Audi

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Geschrieben von daneel 04/03/2009 @ 02:14

Tags : audi, automobile, wirtschaft, allradantrieb, auto, freizeit, cabriolet, limousine

Inhaltsverzeichnis
  1. Audi V8
  2. Audi
  3. Audi A6
  4. Audi F103
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Audi V8

Audi V8 von innen

Der Audi V8 ist das erste Fahrzeug der Oberklasse der Audi AG und wurde von 1988 bis 1994 produziert. Der Audi V8 war die erste Oberklasselimousine weltweit, die serienmäßig mit dem permanenten Allradantrieb quattro ausgestattet wurde .

Der Audi V8 basierte auf dem Audi 100 C3/200 C3 und wurde bis 1994 insgesamt ca. 21.000 mal produziert.

Die offizielle Verkaufsbezeichnung lautete Audi V8 quattro, der werksinterne Code lautete D11.

Mit dem Audi V8, V8L versuchte sich Audi in der automobilen Oberklasse zu etablieren.

Wegen einer verfehlten Modellpolitik gelang das jedoch erst mit dem Nachfolgemodell des Audi V8, dem Audi A8. Der Audi V8 blieb weit hinter den prognostizierten Verkaufszahlen zurück.

Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen war die Ähnlichkeit zu den „kleineren“ Modellen 100/200 nicht zu übersehen, obwohl es sich technisch um eine weitgehende Neukonstruktion handelte, zum anderen wurde schon kurz nach der Präsentation des Audi V8 das Nachfolgemodell des Audi 100, auf dem er basierte, vorgestellt – der Audi 100 C4 (1990).

Außerdem wurde der V8 zunächst nur mit einer hochwertigen Ausstattung angeboten, die Ledersitze, Klimaautomatik, Automatikgetriebe und viele andere Ausstattungsdetails beinhaltete. Somit war er rund 30 % teurer als vergleichbare Basismodelle der S-Klasse von Mercedes-Benz oder der 7er-Reihe von BMW.

Das 1988 noch fehlende Image der Marke Audi, besonders im Oberklassesegment, spielte sicherlich auch eine große Rolle. Dadurch waren nicht viele Käufer aus der angestrebten Zielgruppe bereit, wesentlich mehr Geld für ein Auto mit weniger Imagewert auszugeben, als ihn beispielsweise eine Mercedes S-Klasse oder ein BMW der 7er-Reihe bot. Ein gewisser Startvorteil war jedoch, dass der V8 allradgetrieben war, als einziges damals angebotenes Fahrzeug der Oberklasse. Daraus resultierte jedoch der Nachteil, dass Kunden, die keinen Wert auf Allradantrieb legten, ihn trotzdem bezahlen mussten.

Der Audi V8 wurde ausschließlich mit einem Achtzylinder-Motor mit 32 Ventilen und vier obenliegenden Nockenwellen angeboten. Eine selektive Klopfsensorik und eine Motronic dienten der Motorsteuerung.

Der Motor selbst wurde komplett aus Aluminium gefertigt, verfügte über einen Hubraum von 3,6 Litern und leistete 184 kW (250 PS).

Ab dem Modelljahr 1992 wurde alternativ ein stärkerer Achtzylinder-Motor mit 4,2 Litern und einer Leistung von 206 kW (280 PS) angeboten, der trotz des relativ geringen Leistungsunterschiedes spürbar bessere Fahrleistungen bot. Die Nachteile dieses Triebwerkes sind vor allem der hohe Kraftstoff-Mehrverbrauch von ca. zwei Litern pro 100 km im Vergleich zum 3,6-Liter-Motor und eine etwas geringere Laufkultur. Auch neigt es zu höherem Ölverbrauch, was offenbar an der in einigen Serien verwendeten Beschichtung der Zylinderlaufbahnen lag.

Die Karosserie war, wie damals schon bei Audi üblich, vollverzinkt.

Sie basierte auf der Baureihe des Audi 100/200 Typ 44, wurde jedoch grundlegend verändert. Im Frontbereich wurden alle Teile einschließlich Scheinwerfern, Motorhaube, Stoßstange und Kotflügel neu konstruiert.

Die Kotflügel wurden ausgestellt, um die breitere Spurweite aufnehmen zu können. Die hinteren Türen sowie die hintere Stoßstange wurden daran angepasst ebenfalls verändert. Die Rückleuchten wurden in einem zum damaligen Zeitpunkt neuartigen Verfahren komplett rot eingefärbt, während zum Beispiel die Blinker immer noch orange aufleuchteten.

Neben der Grundversion bot Audi den V8 auch in einer um 30 cm verlängerten Version an. Diese Langversion wurde bei Steyr-Daimler-Puch in Graz in einer Stückzahl von knapp 300 Fahrzeugen produziert.

Der Audi V8 war der erste deutsche Oberklasse-PKW, der mit einem permanenten Allradantrieb und Automatikgetriebe angeboten wurde. Neben dem Automatikgetriebe arbeitete auch das Allradsystem quattro vollkommen selbsttätig.

Die Motorkraft wird automatisch anteilig auf die Achsen entsprechend ihrer Bodenhaftung verteilt, ohne dass der Fahrer manuelle Eingriffe wie zum Beispiel das Zuschalten von Differentialsperren vornehmen muss. Dafür sorgt eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung, die das Zentraldifferential sperren kann, sowie ein Torsen-Differential an der Hinterachse.

Im normalen Betrieb wird die Motorkraft im Verhältnis 50:50 auf Vorder- und Hinterachse übertragen. Unter schwierigen Bedingungen aktiviert die elektronische Steuerung die Längssperre, wodurch im Extremfall 100 % des Drehmoments an eine Achse fließen können.

Aufgrund von Kundenwünschen wurde Anfang 1990 auch ein Fünfgang-Schaltgetriebe angeboten, das zum Modelljahr 1992 mit der Einführung des 4,2-Liter-Motors durch ein Sechsgang-Getriebe ersetzt wurde. Der größte Teil der Kunden bestellte jedoch weiterhin das Automatikgetriebe, weshalb Fahrzeuge mit Schaltgetriebe heute äußerst selten zu finden sind. Die Fahrzeuge mit Schaltgetriebe besitzen im Gegensatz zu den Fahrzeugen mit Automatikgetriebe ein Torsen-Mitteldifferential. An der Hinterachse ist ebenfalls ein Torsen-Differential verbaut.

Mit dem Audi V8 wurde 1990 (Hans-Joachim Stuck) und 1991 (Frank Biela) die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft gewonnen. Dieser V8 steht im Deutschen Museum in München und eine Replik im museum mobile in Ingolstadt.

Trotz vieler mechanischer und elektronischer Innovationen gilt der Audi V8 bis heute als recht zuverlässig. In Dauertestberichten diverser Autozeitschriften über 100.000 km schnitt das Fahrzeug seinerzeit meist mit geringen Mängeln und ohne Ausfälle überdurchschnittlich gut ab.

Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass anfallende Reparaturen aufgrund der geringen gebauten Stückzahl immense Kosten mit sich bringen können. Der derzeitige Fahrzeugbestand in Deutschland liegt bei gut 4000 Stück. Entsprechend selten und teuer sind die Ersatzteile, deren Preise sich teilweise weit oberhalb des gängigen Oberklasseniveaus bewegen.

Kurz nach der Präsentation des Audi V8 rügten viele Fachzeitschriften die hohen Ersatzteilpreise. Anfang der 1990er Jahre kostete ein neuer Motor 20.000 DM (der Preis eines neuen VW Golf), ein Automatikgetriebe 13.000 DM, und für einen Satz vorderer Bremsscheiben wurden inklusive Bremsbeläge 1500 DM verlangt.

Vermutlich auch aus diesem Grund befinden sich heute die meisten verbliebenen Exemplare des V8 in Liebhaber- oder Sammlerhänden. Exemplare in schlechtem Erhaltungszustand werden noch günstig angeboten, meist jedoch als Ersatzteil-Spender genutzt.

2008 setzt das Team von Derichs Rennwagen e.V.I einen für den Motorsport umgebauten 1992er V8 (mit Automatikgetriebe) beim Langstrecken-Pokal am Nürburgring ein.

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Audi

Audi A4 B7 Cabriolet front.jpg

Die AUDI AG mit Hauptsitz in Ingolstadt in Bayern ist ein deutscher Automobilhersteller, der dem Volkswagen-Konzern angehört.

Die Fahrzeuge der Marke Audi werden außer in den beiden deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm in Győr (Ungarn), Bratislava (Slowakei), São José dos Pinhais (Brasilien), Changchun (Volksrepublik China), Brüssel (Belgien) sowie Aurangabad (Indien) gefertigt.

Der Handelsname ist ein Wortspiel zur Umgehung der Namensrechte des Kraftfahrzeugherstellers Horch. Der Gründer August Horch, der sein Unternehmen verlassen hatte und ein neues gründete, übersetzte seinen Nachnamen ins Lateinische. Das Wort audi ist der Imperativ von audire (zu Deutsch hören, zuhören) und bedeutet „Hör zu!“ oder eben „Horch!“. Am 25. April 1910 wurde der Name „Audi“ in das Handelsregister von Zwickau eingetragen. Seit 1932 gehörte Audi zur Auto Union.

Die Geschichte der Marke Audi begann, nachdem August Horch aus seiner Firma „August Horch & Cie“ ausgeschieden war und am 16. Juli 1909 die „August Horch Automobilwerke GmbH“ in Zwickau gründete. Da es ihm untersagt wurde, seinen Nachnamen für die neue Automobilfabrik zu benutzen, wurde die Firma am 25. April 1910 in „Audi Automobilwerke GmbH“ umbenannt.

Der Name Audi kam durch die Idee eines zehnjährigen Jungen zustande. Im Haus von Franz Fikentscher, einem Freund von August Horch, gab es eine Diskussion über eine neue Bezeichnung für das Unternehmen, nachdem Horch einen Rechtsstreit wegen der Beibehaltung des Firmennamens verloren hatte. An diesem Gespräch beteiligten sich auch die drei Söhne Fikentschers. Der damals zehnjährige Heinrich Fikentscher übersetzte den Namen Horch ins Lateinische – in „Audi“.

Im Juli 1910 verließ das erste Fahrzeug mit dem Namen Audi das Zwickauer Werk. 1915 wurde die „Audi Werke AG“ gegründet. Nachdem Audi 1928 in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, übernahm DKW aus Zschopau bei Chemnitz das Unternehmen. 1932 schlossen sich Audi, DKW, Horch und Wanderer unter dem Zeichen der vier Ringe zur Auto Union mit Firmensitz in Chemnitz zusammen, weil die Weltwirtschaftskrise Einsparungen erforderte. Dabei war es eher eine Übernahme durch die Zschopauer Motorenwerke (DKW) als ein abgestimmter Zusammenschluss der vier Unternehmen. Der weltweit größte Motorradbauer übernahm auf Drängen der sächsischen Staatsbank die Anteile an Horch und der Pkw-Abteilung der Wanderer Werke AG. Damit wurde eine neue Marke unter dem Logo der vier Ringe ins Handelsregister Chemnitz eingetragen. Die vier Einzelmarken wurden weiterhin unter der neuen Dachmarke verkauft. Dabei machte die Marke Audi den geringsten Umsatzanteil des Gesamtkonzerns aus (Umsatzanteile der einzelnen Marken an der gesamten Automobilproduktion 1938 in Deutschland: DKW 17,9 %, Wanderer 4,4 %, Horch 1,0 % und Audi 0,1 %).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die in der sowjetisch besetzten Zone gelegene Auto Union AG aufgelöst. Der Betrieb produzierte als VEB Automobilwerk Zwickau den AWZ P70 und wurde 1958 mit dem früheren Horch-Werk vereinigt. Im neuen VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau wurde bis 1991 der Trabant produziert.

In Westdeutschland gestaltete sich die Situation etwas anders, da die vier kleineren Filialen in München, Nürnberg, Hannover und Freiburg (Breisgau) wegen ihrer räumlichen Möglichkeiten für eine Produktion von Fahrzeugen viel zu klein waren und die sächsischen Werke in der Sowjetzone lagen. Einen Vorteil hatte jedoch die Auto Union gegenüber den anderen Fahrzeugherstellern in Westdeutschland: Die DKW-Wagen des Zschopauer Werkes waren wegen ihres Frontantriebs von der Wehrmacht nicht eingezogen worden. Deshalb befanden sich allein in Westdeutschland bei Kriegsende noch mehr als 65.000 Reichs- und Meisterklasse-Wagen, und auch im Ausland lief noch eine beträchtliche Anzahl dieser Fahrzeuge. Auf dieser Grundlage erfolgte einer der ersten Schritte zum Wiederaufbau der Auto Union mit der Gründung der Firma „Zentraldepot für Auto Union Ersatzteile GmbH“, die sich um diese nach dem Krieg übrig gebliebenen DKW-Fahrzeuge kümmerte.

1949 bzw. 1950 musste die Auto Union GmbH rechtlich vollkommen neu gegründet werden. Dieser Weg war unumgänglich, da ein Gesetz der vier Besatzungsmächte vorsah, das gesamte deutsche staatliche Eigentum zu beschlagnahmen. Dies galt auch für Firmen, die zu mehr als 50 % im Staatsbesitz waren. Somit konnte die alte Auto Union AG nicht ohne Weiteres weitergeführt werden, nachdem sie in der Sowjetzone schon als Firma gelöscht worden war, und es kam zur Neugründung der Auto Union GmbH. Viele Mitarbeiter aus den zerstörten Werken in Zschopau, Zwickau und Chemnitz setzten sich nach Ingolstadt ab und nahmen die Produktion hier wieder auf. Allen voran standen der ehemalige Vorstandsvorsitzende der früheren Auto Union AG in Chemnitz, Dr. Richard Bruhn und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des ehemaligen Chemnitzer Stammsitzes der Auto Union AG, Dr. Carl Hahn. Die Fahrzeuge der Auto Union wurden unter dem Markennamen DKW produziert.

1958 übernahm die Daimler-Benz AG 87 % des Gesellschaftskapitals der Auto Union, 1959 schließlich 100 %. 1964 kaufte die VW AG das Werk in Ingolstadt und ließ im weiteren Verlauf den Namen Audi wieder erstehen, übernahm aber das Logo der Auto Union – die vier Ringe für die vier zusammengeschlossenen Kraftfahrzeughersteller – als Markenzeichen. Die Nachfrage nach den Zweitaktfahrzeugen der Auto Union war zu dieser Zeit nur noch gering; rund 30.000 Fahrzeuge standen auf Lager. Um den Zusammenbruch des Unternehmens abzuwenden, arbeiteten die Techniker an dem Typ F103, der den von Daimler-Benz entwickelten sogenannten Mitteldruckmotor, einen Viertakter mit einer Verdichtung, die zwischen Benziner und Diesel liegt, erhalten sollte. Um die Beschäftigung der rund 12.000 Mitarbeiter in Ingolstadt zu sichern und die Entwicklungskosten des neuen Autos zu decken, wurden von Mai 1965 bis 4. Juli 1969 in Ingolstadt VW Käfer produziert, insgesamt 347.869 Stück. Der Leiter des VW-Werks Kassel, Rudolf Leiding, trat an die Spitze des Unternehmens.

1965 brachte die Auto Union den ersten Nachkriegs-Audi auf den Markt. Dieses Modell F103 war eine Weiterentwicklung des DKW F102 und erhielt keine weitere Verkaufsbezeichnung. Der ehemalige Daimler-Benz-Mitarbeiter Ludwig Kraus präsentierte 1968 Heinrich Nordhoff, dem Vorstandsvorsitzenden der Volkswagenwerk AG, den von Kraus ohne Wissen des Vorstandes entwickelten Audi 100. Nordhoff war von der Entwicklung begeistert und willigte in die Produktion ein. Von nun an wurden die Wagen mit Zahlen entsprechend ihrer PS-Zahl versehen (beispielsweise: Audi 60, Audi Super 90).

1969 fusionierte die Auto Union GmbH mit der NSU AG Neckarsulm. Das Unternehmen hieß nun „Audi NSU Auto Union AG“ und hatte seitdem ein zweites Werk und (bis 1984) seinen Sitz in Neckarsulm. Im Januar 1971 fand der Slogan „Vorsprung durch Technik“ zum ersten Mal für den NSU Ro 80 (mit Wankelmotor) Verwendung in einer Werbeanzeige. Nachdem die Produktion des Ro 80 1977 eingestellt wurde, endete die Verwendung des Namens NSU als Produktbezeichnung. Seit dem 1. Januar 1985 firmiert die Audi NSU Auto Union AG als AUDI AG. Gleichzeitig verlegte das Unternehmen seinen Sitz von Neckarsulm nach Ingolstadt. Von da an tragen Produkte und Unternehmen den gleichen Namen.

Seit 1993 ist Audi auch in Ungarn aktiv. So werden neben der Montage des Audi TT sämtliche Motoren in der ungarischen Stadt Győr gebaut.

Seit dem Jahr 2000 bildet Audi zusammen mit Seat und Lamborghini als Audi-Gruppe die sportlich orientierte Markengruppe im Volkswagen-Konzern, neben der Markengruppe Volkswagen mit VW, Škoda, Bentley und Bugatti.

Im Jahr 2005 feierte Audi 25 Jahre quattro und am 30. September und 1. Oktober 2006 mit einem Tag der offenen Tür und dem Start der Produktion des Audi R8 das Jubiläum 100 Jahre Automobilbau in Neckarsulm. Mehrfach ausgezeichnet sind TV- und Magazinwerbungen, darunter auch einzelne mit Kultstatus, wie zum Beispiel der von Audi ins Leben gerufene „Wackel-Elvis“ oder der Schanzenspot.

Die Aktienkapitalstruktur sieht aktuell so aus: Volkswagen hält 99,14 Prozent der Aktien, die Porsche SE hält nach dem Pflichtangebot 0,4 Prozent, diese sollen an Volkswagen verkauft werden, die restlichen Aktien (0,46 Prozent) befinden sich im Streubesitz und werden an den Börsen Berlin-Bremen, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg, München und Stuttgart gehandelt.

Audi hat zahlreiche technische Neuerungen entwickelt und eingeführt, wie 1972 den negativen spurstabilisierenden Lenkrollradius beim Audi 80, 1975 den ersten Motor des VW-Konzerns mit mechanischer Benzineinspritzung K-Jetronic (der spätere VW Golf GTI-Motor), 1977 einen 5-Zylinder-Ottomotor im Audi 100, 1980 den quattro-Antrieb (Allradantrieb im Urquattro-Typ 85). Geplant war, damit jedes Fahrzeug mit mehr als 200 PS wegen der dem Frontantrieb überlegenen Traktion auszurüsten, zumindest jedoch diese Technik anzubieten.

Audi ist des Weiteren seit 1985 erster Großserienhersteller vollverzinkter Karosserien (Audi 100). Das letztgenannte Modell wurde 1982 vorgestellt und war damals mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,30 das strömungsgünstigste Serienfahrzeug der Welt. 1983 bekam Audi als erster deutscher Automobilhersteller die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für Fahrzeuge mit Katalysator.

Ende der 1980er Jahre bot Audi nach dem Fiat Croma TD i.d. und dem Rover Montego als erster deutscher Hersteller im Modell Audi 100 TDI einen Dieselmotor mit Direkteinspritzung und Turboaufladung an. In den 80er Jahren kam die Sicherheitsentwicklung procon-ten hinzu, bei der bei einem Unfall die Lenksäule von Fahrer weggezogen wird, die später zugunsten neuerer Entwicklungen wieder aufgegeben wurde.

Im Jahre 1985 zeigte Audi auf der Hannover-Messe ein Bild zweier Damen, die ohne Hilfe die komplette Rohkarosserie eines Audi 100 trugen. Diese war aus Aluminium gefertigt und brachte erstmals Audis entsprechende Arbeiten an die Öffentlichkeit. Mit Alcoa als Partner waren die Entwicklungen schon so weit fortgeschritten, dass ab 1988 Prototypen auf Basis des Audi V8, die über eine ASF-Karosserie verfügten, im Dauertest liefen.

1988 kam mit dem auf dem Audi 100/200 basierenden Audi V8 die erste Oberklasse-Serienlimousine mit permanentem Allradantrieb auf den Markt.

Im September 1991 stellte Audi auf der IAA in Frankfurt sowie im Oktober desselben Jahres auf der Tokyo Motor Show mit dem Spyder und der AVUS-Studie zwei Prototypen mit aus Aluminium gefertigtem Gitterrohrrahmen und Karosserie vor. Im Oktober 1993 wurde schlussendlich das sogenannte „Audi Space Frame Concept Car“, kurz ASF, auf der Frankfurter IAA vorgestellt. Es verfügte über einen 3,4-Liter-V8-TDI-Motor und entsprach abgesehen von der polierten Aluminiumaußenhaut weitestgehend dem Modell Audi A8, welches im Mai 1994 mit einem 2,8-Liter-V6 mit Frontantrieb sowie einem 4,2-Liter-V8-Ottomotor mit Quattro-Antrieb als weltweit erstes Serienfahrzeug mit Aluminiumkarosserie auf den Markt kam.

Das Nachfolgemodell des Audi 100/200, der Audi A8, war 1994 die erste Serienlimousine mit einer selbsttragenden Karosserie aus Aluminium, dem sogenannten Audi Space Frame (ASF). Im Audi A2 wurde dieser Werkstoff erstmals auch in der Kleinwagenklasse eingesetzt. Der A2 1.2 TDI war 2001 das erste und bisher einzige fünftürige Drei-Liter-Auto auf dem Markt. Seit 2007 bietet Audi für den Sportwagen R8 als erster Hersteller weltweit einen Frontscheinwerfer an, welcher komplett mit LED-Technik arbeitet.

Mit Singleframe-Kühlergrill wird speziell die Optik des Kühlergrills im Design aller Fahrzeuge von Audi seit dem Jahr 2004 bezeichnet. Bei der Singleframe-Optik teilt die Stoßstange den Kühlergrill nicht mehr in zwei Teile, wie bei allen früheren Modellen - sondern besteht oberhalb aus einem größeren Teil mit dem Logo des Herstellers und unterhalb aus einem kleineren Teil ohne Funktionalität, der das Design abrundet. Dieser überdimensionale Kühlergrill verschafft den Fahrzeugen ein dominantes Aussehen.

Es gab insgesamt drei „Epochen“ des Kühlergrill-Designs. Der sogenannte Zierrahmen-Kühlergrill hatte den Chromrahmen nur um den oberen Teil des Kühlergrills über der Stoßstange. Bei Einführung der zweiten Generation des Audi A4 (B6) im Jahr 2000 entstand daraus der Doubleframe-Kühlergrill, der auch den Teil des Grills unter der Stoßstange mit einer Chromleiste einrahmt. Ab 2004 folgte dann der Singleframe-Kühlergrill.

Es wurden nach und nach alle Modelle des Autoherstellers auf diese Optik umgestellt. Erstes Audimodell mit Singleframe war der A8 6.0L W12, einige Zeit später folgte die 5-Türige Variante des Audi A3, der A3 Sportback. Mit dem Modellwechsel beim A6 bekam erstmals eine komplette Baureihe den neuen Grill. Später bekamen alle A3- und A8-Versionen sowie - nach einem umfangreichen Facelift - der Audi A4 einen großen Grill. Der Audi TT war das letzte Modell, dem das neue Aussehen mitgegeben wurde. Der Audi A2 erfuhr dieses Facelift nie, da er kurz nach Einführung des Singleframe-Grills aus dem Programm genommen wurde.

Weiterhin nur mit quattro angeboten.

Häufig ist auch die interne Bezeichnung zu finden. Diese setzt sich zusammen aus zwei Buchstaben und drei Ziffern, z.B. AU350.

So steht die interne Bezeichnung AU350 für einen Audi A3 der fünften Generation mit kurzem Heck.

Weiterhin ergibt sich nach diesem Schema auch die Plattformbezeichnung. Die Konzernplattform des Golf mit quer eingebautem Motor erhielt so zum Beispiel den Werkscode PQ35. Bei längs eingebautem Motor wird die Bezeichnung PL vergeben.

Die Firma quattro GmbH wurde 1983 gegründet und ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der AUDI AG. Die quattro GmbH ist seit 1996 auch offizieller Fahrzeughersteller. Die quattro GmbH ist darauf spezialisiert, Audi-Serienfahrzeuge zu individualisieren. Hierbei werden spezielle Audimodelle direkt von den Audiwerken nach Neckarsulm geliefert, um dort entsprechend modifiziert zu werden.

Das erste Fahrzeug der quattro GmbH war der S6 plus, welcher im März 1996 vorgestellt wurde. Der Sitz der Firma ist Neckarsulm. Insgesamt sind dort und in Ingolstadt 630 Arbeitnehmer beschäftigt. 2005 betrug das Vorsteuer-Ergebnis 35 Millionen. 2006 wurde ein Umsatz von rund einer halben Milliarde Euro erwirtschaftet..

Der Begriff S line kennzeichnet eine sportliche Ausstattungslinie der quattro GmbH, die für die Audi-Modelle A3, A4, A5, A6, TT und Q7 als Extra erhältlich ist. Es ändert sich allerdings nichts an der Motorleistung des Fahrzeugs, sondern es werden ein Sportfahrwerk, Leichtmetallräder, dynamische Exterieur-Umfänge und sportliche Anmutung im Innenraum mit Sportsitzen hinzugefügt. S line ist nicht mit den S-Modellen (z. B. S3, S4, S5, S6, S8, TTS) oder den RS-Modellen (RS4, RS6) zu verwechseln.

Heute wie damals ist Audi eine der erfolgreichsten Automarken im Motorsport. 1981 setzte man als erster Hersteller den Allradantrieb im Rallyesport erfolgreich ein. Außerdem nutzte der Audi quattro einen Turbomotor, der ebenfalls eine Neuheit in diesem Sport darstellte. So dominierte Audi die Rallyeszene bis 1984. Von 1988 an, konnte man mit Allrad getriebenen Fahrzeugen im internationalen Tourenwagensport große Erfolge erzielen. Erst mit dem Allradverbot in Tourenwagenserien 1998 wurden die Erfolge hier weniger. Seit 2000 ist Audi die bestimmende Kraft bei den 24 Stunden von Le Mans. So gelang Audi 2006 als erstem Hersteller der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans mit einem Dieselfahrzeug, dem Audi R10 TDI.

Bei den Fußball-Clubs 1. FC Nürnberg, FC Bayern München, Real Madrid CF, FC Barcelona, Manchester United, Ajax Amsterdam, Red Bull Salzburg ist Audi offizieller Fahrzeugpartner. Audi sponsert auch die Wintersportarten Skispringen und Alpin-Ski. Audi ist Hauptsponsor der ungarischen Damenhandball-Mannschaft Győri Audi und Sponsor der Ingolstädter Vereine ERC Ingolstadt und FC Ingolstadt 04, außerdem des Segelteams United Internet Team Germany. Des Weiteren ist Audi auch Premium-Partner des Fußball-Clubs Borussia Mönchengladbach und weiterer Vereine.

Für den Sciencefiction-Film I, Robot baute Audi sogar eine Spezialanfertigung – den Audi RSQ. Außerdem wurden mehrere modifizierte A2 in den Film integriert.

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Audi A6

Der Audi A6 ist eine Limousine der oberen Mittelklasse von Audi und wird seit 1994 angeboten. Er ist als viertürige Limousine erhältlich und als fünftüriger Avant (Kombi).

2005 erhielt die Limousine des aktuellen Modells im Genfer Auto-Salon die Auszeichnung Auto Nr. 1 von Europa. Außerdem wurde der A6 in der Leserwahl Die Besten Autos 2005 der Fachzeitschrift Auto Motor und Sport Sieger in seiner Klasse und bekam darüber hinaus den vom ADAC verliehen Preis Gelber Engel 2005. Das schlug sich auch auf die Verkaufszahlen nieder. 2005 gelang es dem A6, die über 30-jährige Vorherrschaft von Mercedes in der oberen Mittelklasse auf dem deutschen Markt zu beenden. Der A6 lag knapp vor der E-Klasse und dem BMW 5er auf Platz 1. Im Jahr 2006 verteidigte er seine Führung und baute sie weiter aus. Auch in Europa war der A6 2005 das meistverkaufte Modell der oberen Mittelklasse.

Die Bezeichnung A6 bzw. S6 beendete 1994 die Audi-100-Ära zugunsten der neuen Modellbezeichnungsstrategie Audi A x. Der erste Audi A6 nach neuer Benennung war ein nur minimal veränderter Audi 100 C4, der als Audi A6 C4 noch bis 1997 gebaut wurde. Beide Modelle werden intern auch als C4 bzw. 4A bezeichnet.

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Audi F103

Audi 75

Unter der Bezeichnung Audi F103 wurden die ersten (Nachkriegs-) Audi-Modelle von 1965 bis 1972 gebaut.

Die offizielle Verkaufsbezeichnung lautete anfangs einfach „Audi“, ohne weitere Typbezeichnung. Das war möglich, weil dieses Modell das zu seiner Zeit einzige der "Marke" Audi war und damit keine Verwechselungsgefahr bestand. Wegen seiner Motorleistung bürgerte sich die Bezeichnung Audi 72 ein. Spätere Modelle der F103-Baureihe erhielten dann die PS-Leistung ihres Motors als offizielle Modellbezeichnung. Beim Audi 60 wurde dabei etwas aufgerundet.

Die Baureihe F103 wurde ausschließlich mit Vierzylinder-Reihenmotoren ausgestattet.

Die Motoren des F103 wurden auch Mitteldruckmotoren genannt, weil sie für zeitgenössische Verhältnisse sehr hoch verdichteten und in der Verdichtung zwischen Otto- und Dieselmotor lagen. Sie waren eine Gemeinschaftsentwicklung mit Daimler-Benz aus der Zeit, in der Auto Union zu Daimler-Benz gehörte (1958–1964), noch vor der Einführung des Zahnriemens durch Glas. Daher hatten diese Motoren auch eine Steuerkette anstelle des später bei Audi-Motoren (und von ihnen abgeleiteten VW-Motoren) üblichen Zahnriemens.

Als Exportmodell wurde ab 1969 der Super 90 als Limousine und Variant („Station Wagon“) nur in wenigen Exemplaren in den USA verkauft.

Der Audi 75 ersetzte 1969 sowohl den „Audi“ als auch den „Audi 80“. Im Jahr 1972 stellte man diese Serie der ersten Nachkriegs-Audis zugunsten des neuen Audi 80 ein.

Der F103 war eine Weiterentwicklung des DKW F102. Da der Vierzylindermotor des Audi länger als der DKW-Dreizylinder war, baute man den Kühler im Audi links vorne neben den Motor schräg ein. So brauchte der Vorderwagen nur wenig verlängert zu werden. Er bekam einen neuen Grill mit Rechteckscheinwerfern.

Alle Modelle wurden als Stufenheck-Limousine mit zwei und vier Türen angeboten. Mit Ausnahme des Audi Super 90 war der Audi F103 auch als dreitüriges Kombimodell verfügbar. Dieses hieß – wie die Kombimodelle von Volkswagen – „Variant“.

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Source : Wikipedia