Andreas Pinkwart

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Geschrieben von tron 27/04/2009 @ 02:08

Tags : andreas pinkwart, politiker, politik

Neueste Nachrichten
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ANDREAS PINKWART: Ich finde das spezifisch liberal. Für uns ist Bildung ein Bürgerrecht. Was uns außerdem von den anderen Parteien unterscheidet: Wir glauben nicht, dass bestehende Bildungsunterschiede zu Beginn einer Schulkarriere behoben werden,...
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Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat am Freitag den Startschuss zu einem Wettbewerb für innovative Forschungsvorhaben in der Medizintechnik gegeben. Gesucht werden die besten Ideen aus Klinik, Labor und Werkstatt....
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Bonn (ots) - Der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat sich gegen die geplante Treuhandlösung der Regierung für den Autobauer Opel ausgesprochen. In einem PHOENIX-Interview am Rande des FDP-Parteitages in Hannover...
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JU und Grüne rügen Pinkwart wegen einbehaltener Studiengebühren - Aachener Zeitung
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Andreas Pinkwart

Andreas Pinkwart 2006

Andreas Pinkwart (* 18. August 1960 in Neunkirchen-Seelscheid) ist ein deutscher Politiker (FDP).

Er ist seit 2005 Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie sowie Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.

Nach dem Abitur 1979 am Antoniuskolleg in Neunkirchen-Seelscheid absolvierte Pinkwart bei der Dresdner Bank AG Köln eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Anschließend begann er 1981 ein Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre in Münster und Bonn, welches er 1987 als Diplom-Volkswirt beendete. Er war dann zunächst am Institut für Mittelstandsforschung an der Universität Bonn und von 1988 bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der FDP-Bundestagsfraktion tätig. 1991 wurde Pinkwart mit seiner Dissertation Chaos und Unternehmenskrise an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn bei Horst Albach zum Dr. rer. pol. promoviert. Von 1991 bis 1994 leitete Pinkwart das Büro des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion Hermann Otto Solms.

Von 1994 bis 1997 war Pinkwart Inhaber des Lehrstuhls für Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. 1998 nahm er den Ruf als Universitätsprofessor auf den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, an der Universität Siegen an. Die Forschungsschwerpunkte von Andreas Pinkwart sind Mittelstandsökonomie, Entrepreneurship, komplexe Unternehmensdynamik, Turnaround-Management und New Public Management. Seit dem Eintritt in die Landesregierung 2005 ist Pinkwart auf seiner Professorenstelle beurlaubt.

Andreas Pinkwart ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er wohnt in Alfter-Witterschlick bei Bonn.

Er ist seit 1980 Mitglied der FDP. Von 1992 bis 2003 war er Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Rhein-Sieg. Daneben war er von 1996 bis 2002 Stellvertretender Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen. Nach dem erzwungenen Rücktritt von Jürgen Möllemann als Landesvorsitzender setzte sich Pinkwart im Dezember 2002 überraschend gegen die Kandidaten Ulrike Flach, Rolf Köster und Joachim Schultz-Tornau durch und wurde zum neuen Landesvorsitzenden gewählt.

Pinkwart ist seit 2001 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP, dem er auch schon von 1997 bis 1999 angehört hatte. Seit 2003 ist er stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP.

Pinkwart war von 2002 bis zu seinem Ausscheiden am 28. Juni 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der FDP-Fraktion und außerdem ab 2004 haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.

Nach der Landtagswahl 2005 führte Pinkwart gemeinsam mit Ingo Wolf die Koalitionsverhandlungen mit der CDU. Am 24. Juni 2005 wurde er schließlich als Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie sowie als Stellvertretender Ministerpräsident in die von Jürgen Rüttgers geführte Landesregierung von Nordrhein-Westfalen berufen. Er ist maßgeblich an der Einführung von Studiengebühren in NRW durch das Gesetz zur Sicherung der Finanzierungssgerechtigkeit im Hochschulwesen (HFGG) und an der Neuordnung der nordrhein-westfälischen Hochschullandschaft durch das sogenannte Hochschulfreiheitsgesetz beteiligt. Pinkwart setzt sich für eine Orientierung der universitären Ausbildung an den Bedürfnissen der Wirtschaft ein, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Er fordert, die Hürden für Einstellung von ausländischen Studienabsolventen (Jahresmindesteinkommen 85.000 Euro) zu senken.

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Michael Terwiesche

Michael Terwiesche (* 27. Februar 1964 in Moers) ist ein deutscher Politiker (FDP). Er war im Jahr 2005 für wenige Monate Bundestagsabgeordneter.

Terwiesche leistete nach dem Abitur seinen Zivildienst in einer Behindertenwerkstatt ab. Er studierte an der London School of Economics and Political Science und ging nach Ende des Studiums als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Ruhr-Universität Bochum. Anschließend arbeitete er als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht.

Bereits 1986 wurde Terwiesche Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen Niederrhein, er blieb dies bis 1987. Im Jahr 1998 wurde er Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Wesel und im Jahr 1999 wurde er Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion in Wesel. Nachdem der Bundestagsabgeordnete Andreas Pinkwart auf sein Mandat verzichtet hatte, rückte Terwiesche am 28. Juni 2005 für ihn nach. Er schied nach der Bundestagswahl 2005 wieder aus dem Bundestag aus.

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Fachhochschule Gelsenkirchen

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Die Fachhochschule Gelsenkirchen wurde am 1. August 1992 gegründet. Sie besteht aus dem Hauptsitz in Gelsenkirchen sowie den Standorten in Bocholt und seit dem 1. August 1995 auch in Recklinghausen.

Das Studienangebot an der Fachhochschule besteht zum größten Teil aus mathematisch-technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen, als Ergänzung werden Studiengänge aus dem Bereich Wirtschaft, Recht und Journalismus angeboten.

Seit Mai 2005 ist hier der UNESCO-Lehrstuhl „UNESCO Chair for Entrepreneurship and Intercultural Management“ beheimatet. Es ist der erste UNESCO-Lehrstuhl für eine FH in Deutschland und der einzige an allen Hochschulen Nordrhein-Westfalens. Mit dem Lehrstuhl soll ein noch intensiverer Wissenstransfer mit ausländischen Hochschulen erreicht werden.

Das Studium in Gelsenkirchen-Buer kostet 330 Euro Gebühren pro Semester, plus 186,92 Euro Semesterbeitrag (darin enthalten sind die Gebühren für ein Semesterticket des VRR, Stand 2009). Am 10. Dezember 2008, wurde in einer Senatssitzung, die Absenkung der Studienbeiträge, von 400 Euro auf 330 Euro entschieden. Die Fachhochschule ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Auto zu erreichen und verfügt über einen großen Parkplatz.

Seit September 2007 wird direkt neben dem Gebäude Neidenburger Straße 43 ein weiteres Gebäude errichtet, in das vielleicht bereits ab Sommer 2009 die Fachbereiche Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Versorgung- und Entsorgung einziehen, die sich zurzeit im Gebäude Neidenburger Straße 10 befinden. Der Neubau ist nötig geworden, da das alte Gebäude PCB-belastet ist.

Am 5. Mai 2008 wurde Bernd Kriegesmann zum ersten Präsidenten der Fachhochschule Gelsenkirchen einstimmig gewählt. Kriegesmann studierte Wirtschaftswissenschaften und promovierte 1992 zum Doktor der Ökonomie. Nachdem er Geschäftsführer des Institut für angewandte Innovationsforschung der Ruhr-Universität Bochum war, hat er seit März 2000 eine Professur im Gebiet der Betriebswirtschaftslehre an der FH Gelsenkirchen. Im Jahre 2005 wurde er zum Dekan des Fachbereichs Versorgung und Entsorgung gewählt. Er ist außerdem einer von zwei Institutsleitern des FH-eigenen „Institut für Arbeit und Technik“.

Am 1. August 2008 wurde er vom Hochschulratsvorsitzendem Karl-Heinz Philippi zum Präsidenten ernannt und hat die Leitung der FH Gelsenkirchen vom kommissarischen Leiter der FH, Ministerialdirigent a.D. Heiner Kleffner, übernommen.

Im März 2007 geriet die Fachhochschule ins Zwielicht: Drei Professoren sollen Zuschüsse für das Inkubatorzentrum in Millionenhöhe hinterzogen haben. Infolge dessen wurden die Dozenten (darunter der für Planung und Finanzen zuständige Prorektor sowie zwei Dekane) und ein ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter verhaftet. Am 22. März zog auch Innovationsminister Andreas Pinkwart die Konsequenzen: Er beurlaubte sowohl Rektor Peter Schulte (welcher sich zuvor selbst anzeigte) als auch Kanzler Hans-Joachim Baier. Interimsmäßig wurde Ministerialdirigent Heiner Kleffner, der schon in der Gründungsphase die Universität Duisburg-Essen führte, als Leiter der FH eingesetzt.

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Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (Kurzform: MIWFT NRW oder abgekürzt als Innovationsministerium NRW), ist eines von zehn Ministerien in der Landesverwaltung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Es wurde im Jahre 2005 errichtet.

Das Ministerium hat seinen Sitz in Düsseldorf. Amtsleiter des Ministeriums ist der Minister Professor Dr. Andreas Pinkwart (FDP), ihm zur Seite steht ein Staatssekretär (Dr. Michael Stückradt).

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FDP Nordrhein-Westfalen

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Die FDP NRW oder FDP Nordrhein-Westfalen (genauer: Freie Demokratische Partei, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.) ist eine liberale Partei in Nordrhein-Westfalen und mit 16.114 Mitgliedern der mitgliederstärkste der 16 Landesverbände der FDP. Vorsitzender ist der Innovationsminister Andreas Pinkwart und Generalsekretär ist Christian Lindner.

In der Landessatzung der FDP NRW ist in § 1 festgelegt, dass die FDP NRW die liberale Partei Nordrhein-Westfalens sei. Sie wolle sich für den Auf- und Ausbau des demokratischen Rechtsstaates und einer von sozialem Geist getragenen freiheitlichen Gesellschaftsordnung eintreten und lehnt totalitäre und diktatorische Bestrebungen jeder Art ab. Sie tritt für eine liberale Gesellschaft ein.

Die Bundessatzung der FDP legt in § 8 fest, dass es in jedem Land nur einen Landesverband gibt. Für Nordrhein-Westfalen ist dies die FDP NRW. In ihr sind die Mitglieder der in Nordrhein-Westfalen bestehenden Kreisverbände der FDP zusammengeschlossen. Die FDP NRW tritt in der Rechtsform des eingetragenen Vereines auf.

Die FDP Nordrhein-Westfalen setzt sich aus 9 Bezirksverbänden zusammen, die wiederum aus 54 Kreisverbänden und 10 Stadtverbänden (letztere nur im Bezirksverband Ruhr) bestehen. Unterhalb der Kreisparteien gliedert sich die FDP in Ortsparteien bzw. Ortsverbände.

Aus dem Bezirksverband Köln, Kreisverband Bonn stammt der Bundesvorsitzende Guido Westerwelle. Der Kreisverband Köln ist der mitgliederstärkste in NRW. Bei den Kommunalwahlen 2004 erzielte die FDP hier auch die höchste Wähleranteile. Die drei Kommunen an deren Verwaltungsspitze ein FDP-Bürgermeister steht, liegen im Gebiet des Bezirksverbands Köln.

Der Bezirksverband Niederrhein tritt mit dem Namenszusatz „Die Niederrheinpartei“ auf.

Neben der Geographischen Gliederung gibt es sogenannte Vorfeldorganisationen, in denen sich Liberale aus spezifischen gesellschaftlichen Gruppen sammeln. Vorfeldorganisationen haben oft einen Bundes- Landes und Kreisverband. Nicht alle Kreisverbände haben alle Vorfeldorganisationen in ihrem Bereich.

Die FDP NRW stellt Abgeordnete (meist in fraktionsstärke) in Bezirksvertretungen, Stadträten, Kreisräten und -tagen, Regionalräten, Landschaftsversammlungen, im Landtag, im Bundestag und im Europäischen Parlament.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges bildeten sich auf kommunaler Ebene überall in der Britischen Zone liberale Parteien mit unterschiedlichsten Namen. Liberaldemokratische Partei in Mülheim und Essen, über Deutsche Aufbaupartei in Opladen, Sozialliberale Partei in Mönchengladbach bis hin zur Partei aktiver Volksdemokraten in Duisburg.

Am 10. November 1945 wurde der Landesverband Westfalen der Liberaldemokratischen Partei unter dem Vorsitz von Gustav Altenhain aus Gevelsberg gegründet. Am 4. Dezember 1945 wurde die Freie Demokratischen Partei - Landesverband Nordrhein in Düsseldorf gegründet, dessen Parteivorsitzender Friedrich Middelhauve wurde. Am 7. und 8. Januar 1946 schlossen sich in Opladen die Landesparteien von Hamburg, Hannover, Oldenburg, Braunschweig, Schleswig-Holstein, Nordrheinprovinz und Westfalen zur FDP der britischen Zone zusammen. Ihr Vorsitzender wurde zunächst Wilhelm Heile, dann von 1947 bis 1949 Franz Blücher.

Nach der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen durch den Zusammenschluss von zunächst des zur britischen Besatzungszone gehörenden Teils des Rheinlandes und Westfalens fusionierten am 27. Mai 1947 die Landesverbände Nordrheinprovinz und Westfalen zum FDP Landesverband Nordrhein-Westfalen.

Im August 1947 findet der erste Parteitag der nordrhein-westfälischen FDP in Hohensyburg statt.

In NRW gilt für die Landtagswahlen die Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP scheiterte zwei Mal an dieser Hürde: Bei der Wahl zum 9. und zum 12. Landtag.

Bis zu den Kommunalwahlen 1999 galt in NRW auch für die Vertretungen der NUTS-3-Ebene (Kreistage und Stadträte der kreisfreien Städte) sowie für die Gemeinderäte der kreisabhängigen Städte und Gemeinden die Fünf-Prozent-Hürde. Dadurch war die FDP nicht immer in den Kommunalparlamenten vertreten.

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Nordrhein-Westfalen

Das Ständehaus in Düsseldorf. Sitz des rheinischen Provinziallandtages und ehemaliges Landtagsgebäude von Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen (Abkürzung: NRW, NW, Ländercode: NW, niederdeutsch: Noordrhien-Westfalen) ist ein Land im Westen der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Düsseldorf.

Nordrhein-Westfalen grenzt im Norden und Nordosten an Niedersachsen, im Südosten an Hessen, im Süden an Rheinland-Pfalz, im Westen an Belgien und die Niederlande. Mit rund 18 Millionen Einwohnern ist Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste, flächenbezogen mit 34.080 km² das viertgrößte deutsche Land. Im dichtestbesiedelten Flächenland Europas leben über 20 Prozent der Bewohner Deutschlands. Die Region Rhein-Ruhr ist mit rund 10 Millionen Bewohnern eine der 30 größten Metropolregionen der Welt.

Das Land wurde 1946 von der britischen Besatzungsmacht aus den vormaligen preußischen Provinzen Westfalen und dem Nordteil der Rheinprovinz errichtet und 1947 um das Land Lippe erweitert. Seit 1949 ist Nordrhein-Westfalen ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Kulturell ist das Land kein homogener Raum, da die Bewohner der drei Landesteile Westfalen, Rheinland und Lippe ihre kulturelle Identität meist über die unterschiedliche Kultur und Geschichte des jeweiligen Landesteils definieren.

Das Ruhrgebiet war einst vom Kohlebergbau und durch die Montanindustrie geprägt und vollzog ab den 1960er Jahren einen bis heute andauernden Strukturwandel. Auch nach dem Niedergang dieser Industrien ist das Ruhrgebiet durch wichtige Schlüsselindustrien geprägt und eines der wirtschaftlichen Zentren Deutschlands. An der deutschen Wirtschaftsleistung hat das Land einen Anteil von rund 22 Prozent und ist in absoluten Zahlen das wirtschaftsstärkste Bundesland.

Nordrhein-Westfalen liegt im Westen der Bundesrepublik Deutschland. Der Norden ragt weit in die Norddeutsche Tiefebene hinein. Der nördlichste Punkt ist der NRW-Nordpunkt bei Rahden im Nordosten des Landes. Der Nordpunkt liegt nur 100 km südlich der Nordseeküste. Die tiefste natürliche Senke befindet sich im Kranenburger Ortsteil Zyfflich mit 9,2 m ü. NN im Nordwesten des Landes. Der tiefste überirdische Punkt ist jedoch durch den Bergbau entstanden. Der Tagebau Hambach erreicht bei Niederzier eine Tiefe von 293 m unter NN. Dies ist zugleich die tiefste Senke Deutschlands. Etwa die Hälfte des Landes liegt in den relativ flachen Regionen des Westfälischen Tieflands bzw. des Rheinlandes. In der Tiefebene liegen einige wenige isolierte Höhenzüge, darunter die Hohe Mark, die Beckumer Berge, die Baumberge und die Stemmer Berge. Gen Süden sowie im Osten des Landes steigt das Terrain an. Dort hat das Land Anteil an den deutschen Mittelgebirgsregionen. Dazu zählen das Weserbergland mit Eggegebirge, Wiehengebirge, Wesergebirge und Teutoburger Wald im Osten, das Sauerland, das Bergische Land, das Siegerland und Siebengebirge im Süden, sowie die Eifel linksrheinisch im Südwesten des Landes. Das Rothaargebirge im Grenzbereich zu Hessen weist Erhebungen von über 800 m ü. NN auf. Der höchste unter diesen Bergen ist der Langenberg mit 843,2 m ü. NN, dann folgen der Kahle Asten (840,7 m ü. NN) und der Clemensberg (839,2 m ü. NN).

Der planimetrisch festgestellte Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens liegt im Süden Dortmund-Aplerbecks in der Aplerbecker Mark (51° 28′ 42″ N, 7° 33′ 18″ O51.4783333333337.5557). Der westlichste Punkt liegt bei Selfkant an der niederländischen Grenze, der östlichste bei Höxter an der Weser und der südlichste bei Hellenthal in der Eifel im Südwesten des Landes. Die größte West-Ost Ausdehnung beträgt rund 235 km. Die größte Nord-Süd Ausdehnung beträgt rund 190 km. Die maximale Ausdehnung von Südwest bis Nordost beträgt rund 300 km. Die Gesamtfläche Nordrhein-Westfalens beträgt rund 34.000 km². Nordrhein-Westfalen ist damit das flächenmäßig viertgrößte Land der Bundesrepublik, repräsentiert damit etwa 8 Prozent der Fläche des Bundes und ist etwas größer als Belgien.

Nordrhein-Westfalen grenzt im Norden an Niedersachsen, im Osten an Hessen, im Süden an Rheinland-Pfalz, im Westen an die belgische Region Wallonien (inklusive dem Siedlungsgebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens) und an die niederländischen Provinzen Limburg, Gelderland und Overijssel. Die Grenzlänge zu Niedersachsen beträgt 583 km, zu den Niederlanden 387 km, zu Rheinland-Pfalz 307 km, zu Hessen 269 km und zu Belgien 99 km.

Der Großteil des Landes liegt zwischen dem Rhein im Westen und der Weser im Osten, die beide zugleich die größten Flüsse des Landes darstellen. Der Rhein durchfließt Nordrhein-Westfalen auf einer Länge von rund 226 km von Süd nach Nord. Das Land hat Anteil am Mittelrhein, Niederrhein und Deltarhein im Grenzbereich zu den Niederlanden. Am Rhein liegen mit Köln, Düsseldorf und Duisburg drei der fünf größten Städte des Landes. Im Einzugsgebiet des Flusses liegen als wichtigste Nebenflüsse flussabwärts betrachtet die Sieg, Wupper, Erft, Ruhr, Emscher, Lippe. Die Ruhr leiht dem Ruhrgebiet ihren Namen. An ihren Ufern liegen die dichtest besiedelten Gegenden des Landes. Westlich des Rheins hat das Land auch Anteil am Einzugsgebiet der Maas. Die Weser durchfließt das Land von Süd nach Nord im äußersten Osten des Landes. Die Weser stellt teilweise den Grenzfluss zu Niedersachsen dar. Die Weser durchfließt das Land in zwei Abschnitten auf rund 116 km (41 und 75 km). In der Westfälischen Bucht stellt die Ems ein weiteres separates Flusssystem dar. Die Ems durchfließt das Land auf rund 156 km Länge in nordwestlicher Richtung. Westlich der Ems hat das Land im Norden außerdem Anteil am Teileinzugsgebiet der Ijssel/Alten Issel, das ebenfalls zum Einzugssystem des Rheins gehört. Das Land Nordrhein-Westfalen wird über die aufgezählten Fließgewässer also vollständig Richtung Nordsee entwässert.

In den bergigen Regionen im Süden Nordrhein-Westfalens befinden sich die meisten der Stillgewässer des Landes darunter rund 70 Talsperren. Damit besitzt Nordrhein-Westfalen mehr Talsperren als jedes andere Land. Zu den größten Talsperren zählen die Rurtalsperre, die Urfttalsperre, die Wahnbachtalsperre, der Sorpesee, die Möhnetalsperre, die Große Dhünntalsperre, sowie die Biggetalsperre. Insgesamt sind rund 1,8 Prozent der Landesfläche von Gewässern bedeckt.

Nordrhein-Westfalen weist entsprechend seiner inhomogenen naturräumlichen Gliederung eine vielschichtige geologische Gestalt auf. Die südlichen und östlichen Landesteile wurden hauptsächlich durch gebirgsbildende Prozesse während des Paläozoikums und Mesozoikums gebildet. Im Norden und Westen ist die Topographie vor allem auf geologische Vorgänge während der letzten Eiszeiten zurückzuführen. Die Eifel, das Bergische Land, das Sauer- und Siegerland weisen die ältesten Gesteine auf: Sandstein, Grauwacke, Schiefer und Kalkstein treten gefaltet an der Erdoberfläche auf und bilden teilweise das Rheinische Schiefergebirge. Durch die unterschiedlich schnelle Verwitterung und die allmähliche Heraushebung während der letzten ca. 1 Mio. Jahre finden sich im Rothaargebirge die höchsten Berge des Landes. Nördlich der bergigen Region im Süden findet sich das rheinisch-westfälische Steinkohlenrevier mit Kohleflözen aus dem Oberkarbon. Bedeckt ist dieser Teil des Landes durch nach Norden immer mächtiger werdende Schichten jüngerer Sedimente. Nur im Südwesten des Reviers treten die kohleführenden Schichten zutage, so dass hier Tagebau möglich wird. Ostwestfalen-Lippe besteht geologisch aus Gesteinen des Mesozoikums (Trias, Jura, Kreide). Osning und Eggegebirge sind vielfach gefaltete und gebrochene Gebirgsformationen. Die Münsterländer Bucht besteht im Untergrund aus Gesteinen des Mesozoikums. Diese werden aber fast vollständig von quartären Lockergesteinen, insbesondere Kreideschichten, die östlich bis zur Paderborner Hochfläche reichen, überdeckt. Ausnahme sind kreidezeitliche Sedimente, die als Halterner Sande, Beckumer und Baumberger Sande aus der quartären Überdeckung der Kreidemulde herausragen. Die quartären Lockergesteine des Pleistozäns und Holozän reichen südwestlich bis in die Kölner Bucht und in das Niederrheinische Tiefland. Das Niederrheinische Tiefland senkt sich seit dem Tertiär schollenweise ab. Durch diese geomorphologische Aktivität zählt das Gebiet zu einer Erdbeben gefährdeten Region. Ebenfalls im Tertiär entstanden im südlichen Niederrhein Braunkohleflöze, die heute ausgebeutet werden. Im Quartär lagerte sich auch hier Lockergestein in Form von Erosionsschutt (Flussschotter) des Rheinischen Schiefergebirges ab. In der Eiszeit des Pleistozän wurden diese Schichte teils zu Endmoränen geformt, die bei Kleve und Krefeld sichtbar sind.

Im südlichen Mittelgebirgsbereich kommen vorwiegend Braunerden vor. Die Niederrheinische Bucht ist vor allem von Parabraunerden bedeckt, in Gebieten mit hohem Grundwasserspiegel aber meist Gleye. Das Münsterland ist entweder sandig (Podsole) oder eher tonig (Pseudogleye). Im Eggegebirge finden sich nährstoffarme und flachgründige Böden. Hier haben sich am Rand der Westfälischen Bucht sowie in den Tälern des Weserberglandes in den Eiszeiten Lössschichten angelagert. Diese Börden sind besonders fruchtbar.

Nordrhein-Westfalen ist mit Abstand das dichtest besiedelte Flächenland der Bundesrepublik. Fast 20 Prozent der Fläche sind bebaut. Insbesondere das Ruhrgebiet und die Region Köln-Bonn sind weitgehend verstädtert. Bewaldet sind im Wesentlichen nur die Mittelgebirge im Süden und Osten des Landes. Die Waldfläche macht etwa ein Viertel der Landesfläche aus. Fast der gesamte Rest, insgesamt über 50 Prozent, werden landwirtschaftlich genutzt. In besonderer Weise sind die Regionen Niederrhein, die Westfälische Bucht und Minden-Ravensberg durch den Ackerbau geprägt. Im Bundesvergleich mit den Flächenländern der Bundesrepublik sind der Waldanteil sowie der Anteil landwirtschaftlicher Nutzfläche leicht unterdurchschnittlich. Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche ist der Spitzenwert unter allen Flächenländern.

Das mittlere Rheinland ist eines der bedeutendsten seismisch aktiven Gebiete in Mitteleuropa. Die Messstationen des Geologischen Diensts NRW zeichneten seit 1980 über 800 Erdbeben auf, die zumeist unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des Menschen liegen. Im Bereich der Niederrheinischen Bucht verursachten aber immerhin rund 20 Beben nachweislich Schäden, zumeist Gebäudeschäden. Am 13. April 1992 ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 5,9 in der Nähe von Roermond. Es war das stärkste Beben in Mitteleuropa seit mehr als 250 Jahren.

Neben natürlichen Erdbeben ereignen sich in Nordrhein-Westfalen durch den jahrhundertelangen Bergbau immer wieder menschenverursachte bergbaubedingte Erderschütterungen. Die Bergsenkungen verursachen Erdbeben bis zu einer Stärke von 2,8 auf der Richterskala, die meisten bleiben jedoch unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Durch Gebirgsstürze entstehen zuweilen auch Krater (Tagesbrüche) beträchtlicher Ausmaße. Mithin senken sich durch den Bergbau große Gebiete des Ruhrgebiets. Dadurch werden kontinuierlich Gebäude und andere Infrastruktur im Ruhrgebiet beschädigt. Auch nach dem anvisierten Ende des Steinkohlebergbaus werden die beschriebenen Bergsenkungen weiter auftreten.

Nordrhein-Westfalen liegt vollständig in der gemäßigten Klimazone Mitteleuropas. Das Land liegt weiterhin größtenteils im Bereich des maritimen Klimabereichs, welches sich durch relativ milde Winter auszeichnet. Der Osten des Landes liegt bereits im Übergangsbereich zum kontinentalen Klima. Durch die uneinheitlichen Naturräume ergeben sich aber auch deutliche Unterschiede im regionalen Klima. Die mittlere Jahrestemperatur liegt je nach Höhenlage zwischen 4 °C und 9 °C. Das Münsterland und das Rheinland sind die wärmsten Regionen des Landes. Die geschützten südlichen Teile der Kölner Bucht um Bonn sowie, insbesondere durch Bodenversiegelung, Köln zählen zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Hier treten besonders häufig Inversionswetterlagen auf. In der Kölner Bucht ist die vorherrschende Windvorzugsrichtung Richtung Nordwest. In den Höhenlagen des Sauerlandes ist die Vorzugswindrichtung uneinheitlich, aber eher Richtung Nord, Nordost. Im übrigen Land weht der Wind meist Richtung Nordost und bringt vom Atlantik regelmäßig und ganzjährig Niederschläge. Auch die Niederschläge gehen wie die Temperaturen mit der Höhenlage einher. Im Flachland beträgt die jährliche Niederschlagssumme etwa 700 bis 900 mm, im Bereich der Kölner Bucht auch darunter. Im Mittelgebirge steigt die jährliche Niederschlagsmenge auf bis zu 1300 mm, im Bereich des Teutoburger Waldes, des Eggegebirges und im Sauerland auf über 1400 mm.

Nordrhein-Westfalen wurde 1946 gegründet und hat als Land keinen historischen Vorgänger, dennoch waren die Gebiete von NRW in seiner Geschichte bereits vor 1946 teilweise und zeitweilig in gemeinsamen Gebieten zusammengefasst.

Im Konflikt zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Heinrich dem Löwen wurde 1180 dessen sächsisches Herzogtum geteilt und die Herzogswürde für Westfalen dem Erzbischof von Köln übertragen. Als im Rahmen der Reichsreform Maximilians I. die Reichsstände zu 1500 sechs, 1512 zehn Reichskreisen zusammengefasst wurden, war einer davon der Niederrheinisch-Westfälische Reichskreis. Über das Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens hinaus umfasste er den Westen des heutigen Niedersachsens und das belgische Fürstbistum Lüttich. Zählte die Freie Reichsstadt Köln noch zum Reichskreis, so war Kölns linksrheinisches Umland (Kurköln) und Bonn und auch das Herzogtum Westfalen (Sauerland) Teil des Kurrheinischen Reichskreises. Die Reichsstände des Gebietes waren zu einem großen Teil geistliche Gebiete und waren damit fest in der Hand von Adelsfamilien der jeweiligen Territorien (insb. die Stifte Münster, Paderborn), aber auch Osnabrück. Im Zuge der Reformation und der Konfessionalisierung auch Nordwestdeutschlands, entstand eine Zweiteilung: der Niederrhein und Teile Westfalens wurden bzw. blieben dauerhaft lutheranisch, Lippe wurde reformiert. Die Gegenreformation erreichte eine Verstärkung der römisch-katholischen Reichsstände des Gebietes. Insbesondere unter der Herrschaft von Clemens August von Bayern (1700–1761) konnten große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens „vereinigt“ werden: Münster und Paderborn (1719) sowie Kurköln mit dem Herzogtum Westfalen (1723). Clemens August zentralisierte von seinem Haupt- und Regierungssitz in Bonn aber die Verwaltung dieser Territorien nur teilweise. Die Personalunionen in den geistlichen Territorien wechselten. Häufig entschieden sich die Domkapitel bewusst gegen Personalunionen ihrer zukünftigen Fürstbischöfe. Dennoch boten eine nicht zu unterschätzende „nordrhein-westfälische“ Kontinuität die katholischen Adelsfamilien, die sich gegenseitig in den Domkapiteln und Klöstern Positionen verschafften. Die brandenburgisch-preußischen Kurfürsten/Könige wiederum vereinheitlichten zwar die Verwaltung ihrer niederrheinisch-westfälischen Lande, dennoch genossen diese Territorien in Preußen auf Grund ihrer Situation als Exklave große Autonomie. Im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurden alle geistlichen und die meisten kleineren unter den weltlichen Territorien mediatisiert und größeren weltlichen Territorien zugeschlagen. Brandenburg-Preußen konnte nach Kleve, Ravensberg, Mark und Minden mit Münster und Paderborn wichtige Gebiete erwerben, um schließlich nach dem napoléonischen Zwischenspiel ganz Westfalen und das Rheinland zu beherrschen.

1806 wurden die rechtsrheinischen Teile des nordrheinischen ehem. Kurfürstentums Köln mit dem westfälischen ehem. Fürstbistum Münster unter Aufhebung einiger 1803 entstandener Zwergstaaten durch Kaiser Napoleon I. zum neuen Großherzogtum Berg (und Kleve) mit der Hauptstadt Düsseldorf (wieder) vereinigt. Dazu gehörten auch große Teile Westfalens, während das ebenfalls künstlich geschaffene Königreich Westphalen hauptsächlich außerhalb der namensgebenden Landschaft lag und weite hannoversche bzw. hessische Gefilde umfasste. Zum Großherzog von Berg wurde der Prinz und Marschall Joachim Murat erhoben. Dieses zweite „NRW“, das allerdings ohne das an Frankreich gefallene linke Rheinufer auskommen musste, entwickelte sich unter der Leitung kompetenter Minister und Beamter rechts-, wirtschafts- und gesellschaftspolitisch zu einem der fortschrittlichsten und modernsten deutschen Staaten. 1813 wurde das Großherzogtum von fremden Truppen besetzt, 1815 durch den Wiener Kongress völkerrechtlich als Staat aufgelöst und sein Territorium dem Königreich Preußen einverleibt. Düsseldorf verlor seine führende Rolle als Haupt- und Residenzstadt.

1815 wurde die seit 1806 bestehende staatliche Einheit von Nordrheinland und Westfalen jedoch nicht aufgelöst, sondern sie blieb nun unter dem Dach eines anderen, ebenfalls einzigen Staates, dem Königreich Preußen bestehen. Das Gebiet des heutigen Landes lag dabei in einer westlichen Randlage. Der so vergrößerte Einheitsstaat Preußen gliederte seine westdeutschen Gebiete neu in die Provinz Westfalen mit der „Provinzialhauptstadt“ Münster und die fusionierte Rheinprovinz (“Rheinland”) mit der „Provinzialhauptstadt“ Koblenz. Wenn der neue Oberstaat auch die jeweilige eigene Identität von erweitertem Rheinland und Westfalen tendenziell förderte, so handelte es sich staatsrechtlich bei den „Provinzen“ lediglich um unselbständige Regierungs- und Verwaltungsbezirke in demselben zentralen Einheitsstaat. Als dieser, der seit 1918 die Staatsform des republikanischen Freistaates hatte, 1945 unterging (förmlich 1947 aufgelöst), ging auch die längste Periode der Vereinigung von Nordrhein und Westfalen in einem einzigen Staat zu Ende; sie hatte von 1815 bis 1945, also 130 Jahre gedauert. 1946 bildeten sie einen gemeinsamen selbständigen Staat. Bei dieser Betrachtung bleibt lediglich der Landesteil Lippe außer acht, der vor 1946 über Jahrhunderte eigenständig war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Siegermächte uneins über das weitere Schicksal des Ruhrgebiets. Während Frankreich einen eigenständigen, politisch schwachen Staat oder ein internationalisiertes Gebiet favorisierte, sprach sich die sowjetische Seite für einen Viermächte-Status aus, vergleichbar mit Berlin. Letzteres wurde von den Briten, zu deren Besatzungszone die Region gehörte, entschieden abgelehnt, um den sowjetischen Einfluss nicht nach Westen auszudehnen. Die USA verhielten sich in dieser Frage offiziell neutral, unterstützten aber stillschweigend die Briten. Darüber hinaus befürwortete die britische Regierung eine Eingliederung des Ruhrgebiets in einen zukünftigen deutschen Staat, um eine Wiederholung der schweren Wirtschaftskrise und damit der Instabilität nach dem Ersten Weltkrieg zu vermeiden. Allerdings sollte sowohl die Wirtschaftsmacht als auch das potenziell sozialistische Proletariat des Industriereviers kompensiert werden. Aus diesem Grund entwickelten die Briten die Idee des Zusammenschlusses mit dem ländlich und katholisch geprägten Westfalen. Zudem sollte die Einbeziehung leistungsfähiger Agrarlandschaften die logistisch schwierige Aufgabe der Versorgung des dicht besiedelten Ruhrgebiets erleichtern. Das Projekt war von Anfang an umstritten, nicht zuletzt innerhalb Deutschlands, wo Politiker das wirtschaftliche und Bevölkerungs-Übergewicht des neuen Landes fürchteten. Zudem gab es kaum Gemeinsamkeiten der beiden Landesteile Nordrhein und Westfalen, abgesehen davon, dass beide rund 130 Jahre lang preußische Provinzen gewesen waren. Historisch stand Westfalen Niedersachsen und Nordrhein der zu Rheinland-Pfalz zugeschlagenen südlichen Hälfte des Rheinlandes näher. Am ehesten verwischten sich die Grenzen im Ruhrgebiet.

Seine rechtlichen Grundlagen erhielt Nordrhein-Westfalen mit der Verordnung Nr. 46 der britischen Militärregierung vom 23. August 1946 „Betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbständige Länder“. Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz und aus der Provinz Westfalen wurde das neue Land Nordrhein-Westfalen gebildet.

1947 musste das vormalige Land Lippe auf Betreiben der Briten seine Selbstständigkeit aufgeben. Seine Regierung entschied sich nach Verhandlungen mit beiden benachbarten Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (beide britische Verwaltungszone) für den Anschluss an Nordrhein-Westfalen. Am 21. Januar 1947 trat durch die britische Militärverordnung Nr. 77 die Vereinigung in Kraft und sollte durch eine Volksabstimmung in Lippe innerhalb von fünf Jahren bestätigt werden, was jedoch unterblieb. Am 5. November 1948 wurde mit Verabschiedung des „Gesetzes über die Vereinigung des Landes Lippe mit Nordrhein-Westfalen“ durch den nordrhein-westfälischen Landtag der Beitritt auch rechtsformal vollzogen.

Der besonderen wirtschafts- und rüstungspolitischen Bedeutung des Ruhrgebiets trug das am 29. April 1949 beschlossene Ruhrstatut Rechnung: Eine internationale Behörde sollte die Schwerindustrie der Region kontrollieren, politisch durfte Nordrhein-Westfalen sich der Bundesrepublik anschließen. Die Kontrollbehörde wurde allerdings kaum tätig. Produktionsbeschränkungen wurden nach kurzer Zeit wieder aufgehoben, um den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu fördern. 1952 wurde die Behörde offiziell aufgelöst, so dass die Montanindustrie ungebremst produzieren konnte.

Bis 2006 feierte das Land seine runden Geburtstage mit Veranstaltungen in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Ab 2007 finden diese Nordrhein-Westfalen-Tage jährlich in wechselnden Städten des Landes statt. 2007 fand der Nordrhein-Westfalen-Tag in Paderborn, 2008 in Wuppertal statt. 2009 ist Hamm Veranstaltungsort.

Nordrhein-Westfalen ist gemäß dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Gemäß seiner Verfassung ist das Land nach den Grundsätzen eines republikanischen, sozialen und demokratischen Rechtsstaats organisiert. Die Exekutive wird vom Ministerpräsidenten geleitet, die Legislative liegt beim Landtag. Die Landesverfassungsgerichtsbarkeit wird durch den Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen ausgeübt. Der Landtag wählt den Ministerpräsidenten.

Die oberste Verwaltungsebene unmittelbar unter der Landesregierung bilden die 10 Landesministerien (Stand: Juni 2007). Die Leitung dieser Ministerien wird von einem Landesminister wahrgenommen, die zusammen mit dem Ministerpräsidenten die Landesregierung bilden.

Dazu kommt der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Andreas Krautscheid, der organisatorisch der Staatskanzlei zugeordnet ist.

Bei der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen gab es sechs Regierungsbezirke; mit Wirkung vom 1. August 1972 wurde der Regierungsbezirk Aachen in den Regierungsbezirk Köln eingegliedert. Am 1. April 1947 wurden die Verwaltungen des Regierungsbezirks Minden und des ehemaligen Landes Lippe vereinigt. Der Regierungsbezirk Minden wurde um das Gebiet von Lippe mit den beiden Kreisen Detmold und Lemgo vergrößert und in Regierungsbezirk Minden-Lippe umbenannt. Der Sitz der Regionalregierung wurde von Minden nach Detmold verlegt (Teil der Beitrittszusagen von Nordrhein-Westfalen an Lippe). Am 2. Juni 1947 wurde der Name des neuen Regierungsbezirks von Minden-Lippe in Detmold geändert.

Ausblick Schon seit einiger Zeit wird diskutiert, die Zahl der Regierungsbezirke von fünf auf drei zu reduzieren. Alle Kommunen im Ruhrgebiet, die im Regionalverband Ruhr organisiert sind, sollen danach erstmals in einem eigenen Regierungsbezirk zusammengefasst werden. Die übrigen Teile des Landes sollen dann den beiden neuen Regierungsbezirken Rheinland und Westfalen (bzw. Westfalen-Lippe) zugeteilt werden. Die Landschaftsverbände sollen hierbei aufgelöst werden. Im Jahr 2005 hat die CDU/FDP-Landesregierung angekündigt, diese Idee bis spätestens 2012 umzusetzen. Danach soll es künftig drei Regionalpräsidien Rheinland, Ruhrgebiet und Westfalen geben, die die teilweise noch aus preußischer Zeit übernommenen Regierungsbezirke ersetzen sollen. Diese Planungen berühren historische und staatsrechtliche Fragen, da sowohl der betroffene Regierungsbezirk Detmold als auch der Landesverband Lippe im Rahmen des Beitrittes des ehemaligen Freistaates Lippe nach Nordrhein-Westfalen 1947 in den Lippischen Punktationen mit klaren Zusagen an Lippe geregelt wurden. Über die staatsrechtliche Bedeutung dieser Vereinbarungen gibt es strittige Auffassungen. Daneben gibt es insbesondere in Westfalen starke regionale Widerstände, welche die angesprochenen Verwaltungseinheiten als zu groß und zentralistisch kritisieren. Anfang März 2008 wurden diese Planungen – zumindest zwischenzeitlich – zurückgestellt.

Die kommunale Selbstverwaltung wird in Nordrhein-Westfalen von den Kreisen und deren kreisangehörigen Gemeinden und Städten, den kreisfreien Städten sowie den beiden Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe und dem Regionalverband Ruhr, so wie den bei den Bezirksregierungen angesiedelten Regionalräten wahrgenommen.

Die Zusammensetzung der Vertretungen wird alle fünf Jahre vom nordrhein-westfälischen Wähler (EU-Bürger über 16 mit Hauptwohnsitz in NRW) neu bestimmt. Die nächsten Kommunalwahlen finden 2009 statt. Über die Zusammensetzung der Vertretungen im Kreis, in den kreisabhängigen Gemeinden und den Kreisfreien Städten bestimmt der Wähler direkt, über jene der beiden Landschaftsversammlungen, des Verbandstages und der fünf Regionalräte nur indirekt.

Die kleinste Gemeinde des Bundeslandes und auch kleinste Verwaltungseinheit in Nordrhein ist Dahlem im Kreis Euskirchen, die kleinste Stadt und gleichzeitig auch kleinste Verwaltungseinheit im westfälischen Landesteil ist das nur unwesentlich größere Hallenberg im Hochsauerlandkreis.

Neben Niedersachsen ist Nordrhein-Westfalen das einzige Bundesland, in dem Landschaftsverbände wichtige öffentliche Aufgaben erfüllen. Die heutigen Landschaftsverbände gehen auf Einrichtungen der preußischen Provinzen Rheinland und Westfalen zurück. Die damaligen Provinziallandtage hatten bestimmte Befugnisse in verschiedenen Bereichen. Diese Rechte sind nach der Gründung von Nordrhein-Westfalen auf die Landschaftsverbände Rheinland mit Sitz in Köln und Westfalen-Lippe in Münster übergegangen. Wurden die Provinziallandtage vor 1933 in eigenen Wahlen bestimmt, setzen sich die heutigen Landschaftsversammlungen aus entsandten Mitgliedern der Kreistage und der Stadträte im Fall von kreisfreien Städten zusammen. Die Zusammensetzung der Versammlung bildet damit die politischen Mehrheitsverhältnisse in den Kreisen (und damit in Westfalen-Lippe bzw. Rheinland insgesamt) ab. Verfassungsrechtlich gelten die Landschaftsverbände heute als ein Teil der kommunalen Selbstverwaltung. Dieser Vorstellung nach sind sie ein Zusammenschluss der Gebietskörperschaften zur Erfüllung von Aufgaben, die über die Leistungsfähigkeit der einzelnen Kommunen hinausgehen. Zu den Aufgaben der Landschaftsverbände gehören von jeher der Betrieb von (psychiatrischen) Landeskrankenhäusern etwa in Marsberg. Ebenso wichtig sind kulturelle Aufgaben. So finanzieren die Landschaftsverbände etwa die Freilichtmuseen in Detmold und Hagen.

Im Zuge der Reform der Regierungsbezirke wird auch eine Reform der Landschaftsverbände diskutiert, die aber ähnlich umstritten wie die Reform der Regierungsbezirke ist. Gemäß diesen Plänen könnten die Landschaftsverbände bis 2012 aufgelöst werden.

Das Landeswappen spiegelt die räumliche Zusammensetzung des Landes wider. Der Wappenschild ist daher dreigeteilt. Für das Rheinland steht im linken Teil das silberne Wellenband als Symbol für den Rhein auf grünem Grund. Im rechten Teil repräsentiert das Westfalenpferd den Landesteil Westfalen. In der unten eingezogenen Spitze steht die Lippische Rose für das Lipper Land. Die Landesflagge besteht aus den Farben Grün, Weiß und Rot. Diese sind eine Kombination der Provinzialfarben des Rheinlands (Grün-Weiß) und Westfalens (Weiß-Rot). Auf der Landesdienstflagge ist das Wappen abgebildet.

Der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ist die höchste Auszeichnung des Landes. Er wurde im März 1986 vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau gestiftet.

Partnerland beim Aufbau einer demokratischen Verwaltung nach der deutschen Wiedervereinigung war das Land Brandenburg.

Neben Düsseldorf und den Verwaltungssitzen der Bezirksregierungen zeichnet sich vor allem Bonn durch eine hohe Anzahl von öffentlichen Einrichtungen aus. Bonn war bis 1990 Bundeshauptstadt und bis 2000 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. In der Bundesstadt Bonn sind gemäß dem Berlin/Bonn-Gesetz einige Ministerien, Dienstsitze und weitere damit im Zusammenhang stehende Behörden und Einrichtungen verblieben oder wurden dort als Ausgleich angesiedelt. Seit 1996 nennt Bonn sich „die UN-Stadt am Rhein“, weil in die „überflüssig“ gewordenen ehemaligen Bundeseinrichtungen 16 Einrichtungen der Vereinten Nationen eingezogen sind.

Nordrhein-Westfalen ist mit rund 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik. Zugleich ist das Gebiet mit einer Bevölkerungsdichte von 528 Einwohnern pro km² unter den Flächenländern das mit Abstand am dichtesten besiedelte Land. Die Bevölkerung ist dabei jedoch recht ungleich verteilt. Eher dünn besiedelt sind Ostwestfalen-Lippe, das Münsterland sowie die eher bergigen Regionen im Süden des Landes. Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist mit rund 10 Millionen Einwohnern eine der am dichtesten besiedelten und bevölkerungsreichsten Regionen Europas. Folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsentwicklung des Landes.

Zahlen sind Fortschreibung des Bevölkerungsstandes. Die Zahlen ab 1965 beziehen sich auf die Bevölkerung zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres. Bis 1960 Mittlere Jahresbevölkerung. Bis einschließlich 1986 geschätzte Werte. Die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes basiert ab 1987 auf den Ergebnissen der Volkszählung von 1987. Daten vor 1977 wurden auf den Gebietsstand 1. Juli 1976 umgerechnet. Quellen: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW.

2006 gab es im Land rund 8,5 Millionen Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße beträgt demnach 2,12 Personen. In 37 Prozent dieser Haushalte wohnt allerdings nur eine Person. Noch 1950 betrug die durchschnittliche Haushaltsgröße noch über 3 Personen. Der Anteil der Einpersonenhaushalte betrug 1950 nur 16,9 Prozent. Der Anteil der Alleinstehenden ist noch höher als der Anteil der Einpersonenhaushalte. 2006 waren rund 39 Prozent der Bevölkerung alleinstehend. In einer „klassischen“ Paarbeziehung mit Kindern leben nur rund ein Viertel der Nordrhein-Westfalen.

2006 hatte Nordrhein-Westfalen mit 1,36 Kindern je Frau die dritthöchste Fertilitätsrate unter den Bundesländern in Deutschland. 2007 stieg dieser Wert auf 1,39. Jedoch gibt es starke regionale Unterschiede. Vergleichsweise hohe Werte von über 1,5 finden sich im Norden und Osten des Landes. Den Spitzenplatz nimmt der Kreis Lippe mit 1,61 (2007) ein. Niedrige Werte finden sich im Ruhrgebiet, z.B. Bochum mit 1,15 oder Dortmund mit 1,33. Den höchsten Wert im Ruhrgebiet hat Duisburg mit 1,45. Remscheid ist die kreisfreie Stadt in NRW mit der höchsten Fertilitätsrate, 1,56. Sehr niedrige Werte weisen die Landeshauptstadt Düsseldorf mit 1,29 und die bevölkerungsreichste Stadt Köln mit 1,26 auf.

2006 betrug der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund 22,6 Prozent. Der Anteil der Nichtdeutschen an der Gesamtbevölkerung betrug am 31. Dezember 2006 10,6 Prozent Die größten Gruppen sind Türken (580 Tausend Einwohner), Italiener (128), Polen (102) und Griechen (93).

Nordrhein-Westfalen ist ein „Bindestrich-Land“ das erst 1946/1947 nach Beschluss der britischen Besatzungsmacht aus den heutigen drei Landesteilen gebildet wurde. Kulturelle Überlegungen traten dabei hinter wirtschaftliche Überlegungen, das Ruhrgebiet als Ganzes zu erhalten, zurück. Wirtschaftlich war die Region also bereits früh eng miteinander verflochten. Die Bewohner der drei Landesteile Westfalen, Lippe und Rheinland haben seit der Landesgründung nur bedingt ein gemeinsames nordrhein-westfälisches Regionalbewusstsein entwickelt. Trennend wirken vor allem die historischen, kulturellen, sprachlichen und mentalitätsmäßigen Unterschiede zwischen dem Rheinland und Westfalen-Lippe. Westfalen-Lippe steht kulturräumlich Niedersachsen näher als dem Rheinland. Den Rheinländern wird oft eine besondere Lebensfreude nachgesagt, wohingegen der Westfale als eher norddeutsch-zurückhaltend gilt. Aber auch innerhalb dieser Regionen sind weitere ausgeprägte Regionalidentitäten vorhanden, die sich oftmals bis auf die im Mittelalter gebildeten Territorien zurückführen lassen. Die heute 568,9 km lange rheinisch-westfälische Binnengrenze zwischen den ehemaligen preußischen Provinzen innerhalb des heutigen Landes wird von Verfechtern der jeweiligen regionalen Identität über die preußische Zeit hinweg als uralte Kulturgrenze angesehen, die sich bis auf die fränkisch-sächsischen Stammesgrenze des 8. Jahrhunderts zurückverfolgen lasse. Das für so ein kleines Gebiet bemerkenswert ausgeprägte Regionalbewusstsein der Lipper speist sich vor allem aus seiner langen Eigenständigkeit, denn kulturräumlich ist das Lipperland kaum vom restlichen Westfalen, insbesondere dem angrenzenden Minden-Ravensberg abzugrenzen. Die Identität der Rheinländer geht ebenfalls über die Grenzen Nordrhein-Westfalen hinaus und bezieht sich meist auf den homogenen Kulturraum, der in etwa der ehemaligen Rheinprovinz entspricht, also auch Teilen des heutigen Rheinland-Pfalz und Randgebieten Ostbelgiens.

Die alten Gegensätze zwischen den Landesteilen verblassen nur langsam. Die beiden Landschaftsverbände für Westfalen-Lippe und das Rheinland sind mit der regionalen Kulturpflege beauftragt und institutionalisieren gewissermaßen so die kulturräumliche Trennung des Landes. Mit Ostwestfalen-Lippe und insbesondere dem Ruhrgebiet sind aber mittlerweile auch landesteilübergreifende und identitätsstiftende Regionen entstanden. Über 60 Jahre nach der Gründung Nordrhein-Westfalens ist aber auch festzustellen, dass sich das Landesbewusstsein, gefördert durch Institutionen wie z. B. dem Westdeutschen Rundfunk, zunehmend an den Landesgrenzen orientiert. Von einem echten Landesbewusstsein kann man noch nicht sprechen.

So vielschichtig wie die Bevölkerungsstruktur in Nordrhein-Westfalen sind die regionalen Dialekte bzw. weitgehend zurückgedrängten historischen Sprachen. Amts- und Verkehrssprache ist heute im Wesentlichen Deutsch. Insbesondere in Westfalen, insbesondere im Nordosten, in den Städten und in der jüngeren Generation ist selbst eine lokale Sprachfärbung nur noch vereinzelt festzustellen und der örtliche Dialekt überwiegend durch das Hochdeutsche ersetzt. Dennoch sind auch heute noch die ehemaligen lokalen Sprachgrenzen zwischen Westfalen-Lippe und dem Rheinland deutlich zu spüren. Die Dialekte in Nordrhein-Westfalen teilen sich auf in Fränkische im rheinischen Landesteil und in Niedersächsische (Westfälische) im westfälischen und lippischen Landesteil. Das Westfälische ist ein Dialekt des Niederdeutschen, das als eigene Sprache anerkannt werden kann. Eine Sonderform des Dialekts ist das Ruhrdeutsch, das sich unter Beimischung der Einwanderersprachen erst spät als Kontinuum zwischen dem Westfälischen und Fränkischen entwickelt hat. Der wohl bekannteste Dialekt ist durch den Karneval das Kölsch. Die Sprachen und Dialekte dienen auch heute noch als Quelle der kulturellen Identität der Regionen. Niederländisch gilt in den Gebieten des Niederrheins als Minderheitensprache.

Jüdische Gemeinden in Nordrhein-Westfalen sind nach Vertreibung oder Vernichtung im Dritten Reich kaum noch vertreten. Zustrom erhalten die jüdischen Gemeinden jedoch mittlerweile aus den Zuwanderern aus der ehemaligen UdSSR. Mittlerweile gehören wieder rund 30.000 (unter 0,2% der Gesamtbevölkerung) Nordrhein-Westfalen jüdischen Gemeinden an.

Der hoch industrialisierte und urbanisierte Rhein-Ruhr-Raum zog viele muslimische Migranten an. Die Moscheebauvorhaben sorgen regelmäßig für teils heftig geführte Kontroversen, bundesweites Aufsehen erregte der Fall der repräsentativen Zentralmoschee Köln.

Das bevölkerungsreiche Nordrhein-Westfalen bzw. das Gebiet des heutigen Landes hat natürlich zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht. Nur eine kleine Anzahl kann hier genannt werden.

Politiker Allein vier Bundespräsidenten wurden im späteren Nordrhein-Westfalen geboren: Gustav Heinemann, Heinrich Lübke, Johannes Rau, Walter Scheel. Mit Konrad Adenauer und Gerhard Schröder stammen auch zwei Bundeskanzler aus Nordrhein-Westfalen. Über die Grenzen des Bundeslandes bekannte Politiker sind: Wolfgang Bosbach, Wolfgang Clement, Jürgen W. Möllemann, Franz Müntefering, Ronald Pofalla, Norbert Röttgen, Jürgen Rüttgers, Ulla Schmidt, Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier, Rita Süssmuth, Guido Westerwelle und nicht zuletzt Friedrich Engels.

In Nordrhein-Westfalen sind für alle Schüler drei bis fünf Grundschuljahre (bis zur Klasse 4) vorgesehen. Es schließt sich der Besuch einer Hauptschule, einer Realschule, eines Gymnasiums oder einer Gesamtschule an. Nach dem Regierungswechsel 2005 wurde ein neues Schulgesetz beschlossen, welches eine verpflichtende Empfehlung für den Übergang in eine der weiterführenden Schulen durch die Grundschullehrer vorsieht. Dem Beispiel anderer Bundesländer folgend wurden auch zentrale Abschlussprüfungen an Gymnasien und Gesamtschulen, also das Zentralabitur, eingeführt. Die Regelschulzeit wurde dabei auf zwölf Jahre verkürzt. In allen Schulen wurden wieder Kopfnoten eingeführt.

Nach den vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen herausgegebenen Bildungsreporten betrug der Anteil privater, staatlich genehmigter Lehreinrichtungen im Schuljahr 2005/2006 bei den allgemein bildenden Schulen 5,2 Prozent. 2006/2007 erhöhte sich der Anteil auf 5,3 Prozent.

Noch in den 1950er Jahren gab es in Nordrhein-Westfalen nur wenige Hochschulen oder vergleichbare Bildungseinrichtungen. Traditionsreiche Universitäten bestanden mit der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, der Universität zu Köln, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, die 1818 die Nachfolge der alten Universität in Duisburg antrat, oder der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen. Im Oktober 2007 wurde die RWTH Aachen von einem Gremium aus Vertretern von Politik und Wissenschaft als „Elite“-Universität ausgewählt.

Im Jahre 1907 wurde in Düsseldorf eine medizinische Akademie gegründet, die im Jahre 1965 von der Landesregierung in eine Universität umgewandelt wurde, heute unter dem Namen Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bekannt. In der Landeshauptstadt befindet sich zudem die Kunstakademie Düsseldorf, welche vor allem durch Joseph Beuys, Jörg Immendorff und Markus Lüpertz bekannt wurde.

In vielen Regionen des Landes und insbesondere im Ruhrgebiet, bestanden dagegen kaum höhere Bildungseinrichtungen. Dies änderte sich erst mit der Bildungsexpansion der 1960er und frühen 1970er Jahre. Alleine im Ruhrgebiet bestehen nunmehr sechs Universitäten und neun Hochschulen. Zahlreiche Forschungsinstitute und Technologiezentren machen das Ruhrgebiet zu Europas dichtester Bildungs- und Forschungslandschaft. Hierbei sind die Ingenieur- und Naturwissenschaften besonders stark vertreten. Bei den Drittmitteleinnahmen liegt Nordrhein-Westfalen aufgrund der vielfältigen Hochschullandschaft deutschlandweit auf Platz 1. Die erste Hochschule des Ruhrgebiets, die Ruhr-Universität Bochum, wurde erst 1962 gegründet. Zu den Hochschulen im Ruhrgebiet zählen weiter die Universität Duisburg-Essen, die aus einer Fusion der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und der Universität-Gesamthochschule Essen hervorgegangen ist, die Technische Universität Dortmund, die private Universität Witten/Herdecke, die Fernuniversität in Hagen und die Folkwang Hochschule im Ruhrgebiet mit den Schwerpunkten Musik, Darstellende Künste und (seit 2008) Design. In Westfalen gab es weitere Universitätsneugründungen: die Universität Bielefeld, die Universität Paderborn, die Universität Siegen und die Bergische Universität Wuppertal.

Die Universitäten Bochum, Duisburg-Essen, Hagen, Köln und Münster sind die größten Universitäten des Landes und gehören, gemessen an der vom Statistischen Bundesamt angegebenen Anzahl ordentlicher Studierender im Wintersemester 2006/2007, zu den 10 größten Universitäten in Deutschland. Im Wintersemester 2005/2006 waren insgesamt etwa 470.000 Studenten eingeschrieben. Insgesamt hat das Land inklusive der Fachhochschulen 26 öffentliche Hochschulen, 7 staatliche Kunst- und Musikhochschulen, 22 anerkannt private Hochschulen sowie 4 Fachhochschulen, die nicht der Dienst- und Fachaufsicht des Landes unterliegen.

Zahlreiche Organisationen und Einrichtungen der Wissenschaft haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen, besonders in der Bundesstadt Bonn, dem ehemaligen Regierungssitz. In vielen verschiedenen Wissenschaftsgebieten engagieren sich die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Studienstiftung des deutschen Volkes. Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt verschiedene Institute und auch die Fraunhofer-Gesellschaft ist mit mehreren Einrichtungen vertreten. Das Forschungszentrum Jülich zählt zu den größten Forschungseinrichtungen Europas. Die NRW Graduate Schools werden durch das Land gefördert und sind Einrichtungen der Spitzenforschung innerhalb der bestehenden Universitäten.

Aufgrund der vielfältigen starken Forschungslandschaft liegt Nordrhein-Westfalen in der Zahl der gesamten Drittmitteleinnahmen im bundesweiten Vergleich der Länder auf Platz 1.

Land von Kohle und Stahl war in den 1950er und 1960er Jahren eine durchaus treffende Selbst- und Fremdbeschreibung für Nordrhein-Westfalen. Das montanindustrielle Ruhrgebiet war nach dem Wiederaufbau wieder eine der wichtigsten Industrieregionen Europas und hat zum Wirtschaftswunder nicht nur im Land, sondern in der gesamten Bundesrepublik entscheidend beigetragen. Spätestens seit den 1960er Jahren begannen sich die negativen Seiten dieser industriellen Monostruktur zu zeigen. Immer wiederkehrende Stahl- und Kohlekrisen ließen den montanindustriellen Sektor immer mehr zusammenschmelzen. Dagegen erlebten im produzierenden Sektor die Unternehmen jenseits des Ruhrgebiets insbesondere im Maschinenbau, der metall- und eisenverarbeitenden Industrie einen erheblichen Aufschwung. Der Strukturwandel fiel in Nordrhein-Westfalen regional sehr unterschiedlich aus. Auch wenn immer noch Teile des alten Reviers hohe Arbeitslosenzahlen aufweisen, ist der Strukturwandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft in den industriellen Kernen insgesamt in den letzten Jahrzehnten weit fortgeschritten.

Trotz des Strukturwandels und des jahrelangen unterdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums bildete das Land mit einem BIP von 529,4 Milliarden Euro im Jahr 2007 das wirtschaftsstärkste Land Deutschlands und eine der wichtigsten Wirtschaftszentren der Welt. Das Land erwirtschaftet damit rund 21,8 Prozent (Jahr 2007) der deutschen Wirtschaftsleistung. Dennoch gehört Nordrhein-Westfalen in der Pro-Capita-Betrachtung zu den eher wirtschaftsschwachen Ländern Westdeutschlands. Die Arbeitslosenquote lag im Februar 2009 bei 8,9 %. Dieser Wert liegt 0,3 Prozentpunkte über der bundesdeutschen Arbeitslosenquote und 1,9 Prozentpunkte über der westdeutschen Quote. Die Arbeitslosigkeit ist nach Bremen die zweithöchste aller westdeutschen Länder.

Der historische „Ruhrschnellweg“, die heutige Autobahn A 40, (teilweise auch als B 1 geführt) ist für seinen Beinamen „Ruhrschleichweg“ bekannt, da er eine der Straßen mit dem bundesweit höchsten Verkehrsaufkommen und durch tägliche Verkehrsstaus geprägt ist. Die Autobahn A 445 (Hamm-Arnsberg) soll nach Endausbau des Teilstücks Hamm-Werl die A 2 mit der A 46 verbinden, der fertiggestellte Abschnitt führt von Werl nach Arnsberg.

Die Länge des Straßennetzes beträgt etwa 20.000 Kilometer. Davon sind rund 2.180 km Autobahnen, 5.000 km Bundesstraßen und 12.700 km Landesstraßen. Dazu kommen neben anderen kommunalen Straßen Kreisstraßen mit einer Gesamtlänge von rund 9.800 km.

Wichtigste Knotenbahnhöfe (Bahnhofskategorie 1) des Schienenpersonenfernverkehrs sind Köln Hbf, Dortmund, Düsseldorf und Essen. Bahnhöfe der Kategorie 2 sind: Bielefeld, Bochum, Bonn, Duisburg, Düsseldorf Flughafen, Hagen, Hamm, Köln-Deutz, Köln Flughafen, Münster, Oberhausen, Siegburg/Bonn, Solingen und Wuppertal. Dem Dortmunder Hauptbahnhof ist der große Abstellbahnhof Dortmund Bbf an der Strecke nach Hamm angeschlossen. Als östlichster Punkt des Rhein-Ruhr-Gebietes und als ein wichtiger Schnittpunkt des Nord-Süd- und Ost-Westverkehrs Deutschlands enden und beginnen viele Fernverkehrszüge in Dortmund.

Seit der Regionalisierung des SPNV gehört neben der Planung und Ausgestaltung des Verkehrsangebots die Bestellung der jeweiligen Linien zur Aufgabe der neun nordrhein-westfälischen Zweckverbände. In Nordrhein-Westfalen bestehen derzeit flächendeckend mit allen Eisenbahnverkehrsunternehmen Verkehrsverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten. Neun Eisenbahnverkehrsunternehmen teilen sich den Betrieb auf den Nahverkehrsstrecken. Die tariflichen Barrieren zwischen den verschiedenen Verkehrsverbünden und -gemeinschaften wurden durch den NRW-Tarif abgebaut.

Im Bereich des Güterverkehrs zählt der Bahnhof Hagen-Vorhalle zu den größten Rangierbahnhöfen in Deutschland. Der Umschlagbahnhof Köln Eifeltor in Köln ist (2005) Deutschlands größter Containerumschlagbahnhof für den kombinierten Frachtverkehr Schiene/Straße.

Das wichtigste interkontinentale und nicht nur landesweit bedeutende Drehkreuz ist der Großflughafen Düsseldorf International. Er ist den Passagierzahlen nach der drittgrößte Flughafen Deutschlands, von hier starten jährlich 18 Millionen Menschen mit 75 verschiedenen Fluggesellschaften zu weltweit 175 Zielen in 62 Ländern. Hauptsächlich kontinentale Flüge starten vom Flughafen Köln/Bonn, der auch einer der wichtigsten Frachtflughäfen Deutschlands ist. Weitere Flughäfen mit einigen internationalen Verbindungen existieren in Dortmund mit dem Flughafen Dortmund, am Niederrhein in Weeze (Airport Weeze), in Greven mit dem Flughafen Münster/Osnabrück und in Büren mit dem Flughafen Paderborn/Lippstadt. Daneben gibt es noch kleinere und Regionalflughäfen, darunter den Verkehrslandeplatz Mönchengladbach, den Flughafen Essen/Mülheim und den Siegerlandflughafen.

Das bedeutendste Gewässer in verkehrstechnischer Hinsicht in Nordrhein-Westfalen ist der Rhein. In Teilen des Unterlaufs ist auch die Ruhr schiffbar und spielte als Transportweg für die Montanindustrie des nach ihr benannten Ruhrgebiets eine wichtige Rolle. Durchgängig schiffbar ist auch die Weser sowie in Teilen die Ems.

In Datteln kreuzen sich vier Kanäle, Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal (WDK), Datteln-Hamm-Kanal und Dortmund-Ems-Kanal, die damit den größten europäischen Knotenpunkt für die Binnenschifffahrt bilden. Eine Sehenswürdigkeit ist das Schiffshebewerk Henrichenburg. Der Ruhrschifffahrtskanal verbindet außerdem den Rhein (Duisburger Hafen) mit dem Mülheimer Rhein-Ruhr-Hafen. Der Gesamtumschlag an den Kanälen des Ruhrgebiets beträgt etwa 25 Mio. Tonnen. Über die genannten Schifffahrtskanäle und den im nördlichen Nordrhein-Westfalen verlaufenden Mittellandkanal werden der Rhein, die Weser und in Verlängerung die noch weiter östlich gelegenen Wasserstraßen miteinander verbunden. Sowohl der größte Binnenhafen als auch der größte Kanalhafen Europas befinden sich im Ruhrgebiet. Der Duisburger Hafen „duisport“, der vom Rhein, von der Ruhr und vom Rhein-Herne-Kanal zu erreichen ist, gilt als Verkehrsdrehscheibe der deutschen Binnenschifffahrt. Er hat zusammen mit den privaten Werkshäfen einen jährlichen Umschlag von mehr als 100 Mio. Tonnen. Im Gegensatz dazu hat der Dortmunder Kanalhafen trotz seiner Größe in den vergangenen Jahrzehnten mit dem Rückgang der Stahlerzeugung erheblich an Bedeutung verloren.

Das landesweite Radverkehrsnetz hat eine Gesamtlänge von ca. 13.800 km auf und ist weitgehend einheitlich beschildert. Das Radverkehrsnetz ist inhaltlich in fast 50 Themenrouten gegliedert. Daran anknüpfend ergänzen die kommunalen Radverkehrsnetze diese landesweite Radweginfrastruktur. Einige Kommunen sind dazu in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen organisiert. Münster ist die inoffizielle Fahrradhaupststadt von Deutschland.

Alleine durch die bloße Einwohnerzahl des Landes hat Nordrhein-Westfalen eine Vielzahl Kulturschaffender und kultureller Einrichtungen zu bieten. In Nordrhein-Westfalen leben geschätzte 30.000 Künstler Im Übrigen spiegeln sich auch in der polyzentrischen Kulturlandschaft die ausgeprägten regionalen Unterschiede des Landes in kulturräumlicher Sicht.

Nach einer Erhebung des Instituts für Museumsforschung verfügte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2004 über insgesamt 683 allgemein zugängliche und nicht ausschließlich kommerzielle Museen, darunter 253 Volkskunde- und Heimatkundemuseen, 105 Kunstmuseen, 43 Naturkundemuseen, 113 Naturwissenschaftliche und technische Museen 39 historische und archäologische Museen sowie über 100 kulturgeschichtliche Spezialmuseen. Die 528 Museen, die Besucherstatistiken lieferten, meldeten für 2004 etwa 14,7 Mio. Besucher.

Die bekanntesten Kunstmuseen des Landes sind die Bundeskunsthalle (Bonn), das Kunstmuseum Bonn, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf), das Wallraf-Richartz-Museum (Köln), der museum kunst palast (Düsseldorf), das Museum Folkwang (Essen), das Museum Ludwig (Köln), die Kunsthalle Bielefeld und das MARTa in Herford. Seit dem Ende der 1960er Jahre prägt eine große Anzahl von Galerien die Kulturlandschaft Kölns, das damit zu den wichtigsten internationalen Kunsthandelsplätzen gehört. Außerdem findet in Köln jährlich Kunstmessen Art Cologne und Cologne Fine Art statt. Eine bedeutende Skulpturensammlung ist die Skulpturensammlung Viersen.

Eines der meistbesuchten Museen ist das Haus der Geschichte in Bonn zur Geschichte der Bundesrepublik. Einblick in die Industriegeschichte des Landes Nordrhein-Westfalen vermitteln u. a. das Deutsche Bergbau-Museum Bochum, das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum (Bünde) und das Westfälische Industriemuseum mit 8 Standorten sowie das Rheinische Industriemuseum mit 6 Standorten. Zahlreiche alte Anlagen der Montanindustrie „entlang der Route der Industriekultur“ können mittlerweile besichtigt werden. Herausragend sind der Landschaftspark Duisburg-Nord und die Zeche Zollverein in Essen auf deren Gelände weitere Museen darunter das red dot design museum für Industriedesign untergebracht sind. Die drei Landesteile präsentieren ihre Kultur darüber hinaus jeweils in weiteren Museen. Dazu zählen das Rheinische Landesmuseum Bonn, das Rheinische Freilichtmuseum, das Westfälisches Freilichtmuseum Detmold und Hagen, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (Münster) und das Lippische Landesmuseum (Detmold). Das Heinz Nixdorf MuseumsForum (Paderborn) ist eines der größten Computermuseen der Welt. Die meisten der aufgezählten Einrichtungen in Bonn sind in der Museumsmeile zusammengeschlossen, zu dem noch weitere Museen gezählt werden, u. a. das bekannte Naturkundemuseum Koenig. In Düsseldorf befindet sich das Aquazoo – Löbbecke Museum und im Neandertal vor den Toren der Stadt das Neanderthal Museum, welches die Evolution des Menschen behandelt.

Über die römische Geschichte vornehmlich des Rheinlandes informieren das Westfälisches Römermuseum Haltern, das Römisch-Germanische Museum (Köln) sowie der Archäologische Park Xanten. Das Städtische Gustav-Lübke-Museum Hamm stellt eine der größten altägyptischen Sammlungen Deutschlands aus.

Das Schauspielhaus Bochum ist eine der renommiertesten Bühnen für Sprechtheater in Deutschland. Eines der großen Dreispartenhäuser ist das Theater Dortmund. Das lippische Landestheater Detmold ist ein Dreispartenhaus und die größte Reisebühne Europas. Daneben zählen auch die Opernhäuser in Köln, Essen und in Düsseldorf/Duisburg zu den bekanntesten ihrer Art in Deutschland. Eine der ältesten städtischen Häuser sind die Städtischen Bühnen Münster. Die weiteren Landestheater sind das Rheinisches Landestheater in Neuss, das Westfälische Landestheater in Castrop-Rauxel und das Landestheater Burghofbühne in Dinslaken. Kleinere aber doch sehr populäre Bühnen sind beispielsweise das Düsseldorfer Kom(m)ödchen, Millowitsch-Theater oder das Hänneschen-Theater in Köln. Daneben gibt es auch ungewöhnliche Spielstätten wie die Balver Höhle und die zahlreichen Freilichtbühnen. Dazu zählen die Naturbühne Hohensyburg, die Freilichtbühne Bökendorf oder die Südwestfälische Freilichtbühne Freudenberg. Die Ruhrfestspiele sind die wohl bekanntesten Theaterfestspiele des Landes. Mit der Waldbühne Heessen in Hamm befindet sich auch das besucherstärkste Amateur-Freilichttheater Deutschlands in Nordrhein-Westfalen.

Neben den Balletten an den genannten Opernhäusern gibt es zahlreiche weitere Tanzensembles. Weltbekannt ist Wuppertaler Tanztheater unter Leitung von Pina Bausch. Weiterhin sind zu nennen das Tanzhaus NRW (Düsseldorf) und das Choreographisches Zentrum NRW, das auch das Performing Arts Choreographisches Zentrum (PACT) auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen bespielt. Alle zwei Jahre findet die Internationale Tanzmesse mit Unterstützung des NRW Landesbüro Tanz statt.

Die bekanntesten kommerziellen Musicals des Landes sind Starlight Express in Bochum, Spamalot in Köln und Ich will Spaß im Essener Colosseum Theater.

Die Heimat Ludwig van Beethovens hat drei Landesorchester: die Neue Philharmonie Westfalen, die Philharmonie Südwestfalen und die ostwestfälische Nordwestdeutsche Philharmonie. Daneben gibt es eine große Anzahl freier Ensemble und 15 kommunale Sinfonieorchester. Dazu zählen das Kölner Gürzenich-Orchester, das Beethoven Orchester Bonn und die Dortmunder Philharmoniker. Bekannt sind außerdem die Orchester des WDR (u. a. das WDR Sinfonieorchester Köln, Rundfunkorchester und die WDR Big Band). Große Spielstätten sind die bereits genannten Häuser der großen Schauspielhäuser. Darüber hinaus sind beispielsweise die Tonhalle Düsseldorf, die Kölner Philharmonie, die Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld, die Beethovenhalle (vgl. auch Festspielhaus Beethoven) in Bonn, das Konzerthaus Dortmund und die Philharmonie Essen zu nennen. In der Viersener Festhalle finden jährlich die internationale Jazz Festival Viersen statt, in Bonn das Internationale Beethovenfest, in Moers das Moers Festival und in Witten die Wittener Tage für neue Kammermusik. Bis 2003 fand in Köln die Popkomm statt.

Im ChorVerband NRW sind mehr als 3.000 Chöre mit rund 250.000 Mitgliedern organisiert. Dazu gehört auch der landesweit und international agierende Landesjugendchor NRW. Weitere bekannte Chöre sind der Kölner Männer-Gesang-Verein, Die Westfälischen Nachtigallen, der Kölner Domchor und der Bach-Verein Köln. Auch der WDR hat mit dem WDR Rundfunkchor Köln einen eigenen Chor. In den Karnevals- und Schützenvereinen sind unzählige Musikkorps und Spielmannszüge integriert. Zur Tradition der Bergleute im „Revier“ gehören die zahlreichen Bergmannschöre.

Das Land finanziert vier staatliche Musikhochschulen: die weltbekannte Hochschule für Musik Detmold, Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, Folkwang Hochschule im Ruhrgebiet sowie die Musikhochschule Köln.

Im Bereich der Popmusik im weiteren Sinne zählt der Ballungsraum Rhein-Ruhr neben Berlin, Hamburg und München zu den vier wichtigsten Musikstandorten Deutschlands. Düsseldorf verfügt über eine besonders erfolgreiche und bunte Musikszene. So kommen Die Toten Hosen, die Pioniere elektronischer Musik Kraftwerk, der Volkssänger Heino und Marius Müller-Westernhagen aus der Landeshauptstadt. Die Loveparade fand 2007 das erste Mal im Ruhrgebiet statt. Künstler wie der aus dem Ruhrgebiet stammende Herbert Grönemeyer oder die fest im rheinischen Brauchtum verankerten Willi Ostermann, die Bläck Fööss oder Die Höhner sind wichtige Träger der regionalen Identität der jeweiligen Region.

Mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel an Rhein und Ruhr erfuhr auch die Kulturszene im Kernraum des Landes einen Aufschwung. Das Ruhrgebiet definiert sich nicht mehr ausschließlich über „Kohle und Stahl“. Das Ruhrgebiet bzw. Essen präsentiert sich 2010 unter der Bezeichnung RUHR.2010 als erste nordrhein-westfälische Stadt als Kulturhauptstadt Europas. Das Ruhrgebiet als Kulturregion präsentiert sich daneben regelmäßig auf den Ruhrfestspielen und der RuhrTriennale. Ein bekanntes Literaturfestival ist die Lit.Cologne. Bekannt sind außerdem die Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen.

Die größte Touristenattraktion des Landes und zugleich der Bundesrepublik ist der Kölner Dom mit rund 6 Millionen Besuchern jährlich. Er ist neben dem Aachener Dom, der Zeche und Kokerei Zollverein und den Schlössern Augustusburg und Falkenlust eine der der vier UNESCO-Welterbestätten des Landes.

Bekannte weitere sakrale Bauten neben den Kirchen der größeren Städte sind u. a. der Altenberger Dom und das Kloster Corvey. Die größten und bekanntesten Schlösser in Nordrhein-Westfalen sind u. a. das Westfälische Versailles Schloss Nordkirchen, Schloss Burg, sowie als Bestandteil der Rheinromantik die Burgruine Drachenfels im Siebengebirge. Die beiden größten und wohl bekanntesten Denkmäler sind das Hermannsdenkmal in Lippe und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica. Im Zweiten Weltkrieg waren die in den wirtschaftlichen Zentren des jetzigen Landes gelegenen Städte besonders durch Bombardierungen betroffen. Die historischen Innenstadtbereiche wurden dabei vielfach zerstört. Ausnahmen bilden nur wenige Städte wie Lemgo, Soest, Höxter, Blomberg oder Freudenberg. Die Innenstadt der Münsteraner Innenstadt um den Prinzipalmarkt wurden nach dem Krieg nach historischem Vorbild wiedererrichtet.

Das höchste Hochhaus des Landes ist der Post Tower (162,5 Meter) in Bonn. Er ist rund 5 m höher als der Kölner Dom, der damit das zweithöchste Gebäude des Landes darstellt. Das dritthöchste Gebäude ist der KölnTurm. Das Colonia-Haus in Köln ist das vierthöchste Gebäude des Landes und das höchste Wohnhaus Europas. Höchster Fernmeldeturm ist der Colonius in Köln. Bekannter als dieser ist allerdings der Rheinturm als Wahrzeichen Düsseldorfs.

Insgesamt ist Nordrhein-Westfalen etwa zu 25 Prozent bewaldet. Dies ist nur ein leicht unterdurchschnittlicher Wert im Bundesvergleich. Andererseits erreicht der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche Spitzenwerte für ein deutsches Flächenland. Für den Naturschutz und die Naherholung für die Bewohner insbesondere der dichtbesiedelten Region Rhein-Ruhr weisen die Randregionen des Landes eine bedeutende Rolle auf. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet und Umweltschutzmaßnahmen führten insgesamt zu einer starken Verbesserung der Luft- und Wasserqualität in der Region Rhein-Ruhr. Insgesamt hat Nordrhein-Westfalen Anteil an 14 Naturparks, die teilweise auch aneinander grenzen. Der größte dieser Parks ist der Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge in Ostwestfalen-Lippe. Nimmt man grenzüberschreitende Gebiete dazu ist der Naturpark Hohes Venn – Eifel der größte Naturpark des Landes. Der Nationalpark Eifel wurde im Jahre 2004 geschaffen und ist der erste Nationalpark des Landes. Diskutiert wird die Schaffung eines weiteren Nationalparks im Siebengebirge (anvisiert bis 2010) sowie die Einrichtung eines Nationalparks Senne-Egge. Daneben sind im Land über 2.700 Naturschutzgebiete ausgewiesen. Geschützt sind rund 7 Prozent der Landesfläche (etwa 240.000 Hektar). Das ist der anteilsmäßig gesehen drittgrößte Wert aller Länder. Zu den Natura 2000 Gebieten zählen rund 34.000 km² (rund 8 % der Landesfläche). Das ist ein im Bundesvergleich relativ niedriger Wert.

Einige der bekanntesten Naturdenkmäler sind die Atta-Höhle, die Balver Höhle und die Externsteine bei Horn-Bad Meinberg.

Die Parks in Nordrhein-Westfalen sind ein weiterer Naherholungsraum. Herauszuheben sind die vier regionale Gartenrouten: „Gärten der kulturellen Ereignisse in Ostwestfalen“, „Gartenroute der Münsterländer Schloss- und Parklandschaft“, „Parks und Gärten als Element der Stadtentwicklung“ im Ruhrgebiet und die „Gärten und Parks im Rheinland, Einblicke – Ausblicke: Garten, Architektur, Landschaft“. Viele Parks sind außerdem in Parknetzwerken organisiert. Zu nennen sind das European Garden Heritage Network, die länderübergreifende Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas und das Projekt Garten_Landschaft OstWestfalenLippe. Seit 1984 richtet das Land außerdem regelmäßig Landesgartenschauen aus, die erste fand im Maximilianpark in Hamm statt. Wahrzeichen dieser ersten Landesgartenschau war der größte begehbare Glaselefant der Welt, der vom Künstler Horst Rellecke entworfen, der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Maximilian aufgesetzt wurde. Das Land richtete außerdem bereits neunmal die Bundesgartenschau aus. Bekannte Parks sind u. a. der Grugapark und der Westfalenpark.

In Bezug auf die nordrhein-westfälische Küche ist einmal mehr die Zweiteilung in einen rheinischen und westfälisch-lippischen Teil zu erkennen. Zu der Rheinischen Küche zählen auch die Küchen des Niederrheins und des Bergischen Landes. Die Westfälische Küche und die hierzu zählende Lippische Küche sind im weiteren Sinne ein Teil der norddeutschen Küche. Die Westfälische Küche ist vor allem deftig und Fleisch spielt eine große Rolle. Die Rheinische Küche ist ebenfalls bodenständig, erscheint im Vergleich zur Westfälischen Küche aber etwas raffinierter. Im Südwesten des Landes wird Wein am Rhein angebaut. Ansonsten ist Nordrhein-Westfalen ein „Bierland“. Neben dem vor allem in Westfalen verbreiteten Pils gibt es mit Altbier und Kölsch zwei Biersorten, die vor allem im Rheinland verbreitet sind.

In sportlicher Hinsicht ist die Fußballtradition Nordrhein-Westfalens hervorzuheben. Die bekanntesten nordrhein-westfälischen Fußballvereine sind Alemannia Aachen, Arminia Bielefeld, VfL Bochum, SG Wattenscheid 09, Bonner SC, Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf, MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen, FC Schalke 04, 1. FC Köln, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, Preußen Münster, Rot-Weiß Oberhausen, KFC Uerdingen 05 und Wuppertaler SV Borussia. Die erfolgreichsten Vereine aus Nordrhein-Westfalen im Frauenfußball sind der FCR Duisburg, SG Essen-Schönebeck, SG Wattenscheid 09, FFC Brauweiler Pulheim und FFC Heike Rheine.

Eishockey ist in Nordrhein-Westfalen ebenfalls sehr populär. Die DEG Metro Stars (Düsseldorf), die Kölner Haie, die Krefeld Pinguine, die Iserlohn Roosters und die Füchse Duisburg spielen in der höchsten deutschen Spielklasse, der DEL, die Moskitos Essen in der zweiten Bundesliga. Hinzu kommen diverse Vereine in der Ober- und Regionalliga.

Im Spitzenfeld der Basketball-Bundesliga bewegen sich seit einigen Jahren regelmäßig die Telekom Baskets Bonn und die Köln 99ers. Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen wird ab der Saison 2008/2009 in Düsseldorf als Giants Düsseldorf antreten.

Zu den bekannten Volleyballvereinen gehören evivo Düren, der Moerser SC und der SV Bayer Wuppertal bei den Herren und der USC Münster sowie der TSV Bayer Leverkusen bei den Damen. Ein Mekka des Reitsports bildet der CHIO in Aachen. Ein bedeutendes Reitturnier im Landesteil Westfalen ist das Balve Optimum.

Beliebte Tennisturniere sind der Düsseldorfer World Team Cup und die Gerry Weber Open in Halle (Westfalen). Im Faustball errang die Damen-Mannschaft des TV Voerde den Weltpokal 2001. Borussia Düsseldorf ist der erfolgreichste deutsche Tischtennisverein der letzten Jahrzehnte. Im Badminton spielte der FC Langenfeld recht erfolgreich. Beim Rudern hat der RTHC Bayer Leverkusen mit Stephan Volkert einen mehrmaligen Olympiasieger in seinen Reihen. Beim Hockey sind die Herren des CHTC (Krefeld) sowohl amtierender Hallenhockey-Meister als auch Europacup-Sieger.

Mit dem TV Westfalia 1891 e.V. Hamm stellt NRW auch eine der erfolgreichsten deutschen Faustballmannschaften. Der Verein erreichte fünf deutsche Feld- und 11 deutsche Hallen-Faustballmeisterschaften der Herren, die Damen erreichten eine deutsche Meisterschaft auf dem Feld. In der Viersener Festhalle findet die jährliche Billard-Weltmeisterschaft Dreiband statt. Von den 1950er bis zum Ende der 1970er Jahre dominierte der SC Rote Erde Hamm die Wasserball-Bundesliga und wurde 11 Mal Deutscher Meister und 4 Mal Pokalsieger. Hinzu kamen zahlreiche Vizemeisterschaften seit den 1980er Jahren.

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Source : Wikipedia