Andreas Feininger

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Geschrieben von goldorak 01/05/2009 @ 18:15

Tags : andreas feininger, fotografen, fotografie, kultur

Neueste Nachrichten
Porträt-Fotografie – Teil 3: Die Haut - digitalkamera.de
Allerdings ist es empfehlenswert, dies im Kontext mit einem weiteren Zitat von Andreas Feininger zu sehen: "Bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder unfotogenen Motiven ist es eine Kunst, NICHT auf den Auslöser zu drücken!" (Harm-Diercks Gronewold) Was...
Andreas Feininger in der Kunsthalle Darmstadt (9.6.-30.8.09) - art-in.de
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Das mechanische Notizbuch der Kamera - Morgenweb
So verband Andreas Feininger seine zwei großen Themen der Stadt und der Natur miteinander. Der 1906 geborene Sohn des berühmten Bauhaus-Malers Lyonel Feininger fand in der Fotografie einen eigenen Weg und ist vor allem mit Bildern von New York im...
Schwach werden - Tagesspiegel
Eine Chance für Sammler, die bei Grisebach fotografische Highlights wie die „Brooklyn Bridge“ von Andreas Feininger (1942) für 4000 Euro, ein Küchenstillleben von Gisèle Freund (1938) für 1500 oder eine großartige Abstraktion von Marta Hoepfner für...
Künstler-Radweg auf Usedom eröffnet - Frankfurt-Live.com
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Berliner Kunstauktion Im hellen Licht des Mondes - Frankfurter Allgemeine Zeitung
Schon 36 Jahre alt war Lyonel Feininger, als er zur Ölfarbe griff; bis dahin hatte er als satirischer Zeichner gearbeitet. Einer seiner ersten Versuche ist das „Stilleben“ mit Vasen und Krug von 1907 (80.000/100.000). Vertrauter mit dem Medium...
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Bauhaus-Jubiläum - Mitteldeutsche Zeitung
Dexel sorgte zunächst für die legendären Personalausstellungen von Paul Klee und Lyonel Feininger, von Gerhard Marcks und Oskar Schlemmer. Darüber hinaus aber wollte er sich 1926 eine Villa von Adolf Meyer errichten lassen, was für den früheren...
Lagerkatalog Nr. 114 (Mai 2009) - Kunstmarkt.com
Udo Achterholt, Elvira Bach, Ernst Barlach, Max Beckmann, Falko Behrendt, Werner Buttner, Marc Chagall, Lovis Corinth, Salvador Dali, Heinz Diesel, Otto Dix, Josef Ebnother, Hans Erni, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Gunter Fruhtrunk,...
Christopher Hyland Photos At New Britain Museum Of American Art - Hartford Courant
It includes a few images that are famous in photo art, from an Edward Weston shell to the Andreas Feininger shot, "The Photojournalist," which greets the viewer. There's one Henri Cartier-Bresson and one Herb Ritts that looks like a direct descendant...

Andreas Feininger

Andreas Feininger (* 27. Dezember 1906 in Paris; † 18. Februar 1999 in New York) war Fotograf und Sohn des Malers Lyonel Feininger.

Feininger lebte in seiner Jugend in Paris und Hamburg (1930-1933), wo er in den 1920er und 1930er Jahren erste Fotografien von Stadtansichten aufnahm. Nachdem er zuvor am Bauhaus in Weimar und Dessau als Architekt ausgebildet worden war und mit Le Corbusier und Kurt Elster gearbeitet hatte, fand er in Hamburg eine Anstellung als Zeichner in einem Architekturbüro der Karstadt-Kette, die er allerdings als wenig anregend empfand. Da er der Überzeugung war, dass er die Bauten besser fotografieren konnte als die selbst fotografierenden Architektenkollegen oder gar spezialisierte, aber teure Architekturfotografen, kam er zur Fotografie. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierten die Feiningers, Andreas und seine schwedische Frau, über Paris und Stockholm, wo er seit Sommer 1933 lebte, 1939 in die USA. Dort fand Andreas ab 1943 eine feste Anstellung als Fotoreporter beim legendären Life-Magazin. In New York traf er auch seine Eltern wieder, die ebenfalls vor den Nationalsozialisten geflohen waren.

Feiningers bekannteste Fotos entstanden unter Verwendung von Fachkameras mit Teleobjektiven mit sehr langer Brennweite, die Feininger teilweise selbst baute. Auf diese Weise konnte er großen Abstand von seinen Motiven halten und die tatsächlichen Größenverhältnisse darstellen. Das gelang ihm auf beeindruckende Weise, und viele seiner Fotos, vor allem von seiner neuen Heimatstadt New York City wurden weltberühmt. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten seine durchkomponierten Makroaufnahmen von Naturdetails.

Der Autodidakt Feininger legte später eine Reihe von Lehrbüchern zur fotografischen Komposition und zur Fototechnik vor, die sich zu Standardwerken entwickelten. Wichtigste Voraussetzung für gute Fotos war für ihn das wahrhaftige Interesse des Fotografen an seinem Motiv.

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Großformatkamera

Fotograf mit Großformatkamera (Fachkamera) im Freien

Großformatkameras sind eine Bauform fotografischer Kameras, die nach dem verwendeten Filmformat unterschieden wird; sie nutzen Planfilm, also einzelne Blätter auf einem verhältnismäßig starken Trägermaterial, zur Aufzeichnung von Bildern. Früher wurden fotografische Platten (Glasplatten) verwendet. Auch heute werden noch Glasplatten bei ganz speziellen Aufgaben (Maßhaltigkeit) verwendet. Siehe Fotoapparat. Das Format ist größer als bei Rollfilm. Planfilm wird in Kassetten eingelegt; in speziellen Kassetten kann auch 120er- und 220er-Rollfilm genutzt werden. Üblich sind Formate wie 6 cm × 9 cm (Mittelformat), 9 cm × 12 cm, 13 cm × 18 cm, 18 cm × 24 cm und größer. Verbreitet sind auch nichtmetrische Formate wie 4 Zoll × 5 Zoll (Zoll) oder 8 Zoll × 10 Zoll. Einzelaufnahmen können einzeln entwickelt werden, schnelle Bildserien sind aufgrund der Kamerakonstruktion und Handhabung nicht möglich. Auch im Großformatbereich gewinnen leistungsfähige Digitalrückteile für die Digitalfotografie zunehmend an Bedeutung.

Die Scharfstellung erfolgt durch Veränderung des Abstandes der beiden Standarten voneinander.

Diese Verstellmöglichkeiten setzen Objektive mit einem besonders großen Bildkreis voraus und ermöglichen eine sehr weit reichende Kontrolle über die Perspektive und Schärfentiefe. Die kontrollierte Schärfenebeneneinstellung nach Scheimpflug ist eine Spezialität von Fachkameras.

Wie auch im Mittelformatbereich wird in der Großformatfotografie mit digitalen Kamerarückteilen gearbeitet, die an bereits bestehende Modelle angebracht werden. So werden alte Systeme ergänzt. Die Auflösungen geht hierbei (bei One-Shot-Systemen) bis ca. 11000 Pixel × 7500 Pixel (Stand: Februar 2007). Im Stillleben-Bereich können auch Scan-Rückteile für Fachkameras verwendet werden, die das Bild mehrmals abtasten und so eine höhere Auflösung erzielen. Es gibt zahlreiche Hersteller, die diese digitalen Rückteile anbieten (z. B. Phase-One, Imacon, Leaf, Mamiya, Sinar). Mit der Weiterentwicklung der Digitaltechnik bieten auch immer mehr Hersteller kleinere Modelle ihrer klassischen Fachkameras an. Sie tragen damit der Tatsache Rechnung, dass die Kameras für die relativ kleinen Digital-Sensoren und leistungsfähigeren Filmemulsionen überdimensioniert sind. An ihnen können dann entweder Digital-Rückteile oder Rollfilm-Magazine (bis 6 cm × 9 cm) eingesetzt werden. So genannte „kleine Fachkameras“ haben die gleichen Verstellmöglichkeiten wie ihre großen analogen Vorgänger, sind aber präziser einzustellen und wesentlich handlicher. Hersteller sind z. B. Arca-Swiss, Linhof und Sinar. Dasselbe gilt natürlich auch für die klassischen Fachobjektive. Zwar kann man seine alten Fachobjektive auch mit einem Digital-Rückteil nutzen, in der Praxis erweist sich das jedoch als wenig zufriedenstellend. Die Brennweiten sind für die kleinen Formate viel zu lang (man würde z. B. eine 72-mm-Weitwinkel-Konstruktion als Normal-Objektiv nutzen) und die Qualität so großer Linsenkonstruktionen ist nur mäßig, da sie ihre Formatvorteile und großen Bildkreise gar nicht ausspielen können.

Objektive sind verfügbar im Bereich von etwa 36 mm (für Filmformat 6 × 12 cm; 47 mm für 4 × 5 ") bis 1.200 mm. Durch die verhältnismäßig kleine Aufnahmefläche sind für Digitalrückteile auch schon Weitwinkelobjektive ab 24 mm Brennweite erhältlich (z. B. das Apo-Digitar 24 mm/5.6 XL von Schneider-Kreuznach). Die Fachkameraobjektive sind auf Objektivplatten montiert und dadurch an verschiedenen Kamerasystemen einzusetzen. Man kann dadurch das Objektiv auf eine andere Objektivplatte montieren und sie an einer anderen Kamera einsetzen. Die Montage auf eine neue Platte ist verhältnismäßig günstig. Sie sind auf das jeweilig maximale Filmformat abgestimmt, dass das Aufnahmematerial noch im Luftbild/Bildkreis (bis Durchmesser 50 cm) des Objektivs verschoben werden kann.

Diese Einteilung bezieht sich auf das jeweilige Aufnahmeformat. Beim Bildformat 9 cm × 12 cm sind Objektive von 135 mm oder 150 mm Brennweite als Normalobjektive anzusehen. Objektive mit kürzerer Brennweite haben bei diesem Format einen größeren Bildwinkel, es sind Weitwinkelobjektive. Längere Brennweiten haben einen entsprechend kleineren Bildwinkel.

Außerdem gibt es Teleobjektive. Im Gegensatz zu „normalen“ Linsenkonstruktionen (z. B. Repro-Objektive), deren Auszug (Abstand zwischen Filmebene und Objektivebene) der angegebenen Brennweite des Objektivs entspricht, erfordern Teleobjektive durch eine besondere Linsenkonstruktion einen kürzeren Kameraauszug. Bei den Fachobjektiven wird dieses Konstruktionsmerkmal beim Objektivnamen schon durch den Zusatz „Tele“ verdeutlicht, z. B. Tele-Xenar (Hersteller: Schneider-Kreuznach). Analog dazu arbeitet man im Weitwinkelbereich mit Retrofokus-Konstruktionen, um den Abstand zwischen Film- und Objektivebene zu vergrößern.

Fachobjektive wurden von namhaften Herstellern wie Carl Zeiss, Rodenstock, Voigtländer oder Schneider-Kreuznach gebaut. Auch Nikon stellt Objektive für Großformatkameras her. Heute ist die Produktion stark eingeschränkt, da die großen Aufnahmeformate kaum noch verwendet werden. Der enorme Fortschritt bei der Entwicklung immer feinkörnigerer Filmemulsionen, die auch schon im Mittelformat (45 mm × 60 mm, 60 mm × 60 mm und 60 mm × 90 mm) hervorragenden Detailreichtum zeigen, lässt das klassische Großformat aussterben bzw. als Nische für konventionell arbeitende Fotografen noch bestehen. Dazu kommen die qualitativ sich ständig verbessernden Digitalkameras/Digitalrückteile an Mittelformatkameras und die komfortablen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung.

Die Belichtungszeit bei Aufnahmen mit Großformatobjektiven werden entweder über eingebaute Zentralverschlüsse oder über einen Hinterlinsenverschluss gesteuert. Der Zentralverschluss ist im Objektiv zwischen dem Vorderglied und dem Hinterglied eingebaut. Das bedeutet, dass jedes Objektiv grundsätzlich einen eigenen Verschluss benötigt. Der Hinterlinsenverschluss befindet sich hinter dem Aufnahmeobjektiv an der Kamera. Die entsprechenden Objektive besitzen keinen eigenen Verschluss, sondern in der Regel nur eine Blendenmechanik. Die Verschlüsse für Großformatobjektive werden heute überwiegend vom japanischen Hersteller Copal gebaut.

Schärfe, Farbenreichtum, Tonabstufungen und Detailreichtum von Großformat-Fotografien sind allen kleineren Formaten überlegen; daher ist das Hauptanwendungsgebiet von Großformatkameras wohl auch die von Fachfotografen durchgeführte anspruchsvolle Architektur-, Landschafts- und Industrie- Produktfotografie (im Fotostudio). Die Einstellung ist jedoch oft zeitaufwändig und kompliziert, die Ausrüstung ist sehr schwer und teuer. Es gibt aber auch Großformathandkameras wie z. B. Linhof Technar 45.

Andreas Feininger weist darauf hin, dass die Arbeit mit Großformatkameras im Vergleich mit Kleinbildkameras schwerer und zeitraubender in der Bedienung sei; dennoch erweise sich „als beste Kamera die größte , die unter den betreffenden Aufnahmeumständen gerade noch zufriedenstellend zu handhaben ist“ (2001: 51).

Einer der bekanntesten Fotografen, der Großformatkameras nutzte, war der amerikanische Landschaftsfotograf Ansel Adams.

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Herbert List

Herbert List (* 7. Oktober 1903 in Hamburg; † 4. April 1975 in München) war ein deutscher Fotograf. Er gilt als „moderner Klassiker” und wurde vor allem für seine surreal anmutenden Schwarzweiß-Fotografien bekannt.

1903 in Hamburg geboren, besuchte List von 1912 bis 1920 die Gelehrtenschule des Johanneums (Gymnasium) in Hamburg. 1921 bis 1923 studierte er Literaturgeschichte in Heidelberg und trat 1924 als Lehrling in die väterliche Kaffee-Import Firma List & Heineken in Hamburg ein. Als Kaffeekaufmann bereiste er 1925 bis 1928 Brasilien, Guatemala, Costa Rica, San Salvador und die USA (San Francisco) und wurde 1929 Prokurist in der väterlichen Firma.

Angeregt von Andreas Feininger und unter dem Einfluss von Künstlern wie Giorgio de Chirico, Magritte und Man Ray begann er 1930 selbst zu fotografieren. Nach dem Tod des Vaters 1931 musste List die Geschäftsführung übernehmen, die Fotografie interessierte ihn aber deutlich mehr als das Geschäft. 1935 übergab er die Firma seinem jüngeren Bruder und emigrierte nach Paris um der Verhaftung durch die Gestapo zu entgehen. In Paris fand 1937 auch seine erste Ausstellung in der Galerie du Chasseur d'Images statt. Bei einem Aufenthalt in London 1937 unternahm List erste Versuche mit der Studiofotografie und arbeitete u. a. für die Zeitschriften Verve, Vogue, Harper’s Bazaar und Life.

Er begegnete George Hoyningen-Huene, mit dem er eine Griechenland- und Italienreise unternahm. Die Griechenland-Fotografien aus den Jahren 1937 bis 1941 flossen in den Bildband Licht über Hellas ein.

Die Invasion Deutschlands in Griechenland zwang List 1941 zur Rückkehr nach Deutschland. Er ließ sich in München nieder, hatte dort aber kaum Möglichkeiten zu publizieren. 1944 bis 1945 war er als Soldat in Norwegen und kehrte bei Kriegsende nach München zurück. Bedeutende Fotografien der in Trümmern liegenden Stadt entstehen.

Seine erste Nachkriegsreise nach Paris unternahm List 1948. Er wurde Kunstredakteur bei Heute, einer von den Besatzungsmächten in Deutschland herausgegebenen Zeitschrift. In den darauffolgenden Jahren (bis 1962) bereiste er Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Mexiko und die Karibik und veröffentlichte Fotos und Foto-Essays in Heute, Du, Epoca, Look, Harper’s Bazaar, Flair, Picture Post, Life etc. Außerdem gab er noch mehrere Bildbände heraus. Der Agentur Magnum ist er in dieser Zeit assoziiert, er nimmt aber nur wenige Aufträge an. Im Jahre 1963 publiziert er sein letztes Buch Bildwerke aus Nigeria.

1964 wurde List von der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner mit der David-Octavius-Hill-Medaille ausgezeichnet. Er hatte zahlreiche Ausstellungen in London, Zürich, München, Düsseldorf, Mailand und New York.

Seit Mitte der 1960er Jahre reiste er zwar noch mehrfach nach Italien, Frankreich und Mexiko und baute seine Sammlung italienischer Handzeichnungen des 17. und 18. Jahrhunderts aus, gab das Fotografieren jedoch auf.

1975 starb Herbert List in München. Der Verwalter des fotografischen Nachlasses von Herbert List ist Max Scheler.

In seinen Fotos scheinen die Motive auf einfache, archaische Elemente reduziert. List übte mit seiner Art, die Dinge ins Licht zu setzen, einen großen Einfluss auf die moderne Fotografie aus. List ging es darum, „das Magische der Erscheinung im Bild zu erfassen”, um eine „visionäre Stärke” und weniger um technische Vollkommenheit und er behauptete: „Das Objekt ist nicht objektiv. Es wäre sonst als künstlerisches Medium unbrauchbar”.

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Fotografie

Die älteste noch erhaltene Fotografie von Nicéphore Niépce von 1826

Der Begriff Photographie wurde erstmals (noch vor englischen oder französischen Veröffentlichungen) am 25. Februar 1839 vom Astronomen Johann Heinrich Maedler in der Vossischen Zeitung verwendet. Bis ins 20. Jahrhundert bezeichnete Fotografie alle Bilder, welche rein durch Licht auf einer chemisch behandelten Oberfläche entstehen.

Die Fotografie ist ein Medium, das in sehr verschiedenen Zusammenhängen eingesetzt wird. Fotografische Abbildungen können beispielsweise Gegenstände mit primär künstlerischem (künstlerische Fotografie) oder primär kommerziellem Charakter sein (Industriefotografie, Werbe- und Modefotografie). Die Fotografie kann unter künstlerischen, technischen (Fototechnik), ökonomischen (Fotowirtschaft) und gesellschaftlich-sozialen (Amateur-, Arbeiter- und Dokumentarfotografie) Aspekten betrachtet werden. Des Weiteren werden Fotografien im Journalismus und in der Medizin verwendet.

Die Fotografie ist teilweise ein Gegenstand der Forschung und Lehre in der Kunstgeschichte und der noch jungen Bildwissenschaft. Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit umstritten, wird jedoch seit einigen Jahren zunehmend anerkannt. Einige Forschungsrichtungen ordnen die Fotografie der Medien- oder Kommunikationswissenschaft zu, auch diese Zuordnung ist umstritten.

Die Fotografie unterliegt dem komplexen und vielschichtigen Fotorecht; bei der Nutzung von vorhandenen Fotografien sind die Bildrechte zu beachten.

Die Berufsbezeichnung Fotograf ist in Deutschland als staatlich anerkannter Ausbildungsberuf geschützt. Gemäß § 18 Abs. 2 gehört die Ausübung des Berufs Fotograf als selbständiges Handwerk nach dem Dritten Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und anderer handwerksrechtlicher Vorschriften vom 24. Dezember 2003 zu den zulassungsfreien Handwerken, d. h. in der Regel ohne Meisterbrief, eine Eintragung in die Handwerksrolle ist trotzdem notwendig. Der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf ist nach wie vor, wie die Berufsbezeichnungen Fototechnischer Assistent, Fotolaborant und Fotoingenieur, gesetzlich geschützt. Der Titel staatl. geprüfter Techniker und die akademischen Grade "Diplom...", Bachelor oder Master können nur nach einem absolviertem Fachschul- bzw. (Fach)Hochschulstudium geführt werden.

Während der Begriff „Designer“ von jeher frei genutzt werden konnte, darf die Berufsbezeichnung „Fotodesigner (staatl. gepr.)“ und der akademische Grad „Diplom-Foto-Designer“ nur nach erfolgreich absolvierter Ausbildung geführt werden. Die Berufsbezeichnungen Bildreporter, Bildjournalist, Bildberichterstatter oder Fotoartist sind keine geschützten Berufsbezeichnungen.

Prinzipiell wird mit Hilfe eines optischen Systems, dem Objektiv, fotografiert. Dieses entwirft das von einem Objekt ausgesendete oder reflektierte Licht auf die lichtempfindliche Schicht einer Fotoplatte, eines Films oder auf einen fotoelektrischen Wandler, einen Bildsensor.

Der fotografischen Aufnahme dient eine Fotografische Apparatur (Kamera). Durch Manipulation des optischen Systems (unter anderem die Einstellung der Blende, Scharfstellung, Farbfilterung, die Wahl der Belichtungszeit, der Objektivbrennweite, der Beleuchtung und nicht zuletzt des Aufnahmematerials) stehen dem Fotografen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten offen. Als vielseitigste Fotoapparatbauform hat sich sowohl im Analog- als auch im Digitalbereich die Spiegelreflexkamera durchgesetzt. Für viele Aufgaben werden weiterhin die verschiedensten Spezialkameras benötigt und eingesetzt.

Bei der herkömmlichen Fotografie (Analogfotografie, Silber-Fotografie) ist die lichtempfindliche Schicht auf der Bildebene eine Dispersion (im allgemeinen Sprachgebrauch Emulsion). Sie besteht aus einem Gel, in dem gleichmäßig kleine Körnchen eines Silberhalogenids (zum Beispiel Silberbromid) verteilt sind. Je kleiner diese Körnchen sind, umso weniger lichtempfindlich ist die Schicht (siehe ISO 5800), umso besser ist allerdings die Auflösung („Korn“). Dieser lichtempfindlichen Schicht wird durch einen Träger Stabilität verliehen. Trägermaterialien: Zelluloseacetat, früher Zellulosenitrat (Zelluloid), Kunststofffolien, Metallplatten, Glasplatten, Textilien (siehe Fotoplatte und Film).

Bei der Digitalfotografie besteht das Äquivalent der lichtempfindlichen Schicht aus Chips wie CCD- oder CMOS-Sensoren.

Durch das Entwickeln wird auf chemischem Wege das latente Bild sichtbar gemacht. Beim Fixieren werden die nicht belichteten Silberhalogenid-Körnchen wasserlöslich gemacht und anschließend mit Wasser herausgewaschen, so dass ein Bild bei Tageslicht betrachtet werden kann, ohne dass es nachdunkelt.

Ein weiteres älteres Verfahren ist das Staubverfahren, mit dem sich einbrennbare Bilder auf Glas und Porzellan herstellen lassen.

Ein digitales Bild muss nicht entwickelt werden; es wird elektronisch gespeichert und kann anschließend mit der elektronischen Bildbearbeitung am Computer bearbeitet und bei Bedarf auf Fotopapier ausbelichtet oder beispielsweise mit einem Tintenstrahldrucker ausgedruckt werden.

Als Abzug bezeichnet man das Ergebnis einer Kontaktkopie, einer Vergrößerung, oder einer Ausbelichtung; dabei entsteht in der Regel ein Papierbild. Abzüge können von Filmen (Negativ oder Dia) oder von Dateien gefertigt werden.

Abzüge als Kontaktkopie haben dieselbe Größe wie die Abmessungen des Aufnahmeformats; wird eine Vergrößerung vom Negativ oder Positiv angefertigt, beträgt die Größe des entstehenden Bildes ein Vielfaches der Größe der Vorlage, dabei wird jedoch in der Regel das Seitenverhältnis beibehalten, das bei der klassischen Fotografie bei 1,5 bzw. 3:2 oder in USA 4:5 liegt. Eine Ausnahme davon stellt die Ausschnittvergrößerung dar, deren Seitenverhältnis in der Bühne eines Vergrößerers beliebig festgelegt werden kann; allerdings wird auch die Ausschnittvergrößerung in der Regel auf ein Papierformat mit bestimmten Abmessungen belichtet.

Der Abzug ist die mit Abstand beliebteste Präsentationsform der Amateurfotografie, die in speziellen Kassetten oder Alben gesammelt werden. Bei der Präsentationsform der Diaprojektion arbeitet man in der Regel mit dem Original-Diapositiv, also einem Unikat, während es sich bei Abzügen immer um Kopien handelt.

Der Name Kamera leitet sich vom Vorläufer der Fotografie, der Camera obscura („Dunkle Kammer“) ab, die bereits seit dem 11. Jahrhundert bekannt ist und Ende des 13. Jahrhunderts von Astronomen zur Sonnenbeobachtung eingesetzt wurde. Anstelle einer Linse weist diese Kamera nur ein kleines Loch auf, durch das die Lichtstrahlen auf eine Projektionsfläche fallen, von der das auf dem Kopf stehende, seitenverkehrte Bild abgezeichnet werden kann. In Edinburgh und Greenwich bei London sind begehbare, raumgroße Camerae obscurae eine Touristenattraktion. Auch das Deutsche Filmmuseum hat eine Camera Obscura, in der ein Bild des gegenüberliegenden Mainufers projiziert wird.

Ein Durchbruch ist 1550 die Erfindung der Linse, mit der hellere und gleichzeitig schärfere Bilder erzeugt werden können. 1685: Ablenkspiegel, ein Abbild kann so auf Papier gezeichnet werden.

Siehe auch Laterna magica, Panorama und Diorama. Chemiker wie Humphry Davy begannen bereits, lichtempfindliche Stoffe zu untersuchen und nach Fixiermitteln zu suchen.

Die erste Fotografie wurde 1826 durch Joseph Nicéphore Nièpce im Heliografie-Verfahren angefertigt. 1837 benutzte Louis Jacques Mandé Daguerre ein besseres Verfahren, das auf der Entwicklung der Fotos mit Hilfe von Quecksilber-Dämpfen und anschließender Fixierung in einer heißen Kochsalzlösung oder einer normal temperierten Natriumthiosulfatlösung beruhte. Die auf diese Weise hergestellten Bilder, allesamt Unikate auf versilberten Kupferplatten, wurden als Daguerreotypien bezeichnet. Bereits 1835 erfand der Engländer William Fox Talbot das Negativ-Positiv-Verfahren. Auch heute werden noch manche der historischen Verfahren als Edeldruckverfahren in der Bildenden Kunst und künstlerischen Fotografie verwendet.

Im Jahr 1883 erschien in der bedeutenden Leipziger Wochenzeitschrift Illustrirte Zeitung das erste gerasterte Foto (Autotypie) in einem deutschen Presseorgan.

Fotografien konnten zunächst nur als Unikate hergestellt werden, mit der Einführung des Negativ-Positiv-Verfahrens war eine Vervielfältigung im Kontaktverfahren möglich. Die Größe des fertigen Fotos entsprach in beiden Fällen dem Aufnahmeformat, was sehr große, unhandliche Kameras erforderte. Mit dem Rollfilm und insbesondere der von Oskar Barnack bei Leica entwickelten und 1924 eingeführten Kleinbildkamera, die den herkömmlichen 35-mm-Kinofilm verwendete, entstanden völlig neue Möglichkeiten für eine mobile, schnelle Fotografie. Obwohl, durch das kleine Format bedingt, zusätzliche Geräte zur Vergrößerung erforderlich wurden, und die Bildqualität mit den großen Formaten bei weitem nicht mithalten konnte, setzte sich das Kleinbild in den meisten Bereichen der Fotografie als Standardformat durch.

Die erste CCD (Charge-coupled Device) Still-Video-Kamera wurde 1970 von Bell konstruiert und 1972 meldet Texas Instruments das erste Patent auf eine filmlose Kamera an, welche einen Fernsehbildschirm als Sucher verwendet.

1973 produzierte Fairchild Imaging das erste kommerzielle CCD mit einer Auflösung von 100 × 100 Pixel.

Dieses CCD wurde 1975 in der ersten funktionstüchtigen digitalen Kamera von Kodak benutzt. Entwickelt hat sie der Erfinder Steven Sasson. Diese Kamera wog 3,6 Kilogramm, war größer als ein Toaster und benötigte noch 23 Sekunden, um ein Schwarz-weiß-Bild mit 100x100 Pixeln Auflösung auf eine digitale Magnetbandkassette zu übertragen; um das Bild auf einem Bildschirm sichtbar zu machen, bedurfte es weiterer 23 Sekunden.

1986 stellte Canon mit der RC-701 die erste kommerziell erhältliche Still-Video-Kamera mit magnetischer Aufzeichnung der Bilddaten vor, Minolta präsentierte den Still Video Back SVB-90 für die Minolta 9000; durch Austausch der Rückwand der Kleinbild-Spiegelreflexkamera wurde aus der Minolta 9000 eine digitale Spiegelreflexkamera; gespeichert wurden die Bilddaten auf 2-Zoll-Disketten.

1987 folgten weitere Modelle der RC-Serie von Canon sowie digitale Kameras von Fujifilm (ES-1), Konica (KC-400) und Sony (MVC-A7AF). 1988 folgte Nikon mit der QV-1000C und 1990 sowie 1991 Kodak mit dem DCS-System (Digital Camera System) sowie Rollei mit dem Digital Scan Pack. Ab Anfang der 1990er Jahre kann die Digitalfotografie im kommerziellen Bildproduktionsbereich als eingeführt betrachtet werden.

Die digitale Fotografie revolutionierte die Möglichkeiten der digitalen Kunst, erleichtert insbesondere aber auch Fotomanipulationen.

Auf der Photokina 2006 scheint die Zeit der filmbasierten Kamera endgültig vorbei zu sein. Im Jahr 2007 sind weltweit 91 Prozent aller verkauften Fotokameras digital, die herkömmliche Fotografie auf Filmen schrumpft auf Nischenbereiche zusammen.

Dass diese Auffassung auf der populärwissenschaftlichen Verkürzung verfahrenskonstanter fotografischer Prozesse als künstlerisch invarianten und empirisch-intersubjektiv unanfechtbaren Gegenstandsabbildungen beruht, wird in mehrfacher Weise deutlich: 1. W.J.T. Mitchell schreibt in seinem Werk Bildtheorie: "die Erfindung eines Apparates zum Zwecke der Produktion ... (perspektivischer) Bilder hat ironischerweise die Überzeugung ... verstärkt, dass es sich hierbei um die natürliche Repräsentationsform handele. Offenbar ist etwas natürlich. wenn wir eine Maschine bauen können, die es für uns erledigt." (W.J.T. Mitchell: Bildtheorie, FFM, 2008. S. 63.). 2. Schon in Texten des 19. Jahrhunderts wurde auf den Kunstcharakter der Fotografie hingewiesen, der auf einer ähnlichen Verwendungsweise der Technik wie andere zeitgenössische grafische Verfahren (Aquatinta, Radierung, Lithografie ...) beruht. Damit figuriert Fotografie als künstlerische Technik, mit Hilfe derer ein Fotograf eigene Bildwirklichkeiten erschafft (Kemp, Wolfgang: Theorie der Fotografie. München 2006). 3. Maler des 19. Jahrhunderts benutzten die Fotografie zur Bildfindung und Gestaltung, als künstlerisches Entwurfsinstrument für malerische Werke (Delacroix).

Auch der Fotograf Henri Cartier-Bresson (HCB), selbst als Maler ausgebildet, sah die Fotografie nicht als Kunstform, sondern als Handwerk: „Die Fotografie ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen.“ Gleichzeitig wurden gerade Cartier-Bressons Fotografien sehr früh in Museen und Kunstausstellungen gezeigt, so zum Beispiel in der MoMa-Retrospektive (1947) und der Louvre-Ausstellung (1955). Darüber hinaus nahm er für sich das Bildfindungskonzept des entscheidenden Augenblickes in Anspruch, das ursprünglich von Gotthold Ephraim Lessing dramenpoetologisch ausgearbeitet wurde. Damit bezieht er sich unmittelbar auf ein künstlerisches Verfahren zur Produktion von Kunstwerken. HCB's Argumentation dient also einerseits der poetologischen Nobilitierung, andererseits der handwerklichen Immunisierung gegenüber einer Kritik, die die künstlerische Qualität seiner Werke anzweifeln könnte.

Erstmals trat die Fotografie in Deutschland in der Werkbund-Ausstellung 1929 in Stuttgart in beachtenswertem Umfang mit internationalen Künstlern wie Edward Weston, Imogen Cunningham und Man Ray an die Öffentlichkeit; spätestens seit den MoMA-Ausstellungen von Edward Steichen (The Family of Man, 1955) und John Szarkowski (1960er) ist Fotografie als Kunst von einem breiten Publikum anerkannt, wobei gleichzeitig der Trend zur Gebrauchskunst begann.

Heute ist Fotografie als vollwertige Kunstform akzeptiert: Indikatoren dafür sind die wachsende Anzahl von Museen, Sammlungen und Forschungseinrichtungen für Fotografie, die Zunahme der Professuren für Fotografie sowie nicht zuletzt der gestiegene Wert von Fotografien in Kunstauktionen und Sammlerkreisen. Zahlreiche Gebiete haben sich entwickelt, so die Landschafts-, Akt-, Industrie-, Theaterfotografie und andere mehr, die innerhalb der Fotografie eigene Wirkungsfelder entfaltet haben. Daneben entwickelt sich die künstlerische Fotomontage zu einem der malenden Kunst gleichwertigen Kunstobjekt.

Die Fotografie als Objekt der Kunstwissenschaft wurde geprägt durch herausragende Fotografinnen und Fotografen wie beispielsweise – ohne Wertung quer durch die Zeit- und Stilgeschichte der Fotografie – W. H. Talbot, E. S. Curtis, August Sander, Henri Cartier-Bresson, Paul Wolf, Ansel Adams, vor dem Zweiten Weltkrieg, Otto Steinert, Richard Avedon, Diane Arbus und unzählige andere bis hin zu „Modernen“ wie Helmut Newton, Walter E. Lautenbacher, Thomas Ruff, Jeff Wall, Andreas Gursky und Gerhard Vormwald. Mit jedem dieser berühmten Fotografen ist eine bestimmte Zeit, eine bestimmte Auffassung von Fotografie, ein persönlicher Stil – möglicherweise innerhalb eines bestimmten Fachgebietes der Fotografie – und eine eigene Thematik verbunden.

Einige Fotografen organisierten sich in Künstlergruppen wie f/64 um Edward Weston in den USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts oder arbeiteten zusammen in Foto- oder Bildagenturen wie Magnum Photos oder „Bilderberg – Archiv der Fotografen“, andere arbeiten dagegen bevorzugt alleine.

Oft sind künstlerisch bekannte Fotografen in ihrem „Brotberuf“ eher unauffällig und durchschnittliche „Handwerker“, erst in ihren freien Arbeiten treten sie mit Ausstellungen oder durch Preisverleihungen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Als Beispiel seien der Modefotograf Helmut Newton, der Werbefotograf Reinhart Wolf, der Landschafts- und Architekturfotograf Robert Häusser und der deutsche Eisenbahnfotograf Carl Bellingrodt genannt. Sie wurden mit völlig anderen Sujets als denen ihrer täglichen Arbeit bekannt, nämlich Akt-, Eisenbahn-, Food-, Architektur- sowie mit künstlerisch eigenwilliger Schwarz-weiß-Fotografie.

Die Fotografie ist jedoch keine exklusive Kunstform, sondern wird auch von zahllosen Amateurfotografen betrieben; die Amateurfotografie ist der Motor der Fotowirtschaft und Motivation für die Produktion der allermeisten Bilder, deren Zahl weltweit monatlich in die Milliarden geht.

Die Fotografie wird in zahlreichen Einzeltheorien diskutiert, eine einheitliche und umfassende "Theorie der Fotografie" fehlt bisher. Die gestalterische Gratwanderung zwischen der fotografischen Technik und der gewünschten Bildaussage kennzeichnet die Fotopraxis. Sie hat sich in den vergangenen rund sechzig Jahren differenziert und umfasst zahllose Bereiche.

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Life (Magazin)

Cover des Life Magazines, 1914

Life war der Name von zwei bekannten Magazinen aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

Das erste Life Magazine wurde 1883 von John Ames Mitchell gegründet und wöchentlich von der Life Publishing Company aus Manhattan, New York City, herausgegeben. Es war bekannt für seine Cartoons, Pin-Up-Girls, seinen Humor und seine Theater- und Kinofilmkritiken.

1918 wurde Charles Dana Gibson Präsident des Magazins.

Das bekannteste Life Magazine ist ein Magazin für Fotojournalismus, das Henry Luce 1936 in New York City gründete, nachdem er die Namensrechte an dem vorigen LIFE Magazine erworben hatte. Sein Markenzeichen waren damals neuartige großformatige Fotoreportagen über mehrere Seiten. Fotografen, die für das Life Magazine arbeiteten, waren u. a. Margaret Bourke-White, Horace Bristol, Alfred Eisenstaedt, Andreas Feininger (1943–1962), Carl Mydans, W. Eugene Smith und Tony Vaccaro.

Life wurde bis 1972 wöchentlich herausgegeben, erschien nur unregelmäßig zwischen 1972 und 1978, und wurde als Monatsmagazin im Oktober 1978 neu gestartet. Eine wöchentliche Ausgabe Life in Time of War erschien einen Monat lang während des Kuwaitkrieges.

Im Jahr 2000 wurde das Magazin wieder eingestellt.

Im Jahr 2004 wurde Life sechs Mal im Jahr als Sonderausgabe aufgelegt, oft zusammen mit einem Taschenbuch, das von Life „Megazine“ genannt wird.

Der Niedergang des bekanntesten amerikanischen Reportagemagazins spiegelt den Bedeutungsverlust der Fotoreportage zugunsten der aktuellen Fernsehberichterstattung wider.

2004 gehörte Life zu AOL Time Warner.

Durch eine Kooperation mit Google stehen auch nach dem Ende der Zeitschrift zehn Millionen Bilder im Internet zur Verfügung, berichtet Heise (siehe Weblinks). Google stellt ein eigenes Portal zur Verfügung.

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Magnum (Zeitschrift)

Das großformatige Magazin vereinte Beiträge namhafter Schriftsteller, Politologen und Künstler mit Reportagen wichtiger Fotografen der Zeit. Berichtet wurde aus Bereichen der Politik, des Theaters, des Films, der Fotografie sowie insgesamt zur Kultur der 50er und 60er Jahre. Die Fotos hatten einen hohen Kunst- und Dokumentarwert. Die letzte Nummer #59 erschien im November 1966.

Herausgeber waren Klotilde Gassner; ab Nr. 6 Karl H. Pawek; ab Nr. 29: Alfred Neven DuMont. Chefredakteur war Karel H. Pawek, leitender Fotograf war Franz Hubmann. Erschienen ist magnum Nr. 1 in Wien, Nrn. 2-5 in Wien und Frankfurt am Main, Nrn. 6-12 nur in Frankfurt und ab Nr. 13 von 1957-1966 in Köln bei M. DuMont Schauberg.

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Source : Wikipedia