Andre Agassi

3.4091100801239 (2371)
Geschrieben von goldorak 26/02/2009 @ 16:00

Tags : andre agassi, people

Neueste Nachrichten
Tennis: Graf/Agassi strahlen mit Centre Court um die Wette - FOCUS Online
An der Seite von Ehemann Andre Agassi hat Steffi Graf den neuen Centre Court in Wimbledon eröffnet. Agassi schwärmte von epischen Matches, Graf wollte gar eine Wildcard beantragen. Die blonde Frau auf dem Centre Court in Wimbledon sah aus wie Steffi...
Neues Dach in Wimbledon - NZZ Online
Anlässlich der Zeremonie am Sonntag stand auch eine Mixed-Partie der siebenfachen Wimbledon-Siegerin Steffi Graf (De) zusammen mit ihrem Ehemann Andre Agassi (USA) gegen das belgisch-britische Duo Kim Clijsters/Tim Henman (6:7) auf dem Programm....
Diese Ehen lösen Neidattacken aus - OÖNachrichten
Steffi Graf (39) und Andre Agassi (39) sind das Promipaar, das für sein Liebesglück von vielen Menschen beneidet wird. Danach kommen Helmut und Loki Schmidt und Heidi Klum und Seal. Besonders Frauen finden die Beziehung von Graf und Agassi toll,...
Roger Federer besiegt Rafael Nadal in Madrid - Bieler Tagblatt
Final) und rückte in der Ewigen Rangliste der Masters-1000- Turniere mit nunmehr 15 Titeln auf Rang 2 zu Nadal vor, beide sind noch zwei Einheiten hinter Andre Agassi. Ebenso wichtig war natürlich auch der Fakt, dass ihm Nadal nach achtzehn Monaten und...
Warum Lisicki nicht mit Graf verglichen werden darf - WELT ONLINE
In seinem Trainingscamp in Bradenton wurden Spieler wie Andre Agassi, Monica Seles, Maria Scharapowa oder Jelena Jankovic ausgebildet. Mit WELT ONLINE spricht der 78-Jährige über seine Schützlinge Sabine Lisicki und Tommy Haas....
Bei Steffi und André erblassen wir vor Neid - Blick Online
Steffi Graf und André Agassi sind das Promipaar mit dem größten Neid-Faktor. So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Online-Partnervermittlung ElitePartner.ch. Besonders Frauen finden die Beziehung von den Ex-Tennis-Stars toll....
16.05.2009 | 17:51 | von Florian Asamer (Die Presse) - DiePresse.com
Andre Agassi, gebürtiger Las Vegaser (?), möchte nämlich anders als die meisten seiner prominenten Dauerübersiedlerkollegen in seiner Geburtsstadt wohnen bleiben. Dafür entschuldigt er sich via Zeitung bei seiner Frau, der deutschen Extennisspielerin...
Tourismuskrise am Golf: Dubai schnallt den Gürtel enger - STERN.DE
Die Hochkaräter des Tennis treffen sich bei den Dubai Open und liefern beste PR, wie Roger Federer und André Agassi mit ihrem Schaukampf auf der Heli-Plattform des Burj Al Arab 200 Meter über dem Strand. Mit den zuletzt 7,5 Millionen Touristen im Jahr...
Rafael Nadal: Milchgesicht mit Killerinstinkt - Blick Online
Am Morgen hatte bereits Andre Agassi abgesagt. Aberwährend sich Agassi still und heimlich davon schlich, bestreitet Nadal einen Medienmarathon. Spricht mit Fans. Erklärt, warum er nicht spielen kann. Für Chinesen ist das entscheidend....

Andre Agassi

Andre Agassi Indian Wells 2006.jpg

Andre Kirk Agassi (* 29. April 1970 in Las Vegas, Nevada) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler und Olympiasieger. In seiner 21 Jahre andauernden Karriere gewann Agassi 60 Einzelturniere, darunter insgesamt 8 Grand-Slam-Turniere.

Als einer von fünf Spielern in der Tennisgeschichte konnte Agassi dabei alle vier Grand-Slam-Turniere im Verlauf seiner Karriere mindestens einmal gewinnen. Zudem errang er 1996 die olympische Goldmedaille im Einzel und führte die USA zu drei Daviscup-Siegen. Aufgrund dieser Erfolge gilt Agassi als einer der dominantesten Spieler der 90er und frühen 2000er Jahre. Oftmals wird er auch als einer der besten Tennisspieler aller Zeiten aufgeführt.

Agassi wurde bereits in seinen jungen Jahren von seinem Vater Emmanuel Agassi, der ein berühmter iranischer Boxer armenischer Abstammung war, auf eine spätere Tenniskarriere vorbereitet. So sorgte der zweifache Olympiateilnehmer (1948 und 1952 im Boxen) dafür, dass Agassi schon früh mit Tennislegenden wie Jimmy Connors und Roscoe Tanner trainieren konnte. Mit 13 Jahren wurde Agassi in die Tennisakademie von Nick Bollettieri in Florida aufgenommen. So wurde das junge Tennistalent schon früh in der Öffentlichkeit als kommender Tennisstar bekannt gemacht. Bereits in der Akademie legte sich Agassi ein Rebellenimage zu, durch das er in seinen ersten Profijahren weltbekannt wurde. So wurde er vor allem für seine langen, wilden Haare bekannt und für seine Vorliebe, bunte und schrille Spielbekleidungen bei Turnieren zu tragen. Bereits im Alter von 15 Jahren verließ Agassi 1986 schließlich die Akademie, um der Profitour beizutreten.

Sein erstes Match auf der Profitour konnte Agassi im Februar 1986 gegen den Amerikaner John Austin gewinnen. Im weiteren Saisonverlauf konnte er unter anderem bei einem Turnier in Stratton Mountain das Viertelfinale erreichen. Er beendete seine erste Saison als Profi auf Platz 91 der Weltrangliste. 1987 konnte Agassi zum Abschluss der Saison seinen ersten Profititel in Itaparica in Brasilien gewinnen. Schon zuvor hatte der Amerikaner einige Viertelfinal- und Halbfinal-, sowie eine Endspielteilnahme vorweisen können. So beendete er die Saison auf Platz 25 der Weltrangliste.

In der Saison 1988 gelangen Agassi auch erstmals nennenswerte Erfolge bei wichtigen Turnieren. So konnte er bei den French Open und US Open jeweils das Turnierhalbfinale erreichen und damit den endgültigen Sprung unter die besten Spieler der Welt schaffen. Er beendete das Jahr durch insgesamt sechs Turniersiege auf Platz 3 der Weltrangliste, sorgte mit seinem ausgeprägten Rebellenimage aber weiter für Aufsehen. In der Folge verzichtete er ab der Saison 1988 für drei Jahre auf die Teilnahme am prestigeträchtigen Turnier in Wimbledon. Nach außen kritisierte er die feste Kleiderordnung des traditionsbewussten Turnieres. Es wurde aber auch offen angezweifelt, ob Agassis Spielweise für den schnellen Rasen der British Open überhaupt geeignet wäre.

In der Saison 1989 wurde Agassis Aufstieg an die Spitze des Welttennis' erstmals gebremst. So konnte der Amerikaner erst im Oktober des Jahres seinen ersten Saisontitel gewinnen und scheiterte bei den French Open im gleichen Jahr bereits in der dritten Runde. Bei den US Open spielte sich Agassi dagegen erneut ins Halbfinale vor, wo er wieder Ivan Lendl unterlegen war. In der Weltrangliste rutschte Agassi auf Platz 7 ab. Die Saison 1990 brachte den Amerikaner wieder weiter nach vorne: So konnte er bei den French Open erstmals das Finale bei einem Grand-Slam-Turnier in Paris erreichen. Im Endspiel musste er sich allerdings Andrés Gómez geschlagen geben. Auch bei den US Open spielte sich Agassi ins Endspiel vor, diesmal war er seinem jungen Landsmann Pete Sampras unterlegen. Die Niederlage bildete den Auftakt für die jahrelange medienwirksame Rivalität, die sich Agassi und Sampras auf und neben den Tennisplätzen bieten würden. Zu Saisonende gelangen Agassi noch einmal zwei große Erfolge, der Gewinn des Davis Cup mit der amerikanischen Mannschaft, sowie der Sieg bei der saisonabschließenden Weltmeisterschaft im Finale gegen Stefan Edberg. Diese Erfolge sorgten dafür, dass Agassi die Saison 1990 mit insgesamt vier Titeln auf Platz 4 der Weltrangliste beendete.

In der Saison 1991 musste Agassi seine dritte Niederlage in einem Grand-Slam-Finale hinnehmen: In seinem zweiten French-Open-Finale war er diesmal Jim Courier unterlegen. In der Folge entschied sich Agassi dazu, erstmals seit drei Jahren auch beim Turnier in Wimbledon anzutreten. In traditioneller weißer Spielbekleidung spielte sich Agassi bis in die Viertelfinalphase des Turniers vor. Die zweite Saisonhälfte verlief weniger erfolgreich für den Amerikaner, der dabei im Daviscup-Finale diesmal unterlegen war und auch bei der Weltmeisterschaft im Halbfinale scheiterte. Zwei Saisonsiege reichten nur knapp für das Verbleiben in der Top-Ten der Weltrangliste auf Platz 10.

Die Saison 1992 sollte den endgültigen Durchbruch für den mittlerweile 21-jährigen Agassi bringen. Nach mäßigem ersten Saisondrittel scheiterte Agassi bei den French Open diesmal im Halbfinale an Courier. In Wimbledon dagegen spielte sich Agassi mit Siegen gegen ehemalige Titelträger wie Boris Becker und John McEnroe ins Finale des Turnieres vor. Dort konnte er den Kroaten Goran Ivanisevic in fünf Sätzen für den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere bezwingen. Bei den US Open war Agassi dagegen im Viertelfinale wieder einmal seinem Landsmann Courier unterlegen. Im Dezember gelang Agassi allerdings der zweite Daviscup-Sieg mit der amerikanischen Mannschaft. In der Weltrangliste konnte sich Agassi durch insgesamt drei Saisontitel um einen Platz auf Position 9 zum Saisonende verbessern.

Statt der erwarteten weiteren Steigerung brachte die Saison 1993 für Agassi vor allem Verletzungssorgen und relativ frühe Niederlagen bei den wichtigen Turnieren. So konnte Agassi in diesem Jahr nicht an den French Open teilnehmen und scheiterte in Wimbledon im Viertelfinale an Pete Sampras. Bei den US Open verlor Agassi bereits in der ersten Runde, bevor er sich im Winter einer Handgelenksoperation unterziehen musste. Zwei Saisontitel im Frühjahr sorgten dafür, dass der Amerikaner die Saison noch unter den besten dreißig Spielern auf Platz 24 der Weltrangliste beendete.

Nach einem guten Saisonstart im Jahr 1994 mit seinem ersten Turniersieg seit einem Jahr in Scottsdale und einer Finalteilnahme in Miami musste sich Agassi sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon in der ersten Turnierwoche geschlagen geben. In der Hardcourtsommersaison gelang ihm allerdings ein gelungenes Comeback mit seinem zweiten Saisontitel in Toronto. Bei den US Open trat er dennoch als ungesetzter Spieler an und konnte im Finale des Turnieres den Deutschen Michael Stich bezwingen. Bei seinem zweiten Grand-Slam-Titel war Agassi der erste Spieler, der die US Open als ungesetzter Teilnehmer gewinnen konnte. Seine Saisontitel vier und fünf brachten Agassi zum Saisonende auf Platz 2 der Weltrangliste, seiner bisher höchsten Position in der Wertung.

Die Saison 1995 sollte Agassi noch weiter nach vorne bringen. Für Aufsehen sorgte seine Entscheidung sich sein bisheriges Markenzeichen, die langen Haare, abzurasieren. Zu Beginn des Jahres nahm Agassi erstmals in seiner Karriere an den Australian Open teil und konnte diese auf Anhieb im Finale gegen Pete Sampras gewinnen. Im Verlaufe der Saison erlebte die Rivalität zwischen Agassi und Sampras ihren Höhepunkt. Bei insgesamt 5 Turnierfinals traten die beiden Amerikaner gegeneinander an und Agassi konnte drei dieser Spiele für sich entscheiden. So konnte er im April 1995 erstmals die Tennis-Weltrangliste anführen. Bei den French Open und in Wimbledon musste sich Agassi dagegen zweimal überraschend vor der Finalphase geschlagen geben. Rechtzeitig zur amerikanischen Hardcourtsaison und den US Open nahm das Duell zwischen Agassi und Sampras noch einmal an Intensität zu. Agassi galt als Turnierfavorit beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres, nachdem er seine vier Vorbereitungsturniere auf die amerikanischen Meisterschaften allesamt hatte gewinnen können und mit einer Siegesserie von 20 Spielen bei den US Open antrat. Sampras dagegen hatte nach seinem Turniersieg in Wimbledon nur ein weiteres Turnierfinale erreichen können und dieses gegen Agassi in Montreal verloren. Wie von der Öffentlichkeit erhofft, spielten sich Agassi und Sampras relativ problemlos ins Finale der US Open vor. Einzig Agassi musste in seinem Zweitrundenmatch gegen den Spanier Alex Corretja über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. In einem engen Spiel konnte Sampras schließlich mit 6:4, 6:3, 4:6 und 7:5 triumphieren. Erst im Oktober griff Agassi wieder in das Turniergeschehen ein und verlor im November auch die Weltranglistenspitze wieder an Sampras.

In der Saison 1996 konnte Agassi seinem Landsmann Sampras nicht erneut die erhoffte Konkurrenz bieten. Agassi erreichte im Saisonverlauf zwar bei den Australian Open und US Open das Halbfinale, musste sich in beiden Spielen jedoch Michael Chang geschlagen geben. Mit insgesamt 3 Saisontiteln beendete Agassi die Saison auf Platz 8 der Weltrangliste. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta gelang dem Amerikaner sein größter Saisonerfolg mit dem Gewinn der olympischen Goldmedaille gegen den Spanier Sergi Bruguera.

Die Saison 1997 bildete den Tiefpunkt in der Karriere von Andre Agassi. Nachdem er bei den Australian Open aufgrund einer erneuten Handgelenksverletzung nicht antreten konnte, erreichte er in San Jose das Halbfinale. Es sollte bis zu den US Open im August dauern, dass Agassi wieder drei Matches in Folge gewinnen konnte. Dazwischen lagen insgesamt sieben Erstrundenniederlagen, bei den French Open und in Wimbledon konnte Agassi dagegen nicht antreten. Mehr als sein Auftreten auf dem Tennisplatz sorgte seine turbulente Ehe mit der Schauspielerin Brooke Shields für Aufsehen. Nach einem Achtelfinalaus bei den US Open stürzte Agassi aus den Top-100 der Weltrangliste und musste im November an zwei Turnieren der unterklassigen Challenger-Kategorie teilnehmen, um sich mit einem Turniersieg und einer Finalteilnahme von Platz 141 wieder langsam nach vorne zu arbeiten.

Zur Saison 1998 begann sich Agassi wieder vollständig seiner Tenniskarriere zu widmen. So begann er mit einem konsequenten Fitnessprogramm. Auch sein Verhalten auf dem Platz stellte Agassi nach und nach um und wurde so in den folgenden Jahren zu einem Vorbild für jüngere Spieler. Diese Umstellungen sollten sich relativ schnell auszahlen, bereits im Januar 1998 erreichte Agassi wieder ein Halbfinale auf der ATP-Tour und das Achtelfinale bei den Australian Open. Im Februar in San Jose gelang Agassi wieder ein Turniersieg der höchsten Kategorie. Bei den weiteren drei Grand-Slam-Turnieren blieb Agassi zwar erst einmal erfolglos, aber mit insgesamt fünf Saisontiteln spielte sich der Amerikaner in die Top-Ten der Weltrangliste zurück, wo er die Saison auf Platz 6 beendete.

Die folgende Saison 1999 sollte nicht nur das erfolgreichste Jahr in der Karriere von Andre Agassi werden, er sollte mit seinen Erfolgen in dieser Saison auch Tennisgeschichte schreiben. So gelang Agassi im Juni des Jahres bei seiner dritten Finalteilnahme sein erster Sieg bei den French Open in Paris. Im Endspiel hatte er den Ukrainer Andrei Medwedew nach einem Zweisatzrückstand noch bezwungen. Damit wurde Agassi der erst fünfte Tennisspieler der Geschichte, der alle Grand-Slam-Turniere in seiner Karriere mindestens einmal gewinnen konnte. Doch auch im Anschluss in Wimbledon konnte Agassi das Finale erreichen, wo er dem alten Rivalen Pete Sampras allerdings klar unterlegen war. Zwar eroberte Agassi mit dem Finaleinzug die Weltranglistenspitze, musste diese in der von Sampras dominierten Hardcourtsaison allerdings wieder abgeben. Doch kurz vor Beginn der US Open verletzte sich der klare Turnierfavorit Sampras und Agassi konnte im Finale des Turnieres seinen Landsmann Todd Martin bezwingen. Zum ersten Mal in seiner Karriere gelangen Agassi damit zwei Grand-Slam-Turniersiege im Laufe einer Saison. Nachdem Sampras durch seine Verletzung als Rivale ausgefallen war, konnte Agassi auch die Weltranglistenspitze relativ sicher bis zum Saisonende verteidigen. Bei der abschließenden Weltmeisterschaft war Agassi dagegen Sampras im Finale erneut klar unterlegen. So hatte Agassi die Saison zwar als bester Saisonspieler beendet, in den fünf Duellen gegen Sampras aber vier Niederlagen hinnehmen müssen.

Agassi begann die Saison 2000 so, wie er die vorhergehende abgeschlossen hatte, mit großen Erfolgen. Gleich bei den Australian Open im Januar konnte er im Finale gegen Jewgeni Kafelnikow triumphieren und hatte damit auch vier Grand-Slam-Finals in Folge erreicht, was zuletzt 1969 Rod Laver gelungen war, allerdings nicht auf vier unterschiedlichen Bodenbelägen. In Wimbledon unterlag Agassi dagegen in einem dramatischen Halbfinale dem Australier Patrick Rafter. Zum Jahresende hatte Agassi sogar die Möglichkeit, wieder die Saison auf Platz 1 abzuschließen, doch der Finaleinzug beim Masters-Cup reichte nicht aus. 2001 folgte gleich die Titelverteidigung bei den Australian Open gegen Arnaud Clément. In einer Neuauflage des Spieles vom Vorjahr unterlag Agassi in einem ebenso knappen Halbfinale Patrick Rafter in Wimbledon. In einem sensationellen Viertelfinal-Spiel bei den US Open unterlag er Pete Sampras (7:6, 6:7, 6:7, 6:7), ohne ein einziges Aufschlagspiel abzugeben. Auch 2002 spielte Agassi wieder eine starke Saison, indem er drei Turniere der Masters Series gewann und das Jahr auf dem zweiten Platz der Weltrangliste beendete. Bei den US-Open kam es zum letzten Duell Agassi gegen Sampras, und Sampras hatte am Ende wieder die Oberhand und gewann das Turnier. Ein Jahr später sollte Sampras seine Karriere beenden, ohne jemals ein weiteres Spiel absolviert zu haben. 2003 folgte für Agassi der dritte Sieg in vier Jahren bei den Australian Open, diesmal im Finale gegen den Deutschen Rainer Schüttler. Später im Jahr eroberte Agassi noch einmal Platz 1 der Weltrangliste und hielt diese Position für weitere 13 Wochen. Am Ende reichte es immerhin noch einmal für Platz 4 in der Abschlussrangliste.

Gute Resultate in der Saison 2004 sorgten dafür, dass Agassi nie aus den Top 10 der Weltrangliste fiel, auch wenn die großen Siege langsam der Vergangenheit angehörten. In der Saison 2005 kamen immer wieder neue Gerüchte auf, dass Agassi seine lange und erfolgreiche Karriere nach den US-Open oder zum Jahresende beenden würde, die sich jedoch nicht bestätigten. Nachdem er einen Großteil der Saison durch Verletzungen beeinträchtigt wurde, gelang ihm ein Comeback mit dem 60. Turniersieg seiner Karriere in Los Angeles und einem Finaleinzug in Montreal. Durch diese Erfolge zählte Agassi zum weiteren Favoritenkreis der US Open 2005 und wurde den Erwartungen mit der Finalteilnahme gerecht. Dabei brachte er Roger Federer zwar in Bedrängnis, musste sich aber schließlich mit 3:6, 6:2, 6:7 und 1:6 geschlagen geben. Die Saison beendete Agassi auf Platz 7, nachdem er beim Tennis Masters Cup seine Teilnahme nach einem gespielten Spiel aufgrund einer Verletzung zurückziehen musste. Bei seiner letzten Teilnahme in Wimbledon 2006 erreichte Agassi mit Siegen über Boris Pashanski und Andreas Seppi die dritte Runde. Dort unterlag er dem Spanier Rafael Nadal in drei Sätzen und wurde anschließend vom Publikum gefeiert.

Am 24. Juni 2006 gab Agassi gegenüber der Presse bekannt, dass er seine Karriere nach den diesjährigen US Open beenden wird. Nach hart erkämpften Siegen über Andrei Pavel und Marcos Baghdatis verlor er dort am 3. September 2006 nach 3:03 Stunden in der dritten Runde gegen den deutschen Qualifikanten Benjamin Becker in vier Sätzen (5:7, 7:6, 4:6, 5:7) und beendete daraufhin unter stehenden Ovationen des Publikums und mit Tränen in den Augen seine mehr als zwei Jahrzehnte andauernde Karriere als Tennisprofi.

Agassi spielte zwischen 1988 und 2005 36 Mal im Davis-Cup-Team der USA mit einer Bilanz von 30:6 Siegen.

Im Kader der USA stand er zudem bei den Davis-Cup-Triumphen 1990 und 1992, wobei das Davis-Cup-Team 1992 mit den Spielern Pete Sampras, Jim Courier, Andre Agassi und John McEnroe als das beste aller Zeiten gilt. 2005 musste Agassi vor heimischem Publikum eine bittere Niederlage gegen Ivan Ljubicic hinnehmen, da diese das Erstrunden-Aus der USA gegen Kroatien bedeutete.

Von 1997 bis 1999 war Agassi mit der Schauspielerin Brooke Shields verheiratet. Seit Oktober 2001 ist er mit der ehemaligen deutschen Tennisspielerin Steffi Graf verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder, Jaden Gil (* 26. Oktober 2001) und Jaz Elle (* 3. Oktober 2003).

Zum Seitenanfang



Liste der Sieger der Masters-Turniere im Tennis (Einzel)

Andre Agassi ist mit 17 Erfolgen bei Masters-Turnieren im Einzel der erfolgreichste Athlet.

Die Liste der Sieger der Masters-Turniere im Tennis (Einzel) listet alle Sieger der neun Turniere der Kategorie ATP World Tour Masters 1000 und ihrer Vorgängerserien Championship Series, Single Week (1990-1995), Mercedes-Benz Super 9 (1996-1999), Tennis Masters Series (2000-2003) sowie ATP Masters Series (2004-2008) seit 1990 im Einzel auf. In weiteren Listen sind die einzelnen Spieler und Nationen nach der Zahl ihrer Siege, sowohl insgesamt als auch bei jedem einzelnen Turnier, sortiert. Die Turniere sind im Herrentennis nach den Grand-Slam-Turnieren und den ATP World Tour Finals die bedeutendsten.

Der erfolgreichste Spieler bei den Masters-Turnieren im Einzel ist der Amerikaner Andre Agassi mit insgesamt 17 Erfolgen, der erfolgreichste Aktive mit 14 Titeln der Schweizer Roger Federer. Die erfolgreichste Nation im Einzel sind die Vereinigten Staaten mit 45 Erfolgen.

Die neun Turniere waren in der Geschichte der Serie immer wieder Veränderungen unterworfen. So zog das achte Turnier von Stockholm 1995 nach Essen, ein Jahr später nach Stuttgart und 2002 nach Madrid um. Den bislang größten Umbau in der Turnierserie gab es zur Saison 2009: Hier wurde das Turnier von Madrid durch ein neu geschaffenes Turnier in Shanghai ersetzt und der Wettbewerb in der spanischen Hauptstadt wechselte Austragungstermin und Spielbelag und rückte an die Stelle des Turniers vom Hamburger Rothenbaum.

Die Zahlen in Klammern geben bei mehrfachen Turniergewinnern die zum jeweiligen Zeitpunkt aktuelle Anzahl der Siege an.

Anmerkung: Noch aktive Athleten sind in Fettschrift hervorgehoben. Die Liste ist sortierbar: Durch Anklicken eines Spaltenkopfes wird die Liste nach dieser Spalte sortiert, zweimaliges Anklicken kehrt die Sortierung um.

Die Liste ist sortierbar: Durch Anklicken eines Spaltenkopfes wird die Liste nach dieser Spalte sortiert, zweimaliges Anklicken kehrt die Sortierung um.

Zum Seitenanfang



Marcos Baghdatis

Marcos Baghdatis,  2006

Marcos Baghdatis (griechisch Μάρκος Παγδατής - Márkos Pagdatís; * 17. Juni 1985 in Limassol) ist ein zyprischer Tennisspieler.

Baghdatis zog mit 13 Jahren nach Paris und trainierte dort an einer Tennisakademie. 2003 war er der beste Juniorenspieler der Welt, unter anderem gewann er die Juniorenkonkurrenz der Australian Open und zog ins Finale der US Open und der Australian Open ein.

Im Jahr 2005 erreichte Baghdatis bei den Swiss Indoors in Basel sein erstes Finale bei einem ATP-Turnier und schaffte als erster Vertreter seines Landes den Sprung unter die ersten 100 der Weltrangliste.

Sein bislang größter Erfolg ist das Erreichen des Finales der Australian Open 2006, in deren Verlauf er unter anderen die gesetzten Spieler Andy Roddick (Nummer 2), Ivan Ljubicic (Nummer 7) und David Nalbandian (Nummer 4) besiegte. Das Finale verlor er gegen die Nummer 1 der Weltrangliste, Roger Federer, mit 7:5, 5:7, 0:6, 2:6. Trotz der Finalniederlage machte Baghdatis einen großen Sprung in der Weltrangliste und rangierte erstmals in seiner Karriere unter den besten 30 Spielern der Welt.

Sein wohl bisher spektakulärstes Match bestritt Baghdatis bei den US Open 2006, wo er gegen Andre Agassi um den Einzug in die dritte Runde kämpfte. Agassi hatte vor Beginn der US Open angekündigt, dass er nach diesem Turnier seinen Rücktritt vom professionellen Tennissport erklären würde, was jedes seiner Matches zu seinem potentiell letzten machte. Nachdem Agassi die beiden ersten Sätze gewann, kämpfte sich Baghdatis zurück ins Spiel und gewann die Sätze 3 und 4. Im fünften und entscheidenden Satz – es war unterdessen nach Mitternacht in New York – litt Baghdatis mehr und mehr unter Schmerzen in seinem linken Oberschenkel. Zeitweise humpelte er nur noch – von Krämpfen geplagt – über den Court. Trotzdem konnte er Agassi bis zum Stand von 5:6 Paroli bieten und benötigte nur noch einen Punkt, um sich ins entscheidende Tiebreak zu retten.

Zwei aufeinanderfolgende Doppelfehler drehten jedoch wieder das Blatt, und Agassi gewann nach 3:48 Stunden mit 6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 7:5. Ein weiteres spektakuläres Match lieferte sich Baghdatis mit Djokovic im Viertelfinale von Wimbledon 2007. Dieses Match dauerte ganze 5 Stunden. Baghdatis unterlag schließlich mit 6:7, 6:7, 7:6, 6:4 und 5:7.

Baghdatis ist in seinem Heimatland Zypern ein Volksheld und löste mit seinem Einzug ins Endspiel der Australian Open eine riesige Euphorie und einen wahren Tennisboom aus. Laut einer Umfrage vor den Australian Open war Baghdatis die zweitbekannteste Person in Zypern nach dem damaligen Staatspräsidenten Tassos Papadopoulos. Einzigartig sind auch die Fans von Marcos Baghdatis, die ihn während seiner Spiele lautstark unterstützen, wie es sonst eher bei Fußballspielen üblich ist. Aufgrund seiner riesigen Popularität entschied die zyprische Regierung, Baghdatis den Militärdienst zu erlassen.

Marcos Baghdatis ist der Sohn eines griechisch-orthodoxen Vaters, der aus dem Libanon kommt. Seine Mutter ist eine griechische Zyprerin. Sein Vater, Christos, immigrierte nach Zypern, als er Androula kennenlernte. Zudem besitzen seine Eltern ein Bekleidungsgeschäft in Paramytha, einem kleinen Dorf nahe Limassol. Baghdatis hat drei Geschwister: eine Schwester Zena und zwei ältere Brüder, Marinos und Petros, die ebenfalls im Davis Cup für Zypern spielten. Außerdem ist Baghdatis ein gläubiger Christ, er bekreuzigt sich vor jedem Spiel.

Zum Seitenanfang



Todd Martin

Todd Christopher Martin (* 8. Juli 1970 in Hinsdale, Illinois) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler.

Er wurde 1993 Profitennisspieler und gewann in Coral Springs 1993 sein erstes Tennisturnier. 1994 erreichte er das Finale der Australian Open und unterlag Pete Sampras in drei Sätzen. Im selben Jahr schaffte er es in das Halbfinale von Wimbledon und den US Open und gewann die Titel im Londoner Queens Club und in Memphis.

Mit der amerikanischen Mannschaft gewann Todd Martin durch einen 3:2-Sieg über Russland 1995 den Davis Cup. Ebenfalls 1995 erreichte er das Finale des Grand Slam Cups in München, das er gegen Goran Ivanišević in drei Sätzen verlor.

Sein zweites Grand-Slam-Finale spielte Martin 1999 bei den US Open, verlor aber erneut, diesmal gegen Andre Agassi in fünf Sätzen.

Seine höchste Weltranglistenpostition war Platz 4. Am 30. August 2004 trat Todd Martin vom aktiven Tennissport zurück, nachdem er in der 1. Runde der US Open an Fabrice Santoro 6:4 4:6 4:6 5:7 gescheitert war.

Zum Seitenanfang



Jim Courier

Jim Courier

James Spencer "Jim" Courier, jr. (* 17. August 1970 in Sanford, Florida) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler.

Er erreichte in seiner Karriere drei Mal das Finale der French Open und konnte das Turnier 1991 und 1992 gewinnen. Ebenso gewann der Spezialist für langsame Beläge die Australian Open 1992 und 1993. Bei den anderen Grand Slam-Turnieren in New York und Wimbledon erreichte er zwar jeweils ein Finale (1992 bzw. 1993), konnte aber dort keinen Titel gewinnen. Dazu war er Mitglied des Daviscup-Teams, mit dem er 1992 und 1995 den Titel holte. Nach den Erfolgen führte er zeitweise die Tennisweltrangliste an. Obgleich zu dieser Zeit vor allem Pete Sampras und Andre Agassi auf der Tour groß aufspielten, konnte er die Platzierung im Ganzen 58 Wochen halten.

Sein Markenzeichen war die Baseballkappe, die er bei jedem Match trug. Diese Kappe erinnerte ihn an seinen Kindheitstraum, als er Baseballspieler werden wollte. Die Neigung zum Baseball ist auch bei seiner Rückhandtechnik erkennbar. Er ist Rechtshänder, was seiner Spielweise zugute kam. Ähnlich wie Thomas Muster konnte er über seine Fitness und Kampfkraft viele Spiele entscheiden. Er führte seine Schläge technisch einwandfrei aus, was ihn auch auf Hartplatz zu einem gefährlichen Spieler machte.

Zum Seitenanfang



Roger Federer

Roger Federer bei den US Open 2002

Roger Federer (* 8. August 1981 in Basel) ist ein Schweizer Tennisspieler.

In seiner bisherigen Karriere konnte er 13 Grand-Slam-Turniere im Einzel gewinnen und beendete die Jahre 2004, 2005, 2006 und 2007 an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Der in Münchenstein aufgewachsene Federer gewann bislang 57 Turniere im Einzel sowie acht im Doppel.

Federer ist der einzige Spieler, der dreimal in seiner Karriere drei Grand-Slam-Turniere in einer Saison gewinnen konnte. Dies gelang ihm 2004, 2006 und 2007. Als zweitem Spieler (seit 1922) neben Björn Borg gelang es dem Schweizer, fünf Mal in Folge das Tennisturnier von Wimbledon und als einziger Spieler in der Open Era ebenfalls fünf Mal in Folge die U.S. Open für sich zu entscheiden. Auf Grund seiner Leistungen in den letzten vier Jahren wurde Federer 2005, 2006, 2007 und 2008 jeweils zum Weltsportler des Jahres gewählt. Federer ist dabei der einzige Sportler, dem dies mehr als zweimal gelang.

Bereits zu aktiven Zeiten wird Federer von nahezu allen Experten zu den besten Tennisspielern in der Geschichte dieses Sports gezählt und oftmals auch als bester Spieler aller Zeiten bezeichnet.

Im Unterschied zu vielen anderen Grössen der Tennisgeschichte machte Roger Federer in seinen jungen Jahren als Tennistalent nur recht wenige Schlagzeilen. Wie auch in seiner späteren Profikarriere zeichnete er sich eher durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung aus. Spektakuläre Erfolge in der Jugendzeit folgten erst spät. So gab es keine grossangelegten Reportagen über den jungen Federer, wie es bei anderen Tennistalenten wie Andre Agassi, Martina Hingis oder Steffi Graf der Fall war. Der Schweizer begann im Alter von drei Jahren das Tennisspielen und trat mit acht Jahren dem grösseren Tennisclub TC Old Boys bei. Hier wurde seine Weiterentwicklung massgeblich durch die Trainer Adolf Kacovsky und Peter Carter vorangetrieben. Mit zwölf entschied sich Federer dazu, sich vollkommen auf den Tennissport zu konzentrieren und sein ebenfalls ausgeprägtes Talent im Fussball nicht weiter zu fördern. 1995 folgte der Wechsel ins nationale Trainingscenter der Schweiz in Ecublens. Ab sofort wurde Federer vom Schweizer Verband gefördert und konnte in den Jahren 1995 bis 1997 sieben Schweizer Juniorenmeistertitel erringen. Ab 1997 begann Federer auch vermehrt, an internationalen Turnieren teilzunehmen und konnte im Mai in Prato seinen ersten grösseren internationalen Juniorentitel gewinnen.

Gleichzeitig fiel auch die Entscheidung, die Schule im Alter von 16 Jahren zu verlassen und sich in Zukunft nur noch auf die Tenniskarriere zu konzentrieren. Dies war zu diesem Zeitpunkt durchaus ein Risiko, da sich Federer zwar bereits einen Namen auf der Juniorentour gemacht hatte, aber vom Sport alleine noch nicht leben konnte. Doch 1998 folgte der Durchbruch auf der Juniorentour: Im Januar erreichte er das Halbfinale der Junioren-Australian Open, in Wimbledon folgten der Sieg im Einzel und im Doppel. Diese Erfolge ermöglichten Federer auch erste Turnierteilnahmen auf der Profitour. Sein Debüt auf der ATP Tour gab er im Juli 1998 in Gstaad und konnte bereits im September in Toulouse sein erstes Viertelfinale bei den Profis erreichen. Mit dem Gewinn des Orange Bowl im Dezember, der zugleich sein letztes Juniorenturnier darstellte, sicherte sich Federer zum Jahresende Platz 1 der Juniorenrangliste. Dies war für den Schweizer nicht nur ein grosser Prestigeerfolg, sondern auch ein Sprungbrett für den endgültigen Umstieg zur Profitour.

Der offizielle Status als Junioren-Weltmeister und Junioren-Wimbledonsieger half dem mittlerweile 17-jährigen Federer, auf der Profitour Fuss zu fassen. Er erhielt im Laufe seiner ersten vollständigen Profisaison insgesamt acht Wildcards für ATP-Turniere. So hatte er im Frühjahr sein Ziel, am Ende der Saison unter den 200 besten Spielern der Welt geführt zu werden, übertroffen. Bei seinem Davis-Cup-Debüt gelang Federer ein Sieg im Einzel, womit er Anteil am Weiterkommen seines Landes ins Viertelfinale des Wettbewerbs hatte. Im Sommer nahm Federer erstmals an den Grand-Slam-Turnieren von Roland Garros und Wimbledon teil. Später im Jahr spielte der Schweizer seine Stärke bei Hallenturnieren aus. So konnte er in Wien sein erstes Halbfinale auf der ATP Tour erreichen. Damit schaffte er den Sprung unter die besten 100 Spieler der Tennis-Weltrangliste; die Saison beendete er auf Platz 64.

Nach den Erfolgen im Debütjahr setzte sich Federer für die Saison 2000 eher bescheidene Ziele – die Etablierung unter den besten 50 Spielern der Welt. Weiterhin zeigt sich Federer als Hallenspezialist, auch wenn ihm in dieser Saison erstmals Erfolge bei Freiluftturnieren gelangen. In Marseille erreichte Federer zu Beginn des Jahres sein erstes Finale auf der Profitour, das er gegen seinen älteren Landsmann Marc Rosset verlor. Nachdem der Sprung unter die Top 50 der Welt damit bereits vollzogen war, wurden die Ziele für die Saison auf Platz 25 hochkorrigiert. Im April erklärte Federer die Trennung vom Schweizer Verband und damit auch seinem Coach Peter Carter. Federer begründete den Schritt damit, dass er mittlerweile in der Lage sei, auf eigenen Füssen zu stehen und sich deshalb für den selbstständigen Weg entschieden habe. Als neuen Trainer verpflichtete er den Schweden Peter Lundgren. Der neue Trainer erkannte das Talent, aber auch noch Entwicklungspotenzial in seinem 18-jährigen Schützling.

Die Sommersaison bestritt Federer mit zahlreichen Erstrundenniederlagen, und seine Bilanz bei wichtigen Turnieren blieb damit bescheiden. Dennoch nominierte ihn sein Verband für die Olympischen Spiele in Sydney, wo Federer das Halbfinale erreichte. In beiden Spielen um eine Medaille musste Federer allerdings eine Niederlage hinnehmen. Bei seinem Heimturnier in Basel erreichte Federer ein zweites Finale auf der ATP Tour. Diesmal unterlag er dem Schweden Thomas Enqvist. Mit Platz 29 am Jahresende in der Weltrangliste verpasste er zudem sein ausgegebenes Saisonziel. Im Winter verpflichtete er Pierre Paganini als Fitnesscoach, um auch körperlich den Anforderungen der Weltspitze gerecht zu werden.

Mit der Zielsetzung, in seiner dritten Profisaison seinen ersten Turniersieg zu erzielen und eine Platzierung unter den besten 15 Spielern der Welt einzunehmen, startete Federer in die Saison 2001. Das erste Ziel erfüllte sich im Februar: im dritten Anlauf gewann Federer erstmals ein Turnierfinale in Mailand gegen Julien Boutter. Im Davis Cup hatte Federer mit zwei Einzelsiegen entscheidenden Anteil am Erstrundensieg der Schweiz gegen die USA. Im Viertelfinale des Wettbewerbes gegen Frankreich erklärte Federer, dass er unter Davis-Cup-Coach Jakob Hlasek zukünftig nicht mehr am Davis-Cup teilnehmen werde. Wenige Wochen später wurde der Vertrag mit Hlasek gelöst, was Federers gestiegene Bedeutung im Schweizer Tennis bewies. In der folgenden Sandplatzsaison erreichte Federer seinen ersten Viertelfinaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier. Als Nummer 15 der Welt startete der Schweizer in Wimbledon. Dort traf er im Achtelfinale auf den siebenmaligen Titelträger Pete Sampras. Nach fünf Sätzen stand der 19-jährige Schweizer als Sieger fest und beendete damit Sampras' Serie von 31 Siegen in Folge in Wimbledon. Die folgende Viertelfinalbegegnung gegen den Briten Tim Henman verlor Federer jedoch. Im Turnierverlauf hatte sich Federer eine Leistenverletzung zugezogen, die ihn im Anschluss zu einer siebenwöchigen Pause zwang. Erst zu den US Open im Spätsommer war er wieder fit, wo er im Achtelfinale gegen Andre Agassi verlor. Ein Finaleinzug in Basel während der folgenden Hallensaison reichte nicht aus, um den nach den Ergebnissen der ersten Saisonhälfte möglichen Einzug beim Tennis Masters Cup der besten acht Saisonspieler zu realisieren. Federer beendete die Saison auf Platz 13 der Weltrangliste.

Zu Beginn der Saison 2002 konnte Federer in Sydney seinen zweiten Karrieretitel feiern. Bei den Australian Open unterlag er dagegen im Achtelfinale, genauso wie im Finale von Mailand. Im März erreichte er in Miami sein erstes Finale bei einem Masters-Series Turnier, verlor das Spiel gegen den Amerikaner Andre Agassi aber in vier Sätzen. Wenige Wochen später folgte die zweite Finalteilnahme bei einem Turnier dieser Kategorie in Hamburg. Diesmal konnte Federer das Finale gegen den Russen Marat Safin für sich entscheiden. Als zweitplatzierter Spieler im Champions Race reiste der 20-jährige Federer nach Paris an. Hier scheiterte er überraschend in der ersten Runde an Hicham Arazi. Auch in Wimbledon schied der Schweizer in der ersten Runde aus. Der von den Buchmachern als fünftbester Spieler des Turniers eingestufte Schweizer verlor in drei Sätzen gegen den Kroaten Mario Ancic.

Mittlerweile wurde offen von einer Grand-Slam-Blockade von Federer gesprochen. Der Schweizer (der bereits als zukünftiger mehrfacher Grand-Slam-Sieger gehandelt wurde) schien bei den vier Turnieren der höchsten Kategorie selten in der Lage zu sein, sein bestes Tennis abzurufen. Bis zu den US Open konnte Federer bei vier Turnieren nur ein Spiel gewinnen. Federers Spiel litt unter den Gedanken an den Unfalltod seines ehemaligen Trainers Peter Carter in Südafrika Anfang August 2002. In New York schied Federer erneut im Achtelfinale aus. Dennoch gelang Federer die Qualifikation für den Tennis Masters Cup, da er in der Hallensaison bei fünf Turnieren immer mindestens das Viertelfinale erreichte und seinen vierten Turniersieg in Wien gewann. Dem Schweizer gelang dabei die Qualifikation für das Turnier neben Carlos Moya als einzigem Spieler ohne Grand-Slam-Viertelfinalteilnahme im Saisonverlauf. Federer gewann seine drei Gruppenspiele und erreichte damit das Halbfinale gegen den Weltranglistenersten Lleyton Hewitt. In einem engen Spiel gab Federer einige Möglichkeiten aus der Hand und verlor die Begegnung am Ende im dritten Satz mit 5:7. Er beendete die Saison auf Platz sechs der Weltrangliste.

Als Ziel für die Saison 2003 setzte Federers Trainer Lundgren den Sprung unter die ersten vier Spieler der Weltrangliste an. Zudem gab Federer weiterhin als erklärtes Ziel den Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier aus. Bei der ersten Chance darauf verlor er im Achtelfinale der Australian Open gegen David Nalbandian. Nach fünf Sätzen war er dem Argentinier unterlegen. In den nächsten Monaten erreichte Federer vier Finals auf der Tour und konnte in Marseille, Dubai und München seine ersten Saisontitel gewinnen. In Rom konnte er allerdings auch die Chance auf einen zweiten Masters-Series-Titel nicht nutzen. Im Davis Cup konnte Federer fünf seiner ersten sechs Begegnungen gewinnen und erreichte damit erstmals in seiner Karriere mit der Schweiz das Halbfinale in diesem Wettbewerb. So galt der Weltranglistenfünfte vor den French Open wie im Vorjahr als einer der Turnierfavoriten. Nach einer erneuten Erstrundenniederlage (gegen Luis Horna) bei einem Grand-Slam-Turnier sah sich der Schweizer allerdings dem Spott der Presse ausgesetzt. Die Ursache von Federers Erfolglosigkeit bei grossen Turnieren wurde auf eine mentale Schwäche zurückgeführt.

Nach den French Open begann der Schweizer die Vorbereitung auf das Turnier in Wimbledon bei den Gerry Weber Open in Halle. Dort konnte er seinen vierten Saisontitel gewinnen und damit eine neue persönliche Saisonbestleistung aufstellen. In Wimbledon wurde er von den Buchmachern in diesem Jahr auf Platz 3 gesetzt und erreichte erstmals seit acht Auftritten wieder die Viertelfinalphase bei einem Grand-Slam-Turnier. Nachdem er durch längere Regenunterbrechungen zu Beginn der zweiten Turnierwoche eine Rückenverletzung auskurieren konnte, traf der Schweizer im Halbfinale auf Andy Roddick. In drei Sätzen gelangen Federer 61 Gewinnschläge bei lediglich 12 unerzwungenen Fehlern seinerseits, wodurch er ins erste Grand-Slam-Endspiel seiner Karriere einzog. Der Australier Mark Philippoussis konnte Federer im Endspiel zwar zweimal in einen Tie-Break zwingen, war am Ende aber dennoch unterlegen und Federer konnte seinen ersten Grand-Slam-Titel feiern. Damit hatte sich das Saisonziel des Schweizers erfüllt und auch die spöttische Berichterstattung verstummte.

Nach dem Sieg in Wimbledon war Federer auch in den Kampf um den ersten Platz in der Weltrangliste verwickelt. In den nächsten Wochen vergab er mehrere Möglichkeiten, diese Position zu erreichen. So unterlag er Roddick in Kanada im Halbfinale nach 4:2 Führung im entscheidenden Satz. In Cincinnati und bei den US Open war er dagegen David Nalbandian unterlegen. Auch im Davis-Cup-Halbfinale gegen Australien musste Federer in der vorentscheidenden Partie gegen Lleyton Hewitt die Partie noch nach einer 2-0 Satzführung bei 5:3 Spielstand im dritten Satz abgeben. Damit verpasste die Schweiz den zweiten Finaleinzug im Davis Cup nach 1992. Trotz des sechsten Saisonsieges während der Hallensaison in Wien war die Weltranglistenspitze für Federer in dieser Saison nun nicht mehr erreichbar. Doch beim Masters Cup in Houston konnte Federer seine Saison mit einem Erfolg abschliessen. Der Schweizer gewann wie im Vorjahr seine drei Gruppenspiele und schlug den bereits als Weltranglistenersten feststehenden Roddick im Halbfinale. Im Endspiel besiegte er Andre Agassi in drei Sätzen und gewann seinen ersten Weltmeistertitel. Federer beendete die Saison 2003 auf Platz 2 der Weltrangliste. Für Verblüffung sorgte im Dezember 2003 die Trennung von Trainer Lundgren, die Federer mit Abnutzungserscheinungen und dem Gefühl, etwas Neues zu brauchen, begründete.

In der Öffentlichkeit wurde Federer für die Trennung von seinem Erfolgstrainer kritisiert. Doch trotz Zweifel an seiner Form und keiner überstürzten Suche nach einem neuen Trainer konnte sich Federer bei den Australian Open 2004 ohne Satzverlust bis ins Achtelfinale vorspielen. In jeweils vier Sätzen schlug er nachfolgend mit Hewitt und Nalbandian zwei Spieler, die beide noch positive Spielbilanzen gegen den Schweizer vorweisen konnten. Nach einem Sieg gegen den Weltranglistenzweiten Juan Carlos Ferrero erreichte er das Turnierfinale. Gegner Marat Safin schlug er im Endspiel in drei Sätzen und erreichte damit den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Gleichzeitig eroberte der Schweizer auch die Weltranglistenspitze, die er bis zum 17. August 2008 inne hatte. Bis zu den French Open im Mai gewann er drei weitere Titel, darunter auch die Masters-Series-Turniere in Indian Wells und Hamburg. In Paris unterlag Federer in der dritten Runde allerdings dem dreifachen Titelträger Gustavo Kuerten. Auf den Rasenplätzen von Halle und Wimbledon konnte Federer jedoch das erneute Double gewinnen. Im Finale von Wimbledon konnte Andy Roddick Federer anders als bei der Halbfinalbegegnung im Vorjahr zwar einen Satz abnehmen, aber Federer konnte seinen Titel letztlich verteidigen. In Gstaad und Toronto baute der Schweizer seine Siegesserie auf 23 Spiele aus, bis er in Cincinnati sein Auftaktmatch verlor.

Eine grössere Enttäuschung war für Federer aber die Zweitrundenniederlage bei den Olympischen Spielen in Athen gegen den Tschechen Tomáš Berdych. Der Schweizer war in Athen nicht nur als klarer Medaillenkandidat, sondern auch als Fahnenträger seines Landes bei der Eröffnungsfeier angetreten. Gleichzeitig bildete diese Niederlage aber auch den Startpunkt für eine weitere Siegesserie in den nächsten Wochen. Bei den US Open in New York wurde er nur im Viertelfinale von Andre Agassi über die volle Distanz von fünf Sätzen gezwungen. Im Finale liess er Lleyton Hewitt lediglich sechs Spiele in drei Sätzen auf dem Weg zu seinem dritten Grand-Slam-Titel der Saison. Er war dabei der erste Spieler seit dem Schweden Mats Wilander 1988, dem dieser Erfolg gelang. Die anschliessende Hallensaison musste der Schweizer wegen eines Muskelfaserrisses fast komplett absagen. Rechtzeitig zum Masters Cup war er allerdings wieder fit. Dort erreichte er ungeschlagen das Endspiel und traf erneut auf Hewitt. Den ehemaligen Weltranglistenersten bezwang er zum sechsten Mal in dieser Saison und baute damit seine Position an der Weltspitze weiter aus.

Zur neuen Saison 2005 verpflichtete Federer den Australier Tony Roche als neuen Trainer. Roche, der bereits als Coach von Ivan Lendl und Patrick Rafter Spieler zu mehreren Grand-Slam-Erfolgen geführt hatte, sollte Federer insbesondere bei den wichtigen Turnieren zur Seite stehen. So lag das besondere Augenmerk für diese Saison auf den French Open, die Federer in seiner bisherigen Karriere noch nicht gewinnen konnte. Die Siegesserie, die Federer aus der alten Saison mitbrachte, riss im Halbfinale bei den Australian Open gegen Marat Safin nach mehr als vier Stunden Spielzeit. Es folgten vier Turniersiege in Serie, unter anderem konnte der Schweizer auch erstmals das Double aus den Masters-Turnieren von Indian Wells und Miami gewinnen. Im Endspiel von Miami drehte er dabei noch einen 0-2 Satzrückstand gegen den Spanier Rafael Nadal. Dieser erreichte durch regelmässige Erfolge auf Sandplätzen den zweiten Platz in der Weltrangliste und verkürzte den Abstand auf Federer zunehmend. Nach Federers sechstem Saisontitel in Hamburg kam es in Paris im Halbfinale erneut zur Begegnung Federer-Nadal. Diesmal unterlag der Schweizer nach vier Sätzen. Zwar hatte Federer sein bisher bestes Resultat bei den French Open erreicht, doch er blieb im Saisonverlauf weiter ohne Grand-Slam-Titel.

Tatsächlich war die Niederlage in Frankreich aber der Auftakt zur zu diesem Zeitpunkt längsten Siegesserie seiner Karriere. In Wimbledon gab er auf dem Weg zum Titelhattrick nur einen Satz ab, bei den US Open schlug er Andre Agassi in dessen letzten Grand-Slam-Finale in vier Sätzen. Zum Masters Cup am Ende des Jahres brachte der Schweizer eine Siegesserie von 31 Spielen in Folge mit, die er durch das Erreichen des Turnierfinals auf 35 ausbaute. Hier traf er auf David Nalbandian, gegen den er die letzten vier Begegnungen gewonnen hatte, nachdem die ersten fünf Duelle alle an den Argentinier gegangen waren. Nach zwei Tie-Breaks führte der Weltranglistenerste mit 2-0 in den Sätzen. Doch je länger das Spiel andauerte, desto stärker baute Federer körperlich ab. Obwohl er im letzten Satz einen 0-4 Rückstand noch in eine 6-5 Führung umdrehen konnte, beendete Federer die Partie als Verlierer. Damit brach nicht nur die fünftlängste Siegesserie in der Profigeschichte, sondern auch sein Rekord von 24 Finalsiegen in Folge. Zudem verpasste der Schweizer die Chance die statistisch beste Profisaison von John McEnroe aus der Saison 1984 (82 Siege bei 3 Niederlagen) zu egalisieren. Dennoch beendete Federer die Saison nach der vergebenen Chance auf seinen dritten Masterstitel in Serie auf Platz 1 der Weltrangliste.

Roger Federer begann die Saison 2006 mit zwei Turniersiegen, darunter seinem siebten Grand-Slam-Titel bei den Australian Open. In Dubai unterlag er dagegen im Endspiel erneut dem Spanier Nadal. Dies war das Startsignal für die zahlreichen Duelle, die sich die beiden Spieler in den nächsten Wochen und Monaten liefern würden. Vor Beginn der Sandplatzsaison gelang Federer erneut der Gewinn der Turniere von Indian Wells und Miami. Auf Sand erreichte Federer bei den Masters-Turnieren von Monte Carlo und Rom jeweils das Finale. In beiden Spielen unterlag er aber Nadal, obwohl er in Rom zu Matchbällen kam. In Paris kam es ebenfalls zum Finale zwischen Federer und Nadal. Federer vergab nach Gewinn des ersten Satzes weitere Chancen auf den Titelgewinn und verlor damit zum fünften Mal in Folge gegen Rafael Nadal. Dennoch hatte sich Federer im Verlaufe der Saison als zweitbester Sandplatzspieler der Welt etabliert.

In Wimbledon spielte sich Federer auf dem Weg zum vierten Titel in Folge ohne Satzverlust ins Finale vor. Dort traf er überraschend erneut auf den Weltranglistenzweiten Nadal. Der Spanier war zwar in der Lage, Federer einen Satz abzunehmen, dennoch konnte der Schweizer am Ende seinen insgesamt achten Grand-Slam-Titel in Empfang nehmen. Bei den US Open begann für Federer eine erneute Siegesserie. Zum dritten Mal konnte er Andy Roddick in einem Grand-Slam-Finale besiegen und gewann damit zum zweiten Mal nach 2004 drei Grand-Slam-Titel in einer Saison. Erstmals seit drei Jahren konnte Federer im Anschluss auch verletzungsfrei an der Hallensaison teilnehmen. Mit seinem Turniersieg in Madrid brach der Schweizer den Rekord von Jimmy Connors, der in den 1970er Jahren die Tennis-Weltrangliste insgesamt 160 Wochen ununterbrochen angeführt hatte. Im Endspiel liess er dem Amerikaner James Blake auf dem Weg zu seinem dritten Titel beim Jahresabschlussturnier nur sieben Spiele in drei Sätzen. Federer beendete zudem seine dritte Saison in Folge an der Spitze der Weltrangliste, was zuvor nur Jimmy Connors, John McEnroe, Ivan Lendl und Pete Sampras gelungen war.

In der Saison 2006 fehlte Roger Federer nur der Sieg im Finale der French Open zum Erreichen des wohl grösstmöglichen Erfolges im Tennissport, dem Grand Slam. In der Folge wurde vielfach diskutiert, ob Federer ein Erfolg bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Laufe einer Saison in den nächsten Jahren gelingen würde. Bisher erreichte dies neben dem Amerikaner Don Budge (1938) nur der Australier Rod Laver (1962 und 1969). Laver selbst erklärte im Januar 2006, dass er den Grand Slam-Gewinn durch Federer für möglich halte. Den ersten Schritt in Richtung Grand Slam machte Federer in der Saison 2007 bei den Australian Open, wo er als erster Spieler seit Björn Borg 1980 ein Grand-Slam-Turnier ohne Satzverlust gewinnen konnte. Im Verlaufe der folgenden Sandplatzsaison trennte sich der Schweizer von seinem Trainer Tony Roche, konnte aber seinen Rivalen Nadal in Hamburg erstmals auf Sand bezwingen und beendete dessen Serie von 81 Siegen auf diesem Belag. Dennoch endete die Möglichkeit des Grand Slam-Gewinns erneut bei den French Open, wo Federer sich zwar wieder bis ins Finale vorspielte, aber den Erfolg von Hamburg gegen Nadal nicht wiederholen konnte.

Auch im Wimbledonfinale sollte es, wie im Vorjahr, zum Duell Federer gegen Nadal kommen. In seinem fünften Wimbledonendspiel wurde der Schweizer erstmals über die volle Distanz von fünf Sätzen gezwungen, dennoch konnte er nach Ende des Spiels seinen fünften Turnierpokal in Folge in Empfang nehmen. Damit stellte er den Open-Era-Rekord des Schweden Björn Borg ein. Auch bei den US Open gewann Federer zum wiederholten Male. In drei Sätzen behielt er dort gegen den Serben Novak Đoković die Oberhand. Somit hatte Federer erneut nur im Finale der French Open eine Grand-Slam-Niederlage hinnehmen müssen und damit den Gewinn des Grand Slams, wie schon 2006, knapp verpasst. Bei anderen Turnieren zeigte sich Federer indes schlagbarer. So konnte er erstmals seit 2003 bei weniger als drei Masters-Series-Turnieren gewinnen. Einzig in Hamburg und Cincinnati stand der Schweizer am Ende als Turniersieger fest, in Monte Carlo, Montreal und Madrid unterlag er im Finale, während er bei den anderen vier Masters-Turnieren die Viertelfinal-Phase nicht erreichte. Dennoch verteidigte Federer seine Position an der Weltranglistenspitze über den gesamten Saisonverlauf und beendete nach seinem vierten Triumph beim Tennis Masters Cup die Saison zum vierten Mal in Folge auf dieser Position. Dies war bisher einzig den Amerikanern Pete Sampras (6x), Jimmy Connors (5x) und John McEnroe (4x) gelungen.

Bereits zu Beginn der folgenden Saison 2008 endete die nächste Chance auf den Gewinn des Grand Slam: Federer schied im Halbfinale der Australian Open gegen Novak Đoković aus. Damit riss auch seine Serie von zehn aufeinanderfolgenden Teilnahmen an Grand-Slam-Finals. Nach der Niederlage in Melbourne konnte Federer auch in den folgenden Turnieren bis Ende März keinen Titel einfahren. Damit absolvierte er die ersten drei Monate einer Saison erstmals seit dem Jahr 2000 ohne Turniererfolg. Am 7. März 2008 gab Federer bekannt, seit Dezember des Vorjahres am Pfeiffer-Drüsenfieber erkrankt zu sein. Anfang April gelang dem Schweizer mit dem Sieg in Estoril der erste Turniergewinn im Jahr 2008. Während der Sandplatzsaison erreichte der Schweizer die Finals der Masters-Series-Turniere in Monte Carlo und Hamburg, wo er jeweils Rafael Nadal unterlegen war. Auch bei den French Open schaffte Federer den dritten Finaleinzug in Folge, musste aber die dritte Niederlage in Serie gegen Nadal hinnehmen. Federer gelangen bei der Dreisatz-Niederlage lediglich vier Spielgewinne. Im Anschluss an die Finalniederlage in Paris sicherte sich der Schweizer seinen zweiten Turniersieg des Jahres durch seinen insgesamt fünften Erfolg in Halle. Beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon kam es zur insgesamt sechsten Finalbegegnung zwischen Federer und Nadal bei einem Turnier dieser Kategorie. Nach fast fünf Stunden Spielzeit im längsten Wimbledon-Finale der Geschichte brach Federers Serie von 65 Siegen auf Rasen und fünf Wimbledon-Siegen in Folge. Mit 7-9 im fünften Satz unterlag Federer, der damit erstmals seit sechs Jahren ohne Erfolg bei den ersten drei Grand-Slam-Turnieren des Jahres geblieben war.

Beim Masters Cincinnati schied Roger Federer im Achtelfinale aus, womit feststand, dass der Spanier Nadal Federer nach 237 Wochen an der Spitze der Weltrangliste ablösen würde. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, bei denen der Schweizer wie vier Jahre zuvor Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier war, trat Federer im Einzel sowie im Doppel an der Seite von Stanislas Wawrinka an. Während er im Einzel im Viertelfinale gegen James Blake ausschied, konnte er zusammen mit Wawrinka das Doppelfinale gegen die Schweden Simon Aspelin und Thomas Johansson entscheiden und gewann die Goldmedaille. Bei den US Open gelang Federer nach drei sieglosen Teilnahmen in Folge wieder der Titelgewinn bei einem Grand-Slam-Turnier. Im Finale schlug er den Schotten Andy Murray in drei Sätzen. Damit gewann der Schweizer auch im sechsten Jahr in Folge mindestens ein Turnier der höchsten Kategorie. Einzig Pete Sampras (8), Björn Borg (8) und Richard Sears (7) können in der Geschichte des Sportes längere Serien vorweisen. Mit seinem fünften Sieg in Folge bei den US Open stellte Federer weiterhin den Open-Era-Rekord von Pete Sampras und Jimmy Connors ein. Nach dem Gewinn des dreizehnten Grand-Slam-Titels fehlt dem Schweizer zudem nur noch ein Erfolg bei einem Turnier dieser Kategorie, um den Rekord von Pete Sampras einzustellen.

Während der folgenden Hallensaison gewann Federer seinen vierten Saisontitel beim Turnier in Basel. Beim Masters-Series-Turnier von Madrid verlor er dagegen im Halbfinale gegen Andy Murray. Murray fügte Federer auch seine zweite Niederlage im Verlauf des Tennis Masters Cup zu, so dass der Schweizer bei seiner siebten Teilnahme erstmals in der Gruppenphase des Masters Cups scheiterte. Dennoch reichte Federer ein Sieg in der Gruppenphase um sich den zweiten Platz in der Weltrangliste zum Saisonende zu sichern.

Bei den Australian Open 2009 erreichte Federer das Finale und damit die Möglichkeit in der Partie gegen Rafael Nadal den Grand-Slam-Rekord von Pete Sampras einzustellen. Doch wie schon im Wimbledon-Finale war Federer dem Spanier nach fünf Sätzen und mehr als vier Stunden Spielzeit unterlegen. Im Matchverlauf nutzte Federer nur sechs seiner 19 Breakmöglichkeiten und verpasste damit seinen insgesamt 14. Grand-Slam-Titel.

Roger Federer kann eine Spielbilanz von 35 Siegen zu 11 Niederlagen aus 17 Davis-Cup-Partien vorweisen (25:6 im Einzel und 10:5 im Doppel). Dabei ist er seit 1999 regelmässiges Mitglied der Schweizer Mannschaft und konnte sein Land 2003 ins Halbfinale des Wettbewerbs führen, sowie 1999, 2001 und 2004 ins Viertelfinale. Seit der Saison 2005 konzentrierte sich Federer massgeblich auf seine Einzelkarriere und nahm an den Erstrundenpartien seines Landes in den Jahren 2005-2007 nicht teil, woraufhin die Schweiz jeweils in der ersten Runde scheiterte. Anschliessend nahm Federer allerdings jeweils an der Qualifikationsrunde teil, um den Abstieg seines Landes aus der Weltgruppe des Davis Cups zu verhindern. Während dies 2005 und 2006 gelang, unterlag die Schweiz 2007 in der Relegation, trotz zweier Erfolge Federers im Einzel, gegen die Tschechische Republik mit 2:3 und war damit 2008 erstmals seit 16 Jahren nicht mehr in der Weltgruppe vertreten. Im September 2008 schaffte das Schweizer Team mit Federer und Wawrinka mit einem Sieg gegen Belgien den sofortigen Wiederaufstieg in die Weltgruppe.

Mit 34 Siegen liegt Federer in der ewigen Rangliste seines Landes auf Platz 4 hinter Jakob Hlasek (49), Marc Rosset (37) und Heinz Günthardt (36). Allerdings ist seine Gewinnquote die mit Abstand erfolgreichste der Spieler mit mehr als 20 Einsätzen.

Unmittelbar nach dem Tennis Masters Cup trat Federer am 21. November 2006 in einem Schaukampf in Seoul gegen Rafael Nadal an. Dabei konnte sich Federer mit 6:3, 3:6 und 6:3 gegen den Mallorquiner durchsetzen.

Im Mai 2007 traf Federer in Palma de Mallorca im „Battle of Surfaces“ erneut auf Rafael Nadal. Vor 7000 Zuschauern duellierten sich die beiden auf einem Platz mit unterschiedlichen Belägen. Auf einer Netzseite der Lieblingscourt des Schweizers, Rasen, auf der anderen der von Nadal bevorzugte Sand. In der ausverkauften Palma-Arena siegte der Lokalmatador 7:5, 4:6 und 7:6 (12:10).

Eine viel beachtete Schaukampfserie bestritt Federer im November 2007, als er in drei Exhibitions gegen Pete Sampras antrat. Gewann der aktuelle Weltranglistenzweite die Auftaktpartie in Seoul noch mühelos mit 6:3 und 6:4, leistete der Amerikaner bei Aufeinandertreffen Nummer zwei in Kuala Lumpur mehr Widerstand und zwang Federer zwei Mal in den Tie-Break. Der setzte sich mit 7:6 (8:6) und 7:6 (7:5) durch. Erst im letzten Duell in Macao verlor der Schweizer gegen den zehn Jahre älteren Sampras mit 6:7 (8:10) und 4:6.

Am 10. März 2008 bezwang Federer bei einem erneuten Aufeinandertreffen mit Sampras den Amerikaner in drei Sätzen mit 6:3, 6:7 (4:7) und 7:6 (8:6). Die Partie wurde vor 19.000 Zuschauern im New Yorker Madison Square Garden ausgetragen.

Federer nahm am 18. November 2008 an dem Showdown of Champions teil. Im ersten Spiel besiegte er James Blake 7:6. Im anschliessenden Doppel verlor er mit Björn Borg gegen John McEnroe und James Blake 5:7.

Roger Federer gilt als der vielseitigste Spieler im heutigen Tennis und auch als einer der besten Allrounder in der Geschichte des Profitennis. So wurde der Schweizer vom amerikanischen Tennis Magazine 2007 anlässlich einer Auflistung der besten Spieler in bestimmten Bereichen des Tennisspiels in insgesamt sieben von elf Kategorien zu den besten Spielern der heutigen Tennisgeneration gezählt. In vier Bereichen wurde er darüber hinaus zu den besten Spielern in der Tennisgeschichte gezählt. Dieses vielseitige und variantenreiche Spiel macht es Federer nicht nur möglich, auf den diversen unterschiedlichen Platzbelägen erfolgreich zu sein, sondern ermöglichte es ihm auch zum dominierenden Spieler seiner Generation zu werden. So setzte sich sein Allroundspiel gegen eher einseitig veranlagte Spielertypen seiner Generation wie Andy Roddick (Aufschlag) oder auch Lleyton Hewitt (Beinarbeit und Returnspiel) durch. Zu erwähnen ist allerdings auch, dass die kontinuierliche Vereinheitlichung der Platzbeläge einen entscheidenden Vorteil für die Spielweise von Allroundspielern bietet.

In der Grundanlage gehört Federer zum im heutigen Profitennis vorherrschenden Spielertyp, der im Wesentlichen von der Grundlinie des Platzes agiert. Zwar hat Federer gerade in den Jahren unter seinem Trainer Tony Roche auch an seinem Netzspiel gearbeitet, dennoch erzielt er den Großteil seiner Punktgewinne durch Schläge von der Grundlinie. Als spektakulärster und dabei auch erfolgreichster Schlag in Federers Spiel gilt die Vorhand, die vom Tennis Magazine als beste Vorhand in der Geschichte des Sportes bezeichnet wird. Wegen ihrer Schnelligkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit setzt Federer seine Vorhand meist ein, um einen Ballwechsel direkt zu beenden oder den Gegner zu einem entscheidenden Fehler zu zwingen. Im Vergleich zum Vorhandschlag wird die Rückhand von Federer als schwächere Seite angesehen. Seine Rückhand setzt Federer massgeblich zur Vorbereitung eines Gewinnschlages ein. So arbeitet Federer speziell bei Returnspielen häufig mit dem Rückhandslice, um den Gegner in eine defensive Situation zu zwingen. Federer zum Spiel mit der Rückhand zu zwingen, gilt als eine der bewährtesten Taktiken, um den Schweizer zu besiegen. Hochabspringende Schläge auf die Rückhand waren dementsprechend auch einer von fünf möglichen Wegen um Federer zu schlagen, die das Time Magazine im Jahr 2007 nach Interviews mit diversen Tennisexperten und Spielern vorschlug.

Obwohl die starke Vorhand von Federer in Beschreibungen seines Spielstils meist den größten Raum einnimmt, gilt sein Defensivspiel und speziell seine Beinarbeit und Bewegung auf dem Platz als wichtigster Faktor für seinen Erfolg. So bezeichnete das Tennis Magazine ebenfalls die Beinarbeit von Federer als beste in der Geschichte des Sportes. Als entscheidende Person für die Entwicklung der Bewegungsabläufe von Federer auf dem Tennisplatz gilt der Konditionstrainer Pierre Paganini, mit dem der Schweizer seit Ende der Saison 2000 zusammenarbeitet. Paganini trainiert mit Federer massgeblich in den Bereichen Athletik, Beinarbeit und Krafttraining. Die gezielte Arbeit in diesen Bereichen ermöglicht Federer besondere Schnelligkeit auf kurzen Laufwegen, so dass er gegnerische Schläge schneller als die meisten anderen Spieler erlaufen und mit wesentlich überlegteren Rückschlägen erwidern kann. Dies öffnet dem Schweizer die Möglichkeit, aus teilweise sehr starker Bedrängnis wieder selbst die Offensive zu ergreifen oder auch direkte Punktgewinne zu erzielen.

Andere Bereiche im Spiel von Roger Federer werden in den meisten Analysen eher nebensächlich erwähnt. So gilt der Aufschlag des Schweizers nicht als eine seiner grössten Stärken, jedoch besitzt Federer einen der variabelsten Aufschläge auf der ATP Tour. Tatsächlich schlägt Federer deutlich weniger Asse und Service Winner als die besten Aufschläger im heutigen Tennis. Dennoch konnte Federer gerade in diesem Bereich eine deutliche Verbesserung in den letzten Jahren aufweisen. So steigerte er seine durchschnittliche Anzahl an Assen pro Spiel in den letzten Jahren kontinuierlich. Zudem lag Federer in den Jahren 2005-2007 mit rund 77 % an gewonnenen Punkten bei ersten Aufschlägen unter den besten zehn Spielern in dieser Statistik.

Wie bereits in den Einleitungsätzen des Abschnittes erwähnt, hat das Netzspiel in den letzten Jahren im Welttennis deutlich an Bedeutung verloren. Dennoch nutzt Federer das Spiel am Netz nicht nur regelmässig auf schnellen Belägen, um gute Aufschläge direkt zu verwerten, sondern des öfteren auch auf langsamen Belägen, wie Sand, um laufintensive Grundlinienduelle abzukürzen. Gerade im historischen Vergleich gilt Federer aber nicht als einer der besten Volleyspieler. Das Tennis Magazine nannte Federer zwar bei den besten aktuellen Spielern in diesem Bereich, gerade bei seinen zahlreichen Sandplatzduellen gegen Rafael Nadal wurde Federer am Netz aber regelmässig vom Spanier passiert. Auch die typischen Sandplatzdisziplinen wie Stop- oder Lobbälle gehören nicht zum häufig frequentierten Schlagrepertoire des Schweizers.

Neben der reinen Ebene der Spielfähigkeiten ist auch der mentale Bereich, gerade bei Grand-Slam-Turnieren, ein entscheidender Faktor im Tennissport. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Federer, der in jungen Jahren als sehr lautstarker und hitzköpfiger Spieler galt, sein Auftreten auf dem Platz schon früh in seiner Profikarriere stark gewandelt hat. Selbst in engen Spielsituationen zeigt Federer selten Emotionen und erlaubt seinen Kontrahenten so kaum eine Einschätzung seiner tatsächlichen Verfassung. Zudem ist Federer bekannt dafür in entscheidenden Situationen sein bestes Tennis abzurufen. Belege dafür sind seine starke Tie-Break-Bilanz (hinter Novak Đoković liegt Federer mit rund 65% gewonnener Tie-Breaks auf Platz 2 der Statistik der Spieler mit mehr als 100 absolvierten Tie-Breaks) und die Prozentzahl an abgewehrten Breakchancen (hier lag Federer in der Saison 2006 mit 70% auf Platz 1 der ATP-Spieler).

Alle diese Spielfähigkeiten von Federer, gepaart mit seiner nahezu beispiellosen Erfolgsquote in den letzten Jahren, haben dazu geführt, dass zahlreiche Spieler ihre Partien gegen Federer schon vor der eigentlichen Austragung als verloren abhaken. Dies ist eine Beobachtung, die auch das Time Magazine im Artikel über die Wege um Federer zu schlagen thematisierte. So meint David Nalbandian, der insgesamt 8 Duelle gegen Federer für sich entscheiden konnte, dass viele Spieler bessere Chancen gegen Federer hätten, wenn sie mit einer anderen Motivation in die Spiele gegen den ehemaligen Weltranglistenersten gehen würden.

Roger Federer, der Sohn eines Schweizers und einer Südafrikanerin, wuchs in Münchenstein auf, einem Vorort von Basel. Mit der Herkunft seiner Mutter hänge gemäss Federer auch die englische Aussprache seines Vornamens zusammen, die damit nicht der in der Schweiz sonst üblichen französischen Aussprachsvariante entspricht. Federer spricht drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Französisch) fliessend und kann deshalb in Pressekonferenzen und Interviews problemlos zwischen den einzelnen Sprachen wechseln.

Partnerin ist seine Landsfrau Miroslava (Mirka) Vavrinec, eine ehemalige Profi-Tennisspielerin, die ihre Karriere 2002 wegen einer Fussverletzung beenden musste. Die beiden lernten sich am Rande der Olympischen Spiele 2000 in Sydney kennen.

Roger Federer liess sich aus medizinischen Gründen militärdienstuntauglich erklären. Dies führte zu einigen Diskussionen in der Schweizer Öffentlichkeit, da in der Schweiz immer noch eine Mehrheit der Männer eines Jahrganges (2006: 65 %) militärdiensttauglich ist.

Im Dezember 2003 gründete Federer eine Stiftung, die Hilfsprojekte für Kinder finanziell unterstützt, hauptsächlich in Südafrika, dem Heimatland seiner Mutter. Zudem war Federer auch sehr stark in die Tsunami-Hilfsprojekte nach der Katastrophe im Dezember 2004 involviert und spielte eine Reihe von Benefiz-Turnieren zur Unterstützung der Betroffenen. Im April 2006 wurde Roger Federer als erster Schweizer zum UNICEF-Botschafter ernannt. Wegen dieses ehrenamtlichen Engagements wurde er 2006 von Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet.

Federer interessiert sich auch sehr für den lokalen Fussball; er ist Fan des FC Basel und der Schweizer Nationalmannschaft. Er wohnt in der Gemeinde Wollerau, Kanton Schwyz.

In seiner bisherigen Karriere hat Federer eine Reihe von Auszeichnungen erhalten, unter anderem wurde er von der ATP zum Spieler der Jahre 2004, 2005, 2006 und 2007 ernannt. Zudem wurde er viermal zum Weltsportler des Jahres ernannt (2005, 2006, 2007 und 2008), was vor ihm noch keinem Sportler gelungen ist. In seinem Heimatland wurde Federer viermal zum Schweizer Sportler des Jahres (2003, 2004, 2006, 2007) gewählt. Darüber hinaus gewann er mit Stanislas Wawrinka im Jahr 2008 in der Wertung Team des Jahres. 2003 wurde er Schweizer des Jahres. Die Schweizerische Post widmete Federer 2007 als erster lebenden Persönlichkeit eine Sonderbriefmarke.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia