruben.

In den 20er und 30er Jahren durchlebte die Stadt Boston einen Strukturwandel, der durch den Rückzug alter Industrien gekennzeichnet war und die auch im Zusammenhang mit einer im Vergleich zu anderen Gebieten in den USA hohen Lohnstruktur zu tun hatte. Der Faktor Arbeit war für viele Industriebetriebe zu teuer geworden, so dass sie abwandern mussten. In der Folge reagierte die Stadt mit verschiedenen Initiativen, die unter dem Namen Urban Renewal bekannt geworden sind. Diese Initiativen beinhalteten diverse Stadtentwicklungsprogramme, welche durch die Boston Redevelopement Authority (BRA) nach der Initiierung im Jahr 1957 durchgeführt wurden. Bei den frühen Projekten wurde viel Kredit verspielt, da die Stadterneuerungsaktivitäten in vielen Fällen zu Lasten der Bevölkerungsgruppen mit unterdurchschnittlichem Einkommen ging. Diese Politik führte zu der Verdrängung großer Bevölkerungsteile aus der Kernstadt. In späteren Projekten wurde diese Politik abgeändert und es wurde das sogenannte Linkage-Prinzip als eine Art sozialer Ausgleich eingeführt. Dieses Prinzip, welches bis heute fortgeführt wird, ist durch einen finanziellen Ausgleich zwischen strukturstarken und -schwachen Kernstadtgebieten gekennzeichnet. Den Entwicklern lukrativer Bauprojekte wird eine Abgabe auferlegt, die im Anschluss für die Revitalisierung verfallender Wohn- und Gewerbegebiete eingesetzt wird.

Mit dem in den 70er Jahren einsetzenden Wirtschaftswachstum, welches insbesondere durch das Wachstum im Medizinsektor zustande kam, entwickelte sich die wirtschaftliche Dynamik zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren wieder positiv. In dieser Zeit zählten die in Boston ansässigen Kliniken Massachusetts General Hospital, Beth Israel Deaconess Medical Center und Brigham and Women's Hospital zu den national führenden medizinischen Einrichtungen unter anderem in puncto medizinischer Innovation. Doch auch der allgemeine Wissenschaftssektor, der in Boston schon immer für das wirtschaftliche Wachstum von Bedeutung war, konnte in dieser Zeit vermehrt Studenten anziehen.

Der bereits seit den 1920er sich stark bemerkbar machende zunehmende Autoverkehr führte allerdings auch zu neuen Problemen. Dieses war gerade in Boston nicht einfach zu lösen, da die Innenstadt zu den ältesten und am dichtesten bebauten in den ganzen USA gehörte. Genau diesen Umstand sahen die verantwortlichen Lokalpolitiker am Ende der 1940er Jahre jedoch als Teil des Problems. So wurde in den folgenden Jahren eine ca. vier Kilometer lange, sechsspurige Stadtautobahn als aufgeständerte Hochstraße quer durch das Herz der Stadt gelegt. Dies löste die Verkehrsprobleme nur für kurze Zeit und hatte auch eine Zerschneidung der Innenstadt bewirkt. In der Folge wurde in den 80er Jahren das als Big Dig bekannte größte Straßenbau- und Revitalisierungsprojekt der Vereinigten Staaten initiiert.

Im frühen 21. Jahrhundert wuchs Boston schließlich zu einem internationalen intellektuellen und technologischen Zentrum. Auch spielte die Stadt eine national bedeutende Rolle im politikwissenschaftlichen Bereich. Allerdings kam es auch zu einem Bedeutungsverlust von regionalen Institutionen im Finanzbereich und innerhalb des journalistischen Sektors. So wurde die Zeitung The Boston Globe von der New York Times und die in Boston ansässige Versicherung FleetBoston Financial von der Bank of America übernommen. Weitere problematische Entwicklungen waren Gentrifizierungsprozesse, welche seit den 1970er Jahren mit steigenden Grundstücks- und Wohnungspreisen einher gingen. Im Jahr 2004 hatte der Großraum Boston das national höchste Niveau bei den Lebenshaltungskosten und der Staat Massachusetts war der einzige US-Bundesstaat, bei dem die Bevölkerungszahl rückläufig war.

Ein weiterer Trend der Stadtentwicklung seit Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist auch die Revitalisierung brachgefallener Hafenflächen. Projekte, die in Boston in diesem Bereich voran getrieben wurden und werden, sind der sogenannte Harborwalk, ein durchgängiger Gehweg entlang der sogenannten Waterfront im North End, der durch Querungen auch an die Downtown anschließt, die Revitalisierung vom Kai Rowes Wharf durch einen Mischnutzungskomplex, die Revitalisierung des Areals Fort Point Channel und der Bau des Boston Exhibition und Convention Center sowie die Revitalisierung des Charlestown Navy Yard (größtes zusammenhängendes Revitalisierungsgebiet der USA) .

Boston (Fläche: 232,1 km²) liegt im Nordosten der Vereinigten Staaten an der Nordamerikanischen Ostküste mit der Massachusettes Bay, deren starke Zergliederung die Anlage natürlicher Häfen ermöglichte. Mystic, Neponset und Charles River mit ihren Mündungen durchschneiden beziehungsweise begrenzen die Stadt. Die ursprünglichen im Stadtgebiet vorhandenen Hügel wurden mit der Zeit abgetragen und im Bereich Back Bay und South End abgelagert, um dem Atlantik zusätzliche Landflächen abzuringen.

Der zentrale Bereich Bostons bildet sowohl den Kern von Greater Boston (4,4 Millionen Einwohner), das die Städte von Cambridge, Brookline, Quincy und vieler suburbaner Gemeinden umfasst, wie auch die Boston CMSA (Consolidated Metropolitan Statistical Area), der siebtgrößten in den USA (nach anderen Rankings an zehnter Stelle). An Boston grenzen die Städte von Revere, Chelsea, Everett, Somerville, Cambridge, Watertown, Newton, Quincy, Winthrop, Brookline, Needham, Dedham, Canton, und Milton an.

Boston gehört zum Suffolk County des Commonwealth of Massachusetts und ist beider Hauptstadt. Am 4. Oktober 2002 schloss die Stadtverwaltung Bostons die Neueinteilung des Stadtgebietes ab, welches nun in 23 Neighborhoods untergliedert ist: Allston; Back Bay; Bay Village; Beacon Hill; Brighton; Charlestown; Chinatown; Dorchester; East Boston; Fenway Kenmore; Hyde Park; Jamaica Plain; Mattapan; Mid Dorchester; Mission Hill; North End; Roslindale; Roxbury; South Boston; South End; West End; West Roxbury.

Boston ist dafür bekannt, einen der attraktivsten und lebenswertesten urbanen Stadtkerne des Landes zu besitzen. Jede Nachbarschaft weist ein einzigartiges Flair auf, welches durch die ansässigen Bewohner und ihre soziale und ethnische Zugehörigkeit bestimmt wird. Downtown, die Innenstadt, ist der Sitz des Finanzdistrikts und dort befinden sich auch Chinatown und Government Center mit dem Rathaus (Boston City Hall). Back Bay, westlich des Öffentlichen Gartens (Public Garden, 97 000 m²) gelegen, ist einer der reichsten Stadtteile der USA. Nicht weniger wohlhabend ist Beacon Hill mit dem Regierungssitz des Staates Massachusetts (State House). South End war früher Heimstatt einer starken Mittelstandsgesellschaft von Händlern und Seeleuten sowie deren Familien. Heutzutage herrscht eine LGBT-Bevölkerung vor, daneben Künstler, Yuppies, Afroamerikaner und Latinos. Anziehungspunkte sind die dortigen Restaurants und die Bohème-Atmosphäre. North End und East Boston haben einen dominierenden italienischen Einfluss, beherbergen aber auch andere Ethnien. Am Nordufer des Charles River gibt es mit Charlestown eine irische Enklave. Diese Bevölkerungsgruppe findet sich auch in South Boston. Allston und Brighton werden hauptsächlich von Studenten der nahegelegenen Northeastern University, Boston University und des Boston College bewohnt. Auch Absolventen residieren gerne weiterhin in diesem Umfeld. Die größte Vielfalt, ethnische Diversität weist Dorchester auf. Latinos und Afroamerikaner stellen gemeinsam mit aus teurer gewordenen Wohnvierteln vertriebenen Mittelklassenfamilien (Stichwort: Outpricing) den größten Anteil in den südlich an die Innenstadt angrenzenden Bezirken Roxbury und Mattapan.

Das politische System der Stadt Boston ist durch ein starkes exekutives System gekennzeichnet. Der Bürgermeister, dessen reguläre Amtszeit vier Jahre beträgt, ist mit weitreichenden Entscheidungskompetenzen ausgestattet. Die Wahl erfolgt nach zwei Runden: eine unparteiliche Erstwahl und eine zweite November-Wahl zwischen den zwei höchst stellende Kandidaten der Erstwahl. Der amtierende Bürgermeister ist der im Jahr 2005 zum dritten Mal bestätigte Bürgermeister Thomas Menino, der dieses Amt seit 1993 ausübt. In dieser Amtszeit wird er aller Voraussicht nach die längste Amtszeit eines Bostoner Bürgermeisters brechen und damit Kevin White, der von 1968 bis 1983 15 Jahre lang regierte, in dieser Rangliste ablösen.

Das Stadtparlament (City Council) wird alle zwei Jahre neu zusammengesetzt. Aus den neun Wards oder Neighborhoods wird je ein Vertreter gesandt. Hinzu kommen vier von der gesamten Stadtbevölkerung bestimmte Kandidaten. Das Schulkommitee wird vom Bürgermeister, wie auch die einzelnen Ressortleiter in der Stadtverwaltung ernannt.

Darüber hinaus haben weitere Behörden einen großen Einfluss auf die Stadtentwicklung. Hier seien vor allem das Massachusetts Department of Conservation and Recreation, die Massachusetts Port Authority (Massport) und die Boston Redevelopment Authority genannt, die einen besonders großen Einfluss für das Leben in der Stadt Boston haben.

Im Jahr 2006 wurde die Stadt Boston respektive ihr Wahlamt vom Innenminister des Staats Massachusetts dafür gerügt, dass nicht genügend Wahlurnen für eine ordnungsgemäße Durchführung einer Wahl aufgestellt wurden.

Die Stadt Boston ist in den letzten Jahren durch eine sehr niedrige Kriminalitätsrate bekannt geworden. Dieses wird auch der engen Zusammenarbeit zwischen dem städtischen Polizeiapparat und den in den Stadtteilen vorhandenen lokalen Aktionsgruppen zugeschrieben, welche maßgeblich zum Nicht-Abgleiten von Jugendlichen in die Kriminalität beiträgt.

Die Wirtschaftsstruktur Bostons wird maßgeblich durch die hier ansässigen höheren Bildungseinrichtungen mitgeprägt. So zählen diese Einrichtungen nicht nur zu den größten Arbeitgebern der Stadt, sondern sind auch Kristallisationspunkt für die Ansiedlung vieler High-Tech-Unternehmen, wie zum Beispiel aus dem IT-Bereich und dem Biotechnologiesektor. Im Großraum Boston spielen zudem viele produzierende Unternehmen aus dem Verteidigungsbereich eine große Rolle.

An den insgesamt 32 Hochschulen (inkl. sonstigen höheren Bildungseinrichtungen) sind bezugnehmend auf einen Bericht der Boston Redevelopment Authority aus dem Jahr 2003 mehr als 135.000 Studenten eingeschrieben. Diese tragen mit jährlich 4.8 Mrd. US-Dollar zum Wirtschaftswachstum der Stadt Boston bei. Gleichzeitig nimmt die Stadt Boston den ersten Platz aller US-amerikanischen Städte bei der Akquisition von Forschungsgeldern im Gesundheitssektor ein.

Darüber hinaus nimmt inzwischen auch der Tourismus ein zentrale Rolle beim Wirtschaftswachstum der Stadt Boston ein. Im Jahr 2005 besuchten geschätzte 17,6 Mio. Personen die Hauptstadt des Bundesstaats Massachusetts. Diese große Zahl an Besuchern verteilten sich auf die Typen klassischer Tourismus, Geschäftsreisende und Messe-/Kongressbesucher. Hieraus wurden geschätzte 9,8 Mrd. US-Dollar für Hotelübernachtungen, Verpflegung, Unterhaltungs-/Freizeitaktivitäten und die Benutzung der Verkehrsmittel generiert. Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind der Finanzsektor, hier insbesondere der Versicherungsbereich, das Druck- und Verlagswesen (beispielsweise The Boston Globe). Darüber hinaus existieren in Boston inzwischen vier Messe- und Kongresszentren. Dies sind unter anderem das Hynes Convention Center im Stadtteil Back Bay und das neu erbaute World Trade Center Boston an der Waterfront des Stadtteils South Boston. Aufgrund des Regierungssitzes des Staates Massachusetts sind auch die politik- und wirtschaftsnahen Dienstleistungen, wie z. B. Unternehmens- und Politikberater sowie Juristen stark in Boston vertreten.

Führende Unternehmen mit Hauptsitz in Boston sind unter anderem Gillette im Besitz der Gruppe Procter & Gamble und Teradyne, einer der weltweit führenden Hersteller von Mikroprozessoren und weiteren elektronischen Bausteinen. Darüber hinaus stammt die Unternehmensberatung „The Boston Consulting Group“ aus Boston und hat noch heute hier ihren Hauptsitz. Weitere Unternehmen befinden sich im Umland der Stadt. Hier sei insbesondere auf die sogenannte Route 128 verwiesen.

Der sogenannte FIRE-Sektor (Abk. für Finance, Insurance and Real Estate) ist für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Boston neben dem Bildungssektor von besonderer Bedeutung. Dieser Einfluss resultiert insbesondere aus dem Einfluss des Finanzsektors auf Beschäftigung, Ausbildung, wirtschaftliche Entwicklung und Wohnungsbau. Für diese Bereiche spielt die Kapitalverfügbarkeit innerhalb der Region eine besondere Rolle.

Der Finanzsektor beschäftigt in der Stadt Boston geschätzte 111.000 Angestellte. Diese gilt als eines der Finanzzentren im Nordosten der USA. Die Firma Fidelity Investments mit 11.250 Mitarbeitern war im Jahr 2001 der Platzhirsch unter den Finanzunternehmen der Stadt, gefolgt vom Unternehmen John Hancock Insurance mit 4.793 Angestellten, welche inzwischen vom kanadischen Konzern Manulife Financial übernommen wurde.

Die enorme Finanzkraft der Stadt spiegelt sich auch in der Architektur wieder. So wurde das Prudential Center während des Baus mehrfach kernsaniert und gehört heute zu den teuersten und schwersten Gebäuden der Welt.

Boston ist Standort eines internationalen Flughafens. Der General Edward Laurence Logan International Airport (kurz: Logan International Airport) steht nach Passagierzahlen von 27,7 Mio. auf Nr. 19 der US-amerikanischen Flughäfen, aber auf Nummer 1 in den Neuenglandstaaten. Der Seehafen ist nach dem Containerumschlag die Nummer 12 an der Atlantikküste der USA. Sowohl der Flughafen wie auch der Hafen sind im Eigentum der Massachusetts Port Authority (Massport), einer von der Stadt Boston unabhängigen Gesellschaft.

Das öffentliche Nahverkehrssystem wird von der Massachusetts Bay Transportation Authority (MBTA) betrieben. Das System besteht aus S- (commuter-rail) und 4 U-Bahnlinien (subway - blue, green, red, orange) sowie lokalen Buslinien und Umland-Express-Bussen. Im allgemeinen Sprachgebrauch der Bostonians wird das öffentliche Transportsystem einfach als The T bezeichnet. Bedeutende Bahnhöfe in Boston sind South Station und North Station. South Station wird unter anderem auch von der amerikanischen Eisenbahngesellschaft Amtrak als Endpunkt der lukrativsten Strecke zwischen Washington D.C., New York und Boston, dem sogenannten Nord-Ost-Korridor angefahren. Unter anderem kommt hier der Acela Express, ein Hochgeschwindigkeitszug auf Basis des französischen TGVs zum Einsatz.

Der Individualverkehr wird durch verschiedene Hauptverkehrsachsen bedient und wurde im Big Dig-Projekt vor einigen Jahren neu gestaltet. Der sogenannte Massachusetts Turnpike, die Interstate 90, führt westwärts in Richtung der Staatsgrenze zum US-Bundesstaat New York. Die Interstate 95 verbindet als Nord-Süd-Trasse Boston mit Portland in Maine (nordwärts) bzw. New York und Washington DC (in südlicher Richtung). Hinzu kommt die Interstate 93, ein weiterer Nord-Süd Interstate-Highway, welcher vom südlichen Ende der Stadt bis in den Norden nach New Hampshire führt.

Die Sommermonate Juli und August können in Boston heiß und luftfeucht sein. Die Durchschnittstemperatur für Juli ist 23 Grad Celsius. Während der Wintermonate November bis Februar kann das Wetter nass mit Schnee sein. Die durchschnittliche Temperatur im Januar ist -1 Grad Celsius.

Boston ist ein künstlerisches und intellektuelles Zentrum. Das Boston Symphony Orchestra genießt ebenso Weltruf wie die Universitäten Harvard und MIT, die in der Vorstadt Cambridge liegen. Weitere Hochschulen in Boston sind das Berklee College of Music, Boston College, Boston University, Tufts University und Suffolk University.

Außerdem ist Boston Zielort des Boston-Marathons, der kontinuierlich seit 1897 ausgerichtet wird und damit eine Tradition aufweist, die dem Marathon der Olympischen Spiele ebenbürtig ist.

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Source : Wikipedia