Bayernliga
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- (zot) Der Traum von der Bayernliga ist geplatzt. Letztendlich mussten die Nüdlinger C-Juniorinnen rund um die Trainer Erich Kaim und Julian Bötsch einsehen, dass sie körperlich noch nicht ganz mit den durchwegs älteren Teams mithalten können....
- Affing helfen nur Siege - Augsburger Allgemeine
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Bayernliga
Die Bayernliga ist in der Regel die höchste für das gesamten Gebiet Bayerns organisierte Spielklasse einer Sportart, beziehungsweise die höchste Liga des entsprechenden bayerischen Fachverbandes.
Im Eishockey ist die Bayernliga (Senioren) die höchste Liga des Bayerischen Eissportverbandes, vierthöchste Spielklasse in Deutschland und höchste Amateurspielklasse. Sie wird oft auch Bayerische Eishockey-Liga bezeichnet. Daneben gibt es auch Bayernligen für Junioren, Jugend und Schüler.
Im Fußball ist die Bayernliga die höchste Liga des Bayerischen Fußballverbandes und fünfthöchste Spielklasse in Deutschland. Sie wird auch als Oberliga Bayern bezeichnet.
Bei den Damen ist die Bayernliga die vierthöchste Spielklasse in Deutschland. Der BFV organisiert außerdem Bayernligen für A-, B- und C-Junioren und Juniorinnen.
Im Handball ist die Bayernliga sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die vierthöchste Spielklasse nach den beiden Bundesligen und der Regionalliga. Die Herren-Bayernliga spielt in der Saison 2008/09 mit 14 Mannschaften. Der Meister der Liga steigt in die Regionalliga Süd auf, die letzten vier Mannschaften steigen in die Landesligen ab.
Bayernliga (Fußball)
Die Bayernliga ist eine der Staffeln der Fußball-Oberliga, die die fünfthöchste Spielklasse im deutschen Fußball bildet. Sie wird organisiert vom Bayerischen Fußball-Verband. Die nächsthöhere Liga ist die Regionalliga. Bis zur Einführung der 3. Liga in der Saison 2008/09 bildete die Bayernliga die vierthöchste Spielklasse.
Die Bayernliga umfasst normalerweise 18 Mannschaften. Steigt mehr als eine bayerische Mannschaft aus der Regionalliga ab, so wird die Anzahl der Mannschaften entsprechend erweitert. Der Meister steigt nach Saisonende direkt in die Regionalliga Süd auf, während die drei Letztplatzierten in die Landesliga absteigen. Die Landesliga ist in die drei Staffeln Nord, Mitte und Süd eingeteilt, die Meister der drei Staffeln steigen direkt in die Bayernliga auf. Die drei Vizemeister der Landesligen spielen in einer Relegationsrunde mit dem Viertletzten der Bayernliga den letzten Startplatz für die Oberliga Bayern aus.
Die SpVgg Weiden steht an erster Stelle der ewigen Bayernliga-Tabelle.
Der FC Augsburg (bis 1969 unter dem Namen BC Augsburg) und die SpVgg Bayreuth sind mit jeweils sieben Meisterschaften Rekordmeister der Bayernliga. Danach folgt der TSV 1860 München mit fünf Meisterschaften, wobei 1860 zweimal die Meisterschaft mit der zweiten Mannschaft gewann.
SpVgg Weiden
Die SpVgg Weiden ist ein Sportverein aus dem oberpfälzischen Weiden.
Die SpVgg Weiden wurde am 19. Januar 1924 gegründet. Der Verein konnte bereits in den Anfangsjahren mit dem Erringen der Kreismeisterschaften 1924 und 1931 erste Erfolge feiern. In den Jahren 1934 und 1941 konnte man nach dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft in die Gauliga Bayern, die damals höchste Spielklasse im deutschen Fußball aufsteigen. Während die Weidener 1934 aus dieser sofort wieder abstiegen, hielt man nach dem zweiten Aufstieg die Klasse. Dies gelang jedoch nur durch die Teilung der bayerischen Gauliga in eine Gauliga Nord- und eine Gauliga Südbayern. Die Weidener, die seit dem 9. Januar 1939 als Reichsbahn SSVg Weiden firmierten, spielten ab 1942 in Nordbayern. In der ersten Saison schlossen sie nach Siegen u.a. über die SpVgg Fürth als Viertplatzierter hinter den Fürthern, dem 1. FC Schweinfurt 05 und dem 1. FC Nürnberg ab. In der folgenden Saison wurden sie als Neunter nur Vorletzter. Die erneute kriegsbedingte Aufteilung der Ligen hatte die Einteilung in die Gauliga Bayreuth-Nord zur Folge, die jedoch den Spielbetrieb nicht mehr aufnahm.
Nach dem zweiten Weltkrieg stieg die SpVgg Weiden 1964 in die Bayernliga auf. 1965 konnte man sich als Meister der Bayernliga für die zweitklassige Regionalliga Süd qualifizieren, aus der man jedoch bereits nach einem Jahr wieder absteigen musste. Im Anschluss spielte der Verein überwiegend in der Bayernliga. Den Abstiegen in die Landesliga folgte regelmäßig schon nach kurzer Zeit die Rückkehr in die Bayernliga. Lediglich von 1975 bis 1985 musste man sich für längere Zeit verabschieden.
Die SpVgg Weiden trägt ihre Spiele im 1928 eröffneten Stadion am Wasserwerk aus. Das Stadion bietet heute Platz für 10.000 Zuschauer - darunter 926 überdachte Sitzplätze. Der Zuschauerrekord stammt aus dem Jahr 1967, als 15.000 Besucher das Spiel der SpVgg Weiden gegen Jahn Regensburg (Endergebnis 0:3) verfolgten.
TSV 1860 München
Der TSV 1860 München, oft auch nur als Löwen oder Sechzger bezeichnet, ist ein Sportverein aus München, beheimatet im Stadtteil Giesing. Der Verein wurde erstmals am 15. Juli 1848 gegründet. Nach einem späteren Verbot wegen „republikanischer Umtriebe“ erfolgte die Wiedergründung als TSV München von 1860 e.V. am 17. Mai 1860. Die Farben des Vereins sind Grün-Gold, bekannter ist jedoch das Weiß-Blau der Fußballabteilung. Der Verein besitzt etwa 20.000 Mitglieder.
Nationale und selbst europaweite Bekanntheit erwuchs dem Verein vor allem in den 1960er Jahren, als die Fußballmannschaft nicht nur den DFB-Pokal 1964 und 1966 die Deutsche Fußballmeisterschaft gewinnen konnte, sondern 1965 auch bis in das Finale des Europapokals der Pokalsieger vordrang, dort aber vor der Rekordkulisse von 100.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion West Ham United mit 0:2 unterlag. Zudem können die Fußballer auf zwei Vizemeisterschaften von 1931 und 1967 und einen ersten Pokalerfolg im Kriegsjahr 1942 verweisen.
1860 München wird oft nur als ein Fußballverein betrachtet. Weitere Abteilungen des Verein sind aber Basketball, Bergsteigen, Boxen, Faustball, Kegeln, Leichtathletik/Fitness, Ringen, Ski-/Radsport, Tennis, Turn- und Freizeitsport und Wassersport. Auch diese Abteilungen konnten zahlreiche nationale und internationale Erfolge erringen.
Die Geschäfte der Profifußballabteilung sowie der U 23 und der A-Junioren werden durch die aus dem Gesamtverein ausgegliederte TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA geführt, deren Aktien zu 100% im Besitz des Vereins sind.
Einen Überblick über alle Platzierungen des TSV 1860 München finden Sie auf der Unterseite Tabelle.
Erstmals gegründet wurde der Verein als Münchner Turnverein am 15. Juli 1848. 1849 erfolgte ein Verbot wegen „republikanischer Umtriebe“. Die Wiedergründung erfolgte am 17. Mai 1860. 1898 erfolgte die Umbenennung in Turnverein München von 1860. Am 25. April 1899 wurde dann die Fußballabteilung gegründet.
Der berühmte Löwe (zuerst nur mit einem Schwanz, später änderte man dies in zwei, um eine Verwechslung mit dem Löwenbräu-Wappen auszuschließen) schmückt seit 1911 das Vereinswappen.
Nachdem die Mannschaft 1931 bis ins Finale um die Deutsche Meisterschaft kam, holte sie schließlich 1942 mit dem Deutschen Pokal ihren ersten großen Titel.
Nach dem 2. Weltkrieg gestaltete sich das sportliche Schicksal des TSV 1860 zunächst wechselhaft. 1945 war man Gründungsmitglied der neugeschaffenen Oberliga Süd und nahm 1948 als Süd-Vizemeister an der ersten Endrunde zur Deutschen Fußballmeisterschaft nach dem Krieg teil, schied allerdings bereits in der Vorrunde gegen den 1. FC Kaiserslautern aus. Dies sollte vorerst die letzte Endrundenteilnahme des TSV 1860 werden; erst an der letzten Endrunde vor Einführung der Bundesliga 1963 nahm man wieder teil. Nach dem Abstieg aus der Oberliga Süd 1953 verbrachte man mehrere Jahre in der damaligen 2. Liga Süd (1953-55 und 1956/57), ehe man ab 1957 wieder ununterbrochen in der Oberliga Süd vertreten war. 1961 übernahm Max Merkel die Mannschaft und führte diese rechtzeitig zur Einführung der Bundesliga zur Meisterschaft in der Oberliga Süd, wodurch man sich für die neugegründete Bundesliga qualifizierte.
Im Jahr 1963 war der TSV 1860 München Mitgründer der Fußball-Bundesliga. 1964 wurde der Verein zum zweiten Mal durch einen 2:0-Sieg im Finale gegen Eintracht Frankfurt DFB-Pokalsieger und kam ein Jahr später in das Finale des Europapokals der Pokalsieger. Das Finale verlor der TSV 1860 München vor 97.974 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion mit 0:2 gegen West Ham United. In der Spielzeit 1965/66 hatten die Löwen vom 8. bis zum 22. Spieltag die Tabellenspitze inne, wurden dann jedoch von Borussia Dortmund und zeitweilig auch vom FC Bayern München verdrängt. Erst am vorletzten Spieltag konnte der TSV durch ein 2:0 in Dortmund gegen den direkten Gegner die Tabellenführung zurückerobern. Mit einem 1:1 am letzten Spieltag gegen den Hamburger SV konnte der erste Platz verteidigt werden und der Verein wurde zum ersten und bis heute einzigen Mal Deutscher Meister (Spieler der Meistermannschaft siehe unten). Im nächsten Jahr konnte der Club noch Vizemeister werden, danach ging es allerdings kontinuierlich bergab und es folgte 1970 der Abstieg in die Regionalliga.
Seit Gründung der Fußball-Bundesliga war die Regionalliga bis zur Gründung der 2. Bundesliga im Jahr 1974 die zweithöchste Spielklasse in Deutschland. Der TSV 1860 München verfehlte bis 1977 immer wieder knapp den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Am 15. August 1973 wurde beim Spiel des TSV 1860 München gegen den FC Augsburg ein ewiger Zuschauerrekord des Olympiastadions aufgestellt, als nach einem frühen Führungstor der Löwen alle Dämme brachen und das Stadion von noch draußen wartenden Zuschauern gestürmt wurde. Schätzungsweise 90.000 Zuschauer wohnten dem Spiel bei. 136 Personen wurden verletzt.
Nur ein Jahr konnte sich der TSV 1860 München in der Bundesliga halten. Nach einem erfolglosen Bundesligaausflug musste der Verein in der Saison 1978/79 wieder in Liga 2 antreten, wo der sofortige Wiederaufstieg gelang. In der Saison 1980/81 stiegen die Löwen dann wieder aus der Bundesliga ab. Ein Jahr später entzog im Sommer 1982 der DFB dem Verein die Lizenz, da laut DFB der TSV 1860 München, der nur um einen Punkt den Aufstieg verpasst hatte, zu große finanzielle Belastungen nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga eingegangen war. Ab 1980 hatte der damals junge Rudi Völler beim TSV 1860 München gespielt, er verließ den Club aber auf Grund des Lizenzentzugs in Richtung Werder Bremen.
Der Zwangsabstieg in die Amateur-Oberliga Bayern (Bayernliga) bedeutete einen starken Umbruch in der Mannschaft der Löwen. Nachdem 14 Spieler den Verein verlassen hatten, wurden 20 neue verpflichtet. Dennoch reichte es deutlich nicht zum Wiederaufstieg. In der folgenden Saison wurde die Aufstiegsrunde erreicht, jedoch gewannen die Löwen dort nur ein Spiel, die anderen fünf gingen verloren. In der Saison 1984/85 drohte zeitweilig sogar der Abstieg in die Landesliga, obwohl sich vier Trainer versuchten, nämlich Bernd Patzke, Oktavian Popescu, Erich Beer und Wenzel Halama. Ein paar Mal ging es dann in den folgenden Saisons noch knapp am Aufstieg vorbei, bis er unter Trainer Karsten Wettberg 1991 endlich gelang. Allerdings stieg der Verein dann gleich wieder in die Bayernliga ab, aber nur für ein Jahr. Dann begann mit Werner Lorant der Durchmarsch in die Bundesliga.
Der Jubel der Fans war überwältigend, als in Meppen das letzte Spiel der Zweitligasaison 1993/94 abgepfiffen war, der TSV 1860 München mit einem 1:0-Sieg als erster Verein überhaupt den direkten Durchmarsch aus der Bayernliga in die Bundesliga geschafft hatte und dieser nach 13-jähriger Abwesenheit wieder angehörte. Mit allem Einsatz und viel Glück schaffte man in der folgenden Saison den Klassenerhalt.
Bis 2000 konnte man sich stets steigern – holte Stars wie Thomas Häßler und Martin Max – und erreichte neben einigen Teilnahmen am UI-Cup sowie dem UEFA-Pokal die Qualifikation zur Champions League durch einen 4. Platz in der Bundesliga. In der Saison 1999/2000 gelang es dem TSV 1860 außerdem erstmalig, beide Derbys in einer Spielzeit gegen den FC Bayern München zu gewinnen (1:0, 2:1). Sportlich konnte man aber nicht mehr an die früheren Erfolge anknüpfen. Schließlich wurde Werner Lorant am 18. Oktober 2001 entlassen, nachdem man fünf Tage zuvor eine 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern München erlitten hatte.
Die Stadionfrage loderte in dieser Zeit richtig auf, nachdem der Verein 1995 einen Umbau des Stadions an der Grünwalder Straße nicht mehr weiter verfolgte und die Spiele ab sofort komplett im von vielen Fans ungeliebten Olympiastadion stattfanden. Nach einer anfänglichen Euphoriewelle mit Vereinsrekorden in Sachen Zuschauerschnitt und guten Erfolgen in der Bundesliga ebbte das Interesse an den Löwen auch aufgrund nachlassender Leistungen allmählich ab. Unter den Fans gab es große Differenzen wegen der Spielortfrage, die zu einer regelrechten Spaltung zwischen verschiedenen Fangruppen führten. Hart diskutiert wurde zwischen diesen Gruppen auch der mögliche Umbau des Olympiastadions und die Beteiligung des TSV 1860 München am Neubau der Allianz Arena in Fröttmaning.
Nachdem 1860 unter Lorants Nachfolger Pacult nicht an die Erfolge aus der Saison 1999/2000 anknüpfen konnte, wurde dieser im März 2003 durch Falko Götz abgelöst. Dieser musste den Kader aus finanziellen Gründen umbauen und die „Altstars“ Häßler, Max und Suker durch junge Spieler ersetzen. Nach einem ordentlichen Saisonstart geriet Götz' Mannschaft jedoch zu Beginn der Rückrunde in den Abstiegskampf. Da zudem Vereinspräsident Karl-Heinz Wildmoser und sein Sohn Karl-Heinz jun. im März 2004 wegen Bestechungsvorwürfen im Zuge des Stadionsbaus festgenommen wurden, schlitterte der Verein binnen kurzer Zeit in eine bedrohliche Krise. Kompetenzstreitigkeiten zwischen dem medial unerfahrenen Großmetzger Karl Auer, der Wildmoser als Präsident nachgefolgt war, und dem Ex-Kultusminister Hans Zehetmair als Vizepräsidenten gipfelten in der Entlassung von Trainer Götz. Zehetmair, der die Demission des Trainers ohne Rücksprache mit Präsident und Geschäftsführung als erster verkündet hatte, wurde für sein Vorpreschen scharf kritisiert und trat daraufhin zurück. Nachfolger von Götz wurde der ehemalige Spieler Gerald Vanenburg, der den Abstieg der 60er in die Zweitklassigkeit jedoch nicht mehr verhindern konnte.
Später wurde das Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser eingestellt, während sein Sohn, der zugleich Geschäftsführer des Vereins sowie der Stadionbetreibergesellschaft der Allianz Arena war, zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde.
Nachfolger Vanenburgs als Chefcoach wurde der zweitligaerfahrene Rudi Bommer, unter dessen Ägide der direkte Wiederaufstieg angepeilt wurde. Dieser wurde jedoch aufgrund sportlichen Misserfolgs bereits im November 2004 entlassen und durch Reiner Maurer, den vormaligen Co-Trainer und Cheftrainer der U 23, ersetzt. Nach einer starken Rückrunde platzten die Aufstiegshoffnungen von 1860 erst am letzten Spieltag, so dass die Mannschaft am Ende nur den vierten Platz belegte.
Die erste Spielzeit in der neuen Allianz Arena begann für die Löwen vielversprechend; zu Beginn der Hinrunde war das Team zeitweilig noch Tabellenführer, zählte zur Winterpause jedoch nur noch zum erweiterten Favoritenkreis. Nach einem 0:0 zu Rückrundenbeginn gegen den Tabellenletzten LR Ahlen führte zur Entlassung von Trainer Maurer. Dessen Nachfolger wurde Walter Schachner, zudem übernahm Stefan Reuter den Posten als Manager.
Wirtschaftlich und sportlich war das Frühjahr 2006 für 1860 bedrohlich. Im März erklärte Präsident Auer seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen, sein Nachfolger wurde der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Lehner. Als Geschäftsführer wurde Stefan Ziffzer installiert. Kurze Zeit später rettete die Löwen erst der FC Bayern vor der Insolvenz, in dem dieser die Anteile an der Allianz Arena für 11 Millionen Euro abnahm und ein Rückkaufsrecht zusicherte. Der Verein geriet unter dem Trainer Walter Schachner in akute Abstiegsgefahr. Erst am vorletzten Spieltag sicherte sich der TSV 1860 München durch einen 1:0-Heimsieg gegen den Abstiegsmitkonkurrenten 1. FC Saarbrücken den Klassenerhalt. Letztlich beendete man die Saison auf dem 13. Platz.
Die Jugendarbeit des Clubs war dagegen von Erfolg gekrönt. Die B-Junioren (U 17) holten zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft. Der DFB verlieh die Fritz-Walter-Medaille an die Brüder Lars (Gold, Jahrgang 1989) und Sven Bender (Bronze, Jahrgang 1989) sowie an Alexander Eberlein (Silber, Jahrgang 1988).
Albrecht von Linde wurde am 28. März 2007 neuer Präsident des Vereins. Der Wiederaufstieg in die Bundesliga gelang jedoch auch im dritten Anlauf nicht. Nach einer Saison ohne Höhen und Tiefen erreichte der Club unter Walter Schachner und dessen Nachfolger Marco Kurz, der das Team im Frühjahr 2007 übernommen hatte, den achten Platz in der Endabrechnung. Wirtschaftlich erreichte 1860 in der Saison 2006/07 wieder ruhigeres Fahrwasser.
Nach einer guten Hinrunde in der Saison 2007/08 rutschte die Mannschaft in der Rückrunde ins Mittelfeld ab. Der Klassenerhalt wurde erst am vorletzten Spieltag mit einem 1:1 im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück gesichert, in der Rückrundentabelle belegte der Verein sogar den letzten Tabellenplatz. Nach dem Spiel gegen Osnabrück sagte Geschäftsführer Stefan Ziffzer über Präsident von Linde: „Der Fisch stinkt vom Kopf her, und bei uns ist der Kopf der Präsident. Dieser Präsident ist eine Schande.“ Von Linde sprach daraufhin in Gegenwart von Sponsoren, die Ziffzer applaudierten, die fristlose Kündigung aus. Grund der Auseinandersetzung waren diametrale Ansichten über den wirtschaftlichen Kurs der Fußballabteilung und vom Präsidium nicht dementierte Medienberichte über einen anstehenden Rauswurf des sportlichen Leiters Stefan Reuter. Am 26. Mai 2008 erklärte Albrecht von Linde seinen Rücktritt, der Aufsichtsrat kürte noch in derselben Sitzung einstimmig Rainer Beeck zu seinem Nachfolger.
Nach lediglich acht Siegen im Kalenderjahr 2008 und einer weiteren Niederlage im ersten Spiel des Jahres 2009 wurde Geschäftsführer Stefan Reuter beurlaubt. Manfred Stoffers folgte ihm als Geschäftsführer nach, Miroslav Stević wurde neuer Sportdirektor. Ende Februar wurde auch Cheftrainer Marco Kurz beurlaubt.
Der TSV 1860 München II spielt in der Saison 2008/09 in der Regionalliga Süd. Die Spiele werden im Grünwalder Stadion ausgetragen.
1997 stiegen die 1860 Amateure zum ersten Mal in die Regionalliga auf, wo sie sich bis 2001 halten konnten. Die Mannschaft wurde fortan als U 23 weitergeführt und kehrte 2004 als Bayernligameister wieder in die Regionalliga zurück. 2008 verpasste die Mannschaft die Qualifikation zur neuen 3. Liga um drei Punkte.
Der aktuelle Kader ist auf der Unterseite Personen zu finden.
Die U 19 spielt derzeit in der Bundesliga, ebenso wie die erste Mannschaft der U 17. Auch die C-, D-, E-, und F-Junioren spielen in der jeweils höchsten Spielklasse.
Größte Erfolge waren der Gewinn der deutschen B-Junioren-Meisterschaft 2006 und der DFB-Pokalsieg der A-Junioren 2007.
Das von Ernst Tanner geleitete Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 wurde 2008 von der Prüfungskommission des DFB und der DFL mit 3 Sternen ausgezeichnet und belegt in der Rangliste der deutschen Profivereine einen der vorderen Plätze.
Die Qualität der Jugendarbeit sieht man auch daran, dass zwischen 2002 und 2008 insgesamt 20 Spielern, die zuvor mindestens in der U 19 des TSV 1860 gespielt hatten, der Sprung in den Profikader der Löwen gelang.
Die Tradidtionsmannschaft, der zahlreiche ehemalige Löwenspieler angehören, nimmt nicht am Ligabetrieb teil. Das von Matthias Imhof und Peter Zacher geleitete Team tritt hauptsächlich zu Freundschafts- und Benefizspielen an.
Der TSV 1860 unterhält auch eine Schiedsrichter-Gruppe, die zur Fußballabteilung gehört.
Die Mannschaften des Vereins spielen in zwei Fußballstadien, im Olympiastadion wird heute kein Fußball gespielt.
Die Allianz Arena ist seit der Saison 2005/06 Spielstätte der Fußballprofimannschaft des Vereins. Sie wurde für geschätzte 340 Millionen Euro gemeinsam mit dem FC Bayern errichtet, nach der Fertigstellung gehörte die Arena jeweils zur Hälfte den beiden Münchner Vereinen. Im April 2006 verkaufte 1860 seinen Anteil an der Arena an den FC Bayern, um eine akut drohende Insolvenz abzuwenden. Die Löwen sind durch einen langfristigen Mietvertrag bis 2025 an die Arena im Münchner Norden gebunden. Eine Besonderheit des Stadions ist die aus 2760 ETFE-Folienkissen (Ethylen-Tetrafluorethylen) hergestellte Fassade. Die Kissen werden ständig mit getrockneter Luft aufgeblasen und können wahlweise in blau (bei Spielen von 1860), rot (bei Spielen des FC Bayern) oder weiß (bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft) beleuchtet werden. Die Allianz Arena gehörte unter dem Namen FIFA WM-Stadion München zu den zwölf Stadien bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.
Eröffnung: 30. Mai 2005, Fassungsvermögen: 69.901 Plätze.
Das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße wird als Spielstätte der U23 und U19 genutzt. In dem Stadion wurde 1966 die Meisterschaft gefeiert. Auch deshalb wird es von vielen Fans bis heute als die „Heimat“ des Vereins angesehen. Die Sportstätte wurde 1926 fertiggestellt, fasste damals 40.000 Zuschauer und trug den Namen Heinrich-Zisch-Stadion. 1937 musste das Stadion in einer Finanzkrise des Clubs an die Stadt München verkauft werden, auch heute ist es noch Eigentum der Stadt. Es kursieren Pläne der Stadt, das Stadiongelände für ca. 15 Millionen Euro zu veräußern, um den Haushalt zu konsolidieren. Initiativen wie Freunde des Sechzger Stadions e.V. und die Wählergruppe Sechzgerstadion e.V. setzen sich für den Stadionerhalt ein. Nach der Süddeutschen Zeitung wird wegen nicht vorhandenem Investor das Stadion für Amateure und Jugendteams bis 2018 benutzt.
Seit dem vollständigen Umzug ins Olympiastadion (zur Saison 1995/96) ist die Fangemeinschaft des Traditionsvereins gespalten. Traditionalisten, die eine Abgrenzung zum FC Bayern und eine eigene Identität fordern, haben weder das Olympiastadion noch die neue Allianz-Arena angenommen, was immer noch für Konfliktstoff innerhalb der Fanszene sorgt.
Das Olympiastadion, das ebenfalls Eigentum der Stadt München ist, wurde zwischen 1994 und 2005 regelmäßig vom Verein für Fußballheimspiele genutzt. Es wurde für die 20. Olympischen Sommerspiele 1972 für geschätzte 137 Millionen DM gebaut und dient sowohl für Leichtathletikveranstaltungen und Fußballspiele als auch für kulturelle Veranstaltungen. Die Rekordzahl von schätzungsweise 90.000 Zuschauern wurde beim Spiel des TSV 1860 gegen den FC Augsburg am 15. August 1973 aufgestellt (siehe oben).
Eröffnung: 26. Mai 1972, Fassungsvermögen: 69.466 Sitzplätze.
Mit über 20.000 Mitgliedern zählt der TSV 1860 München zu den zehn größten Sportvereinen Deutschlands.
Der Großteil der Mitglieder kommt aus der Fußball-Abteilung des TSV 1860 München, der 2006 18.908 Mitglieder angehörten.
Die komplette Mitgliederentwicklung finden Sie auf der Unterseite Daten.
Würzburger FV
Der Würzburger Fußballverein (WFV) ist ein Fußballklub aus der unterfränkischen Bezirkshauptstadt Würzburg. Der Verein wurde 1904 als FV 04 Würzburg gegründet und spielte Ende der 70er Jahre in der 2. Bundesliga. In der Saison 1977/78 gab es zwei Derbys gegen den Ortsrivalen Würzburger Kickers. Nach dem Abstieg aus der 2. Liga 1980 folgte im Mai 1981 der Konkurs und die Neugründung als Würzburger FV, wobei man von der Bayernliga in die damalige C-Klasse zurückgestuft wurde. Außerdem musste man kurze Zeit später auch das Stadion an der Frankfurter Straße verlassen, das die neue Heimat der DJK Würzburg wurde. Bis 2005 kämpfte sich der Würzburger FV in die Bayernliga (ab 2008/09 die fünfthöchste Spielklasse) zurück, wo er seither antritt.
Die vom WFV seit seiner Neugründung benutzte Sepp-Endres-Sportanlage in der Mainaustraße 32 befindet sich, wie auch das Stadion seines Vorgängervereins an der Frankfurter Straße, in der Zellerau, einem Wohngebiet westlich des Stadtzentrums. Sie liegt unmittelbar unterhalb eines Weinberges (siehe Foto oben). Da das Gelände nur an einer Seite über eine Tribüne verfügt, die sich zwischen dem Spielfeld und der Mainaustraße erstreckt, ist es kein Stadion im eigentlichen Sinne. Außerdem verfügt die Anlage über keine Sitzplätze. Nur selten ist die Stehplatztribüne allerdings so ausgiebig gefüllt wie beim Stadtderby gegen die Würzburger Kickers (Foto unten). Beide Fotos zeigen Szenen aus dem Bayernliga-Derby zwischen WFV und Kickers (1:2) vom 13. August 2008, als die Sportstätte mit 3.023 Zuschauern nahezu ausverkauft war.
FC Ismaning
Der FC Ismaning ist ein Fußballverein aus dem in der Nähe von München liegenden Ismaning. Die erste Mannschaft des fast 700 Mitglieder zählenden Vereins spielt momentan in der Fußball-Bayernliga.
Der Verein wurde 1921 gegründet und nahm 1924 den ordentlichen Spielbetrieb auf. Bis Mitte der 1990er-Jahre spielte der Verein in unterklassigen Ligen. 1996 stieg der FC Ismaning erstmals in die Landesliga auf. Das Jahr 2000 war das bislang erfolgreichste Jahr des Vereins. Man konnte den Aufstieg in die Fußball-Bayernliga, sowie den Bayerischen Pokalsieg feiern. Zudem spielte man in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund (0:4). Inzwischen konnte sich der FC Ismaning in der Bayernliga etablieren.
Bei der Vereinssitzung am 9. März 2007 trat der seit 25 Jahren im Amt des Vereinsvorsitzenden/Präsidenten Helmut Horst zurück und wird durch Andres Hobmeier ersetzt.
Der FC Ismaning verfügt über verschiedene Spielstätten. Neben dem Stadion an der Lindenstraße verfügt der Verein über zwei weitere Trainingsgelände auf denen insbesondere Spiele der Jugend stattfinden.

