Bützow

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Geschrieben von daneel 26/04/2009 @ 00:08

Tags : bützow, mecklenburg-vorpommern, deutschland

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Bützow

Wappen der Stadt Bützow

Bützow ist eine Kleinstadt im Landkreis Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist außerdem Verwaltungssitz des Amtes Bützow Land, dem weitere elf Gemeinden angehören.

Die Stadt Bützow befindet sich zwischen der Warnow und dem Bützower See an der Mündung des Flusses Nebel. Das breite Warnowtal wird von Grundmoränenplatten und hügeligen Moränenzügen flankiert. Großräumig betrachtet liegt die Stadt südwestlich der Hansestadt Rostock, westlich von Güstrow und südöstlich der Hansestadt Wismar.

Ab 1171 wurde der Burgward Butissowe bzw. Butessowe öfters genannt und ab 1229 hieß es dann verkürzt Buszowe bzw. Butzow. Der im Ortsnamen enthaltene altpolabische Personenname könnte Butis, Budis oder Bytis gelautet haben, als Name im Sorbischen, Tschechischen oder Polnischen häufiger gebräuchlich.

Bützow wird (neben Waren, Gnoien und einigen weiteren, nicht sicher zuzuordnenden Siedlungsplätzen) bereits um das Jahr 150 n. Chr. vom alexandrinischen Geographen Claudius Ptolemäus erwähnt (als "Bunitium") und ist deshalb einer der ersten urkundlich erwähnten Orte auf dem Gebiet Mecklenburg-Vorpommerns.

1171 wurde die slawische Burg (castrum Butissowe) im Land Bützow (Terra Butissowe) erwähnt. Um 1180 wurde Bützow unter Bischof Berno bischöfliche Residenz und von 1229 stammt eine erste Urkunde des Bischofs. Vermutlich ab 1229 erfolgte die planmäßige Anlage als deutsche Stadt, die 1236 das Stadtrecht erhielt. Sie befand sich im Besitz der Bischöfe von Schwerin. 1239 war sie Hauptresidenz des Bistums Schwerin. 1248 wurde das Kollegiatstift der Stadtkirche St. Elisabeth gegründet. Die Stiftslandtage fanden in Bützow statt. 1263 begann der Bau der Befestigung und der Burg. Ab 1270 ist hier ein Archidiakonat.

Nach der Reformation erfolgte 1540 die Säkularisierung des Hochstifts, Bützow gelangte an die Herzöge von Mecklenburg. 1556 wurde der Neubau des Schlosses vollendet.

1699 bis 1703 siedelten sich 72 Hugenotten-Familien an, welche die Wollverarbeitung betrieben und Tabak anbauten. Nach dem Tod des Herzogs Friedrich Wilhelm übersiedelte für die Zeit von 1713 bis 1749 seine Witwe Sophie mit 56 deutsch-reformierten Angehörigen ihres Hofstaates in das Bützower Schloss und begründete so die deutsch-reformierte Gemeinde in der Stadt.

1716 wurden durch einen Stadtbrand das Rathaus und große Teile der Stadt zerstört. 1760 bis 1789 war das Schloss Sitz der Friedrichs-Universität, die von Herzog Friedrich wegen theologischer Differenzen als Konkurrenz zur Universität Rostock gegründet wurde.

Soziale und politische Spannungen als Auswirkung der Französischen Revolution führten auch in Bützow zu Spannungen; der sogenannte Gänsekrieg von 1794 war Ausdruck der Unzufriedenheit zwischen Bürgern und Rat der Stadt. Von 1812 bis 1879 war das Kriminalkollegium (Obergericht) im Schloss angesiedelt. 1838 erfolgte der Bau der Strafanstalt und des Zuchthauses Dreibergen, der heutigen JVA Bützow.

1850 wurde der Eisenbahnanschluss nach Rostock, Schwerin und Güstrow gelegt.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Jüdische Friedhof an der Landstraße nach Kröpelin geschändet, aber nach 1945 auf Befehl des sowjetischen Stadtkommandanten wieder hergerichtet. Während des Zweiten Weltkrieges mussten Frauen und Männer aus Polen (untergebracht in Baracken Am Wall) und der Sowjetunion (untergebracht in Baracken am Bahnübergang Bützow/ Wolken) rüstungswichtige Zwangsarbeit verrichten. Von 1933 bis 1945 war das Zuchthaus und Strafgefängnis Dreibergen-Bützow mit durchschnittlich 900 Gefangenen belegt, 1944 waren es sogar 3000. Im Jahre 1942 wurden 16 Gefangene und 1945 70 Gefangene des NS-Regimes hingerichtet, darunter zahlreiche ohne Gerichtsurteil ermordet. Insgesamt starben an den katastrophalen Haftbedingungen 770 Insassen.

Nach dem Einzug der Roten Armee am 3. Mai 1945 wurde das Zuchthaus Dreibergen zunächst als Repatriierungslager benutzt. Für politische Häftlinge wurde dagegen ein Flügel des ehemaligen Zentralgefängnisses am Schlossplatz genutzt. Am 1. Januar 1951 übernahm die Volkspolizei das Zuchthaus. Bützow wurde zur Haftstätte von Hunderten von Gegnern des SED-Regimes. Spektakulär war der Prozess in Bützow 1953 im Rahmen der Aktion Rose gegen 447 inhaftierte Gaststätten- und Hotelbesitzer. Der Name "Zuchthaus Bützow" wurde für Regimegegner im Norden der DDR zum Inbegriff für eine harte Repression politischer Gegner durch die SED-Diktatur, vergleichbar mit der Justizvollzugsanstalt Bautzen.

Von 1949 bis Anfang der 1990er war hier der Standort eines bedeutenden Möbelwerks. Von 1952 bis 1990 war Bützow Kreisstadt im Bezirk Schwerin.

Nach der Wende wird ab 1991 der historische Stadtkern mit dem Rathaus im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert.

In Bützow gibt es fünf christliche Gemeinden, die der Evangelisch-Lutherischen Kirche, die Römisch-Katholische Kirche St. Antonius, die der Neuapostolischen Kirche, eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, sowie eine der Evangelisch-Reformierten Kirche.

Das Wappen wurde unter der Nr. 70 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Bützow unterhält Städtepartnerschaften zu Eckernförde in Schleswig-Holstein. Diese Kontakte bestehen schon seit den 1950er Jahren, ruhten jedoch längere Zeit. Seit September 1990 gibt es wieder einen Partnerschaftsvertrag. Mit der Stadt Sillamäe in Estland wurde eine Vereinbarung über Partnerschaft und Zusammenarbeit geschlossen, um die Verständigung zwischen den Menschen ihrer Städte und Staaten zu verbessern, einen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas zu leisten und den europäischen Gedanken zu fördern. Partnerschaftliche und freundschaftliche Beziehungen unterhält die Stadt Bützow seit 1992 zur Stadt Straelen in Nordrhein-Westfalen.

Bützow ist Sitz der größten Justizvollzugsanstalt des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die sich im Ortsteil Dreibergen befindet und auch größter Arbeitgeber in der Stadt ist. Mit der Warnow-Klinik verfügt Bützow über ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 73 Betten.

Nach Bützow gelangt man auf der Bundesautobahn 19 (Berlin - Rostock) über den Anschluss Güstrow und die Bundesstraße 104 - Entfernung 28 km oder den Anschluss Laage und die Bundesstraße 103 - Entfernung 23 km. Von der Bundesautobahn 20 (Anschluss Kröpelin) beträgt die Entfernung nach Bützow 16 km.

Bützow liegt an der Bahnstrecke Bad Kleinen–Rostock. Außerdem beginnt in Bützow die Bahnstrecke Bützow–Szczecin.

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Justizvollzugsanstalt Bützow

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Bützow befindet sich auf einem etwa 270.000 Quadratmeter großen Gelände im Ortsteil Dreibergen im Nordwesten der im Landkreis Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland) gelegenen Kleinstadt Bützow. Sie ist die größte der sechs Justizvollzugsanstalten in Mecklenburg-Vorpommern.

Die JVA Bützow gehört zu den ältesten und berüchtigsten Haftanstalten in Deutschland. Unter allen deutschen Gesellschafts- und Staatsorganisationsformen wurden bisher in dieser Strafanstalt Häftlinge verwahrt. Der Bau begann 1835 mit dem Kauf des Grundstücks. Aber erst im März 1838 begannen Sträflinge aus der Festung Dömitz mit dem Bau des Gefangenenhauses 1. Die Strafanstalt wurde am 25. April 1839 als Zuchthaus Dreibergen eröffnet und das Gefangenenhaus mit 60 Sträflingen belegt. Die dann folgende Bauphase dauerte über fast 10 Jahre bis 1847. Fertiggestellt wurden bis dahin neben der Männerstation und einer Männerisolierstation auch ein vorläufiges Frauenhaus. Im direkten Umfeld errichtete man Beamtenhäuser und Flügel für Büroräume. Im Jahr 1847 hatte die Anstalt eine Belegungsfähigkeit von 294 Sträflingen, davon 60 Frauen. 1860 entstand ein weiteres Männerverwahrhaus mit Isolierzellen und 1883 wurde das Weiberzuchthaus in Gebrauch genommen, das sich auf einem von den Männerhäusern abgetrennten Areal befindet. In den Jahren 1902–1906 erfolgte ein weiterer großer Umbau der Männerverwahrhäuser um den Anstaltsbetrieb effektiver durchführen zu können. Es wurden mehr Einzelzellen für die Unterbringung geschaffen, aber auch Arbeitsräume, Bäder, Diensträume und ein Andachtssaal wurden durch die Verbindung der einzelnen Verwahrhäuser gewonnen. Auch der Anbau für das Krankenhaus wurde 1906 fertiggestellt.

Während der Zeit der Nazidiktatur wurden hier hunderte von Todesurteilen im zum Hinrichtungskeller umgebauten Apfelkeller vollstreckt, in dem unter anderem eine Guillotine eingebaut war. Die sowjetische Besatzungsmacht nutzte das Gefängnis für die erzwungene Repatriierung von Sowjetbürgern und für Deutsche. In der DDR war die Strafanstalt eine der gefürchteten drei großen B (Bützow, Bautzen, Brandenburg) - Strafanstalten, in denen Regimegegner unter besonders harten Haftbedingungen zu leiden hatten. Nach 1950 war hier zeitweise der Politiker William Borm inhaftiert.

Das neueste Hafthaus stammt inzwischen aus dem Jahre 2002.

In der Anstalt erscheint eine Gefangenenzeitung mit dem Namen Fidelio.

Die JVA Bützow ist für etwa 533 Inhaftierte ausgelegt, davon sind 35 Haftplätze für Frauen. Die Anstalt verfügt als einzige im Land Mecklenburg-Vorpommern über eine stationäre Krankenhausabteilung, die mit einer Ambulanz sowie 36 Betten eingerichtet und mit vier hauptamtlich tätigen Ärzten besetzt ist.

Von Juni 2005 bis Dezember 2007 befand sich in der JVA Bützow das bis Juli 2008 bundesweit einmalige Diagnostikzentrum für den Justizvollzug in Mecklenburg-Vorpommern für die Aufnahme von zu Freiheitsstrafen von mehr als vier Jahren verurteilten Sexualstraftätern und wegen Tötungsdelikten verurteilten Strafgefangenen, bei denen von ausgesuchten Experten zunächst eine umfangreiche psychologische Diagnostik vorgenommen wurde, bevor sie in andere Anstalten verlegt oder ihnen die Eignung für Lockerungen aus dem Vollzug anerkannt wurden. Seit Januar 2008 befindet sich das Diagnostikzentrum für den Justizvollzug in Mecklenburg-Vorpommern aus strukturellen Gründen in der JVA Waldeck bei Rostock.

Die Justizvollzugsanstalt Bützow ist nach dem Vollstreckungsplan für das Land Mecklenburg-Vorpommern in erster Linie eine Anstalt des geschlossenen Strafvollzuges für erwachsene männliche und weibliche Strafgefangene, jedoch auch mit der Möglichkeit des Vollzugs von Untersuchungshaft.

In Amtshilfe für das Innenministerium wird hier zudem die Abschiebehaft für das gesamte Bundesland vollzogen.

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Warnow (bei Bützow)

Die Gemeinde Warnow führt kein Wappen

Warnow ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Bützow Land mit Sitz in der Stadt Bützow verwaltet.

Die Gemeinde Warnow liegt am Durchbruchstal des Flusses Warnow, die unterhalb des Ortes in das Bützower Becken eintritt und bis Schwaan nach Nordosten folgt. Der westlich der Warnow gelegene Tempelberg in der Nähe des Ortsteils Eickelberg erreicht eine Höhe von 85 m ü. NN. Die Gemarkung des am Nordrand der Mecklenburgischen Seenplatte gelegenen Warnow grenzt an den Landkreis Nordwestmecklenburg und an den Landkreis Parchim.

Die erste urkundliche Erwähnung des Pfarr- und Kirchendorfes Warnow datiert auf das Jahr 1261. Die Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert (Chor).

Die Umgebung wird von der Landwirtschaft, zunehmend auch vom Tourismus geprägt. Sehenswert ist neben dem Warnow-Durchbruchstal das Naturdorf im Ortsteil Eickhof (Zeltplätze, Wasserwander-Rastplatz und Kanuverleih) sowie das Freilichtmuseum in Groß Raden (heute Ortsteil von Sternberg).

Von Warnow aus führen Verbindungsstraßen nach Bützow, Sternberg und Neukloster. Die nahe Stadt Sternberg liegt an den Bundesstraßen 104 und 192. Durch die Gemeinde Warnow führt die Bahnlinie Schwerin - Bad Kleinen - Rostock, der nächste Bahnhof jedoch befindet sich in der 10 km entfernten Stadt Bützow.

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Source : Wikipedia