Biberach

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Geschrieben von robby 05/04/2009 @ 11:10

Tags : biberach, baden-württemberg, deutschland, weltklasse in biberach, leichtathletik, sport

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Biberach an der Riß

Wappen der Stadt Biberach an der Riß

Die ehemalige Reichsstadt Biberach an der Riß liegt im nördlichen Oberschwaben, etwa 40 km südlich von Ulm. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises und liegt an der Württembergischen Südbahn (Ulm−Friedrichshafen).

Seit 1. Februar 1962 ist Biberach an der Riß Große Kreisstadt. Mit den Nachbargemeinden Attenweiler, Eberhardzell, Hochdorf, Maselheim, Mittelbiberach, Ummendorf und Warthausen hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Biberach liegt zwischen Donau und Bodensee bzw. zwischen Schwäbischer Alb und Allgäu im nördlichen Oberschwaben bei 524 bis 653 m ü. NN. Die Stadt befindet sich zu beiden Seiten der Riß, welche Namensgeberin für eine Eiszeit war. Der Fluss betritt südlich des Stadtteils Rißegg das Stadtgebiet, fließt dann in nördlicher Richtung östlich des Stadtteils Rißegg vorbei, anschließend durch die Kernstadt, in der ihm der von Westen kommende Rotbach zufließt, und verlässt das Stadtgebiet im Norden wieder in Richtung Warthausen.

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Biberach an der Riß. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Landkreis Biberach: Warthausen, Maselheim, Ochsenhausen, Ummendorf, Hochdorf, Ingoldingen, Mittelbiberach, Bad Schussenried, Oggelshausen, Tiefenbach und Attenweiler.

Die Stadt besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Mettenberg, Ringschnait, Rißegg und Stafflangen. Die eingegliederten Gemeinden sind heute zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. In jedem der Ortschaften gibt es eine Ortsverwaltung, quasi ein "Rathaus vor Ort", dessen Leiter der Ortsvorsteher ist.

Biberach an der Riß bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Donau-Iller, dessen Oberzentrum die Stadt Ulm ist. Zum Mittelbereich gehören neben Biberach selbst die Städte und Gemeinden des südlichen Landkreises Biberach, im Einzelnen Attenweiler, Bad Schussenried, Berkheim, Dettingen an der Iller, Eberhardzell, Erlenmoos, Erolzheim, Gutenzell-Hürbel, Hochdorf, Ingoldingen, Kirchberg an der Iller, Kirchdorf an der Iller, Maselheim, Mittelbiberach, Ochsenhausen, Rot an der Rot, Schemmerhofen, Steinhausen an der Rottum, Tannheim, Ummendorf und Warthausen.

Das Dorf Baltringen gehörte zum Biberacher Spital. Dort war 1524 ein Zentrum des Deutschen Bauernkriegs.

Infolge der Reformation entwickelte sich Biberach zu einer konfessionell gemischten Reichsstadt. Im Dreißigjährigen Krieg besetzten die Schweden zweimal die Stadt; die Kaiserlichen beschossen am 26. September 1633 den Weißen Turm mit Kanonen. Durch den Westfälischen Frieden von 1648 wurde für Biberach sowie für Ravensburg, Augsburg und Dinkelsbühl ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem eingeführt (Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protestanten). (Siehe Paritätische Reichsstadt). 1802 fiel die Stadt kurze Zeit an Baden. 1806 wurde sie gegen Villingen an Württemberg ausgetauscht. Dann wurde Biberach Sitz eines württembergischen Oberamts, aus dem 1938 der Landkreis Biberach hervorging.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde 1939 auf dem Gelände der heutigen Bereitschaftspolizei von der Wehrmacht ein Kriegsgefangenenlager namens „Lager Lindele“ eingerichtet. Bis zum September 1942 waren dort sowjetische Kriegsgefangene untergebracht, von denen 146 ums Leben kamen. Ab September 1942 wurden Bewohner der Kanalinseln Guernsey und Jersey nach Deutschland deportiert, ein Teil von ihnen wurde auch in Biberach interniert. 1944/1945 kamen noch einige Hundert orientalische Juden hinzu, die zum Teil aus dem KZ Bergen-Belsen nach Biberach deportiert wurden; auch hier gab es viele Tote zu beklagen. Im letzten Kriegsjahr wurde die Innenstadt durch Bombenangriffe teilweise zerstört, danach aber wieder aufgebaut. Zehn Tage später wurde die Stadt von französischen Streitkräften besetzt.

Nach Überschreitung der Schwelle von 20.000 Einwohnern Anfang der 1960er Jahre stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg zum 1. Januar 1962 beschloss. Durch die Eingliederung von vier Nachbargemeinden erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Biberach vergrößert.

Am 27. Juni 1983 stieß ein französisches Kampfflugzeug vom Typ Mirage IIIC mit einem Geschäftsreiseflugzeug vom Typ Partenavia über der Stadt zusammen. Der Jagdbomber stürzte dabei in einem Wohnviertel nahe der Arzneimittelfabrik Thomae im Stadtteil Birkendorf ab. Sieben Personen werden bei dem Unglück getötet und 13 weitere verletzt.

Das Gebiet der heutigen Stadt Biberach an der Riß gehörte anfangs zum Bistum Konstanz. 1521 verbreitete sich in Biberach die lutherische Lehre und 1523 wurde erstmals lutherisch gepredigt. 1529 stimmte die Mehrheit der Bürger für die Einführung der Reformation, doch schon ein Jahr später auf dem Reichstag in Augsburg war die Haltung wieder unentschlossen. 1531 wurde schließlich die katholische Messe verboten und die Schweizer Kirchenordnung eingeführt. 1536 unterzeichnete die Stadt die Wittenberger Konkordie und 1537 trat sie dem Schmalkaldischen Bund bei. Dennoch gab es in der Stadt weiterhin Katholiken. Die Stadtpfarrkirche St. Martin und Maria wird seither von beiden Konfessionen genutzt. Die Chorräume standen den Katholiken, das Langhaus den Protestanten zu. 1649 wurde offiziell die Parität beider Konfessionen eingeführt . Die katholische Gemeinde gehörte bis 1802 noch zum Bistum Konstanz und kam 1821/27 zum neu gegründeten Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart). Die evangelische Gemeinde war bis 1802 selbständig und wurde dann dem Dekanat Blaubeuren zugeordnet. 1810 wurde Biberach selbst Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Biberach) innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Neben der simultan genutzten Stadtpfarrkirche St. Martin gibt es folgende weitere evangelische Kirchen bzw. Kirchengemeinden: Heilig-Geist-Kirche auf dem evangelischen Friedhof (erbaut 1649/62), Friedenskirche (erbaut 1963/66) und Dietrich-Bonhoeffer-Kirche auf dem Mittelberg (erbaut 1977). Diese drei Gemeinden bilden mit der Nachbargemeinde Ummendorf und der evangelischen Stadtpfarrkirchengemeinde St. Martin die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Biberach. Die evangelische Kirchengemeinde St. Martin hat als weitere Predigstelle die evangelische Spitalkirche. Dabei handelt es sich um den oberen Krankensaal des ehemaligen Heilig-Geist-Spitals. Die eigentliche Spitalkirche (1978 renoviert), welche sich direkt neben der evangelischen Spitalkirche befindet, wird von der katholischen Gemeinde Biberach genutzt. Weitere katholische Kirchen und Kapellen in Biberach sind, neben der simultan genutzten Stadtpfarrkirche St. Martin, die Magdalenenkapelle auf dem katholischen Friedhof (erbaut 1404), die ehemalige Michaelskapelle (1533 profaniert, jedoch heute nicht mehr als Kirche genutzt und als Raum in eines der beiden katholischen Gemeindehäuser der Gemeinde St. Martin integriert), die Pfarrkirche St. Josef in Birkendorf (erbaut 1957) und die Pfarrkirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Mittelberg (erbaut 1967/69).

Die Biberacher Stadtteile blieben nach der Reformation katholisch, da die jeweiligen Ortsherren keine evangelische Lehre zuließen. Daher gibt es dort jeweils eine katholische Kirche bzw. Kirchengemeinde und zwar St. Alban Mettenberg (erbaut 1786), Mariä Himmelfahrt Ringschnait (erbaut 1725), St. Remigius Stafflangen (erbaut 1759/70) und St. Gallus Rißegg (erbaut im 15. Jahrhundert, jedoch seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar, in den 1930er Jahren erweitert). Die letzt genannte Gemeinde bildet mit den drei Gemeinden der Kernstadt (St. Martin, St. Josef und Zur Heiligsten Dreifaltigkeit) die Katholische Gesamtgemeinde Biberach. In allen Stadtteilen Biberachs gibt es heute aber auch Protestanten. Dabei werden die Protestanten der Stadtteile Mettenberg und Stafflangen von der Kirchengemeinde Biberach, die aus Ringschnait von Ochsenhausen und die von Rißegg von Ummendorf aus betreut.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Biberach an der Riß auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptistengemeinde), eine Adventgemeinde, eine Freie Christengemeinde und eine Gemeinde der evangelischen Freikirche Treffpunkt Leben. Auch die Neuapostolische Kirche sowie die Zeugen Jehovas sind in Biberach an der Riß vertreten.

Folgende Gemeinden bzw. Orte wurden in die Stadt Biberach an der Riß eingegliedert. Sie gehörten bereits vor der Kreisreform zum Landkreis Biberach.

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

An der Spitze der Stadt Biberach an der Riß stand ab dem 13. Jahrhundert der Ammann als Vorsitzender des Gerichts. Daneben gab es ab 1349 auch einen Bürgermeister. 1312 wurde bereits das Ulmer Recht eingeführt. Die Stadt kaufte 1396 das Amt des Ammanns und ab 1401 lag der Blutbann endgültig bei der Stadt. Ab 1649 gab es zwei Stadtammänner, die jährlich ernannt wurden.

Ab 1294 ist auch ein Rat genannt, der seit dem 15. Jahrhundert aus einem Kleinen Rat und einem Großen Rat bestand. Dem Rat gehörten auch drei Bürgermeister an. Die Mitgliederzahl und die Besetzung wechselte mehrmals. In württembergischer Zeit wurde ein Stadtschultheiß eingesetzt. Seit 1935 wurde aus dem Stadtschultheiß der Bürgermeister, der seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1962 die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister trägt. Heute wird der Oberbürgermeister für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Stadtverwaltung. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete und der 2. Beigeordnete, jeweils mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".

Oberbürgermeister der Stadt ist Thomas Fettback (SPD). Der Erste Bürgermeister heißt Roland Wersch (CDU), der Baubürgermeister ist Christian Kuhlmann, Kulturdezernent ist derzeit noch Dr. Hans-Peter Biege. Seine Stelle wird im November 2008 durch Dr. Jörg Riedlbauer aus Penzing neu besetzt (so die Wahl des Gemeinderates).

Das Wappen der Stadt Biberach an der Riß zeigt in Blau einen aufgerichteten, golden gekrönten goldenen Biber. Die Stadtfarben sind Blau-Gelb.

Der Biber als „redendes Wappensymbol“ taucht bereits im Siegel von 1258 erstmals auf. Daneben wurde auch der Reichsadler als Zeichen der Reichsstadt geführt. Der Biber wurde auch auf einem Brustschild des Adlers dargestellt. Das heute gebräuchliche Wappen wurde am 18. Juli 1488 durch Kaiser Friedrich III. in Anerkennung für besondere Dienste des städtischen Aufgebots bei der Befreiung König Maximilians aus der Gefangenschaft der Stadt Brügge verliehen.

Für die Partnerschaft mit der Kanalinsel Guernsey wurde Oberbürgermeister Fettback 2005 mit einem Orden von Queen Elisabeth II geehrt.

Biberach liegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen B 30 (Ulm - Friedrichshafen), B 312 (Stuttgart - Berkheim) und B 465. Die B 30 ist vom Südende der Stadt bis zum Autobahnzubringer der A 7, der am Kreuz Hittistetten endet, durchgängig vierspurig ausgebaut, so dass die Anbindung nach Norden als sehr gut bezeichnet werden kann.

Die Württembergische Südbahn Ulm–Friedrichshafen, eröffnet am 26. Mai 1849, durchquert die Stadt als zweigleisige, aber nicht elektrifizierte Strecke. Am Bahnhof „Biberach (Riß)“ hält seit dem Jahr 2003 der IC 118 Innsbruck-Dortmund. Die Stadt gehört dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING) an.

Biberach verfügt mit dem „Flugplatz Biberach a.d. Riss“ über einen öffentlichen Verkehrslandeplatz der Kategorie A, der für Luftfahrzeuge bis 6,3 t – also bis zur Klasse typischer Business-Jets – zugelassen ist (ICAO-Kennung: EDMB). Im Frühjahr 2005 ist die seit 1999 bestehende Asphaltbahn wegen strengerer EU-Vorschriften mit einer Startabbruchstrecke auf insgesamt 1.200 m verlängert worden. Die international operierenden Firmen der Stadt und des Umlands sehen den Flugplatz als wichtigen Standortfaktor.

Biberach verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Ravensburg und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört. Ferner ist die Stadt Sitz des Kirchenbezirks Biberach der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und des Dekanatsverbands Biberach des Bistums Rottenburg-Stuttgart, zu dem die Dekanate Biberach, Laupheim, Ochsenhausen, Riedlingen und Saulgau gehören.

Lokale Tageszeitung ist die „Schwäbische Zeitung“ (Lokalausgabe Biberach). Der SWR unterhält in Biberach ein Korrespondentenbüro, das vor allem für SWR4 berichtet. Die zuständigen privaten Bereichssender für Biberach sind Radio 7 aus Ravensburg (105,0 MHz) und Donau3FM. Nachrichten gibt es auch auf den aktuellen Online-Medien Weberberg.de und Biberach-Presse.de.

Die Hochschule Biberach liegt beim Fachhochschulranking auf den vorderen Plätzen. Zu Beginn des Wintersemesters 2006/2007 startete in Zusammenarbeit mit dem Pharmatechnologie-Unternehmen Boehringer Ingelheim der neue Studiengang Pharmazeutische Biotechnologie.

Die Stadt Biberach an der Riß ist Träger zweier Gymnasien (Pestalozzi-Gymnasium und Wieland-Gymnasium), einer Realschule (Dollinger-Realschule), einer Förderschule (Pflugschule mit Schulkindergarten für förderungsbedürftige Kinder), einer Hauptschule (Mali-Hauptschule) und acht Grundschulen (Birkendorf-Grundschule, Braith-Grundschule, Gaisental-Grundschule, Mittelberg-Grundschule und je einer Grundschule in den Stadtteilen Mettenberg, Ringschnait, Rissegg und Stafflangen).

Der Landkreis Biberach ist Träger der Gebhard-Müller-Schule (Kaufmännische Schule), der Karl-Arnold-Schule (Gewerbliche Schule Biberach), der Matthias-Erzberger-Schule (Haus- und Landwirtschaftliche Schule), der Schwarzbach-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten und der Schule für Krankenpflege an den Kliniken Landkreis Biberach.

Folgende Privatschulen runden das schulische Angebot Biberachs ab: Abendrealschule Biberach, Bischof-Sproll-Bildungszentrum (Katholische Grund-, Haupt- und Realschule sowie Gymnasium), Hauchler Studio GmbH und Co. (Schule für Druck- und Reprotechnik), Fachschule für Landwirtschaft, Schule für Körperbehinderte Biberach und Schule für Sprachbehinderte Biberach.

Die Stadt ist Namensgeber des so genannten Biberacher Modells, bei dem die Schüler der altsprachlichen Gymnasien in Baden-Württemberg in der fünften Klasse mit zwei Fremdsprachen (Latein und Englisch) beginnen.

Ergänzende Bildungseinrichtungen diverser Träger sind das Braith-Mali-Museum mit einem Museumspädagogischen Angebot, die Arbeitsgemeinschaft für berufliche Fortbildung, die Volkshochschule, die Jugendkunstschule sowie die Bruno-Frey-Musikschule. Die evangelische Kirche stellt eine Familienbildungsstätte, daneben gibt es noch das bfz-Biberach, ein berufliches Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft.

Das Ortsbild Biberachs wird geprägt vom Marktplatz mit den Patrizierhäusern, dem Marktbrunnen, den renovierten Rathäusern, vom Turm der gotischen Stadtpfarrkirche St. Martin (siehe auch Martin von Tours) sowie von mittelalterlicher Architektur und den beiden Türmen Weißer Turm und Gigelturm, die das ehemalige Weberviertel Weberberg überragen.

Biberach ist auch Station der Oberschwäbischen Barockstraße, der Mühlenstraße Oberschwaben und der Schwäbischen Dichterstraße. Der süddeutsche Abschnitt des Jakobspilgerweges von Nürnberg über Ulm nach Konstanz und weiter nach Santiago de Compostela führt seit dem Mittelalter auch durch Biberach.

Das Biberacher Schützenfest ist das wichtigste Biberacher Kinder- und Heimatfest und fand bisher im Juli statt.

Die Hauptfesttage sind der Schützenmontag, der Schützendienstag und der „Bauernschützen“ genannte zweite Sonntag. An diesen nehmen die Biberacher Schüler am „Bunten Zug“ und am „Historischem Zug“ sowie an der Ziehung (Tombola ohne Einsatz) teil, für die oberen Klassen findet parallel das Biberschießen statt, bei dem mit einer Armbrust auf eine Zielscheibe mit einem Biber geschossen wird. Die beiden besten Schützen (Junge und Mädchen) werden Schützenkönig und -königin und nehmen am Historischen Umzug teil.

Am Dienstag sowie am Bauernschützen findet der Historische Umzug statt. Dabei werden alle wichtigen geschichtlichen Ereignisse der Stadt durch ca. 3000 kostümierte Teilnehmer dargestellt, z.B. die Schwedensoldaten des Dreißigjährigen Krieges, die Räuberbande des Schwarzen Veri und die Gruppen der verschiedenen Handwerker, wie die Gerber und Glockengießer. Festplatz ist das Festgelände des Gigelbergs.

Politisch machte das Schützenfest Schlagzeilen, als die Veranstalter 2004 versuchten, eine Videoüberwachung durchzuführen. Dies wurde vom Verwaltungsgericht Sigmaringen untersagt. Im Jahre 2008 machte die Stadt einen erneuten Anlauf, der ebenfalls vom Landesdatenschutzbeauftragten heftig kritisiert wurde. Erst als das Innenministerium mit einem Bußgeld von € 250.000 drohte, montierte man die bereits installierten Kameras wieder ab.

In Biberach befinden sich das älteste und größte Kindertheater und das älteste Amateurtheater Deutschlands, der „Dramatische Verein“. Darüber hinaus gibt es noch das Theater in der Gigelberghalle und das Theater im Komödienhaus, beides städtische Theater, deren Vorstellungen auch im Abonnement buchbar sind. Für Kabarettfreunde bietet sich der jährlich stattfindende „Biberacher Kabarettherbst“ an.

Seit 1978 findet jedes Jahr im Herbst das „Filmfest Biberach“ statt, das sich "Familienfest des deutschen Films" nennt. Parallel dazu läuft das Biberacher Independent Film Festival (B.I.F.F.) mit deutschen und internationalen Kurz- und Dokumentarfilmen.

Zu den musikalischen Höhepunkten des Jahres in Biberach zählen der Musikfrühling (im Mai) und die Biberacher Musiknacht.

Das Braith-Mali-Museum zeigt neben der Stadtgeschichte Gemälde und die Malerateliers der Tiermaler Anton Braith und Christian Mali sowie eine Sammlung von Werken des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner.

Im Ortsteil Ringschnait befindet sich das „Nistkasten- und Vogelschutzmuseum“. Es zeigt 400 verschiedene Modelle an Nistkästen für Vögel und Fledermäuse.

Auf dem sogenannten "Russenfriedhof" direkt neben dem evangelischen Friedhof an der ehemaligen Bundesstraße 30 erinnern ein Gedenkstein sowie ein russisch-orthodoxes Sühnekreuz an 614 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, Frauen, Männer und Kinder aus der Sowjetunion und anderen Staaten, die während des Zweiten Weltkrieges im Lager Lindele ums Leben kamen.

St. Martin: gotische Stadtpfarrkirche, erbaut 1337 bis 1366. Sie wird seit 1648 (laut Aufschrift an der Kirchenaußenwand: 1548) von beiden christlichen Konfessionen gemeinsam genutzt (Simultankirche).

Das „Hospital zum heiligen Geist“ ist das größte Gebäudeensemble in der Altstadt Biberachs. Es wurde bereits Mitte des 13. Jahrhundert als karitative Stiftung gegründet und beherbergt heute das Braith-Mali-Museum.

Das „Ulmer Tor“ von 1365 ist das letzte erhaltene Stadttor aus der mittelalterlichen Stadtbefestigung, die zum größten Teil 1803 abgebaut wurde.

Fachwerkbauten: Biberach ist eine Station der Deutschen Fachwerkstraße. Eine Route mit sechs Städten schließt in Herrenberg an die bestehende Schwarzwaldroute und in Kirchheim/Teck an die ebenfalls bereits etablierte Neckarroute an und führt über Bad Urach, Blaubeuren, Riedlingen, Biberach, Pfullendorf nach Meersburg. Mit einer Gesamtlänge von 560 km ist die Route „Vom Neckar zum Schwarzwald und zum Bodensee“ die zweitlängste Route in Deutschland.

Thermal- und Kurbad „Jordanbad“: 1470 wurde das „Spitalbad“ erstmals urkundlich erwähnt. 1889 eröffneten die Franziskanerinnen von Reute hier die erste ärztlich geleitete Kneipp'sche Wasserheilanstalt Deutschlands. Heute ist das 2003 modernisierte Thermalbad mit Saunalandschaft und Vier-Sterne-Parkhotel im Besitz der katholischen St. Elisabeth-Stiftung.

Weißgerberwalkmühle Kolesch am Bleicherbach: erbaut 1699 - älteste und letzte noch aktive Walkmühle in Deutschland - mit mehreren Walkhämmern der Weißgerberei.

Zu den weiteren Kirchen im Stadtgebiet vgl. Abschnitt Religionen.

Jährlich findet in der letzten ganzen Schulwoche vor den Sommerferien (meist im Juli) das Biberacher Schützenfest statt, ein großes Kinder- und Heimatfest mit langer Tradition.

Ebenso findet jährlich der Biberacher Christkindles-Markt (Weihnachtsmarkt) beim Marktplatz statt.

Zu den kulturellen Höhepunkten im Leben der Stadt gehört seit fast 30 Jahren das Filmfest Biberach, das älteste Festival, das sich ganz dem deutschsprachigen Film widmet. 2008 wird das Filmfest durch ein kleines zweites Biberacher Independent Festival ergänzt.

Der politische Aschermittwoch der Grünen findet traditionell in der Biberacher Stadthalle statt.

Oberschwäbische Woche: Die Messe für Industrie, Handel, Handwerk, Gewerbe und Landwirtschaft findet jedes zweite Jahr (gerade Jahreszahlen) auf dem Gigelberg statt.

Die Turngemeinde Biberach 1847 e.V. ist mit über 6.000 Mitgliedern einer der größten Vereine der Region. In 27 Abteilungen von Leichtathletik, Tennis über Schach bis Taekwondo wird Breiten- und Spitzensport geboten. Erwähnenswert ist auch die BMX Initiative mit ihrem Übungsgelände mit 5.100 m², das Menschen aus einem großen Einzugsgebiet anlockt. Angelockt werden speziell zu Ostern viele Jugend-Handballer: Beim IBOT, dem Internationalen Biberacher Oster-Turnier, sind regelmäßig über 1.000 Handballer aus Deutschland und anderen europäischen Ländern zu Gast. Jedes Jahr im September findet in Biberach der Stadtlauf um den Boehringer-Ingelheim-Cup (zuvor: Thomae-Cup) statt. Neben zahlreichen Amateur- und Schülerläufen starten beim „Lauf der Asse“ Profis aus der ganzen Welt und verleihen dem Stadtlauf das Gefühl eines internationalen Spektakels.

Zu den beliebtesten lokalen Backwaren gehören die „Seele“, der „Knauzenwecken“ und - in der Fastenzeit - die „Fastenbrezel“. Einmal im Jahr, zum Schützenfest, gibt es den „Schützenkrapfen“ (Blätterteig mit Himbeerkonfitüre). Das „Biberacher Milzle“, eine Spezialität aus 7 Sorten Fleisch, vor allem Innereien, ist heute auf den Speisekarten kaum noch anzutreffen.

Das in schwäbischer Mundart vielzitierte „Herrgöttle von Biberach“ ist in Wirklichkeit das „Herrgöttle von Biberbach“ (im nördlichen Landkreis Augsburg) und befindet sich als vielbesuchtes Gnadenbild in der dortigen Wallfahrtskirche.

Die Stadt ist stolz auf ihr vorbildliches Müllentsorgungssystem, das die Müllmenge jedes Bürgers durch automatische Registrierung jeder einzelnen Mülltonne erfasst. Es mehren sich jedoch Beschwerden von Bürgern, die sich durch dieses Kontrollinstrument überwacht fühlen, was insbesondere dadurch unterstrichen wird, dass eifrige Beamte der zuständigen Müllbehörde offenbar gezielt Bürger anrufen, die ihrer Auffassung nach zu wenig Müll erzeugen.

Trotz weltoffener Selbstbetrachtung ist die süddeutsche Kleinstadt seit jeher bekannt für Provinzpossen dieser Art. Auch der berühmteste Sohn der Stadt Christoph Martin Wieland verarbeitete die Kleinbürgermentalität in seinem künstlerischen Werk. Dessen "Geschichte der Abderiten", in der die antiken Schildbürger einen Prozess um den Schatten eines Esels führen, gilt als Plädoyer für Bürgerfrieden – und als Parabel für den Verlust der demokratischen Tugenden durch Zwietracht. Ein zeitloses Thema; so wurde monatelang über die Aufstellung einer auf die Geschichte Bezug nehmenden Eselsstatue auf dem Biberacher Marktplatz gestritten (siehe Bild), zu der sich jedoch schließlich durchgerungen wurde. Die Stadtväter sehen in der Statue jedoch ein Zeichen für die Beschäftigung mit Kultur, was schließlich auch den liebevollen Charme der Stadt ausmacht.

Bis 1918 war Biberach der Wahlkreis des Reichstagsabgeordneten und späteren Reichsfinanzministers Matthias Erzberger (Zentrum). Er wurde 1921 ermordet und in Biberach beerdigt.

Die Jahreszahlen geben den Zeitpunkt der Verleihung der Ehrenbürgerwürde wieder.

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Landkreis Biberach

Wappen des Landkreises Biberach

Der Landkreis Biberach ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er bildet zusammen mit dem Alb-Donau-Kreis und der kreisfreien Stadt Ulm den baden-württembergischen Teil der Region Donau-Iller im Regierungsbezirk Tübingen. Der Landkreis Biberach grenzt im Norden an den Landkreis Reutlingen und an den Alb-Donau-Kreis, im Osten an die bayerischen Landkreise Neu-Ulm und Unterallgäu sowie an die kreisfreie Stadt Memmingen, im Süden an den Landkreis Ravensburg und im Südwesten und Westen an den Landkreis Sigmaringen.

Der Landkreis Biberach liegt in Oberschwaben. Die Westspitze reicht noch bis zur Schwäbischen Alb. Die Iller bildet die natürliche Grenze zu Bayern.

Der Landkreis Biberach geht zurück auf das gleichnamige württembergische Oberamt, das nach dem Übergang der ehemals freien Reichsstadt Biberach und deren Umland an Württemberg 1806 errichtet wurde. Ferner hatten die Oberämter Ehingen, Riedlingen, Saulgau, Waldsee, Leutkirch und Zwiefalten Anteil am heutigen Kreisgebiet.

Ab 1810 gehörten die Oberämter zu den Landvogteien an der Donau bzw. am Bodensee und ab 1818 zum Donaukreis. Die meisten Oberämter wurden im Laufe der Geschichte aufgelöst und mit benachbarten zusammengelegt. Übrig blieben im 20. Jahrhundert lediglich die Oberämter Biberach, Leutkirch und Laupheim (bis 1845 war dessen Sitz in Wiblingen). 1924 wurde der Donaukreis aufgelöst, und 1934 wurden die Oberämter in Landkreise umbenannt.

Bei der Gebietsreform von 1938 wurden die Landkreise Leutkirch und Laupheim aufgelöst. Dabei kamen einige Gemeinden des Landkreises Leutkirch sowie der Großteil des Landkreises Laupheim zum Landkreis Biberach. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 erhielt der Landkreis Biberach einige Orte der Landkreise Saulgau, Ehingen und Sigmaringen, musste im Gegenzug jedoch einige Orte an den Alb-Donau-Kreis und an den Landkreis Ravensburg abgeben. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Biberach noch 45 Gemeinden, darunter 6 Städte und hiervon wiederum 1 „Große Kreisstadt“ (Biberach an der Riß). Größte Stadt des Kreises ist Biberach an der Riß, kleinste Gemeinde ist Moosburg.

Die Einwohnerzahlen (incl. Stadt Biberach) sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.

Der Landrat wird vom Kreistag für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Er ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse, hat aber in den Gremien kein Stimmrecht. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises.

Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Das Wappen des Landkreises Biberach zeigt in gespaltenem Schild vorne in Gold einen halben, rot bewehrten schwarzen Adler am Spalt, hinten in Rot einen mit der Krümme nach links gerichteten goldenen Abtsstab mit silbernem Velum. Das Wappen wurde am 4. März 1970 und nach der Kreisreform am 3. September 1973 neu verliehen.

Der Reichsadler steht für die zahlreichen reichsunmittelbaren Herrschaften im heutigen Kreisgebiet, vor allem die ehemals freien Reichsstädte Biberach und Buchau. Der Abtsstab steht für die ebenfalls zahlreichen teilweise reichsunmittelbaren Klöster im Kreisgebiet, die 1803 säkularisiert wurden (Ochsenhausen, Rot an der Rot, Schussenried, Buchau, Heggbach, Heiligkreuztal, Gutenzell).

Der Landkreis hält einen Anteil von gut 11% an den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken und nimmt über diese Beteiligung auch Einfluss auf die Geschäftspolitik der Energieversorger EnBW und EGVS. Die größten Arbeitgeber des Kreises sind Liebherr, Boehringer Ingelheim, Kässbohrer Geländefahrzeug, Aircabin, Handtmann, Südpack, Uhlmann, Rentschler und Silit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war noch der überwiegende Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig, der Strukturwandel wurde im Landkreis Biberach im Vergleich zu anderen Landkreisen schnell vollzogen.

Laut einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung ist der Landkreis Biberach in Sachen Zukunftsfähigkeit die Nummer eins in der Bundesrepublik. Mit einer Arbeitslosenquote von 2,1 % hat der Landkreis eine der niedrigsten in Deutschland überhaupt (Mai 2008). Somit besteht im Landkreis quasi Vollbeschäftigung, daher konzentriert sich die Agentur für Arbeit verstärkt auf die Suche nach geeigneten und qualifizierten Arbeitnehmern für die regionalen Unternehmen.

Der ÖPNV wird durch den Donau-Iller-Nahverkehrsverbund, der auch die kreisfreie Stadt Ulm, den Alb-Donau-Kreis und den Landkreis Neu-Ulm umfasst, organisiert.

Das Kreisgebiet wird von der Bundesautobahn A 7 Ulm - Memmingen berührt. Ferner wird es durch Bundes-, Landes- und Kreisstraßen erschlossen. Die wichtigsten Bundesstraßen sind die B 30 Ulm - Friedrichshafen, die von Biberach bis Ulm vierspurig ausgebaut ist, die B 312 Reutlingen - Memmingen, die B 311 Donaueschingen - Ulm und die B 465 Kirchheim unter Teck - Leutkirch im Allgäu.

Der Landkreis Biberach ist Träger des Kreisgymnasiums Riedlingen, der Sonderschule für Geistigbehinderte Schwarzbach-Schule mit Schulkindergarten in Biberach und folgender beruflicher Schulen: Kreisberufsschulzentrum Biberach mit Gebhard-Müller-Schule (Kaufmännische Schule), Karl-Arnold-Schule (Gewerbliche Schule) und Matthias-Erzberger-Schule (Haus- und Landwirtschaftliche Schule), Kilian-von-Steiner Schule (Gewerbliche und Kaufmännische Schule) Laupheim und Berufliche Schule (Gewerbliche, Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schule) Riedlingen.

Der Landkreis Biberach ist Gesellschafter der Kliniken Landkreis Biberach GmbH. Diese Gesellschaft ist Träger der Kreiskliniken Biberach, Laupheim, Ochsenhausen und Riedlingen, der Geriatrischen Rehabilitationsklinik Biberach und der Kreispflegeheime Biberach, Laupheim, Ochsenhausen und Riedlingen.

Zum Landkreis Biberach gehörten ab 1938 zunächst 87 Gemeinden, darunter 4 Städte.

Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Biberach machte am 1. Dezember 1971 die Gemeinde Reinstetten, die sich mit der Stadt Ochsenhausen vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig.

Die noch verbliebenen Gemeinden gingen am 1. Januar 1973 im vergrößerten Landkreis Biberach auf. Zwei Gemeinden (Oberbalzheim und Unterbalzheim) kamen zum neu gebildeten Alb-Donau-Kreis, wo sie sich am 1. Januar 1974 zur Gemeinde Balzheim vereinigten. Die Gemeinde Dietmanns kam zum Landkreis Ravensburg, weil sie in die Stadt Bad Wurzach eingegliedert wurde. Zwei Jahre später, am 1. Januar 1975, wurde auch Unterschwarzach in die Stadt Bad Wurzach eingegliedert und verließ somit den Landkreis Biberach.

Größte Gemeinde des alten Landkreises Biberach war die Kreisstadt Biberach an der Riß, die seit 1. Februar 1962 Große Kreisstadt war, kleinste Gemeinde war Füramoos.

Der alte Landkreis Biberach umfasste zuletzt eine Fläche von 1.025 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 114.670 Einwohner. Er war damit nach dem Landkreis Aalen nach seiner Fläche der zweitgrößte Landkreis Baden-Württembergs.

Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Biberach bis 1970. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.

Die Gemeinden des Landkreises Biberach vor der Gemeindereform. Die meisten gehören auch heute noch zum Landkreis Biberach. Lediglich Oberbalzheim und Unterbalzheim gehören zum Alb-Donau-Kreis sowie Dietmanns und Unterschwarzach gehören zum Landkreis Ravensburg.

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Flugplatz Biberach a.d. Riß

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Der Flugplatz Biberach ist ein deutscher Flugplatz nahe der Stadt Biberach an der Riß in Baden-Württemberg. Er ist als Verkehrslandeplatz klassifiziert und wird vom Luftsportverein Biberach e.V. betrieben.

Der Verkehrslandeplatz liegt 1,8 km nordwestlich der Stadt Biberach an der Riß in Baden-Württemberg auf einer Höhe von 1.903 ft (580 m).

Er hat den Status Verkehrslandeplatz der Kategorie A.

Der ICAO-Code des Flugplatzes lautet EDMB.

Flugzeuge bis 5.700 kg dürfen hier starten und landen.

Sowohl AVGAS/100LL als auch JET A-1 sind erhältlich.

Die Abteilung Motorflug LSV Biberach e.V. hat ca. 80 aktive Mitglieder und verfügt über 3 jeweils viersitzige Motorflugzeuge und ein zweisitziges Motorflugzeug. Die Abteilung betreibt die Flugleitung und eine Motorflug-Flugschule.

Am Flugplatz Biberach befindet sich südlich der Asphaltbahn ein Segelfluggelände, das von der Abteilung Segelflug des Luftsportvereins Biberach e.V. betrieben wird. Es werden hier die Startarten Windenstart und Flugzeugschlepp angeboten. Zu den Mitgliedern zählen Spezialisten für Streckenflug und Segelkunstflug von internationalem Ruf.

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Kreissparkasse Biberach

Die Kreissparkasse Biberach ist eine öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Sitz in Biberach an der Riß, Baden-Württemberg. Ihr Geschäftsgebiet ist der Landkreis Biberach.

Die Kreissparkasse Biberach ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Rechtsgrundlagen sind das Sparkassengesetz für Baden-Württemberg und die durch den Verwaltungsrat der Kreissparkasse erlassene Satzung. Organe der Kreissparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.

Die Kreissparkasse Biberach betreibt als Sparkasse das Universalbankgeschäft. Sie ist Marktführer in ihrem Geschäftsgebiet. Mit einer Bilanzsumme von 5.627 Millionen Euro, Stand März 2006, nimmt sie in der Sparkassen-Rangliste 2006 der Sparkassenzeitung Platz 34 von insgesamt 457 Sparkassen ein. Im Verbundgeschäft arbeitet die Kreissparkasse mit der Landesbausparkasse Baden-Württemberg, der Deutschen Leasing, der DekaBank und der Sparkassen-Versicherung zusammen.

Die heutige Kreissparkasse Biberach entstand im Zuge der Kreisreform aus der alten Kreissparkasse Biberach und übernahm Teile des Geschäftsgebietes der ehemaligen Kreissparkassen Saulgau und Ehingen.

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FV Biberach

Der FV Biberach ist ein Fußballverein mit rund 350 Mitgliedern aus Biberach an der Riß.

Der FV Biberach entstand 1970 als Fusion des 1952 gegründeten FC Wacker Biberach mit der Abteilung Fußball der TG Biberach. Vor dem Zusammenschluss war die im Jahr 1900 gegründete TG Biberach, der 1949 die Spielvereinigung Biberach beitrat, der erfolgreichere der beiden Vereine. 1963 stieg man erstmals in die Schwarzwald-Bodenseeliga, der damals höchsten deutschen Amateurspielklasse auf, in die man nach dem Abstieg 1964 sofort wieder aufsteigen konnte.

Nach der Fusion begann die erfolgreichste Zeit des Vereins. 1970 wurde man Meister der Schwarzwald-Bodenseeliga, 1971 Vize-Meister. Im Jahr 1978 konnte man sich für die neu gegründete Oberliga Baden-Württemberg qualifizieren, welcher man ununterbrochen bis 1986 angehörte. Nach dem zwischenzeitlichen Abstieg bis in die Landesliga erreichte der FV Biberach als Meister der Verbandsliga Württemberg 1994 erneut den Aufstieg in die Oberliga.

Nach dem erneuten Oberligaabstieg im Jahr 1999 und der Insolvenz des Vereines im Dezember 2002 rutschte der FV Biberach bis in die Bezirksliga ab. Inzwischen spielen die Blau-Gelben wieder in der Verbandsliga Württemberg.

Der FV Biberach trägt seine Heimspiele im 10.000 Zuschauer fassenden Stadion an der Querspange aus, welches neben den rund 9.700 Stehplätzen über eine Tribüne mit 700 überdachten Sitzplätzen verfügt.

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Source : Wikipedia