Allianz

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Geschrieben von daneel 24/03/2009 @ 07:15

Tags : allianz, versicherungen, wirtschaft

Evangelische Allianz

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Die Evangelische Allianz ist ein weltweites Netzwerk von Kirchen, Organisationen und Einzelpersonen aus verschiedenen reformatorischen Kirchen. Sie vertritt nach eigenen Angaben weltweit rund 420 Millionen Menschen. Die theologische Basis der Evangelischen Allianz sind Aussagen der historischen reformatorischen Bekenntnisse.

Im deutschen Sprachraum steht IdeaSpektrum als Kommunikationsmedium der Evangelischen Allianz nahe.

Die regionalen und lokalen Allianzen sind unabhängige Organisationen mit jeweils eigenen Mitgliedschaftsstrukturen. So gibt es lokale Allianzen, wie beispielsweise die deutsche Evangelische Allianz, die nur die Mitgliedschaft von Einzelpersonen kennen, andere wie die National Association of Evangelicals in den Vereinigten Staaten oder die Schweizerische Evangelische Allianz bieten Mitgliedschaft für Organisationen, Einzelpersonen, lokale Kirchen und nationale Denominationen an.

Thomas Chalmers, einer der Mitbegründer der schottischen Freikirche, lud Vertreter aus 52 reformatorischen Kirchen nach London ein, um enger zusammenzuarbeiten und eine gemeinsame Gebetswoche zu beschließen, die derzeit in der zweiten Januarwoche stattfindet (Allianzgebetswoche). Aus dieser Zusammenarbeit heraus wurde die Evangelische Allianz 1846 auf internationaler Ebene in London gegründet und erhielt alsbald auch Organisationseinheiten in einzelnen Ländern.

Sowohl die Deutsche Evangelische Allianz als auch die Schweizer Evangelische Allianz vergeben ein Spendensiegel an Organisationen, bei denen die Verwendung der anvertrauten Spendengelder in ihrem Sinne sichergestellt ist. Eine Liste der Organisationen, die das Spendensiegel erhalten haben, kann online abgerufen werden.

Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) ist ein Zusammenschluss evangelisch und vor allem evangelikal gesinnter Christen verschiedener Gemeinden und Gruppen. Sie bildet den deutschen Zweig der internationalen Evangelischen Allianz.

Derzeit bekennen sich nach Angaben der Evangelischen Allianz rund 1,3 Millionen Menschen zu Organisationen oder Einrichtungen, die zur Evangelischen Allianz gehören oder ihr nahestehen. Es gehören etwa 1.100 örtliche Allianzkreise zur Deutschen Evangelischen Allianz, in denen sich Christen aus verschiedenen lokalen Gemeinden und Werken, aus Landeskirchen und Freikirchen treffen, um gemeinsam die Ziele der Evangelischen Allianz zu fördern.

Die Deutsche Evangelische Allianz hat jährlich zwei Hauptveranstaltungen: die Internationale Gebetswoche Anfang Januar, die in ca. 1100 Orten stattfindet und ca. 350.000 Besucher zählt, und die seit 1886 jährlich stattfindende Bad Blankenburger Allianzkonferenz Anfang August mit ca. 2500 Teilnehmern.

Das angeschlossene Institut für Islamfragen bietet Informationen über den Islam aus christlicher Perspektive. Es wurde am 19. Oktober 1999 gegründet. Den Vorsitz haben Dr. Dieter Kuhl und KR i. R. Albrecht Hauser. Wissenschaftliche Leiterin ist Christine Schirrmacher. Das Institut bietet online ein Fatwa-Archiv.

Die Deutsche Evangelische Allianz ist akkreditierter Verband beim Deutschen Bundestag, Wolfgang Baake ist Beauftragter der Evangelischen Allianz beim Deutschen Bundestag. Langjähriger Mitvorsitzender war u.a. auch der westfälische Pfarrer und bekannte Buchautor Paul Deitenbeck.

Die Deutsche Evangelische Allianz hat heute den Status eines eingetragenen Vereins mit Sitz in Bad Blankenburg in Thüringen. Hier befindet sich auch das „Evangelische Allianzhaus Bad Blankenburg gemeinnützige GmbH“, eine Tagungsstätte bzw. Konferenzzentrum mit Erholungsheim und Hotel für Einzelgäste und Gruppen.

Vor 1990 gab es zwei getrennte Einrichtungen, die „Evangelischen Allianz in der DDR“ und die „Deutsche Evangelische Allianz e. V.“ mit Sitz in Stuttgart, die sich nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten ebenfalls wieder vereinigten, durch Anschluss der westdeutschen an die ostdeutsche Evangelische Allianz mit Sitz in Bad Blankenburg. Die Geschäftsstelle der Deutschen Evangelischen Allianz befand sich aber noch bis November 2004 in Stuttgart. Seither ist sie am Sitz der Deutschen Evangelischen Allianz in Bad Blankenburg.

Auf Ortsebene gibt es etwa 1100 lokale Arbeitskreise der Deutschen Evangelischen Allianz, die zum Teil auch als eigenständige e.V. organisiert sind. Zum Netzwerk der Evangelischen Allianz in Deutschland zählen sich etwa 350 überörtlich arbeitende christliche Werke und Verbände.

In Anknüpfung an die in der Präambel zum Grundgesetz festgeschriebene Verantwortung vor Gott und das historische politische Engagement der evangelischen Allianz gegen Sklaverei und wirtschaftliche Ausbeutung und für Religionsfreiheit fordert die DEA die evangelische Christenheit auf, sich politisch für ihr Land zu engagieren.

In einer Stellungnahme zum Verhältnis von Christen und Politik schrieb Steeb: "Die Anhänger sollten "in Parteien mitarbeiten und dort biblisch-ethische Wertmaßstäbe bewusst einbringen"; bereit sein "zur Übernahme öffentlicher Verantwortung in Haus, Schule, Betrieb, Bezirksbeirat, Stadtrat, als Schöffe ..."; "den Mund auftun im persönlichen Umkreis, im Unterricht, im Betrieb, bei Veranstaltungen, im Gespräch mit politisch Verantwortlichen"; "Leserbriefe an Zeitungen und Zeitschriften, Rundfunkanstalten und Fernsehsender schreiben".

Die letzte Kategorie umfasst auch Freikirchen und kirchliche Gemeinschaftsverbände.

Die vollständige Liste findet sich in Der Deutschen Evangelischen Allianz nahestehende Organisationen.

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist ein Zusammenschluss evangelischer Landes- und Freikirchen, Werke und Einzelpersonen. Sie versteht sich als eine Stimme evangelischer Christen in der Öffentlichkeit. Die SEA fördert die Zusammenarbeit evangelischer Christen. In der französischsprachigen Schweiz (Romandie) ist die SEA als Alliance Evangélique Suisse (AES) eingetragen.

Die SEA hat sich zur Aufgabe gemacht, lokale Allianzen zu bilden und Informationsaustausch auch über die lokalen Sektionen hinaus zu fördern. Sie steht bei der Entwicklung von missionarischen und sozialen Diensten im Rahmen gemeinnütziger Institutionen beratend zur Seite. Sie nimmt Stellung zu aktuellen ethischen Fragen in Gesellschaft und Wirtschaft (siehe auch: Stellungnahmen der SEA) und organisiert regelmäßige Gebetsveranstaltungen.

In der Evangelischen Allianz der Schweiz arbeiten Christen aus 90 Organisationen und rund 550 evangelischen Kirchen und Freikirchen sowie über 1000 Einzelmitglieder in über 80 lokalen Sektionen der Deutschschweiz und der Romandie zusammen. Nach Schätzungen gehören insgesamt etwa 250'000 Personen zu ihrer Basis.

Die Schweizerische Evangelische Allianz ist ein Teil der Europäischen Evangelischen Allianz (EEA) und der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA).

Die Sektionen der SEA sind lokale Zusammenschlüsse von christlichen Gemeinden. Sie sind stimmberechtigte Mitglieder der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Die Schweizerische Evangelische Allianz ist sehr föderalistisch orientiert, so dass sich die einzelnen Sektionen im Organisationsgrad stark unterscheiden können.

Momentan gibt es in der Deutschschweiz 65 Sektionen und acht Mitgliedschaften einzelner Gemeinden. In der Romandie sind es 13 Sektionen und drei Mitgliedschaften einzelner Gemeinden.

Der Vorstand der SEA besteht aus sieben Personen, darunter Präsident Thomas Bucher, Leiter der Operation Mobilisation Schweiz, und Geschäftsführer/Zentralsekretär Hansjörg Leutwiler.

Der Bereich Jugendarbeit wird innerhalb der SEA als Jugendallianz bezeichnet. Matthias Spiess, der Jugendbeauftragte der SEA ist für diesen Bereich verantwortlich.

Die Evangelische Allianz nimmt auf internationaler, europäischer und lokaler Ebene Stellung zu weltanschaulichen, ethischen, wirtschaftlichen und politischen Themen, beispielsweise zur Sexualethik , zum Bankgeheimnis , zur Religionsfreiheit oder zu Homosexualität . Sie vertritt dabei in weltanschaulicher und ethischer Hinsicht eine konservativ-christliche und in wirtschaftlicher Hinsicht eine sozial-kritische Position. In beiden Fällen trifft sie dabei auf Kritik von Andersdenkenden. Die Versuche, kreationistische Inhalte in die schulische Ausbildung einfließen zu lassen, verteidigt sie mit dem Verweis auf die Meinungsfreiheit.

Obwohl die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) die Minarett-Initiative der SVP gegen den Bau von Minaretten an Moscheen nicht unterstützt, war sie über eine Anfrage der Organisation der Islamischen Konferenz bei der Schweizer Botschaft erstaunt, mit der Begründung: "Gerade in den islamischen Ländern sei die Religionsfreiheit höchstens bedingt gewährleistet." Dennoch befürwortet die SEA den freiwilligen Verzicht auf den Bau von Minaretten und wendet sich dagegen, dass von Minaretten per Lautsprecher Gebetsrufe ergehen, weil dies "den religiösen Frieden" gefährde.

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Allianz Arena

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Die Allianz Arena ist ein Fußballstadion an der Werner-Heisenberg-Allee im Norden von München. Das Stadion bietet 69.901 Sitz-/Stehplätze (davon sind 13.769 Stehplätze, 2.152 Businessplätze, 1.374 Logenplätze und 165 Rollstuhlplätze). In der Allianz Arena bestreiten die beiden Münchner Fußballvereine FC Bayern München und TSV 1860 München seit der Saison 2005/2006 ihre Heimspiele. Außerdem war es Spielort der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und wird 2012 Austragungsort des Endspiels der UEFA Champions League sein.

Das Stadion liegt am nördlichen Ende des Münchner Stadtteils Schwabing-Freimann in der Fröttmaninger Heide. Von 20.000 Sitzplätzen (durch den Umbau der Sponsorentribüne auf dem Unterrang West, wo man die Sponsorensitze durch Standardsitze ersetzt hat, wurde die Kapazität um etwa 1.000 Plätze erhöht) werden jeweils etwa 5.200 Sitzplätze im Unterrang der Nord- und Südkurve durch Hochklappen bei Bundesligaspielen in 6.800 Stehplätze umgewandelt. Die dadurch erhaltene höhere Zuschauerkapazität wurde zunächst dadurch ausgeglichen, dass diese insgesamt etwa 4.000 Plätze an anderen Stellen des Stadions nicht verkauft wurden. Am 16. Januar 2006 genehmigten die Behörden die Aufstockung auf 69.901 Plätze, sodass nach Abzug aller Medien- und Arbeitskarten seit Beginn der Bundesliga-Rückrunde 2005/2006 69.000 Zuschauer bei Liga- und DFB-Pokal-Spielen Platz nehmen können. Die Kapazität bei Champions-League-, UEFA-Cup- und internationalen Spielen bleibt bei 66.000 Sitzplätzen. Alle Plätze sind überdacht, aufgrund eines Windsoges kann es jedoch passieren, dass Regen auf Teile der Ränge fällt. In der Winterpause 2005/2006 wurden, um den Komfort weiter zu steigern, die Eingänge der Hauptverteilerebene mit Toren versehen, welche bei Spielen heruntergefahren werden. Dadurch bläst der Wind während der Spiele nicht mehr so stark über die Zuschauerränge. Bei hochgefahrenen Toren wird der Rasen besser belüftet.

Das Stadion enthält 106 Logen mit insgesamt 1.374 Sitzplätzen. Des Weiteren gibt es zwei Kindertagesstätten, die LEGO-Welt und zwei Fanshops: den Megastore des FC Bayern München mit 800 m² und den des TSV 1860 München mit 400 m² Verkaufsfläche. Beide befinden sich im Inneren des Stadions. Dort sind auch die Geschäfte bzw. Ausstellungsbereiche von Medion, Telekom und Audi zu finden. Zudem sind an der Stadionaußenseite rundherum Fan-Kioske in das Stadion eingelassen. Viele Gastronomiebetriebe verteilen sich auf einer Fläche von rund 6.500 m². Das dazugehörende viergeschossige Parkhaus mit Plätzen für rund 9.800 Autos ist das größte Parkhaus Europas. Nördlich der Arena und am südlichen Ende der Esplanade befinden sich insgesamt 350 Parkplätze für Fanbusse. Die insgesamt 54 Ticketschalter befinden sich in zwei sogenannten Kassen-Canyons.

Die Blöcke 112 und 113 (Südkurve) sind ab der Saison 2006/07 bei nationalen Liga- und Pokalspielen reine Stehplatzblöcke; lediglich bei internationalen Spielen werden die an Traversen angebrachten Sitze gemäß UEFA- und FIFA-Auflagen eingebaut.

Das komplette Stadion wird von einer eigens errichteten Mobilfunkanlage, bestehend aus einem BTS-Hotel (in diesem befinden sich alle notwendigen Basisstationen der Netzbetreiber) sowie einem optischen Verteilsystem aus Relaisstationen und Glasfasern versorgt. Die Anlage ermöglicht den Besuchern auf GSM 900/1800 und UMTS das Telefonieren. Aufgrund ihrer Form wird die Allianz Arena oft auch allgemein Schlauchboot oder Autoreifen genannt.

Das Dach und die Fassade wurden aus 2760 ETFE-Folienkissen (Ethylen-Tetrafluorethylen) hergestellt, welche ständig mit getrockneter Luft aufgeblasen werden und einen Überdruck von 3,5 hPa aufweisen. Die Folie ist 0,2 mm dick. Die Beleuchtung der Kissen kann für jedes Kissen getrennt wahlweise in Weiß, Blau oder Rot und in mehreren Helligkeitsstufen erfolgen. Vorgesehen ist, das Stadion jeweils in den Farben der spielenden Heimmannschaft zu beleuchten, wobei weiß bei Länderspielen verwendet werden soll. Bei Beleuchtungskosten von nur ca. 50 € pro Stunde wird eine so große Leuchtkraft erzeugt, dass die Allianz Arena in klaren Nächten auch noch von österreichischen Berggipfeln, d. h. aus einer Entfernung von über 75 Kilometern, deutlich sichtbar ist. Unter dem Dach sind Rollos angebracht, die während des Spielbetriebes zum Schutz vor Sonnenlicht geschlossen werden können.

Da das Stadion direkt am Autobahnkreuz München-Nord (A9/A99) und relativ nahe am Autobahndreieck Feldmoching (A99/A92) liegt, ist ein zügiges Verkehren von und zu Spielen gewährleistet. Im Süden erfolgt die Anbindung über die Anschlussstelle München-Fröttmaning-Süd (A9) aus Richtung Norden und Süden. Im Norden kann die Allianz Arena über die AS München-Fröttmaning-Nord (A99) aus Richtung Westen angefahren werden. Fahrzeuge, welche auf der A99 aus Richtung Osten kommen, gelangen über das AK M.-Nord zur AS M.-Fröttmaning-Süd. Zur Erschließung des großen viergeschossigen Parkhauses unter der Esplanade dienen je eine dreistreifige Fahrbahn in Nord-Süd-Richtung mit Ein-/Ausfahrten in die drei Parkhausabschnitte P1-P3 hinein bzw. heraus. Die Fahrbahn Richtung Norden liegt höher als die Richtung Süden und erschließt die oberen zwei Parkdecks, während die andere die unteren zwei bedient. Die Parkplätze für Rollstuhlfahrer befinden sich im Abschnitt P1 (in den oberen beiden Ebenen und daher nur über die Brückeneinfahrt erreichbar) nahe an der Arena und sind über Zugänge in den Kassen-Canyons barrierefrei zu erreichen. Auch die Busparkplätze Nord und Mitte sind über die beiden Fahrbahnen aus beiden Richtungen zu erreichen. Der Busparkplatz Süd sollte wegen der erheblich besseren Verkehrsführung über die BAB Anschlussstelle München-Fröttmaning-Süd angefahren werden.

Südlich der Arena schließt sich ein 136 Meter breiter und 543 Meter langer Park, die Esplanade, an, welcher mit stromlinienförmigen Wegen angelegt ist. Sie dienen dazu, die Besucher vom U-Bahnhof Fröttmaning und aus dem Parkhaus (Je zwei Treppenhäuser pro Parkhausabschnitt) zum Stadion zu führen. Gleichzeitig sollen dabei die Besucherströme entflochten und gezielt gelenkt werden. Das Bauwerk beginnt ebenerdig auf Höhe der nördlichen Fußgängerbrücke zur U-Bahnhaltestelle, führt über das Parkhaus und schließt an den Stadionumgang in acht Meter Höhe an (Ebene 2).

Auf Grund der anfangs stetigen Wechsel der Stadionfarbe ereigneten sich laut Polizeiangabe täglich durchschnittlich 10 Unfälle mehr. So ist es am Abend nur noch erlaubt, jede halbe Stunde das Stadion in eine Farbe zu tauchen (keine Kombinationen mehr, wie rot-weiß und blau-weiß u. a.).

Die Ultras und andere Fangruppierungen protestierten bei einigen Heimspielen gegen die Bestuhlung und andere fanunfreundliche Beschränkungen der Allianz Arena (unter anderem das Verbot von Megaphonen und Blockfahnen sowie die Beschränkung der Fahnenstocklänge auf 1 Meter).

Sämtliche Gastronomiebereiche der Allianz Arena (Business Club, Sponsoren Lounges, VIP Logen, Kioske, Fan Treffs, a la Carte Restaurants sowie Presse Club) werden von Arena One betrieben. Neben den Gastronomiebereichen betreibt Arena One auch das Besuchermanagement, das Eventmanagement und das Anlagenmanagement. Arena One ist eine zunächst ausschließlich für die Allianz Arena gegründete Tochtergesellschaft von E.ON Facility Management, die wiederum ihrerseits vollständig dem Energiekonzern E.ON AG gehört.

Bei sämtlichen Gastronomieständen kann nur bargeldlos bezahlt werden, damit die Essens-/Getränkeausgabe generell schneller erfolgt. Bezahlt wird dort mit der Arena Card. An 6 ArenaCard-Automaten, mobilen Verkäufern, Ticket-Kassen und Aufwert-Stationen kann die Karte mit weiterem Bargeld aufgeladen werden. In allen Fanshops und im Restaurant Arena à la Carte kann weiterhin mit Bargeld gezahlt werden.

Bauherr und Eigentümer der Arena ist die 2001 gegründete München Stadion GmbH. Erbaut wurde das Stadion durch die Alpine Holding. Geschäftsführer ist seit der sogenannten Stadionaffäre im Jahr 2004 Peter Kerspe (bis zum 15. Juni 2005 zusammen mit Bernd Rauch). Ursprünglich waren die beiden Fußballvereine an der Stadiongesellschaft zu jeweils 50 Prozent beteiligt. Die Mieteinnahmen, die von den beiden Vereinen an die GmbH bezahlt werden, sind für die Tilgung der Verbindlichkeiten aus dem Stadionbau vorgesehen. Aufgrund der finanziellen Probleme des Gesellschafters TSV 1860 München mussten diese am 27. April 2006 ihre Anteile für 11 Millionen Euro an den FC Bayern verkaufen, der seitdem alleiniger Eigner der Stadiongesellschaft und somit der Allianz Arena ist. Für den TSV 1860 bestand eine Option, die einen Rückkauf der Anteile bis zum Jahr 2010 vorsah. Im November 2007 verzichtete der TSV 1860 München aber auf das Optionsrecht. Im Gegenzug wurde Medienberichten zufolge vereinbart, dass die Erlöse aus zwei Freundschaftsspielen der Vereine hälftig geteilt werden und die Einnahmen daraus entgegen der ursprünglichen vertraglichen Regelung nicht an die Allianz Arena GmbH fließen.

Namensgeber des Stadions ist die Allianz SE, welche sich die Namensrechte an dem Stadion für 30 Jahre gegen Zahlung von Sponsorengeldern gesichert hat. Die Baukosten des Stadions betrugen rund 286 Millionen Euro (Gesamtkosten inkl. Finanzierungskosten: 340 Millionen Euro). Die Finanzierung erfolgte als Projektfinanzierung über die Eurohypo AG, die Dresdner Bank AG, einen geschlossenen Fonds der KGAL-Gruppe aus Grünwald bei München sowie den FC Bayern München. Darüber hinaus hat die öffentliche Hand rund 210 Millionen Euro für Arealerschließung und Infrastruktur gezahlt.

Am 21. Oktober 2001 fand zum Bau des Stadions ein Bürgerentscheid statt, der die Frage klären sollte, ob ein neues Stadion an dieser Stelle gebaut werden soll und die Stadt die notwendige Infrastruktur erstellen soll. Diese Abstimmung ging mit etwa 2/3 der Stimmen zu Gunsten eines Neubaus aus. Ein Umbau des Olympiastadions war zuvor von dessen Architekten Günter Behnisch abgelehnt worden. Daraufhin gab es einen Architekten-Wettbewerb, in dem aus ursprünglich acht Modellen zwei Entwürfe zur Abstimmung standen.

Die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron erhielten den Zuschlag und entwickelten daraufhin das Konzept, welches mit dem St. Jakob-Park in Basel vergleichbar ist - eines Stadions mit einer durchsichtigen Umhüllung aus ETFE-Folienkissen, die von innen beleuchtet werden können und selbstreinigend sind. Mit dem Bau des Stadions wurde im Herbst 2002 begonnen, Grundsteinlegung war am 21. Oktober 2002. Ende April 2005 waren die Bauarbeiten beendet.

Die U-Bahnhöfe Fröttmaning und Marienplatz der Linie U6 wurden im Zuge des Stadionausbaus erweitert. Der Bahnhof Fröttmaning wurde nach Norden versetzt und von zwei auf vier Gleise erweitert, außerdem wurde eine zusätzliche Fußgängerbrücke am Nordende des Bahnhofs gebaut und die Abstellanlage erweitert, um gleich nach Spielende möglichst schnell Züge für den Abtransport zur Verfügung stellen zu können. Der Bahnhof Marienplatz wurde mit zusätzlichen Fußgängertunneln entlang der bestehenden Bahnsteigtunnel versehen, um das Umsteigen zur S-Bahn zu erleichtern. Die A 9 wurde zum Teil auf sechs beziehungsweise acht Fahrstreifen ausgebaut und die A 99 erhielt einen Halbanschluss nördlich der Arena.

Seit März 2004 beschäftigt eine Korruptionsaffäre die Fußballwelt und die Justiz.

Am 9. März 2004 wurden Karl-Heinz Wildmoser senior, damaliger Präsident des TSV 1860 München, sein Sohn und zwei weitere Beschuldigte wegen des Verdachts der Untreue und Bestechlichkeit bei der Ausschreibung des Projektes verhaftet. Am 12. März 2004 wurde der Haftbefehl gegen Wildmoser senior gegen Auflagen ausgesetzt. Drei Tage später erklärte er seinen Rücktritt vom Präsidentenamt. Das gegen ihn gerichtete Ermittlungsverfahren wurde am 18. Mai mangels eines ausreichenden Tatnachweises eingestellt.

Sein Sohn Karl-Heinz Wildmoser junior blieb in Haft. Es kam im August 2004 zur Anklage wegen Untreue, Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr und Steuerhinterziehung. Der Auftrag zum Bau der Arena an den österreichischen Baukonzern Alpine soll zu „einem deutlich überhöhten Preis“ vergeben worden sein, weil Wildmoser junior Alpine Informationen über die Ausschreibungsunterlagen der Mitbewerber verschafft und dafür ein Honorar von 2,8 Millionen Euro erhalten haben soll. Er wurde rechtskräftig wegen Bestechlichkeit und Untreue zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Bundesgerichtshof verwarf im August 2006 die Revision gegen das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts München I.

Das Fußballstadion wurde am 30. Mai 2005 mit einem Freundschaftsspiel zwischen dem TSV 1860 München und dem 1. FC Nürnberg eröffnet. Am darauffolgenden Tag spielte der deutsche Rekordmeister FC Bayern München gegen die deutsche Nationalmannschaft. Beide Spiele waren schon seit Anfang März 2005 mit 66.000 Zuschauern ausverkauft. Das erste offizielle Tor erzielte Patrick Milchraum für den TSV 1860. Das Spiel endete 3:2 (1:2).

Aufgrund der hohen Nachfrage fand am 2. Juni das so genannte „1. Arena-Derby“ zwischen den Bayern und den „Löwen“ statt. Dieses Spiel gewann der TSV 1860 München durch ein Tor von Paul Agostino mit 1:0.

Am 19. Mai 2005 fand bereits ein Testspiel der Alt-Herren-Mannschaften des FC Bayern München und des TSV 1860 München statt, bei dem vor rund 30.000 Zuschauern ein Testbetrieb stattfand. In diesem Spiel erzielte Peter Pacult für den TSV 1860 das erste inoffizielle Tor im neuen Stadion. Das 1. Spiel endete mit 3:2 für 1860.

Das erste Pflichtspiel fand am 26. Juli 2005 im Rahmen des Ligapokals statt. Hierbei holte sich der VfB Stuttgart den ersten Pflichtsieg in dem neuen Stadion, und zwar durch ein 2:1 über den FC Bayern. Das erste Pflichtspieltor erzielte hierbei Roy Makaay. Das erste Bundesligator erzielte Owen Hargreaves vom FC Bayern beim 3:0 im Eröffnungsspiel der Bundesligasaison 2005/2006 gegen Borussia Mönchengladbach am 5. August 2005.

Der erste Sieg einer Gastmannschaft in einem Ligaspiel gelang Dynamo Dresden am 9. September 2005 in der Zweitliga-Partie gegen den TSV 1860 München. Das Spiel endete vor 66.000 Zuschauern (davon etwa 17.000 Dynamo-Fans) mit 2:1 für die Sachsen.

Des Weiteren stellte der FC Bayern in der Allianz Arena am 24. Spieltag der Saison 2005/06 einen neuen Rekord auf, denn im zwölften Heimspiel des FC Bayern war das Stadion zum zwölften Mal ausverkauft. In diesem Spiel verloren die Bayern mit 1:2 gegen den HSV.

Das Stadion war Spielort bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Während der WM wurde das Stadion ohne Sponsorennamen genannt und hieß „FIFA WM-Stadion München“. Eigens zur Fußball-WM wurde deshalb auch der Schriftzug „Allianz Arena“ von dem Stadion abmontiert und zierte während der WM das Haus der Kunst in München. Die Kosten für Abmontage und Transport beliefen sich auf ca. 150.000 €.

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Heilige Allianz

Der Ausdruck Heilige Allianz bezeichnet das Bündnis, das die drei Monarchen Russlands, Österreichs und Preußens während ihres Aufenthaltes in Paris am 26. September 1815 schlossen, Frankreich trat der Allianz 1818 bei.

Die Gründung der Heiligen Allianz geschah auf Anregung Zar Alexanders I., dessen Religiosität besonders ausgeprägt und von der mystisch-schwärmerischen Baronin Juliane von Krüdener, der sogenannten „Mutter der Heiligen Allianz“, beeinflusst war. Er war es auch, der den Vertrag entwarf. Das Bündnis kam zustande, obwohl alle drei Monarchen unterschiedlichen Konfessionen angehörten: Der russische Zar war orthodox, Kaiser Franz I. von Österreich römisch-katholisch und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen evangelisch.

Der Aufforderung, der Allianz beizutreten, folgten alle Staaten des Kontinents bis auf den Kirchenstaat, der das überkonfessionelle Engagement ablehnte, das Osmanische Reich (diesem blieb wegen der christlichen Ausrichtung der Allianz der Beitritt verwehrt) und Großbritannien: Zwar erklärte der Prinzregent, Georg IV., persönlich seine Zustimmung und trat in seiner Eigenschaft als König von Hannover auch bei, England blieb jedoch fern, weil die Allianz nur ein Bekenntnis zu abstrakten Grundsätzen, aber keine realen Verpflichtungen enthielte. Ziel des Bündnisses war die Aufrechterhaltung der monarchischen Ordnung und des auf dem Wiener Kongress geschaffenen politischen und staatlichen Systems in Europa, was den Gegensatz zu nationalen und sozialen Bewegungen in der Bevölkerung verschärfte.

Besonders die reaktionäre Politik Metternichs trieb die Unterdrückungspolitik (z. B. Zensur) der Restauration voran.

Die Heilige Allianz begann in den 1820ern auf Grund von Differenzen zwischen den europäischen Herrschern über den Freiheitskampf Griechenlands und Belgiens zu zerbrechen. Gleichwohl blieb das solidarisierende Element der Fürstenhäuser bis zum Ersten Weltkrieg erhalten.

Die Unterzeichner des Bündnisses bekannten sich zum Gottesgnadentum der Herrscher und bezeichneten die christliche Religion als Fundament der herrschenden politischen Ordnung. Sie verpflichteten sich zu gegenseitigem Beistand zum Schutz dieser Ordnung gegen alle bürgerlichen und nationalstaatlichen Umwälzungen. Dem Vertrag traten in den folgenden Jahren fast alle europäischen Monarchen bei.

Als Vollzugsorgan diente der Heiligen Allianz die am 20. November 1815 zwischen Russland, England, Österreich und Preußen geschlossene Quadrupelallianz, die u. a. regelmäßige Zusammenkünfte der Vertragsmächte vorsah und durch Aufnahme Frankreichs am 15. November 1818 zur Pentarchie erweitert wurde.

Auf dem Aachener Kongress 1818 beriet die Heilige Allianz Unterdrückungsmaßnahmen gegen die bürgerlich-nationale Opposition in Deutschland (siehe Karlsbader Beschlüsse). Auf den Kongressen in Troppau und Laibach (siehe Monarchenkongresse) wurden militärische Interventionen gegen die bürgerlichen Umwälzungen in Italien und die indirekte Unterstützung der Türkei gegen den nationalen Befreiungskampf der Griechen beschlossen. Der letzte Kongress der Heiligen Allianz, der Veroneser Kongress 1822, beauftragte Frankreich mit der Niederschlagung der bürgerlichen Revolution in Spanien.

Nachdem sich schon in Verona England endgültig von der feudalreaktionären Interventionspolitik distanziert hatte, verlor die Heilige Allianz seit der bürgerlichen Revolution von 1830 in Frankreich ihren gesamteuropäischen Charakter und Einfluss. Im Herbst 1833 reaktivierten Russland, Österreich und Preußen die Heilige Allianz und bildeten von nun an das, wenn auch nicht immer einheitlich auftretende, feudalreaktionäre Lager in Europa, welches von Russland, der stärksten Feudalmacht des Kontinents, geführt und zusammengehalten wurde.

Karl Marx und Friedrich Engels betrachteten die Auflösung der Heiligen Allianz durch den gemeinsamen Kampf der revolutionären Völker als die entscheidende Voraussetzung für die Durchsetzung der bürgerlichen Demokratie in Europa. Nach der Niederwerfung der bürgerlichen Revolutionen von 1848/1849 erlebte die Heilige Allianz in der Reaktionsperiode der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts eine Neuauflage und wurde zum Instrument der Hegemonie des Zarismus über Deutschland. Infolge der Durchsetzung bürgerlicher und nationalstaatlicher Interessen in der Außenpolitik aller europäischen Staaten, fand die Heilige Allianz ihr Ende.

Der Krimkrieg beendete die Heilige Allianz endgültig. Österreich, das erst 1849 beim Aufstand des Ungarischen Volkes mit Hilfe Russlands vor dem Zerfall gerettet worden war, hatte am 3. Juni 1854 Russland aufgefordert sich aus den Donaufürstentümern zurückzuziehen und besetzte diese nach dem russischen Abzug selbst. Die Beziehungen zwischen Österreich und Russland wurden deshalb zerrüttet. Österreichs Beziehungen zu Preußen wurden ebenfalls angespannter. Daneben lief es Gefahr, von England und Frankreich unter Napoléon III., das diplomatisch näher an Russland heranrückte, isoliert zu werden. Damit veränderte sich langfristig die seit dem Wiener Kongress, trotz vieler inneren Unruhen in den jeweiligen Staaten, relativ stabil scheinende, europäische Mächtekonstellation nachhaltig zu Ungunsten Österreichs.

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Augsburger Allianz

Die Augsburger Allianz, auch Augsburger Liga genannt, entstand am 9. Juli 1686 als Defensivbündnis zwischen Kaiser Leopold I., König Karl II. von Spanien, König Karl XI. von Schweden, Kurfürst Maximilian II. Emanuel von Bayern und diversen anderen Reichsständen.

Sie war ursprünglich auf drei Jahre angelegt und sah die Einrichtung eines starken Bundesheers gegen die territorialen Ansprüche des französischen Königs Ludwig XIV. auf linksrheinische Gebiete vor. Der Sonnenkönig, zum mächtigsten Herrscher Europas geworden, verfolgte seit 1679 eine mit dem Begriff politique des Réunions titulierte Politik, die auf eine Vereinigung von allen Territorien mit dem Mutterland abzielte, die jemals mit Frankreich verbunden waren.

Initiator der Augsburger Allianz war der Habsburger Kaiser Leopold I., der wegen der Türkengefahr an der Ostgrenze des Reiches gezwungen war, einen Großteil seiner militärischen Kräfte dort einzusetzen. Das Bündnis sollte einer weiteren französischen Expansion im Westen des Reiches einen Riegel vorschieben. Die vertragsschließenden Mächte sicherten einander verbindlich zu, für die Einhaltung des Westfälischen Friedens, des Friedens von Nimwegen und des am 15. August 1684 zwischen Frankreich sowie Kaiser und Reich geschlossenen Waffenstillstands von Regensburg zu sorgen. In Regensburg war neben der Waffenruhe vereinbart worden, dass die von Frankreich annektierten Reichsteile und -städte ihm 20 Jahre lang überlassen bleiben sollten.

Das Reichsbündnis ergänzte den zuvor zwischen Leopold I. und dem brandenburgischen Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm geschlossenen gegenseitigen Beistandspakt vom 22. März 1686.

1689 wurde die Augsburger Allianz durch den Beitritt von England und den Niederlanden - in Personalunion von Wilhelm von Oranien-Nassau repräsentiert - zur Wiener Großen Allianz erweitert. Er hatte bereits als Statthalter der Niederlande negative Erfahrungen mit den Franzosen gemacht und sah sich als nunmehriger englischer König Wilhelm III. auch in den Kolonien Nordamerikas mit französischer Rivalität konfrontiert.

Die Notwendigkeit der Augsburger Allianz zeigte sich, als Ludwig XIV. ungeachtet einer Verzichtsklausel im Ehevertrag seiner Schwägerin Elisabeth Charlotte von Orléans nach dem Tode des kinderlosen Pfälzer Kurfürsten Karl. II. Erbansprüche auf die Pfalz erhob. Dies führte 1688 zum Neunjährigen Krieg (auch Pfälzer Erbfolgekrieg genannt). Mit dem Frieden von Rijswijk wurde 1697 diese Auseinandersetzung beendet.

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Source : Wikipedia