Andy Murray

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Geschrieben von bishop 08/04/2009 @ 00:15

Tags : andy murray, tennisspieler, tennis, sport

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Andy Murray (Tennisspieler)

Andrew „Andy“ Murray (* 15. Mai 1987 in Dunblane) ist ein britischer Tennisspieler aus Schottland.

2004 gewann Murray die US Open im Juniorenbereich, 2005 wurde Murray Profi. Im selben Jahr gab er sein Debüt im Davis Cup.

2006 gewann Murray das ATP-Turnier in San Jose (Kalifornien), wo er im Finale Lleyton Hewitt bezwang. Im selben Jahr erreichte er in Wimbledon unter anderem mit einem Sieg gegen den zweimaligen Finalisten Andy Roddick erstmals das Achtelfinale. Dort unterlag er jedoch dem Zyprioten Marcos Baghdatis deutlich in drei Sätzen. Im ATP-Masters Series Turnier von Cincinnati bezwang er in der zweiten Runde den Weltranglisten-Ersten Roger Federer mit 7:5 und 6:4. Bei den US Open erreichte er das Achtelfinale.

Bei den Katar Open 2007 erreichte Murray das Finale, unterlag aber dort Ivan Ljubičić. Am 18. Februar 2007 gewann Murray den zweiten Titel seiner Karriere. Der Schotte verteidigte den 2006 gewonnenen Titel von San Jose. Im Finale schlug er den Kroaten Ivo Karlovic mit 6:7, 6:4, 7:6. Im Mai verletzte sich Murray am Handgelenk und musste seitdem pausieren.

In seinem ersten Turnier nach der verletzungsbedingten Pause schied er beim Rogers Cup (Montreal) in Runde zwei aus. Er verlor 6:2, 6:2 gegen Fabio Fognini. Im selben Jahr beendete Murray die Zusammenarbeit mit seinem Coach Brad Gilbert. Er beendete das Jahr 2007 als Weltranglistenelfter.

2008 gewann Murray die Katar Open. Er besiegt im Finale Stanislas Wawrinka aus der Schweiz mit 6:4, 4:6 und 6:2. Seinen fünften Titel holte er in Marseille. Das Finale gewann er gegen Mario Ančić mit 6:3, 6:4. Seit diesem Jahr betreut ihn Miles Maglagan.

Sein erstes Turnier der ATP Masters Series konnte Murray in Cincinnati gewinnen. Im Endspiel besiegte er den Serben Novak Đoković in zwei Sätzen jeweils im Tie-Break mit 7:6 und 7:6.

Murray vertrat das Vereinigtes Königreich bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking, wo er in der ersten Runde gegen Lu Yen-Hsun ausschied.

Im September erreichte er zum ersten Mal das Finale eines Grand-Slam-Turniers. Bei den US Open konnte er im Halbfinale den Weltranglisten-Ersten Rafel Nadal in vier Sätzen mit 6:2, 7:6, 4:6 und 6:4 besiegen. Das Finale verlor er gegen Roger Federer glatt in drei Sätzen mit 2:6, 5:7 und 2:6.

Nach dem Turnier von Cincinnati war Madrid die nächste Station der ATP Masters Series. Auch dieses konnte Andy Murray erfolgreich abschließen. Den zweiten Titel in Folge holte er sich gegen den ungesetzten Franzosen Gilles Simon, den er mit 6:4 und 7:6 besiegen konnte. Auch das folgende Turnier in St. Petersburg gewann er und holte sich damit seinen achten ATP-Titel.

Bei dem Turnier in Doha konnte Murray seinen Titel verteidigen. Im Halbfinale besiegte er Roger Federer und im Finale triumphierte er über Andy Roddick.

Bei den Australian Open wurde er als einer der Favourite gesehen. Allerdings scheiterte Murray überraschend an Fernando Verdasco im Achtelfinale.

Andys älterer Bruder James „Jamie“ Murray (* 13. Februar 1986) ist ebenfalls Tennisprofi, in erster Linie aber Doppelspieler.

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Andy Murray (Eishockeytrainer)

Logo der Blues

Andy Murray (* 3. März 1952 in Gladstone, Manitoba) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und zur Zeit Trainer der St. Louis Blues in der National Hockey League.

Nach einer wenig erfolgreichen Karriere als Spieler begann Andy Murray 1988 seine Trainerkarriere als Assistenzcoach bei den Philadelphia Flyers in der NHL. Nach zwei Jahren bei den Flyers wechselte er, ebenfalls als Assistenztrainer, zu den Minnesota North Stars, mit denen er 1991 das Stanley-Cup-Finale erreichte, dort aber gegen die Pittsburgh Penguins unterlag. 1993 übernahm er für wenige Monate die Eisbären Berlin. Bis 1995 arbeitete er danach zwei weitere Jahre als Co-Trainer in der NHL bei den Winnipeg Jets. In der Saison 1996/97 arbeitete er ein zweites Mal kurzzeitig für die Eisbären Berlin in der DEL. Noch während der Spielzeit nahm er jedoch ein Angebot des kanadischen Verbandes an und war bis 1998 Trainer der Nationalmannschaft. 1997 und 2003 wurde er mit dem Team Weltmeister und gewann 1997 mit dem Team den Spengler Cup in Davos.

Ein weiteres Engagement in Deutschland erhielt er in der Spielzeit 1998/99, wo er für die Kölner Haie als Manager arbeitete. Im Anschluss an seine Arbeit in der Domstadt nahm er ein Angebot der Los Angeles Kings an und wurde erstmals Head Coach eines NHL-Teams. In den ersten drei Jahren in Kalifornien erreichte er zwar stets die Play-offs scheiterte dort aber jeweils in den ersten beiden Runden. In den beiden Jahren danach erreichten die Kings die Endrunde nicht mehr. In der Spielzeit 2005/06 drohten die Kings erneut früh auszuscheiden, weshalb Murray kurz vor Ende der Pre-Season gefeuert und von John Torchetti abgelöst wurde. Seit Dezember 2006 ist Murray Head Coach der St. Louis Blues. Zudem betreute er die kanadische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2007 in Russland als Cheftrainer und führte sie zum Titelgewinn.

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Roger Federer

Roger Federer bei den US Open 2002

Roger Federer (* 8. August 1981 in Basel) ist ein Schweizer Tennisspieler.

In seiner bisherigen Karriere konnte er 13 Grand-Slam-Turniere im Einzel gewinnen und beendete die Jahre 2004, 2005, 2006 und 2007 an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Der in Münchenstein aufgewachsene Federer gewann bislang 57 Turniere im Einzel sowie acht im Doppel.

Federer ist der einzige Spieler, der dreimal in seiner Karriere drei Grand-Slam-Turniere in einer Saison gewinnen konnte. Dies gelang ihm 2004, 2006 und 2007. Als zweitem Spieler (seit 1922) neben Björn Borg gelang es dem Schweizer, fünf Mal in Folge das Tennisturnier von Wimbledon und als einziger Spieler in der Open Era ebenfalls fünf Mal in Folge die U.S. Open für sich zu entscheiden. Auf Grund seiner Leistungen in den letzten vier Jahren wurde Federer 2005, 2006, 2007 und 2008 jeweils zum Weltsportler des Jahres gewählt. Federer ist dabei der einzige Sportler, dem dies mehr als zweimal gelang.

Bereits zu aktiven Zeiten wird Federer von nahezu allen Experten zu den besten Tennisspielern in der Geschichte dieses Sports gezählt und oftmals auch als bester Spieler aller Zeiten bezeichnet.

Im Unterschied zu vielen anderen Grössen der Tennisgeschichte machte Roger Federer in seinen jungen Jahren als Tennistalent nur recht wenige Schlagzeilen. Wie auch in seiner späteren Profikarriere zeichnete er sich eher durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung aus. Spektakuläre Erfolge in der Jugendzeit folgten erst spät. So gab es keine grossangelegten Reportagen über den jungen Federer, wie es bei anderen Tennistalenten wie Andre Agassi, Martina Hingis oder Steffi Graf der Fall war. Der Schweizer begann im Alter von drei Jahren das Tennisspielen und trat mit acht Jahren dem grösseren Tennisclub TC Old Boys bei. Hier wurde seine Weiterentwicklung massgeblich durch die Trainer Adolf Kacovsky und Peter Carter vorangetrieben. Mit zwölf entschied sich Federer dazu, sich vollkommen auf den Tennissport zu konzentrieren und sein ebenfalls ausgeprägtes Talent im Fussball nicht weiter zu fördern. 1995 folgte der Wechsel ins nationale Trainingscenter der Schweiz in Ecublens. Ab sofort wurde Federer vom Schweizer Verband gefördert und konnte in den Jahren 1995 bis 1997 sieben Schweizer Juniorenmeistertitel erringen. Ab 1997 begann Federer auch vermehrt, an internationalen Turnieren teilzunehmen und konnte im Mai in Prato seinen ersten grösseren internationalen Juniorentitel gewinnen.

Gleichzeitig fiel auch die Entscheidung, die Schule im Alter von 16 Jahren zu verlassen und sich in Zukunft nur noch auf die Tenniskarriere zu konzentrieren. Dies war zu diesem Zeitpunkt durchaus ein Risiko, da sich Federer zwar bereits einen Namen auf der Juniorentour gemacht hatte, aber vom Sport alleine noch nicht leben konnte. Doch 1998 folgte der Durchbruch auf der Juniorentour: Im Januar erreichte er das Halbfinale der Junioren-Australian Open, in Wimbledon folgten der Sieg im Einzel und im Doppel. Diese Erfolge ermöglichten Federer auch erste Turnierteilnahmen auf der Profitour. Sein Debüt auf der ATP Tour gab er im Juli 1998 in Gstaad und konnte bereits im September in Toulouse sein erstes Viertelfinale bei den Profis erreichen. Mit dem Gewinn des Orange Bowl im Dezember, der zugleich sein letztes Juniorenturnier darstellte, sicherte sich Federer zum Jahresende Platz 1 der Juniorenrangliste. Dies war für den Schweizer nicht nur ein grosser Prestigeerfolg, sondern auch ein Sprungbrett für den endgültigen Umstieg zur Profitour.

Der offizielle Status als Junioren-Weltmeister und Junioren-Wimbledonsieger half dem mittlerweile 17-jährigen Federer, auf der Profitour Fuss zu fassen. Er erhielt im Laufe seiner ersten vollständigen Profisaison insgesamt acht Wildcards für ATP-Turniere. So hatte er im Frühjahr sein Ziel, am Ende der Saison unter den 200 besten Spielern der Welt geführt zu werden, übertroffen. Bei seinem Davis-Cup-Debüt gelang Federer ein Sieg im Einzel, womit er Anteil am Weiterkommen seines Landes ins Viertelfinale des Wettbewerbs hatte. Im Sommer nahm Federer erstmals an den Grand-Slam-Turnieren von Roland Garros und Wimbledon teil. Später im Jahr spielte der Schweizer seine Stärke bei Hallenturnieren aus. So konnte er in Wien sein erstes Halbfinale auf der ATP Tour erreichen. Damit schaffte er den Sprung unter die besten 100 Spieler der Tennis-Weltrangliste; die Saison beendete er auf Platz 64.

Nach den Erfolgen im Debütjahr setzte sich Federer für die Saison 2000 eher bescheidene Ziele – die Etablierung unter den besten 50 Spielern der Welt. Weiterhin zeigt sich Federer als Hallenspezialist, auch wenn ihm in dieser Saison erstmals Erfolge bei Freiluftturnieren gelangen. In Marseille erreichte Federer zu Beginn des Jahres sein erstes Finale auf der Profitour, das er gegen seinen älteren Landsmann Marc Rosset verlor. Nachdem der Sprung unter die Top 50 der Welt damit bereits vollzogen war, wurden die Ziele für die Saison auf Platz 25 hochkorrigiert. Im April erklärte Federer die Trennung vom Schweizer Verband und damit auch seinem Coach Peter Carter. Federer begründete den Schritt damit, dass er mittlerweile in der Lage sei, auf eigenen Füssen zu stehen und sich deshalb für den selbstständigen Weg entschieden habe. Als neuen Trainer verpflichtete er den Schweden Peter Lundgren. Der neue Trainer erkannte das Talent, aber auch noch Entwicklungspotenzial in seinem 18-jährigen Schützling.

Die Sommersaison bestritt Federer mit zahlreichen Erstrundenniederlagen, und seine Bilanz bei wichtigen Turnieren blieb damit bescheiden. Dennoch nominierte ihn sein Verband für die Olympischen Spiele in Sydney, wo Federer das Halbfinale erreichte. In beiden Spielen um eine Medaille musste Federer allerdings eine Niederlage hinnehmen. Bei seinem Heimturnier in Basel erreichte Federer ein zweites Finale auf der ATP Tour. Diesmal unterlag er dem Schweden Thomas Enqvist. Mit Platz 29 am Jahresende in der Weltrangliste verpasste er zudem sein ausgegebenes Saisonziel. Im Winter verpflichtete er Pierre Paganini als Fitnesscoach, um auch körperlich den Anforderungen der Weltspitze gerecht zu werden.

Mit der Zielsetzung, in seiner dritten Profisaison seinen ersten Turniersieg zu erzielen und eine Platzierung unter den besten 15 Spielern der Welt einzunehmen, startete Federer in die Saison 2001. Das erste Ziel erfüllte sich im Februar: im dritten Anlauf gewann Federer erstmals ein Turnierfinale in Mailand gegen Julien Boutter. Im Davis Cup hatte Federer mit zwei Einzelsiegen entscheidenden Anteil am Erstrundensieg der Schweiz gegen die USA. Im Viertelfinale des Wettbewerbes gegen Frankreich erklärte Federer, dass er unter Davis-Cup-Coach Jakob Hlasek zukünftig nicht mehr am Davis-Cup teilnehmen werde. Wenige Wochen später wurde der Vertrag mit Hlasek gelöst, was Federers gestiegene Bedeutung im Schweizer Tennis bewies. In der folgenden Sandplatzsaison erreichte Federer seinen ersten Viertelfinaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier. Als Nummer 15 der Welt startete der Schweizer in Wimbledon. Dort traf er im Achtelfinale auf den siebenmaligen Titelträger Pete Sampras. Nach fünf Sätzen stand der 19-jährige Schweizer als Sieger fest und beendete damit Sampras' Serie von 31 Siegen in Folge in Wimbledon. Die folgende Viertelfinalbegegnung gegen den Briten Tim Henman verlor Federer jedoch. Im Turnierverlauf hatte sich Federer eine Leistenverletzung zugezogen, die ihn im Anschluss zu einer siebenwöchigen Pause zwang. Erst zu den US Open im Spätsommer war er wieder fit, wo er im Achtelfinale gegen Andre Agassi verlor. Ein Finaleinzug in Basel während der folgenden Hallensaison reichte nicht aus, um den nach den Ergebnissen der ersten Saisonhälfte möglichen Einzug beim Tennis Masters Cup der besten acht Saisonspieler zu realisieren. Federer beendete die Saison auf Platz 13 der Weltrangliste.

Zu Beginn der Saison 2002 konnte Federer in Sydney seinen zweiten Karrieretitel feiern. Bei den Australian Open unterlag er dagegen im Achtelfinale, genauso wie im Finale von Mailand. Im März erreichte er in Miami sein erstes Finale bei einem Masters-Series Turnier, verlor das Spiel gegen den Amerikaner Andre Agassi aber in vier Sätzen. Wenige Wochen später folgte die zweite Finalteilnahme bei einem Turnier dieser Kategorie in Hamburg. Diesmal konnte Federer das Finale gegen den Russen Marat Safin für sich entscheiden. Als zweitplatzierter Spieler im Champions Race reiste der 20-jährige Federer nach Paris an. Hier scheiterte er überraschend in der ersten Runde an Hicham Arazi. Auch in Wimbledon schied der Schweizer in der ersten Runde aus. Der von den Buchmachern als fünftbester Spieler des Turniers eingestufte Schweizer verlor in drei Sätzen gegen den Kroaten Mario Ancic.

Mittlerweile wurde offen von einer Grand-Slam-Blockade von Federer gesprochen. Der Schweizer (der bereits als zukünftiger mehrfacher Grand-Slam-Sieger gehandelt wurde) schien bei den vier Turnieren der höchsten Kategorie selten in der Lage zu sein, sein bestes Tennis abzurufen. Bis zu den US Open konnte Federer bei vier Turnieren nur ein Spiel gewinnen. Federers Spiel litt unter den Gedanken an den Unfalltod seines ehemaligen Trainers Peter Carter in Südafrika Anfang August 2002. In New York schied Federer erneut im Achtelfinale aus. Dennoch gelang Federer die Qualifikation für den Tennis Masters Cup, da er in der Hallensaison bei fünf Turnieren immer mindestens das Viertelfinale erreichte und seinen vierten Turniersieg in Wien gewann. Dem Schweizer gelang dabei die Qualifikation für das Turnier neben Carlos Moya als einzigem Spieler ohne Grand-Slam-Viertelfinalteilnahme im Saisonverlauf. Federer gewann seine drei Gruppenspiele und erreichte damit das Halbfinale gegen den Weltranglistenersten Lleyton Hewitt. In einem engen Spiel gab Federer einige Möglichkeiten aus der Hand und verlor die Begegnung am Ende im dritten Satz mit 5:7. Er beendete die Saison auf Platz sechs der Weltrangliste.

Als Ziel für die Saison 2003 setzte Federers Trainer Lundgren den Sprung unter die ersten vier Spieler der Weltrangliste an. Zudem gab Federer weiterhin als erklärtes Ziel den Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier aus. Bei der ersten Chance darauf verlor er im Achtelfinale der Australian Open gegen David Nalbandian. Nach fünf Sätzen war er dem Argentinier unterlegen. In den nächsten Monaten erreichte Federer vier Finals auf der Tour und konnte in Marseille, Dubai und München seine ersten Saisontitel gewinnen. In Rom konnte er allerdings auch die Chance auf einen zweiten Masters-Series-Titel nicht nutzen. Im Davis Cup konnte Federer fünf seiner ersten sechs Begegnungen gewinnen und erreichte damit erstmals in seiner Karriere mit der Schweiz das Halbfinale in diesem Wettbewerb. So galt der Weltranglistenfünfte vor den French Open wie im Vorjahr als einer der Turnierfavoriten. Nach einer erneuten Erstrundenniederlage (gegen Luis Horna) bei einem Grand-Slam-Turnier sah sich der Schweizer allerdings dem Spott der Presse ausgesetzt. Die Ursache von Federers Erfolglosigkeit bei grossen Turnieren wurde auf eine mentale Schwäche zurückgeführt.

Nach den French Open begann der Schweizer die Vorbereitung auf das Turnier in Wimbledon bei den Gerry Weber Open in Halle. Dort konnte er seinen vierten Saisontitel gewinnen und damit eine neue persönliche Saisonbestleistung aufstellen. In Wimbledon wurde er von den Buchmachern in diesem Jahr auf Platz 3 gesetzt und erreichte erstmals seit acht Auftritten wieder die Viertelfinalphase bei einem Grand-Slam-Turnier. Nachdem er durch längere Regenunterbrechungen zu Beginn der zweiten Turnierwoche eine Rückenverletzung auskurieren konnte, traf der Schweizer im Halbfinale auf Andy Roddick. In drei Sätzen gelangen Federer 61 Gewinnschläge bei lediglich 12 unerzwungenen Fehlern seinerseits, wodurch er ins erste Grand-Slam-Endspiel seiner Karriere einzog. Der Australier Mark Philippoussis konnte Federer im Endspiel zwar zweimal in einen Tie-Break zwingen, war am Ende aber dennoch unterlegen und Federer konnte seinen ersten Grand-Slam-Titel feiern. Damit hatte sich das Saisonziel des Schweizers erfüllt und auch die spöttische Berichterstattung verstummte.

Nach dem Sieg in Wimbledon war Federer auch in den Kampf um den ersten Platz in der Weltrangliste verwickelt. In den nächsten Wochen vergab er mehrere Möglichkeiten, diese Position zu erreichen. So unterlag er Roddick in Kanada im Halbfinale nach 4:2 Führung im entscheidenden Satz. In Cincinnati und bei den US Open war er dagegen David Nalbandian unterlegen. Auch im Davis-Cup-Halbfinale gegen Australien musste Federer in der vorentscheidenden Partie gegen Lleyton Hewitt die Partie noch nach einer 2-0 Satzführung bei 5:3 Spielstand im dritten Satz abgeben. Damit verpasste die Schweiz den zweiten Finaleinzug im Davis Cup nach 1992. Trotz des sechsten Saisonsieges während der Hallensaison in Wien war die Weltranglistenspitze für Federer in dieser Saison nun nicht mehr erreichbar. Doch beim Masters Cup in Houston konnte Federer seine Saison mit einem Erfolg abschliessen. Der Schweizer gewann wie im Vorjahr seine drei Gruppenspiele und schlug den bereits als Weltranglistenersten feststehenden Roddick im Halbfinale. Im Endspiel besiegte er Andre Agassi in drei Sätzen und gewann seinen ersten Weltmeistertitel. Federer beendete die Saison 2003 auf Platz 2 der Weltrangliste. Für Verblüffung sorgte im Dezember 2003 die Trennung von Trainer Lundgren, die Federer mit Abnutzungserscheinungen und dem Gefühl, etwas Neues zu brauchen, begründete.

In der Öffentlichkeit wurde Federer für die Trennung von seinem Erfolgstrainer kritisiert. Doch trotz Zweifel an seiner Form und keiner überstürzten Suche nach einem neuen Trainer konnte sich Federer bei den Australian Open 2004 ohne Satzverlust bis ins Achtelfinale vorspielen. In jeweils vier Sätzen schlug er nachfolgend mit Hewitt und Nalbandian zwei Spieler, die beide noch positive Spielbilanzen gegen den Schweizer vorweisen konnten. Nach einem Sieg gegen den Weltranglistenzweiten Juan Carlos Ferrero erreichte er das Turnierfinale. Gegner Marat Safin schlug er im Endspiel in drei Sätzen und erreichte damit den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Gleichzeitig eroberte der Schweizer auch die Weltranglistenspitze, die er bis zum 17. August 2008 inne hatte. Bis zu den French Open im Mai gewann er drei weitere Titel, darunter auch die Masters-Series-Turniere in Indian Wells und Hamburg. In Paris unterlag Federer in der dritten Runde allerdings dem dreifachen Titelträger Gustavo Kuerten. Auf den Rasenplätzen von Halle und Wimbledon konnte Federer jedoch das erneute Double gewinnen. Im Finale von Wimbledon konnte Andy Roddick Federer anders als bei der Halbfinalbegegnung im Vorjahr zwar einen Satz abnehmen, aber Federer konnte seinen Titel letztlich verteidigen. In Gstaad und Toronto baute der Schweizer seine Siegesserie auf 23 Spiele aus, bis er in Cincinnati sein Auftaktmatch verlor.

Eine grössere Enttäuschung war für Federer aber die Zweitrundenniederlage bei den Olympischen Spielen in Athen gegen den Tschechen Tomáš Berdych. Der Schweizer war in Athen nicht nur als klarer Medaillenkandidat, sondern auch als Fahnenträger seines Landes bei der Eröffnungsfeier angetreten. Gleichzeitig bildete diese Niederlage aber auch den Startpunkt für eine weitere Siegesserie in den nächsten Wochen. Bei den US Open in New York wurde er nur im Viertelfinale von Andre Agassi über die volle Distanz von fünf Sätzen gezwungen. Im Finale liess er Lleyton Hewitt lediglich sechs Spiele in drei Sätzen auf dem Weg zu seinem dritten Grand-Slam-Titel der Saison. Er war dabei der erste Spieler seit dem Schweden Mats Wilander 1988, dem dieser Erfolg gelang. Die anschliessende Hallensaison musste der Schweizer wegen eines Muskelfaserrisses fast komplett absagen. Rechtzeitig zum Masters Cup war er allerdings wieder fit. Dort erreichte er ungeschlagen das Endspiel und traf erneut auf Hewitt. Den ehemaligen Weltranglistenersten bezwang er zum sechsten Mal in dieser Saison und baute damit seine Position an der Weltspitze weiter aus.

Zur neuen Saison 2005 verpflichtete Federer den Australier Tony Roche als neuen Trainer. Roche, der bereits als Coach von Ivan Lendl und Patrick Rafter Spieler zu mehreren Grand-Slam-Erfolgen geführt hatte, sollte Federer insbesondere bei den wichtigen Turnieren zur Seite stehen. So lag das besondere Augenmerk für diese Saison auf den French Open, die Federer in seiner bisherigen Karriere noch nicht gewinnen konnte. Die Siegesserie, die Federer aus der alten Saison mitbrachte, riss im Halbfinale bei den Australian Open gegen Marat Safin nach mehr als vier Stunden Spielzeit. Es folgten vier Turniersiege in Serie, unter anderem konnte der Schweizer auch erstmals das Double aus den Masters-Turnieren von Indian Wells und Miami gewinnen. Im Endspiel von Miami drehte er dabei noch einen 0-2 Satzrückstand gegen den Spanier Rafael Nadal. Dieser erreichte durch regelmässige Erfolge auf Sandplätzen den zweiten Platz in der Weltrangliste und verkürzte den Abstand auf Federer zunehmend. Nach Federers sechstem Saisontitel in Hamburg kam es in Paris im Halbfinale erneut zur Begegnung Federer-Nadal. Diesmal unterlag der Schweizer nach vier Sätzen. Zwar hatte Federer sein bisher bestes Resultat bei den French Open erreicht, doch er blieb im Saisonverlauf weiter ohne Grand-Slam-Titel.

Tatsächlich war die Niederlage in Frankreich aber der Auftakt zur zu diesem Zeitpunkt längsten Siegesserie seiner Karriere. In Wimbledon gab er auf dem Weg zum Titelhattrick nur einen Satz ab, bei den US Open schlug er Andre Agassi in dessen letzten Grand-Slam-Finale in vier Sätzen. Zum Masters Cup am Ende des Jahres brachte der Schweizer eine Siegesserie von 31 Spielen in Folge mit, die er durch das Erreichen des Turnierfinals auf 35 ausbaute. Hier traf er auf David Nalbandian, gegen den er die letzten vier Begegnungen gewonnen hatte, nachdem die ersten fünf Duelle alle an den Argentinier gegangen waren. Nach zwei Tie-Breaks führte der Weltranglistenerste mit 2-0 in den Sätzen. Doch je länger das Spiel andauerte, desto stärker baute Federer körperlich ab. Obwohl er im letzten Satz einen 0-4 Rückstand noch in eine 6-5 Führung umdrehen konnte, beendete Federer die Partie als Verlierer. Damit brach nicht nur die fünftlängste Siegesserie in der Profigeschichte, sondern auch sein Rekord von 24 Finalsiegen in Folge. Zudem verpasste der Schweizer die Chance die statistisch beste Profisaison von John McEnroe aus der Saison 1984 (82 Siege bei 3 Niederlagen) zu egalisieren. Dennoch beendete Federer die Saison nach der vergebenen Chance auf seinen dritten Masterstitel in Serie auf Platz 1 der Weltrangliste.

Roger Federer begann die Saison 2006 mit zwei Turniersiegen, darunter seinem siebten Grand-Slam-Titel bei den Australian Open. In Dubai unterlag er dagegen im Endspiel erneut dem Spanier Nadal. Dies war das Startsignal für die zahlreichen Duelle, die sich die beiden Spieler in den nächsten Wochen und Monaten liefern würden. Vor Beginn der Sandplatzsaison gelang Federer erneut der Gewinn der Turniere von Indian Wells und Miami. Auf Sand erreichte Federer bei den Masters-Turnieren von Monte Carlo und Rom jeweils das Finale. In beiden Spielen unterlag er aber Nadal, obwohl er in Rom zu Matchbällen kam. In Paris kam es ebenfalls zum Finale zwischen Federer und Nadal. Federer vergab nach Gewinn des ersten Satzes weitere Chancen auf den Titelgewinn und verlor damit zum fünften Mal in Folge gegen Rafael Nadal. Dennoch hatte sich Federer im Verlaufe der Saison als zweitbester Sandplatzspieler der Welt etabliert.

In Wimbledon spielte sich Federer auf dem Weg zum vierten Titel in Folge ohne Satzverlust ins Finale vor. Dort traf er überraschend erneut auf den Weltranglistenzweiten Nadal. Der Spanier war zwar in der Lage, Federer einen Satz abzunehmen, dennoch konnte der Schweizer am Ende seinen insgesamt achten Grand-Slam-Titel in Empfang nehmen. Bei den US Open begann für Federer eine erneute Siegesserie. Zum dritten Mal konnte er Andy Roddick in einem Grand-Slam-Finale besiegen und gewann damit zum zweiten Mal nach 2004 drei Grand-Slam-Titel in einer Saison. Erstmals seit drei Jahren konnte Federer im Anschluss auch verletzungsfrei an der Hallensaison teilnehmen. Mit seinem Turniersieg in Madrid brach der Schweizer den Rekord von Jimmy Connors, der in den 1970er Jahren die Tennis-Weltrangliste insgesamt 160 Wochen ununterbrochen angeführt hatte. Im Endspiel liess er dem Amerikaner James Blake auf dem Weg zu seinem dritten Titel beim Jahresabschlussturnier nur sieben Spiele in drei Sätzen. Federer beendete zudem seine dritte Saison in Folge an der Spitze der Weltrangliste, was zuvor nur Jimmy Connors, John McEnroe, Ivan Lendl und Pete Sampras gelungen war.

In der Saison 2006 fehlte Roger Federer nur der Sieg im Finale der French Open zum Erreichen des wohl grösstmöglichen Erfolges im Tennissport, dem Grand Slam. In der Folge wurde vielfach diskutiert, ob Federer ein Erfolg bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Laufe einer Saison in den nächsten Jahren gelingen würde. Bisher erreichte dies neben dem Amerikaner Don Budge (1938) nur der Australier Rod Laver (1962 und 1969). Laver selbst erklärte im Januar 2006, dass er den Grand Slam-Gewinn durch Federer für möglich halte. Den ersten Schritt in Richtung Grand Slam machte Federer in der Saison 2007 bei den Australian Open, wo er als erster Spieler seit Björn Borg 1980 ein Grand-Slam-Turnier ohne Satzverlust gewinnen konnte. Im Verlaufe der folgenden Sandplatzsaison trennte sich der Schweizer von seinem Trainer Tony Roche, konnte aber seinen Rivalen Nadal in Hamburg erstmals auf Sand bezwingen und beendete dessen Serie von 81 Siegen auf diesem Belag. Dennoch endete die Möglichkeit des Grand Slam-Gewinns erneut bei den French Open, wo Federer sich zwar wieder bis ins Finale vorspielte, aber den Erfolg von Hamburg gegen Nadal nicht wiederholen konnte.

Auch im Wimbledonfinale sollte es, wie im Vorjahr, zum Duell Federer gegen Nadal kommen. In seinem fünften Wimbledonendspiel wurde der Schweizer erstmals über die volle Distanz von fünf Sätzen gezwungen, dennoch konnte er nach Ende des Spiels seinen fünften Turnierpokal in Folge in Empfang nehmen. Damit stellte er den Open-Era-Rekord des Schweden Björn Borg ein. Auch bei den US Open gewann Federer zum wiederholten Male. In drei Sätzen behielt er dort gegen den Serben Novak Djokovic die Oberhand. Somit hatte Federer erneut nur im Finale der French Open eine Grand-Slam-Niederlage hinnehmen müssen und damit den Gewinn des Grand Slams, wie schon 2006, knapp verpasst. Bei anderen Turnieren zeigte sich Federer indes schlagbarer. So konnte er erstmals seit 2003 bei weniger als drei Masters-Series-Turnieren gewinnen. Einzig in Hamburg und Cincinnati stand der Schweizer am Ende als Turniersieger fest, in Monte Carlo, Montreal und Madrid unterlag er im Finale, während er bei den anderen vier Masters-Turnieren die Viertelfinal-Phase nicht erreichte. Dennoch verteidigte Federer seine Position an der Weltranglistenspitze über den gesamten Saisonverlauf und beendete nach seinem vierten Triumph beim Tennis Masters Cup die Saison zum vierten Mal in Folge auf dieser Position. Dies war bisher einzig den Amerikanern Pete Sampras (6x), Jimmy Connors (5x) und John McEnroe (4x) gelungen.

Bereits zu Beginn der folgenden Saison 2008 endete die nächste Chance auf den Gewinn des Grand Slam: Federer schied im Halbfinale der Australian Open gegen Novak Djokovic aus. Damit riss auch seine Serie von zehn aufeinanderfolgenden Teilnahmen an Grand-Slam-Finals. Nach der Niederlage in Melbourne konnte Federer auch in den folgenden Turnieren bis Ende März keinen Titel einfahren. Damit absolvierte er die ersten drei Monate einer Saison erstmals seit dem Jahr 2000 ohne Turniererfolg. Am 7. März 2008 gab Federer bekannt, seit Dezember des Vorjahres am Pfeiffer-Drüsenfieber erkrankt zu sein. Anfang April gelang dem Schweizer mit dem Sieg in Estoril der erste Turniergewinn im Jahr 2008. Während der Sandplatzsaison erreichte der Schweizer die Finals der Masters-Series-Turniere in Monte Carlo und Hamburg, wo er jeweils Rafael Nadal unterlegen war. Auch bei den French Open schaffte Federer den dritten Finaleinzug in Folge, musste aber die dritte Niederlage in Serie gegen Nadal hinnehmen. Federer gelangen bei der Dreisatz-Niederlage lediglich vier Spielgewinne. Im Anschluss an die Finalniederlage in Paris sicherte sich der Schweizer seinen zweiten Turniersieg des Jahres durch seinen insgesamt fünften Erfolg in Halle. Beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon kam es zur insgesamt sechsten Finalbegegnung zwischen Federer und Nadal bei einem Turnier dieser Kategorie. Nach fast fünf Stunden Spielzeit im längsten Wimbledon-Finale der Geschichte brach Federers Serie von 65 Siegen auf Rasen und fünf Wimbledon-Siegen in Folge. Mit 7-9 im fünften Satz unterlag Federer, der damit erstmals seit sechs Jahren ohne Erfolg bei den ersten drei Grand-Slam-Turnieren des Jahres geblieben war.

Beim Masters Cincinnati schied Roger Federer im Achtelfinale aus, womit feststand, dass der Spanier Nadal Federer nach 237 Wochen an der Spitze der Weltrangliste ablösen würde. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, bei denen der Schweizer wie vier Jahre zuvor Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier war, trat Federer im Einzel sowie im Doppel an der Seite von Stanislas Wawrinka an. Während er im Einzel im Viertelfinale gegen James Blake ausschied, konnte er zusammen mit Wawrinka das Doppelfinale gegen die Schweden Simon Aspelin und Thomas Johansson entscheiden und gewann die Goldmedaille. Bei den US Open gelang Federer nach drei sieglosen Teilnahmen in Folge wieder der Titelgewinn bei einem Grand-Slam-Turnier. Im Finale schlug er den Schotten Andy Murray in drei Sätzen. Damit gewann der Schweizer auch im sechsten Jahr in Folge mindestens ein Turnier der höchsten Kategorie. Einzig Pete Sampras (8), Björn Borg (8) und Richard Sears (7) können in der Geschichte des Sportes längere Serien vorweisen. Mit seinem fünften Sieg in Folge bei den US Open stellte Federer weiterhin den Open-Era-Rekord von Pete Sampras und Jimmy Connors ein. Nach dem Gewinn des dreizehnten Grand-Slam-Titels fehlt dem Schweizer zudem nur noch ein Erfolg bei einem Turnier dieser Kategorie, um den Rekord von Pete Sampras einzustellen.

Während der folgenden Hallensaison gewann Federer seinen vierten Saisontitel beim Turnier in Basel. Beim Masters-Series-Turnier von Madrid verlor er dagegen im Halbfinale gegen Andy Murray. Murray fügte Federer auch seine zweite Niederlage im Verlauf des Tennis Masters Cup zu, so dass der Schweizer bei seiner siebten Teilnahme erstmals in der Gruppenphase des Masters Cups scheiterte. Dennoch reichte Federer ein Sieg in der Gruppenphase um sich den zweiten Platz in der Weltrangliste zum Saisonende zu sichern.

Bei den Australian Open 2009 erreichte Federer das Finale und damit die Möglichkeit in der Partie gegen Rafael Nadal den Grand-Slam-Rekord von Pete Sampras einzustellen. Doch wie schon im Wimbledon-Finale war Federer dem Spanier nach fünf Sätzen und mehr als vier Stunden Spielzeit unterlegen. Im Matchverlauf nutzte Federer nur sechs seiner 19 Breakmöglichkeiten und verpasste damit seinen insgesamt 14. Grand-Slam-Titel.

Bei den ersten beiden Masters-Turnieren 2009 verlor Federer jeweils im Halbfinale: In Indian Wells gegen Andy Murray, in Miami gegen Novak Djokovic.

Roger Federer kann eine Spielbilanz von 35 Siegen zu 11 Niederlagen aus 17 Davis-Cup-Partien vorweisen (25:6 im Einzel und 10:5 im Doppel). Dabei ist er seit 1999 regelmässiges Mitglied der Schweizer Mannschaft und konnte sein Land 2003 ins Halbfinale des Wettbewerbs führen, sowie 1999, 2001 und 2004 ins Viertelfinale. Seit der Saison 2005 konzentrierte sich Federer massgeblich auf seine Einzelkarriere und nahm an den Erstrundenpartien seines Landes in den Jahren 2005-2007 nicht teil, woraufhin die Schweiz jeweils in der ersten Runde scheiterte. Anschliessend nahm Federer allerdings jeweils an der Qualifikationsrunde teil, um den Abstieg seines Landes aus der Weltgruppe des Davis Cups zu verhindern. Während dies 2005 und 2006 gelang, unterlag die Schweiz 2007 in der Relegation, trotz zweier Erfolge Federers im Einzel, gegen die Tschechische Republik mit 2:3 und war damit 2008 erstmals seit 16 Jahren nicht mehr in der Weltgruppe vertreten. Im September 2008 schaffte das Schweizer Team mit Federer und Wawrinka mit einem Sieg gegen Belgien den sofortigen Wiederaufstieg in die Weltgruppe.

Mit 34 Siegen liegt Federer in der ewigen Rangliste seines Landes auf Platz 4 hinter Jakob Hlasek (49), Marc Rosset (37) und Heinz Günthardt (36). Allerdings ist seine Gewinnquote die mit Abstand erfolgreichste der Spieler mit mehr als 20 Einsätzen.

Unmittelbar nach dem Tennis Masters Cup trat Federer am 21. November 2006 in einem Schaukampf in Seoul gegen Rafael Nadal an. Dabei konnte sich Federer mit 6:3, 3:6 und 6:3 gegen den Mallorquiner durchsetzen.

Im Mai 2007 traf Federer in Palma de Mallorca im „Battle of Surfaces“ erneut auf Rafael Nadal. Vor 7000 Zuschauern duellierten sich die beiden auf einem Platz mit unterschiedlichen Belägen. Auf einer Netzseite der Lieblingscourt des Schweizers, Rasen, auf der anderen der von Nadal bevorzugte Sand. In der ausverkauften Palma-Arena siegte der Lokalmatador 7:5, 4:6 und 7:6 (12:10).

Eine viel beachtete Schaukampfserie bestritt Federer im November 2007, als er in drei Exhibitions gegen Pete Sampras antrat. Gewann der aktuelle Weltranglistenzweite die Auftaktpartie in Seoul noch mühelos mit 6:3 und 6:4, leistete der Amerikaner bei Aufeinandertreffen Nummer zwei in Kuala Lumpur mehr Widerstand und zwang Federer zwei Mal in den Tie-Break. Der setzte sich mit 7:6 (8:6) und 7:6 (7:5) durch. Erst im letzten Duell in Macao verlor der Schweizer gegen den zehn Jahre älteren Sampras mit 6:7 (8:10) und 4:6.

Am 10. März 2008 bezwang Federer bei einem erneuten Aufeinandertreffen mit Sampras den Amerikaner in drei Sätzen mit 6:3, 6:7 (4:7) und 7:6 (8:6). Die Partie wurde vor 19.000 Zuschauern im New Yorker Madison Square Garden ausgetragen.

Federer nahm am 18. November 2008 an dem Showdown of Champions teil. Im ersten Spiel besiegte er James Blake 7:6. Im anschliessenden Doppel verlor er mit Björn Borg gegen John McEnroe und James Blake 5:7.

Roger Federer gilt als der vielseitigste Spieler im heutigen Tennis und auch als einer der besten Allrounder in der Geschichte des Profitennis. So wurde der Schweizer vom amerikanischen Tennis Magazine 2007 anlässlich einer Auflistung der besten Spieler in bestimmten Bereichen des Tennisspiels in insgesamt sieben von elf Kategorien zu den besten Spielern der heutigen Tennisgeneration gezählt. In vier Bereichen wurde er darüber hinaus zu den besten Spielern in der Tennisgeschichte gezählt. Dieses vielseitige und variantenreiche Spiel macht es Federer nicht nur möglich, auf den diversen unterschiedlichen Platzbelägen erfolgreich zu sein, sondern ermöglichte es ihm auch zum dominierenden Spieler seiner Generation zu werden. So setzte sich sein Allroundspiel gegen eher einseitig veranlagte Spielertypen seiner Generation wie Andy Roddick (Aufschlag) oder auch Lleyton Hewitt (Beinarbeit und Returnspiel) durch. Zu erwähnen ist allerdings auch, dass die kontinuierliche Vereinheitlichung der Platzbeläge einen entscheidenden Vorteil für die Spielweise von Allroundspielern bietet.

In der Grundanlage gehört Federer zum im heutigen Profitennis vorherrschenden Spielertyp, der im Wesentlichen von der Grundlinie des Platzes agiert. Zwar hat Federer gerade in den Jahren unter seinem Trainer Tony Roche auch an seinem Netzspiel gearbeitet, dennoch erzielt er den Großteil seiner Punktgewinne durch Schläge von der Grundlinie. Als spektakulärster und dabei auch erfolgreichster Schlag in Federers Spiel gilt die Vorhand, die vom Tennis Magazine als beste Vorhand in der Geschichte des Sportes bezeichnet wird. Wegen ihrer Schnelligkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit setzt Federer seine Vorhand meist ein, um einen Ballwechsel direkt zu beenden oder den Gegner zu einem entscheidenden Fehler zu zwingen. Im Vergleich zum Vorhandschlag wird die Rückhand von Federer als schwächere Seite angesehen. Seine Rückhand setzt Federer massgeblich zur Vorbereitung eines Gewinnschlages ein. So arbeitet Federer speziell bei Returnspielen häufig mit dem Rückhandslice, um den Gegner in eine defensive Situation zu zwingen. Federer zum Spiel mit der Rückhand zu zwingen, gilt als eine der bewährtesten Taktiken, um den Schweizer zu besiegen. Hochabspringende Schläge auf die Rückhand waren dementsprechend auch einer von fünf möglichen Wegen um Federer zu schlagen, die das Time Magazine im Jahr 2007 nach Interviews mit diversen Tennisexperten und Spielern vorschlug.

Obwohl die starke Vorhand von Federer in Beschreibungen seines Spielstils meist den größten Raum einnimmt, gilt sein Defensivspiel und speziell seine Beinarbeit und Bewegung auf dem Platz als wichtigster Faktor für seinen Erfolg. So bezeichnete das Tennis Magazine ebenfalls die Beinarbeit von Federer als beste in der Geschichte des Sportes. Als entscheidende Person für die Entwicklung der Bewegungsabläufe von Federer auf dem Tennisplatz gilt der Konditionstrainer Pierre Paganini, mit dem der Schweizer seit Ende der Saison 2000 zusammenarbeitet. Paganini trainiert mit Federer massgeblich in den Bereichen Athletik, Beinarbeit und Krafttraining. Die gezielte Arbeit in diesen Bereichen ermöglicht Federer besondere Schnelligkeit auf kurzen Laufwegen, so dass er gegnerische Schläge schneller als die meisten anderen Spieler erlaufen und mit wesentlich überlegteren Rückschlägen erwidern kann. Dies öffnet dem Schweizer die Möglichkeit, aus teilweise sehr starker Bedrängnis wieder selbst die Offensive zu ergreifen oder auch direkte Punktgewinne zu erzielen.

Andere Bereiche im Spiel von Roger Federer werden in den meisten Analysen eher nebensächlich erwähnt. So gilt der Aufschlag des Schweizers nicht als eine seiner grössten Stärken, jedoch besitzt Federer einen der variabelsten Aufschläge auf der ATP Tour. Tatsächlich schlägt Federer deutlich weniger Asse und Service Winner als die besten Aufschläger im heutigen Tennis. Dennoch konnte Federer gerade in diesem Bereich eine deutliche Verbesserung in den letzten Jahren aufweisen. So steigerte er seine durchschnittliche Anzahl an Assen pro Spiel in den letzten Jahren kontinuierlich. Zudem lag Federer in den Jahren 2005-2007 mit rund 77 % an gewonnenen Punkten bei ersten Aufschlägen unter den besten zehn Spielern in dieser Statistik.

Wie bereits in den Einleitungsätzen des Abschnittes erwähnt, hat das Netzspiel in den letzten Jahren im Welttennis deutlich an Bedeutung verloren. Dennoch nutzt Federer das Spiel am Netz nicht nur regelmässig auf schnellen Belägen, um gute Aufschläge direkt zu verwerten, sondern des Öfteren auch auf langsamen Belägen, wie Sand, um laufintensive Grundlinienduelle abzukürzen. Gerade im historischen Vergleich gilt Federer aber nicht als einer der besten Volleyspieler. Das Tennis Magazine nannte Federer zwar bei den besten aktuellen Spielern in diesem Bereich, gerade bei seinen zahlreichen Sandplatzduellen gegen Rafael Nadal wurde Federer am Netz aber regelmässig vom Spanier passiert. Auch die typischen Sandplatzdisziplinen wie Stop- oder Lobbälle gehören nicht zum häufig frequentierten Schlagrepertoire des Schweizers.

Neben der reinen Ebene der Spielfähigkeiten ist auch der mentale Bereich, gerade bei Grand-Slam-Turnieren, ein entscheidender Faktor im Tennissport. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Federer, der in jungen Jahren als sehr lautstarker und hitzköpfiger Spieler galt, sein Auftreten auf dem Platz schon früh in seiner Profikarriere stark gewandelt hat. Selbst in engen Spielsituationen zeigt Federer selten Emotionen und erlaubt seinen Kontrahenten so kaum eine Einschätzung seiner tatsächlichen Verfassung. Zudem ist Federer bekannt dafür in entscheidenden Situationen sein bestes Tennis abzurufen. Belege dafür sind seine starke Tie-Break-Bilanz (hinter Novak Đoković liegt Federer mit rund 65% gewonnener Tie-Breaks auf Platz 2 der Statistik der Spieler mit mehr als 100 absolvierten Tie-Breaks) und die Prozentzahl an abgewehrten Breakchancen (hier lag Federer in der Saison 2006 mit 70% auf Platz 1 der ATP-Spieler).

Alle diese Spielfähigkeiten von Federer, gepaart mit seiner nahezu beispiellosen Erfolgsquote in den letzten Jahren, haben dazu geführt, dass zahlreiche Spieler ihre Partien gegen Federer schon vor der eigentlichen Austragung als verloren abhaken. Dies ist eine Beobachtung, die auch das Time Magazine im Artikel über die Wege um Federer zu schlagen thematisierte. So meint David Nalbandian, der insgesamt 8 Duelle gegen Federer für sich entscheiden konnte, dass viele Spieler bessere Chancen gegen Federer hätten, wenn sie mit einer anderen Motivation in die Spiele gegen den ehemaligen Weltranglistenersten gehen würden.

¹ Turnierresultate in Klammern bedeuten, dass der Spieler das Turnier noch nicht beendet hat und zeigt seinen aktuellen Turnierstatus an. Nach dem Turnierende für den Spieler wird die Einklammerung entfernt.

Roger Federer, der Sohn eines Schweizers und einer Südafrikanerin, wuchs in Münchenstein auf, einem Vorort von Basel. Mit der Herkunft seiner Mutter hänge gemäss Federer auch die englische Aussprache seines Vornamens zusammen, die damit nicht der in der Schweiz sonst üblichen französischen Aussprachsvariante entspricht. Federer spricht drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Französisch) fliessend und kann deshalb in Pressekonferenzen und Interviews problemlos zwischen den einzelnen Sprachen wechseln.

Partnerin ist seine Landsfrau Miroslava (Mirka) Vavrinec, eine ehemalige Profi-Tennisspielerin, die ihre Karriere 2002 wegen einer Fussverletzung beenden musste. Die beiden lernten sich am Rande der Olympischen Spiele 2000 in Sydney kennen. Mitte März 2009 gab Federer bekannt, dass das Paar im Frühsommer ein Kind erwartet.

Roger Federer liess sich aus medizinischen Gründen militärdienstuntauglich erklären. Dies führte zu einigen Diskussionen in der Schweizer Öffentlichkeit, da in der Schweiz immer noch eine Mehrheit der Männer eines Jahrganges (2006: 65 %) militärdiensttauglich ist.

Im Dezember 2003 gründete Federer eine Stiftung, die Hilfsprojekte für Kinder finanziell unterstützt, hauptsächlich in Südafrika, dem Heimatland seiner Mutter. Zudem war Federer auch sehr stark in die Tsunami-Hilfsprojekte nach der Katastrophe im Dezember 2004 involviert und spielte eine Reihe von Benefiz-Turnieren zur Unterstützung der Betroffenen. Im April 2006 wurde Roger Federer als erster Schweizer zum UNICEF-Botschafter ernannt. Wegen dieses ehrenamtlichen Engagements wurde er 2006 von Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet.

Federer interessiert sich auch sehr für den lokalen Fussball; er ist Fan des FC Basel und der Schweizer Nationalmannschaft. Er wohnt in der Gemeinde Wollerau, Kanton Schwyz.

In seiner bisherigen Karriere hat Federer eine Reihe von Auszeichnungen erhalten, unter anderem wurde er von der ATP zum Spieler der Jahre 2004, 2005, 2006 und 2007 ernannt. Zudem wurde er viermal zum Weltsportler des Jahres ernannt (2005, 2006, 2007 und 2008), was vor ihm noch keinem Sportler gelungen ist. In seinem Heimatland wurde Federer viermal zum Schweizer Sportler des Jahres (2003, 2004, 2006, 2007) gewählt. Darüber hinaus gewann er mit Stanislas Wawrinka im Jahr 2008 in der Wertung Team des Jahres. 2003 wurde er Schweizer des Jahres. Die Schweizerische Post widmete Federer 2007 als erster lebenden Persönlichkeit eine Sonderbriefmarke.

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Eisbären Berlin

Eisbären Berlin

Die Eisbären Berlin sind ein Berliner Eishockeyclub, der seit 1994 und damit als Gründungsmitglied in der Deutschen Eishockey Liga spielt. 1994 wurde die Profimannschaft vom EHC Dynamo Berlin in eine GmbH ausgegliedert. Der Stammverein für den Spielbetrieb der Nachwuchsmannschaften und der unterklassig spielenden Mannschaft ist seit 2000 der Verein Eisbären Juniors Berlin.

Alleiniger Inhaber der Profiabteilung, die den Namen EHC Eisbären Management GmbH trägt, ist seit 1999 die US-amerikanische Anschutz-Gruppe, zu der weltweit noch weitere Vereine wie der Ligakonkurrent Hamburg Freezers sowie der Fußball-Club Los Angeles Galaxy gehören. Die Eisbären, die ihre Heimspiele seit der Saison 2008/09 in der O₂ World am Berliner Ostbahnhof austragen, wurden 2005, 2006 und 2008 Deutscher Meister. Die Vereinsfarben des Clubs sind dunkelblau und weiß.

Die Wurzeln des Vereins gehen auf die 1950 gegründete Sportgemeinschaft Deutsche Volkspolizei zurück. Auf Befehl des Vorsitzenden der Institution – Karl Maron – wurde aus dieser Sportgemeinschaft eine Sektion Eishockey eingerichtet, welche am 9. Juni 1951 ihr erstes Eishockeyspiel in der Werner-Seelenbinder-Halle gegen die BSG Einheit Berliner Bär bestritt. Neben dem bereits etablierten Berliner Eishockeyclub gelang es dem Verein in der Folge, an Popularität zu gewinnen und den Berliner Meistertitel zu gewinnen. Da mangels Beteiligung die Qualifikationsrunde zum Aufstieg in die DDR-Oberliga ausfiel, konnte die SG DVP im darauf folgenden Jahr erstmals an der höchsten Spielklasse teilnehmen. Nach dem sportlichen Abstieg 1952 wurde die Mannschaft in SG Dynamo Berlin umbenannt und hatte nach einer ungeschlagenen Folge-Saison das Recht, wieder in der Oberliga anzutreten. Dies wurde jedoch durch einen Befehl „von oben“ verhindert, der Verein musste sich auflösen und die besten Spieler wie Hans „Hanne“ Frenzel und Wolfgang Nickel zum Konkurrenten BSG Chemie Weißwasser abgeben. Durch den Beschluss des Deutschen Sportausschusses, durch Finanzierung der Betriebe oder staatlichen Trägern Sportclubs zu gründen, entstand im Jahr darauf der Vorgänger der heutigen Eisbären, der SC Dynamo Berlin.

Ab 1954 gab es auf Beschluss der Parteiführung der DDR keine so genannten Betriebs- und Sportgemeinschaften – kurz BSG/SG – mehr und so entstand nur ein Jahr nach der Auflösung der SG Dynamo Berlin der Sportclub Dynamo Berlin, aus dem eine Eishockeymannschaft organisiert wurde. Obwohl dem Club als Sportstätte das Sportforum zugewiesen wurde, spielte und trainierte die Mannschaft nach wie vor in der Werner-Seelenbinder-Halle in Prenzlauer Berg. Nach einem Sieg gegen die BSG Chemie Weißwasser wurden die Voraussetzungen für einen Spielbetrieb in der zweithöchsten DDR-Spielklasse geschaffen, welcher der Staffelsieg am Saisonende folgte. Damit war der SC Dynamo sportlich für die DDR-Oberliga qualifiziert, doch die Entscheidung des DELV, nur noch vier Mannschaften in der Oberliga zuzulassen, verhinderte den Aufstieg.

Durch die Auflösung des HSG Wissenschaft HU Berlin aus der ersten DDR-Liga gelang es dem SC Dynamo, ab der Spielzeit 1956/57 am regulären Spielbetrieb der DDR-Oberliga teilzunehmen, er musste sich jedoch in den Folgejahren der Übermacht der SG Dynamo Weißwasser, der SC Einheit Berlin sowie dem SC Wismut Karl-Marx-Stadt beugen. Zur Saison 1957/58 konnte erstmals die Kunsteisbahn im Sportforum in Betrieb genommen werden und die Mannschaft verfügte nun über eine eigene Heimspiel- und Trainingsstätte.

Die Saison 1959/60 wurde in zwei Staffeln à vier Mannschaften und einer anschließenden Finalrunde ausgespielt. Trotz der Sturmreihe Ziesche–Klügel–Frenzel, welche 72 der insgesamt 116 Tore schossen, stand am Ende nach dem Vizemeistertitel des Vorjahres erneut der zweite Rang hinter dem ewigen Rivalen Weißwasser zu Buche. Diverse Modusänderungen – immer im Sinne der internationalen Wettbewerbsfähigkeit – brachten die kommenden Saisons mit sich, in denen ebenfalls stets der Dauerkonkurrent aus der Lausitz die Oberhand im Rennen um die Meisterschaft behielt. Dabei wurde bei den Berlinern eine mangelhafte Jugendarbeit kritisiert, die ein Agieren mit lediglich zwei Sturmreihen und dem daraus resultierendem Kräfteverschleiß erforderte. Dies änderte sich erstmals in der Saison 1965/66. Die Meisterschaft wurde in dieser Saison durch vier Mannschaften – Teilnehmer waren der ASK Vorwärts Crimmitschau, der TSC Berlin, die SG Dynamo Weißwasser sowie der SC Dynamo Berlin – in vier Turnieren ausgespielt. Durch einen 2:1-Erfolg gegen die SG Dynamo Weißwasser wurde am letzten Turnierwochenende gegen die Lausitzer im entscheidenden Spiel die erste Deutsche Meisterschaft der DDR eingefahren.

Im darauf folgenden Jahr spielten erstmals nach zehn Jahren wieder „gesamtdeutsche“ Teams gegeneinander, so wurde ein Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister EC Bad Tölz ausgetragen, aus dem die Dynamos siegreich hervor gingen und sich damit informell „gesamtdeutscher Meister“ nennen durften. Die reguläre Meisterschaft wurde 1966/67 im Zeitraum von 31 Tagen in diesmal fünf Turnieren ausgespielt. Nach 15 Spielen stand der SC Dynamo Berlin zum zweiten Mal an der Spitze und verteidigte seinen Titel erfolgreich. Der Vorsprung zum Verfolger aus Weißwasser betrug wie im Vorjahr lediglich einen Zähler. In der Saison 1967/68 nahmen acht Mannschaften an der DDR-Meisterschaft teil. Diese wurde in einer Einfachrunde ausgespielt. Neben den vier Teams aus der Vorsaison nahmen der SC Karl-Marx-Stadt, der TSC Berlin, Einheit Dresden sowie Turbine Erfurt teil. Am Ende gewann der SC Dynamo Berlin mit drei Punkten Vorsprung auf den Vizemeister Weißwasser zum dritten Mal die DDR-Meisterschaft und schaffte den Titel-Hattrick. Im darauf folgenden Jahr, wieder starteten acht Teams in der DDR-Oberliga, sollten nach der Einfachrunde unter den besten vier Mannschaften in vier Turnieren der Meister ausgespielt werden. Nach schlechten Ergebnissen im dritten Turnier in Weißwasser musste der Titel jedoch wieder nach Ost-Sachsen gegeben werden. Der dritte Platz nach der Saison 1969/70 bedeutete aus Vereinssicht den vorläufigen Tiefpunkt, relativierte sich allerdings in der darauf folgenden Saison.

Die erste Europacupteilnahme gelang dem SC Dynamo 1966 auf Grund des im Vorjahr erstmals gewonnenen Meistertitels in der DDR-Oberliga. Dies war gleichzeitig auch die erste Teilnahme einer Eishockeymannschaft aus der DDR, da es dem Kontrahenten aus Weißwasser die Jahre zuvor an Unterstützung seitens des nationalen Verbandes mangelte. Am 14. Dezember 1966 kam es somit zur ersten Partie auf internationalem Parkett gegen den finnischen Meister Ilves Tampere. Es wurde ein Regularium beschlossen, welches jedem Verein zwei Heimspiele garantieren sollte. Nach diesen vier Spielen, in der die Hohenschönhausener lediglich ein Unentschieden gegen die Finnen herausholen konnten, war diese Europacupsaison zu Ende und die Mannschaft aus Tampere konnte in die nächste Runde einziehen. In der Folgesaison zogen die Dynamos – wie ein Jahr zuvor schon – ein Freilos und standen damit in Runde Zwei dem schwedischen Meister Brynäs Gävle gegenüber. Der Favorit wurde im entscheidenden Spiel durch Penaltyschießen bezwungen und nachdem im anschließenden Viertelfinale Ässät Pori ausgeschaltet wurde, stand im Halbfinale mit dem tschechische Vertreter Dukla Jihlava die nächste Hürde an, an der die Berliner jedoch scheiterten.

Als Halbfinalist des Vorjahres wurde der SC Dynamo automatisch erst für die zweite Runde der Europacuprunde 1968/69 gesetzt. Dort wurde der GKS Katowice geschlagen und nach einem Rückzug des Vorjahresgegners Brynäs Gävle stand im Halbfinale der „Übergegner“ ZSKA Moskau auf dem Programm. Gegen diese damals das europäische Eishockey dominierende Mannschaft aus Russland war jedoch nach einem 1:11 und einem 0:13 nach der Runde der letzten Vier Schluss.

Im September 1970 beschloss die Staatsführung der DDR, alle Eishockeyclubs bis auf die Mannschaften aus Weißwasser und Berlin aufzulösen. Alle bisher am Regelbetrieb teilnehmenden Mannschaften wurden zu Hobbymannschaften degradiert und durften nicht an einem Ligenbetrieb mitwirken. Darüber hinaus wurden jegliche finanzielle Zuwendungen gestrichen. Offiziell wurde verlautbart, dass der Eishockeysport zu teuer und devisenaufwendig sei und die vorhandene Infrastruktur für zukünftige Spitzenleistungen nicht ausreichend ist. Nach dem für mehrere Sportarten folgenschweren Beschluss der DDR-Sportführung, nur medaillenträchtige Sportarten zu fördern, wurde – auf Bestreben des Vorsitzenden des Innenministeriums und Fan des Eishockey-Sports Erich Mielke – die DDR-Oberliga auf zwei Teams reduziert. Diese Mannschaften waren die SG Dynamo Weisswasser und der SC Dynamo Berlin. Die Möglichkeit, auch in Crimmitschau den Sport weiterzuführen, wurde von der Armee als Träger des dortigen ASK Vorwärts Crimmitschau abgelehnt. So spielten die beiden Dynamo-Mannschaften aus Berlin und Weißwasser die DDR-Meisterschaft bis 1990 in der „kleinsten Liga der Welt“ aus. Dabei gewann der SC Dynamo Berlin weitere zwölf Titel und brachte zahlreiche Nationalspieler und jetzige Mitglieder der Hockey Hall of Fame Deutschland wie Dietmar Peters, Rainer Patschinski oder den IIHF-Referee Gerhard Müller hervor. Aus dieser Zeit spielten sich ebenfalls die ehemaligen Eishockey-Größen Dieter Frenzel, Guido Hiller oder René Bielke ins Rampenlicht. Als größten Erfolg dieser Jahre kann der 1984 errungene dritte Platz im Europa-Cup der Landesmeister gewertet werden. Trotz der Erfolge stand der Eishockey-Sport immer im Schatten der traditionsreichen und geförderten Fußballclubs BFC Dynamo und 1. FC Union Berlin und es kamen zu den Heimspielen – ganz im Gegensatz zum Konkurrenten aus Weißwasser – lediglich um die 500 Zuschauer. Mit der 42. DDR-Meisterschaft im November 1989 sollte die letzte Runde in der „kleinsten Liga der Welt“ eingeläutet werden und die beiden Vorsitzenden Dieter Waschitowitz und Rüdiger Noack nahmen frühzeitig Kontakt mit den Oberen des Deutschen Eishockeybundes auf, um die Zukunft des Vereins auch nach der politischen Wende zu sichern. Mit einem 5:3-Erfolg für Weißwasser fiel am 18. Februar 1990 auch die Entscheidung über den letzten DDR-Meister. Am 21. März 1990 gliederte sich die Eishockey-Abteilung aus dem SC Dynamo heraus und gab sich den Namen EHC Dynamo Berlin e.V. – im Logo war zu dieser Zeit bereits der Eisbärenkopf enthalten.

Neben den Europacupauftritten stand ab dem Jahr 1970 das so genannte „Internationale Sommerturnier“ auf dem Spielplan der Hauptstädter. Dieses diente der Vorbereitung auf die Saison und war gleichzeitig die zusätzliche Möglichkeit, sich mit Mannschaften aus dem Ausland zu messen. Bis 1976 nahmen ausschließlich Mannschaften aus den Ostblockstaaten teil, erst danach wurden auch Partien gegen schwedische oder schweizerische Vereine ausgetragen. Hierbei konnten die Berliner lediglich 1975 das Turnier für sich entscheiden, während zwischen 1970 und 1990 acht zweite Plätze und sieben dritte Plätze erzielt wurden. Rekordsieger war Dynamo Moskau, die das Turnier insgesamt 18 Mal gewannen.

In das internationale Geschehen konnte der SC Dynamo 1976 wieder eingreifen, nachdem nach acht Jahren wieder die nationale Meisterschaft gefeiert wurde und damit die Qualifikation für den Europacup 1976/77 erreicht war. In der ersten Runde kam es gleich zu einer brisanten Begegnung gegen den amtierenden Meister der Bundesrepublik, den Berliner Schlittschuhclub. Beide Partien konnten die Westberliner für sich entscheiden und die Hohenschönhausener schieden aus dem Wettbewerb aus. Als Erstrundengegner der folgenden Europacupsaison 1977/78 wurde der polnische Meister Podhale Nowy Targ zugelost, welcher erfolgreich bezwungen wurde. Im Viertelfinale kam es dann erneut zu einem Duell zwischen den beiden deutschen Meistern, diesmal war der Gegner der Kölner EC. Nach einem 5:1 im Sportforum gelang den Dynamos im Rückspiel ein 6:2-Erfolg gegen die Domstädter und der Einzug ins Halbfinale war perfekt, aus dem der tschechische Vertreter Poldi Kladno letztendlich siegreich hervor ging. Der im Vorjahr bezwungene polnische Vertreter Podhale Nowy Targ war 1978 erneut Gegner in der ersten Runde, konnte sich aber diesmal gegen die Mannen um Dietmar Peters durchsetzen. Zur Europacup-Saison 1979/80 war schließlich im Viertelfinale gegen MoDo AIK Alfredshem aus Schweden Schluss, nachdem der IKV Vojens und der SC Bern in den Runden davor besiegt werden konnte. Ebenfalls im Viertelfinale geschlagen geben musste man sich 1980/81, diesmal gegen den IFK Helsinki.

Da in der Folgesaison der Rivale aus Weißwasser die DDR-Meisterschaft erringen konnte, griffen die Berliner erst wieder 1982 in das Geschehen des Wettbewerbes der europäischen Landesmeister ein. Trotz eines 9:5-Sieges im Rückspiel musste dem AIK Stockholm der Einzug in das Halbfinale gewährt werden, da das Hinspiel mit fünf Toren Unterschied verloren wurde. Die folgende Europacup-Saison 1983/84 war die erfolgreichste für das Team um Joachim Ziesche. Durch einen Sieg im Halbfinale gegen den IFK Helsinki zog der SC Dynamo Berlin in die Endrunde des Europacups ein und traf dort auf die eruopäischen Spitzenmannschaften ZSKA Moskau, Dukla Jihlava und Djugårdens IF Stockholm. In dieser Runde konnte lediglich ein Sieg gegen den schwedischen Vertreter eingefahren werden und am Ende stand ein dritter Platz zu Buche.

Der bis dato größte Erfolg der Vereinsgeschichte hatte zur Folge, dass die Mannschaft für die kommende Runde bereits für das Halbfinale gesetzt wurde, wo gegen Polonia Bytom jedoch das Aus kam. In den Folgejahren war jeweils in der zweiten Runde die Saison zu Ende, als sich gegen den SB Rosenheim beziehungsweise gegen den HC Lugano nicht durchgesetzt werden konnte. Ab der Saison 1987/88 wurde der Europacup in Turnierform ausgetragen. Einem vierten Platz 1988 folgte im letzten Meisterjahr – zur Europacup-Saison 1988/89 – ein zweiter Platz in der Abschlusstabelle.

Zunächst sollten die beiden DDR-Vereine Dynamo Weißwasser und der SC Dynamo Berlin in der 2. Bundesliga Nord eine Heimat finden, dies wurde allerdings durch Unstimmigkeiten der Funktionäre immer wieder aufgeschoben. Auf Entscheid der Vertreter der 1. Bundesliga wurde schließlich einstimmig beschlossen, die beiden Clubs in der Folgespielzeit am Spielbetrieb der obersten Eishockeyklasse antreten zu lassen.

Nach lediglich vier Monaten der Vorbereitung absolvierte ab 14. September 1990 der EHC Dynamo Berlin seine ersten Spiele in der gesamtdeutschen Liga, unter anderem kam es dabei auch zum ersten innerstädtischen Duell gegen den ewigen Rivalen aus dem Westteil der Stadt – die Preussen Berlin. Unter anderem durch den für die Spieler ungewohnten Rhythmus, zwei Mal an einem Wochenende antreten zu müssen, kam es im Laufe der Saison zu zahlreichen Niederlagen, in deren Folge Trainer Hartmut Nickel im Januar 1991 sein Amt an Lorenz Funk senior übergab. Mit der Trainerlegende Gerhard Kießling sollte gegen Saisonende die erhoffte Rettung verpflichtet werden, jedoch blieb am Ende nur der Abstieg in die 2. Bundesliga. Trotz des Gangs eine Liga tiefer konnten in der Premierensaison ein Plus von 200.000 D-Mark erwirtschaftet und so gut wie alle Spieler gehalten werden. Auf Grund der Kontakte des mittlerweile ins Management der Eisbären gewechselten Lorenz Funk sr. wurden zur Spielzeit 1991/92 hochkarätige Spieler verpflichtet, die nach Platz Sieben in der Vorrunde und dem ersten Platz in der Aufstiegsrunde unter dem Trainer Hartmut Nickel wieder in das Oberhaus aufstiegen. Aus Sorge, der Name „Dynamo“ würde Sponsoren verschrecken, nannte sich der Verein ab 1992 offiziell „EHC Eisbären Berlin e.V.“ – das „Dynamo“ verschwand aus allem Offiziellen, wurde jedoch von den Fans weiter gerufen. Seit 2002 finden jedoch die früheren sportlichen Erfolge und Traditionen auch bei den Verantwortlichen wieder Anerkennung. So war zum Beispiel das alte Dynamo-Logo in den Umkleidekabinen präsent. Auch Spieler sowie die DDR-Meisterschaften werden durch Banner gewürdigt.

Sportlich verlief die Spielzeit 1992/93 durchwachsen, was sich in einem zwölften Platz nach der Vorrunde zeigte. Durch das Engagement eines finanzkräftigen Sponsors, der unter anderem den ehemaligen Publikumsliebling und Top-Scorer Mark Jooris an die Spree zurück holte und der Verpflichtung Andy Murrays konnte zum Ende der Saison jedoch die Klasse gehalten werden. Auch die darauf folgende Saison 1993/94 führte die Eisbären nach einem elften Platz in die Abstiegsrunde, welche sie allerdings mit 4:0-Siegen gegen den Schwenninger ERC gewinnen konnte. Außerhalb des Eises kam es durch den Rückzug des Hauptsponsors zu finanziellen Engpässen, die unter anderem in der Auflösung des Vertrags mit Trainer Andy Murray endeten. Insgesamt standen bei den Hauptstädtern in dieser Spielzeit fünf Trainer hinter der Bande – Andy Murray, kurzzeitig Walter Köberle und Dietmar Peters, Marshall Kennedy und Jaroslav Walter.

Nach der Gründung der Deutschen Eishockey Liga im Jahr 1994 sollte es für die Eisbären sportlich aufwärts gehen. Die Regelung, dass es keinen Absteiger aus der Liga geben würde, kam den Berlinern zugute, da auf diesem Wege der bisher erfolgreiche Nachwuchs – die Junioren wurden jeweils 1992 und 1993 Deutscher Meister – in die Profimannschaft eingegliedert werden konnte. Darüber hinaus konnten die in der Vorsaison aufgetürmten Verbindlichkeiten durch Finanzspritzen des Präsidenten Helmut Berg abgebaut werden. Sportlich lief es allerdings für die Hohenschönhausener schlecht. Nach einer anhaltenden Niederlagenserie musste Trainer Jaroslav Walter gehen und der Dynamo-Legende Joachim Ziesche Platz machen, der mit seinem Team jedoch auch nicht die Playoffs erreichen konnte. Auf Grund der anhaltenden finanziellen Probleme im Stammverein wurde die Profiabteilung in die „EHC Management GmbH & Co. Sportwerbung und Profisport KG“ ausgegliedert; der erfolgreiche Nachwuchs blieb im Verein.

In der Saison 1995/96 wurde mit Billy Flynn ein Sportdirektor verpflichtet, der die Berliner mit zahlreichen Neuverpflichtungen ausstattete und die Mannschaft in die Playoff-Ränge führen sollte. Dieses Ziel wurde allerdings mit einem erneuten 17. Platz wieder verfehlt.

In Folge des Bosman-Urteils wechselten die bisher meist im unteren Bereich der Liga spielenden Eisbären fast ihren kompletten Kader aus und füllten ihn mit EU-Ausländern auf – mit Erfolg: nach Platz 17 in der Vorsaison erreichten die Eisbären 1996/97 das Halbfinale, schlugen den Lokalrivalen Preussen Berlin und beendeten die Saison mit einem dritten Platz. Im Jahr 1997 erreichte der Club beim Finalturnier des IIHF Continental Cup in Tampere den zweiten Platz. Dieser Erfolg konnte 1999 in Berlin wiederholt werden. 1998/99 erreichten die Eisbären das Finalturnier der European Hockey League in Moskau und belegten dort einen dritten Rang. Diese Erfolge hatten jedoch auch die Kehrseite einer finanziellen Schieflage. So mussten zahlreiche Insolvenzanträge abgewehrt werden.

1999 stieg die Anschutz Entertainment Group mit ihrer Tochterfirma United Sports Management AG bei den Eisbären Berlin als Alleingesellschafter ein und musste zunächst aufgehäufte Schulden in Höhe von insgesamt 16 Millionen D-Mark tilgen. Dadurch kam der Verein finanziell in ruhiges Fahrwasser, konnte aber auf Grund der Konsolidierungsmaßnahmen keinen konkurrenzfähigen Kader für die Spielzeit aufstellen und musste sich mit dem 13. Platz zufrieden geben. Dies wiederholte sich in der folgenden Saison, als die Eisbären ebenfalls die Playoffs verpassten. Bereits ein Jahr später konnte nach einem siebten Rang im Endklassement der Hauptrunde in die Playoffs eingezogen werden, dort verlor die Mannschaft allerdings nach 3:1 Spielen gegen den späteren Vizemeister Adler Mannheim.

In der Spielzeit 2002/03 wurden mit Offensiv-Verteidiger Ricard Persson und John Gruden zwei NHL-Veteranen verpflichtet, die das Offensivkonzept des Trainers Pierre Pagé bereichern sollten. Das seit Jahren erfolgreiche Nachwuchskonzept ergänzte mit zahlreichen Juniorenspielern den Kader und somit belegten die Eisbären nach der Vorrunde souverän den ersten Platz und ließen damit die Favoriten aus Köln, Düsseldorf und Mannheim hinter sich. Das anschließende Playoff-Viertelfinale musste wegen der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in die ungeliebte Deutschlandhalle verlegt werden, doch die Serie konnte gegen die Hamburg Freezers gewonnen werden. Im Halbfinale behielt der spätere Meister – die Krefeld Pinguine – die Oberhand und beendete die Saison für die Berliner vorzeitig.

Ein Jahr später schien die Ausgangslage die gleiche wie nach der vorjährigen Hauptrunde: Die Eisbären belegten den ersten Platz und gingen als Favorit in die Playoffs. Trotz zweier Sweeps gegen die DEG Metro Stars und den ERC Ingolstadt musste sich die Mannschaft im Finale den Frankfurt Lions geschlagen geben und konnte somit lediglich die Vizemeisterschaft feiern.

Da die Erfolge der Eisbären nach der Eingliederung in die gesamtdeutsche Liga zunächst ausblieben, waren regelmäßige Vergleiche mit internationalen Mannschaften nur im Rahmen des traditionellen „Internationalen Sommerturniers“ möglich. Dieses Turnier wurde bis zur Saison 1996/97 ausgetragen, ehe die European Hockey League gegründet wurde. Ausschlaggebend für die Teilnahme war neben des Meistertitels die Platzierung vor den Playoffs. Gleichzeitig wurde mit dem IIHF Continental Cup ein weiterer Pokalwettbewerb geschaffen, bei dem die Eisbären im November 1997 das erste Halbfinalturnier im Sportforum ausrichten durften. Nach einem Sieg in der eigenen Gruppe wurde sich für die Finalrunde in Tampere qualifiziert, bei der die Berliner einen zweiten Platz belegten.

Nach der Vizemeisterschaft in der DEL im Jahr 1997/98 war der Verein sportlich für die EHL qualifiziert und schloss die Vorrunde als Gruppenerster ab. Die Qualifikation für die nächste Runde war in den beiden Vorjahren noch keinem anderen deutschen Team gelungen. Nach einem Sieg über Färjestads BK kam es im Halbfinalturnier in Berlin zum Aufeinandertreffen mit dem weiteren deutschen Vertreter Adler Mannheim und dem früheren Konkurrenten aus den Sommerturnieren, dem HK Dynamo Moskau. Dort konnten die Spreestädter in das Finalturnier einziehen und nach einem Sieg im „kleinen Finale“ gegen Ilves Tampere den dritten Platz feiern. Der erneute zweite Platz, den die Eisbären in der Saison 1998/99 erzielten, reichte im europäischen Vergleich jedoch nicht mehr, nochmals in der EHL teil zu nehmen. Auf Grund der guten Leistungen, die die Berliner durch die Auftritte in den Jahren zuvor auf der europäischen Bühne erzielten, durfte in der Saison 1999/2000 jedoch der Continental Cup in der Heimstätte ausgetragen werden. Dort wurde sich mit dem HC Ambrì-Piotta, Ak Bars Kasan und dem HKm Zvolen gemessen. Aus diesem Turnier ging die Mannschaft mit dem zweiten Platz hervor und Schlussmann Udo Döhler wurde als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet.

Die Saison 2004/05 war vom Ausfall der NHL geprägt, als sich viele Mannschaften mit Veteranen aus der nordamerikanischen Eishockeyliga verstärken konnten. Auf Seiten der Eisbären wurden mit Olaf Kölzig, Erik Cole sowie Nathan Dempsey drei Spieler verpflichtet, die die Meisterschaft nach Berlin holen sollten. Nach einem zweiten Platz nach der Vorrunde konnte erneut in die Play-off eingezogen werden. Im Viertelfinale wurden die Augsburger Panther bezwungen und im Halbfinale wartete der ERC Ingolstadt, den man wie im Vorjahr besiegen konnte. Das Play-off-Finale wurde gegen die Adler Mannheim bestritten, welche in der Best-of-Five-Serie mit 3:0 geschlagen wurden. Damit waren die Eisbären zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga Deutscher Meister.

In der darauffolgenden Spielzeit konnte der Titel verteidigt werden. Wie bereits im vorigen Jahr gewannen die Berliner die Final-Serie durch einen Sweep. Die DEG Metro Stars, die im Halbfinale den Rivalen aus Köln ausschalteten, wurden mit einem 3:0 besiegt.

Das Spieljahr 2006/07 gestaltete sich schwieriger als die beiden Jahre zuvor. Der als Favorit in die Saison gestartete Hauptstadtklub belegte nach der Vorrunde nur den neunten Rang und qualifizierte sich damit nur für die Play-off-Qualifikation, in der gegen die Frankfurt Lions nach einem 1:2 in der Best-of-Three-Serie die Saison beendet war. Daraufhin wurde der Vertrag mit dem langjährigen Head Coach Pierre Pagé aufgrund der sportlichen Misserfolge nicht verlängert. Pagé unterschrieb anschließend einen Vertrag beim österreichischen Klub EC Red Bull Salzburg.

Die Zielsetzung der Saison 2007/08 war das Finale und der mögliche Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Die Mannschaft wurde zusammengehalten und vor der Saison nur punktuell verstärkt. Bereits zu Beginn der Spielzeit setzten sich die Eisbären an die Spitze der Tabelle und blieben dort auch vorerst. Der größte Konkurrent kam aus Nürnberg. Die Sinupret Ice Tigers verdrängten die Berliner nach einer Niederlagenserie zum Ende der Saison von der Tabellenspitze. Überragender Spieler der Hauptrunde war einmal mehr der Kanadier Steve Walker, der mit 85 Scorerpunkten in 53 Spielen der punktbeste Spieler seines Teams und zweitbester Scorer der DEL war. Des Weiteren hatten die Berliner mit ihrem US-amerikanischen Defender Deron Quint den besten Verteidiger der Hauptrunde 2007/08 in ihren Reihen. In den anschließenden Play-offs wurden zunächst im Viertelfinale die Hamburg Freezers besiegt. Das Halbfinale gegen die DEG Metro Stars war umkämpft, aber mit einem Sieg im entscheidenen fünften Spiel mit dem besseren Ende für den Hauptstadtklub. Das Finale wurde im vierten Spiel erst in der Verlängerung entschieden. Der wegen seiner verweigerten Dopingkontrolle umstrittene Florian Busch erzielte hierbei den 2:1-Siegtreffer für die Eisbären, die damit zum dritten Mal nach 2005 und 2006 die Deutsche Meisterschaft gewinnen konnten.

Am 14. September 2008 bestritten die Eisbären Berlin ihr erstes Spiel in der neu gebauten Heimspielstätte O₂ World. Die Arena war frühzeitig mit 14.000 abgesetzten Tickets ausverkauft und die größte Kulisse, vor der in Berlin je ein Eishockeyspiel ausgetragen wurde. Die Berliner Mannschaft empfing die Augsburger Panther, die mit einer historischen 11:0 Niederlage die Heimreise antreten mussten. Der Sieg war der höchste der Eisbären in der DEL und der zweithöchste der DEL-Geschichte überhaupt.

Durch den Finalsieg 2008 waren die Eisbären Berlin als Deutscher Meister für die neu gegründete Champions Hockey League qualifiziert, schieden allerdings trotz dreier Siege in der Vorrunde aus dem Turnier aus. Darüber hinaus nahm die Mannschaft an zwei Austragungen des Spengler Cups teil und erzielten dort 2005 den dritten Platz, während ein Jahr später nur mit dem fünften und damit letzten Platz Vorlieb genommen werden musste.

Den Mannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse stehen zwölf Ausländerlizenzen zur Verfügung. Jeder Spieler ohne deutsche Staatsangehörigkeit besetzt eine dieser Lizenzen, von denen pro Pflichtspiel zehn eingesetzt werden dürfen. Bei den Eisbären Berlin fallen zehn Spieler unter diese Regelung.

Des Weiteren haben die Verantwortlichen der Eisbären 17 Spieler mit einer Förderlizenz ausgestattet, diese Spieler dürfen somit auch für die Eisbären Juniors Berlin aufs Eis gehen.

Die Eisbären spielen traditionell in den Farben blau und weiß. Hinzu kommt Orange als Kontrastfarbe. Im Brustbereich ziert das Logo – ein Eisbär – die Trikots.

Wie alle anderen Mannschaften werden zu den Spielen zwei unterschiedliche Trikotdesigns verwendet. Nach dem Vorbild der National Hockey League kommen hierbei die dunkleren zu Heim- und die helleren Trikots zu Auswärtsspielen zum Einsatz. Im Falle der Eisbären ist das bei Heimspielen ein Dunkelblau als Grundfarbe, welches sich auch in den Vereinsfarben wiederfindet. Zu den Auswärtsspielen tritt die Mannschaft in der helleren – vorwiegend weiß gehaltenen – Sportkleidung an. Die Unterarme und Seiten sind jeweils orange respektive dunkelblau abgesetzt sowie die Brust- Lenden- und Schulterpartien mit den Sponsoren bestückt. Als Ausweichtrikot ist ein als Grundfarbe orange konzipiertes Trikot verfügbar.

Darüber hinaus wird zur Erwärmung ein eigenes Dress verwendet, welches vorwiegend in weiß gehalten ist und sich nicht am vorhandenen Layout orientiert. Die Hosen der Spieler sind traditionell dunkelblau, sowohl bei Heim- als auch Auswärtsspielen. Die Stutzen sind in der Grundfarbe des jeweilig getragenen Trikots gehalten. Als Besonderheit treten die Spieler – ähnlich den DEG Metro Stars – mit chromfarbenen Helmen auf.

In der Champions Hockey League trägt die Mannschaft bei Heimpartien ebenfalls ein vorwiegend blaues Trikot, welches laut Statuten der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF ohne Sponsoren auskommen muss.

Im Zuge von 50 Jahren Eishockey in Hohenschönhausen würdigten die Eisbären 2004 die herausragenden sportlichen Leistungen von vier Spielern mit einem Banner im Wellblechpalast.

Aufgrund ihrer Leistungen und Verdienste im deutschen Eishockey und innerhalb des Vereins wurden zahlreiche ehemalige Spieler und Funktionäre des SC Dynamo und der Eisbären Berlin in der Hockey Hall of Fame Deutschland aufgenommen.

Im Zeiten des Deutschen Eislauf-Verbandes der DDR standen zahlreiche Akteure für den SC Dynamo Berlin auf dem Eis und sorgten dabei für nennenswerte Teamrekorde.

Neben den nationalen Erfolgen, darunter die drei Meisterschaften in den Jahren 2005, 2006 und 2008, haben auch die Spieler für teaminterne Rekorde gesorgt. Zu den überragenden Akteuren gehören unter anderem das Berliner Urgestein Sven Felski und der Kanadier Steve Walker.

Einige Spieler und Trainer der Eisbären Berlin wurden während ihrer Teamzugehörigkeit für das DEL All-Star Game nominiert. Dies ist ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten. Im Jahr 2009 waren die Eisbären selbst Ausrichter des All-Star Games.

In der über 50-jährigen Geschichte des Vereins standen zahlreiche Spielleiter hinter der Bande. Die frühen Jahre des SC Dynamo trainierte zunächst Hans Frenzel als so genannter Spielertrainer und später Wolfgang Nickel als Chef-Trainer die Auswahl. Dieser wurde zur Saison 1972/73 durch das Gespann Joachim Ziesche (Cheftrainer) und Bernd Hiller (Trainer) ersetzt. 1974/75 übernahm Günther Schischewski die Rolle des Chef-Trainers und konnte 1976 zusammen mit Ziesche und Hartmut Nickel nach sieben Jahren die Vorherrschaft der SG Dynamo Weißwasser stoppen und den insgesamt vierten Meistertitel erringen. Das Trainergespann Ziesche/Nickel sollte ab 1976 gemeinsam bis 1989 insgesamt zwölf Deutsche Meisterschaften feiern.

Nach der politischen Wende stand bis Februar 1991 weiterhin Hartmut Nickel – diesmal mit Lorenz Funk an seiner Seite – hinter der Bande. Diese wurden kurzzeitig von Gerhard Kießling abgelöst, welcher allerdings nach zwei Niederlagen in den Play-Downs in die 2. Liga abstieg und daraufhin seinen Hut nehmen musste. Zur Saison 1991/92 wechselte Funk in das Management des damaligen EHC Dynamo Berlin und Nickel bekam erneut den Posten des Chef-Trainers. Im Zuge der Umstrukturierung innerhalb des Vereins und der neu geschaffenen deutschlandweiten Liga hatten die Hauptstädter mit einigen sportlichen Mißerfolgen zu kämpfen, was sich ebenfalls in der Anzahl der eingesetzten Trainer widerspiegelte. So wurden beispielsweise zwischen der Spielzeit 1992/93 und 1995/96 zehn unterschiedliche Trainer eingesetzt, die allesamt nicht den erwünschten Erfolg an die Spree bringen konnten. So legte Andy Murray sein Amt im Sommer 1993 nieder und kehrte in sein Heimatland Kanada zurück, sein Nachfolger Walter Köberle musste aufgrund gesundheitlicher Probleme wieder zurücktreten und nur das Gespann Jaroslav Walter/Klaus Schröder konnte mit einem 4:0 Sieg in den Play-Downs gegen die Schwenninger Wild Wings den Abstieg gerade noch verhindern. Auch der frühere Meistertrainer aus der DDR-Oberliga – Joachim Ziesche – belegte 1994/95 mit den Eisbären nur den 17. Rang und musste für Helmut Bauer nach der Saison seinen Platz räumen. Unrühmlichen Höhepunkt stellte jedoch der Kanadier Cliff Stewart dar, der für acht Stunden Trainer der Eisbären war, ehe er sich zu einer Rückkehr entschloss und den Verein wieder verließ. An seine Stelle trat als Nachfolger Billy Flynn, der allerdings auch nur den vorletzten Platz in der Spielzeit 1995/96 erreichen konnte.

Mit dem Bosman-Urteil kehrte der Erfolg nach Berlin zurück. Nachdem Andy Murray – der schon von Januar bis Juli 1993 die Mannschaft trainierte – im Mai 1996 bei den Eisbären einen Vertrag unterschrieb, nahm er ein Angebot des kanadischen Verbandes für die Nationalmannschaft an und kehrte in sein Heimatland zurück. Die Geschicke übernahm anschließend Ron Kennedy, der mit der neu formierten Mannschaft auf Anhieb ins Halbfinale gelang. Am 17. Dezember 1997 wurde er durch Peter John Lee ersetzt und die Eisbären konnten unter seiner Federführung zwei Mal den zweiten Platz beim IIHF Continental Cup (1997 und 1999) sowie die Vizemeisterschaft und den Einzug ins Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga erreichen.

Nach einer enttäuschenden Vorrunde übernahm Kent Forsberg am 29. Januar 2000 die sportliche Leitung, konnte allerdings nach einem Platz 13 nach der Hauptrunde und Platz 5 in der Abstiegsrunde nicht überzeugen und wurde von Glen Williamson für die Saison 2000/01 abgelöst. Nach 31 Niederlagen in 60 Spielen musste er im November 2000 jedoch auch gehen und Uli Egen das Zepter überlassen. Dieser erreichte zwar das Playoff-Viertelfinale, wurde aber im Januar 2002 durch Pierre Pagé ersetzt, welcher die bisher größten Erfolge für die Eisbären erreichen sollte.

Als zweifacher Deutscher Meister im Jahr 2005 und 2006 gaben die Eisbären Berlin und Pagé in einer gemeinsamen Presseerklärungen vom 28. Februar 2007 bekannt, dass der Eishockeylehrer seine Tätigkeit zum Ende der Saison 2006/07 beenden wird. Als Nachfolger wurde Don Jackson präsentiert, der an die Erfolge Pagés anknüpfen konnte und mit dem Verein 2008 Deutscher Meister und Pokalsieger wurde.

Der Stammverein Eisbären Juniors e.V. zeichnet sich verantwortlich für die Nachwuchsmannschaften des Clubs und bildet junge Spieler für den Einsatz in der Männermannschaft aus. Dabei stehen die Eisbären Juniors Berlin für den Amateur- und Nachwuchsbereich der Eisbären Berlin und gelten als wirtschaftlich eigenständig. Durch die enge Verknüpfung des Stammvereins mit der Profimannschaft werden hierbei viele Förderlizenzen vergeben.

Im Nachwuchsbereich sind die Eisbären erfolgreich tätig und stellen in den Nachwuchsabteilungen mehrfach Deutsche und Regionale Meister. Der Verein besitzt Nachwuchsmannschaften in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) sowie den Nachwuchsbundesligen des Deutschen Eishockey-Bundes. Seit einigen Jahren wird verstärkt auf die Einbeziehung junger talentierter Spieler hingearbeitet. Dazu bemüht man sich Talente aus ganz Deutschland an die Organisation zu binden und über das Oberliga-Team der Eisbären Juniors und Einsätze in der DEL Erfahrung im Seniorenbereich sammeln zu lassen. Durch diese verstärkte Arbeit und die bessere Verknüpfung zwischen Nachwuchs- und Seniorenbereich konnten mehrere Spieler an die Nationalmannschaft herangeführt werden.

Der Wellblechpalast ist seit dem 6. Oktober 2001 der offizielle Name der Halle 1 des Kunsteisstadions im Sportforum Hohenschönhausen, in der die Eisbären bis zum Ende der Saison 2007/08 spielten. In dem 1963 fertiggestellten Stadion – welches insgesamt 4.695 Zuschauern, davon 1.600 Sitzplätze, Platz bietet – konnten zahlreiche Erfolge wie drei Deutsche Meisterschaften gefeiert werden. Die Eishockeymannschaften des SC Dynamo Berlin und später der Eisbären Berlin veranstalteten im Wellblechpalast verschiedene Turniere mit internationaler Beteiligung. Darüber hinaus fand hier vom 9. bis zum 16. April 1995 die IIHF-U18-Europameisterschaft statt, bei der das deutsche Team überraschend Vize-Europameister wurde.

Nach Fertigstellung der Multifunktionshalle O₂ World am Berliner Ostbahnhof werden die Heimspiele der Eisbären ab der Saison 2008/09 dort ausgetragen. Mit 14.500 Zuschauern ist sie nach der Kölner Lanxess Arena das zweitgrößte Eishockeystadion Deutschlands. Als Premieren-Torschütze konnte sich Deron Quint im Auftaktspiel gegen die Augsburger Panther einschreiben lassen.

Der Wellblechpalast fungiert weiterhin als Trainingsstätte der Profimannschaft sowie als Spielstätte der Eisbären Juniors Berlin.

Die Fans der Eisbären sind in zahlreichen Fanclubs organisiert, welche ein allgemeiner Fanbeirat vernetzt. Dieser setzt sich für die Bedürfnisse der Fans ein und organisiert unter anderem Auswärtsfahrten oder Choreografien. Bei den Heimspielen im Wellblechpalast herrschte fast immer eine sehr gute Stimmung und mit einer durchschnittlichen Besucherzahl von 4.682 Zuschauern in ihrer letzten Saison war die Arena nahezu bei jedem Heimspiel ausverkauft. Die Fans gelten als besonders vereinstreu, was nicht zuletzt an der DDR-Vergangenheit des Vereins liegt.

Diese Stimmung und die Emotionen sollten nach dem Umzug zur Saison 2008/09 in die O₂ World übertragen werden, indem unter anderem eine extra für die Fans gebaute Stehplatztribüne, die etwa 2.000 Zuschauern Platz bietet, errichtet wurde. Kurz vor dem ersten Heimspiel in der neuen Arena am 14. September 2008 veranstalteten einige EHC-Fans einen gemeinsamen 4 Kilometer langen Marsch vom alten Wellblechpalast bis hin zur O₂ World. Mehrere hundert Fans, sowie ein Umzugswagen, der die Trikots der letzten Jahre präsentierte, verabschiedeten sich von ihrer alten Heimspielstätte.

Trotz der Namensänderung des Vereins von „SC Dynamo Berlin“ über „EHC Dynamo Berlin e.V.“ in „EHC Eisbären Berlin e.V.“ ist der Begriff „Dynamo“ aus den Köpfen der Fans bis heute nicht verschwunden. Auf vielen Fanartikeln und in den Anfeuerungsrufen blieb die Tradition erhalten. In den 90er Jahren wurden den Fans der Eisbären Berlin des Öfteren Rechtsradikalismus unterstellt. Allerdings kam es nie zu nennenswerten Zwischenfällen, sodass schnell erkannt werden musste, dass diese Vorwürfe wohl mehr auf falsche Eindrücke von außerhalb zurückzuführen waren.

Die Lokalderbys gegen den BSC Preussen bzw. Preussen Devils zeugten durch die geografische Herkunft der beiden Mannschaften und dem „Konflikt“ Ost gegen West stets von einer besonderen Brisanz. Durch die Insolvenz der späteren Berlin Capitals und deren Verbleib in niederklassigeren Ligen ebbte diese Rivalität jedoch ab und zeigt sich heutzutage nur noch in vereinzelten Fangesängen. Gegenwärtig kommt es mit den Fans der Augsburger Panther zu (friedlichen) Auseinandersetzungen, welche aus dem traditionellen und nicht ganz ernst gemeinten Nord-Süd-Konflikt zwischen Berlin und Bayern begründet ist. Ein Teil der Fans des EHC unterhalten eine Club- und Fanfreundschaft mit dem HC Ambrì-Piotta aus der National League A. Weitere gute Beziehungen gibt es noch zu den Fans der Kölner Haie, den Krefeld Pinguinen und des ETC Crimmitschau.

Die eingängigste und bereits seit 1996 bestehende Vereinshymne heißt „Hey, wir woll'n die Eisbärn sehn!“ und wird von der Band „Die Puhdys“ gesungen. Diese wurde in der Saison 2000/2001 nur kurze Zeit durch den Song „Der EHC ist wieder da“ von den Künstlern Space Kelly feat. Tim & Spencer abgelöst.

Bekanntheit erlangte der Dokumentarfilm „Heimspiel“ über die Eisbären von Oscarpreisträger Pepe Danquart. Der Film hatte 1999 bei der Berlinale Premiere.

Seit der Gründung des EHC Dynamo Berlin im Jahr 1990 ziert ein Eisbär das Logo der Berliner. Neben der Namensgebung präsentieren seit 2001 zwei Maskottchen namens Bully und Bully Bambini den Verein nach außen. Sie sind zwei gelbe Eisbären, die von einem Sponsor gestiftet wurden. Beide treten vor den Heimspielen und während der Drittelpausen auf das Eis und stimmen die Fans auf das Spiel ein. Darüber hinaus fungieren sie als Werbeträger für den Verein auf Messen und Veranstaltungen.

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Stanislas Wawrinka

Stanislas Wawrinka

Stanislas Wawrinka (* 28. März 1985 in Lausanne, Schweiz) ist ein Schweizer Tennisspieler.

Seit 2002 ist Wawrinka Profi auf der ATP-Tour. 2004 gab er sein Debüt im Davis-Cup gegen Rumänien.

2005 erreichte Wawrinka bei seinem ersten Grand-Slam-Turnier die dritte Runde der French Open. Auf dem Weg dorthin bezwang er Nicolás Massú und James Blake, ehe er sich dem späteren Finalisten Mariano Puerta geschlagen geben musste. Im selben Jahr zog der Schweizer in das Finale der Swiss Open in Gstaad ein, wo er Gastón Gaudio unterlag.

2006 erreichte Wawrinka jeweils die dritte Runde von Wimbledon und den US Open. Bei den Croatia Open in Umag konnte der Schweizer seinen bisher einzigen Sieg bei einen ATP-Turnier feiern. Im Finale bezwang er den Serben Novak Đoković, der im Tiebreak des ersten Satzes verletzungsbedingt aufgeben musste. Ende Oktober erreichte Wawrinka zudem das Halbfinale des ATP-Turniers von Basel, wo er sich Fernando González geschlagen geben musste.

2007 erreichte der Schweizer die Finals der Turniere von Stuttgart, wo er Rafael Nadal mit 4:6 und 5:7 unterlag und von Wien, wo er gegen Novak Đoković mit 4:6 und 1:6 verlor. Bei den US Open 2007 erreiche er erstmals ein Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers, unterlag dort in fünf Sätzen Juan Ignacio Chela.

2008 schlug Wawrinka in Rom die allesamt besser platzierten Andy Murray (18), Juan Carlos Ferrero (23), James Blake (8) und Andy Roddick (6) und erreichte das erste Mal ein Masters-Series-Finale. Danach befand er sich erstmals unter den Top 10 der Welt, zeitweise lag er sogar auf Platz 9.

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gehörte Wawrinka zum Aufgebot des Schweizer Teams. Er trat im Einzel sowie im Doppel an der Seite des damaligen Weltranglistenersten Roger Federer an. Während er im Einzel schon in der zweiten Runde gegen Jürgen Melzer ausschied, konnte er zusammen mit Roger Federer das Doppelfinale gegen die Schweden Simon Aspelin und Thomas Johansson für sich entscheiden. Die Goldmedaille ist zugleich der erste grosse Erfolg für Wawrinka. Die beiden Schweizer dominierten alle Spiele im Doppel und gaben während des ganzen Turnieres nur einen einzigen Satz ab. Bei der Wahl zum Schweizer Sportler des Jahres siegten sie gemeinsam in der Kategorie Team des Jahres.

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Source : Wikipedia